art maxx - KUNST Magazin

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art maxx - KUNST Magazin

KUNSTWERKE von

Achenbach, Christian

Bartsch, Frank

Beckmann, Matthias

Beer, Tjork Douglas

Biermann, Christine

Bonnén, Kaspar

Brörmann, Clara

DAG

Dehnel, Sabine

Djurovic, Uros

Duda, Juliane

Eichner, Margret

Fox, Pius

Geis, Alex

Genin, Albert

Genin, Albert

Grözer, Marc

Grözinger, Amelie

Grözinger, Phillip

Hahn, Silke Katharina

Hennevogel, Phillip

Herrmann, Andreas

Hiltner, Georg

Hiltner, Klaus

Hirsig, Stefan

Holstein, Franziska

Kallscheuer, Claudia

Kaufmann, von Ruprecht

Košir, Matej

Kröning, Peter

Krönke, Christoph

Kryzecki, Caroline

Kupfer, Jakob

Lemberg, Götz

Lemcke, Dietmar

Locci, Gabriella

Ming, Musk

Møller, Ulrik

Pasqual, Irene

Petschatnikov,

Maria und Natalie

Piper, Edmund

Roepke, Jakob

Ruckhäberle, Christoph

Schleime, Moritz

Schlicher, Sebastiaan

Schmidt, Rigo

SEO

Stolle, Wanda

Teichmann, Lars

Tränkle, Dagmar

Wagner, André

Wehr, Susanne

Weizmann, Carsten

Wisskirchen, Hansa

Woller, Henry

Kunstauktion

Ersteigern Sie hochwertige Kunstwerke für einen guten Zweck!

VORBESICHTIGUNG

mianki. Gallery

Kalckreuthstr. 5

0777 Berlin-Schöneberg

Vernissage: 5. ., 9- 4h

Ausstellung: 5. .-4. . 0 0

Di-Fr 5- 9h, Sa - 6h

SCHIRMHERRSCHAFT

Renate Künast

Mitglied des Deutschen

Bundestages

Dr. Thomas Köhler

Direktor der

Berlinischen Galerie

Jennifer Becker

KUNST Magazin

AUKTION

7. Dezember 0 0

4- 9h: Vorbesichtigung

9h: Beginn der Auktion

Auktionator: Fares Al Hassan, MA

www.fly-auctions.com

Berlinische Galerie

Landesmuseum für Moderne Kunst,

Fotografie und Architektur

Alte Jakobstr. 4- 8

0969 Berlin-Kreuzberg

www.berlinischegalerie.de

ONLINEKATALOG

Die Werke werden auf der Internetseite

der Telefonseelsorge und des KUNST

Magazins ab Ende November

präsentiert. Informationen unter www.

telefonseelsorge-berlin.de

www.kunstmagazin.de

PRINTKATALOG

Der Auktionskatalog liegt Ende November

vor. Gern schicken wir Ihnen den Katalog

zu. Bitte kontaktieren Sie uns:

Stiftung Telefonseelsorge Berlin

Nansenstr. 7, 047 Berlin

Tel. 0 0 / 6 50

mail@telefonseelsorge-berlin.de

Harald Pignatelli

Fernsehmoderator

Ralf Meister

Generalsuperintendent

Philipp Hennevogl: STRUKTUR II, Linolschnitt, 009, 40 x 58 cm, paper 50 x 70 cm, ed. +


Gewitter über Menton, Öl, 2001/02, 130x160 cm

Dietmar Lemcke

geb. 13.01.1930 in Goldap, Ostpreußen, lebt und arbeitet in Berlin

B i l d e r, A q u a r e l l e , Z e i c h n u n g e n

Ausstellung vom 04.12.2010 - 15.01.2011

Georgia Berlin Galerie

Hillmer + Partner, Bleibtreustr.17 / 10623 Berlin, Germany,

Öffungszeiten: Montag bis Sonnabend von 11.00-19.00 Uhr

Tel.+49.30. 88 55 12 55 - Fax +49.30. 88 55 12 56 M: 0178 / 51 820 92

A.Hillmer@georgiaberlingalerie.de www. georgiaberlingalerie.de

Editorial

Wenn Sammler ihrer Leidenschaft nicht mehr nur in

privaten Schatzkammern frönen, sondern wie Stars

gefeiert werden, wird es Zeit, das gleichzeitig so

schwammige wie schillernde Wort „Elite“ unter die

Lupe zu nehmen.

Dem Galeristen Christian Nagel behagt es beispielsweise

nicht, den Begriff „Elite“ im Feld der Kunst

anzusiedeln. Seiner Meinung nach ist „Elite“ eher in

anderen Kreisen zu finden, in Politik und Forschung

zum Beispiel. Elite wird nach Meinung Nagels zu stark

mit schnellem Erfolg in Verbindung gebracht. Daher

warnt er vor solchen vorschnellen Etikettierungen.

Anfangs ist nicht vorhersehbar, wer sich auf dem

Markt behaupten wird.

Wo Eliten sind, könnte Mainstream nicht ferner sein.

Also hurtig her mit Mitteln zur Distinktion, denn

schließlich gilt: Keine Elite ohne Hierarchie.

Elite bedeutet Macht – in politischer, finanzieller

oder kultureller Hinsicht. Uns interessiert jedoch, in

welchen Bereichen Elite und Kunst aufeinandertreffen.

Per se haftet dem Kunstfeld der Begriff „Elite“ an, weil

es sich vom Mainstream abhebt, indem es alternative

Lebensformen und eine gewisse Form von Glamour

verspricht. Bettina Steinbrügge hat das Kunstfeld seziert

und als Elitemerkmal die akzeptierte Ungleichheit von

Kapital festgestellt. Dazu kommt die Unwägbarkeit:

Künstlerischer Erfolg ist ein höchst unsicherer Faktor.

Das sorgt für Spannung. Die Kunstelite bespaßt

sich mit Machtspielen rund um Selbstinszenierung,

Protektion und Können. Sie generiert Stars und lässt

im gleichen Moment die Idee von Kunstkrematorien

entstehen.

Das Kunstfeld ist aber auch ein Teil der Gesellschaft,

die von demokratischen Prinzipien bestimmt wird.

Hier stoßen die Praktiken des Elitären an ihre

Grenzen, und es entstehen gelegentlich Situationen,

die an Schizophrenie kaum zu überbieten sind. Da

sich nicht jeder die 000 Euro leisten kann, die einem

erlauben, eine Nacht im Hamburger Bahnhof zu

verbringen und dort Fliegenpilzextrakt trinkend an

Carsten Höllers „Soma“- Experiment teilzunehmen,

soll ein Kompromiss das demokratisch notwendige

Gleichgewicht wieder herstellen. Deswegen werden

einige Übernachtungsplätze verlost...

Ihre KUNST Redaktion

Cover: Philip Grözinger: Menschen lesen Figuren, 009

Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Courtesy: Galerie Christian Ehrentraut

When art collectors no longer pursue their passions

only behind closed doors, when they are celebrated

likes stars in public, the time is ripe to take a closer

look at the ill-defined and illusive term “elite”.

The gallerist Christian Nagel, for example, doesn’t feel

comfortable using the term elite in the field of art. In

his opinion an elite is rather something you find in

other circles—in politics or in research for instance.

In Nagel’s view the term elite seems all too strongly

related to rapid success, and thus he warns against the

rash use of such labels. At the outset you never know

who will succeed on the art market in the long run.

Wherever there are elites, the mainstream couldn’t be

further away. Obviously we need the nimble means to

make distinctions; after all, without a hierarchy there

is no elite.

Elites imply power in politics, in finance or in culture.

What interests us, however, are the areas in which the

elite and art encounter each other. By its very nature

the concept of elitism is inherent in the field of art:

by offering alternative lifestyles and a certain form

of glamour, elites distinguish themselves from the

mainstream. Bettina Steinbrügge has analysed the field

of art and found that an accepted inequality of capital

is a basic characteristic of an elite. Moreover, there is

art’s imponderable status: artistic success is a highly

precarious risk factor, and this creates a tension. The

members of the art elite entertain themselves with the

power games involved in their self-promotion, vying

for patronage or publicising their artistic abilities. They

generate stars, creating simultaneously the notion of

an art crematorium.

The field of art belongs to the larger field of society

that is determined by democratic principles. Here the

practices of elitism clash with their own limits, and the

field generates situations that could scarcely be more

schizophrenic. Since not everyone can afford the 000

Euros it costs to spend the night at the Hamburger

Bahnhof and—whilst sipping on extract of magic

mushroom—to participate in Carten Höller’s “Soma

” experiment, a compromise was called for in order

to restore the essential democratic equilibrium. Thus

some of the overnight tickets are being raffled off.

Your KUNST Magazin Team

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Eliten in der Kunst

Elites in the World of Art

Bettina Steinbrügge

Review: Yoko Ono. Das Gift

Haunch of Venison Berlin, 0. September– . November 0 0

Review: Yoko Ono. Das Gift

Haunch of Venison Berlin, 0 September– November 0 0

Tanja Dückers

KUNST Magazin Sammlergespräche: Manfred P. Herrmann

„Die Kunst belebt das Leben, das ist das Schöne daran“

Coversations with Collectors: Manfred P. Herrmann

“Art enlivens life, and that’s the beautiful thing about it.”

Jan Kage, Franczeska Gutsch

Galerieprofil: Christian Nagel

„Kunst sollte intelligent und vom Mainstream abgehoben sein“

Gallery Profile: Christian Nagel

“Art should be intelligent and stand out from the mainstream”

Hannah Nehb

Benefizauktion Telefonseelsorge

Jennifer Becker

Ein Langhaus, ein Auktionshaus und ein Kulturspeicher

Die Kunsttipps für Süddeutschland

Katharina Knieß

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KUNST Kinderseite | Children’s Pages

Ausstellungshinweise | Gallery Announcements

KUNST Magazin Sammlergespräch Vorschau: Barbara und Axel Haubrok

Impressum | Imprint

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Inhalt | Content


Eliten in der Kunst

Elites in the World of Art

Text: Bettina Steinbrügge Translation: Brian Poole

Es gibt heute fast so viele Bedeutungen des Begriffs

„Elite“ wie Menschen, die sich mit diesem Begriff

befassen. In Deutschland war der Begriff lange Zeit

aufgrund der Rolle der alten bourgeoisen Eliten im

Nationalsozialismus belastet, doch hat er in den

letzten zehn Jahren eine Renaissance erfahren und

ist zu einem schillernden Ausdruck geworden. Aus

diesem Grunde ist zu Guttenberg derzeit so populär,

aus diesem Grunde möchte jeder an einer Elite-

Universität studieren und aus diesem Grunde bilden

sich in der Kunstwelt Milieus heraus, die stärker denn

je auf Exklusivität und einem distinkten Habitus

basieren. Die traditionellen europäischen Eliten

waren relativ homogene Milieus, die sich durch eine

bestimmte Kultur, Erziehung und soziales Benehmen

auszeichneten und sich somit von der Masse

unterschieden. Wer zur Elite gehörte, konnte anhand

von Sprache und Umgangsformen leicht identifiziert

werden. Heute sind Karrieren viel zu heterogen, um

eine einzige Elite herauszubilden, vielmehr steht der

Begriff „Elite“ derzeit für erfolgreiche Menschen,

die finanziell gut aufgestellt sind und über Macht in

ihrem sozialen und geschäftlichen Umfeld verfügen.

Dieser Elitebegriff basiert eher auf einem neoliberalen

Verständnis denn auf einem bürgerlichen, das soziale

Verantwortung wie auch Eigenverantwortlichkeit

umfasst.

Was bedeutet dies nun für das Kunstfeld? Dem

Kunstbegriff hängt per se das Stigma des Elitären

an, wird hier doch das nach dem kapitalistischen

Grundverständnis scheinbar Nutzlose gefeiert, dem

Today the word “elite” has almost as many meanings

as there are people struggling to define it. In Germany

the term has long been burdened by the historic role

of the old bourgeois elites under National Socialism,

but in the last ten years it has enjoyed a renaissance,

and it is now a common yet equivocal expression.

That is why zu Guttenberg is currently so popular,

just about everyone wants to study at the elitist

university and develop connections in the art world

that, more than ever before, are based upon exclusion

and a distinctive habitus. The traditional European

elites were relatively homogenous circles in possession

of a certain standard of culture, education and social

behaviour distinguishing them from the masses. Those

who belonged to the elite could easily be identified by

their language and their comportment. Today, careers

are far too heterogeneous to allow for the creation

of a single elite; rather, the term elite is now used to

refer to successful people who are both financially

well off and powerful in their fields. This approach

to elites is rooted rather in a neoliberal interpretation

than in a bourgeois interpretation of elites, which

earlier included both social responsibility and personal

responsibility.

What does this mean for the arts? The notion of art

has always carried the stigma of elitism, since here

something seemingly useless, from a capitalistic

perspective, is being celebrated, and a value is being

attributed to it that cannot be objectively validated.

The field of art is of interest to about 4% of the

population, the majority of them graduates with a

university education. Their proximity to bohemian

culture, to radicalism and to anti-consumerism is,

Im Soho House hängen die Bilder ...

Foto: Soho House Berlin

noch dazu ein (monetärer) Wert zugeordnet wird,

der objektiv nicht nachprüfbar ist. Das Kunstfeld ist

für ungefähr 4% Prozent der Bevölkerung interessant,

wovon der Großteil auf eine universitäre Ausbildung

zurückblicken kann. Die Annäherung an eine Bohème,

an Radikalität und Gebrauchswertverweigerung wird

gerade auch für die bürgerliche Mitte zu einem Mittel,

sich des eigenen distinkten oder auch nur vermeintlich

distinkten Habitus zu versichern und sich somit in

eine Gesellschaftsschicht einzureihen, die sich von der

werktätigen Bevölkerung abhebt.

Messbarer Erfolg hat immer etwas mit Geld zu tun,

weswegen der Kunstmarkt in den letzten Jahren

eine große Rolle in der kulturellen Elite spielte. Er

ließ nicht nur Sammler zu Stars aufsteigen, sondern

übte auch einen ungeheuren Einfluss auf das

Ausstellungsprogramm öffentlicher Institutionen aus.

In diesem Bereich der Kulturelite gehen wirtschaftliche

Interessen mit denen der politischen Legitimation

und dem Lifestyle einer jungen Stilelite eine enge

Verbindung ein. Ob Soho House, Grill Royal oder

Bar , PanAm Lounge oder eine „Perez Projects“-Party

– das Kunstfeld mit seinem Versprechen auf Erfolg,

Glamour und alternativer Lebensform hat einen

Zirkel entstehen lassen, der die Exklusivität schätzt

und lebt. Künstler und Kunstschaffende haben es in

die Boulevardblätter geschafft und somit auch die

Ökonomien des Feldes verändert. Dieses neoliberale

künstlerische Feld lässt sich als exemplarischer „Winner

take all“-Markt einstufen. Typische Merkmale sind

eine außerordentlich große und auch weitgehend

precisely for the bourgeois middle class, a tool to

ensure their own distinctive – or at least purportedly

distinctive – habitus, and a means to assimilate into

a social class above the workaday world of the larger

population.

Measurable success always has something to do with

money; and, for that reason, the art market has played

a large role among cultural elites in recent years. The

art market has not only allowed collectors to achieve

the status of stars; it has also gained formidable

influence upon the exhibition programmes of public

institutions. In this field of the elite cultural hierarchy,

the financial interests are closely connected to the goal

of political legitimisation and to the lifestyle issues of

the young and fashionable elite. Whether at the Soho

House, the Grill Royal or Bar , the PanAm Lounge

or a Perez Projects’ party, the world of art, with its

promise of success, glamour and alternative lifestyles,

has created a circle of individuals who both value and

live in their exclusivity. Artists and artisans have made

it to the tabloids, and they have thus changed the

economies of the field. This neoliberal artistic field

can best be comprehended as an exemplary “winner

takes all” market. Its typical characteristics are the

extraordinarily large and predominately accepted

inequality of the symbolic and economic capital of

competing artists and art world professionals as well

as the high level of insecurity over the success of both

the artistic production and the careers of the artists.

If this inequality and risk did not exist, the field of art

wouldn’t be interesting, since it only seems worthy to

strive for something that is not easy to have and thus

has to be fought for.

8 9


... in der Forgotten Bar die Künstler brütend überm Schachbrett.

Foto: Jennifer Becker

akzeptierte Ungleichheit des symbolischen und

ökonomischen Kapitals der konkurrierenden Künstler

und Kunstwelt-Professionellen sowie eine hohe

Unsicherheit über den Erfolg der künstlerischen

Produktion wie auch über die Karriere von Künstlern.

Gäbe es diese Ungleichheit und das Risiko nicht, wäre

das Kunstfeld uninteressant, denn es ist nur etwas

erstrebenswert, was nicht so einfach zu haben ist und

damit heiß erkämpft werden muss.

Damien Hirsts „For the Love of God“ spielt mit

diesen Gedanken. Der Totenschädel lässt sich ganz

klassisch vom Materialwert ableiten, ist mit Brillanten

besetzt und deswegen nur von einer ganz kleinen

Gruppe überhaupt zu erwerben. Die Arbeit ist so

unangemessen wie sie preislos ist. Ein bürgerliches

Kunstethos tritt neben den Glamour des „Nouveau

Riche“, verbindet Vergänglichkeit mit Zeitkritik und

führt das ganze System einer zeitgeistigen Elite vor.

Konsequenterweise hält der Künstler selbst Prozente

an dem Werk und hat es nicht komplett dem

Warenkreislauf zugänglich gemacht. Der Schädel als

Mythos und Symbol, das zudem eine gewisse Spannung

zu den nichtelitären Zirkeln der Kunstproduktion

aufrechterhält. Das Sujet der Arbeit ist ein Attribut

der Biker- und Gothicszene, wodurch das Ganze auch

noch die „Street Credibility“ erhält, die zur Bohème

der Kunst gehört. Das Elitäre erscheint hier als

Zwiespalt, der immer wieder durchbrochen werden

muss. Wenn in Carsten Höllers „Soma“ ein Doppelbett

für 000 Euro pro Nacht zur Verfügung steht, dann

muss auch dafür gesorgt sein, dass dieser Exklusivität

0

Damien Hirst’s “For the Love of God” plays upon

these ideas. The skull can be deduced classically

from its material value – laden with jewels and thus

only attainable for a very small group. The work is as

appropriate as it is priceless. A bourgeois art ethos is

added to the glamour of the nouveau riche, combining

transience with contemporary critique while poking

fun at the entire system of the elite zeitgeist. Logically

consistent with this, the artist himself retains a share

in the work, refusing to abandon it completely to the

circulation of consumer goods. Moreover, the skull,

both as myth and as symbol, maintains a certain

tension to the non-elitist circles of art production:

the theme of the work is an attribute of the biker

and gothic scene, yielding the object a sort of “street

credibility” inherent in the bohemian art world. The

elitism appears here as a dichotomy that has to be

resolved again and again. When, in Carsten Höller’s

“Soma”, a double bed is offered up for rent at a price

of one thousand Euros a night, then this exclusivity

must be carefully juxtaposed to the raffling off of free

overnight accommodations. Being elitist in a democracy

thrives upon a schizophrenic relationship to the self,

a balancing act between affirmation and negation

whereby, in art and in its mixture of upper class and

subculture, the concept’s development can be traced

back to a specific habitus more clearly than in other

fields. Here, the Boros Bunker can seem just as elitist as

the Forgotten Bar Project; the Kunst-Werke Institute

for Contemporary Art can seem just as elitist as the

Olbricht Collection; the Gallery neugerriemschneider

as elitist as Tulips & Roses; Angela Melitopoulos

as elitist as Martin Eder; and the art historians and

intellectuals in museum circles or at universities who

die Verlosung kostenfreier Übernachtungsplätze

gegenübersteht. Elite zu sein in einer Demokratie,

lebt von dem schizophrenen Verhältnis zu sich selbst,

dem Bejahen und gleichzeitigen Verneinen, wobei in

der Kunst – in ihrer Mischung aus Upper Class und

Subkultur – die Begriffsbildung stärker als andere

Felder auf den spezifischen Habitus zurückzuführen

ist. Der Boros-Bunker kann hier genauso Elite sein wie

das „Forgotten Bar“-Projekt, die Kunst-Werke genauso

wie die Olbricht Collection, neugerriemschneider wie

auch Tulips&Roses, Angela Melitopoulos wie Martin

Eder oder die Kunsthistoriker und Intellektuellen, die

sich in Museumszirkeln oder den Universitäten um

den Diskurs bemühen, wie auch die Intellektuellen,

die sich, prekär lebend, am internationalen Diskurs

beteiligen. Die Grenzziehungen sind schwierig und

lassen die Frage aufkommen, welche Eliten eigentlich

für das Kunstfeld interessant sind.

Die Aufzählung zeigt, wie einseitig es ist, nur

die neoliberale Kulturelite zu betrachten. Lassen

sich künstlerische Eliten konstatieren, so liegt

die Frage nach den diskursiven Praktiken nahe:

Selbstinszenierung, Protektion und künstlerisches

Können spielen hierbei offenbar komplementäre

Rollen. Bourdieu hat den Begriff der „Elite“ nur

polemisch verwendet und durch das Konzept des

„Feldes der Macht“ ersetzt. Die diskursiven Praktiken

werden zur Deutungshoheit eingesetzt, die immer

wieder neu ausgefochten werden muss. Die heute als

intellektuelle Kunstelite zu bezeichnende Gruppe, die

den Diskurs voranträgt, ist sich dieser Machtspiele

bewusst und benutzt sie zur Distinktion, manchmal,

um Diskurse durchzusetzen, manchmal, um sich des

intellektuellen Gegners zu entledigen. Diese elitären

Diskurse, von Künstlern wie von Kulturakteuren

geführt, sind die Basis zeitgenössischer Kunst. Keiner

möchte doch ernsthaft ein demokratisches Feld, das

sich rein nach Quote den doch etwas schlichten

Diskursen der Populärkultur und deren Verkürzung in

den erfolgreichen Selbstrepräsentationsserien hingibt.

Ein Großteil heutiger Kunst versucht, Gegenprozesse

und Gegenmodelle der Kooperation in Gang zu setzen,

die soziale Alternativen aufzeigen. Artur Żmijewski

z. B. geht analytisch mit dem Projekt der Kunst als

sozialem Gestaltungsmodell um, Alicja Kwade befragt

mit ihren „Bordsteindiamanten“ Äußerlichkeit und

Wertschöpfungsprozesse, und die Bruce High Quality

Foundation bedient sich der Komplizenschaft, um neue

Formen des Gemeinwohls zu erproben. Das Elitäre

schafft hier Freiräume für den individuellen Ausdruck,

und gerade weil die Kunst so eng mit den elitären

Machtzirkeln aus Wirtschaft und Politik verbunden ist,

stehen die politischen Themen in einem interessanten

Resonanzverhältnis zu Autorität und Kapital. Wenn

sich engagierte und gebildete Menschen in freier,

öffentlicher Rede über gesellschaftlich wichtige

Fragen zu verständigen suchen, beeinflussen sie die

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Fantasie und die Interessen der Machteliten wie der

breiten Bevölkerung und verändern schließlich auch

ihre Denkweisen.

Kunst ohne Elite ist wie Sex ohne Partner, manchmal

vielleicht ganz lustig, aber auf Dauer doch einfach

nur fad. Aber neoliberale Eliteverständnisse, die sich

derzeit nur zu gerne mit dem Kunstfeld verbinden,

sollten zur Distanz verpflichten. Die Vitalität und

Stabilität einer Gesellschaft hängen eminent von ihrer

Durchlässigkeit ab. Eliten dürfen sich nicht nur aus

sich selber rekrutieren, sondern sind allein in einem

relativ gleichberechtigten Wettstreit brauchbar. Nicht

brauchbar dagegen sind Rekrutierungssysteme, in

denen ohnehin schon Privilegierte versuchen, ihre

Privilegien und Weltbilder zu verteidigen.

Vgl. Isabelle Graw : „Der große Preis“, Köln 008

Vgl. Robert H. Frank/Philip J. Cook: „The Winner-Take-

All Society“, New York 995

Vgl. Pierre Bourdieu: „Die feinen Unterschiede“,

Frankfurt am Main 987

Bettina Steinbrügge studierte Kunstwissenschaft, Englische

Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft in

Kassel. Sie arbeitet als Kuratorin, Autorin und Dozentin.

Sie ist wissenschaftliche Beraterin der Künstlerstätte

Schloss Bleckede und Sprecherin des Arbeitskreises

der niedersächsischen Stipendiatenstätten in Hannover.

Nach verschiedenen Lehraufträgen am Fachbereich

Kulturwissenschaften der Universität Lüneburg ist sie seit

April 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin

im Leitungsteam des Kunstraums der Universität

Lüneburg.

Bettina Steinbrügge studied art history, English, and

comparative literature in Kassel. She now works as a

curator, author, and lecturer. She is academic advisor at

the Bleckede Castle Artists’ Retreat and speaker of the

working group of Lower Saxony’s Stipend Recipients’

Retreats in Hannover. Following various teaching positions

in the faculty of cultural studies at the University of

Lüneburg, she has been working as a member and curator

of the directorial team of the gallery at the University of

Lüneburg since April 2005.

are responsible for the discourse surrounding art may

seem as elitist as the intellectuals surviving precariously

as they participate in the international discourse. It’s

difficult to draw boundaries: they raise the question of

which elites are actually of interest to the art field.

The list shows how one-sided it is to consider only the

neoliberal cultural elite. Wherever artistic elites can be

found, the question of their discursive practices has to

be raised: their “self-fashioning”, their patronage and

their artistic skills obviously play a complementary role

here. Bourdieu used the term “elite” strictly polemically,

replacing it with the concept of a “field of power”.

The discursive practices are applied as an interpretive

authority that has to be reevaluated and rehashed

again and again. The group promulgating this discourse

– the group that today is referred to as the intellectual

and artistic elite – is obviously aware of these power

struggles, and they use them to distinguish themselves:

sometimes in order to assert their own discourses,

sometimes to get rid of an intellectual opponent.

Conducted by artists and cultural agents, these elite

discourses form the foundation of contemporary art.

No one sincerely wants a democratic field here that,

in strict adherence to ratings, is abandoned to the

rather simplistic discourse of popular culture and its

reduction of everything to a successful series of selfrepresentations.

The lion’s share of contemporary art strives to

initiate oppositional processes and models of

cooperation offering social alternatives. For example,

Artur Żmijewski treats art projects analytically as

opportunities to create social structures; with her

“Sidewalk Jewels” Alicja Kwade calls into question

appearances and the processes of creating added

value; and the Bruce High Quality Foundation

recruits accomplices in order to test new forms of

public welfare. The elitism creates free spaces here

for individual expression; and, precisely because art

is so intimately connected to the elite power circles

of finance and politics, the political issues bear an

interesting relationship to authority and capital. When

engaged and educated people struggle to come to

terms with socially important questions in free public

speech, they influence the fantasy and the interests of

the power-wielding elites as well as the broader public,

ultimately changing the way they think.

Art without an elite is like sex without a partner:

sometimes its fun, but in the long run it just gets dull.

Still, the neoliberal conceptions of elites currently

vying to attach themselves to the field of art should be

kept at a distance. The vitality and stability of a society

depends largely upon its openness. Elites cannot be

permitted to recruit only amongst themselves: they are

only useful if the are held in balance by competition

based upon the principle of equal rights. Recruiting

systems in which privileged individuals attempt to

defend their privileges and their world views are, in

contrast, of no use at all.


Review: Yoko Ono. Das Gift

Haunch of Venison Berlin, 10. September–13. November 2010

Review: Yoko Ono. Das Gift

Haunch of Venison Berlin, 10 September–13 November 2010

Text: Tanja Dückers Translation: Brian Poole

Wer die Ausstellung „Das Gift“ von Yoko Ono

betritt, unternimmt eine Reise zurück in die Zeit von

„Love and Peace“. Da stößt man auf von der Decke

baumelnde Soldatenhelme, in denen blau-weiße

Puzzleteile – ein zerstückelter Himmel – liegen. Jeder

Besucher soll sich ein Stück Himmel mit nach Hause

nehmen. Dunkle Mäntel mit Schusslöchern verbreiten

ebenfalls düstere Stimmung. Eine Leinwand, versehrt

mit tiefen Schnitten und einer langen Nadel, wartet

auf den Besucher, der hier, wie es heißt, seine Wunden

nähen, also: sich selbst heilen kann.

Wer glaubt, dass heute niemand mehr auf

solcherart Kitsch anspringt, irrt sich gewaltig. Die

mehrheitlich jungen Besucher der Ausstellung

sticken Schmerzensbekenntnisse wie – in rührend

falschem Englisch – „Love hurts ... without heals“ auf

die Leinwand, zitieren Beatles-Songs oder frühere

Arbeiten von Yoko Ono wie „A hole to see the sky

through“. Eine eifrige Näherin erklärt auf Nachfrage,

sie hätte vor drei Wochen ihr Kind per Kaiserschnitt

zur Welt gebracht und sei froh, jetzt ihre Wunde

vernähen zu können, dafür sei sie extra 60 km

angereist. Beeindruckender – und die weitaus beste

Arbeit der Ausstellung – ist „Memory of Violence“. In

der Berliner Presse wurde dazu aufgerufen, Zettel oder

Fotos mit eigenen Erinnerungen an erfahrene Gewalt

mitzubringen und an die entsprechenden Stellen auf

vergrößerten Stadtplänen von Berlin zu heften. „Pin

your memory“, wird der Besucher aufgefordert. So ist

eine Berliner Seelenlandschaft vor dem Hintergrund

des geografischen Berlins zum Vorschein gekommen.

Was hier zur Sprache kommt, hätte in keiner anderen

Stadt seinen Niederschlag gefunden: Da hat jemand

„Mauertote“ geschrieben, ein anderer „Gewaltsame

Räumung des Jugendzentrums Putte im Wedding

974“. Die Zahl „6.000 000“ verwirrt zunächst,

dann erkennt man, dass sie über das Mahnmal für

When you walk into the exhibition “Das Gift”

(“Poison”) by Yoko Ono, you embark on a journey

back through time back to the age of love and peace.

Here you will encounter military helmets swinging

from the ceiling in which blue and white puzzle pieces

have been placed, like dismembered fragments of the

sky. Visitors are invited to take a piece of this sky home

with them. Dark coats punctured with bullet holes

also contribute to the sombre atmosphere. A screen

seemingly wounded by deep cuts and pierced by a

long needle awaits the viewer. Here, as they say, you

can knit your wounds. You can heal yourself.

Those who believe that no one could still be intrigued

by such kitsch will be sorely deceived. The largely young

visitors at the exhibition pin their written lamentations

in touchingly broken English – “Love hurts … without

heals” – to the screen, quoting Beatles’ songs or earlier

works by Yoko Ono such as her “A hole to see the sky

through”. If you ask, a diligent seamstress will tell you

how she just gave birth to a child three weeks ago via

caesarean section, and how happy she is now to be

able to stitch her wounds, having travelled 40 miles

just to get here. Even more impressive – by far the best

work at the exhibition – is the “Memory of Violence”:

local newspapers in Berlin asked people to bring notes

or photos of the memories of the violence they have

suffered through and to pin them to an enlarged map

of the city. “Pin your memory” is a call addressed to

the visitors, and the images they bring with them give

rise to a psychological landscape overlaying Berlin’s

geography.

What finds expression here would not have found

expression in any other city. Someone wrote “Deaths

at the Wall”, another “The violent eviction of the youth

centre ‘Putte’ in Berlin-Wedding 974”. The number

Yoko Ono: Shattered Glass, Installationsansicht, Photo: Christian Glaeser

© 0 0 Yoko Ono All Rights Reserved

die ermordeten Juden gekritzelt wurde. Über dem

S-Bahnhof Lichtenberg steht „Nazis – 989“, am U-

Bahnhof Hermannplatz „Vier Türken verprügeln einen

Mann, niemand hilft“. Ein paar Meter weiter steht

einfach nur „Klaus“. Noch ein paar Straßen weiter:

„Selbstmord eines Freundes.“ An der Bülowstraße

findet sich der Hinweis: „Bülowstraße 55, 0. . 98 –

besetztes Haus geräumt, 00 Besetzer betroffen, Haus

danach abgerissen“. Ironischerweise findet sich auch

ein Zettel mit „John-Lennon-Gymnasium“, allerdings

ohne weiteren Kommentar – hat an dieser Schule

jemand eine Gewalterfahrung gemacht? „Memory of

Violence“ ist ein einzigartiges Kollektivkunstwerk; ein

Experiment, das mithilfe der Partizipationsbereitschaft

der Besucher gelungen ist.

Wer will, kann sich noch fotografieren lassen und Teil

der Arbeit „Berlin Smile“ werden. Wie immer bei Yoko

Ono ist die Idee schlicht: Nach der Konfrontation mit

Krieg, Verlust und Schmerz darf man am Ende doch

noch lächeln und glücklich sein. Auf das Gift der

Gewalt folgt das Gegengift der Liebe. Man könnte

trotzdem einigermaßen mit Yoko Ono versöhnt die

Ausstellung verlassen, wäre da nicht die Riesenvideo-

Installation „Shadows“: Äußerst disparate Bilder von

Gewalt – Zweiter Weltkrieg, Irakkrieg, sich balgende

Kinder – prasseln auf den Besucher ein. Der Einfall, den

Besucher selbst noch als Schatten über die Leinwand

huschen zu lassen und so plump der Mitschuld an

allem Bösen in dieser Welt zu bezichtigen, kann auch

nichts mehr retten. Yoko Ono differenziert nicht

zwischen Angriff und Verteidigung in kriegerischen

Konflikten, nicht zwischen Erwachsenen und Kindern.

Das Konkrete und Persönliche, das Gewalt erst richtig

spürbar macht und in den Berlin-Stadtplänen auf

eindringliche Weise sichtbar wurde, fehlt. So kommt

die Ausstellung am Ende wieder auf Friedensdemo-

Flugblattniveau an.

“6,000,000” is perplexing at first, until you realise that

it was inscribed atop the memorial for murdered Jews.

Above the train station Lichtenberg you’ll find “Nazis

– 989”, and at the Hermannplatz subway station

“Four Turks beat up a man, and nobody helps”. A few

metres further: “Suicide of a friend”. At Bülowstrasse

hangs the note: “Bülowstrasse 55, 0 December

98 , squatters evicted from building, 00 squatters

affected, thereafter the building was torn down”.

Ironically, there’s also a pointer to the “John Lennon

High School”. Did someone suffer from violence here?

“Memory of Violence” is a unique collective artwork,

an experiment that, thanks to the willingness of the

visitors to participate, has been a great success.

Those who want to can have their picture taken and thus

become part of the work “Berlin Smile”. As always with

Yoko Ono, the idea is simple: following an encounter

with war, loss or pain, you’re still allowed to smile and

be happy after all. The poison of violence (“Das Gift”)

is followed by the antidote of love. And you could

still leave the exhibition having reconciled yourself

with Yoko Ono, were it not for the monstrous video

installation “Shadows”. Extremely disparate images of

violence – World War II, the war in Iraq, scuffling kids

– pour down upon the visitor. The idea of allowing

the visitors’ shadows to be cast upon the screen – thus

blatantly accusing them of sharing the blame for the

evil in the world – really cannot be salvaged. Yoko Ono

fails to differentiate between offensive and defensive

warfare, or between adults and children. The concrete

and personal element that renders violence so palpable

– visualised so impressively in the Berlin city maps – is

missing here. Thus the exhibition ultimately ends on

a mediocre note, on the level of a demonstration or

leaflet for peace.

4 5


KUNST Magazin Sammlergespräche: Manfred P. Herrmann

„Die Kunst belebt das Leben, das ist das Schöne daran“

KUNST Magazin Conversations with Collectors: Manfred P. Herrmann

“Art enlivens life, and that’s the beautiful thing about it.”

Interview: Jan Kage, Text: Franczeska Gutsch Translation: Brian Poole

Manfred P. Herrmann ist Steuerberater und

zugleich Kunstsammler. Das ergänzt sich perfekt,

denn die Mandanten seiner Steuerkanzlei H/P/T/P

sind vorwiegend Galeristen und Kunstschaffende.

Gemeinsam mit seiner Frau Burglind-Christin

Schulze-Herrmann sammelt er seit über 5 Jahren

zeitgenössische Malerei, Fotografie und Skulptur.

Zu Hause und in seiner Kanzlei sind in erster Linie

Arbeiten von Berliner Künstlern zu sehen, dazu zählen

u. a. Daniel Richter, Jonathan Meese, John Bock, Artists

Anonymous, Philip Grözinger und Birgit Dieker.

Deine Sammlertätigkeit begann Anfang der 80er-Jahre,

als du den Galeristen Volker Diehl kennengelernt

hast. Was war das für eine Begegnung?

Ich habe Volker Diehl über eine Mitarbeiterin der

Galerie kennengelernt und durch ihn meine erste

Berührung mit zeitgenössischer Kunst gehabt. In

seiner Galerie kaufte ich auch meine erste Arbeit von

dem österreichischen Künstler Erwin Bohatsch, die

noch heute in meinem Büro hängt.

Bisher hast du dich nur von zwei deiner Arbeiten

getrennt und es später bitter bereut.

Genau. Das waren zwei Arbeiten von Baldessari und

Robert Gober, die ich leider verkauft habe. Beides

hätte ich nicht tun sollen. Seitdem verkaufe ich nichts

mehr.

Manfred P. Herrmann is a tax consultant, but he’s also

an art collector. The activities complement each other

perfectly, since his clientele at the offices of the H/

P/T/P tax consultants are largely gallerists and artists.

Together with his wife Burglind-Christin Schulze-

Herrmann, he has been collecting contemporary

painting, photography and sculpture for over 5 years.

At his home and at his office one finds primarily

works of Berlin artists, among them Daniel Richter,

Jonathan Meese, John Bock, Artists Anonymous, Philip

Grözinger and Birgit Dieker.

You started collecting art at the beginning of the 80s

when you met the gallerist Volker Diehl. What was

that encounter like?

I met Volker Diehl through a staff member of the

gallery, and through him I came into contact with

contemporary art for the first time. It was at his gallery

that I bought my first work of art by the Austrian artist

Erwin Bohatsch – it’s still hanging in my office.

In the past you’ve only managed to separate yourself

from two works from your collection, and you’ve

regretted it dearly.

True indeed. They were works by Baldessari and Rober

Gober; unfortunately, I sold them. I shouldn’t have

done that. Since then I won’t sell anything else.

Manfred P. Herrmann im Gespräch mit Yaneq in der Bar Tausend am

4. November 0 0.

Du sammelst weniger nach Stil, sondern mehr nach

Gefühl. Fällt es dir schwer, dich für eine Arbeit zu

entscheiden?

Nein. Ich sammle zusammen mit meiner Frau Burgi.

Sie hat Kunstgeschichte studiert und auch das

bessere Auge. Wir sammeln zwar keine bestimmte

Stilrichtung, konzentrieren uns aber ausschließlich auf

zeitgenössische Kunst. Dabei gehen wir immer sehr

intuitiv vor.

Auf welchen Messen kauft ihr in erster Linie?

Meist kaufen wir auf den Messen in Berlin oder Basel.

Früher war ich auch oft in Köln. London und Miami

schaffe ich dagegen meist nicht, weil diese immer in

den Monaten stattfinden, in denen ich beruflich stark

eingespannt bin.

Bei einem Blick auf eure Sammlung fällt auf, dass 70–

80% der Künstler aus Berlin kommen. Wie wichtig ist

der persönliche Kontakt zu den Künstlern?

Der persönliche Kontakt ist uns sehr wichtig, weil man

dadurch meist auch die Arbeiten viel besser versteht.

Mit einigen der Künstler bin ich mittlerweile auch

sehr gut befreundet, das ist ein herrlicher, von mir sehr

geschätzter „Nebeneffekt“.

Es gibt in deinem Büro eine Arbeit von Nam June

Paik, die die Haltung der Sammlung verdeutlicht.

Darauf steht: „When too perfect, lieber Gott böse.“

You collect less according to style, and more according

to feeling. Do you find it difficult to choose a work for

your collection?

No, I don’t. I collect with my wife Burgi. She studied

art history and has a better eye for art. We don’t collect

in any specific stylistic direction, but we do focus

exclusively upon contemporary art. And our approach

is always intuitive.

What art fairs do you attend when buying art?

We usually buy art at the art fairs in Berlin or Basel.

Earlier I was often in Cologne. I don’t often make it to

London or Miami because the fairs there take place

during the months when I am very busy at the office.

At first glance your collection appears to be made up of

70 to 80 percent Berlin-based artists. How important

to you is the personal contact with the artists?

The personal contact is very important to us because

it often helps us to understand the works much better.

I’ve actually become good friends with some of the

artists, and that is a wonderful “side effect” I highly

value.

There’s a work by Nam June Paik at your office that

clarifies the character of your collection. It has the

following text on it: “When too perfect the holy father

gets angry.”

Actually, that’s not an art work but a maxim. In it I find,

above all, the motto for our work as tax consultants. We

have to be perfectionists, and yet we have to accept at

the same time that everything has limitations.

There are many gallerists and artists among your

clients. Do they ever pay their bills with artworks?

Unfortunately it’s not possible to mix the professional

side of things that closely with the private passion.

The staff at the office and the electricity bills cannot

be paid with art. And with renowned artists that

wouldn’t work because our fees are actually not that

high. But sometimes, with younger artists, I do accept

an artwork instead of payment for our tax consulting

services. That can also be a form of support we both

stand to profit from.

How much vanity is involved in collecting – the feeling

that you’ve got a good nose for it?

I once bought a work from Peter Doig for 800 DM,

and now its worth about a thousand times as much.

Naturally that makes one very happy. It’s always

exciting to follow the development of an artist. But

the increase in value is actually not the most important

thing. I have lots of works that haven’t increased in

value so quickly, and yet they are nevertheless great

works.

Much has happened in Berlin in recent decades. How

would you describe the period?

At the end of the eighties things appeared to be

stagnating in Berlin, but then in the mid-nineties things

6 7


Das ist eigentlich kein Kunstwerk, sondern ein Spruch.

Ich sehe in ihm v. a. das Motto unserer Arbeit als

Steuerberater. Wir müssen zwar Perfektionisten sein

und dennoch akzeptieren, dass alles seine Grenzen

hat.

Unter deinen Klienten gibt es eine Menge Galeristen

und Künstler. Zahlen sie ihre Rechnungen in Form

von Kunstwerken?

Es ist leider nicht möglich, das Berufliche und die private

Leidenschaft immer derart eng zu verknüpfen – die

Mitarbeiter der Kanzlei oder unsere Stromrechnung

können wir leider nicht mit Kunst bezahlen. Bei großen

Künstlern geht die Verrechnung auch gar nicht, weil

unsere Honorare gar nicht so hoch sind. Manchmal

mache ich das aber mit jungen Künstlern und nehme

für die Steuererklärung anstelle der Bezahlung eine

Arbeit. Das kann ja auch eine Form der Unterstützung

sein, von der dann sogar beide Seiten profitieren!

Inwieweit spielt Eitelkeit beim Sammler eine Rolle,

das Gefühl, den richtigen Riecher gehabt zu haben?

Ich habe von Peter Doig einmal eine Arbeit für 800

DM gekauft, die heute ein Tausendfaches wert ist. Das

freut einen natürlich sehr. Es ist immer spannend, die

Entwicklung eines Künstlers mitzuverfolgen. Aber die

Wertsteigerung ist nun wirklich nicht das Wichtigste.

Ich habe viele Arbeiten, die im Wert nicht so schnell

gestiegen sind und die natürlich trotzdem tolle

Arbeiten sind.

In Berlin ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert.

Wie würdest du diese Zeitspanne beschreiben?

Ende der 80er-Jahre stagnierte es in Berlin und wurde

dann Mitte der 90er-Jahre wieder richtig gut. Als viele

Künstler aus dem In- und Ausland nach Berlin zogen

und sich eine Galerie-Szene formierte, wurde es sehr

spannend. Als „Kunst-Steuerberater“ habe ich eine

ganze Reihe von Künstlern und Galeristen begleiten

dürfen, die heute zur Welt-Elite der Kunst gehören.

Das ist natürlich großartig. Vor allem, dass so viele

Mandate bis heute andauern.

Wie viel Substanz hat die Kunst- und Galerienszene

in Berlin und wie lange hält deiner Meinung nach

dieser Erfolg an?

Das Problematische an Berlin ist, dass es hier zu wenig

Sammler gibt. Den Ausgleich schaffen jedoch die

vielen Galerien, die internationale Sammler regelmäßig

in die Stadt holen, weil man hier in kurzer Zeit sehr

viel sieht und die Künstler besuchen kann. Da Lofts

und Ateliers im Vergleich zu London, Paris oder New

York sehr günstig sind, haben die Künstler in Berlin

sehr gute Arbeitsbedingungen. Insgesamt macht so der

Standortvorteil die geringe Sammlerdichte wett. Ich

denke, das wird bis auf Weiteres auch nicht einfach

abreißen.

Wie groß ist die Zeigefreude als Sammler?

Ich zeige die Arbeiten immer gerne und freue mich,

Birgit Dieker: Organsack, 00

got really good. Many artists from Germany and abroad

moved to Berlin and created a gallery scene here, and

that was very exciting. As an ‘arts’ tax consultant I’ve

had the privilege of working continuously with a great

number of artists and gallerists who now belong to the

world’s elite in art. And of course that’s wonderful

– particularly the fact that we’ve retained so many

clients right up to the present.

How substantial is the art and gallery scene in Berlin,

and how long, in your opinion, is this success going

to continue?

The problem with Berlin is that there aren’t enough

collectors here. That is, however, compensated by

the large number of galleries that regularly attract

international collectors to the city because here you

can see a lot of art and meet the artists in short period

of time. The lofts and ateliers are considerably cheaper

here than in London, Paris and New York, and thus the

artists in Berlin have rather good working conditions.

By and large, the advantages of the city make up for

the lack of collectors here. In my view, that won’t

change in the near future.

How much pleasure does the collector take in showing

the works he’s collected?

I like to show the works I have, and I’m always happy

when guests at the office or at home take an interest in

the works or request a tour. It’s fun to see how others

also enjoy the works we’ve collected.

wenn jemand im Büro oder zu Hause daran Interesse

hat oder nach einem Rundgang fragt. Es macht Spaß

zu sehen, wie sich andere über die gesammelten

Arbeiten mitfreuen.

Gibt es eine große Schau oder Kataloge, in denen ihr

eure Sammlung der Öffentlichkeit vorstellt?

Nein, das haben wir bisher nicht getan. Wenn ich

gefragt werde, würde ich darüber nachdenken, aber

ich weiß nicht, ob unsere Sammlung so eine große

Bedeutung hat. Vor zwei Jahren habe ich jedoch

angefangen, alles zu sortieren und zu archivieren, um

nicht den Überblick zu verlieren.

Ich stelle mir das Sammlerdasein wie eine Art

Lebensgefühl vor. Ist das so?

Ja, das ist allgegenwärtig. Überall, egal ob in der Kanzlei

oder zu Hause, hängen Arbeiten, zu denen man eine

enge Bindung hat. Auch durch die vielen Freunde und

Bekannten im Kunstbereich wird natürlich ein großer

Teil des Lebens davon geprägt. Das ist eine tagtägliche

Bereicherung.

Jetzt, fast am Jahresende: Was hat dich 2010

begeistert?

Besonders angesprochen haben mich in diesem Jahr

drei malerische Positionen: Billy Childish, Wawrzyniec

Tokarski und immer wieder Herbert Volkmann. Die

konnte ich zum Glück auch alle meiner Sammlung

hinzufügen bzw. vorhandene Werkgruppen ergänzen.

Frage aus dem Publikum:

Was sagen Sie zu Kunst als Anlage-Klasse?

Wenn man gut kauft, kann man sein Geld mit

Sicherheit sehr gut anlegen. Es wird aber auch immer

Fälle geben, wo man ein bisschen danebenliegt,

deswegen sollte Wertanlage nie das alleinige Motiv

für das Sammeln sein. Allerdings kann einem das

mit Immobilien oder Aktien genauso passieren. Es ist

legitim, Kunst als Wert zu sehen, weil man auch viel

Geld dafür ausgibt. Es geht nicht nur darum, etwas

Schönes an der Wand zu haben, sondern auch darum,

die Werte zu erhalten. Man muss nur vorsichtig sein

und sich gut beraten lassen.

Vielen Dank für das Gespräch, Manfred Herrmann!

Frau Schulze-Herrmann: Ich möchte gern die

Gelegenheit ergreifen und allen danken, die hier sind

und unser Leben bereichert haben. Die Kunst belebt

das Leben, das ist das Schöne daran.

Unser Moderator, der Soziologe Jan Kage alias Yaneq, spricht

jeden Donnerstag um 9h in seiner Sendung „Radio Arty“

mit Künstlern und Kuratoren auf 00,6 MotorFM.

Das Gespräch finden Sie in ungekürzter Form auf

www.kunstmagazin.de

Do you have a catalogue or is there an exhibition where

you present your collection to the larger public?

No, we haven’t done that yet. If I were asked to, I

would consider it, although I don’t know whether our

collection has such a great significance. But two years

ago I began to sort out and record the works in the

collection, just to make sure that I wasn’t losing track

of what we’ve got.

I imagine that the collector’s existence is based upon

a certain feeling for life. Is that true?

Yes, and it’s everywhere. Everywhere – whether at the

office or at home – there are works of art that we feel

closely connected to. And thanks to the many friends

and acquaintances in the field of art, a large part of

our life is defined by art. That is a daily personal

enrichment.

Now that the year is almost over, what inspired you

most of all during 2010?

This year I felt particularly intrigued by three painters:

Billy Childish, Wawrzyniec Tokarski and Herbert

Volkmann, whose works have often intrigued me in

the past. Fortunately I managed to add all of them to

my collection, or to supplement the already existing

groups of works.

Question from the audience:

What can you say about art as a type of investment?

If you buy carefully, it certainly is a good way to invest

your money. But there will also be cases where the

acquisitions don’t quite pay off; and for that reason,

the investment should not be the only motive for

collecting, although the same thing can happen with

real estate or stocks. It is legitimate to view art as a

value, since you also pay a lot of money for it. But it’s

not only a question of owning something beautiful to

hang on the wall; it’s also a question of maintaining the

value of the investment. You only have to be careful

here and to seek good advice.

Thank you, Manfred Herrmann, for the

conversation!

Mrs Schulze-Herrmann: I’d like to take this

opportunity to thank all the people here who have

enriched our lives considerably. Art enlivens life, and

that’s the beautiful thing about it.

Our moderator, the sociologist Jan Kage, alias Yaneq,

moderates the radio programme “Radio Arty” (MotorFM,

00,6) with guest artists and curators every Thursday at

7pm.

You will find this conversation unabbreviated at:

www.kunstmagazin.de

8 9


Galerieprofil: Galerie Christian Nagel

„Kunst sollte intelligent und vom Mainstream abgehoben sein“

Gallery Profile: Galerie Christian Nagel

“Art should be intelligent and stand out from the mainstream”

Interview: Hannah Nehb Translation: Brian Poole

Christian Nagel ist Galerist geworden, um sich

nicht von anderen vorschreiben lassen zu müssen,

welche Ausstellung er zu machen habe. Sondern

um bei Ausstellungen eigene Wünsche realisieren

zu können. 986 bot sich dem Kunsthistoriker diese

Chance in München. Zusammen mit Matthias Buck

leitete er zwei Jahre lang die Galerie Dürr und zeigte

in dieser Zeit u. a. Martin Kippenberger, Franz West

und Heimo Zobernig.

Seit zwei Dekaden betreibt Christian Nagel in

verschiedenen Kunstzentren eigene Galerien. 990

eröffnete der gebürtige Münchner seine erste Galerie

in Köln mit Arbeiten von Cosima von Bonin, 998

initiierte er den Kunstraum INIT in Berlin und seit

00 betreibt er eine zweite Galerie gegenüber der

Volksbühne in Berlin. Im Mai dieses Jahres ist ein

Galerieraum in Antwerpen hinzugekommen.

Christian Nagel sucht Künstler, die Substanz haben.

Künstler, die sich vom Mainstream abheben. Die

gesellschaftlich wie politisch Stellung beziehen

und ihre Kritik mit einer eigenen ästhetischen

Formensprache auf intelligente Weise umsetzen

wie z. B. Mark Dion, Kai Althoff, Merlin Carpenter,

Catherine Sullivan oder Martha Rosler. Etwas jünger

ist die von Nagel vertretene Künstlergeneration um

Sven Johne, Jan Timme, Stefan Müller oder Cornelius

Quabeck. Zu den jüngsten Künstlern, die die Galerie

vertritt und die einen Paradigmenwechsel einläuten

könnten, zählen Keren Cytter, Dominik Sittig oder

Julia Horstmann.

Christian Nagels Engagement geht weit über das

Tagesgeschäft einer Galerie hinaus, konstruktiv

0

Christian Nagel became a gallerist so that no one else

could tell him what he had to exhibit, and so that he

would be able to fulfil the aspirations important to

him at his exhibitions. In 986 this art historian got

his chance in Munich. Together with Matthias Buck

he directed the Galerie Dürr for two years, and during

this time he managed to exhibit Martin Kippenberger,

Franz West and Heimo Zobernig, among others.

For two decades now Christian Nagel has been

operating his own galleries hin various artistic centres.

In 990 the native resident of Munich opened his first

gallery in Cologne with works by Cosima von Bonin;

in 998 he initiated the Kunstraum INIT in Berlin;

and since 00 he has been managing a second gallery

across the street von the Volksbühne theatre in Berlin.

In May of this year he added a gallery location in

Antwerp.

Christian Nagel keeps his eye out for artists of

substance, artists who distinguish themselves from the

mainstream – artists who take a stand both socially and

politically, structuring their critique intelligently and

using their own aesthetic language, as is the case with

artists like Mark Dion, Kai Althoff, Merlin Carpenter,

Catherine Sullivan and Martha Rosler. The younger

generation of artists represented by Nagel include

Sven Johne, Jan Timme, Stefan Müller and Cornelius

Quabeck; and among the very youngest of them all

– those who may well initiate a paradigm change – are

Keren Cytter, Dominik Sittig and Julia Horstmann.

Christian Nagel is actively engaged far beyond the

day-to-day business at the gallery. He also helps to

constructively shape the art scenes in Cologne and

Gedruckte Floor-Cuttings: Kilpper hat Motive der Geschichte der Überwachung in den Boden der Stasi-Kantine eingeritzt.

Thomas Kilpper: Punk statt Stasi, 0 0, Installationsansicht, Courtesy: Galerie Christian Nagel, Foto: Simon Vogel

gestaltet er die Kunstszene in Köln und Berlin mit.

Im vergangenen Jahr hat Nagel zusammen mit

Thomas Rehbein in Köln eine „rental gallery“ ins

Leben gerufen. Unterstützt von der Stadt, bietet die

jetzige „Temporary Gallery“ dank günstiger Mieten

auswärtigen Galerien und jungen Kuratoren die

Möglichkeit, eigene Ausstellungen zu organisieren.

005 war Nagel einer der Mitbegründer des „Open

Space“ der Art Cologne.

Der Galerist gibt jedoch nicht nur starke Impulse,

sondern bringt sich auch durch Widerworte in

Diskussionen ein. Als beispielsweise vor vier Jahren

die Art Cologne an Rang zu verlieren drohte, tat

Nagel in einem offenen Brief seinen Unmut kund

– die Messe stellte sich der Kritik. Nagel begrüßte die

Instruktion des neuen Leiters Daniel Hug und war

wieder dabei. Auch jüngst hat Christian Nagel Position

bezogen. Als Stammgast der großen Messen in New

York, Basel, Miami und Köln – möglicherweise auch

bald in Brüssel – nahm seine Galerie seit letztem Jahr

nicht mehr am art forum berlin teil, einer Messe, die

der Galerist 996 selbst mit auf den Weg gebracht

hatte. Mit seinem Fernbleiben reagierte er auf die

negative Entwicklung des art forums, das seiner

Meinung nach mittlerweile zu wenig Profil zeigt. Ob

er zurückkehren wird, ist derzeit noch ungewiss.

Dafür steht eine andere Sache fest: Nach 0 Jahren

schließt Christian Nagel Ende November 0 0

seinen Kölner Galerieraum. Doch ganz aufgegeben

wird Köln nicht. Künftig wird Nagel dort ein zentral

operierendes Büro unterhalten, ab nächstem Frühjahr

sind Ausstellungen in und um Köln herum geplant

Berlin. During last year Nagel founded the “rental

gallery” in Cologne together with Thomas Rehbein.

Supported by the city, this “temporary gallery” offers

galleries and young curators from outside the city the

opportunity to organise there own exhibitions here,

all thanks to very affordable rents. In 005 Nagel was

among the founders of Open Space at Art Cologne.

But Nagel doesn’t only unleash new impulses in the

field; he also contributes provocative arguments to

discussions. When the Art Cologne appeared to be

losing stature four years ago, Nagel expressed his

annoyance in an open letter. The art fair responded to

his criticism. Nagel welcomed the plans of the new

director Daniel Hug and renewed his participation

at the fair. Just recently Christian Nagel has taken

another stand: although a regular guest at the greater

art fairs in New York, Basel, Miami and Cologne – and

perhaps Brussels will soon be added – since last year

his gallery has not participated in the art forum berlin,

which the gallerist Nagel himself helped to developed

back in 996. His absence was his way of reacting to

the negative evolution of the art forum, which in his

opinion is lacking in profile. He’s still not sure whether

he’ll return or not.

But one thing is certain: after twenty years Christian

Nagel is closing his Cologne gallery in the Belgium

district of the city. He’s not exactly abandoning

Cologne entirely; in the future Nagel will maintain a

centrally operating office here. In the spring of next

year exhibitions are planned in and around Cologne.

So this is not a retreat, but rather a step forward. And

with Thomas Kilpper’s exhibition “Punk, not Stasi”


– also kein Rückzug, sondern ein Schritt nach vorne.

Mit Thomas Kilppers Ausstellung „Punk statt Stasi“

verabschiedet sich Christian Nagel aus seinen Räumen

im Belgischen Viertel in Köln. Im Zentrum stehen

Arbeiten, die letztes Jahr im Rahmen von Kilppers

Projekt „State of Control“ entstanden sind. Dafür hatte

der Künstler den PVC-Boden der ehemaligen Stasi-

Kantine in einen riesigen Druckstock verwandelt und

Motive zum Thema Überwachung und Widerstand in

den Fußboden geritzt. Anschließend wurden Stoffe

und Papier mit diesen „Floor Cuttings“ bedruckt, ein

extrem heterogenes Geschichtspanorama von Tätern

und Opfern entstand: Neben Personen des DDR-

Überwachungsstaats schnitt Kilpper auch Konterfeis

von Rosa Luxemburg oder Nelson Mandela in den

Boden, auch Willy Brandt, Ulrike Meinhof oder Michel

Foucault sind dabei. Diese Mischung vermittelt eine

asynchrone Auffassung von Geschichte und feuert

eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

geradezu an. Nagel hat nun die gerahmten Drucke

an einen westdeutschen Ort transportiert. Die

Hängung sondiert sorgfältig: Im Ausstellungsraum

selbst sind Politikerporträts zu sehen – laut Kilpper

„die Bösen“. Die Guten, die Intellektuellen –

Schriftsteller, Architekten, Historiker –, befinden sich

in den Büroräumen der Kölner Galerie. Die Drucke

werden durch ein Video ergänzt, in dem eine Kamera

durch das leer stehende Stasi-Gebäude wandert

und dem ortsunkundigen Publikum eine weitere

Reflexionsmöglichkeit anbietet. Zuletzt präsentiert

die Ausstellung Schwarz-Weiß-Fotografien von

Köpfen der westdeutschen Nachkriegselite, die

Kilpper in dadaistischer Manier modifizierte, indem

er die Augenpartien mit psychedelisch gemusterten

Brillen übermalte.

Auch für das Galeristendasein gilt: Die einzige

Konstante ist die Veränderung. Zwar gibt es nun

keinen Schauraum in Köln mehr, dafür kam einer in

Antwerpen hinzu. Saskia Draxler leitet diese 0 qm

große Filiale und zeigte zuletzt die Konzeptkünstlerin

Martha Rosler. Für ein Jahr ist das Projekt in

Antwerpen geplant. Ob Nagel den Standort halten

wird, hängt von betriebswirtschaftlichen Faktoren

ab. Dank verschiedener Verkäufe und Impulse, die

Antwerpen ermöglicht hat, ist Christian Nagel

zuversichtlich, entschieden ist allerdings noch nichts.

In Deutschland behält die Galerie Nagel den

Schauraum in Berlin. Bis Ende November ist dort die

Dokumentation von Keren Cytters Projekt „Mai Thai

University“ zu sehen. Im Zentrum der Ausstellung

steht die Videoarbeit „Konstruktion“, ein filmisches

Mikrodrama über menschliche Beziehungen inklusive

Eifersüchteleien, Lug und Trug, Ende und Neuanfang

– gelebter Existenzialismus, unterlegt mit poetischen

Kommentaren. Der Film entstand im Rahmen eines

zweitägigen Poetikseminars, das sich durch die in den

Vitrinen präsentierten Relikte (Stundenplan, Gedichte,

Urkunden) rekonstruieren lässt.

Wie gesprochenes Wort zu Dichtung wird und sich dann in Bilder

verwandelt: Keren Cytters poetischer Berlin-Film entstand im Rahmen

einer Dichterakademie der besonderen Art.

Keren Cytter: Konstruktion, 0 0, Digital video, 0’ 4’’

Courtesy: Galerie Christian Nagel, Berlin, Foto: Ludger Paffrath

he will take his leave of the gallery in the Belgium

district.

This exhibition is made up of three parts. At its centre

are the works Kilpper made last year as part of his

“State of Control” project – a project that involved

turning the linoleum floor of the former Stasi cafeteria

into an enormous printing plate in which were

etched various motifs related to surveillance and

resistance. Thereafter, fabrics and paper were printed

using these “floor cuttings”, creating an extremely

heterogeneous facial panorama of the agents and their

victims. In addition to the faces of people from the

GDR police state, Kilpper also cut portraits of Rosa

Luxemburg and Nelson Mandela into the linoleum.

Willy Brandt, Ulrike Meinhof and Michel Foucault are

likewise to be found here. The mixture establishes an

asynchronous image of history. It calls us to engage in

„hard drinking“ als Seminarinhalt: Wer sich 48 Stunden lang erfolgreich

bei von Alkoholexzessen genährten Diskussionen und kreativem

Schreiben bewährt, erhält das Diplom der „Mai Thai University“.

Keren Cytter: Mai Thai University, 0 0, Ausstellungsansicht

Courtesy: Galerie Christian Nagel, Foto: Ludger Paffrath

Direkt gegenüber der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz:

Die Galerie Christian Nagel. Das Foto entstand anlässlich einer

Ausstellung von Michael Beutler. Foto: Galerie Christian Nagel, 007

a critical appraisal of the past. Nagel has now framed

the prints and brought them to West Germany. The

exhibition offers a careful selection; in the exhibition

room hang the portraits of the politicians – the bad

guys, according to Kilpper. And the good guys – the

intellectuals, the writers, the architects and historians

– can be seen at the office of the Cologne gallery. The

prints are complemented by a video showing a film

made with a camera as it wanders through the empty

Stasi building, thus offering the audience unfamiliar

with these surroundings a further image to reflect

upon. Finally, the exhibition presents black and white

photos of the heads of the West German military elite,

illustrated by Kilpper in Dadaistic manner, the eyes

painted over with psychedelically patterned glasses.

And it’s also a fact in the life of a gallerist that the

only constant is change. Although he no longer has a

gallery in Cologne, he has acquired one in Antwerp.

Saskia Draxler manages the 0 square metre branch

where the concept artist Martha Rosler has recently

been exhibited. The project is scheduled for one

year. Whether Nagel retains the location in Antwerp

will depend upon its commercial viability. Thanks

to the sales and the impulses generated in Antwerp,

Christian Nagel is confident, but as yet nothing has

been decided.

In Germany Nagel has held on to the showroom in

Berlin. Here the documentation of Keren Cytter’s

project “Mai Thai University” can be seen until the

end of November.

The exhibition is centred around the video work

“Construction”, a cinematic micro-drama about

human relationships, including jealousies, lies, deceit,

abandonment and new beginnings – in short, a “lived”

existentialism underlain with poetic commentaries.

The film was created during a two day seminar on

poetics that can be reconstructed by following the

relics – the schedules, the poems and the certificates

– displayed in the window.

Galerie Christian Nagel

Weydinger Str. /4, 0 78 Berlin

Mo–Fr – 9h, Sa – 8h

www.galerie-nagel.de

bis 0. .: Keren Cytter

Stefan Müller: Opening am 6. . 9– h

7. . 0–8. .

CN Antwerp

Kievitplein, Lange Kievitstr. 4

0 8 Antwerp, Belgium

Do–Sa 4– 8h

www.galerie-angel.eu

bis . .: Kiron Khosla, Cornelius Quabeck,

Dominik Sittig


Kunstauktion zugunsten der

Stiftung Telefonseelsorge Berlin e.V.

Als Anselm Lange, Geschäftsführer der Berliner

Telefonseelsorge, mich bat, neben Renate Künast,

Harald Pignatelli, Ralf Meister und Dr. Thomas Köhler

die Schirmherrschaft für die erste Kunstauktion

zugunsten der Stiftung Telefonseelsorge Berlin e. V.

zu übernehmen, sagte ich sofort zu. Eine der ersten

Aufgaben bestand darin, Künstler und Galerien um

Werkspenden zu bitten. Die Reaktion der Künstler

und Galeristen: „Telefonseelsorge? Das ist wichtig

– ich bin dabei!“ So können wir uns nun darüber

freuen, dass 55 Werke von international renommierten

Künstlern und Newcomern in der Berlinischen Galerie

zur Versteigerung kommen. Andreas Herrmann,

Berliner Künstler und Galerist, wird durch den Abend

führen, als Auktionator konnten wir Fares Al-Hassan

gewinnen.

Dass Kunst unsere Sichtweisen zu verändern vermag

und in der Lage ist, Perspektiven zu öffnen, die uns ohne

sie verschlossen geblieben wären, ist nichts Neues. In

etwas anderer Form vollzieht sich ein Perspektivwechsel

bei Hilfesuchenden, die sich in einer Krisensituation

an die Telefonseelsorge wenden. Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Stiftung Telefonseelsorge Berlin e.

V. sind für Menschen da, denen kein anderer zuhört.

In diesem Kontext gilt die Arbeit der Telefonseelsorge

oftmals der Suizidprävention, wobei der derzeitige

Schwerpunkt auf dem Thema „Suizid im Alter“ liegt.

Um den mannigfaltigen Aufgaben gerecht werden zu

können, sind Bildungsmaßnahmen und Supervisionen

für die im Ehrenamt tätigen MitarbeiterInnen

notwendig. Für die Finanzierung dieser Maßnahmen

ist die Telefonseelsorge auf Spenden angewiesen

– einen wichtigen Beitrag dazu soll die Kunstauktion

zugunsten der Stiftung Telefonseelsorge Berlin e. V.

leisten.

Seien Sie dabei und ersteigern Sie hochwertige

Kunstwerke für einen guten Zweck!

Vielen Dank, Ihre Jennifer Becker

Herausgeberin des KUNST Magazins

Kunstauktion zugunsten

der Berliner Telefonseelsorge e.V.

7. . 0, 9h in der Berlinischen Galerie

Vorbesichtigung dort ab 4h

Vorbesichtigung: Vernissage am 5. ., 9– 4h

6. .–4. ., Mi–Fr 5– 9h, Sa – 6h

Internationales KUNST Magazin

Sammlergespräch im Rahmen von

„Berlin-Paris“

Forum im Me Collectors Room. Foto: Gespräch über Chinesische

Gegenwartskunst im Oktober 0 0. © me Collectors Room Berlin.

Foto: Bernd Borchardt

Lieblingsfach: Kunstgeschichte

Gewinnfrage: In welchem Stadtteil von Berlin liegt das

Weiterbildungszentrum?

Bitte senden Sie die Antwort bis zum 5. . an:

Verlosung@kunstmagazin.de

KUNST auf dem iPad lesen

Sie sitzen in der ersten Reihe, ihr Interesse ist

leidenschaftlich und ihre Beiträge sind nicht selten

ausschweifend, gespickt mit Anekdoten aus dem

eigenen Leben. Manch einer gebärdet sich so eher als

Platzhirsch denn als Gast: Diese bösen Vorurteile gegen

Gasthörer halten sich hartnäckig. Die wissbegierige

Spezies hat überdies ganz bestimmte Vorlieben:

Gerade die Kunstgeschichte ist seit jeher überwiegend

bei den Gasthörern im Rentenalter heiß geliebt. Doch

in Bologneser Zeiten ist der reguläre Stundenplan der

jungen Studenten straff und die Plätze sind knapp.

Was liegt näher, als Gasthörern ein eigenes Programm

anzubieten?

Das Weiterbildungszentrum der Freien Universität

erkannte das Potenzial dieser neuen Zielgruppe

und feierte dieses Jahr das 0-jährige Bestehen des

GasthörerCard-Programms. Mittlerweile gibt es

80 Kursangebote und 0 Kulturpartner von der

Innenansicht me Collectors Room Berlin, 0 0

© me Collectors Room Berlin. Foto: Bernd Borchardt

Akademie der Künste bis zur Stiftung Preußische

Schlösser und Gärten. Zwei Varianten des Zugangs

werden angeboten: Inhabern der GasthörerCard

PDF Download auf:

Das Sammlergespräch ist der Auftakt von „Berlin-Paris“,

Classic steht das reguläre Angebot der Uni wie auch

das Fach Kunstgeschichte offen. 60 % nutzen jedoch

www.kunstmagazin.de

einem Austausch von Berliner und Pariser Galerien, der

die GasthörerCard Art. Damit ist man unter sich, kann

am 4.– 5. . 0 in Berlin stattfindet und der Beginn

aber zusätzlich die regulären Kurse besuchen und

einer Reihe von internationalen Sammlergesprächen

darin auf BachelorEtten treffen.

die in Kooperation mit dem Kunstmagazin im me

Collectors Room stattfinden wird.

Die 40 Dozenten des Programms „Kunstgeschichten

vor Ort“ sind in der Regel nicht Assistenten an der

Uni, sondern Freiberufler, der Lehrplan ist auf die

Erwartungen der Teilnehmer abgestimmt. Das Angebot

ist ein kultureller Rundumschlag: Malerei, Architektur,

Skulptur, Kunstgewerbe, Fotografie, mythologische

Kunst- und Zeichenbedarf

Welten, außereuropäische Kulturen, Literatur, Musik, Kremer Pigmente • Acrylfarben

Theater, Philosophie und Lebenspraxis mit einer

Philosophie-Werkstatt sind vertreten. Und natürlich

Ölfarben • Staffeleien • Malmittel

Reisen! Kunstgeschichten vor Ort – wie aus 00

Wir bespannen Keilrahmen auch

Nacht. Auf einen Abschluss kommt es wohl den

mit bemalten Leinwänden!

wenigsten Teilnehmern an. Muss ja auch nicht sein.

Dass die Beschäftigung mit Kunst und Kunstgeschichte Keilrahmenleisten

wunderbar, unerschöpflich und einfach toll ist, wer 3,5 x 2,0 cm 15 – 100 cm 1,20 €/m

wüsste das besser als wir? Deswegen verlosen wir eine 4,5 x 2,0 cm 15 – 250 cm 1,45 €/m

GasthörerCard Art.

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40 – 300 cm

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Sondermaße in 1cm Schritten

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Leinen roh 340 g 300 cm breit 24,90 €/lfm

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Leinen grundiert 215 cm breit ab 24,90 €/lfm

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Maltuch grundiert 212 cm breit 8,99 €/lfm

MIANKI Galerie

me Collectors Room Berlin

Weitere Informationen:

CYM • Dieffenbachstr. 16 • 10967 Berlin

Kalckreuthstr. 5, 0777 Berlin.

Auguststr. 68, 0 7 Berlin

Weiterbildungszentrum

Tel. 691 64 06 • Fax 694 21 05

www.mianki.com

Onlinekatalog und weitere Informationen:

Do . . 0 , 9h

Freie Universität Berlin

Otto-von-Simson-Str.

CYM • Planufer 96 • 10967 Berlin • Tel. 691 29 43

www.stiftung-telefonseelsorge-berlin.de

www.kunstmagazin.de

Um Anmeldung per E Mail wird gebeten:

collectors@kunstmagazin.de

4 95 Berlin

www.fu-berlin.de/gasthoerercard

Montag bis Freitag 10–18 Uhr, Samstag 10–14 Uhr

www.cym-kunstmalerbedarf.de

4 info@cym-kunstmalerbedarf.de

5


Ein Langhaus, ein Auktionshaus und ein Kulturspeicher

Die Kunsttipps für Süddeutschland

Text: Katharina Knieß

In Schwäbisch Gmünd wurde 994 in einem einstigen

Langhaus der ehemaligen Dominikanerkirche im

Prediger ein weiträumiger und lichtdurchfluteter

Ausstellungsraum eröffnet. Trotz seiner Modernisierung

blieb der mittelalterliche Grundrisstypus der

dreischiffigen Anlage erhalten. An diesem schönen Ort

stellen alljährlich Künstler des Gmünder Kunstvereins

ihren „Querschnitt“ aus. Über 00 Werke bieten ein

Spiegelbild des breiten Spektrums und der Qualität

des regionalen Kunstschaffens: Malerei trifft auf

Objektkunst, Zeichnung auf Fotografie, Grafik auf

Skulptur.

In München hat der Bauherr Robert Ketterer 008 sein

neues Auktionshaus offiziell eröffnet: Hier finden sich

auf rund 500 qm der hochmoderne Auktionssaal des

Traditionshauses, eine großzügige Ausstellungsfläche,

eine Art-Lounge mit Lesebereich und das mit 8

Metern Höhe und Metern Breite „wahrscheinlich

größte Kunstschaufenster der Welt“. Schon allein der

Bau unweit des neuen Stadtviertels an der Neuen

Messe lohnt jederzeit einen Besuch.

Der Kunst-Tipp in 5 Sätzen kommt diesmal von …

… Thomas Reuter, Bildhauer und Vorsitzender des

unterfränkischen BBK:

„Als Vorsitzender des unterfränkischen BBK liegt mir

natürlich nichts näher, als dazu einzuladen, unsere

eigenen Ausstellungs- und Arbeitsräume im Würzburger

Kulturspeicher aufzusuchen. Hier betreiben

wir seit sieben Jahren unerschütterlich und ganzjährig

die BBK- und die Werkstatt-Galerie. Während

unsere alten Druckmaschinen im Künstlerhaus genau

die Bilder machen müssen, die wir wollen, können

Sie sich Ihr eigenes Bild von uns machen, wenn Sie

die BBK-Jahresausstellung „Versammelt“ im Dezember

ansehen. Im Januar können Sie sich fragen, ob es

die Skulpturen oder die Grafiken waren, die Markus

Schmitt zum Debütantenpreisträger werden ließen.“

Galerie im Prediger

Johannisplatz , 7 5 5 Schwäbisch Gmünd

Di, Mi, Fr 4– 7h, Do 4– 9h, Sa + So .– 7h

0. . 0– . . : Querschnitt. Jahresausstellung des

Gmünder Kunstvereins

www.museum-galerie-fabrik.de

© Markus Schmitt

Ketterer Kunst

Joseph-Wild-Str. 8, 8 8 9 München

4. . 0, 4h: Auktion Moderne Kunst nach 945

Vorbesichtigung: . ., 0– 0h und . ., 0– 5h

Hausbesichtigung: Mo–Fr 9– 8h

www.kettererkunst.de

BBK-Galerie in Würzburg im Kulturspeicher

Veitshöchheimer Str. 5, 97080 Würzburg

Mi–Fr, So – 8h, Sa – 8h

bis 9. . 0: BBK-Jahresausstellung: Versammelt

7. .– 0. . : Debütantenausstellung:

Markus Schmitt – Gezeiten

www.bbk-unterfranken.de

6 7


ARTVERWANDT

Seidentuch aus der LRRH_

»ART EDITION BY« zu gewinnen!

Mit Alexandra Bircken und ihrer Austellung „Blondie“

präsentierte der Kölnische Kunstverein in diesem Jahr

eine Künstlerin, deren Arbeiten zurzeit international

große Aufmerksamkeit erfahren. Ihre freistehenden

Plastiken, hängenden Objekte und Wandarbeiten

repräsentieren – vereint in einem narrativen Mikrokosmos

– die Ästhetisierung und Bedeutungsverlagerung

funktionaler Gegenstände. Nun entwickelte Alexandra

Bircken einen exklusiven Kunstdruck für die Seidentuchedition

»ART EDITION BY«.

Bisher beteiligten sich auch Christian Aberle, Marc

Brandenburg, Lucy McKenzie, Alicja Kwade, Paulina

Olowska, Johannes Wohnseifer, Anton Unai und Richard

Woods an der »ART EDITION BY«. Die dabei

entstandenen Seidentucheditionen repräsentieren eindrucksvoll

die Bildwelten und das kreative Schaffen

der jeweiligen Künstlerinnen und Künstler. Teilweise

in Handarbeit werden die eigens für die Edition entwickelten

Motive auf Seide übertragen. Die im Spannungsfeld

von Kunst und Mode entstandenen zeitgenössischen

Werke lassen sich als modisches Extra tragen

oder als Druckgrafiken oder plastische Draperien

präsentieren.

Wenn Sie einen Seidenschal der LRRH_ »ART EDI-

TION BY« von Alexandra Bircken gewinnen möchten,

senden Sie bis zum 5. . 0 0 eine E-Mail mit dem

Betreff „Blondie“ an Verlosung@kunstmagazin.de und

beantworten darin folgende Gewinnfrage:

Was studierte Alexandra Bircken am Londoner Saint

Martins College, bevor sie mit ihren ersten Einzelausstellungen

als Künstlerin in Erscheinung trat?

Einen Hinweis zur Lösung der Frage finden Sie hier:

www.LRRH.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Verlosung der Salonkatzen

Traumhafte Dessous haben jetzt Hochsaison.

Diese stöbernderweise bei einem Einkaufsbummel

auszusuchen – allein das macht schon Spaß, aber nur

wenn das Ambiente stimmt. In einem Salon wie „Miau

Miau“, der im Boudoirstil gehalten ist, lässt sich die

Frau von Welt vom erlesenen Angebot an Lingerie

gerne zum Kauf verführen. Wir als unbeabsichtigt

(fast) rein weiblich besetzte Redaktion haben die

Salonkatzen bezirzt und zwei Gutscheine im Wert

von je 00 Euro zur Verlosung für unsere LeserInnen

bekommen. Natürlich geht’s auch hier nicht ohne

Preisfrage: In welchem Stadtteil von Berlin ist „Miau

Miau“ beheimatet? Senden Sie die Antwort mit Betreff

„Salonkatzen“ an Verlosung@kunstmagazin.de.

Miau Miau, Kollwitzstr. 5 , 0405 Berlin

Di–Fr – 0h, Sa – 8h

www.salonkatzen.de

Big Bang: Und plötzlich macht es „klick“

Sonnenbrillen und Physik – wie passt denn das

zusammen? Klingt absurd, ist es aber nicht. ic! berlin

zeigt mit der Herbst/Winter-Kollektion 0 0, was

die Urknalltheorie mit Design verbindet. Dafür hat

das Berliner Brillenlabel, das für seine flexiblen,

schraubenlosen Gestelle bekannt ist, mit der Physikerin

Sibylle Anderl zusammengearbeitet.

Jedes der Modelle aus Acetat oder Blech trägt

den Namen einer Theorie oder eines Phänomens aus

der Welt der Physik. Wer künftig bei physikalischen

Diskussionen glänzen will, wirft einen Blick auf die

Innenseite des Bügels seiner Brille: Dort hilft ein

kleines eingraviertes Diagramm dem Gedächtnis auf

die Sprünge.

„Wie die Brillen von ic! berlin brauchen auch gute

physikalische Theorien keine Schrauben: Nichts lockert

sich oder muss nachgezogen werden. Physiker fügen

Dinge auf dem richtigen Weg zusammen. Plötzlich

macht es „klick“ – und alles passt. Das ist der ic!-Effekt.“,

lässt Anderl zur Kollektion „it`s phys!cs“ verlauten.

www.ic-berlin.de

ic! shop, Max-Beer-Str. 7, Berlin.

Gestaltung der Kleinanzeige für „Kunstmagazin“

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0

Beuys für alle!

Für Joseph Beuys war jeder ein Künstler. Da alle Menschen über kreative

Fähigkeiten verfügen, um die Gesellschaft positiv zu verändern, sprach er

stets von Kunst als „sozialer Plastik“. Mit diesem demokratischen Leitsatz

sollten Kunstwerke nicht nur geweihten Hallen oder monetär potenten

Sammlern vorbehalten sein. Seine Multiples waren finanziell erschwinglich

und jedem zugänglich. Anlässlich der Ausstellung „Beuys für alle!“

versammelt der Bildband über 78 Abbildungen, ergänzt durch Interviews

mit verschiedenen Sammlern und Galeristen.

Marc Gundel, Städtische Museen Heilbronn (Hg.): Beuys für alle! Kerber Verlag 0 0.

Deutsch, 40 Seiten, 7 farbige und 7 S/W-Abbildungen, Softcover in Leinen gebunden,

,50 €. ISBN: 978- -86678-458-

La Bohème

Die Bohème gilt seit jeher als ein sagenumwobenes Phänomen. Ende des

9. Jahrhunderts schaffte ein kleiner Kreis in Paris erstmals den Balanceakt

zwischen Normen verweigerndem Lotterleben und stilsicherem Dandytum.

Die Entdeckung der Fotografie förderte die Möglichkeiten der Selbstdarstellung

einer Szene, die mit der künstlerischen Avantgarde eng verstrickt war. Der

Ausstellungskatalog enthält neben zahlreichen Abbildungen informative Texte

zu den Daguerrotypien und Fotografien und gewährt einen umfangreichen

Einblick in das Leben der exzentrischen Elite von gestern.

Bodo von Dewitz (Hg.): La Bohème. Die Inszenierung des Künstlers in Fotografien

des 19. und 20. Jahrhunderts, Steidl Verlag, Göttingen 0 0. Deutsch/english, 97

Seiten, zahlreiche farbige Abb., Hardcover, 58 €. ISBN: 978- -869 0- 9-6

Die geistige Emigration

Die beiden Mülheimer Künstler Arthur Kaufmann und Otto Pankok

verfügten in den 9 0er-Jahren über ein weitverzweigtes Netz an

Künstlerfreundschaften. Sie schufen zahlreiche Porträts ihrer Kollegen, mit

denen sie ein gemeinsames Schicksal teilten: In der NS-Zeit als „entartet“

verfemt, mussten sie sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen,

wählten den Weg in die innere Emigration oder gingen ins Exil. Dieser

Ausstellungskatalog schildert die eindrucksvollen Künstlernetzwerke unter

den Gebliebenen und Vertriebenen.

Beate Ermacora, Anja Bauer (Hg.): Die geistige Emigration. Arthur Kaufmann -

Otto Pankok und ihre Künstlernetzwerke, Kerber Art Verlag, 008. Deutsch,

8 Seiten, 7 Farbabb., Hardcover, 8 €. ISBN: 978- -86678- 4 -














Modern Art for Sale

Kunstmessen sind immer besondere Ereignisse; die hohe Konzentration

an Kunst, Künstlern und Sammlern bietet noch Wochen später einiges an

Gesprächsstoff. Henry Werner beschreibt über 0 Messen, von der etablierten

Art Basel Miami Beach bis hin zu Newcomern wie der India Art Summit. Auf

spannende Weise ermöglicht er dem Leser einen Blick hinter die Kulissen.

Weit weg von Messetrubel und Menschenmassen werden Verkaufsrekorde

verraten und die skurrilsten Besucher ausfindig gemacht. Dieses Werk kann

mit seinen eindrucksvollen Abbildungen eine Orientierungshilfe bei der

Planung der Messebesuche im Jahr 0 darstellen.

Henry Werner: Modern Art for Sale – Die bedeutendsten Kunstmessen der Welt.

Feymedia, Düsseldorf 0 0. Deutsch, 4 Seiten, 94 Farbabbildungen, Hardcover,

49 €. ISBN: 978- -94 459- 6-8

The new New

Schon Albert Einstein sagte: „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd

klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.“ Ulrich Dietz nahm sich

diese Auffassung als Leitfaden für sein Buch „The new New“, in dem

Interviews mit Vorreitern aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst

wie Josh Bernstein und Tobias Rehberger zusammengestellt sind. Sowohl

die Geschichten, die hinter den erfolgreichen Ideen stecken, als auch die

Persönlichkeiten ihrer Schöpfer werden vorgestellt und hinterlassen den

Leser mit einer weltumfassenden Vision vom Morgen.

Ulrich Dietz (Hg.): The new New. Distanz Verlag, Berlin 0 0. Deutsch, 08 Seiten,

Hardcover, 49,90 €. ISBN: 978- -94 405-07-

Auf den Spuren der Mächtigen von morgen

Nachdem die Journalismus-Studentin Julia Friedrichs ein lukratives Job-

Angebot bei McKinsey abgelehnt hatte, beschäftigte sie sich ein Jahr lang

mit dem umstrittenen Begriff “Elite”. In ihrem Buch beschreibt sie ihre

Recherche in den Rekrutierungsstätten der angehenden Leistungs- und

Wirtschaftselite. Friedrichs setzt sich kritisch mit den auserwählten Nachwuchskräften

und einer Gesellschaft auseinander, in der Menschen, die weniger

als 70 Stunden pro Woche arbeiten, als „Minderleister“ gelten.

Julia Friedrichs: Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen.

Hoffmann und Campe, Hamburg 008. Deutsch, 56 Seiten, Hardcover, 7,95 €.

ISBN: 978- -455-5005 -6







1

K E R B E R


Cool, stark oder süß? Deine HipPuppe darf genauso aussehen, wie du

dir deinen persönlichen Helden vorstellst. Courtesy: Razia Mizrahi

Tilman Riemenschneider: Der heilige Georg im Kampf mit den

Drachen, um 490/ 495

Courtesy: Bode-Museum, Berlin, Foto: Jörg P. Anders

Peter Pan

Wie im Märchen: Kinderausstellung mit

Drachen und Helden

Bestimmt hast du einen Lieblingshelden – vielleicht

Pippi Langstrumpf oder eher Harry Potter? Im Bode-

Museum sind zurzeit die tollsten Helden ausgestellt.

Der Drachentöter Georg ist schon so alt, dass er locker

der Uropa von Pippi sein könnte. Er hat nämlich vor

fast 000 Jahren gelebt.

Der Drache Bruno zeigt dir alles und erzählt von seinen

Artgenossen. Er selbst ist ein kleiner Held – er spricht

Deutsch, Englisch und Türkisch. Auch du kannst zum

Helden werden, du musst nämlich schwierige Aufgaben

bewältigen und bekommst sogar eine Urkunde dafür!

In dem Workshop HipPuppe! erfährst du spannende

Geschichten über besonders tapfere Typen. Danach

darfst du selbst ein kleines mutiges Kerlchen basteln. Was

macht deinen Helden besonders? Hat er Superkräfte

oder ist er einfach stark und mutig? Zusammen mit

anderen Kindern und bei cooler Musik erweckst du

ihn zum Leben. Wenn du willst, kannst du ihn dann als

Beschützer mit nach Hause nehmen.

Der Workshop HipPuppe! findet am 4. . 0 und am . .

jeweils um 5h im Bode-Museum statt. Er kostet 5 € und

richtet sich an 7- bis 0-Jährige. Um eine Anmeldung wird

gebeten unter 0 0 - 66 4 4 4 oder per E-Mail: service@

smb.museum.

Die Kinderausstellung ist bis zum 7.6. zu sehen und

für Kinder von 4– 0 Jahren geeignet. Eintritt frei. Sonstige

Führungen und Workshops laufen jeden Sonntag von 5–

6. 0h und kosten 4 € Eintritt.

Bode-Museum, Am Kupfergraben , 0 78 Berlin

tägl. 0– 8h, Do bis h

Die Geschichte von Peter, Wendy und ihren Brüdern entführt

dich in eine verzauberte Welt. Meerjungfrauen und gefährliche

Krokodile erwarten dich dort. Schau dir die fantastischen Bilder an

und fliege mit. Denn niemand weiß, wohin dich deine Gedanken

tragen, wenn Mama abends nach dem Gute-Nacht-Kuss deine

Zimmertür hinter sich zuzieht…

James Matthew Barrie: Peter Pan. Illustrationen von Robert Ingpen.

Knesebeck Verlag, München 0 0. Ab 6 Jahre, 6 Seiten, 68 farbige

Abbildungen, Hardcover, 4,95 €. ISBN: 978- -8687 - 7 -

Kaiserkrone und Prinzessinnenschmuck:

Gestalte deinen Schmuck selbst!

Du kannst Holz sägen, Metall bearbeiten und Perlen auffädeln.

Zwei Schmuckdesignerinnen helfen dir dabei.

Schmuckworkshop 009, Foto: Petra Jaschke

Kunst-Memo für Kinder:

Gedächtnisspiel mit Motiven berühmter Maler

500 Jahre Kunstgeschichte sind ganz schön lang. Bei diesem

Memory-Spiel kannst du die berühmtesten Motive entdecken!

Vielleicht fürchtest du dich ja vor Redons lächelnder Spinne oder

lässt dich von Mona Lisas Lächeln verzaubern... Welches wird dein

Lieblings-Memo-Paar? Wahrscheinlich kennst du sie alle schon

bald auswendig. Es sind berühmte Maler dabei wie Vincent van

Gogh, Leonardo da Vinci und Neo Rauch.

Kunst-Memo für Kinder. E.A. Seemann, Leipzig 0 0. 7 farbige Karten

mit 6 unterschiedlichen Motiven, Spiel in Box, 9,90 €.

ISBN: 4 6-0-044- 5009-





Im Schmuckmuseum Pforzheim kannst du auf große

Entdeckungsreise in die Schmuckgeschichte gehen.

Wie hat man sich einst mit Amuletten gegen Angriffe

geschützt? Und welch kostbare Stücke trugen die

feinen Damen im Barock? Greif in die Schubladen

einer großen, bunten Schmucktruhe und probiere alles

vor einem großen Spiegel aus. Bastele danach deinen

eigenen Schmuck und fühle dich damit wie ein Prinz

oder eine Prinzessin!

Die Führung im Museum ist für Kinder bis 4 Jahre kostenlos

und dauert ca. 45 Minuten. Der Workshop dauert zwei bis

zweieinhalb Stunden und ist für Kinder im Alter von 6 bis

4 Jahren geeignet. Teilnehmer- und Materialkosten 0 € pro

Person. Um Anmeldung wird gebeten unter:

07 – 9 6.

Schmuckmuseum Pforzheim

Jahnstr. 4 , 75 7 Pforzheim

Di–So 0– 7h

www.schmuckmuseum.de


Sarah Blee: MAS (Museum am

Strom), Antwerpen

© Neutelings Riedijk Architecten

Stadt Gent

Vaast Colson: Kalpetran, 00

© M HKA Collection

Antoon van Dyck: Isabella Brant

National Gallery of Art Washington DC

Beleuchtete Stadt – Tag und Nacht in Gent

Gent ist die erste belgische Stadt, die einen vollständig

maßgeschneiderten „Lichtplan“ entwerfen ließ. Gleich

einer Zeitreise lässt das STAM in der Ausstellung anhand

von alten Dokumenten und Tagebüchern, Zeichnungen

und Fotografien bis hin zu einer Video-Installation

sichtbar werden, wie sehr die Erfindung des Kunstlichts

Anfang des 9. Jh. einen Wendepunkt vom dunklen

Mittelalter zur heutigen 4-Stunden-Gesellschaft

darstellte. Höhepunkt der Ausstellung ist das 4-tägige

Lichtfestival Gent, zu dem 5 international anerkannte

Lichtkünstler einen 6 km langen Rundgang durch das

historische Zentrum der Stadt entwickeln.

STAM Bijlokesite

Godshuizenlaan , B-9000 Gent

bis .5. , Di–So 0– 8h, Ausstellungshöhepunkt:

Lichtfestival Gent 7. .– . . , www.stam.be

Neueröffnung des MAS (Museum am Strom)

The Story of the Image

Das neue MAS, ein ehrgeiziges Projekt für ein aktuelles

und aktives Stadtmuseum in Antwerpen, entsteht auf dem

Hanzestedenplaats im Zentrum des ältesten Hafengebiets,

des „Eilandje“ – genau dort, wo sich Stadt und Hafen

begegnen. Das Museum ist der Geschichte von Stadt,

Hafen und Region gewidmet. Die Eröffnungsausstellung

„The Story of the Image“ führt Werke alter Meister und

zeitgenössischer Künstler zusammen, die beweisen, dass

Flandern und Antwerpen einen wichtigen Beitrag zur

modernen Bilderkultur leisteten.

MAS – Museum aan de Stroom

Hanzestedenplaats , B- 000 Antwerpen

Opening: 7.5. , 8.5. – 0.9. , Di–So 0– 7h,

www.mas.be

Palazzo Rubens – Der Meister als Architekt

Der vielseitige Künstler Peter Paul Rubens ließ sich

für seine Arbeit als Architekt von den Malern und

Architekten Michelangelo und Giulio Romano sowie

von italienischen Architekturbüchern inspirieren. Er

wurde zu bedeutenden Antwerpener Projekten wie

der Erweiterung seines beeindruckenden Atelier- und

Wohnhauses und dem Bau der heutigen St. Carolus

Borromeus-Kirche hinzugezogen, die seine Zeitgenossen

einst als „das 8. Weltwunder“ bezeichneten. Die

Ausstellung zeigt rund 50 Leihgaben bedeutender

internationaler Museen, wobei zahlreiche Kunstwerke

aus weniger bekannten Sammlungen einem großen

Publikum bisher noch nicht zugänglich waren.

Rubenshuis

Wapper 9– , B- 000 Antwerpen

0.9.– . . , Di–So 0– 7h

www.rubenshuis.be

Roman Baths Head of Hadrian, Danny Veys

Luc Tuymans: The Nose, 00 , oil on canvas, 9,9 x 4, cm

Collection of Jill and Dennis Roach, © Luc Tuymans

Kristof Vrancken: Contour 009

Sagalassos – City of Dreams

Sagalassos, auch als „Pompeji des Ostens“ bezeichnet,

war in römischer Zeit eine der wirtschaftlich wichtigsten

Städte im Süden der Türkei. Nach mehreren Erdbeben,

Pestepidemien und Invasionen fremder Völker verlor die

Stadt ab dem 4. Jh. ihren Glanz und wurde schließlich

gänzlich verlassen. Seit den 90er-Jahren werden in

Sagalassos von einem Forscherteam der Katholischen

Universität Leuven archäologische Ausgrabungsarbeiten

durchgeführt, wodurch der Ort zu einer der wichtigsten

Ausgrabungsstätten rund um das Mittelmeer avancierte.

Das Gallo-Römische Museum widmet dieser inzwischen

weltberühmten römischen Niederlassung eine eigene

Ausstellung.

Gallo-Römisches Museum

Kielenstraat 5, B- 700 Tongeren,

9. 0. – 7.6. , Di–Fr 9– 7h, Sa, So und Feiertage 0– 8h

www.limburg.be/gallo

Luc Tuymans-Retrospektive

Die erste belgische Retrospektive des Werks von Luc

Tuymans bildet den Schlusspunkt einer Reise, die 009

in den USA begann (u. a. Wexner Center for the Arts

in Columbus, Museum of Modern Art in San Francisco,

Museum of Contemporary Art in Chicago). Sie umfasst

die berühmte Reihe aus dem MoMa New York, welche

der Künstler Lumumba gewidmet hat. Tuymans gilt

u. a. deshalb als bahnbrechender Künstler, weil er sich

in den 80er-Jahren der Vorherrschaft der Abstraktion

widersetzte. Nicht nur sorgte er für eine Wiederbelebung

der gegenständlichen Malerei, sondern er machte sie

auch zur Universalwaffe seines politischen und sozialen

Engagements.

BOZAR (Palast der Schönen Künste)

Ravensteinstraat 8, B- 000 Brüssel

8. .–8.5. , Di–So 0– 8h, Do bis h

www.bozar.be

Contour 2011 – 5. Biennale Bewegender Bilder

Die Biennale, unter der Leitung des Kurators Anthony

Kiendl (CAN), bietet Besuchern die Möglichkeit,

zeitgenössische bildende Kunst von internationaler

Bedeutung zu entdecken. Mit der Präsentation von

Filmen, Videos und Installationen möchte Contour an

besonderen Orten im historischen Stadtkern Mechelens

die Beziehungen zwischen Ton, Bild und sozialen

Veränderungen untersuchen – populäre Musik spielt

dabei eine wichtige Rolle. Contour 0 wird eine

faszinierende Gegenüberstellung von historischer und

zeitgenössischer Kunst: Kultur als Abenteuer.

Mechelen, 7.8.– 0. 0. , www.contourmechelen.be

Mehr Informationen über Flandern erhalten Sie unter

www.flandern.com

4 5


© Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, 008

Gerd Petermeyer: Komposition , 0 0, Öl auf Holz, 75 x 75 cm

Auswertung der Flugdaten

Die Ausstellung wirft ein Schlaglicht auf die Kunst

der 80er-Jahre aus Düsseldorfer Perspektive. Zu

sehen sind rund 70 Arbeiten international bekannter

Künstler, teils vielteilige Skulpturen, Installationen

und Fotografien u. a. von Richard Deacon, Katharina

Fritsch, Andreas Gursky, Reinhard Mucha, Thomas

Schütte und Jeff Wall.

Die Ausstellung, die innerhalb der Quadriennale 0 0

gezeigt wird, wirft einen konzentrierten Blick auf

ein Jahrzehnt, in dem die Düsseldorfer wie auch die

deutsche Kunst von großer internationaler Bedeutung

waren. Alle gezeigten Werke stammen aus den 80er-

Jahren; sie zählen zu den Schlüsselarbeiten, mit

denen die Künstler damals zum ersten Mal an eine

breitere Öffentlichkeit traten. Die unterschiedlichen

Blickwinkel illustrieren, wie die Künstler in der

„neuen Unübersichtlichkeit“ nach dem Ende der

Avantgarden zentrale Aspekte der modernen Kunst

neu interpretierten und somit bis heute wirkende

Impulse für die nach-moderne Situation geben.

Kuratoren: Julian Heynen, Valeria Liebermann

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21, Ständehaus

Ständehausstr. , 40 7 Düsseldorf

bis 0. . , Di–Fr 0– 8h, Sa – h, So – 8h

Mo geschlossen. www.kunstsammlung.de

Atelier im Stellwerk – Gerd Petermeyer

Die fotorealistischen Ölbilder von Gerd Petermeyer

zeigen die vielfältigen Facetten der Industriekultur

zwischen Ruhr und Emscher. Die Bilder

thematisieren Fragmente, Stillleben, Landschaften

und die „Kathedralen“ der Stahlherstellung. Für

die Wiedergabe der Wirklichkeit nutzt Petermeyer

ausschließlich die Farben Schwarz und Weiß sowie

die daraus resultierenden Grautöne. Die Ölbilder

werden im Stellwerk in einer Dauerausstellung

präsentiert.

Atelier im Stellwerk

Gelsenkirchener Str. 00, 45 09 Essen

Opening: 4. . 0, 5h, 4. . 0– 0. . , Sa 5– 8h

and appt. 0 0 – 9 60 6

www.gerd-petermeyer.de

Susanne Kriemann: Ashes and broken brickwork of a logical theory

(prolog), 0 0, © Susanne Kriemann

Sławomir Elsner: Paris, Farbstift auf Papier, 40 x 00 cm

Courtesy: Rüdiger Schöttle, München

Reinhold Begas: Merkur entführt Psyche (Detail), 874–78, Berlin

SMB, Nationalgalerie, Foto: Andres Kilger, SMB

Susanne Kriemann

GASAG Kunstpreis 2010 in der Berlinischen Galerie

Seit Jahren erkundet Susanne Kriemann (* 97 ) in

ihren komplex eingerichteten Installationen den Einfluss

von Dokumentation und Archivierung auf unsere

Wahrnehmung der Realität. Für diese Ausstellung

entwickelte sie eine eigene Arbeit, für die sie das Material

ihres jüngsten Werks „Ashes and broken brickwork of

a logical theory“ arrangierte. Fremde und eigene Fotos

von archäologischen Grabungsstätten ergänzen sich zu

einer Recherche nach dem Zusammenhang zwischen

Archäologie und Moderne. Susanne Kriemann ist

Preisträgerin des GASAG Kunstpreises.

Berlinische Galerie

Alte Jakobstr. 4– 8, 0969 Berlin-Mitte

bis . . , Mi–Mo 0– 8h, Eintritt: 8 €, erm. 5 €

www.berlinischegalerie.de

Sławomir Elsner – Paris-Berlin-Warszawa

Drei großformatige Zeichnungen stellen brennende

Autos dar und könnten an die düsteren amerikanischen

Rock’n’Roll-Filme der 960er-Jahre erinnern. Bezüge

zu Ereignissen der jüngsten Vergangenheit in Pariser

Vororten oder sich regelmäßig in Berlin wiederholenden

Vorfällen sind ebenfalls denkbar. Elsner thematisiert

in seinen Werken die Bildsprache der Medien und

verborgene Bedeutungen teilweise banaler Motive, die

in einem neuen Zusammenhang eine gänzlich andere

und tiefere Bedeutungsebene erreichen. Erstaunlich ist

dabei seine virtuose Farbstift-Technik – die Zeichnungen

scheinen tatsächlich zu brennen.

Polnisches Institut

Burgstr. 7, 0 78 Berlin-Mitte

Opening: 9. . 0, 9h, 0. . 0– 8. . , Di–Fr 0– 8h

www.polnischekultur.de

Begas – Monumente für das Kaiserreich

Das DHM erinnert zum 00. Todestag von Reinhold

Begas an einen seine Epoche bestimmenden Künstler.

Als Schöpfer der größten Denkmäler Berlins und als

Porträtist bedeutender Persönlichkeiten gestaltete Begas

die Bildwelt des Kaiserreiches. Die Ausstellung zeigt

die Anfänge in Berlin, stellt die Jahre in Rom vor, wo

er mit seinen Malerfreunden Feuerbach und Lenbach

den „Neubarock“ entwickelte, und gibt Einblick in die

Atelierarbeit wie auch die Porträtkunst. Im Mittelpunkt

stehen die Denkmäler und Monumente für Berlin, die

drei Kaiser bei ihm in Auftrag gaben, und deren politisch

gewollte Zerstörung nach dem Zweiten Weltkrieg in

Ost- und Westdeutschland.

Deutsches Historisches Museum | Ausstellungshalle von I. M. Pei

Unter den Linden , 0 7 Berlin-Mitte

6. . 0–6. . , Mo–So 0– 8h, geschlossen am 4. + 5. . 0

www.dhm.de

6 7


Installationsansicht der Poul-Gernes-Retrospektive in den

Deichtorhallen Hamburg. Foto: Fred Dott

Peter Rösel: AH- 668 (Detail: Tizian), 0 0, Digitalvideo, Loops

(je : 5 Min., stumm), Rembrandt, Tizian, Leonardo Spezial

Automatic TV, -teilig, Größe variabel, © und Foto: Peter Rösel

Kara Walker: Darkytown Rebellion, 00

© Mudam Luxemburg (Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean)

© Kara Walker, Foto: Richard-Max Tremblay

Poul Gernes – Retrospektive

Ausgelassen, anarchisch, ausschweifend, fröhlich,

folkloristisch, funky, psychedelisch – mit diesen

Attributen kann man das Werk des dänischen Malers,

Bildhauers, Filmemachers und Performance-Künstlers

Poul Gernes ( 9 5– 996) beschreiben, der zu den

einflussreichsten skandinavischen Künstlern zählt. Die

Deichtorhallen Hamburg geben in einer Retrospektive

mit über 400 Exponaten einen umfassenden Einblick

in die Kunst dieses Multitalents. Gernes hinterlässt

ein beeindruckendes Œuvre, das durch seine

außergewöhnliche Vielschichtigkeit fasziniert und dessen

Ästhetik heute so aktuell ist wie zu seiner Entstehungszeit

in den 960er- und 970er-Jahren.

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstr. – , 0095 Hamburg

bis 6. . , Di–So – 8h, Do – h, Eintritt: 9 €, erm. 6 €

bis 8 Jahre frei, www.deichtorhallen.de

Peter Rösel

Tizian, Rembrandt, Leonardo Spezial Automatic

Der an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee lehrende

Künstler Peter Rösel (* 966) verknüpft Alltag und

Menschheitsgeschichte, kreuzt das Naheliegende mit

dem Fernen, mischt Banales mit Exotik. Hintersinnig

sabotiert er gängige Seh- und Denkmuster. Nun zeigt

das Ernst Barlach Haus Bilder, Objekte und Videos aus

5 Jahren. Im Zentrum der Schau stehen eigens für das

Museum geschaffene Rauminstallationen und eine neue

Werkgruppe: Fernsehtruhen der 950er- und 960er-

Jahre – wuchtige Möbel mit klangvollen Gerätenamen

wie „Tizian“ oder „Rembrandt“ – präsentieren ihr neues,

überraschendes Innenleben.

Ernst Barlach Haus

Baron-Voght-Str. 50a, 609 Hamburg

bis 9. . , Di–So – 8h, Eintritt: 6 €, erm. 4 €

www.barlach-haus.de

Cut. Scherenschnitte 1970–2010

„Cut. Scherenschnitte 970– 0 0“ ist die erste

Ausstellung der Kunsthalle, die sich ausschließlich dem

zeitgenössischen Scherenschnitt widmet. Vorbild für die

Arbeiten vieler junger Künstler, u. a. Olaf Nicolai, Annette

Schröter, Christian Boltanski und Kara Walker, sind die

Scherenschnitte von Philipp Otto Runge ( 777– 8 0).

Inspiriert von seinen Ideen, die durch Vereinfachung und

Abstraktion der technisch perfekten Scherenschnitte

der Imagination des Betrachters neuen Raum gaben,

hat der Scherenschnitt sich zu einem eigenständigen

künstlerischen Medium entwickelt. Gezeigt werden ca.

50 Arbeiten aus den Jahren 970– 0 0.

Kunsthalle Hamburg

Glockengießerwall , 0095 Hamburg

bis 6. . , Di–So 0– 8h, Do 0– h

Eintritt: 0 €, erm. 5 €, www.hamburger-kunsthalle.de

Ondrej Drescher: Mann im Wald, 0 0

Öl auf Leinwand, 0 x 50 cm

Gotthard Graubner: Farbraumkörper

Ondrej Drescher – Malerei

Der Maler Ondrej Drescher (* 977), EHF-Stipendiat

und Meisterschüler von Neo Rauch, präsentiert sich

erstmalig in Berlin mit einer großen Einzelausstellung.

Die Exponate zeigen Berglandschaften, die Drescher in

wochenlangen, z. T. gefährlichen Touren erwandert und

erkundet. Seit geraumer Zeit schälen sich aus den heftig

schraffierten Naturansichten auch Figuren – in der Regel

Selbstbildnisse des (wandernden) Künstlers. Dreschers

unvergleichliche Landschaften dienen allein als Spiegel

der Frage, was der Mensch ist, woher er kommt und

wohin er geht.

Konrad-Adenauer-Stiftung

Tiergartenstr. 5, 0785 Berlin-Tiergarten

0. . 0– 8. . , Mo–Fr 9– 7h

www.kas.de

Hommage zum 80. Geburtstag

Gotthard Graubner – Bilder

Gotthard Graubner setzt sich in seinen ungegenständlichen

Bildern mit dem Medium Farbe

auseinander. Von asiatischen Philosophien inspiriert,

lässt er die Farbe unabhängig von gegenständlicher oder

thematischer Einbindung ein Eigenleben entfalten.

Farbe steht für sich, besitzt einen eigenen Ausdruck. So

entstehen Farblandschaften, „Farbraumkörper“, die die

zweidimensionalen Grenzen überschreiten.

Kunsthandel Wolfgang Werner KG

Fasanenstr. 7 , 07 9 Berlin-Charlottenburg

bis 9. . , Mo–Fr 0– 8. 0h, Sa 0– 4h

www.kunsthandel-werner.de

Billige Zirpen III

Stephan Dill

Martin Groß

Lou Hoyer

Philipp Orlowski

Berlin-Leipzig… Malerei, Zeichnungen und Grafik

In seinen vorübergehend zur Galerie umgestalteten

Privaträumen präsentiert Reinhard Pels Leusden ein

Ausstellungsprojekt der Klassen von Prof. Valérie Favre

(UdK Berlin) und Prof. Annette Schröter (HGB Leipzig).

So nimmt die Kunst Bezug zu den Räumen und den

Menschen, die darin leben.

pels leusden at home

Knesebeckstr. 7, 06 Berlin-Charlottenburg

Opening: 9. ., 9h, 0. .– 9. ., Fr–So 6– 0h and by

appt., www.pelsleusdenathome.de

8 9

ZIRPEN


Rapedius/Rindfleisch: Kakteen, 009

Skizzenblöcke, variabel, © Rapedius/Rindfleisch, Berlin

Nadav Kander: Chongqing II, Chongqing Municipality, 006

© Nadav Kander

David Drebin: Me and me, 008, © David Drebin

I am the Landscape

Antonia Low, Ingo Gerken, Martina Rapedius/

Thomas Rindfleisch

Kuratiert von Christian Schindler

In der Ausstellung „I am the Landscape“ erforschen vier

Berliner Künstler das Thema Landschaft. Dabei geht

es weniger um traditionelle Landschaftsdarstellungen

als vielmehr um die Untersuchung von Natur- und

Stadtstrukturen. Während Ingo Gerken dem Betrachter

mit seinen Rauminterventionen überraschende

Perspektiven und Parallelen aufzeigt, legt Antonia Low

in ihren Arbeiten verborgene Schichten frei und erzählt

so eine neue Geschichte von Räumen und Orten. Das

Künstlerpaar Martina Rapedius und Thomas Rindfleisch

erkundet die Grenzbereiche zwischen Form und Inhalt,

indem es Pflanzen, Landschaftsstrukturen sowie

menschliche Artefakte auf ihre formale Erscheinung

reduziert und nach Gemeinsamkeiten sucht. Vereint in

„I am the Landscape“ verwandeln diese drei Positionen

die Ausstellungsfläche in ein Forschungslabor für

Raumdeutungen.

Galerie Morgen

Oranienburger Str. 7 (im Kunsthof), 0 7 Berlin-Mitte

Opening: 6. ., 9h, die Künstler sind anwesend

7. . 0–5. . , Di–Fr – 0h, Sa – 8h

www.galerie-morgen.com

David Drebin – The Morning After

Nadav Kander – Yangtze – The Long River

Robert Polidori – Pripyat and Chernobyl

David Drebins Fotografien sind episch, dramatisch und

cineastisch. Der Fotograf bietet dem Betrachter einen

aufregenden Einblick in die Gefühle der Protagonisten

seiner Bildwelten. Als gigantische Kulissen dienen ihm

glitzernde Metropolen, in denen er attraktive Frauen

geheimnisvoll in Szene setzt. Exklusiv zur Ausstellung

erscheint ein Katalog im teNeues-Verlag.

Ab dem . Januar präsentiert CAMERA WORK

mit „Yangtze – The Long River“ von Nadav Kander

und „Pripyat and Chernobyl“ von Robert Polidori zwei

beeindruckende Serien der jüngsten Fotogeschichte.

Beide Künstler dokumentieren die Auswirkungen des

menschlichen Eingriffs in seine Umwelt. Während

Kander den Wandel entlang des chinesischen Flusses

Jangtse dokumentiert, zeigen Polidoris Bilder die

Auswirkungen der Katastrophe von Tschernobyl.

CAMERA WORK

Kantstr. 49, 06 Berlin-Charlottenburg

David Drebin: bis 5. . , Di–Sa – 8h

Nadav Kander, Robert Polidori: . .– . .

www.camerawork.de

Elio Cassarà: Isländische Landschaft III

0 0, Öl auf Leinwand, 00 x 40 cm

Römer + Römer: O tu mir das nicht an

009, Öl auf Leinwand, 65 x 0 cm

Detlef Waschkau: Einkaufsstraße Osaka

009, Pigment auf Holz

Royal Nebeker (USA): In between, 009

Öl auf Leinwand, 0 x 40 cm

Karlheinz Biederbick:

Koalitionsverhandlungen in Bonn 0. 0.80

0 0, Terrakotta, ca. 8 x 6 cm

Elio Cassarà – Silenzi

Völlig unvermutet öffnete sich mein Blick, und vor meinen Augen

offenbarte sich eine fantastische neue Welt voller Empfindungen,

Farben und Geräusche. Beobachter zu sein war nur der erste Schritt. Der

Wunsch, zu verstehen, wurde schließlich zur alles erfüllenden Leidenschaft.

Der Staub legt sich hauchzart auf die Gegenstände. Meine Augen voller

Verzauberung über das Wesen der Dinge.

Galerie Sievi, Gneisenaustr. , 096 Berlin-Kreuzberg

bis . ., Do/Fr 4– 9h, Sa – 6h, 0 0 - 69 9 97

www.galerie-sievi.de

Römer + Römer – O tu mir das nicht an!

Die Kunsthalle Rostock präsentiert eine umfassende Werkschau der

Arbeiten von Römer + Römer, die das Lebensgefühl unserer Zeit einfangen.

Im Fokus steht meist die Kultur junger Großstädter. Malerisch zeichnen sich

die großformatigen Leinwände durch ihren pointillistischen Farbauftrag

aus, den das deutsch-russische Künstlerpaar in Auseinandersetzung mit der

pixeligen Optik digitaler Bilder entwickelt hat.

Kunsthalle Rostock, Hamburger Str. 40, 8069 Rostock

. . 0– 0. . , Di–So 0– 8h

www.kunsthallerostock.de

Detlef Waschkau – Stadt und Mensch. Holzreliefs

Der in Berlin lebende Künstler Detlef Waschkau (* 96 ) sammelt

Augenblicke in den Metropolen der Welt. Seine farbigen Holzreliefs zeigen

Mensch und Architektur im Großstadtdschungel. Waschkaus Arbeitsweise

im flachen Holz gleicht einer Erzählung. Er malt kein Bild seiner Fantasie,

sondern gibt als gefühlvoller Bildhauer mit dem Beitel dem einmal

Gesehenen Leben, farbige Struktur und lebendige Tiefe.

Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 76, 07 Berlin-Wilmersdorf

Opening: 6. . 0, 9h, 8. . 0– 0. . , Di–Fr 0– 7h, Mi 0– 9h, So – 7h

Eintritt frei, www.kommunalegalerie-berlin.de

Winterprogramm in der Galerie Anne Moerchen

Bis Februar zeigt die Galerie Anne Moerchen neben der aktuellen

Ausstellung des Daniel-Richter-Schülers Ryo Kato (bis . Januar) u. a.

international erfolgreiche amerikanische Künstler wie Royal Nebeker und

Luis Montoya, die chinesischen Maler Shan Fan und Chen Fangyuan und

Werke der europäischen Künstler Pejman Ebadi, Radomir, Martin Kreim,

Michael Sazarin und Hennie van der Vegt (November bis Februar).

Galerie Anne Moerchen, Milchstr. 6a, 0 48 Hamburg

Di–Fr . 0– 8. 0h, Sa – 5h and by appt.

www.galerie-anne-moerchen.de

Karlheinz Biederbick – Bruchzonen

Biederbick (* 9 4), der seit den 70er-Jahren mit lebensgroßen realistischen

Polyesterplastiken für Aufsehen sorgte, widmet sich nun dem Terrakotta-

Relief. Bilddokumentationen öffentlicher politischer Inszenierungen

– besonders aus dem „Spiegel“ – oder eigene Zeichnungen dienen als

Vorlage für seine Reliefminiaturen zur Vergegenwärtigung von Situationen

zeitlicher bzw. räumlicher Unerreichbarkeit.

GALERIE KONTRAPOST, Stallbaumstr. 4a, 04 55 Leipzig

Opening: 4. . , 0h, 5. .– 9. . , Di–Fr 0– h u. 8– h, . u. . Sa im

Monat: 5– 8h and by appt., www.galerie-kontrapost.de

40 4


Gerd Grimm: Titel unbekannt, Tusche und Aquarell auf Tapete

47 x 6 cm, Kunsthalle Messmer

Else Lasker-Schüler: Prinz Jussuf von Theben, um 9 8

Mischtechnik auf Papier, 6,7 x ,6 cm

Jüdisches Museum Frankfurt am Main

© Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, Berlin 0 0, Fotonachweis:

Jüdisches Museum Frankfurt am Main. Ursula Seitz-Gray

Olaf Metzel: Turkish Delight, 006

Foto: Roman Mensing © VG Bild Kunst Bonn, 0 0

Gerd Grimm zum 100. Geburtstag

Mode Mädchen Metropolen

Der Freiburger Gerd Grimm ( 9 – 998) war eine der

markantesten internationalen Grafiker-Persönlichkeiten

des 0. Jahrhunderts. Sein Lebenswerk umfasst unzählige

Illustrationen, Grafiken und Reiseskizzen. Er verstand es,

in einem Stil, der gleichermaßen in Paris und New York

anerkannt wurde, menschliche Träume einfallsreich in

Szene zu setzen. Gerd Grimm arbeitete als Zeichner,

Illustrator und Werbegrafiker u. a. für Valmeline, Vogue,

Esquire, Chanel, Dior, Reval, Reemtsma und Black &

White-Whiskey.

Kunsthalle Messmer

Großherzog-Leopold-Platz , 79 59 Riegel a. K.

bis 6. . , Di–So 0– 9h, Do – 0h

www.messmerfoundation.com

Else Lasker-Schüler – Die Bilder

Else Lasker-Schüler ( 869– 945) ist aufgrund ihrer

herausragenden Gedichte jedem Literaturliebhaber

ein Begriff. In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen

Museum Frankfurt am Main unternimmt die Ausstellung

„Else Lasker-Schüler – Die Bilder“ nun ihre bislang

umfassendste Würdigung als bildende Künstlerin. Bis

9 lebte und arbeitete Else Lasker-Schüler in Berlin,

wo Franz Marc, Karl Kraus und Gottfried Benn zu ihren

wichtigsten Freunden und Unterstützern zählten. Gezeigt

werden bekannte, seinerzeit in der expressionistischen

Zeitschrift „Der Sturm“ erschienene Motive ebenso wie

einige Arbeiten, die erstmals zu sehen sind.

Hamburger Bahnhof

Invalidenstr. 50, 0557 Berlin-Mitte

. .– .5. , Di–Fr 0– 8h, Sa – 0h, So – 8h

Eintritt: €, erm. 6 €, www.hamburgerbahnhof.de

Freedom of Speech

Emory Douglas, Maria Eichhorn, Hans Haacke, Sister

Corita Kent, Barbara Kruger, George Maciunas, Olaf

Metzel, Bruce Nauman, Dan Perjovschi, Joe Sacco,

Christoph Schlingensief, Taller Popular de Serigrafia,

Klaus Staeck, Act Up, Silke Wagner, Mark Wallinger u. a.

Die Ausstellung hinterfragt und analysiert das Konzept

der Redefreiheit und ihre ideologische Rolle, die sie in

der westlichen Demokratie spielt. Alles dreht sich um

die zentrale Frage: „Was, wenn nur der sprechen dürfte,

der die Wahrheit sagt?“ Die Ausstellung stellt Beispiele

der Medienberichterstattung, historische Ereignisse sowie

künstlerische Positionen in Kontext mit- und zueinander.

Kunstverein Hamburg

Klosterwall , 0095 Hamburg

8. . 0– . . , Di–So – 8h

www.kunstverein.de

Roger Ballen: Dresie and Casie, twins, western

Transvaal, aus der Serie „Platteland“, 99

Gelatineentwicklungspapier, 6 x 6 cm

Izis: Fête, place de la République, 950

© Izis Bidermanas

Christoph Schlingensief: Animatograph

– Iceland-Edition. (House of Parliament /

House of Obsession) Destroy Thingvellir,

005, Filmstill

© Christoph Schlingensief Produktion

Bas Jan Ader: I am too sad to tell you, 970

© 0 0 Bas Jan Ader Estate

Christa Biederbick: Mädchen auf rotem Tuch

97 –7 , 67 x 04 x 6 cm, Polyester

Roger Ballen – Fotografien 1969–2009

Die Ausstellung gibt Einblick in alle Schaffensperioden von Roger Ballen

(* 950, New York City), der vor seiner Karriere als Fotograf Psychologie

studierte. Die bisher unveröffentlichten Fotografien verraten eine Faszination

für das Abgründige und nehmen Merkmale späterer Serien wie die Isolierung

des Sujets vor weißen Wänden vorweg. Besonders die Aufnahmen des kargen

Lebens in den Dörfern Südafrikas machten Ballen bekannt.

Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz , 80 München

bis 7. . , Di–So 0– 8h, Eintritt: 4 €, ermäßigt €

www.stadtmuseum-online.de

Izis – Paris der Träume

Anlässlich des 00. Geburtstags von Israëlis Bidermanas ( 9 – 980),

genannt Izis, zeigen der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. und das

Institut Français Berlin eine umfangreiche Retrospektive mit 00 Werken.

9 0 verließ der Fotograf mit 9 Jahren sein Heimatland, um im „Paris

seiner Träume“ sein Glück zu finden. Bekannt wurde er durch seine Porträts

u. a. von Jean Cocteau, Colette und Édith Piaf.

Willy-Brandt-Haus, Stresemannstr. 8, 096 Berlin-Mitte

bis . . , Di–So – 8h, Eintritt frei, Ausweis erforderlich

www.freundeskreis-wbh.de

Figura cuncta videntis – Hommage an Christoph Schlingensief

Die Ausstellung verhandelt die Grenzen zwischen Kunst, Performance,

Theater und Film, zwischen Artefakt und Ausstellungsraum. Sie zeigt

eine Auswahl an performativen Installationen, die zwischen Fremd-

und Selbstbetrachtung, Innen und Außen, realem und imaginärem

Raum changieren. Im Mittelpunkt der Schau steht die Arbeit „Der

Animatograph“.

Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Himmelpfortgasse , 0 0 Wien

bis 6.4. , Di–So – 8h, Eintritt frei

www.tba .org

„Jeder Künstler ist ein Mensch“ – Positionen des Selbstporträts

Selbstbildnisse bieten die Möglichkeit einer radikalen Neuformulierung

und kritischen Beschäftigung mit einem der großen Themen der

Kunstgeschichte. Künstler wie Bruce Nauman, Katharina Sieverding,

Jeff Koons, Cindy Sherman oder Andrea Fraser haben dem Selbstporträt

Themenfelder der Kunst- und Geistesgeschichte geöffnet und kritische

Fragen zu Autorschaft, Individuum, Geschlecht und Genie gestellt.

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Lichtentaler Allee 8a, 765 0 Baden-Baden

bis 9. . , Di–So – 8h, Do – 9h, Eintritt: 5 €, ermäßigt 4 €

www.kunsthalle-baden-baden.de

Mixed Emotions – Gemischte Gefühle

Die Gegenüberstellung einer Auswahl von Werken der Bildhauerin

Christa Biederbick mit den Videoperformances der Künstlerinnen Ulrike

Rosenbach, Risk Hazekamp, Judith Barry, Ute Friederike Jürß, Teresa

Margolles, A K Dolven und Sigalit Landau erschließt ein neues Territorium

von Erfahrungsfeldern der Emotionalität und des kognitiven Denkens aus

der Sicht der Künstlerinnen.

Kunsthalle Brennabor, Geschwister-Scholl-Str. 0– , Brandenburg a. d. Havel

Opening: . ., 8h, 4. . 0– 4. . , Mi–So – 9h, Eintritt frei

www.kunsthalle-brennabor.de

4 4


Wolfgang Schlett: Spur III (Detail), 0 0, 0 x 46 x 5 cm

Ayşe Erkmen: Ghost, 0 0, Ton- und Lichtinstallation

Foto: Uwe Walter/Installationsansicht TANAS, © TANAS, Berlin

Keisuke Shirota: Another day # (Triptychon), 0 0

Fotografie und Acryl auf Leinwand, 60 x 00 cm

Wolfgang Schlett – „lautlos“

Der Hamburger Künstler zeigt in der Galerie ICON

großformatige Installationen und neue Buchobjekte. Dem

wortreichen Ausgangsmaterial gewinnt er immer neue

Facetten ab, die sich zwischen Minimal und Konkret zu

bewegen scheinen – ohne jedoch emotionale Momente

auszublenden. Der allgegenwärtigen Informationsflut

werden stille Oberflächen auf Büchern und Buchseiten

entgegengesetzt. Dem Rausch der Wörter folgt

verschlossene Lautlosigkeit.

Galerie ICON Berlin

Veteranenstr. , 0 9 Berlin-Mitte

Opening: . . , 9h, . .–5. . , Mi–Fr 4– 9h

Sa 4– 8h, www.galerie-icon.de

Tactics of Invisibility

Nevin Aladağ, Kutluğ Ataman, Cevdet Erek, Ayşe

Erkmen, Esra Ersen, İnci Eviner, Nilbar Güreş, Hafriyat,

Ahmet Öğüt, Füsun Onur, Sarkis, Hale Tenger, Nasan

Tur, xurban_collective.

Die Gruppenausstellung „Tactics of Invisibility“ zeigt

4 Positionen zeitgenössischer Kunst aus der Türkei

und ihrer Diaspora, die den Begriff der Unsichtbarkeit

auf unterschiedliche Weise aufgreifen – als ein Unterder-Oberfläche-Sein,

als Abwesenheit und Taktik des

Rückzugs, der Verweigerung, Tarnung oder Maskierung.

TANAS Raum für zeitgenössische türkische Kunst

Heidestr. 50, 0557 Berlin-Mitte

bis 5. . , Di–Sa – 8h, geschlossen am 4. + . . 0,

. . , 0 0 - 89 56 46 0, www.tanasberlin.de

Keisuke Shirota

In seiner zweiten Ausstellung in der Galerie zeigt

Keisuke Shirota (* 975, Japan) Arbeiten einer neuen

Werkreihe. Mit den Bildern, die z. T. komplexer und

größer als bisherige Formate sind, verfolgt er seine

Arbeitsweise, Fotografie und Malerei zu verbinden.

Die übergangslose Zusammensetzung perspektivischer

Aufnahmen mit einem präzisen Malstil fordert dabei

unsere Wahrnehmung heraus: Farbenreiche Fotografien

erscheinen malerisch; das Gemalte, das sich auf Schwarz-

und Grautöne beschränkt, bleibt grafisch und kühl.

Daneben gibt es ein Video des Künstlers zu sehen, in

dem die Kombination zufälliger Momente poetische

Bilder generiert.

Galerie Stefan Röpke, St.-Apern-Str. 7– , 50667 Köln

Opening: 6. ., 8h, der Künstler ist anwesend

7. . 0–8. . , Di–Fr 0– h und 4– 8h, Sa – 6h

www.galerie-roepke.de

Francesco Maria Testa: o. T., 0 0

C-Print auf Alu-Dibond, 60 x 80 cm

Patrick Gabler: Zeichnung Nr. (Detail)

009, Tusche auf Papier, 5 x 57 cm

Franziska Rutishauser:

Anthropomorphismen – Kopfgeburt, 0 0

Pastellstift auf Holzgrund

Thomas Michel: o. T., 009, Hydrografie

Manfred Kage: Radiolarie, 007

REM-color, 4 0: , © Kage-Mikrofotografie

Francesco Maria Testa - Immaginario

„Definitive“ Bilder zu bestimmen und einzufangen ist das Ziel von

Francesco Maria Testas Arbeit. Seine Fotografien, die mittels einer einzigen

Aufnahme entstehen und ohne nachträgliche Bearbeitung auskommen,

streben eine Übereinstimmung zwischen der Wahrnehmung und der

fotografischen Einsicht des Subjekts an. Noch bis zum . . 0 zeigt die

Galerie außerdem neue Arbeiten des Malers Luca Brandi.

Immaginaria Arti Visive Gallery/Walter Bischoff Galerie, Linienstr. ,

0 5 Berlin-Mitte. Opening: 7. . , 9h, 8. .–8. . , Di–Sa – 8h

and by appt. 0 0 - 60 9 4 58, www.galleriaimmaginaria.com

Patrick Gabler: Kreis und Kosmos Zyklus

Owen Schuh: Die ersten 198 Primzahlen

Gablers großformatige Tuschezeichnungen von Kreisen präziser

Anordnung treffen innerhalb ihrer harmonischen Systeme auf das Chaos

von Owen Schuhs Darstellungen mathematischer Funktionen, die

Strukturen und Interaktionen von Lebenssystemen versinnbildlichen.

Künstlergespräch am 4. . , 9h mit Owen Schuh.

Cain Schulte Gallery Berlin, Winterfeldtstr. 5, 078 Berlin-Schöneberg

Opening: . ., 9h, in Anwesenheit von Patrick Gabler, 4. . 0– 4. . , Mi–Fr

– 8h and by appt. 0 0 – 00 5 7, www.cainschulte.de

3 x 6 + 1 – Eine Ausstellungstrilogie

Die Galerie präsentiert in drei Ausstellungsblöcken ihre neuen Mitglieder.

Die erste Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten von Andrzej Jan Piwarski,

Andrea Streit, A. Schneider-von Maydell, Barbara Zirpins, C. Patino Mayer

und Christoph Damm. Block wird vom .– . . , Block vom 7.–

7. . zu sehen sein.

Verein Berliner Künstler, Schöneberger Ufer 57, 0785 Berlin-Tiergarten

Opening: 9. . , 9h, 0. .– 0. . , Di–Fr 5– 9h, Sa/So 4– 8h

9. . , . 0h + 0. 0h Sonderprogramm zur Langen Nacht der Museen:

Performance von Daniel Kupferberg, www.vbk-art.de

Thomas Michel – Cyclus Cerealis

Ceres, römische Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus, war

Namensgeberin für den „Cyclus Cerealis“. Thomas Michels Hydrografien

führen zurück zu den Anfängen der Schöpfungsgeschichte, als die Evolution

im Entstehen begriffen und fortwährenden Metamorphosen unterworfen

war. Sie zeigen die Welt in ihrem Urzustand, in der der menschliche Geist

als Teil des göttlichen Plans seine archaischen Spuren hinterlässt.

Galerie Frenhofer, Friedrichstr. , 0969 Berlin-Mitte

Opening: 7. . , 9h, 8. .–6. . , Mi–Sa 4– 9h and by appt.

www.galerie-frenhofer.eu

Mikrofotografie – Retrospektive Manfred Kage

Die Retrospektive des wichtigsten deutschen Mikrofotografen Manfred

Kage (* 9 5) zeigt sein zwischen Chemie, Mikrobiologie und visueller

Kunst angesiedeltes Werk, das seit 958 im Kunstkontext der Subjektiven

Fotografie, des Informel und der Gruppe ZERO rezipiert wurde.

Alfred Ehrhardt Stiftung, Auguststr. 75, 0 7 Berlin-Mitte

bis 9. . , Di–So – 8h, Do – h, Eintritt frei

www.alfred-ehrhardt-stiftung.de

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Bernhard Heisig: Zeit und Leben (Ausschnitt)

© Deutscher Bundestag

Buhm Hong: Ausstellungsansicht „Somewhere in Mind“, Total

Museum of Contemporary Art, Seoul, Korea, 009

Margriet Smulders: Lava, 008

Cibachrome auf Aluminium/Plexiglas, 5 x 60 cm

© Margriet Smulders, Courtesy: Galerie Jordanow

Bernhard Heisig – Das große Welttheater

In Bernhard Heisigs Gemälden werden in schicksalhafter

Gemeinschaft Helden, Verbrecher und Opfer der

Geschichte über die Weltbühne gewirbelt, so auch in

seinem Gemälde „Zeit und Leben“, das er 999 für das

Reichstagsgebäude schuf. Die Ausstellung im Kunst-

Raum des Deutschen Bundestages rekonstruiert mit Vor-

und Nachfassungen, durch fotografische Dokumente

und Farbstudien das Werden dieses zentralen Werks.

Im Vergleich zu anderen Hauptwerken, darunter das

Gemälde „Ikarus“ ( 976) aus dem Palast der Republik in

Ost-Berlin, entfaltet sich Heisigs Welttheater.

Kunst-Raum im Deutschen Bundestag

Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Schiffbauerdamm, 0 7 Berlin

Opening: . . 0, 8h, . . 0– . . , Di–So – 7h

www.kunst-im-bundestag.de

Buhm Hong – Luminous Links

Buhm Hongs Reise in die Vergangenheit beginnt

stets mit einem einzelnen Punkt. Vervielfacht und

zusammengeschart zu grazilen Schwärmen bewegt

dieser sich durch die Videoinstallationen des New Yorker

Multimedia-Künstlers. Er überlagert Filmmaterial,

formiert verschachtelte Architekturen oder schimmert

fluoreszierend als auf Glas gemalter Tropfen. Punkte

bevölkern wachsend und wuchernd den Raum, der in den

Arbeiten Buhm Hongs immer auch Erfahrungsraum ist,

und lassen in ihm Orte und Erinnerungen an die Kindheit

des Künstlers in Südkorea aufleuchten. Sie verschmelzen

ihre Bruchstücke zu neuen narrativen Zusammenhängen

und eröffnen so eine Sphäre zwischen Vergangenem und

Gegenwärtigem, Erlebtem und Imaginiertem.

AANDO FINE ART, Tucholskystr. 5, 0 7 Berlin-Mitte

Opening: 0. ., 9h, . . 0– . . , Di–Sa – 8h and

by appt., 0 0 - 8 09 4 8, www.aandofineart.com

Margriet Smulders

Margriet Smulders studierte Malerei an der Akademie der

Bildenden Künste in Arnheim, wandte sich anschließend

der Fotografie zu und konzentriert sich seit 996 auf die

Arbeit mit Blumen. Geprägt durch die Bildsprache der

niederländischen Stilllebenmalerei des 7. Jahrhunderts

gelingen ihre zeitgemäßen Antworten auf eines der

großen Themen in der Kunst. Opulent, sinnlich,

verführerisch, berauschend, theatralisch inszeniert

und voller mystischer Symbolkraft sind ihre zumeist

großformatigen Bilder, die sich nun in zahlreichen

öffentlichen und privaten Sammlungen befinden.

Jordanow. Galerie für Fotografie

Fürstenstr. , 80 München

bis 5. . , Mi–Fr 4– 9h, Sa 0– 6h and by appt.

www.galerie-jordanow.de

Philip Grözinger: Wenngleich ich zögerte, 0 0

Öl und Lack auf Leinwand, 49 x 9,5 cm

Paul Goesch: o. T. (Generalarzt), um 9 8

Aquarell auf Papier, 8,5 x cm

Alessandro Twombly: Compressed

Landscape, 007, Bronze, 58 x 4 x cm

Ouyang Chun: Crown, 006, Öl auf

Leinwand, 70 × 70 cm, Foto: Li Liang

Angelika Bartel: Wandern im Nebel, 009

Monotypie, 60 x 40 cm

Philip Grözinger – Ebenbein und Elfenholz

Grözingers erste Einzelausstellung bei Christian Ehrentraut zeigt groteske

Landschaften. Statische, an Maschinen erinnernde Festungen stehen neben

scheinbar zurückgelassenen industriellen Artefakten. In kontrastreicher

Farbigkeit, hartem Duktus und nahe an der Abstraktion werden verschiedene

Materialien auf die Leinwand gebracht. Fremde Zivilisationen begegnen

dem Betrachter voller Düsternis und Komik.

Galerie Christian Ehrentraut, Friedrichstr. , 0 7 Berlin-Mitte

Opening: 5. . , 7– h, 6. .– . . , Di–Sa – 8h

www.christianehrentraut.com

Paul Goesch – Phantastische Träumereien

Die Galerie präsentiert Aquarelle von Paul Goesch ( 885– 940), die

zwischen 9 0 und 9 8 entstanden und phantastische Architekturentwürfe,

maskenartige Porträts wie auch religiös-historische Darstellungen zeigen.

Goesch, der Kunst sowie Architektur studiert hatte, wurde nach mehreren

Klinikaufenthalten in die psychiatrische Anstalt in Teupitz verlegt,

deportiert und 940 von den Nationalsozialisten ermordet.

Moeller Fine Art, Tempelhofer Ufer , 096 Berlin-Kreuzberg

bis 9. . , Mo–Fr – 8h and by appt.

www.moellerfineart.com

Alessandro Twombly – Skulpturen und Arbeiten auf Papier

Alessandro Twombly (* 959 in Rom) widmete sich nach botanischen

Studien ganz seiner Aufgabe als Kunstschaffender. In der Malerei wie in

der Skulptur geht es ihm gleichsam darum, in den inneren Kern des Motivs

und in diesem Sinne auch in das Innere der Kunst vorzudringen – in eine

Urform. Die archaisch anmutenden Skulpturen zeugen davon.

Galerie Biedermann, Maximilianstr. 5, 805 9 München

bis . . , Di–Fr 0– 8h, Sa – 4h

www.artnet.de/gallery/ 1/5 Seite

57/galerie-biedermann.html

1/5 Seite

王 Ouyang Chun – Painting the King

王 Ouyang Chun – Painting the King

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me Collectors Room Berlin, Auguststr. 68, 0 7 Berlin-Mitte

und bis 9. Tod.

me Collectors . , Di–So Room – 8h, Berlin, Eintritt: Auguststr. 6 €, erm. 68, 4 10117 € Berlin-Mitte

www.me-berlin.com

2.10.10–9.1.11, Di–So 12–18h, Eintritt: 6 €, erm. 4 €

me www.me-berlin.com

Collectors Room Berlin, Auguststr. 68, 10117 Berlin-Mitte

2.10.10–9.1.11, Di–So 12–18h, Eintritt: 6 €, erm. 4 €

www.me-berlin.com

Ich und Du – Jubiläumsausstellung der Lebenshilfe Berlin

Die Auseinandersetzung mit Formen und Farben, die Loslösung vom

Abbildhaften hin zum Wesenhaften kennzeichnen die Arbeit in den

Kunstgruppen der Lebenshilfe Berlin. Monotypien, Collagen und

Zeichnungen, Spachtelarbeiten auf Papier und Skulpturen geben

authentische Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von Menschen,

die als geistig behindert gelten.

Galerie ART CRU (Outsider Art), Oranienburger Str. 7, 0 7 Berlin-Mitte

Opening: . ., 8h, . . 0–4. . , Di–Sa – 8h

and by appt., 0 0 - 4 5 74 , www.art-cru.de

46 47


Uwe Schloen: Installation aus „Das legendäre Silikon-Zimmer“, 004

Renate Wiedemann: Und sie setzten sich

zu einer schönen Tasse Tee zusammen, 009

Heri Dono: The Golden Shit, 0 0

Fibre glass, enamel paint, 77 x 5 x 40 cm

Skulpturen XI

Renate Wiedemann spielt mit der Poesie der Objekte

und lenkt in ihren Texten den Betrachter auf eine

widersprüchliche Fährte.

Gaby Schulze hat sich für die hier gezeigten Skulpturen

in Stein wie auch beim Zeichnen bei Ausflügen in

die Mikrowelt durch das Mikroskopieren im Labor

inspirieren lassen.

Uwe Schloen schafft durch die Platzierung zahlreicher

nebeneinander gelagerter Silikonsetzungen eine

sichtbare Distanz zum eigentlichen Körper.

Heinz Bert Dreckmann generiert poetische Skulpturen

aus Alltagsgegenständen in ungewohnter Anordnung.

Käthe Wenzels Knochenzelt ist eine betretbare

Installation aus Leinen, Seide und ca. 900

Entenknochen. Es hat eine Höhe von m und ist

beeinflusst von gotischen Gewölbestudien.

Nele Probsts Skulpturen entstehen aus verwitterten,

mit Alltagsspuren behafteten Fundstücken, die sie zu

immer neuen Körperskulpturen aufbaut und damit

das Überraschungsmoment mit einkalkuliert.

GEHAG Forum – Deutsche Wohnen AG

Mecklenburgische Str. 57, 4 97 Berlin-Schmargendorf

9. . 0– 7. . , Mo–Fr 9– 9h

www.deutsche-wohnen.com

Made In Indonesia

This group exhibition aims at an exploration of

Indonesian Contemporary Art from the most

prominent artists. The show also demonstrates the

anxiety experienced by the artists with defining their

identities in relation to the characteristic problems of

East versus West, personal versus communal, esthetic

versus politic, traditional versus cosmopolitan and

local versus global.

Made In Indonesia is curated by Asmudjo Jono

Irianto. Invited artists are Ay Tjoe Christine, Erik

Pauhrizi, Handiwirman, Heri Dono, Gede Mahendra

Yasa, Pintor Sirait, Radi Arwinda, R.E. Hartanto,

Ronald Manulang, Rudi Mantofani, Tromarama, Ugo

Untoro, Yuli Prayitno, Yusra Martunus, and Tisna

Sanjaya.

Galerie Christian Hosp

Invalidenstr. 50–5 , Halle am Wasser

0557 Berlin-Tiergarten

bis 8. ., Di–Sa – 8h

www.christianhosp.com

Stefan Roigk: stuck turkey mashup (Detail)

0 0, Mixed media installation

Cevdet Erek: Lineal /Ruler , 007

Michael Joaquin Grey: The Around (first

line through), Detail, 99 – 0 0

Ralf Pleßmann: o. T., 008

Inkjetprint auf Alu-Dibond, 50 x 75 cm

Muyan Lindena: o.T., 007, Kunststoff

(Pantonstuhl), 75 x 50 x 70 cm

I’m using a chicken to measure it – A tribute to Frank Zappa

Anlässlich des 70. Geburtstages von Frank Zappa zeigt die Galerie eine

Gruppenausstellung mit Nicolas Wiese, Heidrun Schramm, Pit Noack

und Stefan Roigk. Soundinstallationen, Collagen und skulpturale Arbeiten

werden gezeigt, die Bezüge zu den von Zappa verwendeten Techniken

aufweisen. Konzerte: . . 0 mit Olaf Hochherz und Christian Kesten,

. . mit Mat Pogo, Nicolas Wiese, Tom Smith und Pit Noack.

Galerie Hunchentoot, Choriner Str. 8, 0 9 Berlin-Prenzlauer Berg

Opening: . ., 9– h, 4. . 0– . . , Di–Fr 6– 9h, Sa 0– 8h

0 0 - 4 7 54 0, www.galerie-hunchentoot.de

„Kulturtransfers #1“: Another Country – Eine andere Welt

Tee und Tulpe, Papier und Porzellan, Yoga und Algebra stammen wie das

im Westen übernommene indische Zahlensystem aus anderen Kulturen.

Transnationale Wanderungen nicht nur von Motiven, sondern auch

von Techniken, Strategien und Ideen untersucht die Kuratorin Övül

Durmuşoğlu und wählte dafür Arbeiten von sieben KünstlerInnen aus dem

Nahen Osten, Europa, der Türkei sowie Nord- und Südamerika aus.

ifa-Galerie Berlin, Linienstr. 9/ 40, 0 5 Berlin-Mitte

bis . . , Di–So 4– 9h

www.ifa.de

Michael Joaquin Grey – Horizon Over Time

Michael Joaquin Greys (* 96 , Los Angeles) Arbeiten über Morphologie

und die Entstehung des Lebens überschreiten seit mehr als 0 Jahren

die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Medien. Mit Gemälden,

computergenerierten Wandzeichnungen und Skulptur zeigt der Künstler

und Erfinder in seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland sein Interesse

an der Entwicklung von Sprache und sich selbst organisierten Systemen.

Galerie Sherin Najjar, Am Park 4, 0785 Berlin-Mitte

bis 9. . , Mi–Sa – 8h u. n. V.

www.sherinnajjar.com

Ralf Pleßmann – Bilder zwischen Fotografie und Malerei

Die Bilder von Ralf Pleßmann sind verortet zwischen Gegenständlichkeit

und Abstraktion, zwischen Fotografie und Malerei. Durch eine vertikale

Bewegung bei der Aufnahme wird die Kamera ihrer eigentlichen Aufgabe,

ein getreues Abbild der Wirklichkeit zu schaffen, enthoben. In ihren

Verwaschungen wirken die Bilder, als lösten sie sich bereits ein Stück weit

aus ihrer fotografischen Materialität heraus.

Galerie Glass, Pariser Str. , 07 9 Berlin-Wilmersdorf

Opening: 0. ., 9h, . . 0–8. . , Di–Sa 4– 0h

www.galerie-glass.de

Das DING – Objekt und/oder Individuum

„Ding, guten Tag!“ – Betrachtungen um „das Ding“ mit 65 Positionen

aus Wissenschaft, Kunst und Literatur. Das Anliegen ist, formale wie

auch inhaltliche Korrespondenzlinien zwischen Kunst und Wissenschaft

aufzuzeigen, wobei Unterschiede sowie Ähnlichkeiten der Arbeitsweisen

von Wissenschaft und Kunst – formal wie medial – sichtbar bleiben.

G.A.S-station, Tempelherrenstr. , 096 Berlin-Kreuzberg

bis 4. . , Di–Fr 4– 9h, Sa 4– 7h

Veranstaltungstage: 4. . 0 u. 9. . , www. gas-station.net

48 49


Carsten Höller. Soma, 0 0, Installationsansicht Hamburger Bahnhof

Museum für Gegenwart Berlin, © VG Bild-Kunst 0 0/

Carsten Höller, Foto: Attilio Maranzano

Franz Marc: Gelber Löwe, blaue Füchse, blaues Pferd, Postkarte vom

. . 9 4, Bleistift, Aquarell, Tusche und Gouache auf Postkarte,

9 x 4 cm, Franz Marc Museum, Kochel am See

Ernst Ludwig Kirchner: Mit Schilf werfende Badende, 909, Farbholzschnitt,

Sammlung Hermann Gerlinger in der Moritzburg, Halle/Saale

Carsten Höller – Soma

Wodurch erhalten wir Erkenntnis? Auf der Suche

nach einer anderen Welt geht Carsten Höller

im Hamburger Bahnhof dem Ursprung von

Soma nach, einem mystischen Rauschtrank der

indogermanischen Veden im . Jahrtausend vor

Christus. Soma brachte den Veden Erkenntnis und

Zugang zur göttlichen Sphäre und wurde in ihren

Hymnen aufs Höchste gepriesen. Der pflanzliche

Inhaltsstoff dieses Getränkes ist nicht zweifelsfrei

überliefert; aus botanischer, ethnologischer und

etymologischer Sicht spricht allerdings vieles dafür,

dass es sich um den Fliegenpilz gehandelt haben

könnte. Aus diesem Sachverhalt heraus entwickelt

Carsten Höller ein Szenario zwischen Labor und

Vision, vermeintlicher Objektivität und gesteigerter

Subjektivität. Vor den Augen der Betrachter

entfaltet sich ein raumgreifendes „lebendes Bild“ mit

lebendigen Rentieren, Kanarienvögeln und Mäusen;

ein symmetrisches Experimentierfeld, das sich längs

seiner Mittelachse in zwei Hälften teilt und im

Doppelblindversuch die gewöhnliche Welt mit dem

Reich des Soma vergleicht.

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart

Invalidenstr. 50, 0557 Berlin-Mitte

bis 6. . , Di–So 0– 8h, Sa 0– 0h, Eintritt: 8 €, erm. 4 €

www.hamburgerbahnhof.de

Franz Marc und Paul Klee. Dialog in Bildern

Eine der wichtigsten Künstlerfreundschaften der

Avantgarde vor dem Ersten Weltkrieg wird anhand der

von Paul Klee und Franz Marc zauberhaft illustrierten

Briefe und Postkarten dokumentiert. Gezeigt werden u.

a. Werkgruppen wie die abstrakten Kompositionen von

Franz Marc, die Zeichnungen zu Voltaires „Candide“

von Paul Klee und bedeutende Aquarelle, die im

Zusammenhang mit dessen Tunisreise entstanden, sowie

gemeinsame Projekte wie die Illustrationen zur Bibel.

Brücke sucht Freunde.

Die Künstlergruppe und ihre passiven Mitglieder

Die „Brücke“ etablierte einen Kreis von Kunstfreunden,

sogenannten passiven Mitgliedern, welche von 906 bis

9 Jahresgaben mit druckgrafischen Blättern erhielten.

Diese Werke spiegeln in markanter Weise die stilistische

Entwicklung der Gemeinschaft wider und bilden einen

Höhepunkt der Ausstellung. Außerdem werden seltene

„Brücke“-Dokumente sowie Gemälde gezeigt.

Stiftung Moritzburg

Friedemann-Bach-Platz 5, 06 08 Halle (Saale)

Sonderausstellung:

Franz Marc und Paul Klee: bis 9. . , 6 €, erm. 4 €,

Brücke sucht Freunde: bis . .

Dauerausstellung: 5 €, erm. €,

Di 0– 9h, Mi–So 0– 8h, 4. . u. . . geschl.,

www.kunstmuseum-moritzburg.de

Sebastian Klemm: point blank / the

initiation – Sci-Fi-Performance, 0 0

©I Like Visuelle Kommunikation

John Pollak: Kontaktabzüge

Originale: analoge Silbergelatine-Abzüge

0 0, 85 x 85 cm

Karen Irmer: Jellyfish in space, 0 0

C-Print auf Alu-Dibond, 00 x 50 cm

Courtesy: Zweigstelle Berlin

Winfried Mühlum-Pyrápheros: Erloschene

Sterne, 964, Dia im Alurahmen, 0 x 40 cm

Stefan Haase: monitoring the future

part I, 0 0, Digigraphie

Sebastian Klemm: point blank / the initiation – Sci-Fi-Performance

Wie konditioniert der Wille den eigenen Körper zur Bewegung? Ausgehend

vom Locked-in-Syndrom macht Sebastian Klemm mit Gastkünstlern

jene visionären Qualitäten erlebbar, mit denen der Mensch seine eigene

Befindlichkeit verändern kann. Mit: Jae Ho Youn, Agnete Beierholm,

Sebastian Klemm, Branka Rubic, Andreas Martini, Anna Oussankina,

Betania Meli, Alexandra Rauh, Philipp Lubienetzki.

ZKM Medientheater, Lorenzstr. 9, 76 5 Karlsruhe

Performance: 4. . u. 5. . , 0h

www.pointblank-theinitiation.org

John Pollak – Strandgut

John Pollak zeigt in seinen neuen Fotografien Fundstücke aus dem

Pazifischen Ozean. In den formal strengen und gleichförmigen Stillleben

sind es die feinen Details, die die Unterschiede deutlich machen. Zeit und

Naturgewalt haben die porträtierten Gegenstände in ihrer Form verändert.

Geheimnisvolles andeutend, ermöglichen sie eine Ahnung von Ewigkeit.

Galerie Förster, Schröderstr. , 0 5 Berlin-Mitte

bis 8. ., Di–Fr 6– 9h, Sa – 8h

www.galerie-foerster.de

Karen Irmer – nicht zu sehen

Karen Irmer (* 974) präsentiert in ihrer Ausstellung sensible Fotoarbeiten,

die weder auf einen genau zu lokalisierenden Ort noch auf einen spezifischen

Moment verweisen möchten. Ihr Anliegen besteht darin, mithilfe der

technischen Möglichkeiten der Fotografie eine kontemplative Suche nach

Verborgenem anzuregen und die Vorstellungskraft jedes Einzelnen zu

überprüfen.

Zweigstelle Berlin, Lehrter Str. 7, 0557 Berlin-Mitte

bis . . , Do–Fr 4– 9h, Sa 0– 4h, geschlossen 0. . 0–5. .

www.zweigstelle-berlin.de

Winfried Mühlum-Pyrápheros

Vom Original zum Dia im Leuchtkasten

Seit Jahrzehnten sind originale Leuchtgemälde des Künstlers in der Welt

verstreut, viele davon befinden sich inzwischen an unbekannten Orten.

Diese Leuchtgemälde, vom Künstler selbst aufgenommen, führen nun im

Leuchtkasten ein brillantes Eigenleben.

Galerie accent., Straßburger Str. 59, 0405 Berlin-Mitte

9. . 0–5. . , Do/Fr 5– 9h, Sa 0– 4h and by appt.

0 0 - 77 90 6 4, www.accent-lichtkunstgalerie.de

Edition 2010 – Künstler der Galerie

Nach etwas mehr als zweijährigem Bestehen präsentiert exhibeo galerie

in einer Gruppenausstellung die Künstler der Galerie. Schwerpunkte sind

nach wie vor Fotografie sowie konkrete und abstrakte Kunst aus Europa und

China: Beishui, Stefan Haase, Ann-Christine Jansson, Volker Leonhardt,

Tomasz Samek, Anne Ullrich, Günter Wintgens und Wang Fang.

exhibeo galerie, Veteranenstr. 4, 0 9 Berlin-Mitte

Opening: 6. ., 9. 0h, 7. . 0–4. . , Di 5– 9h, Sa – 6h

and by appt. 0 0 – 44 5 7 0, www.exhibeo-galerie.de

50 5


Kurt Kranz: Mund-Reihen, 9

Mark Dion: Regalinstallation im Lichthof

Foto: © Roman März

Gabriel von Max: Affen als Kunstrichter, 889, Öl auf Leinwand

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek

Foto: Bayer & Mitko-ARTOTHEK

Die Programmierung des Schönen

Ausstellung zum 100. Geburtstag von Kurt Kranz

Die Stiftung Bauhaus Dessau widmet dem Werk des

Künstlers, Grafikers und Experimentalfilmers Kurt Kranz,

der von 9 0 bis 9 am Dessauer Bauhaus studierte,

eine umfassende Ausstellung. Ein einzigartiges Œuvre

serieller Arbeiten machte Kranz zu einem Pionier der

generativen und multiplen Kunst der 960er-Jahre. Kranz

war zugleich Pionier des künstlerischen Animationsfilms

und Erfinder jenes Rasterverfahrens, mit dem Künstler

wie Roy Lichtenstein oder Sigmar Polke berühmt werden

sollten.

Stiftung Bauhaus Dessau

Gropiusallee 8, 06846 Dessau-Roßlau

bis 7. . , tägl. 0– 8h, Eintritt: 6 €, erm. 4 €

www.bauhaus-dessau.de

WeltWissen

Bis zum 9. Januar ist die Institutionen, Disziplinen und

Epochen übergreifende Ausstellung „WeltWissen“ zu

00 Jahren Wissenschaften zu sehen. Die Schau bildet

den Höhepunkt des Berliner Wissenschaftsjahres. Die

Vielfalt an Themen ist in drei Ausstellungsbereiche

gegliedert: einer großen, objektbasierten Installation

des Künstlers Mark Dion im zentralen Lichthof,

chronologisch angeordneten Etappenräumen durch 00

Jahre Wissenschaftsgeschichte und die Wissenswege.

Humboldt-Universität, Charité, Berlin-Brandenburgische

Akademie der Wissenschaften und Max-Planck-

Gesellschaft veranstalten die Ausstellung gemeinsam

anlässlich ihrer Jubiläen.

Martin-Gropius-Bau

Niederkirchner Str. 7, 096 Berlin-Kreuzberg

bis 9. . , Mi–Mo 0– 0hn Eintritt: 6 €, erm. 4 €

www.weltwissen-berlin.de

Gabriel von Max. Malerstar, Darwinist, Spiritist

Gabriel von Max ( 840– 9 5) war eine

außerordentliche Gestalt. Sein zentrales Interesse galt

der Entwicklungsgeschichte des Menschen, dessen

Ursprung, Wesen und Weiterleben. Die Ausstellung im

Kunstbau München strebt erstmalig eine spektakuläre

und umfassende Zusammenschau von Max’

Vorstellungswelt an. Das künstlerische Œuvre, besonders

seine berühmte Serie von Affenbildern, wie auch die

naturgeschichtlichen, ethnologischen und esoterischen

Themengebiete werden präsentiert. In Max’ Malerei,

Forschungs- und Sammeltätigkeit spiegeln sich Kunst,

Kultur und Wissenschaft seiner Zeit in enzyklopädischer

Weise.

Kunstbau

Königsplatz, 80 München

bis 0. . , Di–So 0– 8h, Eintritt: 8 €, erm. 4 €

www.lenbachhaus.de

Dorothea Schutsch: Besucher im Café

(Ausschnitt), 008,

Öl auf Papier, x 9 cm

Mimi Levy Lipis: Berlin 004

© Mimi Levy Lipis

Friedrich Hähner: Aus der Serie „Im

Zentrum Ost-Berlins“, 966– 970

Diapositiv digitalisiert, Stadtmuseum Berlin

© Maik und Dirk Löbbert

VG Bild-Kunst Bonn 0 0

Naomi Schenck: Aus “Archiv verworfener

Möglichkeiten”, 009/ 0

Kleine Formate – praktisch & gut

Das Konzept der diesjährigen Weihnachtsausstellung gründet auf dem

Quadrat, einer klassischen Form in der bildenden Kunst, die immer

wieder neu erfunden wird. Spannende künstlerische Interpretationen im

vielfältigen medialen Ausdruck sind das Ergebnis dieser konzeptuellen

Ausstellung. Diese wird unterstützt durch die Alfred Ritter GmbH &

Co. KG.

Galerie en passant, Brunnenstr. 69, 0 9 Berlin-Mitte

Opening: . ., 9h, 4. . 0–8. . , Finissage: 8. . , 9h

www.galerie-enpassant.de

Die Sukka. Ein flüchtiges Haus für ein jüdisches Fest

Eine Sukka auf einem Lastwagen in Manhattan, auf Parkplätzen in London

und Tel Aviv – Laubhütten gibt es an Orten, an denen man sie niemals

vermutet. Anlässlich des jüdischen Laubhüttenfestes werden jeden Herbst

diese flüchtigen Häuser errichtet, in denen man für eine Woche isst, feiert

und schläft. Mimi Levy Lipis hat zwischen 999 und 009 Laubhütten in

Europa, den USA und in Israel fotografiert.

Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9– 4, 0969 Berlin-Kreuzberg

bis . . , Mo 0– h, Di–So 0– 0h, Eintritt: 5 €, erm. ,50 €

www.jmberlin.de

Berlins vergessene Mitte | Stadtkern 1840–2010

Berlin hat viele Zentren. Aber wo liegt die Mitte der Stadt? Durch den

Fernsehturm und das Rote Rathaus scheint sie markiert. Viele jedoch

wissen nicht, dass sich dort der mittelalterliche Kern der heutigen

Metropole befand. Mit der Sonderausstellung rückt das Stadtmuseum

Berlin die einstige Pracht und die vielfältigen Brüche der Berliner Mitte ins

Bewusstsein und zeichnet ihre oft dramatische Entwicklung nach.

Ephraim-Palais | Stadtmuseum Berlin, Poststr. 6, 0 78 Berlin-Mitte

bis 7. . , Di + Do–So 0– 8h, Mi – 0h, Eintritt: 5 €, erm. €

www.stadtmuseum.de

special vision: deeper than surface

Im Rahmen des Monats der Fotografie Berlin zeigt der Deutsche

Künstlerbund Fotografien, die Bildwirklichkeiten über Wirklichkeiten

stellen. Die Werke verweisen nicht nur auf ihre Motive, sondern schaffen

durch stringente Formensprache neue bildimmanente Realitäten. Mit

Arbeiten von Simone van gen Hassend, Dieter Kiessling, Maik und Dirk

Löbbert, Judith Samen, Martina Sauter und Gregor Schneider.

Deutscher Künstlerbund – Projektraum, Rosenthaler Str. , 0 9 Berlin-Mitte

bis 7. ., Di–Fr 4– 8h and by appt.

Programm für Januar siehe www.deutscher-kuenstlerbund.de

Archiv verworfener Möglichkeiten – Bildmontagen von Naomi Schenck

Naomi Schencks Bildmontagen zeigen Szenerien für ungedrehte Filme:

Meist menschenleere Räume oder Gebäude. Es sind mit Zufallsrequisiten

befrachtete Orte, die einst von Leben erfüllt waren und irgendwann

verlassen wurden. Aber „von Stoffen voll“, beherbergen oder verbergen sie

ganz besondere Geschichten.

Petra Rietz Salon Galerie, Koppenplatz a, 0 5 Berlin-Mitte

0. . 0– . . , Mi–Sa 5– 8h and by appt., 0 7 - 649 5 99

www.petrarietz.com

5 5


Emil Nolde: Die Heiligen Drei Könige, 9 , © Nolde Stiftung Seebüll

Emil Nolde: Prinzeß und Bettler, 906, © Nolde Stiftung Seebüll

A. R. Penck: Großes Weltbild, 965

Emil Nolde. Die Graphik des Malers

Willkür und Zügellosigkeit

Die Winterausstellung 0 0 zeigt insgesamt

6 Werke, die während einer gut 0jährigen

Schaffenszeit des Malers entstanden sind. Noldes

Graphik umfasst insgesamt 5 8 Arbeiten. Seine

Graphik-Sammlung hatte Nolde in seinem

Berliner Wohnatelier untergebracht; es wurde im

Februar 944 durch eine Brandbombe zerstört.

Die Ausstellung bietet in chronologischer Folge,

und thematisch gegliedert einen Überblick über

das graphische Schaffen des Malers; mit einzelnen

Gemälden und Aquarellen zeigt sie dem Besucher

beispielhaft die große Beziehungsvielfalt in Noldes

Werk.

Nolde Stiftung Seebüll, Dependance Berlin

Jägerstr. 55, 0 7 Berlin-Mitte

bis 0. . ., tgl. 0– 9h, Eintritt: 8 €, erm. €,

Audioguide 4 €, Jahreskarten (Berlin und Seebüll) 0 €

www.nolde-stiftung.de

Welt und System – Zeitgenössische Kunst zwischen

Analyse, Verständnissuche und Dilemma

Die Ausstellung nimmt Pencks Idee einer

künstlerischen Beschreibung komplexer Systeme

zum Ausgangspunkt für einen Blick bis in die

zeitgenössische Kunst. Angesichts immer dichterer

politischer, wirtschaftlicher und medialer

Vernetzungen treten Überlegungen zu Strukturen und

Systembeziehungen an die Stelle direkter Erklärungen

der Welt. Künstlerische Auseinandersetzungen mit

Fragen nach dem Verständnis vielschichtiger Systemzusammenhänge

erscheinen damit aktueller denn je.

„Welt und System“ soll die Fragestellungen von Penck

mit aktuellen Themen sowie mit Strategien und

Blickwinkeln anderer deutscher und internationaler

Künstler in Beziehung setzen. Ausgestellt werden

Arbeiten von Penck, Öyvind Fahlström, Charles

und Ray Eames, Franz Ackermann, Theo Boettger,

Mark Dion, Benjamin Edwards, Andreas Gursky,

Olaf Holzapfel, Mark Lombardi, Frank Nitsche,

Christoph Rihs und Jorinde Voigt. Filme von Chris

Marker, Lutz Dammbeck und Johan Grimonprez

ergänzen die Ausstellung.

Städtische Galerie Dresden, Kunstsammlung

Wilsdruffer Str. , 0 067 Dresden

bis 6. . , Di–So 0– 8h, Fr bis 9h

Eintritt: 4 €, erm. €, www.galerie-dresden.de

Monika Ortmann: Fall-K, 980/ 0 0

Collage auf Leinwand, 40 x 60 cm

Irmgard Bornemann: o. T., 0 0, Öl, Acryl

Collage, Federzeichnung, 0 x 0 cm

Ingeborg zu Schleswig-Holstein: o. T., 0 0

Öl auf Leinwand, 65 x 95 cm

Katrin Hosterbach: o. T., 0 0, Aquarell auf

Papier, 40 x 0 cm, Eva Erbacher: pink objects,

Acryl und Öl auf MDF-Platte, 40 x 0 cm

Uli Fischer: Kopf Los, 0 0, Assemblage

Papier und Baumwolle, 95 x 64 cm

Prinzip Collage

40 Künstlerinnen und Künstler des VBK untersuchen in ihren Werken

die Collage als künstlerische Praxis der Gegenwart. „Collage-Technik ist

die systematische Ausbeutung des zufälligen oder künstlich provozierten

Zusammentreffens von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten auf

einer augenscheinlich dazu ungeeigneten Ebene – und der Funke Poesie,

welcher bei der Annäherung dieser Realitäten überspringt.“ (Max Ernst)

Verein Berliner Künstler, Schöneberger Ufer 57, 0785 Berlin-Tiergarten

Opening: . ., 9h, . .– . ., Di–Fr 5– 9h, Sa/So 4– 8h, KUNST-

GESPRÄCH zum Prinzip Collage: 9. ., 9h, www.vbk-art.de

Irmgard Bornemann: Ausstellung und Vortrag

Durch die zufällige Entdeckung einer Samtvelourstapete ließ sich Irmgard

Bornemann zu ornamentalen Motiven inspirieren und kombiniert nun

gekonnt die verschiedenen Stränge der Zeichnung, der Collage und des

fetten Farbauftrags in ihren aktuellen Arbeiten. Diese Bilder sind Collagen

aus Tapeten und die Wiederholung der darin enthaltenen Motive z. B. in

aus Samt genähten Vögeln.

Akademie für Malerei Berlin

Hardenbergstr. 9, im Steinwayhaus, 06 Berlin-Charlottenburg

Opening und Vortrag: . ., 0h, www.a-f-m-b.de

Ingeborg zu Schleswig-Holstein

The object-free works of this painter do not picture objects that hail from

our visible world of superficial certainties. Much rather, they are themselves

the objects, demanding a closer look, not in terms of re-interpretation of

something physical but in light of one independent form of existence.

Opening: 4. . , 9h, 5. .–5. .

Werkstattgalerie, Eisenacher Str. 6, 0777 Berlin-Schöneberg

Di–Fr – 0h, Sa – 8h, www.werkstattgalerie.org

Galleria Nove, Anna-Louisa-Karsch-Str. 9, 0 78 Berlin-Mitte, Di–Sa – 8h

www.galleria9-berlin.com

Alles schwebt! – Eva Erbacher und Katrin Hosterbach

Beide Künstlerinnen beschäftigen sich in ihren Bildern mit dem Zustand

des Schwebens. Im Vordergrund steht die Erforschung von Räumlichkeit

durch Farbe, Aquarell und Acryl. Das visuelle Nachdenken vollzieht

sich leuchtend transparent und kompakt. „Schwebeteilchen“ und auch

Farbflächen betonen Tiefenwirkung, sie gehen nicht in einem Farbfeld auf.

ROOT am Savignyplatz, Produzentengalerie für Malerei

Carmerstr. , 06 Berlin-Charlottenburg

Opening: 6. . , 9h, 7. .– 0. . , Di–Sa 4– 9h, Finissage: 0. . , – 6h

Uli Fischer, Interaktion IV – Quintessence

Alle Arbeiten der Ausstellung entstanden 0 0 als „work in progress“.

Fischer verwendet für seine monumentalen Objekte bewusst Textilien mit

Patina, z. B. ausgeblichene Kostüme japanischer Straßenschauspieler oder

Futon-Fragmente – Gewebe mit Gebrauchsspuren als Zeugen für gelebtes

Leben. „Ich sehe, was schon da ist. Ich betrachte ein solches Gewebe nicht

als Stoff, sondern als Kompositionselement und Energieträger“.

Galerie art of textiles, Grolmanstr. 5 , 06 Berlin-Charlottenburg

Opening: 0. ., 9h, . . 0– . . , Di–Fr – 9h, Sa – 5h

www.uli-fischer.com

54 55


Gustave Courbet: Portrait de l’artiste, dit Le Désespéré

(Selbstbildnis als Verzweifelter), 844– 845, Öl auf Leinwand,

45 x 54 cm, Private Collection, by courtesy of

BNP Paribas Art Advisory, Fotografie: Michel Nguyen

Anonymous workshop painters: Portrait of an Official, Hanging

scroll, China, Ming dynasty, dat. 607, ink, colors and gold pigment

on silk, 80 x 85,7 cm, Museum of East Asian Art Cologne

Inv. Nr. A 8, , © Rheinisches Bildarchiv Köln

Marc Chagall: Über Witebsk, o. J., Bleistift, Tusche, Gouache,

Aquarell und Grafit auf Karton, 5 ,5 x 64, cm, Israel Museum,

Jerusalem, © VG Bild-Kunst, Bonn 0 0

Courbet – Ein Traum von der Moderne

Der französische Maler Gustave Courbet ( 8 9–

877) gilt als Vorreiter der sozial engagierten Malerei

und als Revolutionär der Pariser Commune. Über 80

Werke gewähren nun in Frankfurt einen Einblick in

die sensible Seite des Malers. In seinen Gemälden und

Zeichnungen schildert er eine Welt der Versunkenheit,

der Nachdenklichkeit und der Innenwendung – ganz

im Gegensatz zur hektischen Industrialisierung seiner

Zeit. Die traumwandlerische Sinnlichkeit, aber auch die

Versenkung in entlegene Gegenden, in denen es keinen

sicheren Halt gibt, ist Grund dafür, dass sich noch immer

viele Künstler der Gegenwart auf ihn berufen.

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Römerberg, 60 Frankfurt

bis 0. . , Di–So 0– 9h, Mi/Do 0– h

Eintritt: 0 €, erm. 8 €, www.schirn.de

Der perfekte Pinsel – Chinesische Malerei 1300–1900

Die Werke chinesischer Berufsmaler kennzeichnet eine

perfekte Maltechnik. Im Vordergrund standen dabei

gekonnt inszenierte Figurenszenen mit Anspielungen

auf klassische Themen und idealisierende Sujets, die

das konfuzianische Wertesystem untermauerten und

die herrschende Dynastie bestätigten. Die Ausstellung

versammelt daoistische und buddhistische Themen sowie

Ahnenporträts und Bilder symbolträchtiger Blumen wie

auch dekorative, paradiesisch anmutende Landschaften.

Museum für Ostasiatische Kunst

Universitätsstr. 00, 50674 Köln

bis 0. . , Di–So – 7h

Eintritt: 7 €, erm. ,70 €

Marc Chagall. Lebenslinien

Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen fanden stets

unmittelbar Eingang in Marc Chagalls Kunst. In

zahlreichen Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken

spielt die inspirierende Beziehung zu seiner Frau Bella

eine zentrale Rolle. Die Ausstellung untersucht das

besondere Verhältnis zwischen dem Maler und seiner

Frau vor dem Hintergrund des künstlerischen Schaffens

von Chagall und setzt dessen Biografie direkt mit seinen

Werken in Verbindung.

Bucerius Kunst Forum

Rathausmarkt , 0095 Hamburg

bis 6. . , Di–So – 9h, Do – h, Eintritt: 8 €, erm. 5 €

www.buceriuskunstforum.de

Aron Zinshtein: Leihboote im Park, 005

Gouache, 60 x 85 cm

Alla Dzhigirey: Gasholder, 00

Tempera, 9 x 58 cm

Birgit Kjærsgaard: mosaic

© Kjærsgaard 009

Siegfried Elxnat: Millionen, 0 0

Acryl auf Leinwand, 00 x 80 cm

Gero Neumeister: Aus der Serie

„kill your idols“, 0 0

C-Print auf Spanplatte, 90 x 60 cm

Aron Zinshtein

Aron Zinshtein zählt zu den wenigen russischen Künstlern, die bereits

zu Lebzeiten ihren Ruhm genießen können. Diesen Erfolg verdankt er

seiner konsequent starken Position innerhalb der Avantgarde der Malerei.

Expressiv und schrill, provokativ und ironisch vermitteln seine Werke

trotzdem immer ein Gefühl der Weltharmonie.

Galerie Vinogradov Berlin, Chodowieckistr. 5, 0405 Berlin-Prenzlauer Berg

Opening: 4. . , 9h, 5. .– . . , Mi–Fr 4– 9h, Sa – 5h and by appt.

0 0 - 86 4 04 0, www.eurusart.com

Alla Dzhigirey – Urbanishaden

Der Begriff „Upanishaden“ bedeutet übersetzt „sich zu Füßen eines Gurus

setzen“. Mit ihrer menschenleeren meditativen urbanen Landschaftsmalerei

folgt Alla Dzhigirey aus St. Petersburg, die zur Künstlergruppe „Kinder von

Arkhip Kuindzhi“ gehört, den Geboten des vor 00 Jahren verstorbenen

Meisters.

Galerie Vinogradov Berlin, Chodowieckistr. 5, 0405 Berlin-Prenzlauer Berg

Opening: 9. ., 9h, 0. . 0– . . , Mi–Fr 4– 9h, Sa – 5h and by appt.

0 0 - 86 4 04 0, www.eurusart.com

Birgit Kjærsgaard – Verdensrum

Was ist wirklich „arabisch“, „indisch“ oder „chinesisch“? Die dänische

Architektin Birgit Kjærsgaard zeigt eine D-Installation zu kulturellen

Zeichensystemen dreier Weltkulturen und deren Metaphorik. Dem

Betrachter eröffnen sich virtuelle Vorstellungswelten und abstraktarchitektonische

Meditationen – eine holistische Spurensuche der anderen

Art.

A trans Pavilion

Hackesche Höfe III, Rosenthalerstr. 40/4 , 0 78 Berlin-Mitte

bis 5. . , Fr 6– 0h and by appt., www.atrans.org

Siegfried Elxnat: Gold ist aus

Für den Maler Siegfried Elxnat ist das Unbewusste Quelle seiner Bilder.

Der Idee des Actionpainting verbunden, fließen Farbe und Struktur intuitiv

zusammen, spielt er mit Kontrollverlust und Zufall, folgt mehr einem

inneren Rhythmus denn einem äußeren Konstruktionsprinzip. Dabei

wendet er sich vom Figurativen nicht vollständig ab. Seine Bilder erzählen

Geschichten und berühren elementare Gegenwartsfragen – Gold ist nicht aus!

Galerie Berliner Ursprung, Neue Schönhauser Str. 9, 0 78 Berlin-Mitte

bis . . , Mi–Do – 8h, Fr – 9h, Sa – 8h

www.berliner-ursprung.de

„... so ein verschwenderisches Gefühl!“

Björn Achilles, Katharina Arndt, Björn Geipel, Gero Neumeister und

Oliver Scharfbier sind Teil der jungen Berliner Kunstszene. Ihre Arbeiten

verbindet der direkte Bezug zum Alltag. Die tägliche Beeinflussung

visualisieren sie durch Materialien wie Müllbeutel, Kacheln, Teichfolien

oder BILD-Zeitungen. Bezugnahmen auf Popstars, Filme oder newsheadlines

reflektierten den Zeitgeist und spiegeln das Lebensgefühl.

dorisberlin, Nollendorfstr. 5, 0777 Berlin-Schöneberg

Opening: 4. . , 8h, 5. .– 5. . , Di–Fr – 9h, Sa 0– 6h and by appt.

0 0 – 97 86 8 4, www.dorisberlin.com

56 57


KUNST Sammlergespräch mit Barbara und Axel Haubrok

Die Sammelleidenschaft von Axel und Barbara

Haubrok, die heute zu den bedeutendsten Sammlern

Deutschlands zählen, begann vor 0 Jahren mit dem

Erwerb eines Bildes von Raoul de Keyser und einer

Arbeit von Luc Tuymans.

Nachdem in den folgenden Jahren der Schwerpunkt

der Sammeltätigkeit des aus Düsseldorf stammenden

Ehepaars zunächst auf der Malerei lag, führte der

Weg schließlich über den Ankauf von Arbeiten von

Günther Förg zu Beginn dieses Jahrtausends zur

Konzeptkunst. Diese bildet heute den Schwerpunkt der

Sammlung, die mittlerweile über 500 Werke umfasst,

darunter Arbeiten von Jonathan Monk, Christopher

Williams, Cady Noland und Gregor Schneider. Seit

005 präsentiert das Ehepaar regelmäßig Werke

der Sammlung in Berlin – seit Frühjahr 007 unter

dem Namen „haubrokshows“ in einem Projektraum

am Straußberger Platz. Neben etwa vierteljährlich

stattfindenden wechselnden Ausstellungen bietet das

Ehepaar mit dem Raum ein Forum für Diskussionen,

Konzerte und Filmführungen.

Parallel zu ihrer Sammlertätigkeit haben Axel

und Barbara Haubrok eine Stiftung gegründet. Die

Haubrok Foundation, deren Zweck die Förderung

zeitgenössischer Kunst ist.

In der Foundation sind museale Arbeiten wie

raumgreifende Installationen oder Performancekunst

zusammengefasst. Axel und Barbara Haubrok haben

sich entschieden, der Nationalgalerie diese

bedeutende Werken, darunter Arbeiten von Olafur

Eliasson, Tobias Rehberger und Andreas Slominski,

zur dauerhaften Leihgabe beizustellen.

In diesem Zusammenhang ist noch bis zum 9.

Dezember Tino Sehgals Projekt „This is Propaganda“

Impressum | Imprint

KUNST Magazin / KUNST Verlag, Berlin

Wrangelstr. 21, 10997 Berlin

Tel.: 0 0 - 6 0 4 und 0 0 - 4 9 58 9

Fax: 0 0 - 6 0 7 und 0 0 - 4 9 70 59

info@kunstmagazin.de | ISSN 86 - 7 8

Herausgeberin: Jennifer Becker (v. i. S. d. P.)

Chefredakteurin: Katharina Helwig

Chefin vom Dienst: Hannah Nehb

Redaktion & Texte: Franczeska Gutsch, Katharina

Küster, Julie Piérart, Agathe Power, Eileen Seifert,

Sarah Weckert, Steffi Weiss, Claudia Wissel

Gastautoren in dieser Ausgabe: Tanja Dückers, Jan

Kage, Katharina Knieß, Bettina Steinbrügge

Übersetzungen: Brian Poole

Lektorat: Dagmar Tränkle

Grafik: Matej Košir

Barbara und Axel Haubrok, Foto: Albrecht Fuchs

in der Alten Nationalgalerie zu sehen, das anschließend

durch alle sechs Berliner Häuser weiterwandern

wird. Geplant ist, die anderen zwölf Werke in den

kommenden Jahren nach und nach, je nach Konzept

und Kontext, in Ausstellungen der Nationalgalerie

einzubinden und zu präsentieren.

Wir freuen uns auf das KUNST Sammlergespräch mit

Barbara und Axel Haubrok, moderiert von Jan Kage alias

Yaneq.

Donnerstag, 2. 12., Einlass ab 20h, Gespräch ab ca. 0. 0h

Bar Tausend, Schiffbauerdamm , Berlin-Mitte

Um Anmeldung wird gebeten: sammler@kunstmagazin.de

Save the Date: Am . Februar 0 ist Stefan Haupt zu

Gast beim KUNST Sammlergespräch.

Onlineredaktion: Julia Schmitz

Webdesign: Marius Bruns, www.robinson-cursor.de

Druck: Druckerei Conrad GmbH,

www.druckereiconrad.de

Distribution: DHL GoGreen – wir versenden

klimaneutral, Deutsche Post Pressevertrieb

Erscheinungsweise: 40 000 Exemplare, 0-mal im

Jahr, Doppelausgaben: Jul./Aug. und Dez./Jan.

Es gelten die Mediadaten 0 .

Alle Ausstellungshinweise im KUNST Magazin

sind für Galerien, Museen und Ausstellungshäuser

kostenpflichtig.

Eine tagesaktuelle Übersicht zu allen

Veranstaltungen im KUNST Kontext in Deutschland

finden Sie im Kalender auf www.kunstmagazin.de

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