Seefracht am Puls - Würth Logistics

wurth.logistics.com
  • Keine Tags gefunden...

Seefracht am Puls - Würth Logistics

www.wurth-logistics.comAusgabe 2/2011WLPWürth Logistics PraxisreportageWarum „Vor-Ort-Sein“ für rundeProzesse manchmal doch wichtigist und welche Rolle dabei Partnerschaftspielen kann.Als wir vor zwei Jahren mit Ulrich Sobottka über dieOptimierungspotenziale beim Import aus Fernostsprachen, erzählte er von seinem Traum „irgendwoam Meer zu arbeiten. Am liebsten in Amerika.“Wenn der stille Seefrachtexperte heute in seinemBüro das Fenster aufmacht, hört er, wie Wellen sanftan die Hafenmole schlagen. Statt einer Skyline siehter jedoch ein Lagerhaus aus Backstein und wenn erhungrig wird, gibt’s gebratene Stinte um die Eckeim „Hafen Casino“. Seit 1. Januar arbeitet Sobottkain Bremen und leitet hier das neu installierte Teamvon Würth Logistics. Und was haben die Kundendavon, Uli? Die Antwort kommt wie aus der Pistole:„Maximale Zuverlässigkeit bei der Abwicklung vonImport-Containern!“ UndSeefracht am Pulsaußerdem sei jetzt der Serviceder Logistikoptimiereraus der Schweiz auch fürKunden aus Norddeutschlandganz nah.2


www.wurth-logistics.com Ausgabe 2/2011Die Kooperation mitZüst & Bachmeier:Wenn zwei Spezialisten ihre Kräftevernünftig bündeln, profitiert derKunde:• Mehr Flexibilität: Die Z&B-Spezialistenhaben die Abfertigung imHafen und den Nachlauf im Griff.Dadurch gewinnen wir für unsereKunden mehr Freiheit in der Wahldes Partners für den Hauptlauf, wirkönnen schneller auf den jeweiligenBestbieter wechseln.Bremerhaven: In 1 1/2 Jahren wird hier der neue Tiefwasserhafen in Betrieb gehen.Gesellschafter, und erwarb das Traditionsunternehmen.Nach langjährigenErfahrungen in leitenden Positionen derLogistikbranche wollte er nun seine Ideenvon Kundenorientierung, Spezialisierungund Qualität im eigenen Unternehmenrealisieren. Heute versteht sich Züst alsweltweiter spezialisierter Dienstleisterfür Planung, Entwicklung und Durchführungkundenspezifischer Transport- undLogistikprozesse.Die Büro-Partnerschaft sieht Sobottkasehr pragmatisch „Diese Lösung hat unsviel Zeit gespart, die ganze Infrastrukturselbst aufzubauen. Wir haben uns quasiin ein gemachtes Nest gesetzt.“ Die dreiersten Mitarbeiter hat sich Würth Logisticsvon Züst und Bachmeier ausgeliehen.Und gearbeitet wird auch im Bürodes Partners. „Unser Know-how und dasvon Züst ergänzen sich perfekt. Währendwir vor allem Importcontainer bearbeitenund hier viel Erfahrung mitbringensteuern die Leute von Züst & Bachmeiervor allem Exporte. Das eröffnet neue Perspektiven.“Von der Ideezum Business-Plan• Mehr Transparenz: Unser neuesTeam in Bremen sorgt für schnelle undtransparente Abwicklung der Container.Kunden wissen jederzeit, was läuftund können so die weiteren Prozessein Lager und Produktion gut planen.• Mehr Einkaufskraft: In Zukunftkaufen Z&B und wir das Frachtvolumengemeinsam ein. Mehr Mengebedeutet bessere Preise. GemeinsameAbwicklung bringt Synergien undreduziert die Kosten.• Individuellere Prozesse: Die Fachleutevon Z&B kennen die Feinheitender Nordhäfen. Wir kennen dieDetails der weiteren Logistikprozessebei unseren Kunden. Zusammen ergibtdas einen Seefracht-Service, deroptimal auf die Anforderungen desjeweiligen Kunden eingehen kann.Detaillierte Informationenerwünscht?Uli Sobottka freut sich auf Ihre Nachricht:+49 421 380 20 770ulrich.sobottka@wurth-logistics.comBegonnen hat alles im April 2010 mit einemZufall. Die Arbeit zwischen WürthLogistics und der Bremer Spedition beschränktesich zu diesem Zeitpunkt aufeinzelne Geschäfte. Nichts Großes. Mehrdurch Zufall traf sich Sobottka mit ZüstChef Matthias Abend in Zürich. Manbesprach Operatives und beim anschließendenAbendessen erzählte der Kollegeaus dem hohen Norden von seinenZukunftsplänen. Die beiden Spediteureplauderten über dies und das. Unter vielemanderem auch darüber, welch interessantenPerspektiven eine Partnerschaftbieten würde … die Idee wurde damalszur Kenntnis genommen.Anfang Sommer – Ende Juni oder AnfangJuli – trafen sich Sobottka und Abendzu einem zweiten Gespräch. Die Qualitäts-Problemebei der Abwicklung derImportcontainer an den Nordhäfen warendamals ein großes Thema. Sobottkadachte permanent über verschiedensteLösungen nach. Er war sich sicher: selbstvor Ort zu sein, würde diese Problemeein für alle Mal beseitigen. Und eine Partnerschaftmit einem gut passenden Spediteurvor Ort wäre der schnellste Weg,dies zu erreichen.Manuel Knöpfli, Managing Director derWürth Logistics, hatte Sobottka bereitsden Auftrag gegeben, diese Option nochweiter zu vertiefen. Über den Sommerarbeiteten Sobottka und Abend denBusinessplan aus. Im Oktober 2010 wurdedieser Plan Michel Kern vorgestellt.Das schlüssige Konzept wurde vom CEOder Würth International für gutgeheißen:Grünes Licht für Würth LogisticsBremen.„Tja, und jetzt ging für unser Team dieeigentliche Arbeit so richtig los. UnserAdvent war im letzten Jahr von ganz vielAdministrativem und Rechtlichem bestimmt.Die Kolleginnen und Kollegen inChur klemmten sich da gemeinsam mitmir voll rein“, erklärt Sobottka. Der Einsatzhat sich gelohnt: mit 1. Januar 2011nahm das Würth Logistics Büro in Bremenwie geplant seinen Betrieb auf.Bremen: Standort mitZukunftViele Import-Container wickelt WürthLogistics über den Hafen Hamburg ab.Das neue Büro ist in Bremen. Ist das nicht


www.wurth-logistics.comAusgabe 2/11unpraktisch? Nein, sagt Sobottka und erkärt:„Wichtig ist, dass Würth Logisticsmit dem Büro nahe am Geschehen liegt.Auch die Abläufe in Hamburg lassen sichüber unser neues Büro gut steuern. Undunter uns gesagt: Hamburg ist einfach zuteuer. Wir sind ja ein äußerst kostenbewusstesUnternehmen.“ Ausserdem liefeheute ein guter Teil der Import-Sendungenvia Bremerhaven.Für die Zukunft prophezeit Sobottka sowiesomassive Änderungen: die alte Aufteilung,dass Hamburg eher für Fernost,Bremen eher für den Schiffsverkehr mitNordamerika zuständig sei, die löse sichauf. Einige Reeder konzentrieren ihreFernostverkehre schon seit Längeremauch auf Bremerhaven. Die Verzögerungder geplanten Elbvertiefung nach Hamburgkönne sich auf lange Sicht ebenfallspositiv für Bremerhaven auswirken.„Und in Wilhelmshaven, ganz in unsererNähe, soll Ende 2012 Anfang 2013 derneue Tiefwasserhafen Wilhelmshaven inBetrieb gehen.“Positive erste BilanzDer Import von LCL Containern und Consolsläuft durch die Hände von Marc Schulz.Und wie sehen das die Kunden von WürthLogistics? „Positiv!“ gibt sich Sobottkasehr selbstbewusst. Schon die Ankündigunghabe bei den Ansprechpartnern aufKundenseite für wohlwollendes Gemurmelgesorgt. Offensichtlich habe mansich von diesem Schritt direkt an denOrt des Geschehens doch eine merklicheVerbesserung der Servicedetails rund umdie Abwicklung im Hafen erwartet. EineErwartung, die das neue Würth LogisticsTeam in Bremen offensichtlich auch erfüllenkonnte. „Anfang April trafen sichdie etwa 20 Einkaufsleiter der mit derWürth-Gruppe verbundenen Unternehmenin Chur. Ein guter Teil davon nutztunseren Import-Service. Deren Fazit –unser Service sei nun durchgängig tiptop.So, wie es eben sein muss.“Tobias Haas leitet bei der Adolf WürthGmbH & Co. KG in Künzelsau den BereichImport. Seit 2006 wickelt er einenGroßteil der Sendungen über die ChurerLogistikoptimierer ab. Zuletzt mehr als500 Container pro Jahr. „Das schlagendeArgument damals war der Preisvorteil.Und dieses Versprechen haben dieSchweizer Kollegen eingehalten“, erklärtder Import Manager. Nervig sei allerdingsder sehr spärliche Informationsflussaus dem neuen Transport-Netzwerkgewesen. Das habe man in mehrerenBesprechungen auch sehr deutlich adressiert,der Schritt nach Bremen und diePartnerschaft mit Z&B habe den Servicemerklich verbessert. „Heute kriegen wirz. B. schon 14 Tage vor Ankunft des Schiffesein Avis und können damit alles weiteregut planen. Das ist neu und wirklichoptimal.“Mit seinem kleinen Team in Bremen istSobottka sehr zufrieden. „Meine dreineuen Kolleginnen und Kollegen sindsehr engagiert und äußerst interessiert.Vor allem aber lernen sie schnell. Unddas müssen sie auch, denn von unsererSchweizer Präzision aus Chur, sind wirhier in Bremen schon noch ein klein wenigentfernt.“Geduld war noch nie die Stärke von Sobottka.Ob das die Gene eines Vollblut-Spediteurs sind? Wie dem auch sei. Fragtman Sobottka, was ihm in Bremen nochnicht so ganz passt, hört man: „Es gehtalles noch nicht so schnell, wie ich eserwartet hatte.“ Mit den ersten Abrechnungenvon Würth Logistics Bremen gabes kleinere Probleme. „Bei Würth Logisticsgehen wir sehr individuell auf dieWünsche unserer Auftraggeber ein. SoEin Vor-Ort-Vorteil: Wenn es der rasche Abwicklungdient, klettern die Bremer WürthLogistics Fachleute auch in Container.gestalten wir auch die Fakturierung unsererLeistungen in hohem Maße nachden Wünschen der jeweiligen Kunden.Das waren unsere Mitarbeiter in Bremennoch nicht so gewöhnt. Mittlerweile gibtes da aber keine Unterschiede mehr zuunserem Mutterhaus in den Bergen.“Der Start in Bremen ist für die ChurerLogistikoptimierer nur ein erster Schritt.Für die weitere Zukunft hat Sobottkanoch vieles vor: „Geht es im Momentnoch darum, unseren Service hier auf gewohntemStandard zu etablieren und zusichern, werden wir bald auch mit demaktiven Verkauf beginnen. Denn unsereneutrale Perspektive, unsere Einkaufskraft,unsere sehr offenen Informationssystemeund das geballte Know-howunserer Leute - das bringt auch den Verladernhier in Norddeutschland massiveVorteile.“ Und so wird auch das Teamvon Würth Logistics Bremen schnellwachsen. Derzeit sucht Sobottka einenZolldeklaranten, bis Sommer sollen ander Nordsee fünf Kollegen die SchweizerQualitätsfahne hoch halten.Fotos auf Titel und Seite 3: bremenports GmbH & Co. KG;Alle anderen: Thomas W. SalzmannWürth Logistics AG, Aspermontstrasse 1, Postfach, CH-7004 ChurT +41 (0)81 558 38 00, F +41 (0)81 558 10 00info@wurth-logistics.com, www.wurth-logistics.com

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine