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Wahlfach Thorax Beurteilung - Vorgehen Beurteilung - Vorgehen

Wahlfach Thorax Beurteilung - Vorgehen Beurteilung - Vorgehen

Durchführung: Gabe von

Durchführung: Gabe von KM oral oder über Magensonde (1-2 Becher Bariumlösung oderunverdünntes Gatrografin ®) Ggf. Dokumentation der Passage durch Magen und Duodenum unterDurchleuchtung, wenn eine „hohe“ Passagebehinderung möglich erscheint Verfolgungsaufnahmen nach z.B. 1, 2 und 4h, ggf. späterBefundung: Zeitgerechte Passage? (Barium nach 1-4h im Coecum, nach 8-24h imRektum, Gastrografin ® nach ca. 1h im Coecum, nach 4h im Rektum) Passagestop mit vorgeschalteter Darmdilatation? Beurteilung der Morphologie einer Stenose (Tumor-typisch? Kompression vonaußen oder intraluminales Tumorwachstum?)Sellink (Dünndarmdoppelkontrast-Untersuchung)Anlage einer transnasalen/-oralen Jejunalsonde, Gabe von Barium-Lösung,anschließend als 2. Kontrastmittel Methylcellulose.Indikation:M. Crohn o.ä. (Schleimhautbeurteilung, Stenosen, Fisteln)Ösophagusbreischluck, KolonkontrasteinlaufÜberlegungen bzgl. KM (Barium oder jod-haltig) ähnlich wie MDP15

Thema „CT Thorax“Technische Grundlagen:Die CT beruht auf Röntgenstrahlen und ist eine der sog. Schichtaufnahmetechniken oderSchnittbildverfahren. Eine Anordnung aus Röntgenröhre und gegenüberliegendem Röntgendetektorwird in einer Kreisbahn um den Patienten herum geführt. Am Detektor wird jeweils die Abschwächungder aus dem Patienten herauskommenden Strahlung im Profil gemessen. Durch „gefilterteRückprojektion“ der Profile aus den verschiedenen Projektionen kann in jedem Pixel die Schwächungberechnet werden.Pixelweise wird die Röntgenschwächung in Graustufen kodiert. Nach Hounsfield wird die Schwächungbzw. die entsprechende „Röntgendichte“ definiert: Luft hat def.-gemäß -1000 Hounsfield-Einheiten(HE, units HU), Wasser 0 HE. Die nach oben offene Skala wird linear fortgesetzt. Bestimmte Gewebehaben spezifische Dichten.Zur besseren Sichtbarmachung derDichteunterschiede („Kontrast“) werdendie Datensätze entsprechend deminteressierenden Gewebe „gefenstert“, dadas Auge nur ein Bruchteil der 4096 (12Bit) Grautöne diskrimieren kann.Man wählt die mittlere Dichte desFensters (C-Center) nahe demDichtebereich des zu untersuchendenGewebes. Die Fensterbreite (W-Weite)charakterisiert den Kontrast des Bildes.Folgende Fenster werden verwendet:1. Weichteilfenster (C 50 HE / W 350 HE): Innere Organe und pathologische Veränderungen2. Lungenfenster (C -1000 HE / W 1500 HE): Lungenstrukturen, Nachweis pathologischerLuftansammlungen im Abdomen3. Knochenfenster (C 1000 HE / W 1500 HE): Beurteilung des KnochensIn den frühen 70er Jahren wurde das erste CT eingeführt. Es handelte sich um ein „Inkremental-CT“:Um eine definierte Schichtdicke wurde der Patiententisch jeweils verschoben und eine einzelneSchicht aufgenommen. Die nächste Entwicklungsstufe war das „Spiral-CT“ (1989): Durchkontinuierlichen Tischvorschub und kontinuierliche Röhrenrotation werden „spiralförmige“ 3D-Datensätze akquiriert. Daraus werden die transversalen Schnittbilder rekonstruiert. Die neuesteGeneration ist die „Multidetektor-Spiral-CT“, bei der nicht nur ein, sondern mehrere schmaleDetektoren gleichzeitig mehrere Bilder aufnehmen.16