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Wahlfach Thorax Beurteilung - Vorgehen Beurteilung - Vorgehen

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3. SicherheitDie MRT ist

3. SicherheitDie MRT ist ein sicheres Verfahren, wenn man bestimmte Sicherheitsregeln beachtet. Die größteGefahr ist vermutlich der ‚Projektileffekt’. Patienten können durch Metallteile, die in den Scannerbeschleunigt werden (z.B. Kugelschreiber, Narkosegasflaschen, Schreibtischstühle …) verletztwerden. Darüber hinaus können sich insbesondere Leiterschleifen (EKG Kabel, Katheter mitMetallanteilen…) erwärmen und in extrem seltenen Fällen zu Verbrennungen führen. Daher:Metallteile jeder Art haben im Scannerraum nichts zu suchen, Kitteltaschen entleeren!)Elektrische Implantate (Herzschrittmacher, Insulinpumpen …) sind Kontraindikationen, wobei unterbestimmten Bedingungen auch solche Patienten untersucht werden können. Stents, TEPs undanderes Osteosynthesematerial sind in der Regel kein Problem. Patienten müssen aber auf jeden Fallvor Untersuchung befragt werden, ob sich metallische Fremdkörper im Körper befinden oder befindenkönnten und der verantwortliche Arzt muss im Zweifelsfall die Entscheidung treffen, ob der Patientsicher untersucht werden kann.Vor der Anmeldung zum MRT sollte der Patient außerdem befragt werden ob er unter Klaustrophobieleidet, da das die Durchführung unmöglich machen kann.4. Klinische Anwendungen1. Gehirn: Bei den Fragestellungen ist die MRT dem CT aufgrund des besserenWeichteilkontrastes deutlich überlegen. Das CT spielt aber dennoch eine wichtigeRolle in der Notfalldiagnostik. Typische Indikationen für eine kranielle MRT sind:hirneigene Tumoren und Metastasen, Entzündungen, degenerative Erkrankungen,Schlaganfall/Ischämie, …2. Wirbelsäule: Die MRT ermöglicht die Beurteilung der knöchernen undligamentären Strukturen und des Myelons / der Nervenwurzeln. TypischeIndikationen Tumor, Bandscheibenvorfall und andere degenerative Veränderungen,Entzündungen …3. Gefäße: Mit MRT lassen sich die Gefäße in fast allen Territorien beurteilen.Einzige wichtige Ausnahme sind die Koronararterien, die aufgrund der permanentenBewegung durch Herzschlag und Atmung nicht mit der diagnostischen Genauigkeit25

untersucht werden können, die den Einsatz in der klinischen Routine ermöglichenwürde.4. Herz: Die meisten kardialen Erkrankung lassen sich mit der MRT gut beurteilen.Einzige Ausnahme ist die nicht-invasive Darstellung der Koronararterien, die derzeitsicher eine Domäne der Multislice CT ist. Typische Indikationen sind: angeboreneHerzfehler, kardiale Tumoren, Infarkte, Ventrikelthromben, Ischämiediagnostik, ….5. Mamma: Die MR-Mammographie ist eine wichtige Ergänzung zur konventionellenMammographie. Nachweis eines Tumors in einer ‚mammographisch’ dichten Brust,Nachweis oder Ausschluss eines multifokalen oder multizentrischen Tumors,Rezidivdiagnostik nach brusterhaltender Therapie, …6. Abdomen: Alle parenchymatösen Organe lassen sich in der MRT gut beurteilen.Typische Indikationen: Detektion und Charakterisierung von Leberläsionen, diffuseLebererkrankungen, Beurteilung der Gallenwege, Tumoren des Pankreas,Darstellung von Komplikationen bei einer Pankreatitis, Nieren- undNebennierentumore ….7. Becken: Auch die Beckenorgane lassen sich in der MRT gut beurteilen. TypischeIndikationen: Staging von Tumoren des weiblichen Genitaltraktes, Prostata-Ca, …8. Gelenke: Die MRT ermöglicht nicht nur die Beurteilung der knöchernen Strukturensondern auch der Weichteile und ist damit allen anderen bildgebenden Verfahrenüberlegen. Typische Indikationen: Trauma und Sportverletzungen, degenerativeVeränderungen, Tumoren, Entzündungen26