ADAC Urlaub März-Ausgabe 2017, Baden-Württemberg

motorpressestuttgart

Inspiration. Tipps. Angebote.

Urlaub

www.adac.de/urlaub · Ausgabe 2 / 2017

Das Magazin der ADAC Reisebüros

Ecuador & Galápagos

Vulkane, Traumstrände, Kultur und

Dschungel, alles in einem Land

Wellenreiten Portugal

Rasant durch die Brandung sausen

– ein Spaß auch für Anfänger

Irland per E-Bike

Mit elektronischem Rückenwind

auf dem Wild Atlantic Way

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Kaliméra

Griechenland

Schön war’s ja immer. Und daran hat sich nichts geändert.

Das Comeback des mediterranen Urlaubs-Klassikers


Editorial

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„ Weil gute Vorsorge

für mich so wichtig ist.“

Neu: In drei starken Tarifen.

Robert Struthmann

ADAC Mitglied seit 2016

TITELFOTO: NEIRFY/FOTOLIA; FOTOS DIESE SEITE: GETTY IMAGES, SINA METZ, PRIVAT (2)

„Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt Leben Reisen ist“

Jean Paul (1763 – 1825), deutscher Schriftsteller

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

spätestens Ende Februar, wenn sich der Winter mal wieder zäh in die Länge zieht, denken

wohl viele von uns: So langsam könnte es mal wieder wärmer werden. Ein guter Zeitpunkt,

sich bei einer heißen Tasse Tee Gedanken über den kommenden Urlaub zu machen.

Als Trendziele für den Sommer haben die großen Reiseveranstalter den Mittelmeerraum

ausgemacht und ihre Kapazitäten stark ausgeweitet. Hier haben wir für Sie ein besonders

attraktives Ziel im Angebot: In Griechenland hat sich seit der Krise viel verändert. In unserer

Titelgeschichte (Seite 14) lesen Sie, warum es sich (wieder) lohnt, Athen oder die traumhafte

Halbinsel Chalkidiki zu besuchen.

Aus der neuen Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen geht allerdings

auch hervor, dass 41 Prozent der Deutschen ein Urlaubsziel besuchen wollen, in dem

sie noch nie gewesen sind. Wie wäre es mit Ecuador? Das Land am Äquator begeistert mit

Urwald, Andengipfeln und natürlich mit der einzigartigen Tierwelt der Galapagosinseln,

die Charles Darwin einst auf seine Evolutionstheorie brachte (Seite 24).

Vielleicht probieren Sie aber einmal was Neues aus. E-Bikes sind rasant auf dem Vormarsch

und ermöglichen auch problemlos längere Radreisen ohne Muskelkater. Unsere Reporter

radelten mit den Pedelecs an der irischen Atlantikküste, was wegen der dort üblichen Windverhältnisse

zugegeben recht mutig war. Aber lesen Sie selbst (Seite 34).

Quasi wie von allein ist man auch beim Wellenreiten unterwegs – sofern man erst mal auf

dem Brett steht, was sich jedoch leicht und ohne große Gefahren erlernen lässt. Man muss ja

nicht die ganz großen Brecher surfen. Wir haben den Wassersport in Portugal ausprobiert

(Seite 42). So, jetzt aber schnell den Tee einschenken. In diesem Sinne:

Gute Reisen,

Ihre Redaktion ADAC Urlaub

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Schreiben Sie uns: redaktion@adac-urlaub.net

Multimedia: Entdecken Sie zusätzliche spannende Inhalte der ADAC Urlaub!

Mit der kostenlosen App Layar für Smartphone oder Tablet scannen Sie einfach die

markierten Heftseiten und sehen Bilder, Videos und vieles mehr. Infos auf Seite 10.

S. 6–7, Postkarte Ihre tollsten Urlaubsfotos; S. 14–15, Griechenland Das Märchen der

faulen Griechen; S. 22–23, 5-mal Graz Die Steiermark; S. 24–25, Galapagosinseln Die Spur

der Entdecker; S. 32–33, Mein Land: China Impressionen; S. 34–35, Irland Basiswissen

E-Bike; S. 40–41, F&A 1, 2 oder 3?; S. 42–43, Wellenreiten Portugal Die 24-Meter-Welle

Kloster Simonos Petras, Mönchsrepublik Athos

Ich war …

Helmut Ziegler

ADAC Urlaub-

Reporter

… in Griechenland

Der Journalist hat auf seiner

Reise durch den Mittelmeer-

Klassiker eine große Aufbruchstimmung

erlebt. Seite 14

Diddo Ramm

Chefredakteur

ADAC Urlaub

… in Ecuador

Reiste über 3000 Kilometer

durch das Land am Äquator

von den Galapagosinseln bis

in den Dschungel. Seite 24

Inga Wonnemann

Journalistin

… in Portugal

Urlaub und Sport gehören für

die Hamburgerin untrennbar

zusammen. Diesmal probierte

sie Wellenreiten aus. Seite 42

ADAC-Schutzbrief

Versicherungs-AG

2/2017 3


Urlaub

Inhalt

2/2017

JETZT AUCH ONLINE!

14 Griechenland

24 Ecuador & Galapagos 32 China 42 Surfen Portugal

Lust auf einen Kurztrip nach Rom? Auf ein erholsames Wellness-Wochenende?

Oder auf ein Abenteuer in der Ferne? Dann entdecken Sie die

inspirierenden Reise-Ideen der ADAC Urlaub jetzt auch im Internet.

Unterwegs, jederzeit und natürlich mit vielen exklusiven Service-Tipps.

Computer

Tablet

www.adac.de/urlaub

Smartphone

GO!

FOTOS: GETTY IMAGES, ISTOCK, COLOURBOX, FOTOLIA,

VICTORIA PEDELECS/HERMANN HARTJE KG

Inspiration Tipps Digital

6 Postkarte aus Amrum

Höchste Zeit für einen Strandspaziergang

8 Panorama

Neuigkeiten aus aller Welt

14 Griechenland

Sieben gute Gründe, warum Hellas das

Urlaubsziel 2017 ist

22 Fünf Mal … Graz

Was Sie in der zweitgrößten Stadt

Österreichs erleben sollten

24 Ecuador & Galapagos

Kleines Land, große Natur – eine Reise

zwischen Dschungel, Anden und der einzigartigen

Tierwelt der Galapagosinseln

34 Irland per E-Bike

Strampeln war gestern: eine entspannte

Tour mit dem trendigen Elektrorad

42 Portugal

Das Wellenreiter-Mekka am Atlantik

32 Mein Land: China

ADAC Reise-Experten stellen ihre

Lieblingsziele vor

40 Fragen & Antworten

ADAC Reise-Experten erklären, was für

Reisende wirklich wichtig ist

48 Mein Reisebüro

Ihr Kontakt zu allen ADAC Reisebüros

in Ihrer Umgebung

49 Impressum

50 Vorschau

Das bringt die nächste ADAC Urlaub

34

E-Bike

Irland

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Bilder, Karten,

Kontakte und

Videos: Mit ADAC

Urlaub und der

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Weiteren finden Sie im Heft

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Sie einfach in Ihren Internet-

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Information

E-Mail

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2/2017 5


Postkarte

Amrum, Deutschland

Vergnügen weiß-blau

Barbara, Axel und all die anderen setzen der Insel im Winter oft ganz schön zu. Wir

erinnern uns: So hießen die letzten Sturmfluten, die das Land immer wieder überspülen

und mit brachialer Naturgewalt an den Dünen nagen. Wenn die Sonne im Frühjahr

zurückkehrt, erstrahlt er jedoch wieder in seiner weißen Pracht: Amrums Kniepsand,

einer der breitesten Sandstrände Europas. Der zwölf Kilometer lange und bis zu zwei

Kilometer breite Sandstreifen wurde vom New Yorker Reisemagazin „Condé Nast

Traveler“ zum drittschönsten Inselstrand des Kontinents gekürt. Wobei der Kniepsand

streng genommen gar nicht zu Amrum gehört, sondern sich lediglich als langsam

wandernde Sandbank an die Dünenlandschaft anschließt. Wie dem auch sei, wer

jetzt auf die Insel fährt, kann sich die Wintermüdigkeit ordentlich aus den Gliedern

pusten lassen. Bei ausgiebigen Strandspaziergängen an der frischen Nordseeluft, bei

Wattwanderungen oder bei Vogelbeobachtungen. Im Frühjahr rasten besonders viele

Zugvögel im Watt und auf den Salzwiesen. Infos: www.naturzentrum-amrum.de

Schicken Sie uns Ihr schönstes Urlaubsfoto an: postkarte@adac-urlaub.net

FOTO: MAURITIUS IMAGES

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ADAC Touristik

Panorama Regional

Meldungen Panorama

Urlaub

Panorama

Reisetipps präsentiert von Ihrem ADAC in Baden-Württemberg

IN KÜRZE

Baden-Württemberg

Touren mit dem Motorrad

134 Reiseziele, 1 App.

Baden-Württemberg ist ein Biker-Land. Hier gibt

es überdurchschnittlich viele Motorradfahrer. Das

hat einen einfachen Grund: Im „Ländle“ gibt es

ein riesiges Angebot an Routen und Biker-Treffpunkten.

Dazu kommen viele Dorfgasthäuser mit leckerer schwäbischer

Küche an der Strecke, zahlreiche Sehenswürdigkeiten

und wunderschöne Ausblicke.

Als Einstieg eignet sich besonders gut eine Tour über

die Schwäbische Alb ins Obere Donautal. Bereits das

Zeller Horn, das über Metzingen erreicht werden kann,

bietet eine traumhafte Aussicht auf den Hohenzollern. Zur

Mittagszeit cruisen viele Fahrer zum Knopfmacherfelsen

bei Friedingen. Das dortige Berghaus bietet zur Panorama-

Aussicht schmackhafte regionale Küche.

Beeindruckt von der schönen Aussicht ins Obere

Donautal, nehmen die Fahrer das „Sahnestück“ der Tour

zwischen Friedingen und Siegmaringen unter die Räder.

Gemütlich schlängelt sich die Straße nach Sigmaringen,

immer wieder unterbrochen von engen natürlichen

Tunnels. Die Felsformationen, mit ihren Burgruinen

beiderseits der Donau, schaffen ein perfektes Panorama.

Ein Stück hinter Sigmaringen erreichen die Fahrer

Schloss Mochental. Hier können sie den Flüssigkeitsverlust

ausgleichen oder einen der köstlichen Kuchen

probieren. Das jetzt folgende Schmiechtal begeistert

mit seinen sanften Kurven. Hier werden Fahrer und

Maschine gefordert. Über die letzten Steigen erfolgt dann

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Motorrad und Oldtimer

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Bayerischer Wald

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Motorrad und Oldtimer

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Elsass · Schwarzwald

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Sie uns, wir

beraten Sie

gern. Alle

Reisebüros

finden Sie auf

Seite 49

die entspannte Rückfahrt zum Ausgangspunkt nach

Esslingen. Nach etwas mehr als 300 Kilometern lassen

dann die Motorradausflügler den Tag gemütlich am

Ufer des Neckars ausklingen. Nach so einem Tag auf

der Straße wird jedem klar: Das „Ländle“ ist eben ein

echtes Biker-Land.

Experten-Tipp

Weitblick

Aussicht auf Burg

Hohenzollern

Rainer Wagner aus dem ADAC Reisebüro in

Esslingen über eine seiner Lieblingsausfahrten

Eine meiner Lieblingsausfahrten beginnt in Esslingen.

Den ersten Kaffeestopp gibt es im Uracher Schützenhaus.

Weiter geht es über das Seeburger Tal nach

Gächingen. Beim Mittagessen im Gasthof Hirsch erwartet

uns eine abwechslungsreiche schwäbische Küche. Über

die Wimsener Höhle fahren wir in das Biosphärengebiet

Schwäbische Alb. Anschließend nehmen wir die letzten

zwei „Stoiga“ unter die Räder und kommen wieder in

Esslingen an. Die 260 Kilometer lange Ausfahrt ist mit

sechs Stunden reiner Fahrzeit bequem an einem Tag zu

schaffen. Die Strecken sind alle geteert, allerdings sind

die Nebenstraßen zum Teil in einem schlechten Zustand.

FOTOS: ISTOCK, ADAC E.V.

Klettern

in der

Wüste

Im Emirat Ras

al-Kaimah

kommen jetzt

auch Gipfelstürmer

auf

ihre Kosten.

Am ersten

Klettersteig

der Region

lässt sich der

1934 Meter

hohe Jabal

Jais auf drei

Parcours

erklimmen.

www.rasal

khaimah.ae

200

Happy Birthday, Drahtesel! 2017 feiert

Karlsruhe, Heimat des Laufrad-Pioniers

Karl Drais, 200 Jahre Fahrrad. Infos zu

Events unter www.karlsruhe-tourismus.de

England

Neue Museen

Falls Sie auf einer England-Tour zufällig

durch das Örtchen Warley kommen

(westlich von Leeds), sehen Sie sich

das winzige Heimatmuseum an, das

kürzlich in einer Telefonzelle eröffnet

wurde und in Wechselausstellungen

Fotografien und Schmuck zeigt. Spannender

dürfte aber Londons neues

Designmuseum sein, das auf 10 000

Quadratmetern rund 3000 Exponate

der Designgeschichte beherbergt,

darunter den legendären Ford Model T

oder den Industrieroboter Mimus, mit

dem Besucher kommunizieren können.

www.warleyca.co.uk und

www.designmuseum.org

Kurztrip

Israel boomt

Das heilige Land wird bei Reisenden immer beliebter, zuletzt

stiegen die Gästezahlen um 17 Prozent. Neben Besuchermagneten

wie Jerusalem und dem Toten Meer liegen vor allem

Kurztrips, etwa in die Party-Metropole Tel Aviv oder zu den vielen

Events, im Trend. Tipps: das Festival of Light in Jerusalem

und die Kunstmesse Fresh Paint in Tel Aviv. www.goisrael.de

Umweltplakette für

Frankreich

In Paris, in der Gemeinde Grenoble

sowie in der Region Lyon gelten

neue Umweltzonen. Um die Zonen

mit dem Auto oder Motorrad befahren

zu dürfen, ist auch für ausländische

Fahrzeuge die Feinstaubplakette

„Crit’Air“ zwingend erforderlich. Bei

Verstößen wird ab 1. April 2017 eine

Geldbuße in Höhe von 68 € bis zu

375 € verhängt. Die Vignette kann

unter www.crit-air.fr bestellt werden.

Neue Flüge in die

Vereinigten Staaten

Die isländische Fluggesellschaft

Icelandair bedient im kommenden

Jahr zwei neue Destinationen: Ab

30. Mai 2017 geht es viermal wöchentlich

von Deutschland und der

Schweiz aus über Island-Keflavík

nach Philadelphia, ab dem 7. September

2017 zweimal wöchentlich

ebenfalls via Island nach Tampa

Bay in Florida.

Hochpustertal wird

zu Drei Zinnen

Das Südtiroler Hochpustertal

präsentiert sich ab sofort unter

dem Namen „Dolomitenregion

Drei Zinnen“. Die Alpin-Destination

mit den Orten Sexten, Innichen,

Toblach, Niederdorf und Prags will

so den markanten Gebirgsstock

der Drei Zinnen als Wahrzeichen

der Region stärker betonen.

8 2/2017

2/2017 9


Panorama Meldungen

Interview Panorama

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DIGITAL ERLEBEN

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neuem Leben zu

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Karten, Bildergalerien,

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Inhalte. Viel Spaß!

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dieses Zeichen!

1. App herunterladen

2. Aktivieren

für Android-Geräte

Öffnen Sie die „Layar“-App und

drücken Sie auf „Scannen“.

3. Scannen & Los

Scannen Sie mithilfe von Smartphone

oder Tablet die gesamte

Heftseite und die virtuelle Reise

beginnt! Einmal abgerufen, können

Sie die Inhalte anschauen, wo und

wann immer Sie möchten.

Spanien

Fallas jetzt Welterbe

Jedes Jahr im März spielt sich auf den Straßen und Plätzen

im spanischen Valencia ein ganz besonderes Spektakel

ab. Zum Fallas-Fest wird der Frühling mit riesigen, kreativ

dekorierten Figuren aus Holz und Pappmaché, den Niñots,

begrüßt, die zum Höhepunkt der Feierlichkeiten zu Feuerwerk

entzündet werden. Der Brauch reicht bis ins 18. Jahrhundert

zurück, als Handwerker die Lampengestelle ihrer Werkstätten

nach der dunklen Winterzeit verbrannten. Die UNESCO hat

die Fallas jetzt zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt.

Alle Termine und Infos zu den Fallas-Feierlichkeiten:

www.visitvalencia.com

Australien

Brisbane im Sattel

Hai-App

für Kapstadt

Weiße Haie

sind eine

Attraktion

beim Käfigtauchen

in

Südafrika. Bei

Schwimmern

und Surfern

sorgen die

Räuber für weniger

Begeisterung.

Jetzt

informiert die

App „Shark

Spotters“,

an welchen

Stränden die

Tiere gesichtet

wurden. Gratis

über iTunes

und Google

Play.

Mit den „Brisbane Greeters“ können Gäste der australische Metropole mit Einheimischen

kostenlos auf Radtour gehen: Bei den vierstündigen „Aboriginal Public Art

Greets“ stehen Kunstwerke der Ureinwohner auf dem Programm. Bei den ebenso

langen, aber sportlicheren „CityCycle Greets“ radeln die Teilnehmer zu den größten

Sehenswürdigkeiten der Stadt. Infos: www.visitbrisbane.com.au/brisbane-greeters

„Wir haben noch Luft nach oben“

Robert Salzl, Präsident des Regionalverbandes „Tourismus Oberbayern

München“, über Gästerekorde und neue Attraktionen in 2017

Herr Salzl, Oberbayern ist

Tourismusziel Nummer eins in

Deutschland, seit sieben Jahren

in Folge steigen die Übernachtungszahlen.

Kommen Sie langsam

an die Kapazitätsgrenze?

Nein, natürlich gibt es Spitzenzeiten,

in denen wir gut ausgelastet sind,

etwa in den Ferien und zum Oktoberfest

in München. Aber über das

ganze Jahr gesehen haben wir noch

viel Luft nach oben.

Bei welchen Gästen verzeichnen

Sie die größten Zuwächse?

Bis 2015 hatten wir zum Teil zweistellige

Zuwächse bei ausländischen

Besuchern, aus Fernost, den USA

und den arabischen Ländern. Das

hat sich vor allem in München

ausgewirkt, das ja fast die Hälfte

des oberbayerischen Tourismus ausmacht.

Seit den Attentaten in Paris

und Brüssel und den Russland-Sanktionen

spüren wir hier einen starken

Einbruch. Andererseits hat die Angst

vor Sicherheitsrisiken in Ländern wie

Tunesien, Ägypten und der Türkei

dazu geführt, dass seit eineinhalb

Jahren deutlich mehr Gäste aus dem

Inland und Zentraleuropa zu uns

kommen. Generell erhöht sich leicht,

aber stetig das Durchschnittsalter

der Gäste. Das ist erfreulich, denn

ältere Menschen geben mehr

Geld aus, bleiben tendenziell

länger und interessieren sich

stärker für Kultur. Aber wir

wollen natürlich auch junge

Leute für Oberbayern begeistern,

etwa mit Rafting

oder reizvollen Kletter- oder

Mountainbiketouren.

Mit Oberbayern verbindet

man vor allem

die Alpen, die Seen und

die Metropole München.

Hinken die übrigen Gemeinden

touristisch ein wenig hinterher?

Ich gebe zu, da gibt es noch Vermarktungs-

und Entwicklungspotenzial.

Aber denken Sie an die

weltlängste Burg in Burghausen, an

den Wallfahrtsort Altötting, an die

Altstadt und das Schloss in Neuburg

an der Donau oder an das Hopfenland.

Sie alle haben attraktive Juwelen,

die wir gerne mit gemeinsamen

Qualitätsstandards und über Vernetzungen

wie Rad-, Wander- oder

Wasserwege verbinden und als

Diadem anbieten werden.

Robert Salzl,

Präsident des

Regionalverbandes

„Tourismus Oberbayern

München“

Was heißt das konkret?

Es gibt zum Beispiel

unsere Landschaftskino-Wege

und -Loipen, die alle bestimmte

Qualitätskriterien erfüllen.

Die Tagesrundwege sind gut präpariert

und leicht erreichbar, führen

durch eine prägende Landschaft,

wie Seen oder Moore, und zeichnen

sich durch Einkehrmöglichkeiten an

der Strecke aus. Und im letzten Jahr

haben wir eine Erlebnisbroschüre

zum Thema Bier präsentiert. Darin

finden Sie rund 50 sehenswerte Orte

der Braukultur in ganz Oberbayern.

Welche neuen Attraktionen wird

es 2017 geben?

In diesem Jahr legen wir den Fokus

auf das Thema Wasser in jeglicher

Form. Seen, Flüsse, Wasserfälle, wie

sie uns die Natur in einer großen

Vielfalt schenkt, ergänzen wir um

die Kultur des Wassertrinkens. Wir

haben eine große Zahl an Mineralquellen

und mit unseren Heilbädern

ideale Partner. Außerdem führen wir

die Gäste unter dem Motto „Filmkulisse“

zu Orten, an denen interessante

Filme gedreht wurden.

Der ADAC vergibt alljährlich

den Tourismuspreis Bayern für

besonders innovative Angebote.

Zu den aktuellen Preisträgern

gehört eine Schnitzeljagd per

Tablet App. Welche Rolle

spielt die Digitalisierung?

Eine sehr große. Sie ist in keinem

Bereich mehr wegzudenken, ob

es um die Angebotsgestaltung,

die Vermarktung, die Kommunikation

mit den Gästen

oder das Vorhandensein

einer gut gestalteten Webpage

geht. Hier gibt es

noch erheblichen Nachholbedarf.

Deshalb begrüße

ich sehr, dass der

ADAC Vorbilder auf diesem

Gebiet auszeichnet.

10 2/2017 2/2017 11


Panorama Meldungen

IN KÜRZE

Gut gespart

87 Museen, 19 Burgen und Schlösser,

18 Bäder, 9 Höhlen und 9 Bergwerke

und vieles mehr: Mit der

neuen ThüringenCard für 2017 ist

der Eintritt in 237 Einrichtungen

und Sehenswürdigkeiten frei, darunter

die Ausstellung „Luther und

die Deutschen“ auf der Wartburg.

Die Karte ist bei der Touristeninformation

unter Tel. (03 61) 3 74 20

oder www.thueringenentdecken.de

ab 18 € erhältlich.

Papenburg

Ich heb’ ab!

Die Stadt an der Ems ist ja eigentlich eher für dicke Kreuzfahrtpötte

bekannt, die hier gebaut werden. Jetzt kommen

große Luftschiffe hinzu: Zum ersten Papenburger Ballon-

Festival heben vom 11. bis 13. August 2017 Heißluftballone

und weitere fantasievolle Fluggeräte ab. Dazu gibt es ein

gratis Open-Air-Konzert und ein großes Picknick im Stadtpark

samt Familienprogramm. Abends steigt eine Party am Hafen.

Infos und Ballonfahrten: www.papenburg-marketing.de

57km

Der jüngst eröffnete Gotthard-Basistunnel in

der Schweiz ist der längste Eisenbahntunnel

der Welt. In 17 Minuten rast der Zug mit bis

zu 249 km/h durch das imposante Gebirgsmassiv.

Das schönere Naturerlebnis verspricht

jedoch eine Fahrt mit dem Gotthard Panorama

Express über die schneebedeckten Gipfel.

Golfen

in Texas

Der Lone Star

State ist nicht

nur für Cowboys

bekannt,

sondern auch

ein 1A-Ganzjahresziel

für

Golfer. Neben

den bekannten

PGA-

Turnieren im

Frühjahr in

Austin und

Houston kann

man auf über

800 abwechslungsreichen

Plätzen den

Abschlag

üben.

Was in Hotels nervt

Das US-Portal oyster.com hat

ermittelt, was Gäste beim Hotelurlaub

oft auf die Palme bringt:

1. Gebühren für Safe und Parkplatz.

2. Kostenloses WLAN nur

in der Lobby und nicht auf dem

Zimmer. 3. Funzelbeleuchtung

im Bad und am Bett. 4. Zu wenig

Steckdosen. 5. Zwei zusammengeschobene

Einzelbetten samt Ritze

anstatt gebuchtem Doppelbett.

Palma von oben

Palmas Kathedrale La Seu gehört

zum Sightseeing-Pflichtprogramm

auf Mallorca. Nach einer Testphase

können auch in dieser Saison

von April bis Oktober wieder der

Glockenturm und die Terrassen

der Kirche besichtigt werden. Der

lohnenswerte Ausflug kostet 12 €

(Mindestalter 11 Jahre). Anmeldung:

www.catedraldemallorca.org

Gratis

Wein

Eine besondere

Erfrischung

hat sich der

Ort Caldari di

Ortona in den

italienischen

Abruzzen ausgedacht:

Am

Weinbrunnen

„Fontana di

Vino“ können

sich Wanderer

auf dem

Pilgerweg

Cammino di

San Tommaso

kostenlos

mit Rotwein

stärken. Na

dann, salute!

Buchtipp

Metropolen im Meer

Korallenriffe sind die artenreichsten und am dichtesten

besiedelten Lebensräume der Erde. Und sie gehören

zugleich zu den größten je von Lebewesen erschaffenen

Bauwerken unseres Planeten. Doch wie genau

entstehen sie? Und warum sind sie für das Ökosystem

so wichtig? Der Biologe und begeisterte Taucher Peter

van Treeck hat sich auf eine faszinierende

Entdeckungsreise begeben.

Sein Bildband zeigt anhand

prachtvoller Aufnahmen die

gefährdete Schönheit dieser

hochsensiblen Naturwunder,

die zahlreichen Fischen, Seeigeln,

Krebsen, Schwämmen

und Schnecken Schutz und

Nahrung bieten. „Korallenriffe.

Lebendige Metropolen im

Meer“, Konrad Theiss Verlag,

192 Seiten, 49,95 €.

FOTOS: TOURISMUS OBERBAYERN MÜNCHEN E.V., ISTOCK (14),

BORKIN RON/MINISTRY OF TOURISM, FTI CRUISES (2), WBG VERLAG

Kreuzfahrt

Kuba per Schiff

Das war zu erwarten: Seit sich der sozialistische Karibikstaat der Welt öffnet, entdecken

auch die großen Reedereien die tropische Insel mit seiner reizvollen Hauptstadt Havanna

als Kreuzfahrtziel. FTI Cruises („MS Berlin“) hat sein Angebot an Kuba-Abfahrten aufgrund

der enormen Nachfrage gerade erheblich ausgeweitet. Auch Royal Caribbean und

Norwegian Cruise Line (u. a. Oceania Cruises) haben von den kubanischen Behörden eine

Genehmigung erhalten und schippern künftig unter anderem ab Miami Richtung Havanna.

12 2/2017


Griechenland Inspiration

Hellas’

strahlende Rückkehr

Sonne, Meer und gutes Essen. Es gibt viele Gründe, jetzt in

Griechenland seinen Urlaub zu verbringen. Wir nennen Ihnen die

sieben besten – und einen, der dagegen spricht (aber nur vielleicht)

TEXT Helmut Ziegler

Traum in Weiß

Die gekalkten Häuser

des Dörfchens Oia auf

Santorin im Süden

der Kykladen

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Inspiration Griechenland

Die Klassiker

Griechenland, das ist seit den 1960er

Jahren ein mediterranes Sehnsuchtsziel.

Verständlicherweise.

Die Landschaft ist karg, gar ruppig,

wie auf Rhodos, aber auch wunderbar

grün wie auf Thassos oder

Korfu. Man weiß, man kann ohne

Frösteln ins Meer steigen, denn in

Griechenland scheint die Sonne

doppelt so lang wie bei uns. Die

Menschen sind herzlich und charmant

planlos, ein Gegenentwurf

zum effizientkorrekten Deutschen.

Die Farben sind klar: weiß gekalkte

Häuser vor tiefblauem Wasser und

Himmel, für die Sommerfrische sorgt

das Gelb und Orange der Zitrusfrüchte.

Die Küche ist bäuerlich, einfach,

aber herzhaft: viel frisches Gemüse,

gegrilltes Lammfleisch, aromatischer

Käse, Knoblauch, Wildkräuter und

Oliven, geerntet in grün-braunen

Hainen neben grauen Eseln. Dazu

zirpen Zikaden und der Sonnenuntergang

taucht schließlich antike

Europas

Geburtsstätte

Athens Akropolis

(auf dem

Hügel) wurde

zwischen 467

und 406 v. Chr.

erbaut

Säulen in ein mildes, leicht staubiges

Gegenlicht. Und, ja, das gibt es noch.

Die Gastfreundlichkeit

Jeder, der einmal in Griechenland war,

kann zudem eine – mindestens eine –

Geschichte über filoxenía erzählen,

die sprichwörtliche Gastfreundschaft

der Griechen. Und das meint nicht

den Gratis-Ouzo.

Filoxenía beginnt im Kleinen:

Man fragt einen Bauern nach dem

Weg – und wird mit Orangen beschenkt.

Filoxenía endet im Großen:

Obwohl knapp 25 Prozent der

Griechen arbeitslos sind und 90 Prozent

von ihnen keinerlei staatliche

Unterstützung erhalten, spendeten

Tausende im letzten Jahr auf dem

Athener Syntagma-Platz Nahrung,

Kleidung und andere Hilfsgüter für

Geflüchtete. Wer nach Griechenland

reist, kommt also aus dem Land der

Xenophobie in das der filoxenía. Das

Verb filó steht ebenfalls für etwas

Angenehmes: das Küssen.

Die Krise

Krise ist nichts Neues in Griechenland,

das Wort wurde dort erfunden.

Allerdings bedeutete es einst den

Wendepunkt einer problematischen

Entwicklung. Davon ist, zugegeben,

auf den ersten Blick wenig zu spüren.

Man kann lang darüber diskutieren,

wer Schuld ist. Verdächtigt wird

die griechische Regierung, die sich

mit falschen Zahlen 2001 den Euro

erschwindelte. Die Banken, die mehr

als 75 Prozent der Rettungsmilliarden

bekamen. Oder steuerflüchtige

Reeder. Oder die EU mit ihrer Politik

der Austerität – erneut ein griechisches

Wort, für Strenge.

Die Griechen selbst handeln aber

inzwischen lieber, anstatt zu lamentieren

(so weit es ihnen möglich

ist, dazu gleich). „In den Märchen

unserer Kindheit kam am Schluss

immer ein Gott und machte, dass es

gut war“, sagt die Journalistin Eleni

Kefalopoulou. „Diesen Kinderglauben

haben wir verloren.“ Konstantinos

Bitzanis, Direktor des Technopolis in

Athen, einem fulminanten Veranstaltungsort-Mix

aus Industriemuseum,

Spielplatz, Kunstraum und Innovations-Hub,

ergänzt: „Wir Griechen

machen es jetzt wie die Deutschen:

hart arbeiten und sparen.“ Er lächelt

nicht, als er das sagt. Die Idee, dass

die Griechen deutsch werden, sollte

unterstützt werden. Über 82 Prozent

der 250.000 im vergangenen Jahr neu

geschaffenen Jobs, berichtete die Athener

Zeitung „Kathimerini“, entstanden

im Fremdenverkehr. Die Hoffnung:

Je schneller sich das Land erholt,

desto schneller vergessen die Griechen

diese absurde Idee auch wieder.

Romantisch

In den Gassen

von Athens

Stadtteil Gazi

genießt man

warme Sommerabende

Gut geölt

In Griechenland

gedeihen über

50 Olivensorten

Das Geheimnisvolle

Die Halbinsel Chalkidiki im Norden

Griechenlands besteht aus drei

ins Meer ragenden Landzungen.

Die westliche, Kassandra, steht für

klassischen Tourismus und Party-

Vergnügen. Die mittlere, Sithonia,

für feinsandige Strände, ihre malerische

Landschaft und die urigen

Bergdörfer laden zum Wandern

ein. Die östliche, abgelegenste Landzunge

steht für das Mysteriöse. Das

liegt vor allem an der autonomen

Mönchsrepublik Athos mit ihren

20 Großklöstern. Benannt ist sie nach

dem gleichnamigen Berg, der mit

2033 Metern höchste Griechenlands,

der zugleich ein ungewöhnlich sattes

Grün bietet: Kiefern, Weinreben und

Zypressen gedeihen auf den roten, vor

Mineralien glitzernden Böden. Seit

über 1000 Jahren dürfen allerdings

nur Männer die Mönchsrepublik

betreten – ein Visum kostet 30 Euro

für drei Übernachtungen in einem

der rund 20 Klöster. Offiziell werden

täglich 120 Männer zugelassen, davon

zehn Nicht-Griechen. Inoffiziell, auch

das ist Griechenland, sind es jedoch

600, die auf dem Seeweg anreisen.

Es gibt aber für alle Geschlechter

gute Gründe, den übrigen Teil der

Landzunge zu erkunden: Die lokale

Küche ist ein Geheimtipp. In der

Athos-Region schmeckt man wohl

am deutlichsten, dass die Griechen

eigentlich (nach dem Einfall der

Osmanen) Türken sind, noch lieber

aber Italiener wären. Ob Zuchini-

Puffer oder Feta frittiert im Sesammantel

mit Honigsauce, ob die traditionelle

Bohnensuppe der Mönche

in der kleinen Kapelle oberhalb des

Nestes Stratoni oder der kariessüße

Grießkuchen Revani in der Patisserie

Xonikis im Mini-Dorf Megali Panagia

– alles feinste Zungenkitzel. Darauf

einen Tsipouro, den einheimischen,

eiskalt servierten Tresterbrand!

Die Veränderung

Von der „New York Times“ bis zum

„Zeit Magazin“ ist man sich einig

– Athen ist das neue Berlin. In der

Tat: Die Stadt ist massiv im Umbruch.

Natürlich steht die Akropolis noch,

natürlich flaniert man immer noch

auf engen Bürgersteigen unter Oran-

Angebote

In Athen

The Periscope

Das modern-minimalistische Design-

Hotel befindet sich im exklusiven

Kolonaki-Viertel mit Restaurants, Bars

und Shopping in unmittelbarer Nähe.

ab 91 € / p. P. und Nacht im DZ mit

Frühstück / Eigenanreise

Veranstalter: DERTOUR

Auf Chalkidiki

Club Calimera Simantro Beach, Cap Sani

Die familienfreundliche 4-Sterne-Anlage

liegt direkt am Strand etwa zehn Kilometer

vom Ortszentrum. Es gibt verschiedene

Restaurants, Pools, eine Diskothek,

einen Minimarkt und vieles mehr.

ab 544 € / 10 Tage p. P. im DZ, All

Inclusive und mit Flug ab Köln-Bonn

Veranstalter: ITS

Auf Santorin

Santo Maris Oia Luxury Suites & Spa, Oia

Das im Winter 2016 erbaute Luxusresort

im traditionellen Kykladenstil verfügt

über 42 Suiten und 2 Villen. Zur Ausstattung

der Suiten gehört ein beheizter

Jacuzzi auf der Veranda.

ab 2194 € / 10 Tage p. P. in der Suite

inkl. Frühstück und Flug z.B. ab München

Veranstalter: Attika Reisen

16 2/2017

Änderungen vorbehalten

Beratung und Buchung in Ihrem

ADAC Reisebüro siehe S. 49


Griechenland Inspiration

genbäumen. Zugleich aber finden die

Menschen Wege, die Stadt zu erneuen.

Am ehesten fällt ins Auge, wie

freie Flächen einfach genutzt werden.

An Wänden entsteht Street-

Art, Brachflächen verwandeln sich

in Skateparks. Aus Ruinen werden

kleine Cafés wie das Upupa

Epops im Stadtteil Gazi, ausgeklügelt

designte Souvenir-Shops wie Greece

is for Lovers im Viertel Exarchia oder

neue Redaktionsräume für Philosophie-Magazine

wie das halbjährlich

erscheinende „Dapper Dan“.

Auch die Stadt selbst eröffnet

neue Räume, investiert in Kunst und

Architektur. So wird Athen ab April

neben Kassel das zweite Zentrum der

Documenta. Das feine Museum für

Gegenwartskunst ist in die luftigen

Räume einer ehemaligen Fabrik umgezogen

(Kallirrois Avenue & Amvr.

Frantzi Str.). Am eindrucksvollsten

ist das gerade eröffnete Stavros-Niarchos-Kulturzentrum

(Leof. Andrea

Siggrou 364), ein sanft ansteigender

Park mit eigenem Kanal und einem

licht-leichten Bau von Renzo Piano,

in dem die neue Oper und die Nationalbibliothek

untergebracht sind.

Auch im Geschäftlichen wandelt

sich einiges. Blau und metallen

Ort der Ruhe

Das Kloster

Faneromenis

auf Kreta

ist direkt an

einem Felshang

gebaut

Abtauchen

Elafonisi Beach

im äußersten

Westen der

Insel Kreta

leuchten in Athen Automaten, an

denen man preiswert frische Milch

zapfen kann – eine Idee des Start-ups

ThesGala, einer Bauern-Kooperative.

Über fünf Stockwerke reicht der

Flagship-Store samt Restaurant und

Steak-House von Yolenis (Solonos

9), einem gerade mal vier Jahre alten

Online-Händler, der ausgewählte

griechische Produkte vertreibt, aber

auch Rezepte – aus Klöstern und

von den Großmüttern der Gründer.

Was am Berlin-Vergleich daher

zutrifft: Athen ist arm, aber sexy.

Das Unveränderbare

Es gibt aber auch Orte, an denen

sich das griechische Leben kaum

verändert hat. Jene Inseln, die

nicht Kos, Lesbos oder Samos heißen.

Kreta beispielsweise. Mit ihren

Schluchten, der Hochwüste der Weißen

Berge, den einsamen Stränden

wie Glyka Nera oder dem traumhaft

schönen Elafonisi-Strand, der

regelmäßig zu den schönsten Europas

gekürt wird, kann die größte

griechische Insel ein Traumbild gestresster

Menschen sein. Der uralte

Hafenort Chania besticht an der

Nordküste mit seiner historischen

Altstadt, venezianischen Herrenhäusern

und der Stadtmauer von

1538. Oder Sie erholen sich auf der

Insel Santorin. Der aktive Vulkan

im Süden der Kykladen punktet mit

Kraterspaziergängen, dem weißen

Dörfchen Oia, schwarzen und roten

Stränden und dem Ruf, der romantischste

Platz auf Erden zu sein.

Vielleicht entdecken Sie aber

auch eine eher weniger bekannte

Urlaubsperle. Zu Griechenland

gehören rund 3000 Inseln, gut 100

davon sind bewohnt. Wie wäre es

mit einem Insel-Hopping zwischen

Naxos und Paros oder einem Urlaub

auf den Sporaden. Auf den grünen

Inseln Skopelos und Skiathos drehten

Meryl Streep und Pierce Brosnan

bereits das Abba-Musical „Mamma

Mia!“. Auf dem Festland reizt die

historische Zagori-Region mit uralten

Steindörfern aus osmanischer

Zeit und einer der schönsten Naturlandschaften

Griechenlands. Im

Nationalpark Vikos-Aoos können

Wanderer etwa die atemberaubende

Vikos-Schlucht bestaunen – mit gut

1000 Metern die tiefste der Welt.

Das Überraschende

… ist nicht, dass die Touristenzahlen

in Griechenland nach einer Flaute

wieder ansteigen. Das liegt auch an

der Situation in Ägypten oder der

Türkei – und dass Spanien entsprechend

gut gebucht ist. Das Überraschende

sind die Äußerungen, die

man hört, wenn man mit Griechen bei

einem Kaffee plaudert. Niemand jammert,

beschuldigt andere für die Krise

Experten-Tipp

Steffen Angelstein aus dem ADAC Reisebüro in

Saarbrücken verrät seine Tipps für Rhodos

Auf Rhodos sollte man unbedingt den Tempelberg in

Lindos besteigen. Der Panoramablick auf die malerische

Bucht und das Dorf mit seinen weißen Häusern ist wirklich

grandios. Auf die Akropolis kommt man auch per Esel.

Flip-Flops besser zu Hause lassen, Trinkwasser und Hut

mitnehmen, oben gibt es kaum Schatten. Und keinen

Kombi-Ausflug mit Rhodos-Stadt buchen, das ist zu stressig.

Aber auch eine Bootstour nach Simi, der Insel der

Schwammtaucher, lohnt sich. Um den Hafen gibt es tolle

Restaurants (köstlich: Simi-Shrimps) und Geschäfte mit

Schwämmen. Tipp: Kurz vor Abfahrt der Ausflügler gibt

es oft satte Rabatte! Und probieren Sie den eisgekühlten

Aperitif „Café with Ouzo“ – lecker!

ADAC Reiseinfos zu Griechenland:

bit.ly/2idhSJG

Video „Märchen der faulen Griechen“:

bit.ly/2k3w9Ft

Seite

scannen,

mehr

erfahren

oder gibt auf. „Selbst wenn die ökonomischen

Probleme weitergehen“,

sagt Alexis Caniaris von der Kunstmesse

Art Athina, „wir glauben an

Kreativität und Optimismus für eine

bessere Zukunft.“ Etwa Anne Kokotou,

deren Weingut Ktima Kokotou

nahe Athen die Traube Savatiano, ein

typisches Attika-Gewächs, zu spritzigen

Weißen veredelt: „Wir investieren

in Qualität und sind so beinahe aus

Zufall Pioniere geworden.“

Ach ja, der Grund dagegen

Der ist eine Frage des Gemüts. Wer

zum Mitleid mit den Griechen neigt,

sollte an einen anderen Ort reisen.

Denn der Mitleidende ist vermutlich

froh, nicht selbst in der misslichen

Lage zu sein, stellt sich so – oft

unbewusst – über sie, besitzt kaum

Hoffnung auf Linderung und wird

zuletzt selbst traurig. Kein Grieche

braucht das. Kein Grieche verdient

das. Mitgefühl hingegen schon: Wer

in Griechenland sein Geld ausgibt,

hilft Menschen vor Ort. Und wer

sich eine Quittung ausstellen lässt,

sogar dem Finanzministerium.

In diesem Sinne: Kalo Kalokeri.

Einen guten Sommer.

ADAC Urlaub-Reporter Helmut

Ziegler auf der Halbinsel Athos.

18 2/2017


Inspiration Griechenland

Griechenland Inspiration

Urlaub

Griechenland – alles Wichtige auf einen Blick

Experte Steffen Angelstein vom ADAC Reisebüro in Saarbrücken

Hotels, Restaurants, Strände & mehr

Anreise

Diverse Anbieter fliegen von Deutschland

nach Griechenland. Das beste

Netz mit zehn deutschen Abflughäfen

und mehr als 20 innergriechischen

Zielen bietet Aegean, 2016 zum wiederholten

Mal als beste regionale europäische

Fluggesellschaft mit dem

Skytrax World Airline Award geehrt.

Reisezeit

Generell kennt Griechenland einen

schönen Frühling, einen trockenheißen

Sommer, einen entspannten

Herbst und einen milden, manchmal

regnerischen Winter. Das Wetter ist

aber je nach Region und Höhe vielfältig.

Im Juli und August sollte man

Athen meiden, die Temperaturen

können weit über vierzig Grad im

Schatten erreichen.

Übernachtung

Auf Chalkidiki und den griechischen

Inseln ist das Angebot riesig und

reicht von der ursprünglichen Pension

über klassische Hotels bis zur

mietbaren Luxus-Villa. Ihr ADAC

Reisebüro berät Sie gern. Zwei Tipps

für Athen:

St George Lycabettus

Freundliches 5-Sterne-Boutique-Hotel

am Fuß des grünen Stadtberges mit

individuellen Räumen, Rooftop-Pool,

fast allen wichtigen Vierteln in Laufweite

sowie Frühstücksterrasse mit

Blick auf die Akropolis. Kleomenous 2,

DZ/F ab ca. 150 €.

www.sglycabettus.gr

Fresh

Pulsierendes Design-Hotel zwischen

den Szene-Vierteln Psiri und Exarchia

mit farbiger Plexiglass-Fassade, Rooftop-Pool

und weiß gehaltenen Räumen,

denen Spritzer von Olivgrün

oder Terrakottarot Farbe geben.

Sofokleous 26, DZ/F ab ca. 130 €.

www.freshhotel.gr

Wohnmobil

Das Verweilen in Wohnwagen an

archäologischen Stätten, Küstenzonen,

Stränden, Rändern öffentlicher

Wälder und auf öffentlichen Flächen

ist verboten – und wird inzwischen

auch geahndet. Über weitere Punkte,

etwa den Zusammenhang von Wohnmobilnutzung

und den Verdacht auf

Schleusungskriminalität, informiert

das Außenministerium:

www.auswaertiges-amt.de

Essen & Trinken

Gratis und

exklusiv für

ADAC

Mitglieder

Das Tour-Set

mit Urlaubsführer,

Reisekarten

und Länderinformationen

Weitere Infos

bit.ly/

1LTcMLT

Kulinarische

Leckereien

Frische Meeresfrüchte

vom

Grill gibt es in

Griechenland

fast überall

Mit der Nahrungsaufnahme ist es

auf Chalkidiki und den Inseln wie mit

der Unterkunft: Die Auswahl ist gigantisch.

Wer auf der Halbinsel Küche

jenseits von Klischees erleben will,

dem sei das Kouzina ans Herz gelegt,

ein kulinarisches Festival, das

jährlich vom 15. Mai bis zum 15. Juni

stattfindet. Je nach Veranstaltungsort

kann man in mönchischer Einsiedelei

lokale Küche probieren als auch in

Sterne-Restaurants innovative Cuisine.

en.mountathosarea.org/where-to-eat/

mount-athos-area-kouzina/

Mit dabei, aber wegen Gastfreundschaft,

Küche und Strand im Naturschutzgebiet

eine eigene Erwähnung

wert: das entspannte Hotel Skites,

zwischen Ouranoupolis und der

Mönchsrepublik Athos. www.skites.gr

In Athen reicht das Spektrum vom

Café über einfache Tavernen bis zu

hochwertigen Restaurants. Es wird

relativ spät, so ab 20, 21 Uhr, gegessen

und fast nie reserviert. Einige

Empfehlungen: City Zen, Mitropoleos

80 (auch wegen der Dachterrasse);

Funky Gourmet, Paramithias & Salaminos

Str. 13 (griechische Sterne-

Küche mit Reservierungspflicht);

Little Kook, Karaiskaki 17 (wegen

der Desserts und der Deko, die einen

in durchgeknallte Filme versetzt);

Upupa Epops, Alkminis 7 (nach dem

Wiedehopf benanntes, extrem liebevoll

handgemachtes Bar-Restaurant

in Gazi in der Nähe des Technopolis

mit Terrasse, überraschender Karte

und ausgeklügelten Cocktails); Bel

Ray, Falirou 88 (lässige Snack-Bar in

einer früheren Tankstelle mit Video-

Projektionen auf eine Häuserwand).

Besser nicht

Stücke von archäologischen Stätten

mitnehmen. Je nach Schwere der Tat

FOTOS: IMAGO/CHROMORANGE, TOBIAS GERBER/LAIF, DAGMAR SCHWELLE/LAIF, GETTY IMAGES (3), ISTOCK, PRIVAT, FOTOLUTZ COMPLEX,

THE PERISCOPE, CLUB CALIMERA SIMANTRO BEACH, SANTO MARIS OIA LUXURY SUITES & SPA; KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE

können sogar mehrjährige Haftstrafen

verhängt werden.

Nicht versäumen

1 Auf Chalkidiki: Die Strände laden

natürlich zum Sonnen, Schwimmen

und Schnorcheln ein, etwa 2 Nikiti

und Sarti Beach auf dem zweiten Finger

Sithonia. Bootstouren sind ebenfalls,

auch für Frauen, ein Genuss

um die Region Mount Athos 3 (dem

dritten Finger), die sonst nur mit

Visum für Männer erlaubt ist (Details

dazu siehe Seite 17). Kleiner Trost für

alle Frauen, die nicht zum Heiligen

Berg dürfen: Der byzantinische Turm

im Hafen von Ouranoupolis entspricht

im Baustil den Türmen auf Athos.

4 In Athen: Hilft ja nichts, man muss

auf jeden Fall dorthin, wo vor 2500

Jahren die westlichen Demokratien

entstanden, zur Akropolis (fantastisches

Museum!) und vergleichbaren

Schlüsselorten. Am besten bei einem

historischen Spaziergang. Aktuell ist

der Syntagma-Platz von großer Anziehungskraft,

ein Ort von Veranstaltungen,

Märschen der Präsidialgarde

(stündlicher Wachwechsel vor dem

Palast) und Protesten gegen die

Finanzkrise. Wer auf unterschiedliche

Viertel steht: In Laufweite des Syntagma-Platzes

liegen das elegante Kolonaki,

die touristische Altstadt Plaka,

die Hipster-und-Flohmarkt-Sektoren

Psiri und Monastiraki sowie das anarchistische

Exarchia mit viel Street Art.

Gesundheit

Für Griechenland empfiehlt sich eine

Auslandskrankenversicherung. In den

letzten Jahren sind auf dem südlichen

Peleponnes und in Zentralmakedonien

im Sommer sehr selten Fälle von Malaria

aufgetreten, bei unklarem Fieber

Griechenland liegt

im Südosten Europas

am Mittelmeer

sollte die Krankheit in Betracht gezogen

werden.

i Information

www.discovergreece.com ist die auch

auf Facebook, Twitter und Instagram

aktive deutschsprachige Plattform der

1

4

2

3

100 km

griechischen Tourismusbehörde mit

Informationen, Videos und Blog.

Für Hör-Lerner: Die kostenlose App

„Griechisch lernen“ von Mondly (für

Android und iOS) enthält rund 5000

Phrasen und Vokabeln, gesprochen

von einer Muttersprachlerin, dargestellt

in griechischer wie in Lautschrift.

20 2/2017

2/2017 21


Inspiration ... Fünf Mal

Fünf Mal ... Inspiration

Die Natur

Raus ins Grüne

Wer in einem Hotel wie dem Wiesler (Grieskai 4–8)

residiert, trifft nicht nur auf Industrial-Chic und Kronleuchter,

auf Jugendstil und Street-Art, sondern blickt

aus den Zimmern zur Mur auch ins Grüne und hört

das Rauschen des Flusses. Wem das nicht reicht: Die

grüne Umgebung von Graz ist zum Wandern und

Radeln ideal. Am Stadtrand liegt der „Abenteuer Park“

mit Naturlehrpfaden und Waldklettermöglichkeiten.

Etwas weiter entfernt lockt die Bärenschützklamm bei

Mixnitz mit tosenden Gewässern, bizarren Felsformationen

sowie 164 Holzbrücken und -leitern. Und

wer sehen will, was man mit seinem Körper noch so

anstellen kann, besucht im Örtchen Thal, westlich

von Graz, das Arnold Schwarzenegger Museum

(www.arnieslife.com).

Die Stadt

Graz Ost-West

Mitten durch Graz fließt die Mur. Der Fluss lädt zum Flanieren am Ufer

ein, zum Kajakfahren oder im Zentrum dank einer stehenden Welle

sogar zum Surfen. Die Mur teilt die Hauptstadt der Steiermark aber auch

in zwei grundverschiedene Bereiche. Am Ostufer liegt die Innere Stadt,

welche die Altstadt mit Schloßberg, Stadtpark, Dom und Glockenspielplatz

beherbergt. Mit ihren alten Läden und prunkvollen Arkadenhöfen,

den Renaissance- und Barock-Gebäuden verströmt sie nicht nur venetianisches

Flair, sondern zählt auch zum UNESCO-Welterbe. Am westlichen

Ufer finden sich Bezirke wie Lend und Gries, einst verrufene

Vorstädte, heute aufblühende kreative Stadtteile. Allerdings ist Graz

so leicht nicht auszurechnen: Das Uni-Viertel etwa, mit Cafés wie dem

Harrach (Harrachgasse 26) und Magnet für Nachtschwärmer, findet

sich hinter dem Stadtpark, also östlich der Mur; das avantgardistische

„Kunsthaus“ (siehe Kultur) wiederum im Lend, also westlich. Macht

aber nichts: Graz lässt sich eh am bestens zu Fuß erleben.

Empfohlen von Stephanie Weber aus dem

ADAC Reisebüro in München

5-mal ...

Graz

Österreichs zweitgrößte Stadt

ist zugleich die entspannteste,

was nicht nur, aber auch an

der Nähe zu Italien liegt.

ADAC Reiseinfos zu Österreich:

bit.ly/2jUJKPo

Video „Die Alpen von oben“:

bit.ly/2jshBlP

Seite

scannen,

mehr

erfahren

FOTOS: LOOKPHOTOS, ISTOCK, GETTY IMAGES, MAURITIUS IMAGES (2), ADAC E.V.

Die Aussichten

Blick von oben

Mitten in Graz erhebt sich der Schloßberg

123 Meter hoch über den Hauptplatz. Man

kann den wuchtigen Dolomit-Fels durch einen

Tunnel queren, mit der Bergbahn binnen

Minuten hinauffahren oder mit dem Lift in

30 Sekunden. Oder man steigt die 260 Stufen

zum Glockenturm hoch und wird dabei immer

wieder mit Blicken über Hunderte von mittelalterlich

anmutenden roten Dächern belohnt.

Sie bestätigen den Eindruck, dass die Studentenstadt

mit ihren 280.000 Einwohnern viel italienisches

Flair besitzt. Das Restaurant dort oben

besitzt ebenfalls hohes Niveau. Wer es lässiger

mag, nimmt im Kaufhaus Kastner & Öhler

(Sackstraße 7), dem ältesten Österreichs, die

Rolltreppen und besucht das Tagescafé Freiblick

im 6. Stock, dessen Dachterrasse einen nicht

so erhabenen, aber ebenfalls beeindruckenden

Überblick garantiert.

Die Kulinarik

Prost Mahlzeit

Österreichs Genuss-Hauptstadt, in der über 55 Platz- und Straßennamen

mit Essen und Trinken zu tun haben, kann man auch mit Messer und

Gabel genießen. Am effizientesten auf kulinarischen Rundgängen, die

rund vier Stunden dauern und etwa sieben leckere Gerichte, passende

Weine und Anekdoten beinhalten (63 €, buchbar über die Tourismus-

Information, Herrengasse 16). Am authentischsten auf den Bauernmärkten,

etwa am Kaiser-Josef-Platz (Mo–Sa 6–13 Uhr). Und am verrücktesten

auf der Langen Tafel, die an einem Spätsommerabend im August

auf dem Hauptplatz stattfindet (für 2017 leider ausverkauft). Probieren

sollte man auch die steirischen Tapas im Steirer (Belgiergasse 1), das

Backhenderl mit Kernölsalat bei der Herzl (Prokopigasse 12) und, für die

Nachtaktiven, das goldene, mit Koffein versetzte Eule Bier, eine Grazer

Erfindung. Das genießt man am besten an einem der Nachtwürstlstände,

die nur vom Abend bis in die Morgenstunden betrieben werden,

etwa am Haupt-, am Dietrichstein- oder am Franziskanerplatz.

Die Kultur

Sinneswandel

Sie müssen auf der Murinsel aufs Klo – und alles ist verspiegelt? Sie schlendern

durch eine Altstadtgasse – und sehen sich in einer Fassade aus Nirosta-

Stahl? Auch das ist Graz: Verführung durch Widerspruch. Am deutlichsten

spürt man sie im Kunsthaus (Lendkai 1), dem „friendly alien“ genannten

neuen Wahrzeichen der Stadt. Mit seiner Blob-Architektur erinnert es

äußerlich an ein Körperorgan, von innen an eine Kunstmaschine.

Für weitere Irritationen sorgt der unterirdische Zugang ins

Joanneumsviertel (über die Kalchberggasse) oder das nicht

immer durchschaubare, aber immer vitale Programm des

Steirischen Herbstes (vom 22. September

bis 15. Oktober), einem Avantgarde-

Festival. Für Traditionalisten ist

auch gesorgt, mit Prunkräumen in

Schloss Eggenberg (Eggenberger Allee

90) oder dem Landeszeughaus

(Herrengasse 16), der größten

historischen Waffenkammer

der Welt. Wobei: Die

Zwillingswendeltreppe

in der Grazer Burg

(Hofgasse 15) stammt

bereits aus dem Jahr

1499 – verwirrt aber

bis heute.

2/2017 23


In 30 Tagen

Ecuador Inspiration

um die Welt

Vom tropischen Amazonas-Regenwald über die imposanten

Anden-Gipfel bis zu den legendären Galápagosinseln –

Ecuador, das kleine südamerikanische Land am Äquator, bietet

einzigartige Naturerlebnisse. Doch ist es schon bereit,

ein Reise-Geheimtipp für 2017 zu werden? Eine Rundreise

TEXT & FOTOS Diddo Ramm

Erlebnis der Sinne

Mitten im Amazonas-

Dschungel, der inaktive

Vulkan Chimborazo

im Herzen Ecuadors,

Drusenkopf-Echse auf

der Galápagosinsel

St. Cristóbal (v.l.n.r.)

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erfahren


Ecuador Inspiration

Hier ist alles wie im Zoo,

nur dass die Tiere uns

beobachten. Denn sie

sind frei und wir gehen

oder fahren immer auf

vorgegebenen Routen“, sagt Daniel

Sanchez, unser offizieller Nationalpark-Galápagos-Reiseführer.

Ich bin

auf St. Cristóbal gelandet, der östlichsten

Insel des Vulkan-Archipels,

und sitze auf dem Rand eines Panga,

eines Schlauchboots. Wir setzen

gerade zu unserem Katamaran über,

als plötzlich ein schwarzer Punkt aus

20 Metern Höhe senkrecht herabstürzt

und neben mir ins Meer platscht.

Kurz darauf taucht er wieder auf – ein

Fregattvogel. Mit einem dicken Fisch

im Schnabel fliegt er davon.

Der Katamaran gehört zu einer

der Flotten eines Tourenanbieters,

mit dem sich das berühmte

Pazifik-Archipel, das gut

1000 Kilometer vor Ecuadors Küste

liegt, von See aus erkunden lässt.

Tagsüber besuchen wir eine Insel,

nachts steuert das Boot die nächste

an. So landen wir immer wieder

in entlegenen Buchten, wo wir an

Land auf ausgewiesenen Wegen

der Fauna so nah wie möglich

kommen – ohne sie zu stören. Denn

die Regeln lauten: nie näher als

zwei Meter an die Tiere heran, nie

füttern und stets Rücksicht auf

die Natur und ihre Bewohner nehmen.

Ich bin beeindruckt von der

gelebten Konsequenz.

Die Galápagosinseln sind einzigartig

– in ihrer Entstehung, ihrer

Natur und ihrer Tierwelt. Letzterer

ist es zu verdanken, dass die Inseln

überhaupt so bekannt sind. Der britische

Naturforscher Charles Darwin

besuchte während seiner Fahrt mit

der „HMS Beagle“ im Jahr 1835 die

Inseln und stellte später aufgrund

seiner Beobachtungen die bis heute

gültige Theorie des sich anpassenden

Lebens auf. Damals ein Gottesfrevel,

heute Basiswissen eines Siebtklässlers.

Ein Beleg für Darwins Evolutionstheorie

waren die Vögel des

Archipels, die sich auf den einzelnen

Inseln durch Selektion offenbar unterschiedlich

entwickelt hatten.

Die Einzigartigkeit der kargen,

zumeist unbewohnten Vulkaninseln

gründet auf einem Zusammentreffen

besonderer geologischer

Gegebenheiten: der Plattentektonik

vor Südamerika, einem Hotspot

unter dem Archipel sowie den

Blaufußtölpel

sind entgegen ihres

Namens sehr geschickte

Flieger und Taucher

Zeitlos

geht es überall

auf den

Galápagosinseln

zu. Hier

entspannen

Seelöwen

am Strand in

der Sonne

Meeresströmungen von Norden wie

von Süden.

Erdkundeunterricht live

Die Reisebeschreibungen des Naturforschers

Alexander von Humboldt

spielten eine entscheidende Rolle, dass

Darwin überhaupt in diese fernen

Gefilde reiste. Humboldt besuchte

Ecuador bereits 1802 und entdeckte

den nach ihm benannten Humboldt-

Peru-Strom, der von Süden nährstoffreiches

Wasser zu den Inseln schaufelt.

Alles Maritime hier lebt davon.

Als ich Schnorcheln gehe, staune ich

über das mit vielen kleinen Elementen

versetzte Meerwasser, das mit 17 Grad

kälter ist als erwartet. Ich tauche ein

in eine unglaublich artenreiche Fauna.

Ein Seelöwe dreht vor mir Pirouetten,

Pinguine sausen vorbei, majestätische

Mantarochen scheinen im Ozean zu

schweben. Und überall wimmelt es

von bunten Korallenfischen. Höhepunkt

ist aber die Begegnung mit

einer Riesenschildkröte, die sich in

einem Meter Tiefe treiben lässt, zum

Snacken die Korallenriffe abknabbert,

ab und zu an die Oberfläche aufsteigt,

tief einatmet und dann wieder nach

unten gleitet. Auf einmal sind es sogar

drei Schildkröten. Mein Herz pocht,

kein halber Meter trennt die uralten

Tiere von mir. Leben wie im Zeitraffer,

hier sehr entspannt.

Entdeckung der Langsamkeit

Gleiten ist überhaupt das Wort, das

sich wie ein roter Faden durch die

Inselstopps zieht, neben Faulenzen.

So wie die Seelöwen es hier vorführen.

Und es ist ansteckend. Allerdings

muss man sich gut eincremen,

die Sonne brennt am Äquator gnadenlos.

Es mag bedeckt sein, aber es

erwischt mich schon am ersten Tag,

nicht mal Lichtschutzfaktor 50 hilft.

Als die Spanier auf den Inseln landeten,

fanden sie weder ihr erhofftes

Gold noch sonst irgendetwas. Damit

war dieser Ort für sie schon wieder

wertlos. Und so waren es die Walfänger,

die zwischen Esmeralda am

Festland und den entlegenen Inseln

fette Beute machten und ihre Schiffe

hier in geschützten Buchten ankerten.

Auf der Insel Floreana errichteten die

Seeleute auch eine Art Poststelle. Wer

das Holzfass in der Post Office Bay

aufsuchte, leerte es und hinterließ

selbst ein Schreiben, sollte er nicht

von seiner weiten Reise zurückkehren.

Falls doch, so hatte er die Aufgabe,

das mitgenommene Schreiben

selbst zuzustellen. Ich finde einen

Brief aus der Nähe von Bielefeld und

werde ihn nach meiner Rückkehr in

Deutschland persönlich abliefern.

Weiter geht es nach Baltra und

Isabela. Insel um Insel legt unser

Katamaran in der Nacht die mitunter

großen Entfernungen zurück, tagsüber

bewundern wir schnorchelnd

die Unterwasserwelt. Einmal fährt

uns dabei der Schreck in die Glieder:

Keine 400 Meter vom Boot pflügt

ein Hai durchs Wasser, zieht dann

aber zum Glück von dannen. Einen

aktiven Vulkan bestaunen wir auf

Fernandina. Er meldet sich von Zeit

zu Zeit. Alles ist möglich auf Galápagos.

Hier regiert die Natur und

wir sind faszinierte Besucher.

Roadtrip ins Herz Ecuadors

Zurück auf dem Festland erkunde ich

die reiche Natur Ecuadors auf einem

Roadtrip mit dem Auto. Von der Küstenstadt

Guayaquil geht es zunächst

in die Anden nach Cuenca und dann

die legendäre Panamericana hoch

bis in die Hauptstadt Quito. So wie

Experten-Tipp

Carolin Nultsch aus dem ADAC Reisebüro in Worms

über sehenswerte Relikte der Inka-Kultur in Ecuador

Vor den Spaniern herrschten die Inka in Südamerika. Ihr

mächtiges Reich expandierte zwischen 1438 bis 1527 von

Kolumbien bis nach Argentinien. Die Ausgrabungsstätte

Ingapirca zeigt eine Siedlung der Inka, die auf einer Kultstätte

des Kañari-Volkes erbaut wurde. Sie zählt zu den

bedeutendsten Relikten der Inka-Kultur in Ecuador und

liegt eineinhalb Stunden nördlich von Cuenca. Die Ausgrabungen

präsentieren die über 800 Jahre alten runden

Grundrisse der Kañari, daneben die eckigen Gebäude und

Tempel der Inka. Auf der Sonnenuhr erkennt man das

fortschrittliche Wissen der Inka: Sonnenwendetage wie

der 21. Juni wurden exakt bestimmt.

ADAC Reiseinfos zu Ecuador:

bit.ly/2jAZDxL

Video „Galápagos und die Entdecker“:

bit.ly/2jODjxY

Alexander

von Humboldt

bereiste

Ecuador bereits

1802 und

bestieg den

6310 Meter

hohen Chimborazo

bis

auf die letzten

700 Meter

Vergoldetes

Kolonialerbe

wie in der

komplett mit

Blattgold ausgeschmückten

Kirche Compañía

de Jesús

in Quito

Seite

scannen,

mehr

erfahren

Alexander von Humboldt durchquere

ich auf der Reise, die in Höhen von bis

zu 4600 Metern führt, sämtliche Vegetationszonen.

Anfangs ziehen Laubbäume

vorbei, dann Nadelwälder, und

hoch oben bedeckt nur noch ein endloser

Teppich aus Gräsern die unwirtliche

Landschaft. Unter einer grauen

Wolkendecke steuere ich durch den

zauberhaften Nationalpark Cajas. Die

Hochlandregion ist übersät mit Seen,

zahlreiche Flüsse entspringen hier,

die im Westen in den Pazifik münden

und im Osten in den Amazonas.

Ecuador erscheint mir überhaupt wie

ein einziger Nationalpark, wohin man

guckt, überall faszinierende Natur.

Die Straße schlängelt sich steil auf

3000 Meter Höhe, als unvermittelt

Lamas stoisch auf dem Asphalt stehen.

Oder sind es Vicuñas, eine verwandte

Art? Nach einer Weile geht es

bergab nach Cuenca. Die Stadt liegt in

einem sattgrünen Hochlandbecken,

man wähnt sich fast in Österreich.

Und sie beheimatet wundervolle Kirchen

und Museen. In der kolonialen

Altstadt tauche ich ein in Ecuadors

Geschichte. Über zehn Ethnien leben

in dem Land, das vom Meer (Costa)

über das Hochland (Sierra) bis in den

Dschungel (Amazonas) reicht, erklärt

der Guide im Museo Pumapungo. Sie

alle eint, dass sie von den Inka im

15. Jahrhundert unterworfen wurden.

Ihr mächtiges Reich erstreckte sich

auf über 4200 Kilometer von Kolumbien

im Norden bis nach Argentinien

im Süden und brachte Organisation

und die Anbetung der Sonnengötter.

Doch selbst die Inka hatten dem

Ansturm und der Gier der spanischen

Konquistadoren um 1532 nichts entgegenzusetzen.

Die Eroberer fanden

zwar kein Gold, doch sie festigten ihre

Macht und gründeten ihre Provinzen

in den Städten der Inka.

Im Museo de Sombrero überrascht

mich, dass der berühmte Panama-

Hut gar nicht aus Panama stammt,

sondern aus Ecuador. Er wird aus

Toquillastroh gefertigt, einer tropischen

Palme, deren Blätter gekocht,

getrocknet und geschnürt den bekannten

Hut ergeben. Weil die Kopfbedeckungen

über den Panamakanal

nach Europa gelangten, wurden sie

fälschlicherweise nach dem Umschlaghafen

Panama benannt.

Nördlich von Cuenca lohnt ein

Halt an den archäologisch einzigartigen

Ingapirca-Ruinen (Expertentipp

auf dieser Seite). Weiter geht

es gen Norden auf der berühmten

Panamericana, der E 35. Humboldt

war in dieser Region einst mit Pferd

und Esel unterwegs und beschrieb

die Vegetation in seinem berümten

Reisetagebuch. Ich halte an einem

26 2/2017 2/2017 27


Inspiration Ecuador

Straßenimbiss und gönne mir einen

der grandiosen Säfte, die es in Ecuador

überall gibt. Nach sieben Stunden

Fahrt erscheint endlich das Häusermeer

von Quito. Die Altstadt, das

Centro Classico, ist voller Kirchen, die

innen scheinbar allesamt mit Gold

überzogen sind. Prunkvoll glänzt die

Iglesia de San Francisco am gleichnamigen

Platz, ein Muss für jeden

Kunstbegeisterten ist auch die Iglesia

de la Compañía de Jesús um die Ecke.

Leider gilt hier Fotografierverbot, um

die Goldpatina zu schützen.

Abstecher in den Dschungel

Quito ist auch der Ausgangspunkt

meiner Reise in den Regenwald. Mit

dem Flugzeug starte ich gen Osten

nach Coca, auch Puerto Francisco de

Orrelana genannt. Die Urwaldstadt

liegt im endlosen Amazonastiefland

am Zusammenfluss von Rio Coca

und Rio Napo, der Hunderte Kilometer

weiter in den gewaltigen Amazonas

mündet. Ein motorisiertes

Kanu tuckert die Reisenden auf dem

schlammbraunen Napo flussabwärts.

Nach zwei Stunden heißt es Umsteigen.

Paddelnd geht es auf einem

Nebenarm direkt in den Urwald.

Äste und Schlingpflanzen wuchern

über unseren Köpfen. Über eine Lagune

gelangen wir schließlich zur La

Selva Eco Lodge, die direkt am Ufer

liegt. Die Hütten des Ressorts stehen

auf Stelzen und erweisen sich als erstaunlich

komfortabel. Im Bad gibt

es Warmwasser und Fön, über dem

Bett ein Moskitonetz. Eine Dry-Box,

ein Kasten mit Glühlampe, schützt

Laptop und Kamera vor der drückenden

Luftfeuchtigkeit. Zum

Relaxen ist auf der Veranda eine

Hängematte gespannt.

Dem spanischen Konquistador

Francisco de Orrelana gelang es als

Erstem, das undurchdringliche Amazonasgebiet

von West nach Ost zu

durchqueren, erklärt uns Dschungel-

Führer Luis, nachdem wir unsere

Hütten bezogen haben. Beim Sturm

auf die Inka-Stadt Cuzco unter dem

Eroberer Pizarro verlor er 1533 ein

Auge und verstarb wenige Jahre

später in Ecuador. Interessant: Die

meisten bekannten Konquistadoren

stammten aus Trujillo, einer Stadt in

der zentralspanischen Extremadura.

Die Größe und der Artenreichtum

der Amazonas-Region sind

überwältigend. Der bis heute noch

Kapuzineraffen

sind in den

Wipfeln der

Bäume zuhause

und leben in

Gruppen

La Selva

heißt auf

Spanisch: der

Dschungel.

Exkursionen

finden zu Fuß

im angrenzenden

Wald und

per Kanu in der

Lagune statt

Tren del Cacao

Auf der Kakaoplantage

In Durán, nahe der Küstenstadt Guayaquil, lohnt eine

Fahrt mit dem Tren del Cacao. Der gemütliche Zug rattert

landeinwärts zu den Kakaoplantagen im Hochland.

Nach eineinhalb Stunden erreicht man die Hacienda la

Danesa. Dort führt Juan (links), der Sohn des Hauses,

durch die Kakaoplantage. Mit der Machete öffnet er gekonnt

eine etwa 500 Gramm schwere Frucht und bietet

das Innere zum Kosten an. Die eigentlichen Kakaosamen

sind noch umgeben von weißem, süßem Fruchtfleisch,

das sich ablutschen lässt. In weiteren Schritten werden

die Samen zur Fermentation ausgebreitet, getrocknet

und gemahlen. Das Ergebnis ist 100 Prozent Schokolade. Die schmeckt ganz anders als jene, die

man aus Deutschland kennt – bitter, trockener, gar nicht süß. Der Grund: Der reine Kakao wird mit

Zusätzen gestreckt, etwa Zucker, Milch, aber auch Bananen, Chili und vieles andere. Handelsübliche

Schokolade enthält so nur gut 35 Prozent Kakao. Die ecuadorianischen Marken Pacari und Republic of

Cacao bieten eine Vielzahl von Geschmäckern an, auch Ritter Sport offeriert in seinem Sortiment eine

Tafel aus der ecuadorianischen Edelbohne Arriba, die 70 Prozent Kakao enthält. Auf der Rückfahrt mit

dem Tren del Cacao erfährt man noch, wie Ecuador seit Jahren den ökologischen Tourismus fördert.

Und man muss zugeben: So viele verschiedene Recycling-Mülleimer sieht man sonst nirgendwo auf

der Welt. Gleichzeitig möchte man die Mikroökonomie unterstützen. So hält der Zug hier und da,

man steigt aus und bewundert viel Kleinkunsthandwerk, das sich für wenige Dollars erwerben lässt.

weitgehend unerforschte Regenwald

erstreckt sich über neun Länder Südamerikas

bzw. über eine Entfernung

so weit wie von Berlin bis nach Bagdad.

40 000 Pflanzen sowie knapp

1300 Vogel- und über 3000 Fischarten

wurden bisher registriert. Hinzu

kommen 427 Säugetiere, darunter

Jaguar und Flussdelfin. „Für sie alle

gilt das gnadenlose Naturgesetz von

fressen und gefressen werden, von

sterben und überleben. Der Regenwald

ist ein gigantischer Kreislauf “,

erklärt Luis, während wir auf einer

ersten Erkundungstour schweißgebadet

über die Lagune paddeln. Man

empfindet unweigerlich Demut vor

diesem mächtigen Ökosystem. Die

Dämmerung bricht später mit einem

furiosen Konzert herein: Insekten zirpen,

das Kreischen von Affen, Vögeln

und anderen unsichtbaren Tieren

dringt aus dem Wald auf meine

Veranda. Der Sound des Dschungels.

Am nächsten Morgen erleben wir

hautnah, wie lebendig es unter dem

grünen Blätterdach zugeht. Wir stapfen

auf einem schmalen Pfad durch

den Wald, Luis erklärt Pflanzen,

kleine Frösche, Raupen, Ameisen.

Jedes Blatt wird inspiziert. Henry,

der zweite Guide, stellt immer wieder

ein Standfernrohr auf. Die beiden

haben das Gehör und den Blick, die

mitunter perfekt getarnten Tiere für

uns zu erspähen. Ich schaue hoch

in die Laubkronen, entdecke Affen

und Vögel. Der Tucan ist weniger auf

Tarnung aus – mit leuchtend buntem

Riesenschnabel hockt er auf einem

Ast. Von einem Hochstand beobachten

wir das Treiben in etwa 20 Metern

Höhe. Blätter rascheln, Wipfel schaukeln,

aus der Nähe ertönt das unheimliche

Bellen von Brüllaffen. Die

tagaktiven Primaten hangeln sich in

Gruppen durch die Bäume und warnen

mit ihrem Gebrüll andere Clans.

Aufwendigen Revierkämpfen gehen

sie so aus dem Weg.

Weiterer Höhepunkt ist die

Nachtwanderung an meinem

letzten Tag in der Lodge. Ohne

Taschenlampe wäre man im

stockdüsteren Dschungel aufgeschmissen,

man sieht die Hand

vor Augen nicht. „Passt auf, wo

ihr hintretet“, warnt Luis, während

wir im Lichtkegel der Lampe voranschreiten.

„In der Nacht sind

andere Tiere aktiv, Anakondas und

Kaimane.“ Wie beruhigend! Auch

die Geräusche sind nun andere. Insekten

leuchten bunt im Unterholz,

ein Ast knackt unter meinen Stiefeln.

Wir wandeln durch eine fremde

Welt. Voller unvergesslicher Eindrücke

falle ich in meiner Hütte erschöpft,

aber glücklich in den Schlaf.

Das kleine Ecuador ist ein Land

wie kein anderes. Von kargen Vulkaninseln

bis zum Regenwald, von

Tamarillo

oder im Spanischen

tomate

de árbol, bildet

die Grundlage

für einen der

vielen leckeren

Fruchtsäfte

null bis auf über 6300 Meter Höhe

bietet es die unterschiedlichsten Naturformen

und Lebensräume – wahrlich

eine Weltreise. Der ökologische

Tourismus des Landes ist deshalb nur

logisch. Nach 30 Tagen verabschiede

ich mich voller Wehmut von einem

Land, das mehr als ein Reisegeheimtipp

ist. Seine stolzen und freundlichen

Menschen, die verschiedenen

Ethnien und die stets bestens ausgebildeten

Naturführer begeistern

und versprechen Reisen von seiner

spannendsten Seite. Ich hoffe, mehr

Deutsche begeben sich auf die

Spuren Humboldts. Es lohnt sich.

Autor Diddo Ramm fühlte sich

neben den vielen schwarz-bunten

Kühen in den Anden beinahe wie

in seiner Heimat Ostfriesland.

Angebote

Bei Quito

Hacienda La Jimenita, Pifo

20 Minuten vom Flughafen Quito entfernt,

liegt dieses Hotel in einer schönen

Gartenanlage. Es gibt ein Restaurant mit

landestypischer Kost, Touren in die Anden

und nach Quito werden angeboten.

ab 94 € / p. P. und Nacht im DZ inkl.

Frühstück / Eigenanreise

Veranstalter: MEIER’S WELTREISEN

Abenteuer Amazonas

Sacha Lodge, Amazonasgebiet

Übernachten Sie im Herzen des Regenwaldes.

Die Hütten der Lodge verfügen

über ein eigenes Bad, Warmwasser und

eine Terrasse. Tagsüber unternehmen

Sie begleitete Ausflüge in den Urwald.

ab 1509 € / p. P. / 3 Nächte /

Vollpension / Standortreise ab/bis Quito

Veranstalter: MEIER’S WELTREISEN

Rundreise Galápagos

Hotel Silberstein, Puerto Ayora

Erleben Sie auf Boots- und Schnorchelausflügen

die einmalige Tierwelt und

besuchen Sie die Charles-Darwin-Forschungsstation.

Ausgangspunkt ist Ihr

Mittelklasse-Hotel auf Santa Cruz.

ab 1179 € / p. P. / 3 Nächte / Vollpension

/ Standortreise ab/bis Galápagos

Veranstalter: MEIER’S WELTREISEN

Änderungen vorbehalten

Beratung und Buchung in Ihrem

ADAC Reisebüro siehe S. 49


Inspiration Ecuador

Ecuador Inspiration

Urlaub

Ecuador – alles Wichtige auf einen Blick

Expertin Carolin Nultsch vom ADAC Reisebüro in Worms

Reisezeit, Mietwagen, Hotels, Sicherheit

Anreise

Von Frankfurt fliegt Lufthansa nach

Bogotá in Kolumbien und nach Panama-Stadt.

Von dort geht es mit einem

der Star-Alliance Partner Avianca oder

Copa nach Guayaquil oder Quito. Ab

Amsterdam startet KLM nach Quito,

ab Madrid geht es mit Iberia oder Air

Europe nach Guayaquil oder Quito.

Quito bietet sich als Basis an, der

neue Flughafen Mariscal de Sucre

liegt 40 Kilometer vor der Stadt und

gilt als einer der besten Südamerikas.

Reisezeit

Durch das breite Klimaspektrum

gibt es keine ideale Reisezeit für das

ganze Land. Prinzipiell kann man

Ecuador aufgrund der Äquatorlage

aber das ganze Jahr über bereisen.

An der Küste und auf den Galápagosinseln

herrscht von Januar bis April

Regenzeit. Für die Galápagosinseln

empfehlen sich diese Monate, da die

Wassertemperaturen etwas höher

sind. Für die Küste ist die Trockenzeit

besser. Kompromiss: April und Mai.

Im Hochland ist es das ganze Jahr

über feucht und kühl – morgens oft

sonnig, mittags wolkig, nachmittags

regnet es mitunter stark. Nachts kann

es sehr kalt werden. Im Amazonasbecken

ist es stets feuchtheiß, mit

Höhepunkten im Juni, Juli. Von August

bis November ist es hier regenärmer.

Geld

Ecuador hat keine eigene Währung,

bezahlt wird nur mit US-Dollar. Es empfiehlt

sich, stets Scheine unter 10 Dollar

und Münzen unter 1 Dollar bei sich

zu haben, da kaum jemand größere

Summen wechseln kann. Es gibt überall

Banken, wie Banco Pinchincha, in

denen man per Kreditkarte Bargeld

bekommt. Ansonsten werden Kreditkarten

nur in Restaurants und gehobenen

Hotels akzeptiert. Die Frage

nach „Tarjeta possible?“ also immer

vorab stellen, auch an Tankstellen, das

erspart Überraschungen.

Sicherheit

Der Durchschnittslohn in Ecuador beträgt

knapp über 300 US-Dollar pro

Monat. In Städten wie Guayaquil

und Quito sollte man daher bestimmte

Viertel meiden, am besten

fragt man im Hotel. Auf alle Fälle sollten

Sie wertvolle Gegenstände nicht

zu auffällig tragen. Man wird häufig

von Bettlern angesprochen – hier Vorsicht

walten lassen und nicht antworten.

Wer kein Spanisch spricht, reist

grundsätzlich sicherer in der Gruppe.

Mietwagen

Autovermietungen sind teuer in

Ecuador. Grund ist die unorthodoxe

Fahrweise der Ecuadorianos. Es stehen

eigentlich nur fünf Autotypen zur

Wahl. Die zweikleinste, der Chevrolet

Aveo Sedan, ist am besten geeignet,

da der Kofferraum komplett geschlossen

und nicht einsehbar ist. Für auswärtig

abgeschlossene Mieten wird

oft eine hohe Fahrzeuggarantiesumme

auf der Kreditkarte eingetragen. Mietwagen

am besten vom Hotel-Angestellen

parken lassen, sie kennen die

sichersten Parkhäuser.

i Internet

Vor Ort unbedingt für 20 Dollar eine

Prepaidkarte, etwa vom Anbieter

Claro, besorgen – mit Google Maps

erkundet es sich leichter. Infos zum

Land: www.ecuador.travel

Der Panamahut

stammt in

Wahrheit aus

Ecuador. Er

wird aus feinem

Toquillastroh in

den Provinzen

Manabi (Küste)

und Azuay

(um Cuenca)

hergestellt.

Der Klassiker

ist weiß, es

gibt aber viele

Varianten, wer

mehr wissen

will, dem ist das

Museo de Sombrero

in Cuenca

empfohlen

Essen & Trinken

Ecuador ist ein Frisches-Essen-Land.

Fisch und Fleisch und vor allem Säfte

gibt es im Überfluss und werden

überall frisch zubereitet. Achten Sie

darauf, dass alles gut durchgekocht,

-gebraten oder -gegrillt ist. An der

Straße eine Mango oder Papaya

direkt vom Bauern zu kaufen, ist ein

Genuss. Neben Bohnen und Reis

sind Plantain-Bananen in süßer und

salziger Form Grundlage der Küche,

gerne auch als Chips in Tüten.

Nicht verpassen: An der Küste die

„Ceviche“ probieren (Achtung: roh

marinierter Fisch!), im Hochland

„Trucha“ (Forelle), im Dschungel

Säfte wie „Tomate de Árbol“. Köstlich

schmeckt auch das berühmte

Joghurtgetränk „Avena Polaca“.

Unterkunft

Galápagos: „Celebrity Xploration“,

von Celebrity Cruises oder „Ocean-

Spray“ von Haugan Cruises.

Diese schwimmenden Katamaran-

Hotels bringen Sie äußerst luxuriös

von Insel zu Insel – die Basis für tolle

Ausflüge.

Quito: „Almeda Mercure“. Das komfortable

Hotel liegt direkt am Indio-

Markt in der modernen Nordstadt Quitos.

www.mercurequito.com.ec oder

das Design-Hotel „La Carlota“mitten

in der historischen Altstadt.

Besser nicht

Leitungswasser ist kein Trinkwasser!

Bei Säften darauf achten, dass kein

„Hielo“, Eis aus Leitungswasser, enthalten

ist. Auch bei Salaten vorsichtig

sein. Wer einen empfindlichen Magen

hat, lässt besser die Finger von rohem

Fisch und Meeresfrüchten.

FOTOS: PUBLIC DOMAIN, ISTOCK (2), ADAC E.V., HACIENDA LA JIMENITA, SACHA LODGE, HOTEL SILBERSTEIN; KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE

Isla Santiago

Isla Fernandina

Isla Isabela Isla Santa Cruz

Isla San Cristóbal

Ayora

Villamil

Baquerizo

Moreno

1

Isla Floreana

Isla Española

Das Galápagos-Archipel liegt etwa 1000 km

(ca. 1,5 Flugstunden) westlich von Ecuadors

Festland auf Höhe des Äquators.

Ecuador liegt im

Nordwesten von

Südamerika

Isla Pinta

Isla Marchena

Nicht versäumen

1 Galápagos-Briefkasten. Die legendäre

Posttonne steht in der Post Office

Bay im Norden der Insel Floreana (Isla

Santa María). Karte einwerfen und an

die Heimat adressierte Post mitnehmen

– und selbst zustellen.

2 Tren del Cacao. Der rote Zug fährt

ab Durán zur Kakaoplantage Hacienda

La Danesa im Hochland. Tour inkl.

Besichtigung und Essen ab ca. 100 €.

3 Museo de Sombrero, Cuenca. Hier

erfährt man alles über den Panama-

Hut, seine Geschichte und Herstellung.

Briefkasten

Relikt aus einer

alten Zeit: die

Posttonne auf

Floreana

6

9

8

4

5

2

7

3

Die Auswahl verleitet dazu, ein hübsches

Original kaufen (Calle Larga).

4 Teleférico. Wer gesund ist, unternimmt

in Quito unbedingt eine Fahrt

mit der Seilbahn auf den Hausberg

Pichincha. Es geht auf gut 4100 Meter.

5 Iglesia de la Compañía de Jesús,

Quito. Im Innenraum der Kirche, die

von 1605 bis 1766 errichtet wurde, hat

man prunkvolle sieben Tonnen Gold

verbaut (Garcia Moreno y Sucre).

6 Indio-Markt, Otavalo. Ponchos,

Panflöten, Dämonenmasken – in der

Kleinstadt nördlich von Quito findet

jeden Samstag einer der größten

Äquator

50 km

Andenmärkte Südamerikas statt.

7 Ingapirca. Eindrucksvolle Ausgrabungsstätte

der Kañari und Inka.

8 Papallacta. Die heißen Vulkanquellen

Termas de Papallacta liegen

eineinhalb Stunden südöstlich von

Quito. Spezialität: Spa, Wellness,

Kakaomassagen. www.termaspapallacta.com

9 Mitad del Mundo. Das Denkmal

„Latidud 0“am Äquator, dem Mittelpunkt

der Erde. Hier kann man mit

einem Fuß auf der nördlichen und mit

dem anderen Fuß auf der südlichen

Erdhalbkugel stehen.

30 2/2017 2/2017 31


Experten-Tipp Mein Land

Wie unterscheiden sich die Städte?

Shanghai ist eine imposante, moderne

Hafenstadt, Peking hat mehr Kulturelles

zu bieten, etwa den Sommerpalast.

Und Hongkong bietet grandiose Aussichten

auf das Hochhaus-Meer.

Was war das Erste, was Ihnen in den

Metropolen aufgefallen ist?

Ich bin ja die Ruhe von Stuttgart und

den Weinbergen gewöhnt. Die Städte

in China sind alle wuselig und voller

Menschen. Es ist schon beeindruckend,

wie viel Leben dort pulsiert und

wie Moderne auf Tradition trifft. Ein

Hochhaus in Hongkong besaß zum

Beispiel eine Öffnung in der Mitte.

Der Reiseleiter erklärte, dies sei so

gebaut, damit der Drache durchfliegen

kann. Gibt es das? Einerseits

bauen die Asiaten supermoderne

Wolkenkratzer, lassen aber Raum für

den Glauben an Drachen. Fasziniert

hat mich auch, dass die Kinder in

ihrer Kleidung alle Schlitze haben, um

schnell mal Pipi zu machen. Das fand

ich clever, so ohne Windelwechseln.

Die Chinesen spucken außerdem

gerne. Das ist gewöhnungsbedürftig,

man muss etwas in Deckung

gehen. Aber sie sind treffsicher.

Wo haben Sie Ruhe gefunden?

Die Parkanlagen sind einmalig und

wunderschön, die Gärten haben mir

wahnsinnig gut gefallen. Die Bonsai-

Bäume sind mit Liebe zum Detail zugeschnitten,

das kennen wir gar nicht

in Deutschland. Ich habe mir gleich

zu Hause einen gekauft, aber der ist

eingegangen, weil ich nicht wusste,

wie man ihn richtig schneidet.

China ist bekannt für kulinarische

Genüsse. Wie haben Sie dies erlebt?

Eine Peking-Ente habe ich natürlich

gegessen. Das ist schon etwas Besonderes.

Man sitzt an großen Tischen, in

der Mitte steht eine Holzplatte mit

einzelnen Gerichten. Jeder dreht

sich das dann so hin, damit er

alles erreicht. Reis ist hierbei

nur eine unwichtige

Beilage. Nach der Peking-

Ente sollte man aber einen Reisschnaps

trinken, sie ist sehr fettig.

Die Chinesische Mauer haben Sie

sicher auch besucht.

Natürlich, schon die Fahrt dorthin war

abenteuerlich. Die Chinesen fahren

viel mit dem Rad, und Sie glauben

nicht, was die darauf alles transportieren:

Tiere, Heuballen, Reis. Steht

man dann auf der Mauer, ist es schon

verrückt. Diese Weite! Das Bauwerk

zieht sich wie ein großer Wurm, der

sich durch die Landschaft forstet.

Bonsai

Ein beliebtes

Souvenir.

Die Einfuhr

erfordert aber

ein Pflanzengesundheitszeugnis

des

Ursprungslandes

Mein Land

China

Anne Platz ist Leiterin des

ADAC Reisebüros in Stuttgart.

Auf einer Reise durch China hat sie

zehn Tage lang die faszinierenden

Metropolen Peking, Hongkong

und Shanghai erkundet. Dabei wurde

sie auf besondere Art überrascht …

Haben Sie einen Tipp, wie man die

Reise gestalten sollte?

Die Kultur ist spannend anders,

man sollte sich darauf einlassen. Ich

empfehle, sich einen Reiseleiter zu

buchen oder sich einer Gruppe anzuschließen.

Die Schilder zu lesen,

ist schon abenteuerlich. Auch eine

Flusskreuzfahrt auf dem Jangtse ist

ein tolles Erlebnis.

Ihr schönstes Souvenir?

Ich habe mir auf dem Jademarkt in

Hongkong eine kleine Katze gekauft.

Hier findet man so viel Jade in unterschiedlichen

grünen Farbschattierungen.

Unbedingt besuchen!

ADAC Reiseinfos:

bit.ly/2jsjyz2

Video-Tipp:

bit.ly/2jskTFP

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FOTOS: BORIS SCHMALENBERGER, GETTY IMAGES (2), ISTOCK

QUELLEN: OECD URBAN POLICY REVIEWS, STATISTA, WIKIPEDIA

85.568

Zeichen

enthält die chinesische

Schrift. Für den alltäglichen

Bedarf reicht die

Kenntnis von 3000 bis

5000 Zeichen.

Beijing

im westlichen Ausland auch Peking

genannt, ist die Hauptstadt Chinas.

Der chinesische Name Beijing

bedeutet nördliche Hauptstadt.

Einwohner

Damit hält China den

Rekord für das

bevölkerungsreichste

Land der Welt.

1,37Milliarden

8850 km

ist die Chinesische Mauer lang. Mit ihrem Bau

wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen.

SHANGHAI

ist der Spitzenreiter unter den

chinesischen Megastädten.

In der Metropolregion leben

rund 34 Millionen Menschen.

32 2/2017


E-Bike Irland Inspiration

Hafen-Idylle

Im Fischerörtchen

Spiddal liegen die

Boote auf dem

Trockenen

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erfahren

Rückenwind

inklusive

Zwei Freunde, zwei E-Bikes und ein langes

Wochenende an der rauen irischen Atlantikküste: eine

sportlich-gemütliche Radtour auf der grünen Insel

TEXT Wolfgang Siesing

Wir stehen auf

Folkmusik und

dunkles Guinness,

mögen

Sport unter

blauem Himmel und lieben unisono

überhaupt ganz Irland. Da ist es nicht

abwegig, dass zwei alte Freunde am

Telefon spontan beschließen, einen

Kurztrip auf die grüne Insel mit einer

entspannten Radtour zu verbinden.

Die Idee: Von der heimlichen Musikhauptstadt

Galway aus soll es auf

den Wild Atlantic Way gehen – zumindest

für ein, zwei Etappen zum

Schnuppern. Denn die magische

Panoramastraße windet sich auf gut

2600 Kilometern an Buchten und

steilen Felsklippen vorbei die gesamte

irische Atlantikküste entlang.

Gesagt, getan: Keine vier Wochen

später läuten wir das verlängerte

Wochenende mit einer

abendlichen Tour durch die reizenden

Gassen von Galway ein. Urige

Pubs und Fish-and-Chips-Läden

gibt es in dem lebhaften Städtchen

an der Westküste gefühlt so viele

wie Schafe und Kühe auf der Insel.

Aus den offenen Türen und Fenstern

der knallbunten Häuser ertönt

On the Road

Radspuren

sind die Ausnahme

auf

dem Wild

Atlantic Way

Live-Musik und Altbekanntes von

Johnny Cash bis U2. Willkommen

in Irland! Wir lassen uns köstliches

Pale Ale aus lokalen Brauereien

schmecken (eine fantastische Auswahl

gibt’s im Tigh Neachtain in der

Cross Street), frischen Erinnerungen

auf und kommen umgehend mit unseren

Tischnachbarn ins Gespräch.

Die Iren sind ein geselliges Völkchen.

Als wir bereits gemeinsam alte Oasis-

Nummern schmettern, erinnern wir

uns an den sportlichen Teil unserer

Reise und verabschieden uns.

Am nächsten Morgen empfängt

uns Derek vom örtlichen Fahrradverleih.

„Klar könnt ihr Rennräder

haben“, sagt er, während wir die Auswahl

in seinem Laden inspizieren.

„Bedenkt aber, dass ihr am Atlantik

unterwegs seid. Da bläst euch schon

mal eine steife Brise ins Gesicht.“

Offenbar erwecken wir nicht gerade

den Anschein, als würden wir unentwegt

für die Tour de France trainieren.

Wenig später radeln wir bei strahlendem

Sonnenschein auf zwei

gemütlichen Holland-E-Bikes über

den Wild Atlantic Way gen Westen,

Etappenziel Indreabhán. Dereks zunächst

belächelte Empfehlung erweist

sich als echter Glücksgriff: Ich schalte

gleich nach dem Start die Elektrounterstützung

hinzu und rolle wie

Party-Stadt Galway

In irgendeinem

Pub gibt’s immer

Live-Musik

von selbst über den glatten Asphalt.

Das Treten wird zum Kinderspiel –

was für eine sensationelle Erfindung!

Saftig grüne Wiesen ziehen vorbei,

auf den Feldern grasen Schafe und

Pferde. Hinter Steinmauern ducken

sich weiße Häuschen, in deren Gärten

hin und wieder sogar Palmen gedeihen,

dem milden Golfstrom sei Dank.

Und linkerhand glitzert fast ununterbrochen

der silberblaue Atlantik in

der Sonne. Kleiner Wermutstropfen

unserer Spontanplanung: Die Strecke

ist eigentlich eine Autoroute und die

Straßen sind recht schmal. Aber die

raue Landschaft, die frische Seeluft

und die schönen Stopps unterwegs

machen das allemal wett. Manche

sind bisweilen herrlich skurril, etwa

der Blackrock Diving Tower, der sich

unverwüstlich gegen die Atlantikwellen

stemmt und uns schon kurz

hinter Galway vom Sattel steigen lässt.

Das archaisch anmutende Betonungetüm

bestätigt jedes Klischee über

den hartgesottenen Iren: Stämmige

Kerle wuchten sich hier den gelben

Sprungturm hinauf, um sich anschließend

mit lautem Gejohle in den eiskalten

Ozean zu stürzen – Badespaß

auf irisch, der eher wie ein keltisches

Ritual anmutet.

Kurz darauf hat uns die Straße

wieder. Wir radeln durch winzige

2/2017 35


Inspiration E-Bike Irland

Doloreme stes

Aboritio henes destes

voluptar tissi odit rest

Schlechtwetter im Anmarsch

– Zeit, die Regenjacke rauszuholen

Dörfer, machen in kleinen Cafés

Halt und trinken leckeren Cappuccino.

Und immer wieder biegen wir

von der Route ab, um die unzähligen

Strände entlang der Strecke zu erkunden.

Hier spielt das E-Bike seine

Spaßkarte zu unserer Freude voll

aus. Ist mit herkömmlichen Fahrrädern

im schwergängigen Sand

meist Schieben angesagt, gibt es

dank Elektrosupport kaum ein Hindernis.

Wie kleine Kinder sausen

wir lachend über den Strand. Unter

Zugabe der vollen Akkuleistung beschleunigen

wir wie wild und driften

regelrecht über den Beach. Was für

ein Vergnügen!

Am frühen Nachmittag erreichen

wir schließlich das beschauliche

Fischerörtchen Spiddal mit seiner

schnuckeligen Steinkirche. Wir setzen

uns auf die schweren Ufermauern

am Hafen, ein paar Boote dümpeln

im seichten Wasser oder liegen halb

auf dem Trockenen im Schlick. Irische

Dorfidylle. Der Weg ist das Ziel

an der Westküste der grünen Insel.

Um gegen Abend wieder rechtzeitig

in Galway zu sein, beschließen wir,

die geplante Etappe nach Indreabhán

sausen zu lassen und treten die

Rückfahrt an. Unsere launige Rallyeaktion

am Strand hätten wir wohl

lieber bleiben lassen, denn die Akkus

sind mittlerweile so gut wie leergelutscht.

Den elektrischen Rückenwind

gibt’s jetzt nur noch an Steigungen,

was immerhin zur Folge hat, dass wir

tatsächlich mal mit voller Muskelkraft

in die Pedalen treten müssen.

Trotzdem fühlen wir uns am Abend

erstaunlicherweise kaum erschöpft

Katja Schulz aus dem ADAC Reisebüro in Westfalen

über irische Geselligkeit und Dublins Pub-Spots

Die atemberaubende Landschaft mit ihren grünen Bergen,

den langen Sandstränden und imposanten Steilklippen

fasziniert mich an Irland genauso wie die Herzlichkeit und

Gastfreundlichkeit der Menschen. Wer sich Dublin ansieht,

sollte unbedingt das Kulturviertel Temple Bar besuchen.

Hier gibt es unzählige Bars und Pubs mit Live-Musik bis in

die Nacht. Man genießt irisches Bier und kommt mit den

Einheimischen ins Gespräch. Sehr sehenswert ist auch

das Guinness Storehouse, in dem man auf sieben Etagen

alles über das traditionsreiche irische Bier erfährt. Auf dem

Dach der Brauerei befindet sich die Gravity Bar mit tollem

Rundumblick auf Dublin.

ADAC Reiseinfos zu Irland:

bit.ly/1RZNg9j

Video „Basiswissen E-Bike“:

bit.ly/2k8fO3a

Vorsicht Stufe!

An den Cliffs

of Moher geht

es 200 Meter

senkrecht in

die Tiefe

Experten-Tipp

Seite

scannen,

mehr

erfahren

und sinken mit dem wohligen Gefühl

in die Kissen, sportlich aktiv gewesen

zu sein und dennoch eine relaxte

Radtour unternommen zu haben.

Mit frisch geladenen Stromspeichern,

weicheren Sätteln (danke,

Dunguaire

Castle bei

Sonnenschein

Die steife

Atlantik-Brise

hat die Wolken

im Nullkommanix

weggepustet

Gratis und

exklusiv für

ADAC

Mitglieder

Das Tour-Set

mit Urlaubsführer,

Reisekarten

und Länderinformationen

Weitere Infos

bit.ly/

1LTcMLT

Derek!) und gut erholt nehmen wir

am zweiten Tag unsere südliche

Etappe auf dem Wild Atlantic Way

in Angriff. Bis zu den spektakulären

Cliffs of Moher, den gewaltigen Steilklippen,

die sich südlich von Galway

über 200 Meter hoch senkrecht aus

dem tosenden Atlantik auftürmen,

sind es laut Karte gut 75 Kilometer.

Mit unseren E-Bikes sollten die locker

in fünf Stunden zu schaffen sein.

Die Sehenswürdigkeit erweist sich

aber schnell als unerreichbar, denn

unsere Tour beginnt so gemächlich

wie am Vortag. Überall erwarten

uns kleine Highlights entlang der

Strecke, die hier übrigens deutlich

einsamer durch die hügelige grüne

Landschaft verläuft: Hühnengräber,

lauschige Dörfer, Ruinen von alten

Herrenhäusern und Burgen, die aussehen

wie die Drehorte von „Braveheart“

oder „Highlander“. Die kreischenden

Möwen und das Rauschen

der Atlantikwellen sind wieder der

Soundtrack unserer Radtour. Die

elektrische Trethilfe kommt diesmal

nur zum Einsatz, wenn uns Steigungen

den Spaß am Fahren verderben.

Kurz vor dem malerischen Hafenort

Kinvara rollen wir auf Dunguaire

Castle zu, das direkt an der Straße auf

einer kleinen Anhöhe thront und natürlich

besichtigt werden muss. Das

festungsartige Gemäuer ist keine

Burg, sondern ein typisches Tower

House aus dem 16. Jahrhundert.

Die wehrhaften Turmhäuser prägen

bis heute die irische Landschaft und

boten dem damaligen Landadel

Schutz vor den seinerzeit häufigen

Überfällen und Raubzügen. Heute

wird das alte Wohnhaus für mittelalterliche

Bankette genutzt. Im

düsteren gewölbeartigen Inneren

reihen sich wuchtige Holztische

unter Kronleuchtern.

Wir setzen uns ans Wasser, gönnen

uns eine selbstgemachte Limonade

und treten gegen Mittag den

Rückweg an, um rechtzeitig wieder

in Galway zu sein. Denn eines wollen

wir uns auf unserem irisch-sportlichen

Kurztrip natürlich nicht entgehen

lassen: die Aussicht von den

Cliffs of Moher. Die Tour treten wir

später entspannt mit dem Auto an.

Irland per E-Bike? Wir kommen

wieder, keine Frage!

Winderprobte E-Biker Die ADAC

Urlaub-Reporter und Kumpels

Diddo Ramm und Wolfgang Siesing.

Angebote

Familiär

Connemara Coast, Furbo

Das moderne Familienhotel liegt westlich

von Galway idyllisch am Meer. Es gibt

ein Hallenbad, zum Sportangebot zählen

Surfen, Segeln sowie eine Fahrradvermietung.

ab 66 € / p. P. und Nacht im DZ /

Eigenanreise

Veranstalter: DERTOUR

Komfortabel

Maldron Hotel, Galway

Nahe des Städtchens Oranmore, gut acht

Kilometer vom Zentrum Galways entfernt,

verwöhnt dieses 113-Zimmer-Haus mit

Sauna, Spa, Pool und hauseigenem Pub.

ab 39 € / p. P. und Nacht im DZ /

Eigenanreise

Veranstalter: TUI

Geschmackvoll

Clayton Hotel, Galway

Das behagliche 4-Sterne-Haus ist die

perfekte Basis für den Stadtbesuch.

In acht Minuten gelangen Sie in das

Zentrum von Galway. Es gibt eine Bar,

ein Restaurant, viele Zimmer verfügen

über eine Badewanne.

ab 45 € / p. P. und Nacht im DZ /

Eigenanreise

Veranstalter: Jahn Reisen

Änderungen vorbehalten

Beratung und Buchung in Ihrem

ADAC Reisebüro siehe S. 49


Inspiration E-Bike Irland

E-Bike Irland Inspiration

E-Bike Irland – alles Wichtige auf einen Blick

Radtouren, Pubs und Bike-Tipps

Urlaub

Expertin Katja Schulz vom ADAC Reisebüro in Westfalen

Anreise

Dublin bietet sich als Ausgangs-

Reisezeit

Die ideale Reisezeit liegt zwischen

rung hat auch vor der irischen Küche

nicht Halt gemacht. In größeren Orten

findet man indische neben italieni-

oder per Rad erkunden möchte. Für

den Abend empfiehlt sich auch im

Sommer ein mollig warmer Pullover.

Mit dem E-Bike unterwegs

punkt für Irland-Reisen an. Die irische

Hauptstadt wird regelmäßig

von Berlin, München, Frankfurt, Köln

und Hamburg aus angeflogen. Neben

Lufthansa und Aer Lingus verkehrt

Mai und September, den Sonnenschein

hat die Insel im Mai und Juni

gepachtet. Mit Regen muss man am

Atlantik aber jederzeit rechnen. Dank

Golfstrom herrscht das ganze Jahr

schen Lokalen, frische Meeresfrüchte

gibt es an der Küste überall. Größte

Begeisterung kommt beim Speisen in

den Pubs auf: Vom schlichten Sandwich

bis zum kleinen Menü kann man

Geld

Der Euro ist offizielles Zahlungsmittel.

Bankkarten (mit Maestro- oder

Es gibt drei Typen Beim Pedelec unterstützt der Elektromotor (bis 250 Watt) während des Tretens

bis maximal 25 km/h. Wer schneller sein will, muss strampeln. Die Unterstützung lässt sich in

Stufen einstellen. Bei Pedelecs 45 bzw. S-Pedelecs sind Leistung und Tempo höher (500 Watt,

45 km/h). Echte E-Bikes sind Elektromofas, die auch ohne Pedalbewegung fahren.

Ryan Air von Frankfurt-Hahn und

Berlin turnusmäßig. Für die Einreise

ist der Personalausweis ausreichend.

Mit dem Auto fährt man von Dublin

in knapp zweieinhalb Stunden an die

Westküste nach Galway.

Wild Atlantic Way

5 km

2

über ein ausgeglichenes Klima.

Essen & Trinken

Irish Stew, der deftige Hammelfleisch-Eintopf,

ist out. Die Globalisie-

1

Irland

Nordirland

Belfast

Dublin

Die Region um

Galway liegt im

Westen Irlands

hier sein Dinner in der Gesellschaft

freundlicher Nachbarn und großartiger

Folkmusik genießen.

Drei Top-Adressen in Galway:

Oscar’s Seafood Bistro

Taufrisch aus dem Atlantik serviert

das erstklassige Fischrestaurant Austern,

Muscheln und Seeteufel.

www.oscarsseafoodbistro.com

Garawan’s

In der Whiskey-Bar im Herzen von

Galway werden auch Tastings angeboten,

die Auswahl ist riesig.

www.garavans.ie

Tigh Neachtain

Irische, britische, walisische Biere und

sogar deutsches Flens – in dem urigen

Pub mit endloser Bierkarte gibt’s

auch Livemusik.

www.tighneachtain.com

Unterkunft

Irland verfügt über eine gute Infrastruktur

an Unterkünften. Vom gemütlichen

B&B bis zur 5-Sterne-Herberge

ist alles buchbar. Während der vielen

regionalen Musikfestivals empfiehlt

es sich in einigen Gegenden, langfristig

zu planen und zu buchen.

Kleidung

Allwetterkleidung (Regenjacke und

-hose) sollte in keiner Reisetasche

fehlen, wenn man die Insel zu Fuß

FOTOS: WOLFGANG SIESING (5), DIDDO RAMM, PRIVAT, CLAYTON HOTEL GALWAY, MALDRON HOTEL, CONNEMARA COAST HOTEL,

ADAC E.V., VICTORIA PEDELECS/HERMANN HARTJE KG; KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE

V-PAY-Symbol) sowie die gängigen

Kreditkarten werden als Zahlungsmittel

meist akzeptiert.

Gesundheit

Die grüne Insel birgt keine besonderen

Gesundheitsrisiken. Wer mit

dem Rad unterwegs ist, sollte neben

der üblichen Reiseapotheke mit Verbandszeug

etc. jedoch auch Desinfektionsmittel

sowie eine Muskelsalbe

einpacken. Der Abschluss einer Auslandsreiseversicherung

ist ratsam.

Radtouren

Organisierte Radtouren inklusive

E-Bike, Ausrüstung, Kartenmaterial,

Hoteltipps etc. bietet Wild Atlantic

Way E-Bike Tours ab Galway an.

Infos: www.wildatlanticway.bike/

tours. Besonders Radfahrer sollten

beachten, dass auf der Insel Linksverkehr

herrscht und sie die stellenweise

engen Straßen mit Autos teilen müssen

– Radfernwege gibt es kaum. Planen

Sie die Etappen nicht zu lang, an

der Westküste gibt es viele gebirgige

Teilstücke, die Kraft kosten. Weitere

Infos: www.westirelandcycling.com

Nicht versäumen

Was kann irischer sein, als sich mit

einem lokalen Craftbeer vor einen der

zahlreichen Pubs zu setzen und dem

Irish Folk der Straßenmusiker zu lauschen.

1 Galway, die größte Stadt

Reichweite prüfen

Vollgas macht Laune, leert aber

den Akku. Auf langen Touren daher

mit niedriger Unterstützung fahren

Achtung Sonne!

Hitze belastet den Akku.

Das E-Bike daher nicht in

der prallen Sonne abstellen

an der Westküste, ist hierfür perfekt

und dazu ein idealer Ausgangspunkt

für ausgedehnte Radtouren. 2 Die

Cliffs of Moher sollten auf jeder Reiseagenda

stehen, ob mit dem E-Bike

oder dem Mietwagen.

Literatur

Pete Mc Carthy: „Mc Carthy’s Bar“

Ein Streifzug über die grüne Insel.

Teilweise derbe, groteske und immer

wieder lautstarke Liebeserklärung an

das Land der rothaarigen Mädchen.

Piper-Verlag, 386 Seiten, 9,99 €.

Clever schalten

Je höher die Trittfrequenz,

desto geringer

der Akku-Verbrauch.

Daher rechtzeitig den

Gang wechseln und an

Steigungen in niedrigere

Gänge schalten

Ken Bruen: „Ein Grabstein für Jack

Taylor“ Privat-Ermittler Jack Taylor

jagd in Galway eine brutale Gang, die

die Stadt von Schwachen und Armen

„reinigen“ möchte. Span-nender Krimi.

In der Übersetzung von Harry Rowohlt

kommt die Sprachgewalt des

Autors zum Tragen. Atrium-Verlag,

288 Seiten, 16 €.

i Information

Luftdruck prüfen

Pralle Reifen haben

einen geringeren

Rollwiderstand, das

Fahren fällt leichter

Reiseinformationen zu Irland und

dem Wild Atlantic Way finden Sie

unter: www.ireland.com

38 2/2017 2/2017 39


Experten-Tipp Ratgeber

Ratgeber Experten-Tipp

Urlaub

Fragen & Antworten

Sie haben Fragen? Die Experten der ADAC Reisebüros antworten

Was tun, wenn die Airline

meinen Koffer verliert?

Wenden Sie sich sofort an den lokalen

Lost&Found-Schalter oder an die Airline

und füllen Sie die Schadensmeldung aus.

Lassen Sie sich eine Kopie geben! Haben

Sie eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen,

melden Sie den Verlust unverzüglich

der Versicherung. Fehlt Ihr Gepäck, dürfen Sie

die für den Aufenthalt benötigten Dinge einkaufen,

also Badehose beim Strandurlaub

etc. Bewahren Sie die Kassenbons gut auf!

Bleibt der Koffer länger als 21 Tage verschwunden,

gilt er als verloren und Sie

haben Anspruch auf maximal ca. 1400 Euro.

Infos bietet die Broschüre „Fluggastrechte“

des Europäischen Verbraucherzentrums:

www.evz.de

Smartphone geklaut

– was jetzt, wie vorbeugen?

Lassen Sie zuerst die SIM-Karte bei Ihrem Mobilfunkanbieter

sperren. Hierfür benötigen Sie meist Handynummer

oder Kundennummer. Anschließend zeigen

Sie den Fall bei der Polizei an. Jedes Mobiltelefon

kann durch seine elektronische

Zulassungsnummer, die IMEI, identifiziert

werden. Nach Eingabe des Tastencodes

Stern-Raute-null-sechs-Raute (*#06#)

erscheint die IMEI auf dem Display Ihres

Handys. Notieren! Die Nummer hilft bei der

Identifikation des gestohlenen Geräts. Auch

Anti-Diebstahl-Apps, die zum Beispiel auf

GPS-Sender zugreifen,

können helfen, das Gerät

wiederzufinden. Wichtig:

Immer die Bildschirmsperre

aktivieren und Daten möglichst

regelmäßig sichern, etwa

über ein Backup.

Was darf ich aus meinem

Hotelzimmer mitnehmen?

Streng genommen gehören selbst Shampoos und Seifen

zur Hotelausstattung, die man nicht einfach als kostenloses

Souvenir mitnehmen darf. Allerdings unterscheiden die

meisten Hotels zwischen solchen Gebrauchsartikeln und

Gegenständen, die zur Ausstattung des Hotels gehören und

immer wieder genutzt werden. Zu Letzteren gehören etwa

Handtücher und Bademäntel. Wer diese einfach einsteckt,

begeht Diebstahl und macht sich strafbar.

Wie reagiert man bei einem

Autounfall im Ausland?

Wie bei einem Blechschaden in Deutschland ist es ratsam,

stets die Polizei zu rufen. Notieren Sie sich das Kennzeichen

des Unfallgegners, den genauen Vorfall und machen Sie

Beweisfotos. Wenn Sie mit

einem Mietwagen unterwegs

sind, kontaktieren

Sie den Verleiher. In

vielen Ländern betreibt

der ADAC Notrufstationen

mit deutschsprechenden

Mitarbeitern, die Sie über

folgende Nummer erreichen:

+49 89 22 22 22.

In Ihrer Geschäftsstelle erhalten

Sie zudem den mehrsprachigen

Europäischen

Unfallbericht (3,95 €).

FOTOS: ISTOCK (6), PRIVAT

Wie viel Trinkgeld muss ich

im Ausland geben?

Jedes Land hat hier seine eigenen Sitten. In den USA und

Kanada ist Trinkgeld die Regel, weil die Kellner meist davon

leben. Steht keine Servicegebühr auf der Rechnung, sind

15 bis 20 Prozent der Rechnung üblich, sonst erntet man

mitunter Kommentare, ob man nicht zufrieden gewesen

sei. In Japan hingegen ist Trinkgeld unüblich. Auch in

Skandinavien wird nicht unbedingt ein Aufschlag erwartet.

In Spanien und Portugal gibt man etwa 5 bis 10

Prozent der Rechnung. Auch

Zimmermädchen freuen

sich übrigens pro

Woche über etwa

fünf Euro (in

Italien oder der

Türkei gilt es

als höflich, dieses

Trinkgeld

persönlich zu

überreichen).

Weitere Fragen & Antworten unter:

bit.ly/2iduHQX

Schicken Sie uns Ihre Fragen an:

redaktion@adac-urlaub.net

Worauf muss ich beim Urlaub

in den Bergen achten?

Seite

scannen,

mehr

erfahren

Die meisten Menschen können Höhen bis 1000 Meter gut

vertragen. Wer in höhere Gefilde reist, sollte dies unter

Umständen mit seinem Arzt abstimmen. Bei bestehendem

Bluthochdruck sollte dieser zum Beispiel gut eingestellt

sein. Auch Lungenpatienten kann die dünnere Luft ab 1500

Metern Probleme bereiten. Die akute Bergkrankheit, die

mit Kopfschmerzen und Übelkeit einhergeht und lebensbedrohlich

werden kann, tritt meist erst ab Höhen von 2500

Metern auf. Grundsätzlich gilt, sich langsam an die Höhe zu

gewöhnen und besonders in den ersten Tagen nach Ankunft

größere Anstrengungen zu meiden.

KOLUMNE

Familie on Tour

Mit Kindern fremde Länder zu entdecken, ist

spannend. Doch Reisen in die Tropen können

für die Kleinen zur Belastung werden.

Dr. Lucia Schmidt

ist Ärztin und Redakteurin bei

der „Frankfurter Allgemeinen

Sonntagszeitung“

Moderne Elterngeld-Regelungen machen es möglich:

Immer mehr Mütter und Väter nehmen gleichzeitig

eine Auszeit im Job und nutzen die gemeinsamen

freien Wochen, um die Welt zu entdecken. Beliebt sind dabei

Reiseziele weit weg von der Heimat – etwa tropische Gebiete.

Doch gerade in diesen Regionen sollte man beim Reisen mit

Kindern Regeln beachten. Für die kleinen Körper sind Temperaturunterschiede

und Hitze eine große Belastung. Deshalb

müssen Eltern immer genügend Trinkwasser im Gepäck haben.

Kinder trocknen schneller aus als Erwachsene. Auch ihr

Elektrolythaushalt reagiert sensibler, gerade wenn zur Hitze

noch Durchfall kommt. Aufgrund niedriger hygienischer

Standards und ungewohnten Essens sind Magen-Darm-

Beschwerden in den tropischen Ländern keine Seltenheit. Mit

Blick auf die Ernährung ist es deshalb (fast) am einfachsten,

mit Säuglingen zu reisen, die noch voll gestillt werden.

In den Tropen ist auch die UV-Strahlung besonders stark.

Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor über 30, Kopfbedeckung

und UV-Schutzkleidung sind Pflicht. Ebenso sollte die

Kleidung vor Mücken schützen. Es gibt in diesen Gebieten zahlreiche

Insekten, die mitunter bedrohliche Erkrankungen wie

Malaria oder Dengue-Fieber übertragen. Zur Malaria-Prophylaxe

für Kinder, Impfungen und der passenden Reiseapotheke

fürs Urlaubsland beraten Kinderärzte oder Tropeninstitute.

Infektionen aus tropischen Ländern können übrigens auch erst

nach der Rückkehr auftreten, deshalb bei Beschwerden dem

Arzt zu Hause unbedingt von der Reise berichten.

Besonders spannend für Kinder ist die außergewöhnliche

Tiervielfalt der Tropen. Doch Vorsicht, laut Tropeninstituten

ist dort die Tollwutgefahr erhöht.

Kinderärzte raten: Wenn möglich, mit Tropenreisen

warten, bis Kinder das Schulalter erreicht haben. Dann haben

sie nicht nur ein Verständnis für Gefahren und hygienische

Verhaltensweisen, sondern auch für die Schönheit der

fremden Länder.

40 2/2017 2/2017 41


Wellenreiten Portugal Inspiration

Schöner

brettern

Sonne im Gesicht, Wachs unter den Füßen

und hinter sich die geballte Kraft des Atlantiks:

Wellenreiten ist der perfekte Sport für den

Sommer – und Portugal das schönste Land,

um den Wasserspaß auszuprobieren.

Eine Anfängerin und ein Profi erzählen.

TEXT Inga Wonnemann

Ein Traum für Fisch- und Weinliebhaber,

Hotspot für partyhungrige

Szenegänger oder

Erholung für Naturfreunde: Portugal

lässt das Reiseherz höherschlagen.

Vor allem das der Wassersportler. Ob

Kitesurfen, Bodyboarden oder Wellenreiten

– jede Küste bietet unterschiedlichste

Bedingungen. An einem

Strand lassen sich Anfänger von

kleinen Wellen Richtung Strand tragen,

am nächsten jagen Profis durch

vom Meer geformte Wassertunnel.

Der perfekte Portugal-Urlaub startet

in der schönsten Stadt des Landes:

Lissabon. Dort kann man stundenlang

durch die Gassen bummeln,

versteckte Rooftop-Bars entdecken

und köstliche Backwaren naschen

wie das berühmte Pastel de Nata. Danach

braust man mit einem Auto die

Küste hinauf oder hinunter bis in die

Algarve. An den einsamen Buchten

findet sich immer ein freier Stellplatz

für Auto oder Camper, wild campen

ist erlaubt. Morgens dann mit Blick

auf den Ozean aufwachen: unbezahlbar.

In Portugal gibt es zu jeder Jahreszeit

etwas zu erleben: Im Winter

lassen sich vor Nazaré Monsterwellen

beobachten, im Frühling und Herbst

ist Wandern angesagt und im Sommer

Badespaß und Wassersport.

Fester Stand

Damit die

Füße beim

Wellenritt nicht

wegrutschen,

wird das Brett

gewachst

Zusammen mit Surflehrerin

Ines stehe ich vor einem Surfshop

in Peniche, nördlich von

Lissabon. Ich habe einen Anfängerkurs

gebucht, eine Stunde Surfen inklusive

Surfbrett und Neoprenanzug.

Den braucht man im Atlantik, das

Wasser hat nur 17 Grad. Die Portugiesin

sucht ein großes Schaumstoffboard

für mich aus und reicht mir

einen grauen Neoprenanzug. Während

sie routiniert in ihren eigenen

Anzug schlüpft, zwänge ich mich

ungeschickt in das scheinbar viel zu

enge Surf-Outfit. Ich werfe einen fragenden

Blick zur braungebrannten

Surflehrerin, sie lächelt und nickt: „Der

muss eng anliegen, sonst frierst du.“

Drei Tage bin ich jetzt bereits in

Portugal. Zwei Tage Sightseeing in

Porto, dann mit dem Überlandbus

nach Peniche. Eine Woche möchte

Inga Wonnemann, Anfängerin

„Berauscht

von Wellen“

ich in dem gemütlichen Surfer-Städtchen

urlauben, die zweite Woche mit

einem gemieteten VW-Bus Richtung

Süden fahren. Ich liebe es, Urlaub mit

Sport zu verbinden. Wandern in Indonesien,

Snowboarden in Kanada

und jetzt eben Surfen in Portugal.

Auf dem Weg zum Strand erzählt

Surflehrerin Ines mir und einer weiteren

Kursteilnehmerin, Katja, dass

wir einen günstigen Tag erwischt

haben. Manchmal sind bis zu acht

Teilnehmer in einem Kurs. Während

wir zum Strand hinuntergehen,

schlägt mein Herz schneller. Die

weiße Brandung sieht ganz schön

wild aus. Ob ich heute schon eine

Welle herunterfahren werde?

Nachdem Ines einige Grund- und

Sicherheitsregeln erklärt hat und wir

uns aufgewärmt haben, geht es los.

Ich befestige mein Brett über eine

Seite

scannen,

mehr

erfahren

FOTO: TINY WHALE LODGE / ANDY TROY


Inspiration Wellenreiten Portugal

Art Plastikseil an meinem Knöchel,

nehme es unter den Arm und laufe

Richtung Wasser. Mit einer Mischung

aus Vorfreude und Respekt vor den

Wellen waten Katja und ich Ines

hinterher. Wir gehen nicht ganz raus,

nur so weit, dass wir hüfthoch im

Weißwasser stehen. So bezeichnet

man bereits gebrochene Wellen, die

auf den Strand zurollen. Ines signalisiert

uns, dass wir unsere Bretter

Richtung Strand drehen sollen. Dann

stellt sie sich hinter mich und hält

mein Surfbrett in Position. Bäuchlings

lege ich mich auf den Schaumstoff –

eine ziemlich wackelige Angelegenheit.

Ines wartet eine günstige Welle

ab und schubst mein Brett Richtung

Strand. Wie beim Aufwärmen geübt,

vollziehe ich eine halbe Liegestütze

und will gerade meine Beine unter

den Bauch ziehen, um aufzustehen –

da verliere ich das Gleichgewicht und

platsche der Länge nach ins Wasser.

Schnell tauche ich auf, ziehe mein

Brett an der Leine zurück zu mir und

wate zu Ines. Gar nicht so einfach!

Am Ende der Stunde stehe ich aber

tatsächlich mehrere Sekunden auf

meinem Brett und fahre meine erste

Welle hinab. Ein unbeschreibliches

Gefühl! Völlig ausgepowert, aber

überglücklich beende ich meine

erste Surfstunde – und buche sofort

die nächste.

Adrenalinkick

Profis surfen

Wellen, die

gerade erst

brechen

Als ich meinen Job gekündigt

habe, um zu surfen, war

meine Familie skeptisch.

Heute ist das kein Thema mehr,

sie wissen, wie glücklich ich bin.

Seit 2013 lebe ich in der Algarve, in

einem kleinen Fischerdorf namens

Burgau. Der Wunsch, Surflehrer zu

werden, ist noch in meiner Heimat

England entstanden. Damals war

ich unzufrieden mit meinem Leben.

Nach der Schule bin ich einige Monate

durch Australien gereist und

stand das erste Mal auf einem Surfbrett.

Was für ein Erlebnis! Zurück

in London habe ich das vermisst

– das Meer, die Wellen, das Surferleben.

Noch in England habe ich die

Ausbildung zum Surflehrer gemacht

und bin dann losgezogen.

Bis heute habe ich meine Entscheidung

nicht bereut. Kein Wunder,

Portugal ist das perfekte Land für den

Sport. Frankreich und Spanien sind

FOTO: TINY WHALE LODGE / ANDY TROY

Sam Smith, Surflehrer und Profi

„Aus Stadt

mach Strand“

zwar auch klasse, aber touristischer.

In Portugal findet man noch leere

Strände, die Preise sind relativ günstig

und die Menschen superfreundlich.

Hier zählt weniger dein Status,

sondern dein Charakter. Bist du ein

sympathischer Mensch, dann bist

du ein sympathischer Mensch – egal

ob du Fischer, Busfahrer oder eben

Surflehrer bist.

Wenn man mobil ist, kann man

hier das ganze Jahr über surfen. Im

Sommer ist die Westküste perfekt, je

nach Wind und Seegang findet man

aber auch in der Algarve gute Wellen.

In der Regel ist die Westküste immer

etwas wilder als der Süden.

Vor allem im Winter: Dann laufen

im Fischerort Nazaré Riesenwellen

von bis zu 30 Metern an. Da trauen

sich nur echte Könner ran. Um die

Monsterwellen zu surfen, muss

man unglaublich mutig sein. Mit

Jetskis ziehen sich die Surfer in die

gigantischen Wasserberge rein und

donnern dann mit bis zu 100 Stundenkilometern

Richtung Küste.

Uns normale Surfer zieht es im

Winter eher in den Süden. Die Küste

ist dort geschützter und das Meer

ruhiger. Es ist natürlich etwas kälter

als im Sommer, und nach dem

Surfen muss man sich einen dicken

Pulli überziehen, aber mir macht

das nichts aus. Im Gegenteil: In der

Nebensaison sind nur wenige Surfer

unterwegs, und manchmal hat man

eine Welle ganz für sich allein. Mitunter

kommen auch in der Algarve bis

zu vier Meter hohe Wellen an, die

sind perfekt für Tricks und Sprünge

und machen irre viel Spaß. Wie überall

und zu jeder Jahreszeit darf man das

Meer und besonders den Atlantik aber

nie unterschätzen. Starke Strömungen

und die Tide können für Schwimmer

sehr gefährlich sein. Bevor man ins

Wasser geht, sollten deshalb auch

erfahrene Sportler immer mit Surfern

reden, die sich mit den Bedingungen

vor Ort auskennen. Und man sollte

erst mal eine Weile beobachten, wo die

Wellen brechen und wie die Strömung

verläuft. Anfängern empfehle ich, niemals

allein zu surfen und das Wasser

FOTO: TINY WHALE LODGE / ANDY TROY

Experten-Tipp

Alexandra Hüskes aus dem ADAC Reisebüro in

Frankfurt über Portugals Hauptstadt Lissabon

Wer das bezaubernde Lissabon mit seinen verwinkelten,

bunten Gassen besucht, sollte unbedingt eine Fahrt mit

der historischen Straßenbahn 28 machen, die einmal

quer durch die Stadt rattert. Einen traumhaften Blick über

Lissabon hat man von der Aussichtsplattform auf dem

Amoreiras Shopping Center. Abends streift man durch

die Lokale der Altstadt Bairro Alto oder steuert die Docas

an, die restaurierten Docks östlich der Ponte 25 de Abril

mit tollen Bars, Clubs und Restaurants. Kulinarik-Tipp:

die großartige Markthalle Mercado da Ribeira! Auch ein

Strandausflug ist kein Problem: Mit der Küstenlinie Linha

de Cascais ist man in 30 Minuten im Badeort Estoril.

ADAC Reiseinfos zu Portugal:

bit.ly/1nyKmey

Video „Surfen in Portugal“:

bit.ly/2ksHKBU

Leere Strände,

eine schöne

Brandung

– die perfekten

Zutaten zum

Wellenreiten

Seite

scannen,

mehr

erfahren

zu verlassen, wenn es dämmert. Mein

Tipp für fortgeschrittene Wellenreiter:

Bucht euch einen Surf-Buddy.

Das ist ein erfahrener Surfer, der einem

die besten Plätze zeigt, mit in die

Wellen kommt und Tipps gibt. Das

hat mir in meinen ersten Wochen

enorm weitergeholfen.

Angebote

In Lissabon

Turim Iberia Hotel

Das komfortable 4-Sterne-Haus bietet

klimatisierte Zimmer und liegt vier Kilometer

vom Zentrum entfernt. Die Anbindung

über Bus und Metro ist erstklassig.

ab 42 € / p. P. und Nacht im DZ inkl.

Frühstück / Eigenanreise

Veranstalter: Olimar

In Porto

Porto Trindade Hotel

Die 52 Zimmer sind geschmackvoll und

modern eingerichtet. Die malerische

Altstadt Ribeira am Duoro-Ufer erreichen

die Hotelgäste zu Fuß in 20 Minuten.

ab 46 € / p. P. und Nacht im DZ inkl.

Frühstück / Eigenanreise

Veranstalter: DERTOUR

In Peniche

Marriott Praia Del Rey Golf

& Beach Resort

Die luxuriöse Ferienanlage im Dorfcharakter

verfügt über Hallenbad und

Fitnessraum und liegt idyllisch direkt am

Strand sowie am hoteleigenen Golfplatz.

ab 43 € / p. P. und Nacht im Apartment

Village / Eigenanreise

Veranstalter: FTI

44 2/2017

Änderungen vorbehalten

Beratung und Buchung in Ihrem

ADAC Reisebüro siehe S. 49


Inspiration Wellenreiten Portugal

Fotorätsel Gewinnspiel

Urlaub

Wellenreiten – alles Wichtige auf einen Blick

Expertin Alexandra Hüskes vom ADAC Reisebüro in Frankfurt

Anreise

Die Städte Porto, Lissabon und Faro

werden von verschiedenen Airlines

aus Deutschland angeflogen, darunter

etwa Ryanair und Eurowings.

Unterkunft

Wer einen echten Surfurlaub machen

möchte, bucht sich in einem

Surf-Hostel ein. Ob einfaches Mehrbettzimmer

oder luxuriöses Yoga-Retreat:

In den Surf-Unterkünften trifft

man auf Gleichgesinnte, kann sich

austauschen und bei einem After-

Surf-Bier den nächsten Trip planen.

Voraussetzungen

Schwimmen muss man zum Surfen

unbedingt können. Ein Mindest- oder

Höchstalter gibt es nicht, allerdings

sollte man körperlich und geistig

fit sein. Eine gewisse Grundfitness

schadet ebenfalls nicht. Um möglichst

schnell aufs Brett zu kommen,

kann man vor dem Urlaub einige

Übungen machen, z. B. Liegestützen.

Ausrüstung

Anfängern reicht für den Surfurlaub

neben Badehose oder Bikini ein ausgeliehenes

Surfbrett und ein Neoprenanzug.

Beides findet man in den

strandnahen Surfshops für etwa um

die 20 bis 30 Euro pro Tag. Ein eigenes

Brett lohnt sich erst, wenn man

einige Wochen unterwegs ist und an

verschiedenen Stränden surfen will.

i Unterricht

An fast jedem Strand in Portugal gibt

es eine Surfschule. Auch Surfshops

bieten Kurse an. Sehen Sie sich den

50 km 1

Portugal liegt im

Westen der Iberischen

Halbinsel

Unterricht vorher an. Gute Schulen

erkennt man daran, dass die Surflehrer

mit den Teilnehmern ins Wasser

gehen und die Gruppen nicht zu

groß sind (acht bis zehn Leute). Drei

Anfängerspots: 1 Praia do Baleal

bei Peniche. Der lange Strand liegt

geschützt in einer Bucht und bietet

zu jeder Jahreszeit Wellen. 2 Praia

do Sol in Ericeira. Der „beach break“

liegt geschützt auf der Südseite, die

Wellen sind meist klein. 3 Carrapateira

in der Algarve hat zwei Strände,

die sich beide für Anfänger eignen.

Sicherheit

– Beachten Sie stets die ausgewiesenen

Surfbereiche und informieren

Sie sich über die Sicherheit, die Vorfahrtsregeln,

lokale Strömungen etc.

– Surfen Sie als Anfänger nie allein

und überschätzen Sie sich nicht.

Drei Meter hohe Wellen können Sie

in Situationen bringen, die Sie nicht

2

3

Gratis und

exklusiv

für ADAC

Mitglieder

Das Tour-Set

mit Urlaubsführer,

Reisekarten

und Länderinformationen

Weitere Infos

bit.ly/

1LTcMLT

mehr kontrollieren können.

– Verlassen Sie bei den ersten Anzeichen

von Müdigkeit das Wasser.

– Kämpfen Sie niemals gegen die

Strömung an. Falls Sie abgetrieben

werden, lassen Sie sich mittreiben.

Machen Sie auf sich aufmerksam.

– Cremen Sie Ihre Haut mit hohem,

wasserfestem UV-Schutz ein.

Nicht verpassen

Unvergesslich bleibt einfach eine

Surfsession im Sonnenuntergang.

Wenn sich der Himmel lila färbt und

das Meer ruhiger wird, gibt es nichts

Schöneres, als die letzten Wellen des

Tages zu reiten. Wer eine Surfpause

braucht, der erkundet die endlosen

Küstenwanderwege, nascht köstliche

Churros, hält in Lissabons Gassen

Ausschau nach dem perfekten

Souvenir oder schlürft in einer der

vielen Strandbars einen leckeren

Cocktail.

FOTOS: SINA METZ (2), PRIVAT, TURIM IBERIA HOTEL, MARRIOTT PRAIA DEL REY GOLF & BEACH RESORT, PORTO TRINDADE HOTEL, ADAC E.V.; KARTE: MAPS4NEWS.COM/© HERE

FOTOS: MAURITIUS IMAGES (2), EBIKE STORE

Gewinnspiel

Irgendwo in Deutschland. Aber wo?

Machen Sie mit! In jeder Ausgabe von ADAC Urlaub präsentieren wir einen

markanten Ort aus ungewohnter Perspektive. Wer ihn erkennt, kann gewinnen …

Ein römisches Aquädukt irgendwo in Südfrankreich? Könnte man meinen, doch dieses prächtige

Bauwerk mit seinen 29 Bögen überspannt auf 574 Metern ein Flusstal in Deutschland, gilt als

größte Ziegelsteinbrücke der Welt und als erste statisch berechnete Brücke überhaupt. Zudem

handelt es sich um ein Viadukt, also nicht um eine Wasserleitung (Aquädukt), sondern um

eine Straßen- bzw. Eisenbahnbrücke. Der Bau war zwischen 1846 und 1851 ein wahres

Mammutprojekt. Täglich wurden Zehntausende Ziegel gebrannt, die Planung musste geändert

werden, da sich der Untergrund im Tal als nicht so fest erwies wie angenommen

(die Elbphilharmonie lässt grüßen). 1736 Arbeiter schufteten unter harten Bedingungen an

der 78 Meter hohen Konstruktion, 31 von ihnen kamen dabei ums Leben. Wer das Bau-

werk erleben will, kann heute mit dem Zug über die zweigleisige Bahnstrecke rattern oder

bei spannenden Führungen vor Ort Details und Hintergründe über die Brücke erfahren.

Teilnahmebedingungen: Schicken Sie eine Postkarte an: ADAC Urlaub

Magazin, Stichwort: Gewinnspiel – Heft 2/2017, Pastorenstraße 16–18,

20459 Hamburg. Oder mailen Sie an: gewinnspiel@adac-urlaub.net,

Betreff: Gewinnspiel – Heft 2/2017. Einsendeschluss ist der 10.04.2017.

Bitte geben Sie Ihre Adresse und die Ihres ADAC Reisebüros an. Wenn

Sie gewinnen, wird Ihnen der Gewinn dort ausgehändigt.

Auflösung Heft 1/2017

Gesucht waren: die Feengrotten in Saalfeld, Thüringen

Die Gewinner der zehn ADAC Reiseführer plus Provence wurden von uns

inzwischen per Post benachrichtigt.

Neu: Seit dem 28.1. kann man in den Feengrotten täglich Thementouren buchen, u. a.

als Bergmann oder Schatzsucher. Ein tolles Erlebnis auch für Kinder. www.feengrotten.de

Gewinnen Sie

1 von 3 Ribcap Lenny Khaki

Coole Mütze mit Protektor im Wert von 89€!

Mit freundlicher Unterstützung durch

www.ebikestore.de

Teilnehmen kann jede(r) Volljährige. Mitarbeiter der ADAC Geschäftsstellen und Reisebüros sowie

verbundener Unternehmen und Agenturen können leider nicht teilnehmen. Der Gewinn wird unter

allen Teilnehmern ausgelost, Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Adressdaten werden

nur für die Durchführung des Gewinnspiels verwendet und ansonsten nicht an Dritte weitergegeben.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung sowie ein Umtausch des Gewinns sind

nicht möglich. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos und der Rechtsweg ausgeschlossen.

46 2/2017

2/2017 47


Reisebüro Regional

Vor Ort Reisebüro

Thailand

Auf zu den Glanzlichtern

des Königreichs

Thailand begrüßt Besucher

mit exotischer Pracht und

Schönheit. Dabei bietet es

viel mehr als üppige Natur und

herrlich feinsandige Strände. Die

einzigartigen Paläste und Tempel

können Reisende am besten auf

einer Rundtour erleben. Als Startund

Endpunkt bietet sich die Metropole

Bangkok an. Der faszinierende

Königspalast und der nur 66 Zentimeter

große Smaragdbuddha, das

Nationalheiligtum Thailands, bieten

einen lebhaften ersten Eindruck von

der Geschichte Siams.

Von der quirligen Hauptstadt

aus ist eine Rundreise zu den atemberaubenden

Kulturlandschaften

des Nordens sehr zu empfehlen.

Zunächst geht es nach Ayutthaya.

Die einst blühende Königsstadt ist

heute UNESCO-Welterbe mit einem

beeindruckenden Ruinenfeld voller

Paläste, Pavillons und Tempel.

Bis zum 14. Jahrhundert war das

350 Kilometer entfernte Sukhothai

das Herrschaftszentrum Siams. Heute

beherbergt das UNESCO-Welterbe

einen historischen Park voller verwunschener

Tempelanlagen.

Über die Berge geht es weiter nach

Chiang Mai, auch bekannt als „Rose

des Nordens“. In der Altstadt bietet

der traditionsreiche Sonntagsmarkt

Kunsthandwerk, Souvenirs, Straßenmusik

und Imbissbuden mit exoti-

Wir empfehlen

eine 11-tägige

DERTOUR-

Rundreise

inklusive Flug

mit Emirates

ab/bis Bangkok

ab 1333 €

pro Person im

Doppelzimmer

Moment im Grünen

Der Chiang-Mai-Park

ist genau der richtige

Platz zum Entspannen

schen Leckereien. Etwas außerhalb

liegt der gut 1000 Meter hohe Berg

Doi Suthep. Buddhistische Pilger

aus der ganzen Welt besuchen die

heilige Tempelanlage, die auf seiner

Spitze thront. Von hier aus bietet sich

besonders zum Sonnenuntergang

ein sagenhafter Ausblick über das

„Land der Millionen Reisfelder“.

Ein weiterer Höhepunkt im äußersten

Norden des Landes ist eine

Bootsfahrt durch die unberührte

Dschungellandschaft des River Kwai

bei Kanchanaburi mit seiner durch

den Hollywood-Film berühmten

Brücke. Von dort aus geht am besten

mit der historischen Eisenbahn

zurück in Richtung Bangkok oder

an einen der vielen wunderbaren

Strände Hua Hins.

Die Monate November bis April

gelten sowohl für den Norden als

auch für die Hauptstadt als die

beste Reisezeit. Dann ist am wenigsten

Regen zu erwarten.

FOTOS: ISTOCK (2)

Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern

ADAC Geschäftsstellen & Reisebüros in Baden-Württemberg

Aalen

Südlicher Stadtgraben 11,

73430 Aalen

(0 73 61) 6 47 07 30

aalen@wtb.adac.de

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr

Baden-Baden

Gewerbepark Cité 22,

76532 Baden-Baden

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rb.baden-baden@sba.adac.de

Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 17.30 Uhr,

Sa. 9.30 – 12.30 Uhr

Balingen

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72336 Balingen

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balingen@wtb.adac.de

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Bruchsal

Am Alten Güterbahnhof 9,

76646 Bruchsal

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reise.bruchsal@nba.adac.de

Mo. – Mi., Fr. 9 – 17 Uhr,

Do. 9 – 18 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr

Esslingen

Plochinger Straße 21,

73730 Esslingen

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esslingen@wtb.adac.de

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr

Freiburg

Am Predigertor 1,

79098 Freiburg

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Göppingen

Schillerbau II,

Willi-Bleicher-Straße 3,

73033 Göppingen

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goeppingen@wtb.adac.de

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr

Heidelberg

Pleikartsförster Str. 116,

69124 Heidelberg

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Mi. 8 – 17.30 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr

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heilbronn@wtb.adac.de

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76135 Karlsruhe

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Do. 8 – 18 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr

Ludwigsburg

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71634 Ludwigsburg

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reutlingen@wtb.adac.de

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr

Sindelfingen

Breuningerland, Tilsiter Straße 15,

71065 Sindelfingen

(0 70 31) 95 36 20

sindelfingen@wtb.adac.de

Mo. – Mi., Fr. 10 – 20 Uhr,

Do. 10 – 22 Uhr, Sa. 9.30 – 20 Uhr

Stuttgart Neckartor

Am Neckartor 2,

70190 Stuttgart

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stuttgart@wtb.adac.de

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr

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70173 Stuttgart

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stuttgart.city@wtb.adac.de

Mo. – Fr. 9.30 – 18.30 Uhr, Sa. 10 – 14 Uhr

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78224 Singen

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Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 17.30 Uhr,

Sa. 9.30 – 12.30 Uhr

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89073 Ulm

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Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr

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Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 17.30 Uhr,

Sa. 9.30 – 12.30 Uhr

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Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr

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E-Mail: dgiese@adac-urlaub.net

Tel.: +49 (0 44 21) 77 25 774

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Redaktionsleitung:

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Redaktionelle Mitarbeit:

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Dr. Lucia Schmidt, Wolfgang Siesing,

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Schlussredaktion:

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Art Direktion:

Dennis Bock

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E-Mail:

redaktion@adac-urlaub.net

Internet:

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Druck:

Vogel Druck und Medienservice

Leibnizstraße 5, 97204 Höchberg

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Vorschau

Urlaub

Die nächste Ausgabe erscheint

am 27. April 2017

Die Inselwelt der Balearen

Lieber nach Mallorca oder nach Menorca? Nach

Ibiza oder Formentera? Entdecken Sie die schönsten

Ecken der spanischen Mittelmeer-Perlen

Film ab!

Von „Game of Thrones“ über „James Bond“

bis hin zu „Winnetou“: Reisen Sie mit uns zu den

schönsten Film- und Seriendrehorten

Extra

Gewinnspiel

Hotspot Tel Aviv

Lässige Stadtstrände, cooles Nachtleben,

viel sehenswerte Kultur – ein Besuch in Israels

pulsierender Mittelmeer-Metropole

Unterwegs in Europas Süden

Weitere Themen

Mostar

Die traurig-berühmt gewordene Stadt in Bosnien-

Herzegowina schlägt heute eine Brücke zwischen

Okzident und Orient

Hamburg

Moin, Moin von der Waterkant! Was Sie in der

schönen Elbmetropole unbedingt erleben sollten

Schweden

Willkommen im Land von Michel und Pippi Langstrumpf.

Na ja, natürlich hat das skandinavische

Königreich noch viel mehr zu bieten

50 2/2017

Mit dem Camper durch Kanada

Zwischen Gletscherwelten und endlosen

Wäldern: ein unvergesslicher Roadtrip durch die

atemberaubende Natur von British Columbia

FOTOS: GETTY IMAGES (2), ISTOCK (2)

KROATIEN · KVARNER BUCHT, NOVI VINODOLSKI

Pension Maestral 777

Kleine Pension unter deutsch-kroatischer Führung, Restaurant mit

Terrasse, neu renovierte Zimmer. Ca. 200 m vom Felsstrand mit

Badeplateaus entfernt. 3 Nächte inkl. Frühstück

Pro Person im DZ ab € 75

ITALIEN · GARDASEE, MALCESINE

Hotel Rosa 777

Persönlich geführtes Haus, in der Bucht von Val del Sogno, direkt am

Kiesstrand mit Badesteg gelegen. Restaurant, Garten mit Swimmingpool.

Ca. 3 km ins historische Zentrum. 3 Nächte inkl. Halbpension

Pro Person im DZ ab € 114

Bei Buchung inklusive

q ADAC Plus-Mitgliedschaft erhalten

q Kostenfreier PKW-Urlaubs-Check

q Umfangreiches Info- und Kartenmaterial

q MY IKONA Fotobuch-Gutschein

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ITALIEN · ABRUZZEN, GIULIANOVA LIDO

SeaPark Resort & Spa 7777

Geschmackvolles, modernes und familienfreundliches Urlaubsresort

mit deutschsprechendem Personal, Restaurant mit Terrasse, 2 Pools.

Ca. 100 m vom Privatstrand entfernt. 4 Nächte inkl. Halbpension

Pro Person im DZ ab € 156

KROATIEN · ISTRIEN, RABAC

Valamar Girandella Resort – Family Hotel 77778

2016/17 neu erbautes Resort, bestehend aus einem Familien- und

einem Adults only-Bereich, direkt am Sand-/Kiesstrand, verschiedene

Pools. Top ausgestattete Zimmer. 3 Nächte inkl. Halbpension

Pro Person im DZ ab € 219

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