05.07.2017 Aufrufe

Handbuch Medien- und IT-Berufe 2017

Endlich Orientierung im Berufe-Dschungel Kann ich eine Berufsausbildung auch im Ausland absolvieren und ist Informatik wirklich nur etwas für Nerds? Wie lange dauert die Ausbildung zur Systemelektronikerin und was macht ein Veranstaltungskaufmann den ganzen Tag? Die Antwort gibt das druckfrische Handbuch „Medien- und IT-Berufe 2017“. Der jährlich erscheinende Ratgeber gibt Schülern/-innen, Studierenden und Eltern Orientierung im Berufe-Dschungel. Er informiert über die vielfältigen Jobs sowie die Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen der IT-, Medien-, Werbe-, Verlags-, Kreativ- und Eventbranche. Auch Profis aus der Praxis kommen zu Wort: Medien- und IT-Experten wie z. B. Google-Managerin Antonia Wälzholz oder Journalist und Fernsehpreisträger Michel Abdollahi berichten von ihrem persönlichen Karriereweg, geben Tipps zur Jobwahl und beleuchten aktuelle Trends und Perspektiven der Branche. Interessierte Schüler/-innen, Studierende, Eltern und Unternehmen können das kostenfreie Handbuch „Medien- und IT-Berufe 2017“ gegen Rückporto (1,45 €) bestellen.

Endlich Orientierung im Berufe-Dschungel

Kann ich eine Berufsausbildung auch im Ausland absolvieren und ist Informatik wirklich nur etwas für Nerds? Wie lange dauert die Ausbildung zur Systemelektronikerin und was macht ein Veranstaltungskaufmann den ganzen Tag? Die Antwort gibt das druckfrische Handbuch „Medien- und IT-Berufe 2017“. Der jährlich erscheinende Ratgeber gibt Schülern/-innen, Studierenden und Eltern Orientierung im Berufe-Dschungel. Er informiert über die vielfältigen Jobs sowie die Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen der IT-, Medien-, Werbe-, Verlags-, Kreativ- und Eventbranche.

Auch Profis aus der Praxis kommen zu Wort: Medien- und IT-Experten wie z. B. Google-Managerin Antonia Wälzholz oder Journalist und Fernsehpreisträger Michel Abdollahi berichten von ihrem persönlichen Karriereweg, geben Tipps zur Jobwahl und beleuchten aktuelle Trends und Perspektiven der Branche.

Interessierte Schüler/-innen, Studierende, Eltern und Unternehmen können das kostenfreie Handbuch „Medien- und IT-Berufe 2017“ gegen Rückporto (1,45 €) bestellen.

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Nach dem Abi<br />

die Zukunft gestalten<br />

MANAGEMENT<br />

MEDIEN<br />

JOURNALISTIK<br />

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SPORT UND EVENT<br />

Die Welt verändert sich. Gestalten<br />

Sie die Zukunft <strong>und</strong> treffen Sie eine<br />

Berufswahl, die zu Ihnen passt. Ob<br />

Studium zum Bachelor of Arts oder<br />

Ausbildung mit IHK-Abschluss – wir<br />

begleiten Sie <strong>und</strong> öffnen die Türen<br />

für eine erfolgreiche Karriere.<br />

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München<br />

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Köln<br />

Hamburg<br />

Berlin<br />

Hochschule Macromedia,<br />

University of Applied Sciences<br />

Macromedia Akademie<br />

Gertrudenstraße 3<br />

20095 Hamburg<br />

T 040 3003089-0<br />

info.hh@macromedia.de<br />

Hochschule Macromedia hochschule-macromedia.de<br />

Staatlich anerkannt <strong>und</strong> akkreditiert durch Wissenschaftsrat <strong>und</strong> FIBAA.<br />

Macromedia Akademie macromedia-ausbildung.de<br />

Staatlich anerkannt durch IHK/HK <strong>und</strong> gefördert durch die B<strong>und</strong>esagentur für Arbeit.<br />

Zertifi ziert durch CERTQUA.


6<br />

7<br />

IMPRESSUM<br />

INHALT<br />

Herausgeber:<br />

Geschäftsführender Vorstand:<br />

Autor:<br />

Inhaltliche Bearbeitung<br />

<strong>und</strong> Redaktion:<br />

Lektorat:<br />

Gestaltung:<br />

Titelfoto:<br />

Icons:<br />

Titelgestaltung:<br />

Druck:<br />

Rechtlicher Hinweis:<br />

KWB e. V. · Haus der Wirtschaft<br />

Kapstadtring 10 · 22297 Hamburg<br />

Tel. 040 334241-0 · Fax 040 334241-299<br />

info@kwb.de · www.kwb.de<br />

Hansjörg Lüttke<br />

Dierk Ladendorff<br />

Janna Menz, Christine Robben<br />

Christine Robben<br />

Regina Neubohn<br />

Theo Bruns, Motiv: El Bocho<br />

Monster: iStock © mightyisland,<br />

alle weiteren Icons: Icons made by Freepik from www.flaticon.com<br />

Regina Neubohn<br />

CPI books GmbH<br />

Für die Richtigkeit der Angaben können Herausgeber <strong>und</strong> Redaktion<br />

trotz sorgfältiger Recherche keine Gewähr übernehmen. Die<br />

Meinungen, die in den Artikeln im <strong>Handbuch</strong> geäußert wurden, entsprechen<br />

nicht zwangsläufig denen des Herausgebers. Der Herausgeber<br />

haftet nicht für Copyright-Verletzungen von Autoren/-innen.<br />

Hamburg, im November 2016<br />

Impressum. ....................................................................... 4<br />

Grußwort<br />

Senator Ties Rabe | Präses der Behörde für Schule<br />

<strong>und</strong> Berufsbildung der Freien <strong>und</strong> Hansestadt Hamburg ........................... 7<br />

Zu diesem <strong>Handbuch</strong> <strong>und</strong> seiner Handhabung ................................... 9<br />

Trends <strong>und</strong> Perspektiven der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche. .......................... 11<br />

TALENT DAY <strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong>: Zeig der Berufswelt Dein wahres Gesicht! ......... 13<br />

Am Anfang lieber langsam, aber mit Kraft<br />

Michel Abdollahi | Moderator <strong>und</strong> Journalist ................................... 14<br />

Ihr könnt die Welt verändern<br />

Antonia Wälzholz | Google Germany GmbH .................................. 15<br />

Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?<br />

Catharina Kenklies | customQuake GmbH .................................... 16<br />

Talent ist die ganze Miete<br />

Matthias Berg | Landesverband Private Kreativschulen Hamburg ............ 17<br />

Hier geht was!<br />

Karrieremesse „Stuzubi – bald Student oder Azubi“ .......................... 19<br />

Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg .......... 21<br />

ISBN: 978-3-944045-13-9<br />

20., überarbeitete <strong>und</strong> erweiterte Auflage<br />

Bibliografische Information der<br />

Deutschen Bibliothek:<br />

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der<br />

Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten<br />

sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.<br />

Eine Orientierungshilfe ........................................................ 22<br />

Berufsvideos für den ersten Eindruck ......................................... 53<br />

Berufsbilder auf einen Blick ...................................................... 55<br />

Studiengänge auf einen Blick. .................................................... 79<br />

<strong>Medien</strong>berufe ................................................................... 95<br />

Das <strong>Handbuch</strong> „<strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong> <strong>2017</strong>“ wurde mit finanzieller Förderung der Freien <strong>und</strong> Hansestadt Hamburg<br />

– Senatskanzlei | Amt <strong>Medien</strong> – sowie der Agentur für Arbeit Hamburg erstellt.<br />

<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong>. ....................................................................... 185<br />

Adressen der Bildungsanbieter von A–Z ........................................ 223<br />

Weitere Adressen r<strong>und</strong> um <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> <strong>IT</strong>. ..................................... 255


9<br />

GRUSSWORT<br />

Senator Ties Rabe | Präses der Behörde für Schule<br />

<strong>und</strong> Berufsbildung der Freien <strong>und</strong> Hansestadt Hamburg<br />

Foto: Michael Zapf<br />

Jeder von uns erinnert sich bestimmt an diese eine Frage <strong>und</strong> hat sie nur allzu oft von den<br />

Eltern, Großeltern oder Lehrern gehört: „Was willst Du später mal werden?“ Ganz jungen<br />

Menschen fällt es häufig sehr leicht, diese Frage spontan zu beantworten. Sie wollen Astronaut,<br />

Pilotin, Tierarzt, Detektivin oder Sänger werden. Aber wir alle wissen, wie schwierig<br />

die Suche nach dem Traumberuf später werden kann – sich für die eine Richtung zu entscheiden,<br />

wenn man kurz vor dem Schulabschluss steht. Ausbildung oder Studium? Ein<br />

Jahr ins Ausland oder doch weiter jobben? Sie alle haben eine w<strong>und</strong>erbare Zukunft vor<br />

sich, aber Sie stehen auch vor der Herausforderung, Ihren individuellen Weg zu wählen.<br />

Daher freue ich mich sehr, dass Sie das <strong>Handbuch</strong> „<strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong> <strong>2017</strong>“ in den<br />

Händen halten. Denn dieser Wegweiser führt Sie durch den Dschungel der vielen, vielen<br />

Berufsperspektiven in der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Welt. Hamburg ist eine <strong>Medien</strong>stadt, hier haben<br />

zahlreiche Verlage, <strong>IT</strong>-Unternehmen, Agenturen, Start-ups <strong>und</strong> Kulturhäuser ihr Zuhause<br />

<strong>und</strong> sind ständig auf der Suche nach engagierten Nachwuchstalenten. Sie bieten Ihnen<br />

den Einstieg über berufliche Ausbildungen, das (duale) Studium oder auch Praktika.<br />

Doch wie genau der Start ins Berufsleben im Bereich der <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> <strong>IT</strong> aussehen kann,<br />

verrät Ihnen dieser Ratgeber, der nunmehr in der 20. Auflage erscheint. Er informiert mit<br />

detaillierten Profilbeschreibungen über Berufsbilder, Studiengänge sowie Aus- <strong>und</strong> Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

in den Bereichen der <strong>IT</strong>-, <strong>Medien</strong>-, Werbe-, Verlags-, Kreativ- <strong>und</strong><br />

Eventbranche. Darüber hinaus geben Ihnen <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Experten Tipps für eine erfolgreiche<br />

Berufswahl <strong>und</strong> berichten darüber, wie bunt <strong>und</strong> facettenreich die Branche ist.<br />

Ich wünsche Ihnen in jedem Fall alles Gute für eine erfolgreiche Zukunft <strong>und</strong> Ihren ganz<br />

persönlichen Start ins Berufsleben – ganz gleich für welchen Weg Sie sich entscheiden.<br />

Senator Ties Rabe


Zu diesem <strong>Handbuch</strong> <strong>und</strong> seiner Handhabung<br />

iStockphoto: © aldomurillo<br />

Qualifi kationen für die Zukunft<br />

www.kwb.de<br />

» Projektentwicklung<br />

» Projektmanagement<br />

» Netzwerkkoordination<br />

» Beratung <strong>und</strong> Qualifi zierung<br />

» Vermittlung in Ausbildung <strong>und</strong> Arbeit<br />

» Organisation von Konferenzen<br />

» Online Lernen/Blended Learning<br />

» Internationale Angebote<br />

» Wissenschaftliche Begleitforschung<br />

Dieses <strong>Handbuch</strong> ist ein Ratgeber für alle, die sich für die Branche der <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> <strong>IT</strong><br />

sowie für ihre verschiedenen Berufsprofile interessieren <strong>und</strong> Orientierung hinsichtlich<br />

Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Weiterbildung suchen.<br />

Zuerst hat die Praxis das Wort: <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Profis beleuchten auf den Seiten 11 bis 19<br />

Trends <strong>und</strong> Perspektiven der Branche. Das folgende Kapitel „Ausbildung, Studium <strong>und</strong><br />

Fortbildung in der Metropolregion Hamburg“ (S. 21 bis 53) stellt das komplexe Bildungssystem<br />

<strong>und</strong> dessen Möglichkeiten ausführlich dar. Denn bevor Sie sich für ein Berufsziel,<br />

einen Bildungsweg oder ein konkretes Angebot entscheiden, sollten Sie dies so genau<br />

wie möglich prüfen!<br />

Die tabellarischen Übersichten ab Seite 55 stellen die gängigen <strong>Berufe</strong> <strong>und</strong> Tätigkeiten<br />

der <strong>IT</strong>- <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>-, Werbe- <strong>und</strong> Veranstaltungsbranchen sowie Studien angebote in<br />

der Metropolregion Hamburg vor. Zur Unterscheidung bezeichnen wir <strong>Berufe</strong> ohne<br />

gesetzliche Regelungen oder Abschluss als Tätigkeiten. Die aufgelisteten <strong>Berufe</strong> mit<br />

gesetzlich geregelter Aus- oder Weiterbildung <strong>und</strong> Kammer abschluss sind mit dem<br />

Zeichen * markiert. In den Profilbeschreibungen der einzel nen <strong>Berufe</strong> <strong>und</strong> Tätigkeiten ab<br />

Seite 95 finden Sie auch Hinweise zu geeigneten Vorbildungen <strong>und</strong> Einstiegsmöglichkeiten.<br />

Die Beschreibungen wurden zum größten Teil mit der <strong>Berufe</strong> net-Datenbank der<br />

Agentur für Arbeit (www.berufenet.de) abgestimmt.<br />

Das Register der Bildungsanbieter (ab S. 223), die Bildungsangebote in den Bereichen<br />

<strong>Medien</strong>, Informationstechnologie, Werbung <strong>und</strong> Veranstaltungsorganisation bereitstellen,<br />

enthält Hinweise auf die jeweiligen Angebotsschwerpunkte. Die für dieses <strong>Handbuch</strong><br />

getroffene Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.<br />

Last but not least: Ob finanzielle Unterstützung im Studium, Hilfe bei der Vermittlung<br />

eines Ausbildungsplatzes oder Beratung zur Existenzgründung – das Kapitel „Weitere<br />

Adressen r<strong>und</strong> um <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> <strong>IT</strong>“ (ab S. 255) listet Kontakte von Institutionen <strong>und</strong><br />

Einrichtungen auf, die bei Fragen des beruflichen Alltags <strong>und</strong> der Karriereplanung mit<br />

Beratungs angeboten, Informationen sowie Unterstützung zur Seite stehen.<br />

Die Projekte der KWB werden u. a. aus dem Europäischen Sozialfonds ESF <strong>und</strong> von der Freien <strong>und</strong> Hansestadt Hamburg sowie vom B<strong>und</strong> fi nanziert.<br />

11


Foto: Theo Bruns, Motiv: El Bocho


ZEIG DER BERUFSWELT DEIN<br />

WAHRES GESICHT!<br />

TALENT DAY<br />

<strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong><br />

TALENT DAY <strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong>:<br />

ZEIG DER BERUFSWELT DEIN WAHRES GESICHT!<br />

Was genau hinter den vielen <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong>n steckt, erfahren Jugendliche im<br />

November <strong>2017</strong> beim 9. TALENT DAY <strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong>. Für die Jahrgänge 10 bis 13 sowie<br />

für Schüler/-innen der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Berufsfachschulen <strong>und</strong> Studierende öffnen Hamburger<br />

Unternehmen ihre Türen, um die Talente von morgen für sich zu begeistern.<br />

Der deutschlandweit einmalige Berufsorientierungstag bringt Schülern/-innen <strong>und</strong> Studierenden<br />

die attraktiven <strong>Berufe</strong> <strong>und</strong> Karrierewege in der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche näher,<br />

ermög licht ihnen einen anschaulichen Einblick in die Arbeitswelt <strong>und</strong> möchte sie für<br />

einen Einstieg im Bereich der <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> <strong>IT</strong> begeistern. Die Jugendlichen haben so die<br />

Chance, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, Kontakte vor Ort in den Unternehmen<br />

zu knüpfen <strong>und</strong> ihre Fragen zu Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Berufsein stieg zu stellen. In<br />

Workshops können sie sich selbst ausprobieren – sei es vor der Kamera, bei der Entwicklung<br />

von Werbekampagnen oder der Programmierung von Spielen.<br />

Bilder: iStock © Petar Chernaev, © PeopleImages<br />

TALENT DAY <strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong><br />

November <strong>2017</strong> in Hamburg<br />

Jetzt vorab informieren:<br />

www.facebook.com/talentday oder www.talentday.de<br />

Der TALENT DAY startet mit einer Kick-off-Veranstaltung im CinemaxX Dammtor. Von<br />

dort geht es dann direkt in die technisch-kreativen Welten.<br />

Alle News gibt‘s auch unter www.facebook.com/talentday.<br />

Kurz notiert!<br />

9. TALENT DAY <strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong><br />

November <strong>2017</strong>, 8:00 bis 13:00 Uhr (Unternehmensbesuche: 11:00 bis 13:00 Uhr)<br />

Anmeldung unter www.talentday.de<br />

Initiatoren des TALENT DAY <strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong> sind die Freie <strong>und</strong> Hansestadt Hamburg sowie<br />

die Handelskammer Hamburg. Koordinator sowie Veranstalter ist die KWB Koordinierungsstelle<br />

Weiterbildung <strong>und</strong> Beschäftigung e. V.<br />

15


16 Trends <strong>und</strong> Perspektiven der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche<br />

Moderator<br />

beim<br />

AM ANFANG LIEBER LANGSAM,<br />

ABER M<strong>IT</strong> KRAFT!<br />

Michel Abdollahi<br />

Moderator <strong>und</strong> Journalist<br />

TALENT DAY<br />

<strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong><br />

Wir leben in Deutschland in einer Welt voller Möglichkeiten, die andere so nicht haben.<br />

Dessen müssen wir uns immer bewusst sein. Wir sind frei. Möglichkeiten sind aber immer<br />

auch mit Arbeit verb<strong>und</strong>en. Sprich: Wer sich auch anstrengt, kann mehr erreichen. Das<br />

empfinde ich als Luxus.<br />

Um den wirklich „richtigen Weg“ im Berufsleben zu finden, muss man sich den Luxus<br />

leisten, häufig den „falschen Weg“ zu gehen. Anders erkennt man sonst gar nicht, was<br />

richtig <strong>und</strong> was falsch ist. Wir können uns diesen Luxus leisten. Ich finde es wichtig, zu<br />

falschen Entscheidungen zu stehen, um daran zu wachsen. Die <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Welt<br />

ist sehr vielfältig <strong>und</strong> bietet ausreichend Chancen, um auch mal zu korrigieren. Diese<br />

Chancen sollte man nutzen, um am Ende den besten Weg für sich selbst zu finden.<br />

Jungen Menschen wird heute suggeriert, dass sie besonders schnell sein müssen, dabei<br />

herausragend, kreativ <strong>und</strong> einzigartig. Die Ansprüche scheinen schier unermesslich <strong>und</strong><br />

das überfordert, was schließlich dazu führt, dass genau das Gegenteil eintritt: Blockade.<br />

Ich bin dafür, sich dem Druck nicht zu beugen <strong>und</strong> auf die innere Stimme zu hören.<br />

Damit meine ich nicht, vor sich hin träumen, sondern sich immer wieder mit anderen<br />

austauschen, um zu erkennen, was man kann <strong>und</strong> will.<br />

Daher mein Tipp: Am Anfang weniger planen <strong>und</strong> sich verbiegen, dafür mehr machen<br />

<strong>und</strong> erfahren, denn so zeigt sich am besten, wo die eigenen Stärken liegen. Mit den<br />

Erfahrungen wächst letztendlich auch die Vorstellung vom „richtigen Weg“. Und ein<br />

langsamer, bedachter Start in den beruflichen Alltag sorgt später für genug Energie, um<br />

Vollgas zu geben.<br />

Unternehmen<br />

beim<br />

TALENT DAY<br />

<strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong><br />

IHR KÖNNT DIE WELT VERÄNDERN<br />

Antonia Wälzholz | Industry Manager<br />

Google Germany GmbH<br />

„50 % von Euch werden später keinen Job haben”, sagte mein VWL-Professor in der<br />

ersten Vorlesung. Damals fand ich das sehr entmutigend. Heute frage ich mich: Wieso<br />

war er sich über die Zukunft so sicher?<br />

Im Studium hatte ich ein Handy. Damit konnte ich telefonieren <strong>und</strong> SMS schreiben.<br />

Mobiles Internet? Gab es noch nicht. Heute mache ich alles über mein Handy – Fotos,<br />

Shopping, Bankgeschäfte. Ich besitze gar keinen PC mehr.<br />

In den Marketing-Vorlesungen haben wir viel über TV als das relevanteste Massenmedium<br />

gesprochen. Heute schaue ich kein Fernsehen mehr, ich streame nur noch.<br />

Ich schaue das, was ich will, wann ich will. Wusste mein Professor, dass das so kommen<br />

würde? Vermutlich nicht. Wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht. Unsere Welt ändert<br />

sich so schnell, dass wir uns die Realität in zehn Jahren nicht vorstellen können. Ist das<br />

nicht toll? Wenn heute jemand sagt „50 % von Euch haben später keinen Job”, dann kann<br />

das morgen schon völlig überholt sein. Und wir können das mitgestalten.<br />

Am Ende meines Studiums wusste ich nicht, was ich machen wollte. Klassische VWL-Jobs<br />

sprachen mich nicht an. Meine Diplomarbeit habe ich über Google Trends geschrieben.<br />

Mir war damals gar nicht klar, was Google eigentlich alles macht. Das habe ich erst bei<br />

meinen Recherchen zu der Diplomarbeit gelernt. Und ich habe festgestellt: Innovation<br />

passiert im digitalen Umfeld. Stillstand gibt es dort nicht. Da möchte ich hin. Hat mir das<br />

VWL-Studium genutzt? Ja, auch wenn ich heute nicht volkswirtschaftlich arbeite. Denn<br />

es hat mich zu Google gebracht.<br />

Ein guter Abschluss ist wichtig. Aber welcher? Ich glaube, das ist heute fast egal, gerade<br />

in der Digitalbranche. Viel wichtiger als die Fachrichtung sind andere Dinge: selbstständiges<br />

Denken, Durchhaltevermögen, Leidenschaft. Und am wichtigsten ist: Ihr könnt die<br />

Welt verändern – also habt den Mut dazu!<br />

17


18 Trends <strong>und</strong> Perspektiven der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche<br />

Unternehmen<br />

beim<br />

TALENT DAY<br />

<strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong><br />

WAS WÜRDEST DU TUN,<br />

WENN DU KEINE ANGST HÄTTEST?<br />

Catharina Kenklies | Software-Entwicklerin<br />

customQuake GmbH<br />

Dieser Satz steht auf einem Poster bei Facebook. Und Sheryl Sandberg, die Geschäftsführerin<br />

von Facebook, hat ihn berühmt gemacht. In einer Rede, die mittlerweile<br />

6,5 Millionen Menschen auf YouTube gesehen haben.<br />

Sie ermuntert darin Mädchen, sich bei der Berufswahl in ihren Sehnsüchten nicht von<br />

ihren Ängsten besiegen zu lassen. Noch bevor ich diesen Satz überhaupt kannte, war er<br />

für mich Lebensmotto.<br />

Als während meiner Zeit auf dem Gymnasium ein Informatikkurs angeboten wurde, war<br />

ich sofort mit Begeisterung dabei. Es war mir egal, was andere dachten oder was mir das<br />

bringt. Tatsächlich hatte ich so viel Spaß, dass ich nach dem Abitur <strong>Medien</strong>informatik an<br />

der FH Wedel studierte. Mir war klar, ich wollte immer „was mit Computern <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>“<br />

machen.<br />

Doch die <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Welt entwickelt sich rasant. Es gibt viele tolle <strong>Berufe</strong> darin <strong>und</strong><br />

jedes Jahr kommen neue dazu. Ich wusste damals nicht, was ich werden will, aber ich<br />

wusste, womit ich mich beschäftigen will.<br />

Es ist schwierig, sich für eine Ausbildung oder ein Studium zu entscheiden. Frag Dich,<br />

was Dich wirklich begeistert <strong>und</strong> über was Du mehr wissen möchtest. Sprich mit Familie<br />

<strong>und</strong> Fre<strong>und</strong>en darüber, aber lass sie keine Entscheidungen für Dich treffen. Ausbildung<br />

oder Studium ist der erste Schritt.<br />

Diese Einstellung hat mir oft geholfen, mich zu verwirklichen. Ich bin inzwischen<br />

dreifache Mutter, entwickle bei customQuake Webanwendungen für internationale<br />

Konzerne <strong>und</strong> dank meiner Ausbildung <strong>und</strong> meiner breiten Berufserfahrung wachse ich<br />

immer mehr ins <strong>IT</strong>-Projektmanagement. Ich weiß heute: Für den ersten Schritt braucht<br />

es etwas Mut. Sei mutig!<br />

Unternehmen<br />

beim<br />

TALENT DAY<br />

<strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong><br />

TALENT IST DIE GANZE MIETE<br />

Matthias Berg | Erster Vorstand<br />

Landesverband Private Kreativschulen Hamburg<br />

Ein junger Küchenchef aus Süddeutschland liebt die deutsche Sprache <strong>und</strong> das Schreiben,<br />

<strong>und</strong> das schon von klein auf. Seine Leidenschaft betreibt er heimlich, aber unbeirrt.<br />

Es gibt nicht viele Menschen, mit denen er darüber redet. Er weiß selbst nicht, was<br />

er von seiner Neigung halten soll. Eher zufällig stößt er eines Tages auf den fröhlichen<br />

Aufnahmetest einer Texterschule aus Hamburg <strong>und</strong> füllt ihn aus. Und dann, nach langem<br />

Überlegen, schickt er ihn auch noch ab. Der Mann hat tatsächlich Talent, lässt sich<br />

in Hamburg ausbilden <strong>und</strong> ist heute Texter in einer Werbeagentur.<br />

Viele Menschen in künstlerischen <strong>Berufe</strong>n sind Quereinsteiger, die alle eine tragische<br />

Erkenntnis verbindet: Sie hätten schon viel früher zu ihrer Bestimmung finden können,<br />

wenn sie nur an ihr Talent geglaubt hätten. Wenn sie nur beizeiten hätten herausfinden<br />

können, dass ihre Träume, ihre Interessen oder ihr Hobby nichts weniger sind als ihr<br />

eigentlicher Antrieb. Und wenn sie gewusst hätten, dass es neben den Kreativstudiengängen<br />

an staatlichen Hochschulen auch alternative Ausbildungsangebote gibt.<br />

Genau dafür haben sich die privaten Kreativschulen Hamburgs zusammengetan: Sie<br />

wollen Dich zu Großem befähigen! Dafür bieten sie hochwertige Ausbildungen <strong>und</strong><br />

Abschlüsse, die mit maximaler Praxisnähe auf hochqualifizierte <strong>Berufe</strong> vorbereiten.<br />

Wenn Du es also liebst, immer wieder neue Ideen zu haben <strong>und</strong> sie auszudrücken,<br />

Dich immer wieder neu anzuziehen <strong>und</strong> zu erfinden, zu schauspielern, zu zeichnen,<br />

zu singen, zu gestalten, zu tanzen, zu schreiben oder Musik zu machen, dann musst Du<br />

einfach herausfinden, ob Du Dein Talent zu einem Beruf machen kannst, von dem man<br />

leben kann – <strong>und</strong> das in einer großartigen Stadt!<br />

www.kreativschulen.hamburg – Dein Tor zur Welt<br />

19


Trends <strong>und</strong> Perspektiven der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche<br />

Realschüler<br />

<strong>und</strong> Abiturienten<br />

aufgepasst!<br />

Sa. 19. November 2016<br />

Hamburg<br />

Sporthalle<br />

10 -16 Uhr | Eintritt frei<br />

HIER GEHT WAS!<br />

Karrieremesse „Stuzubi – bald Student oder Azubi“<br />

am 19. November 2016 in der Sporthalle Hamburg<br />

Wer professionelle Unterstützung bei der Berufs- <strong>und</strong> Studienorientierung sucht,<br />

ist bei der b<strong>und</strong>esweit sehr erfolgreichen Karrieremesse „Stuzubi – bald Student<br />

oder Azubi“ genau richtig! Diese findet bereits zum 6. Mal in Hamburg statt.<br />

Auf der Stuzubi nimmt man sich am 19.11.2016 von 10–16 Uhr in der Sporthalle Hamburg viel<br />

Zeit für Schülerfragen. Statt Speed-Dating bietet diese Messe die Gelegenheit, in ausführlichen,<br />

persönlichen Gesprächen Fragen direkt an Azubis, Studenten, Ausbilder <strong>und</strong> Personalverantwortliche<br />

zu richten. Hier lassen sich auch Praktika vereinbaren. Der Eintritt ist frei!<br />

Chancen nutzen: Internationale Konzerne sind auf der Stuzubi ebenso vertreten wie<br />

regionale Unternehmen <strong>und</strong> Hochschulen. Aussteller wie die Acer Computer GmbH,<br />

die Finanzbehörde Hamburg, die Hamburgische Notarkammer, die Handwerkskammer<br />

Hamburg, die Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG <strong>und</strong> die Peek & Cloppenburg KG Hamburg<br />

freuen sich auf die Schulabgänger! Darüber hinaus präsentieren unter anderem die<br />

Berufsakademie Hamburg, der BSP Campus Hamburg, die Euro Akademie Hamburg, die<br />

Fachhochschule Lübeck, die MSH Medical School Hamburg, die Nordakademie – Hochschule<br />

der Wirtschaft sowie Publikumsmagnete wie die Akademie der Polizei Hamburg<br />

ihre Ausbildungs- <strong>und</strong> Studienangebote.<br />

Experten-Vorträge: In einem kostenlosen Vortragsprogramm, das parallel zur Messe läuft,<br />

geben Experten in 20-minütigen Kurzbeiträgen weitere Orientierungshilfen: Sie stellen<br />

Zukunftsbranchen vor, erläutern, welcher Typ zu welchem Ausbildungsweg passt <strong>und</strong> was<br />

Schüler an Fähigkeiten mitbringen sollten, wenn sie eine akademische Karriere anstreben.<br />

Mit Unterstützung von:<br />

www.stuzubi.de<br />

Gewinnspiele: Zu guter Letzt hat jeder Besucher die Chance, bei einem großen Gewinnspiel<br />

viele tolle Preise abzuräumen. Mit der Stuzubi „Happy Hour“ können die Schüler<br />

außerdem 500 Euro für die Abschlussparty gewinnen. Alle wichtigen Infos über die Stuzubi<br />

Hamburg gibt es auf www.stuzubi.de/hamburg.<br />

20<br />

Alle Infos zur Messe<br />

21


Foto: KWB © Hansjörg Lüttke<br />

Foto: iStock © Jacob Ammentorp L<strong>und</strong>


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

ine Orientierungshilfe<br />

E Wer sich für eine Berufsausbildung, ein Studium oder eine Weiterbildung<br />

interessiert, findet sich schon bald in einem kaum durchschaubaren<br />

Begriffsdschungel wieder. Da ist die Rede von anerkannten <strong>und</strong><br />

nicht anerkannten Ausbildungsberufen, Berufsschulen <strong>und</strong> Berufsfachschulen,<br />

außerbetrieblicher <strong>und</strong> schulischer Berufsausbildung. Und es<br />

geht weiter mit Begriffen wie Berufsausbildungsvorbereitung, Bachelor-,<br />

Master-, dualen <strong>und</strong> berufsbegleitenden Studiengängen, staatlichen<br />

sowie privaten Hochschulen, Akademien, Aufstiegs- <strong>und</strong> Anpassungsfortbildungen,<br />

ECVET, ECTS <strong>und</strong> AZAV. Wer soll da denn durchblicken?<br />

Und dann bleibt noch die Frage: Was kostet eine Aus- oder Weiter bildung<br />

eigentlich <strong>und</strong> welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Die folgenden<br />

Seiten bieten deshalb eine kleine Orientierungshilfe durch die<br />

vielfältigen <strong>und</strong> oft verschlungenen Wege der beruflichen Aus- <strong>und</strong><br />

Weiterbildung.<br />

B<br />

erufliche Ausbildung<br />

Berufsbildungsgesetz<br />

Als eines der wenigen Länder der Welt verfügt Deutschland über ein<br />

gesetzliches Regelwerk der beruflichen Bildung, das so genannte Berufsbildungsgesetz<br />

(BBiG). Es regelt die Berufsausbildung, die berufliche<br />

Umschulung, die Berufsausbildungsvorbereitung sowie die berufliche<br />

Fortbildung. Das Berufsbildungsgesetz definiert die Berufsausbildung<br />

wie folgt: „Die Berufsausbildung hat die für die Ausübung einer qualifizierten<br />

beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen<br />

beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse <strong>und</strong> Fähigkeiten (berufliche<br />

Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln.<br />

Sie hat ferner den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen<br />

zu ermöglichen.“<br />

B<strong>und</strong>esweit anerkannte Ausbildungsberufe<br />

Derzeit gibt es in Deutschland über 320 <strong>Berufe</strong>, die über das Berufsbildungsgesetz<br />

geregelt sind. Diese <strong>Berufe</strong> werden als „b<strong>und</strong>esweit anerkannte<br />

Ausbildungsberufe“ bezeichnet. Das BBiG schreibt vor, dass die<br />

Berufsausbildung zu einem anerkannten Ausbildungsberuf mit der Prüfung<br />

vor einer „zuständigen Stelle“ abgeschlossen wird. „Zuständige Stellen“<br />

sind in erster Linie die örtlichen Einrichtungen der Industrie- <strong>und</strong> Handelskammer<br />

(IHK), der Handwerkskammer (HWK) oder der Fachkammern.<br />

Foto: iStock © PeopleImages<br />

Zu den Fachkammern zählen die Rechtsanwalts- <strong>und</strong> die Ärztekammer.<br />

Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung erwirbt der/die Auszubildende<br />

den anerkannten Berufsabschluss. In einem komplexen Verfahren, an dem<br />

das B<strong>und</strong>esministerium für Bildung <strong>und</strong> Forschung, das B<strong>und</strong>es institut<br />

für Berufsbildung (BIBB), die Fachministerien, die Kultusministerien –<br />

beziehungsweise Schulbehörden der sechzehn B<strong>und</strong>esländer – sowie<br />

die Sozialpartner beteiligt sind, werden laufend neue Ausbildungsberufe<br />

entwickelt, veraltete überarbeitet, durch neue ersetzt oder gänzlich<br />

ausgemustert. Über den jeweils aktuellen Stand der b<strong>und</strong>esweit anerkannten<br />

Ausbildungsberufe informiert das BIBB auf seiner Internetseite<br />

www.bibb.de.<br />

22<br />

23


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Die in diesem <strong>Handbuch</strong> dargestellten, b<strong>und</strong>esweit anerkannten Ausbildungsberufe<br />

der <strong>Medien</strong>-, <strong>IT</strong>-, Werbe-, Verlags- <strong>und</strong> Eventbranche sind<br />

in der tabellarischen Darstellung ab Seite 55 mit dem Zeichen * gekennzeichnet.<br />

Im <strong>Medien</strong>bereich sind dies der/die:<br />

• Buchbinder/-in, s. S. 105<br />

• Buchhändler/-in, s. S. 107<br />

• Fachangestellte/-r für <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> Informationsdienste, s. S. 121<br />

• Fachkraft für Veranstaltungstechnik, s. S. 122<br />

• Film- <strong>und</strong> Videoeditor/-in, s. S. 123<br />

• Fotograf/-in, s. S. 124<br />

• Fotomedienfachmann/-frau, s. S. 125<br />

• Hörakustiker/-in, s. S. 128<br />

• Kaufmann/-frau für audiovisuelle <strong>Medien</strong>, s. S. 135<br />

• Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation, s. S. 136<br />

• Maskenbildner/-in, s. S. 145<br />

• <strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild <strong>und</strong> Ton, s. S. 149<br />

• <strong>Medien</strong>gestalter/-in Digital <strong>und</strong> Print, s. S. 149<br />

• Fachrichtung Beratung <strong>und</strong> Planung<br />

• Fachrichtung Gestaltung <strong>und</strong> Technik<br />

• Fachrichtung Konzeption <strong>und</strong> Visualisierung<br />

• <strong>Medien</strong>kaufmann/-frau Digital <strong>und</strong> Print, s. S. 151<br />

• <strong>Medien</strong>technologe/-in Druck, s. S. 152<br />

• <strong>Medien</strong>technologe/-in Druckverarbeitung, s. S. 153<br />

• <strong>Medien</strong>technologe/-in Siebdruck, s. S. 154<br />

• Veranstaltungskaufmann/-frau, s. S. 178<br />

Im <strong>IT</strong>-Bereich sind dies der/die:<br />

• Elektroniker/-in für Informations- <strong>und</strong> Systemtechnik, s. S. 193<br />

• Fachinformatiker/-in, s. S. 194<br />

• Fachrichtung Anwendungsentwicklung<br />

• Fachrichtung Systemintegration<br />

• Informatikkaufmann/-frau, s. S. 198<br />

• Informationselektroniker/-in, s. S. 199<br />

• <strong>IT</strong>-Systemelektroniker/-in, s. S. 207<br />

• <strong>IT</strong>-Systemkaufmann/-frau, s. S. 208<br />

• Mathematisch-technische/-r Softwareentwickler/-in, s. S. 209<br />

• Systemelektroniker/-in, s. S. 215<br />

Foto: iStock © Jacob Ammentorp L<strong>und</strong><br />

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25


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Ausbildung zu b<strong>und</strong>esweit<br />

anerkannten <strong>Berufe</strong>n im dualen System<br />

Die Ausbildung im dualen System ist der klassische Bildungsweg zu<br />

einem b<strong>und</strong>esweit anerkannten Beruf. Die duale Ausbildung kombiniert<br />

betriebliche Praxis in einem ausbildungsberechtigten Unternehmen<br />

mit dem Besuch einer Berufsschule. Ob ein Unternehmen ausbildungsberechtigt<br />

ist, prüft <strong>und</strong> entscheidet die zuständige Stelle. Das ist in der<br />

Regel die jeweilige örtliche Industrie- <strong>und</strong> Handelskammer oder Handwerkskammer.<br />

Der überwiegende Teil der Ausbildungszeit findet bei<br />

der dualen Ausbildung im Unternehmen statt. In der Regel dauert eine<br />

duale Ausbildung drei Jahre. Sie kann jedoch unter besonderen, von<br />

der jeweiligen Kammer zu prüfenden Umständen verkürzt werden. Im<br />

Gesetzestext heißt es dazu: „Auszubildende können nach Anhörung der<br />

Ausbildenden <strong>und</strong> der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur<br />

Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen.“<br />

Teile der Berufsausbildung können laut Berufsbildungsgesetz auch im<br />

Ausland durchgeführt werden, wenn dies dem Ausbildungsziel dient.<br />

Die Gesamtdauer des Ausbildungsanteils im Ausland soll ein Viertel der<br />

in der Ausbildungsordnung festgelegten Ausbildungsdauer jedoch nicht<br />

überschreiten.<br />

Ausbildungsplätze im <strong>Medien</strong>-, Werbe-, Event- <strong>und</strong> Informationstechnologiebereich<br />

sind rar. Mit der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz<br />

sollte deshalb keinesfalls bis zur letzten Minute gewartet werden. Am<br />

besten beginnt man mit der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle<br />

schon einige Monate vor dem Schulabschluss. Große Betriebe der<br />

<strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche haben sogar einen Vorlauf für Bewerbungen<br />

von einem Jahr. Netzwerke – wie der eigene Fre<strong>und</strong>es- oder Bekanntenkreis<br />

der Eltern <strong>und</strong> Verwandten – können bei der Suche hilfreich sein.<br />

TALENT DAY<br />

<strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong><br />

Sehr empfehlenswert ist die Onlinelehrstellenbörse der Handelskammer<br />

Hamburg (www.hamburger-lehrstellenboerse.de) – die meisten Firmen<br />

der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>- Branche veröffentlichen ihr Ausbildungsangebot auf<br />

dieser Website. Dort kann man sich zudem ausgiebig über das Unternehmen<br />

<strong>und</strong> seine Aktivitäten informieren, zum Beispiel zur Vorbereitung<br />

auf ein Bewerbungsgespräch. F<strong>und</strong>ierte Antworten zu weiteren Fragen<br />

r<strong>und</strong> um die duale Ausbildung erteilen auch die Mitarbeiterinnen <strong>und</strong><br />

Mitarbeiter der Kammern.<br />

Weitreichende Informationen hält die Handelskammer Hamburg außerdem<br />

auf ihrer Website www.hk24.de unter dem Menüpunkt „Aus- <strong>und</strong><br />

Weiterbildung“ vor. Sehr gute Anlaufstellen sind darüber hinaus das<br />

Berufsinformationszentrum (BIZ) der Hamburger Agentur für Arbeit, das<br />

Schulinformationszentrum (SIZ), das Informationszentrum des Hamburger<br />

Instituts für Berufliche Bildung sowie die Hamburger Jugendberufsagentur.<br />

Die Adressdaten dieser Einrichtungen sowie weitere Tipps für<br />

die Suche nach einem Ausbildungsplatz sind am Ende dieses <strong>Handbuch</strong>s<br />

im Kapitel „Weitere Adressen r<strong>und</strong> um <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> <strong>IT</strong>“ zu finden.<br />

Lohnenswert ist auch ein Besuch der jährlich Ende<br />

Februar in Hamburg stattfindenden Berufsorientierungsmesse<br />

EINSTIEG (www.einstieg.com/messen/<br />

hamburg) sowie die Teilnahme am TALENT DAY<br />

<strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong> (www.talentday.de). Am TALENT DAY<br />

<strong>Medien</strong> + <strong>IT</strong> öffnen Hamburger Unternehmen der<br />

digitalen Wirtschaft ihre Türen für Schülerinnen <strong>und</strong><br />

Schüler der 10. bis 13. Klassen, der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Berufsfachschulen<br />

sowie für Studierende. Die Jugendlichen haben an diesem Tag die Chance,<br />

den Profis der Branche über die Schulter zu schauen <strong>und</strong> sich selbst<br />

einmal auszuprobieren. Der TALENT DAY findet jedes Jahr im November<br />

statt <strong>und</strong> wird vom Herausgeber dieses <strong>Handbuch</strong>s organisiert.<br />

26<br />

27


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Bewerbungsvoraussetzungen<br />

Auch wenn für den Eintritt in die duale Ausbildung gesetzlich kein Schulabschluss<br />

erforderlich ist, setzen <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Unternehmen sowie<br />

Verlage, Werbe- <strong>und</strong> Veranstaltungsagenturen erfahrungsgemäß für die<br />

Vergabe eines Ausbildungsplatzes in einem der oben genannten <strong>Berufe</strong><br />

einen guten mittleren Schulabschluss <strong>und</strong> häufiger sogar das (Fach-)<br />

Abitur voraus.<br />

Ausbildungsvergütungen<br />

Sofern die Ausbildungsbetriebe keinen Tarifverträgen unterliegen, orientiert<br />

sich die Ausbildungsvergütung an den Rahmenvorgaben der jeweils<br />

zuständigen Kammer. In der Regel liegt die monatliche Ausbildungsvergütung,<br />

je nach Ausbildungsberuf, zwischen 550 <strong>und</strong> 850 Euro. Jugendliche,<br />

die nicht bei ihren Eltern wohnen, können darüber hinaus unter<br />

bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten.<br />

Informationen zur Beantragung erteilt die zuständige Agentur für Arbeit.<br />

Eine Tabelle mit den jeweils aktuellen Ausbildungsvergütungen veröffent<br />

licht das B<strong>und</strong>esinstitut für Berufsbildung unter www.bibb.de/dav.<br />

Ausbildung zu b<strong>und</strong>esweit anerkannten<br />

<strong>Berufe</strong>n außerhalb des dualen Systems<br />

Umschulung<br />

Für eine Umschulung in einen b<strong>und</strong>esweit anerkannten Beruf ist ein<br />

Berufsabschluss, eine längere Berufserfahrung oder ein Hochschulstudium<br />

Voraussetzung. Im Einzelfall werden auch Studienabbrecher/<br />

-innen zugelassen. Umschulungen dauern in der Regel 21 bis 24 Monate<br />

<strong>und</strong> enden mit einer Prüfung vor der jeweils zuständigen Kammer. In<br />

die Gesamtdauer der Umschulung ist ein erforderliches betriebliches<br />

Praktikum von zehn bis zwölf Monaten integriert. Umschulungen werden<br />

in der Regel von privaten Bildungsträgern angeboten.<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Die Kosten für eine Umschulung sind aufgr<strong>und</strong> des langen zeitlichen<br />

Aufwands hoch. In der Regel werden sie deshalb von Arbeitsuchenden<br />

in Anspruch genommen, die dafür einen sogenannten Bildungsgutschein<br />

der Agentur für Arbeit erhalten haben. Ob ein Bildungsgutschein<br />

für eine Umschulung ausgestellt wird, entscheiden die zuständigen<br />

Mitarbeiterinnen <strong>und</strong> Mitarbeiter der regionalen Arbeitsagenturen oder<br />

Jobcenter meist danach, ob nach Ende der Umschulung ein sozialversicherungspflichtiger<br />

Arbeitsplatz in Aussicht steht. Wer eine schriftliche<br />

Absichtserklärung eines Unternehmens vorlegen kann, die nach<br />

Abschluss der Umschulung eine Festanstellung in Aussicht stellt, hat<br />

deshalb die besten Chancen auf Förderung. Arbeitsuchende sollten sich<br />

aber darüber im Klaren sein, dass sie seitens der Agentur für Arbeit keinen<br />

Rechtsanspruch auf finanzielle Förderung einer Umschulung oder<br />

einer Weiterbildung haben. Außerdem können Bildungsgutscheine nur<br />

von Bildungsanbietern entgegengenommen werden, die über eine<br />

Zertifizierung nach AZAV (Akkreditierungs- <strong>und</strong> Zulassungsverordnung<br />

Arbeitsförderung) verfügen. Umschulungen werden auch im Rahmen<br />

einer beruflichen Rehabilitation angeboten. Darunter fällt eine Umschulung,<br />

die aus ges<strong>und</strong>heitlichen Gründen, beispielsweise wegen Allergien<br />

oder Berufserkrankungen, erfolgt. Ob die Umschulung als Rehamaßnahme<br />

gefördert wird, entscheiden die jeweiligen Kostenträger wie Rentenversicherungsträger,<br />

Berufsgenossenschaft oder Arbeitsagentur.<br />

28<br />

29


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Schulische Ausbildung zu<br />

b<strong>und</strong>esweit anerkannten <strong>Berufe</strong>n<br />

Das Berufsbildungsgesetz schreibt vor, dass neben der Ausbildung im<br />

dualen System auch eine schulische Berufsausbildung durchgeführt werden<br />

kann. Für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz im dualen System<br />

finden, besteht damit eine zusätzliche Möglichkeit zum Erwerb eines<br />

b<strong>und</strong>esweit anerkannten Berufsabschlusses. Diese Regelung bietet auch<br />

denjenigen, die keine Lehrstelle in ihrem Wunschausbildungs beruf finden,<br />

eine gute, aber mit eigenen Mitteln zu finanzierende Alternative. Das<br />

Berufsbildungsgesetz sagt dazu: „Zur Abschlussprüfung ist ferner zuzulassen,<br />

wer in einer berufsbildenden Schule oder einer sonstigen Berufsbildungseinrichtung<br />

ausgebildet worden ist, wenn dieser Bildungs gang<br />

der Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf entspricht.<br />

Ein Bildungsgang entspricht der Berufsausbildung zu einem b<strong>und</strong>esweit<br />

anerkannten Ausbildungsberuf, wenn er nach Inhalt, Anforderung <strong>und</strong><br />

zeitlichem Umfang mit der jeweiligen Ausbildungs ordnung gleichwertig<br />

ist, systematisch, insbesondere im Rahmen einer sachlichen <strong>und</strong> zeitlichen<br />

Gliederung, durchgeführt wird <strong>und</strong> durch Lernort kooperation<br />

(zwischen Schule <strong>und</strong> Betrieb, Anm. d. Red.) einen angemessenen Anteil<br />

an fachpraktischer Ausbildung gewährleistet.“ Werden diese Voraussetzungen<br />

erfüllt, sollte der oder die Auszubildende von der zuständigen<br />

Kammer zur Abschlussprüfung zugelassen werden.<br />

schulische Berufsausbildung ist allerdings eine genaue Abstimmung<br />

zwischen Bildungsträger <strong>und</strong> prüfender Kammer. Teilweise sind auch<br />

das Landeskultusministerium bzw. die Landesschulbehörde an diesem<br />

Abstimmungsprozess beteiligt. Nur wenn sich alle Parteien einig sind,<br />

dass die schulische Berufsausbildung den Anforderungen des Berufsbildungsgesetzes<br />

entspricht, wird der jeweiligen Bildungseinrichtung<br />

die Genehmigung zur Ausbildung erteilt. Damit ist die Zulassung zur<br />

Kammerprüfung am Ende der Ausbildungszeit gewährleistet. Ob diese<br />

Voraussetzungen tatsächlich erfüllt werden, sollte vor Beginn der kostenpflichtigen<br />

Ausbildung mit dem Bildungsanbieter <strong>und</strong> der prüfenden<br />

Kammer geklärt werden.<br />

Gerade im Bereich der <strong>Medien</strong>wirtschaft gibt es im Verhältnis von Unternehmen,<br />

die Ausbildungsplätze anbieten, <strong>und</strong> Jugendlichen, die einen<br />

Ausbildungsplatz suchen, ein Ungleichgewicht zu Lasten der Ausbildungsplatzsuchenden.<br />

Das liegt in erster Linie daran, dass die <strong>Medien</strong>branche<br />

von Agenturen geprägt ist, die einfach zu klein sind, um eine<br />

geregelte Ausbildung durchzuführen.<br />

Dieses Ungleichgewicht haben privatwirtschaftlich operierende<br />

Bildungsinstitute erkannt <strong>und</strong> bieten deshalb schulische Ausbildungen<br />

zu b<strong>und</strong>esweit anerkannten <strong>Berufe</strong>n, wie zu Beispiel dem/<br />

der <strong>Medien</strong>gestalter/-in Digital <strong>und</strong> Print, an. Voraussetzung für eine<br />

Foto: iStock © Goodluz<br />

Eine schulische Ausbildung zu einem b<strong>und</strong>esweit anerkannten Beruf bei<br />

einer privaten Bildungseinrichtung dauert in der Regel drei Jahre <strong>und</strong><br />

entspricht damit der Ausbildungszeit im dualen System. Der zeitliche<br />

Ablauf dieser schulischen Ausbildung ist meist so strukturiert, dass die<br />

Auszubildenden die ersten vierzehn Monate ganztags Unterricht erhalten<br />

<strong>und</strong> so ein solides berufliches Gr<strong>und</strong>wissen vermittelt bekommen.<br />

Den nächsten Abschnitt der Ausbildungszeit verbringen sie in der Regel<br />

30<br />

31


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

in Form eines unbezahlten Praktikums in einem dem Ausbildungs -<br />

beruf entsprechenden Unternehmen. Dort erwerben die Auszubildenden<br />

die erforderliche Berufserfahrung. Am Ende der Ausbildungszeit<br />

erfolgt meist eine zwei- bis dreimonatige Prüfungsvorbereitung – wiederum<br />

bei dem Bildungsträger – <strong>und</strong> danach die Prüfung vor der zuständigen<br />

Kammer. In Hamburg werden schulische Berufsausbildungen im<br />

<strong>IT</strong>- <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>bereich z. B. von der Macromedia Akademie angeboten<br />

(www.macromedia-ausbildung.de).<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Die Kosten für eine schulische Ausbildung bei einem privaten Bildungsträger<br />

haben die Auszubildenden selbst zu tragen. Für das Praktikum<br />

im Betrieb erhalten Auszubildende meist keine Vergütung. Die Lebenshaltungskosten<br />

während der dreijährigen Ausbildung müssen deshalb<br />

zusätzlich eingeplant werden. Ist der Bildungsträger als Ergänzungs- oder<br />

Berufsfachschule staatlich genehmigt oder staatlich anerkannt, kann zur<br />

Finanzierung der Ausbildung eventuell Schüler-BAföG (www.bafög.de)<br />

beantragt werden. Oft vermittelt der Bildungsträger auch einen Bildungskredit<br />

zu günstigen Zinsbedingungen.<br />

Externenprüfung<br />

Das Berufsbildungsgesetz sieht auch eine Zulassung zur Kammerprüfung<br />

in besonderen Fällen vor. Danach ist „zur Abschlussprüfung zuzulassen,<br />

wer nachweist, dass er oder sie mindestens das Eineinhalbfache der Zeit,<br />

die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen<br />

ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. Als Zeiten der Berufstätigkeit<br />

gelten dabei auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen<br />

Ausbildungsberuf. Vom Nachweis der Mindestzeit kann ganz oder<br />

teilweise abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder<br />

auf andere Weise glaubhaft gemacht werden kann, dass eine berufliche<br />

Handlungsfähigkeit vorhanden ist, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt.<br />

Ausländische Bildungsabschlüsse <strong>und</strong> Zeiten der Berufstätigkeit<br />

im Ausland sind dabei zu berücksichtigen.“ Auch hier bieten private<br />

Bildungs träger Lehrgänge an, die berufsbegleitend oder in Vollzeit auf<br />

die Externenprüfung vorbereiten.<br />

Ausbildung an Berufsfachschulen<br />

Als Berufsfachschule werden Einrichtungen der beruflichen Ausbildung<br />

bezeichnet. Für ihren Besuch wird keine vorausgehende Berufsausbildung<br />

oder berufliche Tätigkeit vorausgesetzt. An Berufsfachschulen<br />

werden teilqualifizierende Bildungsgänge, die einen Teil der Berufsausbildung,<br />

zum Beispiel eine berufliche Gr<strong>und</strong>bildung, vermitteln, sowie<br />

vollqualifizierende Bildungsgänge mit Berufsabschluss angeboten. Im<br />

Folgenden befassen wir uns ausschließlich mit den vollqualifizierenden<br />

Bildungsgängen, die meist einen mittleren Bildungsabschluss voraussetzen.<br />

Die hier beschriebenen Bildungsgänge sind, wie weiter unten ausgeführt,<br />

landesrechtlich geregelt. Der Vollständigkeit halber sei jedoch<br />

erwähnt, dass es darüber hinaus auch vollqualifizierende berufsfachschulische<br />

Ausbildungen gibt, die aufgr<strong>und</strong> von B<strong>und</strong>esgesetzen geregelt<br />

sind. Dazu zählen z. B. die Ausbildungen zum/zur pharmazeutisch-technischen<br />

Assistenten/-in <strong>und</strong> Logopäden/-in.<br />

Hinter dem umfassenden Begriff Berufsfachschule verbergen sich<br />

folgende drei Formen:<br />

• Staatliche Berufsfachschule<br />

• Ersatzschule –<br />

Berufsfachschule in freier Trägerschaft<br />

• Ergänzungsschule –<br />

Berufsfachschule in freier Trägerschaft<br />

32<br />

33


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Staatliche Berufsfachschule –<br />

Ausbildung zu landes rechtlich anerkannten <strong>Berufe</strong>n<br />

Staatliche Berufsfachschulen sind Einrichtungen der jeweiligen Schulbehörden<br />

oder Kultusministerien der B<strong>und</strong>esländer. An ihnen werden<br />

in der Regel zwei-, manchmal auch dreijährige Ausbildungen vor allem<br />

zu staatlich geprüften Assistenten/-innen durchgeführt. Für die meisten<br />

Assistenten-<strong>Berufe</strong> gelten gesonderte Rahmenvereinbarungen der Kultusministerkonferenz<br />

(KMK). Die Prüfungen zu diesen <strong>Berufe</strong>n werden<br />

von den jeweiligen Landesschulbehörden oder Kultusministerien abgenommen.<br />

Vor dem Hintergr<strong>und</strong> länderrechtlicher Zuständigkeiten für<br />

das berufliche Schulwesen sind Assistenten-<strong>Berufe</strong> ohne KMK-Rahmenvereinbarung<br />

aber nur in den B<strong>und</strong>esländern anerkannt, deren Schulbehörde<br />

für ihre Prüfung zuständig ist. Teilweise schließen sich jedoch<br />

auch andere B<strong>und</strong>esländer der Anerkennung dieser <strong>Berufe</strong> freiwillig an.<br />

In welchen B<strong>und</strong>esländern welche Assistenten-<strong>Berufe</strong> anerkannt sind,<br />

wird in einem Katalog festgehalten, der von der Kultusministerkonferenz<br />

geführt wird. Im <strong>Medien</strong>bereich gibt es in Hamburg zwei vollqualifizierende<br />

berufsfachschulische Ausbildungen:<br />

• Staatlich geprüfte/-r Assistent/-in Screendesign (s. S. 99)<br />

• Staatlich geprüfte/-r kaufmännische/-r <strong>Medien</strong>assistent/-in (s. S. 136)<br />

Die Ausbildungen dauern je zwei Jahre <strong>und</strong> schließen mit einer Prüfung<br />

unter Leitung der Hamburger Behörde für Schule <strong>und</strong> Berufsbildung ab.<br />

Oft reicht diese Ausbildung allein jedoch nicht aus, um nach Abschluss<br />

eine Anstellung zu finden.<br />

Vor allem in schwierigen Zeiten auf dem Ausbildungs- <strong>und</strong> Arbeitsmarkt<br />

dient der Besuch einer staatlichen Berufsfachschule dazu, die späteren<br />

Chancen auf einen dualen Ausbildungsplatz, zum Beispiel zum/<br />

zur <strong>Medien</strong>gestalter/-in Digital <strong>und</strong> Print oder <strong>Medien</strong>kaufmann/-frau<br />

Digital <strong>und</strong> Print deutlich zu verbessern. Inwieweit sich dabei die zweijährige<br />

berufsfachschulische Ausbildungszeit zur Verkürzung der darauf<br />

folgenden dreijährigen dualen Ausbildungszeit anrechnen lässt, muss<br />

mit dem ausbildenden Betrieb vor Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages<br />

geklärt werden. Zusätzlich zu den oben genannten vollqualifizierenden<br />

Berufsfachschulabschlüssen ist auch der Erwerb der Fachhochschulreife<br />

möglich.<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Der Besuch einer staatlichen Berufsfachschule ist in der Regel kostenfrei.<br />

Zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten kann unter gegebenen<br />

Umständen Schüler-BAföG (www.bafög.de) beantragt werden.<br />

Foto: iStock © pixdeluxe<br />

Ersatzschule (private Berufsfachschule) –<br />

Ausbildung zu landesrechtlich anerkannten <strong>Berufe</strong>n<br />

Ersatzschulen sind private Berufsfachschulen. Wie der Name sagt, ersetzen<br />

sie ein schon vorhandenes staatliches Bildungsangebot. Sie bieten<br />

also Ausbildungen zu Berufsbildern an, die parallel auch an staatlichen<br />

Berufsfachschulen vor Ort durchgeführt werden, wie zum Beispiel<br />

in Hamburg die Ausbildung zum/zur technischen Assistenten/-in für<br />

Screendesign. Wichtig ist, dass eine Ersatzschule in Bezug auf Einrichtung,<br />

Lehrziele <strong>und</strong> Ausbildung der Lehrkräfte hinter den bestehenden<br />

öffentlichen Schulen nicht zurückstehen darf. Die Anerkennung<br />

als Ersatzschule erfolgt nach Prüfung seitens der jeweils zuständigen<br />

Landesschulbehörde beziehungsweise der Kultusministerien. Diese<br />

34<br />

35


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

gliedert sich in zwei Phasen: In der ersten Phase wird die Berufs fachschule<br />

als Ersatzschule staatlich genehmigt. In der zweiten Phase wird<br />

die Berufsfachschule nach erfolgreicher Prüfung als Ersatzschule staatlich<br />

anerkannt. Erst nach dieser Anerkennung darf der Beruf, zu dem dort ausgebildet<br />

wird, den Zusatz „staatlich geprüft“ oder „staatlich anerkannt“<br />

tragen. Die so gekennzeichneten <strong>Berufe</strong> sind in dem jeweiligen B<strong>und</strong>esland,<br />

dessen Schulbehörde die Prüfung durchgeführt hat, sowie in weiteren<br />

B<strong>und</strong>esländern, die sich dieser Anerkennung freiwillig anschließen,<br />

landesrechtlich, aber eben nicht b<strong>und</strong>esweit, anerkannt. Eine als Ersatzschule<br />

staatlich anerkannte private Berufsfachschule kann Zuschüsse aus<br />

Landesmitteln erhalten.<br />

Ob die Ausbildung an einer Ersatzschule von der Wirtschaft insoweit<br />

anerkannt wird, dass sie nach erfolgreichem Schulabschluss zu einem<br />

Berufseinstieg führen kann, sollte vor Beginn der Ausbildung mit dem<br />

Bildungsträger geklärt werden. In jedem Falle aber verbessert sie die<br />

Chancen auf den Erwerb eines Ausbildungsplatzes im dualen System<br />

beträchtlich.<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Die Kosten für den Besuch einer als Ersatzschule staatlich genehmigten<br />

oder anerkannten privaten Berufsfachschule liegen bei bis zu 500 Euro im<br />

Monat. Zur Finanzierung der Ausbildung kann unter gegebenen Umständen<br />

Schüler-BAföG (www.bafög.de) beantragt werden. Ob <strong>und</strong> wie z. B.<br />

auch ein zinsgünstiger Bildungskredit beantragt werden kann, kann beim<br />

jeweiligen Bildungsträger erfragt werden.<br />

Ergänzungsschule (private Berufsfachschule) – Ausbildung<br />

zu nicht anerkannten aber branchenüblichen <strong>Berufe</strong>n<br />

Ergänzungsschulen sind private Berufsfachschulen. Wie der Name<br />

sagt, ergänzen sie das Bildungsangebot der für die Berufsausbildung<br />

zuständigen Landeskultusministerien beziehungsweise Schul behörden.<br />

Ergänzungsschulen führen also Ausbildungen durch, die von staatlichen<br />

Berufsfachschulen vor Ort nicht angeboten werden. Die an einer Ergänzungsschule<br />

erworbene berufliche Qualifikation ist deshalb im gesetzlichen<br />

Sinne als Beruf weder landesrechtlich noch b<strong>und</strong>esweit anerkannt.<br />

Spitzfindig formuliert handelt es sich also nicht um einen Beruf,<br />

zu dem an der Ergänzungsschule ausgebildet wird, sondern um ein<br />

Tätigkeitsprofil. Für Tätigkeitsprofile, zu denen an einer Ergänzungsschule<br />

ausgebildet wird, darf der Zusatz „staatlich geprüft“ oder „staatlich<br />

anerkannt“ weder erteilt noch verwendet werden. Wichtig zu wissen<br />

ist allerdings, dass die für diese Tätigkeitsprofile verwendeten Berufsbezeichnungen,<br />

wie beispielsweise „Grafikdesigner/-in“, „Webdesigner/-in“<br />

oder „Kommunikationsdesigner/-in“, in der Wirtschaft weit verbreitet <strong>und</strong><br />

vollauf anerkannt sind. Ergänzungsschulen sind in der Regel staatlich<br />

anerkannt. Wie bei den Ersatzschulen (s. o.) wird die Anerkennung durch<br />

die jeweils zuständige Landesschulbehörde bzw. das Kultusministerium<br />

erteilt.<br />

Bei Ergänzungsschulen ist das Anerkennungsverfahren jedoch weniger<br />

aufwendig. Die staatliche Anerkennung ist aber insofern bedeutend, da<br />

mit ihr die Voraussetzung zur Beantragung von Schüler-BAföG erfüllt<br />

wird. Hierin liegt der wesentliche Gr<strong>und</strong>, weshalb private Bildungsträger<br />

die Kosten <strong>und</strong> den Zeitaufwand einer behördlichen Prüfung in Kauf<br />

nehmen. Gerade im Umfeld der <strong>Medien</strong>wirtschaft leisten private Berufsfachschulen<br />

(Ergänzungsschulen) einen ganz wesentlichen Beitrag zur<br />

Nachwuchsgewinnung. Allein in der Metropolregion Hamburg bieten<br />

über ein Dutzend dieser Bildungseinrichtungen hervorragende <strong>und</strong> sehr<br />

f<strong>und</strong>ierte Ausbildungen im <strong>Medien</strong>bereich an. In der Regel erstrecken sie<br />

sich über drei Jahre <strong>und</strong> entsprechen somit dem zeitlichen Umfang einer<br />

dualen Ausbildung oder einem Bachelorstudiengang. Die Anzahl ihrer<br />

jährlichen Absolventen/-innen liegt in etwa auf der Höhe derjenigen,<br />

die in Hamburg eine klassische duale Ausbildung in einem <strong>Medien</strong>beruf<br />

abschließen.<br />

36<br />

37


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Etwas verwirrend ist allerdings, dass sich einige von ihnen – zumindest<br />

auf den ersten Blick hin – nicht als Berufsfachschule zu erkennen geben.<br />

Oft nennen sie sich Akademie, bezeichnen ihre Schülerinnen <strong>und</strong> Schüler<br />

als Studierende <strong>und</strong> teilen ihre Ausbildungszeit in Semestereinheiten auf.<br />

Nach außen erwecken sie damit den Anschein einer akademischen Ausbildung<br />

<strong>und</strong> schon so manche Absolventinnen <strong>und</strong> Absolventen mögen<br />

sich gew<strong>und</strong>ert haben, dass am Ende der „Studienzeit“ nur ein hauseigenes<br />

Abschlusszertifikat <strong>und</strong> kein Bachelorzeugnis ausgehändigt wurde.<br />

Diesbezüglich irreführend mag gelegentlich auch sein, dass ebenso<br />

staatlich anerkannte Ergänzungsschulen mit BAföG-Förderung werben,<br />

BAföG aber meist mit einem Hochschulstudium in Verbindung gebracht<br />

wird. Also aufgepasst, hier handelt es sich um ein Schüler-BAföG <strong>und</strong><br />

nicht um das BAföG im akademischen Bereich.<br />

Es gibt jedoch einige private Berufsfachschulen, die tatsächlich einen<br />

Bachelorabschluss anbieten. Um diesen zu erlangen, muss meist im letzten<br />

Jahr der Ausbildung eine sogenannte Partner-Hochschule besucht<br />

werden. Teilweise handelt es sich dabei um eine kooperierende deutsche<br />

Hochschule, häufig ist diese jedoch im Ausland – vorzugsweise<br />

in Großbritannien – beheimatet. Ob der dort erreichte akademische<br />

Bachelor abschluss hier in Deutschland aber für ein weiterführendes<br />

Master studium anerkannt wird, sollte in jedem Falle im Vorwege geprüft<br />

werden.<br />

Ob eine Ausbildung an einer privaten Berufsfachschule von der Wirtschaft<br />

insoweit anerkannt wird, dass nach ihrem erfolgreichen Abschluss<br />

ein Berufseinstieg in Aussicht steht, richtet sich ganz danach, welche<br />

beruflichen Kompetenzen der oder die Auszubildende erworben hat<br />

<strong>und</strong> – besonders wichtig – wie er oder sie diese unter Beweis stellen<br />

kann. Dabei spielen Faktoren wie Zeugnis, Bewerbungsmappe, Länge der<br />

Ausbildung, Qualität der Dozenten/-innen, Struktur <strong>und</strong> Inhalt des Curriculums<br />

<strong>und</strong> natürlich der jeweilige Ruf des Bildungsträgers eine nicht<br />

unbedeutende Rolle. Da die Ausbildung an einem privaten Bildungsinstitut<br />

kostenpflichtig ist, ist es ratsam, im Vorwege zu überprüfen, ob<br />

diese sowohl den eigenen beruflichen Zielvorstellungen als auch den<br />

Anforderungen der Wirtschaft zum Berufseinstieg entspricht.<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Die Ausbildung an einer privaten Berufsfachschule dauert in der Regel<br />

drei Jahre. Die monatlichen Kostensätze schwanken zwischen 350 <strong>und</strong><br />

650 Euro. Ist der Bildungsträger staatlich anerkannt, kann unter gegebenen<br />

Umständen Schüler-BAföG (www.bafög.de) bezogen werden.<br />

Vermehrt vermitteln private Bildungsträger auch zinsgünstige Bildungskredite.<br />

Ob <strong>und</strong> wie diese beantragt werden können, erfahren Sie von<br />

dem jeweiligen Bildungsträger. Adressen privater Berufsfachschulen in der<br />

Metropolregion Hamburg finden Sie in diesem <strong>Handbuch</strong> ab Seite 223.<br />

Volontariat<br />

Auch wenn es kein gesetzlich anerkannter Berufsausbildungsweg ist,<br />

führt insbesondere der Einstieg in die Werbe-, Verlags-, Zeitschriften<strong>und</strong><br />

Zeitungsbranche sowie in die Bereiche Film, TV <strong>und</strong> Hörfunk häufig<br />

über ein Volontariat. Volontariate finden direkt im Unternehmen statt.<br />

Die Bedingungen für Volontäre/-innen sind je nach Branche <strong>und</strong> Betrieb<br />

unterschiedlich geregelt. Liegen keine klaren Vereinbarungen über<br />

Inhalte <strong>und</strong> Rahmenbedingungen des Volontariats vor, sollten diese auf<br />

jeden Fall mit dem Arbeitgeber vorab geklärt werden. In Hamburg bieten<br />

beispielsweise der NDR <strong>und</strong> die großen Verlagshäuser Volontariate an.<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Vergütungen für Volontariate unterliegen bei einigen Unternehmen<br />

gegebenenfalls Tarifverträgen. Ist dies nicht der Fall, müssen sie frei ausgehandelt<br />

werden. Informationen hierzu gibt es u. a. bei den verschiedenen<br />

Berufsverbänden oder den Gewerkschaften.<br />

38<br />

39


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Praktikum<br />

Praktika sind heute wichtige Stationen auf dem Weg in den Beruf. Sie<br />

ermöglichen frühe berufliche Erfahrungen <strong>und</strong> rechtzeitiges Zurechtrücken<br />

unrealistischer Vorstellungen. Gerade im <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>- Bereich<br />

helfen sie, erste Türen zu öffnen <strong>und</strong> wertvolle Kontakte zu knüpfen.<br />

Jedes Unternehmen vergibt Praktikumsplätze zu eigenen Bedingungen.<br />

Informationen hierzu finden sich in der Regel auf der firmeneigenen<br />

Internetseite oder auf Jobportalen. Ein Praktikum sollte möglichst zielbewusst<br />

gewählt werden. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die Abstimmung<br />

eigener beruflicher Interessen mit den jeweiligen Unternehmensschwerpunkten<br />

als auch auf die Möglichkeiten, tatsächlich praktische<br />

Erfahrungen zu sammeln. Das Praktikum sollte deshalb so gestaltet sein,<br />

dass es einen realistischen Einblick in das Arbeitsleben vermittelt. Praktika<br />

für Schüler/-innen werden von <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Unternehmen erfahrungsgemäß<br />

nur selten angeboten. Begründet wird dies damit, dass die<br />

Praktikumszeit mit zwei bis drei Wochen zu kurz bemessen ist <strong>und</strong> nicht<br />

genügend Personal für eine ausreichende Betreuung zur Verfügung<br />

steht. Die besten Chancen auf einen Praktikumsplatz haben Studierende<br />

sowie Jugendliche nach dem Schulabschluss im Übergang zu einem Studium<br />

oder einer Ausbildung.<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

In einigen Fällen haben auch Praktikantinnen <strong>und</strong> Praktikanten Anspruch<br />

auf den Mindestlohn. Dies ist jedoch abhängig von der Dauer <strong>und</strong> der Art<br />

des Praktikums. Handelt es sich beispielsweise um ein Pflichtpraktikum,<br />

das von der Schule, Hochschule oder Ausbildungseinrichtung vorgeschrieben<br />

ist, so entfällt der Anspruch auf Mindestlohn.<br />

Berufsausbildungsvorbereitung<br />

Die Berufsausbildungsvorbereitung ist im Berufsbildungsgesetz verankert.<br />

Sie dient dem Ziel, durch die Vermittlung von Gr<strong>und</strong>lagen beruflicher<br />

Handlungsfähigkeit an eine Berufsausbildung in einem anerkannten<br />

Ausbildungsberuf heranzuführen. Für Jugendliche, die schon<br />

Foto: iStock © Yuri_Arcurs<br />

während ihrer schulischen Ausbildung eine berufliche Ausbildung oder<br />

ein Studium im Bereich <strong>IT</strong> (Informationstechnik) oder <strong>Medien</strong> anstreben,<br />

bieten sich in Hamburg folgende Möglichkeiten:<br />

Höhere Technikschule<br />

Das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (www.hibb.hamburg.de)<br />

hat die Höhere Technikschule für Informations-, Metall- <strong>und</strong> Elektrotechnik<br />

eingerichtet. Zielgruppe bilden technikaffine Jugendliche (bei bestehender<br />

Schulpflicht oder unvollendetem 18. Lebensjahr) mit einem mittleren<br />

Bildungsabschluss. Die Höhere Technikschule gliedert sich in zwei Teile:<br />

• Jahrgangsstufe 11 mit betrieblichen Ausbildungsabschnitten<br />

• Jahrgangsstufe 12 (vollschulisch) mit dem Ziel der Fachhochschulreife<br />

Ein wesentliches Element der Höheren Technikschule sind zudem die<br />

betrieblichen Ausbildungsabschnitte in der Jahrgangsstufe 11. Diese<br />

können ggf. bei einem Wechsel in eine duale Ausbildung angerechnet<br />

werden. Nach dem erfolgreich absolvierten ersten Jahr ist es möglich, in<br />

die Jahrgangsstufe 12 zu wechseln <strong>und</strong> dort die vollwertige Fachhochschulreife<br />

zu erreichen, die weitere Lebens- <strong>und</strong> Karrierewege eröffnet.<br />

Ausführliche Informationen gibt es online unter<br />

www.g18.de/de/vollzeit-abschluesse/hoehere-technikschule.html.<br />

40<br />

41


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

AvDual an der G18<br />

Eine einjährige Berufsausbildungsvorbereitung für Technik- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

bietet die G18 unter der Bezeichnung AvDual an. Nähere Informationen<br />

dazu gibt es online unter<br />

www.g18.de/de/vollzeit-abschluesse/avdual.html.<br />

Produktionsschule Altona<br />

Eine niederschwellige Berufsausbildungsvorbereitung für die <strong>Medien</strong>berufe<br />

bietet die Produktionsschule Altona in ihrer <strong>Medien</strong>werkstatt an.<br />

Dort können Jugendliche auch ihren Hauptschulabschluss nachholen.<br />

Nähere Informationen dazu gibt es online unter http://psa-hamburg.de.<br />

Berufsausbildung im Ausland<br />

Maximal ein Viertel der Berufsausbildung kann im Ausland absolviert<br />

werden. Die Chancen auf einen späteren Arbeitsplatz erhöhen sich durch<br />

nachgewiesene Auslandserfahrungen in beträchtlichem Umfang. Europäische<br />

Förderprogramme bieten dazu interessante finanzielle Unterstützung.<br />

Informationen <strong>und</strong> Umsetzungshilfen zu Praktikum <strong>und</strong> Ausbildung<br />

im Ausland bietet in Hamburg der Verein „Arbeit <strong>und</strong> Leben DGB/<br />

VHS Hamburg e. V.“ (www.hamburg.arbeit<strong>und</strong>leben.de).<br />

europass Mobilität<br />

Eine im europäischen Ausland durchlaufene Aus- oder Weiterbildung<br />

sollte man sich in jedem Fall im „europass Mobilität“ (www.europass-info.<br />

de) dokumentieren lassen. Er ist ein wesentliches Element zur Förderung<br />

der beruflichen Mobilität in Europa <strong>und</strong> dokumentiert Inhalt, Ziel <strong>und</strong><br />

Dauer des konkreten Auslandsaufenthalts sowie dort erzielte Lernerfahrungen<br />

jeder Art, jeden Niveaus, jeder Zielsetzung <strong>und</strong> jeder Person.<br />

ECVET – ein europäisches<br />

Leistungspunktesystem der beruflichen Bildung<br />

Ähnlich dem Prinzip des ECTS (European-Credit-Point-Transfersystem)<br />

für den Hochschulbereich gibt es ein europäisches Leistungspunktesystem<br />

für die Berufsbildung: ECVET (European Credit System for Vocational<br />

Education and Training). Mit diesem System ist es möglich, dass<br />

beispielsweise deutsche Arbeitnehmer/-innen, die eine berufliche Ausoder<br />

Fortbildung in einem Mitgliedsland der EU durchgeführt haben, für<br />

die dort erworbenen Kompetenzen Leistungspunkte erhalten, die auch<br />

von anderen Bildungsträgern in der EU oder im Heimatland anerkannt<br />

<strong>und</strong> angerechnet werden.<br />

Europaweit können dann Ausbildungs- <strong>und</strong> Lerneinheiten angesammelt<br />

<strong>und</strong> modular zu formalen <strong>und</strong> anerkannten Teil- oder Vollqualifikationen<br />

zusammengesetzt werden. ECVET komplementiert den vom EU-Rat <strong>und</strong><br />

EU-Parlament empfohlenen Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR).<br />

Der EQR ist ein Referenzsystem, das es ermöglicht, nationale berufliche<br />

Bildungssysteme auf europäischer Ebene einzuordnen <strong>und</strong> miteinander<br />

vergleichbar zu machen. Über den jeweils aktuellen Stand der Entwicklung<br />

informiert das B<strong>und</strong>esministerium für Bildung <strong>und</strong> Forschung auf<br />

der Website www.ecvet-info.de.<br />

42<br />

43


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

kademisches Studium<br />

A In der <strong>IT</strong>- <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>branche sind junge Menschen mit akademischer<br />

Ausbildung hoch begehrt. Für die <strong>IT</strong>-Wirtschaft bieten die Informatikstudiengänge<br />

die besten Voraussetzungen. Für den Einstieg in die<br />

<strong>Medien</strong>branche sind dies medienspezifische, aber auch kultur-, geisteswissenschaftliche<br />

<strong>und</strong> wirtschaftsnahe Studienfächer.<br />

Bachelor- <strong>und</strong> Masterabschlüsse<br />

Bachelorstudiengänge dauern in der Regel sechs, Masterstudiengänge<br />

vier Semester. Ob sich Studierende mit einem Bachelorabschluss automatisch<br />

für einen Masterstudiengang qualifizieren, wird aufgr<strong>und</strong> der<br />

föderalen Bildungshoheit auf Landesebene entschieden. Im Gegensatz<br />

zum Titel „Diplom“ sind die Titel „Bachelor“ <strong>und</strong> „Master“ übrigens nicht<br />

gesetzlich geschützt. Sie können also auch von privaten Hoch- <strong>und</strong> Fachhochschulen<br />

verliehen werden, egal ob diese staatlich anerkannt sind<br />

oder nicht.<br />

Studium an staatlichen Universitäten <strong>und</strong><br />

Hochschulen für angewandte Wissenschaften<br />

(Fachhochschulen)<br />

Ein Studium an einer staatlichen Universität oder Hochschule für angewandte<br />

Wissenschaften bereitet weniger auf einen klar umrissenen<br />

Beruf oder eine bestimmte Position in der Praxis vor. Vielmehr werden<br />

tiefer gehende Kenntnisse eines breiten Aufgabenspektrums vermittelt.<br />

Zugangsvoraussetzungen sind je nach Hochschule die allgemeine Hochschulreife<br />

oder die allgemeine bzw. fachgeb<strong>und</strong>ene Fachhochschulreife.<br />

Nach § 38 des Hamburgischen Hochschulgesetzes können auch Berufstätige<br />

einen Studienplatz erhalten.<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Finanzielle Unterstützung für das Studium an einer staatlichen Universität<br />

oder einer Hochschule für angewandte Wissenschaften kann unter gegebenen<br />

Umständen über BAföG (www.bafög.de) gewährt werden. Es wird<br />

allerdings nur bis zu einem berufsqualifizierenden Abschluss gewährt. Da<br />

dies in der Regel der Bachelor ist, steht für ein Masterstudium in den meis -<br />

ten Fällen kein BAföG zur Verfügung. Eine Alternative oder Ergänzung<br />

zum BAföG bieten Stipendien oder zinsgünstige Bildungskredite. Ob <strong>und</strong><br />

wie diese zu beantragen sind, erfahren Sie an der jeweiligen Hochschule.<br />

Studium an privaten Hochschulen,<br />

Fachhoch schulen <strong>und</strong> Akademien<br />

Private Hochschulen, Fachhochschulen <strong>und</strong> Akademien bieten eine<br />

Vielzahl von teils sehr spezialisierten Studiengängen im <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong><br />

<strong>IT</strong>-Bereich an. Sie können staatlich anerkannt oder nicht anerkannt sein.<br />

Eine staatliche Anerkennung setzt eine gewisse Qualität der Einrichtung<br />

<strong>und</strong> der Studiengänge voraus, ist aber auch die Voraussetzung für eine<br />

BAföG-Finanzierung. Da das Studium an privaten Hochschulen, Fachhochschulen<br />

<strong>und</strong> Akademien kostenpflichtig ist, könnte die staatliche<br />

Anerkennung bei der Wahl einer privaten Hochschule ausschlaggebend<br />

sein. Der Vorteil eines Studiums an einer privaten Hochschule liegt in der<br />

sehr guten Betreuung der Studierenden, die durch die meist sehr kleinen<br />

Lerngruppen gewährleistet wird. Zudem verfügen private Hochschulen<br />

in der Regel über sehr gute Kontakte zu Unternehmen. Dadurch wird<br />

sowohl ein hoher Praxisbezug des Studiums als auch eine gute Vermittlung<br />

von Arbeitsplätzen nach Studienabschluss sichergestellt.<br />

Achtung: Die Bezeichnung „Akademie“ ist nicht geschützt. Auch private<br />

berufsbildende Schulen <strong>und</strong> private Berufsfachschulen tragen oft<br />

die Bezeichnung „Akademie“ in ihrem Namen. Vor der Aufnahme eines<br />

Studiums bei einem Bildungsträger, der sich als „Akademie“ bezeichnet,<br />

sollte deshalb geprüft werden, ob es sich bei dem angebotenen „Studiengang“<br />

um eine anerkannte akademische Ausbildung oder um eine<br />

schulische Berufsausbildung handelt.<br />

44<br />

45


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Das Studium an einer privaten Hochschule, Fachhochschule oder Akademie<br />

ist in der Regel kostspielig <strong>und</strong> muss eigenständig finanziert werden.<br />

Ist die private Hochschule, Fachhochschule oder Akademie staatlich<br />

anerkannt, kann unter gegebenen Umständen BAföG (www.bafög.de)<br />

beantragt werden. Auch bei den privaten Hochschulen gilt: BAföG wird<br />

nur bis zu einem berufsqualifizierenden Abschluss gewährt. Für ein<br />

Masterstudium steht deshalb in den meisten Fällen kein BAföG zur Verfügung.<br />

Eine Alternative bieten Stipendien oder zinsgünstige Bildungskredite.<br />

Ob <strong>und</strong> wie diese zu beantragen sind, erfahren Sie bei der jeweiligen<br />

Bildungseinrichtung.<br />

Duales Studium<br />

Duale Studiengänge werden von privaten Fachhochschulen <strong>und</strong> Berufsakademien,<br />

aber auch von staatlichen Hochschulen angeboten. Duale<br />

Bachelorstudiengänge dauern drei bis vier Jahre <strong>und</strong> verbinden das Studium<br />

mit betrieblicher Praxis in einem Unternehmen. Teilweise ist ein<br />

duales Studium auch so strukturiert, dass das akademische Studium mit<br />

einer Ausbildung zu einem der b<strong>und</strong>esweit anerkannten Ausbildungsberufe<br />

kombiniert ist. Parallel zum akademischen erwirbt der oder die<br />

Studierende damit auch einen beruflichen Abschluss. Über die Auswahl<br />

der Studierenden entscheiden in der Regel die Firmen, bei denen der<br />

praxisorientierte, betriebliche Teil des Studiums stattfindet.<br />

<strong>und</strong> erfordern eine hohe Lerndisziplin sowie großes Durchhaltevermögen.<br />

Duale Studiengänge im <strong>Medien</strong>bereich werden in der Metropolregion<br />

Hamburg von der „Hamburg School of Business Administration<br />

(HSBA)“ (s. S. 241) angeboten. Im <strong>IT</strong>-Bereich sind die derzeitigen Anbieter,<br />

z. B. die private „NORDAKADEMIE“ in Elmshorn (s. S. 245), die „ Private<br />

Berufsfachschule PTL Wedel“ (s. S. 245) sowie die staatliche Hamburger<br />

„Hoch schule für Angewandte Wissenschaften“ (s. S. 237).<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

In aller Regel trägt das an dem dualen Studium beteiligte Unternehmen<br />

die Kosten des Studiums. Darüber hinaus zahlt es dem/der Studierenden<br />

meist eine monatliche Vergütung.<br />

Duale Studiengänge sind sehr beliebt, da sie einen hohen Praxisbezug<br />

aufweisen, die Studiengebühren von den Unternehmen getragen <strong>und</strong><br />

in der Regel obendrein noch Ausbildungsentgelte (teilweise bis zu 1.000<br />

Euro) gezahlt werden. Zudem sind die späteren Karrierechancen in den<br />

beteiligten Unternehmen sehr gut. Dennoch sollte sorgfältig überlegt<br />

werden, ob ein duales Studium dem eigenen Leistungspotenzial entspricht,<br />

denn die Anforderungen an die Studierenden sind anspruchsvoll<br />

Foto: iStock © PeopleImages<br />

Aufbaustudium<br />

Ein Aufbaustudium (auch postgraduales Studium) steht Interessierten<br />

offen, die bereits einen ersten Hochschulabschluss haben. Ein postgraduales<br />

Studium kann beispielsweise mit einem Master abschließen.<br />

46<br />

47


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Wenn es sich bei dem Aufbaustudium um ein Masterstudium handelt,<br />

müssen die Kosten in der Regel selbst getragen werden, da bereits<br />

mit dem vorausgehenden Bachelorstudium ein berufsqualifizierender<br />

Abschluss erzielt wurde. Schließt sich an den Bachelorabschluss eine<br />

berufliche Karriere an, ist es möglich, dass der Arbeitgeber die Kosten für<br />

einen Masterstudiengang übernimmt. Voraussetzung ist natürlich, dass<br />

die Verpflichtung eingegangen wird, nach dem Masterabschluss bei der<br />

Firma für einen bestimmten Zeitraum weiterhin beschäftigt zu bleiben.<br />

ECTS – ein europäisches<br />

Leistungspunktesystem für das Studium<br />

Das europäische Leistungspunkte-Transfersystem ECTS (European Credit<br />

Transfer System) für den Hochschulbereich ermöglicht die Anerkennung<br />

von Leistungspunkten für Studienabschnitte, die an anderen<br />

in- oder ausländischen Hochschulen absolviert wurden. ECTS Credit<br />

Points sind Leistungspunkte, mit denen der Arbeitsaufwand gemessen<br />

wird. Sie berechnen sich aus der durchschnittlichen Arbeitslast (work<br />

load) des Studiums. Gr<strong>und</strong>lage für die Vergabe von Credit Points nach<br />

ECTS-Standard ist die Annahme eines durchschnittlich zu leistenden<br />

Arbeitsaufwands für das Studium. Die Annahme ist ein Aufwand von<br />

1.500 bis 1.800 St<strong>und</strong>en pro akademischem Jahr, der sich in 60 CP ausdrückt.<br />

Ein Leistungspunkt entspricht somit 25 bzw. 30 Arbeitsst<strong>und</strong>en.<br />

Diese Berechnungsgr<strong>und</strong>lage wurde von der Kultusministerkonferenz<br />

auch für Deutschland übernommen.<br />

achhochschulreife, fachgeb<strong>und</strong>ene oder<br />

F allgemeine Hochschulreife nachträglich<br />

erlangen<br />

Fachoberschule (FOS )<br />

Die Fachoberschule führt Jugendliche mit einem mittleren Schulabschluss<br />

<strong>und</strong> einer mindestens zweijährigen einschlägigen Berufsausbildung<br />

oder einer dreijährigen einschlägigen Berufstätigkeit zur Fachhochschulreife.<br />

Die Ausbildung dauert ein Jahr, besteht aus Vollzeitunterricht<br />

<strong>und</strong> schließt mit der Abschlussprüfung ab.<br />

Die Ausbildungsrichtung Gestaltung ist an der Beruflichen Schule für<br />

<strong>Medien</strong> <strong>und</strong> Kommunikation Hamburg angesiedelt. Weitere Informationen<br />

gibt es online unter<br />

www.bmk-hh.de/fachoberschule-fuer-gestaltung.html.<br />

Die Ausbildungsrichtung <strong>IT</strong> <strong>und</strong> Technik ist an der Gewerbeschule Informations-<br />

<strong>und</strong> Elektrotechnik, Chemie- <strong>und</strong> Automatisierungstechnik<br />

(G 18) angesiedelt. Weitere Informationen gibt es online unter<br />

www.g18.de/de/vollzeit-abschluesse/fachhochschulreife.html.<br />

Berufsoberschule (BOS )<br />

Die Berufsoberschule (BOS) führt Schülerinnen <strong>und</strong> Schüler mit einer<br />

abgeschlossenen Berufsausbildung in einem insgesamt zweijährigen<br />

Bildungsgang der Jahrgangstufen 12 <strong>und</strong> 13 zur fachgeb<strong>und</strong>enen Hochschulreife<br />

oder – bei Nachweis oder Belegung einer zweiten Fremdsprache<br />

– zur allgemeinen Hochschulreife.<br />

Die Ausbildungsrichtung Gestaltung ist an der Beruflichen Schule für<br />

<strong>Medien</strong> <strong>und</strong> Kommunikation Hamburg angesiedelt. Weitere Informationen<br />

gibt es online unter<br />

www.bmk-hh.de/berufsoberschule-fuer-gestaltung.html.<br />

48<br />

49


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Die Ausbildungsrichtung <strong>IT</strong> <strong>und</strong> Technik ist an der „Gewerbeschule Informations-<br />

<strong>und</strong> Elektrotechnik, Chemie- <strong>und</strong> Automatisierungstechnik<br />

(G 18)“ angesiedelt. Weitere Informationen gibt es online unter<br />

www.g18.de/de/vollzeit-abschluesse/hochschulreife.html.<br />

F ortbildung<br />

Gr<strong>und</strong>sätzlich ist zwischen der Aufstiegs- <strong>und</strong> der Anpassungsfortbildung<br />

zu unterscheiden.<br />

Aufstiegsfortbildung<br />

Aufstiegsfortbildungen sind nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelte<br />

Weiterbildungen, bei denen Zugangsvoraussetzungen gesetzlich<br />

vorgegeben sind <strong>und</strong> in der Regel mit Kammerprüfungen <strong>und</strong> -abschlüssen<br />

enden. Die Abschlüsse bewegen sich auf den drei aufeinander aufbauenden<br />

Ebenen Fachberater/-in, Fachwirt/-in <strong>und</strong> Fachmeister/-in<br />

bzw. Betriebswirt/-in. Eine Aufstiegsfortbildung dient dazu, durch die<br />

Erweiterung von Qualifikationen den beruflichen Aufstieg zu fördern.<br />

In der Regel setzt die Aufstiegsfortbildung eine abgeschlossene Berufsausbildung<br />

voraus. Informationen zur Aufstiegsfortbildung erteilen die<br />

jeweils zuständigen Kammern.<br />

Die Handelskammer Hamburg informiert dazu auf ihrer Website unter<br />

www.hk24.de in der Rubrik „Aus- <strong>und</strong> Weiterbildung“. Zum Bereich der<br />

Aufstiegsfortbildungen zählen im <strong>IT</strong>-Bereich die operativen <strong>und</strong> strategischen<br />

<strong>IT</strong>-Professionals des deutschen „Advanced <strong>IT</strong> Training Systems“<br />

(A<strong>IT</strong>TS). In der Metropolregion Hamburg werden diese z. B. vom Bildungsträger<br />

ComPers (s. S. 228) angeboten. Im <strong>Medien</strong>bereich schließt<br />

die Aufstiegsfortbildung mit der Prüfung zum/zur <strong>Medien</strong>fachwirt/-in<br />

ab, die z. B. die TLA TeleLearn-Akademie im Online-/Präsenzstudium<br />

anbietet (s. S. 251). Mit diesen Abschlüssen besteht auch für die im <strong>IT</strong>- <strong>und</strong><br />

<strong>Medien</strong>bereich beschäftigten Quereinsteiger/-innen die Möglichkeit,<br />

einen anerkannten <strong>und</strong> geregelten Berufsabschluss zu erwerben. Aufstiegsfortbildungen<br />

sind in der tabellarischen Liste „Berufsbilder auf<br />

einen Blick“ (s. S. 55) gekennzeichnet.<br />

Foto: iStock © abrikaCr<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Die Kosten für eine Aufstiegsfortbildung richten sich nach Inhalt <strong>und</strong><br />

Dauer. Sie können jedoch unter gegebenen Umständen über Beantragung<br />

von Aufstiegs-BAföG gefördert werden (www.aufstiegs-bafoeg.<br />

de). Die Voraussetzungen dazu regelt das Gesetz zur Förderung der<br />

beruflichen Aufstiegsfortbildung (AFBG). Zur Beantragung von Aufstiegs-<br />

BAföG beraten die zuständigen Kammern.<br />

Anpassungsfortbildung<br />

Anpassungsfortbildungen sind berufliche Weiterbildungen, die nicht<br />

gesetzlich geregelt sind. Sie können sich über einige St<strong>und</strong>en, aber auch<br />

Monate erstrecken. Es kann sich dabei um Firmenschulungen, individuelle<br />

Fortbildungen bei Bildungsträgern oder um Fernunterricht handeln.<br />

50<br />

51


Ausbildung, Studium <strong>und</strong> Fortbildung in der Metropolregion Hamburg<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Die Kosten für eine Anpassungsfortbildung richten sich nach Dauer <strong>und</strong><br />

Inhalt. Bei Beschäftigten übernehmen unter Umständen die Arbeitgeber<br />

die Kosten. Für Personen, die Arbeitslosengeld I oder II erhalten, besteht<br />

die Möglichkeit, sich eine Anpassungsfortbildung über die Agentur für<br />

Arbeit durch Vergabe eines sogenannten Bildungsgutscheins finanzieren<br />

zu lassen. Der Bildungsgutschein berechtigt zur freien Auswahl eines<br />

entsprechenden Bildungsträgers. Dieser <strong>und</strong> das jeweilige Fortbildungsangebot<br />

müssen jedoch nach AZAV (Akkreditierungs- <strong>und</strong> Zulassungsverordnung<br />

Arbeitsförderung) zertifiziert sein. Gr<strong>und</strong>lage dieser Zertifizierung<br />

bildet ein beim Bildungsträger eingeführtes Qualitätsmanagementsystem.<br />

Wissenschaftliche Weiterbildung<br />

Die wissenschaftliche Weiterbildung steht im Prinzip jedem offen, also<br />

allen Interessierten, die keine Hochschulzugangsberechtigung haben.<br />

Sie wird jedoch nur von Hochschulen oder deren Weiterbildungsinstitutionen<br />

angeboten <strong>und</strong> schließt üblicherweise mit einem hauseigenen<br />

Zertifikat ab.<br />

Kosten <strong>und</strong> Finanzierung:<br />

Die Kosten für eine wissenschaftliche Weiterbildung variieren je nach<br />

Dauer <strong>und</strong> Inhalt <strong>und</strong> müssen in der Regel eigenständig getragen werden.<br />

Gegebenenfalls beteiligt sich auch der Arbeitgeber an den Kosten.<br />

erufsvideos für den ersten Eindruck<br />

B Die folgenden Websites geben mit kurzen Videos <strong>und</strong> Jobbeschreibungen<br />

erste Einblicke in die spannende Arbeitswelt der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche.<br />

azubot – Berufsvideos mal anders<br />

azubot produziert Berufsvideos für nahezu alle Branchen <strong>und</strong> bietet eine<br />

Lehrstellen-, Praktikums- sowie Jobbörse mit tagesaktuellen Infos zu Ausbildung<br />

<strong>und</strong> Berufseinstieg an.<br />

www.azubot.de<br />

beroobi – ein Projekt von Schulen ans Netz e. V.<br />

beroobi stellt <strong>Berufe</strong> online vor – mit Videos <strong>und</strong> virtuellen Tagesabläufen.<br />

Zudem bietet die Seite Infos zur Berufswahl <strong>und</strong> zu Ausbildungsmessen.<br />

www.beroobi.de<br />

<strong>Berufe</strong>.TV – eine Initiative der B<strong>und</strong>esagentur für Arbeit<br />

Bei <strong>Berufe</strong>.TV dreht sich alles r<strong>und</strong> ums Thema Ausbildung – mit Kurzfilmen,<br />

Infobroschüren, Bewerbungstipps <strong>und</strong> Talentcheck.<br />

www.berufe.tv<br />

Arbeitsalltag live – <strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong> mit der Kamera begleitet<br />

Wer schon genaue Vorstellungen von seinem Traumberuf im Bereich <strong>IT</strong><br />

hat, findet auf dieser Seite die wichtigsten Informationen.<br />

www.it-berufe.de<br />

52<br />

53


Foto: iStock © PeopleImages<br />

<strong>Berufe</strong> in der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche<br />

Foto: KWB © Christine Robben


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

3-D-Designer/-in AV, DM 96 246<br />

A Account-Manager/-in MA, PR 96<br />

Animationsdesigner/-in AV 97 246<br />

Anwendungsentwickler/-in <strong>IT</strong> 186 225, 235<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

App-Entwickler/-in/Programmierer/-in <strong>IT</strong> 186<br />

Archivar/-in DM, PM 98<br />

Art Buyer MA 98<br />

Artdirector DM, PM, W 99 234, 244<br />

Assistent/-in für Screendesign,<br />

staatlich geprüfte/-r<br />

DM 99 229<br />

Audiodesigner/-in AV, DM 100 245<br />

Aufnahmeleiter/-in AV 100<br />

Autor/-in AV, DM, PM 101 230<br />

B Beleuchter/-in AV, EV 101<br />

Beleuchtungsmeister/-in AV, EV 102<br />

Bibliothekar/-in PM 103 238<br />

Bildmischer/-in AV 104<br />

Bildredakteur/-in PM 104 248<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

56<br />

57


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

B Bildregisseur/-in AV 105 248<br />

Bildtechniker/-in AV 105<br />

Buchbinder/-in* PM 105<br />

Buchhandelsfachwirt/-in* MA, PM 107<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

Buchhändler/-in* PM 107<br />

Bühnentechniker/-in AV, EV 108 237<br />

C Certified <strong>IT</strong> Business Consultant* <strong>IT</strong> 187 228<br />

Certified <strong>IT</strong> Business Engineer* <strong>IT</strong> 188<br />

Certified <strong>IT</strong> Business Manager* <strong>IT</strong> 188 228<br />

Certified <strong>IT</strong> Marketing Manager* <strong>IT</strong> 189<br />

Certified <strong>IT</strong> Systems Manager* <strong>IT</strong> 190 228<br />

Certified <strong>IT</strong> Technical Engineer* <strong>IT</strong> 191<br />

Community-Manager/-in MA, DM 109 251<br />

Content-Manager/-in DM, MA, PR 109<br />

Continuity/Script AV 110 245<br />

Corporate Communication and<br />

Publishing Manager<br />

MA 110 226<br />

Creative Director W 111 234, 242, 245<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

58<br />

59


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

C Creative Producer DM, AV 112 245<br />

Cross Media Publisher AV, DM, PM 112 246, 248<br />

Cutter/-in AV 113 245<br />

Cutterassistent/-in AV 114 245<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

D Datenbankadministrator/-in <strong>IT</strong> 191 235<br />

Datenbankentwickler/-in <strong>IT</strong> 192 235<br />

Desktop Publisher (Satz <strong>und</strong> Layout) PM 115<br />

Direktmarketingmanager/-in MA 115<br />

Dokumentar/-in <strong>und</strong> Informationswirt/-in DM, <strong>IT</strong> 116<br />

Dramaturg/-in AV 117 239<br />

Drehbuchautor/-in AV 117 230<br />

E E-Commerce-Manager/-in <strong>IT</strong>, MA 192 229, 231, 233, 236, 251<br />

E-Learning-Autor/-in<br />

<strong>und</strong> -Entwickler/-in<br />

AV, DM, <strong>IT</strong> 118<br />

E-Learning-Manager/-in DM, MA 119<br />

E-Learning-Moderator/-in<br />

(Teletutor/-in/Lerncoach)<br />

DM 119 251<br />

Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik EV 120<br />

Elektroniker/-in für<br />

Informations- <strong>und</strong> Systemtechnik<br />

<strong>IT</strong> 193<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

60<br />

61


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

E Eventmanager/-in EV 120 226, 230, 240<br />

F<br />

Fachangestellte/-r für <strong>Medien</strong><strong>und</strong><br />

Informationsdienste*<br />

DM, <strong>IT</strong>, PM 121 224<br />

Fachinformatiker/-in* <strong>IT</strong> 194 225, 232, 235, 244<br />

Fachkaufmann/-frau für Marketing* MA 121<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

Fachkraft für Veranstaltungstechnik* EV 122 225, 244<br />

Filmarchitekt/-in AV 122<br />

Film- <strong>und</strong> Videoeditor/-in* AV 123 225<br />

Fotodesigner/-in DM, PM, W 123 227, 237<br />

Fotograf/-in* PM, W 124 227, 237, 253<br />

Fotomedienfachmann/-frau* DM, MA 125<br />

Frontend Developer/Webdesigner/-in DM, <strong>IT</strong> 180 234, 236<br />

G Gamedesigner/-in DM, <strong>IT</strong> 126 246<br />

Gameprogrammierer/-in DM, <strong>IT</strong> 197 233, 246<br />

Gewandmeister/-in* AV 127 234<br />

Grafikdesigner/-in DM, PM, W 127 234, 237, 242, 244, 253<br />

H Herstellungsleiter/-in Film <strong>und</strong> Fernsehen AV 128<br />

Hörakustiker/-in* DM 128<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

62<br />

63


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

I Illustrationsdesigner/-in DM, PM, W 130 227, 234, 237, 242<br />

Industriemeister/-in Print, geprüfte/-r* DM, PM 130 251<br />

Infobroker/-in DM 132<br />

Infografiker/-in AV, DM, PM 132<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

Informatiker/-in <strong>IT</strong> 198<br />

228, 231, 232, 233, 238, 245,<br />

247, 252, 253<br />

Informatikkaufmann/-frau* <strong>IT</strong> 198 224, 235<br />

Informationselektroniker/-in* <strong>IT</strong> 199<br />

Informationstechnikermeister/-in* <strong>IT</strong> 200<br />

Informationstechnische/-r Assistent/-in,<br />

staatlich geprüfte/-r<br />

<strong>IT</strong> 200 245<br />

<strong>IT</strong>-Berater/-in <strong>IT</strong> 203 228<br />

<strong>IT</strong>-K<strong>und</strong>enbetreuer/-in <strong>IT</strong> 203 236<br />

<strong>IT</strong>-Manager/-in <strong>IT</strong> 204 236<br />

<strong>IT</strong>-Projektleiter/-in <strong>IT</strong> 205 228, 236<br />

<strong>IT</strong>-Servicemanager/-in <strong>IT</strong> 205 236<br />

<strong>IT</strong>-Systemelektroniker/-in* <strong>IT</strong> 207 225<br />

<strong>IT</strong>-Systemkaufmann/-frau* <strong>IT</strong> 208 235<br />

J Journalist/-in AV, DM, PM 133<br />

226, 231, 237, 240, 243, 248,<br />

252<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

64<br />

65


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

K Kameraassistent/-in AV 134<br />

Kameramann/-frau AV 134<br />

Kaufmann/-frau für audiovisuelle <strong>Medien</strong>* AV, MA 135 229, 244<br />

Kaufmann/-frau für<br />

Marketingkommunikation*<br />

Kaufmännische/-r <strong>Medien</strong>assistent/-in,<br />

staatlich geprüfte/-r<br />

MA, DM, W 136 243<br />

AV, W 136 229<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

Kommunikationsdesigner/-in DM, MA, W 137 227, 234, 237, 240, 241, 242<br />

Kommunikationswirt/-in MA, PR, W 138<br />

Kommunikationswissenschaftler/-in<br />

AV, DM, PM, PR, W 138 231, 252<br />

Kontakter/-in W 139<br />

Konzeptioner/-in DM, W 139 247<br />

Kostümbildner/-in AV 140 237<br />

Kulturmanager/-in AV, DM, EV, PM, PR 141 243<br />

L Labelmanager/-in AV, EV, MA 141<br />

Layouter/-in PM, W 142 234, 253<br />

Lektor/-in DM, PM 142<br />

Leveldesigner/-in/Gamedesigner/-in DM, <strong>IT</strong> 126 233, 246<br />

Lichttechniker/-in/Beleuchter/-in AV, EV 101<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

66<br />

67


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

M Marketingassistent/-in MA 143<br />

Marketingkommunikationswirt/-in MA 143<br />

Marketingmanager/-in MA, W 144 236, 240<br />

Maskenbildner/-in* AV, EV 145<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

226, 229, 230, 231, 236, 240,<br />

243, 251<br />

Mathematisch-technische/-r<br />

Softwareentwickler/-in*<br />

<strong>IT</strong> 209<br />

Mediaplaner/-in DM, PR, W 146<br />

<strong>Medien</strong>betriebswirt/-in AV, DM, MA, PM, W 146<br />

<strong>Medien</strong>designer/-in DM, PM, W 147 240<br />

<strong>Medien</strong>dokumentar/-in DM, <strong>IT</strong> 210<br />

<strong>Medien</strong>fachwirt/-in,<br />

geprüfte/-r*<br />

AV, EV, DM, MA, PM, W 148 251<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild <strong>und</strong> Ton* AV 149 225, 244, 248<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in Digital <strong>und</strong> Print* DM, PM, W 149 229, 243<br />

<strong>Medien</strong>informatiker/-in/Dokumentar/-in <strong>IT</strong> 210 232, 233, 245, 253<br />

<strong>Medien</strong>kaufmann/-frau<br />

Digital <strong>und</strong> Print*<br />

<strong>Medien</strong>manager/-in<br />

(Media Manager)<br />

DM, MA, PM, PR, W 151 229<br />

AV, DM, MA, PM, PR 152 226, 240, 241<br />

<strong>Medien</strong>techniker/-in AV, <strong>IT</strong>, DM 210 238, 247<br />

<strong>Medien</strong>technologe/-in Druck* PM 152<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

68<br />

69


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

M <strong>Medien</strong>technologe/-in Druckverarbeitung* PM 153<br />

<strong>Medien</strong>technologe/-in Siebdruck* PM 154<br />

<strong>Medien</strong>wissenschaftler/-in AV, DM, PM, PR 154 228, 231, 252<br />

Meister/-in für Veranstaltungstechnik* EV 155<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

Moderator/-in AV, EV 156 248<br />

Multimedia Producer AV, DM, PM 158 231<br />

Multimediaentwickler/-in AV, DM, <strong>IT</strong> 212 242<br />

Music Business Manager AV, EV, MA 158 246<br />

N Netzplaner/-in <strong>IT</strong> 212<br />

Netzwerkadministrator/-in <strong>IT</strong> 213 236, 253<br />

O Onlinemarketingmanager/-in DM, <strong>IT</strong>, MA, W 159 229, 236<br />

Onlineredakteur/-in DM 160 243<br />

P PR-Assistent/-in PR 160 231, 243, 249<br />

PR-Berater/-in EV, MA, PR 161 231, 243, 249<br />

PR-Volontär/-in PR 162 231, 243, 249<br />

Pressesprecher/-in PR 162 231, 243, 249<br />

Producer AV 163<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

70<br />

71


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

P Produktioner/-in DM, MA, W 164<br />

Produktionsassistent/-in AV 164 231, 245, 248<br />

Produktionsleiter/-in AV 165 245, 248<br />

Produktionssekretär/-in AV 166 245, 248<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

Produktmanager/-in DM, MA 166<br />

Produzent/-in AV, EV 167 248<br />

Programmierer/-in/Softwareentwickler/-in <strong>IT</strong> 214 246<br />

Projektmanager/-in DM, MA 167 236, 251<br />

R Redakteur/-in AV, DM, PM 168 248<br />

Regieassistent/-in AV 168 248<br />

Regisseur/-in AV 169 240<br />

Reporter/-in AV, DM, PM 170 248<br />

Requisiteur/-in AV 170<br />

S Sachk<strong>und</strong>ige/-r für Veranstaltungsrigging EV 171<br />

SAP-Berater/-in <strong>IT</strong> 214 236<br />

Schauspieler/-in AV 172 240<br />

Screendesigner/-in DM 173 229, 234, 251<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

72<br />

73


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

S Script AV 173<br />

Social-Media-Manager/-in DM, MA, PR, W 174 229, 236, 244, 251<br />

Softwareentwickler/-in <strong>IT</strong> 214 332, 236, 245, 252, 253<br />

So<strong>und</strong>designer/-in/Audiodesigner/-in AV 100 245<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

Studiomeister/-in AV 175<br />

Systemelektroniker/-in* <strong>IT</strong> 215 235<br />

Systeminformatiker/-in* <strong>IT</strong> 216 225<br />

T Technische/-r Informatiker/-in <strong>IT</strong> 217 233, 239, 245<br />

Texter/-in/Werbetexter/-in W 182 244, 247<br />

Tonassistent/-in AV 175 248<br />

Toningenieur/-in AV, EV 176<br />

Tonmeister/-in* AV, EV 176<br />

Tontechniker/-in AV 176<br />

Trickfilmzeichner/-in AV 177<br />

V Veranstaltungsfachwirt/-in* EV 177<br />

Veranstaltungskaufmann/-frau* EV, MA 178 224, 243<br />

Verlagsfachwirt/-in* DM, PM 178<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

74<br />

75


Berufsbilder auf einen Blick<br />

Studium<br />

Umschulung<br />

Erstausbildung<br />

Weiterbildung<br />

Volontariat<br />

BERUFE UND TÄTIGKE<strong>IT</strong>EN BRANCHE BILDUNGSWEG AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

V Videojournalist/-in AV, DM 179 244, 248<br />

Volontär/-in für Hörfunk <strong>und</strong> Fernsehen<br />

(Redakteur/-in)<br />

AV, DM 180 249<br />

W Webadministrator/-in <strong>IT</strong> 218 235<br />

Webanalyst/-in DM, <strong>IT</strong>, MA 219<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

sprachlich<br />

organisatorisch<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

Webdesigner/-in DM 180 234, 236, 246<br />

Webentwickler/-in <strong>IT</strong> 219 236<br />

Webproducer/Webentwickler/-in <strong>IT</strong> 219 234, 236, 246, 253<br />

Werbetexter/-in (Copywriter) DM, PM, W 182 247<br />

Wirtschaftsinformatiker/-in <strong>IT</strong> 220<br />

228, 232, 233, 239, 243, 245,<br />

252<br />

* mit Kammerabschluss<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PR > Public Relations<br />

EV > Event<br />

MA > Marketing<br />

PM > Printmedien<br />

W > Werbebranche<br />

76<br />

77


Foto: iStock © Enrico Fianchini<br />

Studiengänge der <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> <strong>IT</strong>-Branche<br />

in der Metropolregion Hamburg<br />

Foto: KWB © Christine Robben


Bachelor<br />

Master<br />

auch dual<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

organisatorisch<br />

sprachlich<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

STUDIENGÄNGE BRANCHE AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

80 Studiengänge auf einen Blick<br />

A Angewandte Informatik <strong>IT</strong> 198 238, 245<br />

Angewandte Informationstechnik <strong>IT</strong> 200 232<br />

Angewandte <strong>Medien</strong> DM, PM 152 230, 239<br />

Audio Engineering AV 100 245<br />

Automatisierung <strong>IT</strong> 217 232, 239<br />

B Bekleidung – Technik <strong>und</strong> Management EV, W 140 237<br />

Bibliotheks- <strong>und</strong> Informationsmanagement DM, <strong>IT</strong>, PM 98 238<br />

Bildende Künste AV, DM, PM 130 237<br />

Bildende Künste<br />

(mit unterschiedlichen Schwerpunkten)<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

EV > Event<br />

PM, DM<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

MA > Marketing<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PM > Printmedien<br />

122,<br />

130 237<br />

Business Management MA, DM, PR 161 226, 230, 231<br />

C Chorleitung AV 239<br />

Claviorganum AV 239<br />

Computational Informatics <strong>IT</strong> 198<br />

Computing in Science <strong>IT</strong> 198 252<br />

D Design – Illustration DM, PM, W 130 227, 237<br />

Design – Kommunikationsdesign DM, MA, PM, W 137 227, 237, 240, 241<br />

Design – Modedesign, Kostümdesign, Textildesign EV, W 140 237<br />

PR > Public Relations<br />

W > Werbebranche<br />

81


Bachelor<br />

Master<br />

auch dual<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

organisatorisch<br />

sprachlich<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

STUDIENGÄNGE BRANCHE AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

82 Studiengänge auf einen Blick<br />

D Digital Communications <strong>IT</strong> 198 228<br />

Dirigieren AV 239<br />

Dramaturgie AV 117 239<br />

E E-Commerce <strong>IT</strong>, DM 192 231, 233<br />

Elektrotechnik <strong>und</strong> Informationstechnik <strong>IT</strong> 193 231, 233<br />

Elektrotechnische Systeme <strong>IT</strong> 193 233, 239<br />

Elementare Musikpädagogik (EMP) AV 239<br />

European Computer Science <strong>IT</strong> 198 238<br />

F Film AV 122 227, 228, 237<br />

G Game Design DM 126 233<br />

Game Development <strong>IT</strong> 197 233, 246<br />

Gesang AV 239<br />

I Illustration DM, PM, W 130 227, 237<br />

Informatik <strong>IT</strong> 198 228, 238, 245, 252, 253<br />

Informatik – Bioinformatik <strong>IT</strong> 198 252, 253<br />

Informatik – <strong>IT</strong>-Sicherheit <strong>und</strong> Zuverlässigkeit <strong>IT</strong> 198 253<br />

Informatik – <strong>Medien</strong>informatik <strong>IT</strong> 210 245, 253<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

EV > Event<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

MA > Marketing<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PM > Printmedien<br />

PR > Public Relations<br />

W > Werbebranche<br />

83


Bachelor<br />

Master<br />

auch dual<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

organisatorisch<br />

sprachlich<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

STUDIENGÄNGE BRANCHE AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

84 Studiengänge auf einen Blick<br />

I Informatik – Robotik <strong>und</strong> Automation <strong>IT</strong> 198 253<br />

Informatik – Software Systems Engineering <strong>IT</strong> 198 253<br />

Informatik – Softwaretechnik <strong>IT</strong> 198 232<br />

Informatik – Ingenieurwesen <strong>IT</strong> 198 247<br />

Informatik – Lehramt <strong>IT</strong> 198 252<br />

Information and Communication Systems <strong>IT</strong> 198 247<br />

Information and Media Technologies DM, <strong>IT</strong> 198 247<br />

Information Engineering <strong>IT</strong> 198 228, 231, 239<br />

Information, <strong>Medien</strong>, Bibliothek DM, <strong>IT</strong>, PM 116 238<br />

Informations- <strong>und</strong> Elektrotechnik <strong>IT</strong> 200 239<br />

Informations- <strong>und</strong> Kommunikationstechnik DM, <strong>IT</strong> 204 228<br />

Informationstechnologie <strong>IT</strong>, DM 204 247<br />

Informationstechnologie <strong>und</strong> Gestaltung <strong>IT</strong>, DM 204 232<br />

Informationstechnologie <strong>und</strong> Internet <strong>IT</strong> 204 231<br />

Instrumentalmusik AV 239<br />

Intelligent Adaptive Systems <strong>IT</strong> 198 252<br />

Internationales Management MA 230, 240<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

EV > Event<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

MA > Marketing<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PM > Printmedien<br />

PR > Public Relations<br />

W > Werbebranche<br />

85


Bachelor<br />

Master<br />

auch dual<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

organisatorisch<br />

sprachlich<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

STUDIENGÄNGE BRANCHE AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

86 Studiengänge auf einen Blick<br />

I <strong>IT</strong>-Management <strong>und</strong> -Consulting <strong>IT</strong> 198 233, 245, 252<br />

J Jazz AV 239<br />

Joint Master in Communication and<br />

Information Technologies<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

EV > Event<br />

<strong>IT</strong>, DM, MA 247<br />

Journalism and Media within Globalisation AV, DM, PM 133 252<br />

Journalismus AV, DM, PM 133 231, 240<br />

Journalismus <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>wirtschaft AV, DM, PM 133 231<br />

Journalistik – Kulturjournalismus AV, DM, PM 133 240<br />

Journalistik – Sportjournalismus AV, DM, PM 133 240<br />

Journalistik <strong>und</strong> Kommunikationswissenschaft AV, DM, PM 133 252<br />

K Kammermusik AV 239<br />

Kirchenmusik AV 239<br />

Kommunikationsdesign AV, MA, DM, PM, W 137 227, 237, 240, 241<br />

Kommunikations- <strong>und</strong> Informationstechnik DM, <strong>IT</strong> 138 245<br />

Komposition/Jazzkomposition AV 239<br />

Komposition AV 239<br />

Kultur- <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>management AV, DM, EV, MA, PM, PR 141 239, 243<br />

Kulturwissenschaften AV, DM, EV, MA, PM, PR 141 243<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

MA > Marketing<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PM > Printmedien<br />

PR > Public Relations<br />

W > Werbebranche<br />

87


Bachelor<br />

Master<br />

auch dual<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

organisatorisch<br />

sprachlich<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

STUDIENGÄNGE BRANCHE AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

88 Studiengänge auf einen Blick<br />

K Kulturwissenschaften – Culture, Arts and Media AV, DM, EV 141 243<br />

L Lehramt Bildende Künste AV, DM, PM 237<br />

Lehramt Elektrotechnik-Informationstechnologie <strong>IT</strong> 247<br />

Lehramt <strong>Medien</strong>technik DM, <strong>IT</strong> 247<br />

Lehramt Teilstudiengang Musik AV 240<br />

Liedgestaltung AV 240<br />

M Management and Controlling/Information Systems <strong>IT</strong> 192 243<br />

Management <strong>und</strong> Technik <strong>IT</strong> 192 233<br />

Media and Communication Management AV, DM, PM, PR 161 240<br />

Media Management AV, DM, PM, PR 152 226, 241<br />

Media Systems AV, DM, <strong>IT</strong> 152 238<br />

<strong>Medien</strong> <strong>und</strong> Information DM, <strong>IT</strong> 152 238<br />

<strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> Kommunikationsdesign DM, <strong>IT</strong> 137 227, 237, 240, 241, 242<br />

<strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> Kommunikationswissenschaft DM, PM, PR, W 138 252<br />

<strong>Medien</strong>informatik DM, <strong>IT</strong> 210 232, 233, 253<br />

<strong>Medien</strong>management AV, DM, PM, PR 146 237<br />

<strong>Medien</strong>management<br />

(Digital Media Management)<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

EV > Event<br />

AV, DM, PM 152 240<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

MA > Marketing<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PM > Printmedien<br />

PR > Public Relations<br />

W > Werbebranche<br />

89


Bachelor<br />

Master<br />

auch dual<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

organisatorisch<br />

sprachlich<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

90 Studiengänge auf einen Blick<br />

STUDIENGÄNGE BRANCHE AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

M <strong>Medien</strong>management<br />

(Markenkommunikation <strong>und</strong> Werbung)<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

EV > Event<br />

MA, PR 152 240<br />

<strong>Medien</strong>management (Musikmanagement) AV 152 240<br />

<strong>Medien</strong>management<br />

(PR- <strong>und</strong> Kommunikationsmanagement)<br />

<strong>Medien</strong>management<br />

(Sport- <strong>und</strong> Eventmanagement)<br />

MA, PR 161 240<br />

AV, EV, PR 152 240<br />

<strong>Medien</strong>technik <strong>IT</strong>, DM 210 238<br />

<strong>Medien</strong>wissenschaft AV, DM, PM 154 228, 231, 252<br />

Medizinische Informatik <strong>IT</strong> 198 253<br />

Mensch-Computer-Interaktion <strong>IT</strong> 198 252<br />

Microelectronics and Microsystems <strong>IT</strong> 198 247<br />

Mikroelektronische Systeme <strong>IT</strong> 198 233, 239<br />

Modedesign/Kostümdesign/Textildesign AV, W 140 237<br />

Multichannel Trade Management in Textile Business W 140 237<br />

Multimedia Engineering <strong>IT</strong>, DM 158<br />

Multimedia Production AV, DM, PM 158 231<br />

Multimediale Komposition AV 240<br />

Multimediatechnik DM, <strong>IT</strong> 158<br />

Musiktheorie AV 240<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

MA > Marketing<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PM > Printmedien<br />

PR > Public Relations<br />

W > Werbebranche<br />

91


Bachelor<br />

Master<br />

auch dual<br />

analytisch<br />

gestalterisch<br />

handwerklich<br />

kaufmännisch<br />

mathematisch<br />

musikalisch<br />

organisatorisch<br />

sprachlich<br />

technisch<br />

Profil<br />

Bildungsanbieter<br />

STUDIENGÄNGE BRANCHE AUSRICHTUNG SIEHE SE<strong>IT</strong>E<br />

92 Studiengänge auf einen Blick<br />

M Musiktherapie AV 240<br />

O Öffentlichkeitsarbeit <strong>und</strong> Unternehmenskommunikation PR 161 231<br />

Oper AV 240<br />

R Regie Musiktheater AV 169 240<br />

Regie Schauspiel AV 169 240<br />

S Schauspiel AV 172 240<br />

Softwaresystementwicklung <strong>IT</strong> 214 252<br />

T Technische Informatik <strong>IT</strong> 217 233, 239, 245<br />

V Visuelle Publizistik DM, <strong>IT</strong> 130 238<br />

W Webdesign, Webdevelopment DM, <strong>IT</strong> 180 246<br />

Wirtschaftsinformatik <strong>IT</strong> 220<br />

Wirtschaftsingenieurwesen <strong>IT</strong> 220 228, 232, 233<br />

Wirtschaftsingenieurwesen/<br />

Elektro- <strong>und</strong> Informationstechnik<br />

AV > Audiovisuelle <strong>Medien</strong> (Film, Fernsehen, Hörfunk, Theater)<br />

EV > Event<br />

<strong>IT</strong> 220 228<br />

Z Zeitabhängige <strong>Medien</strong>/So<strong>und</strong>-Vision-Games AV, DM, EV, <strong>IT</strong> 154 238<br />

<strong>IT</strong> > Informationstechnologie<br />

MA > Marketing<br />

DM > Digitale <strong>Medien</strong><br />

PM > Printmedien<br />

228, 232, 233, 239, 243, 245,<br />

252<br />

PR > Public Relations<br />

W > Werbebranche<br />

93


Foto: iStock © Andrew Rich<br />

Foto: iStock © Anna Bryukhanova<br />

<strong>Berufe</strong> <strong>und</strong><br />

Tätigkeiten<br />

in der <strong>Medien</strong>-, Event- <strong>und</strong> Werbebranche<br />

Foto: KWB © Hansjörg Lüttke


<strong>Medien</strong>berufe<br />

3 -D-Designer/-in<br />

3-D-Designer/-innen arbeiten in den Bereichen Digital-Entertainment<br />

<strong>und</strong> Visualisierung. Von der Idee über<br />

die konzeptionelle Planung <strong>und</strong> das Modelling bis hin<br />

zur Umsetzung werden alle Arbeitsschritte während der<br />

Ausbildung erlernt. Im Rahmen ihrer Entwicklungsarbeit<br />

verfügen 3-D-Designer/-innen auch über Kenntnisse in<br />

Dramaturgie, Bühnenbild <strong>und</strong> Storyboardtechniken,<br />

Typografie <strong>und</strong> Bildbearbeitung sowie Erstellung als auch<br />

<strong>Medien</strong>integration in das 3-D-Programm aus der Adobe-<br />

Umgebung. Zusatzkenntnisse im Einsatz von 3-D-So<strong>und</strong><strong>und</strong><br />

Synchronisa tionstechniken ermöglichen die Tätigkeit<br />

als Animations designer/-in.<br />

--<br />

Ein Designstudium oder<br />

--<br />

eine Ausbildung zum/zur<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild<br />

<strong>und</strong> Ton <strong>und</strong><br />

--<br />

ein sehr gutes räumliches<br />

Vorstellungsvermögen<br />

sowie<br />

--<br />

Kreativität <strong>und</strong> Programmierkenntnisse,<br />

gepaart<br />

mit mathematischnatur<br />

wissenschaftlichen<br />

Kenntnissen<br />

A nimationsdesigner/-in<br />

Animationsdesigner/-innen gestalten Bewegtbildanimationen<br />

von der Idee bis zur Nachbearbeitung. Zu<br />

ihren Aufgaben gehören z. B. die Entwicklung des Storyboards,<br />

die Herstellung von Trailern, Videoclips <strong>und</strong> Titelgrafiken<br />

sowie die Bildbearbeitung <strong>und</strong> Bildmanipulation.<br />

Dabei können unterschiedliche Produktionstechniken<br />

ver wendet werden, u. a. Zeichen- <strong>und</strong> Legetrick, Puppen<strong>und</strong><br />

Computeranimation. Unabhängig von der Technik<br />

erfordert diese Tätigkeit ein gutes Verständnis von Bewegungsabläufen<br />

<strong>und</strong> die Fähigkeit, Animationsprinzipien<br />

umzusetzen. Anima tions designer/-innen benötigen gestalterische<br />

wie technische Begabung sowie ein gutes<br />

Gefühl für Raum <strong>und</strong> Zeit. Kenntnisse in Dramaturgie <strong>und</strong><br />

audiovisueller Produktion sind ebenfalls notwendig.<br />

--<br />

Ein Kunst- oder Grafikdesign<br />

studium mit einer<br />

Zu satzausbildung in<br />

Computeranimations -<br />

grafik oder<br />

--<br />

ein Seiteneinstieg aus<br />

computer- bzw. videotechnischen<br />

Bereichen,<br />

z. B. als Film- <strong>und</strong> Videoeditor/-in,<br />

<strong>Medien</strong>gestal<br />

ter/-in Bild <strong>und</strong> Ton<br />

oder über Erfahrung als<br />

Trickfilmzeichner/-in<br />

A ccount-Manager/-in<br />

Account-Manager/-innen übernehmen in Unternehmen<br />

in Eigenverantwortung die Akquisition von<br />

Geschäfts neu kun den/-innen <strong>und</strong> die Betreuung von<br />

Bestands kun den/-innen sowie Vertriebspartnern. Sie<br />

strukturieren sowie entwickeln Verkaufsgebiete, z. B.<br />

durch intensive Markt beob achtung, <strong>und</strong> verantworten<br />

entsprechende Vertriebsaktivitäten. Dabei arbeiten sie<br />

mit der Geschäfts- oder Vertriebsleitung, der Marketingabteilung,<br />

dem Sales Management <strong>und</strong> der Entwicklungsabteilung<br />

zusammen. Modernes Account-Manage ment<br />

versteht sich immer mehr als Ideen- <strong>und</strong> Konzeptverkauf,<br />

um Marktpotenziale gemeinsam mit den K<strong>und</strong>en/-innen<br />

auszuschöpfen.<br />

--<br />

Ein Hochschulstudium der<br />

Wirtschaftswissenschaften,<br />

BWL, Wirtschaftsinformatik<br />

oder angewandten Sozialwissenschaften<br />

oder<br />

--<br />

eine kaufmännische Ausbildung<br />

bzw.<br />

--<br />

berufliche Kenntnisse in<br />

den Bereichen Marketing,<br />

Werbung oder Vertrieb<br />

Foto: iStock © Anna Bryukhanova<br />

96<br />

97


<strong>Medien</strong>berufe<br />

A rchivar/-in<br />

Archive sind in erster Linie darauf ausgerichtet,<br />

Materialien zu erfassen <strong>und</strong> langfristig aufzubewahren<br />

sowie die gespeicherten Informationen For schern/<br />

-innen <strong>und</strong> Interessierten zugänglich zu machen. Zu diesem<br />

Zweck bewerten, erfassen, ordnen, erschließen <strong>und</strong><br />

erhalten Archi vare/-innen unterschiedlichstes Archivgut,<br />

machen es nutzbar <strong>und</strong> werten es aus. Hochschul-,<br />

Landes- <strong>und</strong> Stadtarchive, Museumsarchive, Bild archiv-<br />

dienste, Archive von Presseagenturen, Verlagsarchive,<br />

Film archive, Archive von Interessenvertretungen, Verbänden<br />

<strong>und</strong> Organisationen sowie Gerichtsarchive sind<br />

typische Arbeitsfelder. Außerdem kommen unter anderem<br />

Archive großer Industrie-, Handels- <strong>und</strong> Dienstleistungsunternehmen<br />

aller Branchen als Arbeitsplatz infrage.<br />

Auch in Redaktionen von Fachzeitschriften oder an Hochschulen<br />

gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten.<br />

Ein Studium im Bereich<br />

des Bibliotheks- <strong>und</strong> Informations<br />

managements<br />

die laufenden Produk tions kosten zu überwachen. Des<br />

Weiteren sind Organisa tionstalent, kommunikative Fähigkeiten<br />

<strong>und</strong> Verhandlungsgeschick hilfreich.<br />

A rtdirector<br />

Im Printbereich sind Artdirectors für den gestalterischen<br />

Gesamtauftritt der Zeitung oder Zeitschrift<br />

zuständig: Sie bestimmen das Gesicht des jeweiligen<br />

Mediums <strong>und</strong> gestalten das Layout in Anpassung an bestehende<br />

Trends, z. B. durch neue Schriften oder andere<br />

Spaltenaufteilungen. Artdirectors sind häufig Mitglieder<br />

der Chefredaktion oder direkt unterhalb dieser angesiedelt.<br />

In diesem Arbeitsfeld sind vor allem Kreativität <strong>und</strong><br />

Teamgeist, Ideenreichtum, Stilgefühl <strong>und</strong> die Fähigkeit zu<br />

konzeptionellem Denken gefragt.<br />

--<br />

Ein Grafik- bzw. Grafikdesign<br />

studium oder<br />

--<br />

der Besuch einer Kunstakademie/Fachhochschule<br />

für Gestaltung<br />

A<br />

rt Buyer<br />

Art Buyers vermitteln qualifizierte Freiberufler/<br />

-innen aus künstlerischen <strong>und</strong> künstlerisch- technischen<br />

Be reichen, z. B. Fotografen/-innen, Werbefilmer/-innen<br />

oder Textexperten/-innen, an Werbeagenturen. Sie organisieren<br />

<strong>und</strong> koordinieren Werbeproduktionen, kalkulieren<br />

Kosten <strong>und</strong> wählen passende Locations aus. Sie arbeiten<br />

eng mit den Abteilungen Kreation sowie Produktion<br />

zusammen <strong>und</strong> sind stets auf dem Laufenden hinsichtlich<br />

Trends, Moden <strong>und</strong> aktuellen Darstellungsformen, um<br />

zeitgemäß <strong>und</strong> zielgruppengenau visuelle Kommunikation<br />

beurteilen zu können. Neben Englischkenntnissen<br />

benötigen Art Buyers auch kaufmännisches Wissen, um<br />

Eine kaufmännische Ausoder<br />

Fortbildung, z. B.<br />

als Kauf mann/-frau für<br />

Marketingkommu ni ka tion<br />

oder als Kommu ni ka tions -<br />

fachmann/-frau<br />

A<br />

ssistent/-in für Screendesign,<br />

staatlich geprüfte/-r<br />

Staatlich geprüfte Assistenten/-innen für Screendesign<br />

unterstützen Web- bzw. Screendesigner/-innen bei der<br />

optischen Gestaltung von Bildschirmseiten für Internet<strong>und</strong><br />

Intranetauftritte <strong>und</strong> CDs aller Art. Diese Designkonzepte<br />

sind ausschließlich für den Monitor bestimmt – nicht<br />

für Plakate, Broschüren oder Prospekte. Assistenten/-innen<br />

für Screendesign arbeiten nach vorgegebenen Konzepten<br />

<strong>und</strong> Planungen aus den Abteilungen Kreation <strong>und</strong> Produktion.<br />

Sie gestalten Stilelemente wie Farbe, Fotos, Formen<br />

<strong>und</strong> Schriften, binden Animationen, Musik oder Videos<br />

ein. Sie haben Gr<strong>und</strong>kenntnisse in den Programmen <strong>und</strong><br />

Technologien für die Website- <strong>und</strong> Videoerstellung sowie<br />

--<br />

Die mittlere Reife oder<br />

--<br />

eine gleichwertig aner kannte<br />

Vorbildung<br />

98<br />

99


<strong>Medien</strong>berufe<br />

Bildbearbeitung. Die zweijährige berufsfachschulische<br />

Ausbildung bietet eine hervorragende Gr<strong>und</strong>lage für eine<br />

duale Ausbildung zum b<strong>und</strong>esweit anerkannten Beruf<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in Digital <strong>und</strong> Print.<br />

A udiodesigner/-in<br />

Mithilfe des Computers erstellen Audiodesigner/<br />

-innen in Tonstudios Gebrauchsmusik (z. B. Jingles, Werbespots,<br />

Filmmusik, Vertonung von Internetseiten). Dabei<br />

achten sie insbesondere darauf, dass die So<strong>und</strong>s optimal<br />

auf den Verwendungszweck abgestimmt sind. Bei der Vertonung<br />

von Filmen bedeutet dies auch, Bild <strong>und</strong> Ton in<br />

absolute zeitliche Übereinstimmung zu bringen. Oft arbeiten<br />

sie mit Archivmaterialien, müssen sich aber ebenso<br />

mit Musikern/-innen zusammenfinden oder mit der Regie<br />

abstimmen. Bei der Tätigkeitsvariante als So<strong>und</strong>designer/<br />

-in liegt der Schwerpunkt in der Ergänzung der Musik<br />

durch weitere Töne <strong>und</strong> Effekte (So<strong>und</strong>s). Audiodesigner/<br />

-innen arbeiten z. B. in Marketingabteilungen von Musikproduktionsfirmen<br />

<strong>und</strong> Musikverlagen, für Werbe- <strong>und</strong><br />

Internetagenturen, Tonstudios, Softwarefirmen, Keyboardhersteller<br />

oder Fernseh- <strong>und</strong> Hörfunksender.<br />

--<br />

Z. B. eine tontechnische<br />

Aus- oder Fortbildung oder<br />

--<br />

ein entsprechendes Studium<br />

<strong>und</strong> Personal im Rahmen der vorgegebenen Terminpläne.<br />

In Absprache mit Regie <strong>und</strong> Produktionsleitung engagieren<br />

Aufnahmeleiter/-innen Komparsen/-innen, disponieren<br />

Fahrzeuge, suchen Drehorte, führen Vorverhandlungen<br />

wegen Drehgenehmigungen <strong>und</strong> koordinieren<br />

die Reisedisposition. In der Werbefilmproduktion sind<br />

Aufnahmeleiter/-innen gleichzeitig Regieassistenten/<br />

-innen. In allen Bereichen dieser Tätigkeit sind organisatorisches<br />

Talent, gute Nerven <strong>und</strong> hohe Mobilität gefordert.<br />

Weitere Perspektiven: Produktionsassistent/-in,<br />

Produktionsleiter/-in, Herstellungsleiter/-in.<br />

A utor/-in<br />

Autoren/-innen müssen in der Lage sein, einerseits<br />

allein <strong>und</strong> unabhängig zu arbeiten, andererseits sollten sie<br />

mit Redakteuren/-innen, Lektoren/-innen oder Regisseuren/-innen<br />

konstruktiv kooperieren. Gr<strong>und</strong>voraussetzungen<br />

für diese Tätigkeit sind Fantasie, Kreativität, Stil <strong>und</strong><br />

Sprachgefühl. Neben dem Schreiben von Büchern oder<br />

Zeitungsartikeln <strong>und</strong> diversen Gebrauchstexten bieten<br />

sich für Autoren/-innen Spezialisierungen in den audiovisuellen<br />

<strong>Medien</strong> an, z. B. als Dreh buch autor/-in, Hör spielautor/-in,<br />

Werbe texter/-in oder Synchronautor/-in.<br />

--<br />

eine kaufmännische Aus bildung,<br />

z. B. als Kaufmann/<br />

-frau für audiovisuelle<br />

<strong>Medien</strong>, gefolgt von Praktika<br />

<strong>und</strong> Assistenztätigkeiten<br />

in der Aufnahmeleitung<br />

oder<br />

--<br />

eine Aus- bzw. Fortbildung<br />

als Producer oder Film- <strong>und</strong><br />

Fernsehwirt/-in<br />

--<br />

Ein geisteswissenschaftliches<br />

Studium sowie<br />

Schreibtalent <strong>und</strong><br />

--<br />

für den Film- bzw. Hörspielbereich<br />

gibt es Weiterbildungsseminare<br />

<strong>und</strong> Drehbuchklassen<br />

an einigen<br />

Film hochschulen <strong>und</strong><br />

Universitäten<br />

A ufnahmeleiter/-in<br />

Aufnahmeleiter/-innen organisieren <strong>und</strong> leiten<br />

Studio- sowie Außenproduktionen für Film <strong>und</strong> Fernsehen.<br />

Dabei achten sie vor allem auf zeitliche, örtliche,<br />

dramaturgische <strong>und</strong> finanzielle Aspekte. Erste<br />

Aufnahmeleiter/-innen sorgen für die Erstellung der<br />

Tagesdispositionen <strong>und</strong> die Bereitstellung von Material<br />

--<br />

Eine berufliche Fortbildung<br />

als Aufnahmeleiter/-in im<br />

Bereich Film <strong>und</strong> Fernsehen,<br />

beispielsweise in Form eines<br />

Volontariats bei Produktionsfirmen<br />

oder TV-Sendern<br />

oder<br />

B eleuchter/-in<br />

Beleuchter/-innen führen in Film-, Fernseh-, Theater-<br />

<strong>und</strong> Showproduktionen alle elektrotechnischen<br />

<strong>und</strong> beleuchtungstechnischen Arbeiten aus. Diese<br />

beinhalten u. a. das Herstellen von Netzanschlüssen,<br />

Auf-/Einstellen von Scheinwerfern <strong>und</strong> die Bedienung<br />

--<br />

Eine staatlich anerkannte<br />

Ausbildung zum <strong>Medien</strong>gestalter/-in<br />

Bild <strong>und</strong> Ton oder<br />

zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik<br />

im Bereich<br />

Beleuchtung oder …<br />

100<br />

101


<strong>Medien</strong>berufe<br />

von Lichtsteueranlagen (inkl. deren Programmierung).<br />

Beleuchter/-innen arbeiten auf Anweisung der Be leuchtungs<br />

meister/-innen. Diese Tätigkeit wird im Bereich Film<br />

<strong>und</strong> Fernsehen als Lichttechniker/-in bezeichnet. Beleuchter/-innen<br />

oder Licht tech niker/-innen können auch im<br />

Event-/Ver an stal tungs be reich tätig sein. Sie arbeiten z. B.<br />

bei der Bühnenbeleuchtung für Rock- <strong>und</strong> Popkonzerte<br />

mit oder helfen, Messestände ins richtige Licht zu setzen.<br />

Foto: iStock © Anna Bryukhanova<br />

B eleuchtungsmeister/-in<br />

Beleuchtungsmeister/-innen sind verantwortlich<br />

für die Ausleuchtung der gesamten Inszenierung in allen<br />

zeitlichen Einzelheiten. Die einzelnen Beleuchtungssituationen<br />

werden elektronisch gespeichert <strong>und</strong> später –<br />

während der Vorstellungen – von den Beleuchtern/-innen<br />

abgerufen. Beleuchtungsmeister/-innen legen die Platzierung<br />

der Scheinwerfer fest <strong>und</strong> kontrollieren die richtige<br />

Aufstellung. Sie sind verantwortlich für Pflege <strong>und</strong><br />

Wartung der Beleuchtungseinrichtungen <strong>und</strong> fertigen<br />

… der Quereinstieg nach<br />

einer anderen elektrotechnischen<br />

Ausbildung mit<br />

vorangegangenen Praktika<br />

in einer Produktionsfirma,<br />

einer Eventagentur, einem<br />

Studiobetrieb oder einem<br />

Theater<br />

Ein staatliches Befähigungszeugnis<br />

als<br />

technische Fachkraft für<br />

Beleuchtung, die Weiterqualifikation<br />

zum/zur<br />

Beleuchtungsmeister/-in<br />

erfolgt über den Meisterbrief<br />

für Veranstaltungstechnik<br />

ggf. Beleuchtungsrequisiten an. Beleuchtungsmeister/<br />

-innen arbeiten in Veranstaltungsräumen, Theatern sowie<br />

in Kongress- <strong>und</strong> Stadthallen. Sie sind dort auf <strong>und</strong> hinter<br />

der Bühne, auf den Beleuchterbrücken, im Regieraum,<br />

am Stellwerk, in Werkstätten <strong>und</strong> Lagerräumen sowie in<br />

Besprechungsräumen tätig, wo sie sich der Planung <strong>und</strong><br />

Dokumentation von Beleuchtungskonzepten widmen.<br />

B ibliothekar/-in<br />

Bibliothekare/-innen in öffentlichen oder wissenschaftlichen<br />

Bibliotheken beschaffen Bücher, Zeitschriften<br />

<strong>und</strong> andere <strong>Medien</strong>, systematisieren sowie katalogisieren<br />

sie. Sie organisieren Leihverkehr <strong>und</strong> den optimalen<br />

Nutzer zugriff auf die Leistungen ihrer Bibliothek. Sie beraten<br />

die Bibliotheksbenutzer/-innen <strong>und</strong> beschaffen für sie<br />

<strong>Medien</strong> <strong>und</strong> Informationen. Sie pflegen die Bibliotheksbestände,<br />

recherchieren in bibliothekarischen Quellen, nutzen<br />

<strong>und</strong> gestalten bibliothekarische Onlineressourcen <strong>und</strong><br />

kümmern sich um die Öffentlichkeitsarbeit ihrer Bibliothek.<br />

Als Informationsspezialisten/-innen können Bib lio the kare/<br />

-innen generell dort arbeiten, wo das Management <strong>und</strong><br />

die Vermittlung von Informationen eine Rolle spielen, z. B.<br />

in Firmen, Verwaltungen oder Verbänden. Auch in Re daktionen<br />

von Fachzeitschriften oder bei Berufsorganisationen<br />

gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten.<br />

--<br />

Ein Abschluss als Biblio thekar/-in<br />

durch ein Studium<br />

an einer Fachhochschule<br />

oder<br />

--<br />

das Studium des Bibliotheks -<br />

wesens an einer Universität<br />

102<br />

103


<strong>Medien</strong>berufe<br />

B ildmischer/-in<br />

Bildmischer/-innen bedienen das Bildmischpult<br />

während einer Fernsehaufzeichnung oder Livesendung.<br />

Die Aufgaben beinhalten die Koordinierung der EB‐Kameras<br />

(EB = elektronische Bildaufzeichnung), das Ausführen<br />

des Bildschnitts in Zusammenarbeit mit Bildregisseuren/<br />

-innen bzw. Redak teu ren/-innen sowie die Erstellung <strong>und</strong><br />

Einspielung elektronischer Tricks <strong>und</strong> Zusatzquellen. Die<br />

Tätigkeit erfordert überdurchschnittliches Koordinations-<br />

<strong>und</strong> Konzentrationsvermögen sowie die Fähigkeit, bei<br />

großem Druck den Überblick zu wahren. Kenntnisse im<br />

Bereich Videoschnitt <strong>und</strong> in den dafür gängigen Softwaresystemen<br />

sind ebenfalls nützlich.<br />

B ildredakteur/-in<br />

Bildredakteure <strong>und</strong> -redakteurinnen beschaffen<br />

Foto- <strong>und</strong> Illustrationsmaterial vor allem für Printmedien,<br />

aber auch für digitale <strong>Medien</strong>, das Internet sowie für<br />

Film <strong>und</strong> Fernsehen. Auf der Suche nach geeignetem<br />

Material recherchieren Bild redak teure/-innen selbst oder<br />

beauftragen professionelle Agenturen mit der Suche.<br />

Sie vergeben auch Aufträge an Fotografen/-innen, neue<br />

Fotos aufzunehmen. Neben dem Klären von Nutzungsrechten<br />

<strong>und</strong> Honoraren gehört die Verwaltung <strong>und</strong><br />

Archivierung bis hin zur Pflege <strong>und</strong> Verschlagwortung in<br />

digitalen Bilddatenbanken zu ihrem Aufgabenspektrum.<br />

Auch die Bildbearbeitung kann dazu gehören. Für diese<br />

Tätigkeit sind sehr gute Branchenkenntnisse <strong>und</strong> Kontakte<br />

z. B. zu Agenturen <strong>und</strong> Foto grafen/-innen ebenso wichtig<br />

wie visuelles Verständnis <strong>und</strong> gestalterische Kompetenz.<br />

--<br />

Eine Ausbildung in der<br />

<strong>Medien</strong>technik, bspw. als<br />

Film- <strong>und</strong> Videoeditor/-in<br />

oder <strong>Medien</strong>gestalter/-in<br />

Bild <strong>und</strong> Ton oder<br />

--<br />

spezifische Fachkenntnisse<br />

aus der Film- <strong>und</strong> Fernsehproduktion<br />

mit entsprechender<br />

Berufserfahrung<br />

--<br />

Z. B. eine staatlich anerkannte<br />

Ausbildung als<br />

Fachangestellte/-r für<br />

<strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> Informationsdienste<br />

<strong>und</strong> ein Volontariat<br />

in einer Agentur oder<br />

--<br />

ein Studium der Fachrichtun<br />

gen Fotodesign,<br />

Foto grafie, Grafik- oder<br />

Kommunikationsdesign<br />

B ildregisseur/-in<br />

Bildregisseure/-innen sind für den Ablauf einer<br />

elektronischen Fernsehproduktion zuständig. Dies<br />

bedeutet u. a. die Auswahl der Kamerapositionen <strong>und</strong><br />

-bewegungen inklusive Brennweiten <strong>und</strong> das Festlegen<br />

der Bild folge (Schnitt <strong>und</strong> Übergänge) bei Aufzeichnungen<br />

bzw. Livesendungen. Eine hohe gestalterische<br />

Kompetenz im Bewegtbild ist zwingend nötig. Darüber<br />

hinaus sind Kenntnisse in Dramaturgie <strong>und</strong> audiovisueller<br />

Unterstützung der Bilder gewünscht.<br />

B ildtechniker/-in<br />

Bildtechniker/-innen bereiten die für eine Fernsehproduktion<br />

erforderlichen technischen Geräte im Studio<br />

oder im Ü-Wagen vor <strong>und</strong> prüfen ihre Funktionsfähigkeit.<br />

Dazu gehören auch Trick- <strong>und</strong> Effektgeräte. Bildtechniker/<br />

-innen überwachen die Fernsehkameras im Schaltraum<br />

oder im Ü-Wagen, steuern sie aus <strong>und</strong> koordinieren sie<br />

bei Probe, Aufzeichnung, Übertragung bzw. Sendung. Bei<br />

der Produktionsnachbearbeitung bedienen sie Filmabtaster,<br />

Aufzeichnungsgeräte <strong>und</strong> Videoschnittsysteme.<br />

Bei Außenaufnahmen werden sie im Bedarfsfall auch im<br />

Bereich Tontechnik eingesetzt.<br />

B uchbinder/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Im industriellen Bereich (Druckweiterverarbeitung <strong>und</strong><br />

Buchfertigung) werden Buch bin der/-innen als <strong>Medien</strong>tech<br />

no logen/-innen der Druckverarbeitung ausgebildet.<br />

In den Betrieben des Handwerks werden weiterhin<br />

Eine langjährige Erfahrung<br />

als Bildmischer/-in,<br />

Kamera mann/-frau oder<br />

Regieassistent/-in sowie<br />

entsprechende berufliche<br />

Erfahrungen<br />

--<br />

Eine duale Ausbildung<br />

zum/zur Informationselektro<br />

niker/-in oder <strong>Medien</strong>gestalter/-in<br />

Bild <strong>und</strong> Ton<br />

<strong>und</strong>/oder<br />

- ein entsprechendes Volon -<br />

tariat bei einer Sendeanstalt,<br />

eine Ausbildung als Bild<strong>und</strong><br />

Tonassistent/-in (inner-<br />

halb einer Produktionsfirma<br />

oder als Mitglied eines Auf -<br />

nahmeteams) oder<br />

--<br />

ein Studium im Bereich Ton<strong>und</strong><br />

Bildtechnik<br />

Für die Ausbildung ein guter<br />

Hauptschulabschluss, der<br />

mittlere Bildungsabschluss<br />

oder die Hochschulreife<br />

104<br />

105


<strong>Medien</strong>berufe<br />

Buchbinder/-innen ausgebildet. An den Berufsschulen<br />

werden die <strong>Medien</strong>technologen/-innen der Druckverarbeitung<br />

<strong>und</strong> die Buchbinder/-innen nach einem gemeinsamen<br />

Rahmenlehrplan in gemeinsamen Klassen ausgebildet.<br />

Neben der Gr<strong>und</strong>lagenausbildung in den ersten<br />

beiden Ausbildungsjahren wird besonders im dritten<br />

Jahr zwischen industrieller <strong>und</strong> handwerklicher Fertigung<br />

differenziert. Buchbinder/-innen arbeiten in handwerklichen<br />

Betrieben der Einzel- <strong>und</strong> Sonderfertigung sowie<br />

der maschinellen Fertigung. Sie verarbeiten bedruckte<br />

oder unbedruckte Rohbogen zur Broschur bzw. zum<br />

Buchblock <strong>und</strong> stellen aus Karton, Pappe, Leder, Textilien<br />

sowie Kunststoffen Buchdecken <strong>und</strong> Einbände her. Je<br />

nach Erzeugnis prägen sie die Buchtitel auf Buchdecken,<br />

vergolden Schriften oder den Buchschnitt, verpacken,<br />

adressieren, etikettieren die Erzeugnisse <strong>und</strong> stellen sie<br />

zum Versand bzw. zur Auslieferung bereit.<br />

Foto: KWB © Christine Robben<br />

B uchhandelsfachwirt/-in<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Buchhandelsfachwirte/-innen erstellen <strong>und</strong> werten die im<br />

Buchhandel anfallenden betriebswirtschaftlichen Unterlagen<br />

aus, organisieren das Beschaffungs- sowie Bestellwesen<br />

<strong>und</strong> erledigen Aufgaben im Bereich des Finanz-<br />

<strong>und</strong> Rechnungswesens. Auch die Entwicklung <strong>und</strong><br />

Umsetzung von Marketingkonzepten sowie die Personal-<br />

<strong>und</strong> Mitarbeiterführung gehören zu ihren Aufgaben.<br />

B uchhändler/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Buchhändler/-innen arbeiten in Buchhandlungen, Buchverlagen,<br />

Antiquariaten, im Zwischen buchhandel sowie im<br />

Versandbuchhandel <strong>und</strong> in Onlineshops. Zu ihren wich-<br />

tigsten Aufgabenbereichen gehören Beratung, Verkauf,<br />

Einkauf <strong>und</strong> Marketing. Darüber hinaus bearbeiten sie<br />

Vorgänge im Rechnungswesen, bibliografieren <strong>und</strong> recherchieren.<br />

Im Einzelnen erledigen Buchhändler/-innen<br />

folgende Aufgaben:<br />

• Im Sortimentsbuchhandel präsentieren <strong>und</strong> verkaufen sie<br />

Bücher, Zeitschriften <strong>und</strong> elektronische <strong>Medien</strong>, bestellen<br />

diese bei Verlagen oder beim Großhandel. Darüber<br />

hinaus pflegen <strong>und</strong> betreuen sie die Lager bestände.<br />

• In Verlagen wirken sie an der Programmplanung, der Herstellung<br />

sowie dem Vertrieb von Büchern <strong>und</strong> elektronischen<br />

<strong>Medien</strong> <strong>und</strong> Lizenzen mit.<br />

• In Antiquariaten kaufen <strong>und</strong> verkaufen sie antiquarische<br />

Bücher, pflegen die Lager bestände <strong>und</strong> bessern Mängel<br />

an antiquarischen Büchern aus.<br />

• Im Onlinebuchhandel vermarkten sie Bücher <strong>und</strong> andere<br />

<strong>Medien</strong>produkte wie Hör bücher, Software <strong>und</strong> E-Books<br />

elektronisch <strong>und</strong> beantworten K<strong>und</strong>enanfragen.<br />

--<br />

Eine abgeschlossene Berufs -<br />

ausbildung als Buchhänd ler/<br />

-in oder<br />

--<br />

eine abgeschlossene Berufsausbildung<br />

in einem anerkannten<br />

kaufmännischen<br />

Ausbildungsberuf mit<br />

mehrjähriger Berufspraxis<br />

im Buchhandel<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

106<br />

107


<strong>Medien</strong>berufe<br />

• Im Zwischenbuchhandel kaufen sie Bücher <strong>und</strong> elektronische<br />

<strong>Medien</strong> ein, sorgen für die Einlagerung <strong>und</strong><br />

bearbeiten Bestellungen. Zu den bereichsübergreifenden<br />

Auf gaben der Buchhändler/-innen zählen die Konzeption<br />

<strong>und</strong> Durchführung von Marketing-, Werbe- <strong>und</strong><br />

Verkaufsförderungsmaßnahmen sowie die Entgegennahme<br />

<strong>und</strong> Bearbeitung von Reklamationen. Im kaufmännischen<br />

Bereich wickeln sie Zahlungsvorgänge ab,<br />

erstellen Kalkulationen, ermitteln Kennzahlen <strong>und</strong> aktualisieren<br />

Karteien <strong>und</strong> Dateibestände von K<strong>und</strong>en/-innen,<br />

Abonnenten/-innen, Verlagen <strong>und</strong> Vertretern/-innen.<br />

B ühnentechniker/-in<br />

Bühnentechniker/-innen sind im Film- <strong>und</strong> TV-<br />

Bereich verantwortlich für die Bedienung (inklusive<br />

Auf-, Abbau <strong>und</strong> Wartung) von Kamerastativen, Dollys,<br />

Schienen, Kränen sowie Plattformen, Kameragerüsten<br />

oder Kamerafahrzeugen. Im Theater sind sie für alle<br />

beweglichen Teile wie Kulissen, Züge, Vorhänge sowie<br />

Beleuchtung <strong>und</strong> Beschallung zuständig. Sie haben auf die<br />

Sicherheit <strong>und</strong> Gefahrlosigkeit der sich im Einsatz befindlichen<br />

technischen Geräte zu achten. Dabei arbeiten sie<br />

nach Anweisungen des/der Büh nen meisters/-in oder der<br />

Kamera leute in Absprache mit der Regie. Voraussetzungen<br />

für diese Tätigkeit sind techni sches Verständnis, Belastbarkeit<br />

<strong>und</strong> körperliches Geschick. Es besteht die Möglichkeit,<br />

sich zum/zur Meister/-in für Veranstaltungstechnik oder<br />

zum/zur Bühnenmeister/-in zu qualifizieren.<br />

--<br />

Z. B. die staatlich<br />

anerkann te Ausbildun g<br />

als Fachkraft für<br />

Veranstaltungstech nik<br />

sowie<br />

--<br />

Erfahrung in einem<br />

Kamera- oder Lichtverleih<br />

C ommunity-Manager/-in<br />

Community-Manager/-innen richten Kommunikationsportale<br />

ein, pflegen <strong>und</strong> aktualisieren sie <strong>und</strong> betreuen<br />

den Auftritt von Unternehmen sowie Institutionen in<br />

sozialen Onlinenetzwerken (Social Media). Sie können<br />

in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftszweige arbeiten,<br />

die ein eigenes Internetkommunikationsportal oder<br />

Social-Media-Aktivitäten betreiben.<br />

C ontent-Manager/-in<br />

Content-Manager/-innen sind verantwortlich für<br />

die inhaltliche Konzeption, die Weiterentwicklung sowie<br />

die Produktion von redaktionellen Beiträgen für Onlinedienstleistungen.<br />

Die Koordination des Redaktionsteams<br />

<strong>und</strong> die Abstimmung mit den Bereichen Screendesign,<br />

Marketing, PR, Vertrieb sowie Programmierung fallen<br />

genauso in ihren Verantwortungsbereich wie die Akquisition<br />

von redaktionellen Kooperationspartnern. Sie verantworten<br />

alle Projekte, Termine, Qualitätssicherungskontrollen,<br />

beobachten den Markt, bauen ihr Wissen aus, spüren<br />

Trends auf <strong>und</strong> setzen ihr neues Wissen in aktuelle oder<br />

zukünftige Projekte ein. Das Berufsprofil von Content-<br />

Managern/-innen variiert stark hinsichtlich Unternehmen<br />

<strong>und</strong> Branche.<br />

--<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Hochschulstudium, z. B. in<br />

Kommunikationswissenschaften<br />

oder Journalismus<br />

oder auch<br />

--<br />

eine Weiterbildung in der<br />

<strong>Medien</strong>branche<br />

--<br />

Eine kaufmännische oder<br />

journalistische Ausbildung<br />

beziehungsweise ein abgeschlossenes<br />

Hochschulstudium<br />

<strong>und</strong><br />

--<br />

berufliche Erfahrungen im<br />

Bereich Marketing, Vertrieb,<br />

<strong>Medien</strong> <strong>und</strong> im Umgang<br />

mit Onlineredaktions- sowie<br />

Content-Management-<br />

Systemen<br />

108<br />

109


<strong>Medien</strong>berufe<br />

C ontinuity/Script<br />

Da Filme nicht in chronologischer Reihenfolge<br />

gedreht werden, ist Continuity – der stimmige Anschluss<br />

der aufeinander folgenden Szenen – sehr wichtig. Um diesen<br />

Anschluss sicherzustellen, machen sich Mitarbeiter/<br />

-innen im Bereich Continuity/Script bereits im Vor feld<br />

Gedanken zu möglichen Szenenanschlüssen <strong>und</strong> erstellen<br />

entsprechende Drehbuch auszüge, die mit der Regieassistenz<br />

abgestimmt werden. Am Set pro tokolliert <strong>und</strong><br />

prüft der Bereich Continuity/Script alle für die Anschlüsse<br />

wichtigen Einzelheiten wie Kostüme, Frisuren, Requisiten,<br />

Bewegungs- <strong>und</strong> Blickrichtungen der Dar steller/-innen,<br />

Make-up, Lichtstimmung, Wetter oder Kame ra positionen.<br />

In neueren digitalen Produktionen ist auf die Anschlüsse<br />

von Computertrick- <strong>und</strong> Realaufnahmen zu achten. Der<br />

Bereich Continuity/Script nummeriert die sogenannten<br />

Klappen (Einstellungen), fertigt den Cutterbericht bzw.<br />

ein Schnittbuch für den Filmschnitt an, überwacht sowie<br />

dokumentiert den Verbrauch an Filmmaterial <strong>und</strong> achtet<br />

bei Proben <strong>und</strong> Aufnahmen darauf, dass keine Textfehler<br />

vorkommen.<br />

C<br />

orporate Communication<br />

and Publishing Manager<br />

Corporate Communication and Publishing Managers sind<br />

in einem Bereich qualifiziert, ohne den die Unternehmenskommunikation<br />

mittlerer <strong>und</strong> großer Wirtschaftsunternehmen<br />

kaum noch denkbar ist. Die direkte Ansprache<br />

von Communitys über eigene <strong>Medien</strong> der Unternehmenskommunikation<br />

<strong>und</strong> des Marketings nimmt dabei<br />

ständig zu <strong>und</strong> entspricht dem durch das Internet <strong>und</strong><br />

andere Entwicklungen geprägten Trend zu kostenfreier<br />

--<br />

Z. B. Weiterbildungslehrgänge<br />

im Bereich Film <strong>und</strong><br />

Fernsehen auf dem Gebiet<br />

der Continuity sowie<br />

--<br />

Sekretariatserfahrung,<br />

filmtechnische Kenntnisse<br />

<strong>und</strong> Berufserfahrungen aus<br />

Praktika oder Volontaria ten,<br />

z. B. in den Bereichen Film -<br />

schnitt, Produktionssekretariat,<br />

Continuity/Script<br />

Ein Studium bzw. eine<br />

Weiter bildung zum Corporate<br />

Communication and<br />

Publishing Manager<br />

Information <strong>und</strong> Unterhaltung. Neben betriebswirtschaftlichen<br />

Kenntnissen <strong>und</strong> Managementkompetenzen<br />

haben Corporate Communication and Publishing Managers<br />

f<strong>und</strong>iertes Wissen im Marketingmanagement. Sie<br />

konzipieren, gestalten <strong>und</strong> vermarkten Unternehmensmedien<br />

im crossmedialen Kontext, z. B. Mitarbeiter-, Cluboder<br />

K<strong>und</strong>enzeitschriften.<br />

C<br />

reative Director<br />

Creative Directors, kurz CD, arbeiten in leitenden<br />

Positionen in der Werbe- oder Unterhaltungsbranche.<br />

Sie entwickeln Konzepte <strong>und</strong> Ideen für Kampagnen, die<br />

dann von Textern/-innen, Konzeptionern/-innen, Gra fikern/-innen,<br />

Lay ou tern/-innen <strong>und</strong> den anderen Abteilungen<br />

umgesetzt werden. Sie sind für Einsatz, Aufgabenverteilung<br />

<strong>und</strong> Zusammenarbeit zwischen den Kreativen<br />

<strong>und</strong> den zugeordneten Abteilungen verantwortlich.<br />

Größere Agenturen haben für die Bereiche Art <strong>und</strong> Text<br />

jeweils eigene Creative Directors. Sie bilden das Bindeglied<br />

zwischen K<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong> der Agentur. In der<br />

Unterhaltungsindustrie vermitteln Creative Directors zwischen<br />

Künstlern/-innen <strong>und</strong> Technikern/-innen. In jedem<br />

Fall sind sie die letzte Instanz <strong>und</strong> die verantwortliche Person<br />

mit den meisten Befugnissen, wenn es um den künstlerischen<br />

Aspekt einer Produktion geht.<br />

--<br />

Eine mehrjährige Erfahrung<br />

als Artdirector oder<br />

Texter/-in sowie<br />

--<br />

ein Design- oder Grafikstudium<br />

<strong>und</strong> genaue<br />

Kenntnisse der Arbeitsabläufe<br />

in einer Agentur<br />

durch lang jährige Praxis<br />

110<br />

111


<strong>Medien</strong>berufe<br />

reative Producer<br />

C Creative Producers im Bereich der Fernsehproduktion<br />

sind Mittler zwischen den Drehbuchautoren/-innen<br />

<strong>und</strong> Produzenten/-innen bzw. den Redakteuren/-innen<br />

der Auftraggeber (Sender). Eine in Gr<strong>und</strong>zügen entwickelte<br />

Idee für eine Serie oder auch einen Einzelspielfilm<br />

kann von dem einen Sender abgelehnt werden, für einen<br />

anderen aber hoch interessant sein. In der Vergangenheit<br />

verworfene Ideen können plötzlich aktuell <strong>und</strong> gefragt<br />

sein. Zu diesem Zweck vertrauen Produzenten/-innen<br />

Creative Producers die Weiterentwicklung, Überarbeitung<br />

<strong>und</strong> Betreuung von Ideen <strong>und</strong> Stoffen an. Sie müssen<br />

den Autoren/-innen Vorgaben machen <strong>und</strong> sie motivieren,<br />

Bücher – zum Teil auch mehrmals – umzuschreiben.<br />

Für diese Tätigkeit benötigt man ein sicheres Gespür für<br />

erfolgreiche Konzepte, aber auch Diplomatie <strong>und</strong> Durchsetzungsvermögen.<br />

C<br />

ross Media Publisher<br />

Cross Media Publishers erstellen Publikationen für<br />

unterschiedlichste Formate wie Internetseiten, Printprodukte<br />

(Buch, Broschüren, Flyer), CDs <strong>und</strong> DVDs, teilweise<br />

auch für digitales Radio <strong>und</strong> Fernsehen. Der Fachausdruck<br />

dafür lautet: medienübergreifendes Publizieren.<br />

Entscheidend ist dabei, dass alle Publikationen auf einer<br />

einheitlichen Datenbasis beruhen. Das heißt, die jeweiligen<br />

Inhalte werden medienneutral, also unformatiert,<br />

gespeichert <strong>und</strong> verwaltet. Inhalte sind somit unabhängig<br />

von Gestaltungsvorlagen. Letztere wiederum müssen<br />

adäquat zu den jeweiligen Ausgabemedien vorliegen<br />

oder entwickelt werden. Bei Texten wird in erster Linie das<br />

medienneutrale XML-Format verwendet. Fotos werden<br />

--<br />

Z. B. ein abgeschlossenes<br />

theaterwissenschaftliches<br />

Studium mit anschließendem<br />

Volontariat in einer<br />

Film- oder Fernsehproduktion<br />

oder<br />

--<br />

der Besuch einer Filmhochschule<br />

--<br />

Sehr gute Computerkenntnisse<br />

<strong>und</strong> gestalterische<br />

Fähigkeiten sowie teilweise<br />

eine journalistische Begabung<br />

<strong>und</strong> bestenfalls<br />

--<br />

eine abgeschlossene<br />

duale Ausbildung zum/zur<br />

<strong>Medien</strong> gestalter/-in Digital<br />

<strong>und</strong> Print<br />

beispielsweise in der höchstmöglichen Qualität gespeichert<br />

<strong>und</strong> dann adäquat zum entsprechenden Ausgabemedium<br />

formatiert. Cross Media Publishing ist eine Technologie,<br />

die erst im Zusammenhang mit dem Publizieren<br />

über das Internet entwickelt wurde. Cross Media Publishers<br />

sind gefragte Allro<strong>und</strong>er. Sie beherrschen sowohl<br />

die professionelle Bearbeitung von Texten, Bildern <strong>und</strong><br />

Grafiken als auch die Bearbeitung von Ton- <strong>und</strong> Videoclips<br />

unter Verwendung der jeweils gängigen Bearbeitungssoftware.<br />

C utter/-in<br />

Cutter/-innen schneiden aus dem Bild- <strong>und</strong> Tonmaterial<br />

der Kameraleute <strong>und</strong> Tonoperateure/-innen<br />

sendefertige Beiträge. Dies können zum Beispiel aktuelle<br />

Berichte <strong>und</strong> Dokumentationen, Fernsehserien <strong>und</strong> Spielfilme<br />

oder Industrie- <strong>und</strong> Werbefilme sein. Zunächst sichten<br />

<strong>und</strong> prüfen sie das Material. Dann ordnen sowie kürzen<br />

sie die Filmteile <strong>und</strong> fügen sie in der richtigen Reihenfolge<br />

zusammen, sodass sich der gewünschte Bild- <strong>und</strong><br />

Handlungsablauf ergibt. Bei Bedarf unterlegen Cutter/<br />

-innen das Originalmaterial mit der passenden Musik,<br />

Sprache <strong>und</strong> den Geräuschen, setzen Digitaleffekte ein<br />

<strong>und</strong> erstellen Grafikanimationen. Cutter/-innen arbeiten<br />

überwiegend am Computer mit digitalen Schnittsystemen.<br />

Neben technischem Verständnis brauchen<br />

sie ein gutes Auge für die Dramaturgie, Ästhetik <strong>und</strong> das<br />

Tempo eines Films. Kenntnisse in den gängigen Schnittsystemen,<br />

wie z. B. Avid oder Final Cut, werden erwartet.<br />

--<br />

Eine Ausbildung in der Bild<strong>und</strong><br />

Tontechnik <strong>und</strong>/oder<br />

--<br />

eine staatlich anerkannte<br />

Ausbildung als Fotograf/<br />

-in sowie z. B. Erfahrung als<br />

Cutterassistent/-in oder<br />

--<br />

eine abgeschlossene Ausbildung<br />

zum/zur <strong>Medien</strong>gestalter/-in<br />

Bild <strong>und</strong> Ton,<br />

zum/zur gestaltungstechnischen<br />

Assistenten/-in<br />

oder zum/zur Film <strong>und</strong><br />

Videoeditor/-in<br />

112<br />

113


<strong>Medien</strong>berufe<br />

C utterassistent/-in<br />

Cutterassistenten/-innen unterstützen Cutter/<br />

-innen bei der Arbeit. Wichtige Aufgaben sind die synchrone<br />

Anlage von Bild <strong>und</strong> Ton sowie einfacher Schnitt<br />

mit den gängigen digitalen Systemen <strong>und</strong> die Arbeitsvorbereitung.<br />

Unter anderem verwalten sie die Unterlagen<br />

<strong>und</strong> Berichte, sprechen Termine mit den Zulieferern<br />

ab, fertigen Muster sowie Demos <strong>und</strong> kontrollieren das zu<br />

verarbeitende Material auf Qualität <strong>und</strong> Schäden. Gegebenenfalls<br />

gehören auch die Nummerierung <strong>und</strong> Archivierung<br />

des Materials sowie die Organisation des Materialversands<br />

zu ihren Tätigkeiten. Um als Cutterassistent/-in<br />

arbeiten zu können, sollte man über technisches Verständnis<br />

verfügen <strong>und</strong> sich mit Bildschnitttechnik <strong>und</strong><br />

den gestalterischen Gr<strong>und</strong>lagen auskennen.<br />

--<br />

Z. B. Praktika im Bereich<br />

Schnitt bei Fernsehanstal ten<br />

<strong>und</strong>/oder bei Film- sowie<br />

TV-Produktionen <strong>und</strong><br />

--<br />

eine Ausbildung als Film<strong>und</strong><br />

Videoeditor/-in oder<br />

als <strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild<br />

<strong>und</strong> Ton<br />

D<br />

esktop Publisher (Satz <strong>und</strong> Layout)<br />

Desktop Publishers führen alle Arbeitsschritte, die<br />

zu Layout <strong>und</strong> Gestaltung eines Printprodukts bis zur<br />

Druckvorstufe notwendig sind, am Computer aus. Dazu<br />

verwenden sie die entsprechende Software, wie Bildbearbeitungsprogramme<br />

(z. B. Photoshop), Grafikprogramme<br />

(z. B. Freehand oder Illustrator) sowie Layoutprogramme<br />

(z. B. InDesign). Sie arbeiten meist in den von Kreation <strong>und</strong><br />

Artdirektion vorgegebenen Layoutrastern <strong>und</strong> sind für die<br />

Applikation von Content in den Printmedien zuständig.<br />

Es wird von ihnen jedoch ebenfalls eine hohe gestalterische<br />

Kompetenz, Farbgefühl <strong>und</strong> typografische Sicherheit<br />

erwartet.<br />

--<br />

Weiterbildungslehrgänge in<br />

den einzelnen Programmen<br />

sowie<br />

--<br />

eine staatlich anerkannte<br />

Ausbildung zum/zur<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in für<br />

Digital- <strong>und</strong> Printmedien<br />

Foto: iStock © Goodluz<br />

D irektmarketingmanager/-in<br />

Direktmarketing ist die Kommunikationsdisziplin,<br />

die sich mit der direkten K<strong>und</strong>enansprache beschäftigt –<br />

im Gegensatz etwa zur klassischen Anzeige, dem Fernseh-<br />

oder dem Radiospot, die sich an eine weitestgehend<br />

anonyme Klientel richten. Instrumente des Direktmarketings<br />

sind der Brief (Mailing), das Telefon (Callcenter), der<br />

elektronische Weg (E-Mail, Newsletter) <strong>und</strong> das Internet<br />

(Foren, Blogs, Web). Direktmarketingmanager/-innen entwickeln<br />

Marketingkonzepte, um gewerbliche oder private<br />

Verbraucher/-innen gezielt <strong>und</strong> möglichst individuell<br />

anzusprechen. Unterstützt wird die Tätigkeit von einer<br />

datenbankgestützten K<strong>und</strong>enverwaltung (Database-<br />

Marketing). Direktmarketing ma na ger/-innen konzipieren<br />

z. B. Anzeigen, Werbebroschüren oder Kataloge. Der kreative<br />

Part liegt in der dialogorientierten Ausgestaltung der<br />

Werbemittel <strong>und</strong> der überzeugenden Ansprache (Werbetext).<br />

Das Marketingmanagement befasst sich mit der<br />

--<br />

Z. B. die Ausbildung zum/<br />

zur Kaufmann/-frau für<br />

Dialogmarketing <strong>und</strong><br />

--<br />

berufsbegleitend Weiterbildungen<br />

zum/zur Direktmarke<br />

tingmanager/-in<br />

bzw. zum/zur Fachwirt/-in<br />

Direktmarketing<br />

114<br />

115


<strong>Medien</strong>berufe<br />

Erfolgskontrolle (Response) jeder einzelnen Werbeaktion<br />

sowie mit der Auswahl der für die jeweilige Zielgruppe<br />

geeigneten Marketinginstrumente. Direkt marketing mana<br />

ger/-innen arbeiten im Idealfall eng mit allen Marketing-<br />

<strong>und</strong> Werbeabteilungen in einem Unternehmen<br />

zusammen oder sie entwickeln in Werbeagenturen entsprechende<br />

Konzepte für K<strong>und</strong>en/-innen.<br />

D<br />

okumentar/-in <strong>und</strong><br />

Informationswirt/-in<br />

Dokumentare/-innen <strong>und</strong> Informationswirte/-innen sind<br />

Informationsspezialisten/-innen: Sie analysieren, gestalten<br />

<strong>und</strong> bewerten Informationsflüsse <strong>und</strong> -produkte unter<br />

technischen, ökonomischen <strong>und</strong> juristischen Aspekten.<br />

Zudem ermitteln sie aus vorhandenen <strong>Medien</strong> Informationen,<br />

rufen sie ab <strong>und</strong> bereiten sie für eine anderweitige<br />

Verwertung auf. Darüber hinaus implementieren<br />

sie neue Informationssysteme, wie z. B. Datenbanken<br />

oder virtuelle Lehrangebote. Hier kann sich die Tätigkeit<br />

in den digitalen Techniken vertiefen <strong>und</strong> bis zum Taking<br />

<strong>und</strong> Umgang mit XML führen. Dokumentare/-innen bzw.<br />

Informationswirte/-innen sind vorwiegend in Bibliotheken,<br />

Archiven <strong>und</strong> anderen Unternehmen der Informationswirtschaft,<br />

in Datenerfassungsdiensten oder Betrieben,<br />

die z. B. Software zur Informationsverarbeitung herstellen,<br />

tätig. Auch in Presseagenturen, Verlagen oder bei<br />

R<strong>und</strong>funkveranstaltern finden sie Aufgaben. Außerdem<br />

kommen z. B. Dokumentationsabteilungen in der pharmazeutischen<br />

Industrie oder bei Krankenhausverwaltungen<br />

als Arbeitsplatz infrage.<br />

--<br />

Ein Studium zum/zur Dokumentar/-in<br />

bzw. Informations<br />

wirt/-in an einer Fach -<br />

hochschule oder<br />

--<br />

ein Studium an einer<br />

Universität<br />

D ramaturg/-in<br />

Dramaturgen/-innen nehmen im Theater, Film <strong>und</strong><br />

Fernsehen sowie im Hörfunk unter anderem musik- <strong>und</strong><br />

literaturkritische sowie publizistische Aufgaben wahr. Im<br />

Theater arbeiten sie etwa an der Konzeption der Spielpläne<br />

mit, bei Fernsehen <strong>und</strong> Hörfunk sind sie an der<br />

Programmgestaltung beteiligt. Sie sichten Spielvorlagen,<br />

wie z. B. Werke der Sprech-, Theater-, Musikliteratur<br />

oder Vorlagen für Fernsehspiele, -serien, -programme,<br />

Hörspiele, Dokumentationen <strong>und</strong> Begleitprogramme.<br />

Sie wählen geeignete Vorlagen aus <strong>und</strong> schlagen sie zur<br />

künstlerischen Umsetzung vor. Außerdem bereiten sie die<br />

Inszenierungen oder Film-/Fernsehproduktionen theoretisch<br />

vor <strong>und</strong> begleiten sie später. Sie recherchieren<br />

Hinter gründe, besorgen Sek<strong>und</strong>ärliteratur sowie weiteres<br />

Informationsmaterial <strong>und</strong> stellen dieses den Regisseu ren/<br />

-innen, Pro duz en ten/-innen <strong>und</strong> Intendanten/-innen zur<br />

Verfügung. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit stellen<br />

sie z. B. Programmhefte zusammen, halten Einführungsvorträge<br />

<strong>und</strong> informieren die Presse.<br />

D rehbuchautor/-in<br />

Drehbuchautoren/-innen verfassen Drehbücher<br />

<strong>und</strong> Storyboards für einen Film oder ein Fernsehspiel<br />

nach einem vorliegenden oder vom Auftraggeber vorgegebenen<br />

Stoff oder auch einer selbst entwickelten Idee.<br />

Dabei sollen sich die Auto ren/-innen möglichst während<br />

der Entwicklungsphasen – Exposé, Treatment, Drehbuch<br />

– mit Regisseuren/-innen, Produ zenten/-innen oder<br />

Drama turgen/-innen abstimmen. Einige Dreh buch autoren/-innen<br />

schreiben für Fernsehserien oder Daily Soaps.<br />

Da in diesem Bereich meist mehrere Serienautoren/-innen<br />

--<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Studium oder<br />

--<br />

eine spezielle schulische Ausbildung,<br />

vor allem in den<br />

Bereichen Theaterwissenschaft,<br />

Film- <strong>und</strong> Fernsehwissenschaft,<br />

Literaturwissenschaft<br />

oder Musikwissenschaft,<br />

gepaart mit einem<br />

Volontariat bei einem Verlag,<br />

Fernsehsender oder Theater<br />

--<br />

Ein filmwissenschaftliches<br />

Studium an einer Film- <strong>und</strong><br />

Fernsehakademie oder<br />

einer Filmhochschule oder<br />

--<br />

ein Studium der Literatur<strong>und</strong><br />

Theaterwissenschaft<br />

oder<br />

--<br />

ein Journalismusstudium<br />

116<br />

117


<strong>Medien</strong>berufe<br />

oder Storyliner an einer Staffel arbeiten, müssen sie sich<br />

an ein vorgegebenes Raster von Haupt- <strong>und</strong> Nebenfiguren<br />

sowie Handlungsmustern <strong>und</strong> Drehorten halten,<br />

innerhalb derer sie ihre Geschichte entwickeln. Da die Produktionszeiten<br />

meist knapp kalkuliert sind, müssen auch<br />

die Dreh bücher termingerecht zur Verfügung stehen.<br />

Dreh buch au to ren/-innen sind meist Freiberufler/-innen,<br />

die für eine bestimmte TV-Serie oder einen Film engagiert<br />

werden.<br />

E -Learning-Manager/-in<br />

Aufgabe von E-Learning-Managern/-innen ist die<br />

Gesamtkoordination von E-Learning-Projekten (s. auch<br />

Multimedia Producer). Von der Marktrecherche bis hin<br />

zum Marketing des fertigen Produkts bzw. Kursangebots<br />

sind E-Learning-Manager/-innen verantwortlich<br />

für die Planung <strong>und</strong> Durchführung von Projekten. Sie<br />

sind Ansprechpartner/-innen <strong>und</strong> Berater/-innen von<br />

K<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong> Kooperationspartnern, sie leiten <strong>und</strong><br />

koordinieren die Tätigkeiten der Projektteams.<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Hochschulstudium, pädagogische<br />

Fähigkeiten <strong>und</strong><br />

umfassende <strong>Medien</strong>kompetenz<br />

E<br />

-Learning-Autor/-in <strong>und</strong><br />

-Entwickler/-in<br />

E-Learning-Autoren/-innen erstellen Konzepte <strong>und</strong> Lerninhalte<br />

für E-Learning- Kurse – entweder für interaktive<br />

Lernmedien <strong>und</strong> E-Learning-Software oder als webbasierte<br />

Schulungen <strong>und</strong> Weiterbildungen. E-Learning-<br />

Entwickler/-innen sind verantwortlich für die mediale<br />

Aufarbeitung der Inhalte, für das Einbinden von Bild- <strong>und</strong><br />

Tondokumenten <strong>und</strong> für das Design des Kurses (s. auch<br />

<strong>Medien</strong> ge stalter/-in). Hauptsächlich arbeiten E-Learning-<br />

Autoren/-innen sowie -Entwickler/-innen in Bildungseinrichtungen,<br />

bei Software- <strong>und</strong> Datenbankanbietern sowie<br />

Verlagen, die interaktive Lernmedien <strong>und</strong> E-Learning-Software<br />

herausgeben. Darüber hinaus sind sie auch in der<br />

betrieblichen oder überbetrieblichen Erwachsenenbildung<br />

sowie in Beratungsagenturen tätig.<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Hochschulstudium, didaktische<br />

Fähigkeiten, eine<br />

umfassende <strong>Medien</strong>kompetenz,<br />

sprachliches<br />

Geschick <strong>und</strong> gutes technisches<br />

Know-how<br />

E<br />

Foto: iStock © Yuri_Arcurs<br />

-Learning-Moderator/-in (Lerncoach)<br />

E-Learning-Moderatoren/-innen sind die Leiter/<br />

-innen in Onlinekursen. Sie sind die Ansprechpartner/<br />

-innen für die Kursteilnehmenden, sie geben Arbeitsaufträge<br />

<strong>und</strong> bewerten die Leistungen. Sie moderieren Foren<br />

sowie Chats <strong>und</strong> leiten die Präsenzphasen in Blended-<br />

Learning-Kursen.<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Hochschulstudium, pädagogische<br />

Fähigkeiten <strong>und</strong><br />

umfassende <strong>Medien</strong>kompetenz<br />

118<br />

119


<strong>Medien</strong>berufe<br />

E<br />

lektrofachkraft für<br />

Veranstaltungstechnik<br />

Für Veranstaltungen aller Art muss eine elektrische Energieversorgung<br />

eingerichtet, überprüft <strong>und</strong> bereitgestellt<br />

werden. Es müssen elektrotechnische <strong>und</strong> elektrisch<br />

betriebene Geräte der Veranstaltungstechnik vorgerichtet,<br />

betrieben <strong>und</strong> gewartet werden. Das bedingt eine<br />

hohe Sicherheitsverantwortung <strong>und</strong> eine elektrotechnische<br />

Qualifikation. Die Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik<br />

beurteilt die ihr übertragenen Arbeiten<br />

beim Er richten, Ändern <strong>und</strong> Instandhalten von elektrischen<br />

Anlagen sowie Betriebsmitteln <strong>und</strong> erkennt mögliche<br />

Gefahren.<br />

E ventmanager/-in<br />

Eventmanager/-innen verantworten die Planung,<br />

Vorbereitung, Realisierung sowie Nachbereitung einer<br />

Veranstaltung. Sie organisieren zum Beispiel Tagungen<br />

<strong>und</strong> Kongresse sowie Produktpräsentationen, Tourneen,<br />

Konzerte, Ausstellungen, Feste, Firmenjubiläen oder auch<br />

private Feiern. Eventmanager/-innen arbeiten überwiegend<br />

in der Werbe-, Messe- <strong>und</strong> Unterhaltungsbranche.<br />

So sind sie zum Beispiel bei speziellen Event- <strong>und</strong> Veranstaltungsagenturen<br />

beschäftigt, in Werbeagenturen oder<br />

bei Kongress- <strong>und</strong> Messeveranstaltern. Beschäftigung<br />

finden sie auch in der Tagungshotellerie, bei Reiseveranstaltern<br />

oder in Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit <strong>und</strong><br />

Unternehmenskommunikation bei größeren Unternehmen.<br />

Sie können auch in der kommunalen Verwaltung<br />

tätig sein, zum Beispiel in Kulturämtern, oder bei Theatern,<br />

Konzerthäusern <strong>und</strong> Freilichtbühnen.<br />

--<br />

Eine mehrjährige Tätigkeit<br />

im Berufsfeld der Veranstaltungstechnik<br />

<strong>und</strong><br />

--<br />

eine Abschlussprüfung als<br />

Meister/-in für Veranstaltungstechnik<br />

in den Fachrichtungen<br />

Bühne/Studio,<br />

Beleuchtung oder<br />

--<br />

eine Abschlussprüfung in<br />

einem sonstigen anerkannten<br />

gewerblich-technischen<br />

oder handwerklichen<br />

Ausbildungsberuf<br />

--<br />

Z. B. eine Ausbildung als<br />

Veranstaltungskaufmann/<br />

-frau oder in der Veranstaltungstechnik<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium in den<br />

Bereichen Kulturwissenschaften<br />

oder Eventmanagement<br />

achangestellte/-r für <strong>Medien</strong>-<br />

F <strong>und</strong> Informationsdienste<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Das Arbeitsgebiet der Fachangestellten für <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong><br />

Informationsdienste gestaltet sich entsprechend ihrem<br />

Einsatzgebiet: Archiv, Bibliothek, Bildagentur, Information<br />

<strong>und</strong> Dokumentation oder medizinische Dokumentation.<br />

Allen Fachgebieten gemeinsam sind Beschaffung,<br />

Erwerb <strong>und</strong> Übernahme von Informationen, Speichermedien<br />

<strong>und</strong> Unterlagen. Nach der Quellen recherche werden<br />

die übernommenen Off- <strong>und</strong> Onlineinformationen<br />

technisch bearbeitet <strong>und</strong> entsprechend aufbewahrt.<br />

Das Tätigkeitsprofil umfasst aber auch K<strong>und</strong>enberatung,<br />

Öffentlichkeitsarbeit, Werbung <strong>und</strong> Marketing sowie Verwaltungsaufgaben,<br />

Betriebsorgani sation, Statistik <strong>und</strong><br />

kaufmännische Aufgaben.<br />

F<br />

achkaufmann/-frau für Marketing<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Fachkaufleute für Marketing übernehmen qualifizierte<br />

Fach- <strong>und</strong> Führungsaufgaben in Marketingabteilungen<br />

von Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche.<br />

Dabei sind sie sowohl in Industrie-, Handels- <strong>und</strong> größeren<br />

Handwerksbetrieben als auch im Dienstleistungsbereich<br />

tätig. Sie führen Marktanalysen durch, auf deren Basis sie<br />

Marketingstrategien für die vom Unternehmen zu verkaufenden<br />

Produkte erstellen. Sie leiten ggf. den Unternehmensbereich<br />

Vertrieb, organisieren <strong>und</strong> steuern die<br />

notwendige innerbetriebliche Zusammenarbeit zwischen<br />

den übrigen Unternehmensbereichen wie Materialwirtschaft,<br />

Fertigung, Personal <strong>und</strong> Finanzen. Fachkaufmann/<br />

-frau für Marketing ist eine b<strong>und</strong>esweit geregelte berufliche<br />

Weiterbildung nach dem Berufs bildungsgesetz (BBiG).<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

--<br />

Eine abgeschlossene kaufmännische<br />

oder verwaltende<br />

Ausbildung sowie<br />

--<br />

eine mehrjährige Berufspraxis<br />

120<br />

121


<strong>Medien</strong>berufe<br />

achkraft für Veranstaltungstechnik<br />

F (b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Fachkräfte für Veranstaltungstechnik planen <strong>und</strong> betreuen<br />

den technischen Ablauf einer Veranstaltung <strong>und</strong> legen<br />

selbst mit Hand an. Fachkräfte für Veranstaltungstechnik<br />

planen den Einsatz der technischen Anlagen: Sie bauen<br />

Beleuchtungs-, Projektions- <strong>und</strong> Beschallungsanlagen auf<br />

<strong>und</strong> richten sie ein. Während eines Konzerts bedienen sie<br />

z. B. Schalt- <strong>und</strong> Mischpulte oder Nebelmaschinen. Sie<br />

konzipieren Messestände oder Ausstellungsräume: Vor<br />

Ort koordinieren sie die unterschiedlichen Arbeitsgänge<br />

<strong>und</strong> -bereiche. So sorgen sie z. B. dafür, dass die Tischler/<br />

-innen, die die Einrichtung aufbauen, <strong>und</strong> die Fachkräfte,<br />

die sich um die elektrische Ausstattung kümmern, termingerecht<br />

zur Verfügung stehen.<br />

F ilmarchitekt/-in<br />

Die Aufgabenbereiche der Filmarchitekten/-innen<br />

umfassen die künstlerische Ausstattung <strong>und</strong> deren technisch-organisatorische<br />

Planung sowie Realisation in Spielfilm-,<br />

Fernseh- <strong>und</strong> Videoproduktionen, Industrie- <strong>und</strong><br />

Werbefilmen. Dabei haben sie den jeweils gegebenen<br />

Kostenrahmen zu beachten. Die Arbeit umfasst Einarbeitung<br />

in das Drehbuch sowie die Vorbesprechung mit der<br />

Regie <strong>und</strong> anderen künstlerischen Mitarbeitern/-innen<br />

über die dramaturgische <strong>und</strong> stilistische Konzeption.<br />

Auch Quellenstudium <strong>und</strong> Recherche, das Anfertigen von<br />

Entwürfen sowie Bau- <strong>und</strong> Werkstattzeichnungen gehören<br />

zum Aufgabenprofil. Hinzu kommen Motivsuche <strong>und</strong><br />

Zusammenstellung der Einrichtung (Möbel, Requisiten<br />

etc.). Beim Aufbau <strong>und</strong> der Einrichtung der Dekorationen<br />

koordinieren sie Handwerker/-innen <strong>und</strong> Techniker/-innen.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

--<br />

Langjährige Erfahrung in<br />

einem der Ausstattungsberufe<br />

(z. B. Requisiteur/-in,<br />

Bühnenbildner/-in, Theatermaler/-in,<br />

Kulissenbauer/-in)<br />

sowie<br />

--<br />

ein Architektur-, Innenarchitektur-<br />

oder Kunststudium<br />

<strong>und</strong> eine kaufmännische<br />

Vorbildung<br />

Filmarchitekten/-innen benötigen schöpferische Fantasie<br />

<strong>und</strong> dramaturgisches Denken. Malerisches <strong>und</strong> zeichnerisches<br />

Talent, Farbensinn <strong>und</strong> Raumgefühl sind ebenfalls<br />

wichtig. Untermauert werden diese kreativen Fähigkeiten<br />

mit soliden Kenntnissen in Stil- <strong>und</strong> Materialk<strong>und</strong>e, Kunst<strong>und</strong><br />

Kulturgeschichte sowie Fertigkeiten im Bereich des<br />

technischen Zeichnens. Für Kostenkalkulationen <strong>und</strong> die<br />

Einhaltung des Etats sind kaufmännische Kenntnisse erforderlich.<br />

Außerdem werden Gr<strong>und</strong>lagen in digitaler Bildbearbeitung<br />

<strong>und</strong> 3-D-Design benötigt.<br />

F<br />

ilm- <strong>und</strong> Videoeditor/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Film- <strong>und</strong> Videoeditoren/-innen bearbeiten Bild- <strong>und</strong> Tonmaterialien<br />

für journalistische Beiträge, Fernsehsendungen,<br />

Werbe-, Fernseh- <strong>und</strong> Kinofilme nach den inhaltlichen Vorgaben<br />

der Regie <strong>und</strong> Redaktion. Anhand dieser Vorgaben<br />

gestalten sie Bild- <strong>und</strong> Tonmontagen, fertigen Bildeffekte<br />

an <strong>und</strong> führen den Filmvorschnitt aus. Sie bereiten Bild<strong>und</strong><br />

Ton materia lien zur Synchronisation vor <strong>und</strong> schneiden<br />

sowohl die Sprache als auch Geräusche <strong>und</strong> Musik. Abschließend<br />

kontrollieren <strong>und</strong> archivieren sie die Bild- <strong>und</strong> Tonmaterialien.<br />

F otodesigner/-in<br />

Fotodesigner/-innen finden ihren Einsatz in den<br />

Bereichen der Werbung, der Presse- <strong>und</strong> Öffentlichkeitsarbeit,<br />

der Fotoreportage, im Bildjournalismus, der<br />

Fotoindustrie sowie in wissenschaftlichen Kontexten.<br />

In den Bereichen Werbung/PR sowie Bildjournalismus/<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

--<br />

Ein Fotodesignstudium<br />

an einer Kunst-, Fach- oder<br />

allgemeinen Hochschulen<br />

oder<br />

--<br />

die staatlich anerkannte<br />

Ausbildung zum/zur<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in für<br />

Digital- <strong>und</strong> Printmedien<br />

122<br />

123


<strong>Medien</strong>berufe<br />

Reportage besteht die Arbeit in der Konzeption <strong>und</strong><br />

Festlegung der bildlichen Information im Rahmen einer<br />

Kampagne oder eines Artikels. Diese stützt sich auf<br />

gewonnene Erkenntnisse über die jeweilige Zielgruppe<br />

<strong>und</strong> die Recherche des zur Verfügung stehenden Bildmaterials.<br />

In der Industrie arbeiten Fotodesigner/-innen an<br />

der Entwicklung fotografischer Technologien. In wissenschaftlichen<br />

Forschungseinrichtungen stehen Analyse<br />

oder Dokumentation naturwissenschaftlicher <strong>und</strong> medizinischer<br />

Verlaufsprozesse <strong>und</strong> Bestimmung der dafür<br />

geeigneten fotografischen Mittel im Vordergr<strong>und</strong>.<br />

F otograf/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Fotografen/-innen halten mit der Kamera Eindrücke von<br />

Personen, Ereignissen, Gegenständen oder Landschaften<br />

fest <strong>und</strong> bearbeiten die Fotografien am Computer. Sie<br />

arbeiten zumeist in spezialisierten Sparten, z. B. in den<br />

Bereichen Bildjournalismus, Porträt-, Produkt-, Architektur-,<br />

Industrie-, Landschafts-, Werbe-, Mode- <strong>und</strong> Reproduktions-<br />

(im Druckbereich) oder medizinische Fotografie.<br />

Fotografen/-innen arbeiten im fotografischen Gewerbe,<br />

z. B. in Fotostudios. Auch große Verlage beschäftigen<br />

eigene Pressefotografen/-innen. Mitunter sind sie auch<br />

im Fotoeinzelhandel oder in industriellen Fotogroßlabors<br />

beschäftigt. Darüber hinaus bieten Pressedienste<br />

bzw. -agenturen <strong>und</strong> Bildarchivdienste sowie Werbe- <strong>und</strong><br />

<strong>Medien</strong>agenturen Beschäftigungsmöglichkeiten.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

F otomedienfachmann/-frau<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Foto- <strong>und</strong> Bildmedienprodukte unterliegen einem schnellen<br />

Wandel. Neue Technologien bieten neue Möglichkeiten<br />

der Bildausgabe sowie -übertragung <strong>und</strong> erzeugen<br />

den Bedarf nach neuen Dienstleistungen. Sie stellen aber<br />

auch neue Kompetenzanforderungen an professionelle<br />

wie nichtprofessionelle Fotografen/-innen. Das Personal<br />

im Fotofachhandel muss die schnellen Veränderungen<br />

von Bildmedienprodukten <strong>und</strong> -technologien so verfolgen,<br />

dass es Interessenten/-innen kompetent beraten <strong>und</strong><br />

das Waren- <strong>und</strong> Dienstleistungsangebot marktgerecht<br />

gestalten kann. Beherrschung von Bildaufnahme- <strong>und</strong><br />

-verarbeitungstechniken sind dafür ebenso erforderlich<br />

wie die Fähigkeit, K<strong>und</strong>en/-innen zielgerichtet zu beraten<br />

<strong>und</strong> zu schulen. Fotomedienfachleute benötigen<br />

fachliches Know-how <strong>und</strong> müssen in der Lage sein, Verkauf<br />

<strong>und</strong> Vermarktung von Fotoprodukten <strong>und</strong> -dienstleistungen<br />

laufend an Marktbedingungen anzupassen.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

Foto: iStock © Enrico Fianchini<br />

124<br />

125


<strong>Medien</strong>berufe<br />

Fotomedienfachleute arbeiten in Betrieben der Fotowirtschaft,<br />

insbesondere in Einzelhandelsunternehmen,<br />

in Fach- <strong>und</strong> Großlaboren, bei Fotografen/-innen, in der<br />

Industrie, in Bildagenturen <strong>und</strong> weiteren Dienstleistungsunternehmen.<br />

G amedesigner/-in<br />

Die Arbeit von Gamedesignern/-innen lässt sich<br />

mit der Arbeit von Dreh buch autoren/-innen in der Filmbranche<br />

vergleichen. Gamedesigner/-innen sind für die<br />

theoretische Konzeption <strong>und</strong> Funktionsweise virtueller<br />

Spielwelten zuständig. Spielinhalte <strong>und</strong> gr<strong>und</strong>legendes<br />

Gameplay, die Charaktere <strong>und</strong> Spielregeln werden von<br />

den Gamedesignern/-innen erdacht. Neben der Entwicklung<br />

neuer Spielinhalte sind sie für die Optimierung bestehender<br />

Spielewelten verantwortlich. Zudem ist es die Aufgabe<br />

von Gamedesignern/-innen, zu gewährleisten, dass<br />

das Spiel im gesamten Verlauf sowohl für geübte Gamer<br />

als auch für Casual Gamer spielbar ist. Wer eine Karriere<br />

als Gamedesigner/-in anstrebt, sollte über einen großen<br />

Erfahrungsschatz bezüglich Computer- <strong>und</strong> Videospielen<br />

verfügen. Eine gute Übung ist es, Spiele aus der Perspektive<br />

von Gamedesignern/-innen zu betrachten. Was fesselt<br />

die Spieler/-innen <strong>und</strong> warum? Man kann auch selbst aktiv<br />

werden: z. B. an Mods arbeiten, Levels entwickeln <strong>und</strong> veröffentlichen,<br />

um Feedback aus Communitys einzu holen.<br />

Da Gamedesigner/-innen den theoretischen Gr<strong>und</strong>stein<br />

für das gesamte Spiel legen, sind sie es auch, die ihr Spielkonzept<br />

dem Entwicklerteam verständlich vermitteln<br />

müssen. Zur Umsetzung <strong>und</strong> Präsentation der eigenen<br />

Idee gegenüber anderen sind gr<strong>und</strong>legende Programmierkenntnisse<br />

von Vorteil.<br />

--<br />

Ein Hochschulstudium<br />

mit dem Schwerpunkt<br />

Gamedesign <strong>und</strong><br />

--<br />

f<strong>und</strong>ierte Kenntnisse in den<br />

Bereichen Computer- <strong>und</strong><br />

Videospiel, Gameplay-<br />

Theorie, Story Writing <strong>und</strong><br />

Spielmechanik<br />

G ewandmeister/-in<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Gewandmeister/-innen sind verantwortlich für die Herstellung<br />

der Kostüme einer Theater-, Film-, Fernsehproduktion<br />

nach den Entwürfen von Kostümbildnern/-innen.<br />

Außerdem kümmern sie sich darum, dass die während<br />

einer Spielzeit benötigten Kostüme immer in tadellosem<br />

Zustand sind. Gewandmeister/-innen sind an Theatern,<br />

Musicalbühnen, Fernsehanstalten oder bei Filmproduktions<br />

firmen tätig. Einen großen Teil ihrer Arbeiten üben<br />

sie dabei in der Theaterschneiderei aus. Ihre Tätigkeit führt<br />

sie aber auch häufig in den Kostümf<strong>und</strong>us <strong>und</strong> in Stoffbeziehungsweise<br />

Bekleidungsgeschäfte.<br />

G rafikdesigner/-in<br />

Grafikdesigner/-innen arbeiten vorwiegend im<br />

Bereich Werbung/PR <strong>und</strong> in Printredaktionen. Schwerpunkte<br />

liegen im Entwurf von Corporate Design,<br />

Geschäftspapieren, Anzeigen, Plakaten <strong>und</strong> Displays, Illustration<br />

<strong>und</strong> Produktgestaltung. Bei den Printmedien sind<br />

sie die Schnittstelle zwischen Text <strong>und</strong> Bild. Sie prägen<br />

damit das Gesicht einer Zeitung oder Zeitschrift. Weitere<br />

Einsatzbereiche sind die Gestaltung von didaktischen<br />

Programmen (z. B. für Schulen <strong>und</strong> Museen) <strong>und</strong> Orientierungshilfen<br />

(betriebliche Organisation <strong>und</strong> Verkehrsplanung).<br />

Nach der Besprechung mit dem Auftraggeber, der<br />

Festlegung der zielgruppengerechten Konzeption <strong>und</strong><br />

der Auswahl der Gestaltungsmittel stellen Grafikdesigner/<br />

-innen einen Prototyp sowie nach Rücksprache <strong>und</strong> eventueller<br />

Korrektur die reproduktionsfähige Form her <strong>und</strong><br />

beaufsichtigen die Produktion. Dabei arbeiten sie bei der<br />

Visualisierung redaktioneller Vorgaben mit traditionellen<br />

grafischen Mitteln <strong>und</strong> Computergrafikprogrammen.<br />

--<br />

Die Gesellen- bzw. Facharbeiterprüfung<br />

in einem<br />

anerkannten Ausbildungsberuf<br />

im Berufsfeld Textil<br />

<strong>und</strong> Bekleidung sowie der<br />

Berufsschulabschluss <strong>und</strong><br />

--<br />

eine mehrjährige Berufstätigkeit<br />

im Damen- <strong>und</strong><br />

Herrenschneiderhandwerk<br />

oder der Oberbekleidungsindustrie,<br />

davon wenigstens<br />

ein Jahr in einer Theateroder<br />

Kostümwerkstatt<br />

--<br />

Eine Ausbildung zum/zur<br />

Grafikdesigner/-in an Berufsfachschulen,<br />

Kunstschulen<br />

<strong>und</strong> -akademien oder<br />

--<br />

ein Studium im Bereich<br />

visuelle Kommunikation<br />

oder Kommunikationsdesign<br />

an Fach- oder<br />

Kunsthochschulen<br />

126<br />

127


<strong>Medien</strong>berufe<br />

erstellungsleiter/-in Film<br />

H <strong>und</strong> Fernsehen<br />

Herstellungsleiter/-innen im Bereich Film <strong>und</strong> Fernsehen<br />

arbeiten für große Filmstudios sowie Produktionsgesellschaften<br />

<strong>und</strong> sind für die strategische Projektplanung<br />

einer Produktionsgesellschaft sowie die finanzielle <strong>und</strong><br />

organisatorische Überwachung der Einzelprojekte verantwortlich.<br />

Für die Produktion von Einzelprojekten, beispielsweise<br />

Kinofilme, Fernsehserien <strong>und</strong> -filme, Shows oder<br />

Magazine, Industrie <strong>und</strong> Werbefilme, Dokumentar- <strong>und</strong><br />

Lehrfilme, schaffen sie die finanziellen, organisatorischen<br />

<strong>und</strong> personellen Voraussetzungen. Sie unterstützen sowie<br />

kontrollieren die Produktionsleitung. Sie sind außerdem für<br />

die Überwachung der Kalkulation <strong>und</strong> Endabrechnung im<br />

Rahmen des Gesamtbudgets verantwortlich. Bei kleinen<br />

Gesellschaften übernehmen Herstellungsleiter/-innen häufig<br />

auch die Produktionsleitung.<br />

--<br />

Z. B. ein film- <strong>und</strong> fernsehwirtschaftliches<br />

Studium<br />

mit dem Schwerpunkt<br />

Produktion oder<br />

--<br />

eine kaufmännische<br />

Aus bildung oder<br />

--<br />

ein betriebswirtschaftliches<br />

Studium <strong>und</strong> der Erwerb<br />

zusätzlicher medienspezifischer<br />

Kenntnisse mit<br />

einem anschließenden<br />

Volontariat oder Traineeprogramm<br />

bei einem<br />

Sender<br />

die Ohrstücke individuell am K<strong>und</strong>en/-innen an, bauen<br />

die Maßohrstücke in die Hörsysteme ein <strong>und</strong> nehmen<br />

die akustischen Feineinstellungen vor. Sie weisen die<br />

K<strong>und</strong>en/-innen in die Bedienung von Hörsystemen ein<br />

<strong>und</strong> führen Service- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen<br />

durch. Zudem übernehmen sie kaufmännische sowie verwaltende<br />

Arbeiten, kalkulieren Angebote <strong>und</strong> erstellen<br />

Abrechnungen für Krankenkassen oder K<strong>und</strong>en/-innen.<br />

Hör akus ti ker/-innen arbeiten in Betrieben des Hörgeräteakustiker-Handwerks<br />

sowie bei industriellen Herstellern<br />

von Hörsystemen. Ein bekannter Ausbildungs- <strong>und</strong><br />

Beschäftigungsbetrieb ist beispielsweise die KIND Hörgeräte<br />

GmbH & Co. KG.<br />

H örakustiker/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Hörakustiker/-innen beraten K<strong>und</strong>en/-innen hinsichtlich<br />

unterschiedlicher Arten von Hörsystemen bzw. Gehörschutz.<br />

Dabei gehen sie auf die individuellen Bedürfnisse<br />

ihrer K<strong>und</strong>en/-innen ein, z. B. im Fall von Altershörschwäche<br />

oder bei erhöhter Geräuschbelastung im Beruf. Um<br />

ein Hörgerät optimal anpassen zu können, führen Hörakus<br />

tiker/-innen Tests zur Hörleistung durch, sie untersuchen<br />

u. a., wie gut K<strong>und</strong>en/-innen hohe <strong>und</strong> tiefe Töne<br />

oder Sprache wahrnehmen können. Außerdem stellen<br />

sie Otoplastiken für Hörgeräte oder als Gehörschutz her.<br />

Dafür nehmen sie Abdrücke vom Gehörgang, passen<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

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129


<strong>Medien</strong>berufe<br />

I llustrationsdesigner/-in<br />

Das Medium der Illustrationsdesigner/-innen ist das<br />

zweckgerichtete Bild (Illustration), das Fakten, Meinungen,<br />

Gefühle überträgt <strong>und</strong> damit andere Menschen zum Nachdenken,<br />

zum Stimmungswandel oder zum Handeln bringt.<br />

Illustrationen haben einen steigenden Anteil in allen <strong>Medien</strong>,<br />

ob in Tageszeitungen, Wochenmagazinen oder Sachbüchern,<br />

in Werbeanzeigen, auf Plakaten oder Packungen,<br />

in der Belletristik, bei Internetseiten, Kinderbüchern oder<br />

Gebrauchsanleitungen. In manchen Sparten – z. B. Comic,<br />

Cartoon, Shooting- <strong>und</strong> Storyboard – geht ohne professionelle<br />

Illustra tions designer/-innen überhaupt nichts. Bei der<br />

Illustration von Kinderbüchern, Gebrauchsanweisungen,<br />

Feuilletons, belletristischen Texten <strong>und</strong> Werbeaufträgen<br />

anspruchsvoller Auftraggeber kann man kaum oder gar<br />

nicht auf die Bestände von Bilddatenbanken zurückgreifen,<br />

an welchen sich Grafiker/-innen meistens gegen Lizenzgebühr<br />

bedienen müssen. Die Hauptaufgabe der Illu strationsdesigner/-innen<br />

ist es, Bilder immer selbst zu erfinden,<br />

weshalb sie übrigens nicht nur guten Geschmack, sondern<br />

vor allem immer bildnerische Begabung benötigen.<br />

Eine abgeschlossene<br />

Ausbildung zum/zur<br />

Illustrationsdesigner/-in<br />

an einer Berufsfachschule,<br />

Kunstschule oder -akademie<br />

<strong>und</strong> eine bildnerische<br />

Begabung<br />

hinaus arbeiten sie eng mit Auftraggebern zusammen.<br />

Industriemeister/-innen Print planen Printmedienprodukte<br />

nach K<strong>und</strong>envorgaben, organisieren <strong>und</strong> überwachen<br />

die Druckvorstufenprozesse sowie die Druckweiterverarbeitung.<br />

Des Weiteren sind sie verantwortlich für die<br />

Produkt- <strong>und</strong> Prozessoptimierung sowie für das Qualitätsmanagement.<br />

Als praxisorientierte Fachkräfte der <strong>Medien</strong>branche<br />

müssen Industriemeister/-innen vor allem<br />

betriebswirtschaftliche <strong>und</strong> arbeitstechnische Aspekte<br />

mit <strong>Medien</strong>technik <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>gestaltung, Konzeption,<br />

Planung, Gestaltung <strong>und</strong> Installation in einem vorgegebenen<br />

finanziellen Rahmen vereinen. Marke ting<br />

<strong>und</strong> Vertrieb von <strong>Medien</strong>produkten gehören ebenfalls<br />

zu ihrem Metier. Die berufsbegleitende Fortbildung<br />

zum/zur Industriemeister/-in Print bietet z. B. die TLA Tele-<br />

Learn- Aka demie (s. S. 251) im Online-/Präsenzstudium an.<br />

I<br />

ndustriemeister/-in Print, geprüfte/-r<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Geprüfte Industriemeister/-innen Print nehmen Leitungsfunktionen<br />

in der <strong>Medien</strong>branche wahr. Sie entscheiden in<br />

Abstimmung mit Vorgesetzten über Entwicklungs strategien,<br />

Vorgehensweisen <strong>und</strong> Ziele des Unternehmens. Sie<br />

erledigen Aufgaben, die mit der Planung, Durchführung<br />

<strong>und</strong> Überwachung in Zusammenhang stehen. Darüber<br />

--<br />

Ein Abschluss in einem<br />

anerkannten Ausbildungsberuf<br />

der Druck- <strong>und</strong><br />

<strong>Medien</strong>wirtschaft <strong>und</strong><br />

--<br />

eine mindestens einjährige<br />

einschlägige Berufspraxis<br />

oder eine vergleichbare<br />

Qualifikation <strong>und</strong><br />

--<br />

der Nachweis der Ausbildereignung<br />

Foto: iStock © Andres Rodriguez<br />

130<br />

131


<strong>Medien</strong>berufe<br />

I nfobroker/-in<br />

Infobroker/-innen recherchieren entweder als Selbstständige<br />

für z. B. Werbeagenturen, Verlage, Anwaltspraxen<br />

<strong>und</strong> Unternehmensberatungen oder als Angestellte für<br />

ihren Arbeitgeber vorwiegend Wirtschafts- <strong>und</strong> andere<br />

Fachinformationen wie Markt- <strong>und</strong> Branchenanalysen, Firmenprofile<br />

<strong>und</strong> Finanzinformationen. Sie recherchieren im<br />

Internet, in Spezialdatenbanken <strong>und</strong> Archiven oder auch<br />

über das Telefon. Das erhaltene Wissen präsentieren sie<br />

je nach Auftragsstellung den K<strong>und</strong>en/-innen oder anderen<br />

Interessenten/-innen in der geforderten aufbereiteten<br />

Form. Infobroker/-innen koordinieren die relevanten Informationen<br />

<strong>und</strong> optimieren die Informationsbeschaffung.<br />

--<br />

Eine berufliche Fortbildung<br />

im Bereich Informationsvermittlung<br />

<strong>und</strong> -management<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium der Informationswissenschaften<br />

J ournalist/-in<br />

Journalisten/-innen unterrichten die Öffentlichkeit<br />

über die Ereignisse des politischen, gesellschaftlichen,<br />

wirtschaftlichen <strong>und</strong> kulturellen Lebens. Sie beschaffen<br />

bzw. recherchieren Informationen, bearbeiten ihnen<br />

zugehende Meldungen <strong>und</strong> verarbeiten diese zu Nachrichten,<br />

Kommentaren, Artikeln, aber auch Fernseh-,<br />

Hörfunk- oder Internetreportagen. Tätigkeitsbereiche für<br />

Journalisten/-innen sind Verlage, Agenturen, Hörfunk,<br />

Fernsehen, Internet sowie Pressestellen von Wirtschaft<br />

<strong>und</strong> Verwaltung. Selbstständige Journalisten/-innen sind<br />

darüber hinaus in Pressestellen, PR-Agenturen oder Multimediaagenturen<br />

tätig. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten<br />

auch PR-Abteilungen von Industrie- <strong>und</strong> Handelsunternehmen<br />

aller Branchen.<br />

--<br />

Z. B. eine schulische Ausbildung<br />

an einer Journalistenschule<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium an einer<br />

Universität oder Fachhochschule<br />

mit einem anschließenden<br />

Volontariat bei<br />

Zeitungs- oder Zeitschriftenverlagen,<br />

Hörfunk- oder<br />

Fernsehanstalten<br />

I nfografiker/-in<br />

Infografiker/-innen sind Fachleute, die an der Schnittstelle<br />

zwischen gesprochenem, gedrucktem Text <strong>und</strong><br />

bildlicher Darstellung arbeiten. Deshalb beherrschen<br />

sie journalistische Darstellungsformen ebenso gut wie<br />

grafisches Gestalten <strong>und</strong> modernes Zeitungsdesign. Sie<br />

erstellen erklärende Grafiken, Schaubilder <strong>und</strong> Karten<br />

für On- <strong>und</strong> Offlineprodukte, für das Fernsehen <strong>und</strong> für<br />

Printprodukte. Eigenständiges Recherchieren gehört<br />

ebenso zu den täglichen Aufgaben wie die Gestaltung<br />

von Zeitungsseiten oder Bildschirmen mit Text-, Foto- <strong>und</strong><br />

Grafikelementen. Sie nutzen professionelle Grafik- sowie<br />

Layoutprogramme <strong>und</strong> können überall dort arbeiten, wo<br />

Informationen klar, übersichtlich <strong>und</strong> optisch attraktiv<br />

vermittelt werden sollen. Dazu verbinden sie eine journalistische<br />

Denk- <strong>und</strong> Arbeitsweise mit grafischem Knowhow<br />

<strong>und</strong> dem fachgerechten Umgang mit Computern<br />

sowie moderner Software. Besonders in der Wirtschaftspresse<br />

sind Infografiker/-innen stark nachgefragt.<br />

--<br />

Z. B. ein Design- oder<br />

Grafikstudium oder auch<br />

--<br />

eine Ausbildung zum/zur<br />

Fotografen/-in<br />

Ein weiterer Zweig des Journalismus ist der sogenannte<br />

Datenjournalismus. Er nutzt die Entwicklung, dass durch<br />

die Digitalisierung ihrer Informations-, Kommunikations<strong>und</strong><br />

Arbeitsprozesse öffentliche Verwaltungseinrichtungen<br />

<strong>und</strong> Behörden sowie Wirtschaftsunternehmen<br />

<strong>und</strong> Institutionen eine immer größere Menge von Daten<br />

generieren <strong>und</strong> diese zur Verfügung stellen. Die Arbeit der<br />

Datenjournalisten/-innen besteht einerseits darin, diese zu<br />

recherchieren <strong>und</strong> in ihnen eine Geschichte zu finden, <strong>und</strong><br />

andererseits sie so aufzubereiten, dass sie leicht erfassbar<br />

<strong>und</strong> damit begreifbar werden. Datenjournalismus ist im<br />

Bereich des Onlinejournalismus angesiedelt.<br />

132<br />

133


<strong>Medien</strong>berufe<br />

K ameraassistent/-in<br />

Kameraassistenten/-innen unterstützen die Kameraleute<br />

in handwerklich-technischer <strong>und</strong> in organisatorischer<br />

Hinsicht bei Film-, Fernseh- <strong>und</strong> Videoproduktionen.<br />

Sie besorgen alle erforderlichen Geräte, beispielsweise<br />

über Verleihbetriebe. Während der Dreharbeiten<br />

assistieren sie den Kameraleuten <strong>und</strong> stellen zum Beispiel<br />

Blenden ein bzw. kontrollieren Objektiv- <strong>und</strong> Blendeneinstellungen,<br />

wechseln Filmkassetten <strong>und</strong> wirken beim Auf-,<br />

Ab- <strong>und</strong> Umbau der Kamera <strong>und</strong> des Kamerazubehörs<br />

mit. Kameraassistenten/-innen sind in R<strong>und</strong>funkanstalten<br />

<strong>und</strong> Filmproduktionsfirmen tätig.<br />

--<br />

Mindestens eine abgeschlossene<br />

Berufsausbildung<br />

in einem einschlägigen<br />

Ausbildungsberuf,<br />

insbesondere Fotograf/-in,<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild<br />

<strong>und</strong> Ton oder Film- <strong>und</strong><br />

Videoeditor/-in, sowie<br />

--<br />

Berufserfahrung oder gegebenenfalls<br />

ein einjähriges<br />

Praktikum in einem filmoder<br />

fernsehtechnischen<br />

Betrieb<br />

(auch EB-Kameraleute genannt) aktuelle Themen live<br />

auf. Vielfach wird das Bild sofort übertragen, zum Beispiel<br />

bei Nachrichtensendungen oder Sportübertragungen.<br />

Kameraleute spezialisieren sich z. B. auf die Mitarbeit an<br />

Spiel- <strong>und</strong> Kinofilmen, auf die aktuell-dokumentarische<br />

Berichterstattung oder auf die Übertragung von Livesendungen.<br />

Sie können sich auch auf die Aufnahme von Auftrags-,<br />

Schulungs-, Lehr- <strong>und</strong> Werbefilmen, Videofilmen<br />

oder -clips, Werbespots oder auf Trickaufnahmen konzentrieren.<br />

Andere fokussieren eine Tätigkeit als Steadicam-<br />

Operator.<br />

K ameramann/-frau<br />

Kameraleute arbeiten künstlerisch <strong>und</strong> technisch<br />

bei der Herstellung von Filmen mit. Sie führen die Kameras<br />

bei der Aufnahme von Spiel- <strong>und</strong> Dokumentarfilmen,<br />

Fernsehserien <strong>und</strong> aktuellen Ereignissen, bei der Übertragung<br />

von Sportveranstaltungen <strong>und</strong> Shows sowie bei<br />

der Aufzeichnung von Fernsehsendungen. Hier sind sie<br />

verantwortlich für die Bild- <strong>und</strong> Lichtgestaltung. Sie müssen<br />

mit den einzelnen Kameratypen, den Filmmaterialien<br />

sowie den Einsatzmöglichkeiten der technischen Hilfsmittel<br />

<strong>und</strong> Tricks vertraut sein. Bei der Produktion von Spieloder<br />

Fernsehfilmen arbeiten Kameraleute eng mit der<br />

Regie zusammen <strong>und</strong> setzen deren Vorstellungen optisch<br />

um. Die einzelnen Szenen werden meist nicht in chronologischer<br />

Reihenfolge gedreht, sondern nach einem<br />

möglichst effektiven Drehplan. Jede Einstellung der<br />

Kamera muss dabei neu eingerichtet <strong>und</strong> ausgeleuchtet<br />

werden. Anders ist es bei der sogenannten elektronischen<br />

Berichterstattung (EB): Hier nehmen die Kameraleute<br />

--<br />

Eine schulische Ausbildung<br />

an einer Film- oder Fernsehakademie<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium an einer<br />

Kunsthochschule mit z. B.<br />

einem anschließenden<br />

Volontariat bei einer Filmoder<br />

Fernsehanstalt<br />

K aufmann/-frau<br />

für audiovisuelle <strong>Medien</strong><br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Dieser Beruf umfasst medienspezifische <strong>und</strong> kaufmännische<br />

Tätigkeiten. Kaufleute für AV-<strong>Medien</strong> planen AV-<br />

Produktionen, erstellen Marktanalysen, Investitions- <strong>und</strong><br />

Finanzplanungen bezüglich geplanter Produktionen,<br />

beschaffen die erforderlichen Rechte, disponieren die<br />

verschiedenen Produktionsmittel, realisieren AV-Produktionen<br />

unter Beachtung wirtschaftlicher Gesichtspunkte,<br />

verwerten <strong>und</strong> vertreiben die Produktionen, rechnen<br />

Honorare <strong>und</strong> Lizenzen ab <strong>und</strong> berechnen den wirtschaftlichen<br />

Erfolg. Kaufleute für AV-<strong>Medien</strong> können bei<br />

allen Unternehmen der AV-Branche arbeiten, z. B. Film<strong>und</strong><br />

Fernsehproduktionen, R<strong>und</strong>funk, Musikproduktionen,<br />

Tonstudios oder Multimediafirmen.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

134<br />

135


<strong>Medien</strong>berufe<br />

K<br />

aufmann/-frau für<br />

Marketingkommunikation<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Kaufleute für Marketingkommunikation arbeiten insbesondere<br />

in den Bereichen klassische Werbung, Direktmarketing,<br />

Öffentlichkeitsarbeit, Verkaufsförderung, Event,<br />

Sponsoring <strong>und</strong> Multimedia. Wenn sie in Agenturen <strong>und</strong><br />

Beratungsunternehmen tätig sind, beraten sie K<strong>und</strong>en/<br />

-innen in Fragen der Marketingkommunikation. Sie beobachten<br />

<strong>und</strong> analysieren Märkte, bestimmen Zielgruppen<br />

<strong>und</strong> entwickeln auf Gr<strong>und</strong>lage der Ergebnisse Kommunikationskonzepte<br />

sowohl für integrierte, also medienübergreifende<br />

Kampagnen, als auch für Einzelmaßnahmen.<br />

Kaufleute für Marketingkommunikation steuern die<br />

gesamte Umsetzung der Maßnahmen: Sie organisieren<br />

<strong>und</strong> kontrollieren nicht nur die kreative Arbeit sowie das<br />

Budget <strong>und</strong> die Herstellungsprozesse, sondern planen<br />

auch den Einsatz der verschiedenen <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> sichern<br />

die Qualität der erbrachten Leistungen. Schließlich entwickeln<br />

sie vertragliche Gr<strong>und</strong>lagen für die Zusammenarbeit<br />

(z. B. mit Agenturen) <strong>und</strong> den Erwerb von Rechten<br />

<strong>und</strong> Lizenzen.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

kaufmännische <strong>Medien</strong>assistenten/-innen eigene <strong>Medien</strong>projekte,<br />

wie z. B. Zeitschriften, Webseiten, Werbekonzepte<br />

oder Audio- <strong>und</strong> Videoprojekte <strong>und</strong> erlernen<br />

dabei kaufmännische Tätigkeiten. Diese berufsfachschulische<br />

Ausbildung bildet eine hervorragende Gr<strong>und</strong>lage<br />

für eine anschließende duale Ausbildung in kaufmännischen<br />

<strong>Berufe</strong>n wie Kaufmann/-frau für audiovisuelle<br />

<strong>Medien</strong>, Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation,<br />

<strong>Medien</strong>kaufmann/-frau Digital <strong>und</strong> Print.<br />

Foto: iStock © Jacob Ammentorp L<strong>und</strong><br />

K<br />

aufmännische/-r <strong>Medien</strong>assistent/-in,<br />

staatlich geprüfte/-r<br />

Staatlich geprüfte kaufmännische <strong>Medien</strong>assistenten/<br />

-innen erwerben während ihrer zweijährigen berufsfachschulischen<br />

Ausbildung Kenntnisse in folgenden<br />

Bereichen: Planung, Umsetzung <strong>und</strong> Kontrolle von<br />

<strong>Medien</strong>projekten, Anwendung medien- <strong>und</strong> berufsspezifischer<br />

Software, Präsentation sowie kaufmännisches<br />

Wissen. Während der Ausbildung planen <strong>und</strong> realisieren<br />

Meist ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder ein als<br />

gleichwertig anerkannter<br />

Abschluss<br />

K ommunikationsdesigner/-in<br />

Kommunikationsdesigner/-innen gestalten Werbung.<br />

Sie sind zwischen dem Hersteller einer Ware <strong>und</strong><br />

dem Verbraucher positioniert. Im Gegensatz zu Grafikdesignern/-innen,<br />

die sich hauptsächlich um die Visualisierung<br />

einer Idee kümmern, sind Kommunikationsdesigner/<br />

-innen auch für die Konzeption verantwortlich. Ihre De -<br />

signkonzepte resultieren sowohl aus der Analyse sämtlicher<br />

Marketingfakten als auch aus den Vorstellungen des<br />

--<br />

Eine berufsfachschulische<br />

Ausbildung zum/zur Kommunikationsdesigner/-in<br />

oder<br />

--<br />

eine duale Ausbildung<br />

zum/zur Kaufmann/-frau<br />

für Marketingkommunikation<br />

oder zum/zur <strong>Medien</strong>gestalter/-in<br />

Digital <strong>und</strong><br />

Print oder<br />

--<br />

ein Kommunikationsdesignstudium<br />

136<br />

137


Auftraggebers <strong>und</strong> sind ausschließlich erfolgsorientiert.<br />

Für diesen Beruf ist künstlerisch-visuelles Talent ebenso<br />

erforderlich wie eine schnelle Auffassungsgabe, eine gute<br />

Allgemeinbildung <strong>und</strong> die Fähigkeit, Kreativität <strong>und</strong> wirtschaftliches<br />

Denken zu vereinen.<br />

Verbände <strong>und</strong> Organisationen aller Art. Beschäftigungsmöglichkeiten<br />

gibt es darüber hinaus z. B. in der Film- <strong>und</strong><br />

Video filmherstellung.<br />

<strong>Medien</strong>berufe<br />

K ommunikationswirt/-in<br />

Kommunikationswirte/-innen sind im Werbe- <strong>und</strong><br />

Marketingbereich tätig. Sie konzipieren <strong>und</strong> realisieren<br />

z. B. Marketingstrategien, Werbe- <strong>und</strong> Imagekampagnen<br />

sowie PR-Maßnahmen für Unternehmen, Parteien,<br />

Verbände <strong>und</strong> sonstige Organisationen. Ihre Aufgaben<br />

reichen von der K<strong>und</strong>enberatung über die Erarbeitung<br />

von Marketingkonzepten <strong>und</strong> Werbestrategien bis hin<br />

zur Durchführung von Reichweitenanalysen für die Werbewirtschaft.<br />

Kommuni ka tions wirte/-innen werden als<br />

Produktmanager/-innen, K<strong>und</strong>en bera ter/-innen, Kon zeptio<br />

ner/-innen, Produktioner/-innen (Werbeabteilung oder<br />

Verlag) oder Marketingfachleute eingesetzt.<br />

--<br />

Eine kaufmännische<br />

Ausbildung oder<br />

--<br />

das (Fach-)Abitur mit<br />

Praktikum oder<br />

--<br />

ein entsprechendes Studium<br />

an einer Universität oder<br />

Fachhochschule<br />

K ontakter/-in<br />

Kontakter/-innen arbeiten meist in Agenturen <strong>und</strong><br />

beraten dort in erster Linie K<strong>und</strong>en/-innen, deren Werbeetats<br />

sie verantworten. Sie müssen sich mit der Branche<br />

<strong>und</strong> den Produkten der Auftraggeber auskennen, wissen,<br />

welche Bedürfnisse der Handel an die Werbewirtschaft<br />

stellt <strong>und</strong> wie diese erfüllt werden können. Zu den Aufgaben<br />

gehören u. a.: Marktanalyse <strong>und</strong> Ausarbeitung von<br />

Kampagnen, Aufbau eines Vertrauensverhältnisses mit<br />

den K<strong>und</strong>en/-innen, Initiierung von Werbemaßnahmen<br />

<strong>und</strong> Weiterentwicklung laufender Kampagnen, Aufstellung<br />

eines jährlichen Werbeetats, Werbeerfolgskontrolle<br />

sowie Kalkulation <strong>und</strong> Abrechnung laufender Aufträge.<br />

Außerdem müssen Kontakter/-innen K<strong>und</strong>en/-innen an<br />

die Agentur heranführen.<br />

--<br />

Eine Ausbildung in der Absatz-<br />

<strong>und</strong> Werbewirtschaft,<br />

z. B. als Kaufmann/-frau für<br />

Marketingkommunikation<br />

oder<br />

--<br />

eine Fortbildung oder ein<br />

Studium der Betriebswirtschaft<br />

mit Schwerpunkt<br />

Marketing oder Werbung<br />

K ommunikationswissenschaftler/-in<br />

Kommunikationswissenschaftler/-innen befassen<br />

sich mit der Erforschung sowie mit der praktisch-technischen<br />

Umsetzung von Kommunikationsprozessen. In<br />

diesen Bereichen sind sie vorwiegend tätig: in der Lehre<br />

an Universitäten, in Forschung <strong>und</strong> Entwicklung, in der<br />

PR- <strong>und</strong> Unternehmensberatung, in der Werbegestaltung,<br />

in der Markt- <strong>und</strong> Meinungsforschung, bei R<strong>und</strong>funkanstalten,<br />

Verlagen, Softwareanbietern oder im Bereich<br />

Werbung <strong>und</strong> PR für politische Parteien, Vereinigungen,<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Studium der Kommunikationswissenschaften<br />

K onzeptioner/-in<br />

Die Aufgabe von Konzeptionern/-innen im Bereich<br />

der Onlinewirtschaft besteht darin, K<strong>und</strong>enwünsche in ein<br />

schlüssiges Konzept umzusetzen, welches die Gr<strong>und</strong>lage<br />

für das gesamte Produkt darstellt. Konzeptioner/-innen<br />

legen die gedankliche Struktur fest <strong>und</strong> entwickeln daraus<br />

die Interaktionsstruktur für eine Webseite. Sie definieren<br />

die Anforderungen an Bilder, Texte, Animationen <strong>und</strong><br />

So<strong>und</strong>s, damit eine Internetpräsenz entsteht, mit der die<br />

K<strong>und</strong>en/-innen ihr Ziel am besten erreichen können. Ihre<br />

--<br />

Eine journalistische oder<br />

kaufmännische Ausbildung<br />

sowie<br />

--<br />

einschlägige Branchenerfahrung<br />

im Bereich Web -<br />

gestaltung<br />

138<br />

139


<strong>Medien</strong>berufe<br />

Aufgabe ist es auch, eine unkomplizierte <strong>und</strong> ansprechende<br />

Benutzerführung zu entwickeln, indem sie Links festsetzen,<br />

die die User/-innen zu den gewünschten Inhalten führen.<br />

Konzeptioner/-innen entwerfen einen insgesamt stimmigen<br />

Onlineauftritt, der die unterschiedlichen Bedürfnisse<br />

von K<strong>und</strong>en/-innen, End k<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong> produzierender<br />

Agentur – auch bei allen nachträglichen Projektänderungen<br />

– unter einen Hut bringt. Vor aus setzungen<br />

für diese Tätigkeiten sind Kreativität, Schreibtalent, analytisches<br />

Denk- <strong>und</strong> Abstraktionsvermögen sowie Kommunikationsfähigkeit<br />

<strong>und</strong> Teamgeist.<br />

K ulturmanager/-in<br />

Kulturmanager/-innen planen, entwickeln <strong>und</strong> steuern<br />

Kulturprojekte oder Kultur- <strong>und</strong> Freizeiteinrichtungen.<br />

Sie pflegen Kontakte zu Künstlern/-innen, K<strong>und</strong>en/-innen<br />

<strong>und</strong> externen Dienstleistern. Zu ihren Aufgaben gehören<br />

auch die Mitarbeiterführung in Kulturbetrieben, Galerien<br />

<strong>und</strong> Museen sowie die Geschäftsführung in kulturellen<br />

Einrichtungen oder Vereinigungen. Sie arbeiten bei Theater-<br />

<strong>und</strong> Konzertveranstaltern, in Opern- <strong>und</strong> Schauspielhäusern,<br />

aber auch in Vergnügungs- <strong>und</strong> Freizeitparks.<br />

Ebenso kommen Kulturreferate bzw. -ämter <strong>und</strong> -vereine<br />

sowie Stiftungen als Arbeitgeber infrage.<br />

--<br />

Z. B. eine schulische berufliche<br />

Aus- oder Weiterbildung<br />

oder<br />

--<br />

ein Hochschulabschluss im<br />

Bereich Kulturmanagement<br />

K ostümbildner/-in<br />

Kostümbildner/-innen entwerfen Kostüme für Opern,<br />

Theater-, Film-, Fernseh- <strong>und</strong> Werbefilmproduktionen,<br />

die nach ihren Vorgaben hergestellt, angekauft, gemietet<br />

oder geändert werden. Dabei berücksichtigen sie sowohl<br />

dramaturgisch-künstlerische Gesichtspunkte als auch die<br />

Vorstellungen der Regie <strong>und</strong> Redaktion. Auswahl <strong>und</strong> Entwurf<br />

basieren auf Besprechungen mit Regie, Kamera <strong>und</strong><br />

Ausstattung (Filmarchitekt/-in), in die sie eigene Vorschläge<br />

einbringen. Außerdem betreuen Kostüm bild ner/-innen die<br />

Anfertigung, Auswahl <strong>und</strong> Beschaffung von Kostümen <strong>und</strong><br />

sonstiger Fertigkleidung sowie den Etat dieses Bereichs. Bei<br />

einer Film- oder Fernsehproduktion sind Kostümbildner/<br />

-innen für die Organisation ihrer Abteilung (Schneider/-in,<br />

Gewandmeister/-in, Garderobier/-e) verantwortlich.<br />

--<br />

Eine Ausbildung an einer<br />

Modefachschule oder<br />

--<br />

eine abgeschlossene Ausbildung<br />

als Schneider/-in<br />

<strong>und</strong> langjährige Praxis im<br />

Bereich Theater, Fernsehen<br />

<strong>und</strong> Film<br />

Foto: iStock © pixdeluxe<br />

L abelmanager/-in<br />

Labelmanager/-innen arbeiten im Bereich der Musikproduktion<br />

<strong>und</strong> des Musikvertriebs in Plattenfirmen – als<br />

Promoter/-innen, Label-, Artists- and Repertoire- (A & R)<br />

oder Produktmanager/-innen. Manche wagen auch den<br />

Schritt in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Label.<br />

--<br />

Meist der mittlere<br />

Schulabschluss oder das<br />

(Fach-)Abitur <strong>und</strong><br />

--<br />

erste Erfahrungen im<br />

Musikgeschäft<br />

140<br />

141


Im Rahmen ihrer Arbeit bei Plattenfirmen wählen sie<br />

Künstler/-innen aus, erstellen Marketingpläne oder konzipieren<br />

Promotion aktionen für eine Veröffentlichung <strong>und</strong><br />

setzen diese um.<br />

Da dieser Tätigkeit koordinierende Funktion zukommt,<br />

werden Erfahrung <strong>und</strong> Fähigkeiten im Bereich Projektmanagement<br />

benötigt.<br />

<strong>Medien</strong>berufe<br />

L ayouter/-in<br />

Layouter/-innen entwerfen <strong>und</strong> gestalten den (Bildschirm-)Seitenaufbau<br />

von Druck- <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>seiten aller<br />

Art. Layouter/-innen arbeiten in Betrieben, in denen Texte,<br />

Bilder <strong>und</strong> Grafiken zu Vorlagen für die Print- <strong>und</strong> Nonprintmedienproduktion<br />

gefertigt werden. In der Regel<br />

sind dies Setzereien, Textverarbeitungsbetriebe, aber<br />

auch Druckereien. Darüber hinaus sind Layouter/-innen<br />

in allen Bereichen der Informationsverarbeitung tätig, beispielsweise<br />

in Verlagen, Grafikbüros, Werbe- <strong>und</strong> Mediaagenturen<br />

sowie in Werbeabteilungen größerer Unternehmen.<br />

--<br />

Ein Abschluss in einem<br />

einschlägigen Ausbildungsberuf<br />

sowie<br />

--<br />

Berufserfahrung, das Vorlegen<br />

eigener Gestaltungsarbeiten<br />

sowie<br />

--<br />

das Bestehen der Aufnahme<br />

prüfung für die<br />

Fortbildung<br />

M arketingassistent/-in<br />

Je nach Branche oder Unternehmensausrichtung<br />

übernehmen Marke ting assis ten ten/ -innen unterschiedliche,<br />

jedoch spezifische Aufgaben wie die Konzeption<br />

<strong>und</strong> Umsetzung von K<strong>und</strong>en- <strong>und</strong> Unternehmensrepräsentationen,<br />

Messen <strong>und</strong> anderen Marketingveranstaltungen.<br />

Aber auch die Durchführung von Mailingaktionen,<br />

Öffentlichkeitsarbeit, Organisation <strong>und</strong> die<br />

Gestaltung von Werbemaßnahmen gehören zu ihrem<br />

Aufgabenprofil. Ferner arbeiten sie bei der strategischen<br />

<strong>und</strong> konzeptionellen Weiterentwicklung des jeweiligen<br />

unternehmerischen Marketingbereichs mit <strong>und</strong> arbeiten<br />

eng mit K<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong> Agenturen zusammen.<br />

--<br />

Eine kaufmännische<br />

Berufsausbildung, z. B. als<br />

Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation<br />

oder<br />

--<br />

eine einschlägige Fortbildung<br />

oder ein betriebswirtschaftliches<br />

Studium<br />

mit den Schwerpunkten<br />

Marketing <strong>und</strong> Vertrieb<br />

L ektor/-in<br />

Lektoren/-innen lesen, prüfen <strong>und</strong> redigieren<br />

Manuskripte <strong>und</strong> stehen dabei meist in engem Kontakt<br />

zu den Autoren/-innen. Je nach Position entwickeln sie<br />

auch neue Produktideen <strong>und</strong> betreuen deren Umsetzung.<br />

Sie sind die entscheidende Instanz zwischen Autor/<br />

-in <strong>und</strong> Manuskript <strong>und</strong> dem publizierten Text. Während<br />

ihrer Arbeit nehmen sie orthografische <strong>und</strong> stilistische<br />

Korrekturen vor <strong>und</strong> überprüfen den Inhalt auf Kohärenz<br />

<strong>und</strong> Richtigkeit. Im Verlag fest angestellt, vermitteln<br />

sie zwischen den einzelnen Abteilungen Vertrieb,<br />

Marketing, Presse, Herstellung <strong>und</strong> dem freien Lektorat.<br />

--<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Studium der Geisteswissenschaften<br />

oder<br />

--<br />

je nach Ausrichtung des<br />

(Fach-)Verlags auch andere<br />

Studiengänge, z. B. mit<br />

technischer, naturwissenschaftlicher,<br />

medizinischer<br />

oder künstlerischer<br />

Ausrichtung<br />

M arketingkommunikationswirt/-in<br />

Marketingkommunikationswirte/-innen erstellen<br />

Marketingkonzepte für die vom Unternehmen zu<br />

verkaufenden Produkte <strong>und</strong> Dienstleistungen. Dabei<br />

müssen neben Produkt-, Distributions- <strong>und</strong> Preispolitik<br />

auch Werbung <strong>und</strong> Verkaufsförderung als Gr<strong>und</strong>lage für<br />

absatzpolitische Entscheidungen berücksichtigt werden.<br />

Marketing kom mu ni ka tions wirte/-innen arbeiten häufig<br />

mit einschlägigen externen Institutionen wie Marktforschungsinstituten<br />

oder Werbeagenturen zusammen<br />

<strong>und</strong> setzen Marketingkon zeptionen eigen- oder mitverantwortlich<br />

in die Praxis um. Dabei müssen sie die in<br />

--<br />

Meist ein mittlerer Schulabschluss<br />

sowie eine erfolgreich<br />

absolvierte kaufmännische<br />

Ausbildung (z. B.<br />

als Kaufmann/-frau für<br />

Marketingkommunikation<br />

oder als <strong>Medien</strong>-, Groß<strong>und</strong><br />

Außenhandels- oder<br />

Industriekaufmann/-frau)<br />

oder<br />

--<br />

das (Fach-)Abitur mit<br />

studienbegleitendem<br />

Praktikum oder Volontariat<br />

in den Bereichen Werbung,<br />

PR <strong>und</strong> Marketing<br />

142<br />

143


<strong>Medien</strong>berufe<br />

ständigem Wandel begriffenen Marktgegebenheiten<br />

im Auge behalten. Auch die Schulung von (Vertriebs-)<br />

Mitarbeitern/-innen kann zu ihren Aufgaben gehören.<br />

M arketingmanager/-in<br />

Marketingmanager/-innen erstellen Marketingkonzepte<br />

für die vom Unternehmen zu verkaufenden<br />

Produkte <strong>und</strong> Dienstleistungen. Dabei müssen neben<br />

Produkt-, Distributions- <strong>und</strong> Preispolitik auch Werbung<br />

<strong>und</strong> Verkaufsförderung als Gr<strong>und</strong>lage für absatzpolitische<br />

Entscheidungen berücksichtigt werden. Sie arbeiten häufig<br />

mit einschlägigen externen Institutionen wie Marktforschungsinstituten<br />

oder Werbeagenturen zusammen <strong>und</strong><br />

setzen Marketingkonzeptionen eigen- oder mitverantwortlich<br />

in die Praxis um. Dabei passen sie diese fortlaufend<br />

an sich verändernde Marktgegebenheiten an. Auch<br />

die Schulung von (Vertriebs-)Mitarbeitern/-innen kann<br />

zu ihren Aufgaben gehören. Im Bereich des technischen<br />

Marketingmanagements benötigen Marketingmanager/<br />

-innen branchenspezifische Produktkenntnisse, deshalb<br />

können hier auch z. B. Ingenieure/-innen tätig werden.<br />

Als Trade-Marketingmanager/-innen überzeugen sie den<br />

Handel davon, die Produkte des Unternehmens ins Sortiment<br />

aufzunehmen bzw. zu vertreiben <strong>und</strong> stellen die<br />

entsprechenden Werbe- <strong>und</strong> Präsentationsmaterialien zur<br />

Verfügung. Sind sie als Affinity-Manager/-innen beschäftigt,<br />

bahnen sie die Zusammenarbeit mit (neuen) Kooperationspartnern<br />

an, um gemeinsame Marketingprogramme<br />

zu realisieren. Sie koordinieren diese Programme,<br />

setzen sie um <strong>und</strong> führen die Erfolgsanalyse durch.<br />

--<br />

Ein betriebswirtschaftliches<br />

Studium mit dem Schwerpunkt<br />

Marketing oder<br />

--<br />

eine kaufmännischbetriebswirtschaftliche<br />

Fortbildung, z. B. als<br />

Fachkaufmann/-frau für<br />

Marketing<br />

M askenbildner/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Maskenbildner/-innen sind in Theatern, Film- oder Fernsehstudios<br />

tätig. Dort geben sie den Darstellern/-innen<br />

das Aussehen, das diese für eine bestimmte Rolle <strong>und</strong><br />

Aufführung benötigen. Sie fertigen in Absprache mit den<br />

Verantwortlichen für Regie, Bühnen- <strong>und</strong> Kostümbild ein<br />

maskenbildnerisches (Gesamt-)Konzept an, das zum Stil<br />

einer Produktion passt. Zur Maske können auch Perücken,<br />

Haarteile, Bärte, Fantasie- oder Tiermasken gehören, die<br />

die Maskenbildner/-innen entwerfen, anfertigen <strong>und</strong> den<br />

Darstellern/-innen anpassen. Darüber hinaus gestalten<br />

<strong>und</strong> realisieren sie Spezialeffekte wie Hautveränderungen,<br />

Aktionsverletzungen <strong>und</strong> Deformationen. Die eigentliche<br />

Maske für den Auftritt, das Schminken der Künstler/-innen<br />

in verschiedenen Techniken (Beauty, Charakter, Alter oder<br />

Ethnien), das Anpassen von Perücken, Glatzen oder plastischen<br />

Teilen, erfolgt jeweils vor Beginn der Vorstellung<br />

bzw. der Dreharbeiten. Bei dieser Tätigkeit sind manuelles<br />

Geschick <strong>und</strong> künstlerisches Einfühlungsvermögen<br />

ebenso erforderlich wie Sensibilität im Umgang mit Menschen<br />

<strong>und</strong> die Bereitschaft, ungeregelte Arbeitszeiten zu<br />

akzeptieren.<br />

Eine abgeschlossene<br />

Ausbildung als Friseur/-in<br />

<strong>und</strong> ein Volontariat an<br />

Theatern sowie Film- <strong>und</strong><br />

Fernsehstudios<br />

Foto: iStock © pixdeluxe<br />

144<br />

145


<strong>Medien</strong>berufe<br />

M ediaplaner/-in<br />

Mediaplaner/-innen planen Werbekampagnen<br />

mit dem Ziel, ein Höchstmaß an Zielgruppenkontakten<br />

<strong>und</strong> Werbewirkung zur geeigneten Zeit <strong>und</strong> bei geringsten<br />

Kosten zu erreichen. Sie überprüfen alle Markt- <strong>und</strong><br />

Media analysen hinsichtlich der Zielgruppen, analysieren<br />

die Mediaaktivitäten von Konkurrenzunternehmen <strong>und</strong><br />

entwickeln daraufhin eine Mediastrategie mit konkreten<br />

Angaben zu Zielpersonen, Werbeetat, Werbezeitraum,<br />

Einsatzregion, Kontaktdichte, Reichweite, Werbemittel<br />

<strong>und</strong> Werbeträger. Sie bewerten <strong>und</strong> wählen Werbeträger<br />

aus, erstellen Streupläne für deren zeitlichen <strong>und</strong> regionalen<br />

Einsatz <strong>und</strong> führen Maßnahmen zur Erfolgskontrolle<br />

durch. Das versetzt sie in die Lage, ihren K<strong>und</strong>en/-innen<br />

konkret raten zu können, in welchen <strong>Medien</strong> (Zeitschriften,<br />

R<strong>und</strong>funk, Fernsehen, Internet) sie ihre Werbung platzieren<br />

sollten. Sie stellen auch sicher, dass ein Werbespot<br />

im Fernsehen zur richtigen Zeit <strong>und</strong> im Zusammenhang<br />

mit der richtigen Sendung geschaltet wird.<br />

M edienbetriebswirt/-in<br />

<strong>Medien</strong>betriebswirte/-innen finden ihre Arbeitsbereiche<br />

in der gesamten <strong>Medien</strong>branche, im Verlagswesen,<br />

bei Fernseh- <strong>und</strong> R<strong>und</strong>funkanstalten, Film- <strong>und</strong><br />

Videoproduktionsgesellschaften oder Internetagenturen.<br />

An der Schnittstelle zwischen Kommunikation, <strong>Medien</strong>technik<br />

<strong>und</strong> Marketing befassen sie sich z. B. mit der Konzeption,<br />

Planung, Gestaltung <strong>und</strong> Installation von <strong>Medien</strong><br />

für unterschiedliche betriebliche Belange. Dabei kann es<br />

sich um den zielgerechten Einsatz von Internet, Intranet,<br />

Datenbanken oder Filmen für die interne oder externe<br />

Kommunikation handeln <strong>und</strong> zudem auch um den<br />

--<br />

Eine kaufmännische<br />

Ausbildung in der <strong>Medien</strong>wirtschaft<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium in den<br />

Bereichen <strong>Medien</strong>management,<br />

Werbung, Marketing<br />

oder<br />

--<br />

eine Fortbildung mit dem<br />

Schwerpunkt <strong>Medien</strong> <strong>und</strong><br />

Kommunikation<br />

Für die Weiterbildung meist<br />

das (Fach-)Abitur <strong>und</strong><br />

erste Erfahrungen in der<br />

<strong>Medien</strong>brache<br />

Aufbau <strong>und</strong> die Betreuung des E-Commerce-Bereichs. Bei<br />

der Herstellung von Filmen, Videos, CD-ROMs, interaktiven<br />

<strong>und</strong> multimedialen Dienstleistungen oder Hörfunkbeiträgen<br />

sind <strong>Medien</strong>betriebswirte/-innen in der Organisation<br />

oder Projektleitung tätig. Weitere Aufgabenfelder finden<br />

sie im Marketing <strong>und</strong> Vertrieb von <strong>Medien</strong>produkten, in<br />

der K<strong>und</strong>enberatung oder in der Systembetreuung technischer<br />

<strong>Medien</strong>bereiche.<br />

M ediendesigner/-in<br />

In der Informations- <strong>und</strong> Kommunikationsbranche<br />

planen <strong>und</strong> gestalten <strong>Medien</strong>designer/-innen die multimediale<br />

Kommunikation für Produkt- oder Imagekampag<br />

nen bzw. -maßnahmen. Sie entwerfen das Design von<br />

Printprodukten, Internetauftritten, Videos oder Filmen<br />

unter Beachtung der redaktionellen, technischen, finanziellen<br />

<strong>und</strong> produktspezifischen Anforderungen. Dabei<br />

beraten sie K<strong>und</strong>en/-innen bei der visuellen Umsetzung<br />

ihrer Wünsche <strong>und</strong> Vorstellungen. Sie fertigen Entwürfe<br />

an, wählen das Medium, Gestaltungsmittel sowie Materialien<br />

aus <strong>und</strong> kalkulieren die Kosten. Ihre Entwürfe besprechen<br />

sie mit den K<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong> setzen sie entsprechend<br />

abgeändert in reproduktionsfähige Formen um.<br />

Anschließend kontrollieren sie die gegebenenfalls auch<br />

extern stattfindende Produktion. Für die kompetente<br />

K<strong>und</strong>enberatung beobachten sie laufend die bestehenden<br />

<strong>und</strong> sich entwickelnden Trends.<br />

--<br />

Ein abgeschlossenes<br />

<strong>Medien</strong>designstudium<br />

an Berufs akademien mit<br />

Bachelorabschluss oder<br />

--<br />

Ein Studium im Bereich<br />

<strong>Medien</strong>design an einer<br />

Fachhochschule oder<br />

Universität<br />

146<br />

147


<strong>Medien</strong>berufe<br />

edienfachwirt/-in, geprüfte/-r<br />

M (Aufstiegsfortbildung)<br />

<strong>Medien</strong>fachwirte/-innen übernehmen qualifizierte Fach-<br />

<strong>und</strong> Führungsaufgaben in Unternehmen der Druck- <strong>und</strong><br />

<strong>Medien</strong>wirtschaft, in Verlagen <strong>und</strong> bei <strong>Medien</strong>dienstleistern.<br />

Zu ihren Aufgabengebieten zählen die Erstellung<br />

von Marketingkonzepten <strong>und</strong> Kalkulationen, die Konzeption<br />

sowie Organisation von Projekten <strong>und</strong> Produkten,<br />

Prozessoptimierung, K<strong>und</strong>enberatung, Qualitätsmanagement<br />

sowie die Führung von Mitarbeitern/-innen. Um<br />

den verschiedenen Branchen in der <strong>Medien</strong>wirtschaft<br />

gerecht zu werden, wird die Aufstiegsfortbildung in<br />

den zwei Fachrichtungen Print <strong>und</strong> Digital angeboten.<br />

Die Fortbildung erfolgt in der Regel berufsbegleitend an<br />

einem Weiterbildungsinstitut, z. B. bei der TLA Tele Learn-<br />

Aka demie (s. S. 251), die den Lehrgang im Online-/<br />

--<br />

Eine mit Erfolg abgelegte<br />

Abschlussprüfung in einem<br />

b<strong>und</strong>esweit anerkannten<br />

Ausbildungsberuf der Druck-,<br />

<strong>Medien</strong>- oder Verlagswirtschaft<br />

oder<br />

--<br />

eine mit Erfolg abgelegte<br />

Abschlussprüfung in einem<br />

sonstigen anerkannten<br />

Ausbildungsberuf plus einer<br />

mind. einjährigen, einschlägigen<br />

medienorientierten<br />

Berufspraxis oder<br />

--<br />

für Quereinsteiger/-innen:<br />

eine mindestens vierjährige<br />

medienorientierte Berufspraxis<br />

(über die Zulassung<br />

entscheidet die jeweils zuständige<br />

Einrichtung der IHK)<br />

Präsenzstudium anbietet. Die Fortbildung zum/zur<br />

<strong>Medien</strong> fach wirt/-in schließt mit einem Abschluss vor der<br />

jeweils zuständigen Einrichtung der Industrie- <strong>und</strong> Handelskammer<br />

ab.<br />

M<br />

ediengestalter/-in Bild <strong>und</strong> Ton<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-innen Bild <strong>und</strong> Ton erlernen die elektronische<br />

Produktion von Nachrichten <strong>und</strong> Magazinbeiträgen,<br />

Dokumentationen, Hörspielen, Werbespots,<br />

Lehrfilmen, Musikvideos sowie Multimediaprodukten. Im<br />

Mittelpunkt des Berufs steht das zu erstellende <strong>und</strong> zu<br />

bearbeitende Bild- <strong>und</strong> Tonprodukt. Während der Ausbildung<br />

lernen die Auszubildenden alle Herstellungsschritte<br />

kennen, von der Bild- <strong>und</strong> Tonaufnahme, Bildmischung,<br />

Bild- <strong>und</strong> Tonnachbearbeitung bis zur Wiedergabe.<br />

Neben technischen Qualifikationen gehören zu diesem<br />

Beruf insbesondere gestalterische <strong>und</strong> herstellungsorganisatorische<br />

Qualifikationen. Nach Ausbildungsabschluss<br />

sind Spezialisierungen, z. B. auf Bildmischung, Tontechnik,<br />

Schnitt (Cut) oder Kamera, über Assistenzen, eine Weiterbildung<br />

oder auch ein Studium möglich.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

<strong>Medien</strong>fachwirt/-in<br />

Industriemeister/-in Print<br />

» Staatlich anerkannte Aufstiegs fortbildung<br />

» Mehrfach ausgezeich nete Vorbereitung auf die<br />

Fachwirt- / Industriemeisterprüfung<br />

M<br />

ediengestalter/-in Digital <strong>und</strong> Print<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-innen Digital <strong>und</strong> Print visualisieren <strong>und</strong><br />

gestalten digitale <strong>und</strong> interaktive sowie gedruckte Informationsmittel<br />

wie CD-ROMs, DVDs, Computerspiele, Internetseiten,<br />

Zeitschriften, Plakate <strong>und</strong> Werbebroschüren.<br />

In weiteren Fachrichtungen beraten sie K<strong>und</strong>en/-innen,<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

» 18 Monate berufsbegleitend im Online-Studium<br />

www.medienfachwirt.com<br />

148<br />

149


<strong>Medien</strong>berufe<br />

entwickeln <strong>und</strong> präsentieren Konzepte <strong>und</strong> Kampagnen,<br />

erstellen Kalkulationen <strong>und</strong> Angebote, führen Projekte<br />

durch <strong>und</strong> erstellen fertige <strong>Medien</strong>produkte. Die Ausbildung<br />

dauert drei Jahre <strong>und</strong> erfolgt zu einem Drittel der<br />

Ausbildungszeit in einer der drei Fachrichtungen Beratung<br />

<strong>und</strong> Planung, Konzeption <strong>und</strong> Visualisierung oder<br />

Gestaltung <strong>und</strong> Technik.<br />

Fachrichtung Beratung <strong>und</strong> Planung<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-innen dieser Fachrichtung erstellen<br />

Kalkulationen, formulieren Angebote <strong>und</strong> schließen Verträge<br />

ab. Marketingaufgaben gehören ebenfalls zum<br />

Tätigkeitsbereich. Bei der Projektplanung übernehmen<br />

sie Teilaufgaben des Projektmanagements wie Personal-,<br />

Kosten- sowie Sachmittelplanung <strong>und</strong> Bearbeitung der<br />

Projektdaten. Die Ergebnisse visualisieren sie <strong>und</strong> stellen<br />

diese den K<strong>und</strong>en/-innen vor.<br />

Vorgesetzten (z. B. Artdirectors) oder den K<strong>und</strong>en/-innen.<br />

Um für jedes Produkt <strong>und</strong> jede Kampagne den richtigen<br />

Stil zu finden, recherchieren sie die Zielgruppen <strong>und</strong> deren<br />

Vorlieben sowie die entsprechenden <strong>Medien</strong>. Wenn das<br />

Konzept abgenommen wurde, bearbeiten sie die Text-,<br />

Grafik-, Audio- <strong>und</strong> Videodaten für die mediengerechte<br />

Weiterverarbeitung <strong>und</strong> erstellen in Kooperation mit<br />

anderen Abteilungen wie der Softwareentwicklung das<br />

fertige Produkt.<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-innen arbeiten in Unternehmen <strong>und</strong><br />

Agen turen der On- <strong>und</strong> Offlinemedien sowie der Werbe-,<br />

PR-, Event-, Kommunikations- <strong>und</strong> Marketingbranche, aber<br />

auch in den entsprechenden Abteilungen von Unternehmen,<br />

die nicht in der <strong>Medien</strong>branche tätig sind.<br />

Fachrichtung Gestaltung <strong>und</strong> Technik<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-innen dieser Fachrichtung erstellen<br />

<strong>und</strong> übernehmen z. B. Text-, Grafik-, Audio- <strong>und</strong> Videodaten<br />

<strong>und</strong> konvertieren sie für die entsprechende Weiternutzung.<br />

So können sie die gleichen <strong>Medien</strong>elemente<br />

in unterschiedlicher Aufbereitungsform für Printmedien,<br />

multimediale Produkte wie CD-ROMs <strong>und</strong> DVDs sowie<br />

interaktive Anwendungen <strong>und</strong> Internetseiten verwenden.<br />

Bevor ein Katalog in den Druck oder eine Internetseite<br />

online geht, stimmen sie ihre Arbeitsergebnisse mit den<br />

K<strong>und</strong>en/-innen ab <strong>und</strong> pflegen Korrekturen ein.<br />

Fachrichtung Konzeption <strong>und</strong> Visualisierung<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-innen dieser Fachrichtung entwickeln<br />

k<strong>und</strong>enspezifische Konzepte, setzen ihre Ideen <strong>und</strong><br />

Entwürfe am Bildschirm um <strong>und</strong> präsentieren sie ihren<br />

M edienkaufmann/-frau<br />

Digital <strong>und</strong> Print<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf )<br />

In den Bereichen Marketing <strong>und</strong> Vertrieb beraten <strong>Medien</strong>kaufleute<br />

Digital <strong>und</strong> Print K<strong>und</strong>en/-innen über <strong>Medien</strong>produkte<br />

sowie Dienstleistungen des Unternehmens <strong>und</strong><br />

arbeiten bei der Entwicklung <strong>und</strong> Umsetzung von Marketingkonzepten<br />

mit. Sie verkaufen bzw. erwerben Digital<strong>und</strong><br />

Printprodukte, Rechte <strong>und</strong> Lizenzen, beob achten<br />

die unterschiedlichen <strong>Medien</strong>märkte sowie die gesellschaftlichen<br />

Trends. Sie wirken außerdem bei der Produkt-<br />

<strong>und</strong> Programmplanung mit. Auch an der Gestaltung<br />

<strong>und</strong> Herstellung der <strong>Medien</strong>produkte sind sie beteiligt.<br />

Sie berechnen Produktions- <strong>und</strong> Vertriebskosten, führen<br />

Kalku lationen durch <strong>und</strong> wenden betriebliche Controllinginstrumente<br />

an.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

150<br />

151


<strong>Medien</strong>berufe<br />

edienmanager/-in (Media Manager)<br />

M <strong>Medien</strong>manager/-innen arbeiten in <strong>Medien</strong>unternehmen,<br />

Verlagen, der Marktforschung, PR- <strong>und</strong> Werbeagenturen,<br />

bei Parteien <strong>und</strong> Verbänden, Behörden <strong>und</strong><br />

anderen Organisationen. Sie führen wissenschaftliche<br />

Untersuchungen durch oder geben sie in Auftrag. Sie<br />

sammeln Informationen, bereiten sie auf <strong>und</strong> setzen sie<br />

in Beiträge, zum Beispiel für das Fernsehen, um. Sie sind<br />

tätig im Bereich der Konzeption, Planung <strong>und</strong> Organisation.<br />

Durch die ständig zunehmende Bedeutung der elektronischen<br />

<strong>Medien</strong> sind <strong>Medien</strong>manager/-innen heute<br />

Fachleute für die Vernetzung von Informationsbereichen<br />

aus der Druck-, Verlags- <strong>und</strong> elektronischen <strong>Medien</strong>branche.<br />

Für ihre Tätigkeit brauchen sie gute Kenntnisse in<br />

den Bereichen <strong>Medien</strong>betriebswirtschaft, Volkswirtschaft,<br />

<strong>Medien</strong>recht <strong>und</strong> -technik, Informationstechnologie<br />

sowie Erfahrung im Projektmanagement. Auch Kreativität<br />

in den Bereichen Animation, Design, Grafik <strong>und</strong> Sprache<br />

ist gefragt. Je nach speziellem Tätigkeitsbereich leiten<br />

<strong>Medien</strong>manager/-innen die gesamte Produktionsplanung<br />

in Unternehmen der <strong>Medien</strong>branche bzw. sind für Marketingstrategien<br />

<strong>und</strong> -konzepte des <strong>Medien</strong>unternehmens<br />

verantwortlich. Auch der direkte K<strong>und</strong>enkontakt <strong>und</strong> die<br />

Akquisition, verb<strong>und</strong>en mit f<strong>und</strong>ierter Mediaberatung,<br />

können zum Aufgabenspektrum gehören.<br />

M<br />

edientechnologe/-in Druck<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

<strong>Medien</strong>technologen/-innen Druck produzieren in verschiedenen<br />

Druckverfahren mit speziellen Produktionstechnologien<br />

visuelle Informationen. Sie drucken Visitenkarten,<br />

High-End-Imagebroschüren, Prospekte, Hard- <strong>und</strong><br />

Ein abgeschlossenes<br />

Studium, vorzugsweise im<br />

Bereich der <strong>Medien</strong>wissenschaften<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

Softcover, Fachbücher, Fotobücher, Kataloge, Illustrierte,<br />

Fachzeitschriften, Zeitungen, Etiketten, Verpackungen<br />

(Papier, Karton, Kunststoff, Metall), Tapeten, Dekore, Banner<br />

<strong>und</strong> viele weitere Produkte. Märkte, Techniken <strong>und</strong><br />

Produkte der Druckindustrie wandeln sich rasant. Insbesondere<br />

die Digitalisierung sowie die Mess-, Steuer- <strong>und</strong><br />

Regeltechnik haben alle Bereiche im Produktionsprozess<br />

stark verändert. Für <strong>Medien</strong> tech no lo gen/-innen Druck<br />

werden daher neben dem Planen, Steuern <strong>und</strong> Regeln<br />

von Druckprozessen auch Kompetenzen aus den<br />

Bereichen Mechanik, Elektronik <strong>und</strong> Instandhaltung von<br />

Druckmaschinen immer bedeutender.<br />

M edientechnologe/-in<br />

Druckverarbeitung<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

<strong>Medien</strong>technologen/-innen in der Druckverarbeitung<br />

arbeiten in industriellen Betrieben der Zeitungs-, Akzidenz-<br />

<strong>und</strong> Buchproduktion. Zu ihren Arbeitsbereichen<br />

gehört das industrielle Finishing von Druckprodukten –<br />

insbesondere von Büchern, Akzidenzen, Broschüren, Zeitungen<br />

<strong>und</strong> Zeitschriften. Darüber hinaus rüsten, konfigurieren,<br />

steuern <strong>und</strong> überwachen <strong>Medien</strong>technologen/<br />

-innen Maschinen sowie Anlagen. Sie kontrollieren <strong>und</strong><br />

optimieren Produktionsprozesse, stellen K<strong>und</strong>en- <strong>und</strong><br />

Fertigungsmuster her, kommunizieren mit vor- <strong>und</strong> nachgelagerten<br />

Bereichen zur Optimierung des Produktionsprozesses<br />

<strong>und</strong> sind für die Instandhaltung von Aggregaten,<br />

Maschinen <strong>und</strong> Anlagen verantwortlich.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

152<br />

153


<strong>Medien</strong>berufe<br />

edientechnologe/-in Siebdruck<br />

M (b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

<strong>Medien</strong>technologen/-innen im Bereich Siebdruck arbeiten<br />

in handwerklichen oder industriellen Unternehmen<br />

der Druckbranche, insbesondere in den Bereichen Bogensiebdruck,<br />

Rollensiebdruck, Körpersiebdruck, technischer<br />

Siebdruck, Textilsiebdruck, keramischer Siebdruck, Glassiebdruck,<br />

großformatiger Digitaldruck <strong>und</strong> Tampondruck.<br />

Der grafische Siebdruck hat sich mit der Verarbeitung<br />

von unterschiedlichsten Farben, Lacken <strong>und</strong> Effektfarben<br />

einen breiten Anwendungsbereich erarbeitet. Von<br />

der Porzellandekoration über Folienaufkleber, Plakate <strong>und</strong><br />

Displays der Produktwerbung, Dekoration von Textilien,<br />

Kombinationsdrucke <strong>und</strong> Veredelung bis hin zur CD- oder<br />

DVD-Bedruckung zeigt der Siebdruck seine Vielfalt. Im<br />

technischen/funktionellen Siebdruck werden Frontblenden,<br />

gedruckte Schaltungen, Flachglas <strong>und</strong> Glasprodukte,<br />

Beschichtungen, industrielle Produkte, Informationssysteme<br />

<strong>und</strong> Anzeigegeräte erstellt. <strong>Medien</strong>technologen/<br />

-innen Siebdruck bedienen <strong>und</strong> warten Produktionsanlagen,<br />

erstellen Siebdruckformen, fertigen Siebdruckprodukte<br />

auf unterschiedlichen Bedruckstoffen an, bereiten<br />

Vorlagen in der Siebdruckvorstufe auf <strong>und</strong> übernehmen,<br />

transferieren sowie konvertieren Daten unter Verwendung<br />

von spezifischer Hard- <strong>und</strong> Software.<br />

M edienwissenschaftler/-in<br />

<strong>Medien</strong>wissenschaftler/-innen nehmen organisatorische,<br />

beratende <strong>und</strong> Managementaufgaben im<br />

Bereich der Print- <strong>und</strong> elektronischen <strong>Medien</strong> wahr (siehe<br />

auch <strong>Medien</strong>manager/-innen). Sie analysieren kulturpolitische,<br />

künstlerische <strong>und</strong> wissenschaftliche Aspekte<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Studium der <strong>Medien</strong>wissenschaften<br />

an einer Universität,<br />

einer Kunsthochschule<br />

oder anderen Fachhochschulen<br />

im Bereich <strong>Medien</strong><br />

der <strong>Medien</strong>landschaft, sind in Forschung, Journalismus,<br />

Public Relations sowie der Werbung tätig <strong>und</strong> lehren an<br />

Universitäten oder Fachhochschulen. Sie sind in Werbe<strong>und</strong><br />

Media- oder Multimediaagenturen, bei Verlagen,<br />

Film- <strong>und</strong> Videofilmherstellern, Filmmuseen oder Softwareanbietern<br />

tätig.<br />

M<br />

eister/-in für Veranstaltungstechnik<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Meister/-innen für Veranstaltungstechnik haben die Aufgabe,<br />

Veranstaltungen aller Art kosten-, rechts- sowie<br />

sicherheitsbewusst zu planen, durchzuführen <strong>und</strong> das<br />

technische Personal der Veranstaltungsstätte kooperativ<br />

zu führen. Dabei ist auch darauf zu achten, dass die künstlerischen<br />

Zielsetzungen aufgenommen <strong>und</strong> im organisatorischen<br />

<strong>und</strong> technischen Ablauf entsprechend umgesetzt<br />

werden. Meister/-innen für Veranstaltungstechnik<br />

finden Arbeitsmöglichkeiten bei Institutionen aller Art im<br />

Bühnen-, Film- <strong>und</strong> Fernsehbereich oder auch in Stadt<strong>und</strong><br />

Konzerthallen. Ebenso im Bereich der Open-Air-Veranstaltungen<br />

sind Meister/-innen für Veranstaltungstechnik<br />

tätig. Zudem ist die Beschäftigung in Betrieben der<br />

Beleuchtungstechnik möglich. Es kann in der Fortbildung<br />

zwischen drei Fachrichtungen gewählt werden:<br />

Beleuchtung<br />

In dieser Fachrichtung sind Meister/-innen für Veranstaltungstechnik<br />

für die Betriebsbereitschaft der<br />

Beleuchtungsanlage in Theatern <strong>und</strong> sonstigen Veranstaltungs-<br />

<strong>und</strong> Versammlungsorten verantwortlich. Sie<br />

setzen die Vorstellungen von Regisseuren/-innen, Bühnen<br />

bildnern/-innen <strong>und</strong> Musikern/-innen hinsichtlich<br />

--<br />

Für die Zulassung zur<br />

Meisterprüfung eine<br />

abgeschlossene Ausbildung<br />

in einem Ausbildungsberuf<br />

der Fachrichtung, in der die<br />

Prüfung abgelegt werden<br />

soll sowie<br />

--<br />

eine mindestens zweijährige,<br />

dem angestrebten<br />

Abschluss entsprechende<br />

Berufspraxis oder auch<br />

--<br />

eine mit Erfolg abgelegte<br />

Abschlussprüfung in einem<br />

sonstigen anerkannten<br />

gewerblich-technischen<br />

oder handwerklichen Ausbildungsberuf<br />

<strong>und</strong> danach<br />

eine dem angestrebten<br />

Abschluss entsprechende<br />

Berufspraxis (mindestens<br />

sechs Jahre)<br />

154<br />

155


<strong>Medien</strong>berufe<br />

der Lichtgestaltung/Ausleuchtung einer Bühne um <strong>und</strong><br />

verbinden damit in ihrer Tätigkeit künstlerische <strong>und</strong> technische<br />

Aufgaben.<br />

Bühne/Studio<br />

Meister/-innen für Veranstaltungstechnik dieser Fachrichtung<br />

wirken bei der Planung <strong>und</strong> Umsetzung von Bühnen-<br />

bzw. Studioproduktionen aller Art mit. Sie nehmen<br />

die künstlerischen Konzeptionen auf <strong>und</strong> setzen sie in<br />

technisch-organisatorischer Hinsicht um, ohne dabei die<br />

wirtschaftliche <strong>und</strong> sicherheitstechnische Seite aus den<br />

Augen zu verlieren.<br />

Halle<br />

Meister/-innen für Veranstaltungstechnik dieser Fachrichtung<br />

planen <strong>und</strong> organisieren Veranstaltungen/Events<br />

aller Art, die in Konzert-, Mehrzweck- <strong>und</strong> Sporthallen<br />

stattfinden. Auch Open-Air-Veranstaltungen gehören<br />

dazu. Veranstaltungen sind kosten-, rechts- <strong>und</strong> sicherheitsbewusst<br />

zu planen <strong>und</strong> durchzuführen. Dabei ist<br />

auch darauf zu achten, dass künstlerische Zielsetzungen<br />

aufgenommen <strong>und</strong> im organisatorischen <strong>und</strong> technischen<br />

Ablauf entsprechend umgesetzt werden.<br />

sondern fordert auch Einsatz im gesamten Geschehen.<br />

So werden Moderatoren/-innen in der Vorbereitung der<br />

entsprechenden Sendung intensiv eingeb<strong>und</strong>en. Sie<br />

müssen über eine starke Persönlichkeit verfügen <strong>und</strong> Kritik<br />

ertragen können. Sie müssen lernen, Stimme <strong>und</strong> Persönlichkeit<br />

so gekonnt einzubringen, dass sie präsent sind,<br />

wobei die eigentliche Message für das Publikum aber<br />

nicht an Bedeutung verlieren darf. Die Bereiche, in denen<br />

Moderatoren/-innen arbeiten, sind vielfältig. Fernsehen,<br />

Radio <strong>und</strong> Bühne sind zwar die wohl wichtigsten Orte,<br />

aber auch bei Diskussionsr<strong>und</strong>en oder Messen werden<br />

Moderatoren/-innen eingesetzt. In der Wirtschaft leiten<br />

sie teilweise auch Schulungen von Mitarbeitern/-innen,<br />

die Öffentlichkeitsarbeit leisten oder im mittleren oder<br />

höheren Management tätig sind.<br />

M oderator/-in<br />

Moderieren ist ein Handwerk, das gelernt sein will.<br />

Das beginnt beim Trainieren der Stimme, dem Verhalten<br />

vor der Kamera, auf der Bühne oder im Hörfunkstudio <strong>und</strong><br />

dem Umgang mit dem Mikrofon. Dazu gehören ebenso<br />

die Recherche von Sachverhalten sowie der Umgang<br />

mit der Veranstaltungstechnik. Moderator/-in zu sein,<br />

bedeutet nicht nur, vor Zuschauern/-innen zu sprechen,<br />

--<br />

Eine hohe sprachliche<br />

Begabung sowie<br />

--<br />

journalistisches Geschick,<br />

ein Gespür für Menschen<br />

<strong>und</strong><br />

--<br />

eine Ausbildung im Bereich<br />

Journalismus oder Theater<br />

Foto: iStock © uschools<br />

156<br />

157


<strong>Medien</strong>berufe<br />

ultimedia Producer<br />

M Multimedia Producers planen, steuern <strong>und</strong> koordinieren<br />

Multimediaprojekte vom ersten Gespräch mit<br />

den K<strong>und</strong>en/-innen bis hin zur Auslieferung der fertigen<br />

Anwendung. Im Rahmen der Budgetierung wirken sie<br />

an der Kalkulation für die Multimediaproduktion unter<br />

Berücksichtigung der inner- <strong>und</strong> außerbetrieblichen<br />

Aufwände sowie der Marktsituation mit <strong>und</strong> verwalten<br />

den letztendlich zur Verfügung gestellten Etat. In ihrer<br />

Funk tion als Projektleitung obliegt ihnen die Planung<br />

<strong>und</strong> Steuerung des Projektablaufs. Weitere wichtige<br />

Tätigkeitsfelder sind die Betreuung <strong>und</strong> Beratung der<br />

K<strong>und</strong>en/-innen im Vorfeld sowie während der Produktion,<br />

die Unterstützung der Auftragsakquisition <strong>und</strong> fachliche<br />

Begleitung der Vertriebsmitarbeiter/-innen, z. B. bei der<br />

Vorbereitung von Wettbewerbspräsentationen. Multimedia<br />

Producers sind in speziellen Multimediaagen turen<br />

<strong>und</strong> in Multimedia abteilungen von meist größeren <strong>und</strong><br />

mittleren Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen<br />

beschäftigt.<br />

M<br />

usic Business Manager<br />

Music Business Managers sind die absoluten Allro<strong>und</strong>er<br />

im Geschäft mit der Musik: Sie kennen alle Zusammenhänge<br />

der Musikwirtschaft <strong>und</strong> sind als Artists- and<br />

Repertoire- (A & R), Produkt- oder Labelmanager/-innen<br />

einsetzbar. Sie managen Künstler/-innen, akquirieren Liveauftritte,<br />

veranstalten Konzerte <strong>und</strong> Tourneen, konzipieren<br />

Promotionaktionen <strong>und</strong> führen diese über On- <strong>und</strong><br />

Offlinemedien durch. Sie wickeln Lizenzabrechnungen<br />

in Musikverlagen ab <strong>und</strong> organisieren Musikproduk tionen.<br />

Music Business Managers arbeiten in Plattenfirmen,<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein Hochschulabschluss<br />

oder eine abgeschlossene<br />

Berufsausbildung<br />

--<br />

Für einen Lehrgang zum<br />

Music Business Manager<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur <strong>und</strong><br />

--<br />

erste Erfahrungen im<br />

Musikgeschäft<br />

Künstler-, Booking- oder Promotionagenturen, Veranstaltungsbüros,<br />

Gastspieldirektionen <strong>und</strong> Musikverlagen.<br />

Oder sie machen sich mit einem eigenen Label, einer<br />

Booking- bzw. Künstleragentur oder als freie Promoter/<br />

-innen selbstständig.<br />

O nlinemarketingmanager/-in<br />

Onlinemarketingmanager/-innen beschäftigen<br />

sich mit der professionellen Ansprache der User/-innen im<br />

Web. Sie entwickeln integrierte Onlinemarketing kam pagnen,<br />

indem sie das Internet oder auch E-Mail-Marketing<br />

einsetzen. Zielsetzungen sind etwa die Gewinnung von<br />

neuen Interessenten/-innen, die Verbesserung des K<strong>und</strong>enservices<br />

oder der Verkauf über das Internet (E-Commerce).<br />

Manager/-innen im Bereich Onlinemarketing wissen,<br />

wie eine Website aufgebaut ist (Informationsarchitektur)<br />

<strong>und</strong> wie sie diese benutzerfre<strong>und</strong>lich machen können<br />

(Usability). Sie wenden Methoden an, um die Aktivitäten<br />

<strong>und</strong> den Erfolg zu messen (Tracking, Web Analytics). Sie<br />

wissen, wie Suchmaschinenoptimierung <strong>und</strong> -marketing<br />

funktionieren <strong>und</strong> auch, wie Webseiten barrierefrei gestaltet<br />

werden. Weitere Aufgaben sind etwa die Vereinbarung<br />

von Kooperationen im Internet (Affiliate-Marketing), die<br />

Verbreitung von Botschaften im Web (virales Marketing)<br />

oder auch die Markenführung mittels digitaler Instrumente<br />

(Digital Branding). Onlinemarketingmanager/-innen steuern<br />

die Werbung im Internet (Onlinemedia pla nung) <strong>und</strong><br />

sind als Websiteprojektmanager/-innen in der Lage, die<br />

Schnitt stellen zu anderen Kommunikationsdiszipli nen –<br />

wie etwa klassische Werbung oder Direktmarketing – zu<br />

koordinieren.<br />

--<br />

Eine hohe Internetaffinität<br />

<strong>und</strong> kaufmännische Kenntnisse<br />

<strong>und</strong>/oder<br />

--<br />

eine Weiterbildung im<br />

Bereich<br />

158<br />

159


<strong>Medien</strong>berufe<br />

O nlineredakteur/-in<br />

So gut wie alle klassischen Verlagshäuser produzieren<br />

ihre Produkte auch online. Dabei ist die Onlineversion<br />

der gedruckten Ausgabe inhaltlich oft ähnlich, wird<br />

jedoch im Hinblick auf die Interaktivität des Mediums<br />

anders aufgearbeitet. Onlineredakteure/-innen erfüllen<br />

ähnliche Aufgaben wie Journalisten/-innen bei den klassischen<br />

<strong>Medien</strong>. Sie sind für die Herstellung der in Onlinediensten<br />

angebotenen Texte zuständig. Dazu gehören<br />

Themensuche <strong>und</strong> Recherche, das Verfassen von Texten,<br />

die webgerechte Überarbeitung von Beiträgen aus der<br />

gedruckten Ausgabe <strong>und</strong> das Aktualisieren von bereits im<br />

Internet stehenden Texten. Die grafische Gestaltung der<br />

Beiträge wird dabei in der Regel von Redaktionssystemen<br />

vorgegeben, mithilfe derer auch Fotos, Grafiken <strong>und</strong> Animationen<br />

in die Seite integriert werden können.<br />

P R-Assistent/-in<br />

Im Bereich Public Relations (PR) wird die Beziehung<br />

zwischen der Öffentlichkeit <strong>und</strong> Wirtschaftsunternehmen,<br />

Institutionen oder Interessengruppen jeder Art gestaltet.<br />

PR-Assistenten/-innen arbeiten in einer PR-Agentur oder in<br />

der Öffentlichkeitsabteilung eines Unternehmens. Sie sind<br />

vornehmlich an der Umsetzung von PR-Maßnahmen <strong>und</strong><br />

der redaktionellen Bearbeitung der zu erstellenden Texte<br />

beteiligt, aber auch mit der Kontaktpflege zu <strong>Medien</strong>, Journa<br />

lis ten/-innen <strong>und</strong> K<strong>und</strong>en/-innen betraut. Das heißt,<br />

sie müssen z. B. Zeitpläne führen, an Präsentationen <strong>und</strong><br />

Texten mitarbeiten, bei der Vorbereitung von Pressekonferenzen<br />

helfen, Verteilerdateien führen, bei der Messeorganisation<br />

unterstützen <strong>und</strong> deren Umsetzung betreuen.<br />

--<br />

Eine f<strong>und</strong>ierte Ausbildung<br />

im Bereich Journalistik<br />

sowie<br />

--<br />

eine hohe Internetaffinität<br />

--<br />

Ein Studium, beispielsweise<br />

der Fachrichtung Kommunikationswissenschaften<br />

mit anschließendem PR-<br />

Volontariat oder Traineeprogramm<br />

oder<br />

--<br />

eine Zusatzqualifikation<br />

über ein Aufbaustudium<br />

oder entsprechende Weiterbildungsmodule<br />

P R-Berater/-in<br />

PR-Berater/-innen, auch PR-Manager/-innen oder<br />

Kommunikationsberater/-innen, sind für Unternehmen<br />

<strong>und</strong> Organisationen – aber auch für Einzelpersonen – in<br />

der Presse- <strong>und</strong> Öffentlichkeitsarbeit tätig. Sie überlegen<br />

sich geeignete Kommunikationsstrategien <strong>und</strong> Konzepte,<br />

um ein gewisses Markenimage aufzubauen. Dazu erstellen<br />

oder beauftragen sie einschlägige Situations- <strong>und</strong><br />

Meinungsanalysen sowie Stärken- <strong>und</strong> Schwächen-Profile<br />

des Unternehmens/der Marke, die sie beraten. Auf dieser<br />

Gr<strong>und</strong>lage planen sie PR-Aktivitäten wie den Versand von<br />

Pressemitteilungen oder Pressegespräche <strong>und</strong> bauen<br />

relevante Journalistenkontakte auf. PR-Berater/-innen<br />

müssen überdies gut <strong>und</strong> kreativ schreiben können, denn<br />

sie texten <strong>und</strong> gestalten häufig auch die Website des<br />

Unternehmens, Newsletter <strong>und</strong> K<strong>und</strong>enzeitungen – teils<br />

auch auf Englisch. Des Weiteren sind sie an der Erstellung<br />

<strong>und</strong> Bearbeitung von Marketingprodukten wie Flyern,<br />

Broschüren, Präsentationen <strong>und</strong> Anzeigen beteiligt. Zu<br />

ihren Aufgaben gehört es außerdem, Veranstaltungen zu<br />

organisieren, die durchgeführten Maßnahmen <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>berichte<br />

zu dokumentieren (Erfolgskontrolle), Kosten<br />

zu kalkulieren <strong>und</strong> Zeitpläne zu erstellen. Oft stehen sie<br />

auch persönlich in Kontakt mit gesellschaftlich relevanten<br />

Gruppen aus der Politik <strong>und</strong> den <strong>Medien</strong>. Dazu brauchen<br />

sie neben perfekten Umgangsformen, Verhandlungsgeschick<br />

<strong>und</strong> Durchsetzungsfähigkeit, umfassende Branchenkenntnisse<br />

<strong>und</strong> Stressresistenz. PR-Berater/-innen<br />

arbeiten eng mit Spezialisten/-innen anderer Bereiche<br />

zusammen – etwa aus dem Marketing oder der Mediaplanung.<br />

Immer öfter betreuen sie auch die Unternehmensauftritte<br />

im Social Web.<br />

--<br />

Ein entsprechendes<br />

Hochschulstudium, z. B. in<br />

den Bereichen Kommunikations-<br />

<strong>und</strong> <strong>Medien</strong>wissenschaften,<br />

Journalismus<br />

oder Betriebswirtschaft,<br />

sowie<br />

--<br />

ein abgeschlossenes PR-<br />

Volontariat <strong>und</strong> einschlägige<br />

Berufserfahrung<br />

160<br />

161


<strong>Medien</strong>berufe<br />

P R-Volontär/-in<br />

Das PR-Volontariat ist die Voraussetzung für eine<br />

spätere Anstellung als PR-Berater/-in. PR-Volontäre/<br />

-innen werden im Rahmen des Volontariats an folgende<br />

Aufgaben herangeführt: Aufbau <strong>und</strong> Pflege von Presseverteilern,<br />

Verfassen von Pressetexten, Umgang<br />

mit Journalisten/-innen <strong>und</strong> Beantwortung von Presseanfragen,<br />

Korrespondenz <strong>und</strong> Telefonkontakt mit<br />

<strong>Medien</strong>vertretern/-innen <strong>und</strong> K<strong>und</strong>en/-innen, Rechercheaufgaben,<br />

Messe- <strong>und</strong> Eventbetreuung, Konzeption von<br />

Kommunikationsstrategien, Entwicklung <strong>und</strong> Evaluation<br />

von Kommunikationsmaßnahmen sowie deren Umsetzung.<br />

Weitere Inhalte der Ausbildung sind die Erstellung<br />

von Presseunterlagen (Pressemappen, Datenblätter, Hintergr<strong>und</strong>texte),<br />

Bildbearbeitung für Pressezwecke, Pflege<br />

von Onlinepräsenzen (Websites, Social-Media-Kanäle)<br />

Vorbereitung <strong>und</strong> Teilnahme an Meetings <strong>und</strong> Brainstormings.<br />

--<br />

Ein abgeschlossenes<br />

Hochschulstudium, vorzugsweise<br />

im Bereich der<br />

Kommunikations- oder<br />

Geisteswissenschaften,<br />

sowie<br />

--<br />

erste Praktika in Redaktionen,<br />

Agenturen oder<br />

in der PR-Abteilung von<br />

Unternehmen<br />

aktuellen Informationsdienstes für die Tages- <strong>und</strong> Fachpresse,<br />

für Radio <strong>und</strong> Fernsehen sowie Onlinenachrichtendienste.<br />

Bei Bedarf gestalten <strong>und</strong> redigieren sie auch<br />

Geschäftsberichte <strong>und</strong> andere hauseigene Publikationen,<br />

wie z. B. Nachrichten- oder Informationsblätter <strong>und</strong> Broschüren.<br />

Sie organisieren Pressekonferenzen, -führungen,<br />

erteilen Auskünfte bei Anfragen von außen, vermitteln<br />

Interviews <strong>und</strong> Gespräche. In der Regel konzipieren sie<br />

auch den Firmenauftritt für das Inter- <strong>und</strong> Intranet. In<br />

großen Unternehmen arbeiten sie auch Reden, Aufsätze<br />

sowie Geleitworte aus <strong>und</strong> beraten Führungskräfte sowie<br />

Mitarbeiter/-innen in allen Fragen des Umgangs mit den<br />

<strong>Medien</strong>. Ein guter Draht zu den Unternehmensvorständen,<br />

Behörden- oder Verbandsleitungen erleichtert ihnen<br />

die Arbeit, insbesondere wenn es darum geht, deren Positionen<br />

zu wichtigen oder auch kontroversen Themen an<br />

die Presse <strong>und</strong> Öffentlichkeit zu vermitteln.<br />

P ressesprecher/-in<br />

Pressesprecher/-innen arbeiten in Unternehmen,<br />

bei Behörden oder Verbänden. Ihre Aufgabe ist die Sicherstellung<br />

der Kommunikation sowohl innerhalb eines<br />

Betriebs als auch nach außen. Dazu sammeln sie Informationen,<br />

werten sie aus, gewichten diese <strong>und</strong> erstellen<br />

einen detaillierten Verteiler für Informationen nach innen<br />

<strong>und</strong> außen. Sie pflegen Kontakte zur Presse (Print, Online,<br />

R<strong>und</strong>funk, TV) <strong>und</strong> schreiben Pressemeldungen, sodass<br />

Informationen sachlich <strong>und</strong> vollständig das Haus verlassen.<br />

Sie unterrichten die Öffentlichkeit über alle Ereignisse<br />

<strong>und</strong> Planungen des Unternehmens, die für diese von<br />

Interesse sind, unter anderem durch Herausgabe eines<br />

--<br />

Ein abgeschlossenes Hochschulstudium<br />

z. B. in den<br />

Bereichen Journalismus,<br />

Geistes-, Kommunikationsoder<br />

auch Wirtschaftswissenschaft<br />

sowie<br />

--<br />

Berufserfahrung aus der<br />

journalistischen Praxis,<br />

der Presse- <strong>und</strong> Öffentlichkeitsarbeit<br />

sowie dem<br />

Marketing<br />

P roducer<br />

In der Filmbranche verbindet diese Tätigkeit die<br />

Funktionen von Produktionsleitern/-innen <strong>und</strong> Pro du zenten/-innen.<br />

Im Gegensatz zum/zur Produzenten/-in tragen<br />

Producers kein finanzielles Eigenrisiko. Sie realisieren<br />

ihre Projekte im Auftrag <strong>und</strong> stehen dabei in direktem Kontakt<br />

zu den K<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong> der Ver mit tlungsagen tur.<br />

Mit teils von ihnen gewählten Regisseuren/-innen sowie<br />

Kameraleuten entwickeln sie Ideen, deren Realisierung sie<br />

vom ersten Storyboard bis zum sendefertigen Tape auch<br />

im Hinblick auf das Budget betreuen. In der Filmbranche<br />

tätige Producers benötigen Kreativität sowie Erfahrung,<br />

Organisationstalent <strong>und</strong> Durchsetzungsvermögen.<br />

Erfahrungen als Creative<br />

Producer <strong>und</strong> im Herstellungsbereich<br />

162<br />

163


<strong>Medien</strong>berufe<br />

P roduktioner/-in<br />

Produktioner/-innen arbeiten in der Herstellung<br />

von Werbemitteln, an der Schnittstelle zwischen Auftraggeber<br />

<strong>und</strong> Auftragnehmer. Die Werbemittel sind z. B.<br />

Direktmailings, Broschüren, Plakate, Displays oder Verpackungen.<br />

Auch E-Commerce <strong>und</strong> Online Publishing sind<br />

Bestandteil der Tätigkeit. Sie akquirieren K<strong>und</strong>en/-innen<br />

<strong>und</strong> führen mit ihnen Verhandlungen, wirken bei der Ausschreibung<br />

<strong>und</strong> Kalkulation mit, organisieren die Produktion<br />

<strong>und</strong> den Versand. Dazu gehören auch Terminkoordination<br />

sowie Kosten- <strong>und</strong> Qualitätskontrolle. Gegebenenfalls<br />

bearbeiten sie zudem Reklamationen. Produktioner/<br />

-innen sind Allro<strong>und</strong>er <strong>und</strong> kümmern sich in der Regel<br />

um den kompletten Produktionsablauf, übernehmen<br />

die Koordination von Herstellern sowie Lieferanten <strong>und</strong><br />

sorgen so für eine termingerechte Fertigstellung. Die<br />

Produktion von unterschiedlichen Werbemitteln erfordert<br />

besondere Kenntnisse, z. B. über die verschiedenen<br />

Druckverfahren, die (digitale) Druckvorstufe <strong>und</strong> Druckweiterverarbeitung,<br />

über Crossmedia Publishing, Desktop-Publishing-Programme,<br />

digitale Bildbearbeitung <strong>und</strong><br />

Autorensysteme. Sie arbeiten vorwiegend in Betrieben<br />

der Druckvorstufe <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>produktion.<br />

P roduktionsassistent/-in<br />

Produktionsassistenten/-innen sind der verlängerte<br />

Arm der Produktionsleiter/-innen <strong>und</strong> unterstützen diese<br />

bei organisatorischen <strong>und</strong> kalkulatorischen Arbeiten in<br />

der Vorbereitung einer Produktion sowie während des<br />

Drehs als Vertretung bzw. Kontrolle am Set. Gleichzeitig<br />

bilden sie ein Bindeglied zwischen Produktions- <strong>und</strong><br />

Aufnahmeleitung sowie zwischen Produktionsbüro <strong>und</strong><br />

Eine Ausbildung in einem<br />

gestalterischen Beruf aus<br />

dem Bereich Werbung/<br />

Multimedia<br />

--<br />

Ein abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches<br />

Studium oder<br />

--<br />

eine kaufmännische Ausbildung<br />

in Verbindung mit<br />

Produktionserfahrung <strong>und</strong><br />

--<br />

eine längere Tätigkeit als<br />

Aufnahmeleiter/-in<br />

Drehort. Diese Tätigkeit bietet Aufnahmeleitern/-innen,<br />

die sich für die Produktionsleitung interessieren, eine<br />

gute Möglichkeit, die Aspekte einer Produktion kennenzulernen,<br />

die bislang außerhalb ihres Wirkungskreises<br />

lagen. Besonders die Bereiche Kalkulation/Kostenstand<br />

sowie rechtliche <strong>und</strong> vertragliche Aspekte werden von<br />

Produktionsassistenten/-innen mit betreut.<br />

P roduktionsleiter/-in<br />

Produktionsleiter/-innen sind Cheforganisatoren/<br />

-innen eines Film- <strong>und</strong> Fernsehprojekts. Sie sind somit<br />

verantwortlich für die Koordinierung, Organisation <strong>und</strong><br />

Kalkulation einer gesamten Film-/Fernsehproduktion<br />

innerhalb des vorgegebenen Kosten- <strong>und</strong> Zeitrahmens.<br />

Im Zuge dieser Tätigkeit engagieren sie das Team <strong>und</strong> die<br />

Schauspieler/-innen in Absprache mit Regisseuren/-innen,<br />

Produzenten/-innen <strong>und</strong> Auftraggebern, handeln Verträge<br />

aus, sorgen für Planung <strong>und</strong> Durchführung eines<br />

reibungslosen Produktionsablaufs inklusive Pre- sowie<br />

Postproduktion <strong>und</strong> kontrollieren den Kostenstand unter<br />

Mithilfe der Filmgeschäftsführung. Hierzu brauchen sie<br />

organisatorisches Talent <strong>und</strong> technisches Verständnis,<br />

aber auch Durchsetzungskraft <strong>und</strong> die Fähigkeit, ein Team<br />

zu führen <strong>und</strong> zu motivieren. Produktionsleiter/-innen<br />

benötigen Erfahrung im filmischen wie im kaufmännischen<br />

Bereich.<br />

--<br />

Z. B. ein abgeschlossenes<br />

wirtschaftswissenschaftliches<br />

oder juristisches<br />

Studium sowie<br />

--<br />

langjährige Erfahrung als<br />

Aufnahmeleiter/-in <strong>und</strong><br />

Produktionsassistent/-in<br />

164<br />

165


<strong>Medien</strong>berufe<br />

P roduktionssekretär/-in<br />

Produktionssekretäre/-innen sind für die Erledigung<br />

aller, bei einer Film-/Fernsehproduktion (auch am<br />

Drehort) anfallenden Verwaltungs- <strong>und</strong> Schreibarbeiten<br />

auf Weisung von der Produktions- bzw. Aufnahmeleitung<br />

zuständig. Gleichzeitig sind sie das Herz des Produktions<br />

büros. Im Produktionsbüro laufen alle Fäden zusammen.<br />

So tragen Produktionssekretäre/-innen z. B. dafür<br />

Sorge, die auflaufenden Informationen weiterzugeben,<br />

<strong>und</strong> stellen sicher, dass die Pro duk tions lei ter/-innen oder<br />

Aufnahmeleiter/-innen anfallende Fragen <strong>und</strong> Probleme<br />

rechtzeitig zur Kenntnis nehmen <strong>und</strong> bearbeiten. Als<br />

Manager/-innen des Büros <strong>und</strong> Tagesablaufs der Produktionsleitungen<br />

ist viel Erfahrung nötig, um Wichtiges<br />

von Unwichtigem unterscheiden zu können, aber auch<br />

Geschick <strong>und</strong> Organisationstalent sind gefragt.<br />

--<br />

Eine mehrjährige Branchen<strong>und</strong><br />

Sekretariatserfahrung<br />

sowie<br />

--<br />

Fremdsprachenkenntnisse<br />

<strong>und</strong> ein sicherer Umgang<br />

mit Textverarbeitungsprogrammen<br />

P roduzent/-in<br />

Die Tätigkeit als Produzent/-in setzt eine sehr<br />

gute Kenntnis des Film- <strong>und</strong> Fernsehgeschäfts voraus.<br />

Produzenten/-innen haben die Aufgabe, neue Stoffe zu<br />

finden <strong>und</strong> weiterzuentwickeln, die Rechte abzuklären,<br />

das Budget zu kalkulieren sowie durch Überzeugungskraft<br />

die Finanzierung des Projekts zu sichern. Ebenso engagieren<br />

sie Drehbuchautoren/-innen, Regisseure/-innen<br />

<strong>und</strong> Hauptdarsteller/-innen. Für die Ausführung dieser<br />

vielfältigen Aufgaben stützen sie sich – je nach Größe des<br />

Unternehmens oder des zu betreuenden Projekts – auf<br />

externe Fachleute oder zusätzliche Mitarbeiter/-innen<br />

(z. B. Creative Producers). Während der Dreharbeiten sind<br />

sie Ansprechpartner/-innen für Regie <strong>und</strong> Produktionsleitung.<br />

--<br />

Z. B. ein Studium an einer<br />

Filmhochschule oder Universität<br />

<strong>und</strong><br />

--<br />

gr<strong>und</strong>legende Produktionserfahrung<br />

P roduktmanager/-in<br />

Produktmanager/-innen tragen Verantwortung für<br />

das Gesamtkonzept eines Produkts oder Angebots. Sie<br />

betreuen <strong>und</strong> koordinieren alle Mitarbeiter/-innen, die<br />

an der Entwicklung <strong>und</strong> Gestaltung eines Produkts beteiligt<br />

sind, darüber hinaus evaluieren sie den Markt im Hinblick<br />

auf mögliche Positionierungen des Produkts. In der<br />

Onlinebranche können Produktmanager/-innen für das<br />

eigenverantwortliche Management eines Teilbereichs des<br />

Webauftritts (z. B. Content, Webkatalog, Suche, Design)<br />

zuständig sein. Entsprechend tragen sie auch Mitverantwortung<br />

für die Positionierung <strong>und</strong> den wirtschaftlichen<br />

Erfolg des Produkts, u. a. durch die Traffic-Auswertung.<br />

F<strong>und</strong>ierte berufliche<br />

Erfahrungen im jeweiligen<br />

Bereich sowie betriebswirtschaftliche<br />

Kenntnisse<br />

P rojektmanager/-in<br />

Projektmanager/-innen führen <strong>und</strong> koordinieren<br />

alle Mitarbeiter/-innen, die an der Entwicklung <strong>und</strong> Ausführung<br />

eines Projekts beteiligt sind. Dabei erfüllen sie<br />

eine Schnittstellenfunktion zwischen Auftraggeber <strong>und</strong><br />

Unternehmen. Extern präsentieren sie K<strong>und</strong>en/-innen die<br />

Entwürfe <strong>und</strong> führen Verhandlungen. Intern planen <strong>und</strong><br />

steuern sie den gesamten Ablauf des Projekts. In leitender<br />

Funktion sind sie für die Entwicklung der Inhalte, die<br />

Terminsicherung, den Personaleinsatz sowie die Einhaltung<br />

des vorgegebenen Budgets verantwortlich. Beispielsweise<br />

bei der Umsetzung eines Webauftritts im K<strong>und</strong>enauftrag<br />

arbeiten sie eng mit Konzeptionern/-innen,<br />

Designern/-innen, Producers <strong>und</strong> Programmierern/-innen<br />

zusammen.<br />

--<br />

Eine betriebswirtschaftliche<br />

Ausbildung sowie<br />

--<br />

umfassende Kenntnisse in<br />

der Konzeption, Planung<br />

<strong>und</strong> Umsetzung von Projekten<br />

oder auch<br />

--<br />

eine Weiterbildung im Bereich<br />

Projektmanagement<br />

166<br />

167


<strong>Medien</strong>berufe<br />

R edakteur/-in<br />

Redakteure/-innen sind in fast allen <strong>Medien</strong>bereichen<br />

zu finden. Ihre genaue Berufsbezeichnung variiert<br />

je nach Medium, Position, Ressort, Arbeitsbereich <strong>und</strong><br />

Organisationsstruktur ihrer Arbeitsstätte. Manche haben<br />

einen festen Arbeitsplatz in einer Stammredaktion. Bei<br />

ihnen laufen alle Fäden journalistischer Arbeit zusammen:<br />

Sie koordinieren die Umsetzung eines Themas von der<br />

Idee bis zur Veröffentlichung in Hörfunk- <strong>und</strong> Fernsehsendungen,<br />

Zeitungen, Zeitschriften, Agenturmeldungen<br />

<strong>und</strong> Pressemitteilungen. Da ihnen oft nicht genügend<br />

Zeit zur Verfügung steht, Themen selbst zu bearbeiten,<br />

entscheiden sie sich für eine Auswahl von vorgeschlagenen<br />

oder selbst gewählten Themen <strong>und</strong> beauftragen<br />

Journalisten/-innen mit dem Recherchieren <strong>und</strong> Bearbeiten<br />

von Informationen <strong>und</strong> Datenmaterial. Das fertige<br />

Produkt wird dann von Redakteuren/-innen in Zusammenarbeit<br />

mit den Journalisten/-innen korrigiert, gekürzt<br />

<strong>und</strong> umgestellt. Für die Tätigkeit als Redakteur/-in ist ein<br />

hohes Maß an Belastbarkeit, schneller Auffassungsgabe,<br />

Objektivität sowie Team- <strong>und</strong> Kritikfähigkeit erforderlich.<br />

Ebenso wichtig sind der sichere Umgang mit Sprache <strong>und</strong><br />

Rechtschreibung, eine umfassende Allgemeinbildung<br />

sowie die Fähigkeit, Sachverhalte schnell zu analysieren<br />

<strong>und</strong> verständlich zu vermitteln.<br />

R egieassistent/-in<br />

Regieassistenten/-innen unterstützen Regisseure/<br />

-innen <strong>und</strong> Produzenten/-innen bei der Vorbereitung<br />

<strong>und</strong> Durchführung einer Film-/Fernsehproduktion. Sie<br />

fertigen Drehbuchauszüge <strong>und</strong> erstellen den Drehplan<br />

in Absprache mit Regie <strong>und</strong> Produktionsleitung. Des<br />

--<br />

Ein Studium der Publizistik,<br />

Kommunikations-, Theater-,<br />

Film- <strong>und</strong> Fernsehwissenschaften<br />

oder<br />

--<br />

der Besuch einer Journalisten<br />

schule oder<br />

--<br />

eine gleichwertige fachliche<br />

Ausbildung sowie<br />

--<br />

eine mehrjährige freie Mitarbeit<br />

in einer Redaktion<br />

--<br />

Der Abschluss an einer<br />

Film- <strong>und</strong> Fernsehhochschule<br />

oder<br />

--<br />

eine Ausbildung an einer<br />

Schauspielschule sowie<br />

langjährige Erfahrung<br />

als Continuity/Script oder<br />

zweite Regieassistenz<br />

Weiteren sorgen sie für die Zusammenstellung von Material<br />

<strong>und</strong> koordinieren alle Abteilungen in der Vorbereitung.<br />

Während der Produktion sind sie für die Organisation<br />

des Drehablaufs am Set verantwortlich. Hierbei sind<br />

sie in Zusammenarbeit mit der Aufnahmeleitung für die<br />

Tages- oder Wochendisposition zuständig sowie für den<br />

reibungslosen Ablauf der Auf- sowie Umbauten <strong>und</strong> des<br />

Drehs der geplanten Einstellungen im vorgegebenen<br />

Zeitrahmen.<br />

Foto: iStock © Andrew Rich<br />

R egisseur/-in<br />

Film- <strong>und</strong> Fernsehspielregisseure/-innen inszenieren<br />

vorgegebene oder mitentwickelte Stoffe nach<br />

einem Drehbuch unter Anwendung filmischer <strong>und</strong> elektronischer<br />

Gestaltungsmöglichkeiten. In dieser Funktion<br />

müssen sie das Drehbuch aufnahmegerecht bearbeiten<br />

<strong>und</strong> die Koordinierung der Vorbereitungen zu den Aufnahmen<br />

leiten. Dazu gehören die Auswahl der Mitwirkenden<br />

<strong>und</strong> der Drehorte sowie die Beteiligung bei der<br />

--<br />

Der Besuch einer Film- <strong>und</strong><br />

Fernsehhochschule/-Akademie<br />

oder<br />

--<br />

die Ausbildung an einer<br />

staatlichen Schauspielschule<br />

in Verbindung<br />

mit der Regieklasse <strong>und</strong><br />

langjährige Erfahrung als<br />

Regieassistent/-in<br />

168<br />

169


<strong>Medien</strong>berufe<br />

Entscheidung über den Einsatz von Produktionsmitteln.<br />

Sie müssen eventuelle Proben leiten <strong>und</strong> ein inhaltliches,<br />

ästhetisches Konzept entwickeln, welches von Kamera,<br />

Ausstattung/Filmarchitektur, Kostüm, Licht, Ton etc.<br />

umgesetzt werden kann. Nach Abschluss der Dreharbeiten<br />

haben sie die Verantwortung für Schnitt, Nachbearbeitung<br />

<strong>und</strong> Endfertigung einer Produktion. Der Beruf<br />

erfordert gleichermaßen künstlerische wie handwerkliche<br />

Fähigkeiten sowie Durchsetzungsvermögen, Überzeugungsfähigkeit,<br />

Einfühlungsvermögen <strong>und</strong> Organisationstalent.<br />

Kalkulationen für ihren Bereich, beschaffen die notwendigen<br />

Gegenstände, leihen diese aus oder bauen sie auch<br />

selbst. Nach Abschluss der Produktion sorgen sie dafür,<br />

dass die Requisiten unversehrt zurückgegeben werden.<br />

Bevor man als Außenrequisiteur/-in tätig werden möchte,<br />

sollte man mehrjährige Erfahrungen als Innenrequisiteur/<br />

-in gesammelt haben. In dieser Funktion ist man für den<br />

Einsatz der Requisiten am Set sowie für die damit verb<strong>und</strong>enen<br />

Anschlüsse zuständig. Die Requisite wird häufig<br />

auch als Berufseinstieg für den Bereich Ausstattung/Filmarchitektur<br />

gewählt.<br />

--<br />

eine mehrjährige praktische<br />

Tätigkeit im Bereich Theater-,<br />

Film- oder Fernsehrequisite<br />

bzw.<br />

--<br />

ein Volontariat bei einem<br />

Theater oder einer Fernsehanstalt<br />

R eporter/-in<br />

Reporter/-innen sind Berichterstatter für Funk <strong>und</strong><br />

Fernsehen – <strong>und</strong> dies häufig live. Sie sind aber auch als<br />

Zeitungs-, Online- oder Fotoreporter/-innen tätig. Sie<br />

recherchieren <strong>und</strong> beschreiben, führen Interviews, bearbeiten<br />

Meldungen <strong>und</strong> Nachrichten. In der Regel spezialisieren<br />

sich Reporter/-innen auf ein Themengebiet wie<br />

Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur. Sie arbeiten dort,<br />

wo es Interessantes <strong>und</strong> Aktuelles zu berichten gibt. Als<br />

Fernsehreporter/-innen arbeiten sie vor der Kamera, bei<br />

guten Sprach- <strong>und</strong> Länderkenntnissen oft auch im Ausland.<br />

Reporter/-innen arbeiten meist freiberuflich.<br />

R equisiteur/-in<br />

Außenrequisiteure/-innen sind für die Abstimmung<br />

<strong>und</strong> Beschaffung von Requisiten <strong>und</strong> Dekorationselementen<br />

in Absprache mit Drehbühne, Ausstattung/Filmarchitektur<br />

<strong>und</strong> Regie zuständig. Sie erstellen<br />

--<br />

Ein Studium der Journalistik,<br />

der Filmgestaltung<br />

(Fachrichtung Reportage)<br />

oder der Germanistik oder<br />

--<br />

der Besuch einer Journalistenschule<br />

<strong>und</strong><br />

--<br />

ein Volontariat bei Zeitungen,<br />

Zeitschriften, Hörfunkoder<br />

Fernsehanstalten<br />

Eine abgeschlossene Ausbildung<br />

in einem Ausstattungsberuf<br />

<strong>und</strong><br />

S<br />

achk<strong>und</strong>ige/-r für<br />

Veranstaltungsrigging<br />

Sachk<strong>und</strong>ige für Veranstaltungsrigging überwachen das<br />

sogenannte Gewerk „Rigging“ – das heißt: statisch definierte<br />

Rohrkonstruktionsbauteile <strong>und</strong> mobile Traversen.<br />

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen diese Bauteile<br />

in der Veranstaltungstechnik unersetzbar: Sie werden<br />

zur Aufnahme technischer Installationen <strong>und</strong> als<br />

Stütz- <strong>und</strong> Tragelemente sowohl für Bühnen als auch<br />

für Zuschauertribünen eingesetzt. Diese Vielfältigkeit<br />

<strong>und</strong> Komplexität setzt nicht nur ein umfangreiches technisches<br />

Wissen <strong>und</strong> Können voraus, sondern erfordert<br />

auch Handlungskompetenz <strong>und</strong> Beurteilungsfähigkeit.<br />

Hinzu kommen die umfangreichen Sicherheitsbestimmungen,<br />

die zu beachten sind. In der Veranstaltungstechnik<br />

werden die Anwender/-innen aufgr<strong>und</strong> der kurzen<br />

Aufbauzeiten <strong>und</strong> der immer aufwändigeren Produktionen<br />

zu einer ausschließlich auf Zeitersparnis ausgerichteten<br />

Arbeitsweise gedrängt. Dies ist oft nur schwer mit<br />

den gültigen Arbeitsschutzvorschriften vereinbar. Um<br />

--<br />

Eine abgeschlossene Ausbildung<br />

als Fachkraft<br />

für Veranstaltungstechnik<br />

oder<br />

--<br />

mindestens eine nachgewiesene,<br />

fachbezogene<br />

dreijährige Tätigkeit in der<br />

Veranstaltungstechnik<br />

170<br />

171


<strong>Medien</strong>berufe<br />

sich <strong>und</strong> andere nicht zu gefährden <strong>und</strong> die möglichen<br />

Gefahren richtig einschätzen zu können, sind ein f<strong>und</strong>iertes<br />

Wissen über persönliche Schutzausrüstung (PSA)<br />

gegen Absturz unbedingt notwendig.<br />

S chauspieler/-in<br />

Dieser Beruf erfordert neben Talent <strong>und</strong> der Lust<br />

zur Darstellung ein hohes Maß an Disziplin. Darstellerische<br />

Begabung, charakteristische Stimme, ausdrucksvolle<br />

Mimik <strong>und</strong> Gestik sowie eine widerstandsfähige<br />

Ges<strong>und</strong>heit sind unerlässlich. Zunächst machen sich<br />

Schauspieler/-innen im Selbststudium mit den ihnen<br />

übertragenen Rollen vertraut <strong>und</strong> arbeiten anschließend<br />

in Leseproben gemeinsam mit der Regie <strong>und</strong> den anderen<br />

Ensemblemitgliedern erste Interpretationsansätze heraus.<br />

In den szenischen Proben üben sie Gestik, Mimik, Ausdrucksweise,<br />

Gänge <strong>und</strong> machen sich mit dem Bühnenbild,<br />

ihren Kostümen <strong>und</strong> den Requisiten vertraut. Haben<br />

sie ihre Rollen einstudiert, wirken sie bei Theatervorstellungen<br />

oder Dreharbeiten für Film <strong>und</strong> Fernsehen mit<br />

oder nehmen Hörspiele auf. Da die Konkurrenz in diesem<br />

wie in allen künstlerischen <strong>Berufe</strong>n sehr groß ist, besteht<br />

ohne den Besuch einer staatlichen oder privaten Schauspielschule<br />

kaum eine Chance auf Erfolg, da nur dort das<br />

notwendige Handwerkszeug vermittelt wird. Um Karriere<br />

zu machen, ist ein zumindest zeitweiliges Engagement an<br />

einem Theater wichtig. Nur wenige Schauspieler/-innen<br />

leben ausschließlich von Theater-, Film- oder Fernsehauftritten.<br />

Ein weiteres Tätigkeitsfeld bietet die Synchronisierung<br />

von Film- <strong>und</strong> Fernsehproduktionen.<br />

Ein Hochschulstudium:<br />

Private Schauspielschulen<br />

bieten Vorbereitungen für<br />

die Aufnahmeprüfung<br />

S creendesigner/-in<br />

Screendesigner/-innen entwerfen <strong>und</strong> gestalten<br />

Bildschirmoberflächen von Anwendungsprogrammen<br />

<strong>und</strong> CD-, DVD-Multimedia-Anwendungen wie interaktive<br />

Lernprogramme, Onlinekiosksysteme, Kataloge, Lexika<br />

<strong>und</strong> Spiele (siehe auch Gamedesigner/-in). Teilweise<br />

entwerfen <strong>und</strong> gestalten sie auch Webseiten (siehe auch<br />

Web designer/-in). Sie entwickeln die Benutzerführung <strong>und</strong><br />

setzen diese grafisch um. Sie beherrschen die gängigen<br />

Grafik- sowie Bildbearbeitungsprogramme <strong>und</strong> verfügen<br />

über f<strong>und</strong>ierte Kenntnisse im Farb-, Form-, Schrift- <strong>und</strong><br />

Layoutbereich. Je nach Bedarf können sie auch Werbebanner<br />

<strong>und</strong> Animationen entwerfen sowie umsetzen. Als<br />

Zusatzqualifikation sollten sie über gr<strong>und</strong>legende Kenntnisse<br />

der 2‐ <strong>und</strong> 3-D-Produktion, der Animationsentwicklung<br />

sowie der Video- <strong>und</strong> Audioproduktion verfügen<br />

<strong>und</strong> die dazu benötigten Produktionsprogramme gr<strong>und</strong>legend<br />

beherrschen. Screen designer/-innen arbeiten in<br />

Multimedia-, Web- <strong>und</strong> Werbeagenturen, <strong>IT</strong>-Unternehmen<br />

<strong>und</strong> Verlagen.<br />

Anmerkung: Dieses Berufsprofil sollte nicht mit der zweijährigen<br />

berufsfachschulischen Ausbildung zum/zur<br />

staatlich geprüften Assistenten/-in Screendesign verwechselt<br />

werden.<br />

S cript<br />

Das Script stellt bei der Herstellung von Filmen oder<br />

Fernsehspielen das organisatorische Bindeglied zwischen<br />

Set <strong>und</strong> Schneideraum dar. Diese Tätigkeit umfasst das<br />

schriftliche Festhalten der nach dem Drehbuch aufgenommenen<br />

Einstellungen <strong>und</strong> des Materialbestandes<br />

(Kamera/Ton) für das Kopierwerk <strong>und</strong> den Schneideraum<br />

--<br />

Eine Ausbildung zum/zur<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in für<br />

Digital <strong>und</strong> Printmedien<br />

oder<br />

--<br />

ein Grafik- bzw. Kommunikationsdesignstudium<br />

Praktika in der Film- oder<br />

TV-Branche<br />

172<br />

173


sowie die Kontrolle über den Dreh der festgelegten Einstellungen.<br />

Erforderlich ist organisatorisches Talent. Mit<br />

wachsender Erfahrung kann man sich vom Script zum<br />

Continuity/Script qualifizieren <strong>und</strong> später den Weg in<br />

Richtung Regieassistenz einschlagen.<br />

seine Produkte im Internet verbreitet wird. Hierbei helfen<br />

spezielle Analyseprogramme. Zudem unterstützen Social-<br />

Media-Manager/-innen andere Mitarbeiter/-innen beim<br />

Einsatz sozialer <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> entwickeln Social-Media-<br />

Guidelines.<br />

<strong>Medien</strong>berufe<br />

S tudiomeister/-in<br />

Studiomeister/-innen sind für die Koordination <strong>und</strong><br />

Überwachung von Szenenbauarbeiten, die Organisation<br />

<strong>und</strong> Koordination der Umbauten während der Filmaufnahmen<br />

sowie für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen<br />

zuständig.<br />

--<br />

Z. B. eine Ausbildung als<br />

Studiofacharbeiter/-in<br />

sowie<br />

--<br />

langjährige Erfahrung im<br />

Bereich Szenenbau oder<br />

Drehbühne oder<br />

--<br />

der Meisterbrief für Veranstaltungstechnik<br />

S ocial-Media-Manager/-in<br />

Social-Media-Manager/-innen koordinieren, steuern<br />

<strong>und</strong> überwachen die Aktivitäten ihres Arbeitgebers<br />

in sozialen Onlinemedien <strong>und</strong> entwickeln Strategien, wie<br />

die Kanäle im Web genutzt werden sollen. Dazu gehören<br />

Onlinenetzwerke wie Facebook oder XING, Informationsdienste<br />

wie Twitter oder Blogs sowie Video- <strong>und</strong> Foto-<br />

Communitys wie YouTube oder Instagram. Im laufenden<br />

Betrieb spüren Social-Media-Manger/-innen interessante<br />

Themen innerhalb der eigenen Organisation auf <strong>und</strong> verarbeiten<br />

diese zu multimedialen Inhalten. Eine zentrale<br />

Aufgabe dabei ist das Social-Media-Monitoring – es muss<br />

beobachtet werden, was über das Unternehmen bzw.<br />

Foto: iStock © Andrey Prokhorov<br />

--<br />

Ein Studium der Kommunikationswissenschaften,<br />

Betriebswirtschaft, Sozialoder<br />

Sprachwissenschaft<br />

oder<br />

--<br />

eine Ausbildung zum/zur<br />

Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation<br />

sowie<br />

--<br />

f<strong>und</strong>iertes Marketing- <strong>und</strong><br />

PR-Know-how<br />

T onassistent/-in<br />

Tonassistenten/-innen werden bei längerer Erfahrung<br />

auch Tontechniker/-innen genannt. Das Tätigkeitsprofil<br />

umfasst alle Arbeiten, die die Tonmeister/<br />

-innen bei der Erstellung von Tonaufnahmen im Studio<br />

<strong>und</strong> am Drehort unterstützen. Nach ihren Anweisungen<br />

sind sie für Auf- <strong>und</strong> Abbau der Tonausrüstung zuständig<br />

<strong>und</strong> bedienen während des Drehs die Angel/Boom<br />

zur richtigen Platzierung des Mikrofons. Des Weiteren<br />

obliegt ihnen die Überwachung des Betriebszustands der<br />

Geräte. Für die Tätigkeit als Tonassistent/-in sind Flexibilität,<br />

Teamfähigkeit, gutes Hörvermögen, technisches Verständnis<br />

<strong>und</strong> Geschick bei praktischen Problemlösungen<br />

gefragt. Die Weiterqualifikation zum/zur Tonmeister/-in<br />

ist möglich.<br />

Z. B. eine Ausbildung zum/<br />

zur <strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild<br />

<strong>und</strong> Ton<br />

174<br />

175


<strong>Medien</strong>berufe<br />

T onmeister/-in<br />

Tonmeister/-innen leiten die Tonaufnahmen<br />

(innen <strong>und</strong> außen) bei einer Audio‐, Film- oder Fernsehproduktion.<br />

Darunter fallen Justierung, Bedienung <strong>und</strong><br />

Betriebserhaltung von Ton-/Studioequipment aller Art,<br />

Überprüfung der raumakustischen Verhältnisse <strong>und</strong> Festlegung<br />

der Mikrofonanordnung bei den Aufnahmen. Bei<br />

der Produktion selbst leiten sie die Tonmischung <strong>und</strong> sind<br />

für die Beurteilung des klanglichen Ergebnisses ebenso<br />

zuständig wie für die technische Koordination <strong>und</strong><br />

Betreuung der Tonassistenten/-innen <strong>und</strong> Tontechniker/<br />

-innen. Tonmeister/-innen müssen Künstler/-innen <strong>und</strong><br />

Techniker/-innen zugleich sein, über ein geschultes Ohr<br />

<strong>und</strong> Musikalität verfügen sowie gleichzeitig das komplexe<br />

Studio-/Aufnahmeequipment beherrschen. Oft<br />

werden Tonmeister/-innen auch unter der Bezeichnung<br />

Toningenieure/-innen aufgeführt. Die beiden Titel sind<br />

sowohl begrifflich als auch funktional nicht eindeutig<br />

voneinander abgegrenzt. In Deutschland berechtigt<br />

jedoch nur ein entsprechendes abgeschlossenes Hochschulstudium<br />

zum Titel des/der Ingenieurs/-in.<br />

--<br />

Z. B. Ein Studienabschluss<br />

im spezifischen Bereich<br />

<strong>und</strong> das Bestehen einer<br />

Aufnahmeprüfung, die die<br />

Beherrschung mindestens<br />

eines Musikinstruments<br />

verlangt, oder<br />

--<br />

eine Spezialisierung nach<br />

der Ausbildung als Bild<strong>und</strong><br />

Tonassistent/-in oder<br />

als staatlich geprüfte/-r<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild<br />

<strong>und</strong> Ton<br />

zur weiterverarbeitenden Tonregie. Für die Tätigkeit als<br />

Tontechniker/-in sind Flexibilität, Teamfähigkeit, gutes<br />

Hörvermögen, technisches Verständnis <strong>und</strong> Geschick bei<br />

praktischen Problemlösungen gefragt. Die Qualifikation<br />

zum/zur Tonmeister/-in ist möglich.<br />

T rickfilmzeichner/-in<br />

Trickfilmzeichner/-innen erstellen Designs für Charaktere<br />

(Character Design), Objekte (Prop Design) <strong>und</strong> Hintergründe<br />

(Set bzw. Backgro<strong>und</strong> Design) von Animationsfilmen.<br />

Sie müssen über Kenntnisse von filmsprachlichen<br />

Mitteln verfügen. Sie entwickeln <strong>und</strong> zeichnen Storyboards<br />

(Festlegung der Szenenabfolge <strong>und</strong> Bildausschnitte).<br />

Bei der Anfertigung der Layouts werden Backgro<strong>und</strong><br />

Design <strong>und</strong> Animationen zusammengeführt. Für die Entwicklung<br />

der Animationen benötigen Trickfilmzeichner/<br />

-innen ein sicheres Gespür für Bewegungsabläufe. Sie<br />

sind sowohl für die Animation im Erprobungsstadium<br />

(Rough Animation) als auch für die Anfertigung von<br />

Zwischenphasen <strong>und</strong> die abschließende Reinzeichnung<br />

(Assistance) zuständig.<br />

--<br />

Ein Studium der Bildenden<br />

Künste oder<br />

--<br />

andere Grafikdesignausbildungen<br />

an Hochschulen<br />

<strong>und</strong> Akademien<br />

T ontechniker/-in<br />

Das Arbeitsgebiet der Tontechniker/-innen umfasst<br />

den Anschluss, den Um- <strong>und</strong> Abbau der gesamten tontechnischen<br />

Geräte im Studio <strong>und</strong> bei Außenübertragungen<br />

mit dem Übertragungswagen. In Abstimmung<br />

mit Tonmeistern/-innen übernehmen sie die Ausrüstung<br />

des Aufnahmeortes mit Tongeräten <strong>und</strong> sorgen<br />

dafür, dass diese einwandfrei funktionieren. Damit<br />

gewährleisten sie die technischen Voraussetzungen<br />

für die Übertragung der Tonsignale vom Aufnahmeort<br />

--<br />

Z. B. eine Ausbildung zum/<br />

zur <strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild<br />

<strong>und</strong> Ton <strong>und</strong><br />

--<br />

eine Praktikumszeit als<br />

Tonassistent/-in bei<br />

Produktionsfirmen <strong>und</strong><br />

Sendeanstalten<br />

V eranstaltungsfachwirt/-in<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Veranstaltungsfachwirte/-innen übernehmen qualifizierte<br />

Fach- <strong>und</strong> Führungsaufgaben in Unternehmen der Veranstaltungsbranche.<br />

Sie arbeiten bei Messegesellschaften<br />

<strong>und</strong> Kongresszentren. Darüber hinaus können sie in<br />

Kulturämtern oder in Büros für Stadtmarketing sowie in<br />

PR- <strong>und</strong> Eventagenturen tätig sein.<br />

Eine Ausbildung als Veranstaltungskaufmann/-frau<br />

oder als Fachkraft für<br />

Veranstaltungstechnik mit<br />

Berufspraxis<br />

176<br />

177


<strong>Medien</strong>berufe<br />

V eranstaltungskaufmann/-frau<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Veranstaltungskaufleute nehmen Aufgaben im Rahmen<br />

der Planung, Organisation, Durchführung <strong>und</strong> Nachbereitung<br />

von Veranstaltungen wahr. Unter Beachtung ökonomischer,<br />

ökologischer sowie rechtlicher Gr<strong>und</strong>lagen<br />

konzipieren, koordinieren <strong>und</strong> vermarkten sie zielgruppengerecht<br />

eigene <strong>und</strong> fremde Veranstaltungsdienstleistungen.<br />

Sie arbeiten k<strong>und</strong>en- <strong>und</strong> projektorientiert im<br />

Team <strong>und</strong> treffen kaufmännische Entscheidungen. Ihre<br />

Tätigkeiten erfordern Dienstleistungsbereitschaft, Kreativität<br />

<strong>und</strong> Improvisationstalent. Die Aufgaben von Veranstaltungskaufleuten<br />

liegen schwerpunktmäßig im Bereich<br />

von Marketing <strong>und</strong> Kommunikation.<br />

V erlagsfachwirt/-in<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Verlagsfachwirte/-innen arbeiten in Verlagen, Buch- oder<br />

Zeitungsdruckereien, bei Verlegern/-innen von Software,<br />

in Werbe- <strong>und</strong> Multimediaagenturen oder bei R<strong>und</strong>funkanstalten.<br />

Zudem können sie bei Verlagswirtschafts- <strong>und</strong><br />

<strong>Medien</strong>verbänden beschäftigt sein. Sie haben Fach- <strong>und</strong><br />

Führungsaufgaben inne. Verlagsfachwirt/-in ist eine Aufstiegsfortbildung,<br />

d. h. eine durch Industrie- <strong>und</strong> Handelskammern<br />

geregelte berufliche Weiterbildung nach dem<br />

Berufsbildungsgesetz (BBiG). Vorbereitungslehrgänge auf<br />

die Weiterbildungsprüfung werden in der Regel in Teilzeit<br />

durchgeführt <strong>und</strong> können zwischen 11 <strong>und</strong> 24 Monaten<br />

dauern. Für die Zulassung zur Prüfung ist die Teilnahme an<br />

einem Lehrgang nicht verpflichtend.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

ein mittlerer Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

--<br />

Eine abgeschlossene<br />

Berufsausbildung als<br />

<strong>Medien</strong>kaufmann/-frau<br />

Digital <strong>und</strong> Print oder<br />

--<br />

eine gleichwertige Qualifikation<br />

sowie mehrjährige<br />

Berufspraxis<br />

V ideojournalist/-in<br />

Videojournalisten/-innen konzipieren, drehen <strong>und</strong><br />

schneiden filmische Beiträge. Ihre Arbeit unterscheidet<br />

sich von der Arbeit anderer Kameraleute durch die<br />

unterschiedliche Gewichtung während einer Produktion.<br />

Videojournalisten/-innen arbeiten vorwiegend ohne konventionelles<br />

Team, bestehend aus Journalisten/-innen,<br />

Kameraleuten, Tontechnikern/-innen <strong>und</strong> Cuttern/-innen,<br />

sondern vereinen die gr<strong>und</strong>legenden Fertigkeiten dieser<br />

<strong>Berufe</strong> in einer Person. Bei ihrer Arbeit stehen journalistische<br />

Aspekte <strong>und</strong> Aktualität im Vordergr<strong>und</strong>. Möglichst<br />

aktuell oder auch sensationell soll die Nachricht<br />

sein. Dabei sind Reaktionsfähigkeit <strong>und</strong> Schnelligkeit mit<br />

der Kamera oft eher gefragt als sorgfältiges Inszenieren.<br />

Voraussetzungen sind starkes Interesse an newswürdigen<br />

Ereignissen, Kontaktfreudigkeit, Durchsetzungsvermögen,<br />

Stressresistenz, körperliche Fitness <strong>und</strong> gutes Reaktionsvermögen.<br />

--<br />

Z. B. die Ausbildung zum/<br />

zur <strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild<br />

<strong>und</strong> Ton <strong>und</strong> eine Tätigkeit<br />

als Kameraassistenz oder<br />

--<br />

ein Journalistikstudium mit<br />

anschließendem Volontariat<br />

bzw. Praktikum bei<br />

einer Produktionsfirma oder<br />

einem Sender<br />

Foto: iStock © fatihhoca<br />

178<br />

179


<strong>Medien</strong>berufe<br />

V<br />

olontär/-in für Hörfunk <strong>und</strong><br />

Fernsehen (Redakteur/-in)<br />

Das Programmvolontariat ist eine praxisbezogene journalistische<br />

Ausbildung. Es bereitet auf die redaktionelle<br />

Tätigkeit im Hörfunk-, Fernseh- sowie Onlinebereich vor.<br />

Im Volontariat wird in Theorie <strong>und</strong> Praxis vermittelt, wie<br />

man Geschichten spannend erzählt, gründlich recherchiert,<br />

Interviews führt <strong>und</strong> sich vor Kamera <strong>und</strong> Mikrofon<br />

verhält. Volontäre/-innen lernen in dieser Zeit das journalistische<br />

Handwerk von der Pike auf. Dazu gehören Gr<strong>und</strong>lagen<br />

des Hörfunks <strong>und</strong> des Fernsehens ebenso wie die<br />

Einführung in das ausbildende <strong>Medien</strong>unternehmen <strong>und</strong><br />

seine Organisation. Die redaktionelle Ausbildung umfasst<br />

dabei auch die Gebiete Interview <strong>und</strong> Recherche, Texten<br />

für Hörfunk, Fernsehen <strong>und</strong> Internet, Moderationstraining,<br />

Gestaltung mit Bild <strong>und</strong> Ton sowie Ethik <strong>und</strong> Presserecht.<br />

Ziel ist es, nach dem Volontariat als Journalist/-in bzw. als<br />

Hörfunk-, Fernseh- oder Onlineredakteur/-in zu arbeiten.<br />

W ebdesigner/-in<br />

Webdesigner/-innen sind für die Konzeption<br />

<strong>und</strong> grafische Umsetzung von Webseiten zuständig. Die<br />

Bandbreite ihrer Arbeit erstreckt sich von der Gestaltung<br />

einfacher Homepages über die Konzeption benutzerfre<strong>und</strong>licher<br />

Oberflächen komplexer Webanwendungen<br />

bis hin zur grafischen Umsetzung sehr anspruchsvoller<br />

E-Commerce-Lösungen. Ihr Augenmerk liegt dabei auf<br />

Design <strong>und</strong> Funktionalität. Sie beraten K<strong>und</strong>en/-innen<br />

direkt oder sind bei großen Projekten der Projektleitung<br />

unterstellt. Bei der Gestaltung von Webseiten müssen<br />

sie die Wünsche <strong>und</strong> Vorstellungen der K<strong>und</strong>en/-innen<br />

sowie die jeweiligen wirtschaftlichen <strong>und</strong> technischen<br />

--<br />

Ein abgeschlossenes Studium<br />

an einer Hochschule,<br />

Fachhochschule, einem<br />

Fachinstitut sowie<br />

--<br />

journalistische Vorerfahrung,<br />

die in Form von<br />

Arbeitsproben (z. B. Drehbücher,<br />

Filme, Hörbeispiele)<br />

nachgewiesen werden<br />

muss<br />

--<br />

Eine Ausbildung zum/zur<br />

<strong>Medien</strong>gestalter/-in Digital<br />

<strong>und</strong> Print oder<br />

--<br />

eine berufsfachschulische<br />

Ausbildung in den Fachrichtungen<br />

Grafik, Design oder<br />

Kommunikationsdesign<br />

oder<br />

--<br />

ein fachlich ähnlich ausgerichtetes<br />

akademisches<br />

Studium<br />

Foto: iStock © Rawpixel<br />

Rahmenbedingen beachten. Bei der Entwicklung komplexer<br />

Websites arbeiten sie deshalb eng mit den<br />

Programmierern/-innen zusammen. Einfache Webseiten<br />

können Webdesigner/-innen unter Umständen auch<br />

selbst programmieren. Ihre eigentliche Stärke liegt jedoch<br />

im Design einer übersichtlichen Bedieneroberfläche <strong>und</strong><br />

benutzerfre<strong>und</strong>lichen Navigationsstruktur, der korrekten<br />

farblichen Gestaltung, der Typografie-, Grafik- <strong>und</strong> Bildauswahl<br />

sowie deren Bearbeitung. Je nach Bedarf konzipieren<br />

sie auch Corporate Design, Logos, Werbebanner<br />

oder Animationen. Webdesigner/-innen können sich<br />

auch auf die Gestaltung der grafischen Oberflächen von<br />

Smartphones <strong>und</strong> Apps spezialisieren. Sie sollten Bildbearbeitungs-<br />

<strong>und</strong> Grafikprogramme perfekt beherrschen.<br />

Die Handhabung von Cascading Style Sheets (CSS) <strong>und</strong><br />

deren Regelwerke ebenso wie Usability sollte ihnen voll<br />

vertraut sein. Wichtig sind außerdem Kenntnisse über<br />

Content-Management-Systeme, Webeditoren, HTML,<br />

JavaScript, XML, Flash sowie ggf. Audio- <strong>und</strong> Videoschnittprogramme.<br />

180<br />

181


182 <strong>Medien</strong>berufe<br />

W<br />

erbetexter/-in (Copywriter)<br />

Werbetexter/-in ist der klassische Kreativberuf<br />

der Kommunikationsbranche, der auf dem virtuosen<br />

Einsatz von Sprache aufbaut. Er verdichtet komplexe<br />

Zusammenhänge zielgruppengerecht in klare <strong>und</strong> überraschende<br />

Botschaften, die er aufmerksamkeitsstark in<br />

die unterschiedlichsten Kommunikationsformate offline<br />

(Print, TV, Funk) <strong>und</strong> online (Websites, Social Media)<br />

adaptiert. Als Kon zep tio ner/-innen entwickeln sie Konzepte<br />

für einzelne Kommunikationsmaßnahmen <strong>und</strong><br />

umfangreiche Kampagnen. Voraussetzung ist vor allem<br />

kreatives Talent, aber auch Offenheit <strong>und</strong> Flexibilität<br />

für unterschiedliche Themen <strong>und</strong> K<strong>und</strong>enanforderungen,<br />

Kostenbewusstsein, Belastbarkeit, Leistungswillen<br />

<strong>und</strong> Teamfähigkeit. Sie starten ihre Karriere meist<br />

als Praktikanten/-innen, Trainees oder Volontäre/-innen.<br />

Wer den sie als Juniortexter/-in übernommen, können sie<br />

zum/zur Texter/-in – Seniortexter/-in – Creative Director<br />

<strong>und</strong> schließlich zum/zur Geschäftsführer/-in Kreation, in<br />

großen Agenturnetworks auch CCO (Chief Creative Officer),<br />

aufsteigen. Freie bzw. selbstständige Werbetexter/<br />

-innen arbeiten für Kommunikationsagenturen, aber auch<br />

direkt für Wirtschaftsunternehmen <strong>und</strong> Institutionen. Die<br />

Ausbildung zum/zur Werbetexter/-in ist im Unterschied<br />

zu den kaufmännischen <strong>und</strong> gestalterischen <strong>Berufe</strong>n der<br />

Kommunikationsbranche nicht akademisch geregelt –<br />

trotz vereinzelter universitärer Angebote. Allerdings gibt<br />

es einige Ausbildungsstätten für Werbetexter/-innen. Die<br />

wegen der hohen Zahl der Kreativ-Auszeichnungen <strong>und</strong><br />

erfolgreichen Karrieren ihrer Absolventen/-innen bekannteste<br />

ist die Texterschmiede Hamburg e. V. (s. S. 247).<br />

--<br />

Ein journalistisches oder<br />

sprachwissenschaftliches<br />

Studium oder<br />

--<br />

eine publizistische Ausbildung<br />

oder<br />

--<br />

der Besuch einer Werbefachschule<br />

Realschüler<br />

<strong>und</strong> Abiturienten<br />

aufgepasst!<br />

Sa. 19. November 2016<br />

Mit Unterstützung von:<br />

Hamburg<br />

Sporthalle<br />

10 -16 Uhr | Eintritt frei<br />

www.stuzubi.de<br />

Alle Infos zur Messe


Foto: iStock © FabrikaCr<br />

Foto: iStock © AmpH<br />

<strong>Berufe</strong> <strong>und</strong> Tätigkeiten in der <strong>IT</strong>-Branche<br />

Foto: KWB © Christine Robben


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

A nwendungsentwickler/-in<br />

Anwendungsentwickler/-innen realisieren anwendungsbezogene<br />

Software. Sie programmieren oder modi -<br />

fizieren Software, die auf ein mehr oder weniger spezielles<br />

(kaufmännisches, administratives, technisches, organisatorisches)<br />

Anwendungsgebiet bezogen ist. Auch Pflege<strong>und</strong><br />

Wartungsarbeiten an Anwendersoftware (z. B. Fehlerkorrektur<br />

oder Laufzeitoptimierung) sowie die Anwenderbetreuung,<br />

Installation im Anwendersystem, Einarbeitung<br />

<strong>und</strong> Schulung der Anwender/-innen oder die Dokumentation<br />

gehören zu ihren Aufgaben. An wen dungs ent wickler/-innen<br />

sollten über ein hohes Abstraktionsvermögen<br />

<strong>und</strong> einen scharfen analytischen Verstand verfügen.<br />

--<br />

Eine Ausbildung zum/zur<br />

Fachinformatiker/-in –<br />

Anwendungsentwicklung<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium der Informatik<br />

vornehmlich Applikationen programmiert. Dazu gehört<br />

auch das Erstellen von Konzepten <strong>und</strong> deren Präsentation<br />

vor dem Auftraggeber. Auch Designfragen werden von<br />

App-Programmierern/-innen betreut, meistens arbeiten<br />

sie jedoch mit spezialisierten Grafikern/-innen zusammen.<br />

App-Entwickler/-innen müssen im Apple-Bereich<br />

die Programmiersprache „Objective-C“ <strong>und</strong> im Android-<br />

Bereich „Java“ beherrschen sowie mit den entsprechenden<br />

Software Development Kits (SDK) arbeiten können.<br />

App-Entwickler/-innen sollten über ein hohes Abstraktions<br />

vermögen <strong>und</strong> einen scharfen analytischen Verstand<br />

verfügen.<br />

A pp-Programmierer/-in<br />

App-Programmierer/-innen können selbstständig<br />

eigene Apps konzipieren, programmieren <strong>und</strong> dann auf<br />

einer Plattform wie dem App-Store anbieten. Das A <strong>und</strong><br />

O ist dabei eine gute Vermarktung. Die Apps müssen von<br />

den K<strong>und</strong>en/-innen gef<strong>und</strong>en werden <strong>und</strong> sich von den<br />

zahllosen anderen Angeboten absetzen. Es besteht darüber<br />

hinaus auch die Möglichkeit, für eine Agentur tätig<br />

zu werden, die sich auf die Herstellung von Apps spezialisiert<br />

hat. Solche Agenturen nutzen ihre Bekanntheit<br />

<strong>und</strong> bearbeiten Aufträge von anderen Unternehmen.<br />

Hier gilt es meistens, K<strong>und</strong>enwünsche umzusetzen <strong>und</strong><br />

nach genauen Vorgaben zu arbeiten. Eine dritte Möglichkeit<br />

ist die Anstellung bei einem Unternehmen, das zwar<br />

nicht in der Branche tätig ist, aber dennoch Apps anbieten<br />

möchte. Diese Form der Beschäftigung ist jedoch selten,<br />

da viele Unternehmen auf die Bandbreite einer großen<br />

Agentur zurückgreifen wollen. Im Arbeitsalltag werden<br />

--<br />

Im Bereich der beruflichen<br />

Bildung eine Ausbildung<br />

zum/zur Fach infor ma tiker/-in<br />

oder mathematischtechnischen<br />

Softwareentwickler/-in<br />

<strong>und</strong><br />

--<br />

im akademischen Bereich je<br />

nach Spezialisierungstiefe<br />

alle Studiengänge der<br />

Informatik<br />

Es werden auch f<strong>und</strong>ierte<br />

Weiterbildungen angeboten.<br />

Voraussetzungen dafür sind<br />

allerdings ausreichende<br />

Programmierkenntnisse.<br />

C<br />

ertified <strong>IT</strong> Business Consultant<br />

(geprüfte/-r <strong>IT</strong>-Berater/-in)<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Certified <strong>IT</strong> Business Consultants sind befähigt, Unternehmen<br />

bei der Analyse, Zieldefinition, Konzeptentwicklung<br />

sowie -umsetzung von <strong>IT</strong>-Lösungen zu beraten. Im Vordergr<strong>und</strong><br />

stehen die Stärkung der Entwicklungspotenziale<br />

sowie Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen <strong>und</strong><br />

die Erweiterung von Geschäftschancen. Certified <strong>IT</strong> Business<br />

Consultants üben die Aufgaben unter Berücksichtigung<br />

von Rechtsvorschriften, technischer <strong>und</strong> betriebswirtschaftlicher<br />

Zusammenhänge sowie des Qualitätsmanagements<br />

aus. Sie stellen sich dabei auf neue<br />

Technologien, wandelnde lokale <strong>und</strong> globale Marktverhältnisse<br />

sowie sich verändernde Methoden des Selbst<strong>und</strong><br />

Prozessmanagements flexibel ein. Sie gestalten den<br />

technisch-organisatorischen Wandel.<br />

--<br />

Eine abgeschlossene Ausbildung,<br />

die dem Bereich<br />

der Informations- <strong>und</strong> Telekommunikationstechnik<br />

zugeordnet werden kann<br />

<strong>und</strong> danach eine mind.<br />

einjährige Berufspraxis oder<br />

--<br />

eine abgeschlossene Ausbildung<br />

in einem sonstigen<br />

anerkannten Ausbildungsberuf<br />

<strong>und</strong> danach eine<br />

mind. zweijährige Berufspraxis<br />

oder<br />

--<br />

eine mind. fünfjährige<br />

Berufspraxis<br />

Die Zulassung zur Prüfung<br />

sollte vor Beginn eines<br />

Vorbereitungslehrganges<br />

bei der zuständigen IHK<br />

beantragt werden, damit<br />

geprüft werden kann, ob<br />

die geforderte Berufspraxis<br />

den gewünschten Anforderungen<br />

entspricht.<br />

186<br />

187


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

ertified <strong>IT</strong> Business Engineer<br />

C (geprüfte/-r Wirtschafts -<br />

informatiker/-in)<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Certified <strong>IT</strong> Business Engineers sind befähigt, die <strong>IT</strong>-<br />

Geschäftsfelder eines Unternehmens oder einer Organisation<br />

dauerhaft am Markt strategisch zu positionieren <strong>und</strong><br />

entsprechend fortzuentwickeln. Strategische Allianzen<br />

<strong>und</strong> Partnerschaften sowie das Treffen wichtiger Entscheidungen<br />

in den Handlungsfeldern Marketing, Vertrieb,<br />

Finanzwesen, Controlling, Beratung <strong>und</strong> Personal spielen<br />

dabei eine große Rolle.<br />

Foto: iStock © AmpH<br />

C<br />

ertified <strong>IT</strong> Business Manager<br />

(geprüfte/-r <strong>IT</strong>-Projektleiter/-in)<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Certified <strong>IT</strong> Business Managers sind qualifiziert, in Betrieben,<br />

die Produkte oder Dienstleistungen der Informations-<br />

<strong>und</strong> Kommunikationstechnologie herstellen,<br />

anbieten oder anwenden, einmalige Vorhaben in der<br />

Projekt- <strong>und</strong> Linienorganisation selbstständig <strong>und</strong> eigenverantwortlich<br />

zu leiten. Die Vorhaben sind dabei gekennzeichnet<br />

durch spezifische Ziele, zeitliche, finanzielle <strong>und</strong><br />

personelle Begrenzungen sowie eine projektspezifische<br />

Organisation. Die Mitarbeiterführung gehört ebenso zum<br />

Aufgabenprofil. Certified <strong>IT</strong> Business Managers üben die<br />

Arbeiten unter Berücksichtigung von Rechtsvorschriften<br />

sowie technischer, betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge<br />

<strong>und</strong> des Qualitätsmanagements aus. Sie stellen<br />

sich dabei auf neue Technologien, wandelnde lokale <strong>und</strong><br />

globale Marktverhältnisse sowie sich verändernde Methoden<br />

des Selbst- <strong>und</strong> Prozessmanagements flexibel ein.<br />

--<br />

Eine abgeschlossene Ausbildung,<br />

die dem Bereich<br />

der Informations- <strong>und</strong> Telekommunikationstechnik<br />

zugeordnet werden kann<br />

<strong>und</strong> danach eine mind. einjährige<br />

Berufspraxis oder<br />

--<br />

eine abgeschlossene Ausbildung<br />

in einem sonstigen<br />

anerkannten Ausbildungsberuf<br />

<strong>und</strong> danach eine<br />

mind. zweijährige Berufspraxis<br />

oder<br />

--<br />

eine mind. fünfjährige<br />

Berufspraxis<br />

Die Zulassung zur Prüfung<br />

sollte vor Beginn eines<br />

Vorbereitungslehrganges<br />

bei der zuständigen IHK<br />

beantragt werden, damit<br />

geprüft werden kann, ob<br />

die geforderte Berufspraxis<br />

den gewünschten Anforderungen<br />

entspricht.<br />

C<br />

ertified <strong>IT</strong> Marketing Manager<br />

(geprüfte/-r <strong>IT</strong>-Ökonom/-in)<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Certified <strong>IT</strong> Marketing Managers sind befähigt, in Betrieben,<br />

die Produkte oder Dienstleistungen der Informations-<br />

<strong>und</strong> Kommunikationstechnologie herstellen,<br />

anbieten oder anwenden, technisch optimale <strong>und</strong> marktgerechte<br />

<strong>IT</strong>-Lösungen bereitzustellen. Ebenso gehören<br />

die Leitung der Vermarktung <strong>und</strong> des Einkaufs von <strong>IT</strong>-<br />

Produkten sowie <strong>IT</strong>-Dienstleistungen, die Vorbereitung<br />

strategischer Unternehmensentscheidungen unter<br />

kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten<br />

<strong>und</strong> Aufgaben der Mitarbeiterführung zum Tätigkeits -<br />

profil. Certified <strong>IT</strong> Marketing Managers üben die Aufgaben<br />

unter Berücksichtigung von Rechtsvorschriften sowie<br />

technischer, betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge<br />

<strong>und</strong> des Qualitätsmanagements aus. Sie stellen sich dabei<br />

auf neue Technologien, wandelnde lokale <strong>und</strong> globale<br />

Marktverhältnisse sowie sich verändernde Methoden des<br />

Selbst- <strong>und</strong> Prozessmanagements flexibel ein.<br />

--<br />

Eine abgeschlossene Ausbildung,<br />

die dem Bereich<br />

der Informations- <strong>und</strong> Telekommunikationstechnik<br />

zugeordnet werden kann<br />

<strong>und</strong> danach eine mind. einjährige<br />

Berufspraxis oder<br />

--<br />

eine abgeschlossene Ausbildung<br />

in einem sonstigen<br />

anerkannten Ausbildungsberuf<br />

<strong>und</strong> danach eine<br />

mind. zweijährige Berufspraxis<br />

oder<br />

--<br />

eine mind. fünfjährige<br />

Berufspraxis<br />

Die Zulassung zur Prüfung<br />

sollte vor Beginn eines<br />

Vorbereitungslehrganges<br />

bei der zuständigen IHK<br />

beantragt werden, damit<br />

geprüft werden kann, ob<br />

die geforderte Berufspraxis<br />

den gewünschten Anforderungen<br />

entspricht.<br />

188<br />

189


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

Foto: iStock © AmpH<br />

C<br />

ertified <strong>IT</strong> Technical Engineer<br />

(geprüfte/-r Informatiker/-in)<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Certified <strong>IT</strong> Technical Engineers sind befähigt, die <strong>IT</strong>-<br />

Geschäftsfelder eines Unternehmens oder einer Organisation<br />

dauerhaft am Markt strategisch zu positionieren<br />

<strong>und</strong> entsprechend fortzuentwickeln. Das Schließen von<br />

strategischen Allianzen <strong>und</strong> Partnerschaften, die Entscheidungsfindung<br />

in den Handlungsfeldern Technologie, Entwicklung<br />

<strong>und</strong> Personal sowie Aufgaben der Personalführung<br />

gehören ebenfalls zum Profil.<br />

--<br />

Eine mit Erfolg abgelegte<br />

Fortbildungsprüfung auf<br />

Ebene der Operativen<br />

Professionals oder<br />

--<br />

eine mit Erfolg abgelegte<br />

Hochschulprüfung in<br />

einem Studiengang im<br />

Bereich der Informations<strong>und</strong><br />

Telekommunikationstechnik<br />

sowie<br />

--<br />

Kenntnisse im Bereich<br />

Mitarbeiterführung/<br />

Personalmanagement <strong>und</strong><br />

--<br />

eine mind. zweijährige<br />

Berufspraxis sowie nachgewiesene<br />

Englischkenntnisse<br />

C<br />

ertified <strong>IT</strong> Systems Manager<br />

(geprüfte/-r <strong>IT</strong>-Entwickler/-in)<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

Certified <strong>IT</strong> Systems Managers sind qualifiziert, in Betrieben,<br />

die Produkte oder Dienstleistungen der Informationstechnologie<br />

herstellen, anbieten oder anwenden,<br />

technisch optimale <strong>und</strong> marktgerechte <strong>IT</strong>-Lösungen zu<br />

entwickeln, <strong>IT</strong>-Entwicklungsprojekte zu planen, zu steuern<br />

<strong>und</strong> zu kontrollieren sowie Mitarbeiterführungsaufgaben<br />

wahrzunehmen. Sie üben die Aufgaben unter Berücksichtigung<br />

von Rechtsvorschriften sowie technischer,<br />

betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge <strong>und</strong> des Qualitätsmanagements<br />

aus. Sie stellen sich dabei auf neue<br />

Technologien, wandelnde lokale <strong>und</strong> globale Marktverhältnisse<br />

sowie sich verändernde Methoden des Selbst<strong>und</strong><br />

Prozessmanagements flexibel ein.<br />

--<br />

Eine abgeschlossene Ausbildung,<br />

die dem Bereich<br />

der Informations- <strong>und</strong> Telekommunikationstechnik<br />

zugeordnet werden kann<br />

<strong>und</strong> danach eine mind.<br />

einjährige Berufspraxis oder<br />

--<br />

eine abgeschlossene Ausbildung<br />

in einem sonstigen<br />

anerkannten Ausbildungsberuf<br />

<strong>und</strong> danach eine<br />

mind. zweijährige Berufspraxis<br />

oder<br />

--<br />

eine mind. fünfjährige<br />

Berufspraxis<br />

Die Zulassung zur Prüfung<br />

sollte vor Beginn eines<br />

Vorbereitungslehrganges<br />

bei der zuständigen IHK<br />

beantragt werden, damit<br />

geprüft werden kann, ob<br />

die geforderte Berufspraxis<br />

den gewünschten Anforderungen<br />

entspricht.<br />

D atenbankadministrator/-in<br />

Datenbankadministratoren/-innen überwachen<br />

den Systembetrieb von Datenbanken <strong>und</strong> stellen ihn<br />

sicher. Sie beheben Fehler <strong>und</strong> vermeiden Stillstände<br />

durch proaktives Handeln. Sie planen, installieren, konfigurieren<br />

<strong>und</strong> testen Datenbanken, migrieren Datenbestände<br />

<strong>und</strong> führen Release-Wechsel durch. Daten bankadminis<br />

tra toren/-innen analysieren <strong>und</strong> optimieren darüber<br />

hinaus die Performance von Datenbanken <strong>und</strong> stellen<br />

die Verfügbarkeit sowie Wiederherstellbarkeit der Daten<br />

sicher. An der Entwicklung <strong>und</strong> technischen Umsetzung<br />

von Konzepten <strong>und</strong> Methoden zur Datensicherheit sind<br />

Daten bank ad minis tra toren/-innen ebenfalls beteiligt. In<br />

engem Kontakt zur Anwendungsentwicklung sowie zum<br />

Netzwerk- <strong>und</strong> Systembereich entwickeln sie im Bedarfsfall<br />

Problemlösungen <strong>und</strong> schulen in Datenbanktools.<br />

Die Zulassung zur Prüfung<br />

sollte vor Beginn eines<br />

Vorbereitungslehrganges<br />

bei der zuständigen IHK<br />

beantragt werden, damit<br />

geprüft werden kann, ob<br />

die geforderte Berufspraxis<br />

den gewünschten Anforderungen<br />

entspricht.<br />

--<br />

Für die Fortbildung meist<br />

einschlägige Berufserfahrung<br />

<strong>und</strong><br />

--<br />

Vorkenntnisse im Bereich<br />

Hard- <strong>und</strong> Software sowie<br />

--<br />

die Fachhochschulreife<br />

190<br />

191


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

D atenbankentwickler/-in<br />

Datenbankentwickler/-innen konzipieren <strong>und</strong><br />

implementieren Datenbanken bedarfsgerecht <strong>und</strong> wirtschaftlich.<br />

Sie nutzen hierzu standardisierte Prinzipien,<br />

Methoden, Sprachen <strong>und</strong> die von den zugr<strong>und</strong>e liegenden<br />

Daten bank management systemen zur Verfügung<br />

gestellten Werkzeuge. Daten bank entwickler/-innen optimieren<br />

das Leistungsverhalten von <strong>IT</strong>-Systemen durch<br />

einen auf die Systemanforderungen zugeschnittenen<br />

Datenbankentwurf. Sie sind darüber hinaus für Maßnahmen<br />

zur Unterstützung der Mitführung vorhandener<br />

Datenbestände auf neue Systeme (Migration) zuständig<br />

<strong>und</strong> unterstützen Unit-, Integrations- <strong>und</strong> Gesamtsystemtests.<br />

Während der Schwerpunkt der Daten bankadminis<br />

tra toren/-innen eher bei der Modifizierung <strong>und</strong><br />

praktischen Verwaltung von Datenbanken liegt, müssen<br />

Datenbankentwickler/-innen meist eine höhere theoretische<br />

<strong>und</strong> analytische Kompetenz mitbringen. In zahlreichen<br />

Aspekten lässt sich allerdings kein Unterschied<br />

ausmachen, da die Tätigkeit sehr stark mit den Voraussetzungen<br />

<strong>und</strong> Anforderungen der einzelnen Unternehmen,<br />

Behörden <strong>und</strong> Institutionen variiert.<br />

E -Commerce-Manager/-in<br />

E-Commerce-Manager/-innen arbeiten an der<br />

Schnittstelle zwischen Informationstechnik <strong>und</strong> Vertrieb.<br />

Sie entwickeln E-Commerce-Plattformen, wählen<br />

Systemkomponenten für diese aus oder verbessern sie.<br />

Sie sind beschäftigt als Web entwickler/-innen <strong>und</strong> Webanalysten/-innen,<br />

als Online pro dukt manager/-innen oder<br />

als Prozess- <strong>und</strong> Pro jekt ma na ger/-innen sowie im Bereich<br />

Multi-Chan nel-Marketing. Master ab sol ven ten/-innen<br />

--<br />

Für die Fortbildung meist<br />

einschlägige Berufserfahrung<br />

<strong>und</strong><br />

--<br />

Vorkenntnisse im Bereich<br />

Hard- <strong>und</strong> Software sowie<br />

--<br />

die Fachhochschulreife<br />

--<br />

Z. B. eine duale Ausbildung<br />

im kaufmännischem Bereich,<br />

beispielweise zum/zur<br />

Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation<br />

oder<br />

im Bereich der Informatik<br />

(Informatikkaufmann/-frau<br />

oder Fachinformatiker/-in)<br />

mit entsprechend ausgerichteter<br />

langjähriger<br />

beruflicher Erfahrung oder<br />

--<br />

ein Studium im Bereich<br />

E-Commerce oder Wirtschaftsinformatik<br />

treiben strategische Themen des E-Commerce an. Sie verfügen<br />

über einen Überblick der gesamten Vertriebskanäle<br />

des Unternehmens, erschließen neue K<strong>und</strong>ensegmente,<br />

erk<strong>und</strong>en neue Märkte <strong>und</strong> erkennen Wachstumschancen.<br />

Sie arbeiten als Führungskräfte <strong>und</strong> Projektleitungen<br />

in den Bereichen E-Commerce, Business Development<br />

oder als technische Projekt mana ger/-innen.<br />

E<br />

lektroniker/-in für<br />

Informations- <strong>und</strong> Systemtechnik<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Elektroniker/-innen für Informations- <strong>und</strong> Systemtechnik<br />

montieren Hardwarekomponenten <strong>und</strong> elektronische<br />

Bauteile. Sie installieren informationstechnische Geräte,<br />

konfigurieren Betriebssysteme sowie Netzwerke, integrieren<br />

Sicherheitsmechanismen <strong>und</strong> richten Bedienoberflächen<br />

sowie Benutzerdialoge ein. Außerdem programmieren<br />

sie Softwarekomponenten, passen standardisierte<br />

Softwarelösungen an <strong>und</strong> entwickeln Schnittstellen<br />

zwischen integrierten Hard- <strong>und</strong> Softwarekomponenten.<br />

Darüber hinaus leisten sie Support bei Systemstörungen<br />

<strong>und</strong> beseitigen Fehlfunktionen, z. B. durch Softwareanpassungen<br />

oder den Austausch defekter Komponenten.<br />

Im Laufe der dreieinhalbjährigen Ausbildung vertiefen<br />

sie je nach Einsatzgebiet ihre Kenntnisse in den Gebieten<br />

Automatisierungssysteme, Signal- <strong>und</strong> Sicherheitssysteme,<br />

Informations- <strong>und</strong> Kommunikationssysteme,<br />

funktechnische Systeme <strong>und</strong> Embedded Systems.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

192<br />

193


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

F achinformatiker/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Fachinformatiker/-innen setzen fach- <strong>und</strong> k<strong>und</strong>enspezifische<br />

Anforderungen in komplexe Hard- <strong>und</strong> Softwaresysteme<br />

um. Sie analysieren, planen <strong>und</strong> realisieren informations-<br />

sowie telekommunikationstechnische Systeme<br />

<strong>und</strong> entwickeln Softwareanwendungen. Außerdem führen<br />

sie neue oder modifizierte Systeme der Informations<strong>und</strong><br />

Telekommunikationstechnik ein. K<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong><br />

Be nut zern/-innen stehen sie für die fachliche Beratung,<br />

Betreuung <strong>und</strong> Schulung zur Verfügung. Darüber hinaus<br />

verfügen sie über ein kaufmännisches Verständnis <strong>und</strong> sind<br />

dabei, wenn <strong>IT</strong>-Lösungen geplant, kalkuliert <strong>und</strong> präsentiert<br />

werden. Die Ausbildung zum/zur Fach infor ma tiker/-in<br />

kann in zwei verschiedenen Fachrichtungen absolviert<br />

werden: Anwendungsentwicklung oder Systemintegration.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung<br />

Der Beruf ist etwas für begeisterte Programmierer/-innen.<br />

Fachinformatiker/-innen, die sich für den Bereich Anwendungsentwicklung<br />

entscheiden, erwartet ein Berufsleben<br />

ohne Routine. Jeder Tag, jeder Auftrag ist anders.<br />

Ständig müssen neue Lösungsansätze gef<strong>und</strong>en werden.<br />

Um das zu können, beherrschen sie verschiedene Programmiersprachen<br />

sowie Datenbanksysteme <strong>und</strong> haben<br />

ein tiefes Verständnis für Betriebssysteme sowie Browsertechnologien.<br />

Weil sowohl die verwendeten Programmiersprachen<br />

als auch die Betriebssysteme ständig wechseln, müssen<br />

Fach informatiker/-innen für Anwendungsentwicklung<br />

immer auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung<br />

sein. Außerdem beherrschen sie Methoden der<br />

Projektplanung, -durchführung <strong>und</strong> -kontrolle. Im Einzelnen<br />

konzipieren <strong>und</strong> realisieren sie k<strong>und</strong>enspezifische<br />

Softwareanwendungen oder verbessern bestehende<br />

Softwarelösungen <strong>und</strong> dokumentieren diese. Darüber<br />

hinaus entwickeln sie anwendungsgerechte sowie<br />

ergonomische Bedienoberflächen. Für ihre Arbeit nutzen<br />

sie Programmiersprachen <strong>und</strong> Werkzeuge wie z. B. Entwicklertools.<br />

Außerdem setzen sie Methoden des Software<br />

Engineerings ein. Für die Analyse von Fehlern <strong>und</strong><br />

deren Behebung nutzen sie Experten- <strong>und</strong> Diagnosesysteme.<br />

Teilweise übernehmen sie auch Beratungs- <strong>und</strong><br />

Schulungsaufgaben.<br />

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Anwendungsentwicklung<br />

arbeiten in klassischen <strong>IT</strong>-Unternehmen,<br />

Games- <strong>und</strong> Webagenturen, aber auch in<br />

den <strong>IT</strong>‐Abteilungen von Banken, Versicherungen <strong>und</strong><br />

194<br />

195


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

Logistik unternehmen sowie zunehmend in Handelsunternehmen<br />

im Bereich E-Commerce. Eine Ausbildung<br />

zum/zur Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung<br />

empfiehlt sich für all diejenigen, denen ein klassisches<br />

Informatik studium zu theoretisch erscheint.<br />

Fachinformatiker/-in Systemintegration<br />

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Systemintegration<br />

arbeiten in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche<br />

– vor allem aber in der <strong>IT</strong>-Branche. Sie sorgen<br />

dafür, dass die <strong>IT</strong> läuft. Einerseits beraten sie beim Kauf<br />

von Computern <strong>und</strong> Software, andererseits stellen sie<br />

ganze <strong>IT</strong>-Systeme <strong>und</strong> Netze zusammen, die sie installieren,<br />

betreuen <strong>und</strong> dokumentieren. Häufig führen Fachinfor<br />

ma tiker/-innen für Systemintegration auch Schulungen<br />

für <strong>IT</strong>-Anwender/-innen durch. Deshalb müssen<br />

sie ihr Wissen gut <strong>und</strong> verständlich vermitteln können. Im<br />

Einzelnen konzipieren sie komplexe Systeme der Informations-<br />

<strong>und</strong> Telekommunikationstechnik durch Integration<br />

von Softwarekomponenten <strong>und</strong> konfigurieren<br />

vernetzte informations- sowie telekommunikationstechnische<br />

Systeme. Sie setzen die vielfältigen Methoden der<br />

Projektplanung, -durchführung sowie -kontrolle ein <strong>und</strong><br />

beheben Störungen durch den Einsatz von Experten- <strong>und</strong><br />

Diagnosesystemen. Häufig arbeiten Fach infor ma tiker/<br />

-innen nach der Ausbildung als <strong>IT</strong>- oder Netz werk administratoren/-innen.<br />

G ameprogrammierer/-in<br />

Gameprogrammierer/-innen sind für die Funktion<br />

der Game Engines <strong>und</strong> das reibungslose Zusammenspiel<br />

der grafischen Komponenten (Real Time Graphic Engine,<br />

Physics Engine etc.) der verschiedenen Plattformen (PC,<br />

Konsole, Mobile Devices) verantwortlich. Game pro grammierer/-innen<br />

beherrschen zumindest die Gr<strong>und</strong>lagen<br />

der klassischen Informatik wie Softwaredesign <strong>und</strong> Asset-<br />

Management, aber auch die der Visualisierung wie 3D<br />

Engine, Shader-Programmierung <strong>und</strong> Real Time Physics.<br />

--<br />

Eine Ausbildung zum/zur<br />

Fachinformatiker/-in im<br />

Bereich Anwendungsentwicklung<br />

oder<br />

--<br />

eine Ausbildung zum/zur<br />

mathematisch-technischen<br />

Softwareentwickler/-in<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium an einer<br />

staatlichen oder privaten<br />

Hochschule mit dem<br />

Schwerpunkt Game -<br />

programmierung oder<br />

--<br />

ein Informatikstudium<br />

196<br />

197


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

I nformatiker/-in<br />

Der Studiengang Informatik wird an Fach- <strong>und</strong> Hochschulen<br />

in verschiedenen Fachrichtungen angeboten.<br />

In der Praxis sind die Berufs- bzw. Tätigkeitsprofile stark<br />

auf die Erfordernisse des jeweiligen Arbeitsumfeldes ausgerichtet.<br />

Nach Schwerpunkten liegen die Fachkenntnisse<br />

der Infor ma ti ker/-innen auf folgenden Gebieten:<br />

formale Methoden, Datenstrukturen, effiziente Algorithmen,<br />

Kompatibilität, Kodierung, algorithmische Geometrie,<br />

Hardwareentwurf, Betriebssysteme, Datenbanken,<br />

Informations systeme, Programmierung, Softwaretechnologie,<br />

künst liche Intelligenz, Rechnernetze, grafische<br />

Datenverarbeitung, Bildverarbeitung, neuronale Netze,<br />

Bioinformatik, Robotik, Audiokommunikation sowie eine<br />

Vielzahl an praktischen Anwendungen. Infor ma ti ker/<br />

-innen werden in nahezu allen größeren Unternehmen,<br />

Behörden <strong>und</strong> Institutionen benötigt, um dort komplexe<br />

Informationssysteme zu analysieren, zu planen, zu entwickeln,<br />

zu modifizieren <strong>und</strong> zu implementieren. Im<br />

Studium kann man sich auf besondere Schwerpunkte<br />

spezialisieren, z. B. Angewandte Informatik, Technische<br />

Infor matik, Medizinische Informatik, <strong>Medien</strong>informatik,<br />

Wirtschaftsinformatik oder Bioinformatik.<br />

I nformatikkaufmann/-frau<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Informatikkaufleute sind vorwiegend in den betriebswirtschaftlichen<br />

<strong>und</strong> kaufmännischen Abteilungen<br />

unter schiedlichster Branchen tätig. Zu ihren Hauptaufgaben<br />

zählen die Planung, Entwicklung, Einführung <strong>und</strong><br />

Für das Studium je nach<br />

Hochschule die allgemeine<br />

oder fachgeb<strong>und</strong>ene Hochschulreife<br />

bzw. Fachhochschulreife<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

Anpassung von Systemen der Informations- <strong>und</strong> Telekommunikationstechnik.<br />

Sie betreuen <strong>und</strong> trainieren auch<br />

die Anwen der/-innen der Systeme. Als Kaufleute sind sie<br />

neben der Kontaktpflege zu K<strong>und</strong>en/-innen auch für die<br />

kaufmännischen Abwicklungen in Zusammenhang mit<br />

den Soft- <strong>und</strong> Hardwaresystemen verantwortlich. Informatikkaufleute<br />

benötigen somit Kenntnisse <strong>und</strong> Erfahrung<br />

in den Bereichen Soft- <strong>und</strong> Hardware, Technik,<br />

Planung <strong>und</strong> Betriebswirtschaft.<br />

I nformationselektroniker/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Informationselektroniker/-innen erbringen Serviceleistungen<br />

für informationstechnische Systeme. Sie verkaufen<br />

<strong>und</strong> reparieren z. B. Geräte der Bild- <strong>und</strong> Ton technik oder<br />

richten Geräte der Datentechnik ein. Daneben beraten<br />

<strong>und</strong> schulen sie Kun den/-innen. Infor ma tions elek tro niker/-innen<br />

sind vorwiegend in Unternehmen beschäftigt,<br />

die Dienstleistungen im Bereich Unterhaltungselektronik<br />

<strong>und</strong> Datentechnik anbieten. Auch bei Herstellern von<br />

Büromaschinen sind sie tätig. Darüber hinaus arbeiten<br />

sie z. B. im Einzelhandel mit Computern oder Fernsehern,<br />

bei Softwarehäusern oder R<strong>und</strong>funkveranstaltern. Außerdem<br />

kommen Betriebe der Elektroinstallation als weitere<br />

Arbeitgeber infrage. Diese b<strong>und</strong>esweit geregelte 3,5-jährige<br />

Ausbildung wird im Handwerk in den Schwerpunkten<br />

Bürosystemtechnik sowie Geräte- <strong>und</strong> Systemtechnik<br />

angeboten.<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

198<br />

199


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

I nformationstechnikermeister/-in<br />

Informationstechnikermeister/-innen übernehmen verantwortliche<br />

Fach- <strong>und</strong> Führungsaufgaben – vor allem<br />

in Handwerksbetrieben auf dem Gebiet der Informationstechnik<br />

<strong>und</strong> Unterhaltungselektronik. Sie arbeiten<br />

hauptsächlich in Betrieben des Informationstechnikerhandwerks<br />

<strong>und</strong> der Elektroindustrie. Das können Unternehmen<br />

sein, die Produkte <strong>und</strong> Dienstleistungen der<br />

Informations- <strong>und</strong> Telekommunikationstechnik sowie der<br />

Unterhaltungselektronik anbieten oder auch elektrische<br />

Mess- <strong>und</strong> Steuerungsinstrumente herstellen. In Studios<br />

von Hörfunk- <strong>und</strong> Fernsehanstalten finden Infor ma tionstech<br />

ni ker meister/-innen ebenfalls Beschäftigungsmöglichkeiten.<br />

Informationstechnikermeister/-in ist eine berufliche<br />

Weiterbildung nach der Handwerksordnung (HwO).<br />

--<br />

Für die Weiterbildung<br />

z. B. eine abgeschlossene<br />

Berufsausbildung in einem<br />

anerkannten Ausbildungsberuf,<br />

der der Informationstechnologie<br />

zugeordnet<br />

werden kann, wie z. B.<br />

Informationselektroniker/<br />

-in oder <strong>IT</strong>-Systemelek troniker/-in<br />

aufzubauen oder zu erweitern <strong>und</strong> Multimediasysteme<br />

oder Netzwerke technisch zu betreuen. Sie arbeiten<br />

bei Software- <strong>und</strong> Datenbankanbietern oder auch in<br />

Multimedia- <strong>und</strong> Werbeagenturen, bei Verlagen, in der<br />

Unternehmensberatung, in Filmstudios oder bei Fernsehanstalten.<br />

I<br />

nformationstechnische/-r Assistent/-in,<br />

staatlich geprüfte/-r<br />

Fachrichtung <strong>Medien</strong>informatik<br />

Assistenten/-innen im Bereich <strong>Medien</strong>informatik entwickeln<br />

<strong>und</strong> programmieren interaktive Produkte sowie<br />

Multimedia- <strong>und</strong> Internetanwendungen. In erster Linie<br />

erstellen sie Software <strong>und</strong> realisieren hierbei Gestaltungsvorgaben.<br />

Sie wählen Autorenwerkzeuge <strong>und</strong> Programmiersprachen,<br />

mit denen sie Rohdaten verarbeiten sowie<br />

Grafik, Bild, Ton <strong>und</strong> Animationen einbinden können.<br />

Auch bei der Konzeption <strong>und</strong> Redaktion von Multimediaprodukten<br />

wirken sie mit. Sie entwerfen beispielsweise<br />

Computergrafiken <strong>und</strong> -animationen, bearbeiten Bilder<br />

sowie Videosequenzen <strong>und</strong> sorgen für eine nutzerfre<strong>und</strong>liche<br />

Darstellung von Text, Bild <strong>und</strong> Ton. Zu ihrem Aufgabengebiet<br />

gehört es zudem, multimediale Datenbanken<br />

Für die berufsfachschulische<br />

Ausbildung meist der<br />

mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

Foto: iStock © Stacie Peterson<br />

Fachrichtung Softwareentwicklung<br />

Assistenten/-innen für Softwareentwicklung entwickeln<br />

selbst Software <strong>und</strong> modifizieren vorhandene Programme<br />

für technische, mathematisch-wissenschaftliche<br />

oder kaufmännische Anwendungen. Sie passen marktübliche<br />

Standardsoftware an betriebliche Erfordernisse<br />

an, integrieren sie in vorhandene <strong>IT</strong>-Systeme <strong>und</strong> entwickeln<br />

anwendergerechte Datenbanken. Dafür analysieren<br />

sie <strong>IT</strong>-Systeme <strong>und</strong> finden individuelle Lösungen. Weiterhin<br />

entwickeln <strong>und</strong> optimieren sie rechnergestützte<br />

<strong>und</strong> -integrierte Informationssysteme (Datenbanken). Im<br />

Arbeitsalltag installieren, konfigurieren <strong>und</strong> pflegen sie<br />

200<br />

201


System- <strong>und</strong> Anwendungssoftware auf Rechnern <strong>und</strong><br />

Rechnernetzen. Darüber hinaus unterstützen <strong>und</strong> beraten<br />

sie K<strong>und</strong>en/-innen bei der Anschaffung geeigneter<br />

<strong>IT</strong>-Systeme <strong>und</strong> schulen bei Bedarf.<br />

führen beispielsweise Datensicherungen durch. Weiterhin<br />

übernehmen sie die Anwenderschulung sowie Software-<br />

<strong>und</strong> Systemberatung.<br />

<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

Fachrichtung Technische Informatik<br />

Assistenten/-innen dieser Fachrichtung programmieren<br />

Systemlösungen für betriebliche Prozesse, passen<br />

bestehende Soft- oder Hardware an oder entwickeln<br />

Datenbanken <strong>und</strong> Programme mithilfe geeigneter Programmiersprachen<br />

<strong>und</strong> Softwareentwicklungswerkzeugen.<br />

Außerdem installieren sie Software <strong>und</strong> Netzwerke,<br />

administrieren Computer <strong>und</strong> warten diese. In der Prozessdatenverarbeitung<br />

steuern, überwachen <strong>und</strong> optimieren<br />

sie computerunterstützte industrielle Abläufe.<br />

Sie erstellen Qualitätsrichtlinien für Programme, entwickeln<br />

Programmtests, führen diese durch <strong>und</strong> bera ten<br />

Pro gram mie rer/-innen im Rahmen der Entwicklungsstandardisierung.<br />

Fachrichtung Wirtschaftsinformatik<br />

Überall dort, wo große Datenmengen rascher Veränderung<br />

unterliegen <strong>und</strong> verwaltet, archiviert sowie zugänglich<br />

gemacht werden müssen, ist das Wissen von Assistenten/-innen<br />

für Wirtschaftsinformatik gefragt. Mit dem<br />

Ziel, Arbeitsabläufe zu optimieren, wirken sie bei der Entwicklung<br />

<strong>und</strong> Installation von Anwendungsprogrammen<br />

mit. Assis ten ten/-innen für Wirtschaftsinformatik analysieren<br />

<strong>IT</strong>-Systeme im Hinblick auf Nutzerfre<strong>und</strong>lichkeit<br />

sowie Wirtschaftlichkeit <strong>und</strong> ermitteln den eventuellen<br />

Anpassungsbedarf. Dementsprechend konfigurieren<br />

sie Hard- <strong>und</strong> Softwarekomponenten. Zudem erstellen<br />

sie bedarfsgerechte Datenbanken <strong>und</strong> programmieren<br />

Internetlösungen, betreuen bestehende Systeme <strong>und</strong><br />

I T-Berater/-in<br />

<strong>IT</strong>-Berater/-innen akquirieren <strong>IT</strong>-Beratungsprojekte <strong>und</strong><br />

führen sie durch. Sie bewerten dabei zunächst fremde<br />

<strong>und</strong> eigene <strong>IT</strong>-Systeme unter technischen sowie wirtschaftlichen<br />

Gesichtspunkten <strong>und</strong> gestalten aus den<br />

Ergebnissen die notwendigen Veränderungsprozesse. Sie<br />

schlagen k<strong>und</strong>enspezifische Lösungen vor, organisieren<br />

effiziente Arbeits- <strong>und</strong> Systemabläufe (z. B. durch Migration<br />

von Anwendungen) <strong>und</strong> planen sowie überwachen<br />

die Umsetzung der <strong>IT</strong>-Konzepte. Neben der Analyse von<br />

Problemen untersuchen <strong>und</strong> modellieren <strong>IT</strong>-Berater/<br />

-innen Geschäftsprozesse, definieren Angebote <strong>und</strong><br />

erarbeiten Informatikstrategien. Außerdem erstellen sie<br />

Durchführbarkeitsstudien, erarbeiten Kriterien für Makeor-Buy-Entscheidungen<br />

<strong>und</strong> managen Produktportfolios.<br />

Administrative Tätigkeiten wie Dokumentation, Präsentation,<br />

Abstimmung, Qualitätsprüfung, Tests, Übergaben,<br />

Release-Entwicklung <strong>und</strong> Verfahrensbetreuung gehören<br />

ebenfalls zu ihren Aufgaben.<br />

I T-K<strong>und</strong>enbetreuer/-in<br />

<strong>IT</strong>-K<strong>und</strong>enbetreuer/-innen analysieren komplexe Probleme<br />

von <strong>IT</strong>-Produkten <strong>und</strong> -Systemen. Sie erarbeiten<br />

<strong>und</strong> implementieren Problemlösungen. <strong>IT</strong>‐K<strong>und</strong>enbe<br />

treuer/-innen werden von Unternehmen beschäftigt,<br />

die einzelne Hard- <strong>und</strong> Softwareprodukte bzw.<br />

--<br />

Z. B. ein Studium der<br />

Informatik, Wirtschaftsinformatik<br />

oder<br />

--<br />

eine Ausbildung zum/zur<br />

Fachinformatiker/-in<br />

--<br />

Für die Weiterbildung eine<br />

abgeschlossene <strong>IT</strong>-Erstausbildung<br />

<strong>und</strong>/oder<br />

--<br />

mehrjährige branchenrelevante<br />

Berufserfahrung<br />

202<br />

203


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

Produktgruppen oder Komplettlösungen entwickeln <strong>und</strong><br />

vertreiben (produktspezifischer <strong>IT</strong>-Support). Ihre Aufgabe<br />

ist es, die Funktionalität der Produkte sowie Lösungen<br />

<strong>und</strong> damit die K<strong>und</strong>enzufriedenheit sicherzustellen. Sie<br />

nehmen K<strong>und</strong>enanfragen, Fehlermeldungen sowie Reklamationen<br />

auf <strong>und</strong> bewerten diese. Sie lokalisieren <strong>und</strong><br />

beheben technische Fehler. <strong>IT</strong>‐K<strong>und</strong>enbetreuer/-innen<br />

werden auch von Unternehmen beschäftigt, die firmenintern<br />

oder für K<strong>und</strong>en/-innen Support für Rechnersysteme<br />

bzw. Teilbereiche von Rechnersystemen inklusive deren<br />

Komponenten leisten (systemspezifischer Support). Sie<br />

schulen K<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong> Mitarbeiter/-innen.<br />

I T-Manager/-in<br />

<strong>IT</strong>-Manager/-innen sind für die gesamte informationstechnische<br />

Infrastruktur eines Unternehmens verantwortlich.<br />

Sie koordinieren die Arbeitsabläufe innerhalb<br />

der <strong>IT</strong>-Abteilung <strong>und</strong> sorgen für ein reibungsloses<br />

Zusammenspiel zwischen der <strong>IT</strong>-Abteilung <strong>und</strong> den<br />

anderen Unternehmensbereichen. Innerhalb ihres Verantwortungsbereichs<br />

koordinieren, steuern <strong>und</strong> unterstützen<br />

<strong>IT</strong>- Mana ger/-innen <strong>IT</strong>-Projekte <strong>und</strong> -Prozesse zur<br />

Absicherung der jeweiligen Ziele. Dabei organisieren sie<br />

selbstständig ihren Verantwortungsbereich, setzen die<br />

strategische Informationssystemplanung um, verantworten<br />

das Budget <strong>und</strong> planen sowie steuern die Ressourcen<br />

(Infrastruktur, Personal). Sie stellen das erforderliche<br />

Personal bereit, qualifizieren es <strong>und</strong> führen die ihnen<br />

unterstellten Mit arbei ter/-innen. Sie beraten Unternehmen<br />

<strong>und</strong> Organisationseinheiten bei der Konzipierung<br />

erforderlicher Qualifizierungsmaßnahmen.<br />

--<br />

Eine abgeschlossene Ausbzw.<br />

Fortbildung oder<br />

--<br />

ein Hochschulabschluss<br />

in der Informations- <strong>und</strong><br />

Kommunikationstechnik<br />

I T-Projektleiter/-in<br />

Die Gestaltung von Geschäftsprozessen im <strong>IT</strong>-Bereich<br />

ist die Aufgabe von <strong>IT</strong>‐Projektleitern/-innen. Sie planen<br />

<strong>und</strong> koordinieren den gesamten Ablauf von <strong>IT</strong>‐Projekten:<br />

Dazu strukturieren sie Prozesse <strong>und</strong> Arbeitsschritte, erstellen<br />

Projekt-, Kosten- <strong>und</strong> Einsatzmittelpläne, beraten<br />

K<strong>und</strong>en/-innen, erstellen Angebote, wählen die Arbeitsmittel<br />

aus <strong>und</strong> legen Standards sowie Ziele fest. Ebenso<br />

gehört die Überwachung <strong>und</strong> Steuerung des Projektablaufs<br />

unter Berücksichtigung der jeweils definierten Prioritäten<br />

zum Aufgabenbereich. <strong>IT</strong>-Projektleiter/-innen stellen<br />

das Projektteam zusammen, führen sowie motivieren<br />

Mitarbeiter/-innen <strong>und</strong> fördern die Kooperation im Team.<br />

Sie planen den Personalbedarf <strong>und</strong> die Mitarbeiterentwicklung,<br />

weisen auf Qualifizierungslücken hin, leiten bei<br />

Bedarf Qualifizierungsmaßnahmen ein <strong>und</strong> unterstützen<br />

diese. Auch für die Planung <strong>und</strong> Leitung der betrieblichen<br />

Ausbildung sind sie zuständig. Sie dokumentieren Projektverläufe<br />

regelmäßig <strong>und</strong> präsentieren K<strong>und</strong>en/-innen<br />

die Ergebnisse in Fachgesprächen. Zudem sind sie für die<br />

weitere Pflege der K<strong>und</strong>enkontakte verantwortlich. <strong>IT</strong>-<br />

Projektleiter/-innen führen auch Projektnachkalkulationen<br />

durch, verfassen Abschlussberichte <strong>und</strong> lösen nach Projektabschluss<br />

die Projektorganisation auf.<br />

I T-Servicemanager/-in<br />

<strong>IT</strong>-Servicemanager/-innen sind verantwortlich für den<br />

Support, das heißt für die K<strong>und</strong>enbetreuung. Sie leisten<br />

telefonisch oder per E-Mail Hilfestellung bei Fragen oder<br />

Problemen mit Hard- <strong>und</strong> Software. Sie organisieren<br />

bei Bedarf Reparatur- oder Servicemaßnahmen vor Ort,<br />

dokumentieren die Anfragen <strong>und</strong> bauen beispielsweise<br />

--<br />

Für die Weiterbildung<br />

einschlägige Berufserfahrung<br />

oder Vorkenntnisse<br />

im Bereich von Hard- <strong>und</strong><br />

Software sowie<br />

--<br />

die Fachhochschulreife<br />

--<br />

Meist eine Aus- bzw. Weiterbildung<br />

oder<br />

--<br />

ein Hochschulabschluss<br />

auf dem Gebiet der Informations-<br />

<strong>und</strong> Kommunikationstechnologie<br />

204<br />

205


FAQ-Datenbanken auf. Darüber hinaus konzipieren, realisieren<br />

<strong>und</strong> optimieren sie Service- <strong>und</strong> Supportverträge<br />

mit Unternehmen, die <strong>IT</strong>-Systeme nutzen, <strong>und</strong> pflegen<br />

den Kontakt zu Herstellern. Gegebenenfalls führen<br />

sie auch Schulungen zu neuen Hard- <strong>und</strong> Softwareprodukten<br />

durch. <strong>IT</strong>-Ser vice mana ger/-innen können z. B. bei<br />

Soft- <strong>und</strong> Hardwareherstellern mit eigenen Servicehotlines,<br />

bei Systemhäusern oder im Callcenter von speziellen<br />

Supportanbietern tätig sein.<br />

<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

Mach, was wirklich zählt:<br />

als <strong>IT</strong>-Soldat (m/w)<br />

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Kameradschaft erleben, Verantwortung als Soldat oder Soldatin übernehmen <strong>und</strong> zum<br />

Spezialisten für modernste Technik werden? Als <strong>IT</strong>-Soldat oder Soldatin werden Sie<br />

Teil der Entwicklung der B<strong>und</strong>eswehr zur digitalen Streitkraft – mit ausgezeichneten<br />

Qualifi zierungsmöglichkeiten für Sie <strong>und</strong> Ihre weiteren berufl ichen Perspektiven. An Ihre<br />

Grenzen gehen <strong>und</strong> weiterkommen? Machen Sie sich in der B<strong>und</strong>eswehr stark für<br />

unsere Gesellschaft <strong>und</strong> Ihre Zukunft.<br />

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(b<strong>und</strong>esweit kostenfrei)<br />

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Lesserstraße 180<br />

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I T-Systemelektroniker/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

<strong>IT</strong>-Systemelektroniker/-innen planen bzw. installieren k<strong>und</strong>enspezifische<br />

Systeme der <strong>IT</strong>-Technik, konfigurieren sie<br />

<strong>und</strong> nehmen diese in Betrieb. Sie warten die Systeme, analysieren<br />

Fehler <strong>und</strong> beseitigen Störungen. Daneben beraten<br />

<strong>und</strong> schulen sie K<strong>und</strong>en/-innen. Ihren Arbeitsplatz<br />

haben <strong>IT</strong>- System elek tro ni ker/-innen in Unternehmen, die<br />

Produkte <strong>und</strong> Dienstleistungen der Informations- <strong>und</strong><br />

Telekommunikationstechnik anbieten. Sie finden Beschäftigung<br />

bei Herstellern <strong>und</strong> Betreibern von Telekommunikationsanlagen<br />

<strong>und</strong> -netzen, bei Installa tions betrieben<br />

für Sicherheitstechnik sowie im Einzelhandel oder auch<br />

in Ingenieurbüros, die Netzwerke planen. Innerhalb eines<br />

Unternehmens arbeiten <strong>IT</strong>-System elek tro ni ker/-innen im<br />

Büro, wenn sie die Zusammenstellung der Geräte, Baugruppen<br />

oder Anlagen planen, kalkulieren oder bestellen.<br />

In der Werkstatt arbeiten sie, wenn sie die Teile zusammenbauen,<br />

prüfen, austauschen oder instand setzen. Bei<br />

K<strong>und</strong>en/-innen vor Ort informieren <strong>und</strong> beraten sie, installieren<br />

Geräte sowie Anlagen <strong>und</strong> setzen sie in Betrieb.<br />

Häufig weisen sie auch die Anwender/-innen in die<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

206<br />

207


Bedienung der Geräte ein. Typische Einsatzgebiete sind<br />

zum Beispiel Computersysteme, Festnetze, Funknetze,<br />

Endgeräte oder Sicherheitssysteme.<br />

Bereichen Geschäftsprozesse, Beschaffung, Vertrieb,<br />

kaufmännische Steuerung <strong>und</strong> Kontrolle, <strong>IT</strong>-Produkte <strong>und</strong><br />

-Märkte sowie Systemtechnik. Typische Einsatzgebiete<br />

sind zum Beispiel Branchensysteme, Standardsysteme,<br />

technische Anwendungen, kaufmännische Anwendungen<br />

oder Lernsysteme.<br />

<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

I T-Systemkaufmann/-frau<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

<strong>IT</strong>-Systemkaufleute arbeiten für Unternehmen, die Informations-<br />

<strong>und</strong> Telekommunikationssysteme entwickeln<br />

<strong>und</strong> anbieten. Dort informieren <strong>und</strong> beraten sie Kun den/<br />

-innen, analysieren die k<strong>und</strong>enspezifischen Anforderungen,<br />

kalkulieren <strong>und</strong> erstellen Angebote. Im ständigen<br />

K<strong>und</strong>enkontakt leiten sie die Projekte unter kaufmännischen,<br />

technischen <strong>und</strong> organisatorischen Gesichtspunkten<br />

von der Konzeption bis zur Übergabe an die<br />

Auftraggeber. <strong>IT</strong>-Systemkaufleute sind auch im Bereich<br />

Marketing tätig <strong>und</strong> informieren über die Produkte ihres<br />

Unternehmens. Dazu benötigen sie Branchenkenntnisse<br />

<strong>und</strong> beobachten kontinuierlich den Markt. Inhaltliche<br />

Schwerpunkte der Ausbildung liegen u. a. in den<br />

Foto: iStock © Yuri_Arcurs<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

M athematisch-technische/-r<br />

Softwareentwickler/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Mathematisch-technische Softwareentwickler/-innen<br />

konzipieren, analysieren <strong>und</strong> programmieren Software im<br />

Anwendungs-, Datenbank-, Netzwerk- <strong>und</strong> Forschungsbereich.<br />

Sie wenden dabei Verfahren der numerischen<br />

Mathematik <strong>und</strong> Lösungsalgorithmen an. Die Schlüsselkompetenzen<br />

sind analytisches Denken, die Fähigkeit<br />

zur Abstraktion <strong>und</strong> interdisziplinärer Teamarbeit, Kenntnisse<br />

in der Umsetzung mathematischer Modelle sowie<br />

der Anwendung mathematischer Methoden zur Simulation<br />

von Prozessen, zur Datenauswertung oder Qualitätssicherung.<br />

Darüber hinaus beherrschen sie moderne Programmiersprachen,<br />

Betriebssysteme <strong>und</strong> Softwareentwicklungsmethoden.<br />

Mathematisch-technische Soft ware ent wickler/-innen<br />

verfügen u. a. über die Fähigkeit zur Mitarbeit<br />

an hochkomplexen Systemen in der kommerziellen<br />

Datenverarbeitung. Mit der Berufsbezeichnung „mathematisch-technische/-r<br />

Soft ware ent wick ler/-in“ wird eine<br />

eindeutige Unterscheidung zu den ausgebildeten „staatlich<br />

geprüften mathematisch-technischen Assistenten/<br />

-innen“ gegeben. Ausbildungsbetriebe <strong>und</strong> Arbeitgeber<br />

Für die Ausbildung meist<br />

das (Fach-)Abitur mit guten<br />

bis sehr guten Noten in<br />

Mathematik, Physik <strong>und</strong><br />

Informatik<br />

208<br />

209


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

sind Agenturen <strong>und</strong> Unternehmen unterschiedlicher<br />

Größe <strong>und</strong> Art, z. B. Softwarehäuser, Wirtschaftsunternehmen<br />

(Banken <strong>und</strong> Versicherungen), Forschungseinrichtungen,<br />

Rechenzentren <strong>und</strong> Hochschulen.<br />

M edieninformatiker/-in<br />

<strong>Medien</strong>informatiker/-innen nutzen ihre Informatikkenntnisse,<br />

um neue <strong>Medien</strong>produkte für die Präsentation,<br />

die Kommunikation, das Marketing <strong>und</strong> den Service<br />

zu erstellen. Sie entwickeln Softwaresysteme für Onlinedienste,<br />

die die Möglichkeit zur direkten Kommunikation<br />

mit K<strong>und</strong>en/-innen bieten. Sie visualisieren Informationen<br />

durch Computergrafiken, Simulationen <strong>und</strong> Animationen.<br />

Gleichzeitig ergänzen sie die Onlinepräsenz um Schnittstellen<br />

für die Auftragsabwicklung. <strong>Medien</strong> infor ma ti ker/<br />

-innen beteiligen sich an der Produktion <strong>und</strong> rechnergestützten<br />

Postproduktion von Videos, interaktiven CDs<br />

<strong>und</strong> Inhalten für das Internet. Sie schreiben Lernsoftware,<br />

setzen Autorensysteme ein <strong>und</strong> bauen multimediale<br />

Dokumentationsdatenbanken auf. Sie sorgen mit benutzerfre<strong>und</strong>lichen<br />

Navigationssystemen <strong>und</strong> digitalen<br />

Assistenten dafür, dass die Nutzer/-innen neuer <strong>Medien</strong><br />

genau die Informationen erhalten, die sie interessieren.<br />

Für den Studiengang<br />

(z. B. an der Fachhochschule<br />

Wedel) die Fachhochschulreife<br />

Fernseh-, Hörfunkbetrieben <strong>und</strong> Theatern. Aufgr<strong>und</strong> ihres<br />

hohen technischen Sachverstands <strong>und</strong> Überblicks sind<br />

sie mit einer entsprechenden zusätzlichen betriebswirtschaftlichen<br />

Qualifizierung auch in wirtschaftlichen Leitungsfunktionen<br />

sehr gefragt. Absolventen/-innen des<br />

Studiengangs <strong>Medien</strong>technik an der Hamburger Hochschule<br />

für Angewandte Wissenschaften werden auch als<br />

System inge nieure/-innen bezeichnet. Sie erlangen im<br />

Studium umfangreiches Wissen in medientechnischen<br />

Gr<strong>und</strong>lagen, Systemen, Verfahren <strong>und</strong> Anwendungen<br />

<strong>und</strong> ihren Einsatzfeldern. Darüber hinaus vermittelt das<br />

Studium Schnittstellenkompetenzen im künstlerischen,<br />

grafischen <strong>und</strong> betriebswirtschaftlichen Bereich. Das Studium<br />

ermöglicht somit ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten.<br />

M edientechniker/-in<br />

<strong>Medien</strong>techniker/-innen planen, entwickeln <strong>und</strong><br />

produzieren elektronische <strong>und</strong> multimediale Produkte<br />

<strong>und</strong> Kommunikationsdienstleistungen. Als System experten/-innen<br />

übernehmen sie die technische Produktion<br />

in Multimediaunternehmen, Webagenturen, Film-,<br />

Für das Studium die Fach -<br />

hochschulreife, die allgemeine<br />

Hochschulreife<br />

oder die fachgeb<strong>und</strong>ene<br />

Hochschulreife<br />

Foto: iStock © FabrikaCr<br />

210<br />

211


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

M ultimediaentwickler/-in<br />

Multimediaentwickler/-innen konzipieren <strong>und</strong><br />

implementieren multimediale Off- <strong>und</strong> Onlineanwendungen<br />

bedarfsgerecht <strong>und</strong> wirtschaftlich. Die von<br />

ihnen erstellten <strong>IT</strong>-Systeme zeichnen sich durch die Integration<br />

unterschiedlicher <strong>Medien</strong>arten wie Text, Grafik,<br />

Audio, Video, Animationen sowie Virtual Reality aus <strong>und</strong><br />

weisen häufig einen hohen Grad an Interaktion auf. Multimedia<br />

ent wick ler/-innen unterstützen <strong>IT</strong>-System ana lyti<br />

ker/-innen, <strong>IT</strong>-System pla ner/-innen, Screen de signer/<br />

-innen <strong>und</strong> Kon zep tio ner/-innen beim Erstellen von An -<br />

for derungsmodellen, System-Design-Dokumenten sowie<br />

Storyboards <strong>und</strong> setzen die medialen Bestandteile<br />

des Systems technisch um. Sie berücksichtigen dabei<br />

ergonomische <strong>und</strong> gestalterische Kriterien. Multi mediaentwickler/-innen<br />

bearbeiten die zu integrierenden<br />

<strong>Medien</strong> nach technischen Kriterien <strong>und</strong> konvertieren sie<br />

in ein geeignetes Zielformat.<br />

N etzplaner/-in<br />

Netzplaner/-innen konzipieren komplexe, mitt lere<br />

bis große <strong>IT</strong>-Fest- oder Funknetze sowie die Erweiterung<br />

<strong>und</strong> Modernisierung bestehender Netze <strong>und</strong> Teilnetze<br />

unter Berücksichtigung aktueller <strong>und</strong> erwarteter zukünftiger<br />

Anforderungen des Auftraggebers. Netz pla ner/<br />

-innen kennen den neuesten Stand der Entwicklung von<br />

Protokollen, Standards <strong>und</strong> Technologien im Bereich<br />

Übertragungsmedien <strong>und</strong> aktiver Netzwerkkomponenten.<br />

Sie haben einen umfassenden Überblick der am<br />

Markt operierenden Hersteller <strong>und</strong> Produkte.<br />

--<br />

Für Anpassungsfortbildungen<br />

in diesem Gebiet<br />

meist einschlägige Berufserfahrung<br />

oder Vorkenntnisse<br />

im Bereich von Hard<strong>und</strong><br />

Software sowie die<br />

(Fach-)Hochschulreife <strong>und</strong><br />

--<br />

eine mathematisch-technische<br />

Begabung sowie<br />

eine hohe Affinität zur<br />

Informations- <strong>und</strong> Kommunikationstechnologie<br />

--<br />

Für Anpassungsfortbildungen<br />

in diesem Gebiet<br />

meist einschlägige Berufserfahrung<br />

oder Vorkenntnisse<br />

im Bereich von Hard<strong>und</strong><br />

Software sowie die<br />

Fachhochschulreife <strong>und</strong><br />

--<br />

eine mathematisch-technische<br />

Begabung sowie<br />

eine hohe Affinität zur<br />

Informations- <strong>und</strong> Kommunikationstechnologie<br />

N etzwerkadministrator/-in<br />

Netzwerkadministratoren/-innen betreiben Netzwerke.<br />

Sie analysieren <strong>und</strong> bewerten den internen <strong>und</strong><br />

externen Datenverkehr, kontrollieren <strong>und</strong> analysieren<br />

Datendurchsatz <strong>und</strong> Fehlerrate. Sie organisieren den<br />

Netzbetrieb – einschließlich des Benutzersupports. Sie<br />

analysieren Probleme, isolieren sowie beheben fehlerhafte<br />

Zustände in Netzwerken <strong>und</strong> erarbeiten Richtlinien<br />

für den Netzbetrieb. Sie entwerfen neue technische<br />

Konzepte für den Netzbetrieb <strong>und</strong> entwickeln Netze<br />

unter Beachtung der Auswirkungen der Veränderungen<br />

bedarfsgerecht <strong>und</strong> wirtschaftlich weiter. Netz werkadminis<br />

tratoren/-innen planen <strong>und</strong> überprüfen Sicherheitsmaßnahmen<br />

gegen Angriffe von außen <strong>und</strong> innen.<br />

Sie administrieren aktive <strong>und</strong> passive Komponenten <strong>und</strong><br />

unter stützen Systemdienste mit Netzwerk- sowie Systemmanagementsystemen.<br />

Foto: iStock © sturti<br />

--<br />

Für Anpassungsfortbildungen<br />

in diesem Gebiet<br />

meist einschlägige Berufserfahrung<br />

oder Vorkenntnisse<br />

im Bereich von Hard<strong>und</strong><br />

Software sowie die<br />

(Fach-)Hochschulreife <strong>und</strong><br />

--<br />

eine mathematisch-technische<br />

Begabung sowie<br />

eine hohe Affinität zur<br />

Informations- <strong>und</strong> Kommunikationstechnologie<br />

212<br />

213


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

S AP-Berater/-in<br />

Die Software von SAP (Systeme, Anwendungen,<br />

Produkte in der Datenverarbeitung) hat sich in zahlreichen<br />

Unternehmen als branchenspezifische umfassende<br />

E-Business-Lösung etabliert. Die betrieblichen Prozesse<br />

dieser Unternehmen werden lokal, regional <strong>und</strong> teilweise<br />

international über die SAP-Software verwaltet. Daher<br />

besteht ein sehr großer auch internationaler Bedarf an<br />

Sup por tern/-innen bzw. Beratern/-innen <strong>und</strong> Trainern/<br />

-innen für SAP-Softwarelösungen. SAP-Berater/-innen<br />

unterstützen aber auch Personalabteilungen <strong>und</strong> passen<br />

die SAP-Software an die Erfordernisse von Unterneh men<br />

<strong>und</strong> die individuellen Arbeitsplätze an. Hierzu benötigen<br />

sie professionelle Kenntnisse im Umgang mit den<br />

Instrumenten des modernen Personalmanagements<br />

<strong>und</strong> der Datenverarbeitung. Zu ihrem Aufgabengebiet<br />

gehört auch die Integration von SAP-Lösungen in Internetstrukturen.<br />

Ihre Kenntnisse reichen von betriebswirtschaftlichen<br />

Aspekten bis hin zu Softwarelösungen. Darüber<br />

hinaus benötigen sie eine hohe Kompetenz in den<br />

Bereichen Rhetorik, Gesprächsführung <strong>und</strong> Präsentationstechniken.<br />

--<br />

Eine abgeschlossene<br />

Berufsausbildung in einem<br />

kaufmännischen, kommunikationselektronischen<br />

oder <strong>IT</strong>-orientierten Beruf<br />

sowie<br />

--<br />

Gr<strong>und</strong>kenntnisse der gängigen<br />

Hard- <strong>und</strong> Software<br />

<strong>und</strong> langjährige Berufserfahrung<br />

in der EDV-Branche<br />

bzw. ein wirtschafts- oder<br />

technikorientiertes Studium<br />

Software. Anforderungsmodelle <strong>und</strong> System designs<br />

überprüfen sie auf Korrektheit, Eindeutigkeit <strong>und</strong> Vollständigkeit<br />

sowie auf Realisierbarkeit der System anforderungen<br />

– insbesondere hinsichtlich Sicherheit <strong>und</strong><br />

Leistung. Sie spezifizieren die softwaretechnischen Details<br />

<strong>und</strong> legen die Schnittstellen zu anderen Komponenten<br />

<strong>und</strong> Systemen fest. Vor Beginn der eigentlichen Programmierarbeit<br />

entwerfen sie ggf. Algorithmen, also methodische<br />

Rechenverfahren zur Lösung einer vorgegebenen<br />

Aufgabe oder eines Problems. Auf dieser Basis planen <strong>und</strong><br />

konzipieren sie dann einzelne Softwarebausteine, setzen<br />

diese zusammen <strong>und</strong> bringen sie zum Laufen. Soft wareent<br />

wick ler/-innen sollten über Kenntnisse in Software<br />

Development Kits (SDK) verfügen <strong>und</strong> in jedem Fall<br />

eine höhere Programmiersprache wie Java, C, C++ oder<br />

Objective-C in der Mobile-App-Entwicklung beherrschen.<br />

Im Bereich der App- <strong>und</strong> Webentwicklung arbeiten sie<br />

eng mit Grafik- bzw. Web- oder Screen de signern/-innen<br />

zusammen. Am Ende der Entwicklungsphase führen sie<br />

Tests durch, beheben Fehler <strong>und</strong> wirken bei der Systemintegration<br />

mit. Soft ware ent wick ler/-innen sollten über<br />

ein hohes Abstraktionsvermögen <strong>und</strong> einen scharfen<br />

analytischen Verstand verfügen.<br />

S oftwareentwickler/-in<br />

Softwareentwickler/-innen konzipieren, betreiben<br />

oder optimieren Softwarelösungen <strong>und</strong> Systemsoftware<br />

oder passen bereits vorhandene Standardsoftware an<br />

individuelle Erfordernisse an. Im Rahmen von Systement<br />

würfen analysieren sie zunächst die bestehende <strong>IT</strong>-<br />

Infrastruktur, ermitteln spezifische Anforderungen oder<br />

den konkreten Änderungsbedarf <strong>und</strong> erstellen eine Leistungsbeschreibung<br />

mit den Anforderungen an die neue<br />

--<br />

Eine Ausbildung zum/zur<br />

Fachinformatiker/-in oder<br />

mathematisch-technischen<br />

Softwareentwickler/-in<br />

oder<br />

--<br />

im akademischen Bereich<br />

nach Spezialisierungstiefe<br />

alle Studiengänge der<br />

Informatik<br />

S ystemelektroniker/-in<br />

(b<strong>und</strong>esweit anerkannter Ausbildungsberuf)<br />

Systemelektroniker/-innen sind in der Entwicklung <strong>und</strong><br />

Herstellung von Komponenten, Geräten <strong>und</strong> Systemen<br />

sowie im Service tätig. Sie betreuen K<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong><br />

analysieren die geforderten Funktionen sowie die technischen<br />

Umgebungsbedingungen, konzipieren Komponenten,<br />

Geräte sowie Systeme, entwerfen elektronische<br />

Für die Ausbildung meist<br />

der mittlere Schulabschluss<br />

oder das (Fach-)Abitur<br />

214<br />

215


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

Schaltungen <strong>und</strong> erstellen Fertigungsunterlagen. Sie<br />

stellen Muster <strong>und</strong> Unikate her, wählen mechanische,<br />

elektrische <strong>und</strong> elektronische Komponenten aus, passen<br />

sie an <strong>und</strong> montieren sie zu Geräten <strong>und</strong> Systemen.<br />

Sie programmieren Schnittstellen, planen <strong>und</strong> steuern<br />

Fertigungsabläufe, richten Fertigungsanlagen <strong>und</strong> Prüfsysteme<br />

ein, programmieren, optimieren <strong>und</strong> warten<br />

diese, optimieren Fertigungsprozesse <strong>und</strong> halten Geräte<br />

<strong>und</strong> Systeme instand. System elek tro ni ker/-innen üben<br />

ihre Tätigkeiten selbstständig aus <strong>und</strong> stimmen ihre Arbeit<br />

mit vor- <strong>und</strong> nachgelagerten Bereichen ab. Dabei arbeiten<br />

sie häufig im Team. Beschäftigung finden System elek troni<br />

ker/-innen hauptsächlich in Betrieben des Elektrotechnikerhandwerks<br />

sowie in der Elektroindustrie. Sie arbeiten<br />

z. B. bei Herstellern von Mess-, Steuer- <strong>und</strong> Regelungseinrichtungen<br />

oder elektrischen Ausrüstungen. Betriebe des<br />

Maschinen- <strong>und</strong> Anlagenbaus kommen ebenso als Arbeitgeber<br />

infrage. Auch in der Herstellung <strong>und</strong> der Reparatur<br />

von Büromaschinen, Computern, phono-, video- <strong>und</strong><br />

medizintechnischen Geräten sind sie tätig.<br />

Werte <strong>und</strong> programmieren speicherprogrammierbare<br />

Steuerungen sowie Mikrorechnersysteme. Des Weiteren<br />

warten sie Automatisierungssysteme, beseitigen auftretende<br />

Fehler <strong>und</strong> analysieren Fehlerquellen. Sie weisen<br />

das Bedienpersonal ein <strong>und</strong> kümmern sich um allgemeine<br />

Aufgaben in der Netzwerkadministration.<br />

Foto: iStock © PeopleImages<br />

S ysteminformatiker/-in<br />

Technische Systeminformatiker/-innen setzen Hard<strong>und</strong><br />

Softwaresysteme der Automatisierungstechnik ein,<br />

um technische Arbeits- <strong>und</strong> Fertigungsabläufe effizienter<br />

zu gestalten. Technische Prozesse automatisieren sie<br />

beispielsweise mithilfe von speicherprogrammierbaren<br />

Steuerungen, Prozessleittechnik, Robotertechnik, CNC-<br />

Maschinen, CAD/CIM-Kopplungen oder vernetzten Computersystemen.<br />

Zudem übernehmen sie Aufgaben in<br />

der Mess-, Steuerungs- <strong>und</strong> Regelungstechnik. Sie erstellen<br />

spezifische Software zur Erfassung messtechnischer<br />

Für die schulische Ausbildung<br />

meist die allgemeine<br />

oder fachgeb<strong>und</strong>ene<br />

Hoch schulreife bzw.<br />

Fachhochschulreife<br />

T<br />

echnische/-r Informatiker/-in<br />

Technische Informatiker/-innen denken <strong>und</strong> planen<br />

in komplexen Zusammenhängen. Projektmanagement,<br />

Präsentation <strong>und</strong> Kommunikation gehören ebenso wie<br />

Budgetplanung <strong>und</strong> Kostenkontrolle zu ihrem Handwerkszeug,<br />

aber auch Kreativität ist gefragt: Technische<br />

Infor ma ti ker/-innen konzipieren Automatisierungslösungen,<br />

entwickeln Softwaresysteme, setzen Simulationsmethoden<br />

für den Hardwareentwurf ein <strong>und</strong> übernehmen<br />

die gesamte Planung, Betreuung <strong>und</strong> Abwicklung<br />

technischer Projekte. Sie konfigurieren Rechnernetze<br />

Für das Studium die allgemeine<br />

oder fachgeb<strong>und</strong>ene<br />

Hochschulreife bzw.<br />

Fachhochschulreife<br />

216<br />

217


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

<strong>und</strong> sind in der K<strong>und</strong>enberatung tätig. Sie beschäftigen<br />

sich mit der Programmierung von Echtzeitsystemen <strong>und</strong><br />

Industrierobotern zur Prozess- <strong>und</strong> Fertigungsautomatisierung.<br />

Sie entwerfen Datenbanken <strong>und</strong> programmieren<br />

Multimediaanwendungen. Sie arbeiten beispielsweise in<br />

der Systemanalytik, Medizininformatik oder Produktentwicklung.<br />

W ebadministrator/-in<br />

Webadministratoren/-innen strukturieren <strong>und</strong><br />

pflegen die Internetauftritte von Unternehmen im Hinblick<br />

auf Funktionalität, Aktualität, Firmendesign <strong>und</strong><br />

Nutzerfre<strong>und</strong>lichkeit. Sie betreiben <strong>und</strong> überwachen<br />

Internet- <strong>und</strong> Application-Server mit dem Ziel der stabilen,<br />

permanenten Erreichbarkeit <strong>und</strong> sichern dabei den<br />

Web- <strong>und</strong> Systembetrieb sowie sensible Daten gegen<br />

Angriffe von außen ab. Webadministratoren/-innen unterstützen<br />

die Entwicklung von Internetseiten <strong>und</strong> implementieren<br />

sie in die Website. In Kooperation mit anderen<br />

<strong>IT</strong>-Spezia listen/-innen koordinieren sie die Entwicklung<br />

dynamischer Webkomponenten. Sie sind die Kontaktperson<br />

für End k<strong>und</strong>en/-innen <strong>und</strong> unterstützen betriebliche<br />

Fachabteilungen durch Reports über die Nutzung<br />

von Websites. Sie beraten in technischen Fragestellungen<br />

sowie bei Investitionsentscheidungen <strong>und</strong> koordinieren<br />

komplexe, technisch anspruchsvolle Internetauftritte.<br />

--<br />

Für Anpassungsfortbildungen<br />

in diesem Gebiet<br />

meist einschlägige Berufserfahrung<br />

oder Vorkenntnisse<br />

im Bereich von Hard<strong>und</strong><br />

Software sowie die<br />

(Fach-)Hochschulreife <strong>und</strong><br />

--<br />

eine mathematisch-technische<br />

Begabung sowie<br />

eine hohe Affinität zur<br />

Informations- <strong>und</strong> Kommunikationstechnologie<br />

W ebanalyst/-in<br />

Webanalysten/-innen beobachten die Onlinemarketingaktivitäten<br />

eines Unternehmens. Dazu überwachen<br />

sie die K<strong>und</strong>enreaktionen auf Onlinewerbekampagnen<br />

sowie die Besuche <strong>und</strong> Abverkäufe von Onlineshops<br />

<strong>und</strong> werten diese aus. Anhand ihrer Analysen<br />

entwickeln sie Strategien zur Optimierung von Webportalen<br />

<strong>und</strong> E-Commerce-Aktivitäten. Dazu erfassen Webana<br />

lys ten/-innen mit speziellen Softwarewerkzeugen,<br />

z. B. Google Analytics, wie lange K<strong>und</strong>en/-innen auf einer<br />

Seite verweilen, ob <strong>und</strong> wann sie wiederkommen, <strong>und</strong><br />

von welchen anderen Webseiten sie den Weg zu dem<br />

Unternehmensportal oder Onlineshop finden. Stellt sich<br />

dabei heraus, dass trotz hoher Ausgaben im Bereich der<br />

E-Commerce-Aktivitäten, wie beispielweise Bannerwerbung,<br />

keine höheren Umsätze erzielt werden, gehört es<br />

zum Aufgabenbereich von Web ana lys ten/-innen, die<br />

bestehende Website durch Suchmaschinenoptimierung<br />

oder andere Maßnahmen zu verbessern oder neue Marketingstrategien<br />

zu entwerfen. Dazu arbeiten sie insbesondere<br />

mit den Mit arbeitern/-innen der Marketingabteilung,<br />

mit Web designern/-innen <strong>und</strong> Textern/-innen<br />

zusammen.<br />

W ebentwickler/-in<br />

Webentwickler/-innen setzen in Web-, E-Commerce-<br />

<strong>und</strong> Onlinespieleagenturen die Design- <strong>und</strong> Navigationsvorgaben<br />

der Web- <strong>und</strong> Gamedesigner/-innen,<br />

Artdirectors <strong>und</strong> Konzeptioner/-innen um. Sie sorgen<br />

dafür, dass die jeweiligen Webseiten oder Anwendungen<br />

schnell <strong>und</strong> robust laufen. Da sie für die korrekte Ausgabe<br />

der Designvorgaben auf den bei den Endnutzern/-innen<br />

--<br />

Ein Wirtschaftsinformatikoder<br />

anderes wirtschaftswissenschaftliches<br />

Studium<br />

mit Marketingschwerpunkt<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium im Bereich<br />

Mathematik oder Statistik<br />

oder<br />

--<br />

eine berufliche Ausbildung<br />

zum/zur Kaufmann/-frau<br />

für Marketingkommunikation<br />

mit einer einschlägigen<br />

Weiterbildung <strong>und</strong><br />

--<br />

ein sehr gutes Verständnis<br />

für die Funktionsweise des<br />

Internets sowie ein gut<br />

ausgeprägtes Gespür für<br />

Zahlen<br />

--<br />

Eine Ausbildung als<br />

Fachinformatiker/-in im<br />

Bereich Anwendungsentwicklung<br />

oder<br />

--<br />

ein Studium der (<strong>Medien</strong>-)<br />

Informatik oder<br />

--<br />

eine Ausbildung zum/<br />

zur <strong>Medien</strong>gestalter/-in<br />

mit einer entsprechenden<br />

Weiterbildung<br />

218<br />

219


<strong>IT</strong>-<strong>Berufe</strong><br />

installierten Browsern verantwortlich sind, spricht man bei<br />

ihrer Arbeit auch von Client-Side- oder Frontend-Entwicklung.<br />

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben beherrschen Web entwick<br />

ler/-innen die im Internet gängigen Auszeichungs<strong>und</strong><br />

Skriptsprachen (Markup-Sprachen) wie HTML5 <strong>und</strong><br />

JavaScript. Für die Umsetzung der stilistischen Vorgaben<br />

nutzen sie Cascading Style Sheets (CSS). Für die Anbindung<br />

von Internetseiten an dynamische Quellen wie<br />

Datenbanken oder dynamisch generierte Skripte, kennen<br />

sie sich mit Skriptsprachen wie PHP oder ASP bestens<br />

aus. Browsertechnologien <strong>und</strong> deren Tücken sind ihnen<br />

ebenso geläufig wie die vielfach verwendeten Content-<br />

Management-Systeme (CMS) Typo3, Drupal oder Joomla.<br />

Da sie teils auch komplexe <strong>und</strong> umfangreiche Internetpräsenzen<br />

realisieren, benötigen sie zudem konzeptionelle<br />

Fähigkeiten <strong>und</strong> Kenntnisse im Bereich Usability.<br />

zeigen nützliche Zusammenhänge auf <strong>und</strong> unterstützen<br />

damit Entscheidungsprozesse. Sie betreiben <strong>und</strong> pflegen<br />

Softwaresysteme zur Auftragsabwicklung, zur Lager<strong>und</strong><br />

Materialflussüberwachung, zur Produktionsplanung<br />

<strong>und</strong> -steuerung oder für die Bereiche Controlling, Marketing<br />

<strong>und</strong> Vertrieb. Dabei bilden sie unternehmensspezifische<br />

Geschäftsprozesse in einer Standardumgebung<br />

ab <strong>und</strong> stellen dazu mit ihrem betriebswirtschaftlichen<br />

Sachverstand eine Vielzahl von Parametern ein. All diese<br />

Aufgaben lösen Wirt schafts infor ma ti ker/-innen im Team.<br />

Kommunikation, Präsentation <strong>und</strong> das Management von<br />

Projekten bestimmen ihren Alltag. Sie sorgen für kür zere<br />

Reaktionszeiten auf K<strong>und</strong>enwünsche, für treffsichere<br />

Managemententscheidungen <strong>und</strong> beispielsweise für eine<br />

höhere Produktivität. Dafür brauchen sie breites betriebswirtschaftliches<br />

Wissen <strong>und</strong> solide Informatikkenntnisse.<br />

Wirt schafts infor ma ti ker/-innen sind u. a. begehrte Fachkräfte<br />

im Bereich des E-Commerce.<br />

W irtschaftsinformatiker/-in<br />

Wirtschaftsinformatiker/-innen sind die Verbindung<br />

zwischen Betriebswirtschaft sowie Informations-<br />

<strong>und</strong> Kommunikationstechnik. Sie analysieren<br />

bestehende Organisationsabläufe interner <strong>und</strong> externer<br />

K<strong>und</strong>en/-innen, überprüfen sie auf Effizienz <strong>und</strong> entwerfen<br />

in Absprache mit den Beteiligten Sollkonzepte.<br />

Sie wählen Computersysteme aus, entscheiden über die<br />

Architektur von Rechnernetzen, führen komplexe Standardsoftwaresysteme<br />

ein <strong>und</strong> entwickeln mit leistungsfähigen<br />

Werkzeugen Software, wenn es keine Standardlösungen<br />

gibt. Sie richten Datenbanken ein, regeln den<br />

Zugriff, kümmern sich dabei um Datenschutz sowie<br />

Datensicherheit <strong>und</strong> bringen Ordnung in die Datenflut.<br />

Sie strukturieren, verdichten <strong>und</strong> filtern Informationen,<br />

Für das Studium der Wirtschaftsinformatik<br />

die fachgeb<strong>und</strong>ene<br />

Hochschulreife<br />

bzw. Fachhochschulreife<br />

Foto: iStock © PeopleImages<br />

220<br />

221


Foto: KWB © Christine Robben<br />

Foto: iStock © PeopleImages


225<br />

Adressen der Bildungsanbieter von A–Z<br />

dressen der<br />

A Bildungsanbieter von A–Z<br />

Berufliche Schule an der Alster<br />

Holzdamm 5<br />

20099 Hamburg<br />

Tel. 040 4288624-0<br />

Fax 040 4288624-14<br />

h11@hibb.hamburg.de<br />

www.bs-alster.hamburg.de<br />

Berufliche Schule City Nord<br />

Standort City Nord<br />

Tessenowweg 3<br />

22297 Hamburg<br />

Tel. 040 428959-2001/202<br />

Fax 040 428959-290<br />

office@bs-citynord.hamburg<br />

www.bs-citynord.hamburg<br />

Ballerstaedtweg/Rübenkamp 100<br />

22337 Hamburg<br />

Tel. 040 428959-201/202<br />

Standort Eimsbüttel<br />

Schwenckestr. 91<br />

20255 Hamburg<br />

Tel. 040 428 959-203/204<br />

Berufsschulische Ausbildungen:<br />

• Fachangestellte/-r<br />

für <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> Informationsdienste<br />

Bildungsgänge am Standort:<br />

• Informatikkaufmann/-frau<br />

• Kaufmann/-frau für Büromanagement<br />

Bildungsgänge am Standort:<br />

• Kaufmann/-frau für Büromanagement<br />

Bildungsgänge am Standort:<br />

• Kaufmann/-frau für Büromanagement<br />

• Veranstaltungskaufmann/-frau<br />

Berufliche Schule Farmsen G16<br />

Staatliche Schule für<br />

Technik <strong>und</strong> <strong>Medien</strong><br />

Hermelinweg 8<br />

22159 Hamburg<br />

Tel. 040 428855-750<br />

Fax 040 428855-850<br />

g16@hibb.hamburg.de<br />

www.g16hamburg.de<br />

Berufliche Schule <strong>IT</strong>ECH Elbinsel<br />

Wilhelmsburg BS14<br />

Dratelnstraße 26<br />

21109 Hamburg<br />

Tel. 040 42879-02<br />

Fax 040 42879-450<br />

g18@hibb.hamburg.de<br />

www.g18.de<br />

Berufsschulische Ausbildungen:<br />

• Fachkraft für Veranstaltungstechnik<br />

• Film- <strong>und</strong> Videoeditor/-in<br />

• <strong>Medien</strong>gestalter/-in Bild <strong>und</strong> Ton<br />

• Systeminformatiker/-in<br />

Fachschule Technik:<br />

• Informationstechniker/-in,<br />

staatlich geprüfte/-r<br />

• <strong>Medien</strong>informatiker/-in,<br />

staatlich geprüfte/-r<br />

Höhere Technikschule:<br />

• Informations-, Metall- <strong>und</strong> Elektrotechnik<br />

Berufsschulische Ausbildungen:<br />

• Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung<br />

• Fachinformatiker/-in Systemintegration<br />

• <strong>IT</strong>-Systemelektroniker/-in<br />

Mit der optionalen Zusatzqualifikation „Dual<br />

Plus Fachhochschulreife“ erhalten besonders<br />

motivierte <strong>und</strong> leistungs fähige Auszubildende<br />

die Möglichkeit, parallel zur Berufsausbildung<br />

die Fachhochschulreife zu erwerben.<br />

Höhere Technikschule (HTS):<br />

Wechsel zwischen Schule <strong>und</strong> praktischen<br />

Erfahrungen in Unternehmen der Informations-,<br />

Metall- oder Elektrotechnik + allgemeine<br />

Fachhochschul reife (im zweiten Jahr)<br />

»»<br />

Fortsetzung auf der folgenden Seite<br />

224


227<br />

Adressen der Bildungsanbieter von A–Z<br />

Berufliche Schule <strong>IT</strong>ECH Elbinsel<br />

Wilhelmsburg BS14<br />

BiTS –<br />

Die Unternehmer-Hochschule<br />

Museumstraße 39<br />

22765 Hamburg<br />

Tel. 040 181300-240<br />

Fax 040 181300-250<br />

hamburg@bits-hochschule.de<br />

www.bits-hochschule.de<br />

»»<br />

staatlich anerkannte private Hochschule<br />

»»<br />

Auslandssemester, Unternehmenspraktika,<br />

internationales Netzwerk<br />

»»<br />

brandneuer Campus mitten in der<br />

lebendigen Kreativszene Altonas <strong>und</strong><br />

direkt am Bahnhof Altona gelegen<br />

Fachoberschule Technik (FOS):<br />

Informations- <strong>und</strong> Elektrotechnik +<br />

allgemeine Fachhochschulreife<br />

Berufsoberschule Technik (BOS):<br />

Die BOS Technik richtet sich an alle, die eine<br />

technische Berufsausbildung abgeschlossen<br />

haben <strong>und</strong> einen höheren Bildungsabschluss<br />

als Zugang für ein Studium an einer Fachhochschule<br />

(nach BOS 12) oder Universität<br />

(nach BOS 13) anstreben.<br />

Studiengänge:<br />

• Business & Management Studies (B. Sc.)<br />

• Business Law (LL. B.)<br />

• Business Psychology (B. Sc.)<br />

• Communication & Media Management<br />

(B. Sc.)<br />

• Journalism & Business Communication<br />

(B. A.)<br />

• Sport & Event Management (B. Sc.)<br />

• Corporate Management (M. Sc.),<br />

• Marketing Management (M. A.)<br />

Spezialisierungen:<br />

• Soccer Management<br />

Brand Academy – Hochschule<br />

für Design <strong>und</strong> Kommunikation<br />

University of Applied Sciences<br />

Rainvilleterrasse 4<br />

22765 Hamburg<br />

Tel. 040 38089356-0<br />

Fax 040 38089356-20<br />

bachelor@brand-acad.de<br />

master@brand-acad.de<br />

www.brand-acad.de<br />

»»<br />

staatlich anerkannte, private<br />

Hochschule, BAföG möglich<br />

»»<br />

Europas einzigartige Hochschule für<br />

Markendesign <strong>und</strong> -management<br />

BTK – Hochschule für Gestaltung<br />

Museumstraße 39<br />

22765 Hamburg<br />

Tel. 040 181300-260<br />

Fax 040 181300-250<br />

hamburg@btk-fh.de<br />

www.btk-fh.de<br />

»»<br />

staatlich anerkannte private Hochschule<br />

»»<br />

Auslandssemester, Unternehmenspraktika,<br />

internationales Netzwerk<br />

»»<br />

brandneuer Campus mitten in der<br />

lebendigen Kreativszene Altonas<br />

<strong>und</strong> direkt am Bahnhof Altona gelegen<br />

Studiengänge:<br />

• Brand Management (B. A.)<br />

• Brand Design (B. A.) –<br />

Kommunikationsdesign<br />

• Brand Design (B. A.) – Digital Design<br />

• International Brand Management (M. A.)<br />

• International Brand Communications (M. A.)<br />

Studiengänge:<br />

• Film + Motion Design (B. A.)<br />

• Fotografie (B. A.)<br />

• Illustration (B. A.)<br />

• Kommunikationsdesign (B. A.)<br />

• Photography (M. A.) in Akkreditierung<br />

226


229<br />

Adressen der Bildungsanbieter von A–Z<br />

Christian-Albrechts-Universität<br />

zu Kiel, Technische Fakultät<br />

Technische Fakultät<br />

Kaiserstraße 2<br />

24143 Kiel<br />

Tel. 0431 880-6001<br />

Fax 0431 880-6003<br />

dekanat@tf.uni-kiel.de<br />

www.tf.uni-kiel.de<br />

ComPers Computer<br />

Personalberatung GmbH<br />

Winterhuder Weg 8<br />

22085 Hamburg<br />

Tel. 040 736064-0<br />

Fax 040 736064-90<br />

hamburg@compers.de<br />

www.compers.de<br />

»»<br />

für die Aufstiegsfortbildungen sind<br />

Förderungen über das Aufstiegs-<br />

BAföG möglich<br />

»»<br />

DIN EN ISO 9001 zertifiziert<br />

»»<br />

auch in Hannover <strong>und</strong> Berlin möglich<br />

Studiengänge:<br />

• Digital Communications (M. A.)<br />

• Electrical and Information Engineering (M. A.)<br />

• English and American Literatures,<br />

Cultures, and Media (M. A.)<br />

• Informatik (B. A., M. A.)<br />

• <strong>Medien</strong>wissenschaft: Film <strong>und</strong><br />

Fernsehen (M. A.)<br />

• Musikwissenschaft (B. A., M. A.)<br />

• Wirtschaftsinformatik (B. A., M. A.)<br />

• Wirtschaftsingenieurwesen, Elektro<strong>und</strong><br />

Informationstechnik (B. A., M. A.)<br />

Berufsbegleitende Aufstiegsfortbildungen<br />

zu den A<strong>IT</strong>TS (APO-<strong>IT</strong>)<br />

Operativen Professional Profilen:<br />

• Certified <strong>IT</strong> Business Consultant (IHK)<br />

(<strong>IT</strong>-Berater/-in, geprüfte/-r)<br />

• Certified <strong>IT</strong> Business Manager (IHK)<br />

(<strong>IT</strong>-Projektleiter/-in, geprüfte/-r)<br />

• Certified <strong>IT</strong> Systems Manager (IHK)<br />

(<strong>IT</strong>-Entwickler/-in, geprüfte/-r)<br />

DDA Deutsche Dialogmarketing<br />

Akademie GmbH<br />

Tel. 02129 34578-30<br />

Fax 02129 34578-39<br />

dda@dda-online.de<br />

www.dda-online.de<br />

»»<br />

Bildungsträger mit europäischer<br />

Zertifizierung<br />

»»<br />

Studienorte: Berlin, Hamburg, Köln,<br />

Frankfurt, Stuttgart <strong>und</strong> München<br />

Die <strong>Medien</strong>schule –<br />

Berufliche Schule für <strong>Medien</strong><br />

<strong>und</strong> Kommunikation (bmk)<br />

Eulenkamp 46<br />

22049 Hamburg<br />

Tel. 040 428951-201<br />

Fax 040 428951-204<br />

bs17@hibb.hamburg.de<br />

www.bmk-hh.de<br />

Berufsbegleitende Weiterbildung<br />

in den Themenfeldern:<br />

• Online Marketing<br />

• E-Commerce<br />

• Dialogmarketing<br />

• Social Media<br />

Berufsschulische Ausbildungen:<br />

• Fachangestellte/-r für Markt- <strong>und</strong><br />

Sozialforschung<br />

• Kaufmann/-frau für audiovisuelle <strong>Medien</strong><br />

• Kaufmann/-frau für Dialogmarketing<br />

• Kaufmann/-frau für Marketing -<br />

kommunikation<br />

• <strong>Medien</strong>gestalter/-in Digital <strong>und</strong> Print<br />

• <strong>Medien</strong>kaufmann/-frau Digital <strong>und</strong> Print<br />

Berufsfachschulische Ausbildungen:<br />

• Kaufmännische <strong>Medien</strong>assistenz +<br />

Fachhochschulreife<br />

• Screendesign + Fachhochschulreife<br />

Fach- <strong>und</strong> Berufsoberschule<br />

für Gestaltung<br />

228


Adressen der Bildungsanbieter von A–Z<br />

231<br />

Drehbuchwerkstatt Hamburg e. V.<br />

Große Brunnenstraße 73<br />

22763 Hamburg<br />

Tel. 040 3990-9122<br />

email@drehbuchwerkstatt-hamburg.de<br />

www.drehbuchwerkstatt-hamburg.de<br />

EMBA Europäische <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong><br />

Business-Akademie<br />

Osterfeldstraße 12-14<br />

22529 Hamburg<br />

Tel. 040 4600947-0<br />

Fax 040 4600947-29<br />

info@emba.de<br />

www.emba.de<br />

Auch in Berlin <strong>und</strong> Düsseldorf<br />

vertreten:<br />

Friedrichstraße 50-55<br />

10117 Berlin<br />

Speditionstraße 9<br />

40221 Düsseldorf<br />

Bildungsangebot:<br />

• Drehbuchautor/-in<br />

Studiengänge:<br />

Angewandte <strong>Medien</strong> (B. A.)<br />

mit den Studienrichtungen:<br />

• Kommunikations- <strong>und</strong><br />

<strong>Medien</strong>management<br />

• Sport-, Event-, <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>management<br />

• Musik- <strong>und</strong> Konzertmanagement<br />

• Digital Design <strong>und</strong> Management<br />

Business Management (B. A.)<br />

mit den Studienrichtungen:<br />

• Internationales Hotel-, Resort- <strong>und</strong><br />

Cruisemanagement<br />

• Internationales Marketing <strong>und</strong><br />

Management<br />

• Mode-, Trend- <strong>und</strong> Markenmanagement<br />

• Tourismus-, Hotel- <strong>und</strong><br />

Eventmanagement<br />

• Wirtschafts- <strong>und</strong> Werbepsychologie<br />

»»<br />

Fortsetzung auf der folgenden Seite<br />

EMBA Europäische <strong>Medien</strong>- <strong>und</strong><br />

Business-Akademie<br />

Fachhochschule Kiel –<br />

Hochschule für Angewandte<br />

Wissenschaften<br />

Fachbereich Informatik <strong>und</strong><br />

Elektrotechnik<br />

Grenzstraße 5<br />

24149 Kiel<br />

Tel. 0431 210-4000<br />

Fax 0431 210-4010<br />

iue.verwaltung@fh-kiel.de<br />

www.fh-kiel.de/iue<br />

Fachbereich <strong>Medien</strong><br />

Grenzstraße 3<br />

24149 Kiel<br />

Tel. 0431 210-4508<br />

medien@fh-kiel.de<br />

www.fh-kiel.de/medien<br />

»»<br />

Fortsetzung auf der folgenden Seite<br />

Digital Business Management (B. A.)<br />

mit den Studienrichtungen:<br />

• Big Data Management<br />

• Digital Business Management<br />

• Digital Marketing Management<br />

• Digital Sports <strong>und</strong> Health Management<br />

• Digital Technology Management<br />

• E-Commerce <strong>und</strong> Digital Retail<br />

Management<br />

• Smart <strong>und</strong> Mobility Management<br />

Studiengänge:<br />

• Elektrotechnik (B. A.)<br />

• Informationstechnologie <strong>und</strong> Internet (B. A.)<br />

• Information Engineering (M. A.)<br />

• Technologiemanagement <strong>und</strong><br />

-marketing (B. A.)<br />

Studiengänge:<br />

• Angewandte Kommunikationswissenschaft<br />

(M. A.)<br />

• Journalismus <strong>und</strong> <strong>Medien</strong>wissenschaft (M. A.)<br />

• <strong>Medien</strong>konzeption (M. A.)<br />

• Multimedia Production (B. A.)<br />

• Öffentlichkeitsarbeit <strong>und</strong> Unternehmenskommunikation<br />

(B. A.)<br />

• Public Relations (M. A.)<br />

230


233<br />

Adressen der Bildungsanbieter von A–Z<br />

Fachhochschule Kiel –<br />

Hochschule für Angewandte<br />

Wissenschaften<br />

Fachbereich Informatik <strong>und</strong><br />

Elektrotechnik<br />

Fachbereich Wirtschaft<br />

Sokratespl. 1<br />

24149 Kiel<br />

Tel. 0431 210-3500<br />

www.fh-kiel.de/wirtschaft<br />

Fachhochschule Lübeck<br />

University of Applied Science<br />

Mönkhofer Weg 239<br />

23562 Lübeck<br />

Tel. 0451 300-6<br />

Fax 0451 300-5100<br />

kontakt@fh-luebeck.de<br />

www.fh-luebeck.de<br />

Fachhochschule Lübeck<br />

oncampus GmbH<br />

Mönkhofer Weg 239<br />

23562 Lübeck<br />

Tel. 0451 300-5442<br />

Fax 0451 300-5420<br />

info@oncampus.de<br />

www.oncampus.de<br />

Studiengänge:<br />

• Wirtschaftsinformatik (B A., M. A.),<br />

auch online<br />

• Technische Betriebswirtschaftslehre (M. A.)<br />

Studiengänge:<br />

• Angewandte Informationstechnik (M. A.)<br />

• Elektrotechnik – Energiesysteme <strong>und</strong><br />

Automation (B. A.)<br />

• Elektrotechnik – Kommunikationssysteme<br />

(B. A.)<br />

• Informatik/Softwaretechnik (B. A.)<br />

• Informationstechnologie <strong>und</strong> Design (B. A.)<br />

• <strong>Medien</strong>informatik Online (B. A., M. A.)<br />

Onlinestudiengänge:<br />

• <strong>Medien</strong>informatik (B. A., M. A.)<br />

• Wirtschaftsinformatik (B. A.)<br />

• Wirtschaftsingenieurwesen (B. A.)<br />

Weiterbildungskurse:<br />

• Informatik<br />

• Management<br />

• Onlinemedien<br />

• Technik<br />

• Tourismus<br />

Fachhochschule Wedel<br />

University of Applied Sciences<br />

Feldstraße 143<br />

22880 Wedel<br />

Tel. 04103 8048-0<br />

Fax 04103 8048-39<br />

sekretariat@fh-wedel.de<br />

www.fh-wedel.de<br />

www.facebook.com/FH.Wedel<br />

www.twitter.com/DieFHWedel<br />

»»<br />

staatlich anerkannt (BAföG möglich)<br />

Fachhochschule Westküste<br />

Fritz-Thiedemann-Ring 20<br />

25746 Heide<br />

Tel. 0481 8555-300<br />

Fax 0481 8555-555<br />

technik@fh-westkueste.de<br />

www.fh-westkueste.de<br />

Studiengänge:<br />

• BWL (B. Sc., M. Sc.)<br />

• Computer Games Technology (B. Sc.)<br />

• E-Commerce (B. Sc., M. Sc.)<br />

• Informatik (B. Sc., M. Sc.)<br />

• <strong>IT</strong>-Engineering (B. Sc., M. Sc.)<br />

• <strong>IT</strong>-Management,<br />

Consulting & Auditing (B. Sc.)<br />

• <strong>IT</strong>-Sicherheit (M. Sc.)<br />

• <strong>Medien</strong>informatik (B. Sc., M. Sc.)<br />

• Smart Technology (B. Sc.)<br />

• Technische Informatik (B. Sc., M. Sc.)<br />

• Wirtschaftsinformatik (B. Sc., M. Sc.)<br />

• Wirtschaftsingenieurwesen (B. Sc., M. Sc.)<br />

Im Bachelor können alle Studiengänge<br />

auch im dualen Modell studiert werden.<br />

Im Master ist ein Studium in Voll- <strong>und</strong> in<br />

Teilzeit möglich.<br />

Studiengänge:<br />

• Elektrotechnik <strong>und</strong> Informations technik<br />

(B. A.)<br />

• International Tourism Management<br />

(B. A., M. A.), auch berufsbegleitend<br />

• Management <strong>und</strong> Technik (B. Sc.)<br />

• Mikroelektronische Systeme (M. Sc.)<br />

Onlinestudium:<br />

• Tourismusmanagement (M. A.),<br />

berufsbegleitend<br />

232


FSG Freie Schule für Gestaltung<br />

Industriestraße 125-131<br />

21107 Hamburg<br />

Tel. 040 339825-90<br />

post@fsg-hamburg.de<br />

www.fsg-hamburg.de<br />

»»<br />

staatlich anerkannter Bildungsträger<br />

(BAföG möglich)<br />

Bildungsangebote zu folgenden<br />

<strong>Berufe</strong>n/Tätigkeiten:<br />

• Artdirector<br />

• Creative Director<br />

• Grafikdesigner/-in<br />

• Illustrator/-in<br />

• Layouter/-in<br />

• Screendesigner/-in<br />

• Webdesigner/-in<br />

• Visual Designer/-in<br />

Gsechs – Berufliche Schule<br />

Holz.Farbe.Textil<br />

Außenstelle Zeughausmarkt:<br />

Zeughausmarkt 32<br />

20459 Hamburg<br />

Tel. 040 428432-191<br />

www.gsechs.de<br />

»»<br />

für die Aufstiegsfortbildung zum/zur<br />

Gewandmeister/ -in ist eine Aufstiegs-<br />

BAföG -Förderung möglich<br />

235<br />

Adressen der Bildungsanbieter von A–Z<br />

Gsechs – Berufliche Schule<br />

Holz.Farbe.Textil<br />

Hauptsitz Richardstraße:<br />

Richardstraße 1<br />

22081 Hamburg<br />

Tel. 040 428860-0<br />

»»<br />

Fortsetzung auf der folgenden Seite<br />

Berufsfachschulische Ausbildung:<br />

• Kommunikationsdesigner/-in<br />

Praxisintegrierte Ausbildung<br />

(Praxisblöcke in Partneragenturen):<br />

• Kommunikationsdesigner/-in<br />

<strong>Medien</strong>- <strong>und</strong> Screendesigner/-innen<br />

werden in einer verkürzten Ausbildungszeit<br />

zu Kommunikations designern/-innen<br />

ausgebildet.<br />

Aufstiegsfortbildung:<br />

• Gewandmeister/-in, staatlich geprüfte/-r<br />

G10 Staatliche Gewerbeschule<br />

Energietechnik – Hamburg<br />

Museumstraße 19<br />

22765 Hamburg<br />

Tel. 040 42811-1740<br />

Fax 040 42811-1751<br />

g10@bsb.hamburg.de<br />

www.g10.de<br />

GFN AG<br />

Hammerbrookstraße 90<br />

20097 Hamburg<br />

Tel. 040 636038-0<br />

Fax 040 636038-20<br />

heiko.schnieber@gfn.de<br />

www.gfn.de<br />

»»<br />

AZAV -zertifiziert (Förderung mit<br />

Bildungsgutschein möglich)<br />

»»<br />

Zur Sicherung der Bildungsqualität<br />

erfolgt die Lehrstoffvermittlung in der<br />

geförderten Weiterbildung durch<br />

Präsenzunterricht mit Dozenten/ -innen<br />

vor Ort.<br />

Berufsschulische Ausbildung:<br />

• Systemelektroniker/-in<br />

Umschulungen zu folgenden <strong>Berufe</strong>n:<br />

• Fachinformatiker/-in<br />

Anwendungsentwicklung<br />

• Fachinformatiker/-in<br />

Systemintegration<br />

• Informatikkaufmann/-frau<br />

• <strong>IT</strong>-Systemkaufmann/-frau<br />

Bildungsangebote zu folgenden<br />

<strong>Berufe</strong>n/Tätigkeiten:<br />

• Anwendungsentwickler/-in<br />

• Cisco-Server-Administrator/-in<br />

• Datenbankadministrator/-in<br />

• Datenbankentwickler/-in<br />

»»<br />

Fortsetzung auf der folgenden Seite<br />

234


237<br />

Adressen der Bildungsanbieter von A–Z<br />

GFN AG<br />

• E-Commerce-Berater/-in<br />

• Entwickler/-in Digitale <strong>Medien</strong><br />

• Fachberater/-in Vertrieb<br />

(Aufstiegsfortbildung)<br />

• <strong>IT</strong>-Administrator/-in<br />

• <strong>IT</strong>-K<strong>und</strong>enberater/-in<br />

• <strong>IT</strong>-Projektkoordinator/-in<br />

• <strong>IT</strong>-Servicemanager/-in<br />

• <strong>IT</strong>-Servicespezialist/-in<br />

• <strong>IT</strong>-Vertriebsbeauftragte/-r<br />

• Linux-Server-Administrator/-in<br />

• Marketingassistent/-in<br />

• Microsoft-Server-Administrator/-in<br />

• Multimediaentwickler/-in<br />

• Netzwerkadministrator/-in<br />

• Netzwerktechniker/-in<br />

• Onlinemarketingmanager/-in<br />

• PC- <strong>und</strong> Netzwerkfachkraft<br />

• PC- <strong>und</strong> Notebook-Techniker/-in<br />

• Projektassistenz<br />

• Projektmanager/-in<br />

• SAP-Anwender/-in Finance/Controlling/<br />

Personal/Logistik<br />

• SAP-Berater/-in Finance/Controlling/<br />

Personal<br />

• SAP KeyUser<br />

• Social-Media-Manager/-in<br />

• Softwaredeveloper<br />

• Web Business Management<br />

mit Diploma<br />

• Webdesigner/-in<br />

• Webdeveloper<br />

(Javascript/PHP/Java/Android)<br />

• Web Engineering mit Diploma<br />

HfbK –<br />

Hochschule für bildende Künste<br />

Lerchenfeld 2<br />

22081 Hamburg<br />

Tel. 040 428989-0<br />

Fax 040 428989-271<br />

frank.richters@hfbk.hamburg.de<br />

www.hfbk-hamburg.de<br />

HMS<br />

Hamburg Media School gGmbH<br />

Finkenau 35<br />

22081 Hamburg<br />

Tel. 040 413468-0<br />

info@hamburgmediaschool.com<br />

www.hamburgmediaschool.com<br />

Hochschule für Angewandte<br />

Wissenschaften Hamburg<br />

www.haw-hamburg.de<br />

Fakultät DMI –<br />

Design, <strong>Medien</strong> <strong>und</strong> Information<br />

www.haw-hamburg.de/dmi<br />

dmi_kontakt@haw-hamburg.de<br />

Department Design<br />

Finkenau 35<br />

22081 Hamburg<br />

<strong>und</strong><br />

Armgartstraße 24<br />

22081 Hamburg<br />

Tel. 040 42875-0<br />

»»<br />

Fortsetzung auf der folgenden Seite<br />

Studiengänge:<br />

• Bildende Künste (B. A., M. A.)<br />

Schwerpunkte: Bildhauerei, Bühnenraum,<br />

Design, Film, Grafik/Typografie/Fotografie,<br />

Malerei/Zeichnen, Theorie <strong>und</strong><br />

Geschichte, zeitbezogene <strong>Medien</strong><br />

• Lehramt Bildende Künste (B. A., M. A.)<br />

Studiengänge:<br />

• Digital Journalism (M. A.),<br />

berufsbegleitend<br />

• Digital Med