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Taxi Times München - Juni 2017

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JUNI 2017 3,50 €

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MÜNCHEN

WEGFALL DER ORTSKUNDEPRÜFUNG FÜR MIETWAGEN

DER BLINDE GEHORSAM

DES KVR

FISKALTAXAMETER

Alle Neune beim Datenwurf

ISARFUNK

Ladestationen am Standplatz

ZWISCHENBILANZ

Die ersten Monate am GAT


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LIEBE LESERINNEN UND LESER,

es ist irgendwie aberwitzig: Da weiß die Politik seit 2010, dass

zum 1. Januar die Daten aus einem fiskalfähigen Taxameter

einzeln und unveränderbar ausgelesen werden müssen und

trotzdem war man in sechs Jahren nicht fähig und nicht willens,

sich auf verbindliche Verschlüsselungsstandards festzulegen.

Trotzdem genügt es nicht mehr, nur einen Taxameter

neuerer Bauart im Taxi eingebaut zu haben. Man muss diese

Daten auch so verarbeiten, dass sie den einzelnen Finanzprüfer

im Falle einer Kontrolle zufriedenstellen könnten. Wer nicht

einmal das erfüllt, wird auf jeden Fall Probleme bekommen.

Eine Veranstaltung der IHK in München (wir berichten auf

Seite 12) zeigte, dass vieles möglich ist.

Während die Politik, allen voran das Finanzministerium,

in diesem Punkt trotz Drängen des Taxigewerbes keine

Lösung präsentiert, wurde in einer Sache still und heimlich

eine Entscheidung getroffen, deren Konsequenzen

für die Taxibranche in München gravierend sein können.

Da kommen die Experten eines Unterausschusses zu der

Schlussfolgerung, dass künftig eine Ortskundeprüfung für

Krankenwagen- und Mietwagenfahrer nicht mehr nötig ist.

Daraus entsteht dann eine Empfehlung an das Bundesverkehrsministerium,

man solle die entsprechende Verordnung

bitte bald ändern.

Nun geht das Bayerische Verkehrsministerium her und

vertritt die Ansicht, dass eine Verordnung, die in ein paar

Monaten wahrscheinlich geändert wird, schon jetzt „im Vorgriff“

nicht mehr angewandt werden muss. Also empfiehlt

man den Führerscheinstellen, schon jetzt auf den Ortskundenachweis

bei Mietwagen zu verzichten.

Spätestens an diesem Punkt hätte man vom KVR, der

„letzten Instanz“ in dieser unglückseligen Kette, erwarten

können, das Gespräch mit dem Taxigewerbe zu suchen. Dann

hätte man sich über all die Argumente informieren können,

die gegen einen Verzicht auf die Ortskundeprüfung sprechen.

Das muss man von einer Behörde, die für 3 500 Taxis in

München verantwortlich ist, einfach erwarten können. Stattdessen

wurde innerhalb von nur einer Woche die Ortskundeprüfung

für Mietwagen ausgesetzt. Für unsere Titelstory

ab Seite 6 haben wir deshalb bewusst die Headline „Blinder

Gehorsam“ gewählt. Wer so achtlos agiert, muss sich auch

heftige Kritik gefallen lassen.

– die Redaktion –

Venczel_02-2016.qxp_Layout 1 03.02.16 16:15 Seite

INHALT

TITELTHEMA

6 Der blinde Gehorsam des KVR

9 Überraschende Wende des Ministeriums:

Ein Kommentar des TVM

10 Profiteur Uber: Die Auferstehung

FISKALTAXAMETER

11 Taxameter ist keine Kasse

12 IHK-Veranstaltung zeigt Fiskallösungen

VERANSTALTUNG

14 Rückblick 1: Der Mercedes-Taxitag

ISARFUNK TAXIZENTRALE

16 Rückblick 2: Der IF Quality-Check

18 Ladestationen, Uber, Ortskunde

FLUGHAFEN

20 Zwischenbilanz: Aus Agip wurde GAT

TIPPS UND NEWS

21–24 »Walking Man«, Rewe-Tankstellen,

ADAC-Taxi-Test, Psychologie

ANTRIEB

25 Diesel: Dobrindt schweigt

PERSONEN UND MEDIEN

4 Rooben Harapeds Oldtimer

26 Der Ziemssen-Stand ist weg

26 Impressum

TITELGRAFIK: Raufeld Medien

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TAXI JUNI / 2017

3


PERSONEN

Rooben Haraped von Euro-Taxi

mit seiner Kollegin Patricia

Metzing zeigte beim IsarFunk

Quality-Check einen 56 Jahre

alten Renault Dauphine.

KINDERTAXI

ZUR EISDIELE

Beim Autokauf braucht man ein

gutes Näschen. Ein Taxiunternehmer

hat sich beim Kauf seines Fahrzeugs

ausschließlich auf sein Riechorgan

verlassen.

Es war ein echter Hingucker. Beim

Quality-Check der IsarFunk Taxizentrale

(wir berichten auf Seite 16)

war am Stand des Kfz-Meisterbetriebs Euro

Taxi nur wenige Zentimeter neben dem

möglichen Auto der Zukunft (einem Wasserstoff-Fahrzeug)

eine blaue Dauphine zu

besichtigen. Das Modell mit seiner typischen

Pontonkarosserie und dem im Heck

eingebauten wassergekühlten Vierzylinder-Reihenmotor

wurde zwischen 1956 und

1968 vom französischen Hersteller Renault

gebaut. Das mit Luftballons geschmückte

und Dachwerbung für taxi.eu ausgestellte

Modell ist im Jahr 1961 gebaut worden. Es

ist damit ein Jahr älter als sein heutiger

Besitzer, Werkstattbetreiber und Taxiunternehmer

Rooben Haraped.

In einem solchen Modell ist Rooben

schon als Sechsjähriger gesessen. „Mein

Cousin hat mich immer mitgenommen,

wenn wir Eis essen gefahren sind“, erzählt

er. Diese Erinnerungen hat er sich bewahrt,

vor allen jene an den typischen Geruch dieses

Fahrzeugs. Und als dann eine Dauphine

tatsächlich zum Verkauf inseriert war,

machte sich Rooben auf den Weg in den

hohen Norden Deutschlands, nach Itzehoe.

„Bei der Besichtigung wollte mir der Verkäufer

etwas über das Auto erzählen, aber

ich habe ihn sofort unterbrochen und

gesagt, dass ich zuerst einmal in den Wagen

einsteigen und überprüfen muss, ob er diesen

Geruch hat. ‚Wenn er den Geruch hat,

den ich mit damals sechs Jahren gerochen

hatte, dann können Sie über das Auto erzählen‘,

habe ich zu ihm gesagt.“

Für den Verkäufer war diese Art des

Fahrzeugchecks sicherlich neu, aber Roobens

Nase gab grünes Licht und die Dauphine

wechselte den Besitzer. Seitdem

überwintert sie in der Garage auf dem Firmengelände

in der Schießstättstraße im

Westend und wird im Sommer zu Ausflügen

(Spitzengeschwindigkeit 110 km/h auf der

Autobahn) oder für eine Spontanausstellung

wie an diesem Tag genutzt. Restauriert

wird sie ganz bewusst nicht. „Sie hat

56 Jahre auf dem Buckel und darf alt aussehen“,

sagt Rooben. Hauptsache, der

Geruch bleibt erhalten. Und der ist tatsächlich

noch vorhanden, davon konnten wir

uns bei einem exklusiven Sit-in selbst überzeugen.

Nur schade, dass man Gerüche

über eine Zeitschrift nicht weitergeben

kann …

jh

DER NACHFOLGER

EINES BESTSELLERS

„Dauphine“ heißt auf Deutsch

„Thronfolgerin“. Das Modell bekam

diesen Namen, weil es unmittelbar

auf den 4CV folgte. Renault wollte

damit auf die Verkaufserfolge

des 4CV in Europa anspielen. Die

Dauphine erreicht eine Höchstgeschwindigkeit

von 115 bis 120 km/h

und verbraucht dabei 6–7 Liter

Benzin. Die Räder sind vorne an

doppelten Dreieckslenkern und

hinten an einer Pendelachse aufgehängt.

Der automatische Choke

war damals eine viel beachtete

Neuerung. Eine Besonderheit ist

die Unterbringung des Reserverads,

es liegt unter dem Kofferraum

und kann nach Öffnen einer Klappe

unter der vorderen Stoßstange aus

seinem Fach herausgeholt werden.

Ein Schiebedach gab es damals nur

gegen Aufpreis.

QUELLE: WIKIPEDIA

FOTOS: Taxi Times

4 JUNI / 2017 TAXI


PERSONALIEN

JAHRHUNDERTWECHSEL

FOTO: Name Name

Früher, ganz früher, hießen die Taxifahrer noch „Fiaker“

und ihr Transportmittel war eine Kutsche. Ein oder zwei

PS, mehr war nicht drin. Heute ist das Fortbewegungsmittel

deutlich komplexer, dafür ist die Mode einfacher geworden.

Beim Taxitag der Münchner Mercedes-Niederlassung

konnten sich Taxiunternehmer in Schale werfen und den

Jahrhundertsprung wagen. So wie hier Mehmet Capan

mit seiner Frau Fatma und Tochter Didem nutzten viele

diese Gelegenheit. Als Andenken gab es ein schönes Foto

in passendem historischem Passepartout. Die Kutsche

stammte von Auto Much aus Bad Tölz, einem der ältesten

Taxibetriebe Deutschlands. Was der Mercedes Taxitag

sonst noch so zu bieten hatte, berichten wir auf den

Seiten 14 und 15.

TAXI JUNI / 2017

5


TITELTHEMA

DER BLINDE

GEHORSAM

Auf Empfehlung des Bayerischen Verkehrsministeriums

hat die Münchner Führerscheinstelle die

Ortskundeprüfungen für Mietwagen eingestellt.

Was bedeutet das für das Taxigewerbe?

Die Nachricht erreichte das Taxigewerbe wie ein Paukenschlag:

Anfang Mai informierte die Münchner Führerscheinstelle,

dass man ab sofort keine Ortskundeprüfung

mehr für Mietwagenfahrer durchführen werde. Der Nachweis der

Ortskenntnis sei nicht mehr notwendig, hieß es zur Begründung.

Das KVR reagierte damit auf ein Schreiben des Bayerischen

Staatsministeriums des Inneren, für Bau und Verkehr, das an alle

95 Fahrerlaubnisbehörden in ganz Bayern gerichtet war. Dort heißt

es, dass ab sofort keine Bedenken mehr bestehen, abweichend von

der aktuell noch gültigen Regelung des § 48 der Fahrerlaubnisverordnung

(FeV), sowohl im Mietwagen- als auch Krankenkraftwagenverkehr

(und das gilt damit auch für die Notfallrettung!)

bereits jetzt auf den Nachweis der Ortskunde zu verzichten.

Das Ministerium von Staatsminister Joachim Herrmann beruft

sich auf einen mehrheitlichen Beschluss des Bund-Länder-Fachausschusses

Fahrerlaubnisrecht. Dieses Gremium, das keine gesetzgeberische

Berechtigung hat, hatte mehrheitlich beschlossen, dass

aus fahrerlaubnisrechtlicher Sicht ein Wegfall des Nachweises der

Ortskunde im Mietwagen- und Krankenkraftwagenverkehr künftig

für vertretbar erachtet wird.

Begründet wird dies, dass beim Mietwagen im Gegensatz zum

Taxi das Fahrtziel vorher bereits bekannt sei und eine geeignete

Fahrtroute somit bereits vor Fahrtantritt ausgewählt werden

könne. Das bedeutet im Umkehrschluss dann wohl, dass die

Ortskenntnis eines Taxifahrers nicht infrage zu stellen ist. In der

Praxis würden außerdem die Fahrpreise meist im Voraus verhandelt

oder von den Krankenkassen vorgegeben, weshalb sich

Umwege nicht auswirken würden.

Der empfohlene Verzicht soll nun durch eine entsprechende

Verordnungsänderung durch das Bundesverkehrsministerium

in die Wege geleitet werden. Angeblich soll es noch im Juli zu

einer Änderung kommen. Warum aber sah sich das Bayerische

Ministerium veranlasst, jetzt schon „im Vorgriff“ eine noch gültige

Regelung per Ausnahmegenehmigung (§ 74 FeV) zu kippen?

Abfragen von Taxi Times haben ergeben, dass die Verkehrsministerien

fast aller anderen Bundesländer abwarten wollen, ob und bis

es tatsächlich zu einer Änderung des § 48 FeV kommt. Nur Berlin

stellte in Aussicht, ebenfalls schon vorher auf Ortskundeprüfungen

verzichten zu wollen. Somit sind von der Aufhebung der Ortskunde

für Mietwagen also genau jene beiden Städte betroffen, in denen

Uber seinen Dienst UberX noch am Laufen hält. Das US-Unternehmen

wie auch andere App-Anbieter (beispielsweise mydriver von

Sixt/BMW) profitieren vom Wegfall einer Ortskundeprüfung am

meisten, können sie doch jetzt endlich mit Mietwagenunternehmen

zusammenarbeiten, die künftig Fahrer ohne Ortskundenachweis

einsetzen dürfen (siehe Kommentar auf Seite 8).

Entsprechend heftig ist die Kritik am Alleingang des Bayerischen

Verkehrsministeriums. Wolfgang Ziegler, stellvertretender

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6 JUNI / 2017 TAXI


TITELTHEMA

Wolfgang Ziegler, 2. Vorstand Bayerischer Taxi- und

Mietwagen verband.

Die Taxi-Kampagne „Verlässlich ist modern“ findet der SPD-

Politiker Bernhard Roos gut. Den Alleingang des Bayerischen

Verkehrsministeriums weniger.

FOTOS: Taxi Times

Vorsitzender des Landesverbands Bayerischer Taxi und Mietwagenunternehmer,

sprach davon, dass man in Deutschland nicht

den türkischen Weg einschlagen solle, und Gesetze, die einem

nicht passen, einfach aussetze. Bernhard Roos monierte, dass er

von diesem Alleingang nicht informiert wurde. Roos ist immerhin

verkehrspolitischer Sprecher der bayerischen SPD. Er hat mittlerweile

eine Anfrage an das Plenum gestellt, in der er um eine

Begründung für das Vorgehen bittet. Eine Antwort steht noch aus.

Drastischer sind die Vorwürfe, die in den sozialen Medien die

Runde machten: Einträge, die dem Ministerium oder gar dem

zuständigen Ministerialrat Korruption unterstellten, waren zu

lesen. Ein Pressesprecher des Verkehrsministeriums bestreitet

solche Vorwürfe gegenüber Taxi Times: „Es

gab und gibt keine Einflussnahme durch

Uber auf unser Haus beim Vorgehen in

dieser Sache. Die fahrerlaubnisrechtliche

Vorgriffsregelung […] wurde hausintern

zwischen den beteiligten Fach sachgebieten

abgestimmt. Ein „Alleingang“ einer einzelnen

Person liegt hier nicht vor.“

Abseits aller Verschwörungstheorien

wäre eine Absprache mit dem bayerischen/

Münchner Taxigewerbe sicher der richtige Schritt gewesen. Doch

weder der Taxiverband München noch der Bayerische Landesverband

waren informiert. Frank Kuhle berichtet auf der Jahreshauptversammlung

der Bayerischen Taxi- und Mietwagenunternehmen

vor rund 40 Mitgliedern, dass man ein Schreiben sowohl an den

Minister als auch an die Führerscheinstellen formuliert habe. Man

sehe in dieser „vorauseilenden Umsetzung eine Wettbewerbsverzerrung.

„Wir gehen nicht davon aus, dass alle 92 bayerischen

Ordnungsbehörden dieser Kann-Umgehung folgen werden. Somit

würde an den Schnittstellen der Genehmigungsbereiche ein Wettbewerb

um die ortsunkundigsten Fahrer entstehen.“

Kuhle fragte außerdem, was eigentlich passiere, wenn gar keine

Gesetzesänderung erfolge. „Was ist dann mit den bereits erteilten

Fahrerlaubnissen?“

Die Münchner Führerscheinstelle würde in einem solchen Fall

die Ablage der Ortskundeprüfung nachfordern, teilte sie gegenüber

Taxi Times mit. Bisher hätten in sechs Fällen Mietwagenfahrer

eine Erlaubnis ohne Ortskunde erhalten. Das sei an der

Gesamtzahl der Ortskundeprüfungen ein verschwindend geringer

Anteil.

Trotzdem muss sich das KVR und die ihr untergeordnete Führerscheinstelle

die Frage gefallen lassen, warum man die Empfehlung

des Bayerischen Ministeriums so postwendend und

unreflektiert umgesetzt hat. In der Landeshauptstadt ist die Uber-

Thematik und -Problematik bekannt, die Begründung, bei Mietwagenbestellungen

wüsste man im Vorfeld das Fahrtziel, trifft auf

das Uber-Geschäftsmodell nicht zu. Wohl aber der Dauer-Vorwurf,

»Da fühle ich mich

weniger an Bayern,

sondern mehr an

die Türkei erinnert.«

Wolfgang Ziegler

die Uber-Mietwagen würden nicht zu ihrem Betriebssitz zurückkehren.

Wenn dieser nun auch ganz offiziell in München liegen

darf, wird es noch schwieriger, dies zu überwachen.

Das Bayerische Verkehrsministerium will dieses Problem gar

nicht leugnen, schiebt den Schwarzen Peter aber dem KVR zu.

„Möglicherweise wird es zu einer Verlagerung der für Uber fahrenden

Unternehmen aus dem Münchner Umland in die Landeshauptstadt

kommen. Zur Gewährleistung der Auftragsannahme

am Betriebssitz und zur Rückkehrpflicht werden Maßnahmen

seitens der Genehmigungsbehörde ergriffen und derzeit auch im

Rahmen der Aufsicht überwacht.“

Zur Erinnerung: Jene hier angesprochene Genehmigungsbehörde

nennt sich „Kontrolldienst des Taxibüros“,

ist im KVR beheimatet und hat laut Auskunft

der Pressestelle „aktuell zwei Planstellen,

wobei eine seit September 2016

unbesetzt ist. Die vier zusätzlich genehmigten

Stellen im Kontrolldienst sind aktuell

noch nicht eingerichtet. Diese sind auch nur

für Betriebsprüfungen und nicht für Außenkontrollen

vorgesehen“.

Mit dieser Personaldecke kann man

definitiv keine Maßnahmen ergreifen, das weiß das KVR und

die untergeordnete Führerscheinstelle. Und weil das beide

wissen, hätte man gegenüber dem Bayerischen Verkehrsministerium

den Mut aufbringen müssen, ein deutliches Veto

gegen den Verzicht auf die Ortskundeprüfung für Mietwagenfahrer

auszusprechen. Zum Wohle einer Branche, die

immerhin ein unverzichtbarer Teil des öffentlichen Personennahverkehrs

ist. Davor die Augen zu schließen und stattdessen

einfach nur Maßgaben von oben gedankenlos umzusetzen, ist

blinder Gehorsam.

jh

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TAXI JUNI / 2017

7


TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

BEI DEN KRANKENWAGEN IST ES NOCH SCHLIMMER

Die Ortskunde für Mietwagen abzuschaffen, ist für die

Taxibranche ein deutlicher Wettbewerbsnachteil. Auf den

Nachweis von Ortskenntnissen bei Krankenwagenfahrern zu

verzichten, ist gegenüber den Patienten makaber. Vor ungefähr

einem Jahr hat die integrierte Leitstelle für Rettungsdienste

bei der Taxischule des Taxiverband München (TVM)

um Schulungskonzepte angefragt und sich Ortskundeunterlagen

zugelegt. Der Grund: Die Rettungsleitstelle hat das

Problem, dass eine große Zahl der Fahrer von den Hilfsorganisationen

die Adressen und damit die Patienten nur mit

Hilfestellung finden. Die Aufgaben der Einsatzzentrale sind

allerdings ganz andere und nicht das Leiten der Fahrer, wo

sie nun rechts oder links abzubiegen haben. So wie jenes

Notarztfahrzeug, das den Taxikollegen mit eingeschaltetem

Blaulicht und Martinshorn mitten auf dem Kapuzinerplatz

auffiel. Der Fahrer und sein Beifahrer waren gut sichtbar am

diskutieren, ob sie jetzt wohl besser rechts, links, oder

geradeaus fahren sollten, um zu einer der Universitätskliniken

zu kommen.

Solche straßenkundlichen Totalausfälle sind hausgemacht,

denn für die Ortskunde im Rettungswesen waren bisher

die Hilfsorganisationen selbst zuständig, sofern der Fahrer

ehrenamtlich oder hauptberuflich dort tätig ist. Aus

Erzählungen von Krankenwagenfahrern, die sich bei der

Taxischule des TVM für die Ortskundeprüfung Taxi angemeldet

hatten, wissen wir, dass diese Prüfung zumindest

beim bekanntesten Rettungsdienst mit der namentlichen

Nennung von fünf Krankenhäusern (ohne Straßenangabe)

in München bestanden war. Dazu kommt, dass man die

Erteilung für den erforderlichen P-Schein zum Krankentransport

bereits mit 19 Jahren erhält. Fürchten muss sich

deshalb kein Patient, denn sollte bei einer Fahrt mit Blaulicht

durch mangelnde Fahrpraxis ein Unfall passieren, sitzt der

Arzt ja schon nebendran.

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8 JUNI / 2017 TAXI


TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

DIE KEHRTWENDE

DES VERKEHRSMINISTERIUMS

Der Verzicht auf eine Ortskunde überrascht. Immerhin

stammt sie vom selben Ministerium, das vor

zwei Jahren noch ganz anders entschieden hat.

FOTO: Bayerisches Staatsministerium für Inneres und Verkehr

Im Normalfall gilt Bayern nicht unbedingt als das Bundesland

mit der schnellsten Reaktion auf Gesetzesänderungen. Umso

mehr überrascht es, dass nun mittels einer sogenannten „Vorgriffsregelung“

der Wegfall der Ortskundeprüfung für den Mietwagen-

und Krankenkraftwagenverkehr für ganz Bayern angeordnet

wurde (siehe Beitrag auf Seite 6).

Bislang haben in bayrischen Städten mit mehr als 50 000 Einwohnern

nur wenige Mietwagenunternehmen ihren Betriebssitz.

Die Firmensitze werden in kleinen Gemeinden nebenan angemeldet

– somit kann Personal ohne die entsprechende Ortskenntnis

beschäftigt werden. Den Großteil der Fahrten führt man allerdings

in der Stadt aus. So läuft es auch in München.

Um diese rechtlichen Schlupflöcher zu stopfen, erließ das Bayerische

Verkehrsministerium vor zwei Jahren eine Verordnung,

wonach Mietwagenfahrer bzw. Unternehmer, deren Betriebssitz

zwar in kleinen Gemeinden liegt, aber deren Fahrten überwiegend

(also mehr als die Hälfte aller Fahrten) in den größeren Nachbarstädten

durchgeführt werden, dennoch eine Ortskundeprüfung

benötigen. Man muss sich das noch mal vor Augen führen: Dasselbe

Ministerium, das noch vor zwei Jahren eine Ortskunde selbst

für Mietwagenfahrer aus dem Umland haben wollte (die aber

bedauerlicherweise von den zuständigen Behörden nicht wirkungsvoll

kontrolliert werden konnte), beschließt nun ohne Not

die sofortige Abschaffung der Ortskunde.

Das Bayerische Staatsministerium für Inneres und Verkehr am Odeonsplatz.

RÜCKKEHRPFLICHT NICHT KONTROLLIERBAR

Nun muss man davon ausgehen, dass die Mietwagenunternehmen

ihre Betriebssitze in München anmelden – und damit die Zahl

der Unternehmen deutlich steigen wird. Für München kann man

schon mal vermuten, dass von den bereits genehmigten zusätzlichen

Personalstellen eine die ursprünglich angedachten notwendigen

Aufgaben nicht übernehmen kann, sondern sich mit

der Genehmigung von Mietwagen beschäftigen muss. In der

Praxis wird damit die Überprüfung der nach wie vor gesetzlich

vorgeschriebenen Rückkehrpflicht deutlich schwieriger, die Einhaltung

der Pflichten wird kaum noch kontrollierbar sein. Wildwuchs

und illegale Personenbeförderung, insbesondere zum

Oktoberfest, werden deutlich zunehmen. Damit tut man auch dem

Kunden keinen Gefallen.

München ist neben Berlin die einzige deutsche Stadt, in der

die Firma Uber noch aktiv ist und nicht durch Verwaltungsbehörden

verboten wurde. Die Fahrten mit Uber sind alle spontan und

weder im Voraus planbar, noch kann sich ein Fahrer eine geeignete

Route überlegen. Die Uber-App schlägt dem Fahrer einen Weg

vor und zeigt ihm diesen über das Handy als Navigation an. Ob

dieser Weg allerdings für den Kunden der beste ist, kann keiner

überprüfen, über Alternativen verfügt der Fahrer nicht. Aus Kundengesprächen

wissen wir, dass beispielsweise Uber-Fahrten von

Laim in die Innenstadt durch Strecken über den Mittleren Ring

schon mal um die 30 Minuten dauern können und ein ortskundiger

Taxifahrer diese Fahrten nach Taxitarif mit gut einem Drittel

weniger Fahrpreis abgerechnet hätte.

Bleibt zum Schluss natürlich noch die Frage, was denn nun

eigentlich die bayerische Regierung veranlasst hat, hier in einem

Schnellschuss „im Voraus“ zu handeln. Ein Schelm natürlich, wer

an irgendeine Art der Einflussnahme durch eine große amerikanische

Firma oder gar regionale Hilfsverbände denkt. Natürlich

können wir auch das Argument gar nicht wirklich nachvollziehen,

dass das Taxigewerbe trotz großem Bundesverband keine gute

und wirksame Lobbyarbeit leiste. Da folgen wir doch schon eher

dem ersten Kommentar aus Berliner Kreisen: Bestimmt ist es die

Rache der Politik, dass das Taxigewerbe stets und immer nur am

Jammern und am Nerven ist.

Das aber könnten wir zum Anlass nehmen, um mit dem zu

reagieren, was wir am besten können: zuverlässig, freundlich im

Umgang mit Kunden, souverän und kundig auf allen Wegen Fahrgäste

dorthin befördern, wo sie gerne hinwollen.

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TAXIVERBAND MÜNCHEN E. V. TVM

Rosenheimer Straße 139

81671 München

Tel. Verband: +49 (0)89 / 450 54-113

Tel. Taxischule: +49 (0)89 / 49 00 44 94

E-Mail: info@taxiverband-muenchen.de

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Presserechtlich verantwortlich für

diese Seite: Florian Bachmann

Redaktion: Florian Bachmann

TAXI JUNI / 2017

9


KOMMENTAR

UBER BOXT

OHNE

REGELN

Es ist, als wäre man in einem schlechten Boxkampf. Uber bekommt

einen Wirkungstreffer nach dem anderen verpasst, doch den finalen

europäischen K. o. will keiner setzen. Stattdessen werden goldene

Brücken für ein Comeback gebaut.

Beispiele für diese seltsame Wendung gibt es in den letzten

Wochen genügend. In Italien wurde der Mietwagen-Service

UberBLACK vom römischen Berufungsgericht wieder

zugelassen. Verboten bleibt nur noch UberPOP und UberX. In

London wäre eigentlich die Genehmigung für 30 000 Uber-Fahrer

ausgelaufen. Das Einkommen der Fahrer sei nur noch durch ungesetzlich

lange Arbeitszeiten zu erreichen. Im Falle einer Verlängerung

um weitere fünf Jahre hatte die Gewerkschaft eine

gerichtliche Überprüfung der Zulassung angedroht. Die zuständige

Genehmigungsbehörde hat die Konzessionen trotzdem verlängert,

zunächst einmal für vier Monate.

Auch in Deutschland lässt sich derzeit ein juristisches Zögern

beobachten. Über den Berliner Bann von UberBLACK sollte der

Bundesgerichtshof (BGH) am 18. Mai final entscheiden. Doch

anstatt für klare Verhältnisse zu sorgen, leiteten die Richter das

Verfahren an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) weiter. Nun

soll also in Luxemburg irgendwann klargestellt werden, ob ein

Verbot von UberBLACK in Deutschland gerechtfertigt ist. Das wäre

WELTWEITES DESASTER

Uber befindet sich besonders seit Beginn des Jahres in

rauer See. Mitarbeiter der Chefetage verlassen das Unternehmen

– Sexismus-Vorwürfe. Der Entwicklungschef für

autonomes Fahren wurde gefeuert – Spionageverdacht. In

Dutzenden US-Bundesstaaten laufen Ermittlungen – Vorwurf

„Greyballing“. Apple droht mit einem Rausschmiss

der App aus dem Google-Store – ungenehmigte Manipulationen

der iPhone-Software.

Mittlerweile warnen selbst erfahrene Investmentbanker

und Kommentatoren vor dem Geschäftsmodell. Angesichts

anhaltender Verluste in Millionenhöhe sind in der

englischsprachigen Presse öffentlich die Begriffe „Betrug“

und „Geldvernichtung“ genannt worden.

prh

laut BGH der Fall, wenn das US-Unternehmen als Verkehrsdienstleiter

einzustufen ist.

Dabei hatte ein Generalanwalt des EuGH nur eine Woche vor

der BGH-Verhandlung Uber bereits als Verkehrsunternehmen

eingestuft und damit eine klare Tendenz erkennen lassen, wie die

europäischen Richter zum Jahresende urteilen könnten. Doch diese

Einschätzung gilt für ein Uber-Verbot in Spanien. Für Deutschland

muss das europäische Prozedere nun von Neuem durchgespielt

werden.

VERZÖGERTE VERHANDLUNG

Derweil ist Uber mit seinem Dienst UberX in Berlin und München

weiterhin aktiv. Die Verhandlung einer im August 2016 von einer

Münchner Taxiunternehmerin eingereichten Klage wurde von den

Uber-Anwälten mit (juristisch legalen) Verzögerungstaktiken bis

heute hinausgezögert.

Einer UberX-Expansion in großem Stil stand bisher lediglich

die Regelung im Wege, dass jene Mietwagenbetriebe nur Fahrer

einsetzen durften, die eine Ortskunde nachweisen konnten. Diese

zu erlangen, ist in Berlin und München sehr mühsam und zeitaufwendig.

Wie passend für Uber, dass demnächst ein Wegfall

dieser Hürde durch eine Mehrheitsentscheidung eines Fachgremiums

in Aussicht gestellt wurde (siehe Seite 6). Und welch ein

Zufall, dass von 16 Bundesländern nur Bayern noch vor einer

eventuellen Gesetzesänderung den Führerscheinstellen empfiehlt,

bereits jetzt auf die Ortskundeprüfung für Mietwagenfahrer zu

verzichten. Das Bayerische Verkehrsministerium könnte mit seiner

voreiligen Entscheidung ebenso wie die Führerscheinstelle

München in ihrem blinden Gehorsam eine Wende eingeleitet

haben, die im schlimmsten Fall den K. o. des Münchner Taxigewerbes

bedeuten könnte.

Wenn beim Boxen dem eigentlich schon ausgezählten Gegner

erlaubt wird, außerhalb der geltenden Regelungen zurückzuschlagen,

taucht automatisch die Frage auf, ob der Ringrichter nicht

etwa bestochen worden ist. Das wäre dann kein schlechter Boxkampf

mehr, das wäre der mieseste Kampf aller Zeiten. jh

FOTO: Fotolia / cherezoff

10 JUNI / 2017 TAXI


FISKALTAXAMETER

URSPRUNGS-

DATEN MÜSSEN

AUFGEZEICHNET

WERDEN

Der Taxameter ist keine Kasse. Welche

Schlussfolgerungen lassen sich daraus

für die Praxis ziehen?

Digitale Daten aus einem MID-fähigen Taxa meter

müssen steuersicher aufbewahrt werden.

FOTO: Taxi Times

In einer sogenannten Kassensicherungsverordnung

(Referentenentwurf liegt

vor) möchte das Bundesministerium der

Finanzen (BMF) unter anderem klarstellen,

dass Taxameter keine Kassen in Sinne des

Kassengesetzes (Gesetz zum Schutz vor

Manipulationen digitaler Grundaufzeichnung)

seien.

Nun schlussfolgern schon wieder einige,

dass digitale Grundaufzeichnungen im

Taxigewerbe nicht notwendig seien.

Schließlich hätten die Taxiunternehmen

nach Auffassung der Finanzverwaltung

nun keine elektronische (digitale) Kasse.

Vor dieser Schlussfolgerung ist ausdrücklich

zu warnen. Taxiunternehmer

sind gut beraten, die Anforderungen der

Finanzverwaltung über die Verpflichtung

zur Speicherung von Ursprungsdaten

(Grundaufzeichnung) zu beachten. Nach

wie vor gilt die im Schreiben des BMF vom

26. November 2010 erwähnte Regelung,

wonach mittels Taxameter erfasste Geschäftsvorfälle

unveränderbar, einzeln und

vollständig aufbewahrt werden müssen.

Dabei genügt es nicht, die aufbewahrungspflichtigen

Unterlagen in ausgedruckter

Form vorzuhalten; vielmehr müssen diese

unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar

aufbewahrt werden.

Da die in diesem Schreiben eingeräumte

Übergangsfrist bis zum 31. Dezember

2016 ausgelaufen ist, gilt dies ab 1. Januar

2017 uneingeschränkt.

Taxiunternehmen dürfen mittlerweile

also nur noch Taxameter verwenden, die

eine interne oder externe digitale Speicherung

der einzeln aufgezeichneten steuerrelevanten

Daten in unveränderbarer Form

ermöglichen. Diese Speicherung ist zwingend

erforderlich. Die Verlautbarung im

Referentenentwurf des BMF, Taxameter

seien keine elektronischen Aufzeichnungssysteme

im Sinne des § 146 Abs. 1 Satz 1

der Abgabenordnung, hat für Taxiunternehmer

eigentlich nur eine wesentliche

Auswirkung: Taxameter unterliegen nicht

der ab 1. Januar 2020 zulässigen Kassennachschau

für elektronische Aufzeichnungssysteme

und eine Zertifizierung von

Sicherheitseinrichtungen zur Unveränderbarkeit

der Daten scheint nicht erforderlich

zu sein. Allerdings dürfen Finanzämter

auch im Rahmen von Betriebsprüfungen

Taxameter prüfen und auslesen.

Der Entwurf zur Kassensicherungsverordnung

darf von der Taxiunternehmerschaft

daher nicht herangezogen werden,

um die digitalen, unveränderbaren Aufzeichnungspflichten

von Taxameterdaten

zu vernachlässigen. Die Vorschriften sind

weiterhin unbedingt zu beachten.

Erhard Schwarz, Steuerberater, www.lsb-tgm.de

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FISKALTAXAMETER

50 plus X: Es wären gerne noch

mehr Unternehmer zur Fiskaltaxameter-

Veranstaltung gekommen. Mehr Sitzplätze

konnte die IHK aber nicht zur Verfügung stellen.

ALLE NEUNE BEIM DATENWURF

Bei einer Veranstaltung der IHK präsentierten Taxameterhersteller

und Servicedienstleister ihre Produkte zur bestmöglichen Speicherung

der Taxameterdaten.

Insgesamt waren neun Unternehmen nach München gekommen,

sechs Taxameterhersteller und drei Software-Entwickler. Sie

durften vor rund 50 Taxiunternehmern aus München und Oberbayern

ihre Fiskallösungen vorstellen und zeigten Geräte und Verschlüsselungen,

mit denen alle Einzelfahrten elektronisch und

unveränderbar aufgezeichnet und aufbewahrt werden, die also jene

steuerlichen Anforderungen erfüllen, die spätestens seit 1. Januar

2017 einzuhalten sind – sofern man Taxameter nutzt, die der aktuellen

europäischen Messgeräterichtlinie (MID) entsprechen.

MID-tauglich bedeutet, dass die Geräte über eine Fiskalschnittstelle

verfügen müssen, über die alle Taxameterdaten ausgelesen

werden. Wie diese Daten dann letztendlich übertragen werden,

wo eine notwendige Verschlüsselung vorgenommen wird und welches

Signaturverfahren dabei manipulationssicher ist, stellte jeder

Anbieter am Beispiel seines Produktes vor.

Eines gleich mal vorweg: Die Ansätze waren höchst unterschiedlich,

was nicht zuletzt daran lag, dass die Politik auf die

Vorgaben der MID und bestehende steuerliche Verordnungen

immer noch nicht mit einer eindeutigen und klaren Gesetzgebung

reagiert hat. Das Ende Dezember noch schnell verabschiedete

INTEGRIERTE SICHERUNG

Als neunter und letzter Redner hatte es Robert Abel von

FMS nicht leicht bei der IHK-Veranstaltung. Trotzdem konnte

er einen neuen Ansatz präsentieren, eine Lösung mit all

den Geräten, die ein Taxiunternehmer sowieso schon im

Auto hat: ein MID-fähiges Taxameter und ein Datenfunksystem,

mit dem man an eine Zentrale angeschlossen ist. Das

reicht bei FMS schon für eine Datensicherung gemäß der

gesetzlichen Rahmenbedingungen. „Wir stecken uns an die

Fiskalschnittstelle der Taxameter an, machen eine 256-Bit-

Datenverschlüsselung, nutzen die Sim-Karte, die Sie bereits

für die Vermittlung verwenden, und übertragen diese Daten

in ein gesichertes Fiskal-Rechenzentrum, wo wir die Daten

entschlüsseln und dann digital signieren“, berichtete Abel.

Genutzt wird dabei ein Signaturverfahren, das in ganz Europa

zertifiziert ist. Mit dem FMS-System werden in München

die Fahrzeuge der IsarFunk-Taxizentrale vermittelt.

sogenannte Kassengesetz schafft hier keine Klarheit, vor allen

Dingen seit bekannt ist, dass Taxameter und Wegstreckenzähler

nicht unter dieses Gesetz fallen werden.

Weitermachen wie bisher ist aber auch keine gesetzestreue

Lösung, denn Taxiunternehmer müssen sich an die geltenden steuerlichen

Vorschriften halten. Der Steuerexperte Erhard Schwarz

geht darauf in seinem Gastbeitrag auf Seite 12 ausführlich ein.

Unter diesen Voraussetzungen war die Veranstaltung der

Münchner IHK, organisiert von den beiden für die Taxibranche

zuständigen Damen Christiane Pöge und Elke Haag, eine willkommene

Gelegenheit, um die Unterschiede zu erfahren.

SIGNIEREINHEIT MIT SOFORTBEDIENUNG

Die digitalen Daten der Taxameter müssen pro Fahrt signiert

werden, das heißt, es werden Datensätze unmittelbar nach dem

Entstehen sofort aufgezeichnet und gespeichert. Das sind die steuerrechtlich

vorgeschriebenen und unveränderbaren Einnahme-

Ursprungsaufzeichnungen. Etliche Taxameterhersteller bieten

dafür ein Signiergerät an, das bei Semitron oder auch bei Kienzle

von der Funkwerkstatt im Fahrzeug verbaut wird. Einen anderen

Weg geht HALE mit seiner Signiereinheit „SEI-03“. Sie wird im

Fahrzeuginneren platziert. Der Fahrer kann über die Tastatur

und ein Display die Taxameterdaten direkt bearbeiten, falls beispielsweise

ein anderer Steuersatz (Besorgungsfahrt) oder eine

Fehlfahrt eingegeben werden muss. Es entsteht dann neben der

Ursprungsaufzeichnung eine weitere geänderte Aufzeichnung. Der

Finanzprüfer sieht also im Fall einer Kontrolle (z. B. Umsatzsteuernachschau)

den ursprünglichen und den veränderten Datensatz.

Der nachträgliche Eingriff in den Ursprungsdatensatz ist also

durchaus legitim, stellt aber für die Taxiunternehmer einen zusätzlichen

bürokratischen Aufwand dar. HALE reduziert ihn bei seiner

SEI-03, indem der Fahrer notwendige Korrekturen direkt am Ende

der betreffenden Fahrt vornehmen kann. Natürlich kann auch der

Unternehmer hinterher noch korrigieren. Er greift dann auf die

Daten im eigens eingerichteten HALE-Datencenter zurück, einer

externen Serverlösung.

Diesen Schritt gehen andere Taxameterhersteller ganz bewusst

nicht. Kienzle beispielsweise betonte in München, dass man mit

seinen Taxametertypen die Hardware zur Verfügung stelle, die

Schnittstelle zur verschlüsselten Datenauslese hingegen systemoffen

gestalte. Der Unternehmer kann auf diese Weise selbst

FOTO: Taxi Times

12 JUNI / 2017 TAXI


FISKALTAXAMETER

entscheiden, ob er seine Daten über einen USB-Stick auf dem eigenen

Rechner archiviert, auf einen Datendienstleister zurückgreift

und ob er sie mit oder ohne INSIKA verschlüsseln will. INSIKA

ist jenes Verfahren, das von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt

(PTB) entwickelt wurde und in Berlin und Hamburg

beispielsweise als Voraussetzung für eine Verlängerung der Taxikonzession

gewünscht wird. Die Daten werden dabei auf einer

sogenannten TIM-Card verschlüsselt, die bei der Bundesdruckerei

angefordert werden muss.

Gesetzlich ist die Nutzung der INSIKA-Verschlüsselung nicht

vorgeschrieben. Das sei vergleichbar mit einem Fahrradhelm, den

man auch nicht tragen müsse, der aber einen gewissen Schutz

garantiere, berichtete Jürgen Weberpals vom griechischen Taxameter-Hersteller

Semitron. Er gibt die klare Empfehlung, dass

Mehrwagenunternehmer auf die INSIKA-Lösung zurückgreifen

sollten. Bei den Semitron-(Spiegel-)Taxametern ist dazu eine sogenannte

TIM-Box nötig, die laut Weberpals mit geringem Aufwand

eingebaut werden könne. „Die TIM-Box kann mit jedem Dienstleister

kostenlos kombiniert werden.“

Die Auswahl solcher Datendienstleister ist groß. Einige von

ihnen haben sich bei der Münchner IHK-Veranstaltung vorgestellt.

Ihre Leistungspakete bieten entsprechende Module an, sodass

neben der reinen digitalen Umsatzarchivierung auch der bürokratische

Verwaltungsaufwand erleichtert wird.

Michael Ströh vom Hamburger Datendienstleister Tesymex erläuterte

beispielsweise, wie sich aus den revisionssicheren Taxameterdaten

Schichtzettel erzeugen, Fahrten ohne Taxameter

hinzubuchen, Kranken- oder Botenfahrten einbuchen lassen. „Natürlich

können Sie jederzeit den Prozentsatz ändern, Trinkgelder sowie

Auslagen des Fahrers wie Tankbelege eingeben“, führt Ströh aus.

„Das alles ist dann auch die Grundlage für die Fahrerabrechnung.“

Tesymex war an der Entwicklung des INSIKA-Verfahrens beteiligt

und bietet alle Dienstleistungen auf Basis der Daten aus der TIM-

Card an. Die Berliner Unternehmen Taxiwin und Starksoft arbeiten

ebenfalls mit INSIKA-Daten, waren aber in München nicht dabei.

und Frogne, von denen etliche Taxiunternehmer während der IHK-

Veranstaltung zum ersten Mal gehört haben. Cabman ist ein Taxameterhersteller

aus den Niederlanden, Frogne kommt aus

Dänemark. Beide setzen auf Taxameter-Lösungen in Form von

Datenterminals, über die auch die Auftragsvermittlung möglich

ist. Die Daten werden bereits direkt im Taxameter verschlüsselt.

Münchner Taxiunternehmer wie Pit Köhl (rechts) oder

Karl-Heinz Wölfle (links) informierten sich über verschiedene

Fiskallösungen, hier bei Michael Ströh von Tesymex.

Somit ist keine externe Box nötig. Frogne hat eine eigene Verschlüsselung

entwickelt, die mittlerweile von den Hamburger

Behörden als Alternative zum INSIKA-Verfahren anerkannt ist.

Auch Cabman hat eine eigene Verschlüsselung, kann aber jederzeit

auf INSIKA umstellen, dann muss im Terminal nur die TIM-

Card eingesteckt werden. Die Übertragung der Daten ist sowohl

bei Frogne als auch bei Cabman in jedes System möglich. jh

FOTO: Taxi Times

KASSENBUCH AUF DEM SMARTPHONE

Manfred Schröder von PayCo aus Hamburg hingegen zeigte in

München den INSIKA-freien Weg. Entscheidend sei, dass man der

Pflicht zur Einzelaufzeichnung nachkomme. Schröders Produkt

ist daher ein auf dem Smartphone laufendes elektronisches Kassensystem,

das an die Datenschnittstelle von Taxametern angebunden

ist. „Wir montieren dort selber oder über Fachwerkstätten

unsere Cryptosafebox, die über Bluetooth das Smartphone erreicht.

Damit haben wir im Grunde genommen die Möglichkeit, jeden

Fahrdatensatz noch mal durch den Fahrer bearbeiten zu lassen.“

Die Einbeziehung des Fahrers in die Nachbearbeitung bzw.

Spezifizierung der Ursprungsdaten ist ein wichtiges Merkmal

jeder Lösung. Die Softwaredienstleister bieten dafür mittlerweile

spezielle Fahrer-Apps an, in denen beispielsweise auch die Eingabe

der Pausenzeiten möglich ist.

Auch das Unternehmen MPC-Software aus Neubeckum hat eine

solche Smartphone-Lösung – als einen von unzähligen modular

aufgebauten Leistungsbausteinen, mit denen die individuell passende

Lösung zur Datenverarbeitung zusammengestellt werden

kann. MPC arbeitet dabei sehr eng mit dem italienischen Taxameter-Hersteller

Digitax zusammen, die Produkte werden in Deutschland

über das Hamburger Unternehmen Taxitech vertrieben. Zum

Portfolio von Digitax zählt neben den klassischen (Spiegel-)Taxametern

auch ein All-in-one-Datenterminal mit integriertem

Taxameter, das auch mit INSIKA erweiterbar sei, wie Digitax-

Vertreter Torsten Poreda in München betonte.

Gemessen an HALE, Semitron und Kienzle zählt Digitax noch

zu den Exoten im deutschen Taxameter-Markt. Ebenso wie Cabman

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TAXI JUNI / 2017

13


VERANSTALTUNG

1 2

Perfekte Gastgeber:

Nilüfer Celik,

Thomas Eisenbeiss,

Alfio Nicotra,

Fabian Leibinger,

Steffen Boxheimer,

Massimiliano Stagnitta,

Brigitte Walter,

Nicolas Schlayer (v. r. n. l.)

TREFFEN DER

FREU(N)DE

Es zählt zur guten Tradition, dass die Mercedes-

Niederlassung München ihre Taxler einlädt. Da vergisst man

dann sogar für einen Tag die aktuelle Dieseldiskussion.

Mercedes-Niederlassungen und

ihre eigens spezialisierten Taxiverkäufer

haben es derzeit nicht

leicht. Die Konzernspitze stößt im globalen

Wettrennen um digitalisierte Mobilitätsplattformen

und autonome Entwicklungen

bei ihrer Partnerwahl die Taxibranche

gerne mal vor den Kopf, während die Entwicklungsabteilungen

die Eigendynamik

der aktuellen Dieseldiskussion unterschätzt

haben, sodass man derzeit den drohenden

Fahrverboten in den Innenstädten

wenig Alternatives entgegensetzen kann.

Den Kopf in den Sand stecken gilt für die

Münchner Niederlassung allerdings nicht,

man konzentriert sich stattdessen auf die

etablierten Stärken: ein leistungsfähiges

Produkt (sofern es Umweltauflagen zulassen),

ein taxigerechter Service und eine

enge Kundenbindung. Anders als viele

Importeure, die sich damit begnügen,

EIN MERCEDES-TAXITAG IST ...

Knapp 4 000 Taxis sind in München und den umliegenden

Landkreisen unterwegs. Für die passende Kfz-

Versicherung sorgen beispielsweise Thomas (l.) und

Stefan Ballnath (r.) von der gleichnamigen Assekuranz …

... oder auch der VDK-Spezialist Alexander

Crasselt (l.) von der Crasselt GmbH sowie ...

... last but not least das Team von Maximilian

Junker, die Versicherungsmakler von FVO.

14 JUNI / 2017 TAXI

FOTO: Name Name


VERANSTALTUNG

3 4 5 6

ALLE GUT GELAUNT

FOTOS: Mercedes-Benz Niederlassung München, Taxi Times

einmalig ein Taxipaket entwickeln zu lassen,

sind Mercedes-Niederlassungen ganz

nah an ihren Taxiunternehmern. So nah,

dass man einmal im Jahr ein großes Fest

organisiert.

TAXIFAHRER WERDEN ZU VIPS

Dort wird dann wirklich alles geboten, was

einen Besuch zu einem Erlebnistag macht.

Der Park- und Bring-Service lässt Kollegen,

die sonst im Alltag ihre VIPs auf der Beifahrerseite

sitzen haben, an diesem Tag selbst

zu VIPs werden (Foto Nr. 1). Die Kinder

bekommen fantasiereiche Gesichtsbemalungen

und Luftballonfiguren als Kopfschmuck

(2) und können ihre Treffsicherheit

beim Fußballgolf beweisen, die Erwachsenen

dürfen sich beim nostalgischen Fototermin

in Fiaker des 19. Jahrhunderts

verwandeln (siehe Seite 5).

„Tradition verbindet“, so das Motto, weshalb

auch ein schöner 123er nicht fehlen

darf, mit dem sich der Tölzer An- und Verkaufsspezialist

Michael Much präsentiert (3).

Auch andere Taxi-Dienstleister (siehe unten

stehende Bildergalerie) bekommen ihren

Platz im Autohaus in der Landsberger Straße.

Irgendwann lässt sich sogar der Niederlassungsleiter

Ulrich Kowalewski blicken

(4, Bildmitte). Er hat seinen freizeitlichen

Motorradausflug unterbrochen, um den

einen oder

anderen persönlich

zu

begrüßen.

Frisch

zubereitete

Pizza und

Taxiburger,

Getränke, Kaffee,

Kuchen

und exotische

Eissorten wie

beispielsweise

ein

Döner-Eis (5)

konnte man

im eigens aufgebauten

Biergarten

(6) zu sich nehmen.

Es ist passenderweise

der erste und

einzige schöne Tag

zwischen einer trostlosen

Schlechtwetter-

Periode. Das ist dann

schon wieder symbolisch:

Da mag sich am

Mercedes-Himmel zusammenbrauen,

was will: Am entscheidenden

Tag scheint dann doch

die Sonne. jh

... IMMER AUCH EINE KLEINE FACHMESSE

FOTO: Name Name

Sabine Schunk übernimmt mit ihrer

„Mobilen Garantie“ bestimmte

Werkstatt- und Wartungsarbeiten.

TAXI JUNI / 2017

Wenn’s mal kracht in München oder das Taxi aus

anderen Gründen ausfällt, steht Heribert Wurm

(r. mit roter Krawatte) mit seinem Taxiverleih parat.

15

Taxameter-Spezialist Hale, hier mit Juniorchef

Stefan Leitner (Bildmitte), hat von der SEI-Box

bis zum Datencenter allerlei Fiskallösungen.


Stand 01.03.2016 – Auszug –

< 5 km 1,90

5 – 10 km 1,70

> 10 km 1,60

28,00

3,70

< 5 km 1,90

5 – 10 km 1,70

> 10 km 1,60

28,00

6,00

6,00

63,00

8

63,00

8

EIN EVENT

MIT PFLICHT-

FAKTOR

Der alljährliche Quality-Check der

IsarFunk Taxizentrale war dieses

Jahr eine Kontrolle mit hohem

Wohlfühlfaktor für alle Beteiligten.

Wenn’s gut läuft, dauert es gerade einmal fünf Minuten.

Dann hat man schon den aktuellen Tarif-Aufkleber

auf dem Armaturenbrett und darf das ADAC-Gelände

mit der Gewissheit verlassen, auch im Jahr 2017 wieder Teil der

qualitätsgeprüften IsarFunk-Flotte zu sein. Das „Siegel“ ist das Q

rechts unten auf dem Tarifaufkleber.

Doch mittlerweile wollen gar nicht mehr alle Taxiunternehmer

und ihre Fahrer, dass es so schnell geht. Sie würden einiges von

dem verpassen, was rund um den IsarFunk-Quality-Check alles

geboten wird: Tombola mit Werkstattgutscheinen, kosten lose Brotzeit,

ADAC-Infomappen mit Reisezielen für den nächsten Urlaub,

Informationen zu den aktuellen Taximodellen von Volkswagen

und Lexus. Sogar der Blick in die elektromobile Zukunft ist möglich.

Toyota hat ein echtes Wasserstoff-Taxi, der Tesla S kann sogar

Probe gefahren werden. Erst einmal nur in Zivil, also ohne Taxi-

Ausstattung, aber mehr dazu später.

Zunächst einmal ruft tatsächlich die Pflicht, bevor man sich

dem Eventcharakter hingeben kann. Pflicht bedeutet, dass alle

der an IsarFunk angeschlossenen Fahrzeuge an jenem 3. Mai in

der Ridlerstraße zum Quality-Check vorgefahren werden müssen.

Dabei wird sowohl der äußere als auch der innere Zustand des

Fahrzeugs genau unter die Lupe genommen. Ein IsarFunk-Taxi

muss optisch dem Standard entsprechen, den die Münchner Taxizentrale

seinen Kunden verspricht.

Folglich darf keine Radkappe fehlen, der Sitz nicht gerissen

sein, sollten keine übermäßigen Beulen oder gar Unfallschäden

sichtbar sein und zu guter Letzt muss auch der IsarFunk-Streifen

unbeschädigt an den Türen unterhalb der Fenster angebracht

sein. Nur einer dieser Mängel reicht an diesem Tag im Prüf-

TICKETS

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Warten auf die gute Note: IsarFunk-Taxis vor dem Quality-Check.

zentrum des ADAC schon aus, um die Note vier zu vergeben. Was

in der Schule noch „ausreichend“ war, ist bei IsarFunk ungenügend.

Dann muss ein solches Taxi rund zwei Wochen später beim

Zweittermin abermals vorgefahren werden. Sind die Mängel dann

behoben, ist alles gut. Wenn Fahrzeuge dort nicht erscheinen oder

keine Verbesserung sichtbar ist, behält sich IsarFunk vor, sie für

die Funkvermittlung zu sperren.

Am Ende eines langen Prüftages waren insgesamt 400 Fahrzeuge

gecheckt, die Getränkeflaschen nur noch Leergut und das Büfett

war leer gegessen. „400 Taxis an nur einem Tag durchzuschleusen,

bedeutete für uns einen neuen Rekord“, berichtete IsarFunk-

Geschäftsführer Christian Hess und lobte alle Unternehmer und

Fahrer für die rege Teilnahme und den sehr guten Zustand fast

aller Autos. „Wieder zeigte sich die IsarFunk-Flotte von ihrer besten

Seite und bewies ihren insgesamt überlegenen Qualitätsstandard

– ein schlagkräftiges Argument in Zeiten von Uber und Co.“

Hess und sein Kundenbetreuer Jürgen Dinter, die beide wie

auch Mitglieder des Aufsichtsrats selbst inspizierten, bedankten

sich auch beim ADAC, der zum wiederholten Male für diese Aktion

sein Prüfzentrum exklusiv zur Verfügung gestellt hatte, und

bei den Ausstellern, die aus der Kontrollaktion einen Informationstag

mit Eventcharakter gemacht haben. Die Euro-Taxi-Kfz-

Werkstatt hat beispielsweise bei ihrer Tombola 40 Gutscheine

verlost, mit denen man Vergünstigungen bei einer Unfallreparatur

oder beim Ölwechsel bekommt. Fleet Ad hat sein Infotainmentsystem

vorgestellt (siehe nebenstehenden Beitrag), und drei Fahrzeughersteller

deckten aktuelle wie auch potenzielle zukünftige

Antriebs varianten ab.

GRAFIKEN: IsarFunk. Raufeld Medien

FOTO: Taxi Times

16 JUNI / 2017 TAXI

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ISARFUNK TAXIZENTRALE

Bernd Obkirchner und Julian Schöllhammer von MAHAG zeigten

den T6 und den Touran, Thomas Wöber – mit dem Golf Variant

CNG im Gepäck – erwies sich als gewohnt leidenschaftlicher

Verfechter der CNG-Alternative. Peter Szitar von der DIT-Niederlassung

versucht gerade, neben dem Toyota Prius nun auch

die Limousine Lexus GS

300h Hybrid als Alternative

im Limousinen-

Segment zu etablieren.

Dazu überraschte der

Taxi-Verkäufer auch

Dieser Riss am Blinkergehäuse

muss innerhalb von zwei Wochen

repariert sein. Sonst gibt es keine

Funkaufträge mehr.

noch mit einem Mirai

in Hellelfenbein. Dieses

Fahrzeug fährt mit Wasserstoff

und es hat tatsächlich

bereits ein fertig

entwickeltes Taxipaket.

Allein der Anschaffungspreis

sowie die noch

völlig unzureichende

Infrastruktur (kaum

Tankstellen) fungieren

noch als Spaßbremse.

Spaß war dagegen das Stichwort beim Tesla Model S, den Verkäufer

Mirco Plivelic aus der Müllerstraße mitgebracht hat und

der bestimmt an die 50 Mal zu Testfahrten leise und geräuschlos

Für jeden Fahrer gab es auch eine aktuelle

Ausgabe der Taxi Times München.

WERBUNG IM TAXI

In rund 300 Münchner Taxis können sich Fahrgäste

vom Infotainment-System des Düsseldorfer Anbieters

Fleet Ad unterhalten lassen. Gezeigt werden Nachrichten

von ntv, Sky Sport News, sport.de und Vip.de. Jede fünfte

Einblendung ist werbefinanziert. Pro Monat und Taxi

erhalten Unternehmer 30 Euro. Das nötige Tablet, das

zwischen den beiden Vordersitzen von der Funk-Werkstatt

Er-Tax eingebaut wird, wird von Fleet Ad kostenlos

zur Verfügung gestellt.

Künftig sollen noch mehr Taxis mit dem Tablet ausgestattet

werden, weshalb derzeit mit der IsarFunk Taxizentrale

Gespräche über eine Kooperation laufen. Geplant ist

dann ein regionaler Channel, der auch spezielle München-

News zeigt, Sehenswürdigkeiten vorstellt und auf lokale

Events hinweist.

Wasserstoff und Luxushybrid:

der Toyota Mirai und der Lexus GS 300h.

das Gelände verließ. Es war den Gesichtern der Zurückkehrenden

anzusehen, dass die kurze Fahrt sie überzeugt hatte.

Bedauerlicherweise hatte Plivelic aber nicht den Mut, den potenziell

interessierten Taxiunternehmern die Wahrheit hinsichtlich

des aktuellen Tesla-Mankos zu sagen. Er verlor kein Wort darüber,

dass der Tesla aktuell aufgrund der eichrechtlichen Bestimmungen

nicht als Taxi zugelassen werden kann.

So müssen sich also die IsarFunk-Unternehmer weiterhin an

den etablierten Marken orientieren. Und dafür sorgen, dass ihre

Taxis auch weiterhin eine hohe Qualität haben. Dann klappt es

2018 abermals mit einer guten Note. jh

FOTOS: Taxi Times

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TAXI JUNI / 2017

17


STANDPLATZ

UNTER STROM

Die neue Münchner Freiheit wurde

als Mobilitätsstation geplant.

Taxistände sind in München auf der Liste der gefährdeten Plätze.

Stadtraum ist kostbar – und warum sollten Taxis noch Standplätze

haben, wenn sie doch ohnehin per Telefon oder App gerufen werden?

So oder so ähnlich denken wohl Entscheider, ob sie nun in

der Stadtverwaltung oder entsprechenden Organisationen

sitzen. Der Taxistand beim Marienplatz an der Dienerstraße?

Busse und Fahrräder sind wichtiger! Der Stand in der Ziemssenstraße

bei den LMU Kliniken in der Nußbaumstraße? Das

Parkraummanagement für die Klinik hat Vorrang (siehe Seite 26).

Während die Rufsäule wohl bald wirklich ihren Platz in der

Telefonie-Ausstellung des Deutschen Museums finden dürfte,

bleibt jedoch die Frage nach Parkraum oder Haltestellen für Taxis

hochaktuell. Nicht nur aus dem Grund, weil rund 3 300 Taxis nicht

ständig in München herumfahren oder in zweiter Reihe den Verkehr

blockieren können, sondern weil die Einhaltung der Umweltvorschriften

früher oder später den Umstieg aufs Elektrotaxi in

der Stadt erfordert.

Genau deshalb sollten Taxistandplätze künftig auch Lade plätze

für Elektrotaxis sein – und zwar in der Form von Schnellladeplätzen,

die ein Auffüllen der Batterie innerhalb von Minuten

erlauben. Der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft

(BDEW) hat zum Jahresende 2016 insgesamt 7 407 öffentlich

zugängliche Ladepunkte bzw. 3 206 Ladestationen in Deutschland

ermittelt [1]. Darin enthalten sind 292 DC-Schnellladepunkte. Bei

einem Fahrzeugbestand von etwas mehr als 77 000 Elektroautos

(Stand 2016) kamen also bundesweit im Schnitt zehn Lade punkte

auf ein Auto, jedoch 260 Elektroautos pro Schnellladestation.

Unter den deutschen Städten ist Berlin laut Erhebung des BDEW

Spitzenreiter mit 536 Ladestationen. Auf Platz zwei und drei folgen

Stuttgart (375) und unverändert Hamburg (292). Da hat München

mit derzeit etwas über 100 Ladestationen kräftig aufzuholen,

weshalb kürzlich 30 Millionen Euro in ein schweres Programm

eingeflossen sind. Dies könnte eine Verdoppelung der vorhandenen

Ladestellen zur Folge haben [2]. Der Nachteil der geplanten

Ladestationen ist jedoch ihre Ausführung und ihr Standort. Ebenso

wie die bereits vorhandenen 23 Ladestationen der SWM sind

dies 11-kW- oder 22-kW-Ladepunkte, die nicht schnell laden können.

DC-Ladestationen mit Gleichstrom sind nach wie vor rar.

Zudem will die Stadt die neuen Ladestationen am Stadtrand an

P+R-Parkplätzen bauen. Für Pendler, die ihre privaten Elektroautos

dort langsam laden können, macht das Sinn. Für Elektrotaxis

machen jedoch nur Schnellladestationen Sinn. Erfahrungen beim

E-Plan-Projekt [3] zeigten bereits, dass das Elektrotaxi 2 durchschnittlich

187 Kilometer pro Schicht fuhr, die Ladekapazität meist

schon bei 150 Kilometern erschöpft war.

Bei den Stadtplanern und Mobilitätsforschern herrscht längst die

Meinung vor, dass in der Stadt der Zukunft sogenannte Mobilitätsstationen

(engl. mobility hubs) das Stadtbild prägen sollten. Besonders

die jüngeren Stadtbewohner halten sich in der Stadt kein Auto

mehr, sondern wollen einen praktischen Mix aus Verkehrsmitteln,

die sie an strategisch günstigen Verkehrsknotenpunkten wechseln

können. 1998 lebte jeder zehnte junge Deutsche zwischen 18 und

34 Jahren in einem Haushalt ohne Auto, 2008 war es jeder fünfte

[4]. Vom e-bike in die Tram oder von der U-Bahn nachts ins Taxi. Der

Ort, an dem dies geschieht, sollte keineswegs den Charme einer

Bahnhofshalle aus den Siebzigern aufweisen, sondern zum Schmuckstück

eines Stadtviertels werden, das entsprechende Ladengeschäfte

und Restaurants oder Bars nach sich zieht.

München ist in diesem Punkt keineswegs rückständig: Die neu

gestaltete Münchner Freiheit ist als solche Mobilitätsstation

geplant worden. Bei der Planung von Taxiständen sollten in

Zukunft Lademöglichkeiten vorgesehen sein. Am Kopf des Standes

darf noch eine Weile die Rufsäule glänzen, am Ende der Schlange

sollten zwei Elektrotaxis eine Schnelllademöglichkeit vorfinden.

Dann wäre auch die Münchner Freiheit perfekt.

khm

Quellen:

[1] https://www.bdew.de/internet.nsf/id/bdew-erhebung-elektromobilitaet-de

[2] https://www.tz.de/muenchen/stadt/elektromobilitaet-muenchen-plant-

100-neue-ladestationen-7383469.html

[3] http://schaufenster-elektromobilitaet.org/de/content/projekte_im_

ueberblick/projektsteckbriefe/projekt_3137.html

[4] http://www.zukunft-mobilitaet.net/162772/urbane-mobilitaet/mobilitaetsstationen-nutzen-sinn-zweck-verknuepfung/

GRAFIK: MVG

18 JUNI / 2017 TAXI


ISARFUNK TAXIZENTRALE

ELEMENTARE FRAGEN

Warum verzögert Uber weiterhin rechtskräftige Entscheidungen und

handelt das KVR nicht? Was soll das mit der Ortskunde und der

Tariffreigabe? IsarFunk hat zu diesen Fragen klare Positionen.

Am 18. Mai erklärte der Bundesgerichtshof, dass ein Verbot

der UberBLACK-Applikation rechtens sei, solange

man Uber als Verkehrsunternehmen einstufe (siehe

Bericht auf Seite 8). Doch genau diese Frage der Einstufung hat der

BGH zur weiteren Entscheidung an den Europäischen Gerichtshof

(EuGH) nach Luxemburg verwiesen. Warum drückt sich der BGH

um eine Entscheidung? In der Sache richtig, vom weiteren Vorgehen

her falsch. So sieht das Urteil aus Sicht der

Taxibranche aus. Die Vertagung der Entscheidung

an den EuGH bedeutet eine

?

weitere Verzögerung um wenigstens

ein Jahr. Das wirkt sich fatal für die

Branche aus. Uber und andere Fahrtenvermittler

können

praktisch weiter an

der Zerstörung des

Taximarktes arbeiten.

Es gibt auch deutsche

Urteile, die zwar später

vom EuGH kassiert wurden, aber wenigstens

erst einmal wirksam sind. Sind unsere Richter

konfliktscheu? Warum sind Juristen, Politiker

und Behörden so passiv?

Auch die Münchner Aufsichtsbehörde sollte

unserer Meinung nach transparenter arbeiten. Wenn Mietwagenunternehmer

gegen das Gesetz verstoßen, sollen wir sie

zur Anzeige bringen, hieß es aus der Ruppertstraße. Das hat das

Gewerbe in München zur Genüge getan, nur bekommt keiner

danach Feedback. Wir wissen deshalb nicht, ob das KVR entsprechende

Sanktionen ausgesprochen hat. Was sollen wir eigentlich

noch ermitteln? Weshalb geht das KVR Uber nicht direkt an und

schreibt lediglich Briefe an die Mietwagenunternehmer? Die

Rechtsgrundlage ist doch durch das Berliner Urteil der Uber-App

vorhanden.

Die Politik will – auf Druck von Uber & Co – wichtige Punkte

unseres Personenbeförderungsgesetzes aufweichen. Vor allem die

Ortskunde wird als nicht mehr nötig betrachtet. Dabei gibt es gute

Argumente für die Ortskundeprüfung: Wie viele Sekunden braucht

man, um eine Adresse einzugeben? Kennt das Navi die Baustellen?

Kennt es alle Sonderfälle? Im Mietwagenmarkt setzen sie voll aufs

Navi, und wenn einer kein Deutsch kann, dann stellt er eben die

Bedienerführung auf Englisch um. Und in Bayern kommt noch

eine skandalöse Begleiterscheinung

hinzu: Das Bayerische Verkehrsministerium

schafft die Ortskunde-

?

prüfung für Mietwagenfahrer

einfach ab. Wieder eine Schwächung

des Taxis.

Völlig fatal wäre auch der Wegfall

der Tarifpflicht. App-Anbieter,

viele Politiker und vielleicht auch einige

Taxler möchten den Tarif lieber heute

als morgen abschaffen. Doch sind wir jetzt ÖPNV

oder nicht? Die MVG hat einen Tarif – den sie übrigens sehr regelmäßig

und sehr zügig anhebt. Unser Taxitarif ist schlecht. Er

ist zu niedrig, nicht flexibel genug, zu selten und zu

spät erhöht. Im Dezember hat der Bundesrat eine

Änderung des Personenbeförderungsgesetzes

vorgebracht [1]. Die soll der „Sicherung von

Qualitäts- und Sozialstandards im öffentlichen

Personennahverkehr“ dienen. Kein

Wort über Taxi ist darin zu finden. Die viel

geforderte Überarbeitung dieses Gesetzes

hinsichtlich moderner Techniken, in Richtung

der Flexibilisierung des Tarifs oder Klärung zwischen

Taxi und Mietwagen scheint auf anderen

Ebenen vorangetrieben zu werden. khm

?

ISARFUNK TAXIZENTRALE

GMBH & CO KG

Rosenheimer Straße 139

81671 München

Telefon Taxiruf: 089 / 450 540

Telefon Verwaltung: 089 / 450 54-100

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Presserechtlich verantwortlich für diese Seiten: Christian Hess

Redaktion: Karl-Heinz Mayer (khm), Essential Media

GRAFIK: Raufeld Medien

DIE WICHTIGSTEN

TAXITHEMEN

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TAXI JUNI / 2017

19


FLUGHAFEN

AUS AGIP WURDE GAT

Der Agip-Speicher ist Vergangenheit. Bis zur Fertigstellung

des neuen großen Taxispeichers an der Wartungsallee wurde

ein Zwischenquartier bezogen. Eine erste Zwischenbilanz.

Am 1. April 2017 war es so weit.

Der Taxispeicher T2 an der Agip-

Tankstelle wurde endgültig aufgelöst.

Da das Flughafengelände weiter

ausgebaut wird und man die Flächen benötigt,

werden die Speicher T1 und T2 zu

einem großen Speicher mit Platz für rund

350 Taxis sowie einer Reservefläche für

weitere 100 Fahrzeuge zusammengelegt.

Zum Vergleich: Die beiden alten Speicher

hatten in der Summe 315 Stellplätze. Der

neue Gesamtspeicher an der Wartungsallee

soll zum Jahresende fertig werden, der

Umzug in zwei Etappen erfolgen. In der

ersten Etappe bezog man Zwischenquartier

im neuen T2-Speicher am General Aviation

Terminal (GAT) zwei Kilometer nordöstlich

von Terminal 2, an der Staatsstraße 2584

in Richtung Erding.

„Insgesamt läuft alles relativ zufriedenstellend

mit unserer Übergangslösung am

GAT“, fasst Georg Silbernagl von IsarFunk

am Flughafen die ersten Wochen nach dem

Umzug zusammen. Man müsse vor Ort nur

berücksichtigen, dass nebenan ein Rettungsdienst

untergebracht ist, der von dort

aus zu seinen Einsätzen startet und dieselbe

Zu- und Abfahrt benutzt.

Die Resonanz der Fahrer fällt überwiegend

positiv aus. So seien zum Beispiel die

Unterkünfte und die Abstellfläche für die

Fahrzeuge neu aufbereitet worden, erklärt

Silbernagl zum Zwischenspeicher, der auf

der Baustelleneinrichtungsfläche Ost

errichtet wurde. Auch stehen den Fahrern

zwei Aufenthaltsräume, die Gastronomie

vom alten Agip und eine Tischtennisplatte

für die Wartezeiten zur Verfügung.

Der Ablauf im Zwischenspeicher sei –

verglichen mit dem alten Agip-Speicher –

TAXIBÜRO AM FLUGHAFEN

MÜNCHEN

Im Ankunftsbereich Terminal 2

Telefon: 089 / 97 58 50 50

E-Mail: muc@isarfunk.de

Presserechtlich verantwortlich für

diese Seite: Christian Hess

Redaktion: Florian Osrainik (fo)

Ein kleines Manko des neuen Zwischenspeichers GAT sind die laufenden Motoren

der Privatjets nebenan.

der gleiche, sagt Taxikollege Dieter

Nürnberger über den neuen GAT-Speicher.

Er steht gerade in der Reihe, die gleich zum

Terminal 2 vorrücken kann. Zwölf Reihen

inklusive der Busspur stehen zur Verfügung.

Außer der neuen Anfahrt sei hier

»Es läuft alles

zufriedenstellend

am GAT.«

Georg Silbernagl, IsarFunk-Mitarbeiter

INFOS ZUM GEPLANTEN GROSSSPEICHER

aber nichts wirklich anders, auch die Wartezeiten

sind in etwa gleich. „Nachteile gibt

es keine“, sagt er. Einzige Mankos des Zwischenspeichers

seien das Laufenlassen der

Turbinen der nebenan stehenden Privatjets,

der Lärm und die Abgase, wie auch

Emad Ebrahimzaheh bestätigt.

Emad ist selbst fahrender Unternehmer

und gerade im Speicher angekommen. Er

hat sein Auto gewaschen und trocknet es

noch etwas ab. „Es ist hier einfacher, finde

ich, aber kein großer Unterschied.“ Gut sei

dennoch, dass die Spuren nicht ganz so

eng, also etwas breiter als beim Agip-Speicher,

sind. „Man schlägt die Tür nicht mehr

so schnell beim Nebenmann an.“

Ein anderer Kollege erzählt, dass er zum

dritten Mal im GAT-Speicher ist. Er findet

es hier besser. Die Spuren sind deutlich

erkennbar, der Aufenthaltsraum sei okay,

der Imbiss und das Sanitärhäuschen sind

mit umgezogen. Er ist zufrieden mit der

Zwischenlösung. Der erste Teil des Umzugs

hat also schon mal gut geklappt. fo

Am neuen Großspeicher an der Wartungsallee

wird es für die Fahrer nach

der Fertigstellung ein Aufenthaltsgebäude

mit rund 200 Quadratmetern Fläche

geben. Darin sollen ein Aufenthalts-,

ein Ruhe- und ein Gastraum sowie Büro

und Lagerflächen entstehen. In einem

Nebenraum werden die Fluginformationsmonitore

untergebracht. Außerdem

werden Außenanlagen, Sanitärräume,

eine Systemüberwachung und diverse

technische Ausstattungen errichtet, wie

die Flughafen München GmbH mitteilt.

Der Speicher wird zwischen dem

Grünstreifen hinter der Bahnlinie und

Bürogebäuden auf der anderen Seite

der Wartungsallee liegen.

Wenn man den Zeitplan einhalten

kann, dann wird der GAT-Speicher bald

Geschichte und die zweite Etappe, der

letzte Umzug in den großen Gesamtspeicher,

abgeschlossen sein. Der

T1-Speicher soll laut Plan übrigens zum

1. Februar 2018 aufgelöst werden, womit

dann alle Flughafentaxis in der Wartungsallee

wären.

FOTO: Florian Osrainik

20 JUNI / 2017 TAXI


TOURISTEN-TIPP

AUFBRUCHS-

WILLE

UND ENT-

DECKERGEIST

Touristenmagnet und Liebling Schwabings: der „Walking Man“

gegenüber dem „Schweinchenbau“.

Mit dem »Walking Man« hat

die Münchner Leopoldstraße ein

modernes Wahrzeichen erhalten.

Doch kaum einer kennt die

Geschichte dahinter.

FOTO: Tom Buntrock

Gerade jetzt, solange die Pappeln noch unbelaubt sind, hat

man den besten Blick auf ihn: den „Walking Man“. „Mit

weit ausholendem Schritt strebt der ,Walking Man‘ nach

vorne. Nichts scheint ihn aufhalten zu können.“ So beschreibt ihn

das Unternehmen Munich Re, vor dessen Eingang der Koloss steht.

„Die Bestimmtheit in Gestus und Körperhaltung suggeriert Aufbruchswillen

und Entdeckergeist.“

Als vor knapp 22 Jahren der ewige Wanderer aufgestellt wurde,

hieß das Unternehmen noch Münchner Rück. Der Global Player

und internationale Rückversicherer nennt eine umfangreiche

Kunstsammlung sein Eigen. Über 3 000 Exponate haben sich

inzwischen angesammelt. Deren größtes ist der „Walking Man“

des amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky.

Der fertigte die Skulptur in Los Angeles an. Die Stahlkonstruktion

ist 15 Tonnen schwer. Der für den Transport nach München

in neun Teile zerlegte und per Luftfracht angelieferte Riese wurde

in einer spektakulären Aktion über Wochen aufgebaut und mit

200 Schrauben an ein festes Fundament geheftet. So trotzt er trotz

seiner 17 Meter Höhe Wind und Wetter. Aufbau und Konstruktion

lassen auf eine ähnlich bahnbrechende Ingenieursleistung schließen

wie seinerzeit der Guss der Bavaria.

Jonathan Borofsky hatte bereits auf der documenta 9 in Kassel

mit dem 25 Meter hohen „Man walking to the sky“ auf sich aufmerksam

gemacht und anschließend unter den sechs eingeladenen

Künstlern beim Wettbewerb der Münchener Rück zur künstlerischen

Gestaltung des neuen Geschäftsgebäudes gewonnen. Ein

Grund dafür mag die positive Ausstrahlung sein, die den Betrachter

in ihren Bann zieht.

Die Schwabinger taten sich anfangs schwer mit dem übergroßen

Mitbürger, doch im Lauf der Zeit gewöhnte man sich nicht nur

aneinander, anders als bei dem anfangs ähnlich umstrittenen

Projekt der „Mae West“ am Effnerplatz gewann man den weißen

Riesen sogar lieb. Auffallend ist, dass der „Walking Man“ kein

nennenswertes Problem mit Sprayern oder anderen modernen

Vandalen hat. So reicht ab und an eine Grundreinigung – für sich

WALKING MAN

Leopoldstraße 36, München/Schwabing

schon ein sehenswertes Schauspiel. So hat nicht nur die Munich Re

eine sympathische Identifikationsfigur für Unternehmen und ihre

Kunstsammlung erschaffen, der „Walking Man“ gehört inzwischen

fest zum Schwabinger Straßenbild und zum Repertoire der München-Touristen.

So drückt das Symbol für Aufbruchswille und

Entdeckergeist der Leopoldstraße seinen ganz eigenen Stempel

auf – eben positiv der Zukunft zugewandt.

tb

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TAXI JUNI / 2017

21

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NEWS

Aufnahme aus der Boschetsrieder Straße:

Nur das typische Aral-Blau ist erhalten

geblieben, der Name des Mineralölkonzerns

taucht im neuen Shop-Konzept schon gar

nicht mehr auf.

DIE ETWAS ANDERE

TANKE IN MÜNCHEN

Rewe gibt es ab sofort auch an Tankstellen. Mit einem neuen

Shop-Konzept will Aral die Frische an die Zapfsäulen holen.

Kollegen, die ab und zu einen Tank-Zwischenstopp in der

Boschetsrieder Straße oder in der Kapuzinerstraße einlegen,

dürfte der völlig veränderte Aufbau des Verkaufsbereichs

aufgefallen sein. Dahinter steckt ein neues Konzept,

das der Tankstellenbetreiber Aral bundesweit schon seit Längerem

verfolgt und das nun auch in Bayern eingeführt wurde. Aral

arbeitet hier mit einer großen Supermarkt-Kette zusammen und

nennt die neue Art seines Tankstellenangebots „Rewe-to-go-Shopkonzept“.

Dabei ist nicht nur optisch alles anders als zuvor. Das

Sortiment besteht jetzt laut Aral aus „frisch zubereiteten, qualitativ

hochwertigen Lebensmitteln und warmen Speisen“, die man

in einer quietschgrünen „FoodZone“ findet. Für den Hunger unterwegs

– während und nach der Schicht – sind Hähnchen, Schnitzel,

Sandwiches, Wraps, Sushi, geschnittenes Obst, Müsli und

Smoothies ab sofort erhältlich. Die bisherigen Klassiker der Unterwegs-Versorgung

wie Schokoriegel und Getränke sollen natürlich

auch weiterhin im rund 1 200 Artikel umfassenden Sortiment

erhalten bleiben.

Zehn Tankstellen in München mutieren

derzeit zu kleinen Supermärkten.

30 MONATE GESPERRT

Die Bahnunterführung an der Dachauer Straße in

Moosach soll laut einem Bericht der „Süddeutschen

Zeitung“ („SZ“) komplett neu gebaut werden. Sie soll

dann nicht mehr 3,70 Meter, sondern 4,50 Meter hoch

sein. Darauf hat sich das städtische Baureferat nach einer

Untersuchung von drei Varianten in einer Machbarkeitsstudie

festgelegt. Wann genau der Baubeginn vorgesehen

ist, verrät die „SZ“ noch nicht, man spricht lediglich

davon, dass die Bahn-Brücke innerhalb der nächsten

sieben Jahre erneuert werden soll. Der Straßenabschnitt

zwischen Bauberger- und Gröbenzeller Straße wird ab

Baubeginn für mindestens 30 Monate gesperrt sein. tb

JUBILÄUM IN MÜNCHEN: ES WAR

DER 100. REWE-SHOP

„Der Umbau der Shops an unseren Tankstellen hat 2017 richtig

Fahrt aufgenommen. Bis zu 200 Stationen sollen das neue Format

bis zum Jahresende erhalten. Schnell, bequem und gesund – das

wünschen sich mobile Kunden, und die deutlich steigenden Umsätze

in den Shops bestätigen dies“, erklärt Rainer Kraus, Leiter

Transformation Convenience-Geschäft bei Aral.

Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt der Umstellung

in Nordrhein-Westfalen. In diesem Jahr folgten nun Stationen in

Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachen und

im Saarland. Die Tanke in der Boschetsrieder Straße war zwar

die 100. Shoperöffnung mit dem neuen Konzept, doch die erste

in Bayern. Wenige Tage später zog die Station an der Kapuzinerstraße

nach. Bis Ende Juli folgen noch acht weitere. nu

FOTOS: Aral

22

JUNI / 2017 TAXI


NEWS

ADAC-TEST:

MÜNCHEN IM

GRÜNEN BEREICH

Zum fünften Mal hat der ADAC Taxis getestet.

160 Taxifahrten in acht Großstädten.

Das Erge bnis ist sehr zufriedenstellend.

Fünf Routen, die möglichst breit gefächert sämtliche im Alltag anfallenden

Taxifahrt-Arten abdecken, dienten dem ADAC als Teststrecke. Mit GPS,

Kamera und Testsoftware ausgestattet, wurde der „Taxi-Test 2017“ festgehalten

und ausgewertet. Relevant waren dabei drei Bewertungskategorien. Nimmt

der Fahrer die günstigste bzw. kürzeste Route zum gewünschten Ziel und wie

ist das Verhalten, Auftreten und das Erscheinungsbild des Fahrers? Dabei steht

neben Hilfsbereitschaft und Verständigung besonders im Fokus, ob der Fahrer

„geruchsneutral“ ist und mit sauberer und gepflegter Kleidung glänzen kann.

Ist das Fahrzeug intakt? Wie sieht es mit der Sauberkeit innen und außen aus?

Liegen störende Privatgegenstände des Fahrers rum?

Der Großteil der Testfahrten bekam die Note „sehr gut“. Münchens Taxis liegen

meist im grünen Bereich. Einmal jedoch musste die Note „sehr mangelhaft“ vergeben

werden – den größten Umweg im Test leistete sich ein Fahrer in München. Die mangelnde

Routenkenntnis führte zu einer schlechten Benotung. Bei einer Fahrt wurde

auch die Zahlung mit EC- oder Kreditkarte abgelehnt, das wirkte sich ebenfalls

negativ auf das Ergebnis aus. Der Geschäftsführer des ADAC e. V., Alexander Möller,

zog ein positives Fazit:

Taxifahren ist verlässlich!“

Auch in München.

Wie akribisch der ADAC

den Test vorbereitete und

warum als Testfahrer der

typische „Casual Friday-

Typ“ ausgewählt wurde,

berichten wir in der aktuellen

Ausgabe der Taxi

Times DACH, die Sie unter

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abonnieren

können. nu In diesen Bereichen sollte nachgebessert werden.

NEWSTICKER

FAHRTZIEL ECHING

WAR ZU KURZ

Das Fehlverhalten eines einzelnen

Kollegen kann unglaublich viel

kaputtmachen. Nicht nur eine gute

Gesamtnote beim ADAC-Taxitest für

München, auch den Ruf der Flughafentaxler.

Eine Boulevard-Zeitung

berichtete Anfang Juni von einem

„Kollegen“, der spät nachts im Terminal

1 auf „D“ einen Fahrgast nicht aufnahm,

weil dieser nur nach Eching

wollte. Das war dem Kollegen zu kurz,

standen zu diesem Zeitpunkt doch

noch genügend andere Passagiere

einer verspäteten Maschine rum und

warteten auf ein Taxi. Das Dumme

war nur, dass der Echinger die Zeitung

informierte, was gleich die

wenig schmeichelhafte Schlagzeile

Taxi-Wut – Fahrgäste am Flughafen

stehen gelassen“ zur Folge hatte. Der

Fahrgast hat sich wohl die Nummer

des Kollegen notiert und will diesen

nun beim KVR anzeigen. Falls die

Behörde dem nachgeht, droht eine

Geldbuße. Ein kleiner Trost, der den

Imageschaden aber nicht wieder

wettmachen kann. Ein anderer Kollege

hat es auf Facebook sehr treffend

formuliert: „Für mich sind das keine

Kollegen, sondern Leute, die zufälligerweise

den gleichen Job machen.

Und das eben schlecht. Das Ärgerliche

daran ist: Die übergroße Mehrheit

der Taxler arbeitet täglich daran, die

Kunden zufriedenzustellen, und

damit auch an einem positiven Image

für die Branche, während einige wenige,

wie der Elefant im Porzellanladen,

alles wieder kaputtmachen.“ jh

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TAXI JUNI / 2017

23


ANTRIEB

UMGEKEHRTE

PSYCHOLOGIE

Was muss das Gewerbe machen, um möglichst viele Kunden zu

verlieren? – Diese Frage hat Taxi Times München mehreren Münchner

Branchenprofis gestellt und überraschende Antworten bekommen.

Es ist einfach so: Den Fleck auf der Krawatte unseres

Gesprächspartners bemerken wir sofort. Genau wie die

Laufmasche im Damenstrumpf. Neu ist das nicht. Schon

in der Bibel erkannte man: den Splitter im Auge deines Bruders …

Warum ist das so? Weil unser Gehirn Negatives schneller

wahrnimmt als Positives. Daher kommt es, dass wir uns

stundenlang den Kopf zerbrechen können

auf der Suche nach positiven Lösungen.

Werden wir aber nach

negativen Dingen befragt,

dann kommt unser

Hirn erst so richtig

in Schwung. Diesen

Umstand macht

sich eine Kreativitätstechnik

zunutze, die als

Flip-Flop- oder

Kopfstandtechnik

bekannt ist.

Man fragt

also nicht: Wie

könnte es klappen?

Sondern: Wie geht

es garantiert schief?

Dann bekommt man eine

Fülle von Antworten. Die

vergleicht man dann mit der Ist-

Situation. In einem weiteren Schritt

formuliert man daraus positive Lösungen.

OHNE RÜCKSICHT AUF VERLUSTE

Werfen wir einen Blick auf die Antworten zur Frage, was das Taxigewerbe

tun müsste, um möglichst viele Kunden zu verlieren.

Auf den vordersten drei Plätzen finden sich die Vorschläge „dreckiges

Auto“, „mangelnde Körperpflege“ und „wilder Fahrstil“. Genau

betrachtet bilden diese drei genau das Imageproblem ab, mit dem

das Taxigewerbe zu kämpfen hat. Hier Lösungen im positiven Sinn

zu finden, ist schon fast zu einfach. Sie liegen auf der Hand. Jeder

Fahrer kann das für sich tun oder Unternehmer können das per

Dienstanweisung von ihren Arbeitnehmern einfordern.

Die nächste Gruppe ist da schon anspruchsvoller. Darunter

sind Vorschläge wie „Verweigerung von Kreditkartenzahlungen“,

„mangelnde Sprachkenntnisse“ und „das unkontrollierte

Aufladen von Fahrgästen“. Wer heute noch nicht im bargeldlosen

Zahlungsverkehr angekommen ist, wird sich angesichts

einer wachsenden Zahl digitaler Anbieter kaum auf dem Markt

halten können. Ähnlich verhält es sich mit den Kenntnissen der

deutschen (und auch der englischen!) Sprache. Muss der Kunde

sich nur noch mittels seines Smartphones orten lassen und wird

er nach Eingabe seines Fahrzieles in die Bestell-App zuverlässig

abgeholt und an sein Ziel gebracht, dann kann ein Fahrer, der

den Fahrgast mit seinen Zielen und Wünschen eh nicht versteht

(oder verstehen will), nur stören. Die beste Argumentation für

das autonome Taxi. Und wer zur High Time als Taxifahrer

ohne Rücksicht auf Verluste und Kollegen

einfach irgendwen auflädt, torpediert

die Bemühungen einer effizienten

Vermittlung und outet

sich letztlich als unprofessioneller

Vertreter

seiner Zunft.

WEITER

WIE BISHER

Drei Vorschläge,

sich der

Kundschaft zu

entledigen, die

jeweils nur einmal

genannt wurden,

verdienen eine

Ex traerwähnung.

„Umsätze über Qualität

stellen“ ist einer davon.

Er beschreibt die Ist-Situation

eines Gewerbes treffend, das

doch spätestens jetzt erkennen müsste,

dass nur ein wirklicher Qualitätsvorsprung

das schlagende Argument gegenüber Wettbewerbern sein

kann. Jetzt noch schnell seine Umsätze machen, seine Schäfchen

ins Trockene bringen, ist zu kurz gedacht und führt auf mittlere

Sicht ins Abseits.

„Uneins sein“, auch eine exakte Beschreibung der Situation

unseres Gewerbes. Tatsächlich existiert das viel zitierte Taximonopol

nicht, sondern eher eine zersplitterte Ansammlung von Einzelkämpfern.

Wer sich – vor allem als Gewerbevertreter – hier noch

Befindlichkeiten, Neid und Missgunst leistet, wer sich mit kleinlichen

Fehden und Rivalitäten aufhält, der schadet dem gesamten

Taxigewerbe und unterstützt damit Uber & Co.

Ein nur einmal genannter Vorschlag passt gut als Schlusswort:

„wenn wir so weitermachen wie bisher“. Er fasst zusammen, was

schon lange das Problem einer beinahe innovationsfeindlichen

Branche ist. Denn eines ist klar: Wenn wir jetzt nichts unternehmen,

dann ist der erste Schritt in die gewerbepolitische Bedeutungslosigkeit

schon getan. Darum, dass wir möglichst viele unserer

Kunden verlieren, müssen wir uns dann gar nicht mehr kümmern.

Das machen andere für uns.

tb

GRAFIK: FOTOLIA/snyGGG

24 JUNI / 2017 TAXI


ANTRIEB

DOBRINDT SCHWEIGT

Wie geht es weiter mit den Dieselverboten? Wie lange sperrt sich

der Verkehrsminister noch gegen eine blaue Plakette?

Nur noch wenige Tage, dann werden wir erfahren, in

welchen Straßen die Emissionswerte dauerhaft überschritten

werden. Bis Ende Juni muss die Regierung

von Oberbayern ein Gutachten zur Luftreinhaltung für die Landeshauptstadt

München vorlegen. Dazu wurde der Freistaat

Bayern vom Bayerischen Verwaltungsgericht mehrmals verpflichtet

– zuletzt im Februar 2017 (Taxi Times München berichtete

ausführlich in seiner letzten Ausgabe, nachzulesen im E-Kiosk

unter http://kiosk.taxi-times.com/).

Stephanie Jacobs, Umweltreferentin der Landeshauptstadt,

kennt den Inhalt noch nicht, gibt aber zu bedenken: „Allein aufgrund

der Zunahme des Verkehrs - besonders auch der Dieselautos

und der Tatsache, dass diese im Echtbetrieb mehr emittieren

als auf dem Prüfstand, ist zu vermuten, dass die Berechnungen

mehr Straßenabschnitte mit Grenzwertüberschreitungen aufzeigen

werden, als zum Beispiel die Stellen an der Landshuter Allee.“

Spätestens bis Jahresende muss der Freistaat dann einen Aktionsplan

vorlegen, der genau definiert, mit welchen Maßnahmen

die Luft sauber gehalten werden soll. Dann drohen Dieselverbote.

Doch in welcher Form?

Für Frau Jacobs wäre es das probate Mittel, wenn man sich

für die Blaue Plakette mit Ausnahmen und Übergangsfristen entscheidet,

um soziale und wirtschaftliche

Härten zu vermeiden

und um Planbarkeit für die Autofahrer

zu haben. Das würde

bedeuten, dass in der Umweltzone

nur Fahrzeuge fahren dürfen,

die bestimmte Emissionswerte

einhalten. Laut dem Internetportal

www.blaue-plakette.de wären das im Pkw-Bereich Benziner

ohne Direkteinspritzung ab Euro 3, Benziner mit Direkteinspritzung

ab Euro 6b, Elektro-Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor,

CNG-/LPG-Fahrzeuge und Diesel-Fahrzeuge mit nachgerüsteter

DeNO 2 -Technik, sofern diese die NO X -Werte von Euro 6 einhalten

– also keine Diesel mit Euro-5-Norm.

Verlässlich sind solche Gedankenspiele nicht, eine gesetzliche

Regelung scheitert bisher am Veto des Bundesverkehrs-

»Es ist mit viel mehr

Grenzwertüberschreitungen

zu rechnen.«

Stefanie Jacobs, Münchner Umweltreferentin

Alexander Dobrindt (2. v. rechts) diskutierte in München zum Thema

Mobilität 4.0., ignorierte dabei aber völlig das Thema Dieselverbot.

ministeriums. Doch diese Ablehnung ist keine politische Überzeugung,

sie ist nur eine andere Facette der blauen Plakette.

Minister Alexander Dobrindt will das Thema aus dem Wahlkampf

heraushalten. Bei einer Veranstaltung am 23. Mai

in München sprach Dobrindt

45 Minuten zum Thema Mobilität

4.0, über Dieselverbote verlor er

keine Silbe. Dabei hatte ihn der

Gastgeber Dr. Michael Haberland,

Vorstand des Automobilclubs

Mobil in Deutschland e. V., ausdrücklich

um ein Statement zum

Dieselverbot gebeten. Haberland bezeichnet ein Dieselfahrverbot

als „größte Enteignungswelle der letzten 60 Jahre“. Das wäre

für Dobrindt eigentlich eine Steilvorlage gewesen. Dass er trotzdem

dazu schweigt, verrät mehr als viele Worte: Wer vor einer

Wahl nichts verspricht, kann hinterher nicht zur Rechenschaft

gezogen werden, wenn er ein solches Versprechen nicht hält.

Mit der Einführung einer blauen Plakette muss wohl nach der

Bundestagswahl im Herbst gerechnet werden.

jh

Kraft_03-2017.qxp_Layout 1 28.03.17 14:33 Seite 1

FOTO: Taxi Times

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TAXI JUNI / 2017

25


TAXI IN DEN MEDIEN

DER

VERLORENE

STANDPLATZ

»Taxler klagen an – die Klinik sperrt

uns aus«, lautete die Schlagzeile der

Münchner „tz“ Anfang Mai. Was war passiert?

Plötzlich waren in der Ziemssenstraße

die Taxischilder weg und

damit von einer Sekunde auf die

andere auch das Recht, sich vor dem Haupteingang

der Medizinischen Klinik der LMU

bereitzustellen. Das ärgerte die Taxler.

Im Beitrag der „tz“ wird Taxifahrer Walter

Wittulski zitiert:

„Das ist eine Katastrophe für die Patienten

der Klinik. Es gibt viele, die mit Rollstühlen

unterwegs sind, die zur Dialyse

müssen oder nach Operationen mobilitätseingeschränkt

sind.“

„Stocksauer“, schreibt die „tz“, ist auch

Thomas Kroker von der Taxi München eG.

„Wir wurden in einer Nacht-und-Nebel-

Aktion ausgebremst.“ Kroker hatte die

Berichterstattung

mit einer Pressemeldung

an die Medien

angestoßen, die auch

Taxi Times zuging

und über die wir auf

unserer Homepage

berichteten.

Man sei am

27. April per E-Mail

vom Projektbüro des

Klinikums der Universität informiert worden,

dass Mitte/Ende Mai der Taxistand

aufgrund der Einführung eines Parkraummanagements

ersatzlos aufgehoben wird.

Tatsächlich erfolgte die Aufhebung aber

bereits am 3. Mai um 15.20 Uhr. Die Aufhebung

sei „gesetzeswidrig“ erfolgt, schreibt

die Taxi München eG, und die Taxifahrer

seien damit vor vollendete Tatsachen

gestellt worden.

„Der Aufhebung eines Taxistandplatzes

muss eine verkehrsrechtliche Anordnung

durch die Straßenverkehrsbehörde zugrunde

liegen“, sagt Thomas Kroker, Leiter der

Funkzentrale in der Engelhard straße.

Außerdem müsse der Bezirksausschuss

zustimmen. Weder das eine noch das andere

habe vorgelegen. Darüber hinaus wurde

durch die „taktische Vorgehensweise

»30 000 Menschen

müssen das Taxi

nun bestellen,

anstatt einfach nur

einzusteigen.«

des Klinikums“ verhindert, nach einem

Ersatztaxistand zu suchen. „Der Fiaker

wurde – vorerst – erfolgreich ausgebremst“,

klagt Kroker die Klinikleitung an.

Diese wiederum wollte sich gegenüber

der „tz“ nicht äußern. Man verwies lediglich

auf das geplante Parkraummanagement

mit Schranke. Kroker hingegen

zeigte auf, was eine solche Aussperrung

des Taxis für die Patienten, aber auch für

die Umwelt bedeutet: Tausende kranke

Menschen und deren Besucher erhalten

nunmehr unter erheblich erschwerten

Bedingungen ihr Taxi, 30 000 Menschen

müssen das Taxi nun bestellen,

anstatt einfach nur einzusteigen.“ 30 000

Taxianfahrten vom nun nächstgelegenen

Taxistandplatz

Goetheplatz seien

in Zeiten, in denen

Umweltschutz und

Luftreinhaltung weltweit

die größte

Priorität beigemessen

wird, unverständlich.

„Wo bleibt

hier das Veto von

Oberbürgermeister

und Stadtrat?!“, fordert Kroker politische

Unterstützung.

Das laute Trommeln hat sich gelohnt,

die mediale Berichterstattung hat offenbar

Wirkung gezeigt. Zwar bleibt der Ziemssen-

Stand aufgehoben, weil künftig nur noch

maximal für 30 Minuten innerhalb des

Klinikbereichs kostenfrei eingefahren

werden darf und die Schrankenüberwachung

personell nicht mehr besetzt ist,

doch dafür wird in Kürze der Halteplatz am

Beethovenplatz von bisher zwei auf

sechs bis sieben Taxis verlängert. Was

bleibt, ist der schlechte Eindruck, den

die Klinikleitung bei Münchens Taxikollegen

hinterlassen hat. Mit einer

Branche, die täglich Patienten zuverlässig

an- und abfährt, muss man respektvoller

umgehen. jh

Thomas Kroker........

IMPRESSUM

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gekennzeichnete Mitteilungsseiten,

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Sinne des Presserechtes selbst verantwortlich

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26 JUNI / 2017 TAXI


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