SIFAT - Zeitschrift für Universalen Sufismus - 2017 Heft 3 - Dezember (Leseprobe)

LebensBuecher

Dieses Heft bildet den Abschluss der Reihe dreier Hefte, deren innere Klammer die Frage danach ist, wie wir uns eine menschenfreundlichere Zukunftsgesellschaft vorstellen und wie wir unsere Seelen und Herzen auf sie einstimmen können. Welche Möglichkeiten haben wir, diese Ideale zu leben, angesichts des vorherrschenden Egozentrismus als Normalität? Wie können wir alternativ handeln? Wie schaffen wir die innere Verbundenheit zueinander, von der Hazrat Inayat Khan in diesem Zusammenhang spricht? Welche Wege stehen uns offen, um unserer Verantwortung für uns, unsere Nächsten und unseren Planeten gerecht zu werden. Weitere Infos: www.verlag-heilbronn.de

Zeitschrift für Universalen Sufismus

Interreligiöse Versammlung vor dem Friedenspalast in Den Haag 2017

45. Jg.

Heft 3

Dezember 2017

Geschwisterlichkeit


SIFAT 1 / 2016

SIFAT Impressum 3 / 2017

Sufismus

ist eine uralte Weisheit und zugleich eine Methode der geistigen Schulung,

die Menschen befähigen soll, diese Weisheit in ihrem täglichen Leben zu

verwirklichen.

Wer dem Universalen Sufismus

folgen will, wie ihn Hazrat Inayat Khan und seine Nachfolger gelehrt

haben und lehren, ist nicht auf bestimmte Dogmen, Rituale oder spirituelle

Techniken festgelegt.

Der Universale Sufismus baut eine Brücke über die Unterschiede und

Grenzen hinweg, die die Menschen und Religionen voneinander trennen.

Er ermöglicht Menschen auch, ihre eigene Religion besser zu verstehen und

zu leben, weshalb jeder diesen Weg gehen kann, unabhängig von seiner

Religionszugehörigkeit.

Hazrat Inayat Khan

wurde am 5. juli 1882 in der indischen Stadt Baroda

geboren. Seine hoch angesehene Familie war durchdrungen

vom Geist mystischer Religiosität und von

der Liebe zur klassischen indischen Musik. Inayat

Khan war von Kind auf in Kontakt mit den geistigen

Traditionen des Islam wie des Hinduismus, in einer

Atmosphäre freundlicher Toleranz über alle konfessionellen

Grenzen hinweg. Im Jahre 1910 bekam er

von seinem spirituellen Lehrer, Abu Hashim Madani,

der der Sufi-Tradition der Chishtis angehörte,

den Auftrag, den Sufismus in den Westen zu bringen. Hier wurde er der

Begründer und das geistige Oberhaupt (Pir-o-Murshid) der Sufi-Bewegung

und ihrer esoterischen Schule, des Inayati-Ordens, und er schuf den Universellen

Gottesdienst. Längere Zeit lebte er in Suresnes bei Paris, von wo er oft

zu Reisen in die ganze westliche Welt aufbrach. Seine Vorträge füllen die 13

Bände seiner „Sufi Message“. Er starb am 5. Februar 1927 in New Delhi.

Hazrat Inayat Khans Lehre und die seiner Nachfolger ist geprägt von einer

umfassenden Toleranz, einer Verehrung und Liebe zu allen Propheten und

Heiligen der Menschheit und einem Verständnis gegenüber der Vielfalt der

religiösen Traditionen und Lebenserscheinungen.

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SIFAT 3 / 2017

Inhaltsverzeichnis

Geschwisterlichkeit

Vorwort der Redaktion 4

Peace Pledge: 6

Ein internationales und interreligiöses Friedensprojekt

Bikkhu Bodhi u.a.: 7

Aufruf zum Handeln – Stemmt euch dem Leiden entgegen

Hazrat Inayat Khan: 12

Unsere Arbeit für die Geschwisterlichkeit

Psalm 133 getanzt 20

John Lennon: Imagine 22

Hazrat Inayat Khan: Der 6. Sufi-Gedanke 23

Samuel L. Lewis: Zum 6. Sufi-Gedanken 24

Khalil Gibran: Vom Geben 28

Dr. Ali Özgür Özdül: Zakat im Islam 30

Dr. Ha Vinh Tho: Über das Brutto-Nationalglück 34

Bertold Brecht: Ein Pferd klagt an 44

Charles Chaplin: 45

Schlussrede des „Charlie“ im „Großen Diktator“

Lamya Regina Bogner: Urban Prayers 47

Interkulturelles Willkommensprojekt mit Noor Inayat Khan 48

Texte aus den Heiligen Schriften der Weltreligionen 49

Leserbrief und Buchempfehlung 53

Impressum 54

Projekte 55

Informationen und Hinweise auf Veranstaltungen 56

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Vorwort der Redaktion

SIFAT 3 / 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Wie bereits angekündigt, trägt dieses SIFAT-Heft den Titel „Geschwisterlichkeit“.

Wir denken, damit dem Begriff „brotherhood“, wie er in

Hazrat Inayat Khans Schriften vorkommt, eine zeitgemäße Übersetzung zu

geben. Bei der Suche in seinen Texten wurde uns klar, dass er mit diesem

Begriff zum einen eine innere Haltung meint, er zum anderen „brotherhood“

aber auch als ein Ziel versteht, eine „universelle Gemeinschaft“ zu bilden.

„Es gibt eine geschwisterliche Gemeinschaft, die gesamte Menschheit, die alle

Kinder der Erde in der Elternschaft Gottes vereint.“

Trotz unserer anfänglich kontroversen Diskussion mit dem Titel „Geschwisterlichkeit“

entschieden wir uns am Ende doch dafür . Zu der Zeit, als diese

Texte entstanden, war dieser Begriff ungebräuchlich. Heute hat sich der

alte Begriff Brüderlichkeit in Geschwisterlichkeit verwandelt. Wir verstehen

nunmehr darunter ein Ideal, das die Würde und Gleichberechtigung aller

Menschen, Menschlichkeit, Barmherzigkeit und Nächstenliebe einschließt.

Damit Sie die Gedanken hierzu ausführlich studieren können, haben wir

Texten Hazrat Inayat Khans ausführlich Raum gegeben und sie durch Gedanken

des amerikanischen Sufi-Lehrers Samuel Lewis zum Thema ergänzt.

Daneben finden Sie im nun vorliegenden Heft unter anderem einen Aufsatz

zum islamischen Zakat, einen Bericht zum Bruttosozialglück im Himalaya-

Staat Bhutan, ein Gedicht von Bert Brecht, einen Songtext von John Lennon

so wie die Schlussrede aus Charles Chaplins Filmklassiker „Der große Diktator.

Dieses Heft bildet den Abschluss der Reihe dreier Hefte, deren innere Klammer

die Frage danach ist, wie wir uns eine menschenfreundlichere Zukunftsgesellschaft

vorstellen und wie wir unsere Seelen und Herzen auf sie einstimmen

können. Welche Möglichkeiten haben wir, diese Ideale zu leben,

angesichts des vorherrschenden Egozentrismus als Normalität? Wie können

wir alternativ handeln? Wie schaffen wir die innere Verbundenheit zueinander,

von der Hazrat Inayat Khan in diesem Zusammenhang spricht? Welche

Wege stehen uns offen, um unserer Verantwortung für uns, unsere Nächsten

und unseren Planeten gerecht zu werden. Zu diesem Thema finden Sie auf

den folgenden Seiten den Aufruf buddhistischer Lehrer aus den USA, sich

gegen die Politik der neuen US-Regierung zu stellen, und den Bericht über

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SIFAT 3 / 2017

Vorwort der Redaktion

eine interreligiöse Zusammenkunft in den Niederlanden, die auch unser Titelbild

darstellt.

Die Adventszeit und das Weihnachtsfest bringen das wiedererschaffene Licht

und die frohe Botschaft in unser Bewusstsein zurück. Wir freuen uns auf das

Ende der dunklen Zeit und erwarten das neue Jahr und die Erneuerung der

Natur.

Zugleich stehen wir jetzt am Ende unseres ersten Jahres als neues Redaktionsteam.

Sehr freuen würden wir uns über Anregungen, Kritik, Lob und

Leserbriefe von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre,

ein Frohes Fest und ein glückliches Neues Jahr.

Das Redaktionsteam

Claudia Nüssen, Hans-Peter Baum, Detlef Qalbi Marzke, Michael Nüssen

Adressänderungen und Adressfehler bitte melden

Vermutlich ist es bei Ihrem Umzug nicht der erste Gedanke, uns Ihre

neue Adresse mitzuteilen – aber vielleicht vermissen Sie ja irgendwann

SIFAT. Es kommt immer wieder vor, dass ein Heft wegen Unzustellbarkeit

an uns zurückgeht. Meist ist es uns nicht möglich, Ihre neue

Adresse zu ermitteln.

Wir haben dieses Jahr alle Adressen manuell in eine neue Datenbank

eingegeben, was unvermeidlich zum einen oder anderen Fehler führte.

Sollte also Ihre Adresse nicht ganz korrekt sein, freuen wir uns über

eine kurze Mitteilung an: sifat@verlag-heilbronn.de

Dann bitte ich um Nachsicht, wenn ich irrtümlich eine Zahlungserinnerung

beigelegt haben sollte. Der Übergang von SIFAT an uns war

komplizierter und aufwendiger als gedacht, aber ich bin mit der Verwaltung

auf einem guten Weg.

Herzliche Grüße und ein Frohes Fest

Josef Ries, Verlag Heilbronn

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Peace Pledge: Ein internationales und interreligiöses Friedensprojekt

SIFAT 3 / 2017

Peace Pledge

Ein internationales und interreligiöses Friedensprojekt

Das Titelbild dieses SIFAT zeigt eine interreligiöse

Versammlung vor dem Friedenspalast in Den Haag, die

sich auf Initiative von Johan Witteveen, Sufi Movement

Niederlande, im September 2017 in den Niederlanden zu

einer Tagung getroffen hat. Auf einem vorherigen Treffen

im Februar 2017 wurde folgende Erklärung des Peace

Pledge Project veröffentlicht:

Das Friedensversprechen: Liebende Güte und Mitgefühl ins Leben bringen

DER LEBENSWEG IST EINE PILGERREISE

SCHÖNE EIGENSCHAFTEN DIENEN ALS KOMPASS

Mit der Absicht, FRIEDEN UND HARMONIE im eigenen Leben und in der

Welt voranzubringen, erklären wir Folgendes:

• Wir verpflichten uns, allem Leben mit LIEBENDER GÜTE & MITGE-

FÜHL zu begegnen.

• Wir weisen die Entstellungen durch religiöse, nationale und ethnische

Vorurteile zurück, die benutzt werden, um die Goldene Regel zu missachten,

andere so zu behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten.

• Wir respektieren die vielen Wege, auf denen Menschen ihren jeweiligen

Idealen nachstreben.

• Wir fechten den Missbrauch von Glauben, Riten, Ritualen, Gebräuchen,

Philosophien und Traditionen an, die benutzt werden, um Menschen zu

erniedrigen, oder die zu Gewalt führen. Wir bekräftigen die Notwendigkeit,

LIEBENDE GÜTE & MITGEFÜHL in die Tat umzusetzen.

• Durch solche Taten streben wir an, die Beziehungen von Menschen zu

verbessern – unter Nationen, Religionen, Glaubenssystemen, Geschlechtern,

ethnischen Gruppen und einzelnen Menschen.

• Wir rufen alle Menschen guten Willens auf, sich diesem Versprechen anzuschließen.

• Wir versprechen, mit all unseren Absichten, Gedanken und Taten LIE-

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SIFAT 3 / 2017

Bikkhu Bodhi u.a.: Aufruf zum Handeln

BENDE GÜTE & MITGEFÜHL anzustreben und ins Leben aller, die uns

begegnen, zu bringen.

Die Erklärung (in englischer Sprache) kann auf www.change.org unterzeichnet

werden.

Ihr Inhalt ist nicht neu. Dies war die zentrale Botschaft der Propheten und

Weisen aller Traditionen seit Tausenden von Jahren. Heute wird die Welt zerrissen

von Überheblichkeit, Anmaßung, religiöser Engstirnigkeit, extremem

Nationalismus und öffentlichen Politiken, die auf Ängsten und Verlangen

nach Vorherrschaft beruhen. Die Folgen sind: Krieg, krasse Ungleichheit

der Wohlstandsverteilung und das Versagen, Grundbedürfnisse wie sauberes

Trinkwasser für alle zu erfüllen. Spirituelle Grundwerte in die Praxis

umzusetzen, ist zu einem Erfordernis für das Überleben und Gedeihen der

Menschheit geworden. Das Friedensversprechen kann nicht einfach für sich

selbst sprechen; mit unserem Leben müssen wir ihm Stimme geben.

Zu den Initiatoren des Projekts gehören Karimbakhsh Witteveen, Jonathan

Granoff, Shabda Kahn und Brigitte van Baren.

Die Stimmen einer ganzen Reihe von Teilnehmenden können auch über das

Internet angehört werden. Für 2018 sind Treffen in Grönland, Frankreich

(Suresnes) und Italien (Assisi) geplant.

Mehr Infos auf www.peacepledgeproject.org.

✳ ✳ ✳

Bikkhu Bodhi, Norman Fischer, Joan Halifax, Mushim Patricia Ikeda,

Jack Kornfield, Ethan Nichtern, Roshi Pat Enkyo O’hara, Lama Rod

Owens, Greg Snyder, Gina Sharpe, Rev. Angel Kyodo williams, Jan Willis

und Myokei Caine-Barrett

Aufruf zum Handeln – Stemmt euch dem Leiden entgegen

Dreizehn bekannte buddhistische Lehrerinnen und Lehrer, denen sich

mehr als 140 weitere Unterzeichner angeschlossen haben, rufen Buddhisten

und alle gläubigen Menschen auf, ein Zeichen gegen die Politik der

neuen Regierung zu setzen, die für die Schutzlosesten der Gesellschaft Leiden

schaffen wird.

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Bikkhu Bodhi u.a.: Aufruf zum Handeln

SIFAT 3 / 2017

Solange eine Gesellschaft die Schutzlosen schützt, kann von ihr erwartet

werden, dass sie gedeiht und nicht verfällt.

Der Buddha, Mahaparinirvana Sutta

Buddhismus schließt sich nicht irgendeiner Partei oder Ideologie an. Doch

wenn es um großes Leiden geht, müssen Buddhisten sich dagegenstemmen,

mit liebender Güte, Weisheit, Besonnenheit und Mut.

Dem Mitgefühl verpflichtet, folgen wir dem Beispiel der Bodhisattva Kwan

Yin, „die den Schrei der Welt hört.“ Wie sie hören wir auf die Schreie leidender

Menschen und tun alles, was wir können, um sie zu schützen.

In dieser Krisenzeit hören wir die Schreie von Millionen, denen Leid angetan

wird von der rückschrittlichen Politik der neuen US-Regierung, die auf

die verletzlichsten Gemeinschaften abzielt. Wir hören die Schreie einer Nation,

deren Demokratie und soziales Gefüge in Gefahr sind. Wir schließen uns

solidarisch mit vielen anderen zusammen, die ebenfalls diese Schreie hören

und wissen, dass wir zusammen eine beachtliche Kraft zur Veränderung und

Befreiung sein können.

Religiöse Führer und Ausübende einer Religion haben in Bewegungen für

Gerechtigkeit und sozialen Fortschritt schon immer eine gewichtige Rolle

gespielt, indem sie ihre Weisheit, ihre Liebe, ihren Mut und ihren Einsatz für

andere einbrachten. Menschen aller Glaubensrichtungen werden jetzt vorn

an der Spitze gebraucht, um einer Politik, die Leid verursachen wird, Widerstand

entgegenzusetzen und unserem Land eine neue und positive Vision zu

bieten.

Wir glauben, dass buddhistische Lehrer und Ausübende dabei sein sollten,

Arm in Arm mit allen Menschen guten Willens, um die Gefährdeten

zu schützen, der Gewalt und Unterdrückung des Systems etwas entgegenzusetzen

und für eine gerechtere und warmherzigere Gesellschaft zu wirken.

Der Buddhismus ist weltweit als Religion des Mitgefühls und des Friedens

anerkannt. Wir werden in dieser Bewegung gewollt und gebraucht, und wir

haben etwas beizutragen.

Der Buddhismus in den USA bringt Menschen mit vielen verschiedenen

Hintergründen, Interessen und Sichtweisen zusammen. Einige Buddhisten

betonen die Meditationspraxis, während andere ihren Schwerpunkt auf Studium,

Gemeinschaft oder Glauben legen. Einige sind politisch liberal und

andere konservativ. Einige halten ihre buddhistische Praxis lieber getrennt

von politischen und sozialen Belangen, während andere sich stark engagieren.

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SIFAT 3 / 2017

Bikkhu Bodhi u.a.: Aufruf zum Handeln

Doch eins verbindet uns: unsere Zusage, das Leid aller Wesen zu lindern.

Der Dharma ist keine Entschuldigung, sich vom Leid der Welt abzuwenden,

und auch kein Beruhigungsmittel, das uns selbst durch schmerzvolle Zeiten

bringen soll. Er ist eine machtvolle Lehre, die uns befreit und stark macht,

eifrig daran zu arbeiten, dass alle Wesen vom Leiden befreit werden.

Angesichts der Realität dieses Leidens halten wir uns vor Augen, dass

Friedlichkeit nicht Passivität ist und Nichtanhaftung nicht fehlendeVerantwortung

bedeutet.

Was im Moment geschieht, trifft mitten ins Herz unserer zentralen Verpflichtung

als Buddhisten. Es weist über unsere Unterschiede hinaus und ruft uns

zum Tun. Falls die Politik der neuen Regierung sich durchsetzt, werden Millionen

von Menschen in schutzlosen und weniger privilegierten Gemeinschaften

leiden. Hoffnungen werden zunichte gemacht. Sicherlich wird sie

auch Leben kosten. Internationale Konflikte werden zunehmen und die Umweltzerstörung

sich verschlimmern.

Angesichts der Realität dieses Leidens halten wir uns vor Augen, dass

Friedlichkeit nicht Passivität ist und Nichtanhaftung nicht fehlende Verantwortung

bedeutet.

Heute fragen wir uns: Was bedeutet es, Kwan Yin in der heutigen Zeit zu

sein? Was bedeutet es, als Bodhisattva ein Bürger zu sein, einer oder eine, die

sich in der Gesellschaft engagieren möchte, um andere zu beschützen oder

aufzuwecken? Indem wir unsere tiefsten Werte als Buddhisten untersuchen,

lässt Weisheit uns die geschicktesten Wege erkennen, zu leben und die Werte

aufrechtzuerhalten.

Die Weisheitslehre des aufeinander Angewiesenseins führt den Bodhisattva-Bürger

zum Netz der Ursachen und Bedingungen, die Leiden schaffen.

Während der Buddhismus früher die persönlichen Ursachen des Leids betont

hat, erkennen wir heute, wie auch die drei Gifte Gier, Streitsucht und

Interesselosigkeit durch die politischen, ökonomischen und sozialen Systeme

agieren und Leiden in großem Ausmaß verursachen.

Während wir fortfahren, mit dem Ego und den drei Giften in unseren persönlichen

Übungen zu arbeiten, ruft uns die Einsicht in das aufeinander Angewiesensein

dazu auf, uns auch mit den sozialen Ursachen des Leidens zu

befassen. Indem wir der erhöhten Bedrohung durch viele der neuen Verwaltungsvorschriften

Widerstand leisten, erkennen wir auch, dass schwach vertretene

und unterdrückte Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten schon

lange unter systembedingter Gier, Streitsucht, Ablehnung und Interesselosig-

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Bikkhu Bodhi u.a.: Aufruf zum Handeln

SIFAT 3 / 2017

keit leiden mussten.

Während einige argumentieren, das Prinzip der Nichtdualität lege nahe,

dass Buddhisten sich in politischen und sozialen Fragen nicht engagieren

oder Partei ergreifen sollen, glauben wir, dass das Gegenteil richtig

ist. Denn weil wir und die anderen nicht getrennt sind, müssen wir

handeln.

Die Weisheit des aufeinander Angewiesenseins vertieft unser Mitgefühl und

spornt es an. Indem wir verstehen, dass keiner von uns getrennt ist, wissen

wir, dass das Leid anderer unser Leid ist. Während einige argumentieren, das

Prinzip der Nichtdualität lege nahe, dass Buddhisten sich in politischen und

sozialen Fragen nicht engagieren oder Partei ergreifen sollen, glauben wir,

dass das Gegenteil richtig ist. Denn weil wir und die anderen nicht getrennt

sind, müssen wir handeln.

Was auch immer unsere politische Sichtweise sein mag, jetzt ist die Zeit, für

das einzustehen, was Bedeutung hat: Sich gegen Hass zu stellen. Für Respekt

einzustehen. Sich für den Schutz der Schwachen einzusetzen. Sich um die

Erde zu kümmern.

Wir können die vor uns liegende Arbeit klar erkennen. Es ist ein Werk der

Liebe und der Weisheit angesichts von Rassismus, auf Geschlecht oder sexueller

Orientierung basierter Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, ökonomischer

Ungerechtigkeit, Krieg und Umweltzerstörung. Wir müssen zusammenarbeiten,

um die Gezeiten zu verändern, hin zu dem, was gut für unsere Kinder,

die Natur und die Zukunft ist.

Als Buddhisten wissen wir, dass wirkliche Veränderung mit uns selbst beginnt.

Wir müssen unsere Begünstigung und Bereiche unserer Unwissenheit

erforschen und aufdecken und Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Klassenvorurteile

und noch mehr in unseren Gemeinschaften ansprechen. Wir können

der breiteren Gesellschaft ein Beispiel geben, indem wir sichere, achtungsvolle

und einbeziehende Sanghas schaffen.

Unsere buddhistischen Gemeinschaften können Orte des Schutzes und der

Vision werden. Dies kann verschiedene Formen annehmen. Es kann bedeuten,

denen eine Zufluchtsstätte zu bieten, die in Gefahr sind, oder geschickt

denen gegenüberzutreten, deren Taten den Verletzbaren unter uns Leid antun

würden. Es kann darin bestehen, sich für die Umwelt einzusetzen oder

ein aktiver Verbündeter jener zu werden, die Zielscheibe von Hass und Vorurteil

sind.

Es stimmt, unsere Anzahl ist gering. Doch wir können uns mit anderen

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SIFAT 3 / 2017

Bikkhu Bodhi u.a.: Aufruf zum Handeln

verbinden, die ähnliche Überzeugungen und Werte teilen. Wer neu in diesen

Fragen ist, halte sich bitte vor Augen, dass es viele Menschen gibt, die ihr Leben

dem sozialen Wandel gewidmet haben. Sie haben nützliche Fähigkeiten

des mitfühlenden Organisierens und des Aufbaus zukunftsfähiger Bewegungen.

Findet sie, beteiligt euch und lernt von ihnen.

Mehr denn je müssen wir mitfühlende, mutige und engagierte

Bodhisattvas sein.

Obwohl wir eine gemeinsame Verpflichtung teilen, das Leid von fühlenden

Wesen zu lindern, heißt das nicht, alle Buddhisten sollten oder könnten auf

die gleiche Weise handeln. Einige werden marschieren und sich in direkten

Aktionen engagieren. Andere werden zum Wohl der Gemeinschaft beitragen

durch Kliniken, Gärten, Reform der Strafjustiz oder Jugendförderung. Einige

werden bei der nächsten Wahl mitwirken, einige werden mehr meditieren

und andere werden versuchen, freundlicher und höflicher im alltäglichen

Umgang zu sein. Einige Erscheinungsformen von Kwan Yin haben tausend

Arme, weil es viele Wege gibt, anderen zu dienen.

Derzeit bereiten wir uns vor, herausfordernden und angespannten Zeiten

ins Auge zu sehen. Um Erfolg zu haben, müssen wir an unseren zeitlosen Idealen

der Weisheit, der Liebe, des Mitgefühls und der Gerechtigkeit festhalten.

Wir müssen unseren Glauben aufrechterhalten, dass obwohl zuzeiten Unwissenheit

und Hass dominieren, wir durch geduldiges Verfolgen gemeinsamen

Handelns eine Gesellschaft schaffen können, die auf Gerechtigkeit, Liebe und

menschlicher Eintracht beruht.

Mehr denn je müssen wir mitfühlende, mutige und engagierte Bodhisattvas

sein. Wie Kwan Yin hören wir den Schrei einer leidenden Welt – und wir

antworten mit Weisheit und Liebe.

Dieser Aufruf erschien in der buddhistischen Zeitschrift Lion’s Roar im Mai 2017:

https://www.lionsroar.com/stand-against-suffering/

Übersetzung: H.-P. Baum

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Hazrat Inayat Khan: Unsere Arbeit für die Geschwisterlichkeit

SIFAT 3 / 2017

Hazrat Inayat Khan

Unsere Arbeit für die Geschwisterlichkeit

Soziale Gatheka Nr. 2

In unserer Arbeit für die Geschwisterlichkeit ist unser wichtigstes Ziel, ein

besseres Verständnis zwischen den verschiedenen Klassen, Anhängern verschiedener

Religionen und Menschen aus verschiedenen Völkern und Nationen

zu fördern.

Aber damit meinen wir nicht, sie zu vermischen. Das wäre es etwas ganz

anderes. Wir wollen die Weizenfelder Weizenfelder sein lassen, die Reisfelder

Reisfelder, die Wälder Wälder und die Gärten Gärten – alles ist notwendig.

Wir wollen nicht alles in einen Topf werfen. Und wir wollen die Finger nicht

langziehen, so dass sie alle gleich werden, denn ihre natürliche Länge ist genau

richtig. So weit geht unsere Vorstellung von Gleichheit nicht.

Was uns antreibt, ist lediglich, dass Ost und West, Nord und Süd, anstatt

sich gegenseitig den Rücken zuzuwenden, sich ihre Gesichter zuwenden mögen.

Wir haben nicht den Wunsch, dass alle Menschen die gleiche Religion

haben oder die gleiche Bildung oder die gleichen Sitten und Gebräuche. Wir

meinen auch nicht, dass alle Klassen zu einer Klasse werden müssen, was unmöglich

ist. Wir möchten, dass alle Klassen ineinander übergehen und dennoch

jedes Individuum seine eigene Lebensweise haben kann. Alle Nationen

können ihre Besonderheiten und Eigenheiten haben, aber zugleich mögen

sie guten Willen und freundschaftliche Gefühle füreinander hegen. Verschiedene

Völker können ihre eigenen Bräuche und Anschauungen haben, aber

sich zugleich gegenseitig verstehen. Und die Anhänger der verschiedenen

Religionen können zu ihrer jeweiligen Religion gehören, aber sich gegenseitig

tolerieren.

Darum ist unsere Vorstellung von geschwisterlicher Gemeinschaft in keiner

Weise extrem. Es geht nicht darum, die Menschheit anders zu machen, sondern

ihr zu helfen, ihr Ziel zu erreichen. Es gibt Menschen, die zur selben

Kirche gehören und sich dennoch bekämpfen. Besser könnten sie zu verschiedenen

Kirchen gehören und sich trotzdem gegenseitig verstehen, ihre

Religionen gegenseitig respektieren und einander tolerieren. Verschiedene

Menschen können zur selben Institution gehören und in Widerspruch zueinander

stehen. Wozu ist dann solch eine Institution nütze? Daher ist es ganz

und gar nicht die Aufgabe unseres Ordens, die ganze Menschheit zu Anhängern

eines Ordens zu machen, sondern der Menschheit zu geben, was Gott

uns gegeben und dazu bestimmt hat, Seiner Sache zu dienen.

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SIFAT 3 / 2017

Hazrat Inayat Khan: Unsere Arbeit für die Geschwisterlichkeit

Soziale Gatheka Nr. 13: Geschwisterlichkeit 1

Wir können den Beginn des Geistes der Geschwisterlichkeit beobachten,

wenn wir eine Vogelschar am Himmel sehen oder eine Tierherde im Wald

oder Schwärme von Insekten, die alle zusammenleben und sich bewegen.

Zweifellos ist diese Neigung zur Geschwisterlichkeit im Menschen ausgeprägt,

denn der Mensch ist nicht nur fähig, den Geist der Geschwisterlichkeit

zu erkennen, sondern auch den Zweck zu erfüllen, der in dieser natürlichen

Neigung verborgen ist. Hinter all der Vielfalt dessen, was gut oder schlecht,

richtig oder falsch, Sünde oder Tugend genannt wird, gibt es ein Geheimnis:

dass alles, was zu Glück führt, richtig, gut und tugendhaft ist; und alles, was

zu Unglück führt, falsch und schlecht ist – und dass, falls es Sünde gibt, genau

dies Sünde genannt werden kann.

Was die Geschwisterlichkeit angeht, ist sie nichts, das ein Mensch gelernt

oder erworben hat, sondern etwas, das er von Geburt an besitzt. Und je nach

der Entwicklung dieses Geistes zeigt der Mensch die Entfaltung seiner Seele.

Nun zu den Religionen, die der Welt gegeben wurden. Wenn wir z.B. in der

Bibel die Worte Jesu lesen, was steht da? „Liebe deinen Mitmenschen, liebe

deinen Nächsten“ – vom Anfang bis zum Ende. Wenn es eine Moral gibt, die

der Meister gelehrt und ständig wiederholt hat, ist es diese, die Moral der

Geschwisterlichkeit. Wenn wir die verschiedenen Religionen, die es auf der

Welt gibt, studieren, gibt es ein und dasselbe Hauptthema: Geschwisterlichkeit,

liebt einander, dient einander, seid ehrlich zueinander.

Doch wie der Mensch seinen Freund oder Nächsten lieben kann, so kann

er ihn auch hassen. Die erste Neigung der Geschwisterlichkeit, die Liebe,

macht ihn zufrieden und den anderen glücklich. Die andere Neigung, seinen

Nächsten zu hassen, macht ihn unzufrieden und den anderen unglücklich.

Geschwisterlichkeit bringt daher Glück hervor und der entgegengesetzte

Geist schafft Leid. In den Schriften der großen Religionen dieser Welt –

der Bibel oder der Kabbala, dem Koran, der Gita oder den buddhistischen

Schriften – finden wir in der einen oder anderen Form, die am besten zu den

Menschen, denen sie gegeben wurden, passte, immer die gleiche Moral, die

gleiche Sinfonie, die gleiche Musik, die vor ihnen aufgeführt wurde. Waren

die großen Lehrer der Welt besonders damit beauftragt, der Welt mystische

und okkulte Lehren zu bringen? Oder sollten sie philosophische Probleme

diskutieren? Keineswegs, obwohl sie Mystiker waren und Philosophie und

Okkultismus kannten. Aber das war nicht die Hauptsache, die sie zu geben

hatten. Wenn sie etwas gemacht haben und der Welt etwas gegeben haben,

war es jene einfache Philosophie, die für niemanden neu ist. Selbst ein Kind

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SIFAT 3 / 2017

Leserbrief und Buchempfehlung

Unser niederländischer Leser Theo Kauffman hat uns einen Leserbrief zu einem

Buch zugesendet, das ihn berührt hat und das auch wir unseren Lesern gerne

empfehlen wollen. Theo schreibt:

„Matthias Beier hat in seiner neuen Drewermann-Biografie das Bild eines Menschen

gezeichnet, der uns Gott als liebevolle Kraft in unser Leben zurückbringt. Demut und

Menschlichkeit. Das Buch liest sich wie eine Wallfahrt zu Mut, Mitleid. Eugen Drewermann

öffnet unsere Augen für das, was Gott unseren Herzen sagt. Denn ein Mensch,

der sich selbst versteht, begreift auch andere Menschen besser. Erst dann öffnet sich die

Seele für das Gegenüber. Sind das nicht auch Gedanken, die wir Sufis haben?

Eugen Drewermann macht den Weg wieder frei für ein Denken und einen Glauben,

in denen Spiritualität ihren berechtigten Platz hat. Er gehört meines Wissens zur Strömung

‚Sophia Perennis, Ewige Weisheit’.

Von Matthias Beier ist auch ‚Gott ohne Angst. Einführung in das Denken Eugen

Drewermanns’ 2010 im Patmos-Verlag erschienen.“

Vielen Dank, Theo. Das Redaktionsteam

Matthias Beier selbst sagt in einem Interview zu seinem Buch:

„Meine Hoffnung ist, dass die Biografie dazu beitragen kann, die bleibende Relevanz

des Werkes Drewermanns für die Menschheitsgeschichte darzustellen. Ich bin davon

überzeugt, dass Drewermanns Werk eine kulturelle Schwelle für die Menschheit

überschreitet und ihr in dieser kritischen Stunde, in der sie zwischen Weltzerstörung

und Weltbewahrung, zwischen Entmenschlichung und Menschlichkeit entscheiden

muss, eine enorme Chance bietet. Das darzustellen, ist eine Hauptaufgabe der Biografie.

Wie kein anderer entwickelt Drewermann eine Vision der Menschlichkeit, die sowohl

psychologisch als auch sozial und religiös gewaltfrei ist. Darin unterscheidet

er sich von vielen anderen Befreiungskämpfern, auch im Christentum, die in ihrem

Moralismus oft sich selbst oder anderen gegenüber unwillentlich psychologisch gewalttätig

sind. Wer Drewermanns Werk wirklich verstanden hat, findet darin ein

Mittel, sich selbst unter den vielen Masken – gewachsen durch Erwartungen von

anderen – wirklich zu finden und sich (wieder) trauen zu lernen. Und er findet darin

eine Lebensweise, sich für eine menschlichere Welt einzusetzen,

um alles Leben, auch und gerade die Vielfalt der Tiere

und Pflanzen an unserer Seite, zu bewahren und zu fördern.

Drewermanns Werk hat bleibende Bedeutung, um eine friedliche

Welt, ein wahrhaftes Menschsein und eine menschlichere

Form von Religion zu verwirklichen.“

Matthias Beier: „Eugen Drewermann – Die Biografie“

Verlag Patmos | 2015, Ostfildern | 518 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-8436-0601-1 | € 50,00

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Impressum & Kontakte

SIFAT 3 / 2017

Impressum

SIFATZeitschrift für Universalen Sufismus

ISSN 1420-1712

Gegründet 1972 von Karima Sen Gupta, von 1997- 2016 von Marita Ischtar Dvořák und

Wolfgang Huraksh Meuthen herausgegeben

Herausgeber und Redaktion:

Hans-Peter Baum hpbaum@nord-com.net 0049-(0)421 353528

Detlef Qalbi Marzke dmarzke@gmx.de 0049-(0)4105 154416

Michael Nüssen michaelnuessen@t-online.de 0049-(0)40 215439 (V.i.S.d.P.)

SIFAT

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erscheint i.d.R. dreimal jährlich zum Selbstkostenpreis

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€ 20,70 pro Jahr für 3 Hefte als Printausgabe und als eBook

€ 3,80 als eBook Einzelkauf über unseren Shop

€ 5,00 zzgl. Versandkosten für Einzelhefte, soweit lieferbar

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Abbestellungen sind jederzeit möglich

Hergestellt in Deutschland

✳ ✳ ✳

Adressen für weitere Informationen

Der Inayati-Orden:

Deutschland: 0049 (0)7127 349 8297, www.inayatiorden.de, sekretariat@inayatiorden.de

dort ist auch das Jahresprogramm erhältlich

Schweiz: 0041(0)56 427 20 21, www.sufismus.ch, paranandi@bluewin.ch

Österreich: 0043 (0)1 319 53 93, sufiorden@gmx.de, franzkrejs@aon.at, www.sufiorden.at

Sufi-Bewegung: 0049(0)30 826 45 34, pebeschi@t-online.de, www.sufi-bewegung.de

Sufi Movement: www.sufimovement.org, germany@sufimovement.org

Sufi Ruhaniat (SRI): www.ruhaniat.org und www.sufiruhaniat.eu

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SIFAT 3 / 2017

Projekte

Die Sufi-Saint-School in Ajmer / Indien

Seit 25 Jahren vermittelt die Sufi-Saint-School Bildung und universelle ethische

Werte für eine bessere Zukunft der Kinder, insbesondere auch für die Förderung von

Mädchen. Dank der Unterstützer ist die Sufi-Saint-School eine „Privatschule für Arme“;

denn die geringen Schulgebühren richten sich nach dem, was die meist armen Eltern

bezahlen können. Die Schüler aus ganz armen Familien können die Sufi-Saint-School

völlig kostenlos besuchen, dank Ihrer Patenschafts-Stipendien (60 Euro jährlich). Das

Ziel der Sufi-Saint-School ist es, Kinder verschiedener gesellschaftlicher Gruppenzu

sammenzubringen,ungeachtet ihrer Kaste, ihrer Hautfarbe,ihrer Religion und ihres

Geschlechts,um ihnen eine kostenlose oder kostengünstige Bildung zu ermöglichen,als

Basis für eine Zukunft,in der sie sich selbst erhalten können.Unsere Schule möchte den

Schülern das Gefühl von Harmonie, Frieden und universeller Brüderlichkeit vermitteln,

damit sie bessere Bürger dieser Weltwerden können. Inam Hassan Gudri Shah (Gründer)

Spendenkonto: Förderverein Sufi-Saint-School e.V.

Kto.-Nr.:4026679400, BLZ: 43060967 (GLS Bank), IBAN DE09 4306 0967 4026 6794 00

Alle Spenden erreichen zu 100% die Schule und werden gewissenhaft zum Wohle der

Schüler eingesetzt. Weitere Informationen: www.sufi-saint-school-ev.de

Das Hope Project in Basti / New Delhi

Trotz der wachsenden Zahl von Menschen, die verzweifelt auf unsere Hilfe angewiesen

sind, konnten wir meist helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Die Mehrzahl

der Hilfesuchenden sind Frauen und Mädchen. Von der Kinderkrippe über die Schule

bis zu unseren Ausbildungsprogrammen nehmen wir Einfluss auf das Leben der armen

und unterprivilegierten Menschen im Stadtteil Basti von Delhi. Wir sind zutiefst

dankbar für die Spenden derer, die unsere Arbeit unterstützen.

Spendenkonten des Dargah Hazrat Inayat Khan Hope Projects

Deutschland: Verein Lebenshilfe Indien, IBAN DE32 4726 0121 27110445 00

„Spende für Hope Project“

Niederlande: Stichting Hazrat Inayat Khan Dargah, „Hope Project“,

21.24.84.001, Triodos Bank

Schweiz: Förderverein „Hope Projekt“, CH11 8009 7000 0064 8430 7

Raiffeisenbank Laufental-Thierstein, 4242 Laufen

Österreich: Indienhilfe, Konto-Nr. 03220137570 (BLZ 14000), BAWAG

„Spende für Hope Project“

Viele weitere Informationen auf der Homepage des Hope Projekts: www.hope-project.de

Die Abrahamic Reunion – Global Hope Fund e.V.

Die Abrahamic Reunion ist eine beständig wachsende Gruppe von religiösen und

spirituellen Führungspersönlichkeiten im Heiligen Land. Frauen und Männer aus Israel

und aus den palästinensischen Gebieten, Juden, Muslime, Christen und Drusen arbeiten

zusammen und entwickeln gemeinsam Visionen für neue Friedenswege. Sie organisieren

über Grenzen, Kulturen und Religionen hinweg regelmäßige Treffen inmitten von

Spannungen und Gewalt. Dabei bringen sie oft hunderte Menschen zusammen.

Begegnungen von Herz zu Herz, die die Angst vor dem Anderen abbauen. Die Arbeit der

Abrahamic Reunion ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass Frieden möglich ist.

Weitere Informationen zu dieser Friedensarbeit im Nahen Osten: www.globalhopefund.de

Spendenkonto: Global Hope Fund e.V.

GLS Bank, IBAN: DE53 4306 0967 7911 7358 00, BIC: GENODEM1GLS

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Hinweise auf einige Veranstaltungen 2017 / 2018

28. Dez. – 01. Jan. 2018 Retreat zum Jahreswechsel mit Munir Voss u.a.

im Kloster Buddhas Weg, 69483 Siedelsbrunn

Info: 0721 201 3090, seminare@zenith-ev.de

28. Dez. – 01. Jan. 2018 Samark Silvester-Retreat

mit Wali & Ariënne van der Zwan im Oberbergischen Land

Info: samark@peaceinmotion.eu, www.peaceinmotion.eu

29. Dez. – 01. Jan. 2018 „Leben aus dankbarem Herzen“

Meditationsseminar zum Jahreswechsel

mit Ischtar, Basira, Fatiha, Kabir, Sarfaraz, Raaja Fischer

Bad Bevensen, Caduceus-Zentrum, www.caduceus.de

Info: 05821 477 129, zentrum@caduceus.de

09. Feb. – 11. Feb. 2018 Stiller Rückzug – Ein Sufi-Khulwat in der Elbaue b. Hamburg

mit Nicola Prelle, Doris Champak Beurskens und

Andreas Beurskens: 0172 430 3587, beurskens@me.com

23. Feb. – 25. Feb. 2018 Bewegung und Ruhe

Meditationen mit dem Ara mäischen Jesus

mit Neil Douglas-Klotz im Kloster Bethanien (Schweiz)

Info: kuengsonnenhof@bluewin.ch, www.friedenstaenze.ch

23. Feb. – 25. Feb. 2018 Cherag-Seminar

Offen für alle Interessierten, Cherags und Cheragkandidaten

Bad Bevensen, Caduceus-Zentrum, www.caduceus.de

Info: Sarfaraz Püscher-Findeisen: 05821 477 129

zentrum@caduceus.de

23. Feb. – 05. März 2018 Retreat mit Munir Voss

Seminarhaus Shadil, Hannover, Info: Shams Klaus Haas

0511 699 355, shamseddin@gmx.de

09. März. – 11. März 2018 Retreat mit Amin Hermes in Heilbronn

Info: 07131 797 2389, Aminhermes@freenet.de

24. März. – 07. April 2018 Kraft aus der Stille – Meditation in der Wüste

Retreat in der Sahara mit Bettina Specht, Ort: Sahara

Info: www.mysticjourney.de

30. März. – 02. April 2018 Osterseminar – „Unser eigenes Wesen erschaffen“

mit Pir Zia Inayat Khan in Gersfeld

Info: Silvia Nura Kunkies 05506 999 1169,

seminare@inayatiorden.de, Anmeldung: Javid Jochen Lieb

07127 349 8297, sekretariat@inayatiorden.de

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