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E_1927_Zeitung_Nr.099

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1927 — W 99 brauchter aussehende Individuum, das noch heute zwei Drittel seines Lebens immer im Galopp ist. Selbst der in der Nähe wohnende Arbeiter hat es nicht besser, denn die Landschaft ist genau so betroffen wie der Mensch. Besonders hart zeigt sich das an den spielenden Kindern. Unterernährung, Blässe, Eiterbeulen, innere Krankheiten. Es bleibt schon eine Tatsache — hier steht ein ganzer Volks- und Landstrich unter der Ausstrahlung eines gesundheitsschädlichen Produktionsprozesses ... und dass da nicht geholfen wird — durch Arbeitszeitverkürzung, durch Lohnerhöhungen, durch sonstige Vergünstigungen — ist eine Ungeheuerlichkeit.» Die Direktoren, oder soll man sagen die Diktatoren, dieses industriellen Herzogtums, um einen Ausdruck von Walther Rathenau zu gebrauchen, werden nicht wenig gebrummt haben, als sie am 4. Dezember den Bericht dieses Journalisten lasen, der als Arbeiter einmal eine Führung auf eigene Faust unternahm. Das Auto Im Kampfe gegen Verbrecher. Blättermeldungen zufolge sah sich die Polizei von Chicago, dem Eldorado des Verbrechertums, gezwungen, einen eigentlichen Krieg gegen die Banden von Verbrechern und Alkoholschmugglern zu unternehmen, die die Stadt schon seit Monaten mit ihren fast täglich vorkommenden Mordtaten und Schiessereien terrorisieren. Es wurde eine Streitkraft von 500 Detektiven aufgeboten, die in Panzerautos in der Stadt patrouillieren müssen. Sie haben Befugnis und Auftrag, die Leiter der Banden kurzerhand niederzuschiessen, wo sie sie gerade finden. Welch eine ungewöhnliche und bedenkliche Situation in Chicago nachgerade eingetreten ist, das kann man daran ermessen, dass der Chef der Geheimpolizei, William O'Conuor, mittels eines Aufrufs solche Freiwillige suchte, die in Frankreich gedient haben und in der Handhabung von Maschinengewehren Erfahrung besitzen. Und in einer Ansprache an seine 500 Mann sagte O'Connor: «Leute! Der Krieg hat begonnen. Wir müssen zeigen, dass Ordnung und Polizei und nicht eine Bande schmutziger Ratten unsere Stadt beherrschen. Es ist der Wunsch der Bevölkerung von Chicago, dass Ihr auf diese Tiere Jagd anstellt und sie erbarmungslos niedermacht. Eure' Automobile sind mit Maschinengewehren versehen, und Ihr werdet die Feinde der Ordnung gleichermassen ausgerüstet antreffen. Sorgt dafür, dass sie Euch nicht ins Gras beissen lassen. Schiesst vorher und schiesst sie tot. Wenn Ihr ein berüchtigtes Bandenmitglied totschiesst, so wartet Euer eine ansehnliche Belohnung und Beförderung. Wenn Ihr auf ein Auto stosst, in dem Banditen sitzen, so setzt ihnen nach und schiesst. Sollte ich dann an Ort und Stelle kommen, so wird meine Hoffnung in Erfüllung gegangen sein, wenn Ihr ihr Auto zusammengeschossen und alle darinsitzenden Uebe.täter getötet habt.» Und mit diesen Instruktio.ien machten sich die Detektive an die Arbeit. Eine ihrer ersten Unternehmungen war ein Einfall in die Räumlichkeiten der Chicago Candy Jobbers' Union, wobei sie 45 Gefangene machte, darunter den Leiter der Union, Albert Hoffmann, den Vizepräsidenten Henry Meisterung und den Sekretär James öenda. Einer der Banditen wurde bei einem Fluchtversuch erschossen. Durch Brandschatzur.g und Bombenanschläge brachte die Union die Händler in Zuckerwaren dazu, ihr die eigenen Produkte abzunehmen; ausserdem wurde ihnen ein Jahrestribut von sieben Millionen Dollar abgepresst. Drei andere Banditen-Unternehmungen, wo jedesmal Maschinengewehrnester ausgehoben werden mussten, kamen nun an die Reihe. In einem dieser Häuser waren beim Eingang Maschinengewehre aufgestellt, und sie wurden von einem ganz berüchtigten Bandenchef bedient, von Capone, mit dem Beinamen «der Gekennzeichnete». Capone stand in Verbindung mit Tony Lombardo, dem Führer der Union Scillona, die Tausende von Mitgliedern zählen soll, und mit den Brüdern Ajello, die sich als Käsehändler ausgeben, in Wirklichkeit aber Alkoholschmuggler im grossen sind und in dieser Eigenschaft nicht bloss mit dem Gesetz, sondern auch mit den auf Ihrem Terrain bedrohten Berufsschmugglern auf dem Kriegsfuss leben. Capone wurde gepackt und mit einer gewissen Behutsamkeit abgeführt, nicht allein wegen der Unannehmlichkeit seiner eigenen Person, sondern auch, weil man von einem Komplott wusste, das ihn zu ermorden trachtete. Vor dem Richter erschien er von einer Leibwache von acht Mann umgeben. Die Pianos Harmoniums - Violinen - Musikalien Mandolinen, Lauten, Gitarren, Konzert- und Gitarre- Zithern, Handorgeln, Mundharmonikas, Utensilien, Saiten Stimmungen, Reparaturen, TEILZAHLUNG, MIETE TGLEPHONs SELNAU 1509 «maus A. 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Tannert, Basel 12 Starenstrasse 2 u. 4 I&SSa Oll AI ITiT Zu Weihnachten ! erste Anklage wurde abgewiesen, und Capone ging in sein Geschäft zurück, in einem eigenen Panzerauto und unter strenger Bewachung. Dieser Oberherr der Unterwelt sass in seinem Wagen auf einem Drehstuhl, dessen Rückenlehne aus Panzerstahl bis über semen Kopf hinaufreichte. Dieser Stuhl ist in seinem Bureau gegenüber der Tür plaziert, aber Capone machte darauf aufmerksam, dass er auch dann noch gegen Kugeln durch die Lehne geschützt ist, wenn er den Stuhl aus der Türrichtung wegdreht. Schliesslich hat die Polizei vergangene Woche auch noch die Brüder Ajello umzingelt, die Chicago verlassen müssen, jedoch 1 BELEUCHTUNGSHAUS AWeyermann SONNENQUAI 16 -ZÜRICH iFMxxg-eX mit schwerster 90er Versilberung dürfen auf keiner Tafel mehr fehlen! 20 Jahre Garantie leiste ich für meine gediegenen Bestecke, dazu sind meine Preise die vortei lhaf testen in der ganzen S c h w e I z 1 Verlangen Sie heute noch Preisliste A. 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Doch sein Wagen kam ins Rutschen und fuhr auf einen Baum auf Lynch wurde dabei tödlich verletzt dadurch, dass die Pistole eines seiner eigenen Leute sich infolge des Anpralls entlud- Ist tanzen gesund... ? Wohl kein Vergnügen zählt in der heutigen Zeit eine so begeisterte und unabsehbare Anhängerschaft wie der moderne Tanz. Ja, man spricht sogar vom Tanz als einem eigentlichen Zeitsymptom. Es ist daher äusserst interessant, in Erfahrung zu bringen, ob und nwiefern die spontane Jazzbegeisterung der esundheit schädlich ist oder nicht. Herr Dr. med. Engelen schreibt in der «Zürcher Post» darüber: Auffallend häufig hört man jetzt von Herren gesetzteren Alters, die schon die Gewohnheit annehmen, Einflüsse auf ihr geundheitliches Wohlbefinden sorgsamer zu beachten, die Beobachtung, dass nach einem Tanzabend am nächsten Tage unverkennbar das Gefühl gesteigerten Wohlbefindens sich eltend mache. Diese Beobachtung ist dann besonders auffallend, wenn trotz Kürzung der Nachtruhe und gegebenenfalls trotz Ueberschreitung des gewohnten Alkoholquanums diese Steigerung des Gefühls der Leistungsfähigkeit deutlich hervortritt. Nun ist es ja selbstverständlich, dass tüchige Bewegung gesundheitlich vorteilhafter ist als langes Stillsitzen am Schreibtisch oder am Stammtisch. Schon Sokrates hat seinen Schülern den Tanz empfohlen, damit auch der Geist leichter den Anforderungen gewachsen sei. Zu beachten aber ist, dass zur Zeit der früher üblichen Drehtänze dieser gesundheitlich günstige Einfluss nicht so in Erscheinung trat, wie jetzt während der Mode der Schrittänze. Dies mag zum Teil begründet sein in allgemein hygienischen Fortschritten. Die Ventilation und Heizung sind vollkommener als früher, die Kleidung ist weitaus gesünder. Die Tanzkleidung der Damen entspricht jetzt in denkbar vollkommenster Weise den Forderungen der Gesundheits- Iehre. Die Mode der Schleppe kommt hoffentlich niemals wieder, und es scheint uns heute fast unglaublich, dass es Zeiten gegeben hat, wo die Damen sogar beim Tanz durch einen Panzer die Funktionen der Atmung behinderten. Auch die Stoffe der Herrenkleidung sind lockerer gewebt, die Unterkleidung eifert nicht mehr der Kochkiste nach, die gestärkte Hemdenbrust war ein Unfug. Aber allein hieraus ist der Wirkungsunterschied des Tanzens gegen früher nicht erklärlich. Die Art des Tanzens bedingt eine wesentlich verschiedene Beeinflussung des Körpers. Die vergangene Tanzmode bestand wesentlich aus entweder schleifend oder hüpfend ausgeführten raschen Drehbewegungen um die eigene Körperachse und um den Mittelpunkt des Saales. Nach dem Takte der Musik mussten in monotoner Aufeinanderfolge die Pas ausgeführt werden. Der jetzige Tanz bevorzugt wechselnde Schrittführungen. Die Kunst des früheren Tanzes bestand lediglich im Takthalten der Beine. Jetzt aber ist das Hauptprinzip die gute, leichte Tanzhaltung mit gelockertem, doch geradem Rücken, mit Muskelbeherrschung des ganzen Körpers. Bei dieser Hervorhebung verurteile ich natürlich die oft zu beobachtende albern und widerrechtlich wirkende Ausführung von Charlestonbewegungen mit wütend zuckenden Erschütterungen des ganzen Körpers, mit fuchtelnden Armen und Wackelbewegungen des Hauptes. Dass der Rhythmus des modernen Tanzes der Bewegungsfreude von Naturvölkern entnommen ist, muss als Vorzug anerkannt werden. Nur ist zu verlangen, dass er die primitive Ungezügeltheit und Plumpheit abgestreift hat und in Formen sich bewegt, die nicht eines zivilisierten Menschen unwürdig sind. Die früher übliche festgefügte anhaltende Drehbewegung des Körpers führte bald zu Schwindel. Die jetzt übliche, wechselnde Schrittführung ermöglicht längere Durchführung, also wechselnde und ausdauernde Muskelleistung. Der Tanz ist jetzt befreit von der Einförmigkeit in enger Folge sich wiederholender Fussbewegungen. Jeder Tanz besteht aus einer grösseren Anzahl von Figuren, die in der Aufeinanderfolge und Ausführung der Grundschritte Abwechslung gestatten. Diese Freiheit in der Anpassung an den Rhythmus der Musik, diese zulässige Möglichkeit einer gewissen Individualisierung in den Ausdrucksbewegungen des Körpers lässt nun den wohltuenden Einfluss des Rhythmus dem Körper zugute kommen. Der moderne Tanz beansprucht den ganzen Körper. Selbstverständlich aber sind ausserdem zweckmässige Tanzschritte eine vorzügliche Fussübung. Das Vorwärtsschreiten mit fast parallel gesetzten Füssen (statt Auswärtsrichtung der Fussspitzen) ist dienlich zur Betätigung von Muskeln, denen die Erhaltung des normalen Fussgewölbes obliegt. Das Fusskreuzen beim Tempo setzt kleine Fussgelenke in Tätigkeit, die im gewöhnlichen Leben arg vernachlässigt werden. Der typische Charlestonschritt stellt eine Gegenwirkung dar gegen die Schäden der Auswärtskantung des Rückfusses. Die Erörterung der gesundheitlichen Vorteile des modernen Tanzes führt zu einer Erwähnung von Verstössen gegen die Hygiene, die oft besangen werden. Es ist radi-

— JtöZ? AUTÜMOBIL-khVUt. 17 Heirat wünschen viele vermöglicho Damen, reiche Ausländerinnen, viele Einheiratungen. Herren a. ohne Vermögen. Auskunft sofort. Stabrey, Berlin 113, Stolpischesträsso 48. 33351 Heirat wünscht gebildete, nette Dame, anfangs 60or Jahre, gute Hausfrau, mit alt., gebildetem, gut situiertem Herrn. Offerten unt. Chiffro 33351 an die Automobil-Revue. Bern kal falsch, einen Tanzabend einzuleiten durch ein üppiges Souper. Als Folge sieht man dann, dass die Verdauungsmüdigkeit durch Mokka verscheucht wird. Es ist natürlich Unfug, vor dem Tanzen das Herz durch Kaffee aufzuregen. Die Erregung des Herzens nach Mokkagenuss wird dann rasch wieder gedämpft durch Kognak und Liköre. Das ist auch wieder unzulässig. Erhitzende Getränke gehören nicht in den Ballsaal. Wer nach dem Tanzen im kalten Wagen fahren muss, mag vorsichtshalber nachher einen Kognak sich genehmigen, das ist vernünftig, aber vor demi Uebermüdung und Schlafsucht sind gefährliche Feinde für jeden Autofahrer. Wohl jeder von Ihnen hat es schon am eigenen Leibe erfahren, welch schwerer Kampf gekämpft werden muss, wie viel Energie es braucht, um auf langen Fahrten, nicht nur nachts, sondern auch tags, z. B. bei schwülem, gewittrigem Wetter, wenn der Föhn geht, nach reichlichen Mahlzeiten mit und ohne Alkoholgenuss usw. während dem Fahren nicht einzuschlafen. Ich brauche Ihnen nicht weiter auseinanderzusetzen, dass ein nicht einmal sekundenlanges Einnicken, auch bei langsamer Fahrt, zu einer Katastrophe führen kann. Wenn der Schlaf Sie zu überwältigen droht, so wird ihn der eine oder der andere nach dem bekannten Wort: «Sei ein Mann und rauche Stumpen» durch Rauchen ganz oder wenigstens für eine Zeit verscheuchen können. Der starke Raucher aber soll sich nicht auf den Tabak, so vieler Freund und Tröster in allen Lebenslagen, zu viel verlassen; er v/ird sein Nervensystem zu wenig anregen und zu erneutem Ausdauern nur ungenügend aufpeitschen. Dem einen oder andern wird es gelingen, durch kurzes Aussteigen und Herumgehen den Schlaf zu verscheuchen. Am allerbesten aber können Sie den Schlaf bekämpfen, indem Sie ihm für eine nur kurze Weile nachgeben. Stellen Sie den Wagen an einen sicheren Ort und überlassen Sie sich zutrauensvoll Gott Morpheus. In den allermeisten Fällen werden Sie unterwegs nicht allzulange schlafen; so wohl sind Sie schliesslich auch in der bequemsten Limousine nicht gebettet, dass sie allzuviel Zeit verschlafen würden. Und sollte es ihnen einmal passieren, dass Sie mehr als die geplante halbe oder ganze Stunde geschlafen haben und so später an Ihr Ziel gelangen, als Sie beabsichtigten, so sind Sie eben vielleicht einer grossen Gefahr entronnen. Unter Umständen können Sie ja auch die verlorene Zeit durch schnelleres Fahren bei wenigstens einigermassen ausgeruhtem Körper und frischen Sinnen wieder einholen. Tanzen und während der dem Tanzen gewidmeten Stunden sind nur leichte, kühlende Getränke ratsam. Ein Glas Sekt mag die Feststimmung erhöhen, ein kleines Glas kühles, Kohlensäure perlendes Bier mag gelegentlich zur wohlverdienten Labung in den Pausen dienen. Aber reichliches Trinken in den Tanzpausen ist schädlich. Ein improvisierter Stammtisch gehört nicht in den Ballsaal. Die Freuden einer milden Herrschaft von, Bacchus und Gambrinus bleiben anderen Abenden vorbehalten. Rauchen im Tanzsaal sollte strengstens verpönt sein. Die Luft ist ohne Verqualmung meist schon konzessionsbedürftig. Die träumerischen blauen Wölkchen des Tabaks dürfen nur in den Nebenräumen sich ringeln, aber wieder nur mit Mässigung. Die Mässigung, die Beherrschung im Genuss, ist oberstes Gesetz der Hygiene auch in den Nebenräuraen des Terpsichoretempels. Aber auch für die Tanzkunst selbst ist ruhig vornehme Beherrschung oberste Forderung, wenn das Erfreuen der Gesundheit dienen soll, wenn im modernen Tanz Terpsichore einen Bund schliessen soll mit Hygieia. De* J&uftofahwe** ei»*te Hilfe bei Vortrag des Herrn Dr. Walthard, gehalten in der Sektion Bern des A. C. S. Trotzdem ich mir darüber wohl Rechenschaft gebe, dass ich Ihnen in einem kurzen Warnen möchte ich Sie vor dem vielbe- Alkohol. Vortrag nur das Allernötigste für die erste liebten Alkohol, als Mitstreiter im Kampf gegen den Schlaf. Trotzdem Sie für den Moment Hilfeleistung bei Unglücksfällen beschreiben kann, so bin ich doch der Aufforderung von durch einen Schluck Cognac oder sonst einen Herrn Dr. Mende, unseres verehrten Präsidenten, gerne gefolgt, Ihnen zu zeigen, wie werden, so wird doch nach kürzerer oder guten Tropfen aufgeweckt und angeregt Sie bei allen möglichen Zufällen mit ganz einfachen, jedem überall zugänglichen Mitteln umso grössere Schlaffheit und längerer Zeit mit absoluter Sicherheit eine Ermüdung auf die weittragende, oft für den ganzen Heilungsverlauf entscheidende Bedeutung der Art und Weise der ersten Hilfeleistung, glaube ich hl Ihrem Interesse zu handeln, wenn ich versuche, Ihnen, allerdings in knapper Fassung, einige Wegleitungen für die erste Hilfeleistung zu geben. v;,- Den meisten, von. Ihnen.wird manches,,-.was ich Ihnen! -heute - anraten tmöchte;:: ca.thekannt sein. Ich hoffe aber doch, manchem von Ihnen Neuer Frauenberuf. Der neueste Frauenberuf war bis vor wenigen Tagen der der Reiseführerin. Die Idee, Gesellschaftsreisen von Damen geleiten zu lassen, ist amerikanischer Herkunft. Doch der Fortschritt schreitet nach Karl Krauss so schnell, dass er sich selbst auf die Fersen tritt. Schon gibt es einen allerneuesten Beruf für Frauen und auch der stammt aus den U. S. A. Er ist, nach dem Berliner Tagblatt, dem wir diese Notiz entnehmen, der Beruf der — Namensgeberin. Miss Laura Lee Rogers hat die Beobachtung gemacht, dass die meisten Menchen falsche, zu ihnen nicht passende Vornamen führen, dass Villen, Restaurants und sonstige Etablissements zumeist unmöglich benannt sind, dass viele Bücher an kraftlosen Titeln kranken, dass geliebte Haustiere, als da sind Angorakatzen, Rassepferde, Luxushunde durch Kosenamen verunziert werden, die zu ihrem Charakter nicht passen. Auf gut Deutsch: Ein Hüne darf nicht Peperl heissen, ein Kanarienvogel nicht Don Cäsar. Bücher, Hotels, Bars, Kinos, Tanzpaläste müssen richtig knallende Namen führen, um Beachtung zu finden. Es werden ja Preisausschreiben erlassen, um schlagende Bezeichnungen für Zigarettensorten, Parfüms usw. zu finden. Rasch entschlossen Hess Miss Rogers Inserate, in etliche Zeitungen einrücken, mittels welcher sie ihren untrüglichen Instinkt für die garantiert zweckdienliche Taufe belebter und unbelebter Wesen und Dinge empfahl. Der Erfolg war verblüffend. Aus allen Teilen Nord- und Südamerikas, ja, sogar aus Europa, kamen Aufträge. Miss Rogers schickt einige Vorschläge zur Auswahl. Nicht Zusagendes wird anstandslos zurückgenommen! Ihren Mitmenschen zweckmässig, ohne ihmüber Sie kommen. Trotzdem ich selbst nicht mehr zu schaden als zu nützen, helfen können. Im Hinblick auf die, in erschreckendem vor dem Genuss geistiger Getränke beim Au- etwa Abstinent bin, möchte ich Sie überhaupt Masse zunehmenden Strassenunfälle, auf die tofahren warnen. Warum wird der Alkohol Tatsache, dass im grossen Pubiikum die in jeglicher Form von Sportleuten bsim Training, bei Wettkämpfen und Höchstleistungen Kenntnisse über die erste Hilfeleistung trotz aller Aufklärung äusserst geringe und meist aller Art streng gemieden? Darum, weil er veraltete sind, nicht zuletzt aber mit Hinblick die körperliche Leistungsfähigkeit herab- Der «Autler-Feierabend» ist so recht dazu geeignet, über zukünftige Touren zu spintisieren. Wer setzt, weil er schon in geringen Mengen genossen, den Körper erschlafft, gleichzeitig; möchte nicht abends einmal in seinem Heim, in der aber das subjektive Leistungsgefühl in trügerischer Weise steigert. Für Sie a:s Auto- kommenden Fahrzeiten ?! Der eine will im Frühjahr «Familien-Garage», Pläne machen über Reisen in nach Süd-Frankreich oder Spanien, der andere im Vorsommer in die Dolomiten oder hinunter nach Dalmatien, wieder einen andern zieht's den nordischen Fjorden entgegen. Kurz: am Plänemachen wird es unsern Losern kaum fehlen. mobilisten, von dem beim Fahren bis zu einem gewissen Grade Präzisionsarbeit verlangt wird, dazu so oft ganz unerwartet Geistesgegenwart, kühles Denken und: rasche- Srtesr, Handeln, ist es wichtig; zu wissen, dass Nun soll regelmässig an dieser Stelle ein Gedanken-Austausch über Auto-Reisen in unsern Spalten stattfinden. Wir suchen über alle möglichen Ausfhigs-Gebieto Auskunft zu erteilen und zwar zahlreiche eingehende wissenschaftliche Versuche einwandfrei dargetan haben, dass etwas zu bringen, was ihm neu ist und das nicht nur theoretisch, sondern auf Grund praktischer Erfahrungen. Im Leser Kreis unseres Blattes ihm als Autoführer, der ja so oft mit dem Muskelarbeiten, die Genauigkeit und Geschicklichkeit erfordern, schon durch kleine befinden sich «Globetrotters», die die hintersten einen Bein schon im Grabe steht, früher oder Mengen Alkohol ungünstig beeinflusst werden und dass das Arbeitsergebnis desto mehr" ben; ihnen wird in erster Linie in der Beantwor- später einmal von Nutzen sein kann. Winkel unseres Kontinents per Auto abgesucht ha- und durch desto kleinere Mengen Alkohol tung von Fragen das WoTt erteilt. Da Vorbeugen leichter ist als Heilen, erlaube ich mir, Ihnen, bevor ich auf das eigentliche Thema des heutigen Vortrages eingehe, noch einige rein ärztliche Vorsichtsmassregeln in Erinnerung zu rufen. Unglücksfällen schon verschlechtert wird, je mehr es bei einer Muskelarbeit auf Sicherheit und Geschwindigkeit ankommt und je mehr sie durch besondere Umstände, z. B. durch ihre Neuheit, durch Unerwartetsein und Kompliziertheit erschwert ist. Das gleiche gilt für die Auffassungsfähigkeit, für die Merkfähigkeit, für die Ausführung von mehr oder weniger verwickelten Handlungen, die einen raschen Entschluss und sicheres Eingreifen erfordern. Ohne mich weiter über die Folgen reichlichen Alkoholgenusses zu verbreiten, Europa-Touring. Besonders interessante und schöne Touren sollen in unserer illustrierten Monatausgabe in vermehrter Zahl in Wort und Bild, beschrieben werden. Wir bitten unsere Leser, uns hierfür interessante Beiträge und Photos beizusteuern! Frage 1. Kürklich hörte ich von einem südfranzöskehen Bad namens Dax. Es soll irgendwo da unten in der Näho von Biarritz liegen, vorzügliche heisse Quellen besitzen, die hauptsächlich gegen Rheumatismus wirken. Ich möchte gerne dieses Bad per Auto für einige Wochen aufsuchen. Kann mir ein Leser Näheres mitteilen über beste Reise-Route, Unterkunft, etc. ? S. B. will ich es Ihnen überlassen, auszurechnen, Frage 2. Der «Europa-Tourmg»-Sprechsaal ist wie viel es nur bei einer mittleren Geschwindigkeit von 40 bis 50 Kilometer ausmachen schäftlich im Norden zu tun und möchte für mei- eine gute Idee und wird der «A.-R.» sicher viele Sympathien bringen. Ich habe nächstes Jahr ge- kann, ob Sie z. B. bei einem drohenden Ztisammenstoss die Bremsen eine Viertel- oder Hafrabs-Route fahren, um daran von Hamburg aus nen sechswöchigen Sornmerurlaub die künftige sogar eine ganze Sekunde zu spät anziehen. Schweden und Norvegen zu besuchen. Würden Sie die Freundlichkeit haben und mir ein paar gute Typs hierfür verschreiben. L. \\. Augen. Dass Leute mit schlechten Augen und Ohren nicht ein Auto führen sollten, ist eigentwo am Bielerseo und möchte den violgerühmten Frage 3. 10 Tag"e Schwarzwald. Ich sitze irgend- Schwarzwsld einmal richtig auskosten. Was schlagen Sie an schönen Routen vor? Welcher Kostenpunkt? Wir sind «kleine» Vierzylindor-Leuto und gehen in unsern Ansprüchen den goldenen Mittelweg. K. B. lich eine Selbstverständlichkeit, auf die aber immer und immer wieder hingewiesen werden muss und auf die bei den Fahrprüfungen bis jetzt viel zu wenig Gewicht gelegt worden ist. Ueber den Schutz der Augen gegen Blendung, tags durch die Sonne, sei es direkt oder in aller Welt gelesen und geschätzt wird, geht deut- Frage 5. Japan. Dass die «Automobil-Revue» indirekt infolge Reflexion des Lichtes durch lich daraus hervor, dass uns ein getreuer Leser sogar arus Japan um die Beantwortung folgender Wasser, durch glattpolierte Teer- und Asphaltstrassen, nachts durch blendende «Nach mehrjährigem Aufenthalt in Ja*pan beab- Frage bittet: Scheinwerfer und nasse Strassen, wiü ich sichtige ich im kommenden Jahre wieder einmal mich hier nicht weiter auslassen. Sie wissen in die Heimat zu reisen und meinen Ferienurlaub in der Schweiz zu verbringen. Dabei frage ich mich, alle, dass das Problem der Abblendung noch ob es sich lohnen würde meinen Hendei'son 4 Cyl. immer seiner Lösung harrt. Im aligemeinen Motorrad mitzubringen, um damit in der Schweiz ist es aber besser, seine Schutzbrille lieber und in Europa Touren zu machen. Ich möchte daher zu viel zu tragen als zu wenig, sehr bewährt gerne wissen, welcherlei Formalitäten ich in einem solchen Falle zu erfüllen hätte, und wio sich die hat sich mir die Brille von Zeiss mit den Zollverhältnisse in einem derartigen Falle gestalten. sogenannten Umbralgläsern, Gläser, die Könnte das Motorrad ev. als «gebraucht» billig in oben stark, nach unten immer weniger die Schweiz eingeführt werden? schwarz gefärbt sind, so dass durch ein leichtes Senken oder Heben des Kopfes das blen- legen sowohl in Neapel als auch in Genua an und Die Dampfer, auf denen ich zu reisen gedenke, ich hätte Lust, cv. schon von Neapel aus per Motorrad durch Südita-lien nach der Schweiz zu fahdende Licht entsprechend seiner Intensität mehr oder weniger abgeblendet werden kann. ren. Könnte ich in diesem Falle, ohne Umständlichkeit und ohne lange aufgehalten zu werden, bei (Fortsetzung siehe nächster meiner Ankunft in Italien die nötige internationale Autler-Feierabend). Fahrbewilligung bekommen und sind die Strassen in Süddtaüen gut, dass sich eine solche Tour lohnt? Frage 6. Wien. Ich beabsichtige nächstes Jahr von Born aus durch Graubünden und durch die Dolomiten nach Wien zu fahren. Welche Route wähle ich hierfür am besten? Wie sind die StrassenverMItnisse in diesem Gebiet? iW. L., in B, I ! y M ATOUA ! fifi ZÜRICH Erstklassige Zimmereinrichtungen u. Einzelmöbel beziehen Sie am vorteilhaftesten direkt durch die Dio gewinnst Du doch doppelt und dreifach wieder! 1. am Küchengeld, 2. an Dienstboten, 3. an Deiner Gesundheit und 4. hast Du auch einmal etwas freie Zeit. Ein ZENT- BOILER ist doch eine Anlage auf Lebenszeit. Auskunft darüber erhältst Du vom Elektrizitätswerk.jedem Installateur od. von der Zent i-B.. Bern Ein Inserat in der „Automobil- Revue" (Wochenausgabe) bringt Sie am sichersten Ihrem Ziele näher. ri« niiinsingen, E. WVTTEHBAGH üb ullull WAFFEN für Jagd, Sport n. Verteid*. znng, wie: Doppelbüchsen, Drillinge, Bookbüohsflinten, Repetierbüchsen, Doppelflinten eto. m. Höchstleistungen liefert mit aller Garantie , ; W. Glaser, Bleicherweg 44, Zürich 2 Gegr. 1866 Grösst. Spezialgeschäft der Schweiz. Erstkl. Eef erenzen im In- and Austand. Iliustr. Katalog gratis. Pü gewissenhaft und tadellos aufgearbeitet. 5jälirigo Garantie JCjy*" zu sehr massigem Preis. 30jähr. Praxis, zuletzt langäür. Stimmer u. Techniker bei Hug & Cie. 0. Walther-Lässer Zürich G Rötelstr. 20, Limmat 2546 Bahnhof BÜFFET Umladestelle für die Autos nach and von Airolo. Kalie und warme Speisen zu jeder Tageszeit (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof). Tel. 11 Höfliche Empfehlung Steiger & Gurtner. 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