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E_1928_Zeitung_Nr.004

E_1928_Zeitung_Nr.004

nen von Sacconex und das

nen von Sacconex und das Les Rangiers- Bergrennen vollständig beiseite lassen. Wurden im Jahre 1926 noch 9 offene Rennen ausgefahren, so ist deren Zahl 1927 auf 7 zurückgegangen und den 413 für die 1926er Rennen gemeldeten Fahrern (wovon 47 Auslandsfahrer) steht für das letzte Jahr eine Frequenzziffer von 332 Fahrern gegenüber, wovon 76 Auslandsfahrer. Der Durchschnitt des Jahres 1926 von 46 gemeldeten Fahrern pro Rennen ist etwas gestiegen und beträgt pro 1927 47 Fahrer. Es scheint somit, dass die geringere Zahl der Veranstaltungen denselben punkto Beteiligung keinen Abbruch getan hat, dass die Frequenzziffern wenn auch nicht zugenommen, doch stabil geblieben sind. Diese Feststellung bekräftigt den in der «Automobil-Revue ? wiederholt wiedergegebenen Wunsch, es möchte die Zahl der offenen Rennen innerhalb einer gewissen Höchstzahl beschränkt und die zum Austrag kommenden weniger zahlreichen Rennen gut organisiert und so weit als möglich und zulässig ausgebaut werden. In den obigen Ziffern gibt immerhin ein Punkt etwas zu denken, indem bei den genannten Frequenzziffern des Jahres 1927 mit seinen 76 Auslandsfahrern die letztern ein gewichtiges Wort mitsprechen. Lässt man die Auslandskonkurrenten vollständig ausser Betracht, so zeigt sich, dass die Beteiligung von 40 Fahrern pro Rennen im Jahre 1926 im letzten Jahre auf 36 zurückgegangen ist. Mit andern Worten: die schweizerischen Automobilisten haben 1927 nicht mehr in so starkem Masse an den Autorennen teilgenommen als das Jahr zuvor. Es zeigt sich somit hier eine gewisse Rennmüdigkeit, die wohl zu einem grossen Teil auf die grosse Zahl offener Veranstaltungen der Jahre 1922 bis 1926 zurückzuführen ist, da vielen Automobilfahrern heute Zeit, Lust und Geld fehlen, um noch an allzu vielen Rennen teilnehmen zu können. Von den 7 Rennen des letzten Jahres war erwartungsgemäss das Klausenrennen mit 126 Nennungen das weitaus arn besten beschickteste. Es folgen das Kilometerrennen Altstetten-Schlieren mit 46 Nennungen, das Gurnigelrennen mit 40 Anmeldungen, das Mauborget-Bergrennen mit 35 Nennungen, das Kilometerrennen von Eaux-Mortes und das Bergrennen Rheineck-Walzenhausen-Lachen mit je 33 Anmeldungen, und den Schluss bildete das Chaumont-Bergrennen mit nur 19 Anmeldungen. An sechs von sieben Rennen waren Auslandsfahrer beteiligt. Den Vogel schoss hier das Klausenrennen ab, das sich einer Internationalität erfreuen durfte, wie dies noch nie bei einem schweizerischen Automobilrennen der Fall war. Im nationalen Rennen waren von 68 gemeldeten Fahrern deren 26 = 38% Ausländer, und beim internationalen Rennen schnellte die Auslandsbeteiligung mit 39 von 58 gemeldeten Fahrern gar auf 67% hinauf. Eine Ziffer, die bekanntermassen auch im Ausland Aufsehen erregte und deutlich zeigt, welch grosses sportliches AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N° 4 Die internationalen Rekorde natfi Klassen (Fortsetzung und schiuss) Rekordstrecke 1 Marke und Bohrung zvlinder-l—•—^ I Durch- Istunden- (s.SL«- stehender Start) Datum Ort Fahrer und \ ' 1 £ 1 tM fahrene mlttel n. = fliegender Start) Zylinderzahl Hub Inhalt | | | | | Dt8tanz ln k m KLASSE G (über 750 bis 1100 com.) 1 Kilometer 1. ... 9/ 5/26 Arpajon Morel Amilcar (6) 54.87 X76.98 1.096 18 235 I 197.422 1 Meile l 6/ 9/27 Arpajon Goutte Salmson (4) 62.2x90 1.094 29 515 196.294 5 Kilometer 1. ... 19/ ö/28 Brookiands Kaye Don Avon J. A. P. (2) 85.7 x 35 986 2 15 95 132.401 ö Meilen 1. ... 17/ 8/22 Brookiands A. Lombard Salmson (4) 62.2 x 90 1.094 3 26 60 140.213 10 Kilometer 1. . 19/ 5/26 Brookiands Kaye Don Avon J. A. P. (2) 85.7x85 986 4 33 15 131.795 10 Meilen 1. . . . 17/8/22 Brookiands A.Lombard Salmson (4) 62.2x90 1.094 7 13 78 133.561 1 Kilometers.St. 9/5/26 Arpajon Martin Amilcar (6) 54.87x76.98 1.096 28 555 126.072 1 Meile s. St. . . 29/10/26 Brookiands A. Frazer Nash Frazer Nash (4) 59x100 1.096 50 62 114.453 50 Kilometer s. St. 13/10 23 Brookiands R. Bueno Salmson (4) 1.097 21 17 43 *" 140.907 50 Meilen s. St. . 13/10/23 Brookiands R. Bueno Salmson (4) 1.097 34 8 75 141.394 100 Kilometer s. St. 16/7/27 Brookiands G. Newman Salmson (4) 62.2x80 1.094 39 18 47 162.041 100 Meilen s. St. . 16/7/27 Brookiands G. Newman Salmson (4) 62.2x90 1.094 1 3 22 66 152.367 500 Kilometer s. St 11—12/9/26 Monza Carlo Sessa S. A. M. (4) 96.2x91 1.100 5 32 40 00 .90.180 500 Meilen s. St. . 30/ 9/13 Brookiands B. H. Haywood Singer (4) 1.087 7 56 50 80 101.244 1,000 Kilometers.St. 11—12/9/26 Monza Guio Crespi S. Ä. M. (4; 62x91 1.100 11 26 20 60 87.419 1,000 Meilen s. St. . 11—12/9/26 Monza Guio Crespi S. A. M. (4) 62x91 1.100 18 55 14 80 85.056 2,000 Kilometer s. St. 11—12/9/26 Monza Guio Crespi S. A. M. (4) 62x91 1.100 23 21 34 80 85.617 2,000 Meilen s. St. . 29/3—6/4/26 Miramas Bertrand, Armand, Molinier, Aversen et Renault (4) 58x90 958 40 27 25 33 79;657 Dupuis 3,000 Kilometer s. St. 29/3—6/7/26 Miramas Bertrand, Armand, Molinier, Aversen Renault (4) 58x90 9öS 37 48 09 53 79.359 et Dupuis 3,000 Meilen s. St. . 29/3-6/4/26 Miramas Bertrand, Armand, Molmier, Aversen Renault (4) 58x90 958 59 59 53 66 80.469 et Dupuis 4,000. Kilometer s. St. 29/3—6'4/26 Miramas Bertrand, Armand, Molinier, Aversen Renault (4) 58x90 958 49 54 45 74 80.139 et Dupuis 4,000 Meilen s. St. . 29/3—6/4/26 Miramas Bertrand, Armand, Molinier, Aversen Renault (4) 58x90 958 78 44 06 33 81.769 et Dupuis 6,000 Kilometer s. St, 29/3—6/4/26 Mirsmas Bertrand, Armand, Molinier, Aversen Renault (4) 58x90 958 62 08 39 88 80.457 et Dupuis 6,000 Meilen s. St. . 29/3—6/4/26 Miramas Bertrand, Armand, Molinier, Aversen Renault (4) 58x90 958 98 27 55 77 81.721 et Dupuis 10,000 Kilometer s. St. 29/3—6/4/26 Miramas Bertrand., Armand, Molinier, Aversen Renault (4) 58x90 958 121 20 43 78 82.409 et Dupuis 10,000 Meilen s. St. . 29/3—6/6/26 Miramas Bertrand, Armand, Molinier, Abersen Renault (4) 58x90 958 203 18 59 51 79.164 et Dupuis 15,000 Kilometer s. St. 29/3—6/4/26 Miramas Bertrand, Armand, Molinier, Aversen Renault (4) 58x90 958 190 18 48 57 78.817 et Dupuis 1 Stunde s. St. . . . 16/7/27 BrookJands G. Newman Salmson (4) 62.2x90 1.894 152.458 152.458 3 Stunden s. St. . . 27/10/22 B rooklands F. N. Pickett G. N. (2) 1.086 329.697 109.899 6 Stunden s. St. . . 23 10/13 Brookiands F. Burgess • Calthorpe (4) 1.088 632.882 105.480 12 Stunden s. St. . . 11—12 9/26 Monza Guio Crespi S. A. M. (4) 62x91 1.100 1.048.585 87.382 24 Stunden s. St. . . 11—12-9/26 Monza Guio Crespi S. A. M. (4) 62x91 1.100 2.058.171 85.757 KLASSE H (über 500 b.

N»4 - AUTUMUblL-KfcVUC Amateure eine ziemlich kleine ist, so wird man sich fragen müssen, ob mit der heiligen Zahl «sieben» die Zahl der Rennen nicht noch zu hoch angesetzt sei, ob ein weiterer Abbau nicht am Platze ist. Die Erfahrungen, die man in dieser Hinsicht letztes Jahr im Ausland machte, deuten darauf hin, t'~ssein weiterer Abbau sicherlich keine nachteiligen Folgen nach sich ziehen dürfte. Den Automobilverbänden aber bedeutet dieser Fingerzeig, dass sie ihre Haupttätigkeit für die Zukunft auf andere Gebiete, auf diejenigen des Verkehrswesens und der Touristik verlegen müssen, wo noch bedeutende und wohl auch dankbare Aufgaben ihrer Ausführung harren. Es drängt sich aber auch die Frage in den Vordergrund, ob der Automobilsport der Zukunft nicht auf eine andere Basis gestellt werden sollte, ob man ihn nicht in solche Bahnen lenken kann, wo ihm eine grössere Interessennahme der von Jahr zu Jahr grösser werdenden Automobilistengemeinde sicher ist. Bei den eigentlichen Geschwindigkeitsrennen kann heute derjenige, der nicht die leistungsfähigste und neueste Maschine sich zulegen und über genügend Zeit für Training und Vorbereitung verfügen kann, ein- Ueber die Verkehrsunfälle auf dem Gebiete der Stadt Luzern. in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1927, teilt uns das Polizeikommissariat der Stadt Luzern u. a. folgendes mit: Grundlagen für die Statistik der Verkehrsunfälle bilden die Polizeirapporte. Die Statistik erfasst also nur jene Fälle, die durch Polizeiorgane zur Anzeige gebracht wurden. Die Zahl aller Verkehrsunfälle dürfte noch erheblich grösser sein. Aber auch so spricht die nachstehende Statistik der Verkehrsunfälle ein ernstes Wort. Möchte sie Fahrern und Fussgäogern. eine eindringliche Mahnung sein! Monat Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 13 5 10 5 — 4 3 7 3 4 8—1 11733123 18 13 12 4 1 — 33 22 20 2 1 2 34 19 19 7 3 1 31 20 25, 7 4 2 33 26 17 5 7 2 44 31 30 7 6 4 37 26 20 4 11 3 25 18 14 3 4 1 25 16 16 6 3 4 2 12 6 8 6 1 3 — 3 .8 3 58 15 13 (1 tot) 13 18 18 11 10 (1 tot) 9 (1 tot) 2 Total 312 205 195 56 41 27 26 125 (3 tot) Vom 1. Januar bis 31. Dezember 1927 •wurden also auf dem Gebiete der Stadt Luzern durch die Polizoiorgane 312 Verkehrsunfälle zur Anzeige gebracht. Schwerer oder leichter verletzt wurden 125 Personen. An den Folgen der Unfallverletzungen starben 3 Personen. An den Unfällen sind beteiligt • 205mal Radfahrer, 195inal Personenautos, 56ma:l Lieferungs- und Lastwagen, 41mal Motorräder. 27mal Tramwagen, 26md Pferdefuhrwerke, 8mal Handwagen, lmal 1 Traktor, lmal 1 Flugzeug. Aus der Statistik konnte festjpRtellt werden, dass unter den Verletzten 31 Personen sind, die durch unvorsichtiges, planloses Ueberqueren von Fahrzeugen erfasst wurden. Die oben angeführten nackten Zahlen geben uns nur ein ungefähres Bild. Da mit einer weitern wesentlichen Vermehrung der Motorfahrzeuge zu Technen ist, gibt die Zahl der Verkehrsunfälle zu ernster Besorgnis Anlass. Es ist dringend notwendig, dass die Strassenbenüfzer den Verkehrsregeln Ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden. Die Unfälle sind zum grossen Teile nicht nur araf die Unachtsamkeit der Fahrer zurückzuführen, sondern auf fehlerhaftes und unaufmerksames, ja leichtsinniges Verhalten der Fussgängcr. Allzu oft überträgt das Publikum infolge des herrschenden ungJeicbmässigen Verkehrs, sein sorgloses Verhalten, das in ruhigen Stadtteilen und in ruhigen Zeiten zur Gewohnheit geworden ist, auf die vom regen Verkehr durchfluteten Strassen und Plätze. Dazu kommt allgemein, dass die ältere Generation in einer Zeit aufgewachsen ist, in der es den heutigen Verkehr nicht gab. 'Diese ältere Generation vermag