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E_1928_Zeitung_Nr.005

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Iß AUTOMOBIL-REVUE

Iß AUTOMOBIL-REVUE _.^*»18'•— N° 5 Wer denkt nicht bei Amerika an grossen Reichtum Deutschland an mächtige Industrie Italien « n atte Kultur England an riesige Kolonien Frankreich an köstliche Weine als unzertrennbare Dinge des Bewusstseinsinhaltes der heutigen Generation Auch der schweizerische Automobilismus kennt derartige Ideen-Assoziationen Wer kann sich z.B.„Eiserner Automobilbestand" ohne den Schweiz. Automobil-Kalender vorstellen?. JederAutomobilist, der zu seinem Fahrzeug Sorge trägt, weiss zu genau, dass dieses Werk unerlässliches Erfordernis für rationellen Fahrbetrieb ist. Automobilistisches Notizenbuch Technisches Nachschlagewerk Revidiertes Besitzerverzeichnis Dieses Buch enthält alle Informationen allgemeiner oder technischer Natur. Der reinste Privatdetektiv. Für die Ausgabe 1928 wird nur noch bis 25. Januar die Lieferungsgarantie übernommen. Man wolle sich deshalb mit der Bestellung beeilen. Preis des eleganten, wieder in handlichem Taschenformat erscheinenden Bandes für Abonnenten nur In Zürich kann -das Buch auf itnserm Bv/reau, Löwenstrasse 51, abgeholt werden. Innere oder äussere Krankheiten, Unglücksfälle ofier Epidemien, Knochenbrüche oder Vergiftungen Verzeichnis der Automobilbesitzer dar Schwätz Senden Sie sofort per Nachnahme zum Abonnentenpreis mit dem revidierten Verzeichn der Personenwagenbesitzer In offenem ; JEavert 5 Kappen Porto die jetzt der Motorfahrer bei der kommenden Winterszeit unternimmt, ist seine Gesundheit p£§r- e> xx o x> xxx e ix und es ist deshalb gar nicht tiberflüssig, sondern eine dringende Notwendigkeit, wenn er sich einen treuen Ratgeber verschafft,der ihm Aufschiusa über die Verwaltungsmassregeln zur Verhütung von Krankheiten — die Vorkehren beim Eintritt eines Leidens, um es in seinem Keime zu ersticken — die Bekleidung im Herbst und Winter — die erste Hilfe bei Unglücksfällen — gibt. 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Es ist doch wahrhaftig kein Spleen, wenn ich einmal in reinem Altruismus vorziehe, selbst bis auf die Haut nass zu werden, statt dem schönen, blanken Wagen zuzumuten, die warm© Garage zu verlassen und durch die Strassen zu glitschen, in denen der nasse, graue Himmel auf dem Bauche liegt. Nein, diesen Spleen kann ich niemals gelten lassen und so muss es bei zweien bleiben. Sie heissen: Kakteen und Perserteppiche, kleine Kakteen und kleine Perserteppiche. Warum gerade Kakteen und Perserteppiche? — Ja, wenn dies so einfach zu erklären wäre, dann — nun dann wären sie ja wohl auch kein Spleen. Aber ich will trotzdem eine Erklärung versuchen: Kakteen und Perserteppiche haben eines gemeinsam, — bitte ruhig weiter zu lesen, s kommt wirklich kein fauler Witz, — haben das gemeinsam, dass sie unserer heutigen Kultur des Zirkels, des Maschinenmässigen, Ausgeglichenen, Verfeinerten, Abgemessenen und zahlenmässig Berechneten und Bestimmten so schön ins Gesicht schlagen. Und das tut unendlich wohl. Die Kakteen: Da gibt es klotzige, grobe, schiefe, höekrige, jeder Symmetrie hohnsprechende, ganz und gar unmögliche, verrückte Formen. Kein vernünftiger Mensch würde sie erfinden können; höchstens ein Kind oder Narr. Die Kakteen spotten unser, sind ein herrlicher Witz über-uns, —tmd daher liebe ich sie so. Die Perserteppiche: Wehe dem Mathematiker, Massstab- und Zirkelmenschen, der sich einen Perser anschafft! Er muss In Krämpfe verfallen, sobald er ihn sich «inmal näher besieht Da ist kein Strich gerade, kein Kreis rund, Da ist Jede Symmetrie, Jede Zahlen- tmd Farbenverteilung einfach über den Haufen geworfen. Alles ist falsch, alles ist voller Fehler, alles ist ganz und gar verkehrt. Ein Perser ist ein vernichtender Protest gegen alles Mechanisch-Gleichmässige, Sichere, Abgewogene, Eingeteilte. Und daher ist er für mich so anziehend und für mein Auge so wohltuend. Wer dies nicht versteht, wer Kakteen und Perserteppichen nicht das gleiche abgewinnen kann, der — nun, der bedaure eben meinen Geisteszustand. Nur begreife er, Der Geist des Weines entsprang wohl wieder meinem Hirne, nicht aber dieser Gedanke. Ach, Gedanken sind das Dümmste, Unglücklichste, das dem Menschen begegnen kann! Gäbe es keine Gedanken, wie glücklich wären wir! Jedenfalls konstatierte ich andern Tages, dass die Batterie nur noch 25 Säuregrade spindelte, also einer Aufladung dringend bedurfte. Das einfachste Mittel: Hinaus ins Freie und den Wagen laufen lassen. Und so geschah es. Vorne sassen meine Frau und ich, und hinten da lag der Perser. So stolz sass ich noch selten am Volant. Ja, es war wieder einmal eine Lust, Automobilist zu sein. Wir waren schon über Berg und Tal, da sagte meine Frau: «Du! — Ich höre etwas. Es ist sicher kein Oel im Motor». Ich lächelte erst und dadite: Was verstellen Frauen vom Motor. Dann aber plötzlich fiel mir ein Ereignis aus früheren Tagen dn. Und wie es mir eingefallen war, da hörte ich den Motor klopfen, sah ich ausgeschmolzene Pleuellager und eine ungeheuer grosse Rechnung. Halten, aussteigen. Ich riss alle Türen auf und suchte nach der Literkanne mit dem Oel. Gottlob, sie war noch spundvoll. Den Verschluss hatte ich gerade abgenommen, da rief meine Frau: Richtig! — Da kam eines dahergesanst. Der Weg aber war schmaL Also die Kanne rasch wieder in den Wagen gestellt und die Türen schwungvoll zugeschlagen. «Die sind zu,» sagte ich, sehr mit mir zufrieden, als ich sah, wie der Wagen zitterte, als ich hörte, wie er ächzte. Dann war das fremde Auto vorbei nnd ich konnte meine Arbeit wieder aufnehmen. Ich öffnete die Türe, um das Oel wieder zn holen und nein, kein Mensch kann- mir nachfühlen ! — Dass ich nicht einfach totumgefallen bin, — doch, was kann ich für meine robuste Natur? Da lag die Kanne mit dem Oel, — lag, lag. Wie eine Schildkröte lag sie platt auf dem Bauche. Und gerade soviel Zeit hatte sie sich zu dieser Beschäftigung ^genommen, dass auch schon der letzte Tropfen Oel zähflüssig, giftig-grün, heimtückisch und gemein schillernd auf meinem herrlichen, neuen Perserchen schwamm. Man denke sich doch nur: Ein volles Liter Oel auf einem Perser 85 zu 110 cm! Also hin alles, hin mein Perser, hin meine Freude. Und dazu noch: Alles umsonst, völlig unnötigerweise. Wüssten die Frauen, welch entsetzliches Unglück sie heraufbeschwören, sie würden nie die Worte «Motor> und «Oel» in den Mund nehmen. Keine Spur von Oelmangel im Kurbelgehäuse, wie ich nun, nach der Katastrophe feststellte. Alles in schönster Ordnung; mein armer Perser also umsonst schändlich im Oele ertränkt. Ich sagte nur noch: «Komm!» — Meine Frau aber sagte schon gar nichts mehr. Eine halbe Stunde später, hielt ich es nicht mehr aus. Der beölte Perser hinter mir mnnachtete mein Gehirn, drohte mich wahnsinnig za machen. Rasch entschlossen stoppte ich daher vor dem nächsten Dorfwirtshause ab. «Einen halben Liter?» «JawoM, einen btlben-Lftcr-= ji tnÄE ?^roni stärksten.> Wir sprachen 'wen!?, meine Frau und fch. Nur als ich einen zweiten halben Liter bestellte, meinte sie schüchtern: «Es ist doch sonst dein Prinzip bei Autotouren » «Zum Kuckuck!» unterbrach ich sie Üa wütend. «Ist es sonst auch mein Prinzip Schmieröl über Perserteppiche zu giessen?» Während 5ch bezahlte, ging sie voraus, zum Wagen. Es war inzwischen sehr dunkel geworden. Der Wagen stand einsam neben dem einsamen Gasthofe. Gegenüber befand sich ein Graben. Dann kamen Wiesen. Aber Graben! und Wiesen waren von der Dunkelheit zugedeckt Doch vom Himmel blinkten schon die ersten Sterne. Ich wurde milder gestimmt. Nur der eine, aber unerfüllbare Wunsch zehrte noch an meinem Herzeirr Diesen Perser nie wieder sehen müssen» Mit geschlossenen. Augen tastete ich mich ans Lenkrad. Heimwärts ging es, vorsichtig, denn es war stockdunkel und die zwei halben Liter — nein, ich spürte sie wirklich nicht, sie waren an meinem Aerger einfach verdampft Mit Schrecken dachte ich während der Heimfahrt an den Moment, der bald kommen musste, das Ende der Fahrt in der Garage. Da musste ich «ihn» wieder sehen, musste ihn mit den Händen anfassen und entsetzlich! Der Moment kam. Und meine Frau stand da und lächelte, als ich mich anschickte, die hintere Wagentüre zu öffnen. Dieses Lächeln machte mich wieder rasend. Wild riss ich die Türe auf und da war kein verölter, erledigter, gänzlich zu Schanden gerichteter Perser mehr. Hellgrau wie immer starrte mir der Boden zwischen den beiden Sitzreihen entgegen. Ü Bass erstaunt, vor die Stirne- geschlagen blickte ich mich nach meiner Frau um. Und jetzt lachte sie gar, lachte mir in mein dummes Gesicht Dann sagte sie: «Während du gezahlt hast im Graben dort oben, da liegt er. Niemand kannte uns —du darfst sicher sein, es wird ihn niemand wieder bringen. Und bald hast du Geburtstag .» Da atmete ich auf, da vergab ich ihr «Motor» und «Oel» und dankte dem Himmel für diese kluge, verständige Frau. W.

— 1328 AUTOMOBIL-REVUE 17 Der Tugendpreis. In letzten Jahre, kurz sten aus der Garderobe zu stehlen, wurde e vor Weihnachten, wurden von der französischen Akademie bekanntlich zwei Preise verhielt das Bild erst wieder, nachdem das besti gezwungen, den Raub zurückzugeben, und erteilt: Der Prix Cognacq für die Familien mi abgeschnitten war. Nicette hiess dieses Mäd vielen Kindern und der Tugendpreis, der al chen. Sein Liebhaber sei gesegnet. Belohnung für ein keusches und enthaltsame Endlich, es klingelte schon, sagte die Gar Leben -gedacht ist. Der Tugendpreis, gestiftet vor mehr als hundert Jahren von Herrn nen eine unserer Damen zeigen, die mehr al. derobenfrau: « Kommen Sie her, ich will Ih de Montyon, ist heute eigentlich nur noch alle anderen den Tugendpreis verdient.» eine ehrwürdige Erinnerung. Mit Keuschheit Hinter einem Wandschirm sass ein junges und Enthaltsamkeit können in der modernen Ding, kaum 17 Jahre alt, nackt, und strickte Zeit nur noch die Revuedichter etwas anfangen, nämlich wenn sie über diese verges- « Für den jüngsten Bruder, » sagte die Gar an einem Kinderhäubchen. senen Tugenden Witze machen. Ausser ihnen derobenfrau, «und der Vater ist krank und haben allenfalls noch die Akademiker Interesse für den Tugendpreis, denn einer de ist? Lieber Herr, zu meiner Zeit waren die sie ernährt die Familie. Ob sie tugendhaft Herren im Palmenfrack muss nach dem Wil Männer der Feder weniger dumm. Die Tu len des Stifters eine Rede halten, und fü gend sitzt ganz wo anders, als Sie Ferke diese Aufgabe ist eine gründliche Vorberei denken!» tung notwendig, wenigstens theoretisch. Dies mal war Henry de Regnier der Festredner. Gentleman bis zum Tod. Dieser Tage wurde in London die Leiche des achtzigjährigen pensionierten Obersten Yerburry obduziert, der dicht vor seinem Wohnhaus von einem Er hat seine Sache sehr gut gemacht, und die Tugend hat jetzt wieder ein Jahr Schon zeit. Ein junger Reporter aber hat zu Ehren de; Herrn de Montyon einen Gedanken gehabt, um den der Korrespondent des «Berliner Tageblattes», dem wir diese amüsante und doch so ernste Notiz entnehmen, den hoffnungsvollen Kollegen beneidet. Dieser glückliche Jüngling wollte einmal die Tugend interviewen, wo sie am schwersten zu finden ist. Er drang in die Garderobe eines grossen Revuetheaters ein, spitzte in Gegenwart von hundert nackten Mädchen den Bleistift und fragte: «Meine Damen, was denken Sie über den Tugendpreis?» Das gab ein Hallo! Das schöne Fräulein Floriane, nur mit einem dünnen Schleier umhüllt, antwortete lachend: «Das ist schon lange her, ich kann mich nicht erinnern, aber ich glaube, es war Liebe.» Eine kleine Verwechslung. Floriane dachte an den Preis für die verlorene Tugend. Louda, eine Dame vom Balkan, wusste besser Bescheid. Sie äusserte tiefsinnig: « Den Tugendpreis kriegen meistens bloss alte Jungfern. Was haben die schon davon? » Eine üppige blondine Venus verblüffte den Journalisten durch eine Frage, die schon manchen Journalisten verblüfft hat: «Haben Sie denn eine Ahnung davon, was die Angelegenheit bedeutet, mit der Sie uns anöden wollen? » Dieses Mädchen war, so was gibtes^Studentin der Philosophie gewesen. Der Reporter schämte sich, und weil ihm die Tugend für seine Leser doch als etwas zu schwierig erschien, gab er die Fragerei auf und bat lieber um die Photographien der Künstlerinnen. Diese wären für seine Zeitung! Und nun, o heilige Tugend, geschah das Wunderbare, dass alle die Mädchen, die am Abend nackt vor den Zuschauern stehen, den Tugendpreis erlangen wollten und forderten* es sollten in der Zeitung nicht mehr als die Köpfe von ihnen gezeigt werden. Als es dem Reporter gelang, die Photographie der Schön- Herz- und Leberbeschwerden, Atemnot, Arbeitsunlust, starke Brust, breite Hüften, dicker Bauch, fette Wangen, Nackenpolster, Doppelkinn werden durch die unschädlichen, ärztlich verordneten TaSlen-Tabletten mit sichtbarem Erfolg bekämpft. 50 St. 4 Fr. Eine Kur v. 200 St. 14 Fr. franko Nachnahme. Man verlange dio kostenlose Broschüre Victoria-Apotheke Zürich H. Feinstein vorm. C. Haerlin, Bahnhofstr. 71 Tel. Sei. 40.28. Zuverl. Stadt- u. Postversand Eine Langersehnte für Jedermann! Die Schleifmaschine „Manufix" schleift den härtesten Stahl. „Jeder sofort sein eigener Schleifer". Migcnbüeklich scharte Messer, ttcheron u. Werkzeuge aller Art. Ideale Maschine lür alle Berulsarten, den Haushalt, Hotels, Restaurants, Uhrmacher, Mechaniker, Schlosser, Zahnärzte, Schuhmacher. Sattler. Landwirte usw. Kann an jeder Tischplatte befestigt werden. Grosse 1 per Stück Fr. «.20. Grosse II per Stück Fr. 5.60. Zu Jeder Schieitmaschine Nr. 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Der Totenbeschauer beschloss seine Amtshandlung mit dem Bemerken, Oberst Yerburry mtiss: einer der ritterlichsten Menschen gewesen sein; obwohl er tödlich verwundet worden sei, habe er sich alle Mühe gegeben, den Lenker des Autotaxis durch seinen Ausspruch von jeder Schuld .zu befreien, was in diesem Augenblick, angesichts des Todes, gewiss eine edle Tat war. Im Zeichen eines solchen Selbstheroismus dürften die Verkehrsunfallstatistiken aller Länder wohl ein gründlich verändertes Bild aufweisen, allein, noch fordert der rücksichtslose Egoismus von unschuldigen Opfern den gesetzmässig diktierten Tribut. Soviel Anklang wir mit unserem < Europa Touring »-Sprechsaal gefunden haben und soviel Fragen und Antworten uns von überall her zugegangen sind, so sind uns leider bis jetzt doch zwei Fragen aus dem Leserkeis noch nicht beantwortet worden. So Frage 2, in der ein Leser auf sechswöchiger Urlaubsreise die Hafrabaroute befahren möchte, um dann nach Schweden und Norwegen überzusetzen. Er hätte vor allem für letztere zwei Länder gern einige Winke und Ratschläge gehabt. Dann ist die Frage 10, die Auskünfte nach besuchenswerten Reisegebieten und Ratschläge für Reiserouten nach Jugoslawien wünscht, unbeantwortet geblieben. Hoffentlich findet sich doch noch in Leser, der die eine oder andere der fraglichen Gegenden kennt und Auskunft geben kann. Red. Touring Antwori 18. Gardasee. Die Gestade des Gardasees, die als äusserst beliebte Feriengebiete bekannt sind und jährlich von Tausenden besucht werden, sind erstaunlicherweise nicht ihrer ;anzen Länge nach mit dem Auto befahrbar. Wer .von Brescia herkommt, wird sicher die ichöne grosse Strasse über Rezzato-Lonato nach Desenzano am Gardasee wählen. Um das Westufer kennen zu lernen, fahre man nach Saio, wobei man nur auf ganz kurzer Strecke direkt am Ufer entlangfährt. Weiter nordwärts verläuft die Strasse dann dicht am See hin. Von Salo nach Gardone scheint man wie durch einen einzigen Garten zu fahren. Ueber Maderno, Toscolano erreicht man Gargnano auf guter, breiter Strasse. Von nun aii wird aber letztere schmäler, ist aber landschaftlich immer noch sehr schön. Einige Kilometer nach Gampione schraubt sich die Strasse auf die Höhe nach dem hübsch gelegenen Tremosine, um dann wieder abzusteigen gegen den See und nach Limone sul Garda hin, das umgeben ist von reichen Zitronengärten. Weiter nach Norden hin gibt es keine Möglichkeit, dem Seeufer entlang zu fahren. Es bleibt kein anderer Weg, als wieder nach Salo zurückzufahren. Von hier wählt man den weiten, aber lohnenden Umweg über Sabbio-Vestone, entlang dem Lago d'Idro, über Lodrone, dann nach Osten hinauf durchs Val Ampola über die Wasserscheide und hinunter durch die Valle di Ledro, und man gelangt nach Riva, dem bekannten Fremdenort am Nordende des iardasees. Um das Ostufer des Sees zu erreichen, muss wieder ein Umweg gewählt werden, denn der nördlichste Teil des Ostufers ist wieder nicht befahrbar. Man fährt von Riva auf schmaler Strasse nahe dem See nach Torbole, biegt nach Norden ab, erreicht Nago und damit die grosse Strasse, die über den ago di Loppio hinüber ins Tal des Adige führt. Immer dem Flusslauf folgend, fährt man nun das Val Lagarina abwärts, rechts mit Blick auf Monte Tinten Farbbänder Kohlepapier Klebstoffe Stempelfarben usw. sind Qualitätswaren en gros - en d6tail Neu erschienen ist die Valse «Am Klausenrennen» (8 Min. Spldr.), mit Text von P. Luchsinger. Im Selbstverlag ä Fr. 2.50 von P. Luchsinger, Tromp.- Wachtm., Miilödi (Gl). Als Zufahrtsroute von Genf an den Gardasee mag folgende empfohlen werden: Genf, Lausanne, Martigny, Brig, Simplon, Domodossola, Pallanza, Arona, Milano, Brescia, Desenzano. F. L. in W. Touring II. Antwort 18. Gardasee. Das obere Ende des Gardasees ist nicht dem Ufer entlang befahrbar für Automobile. Wenn Sie nach Riva gehen wollen, ist der Weg von Desenzano über Salo, Vestone, dann Idrosee entlang über Staro, Pieve di Ledro zu wählen, und können Sie dann über Asco, Rovereto, Ala, St. Ambrogio nach Peschiera gelangen. Von Genf aus ist die beste Route nach dem Lago di Garda zu kommen folgende: Genf, Simplon, Locarno, Lugano, Chiasso, Como, Bergamo, Brescia, Sesenzano. Ich habe diese Tour im letzten Oktober bis nach Verona gemacht und überall ordentliche bis sehr gute Strassen angetroffen, was sonst nicht überall in Italien der Fall ist. P. Z. in N. Touring Antwort 19. Bretagne. Als beliebter Badeort der Bretagne sei La Baule genannt, 20 km westlich von St. Nazaire gelegen, mit wundervollem Badestrand. Eine Menge schönster Autotouren lassen sich von hier aus ausführen, z. B. durch dio Küstengebiete über Vannes, Lorient, Quimper nach Brest oder mehr ins Innere des Landes nach Rennes. An der Nordküste der Bretagne ist Linard ein bevorzugter und sehr empfehlenswerter Badeort. Auch von hier ist die Möglichkeit für eine Menge schöner Autotouren gegeben, man denke nur an den berühmten und sehenswerten Mont St. Michel. Zürich, Bern, Genf, Lyon, Clermont-Ferrand, Vichy, Ganz an der Westküste der Bretagne sei noch Douarnenez genannt, ebenfalls ein beliebter Badeort. Von hier aus sehr lohnend ein Besuch von Brest. Als Route, allerdings mit Umwegen, die aber in eder Hinsicht viel des Interessanten und Schönen bietet, sei von Zürich nach der Bretagne genannt: Zürich, Bern, Genf, Lyon, Clcrmont-Forrand. Virhv Nevers, Bourges, dann ins Gebiet der Loireschlosscr über Vierzon nach Blois, Orleans, Chartros (prächtige Kathedrale), Rambouillet (Sommersüz des Präsidenten der Republik), Paris, Versailles, Dreux, Verneuil, Mortagne, Alencon, Mayenne, Rönne» und von hier aus entweder nach La Baule oder nach Dinard oder Douaranenez. Ch. V. in J. Touring Antwort 20. Erzgebirge. Trotzdem das bis zu 1200 m aufsteigende und auf der Grenze zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei gelegene Erzgebirge in landschaftlicher Hinsicht nicht ,n den Schwarzwald heranreicht, und infolgedessen auch keinen so starken Fremdenverkehr aufweist, ist ein Besuch dieses Gebirges dennoch sehr zu mpfehlen. Das von Norden her sanft ansteigende, nach Süden schroff abfallende Gebirge ist von N nach S von guten Strassen durchzogen, auch am Nord- und Südrand bestehen gute Querverbindungen von W nach 0 (im S die bekannte Strasse Eger- Karlsbad-Komotau-Brüx). Mehr als die Hälfte des ebirges ist von schönem Fichtenwald bedeckt, der auf sächsischer Seite meist im Staatsbesitz sich be- Baldo, links auf die Monti Lessini, über San Amfindet (daher gute Waldstrassen). Was der Schwarzwald nicht bietet, findet sich reichlich im Erzgebirge: Bergbau auf Kohlen und Erze, Spinerei, Weberei, rege Hausindustrie, wie Spitzendöppelei, Stickerei, Spielwarenanfertigung. Die Gojirgsbevölkerung ist grossenteils arm. Vielbesucht brogio, Castelenuovo, Peschiera, erreicht man wieder den See. Die Fahrt dem Ufer entlang über Bardolino, Malcesine nach Navene (Endpunkt der Strasse) bietet landwirtschaftlich noch mehr als die andere Seeseite. Dass man für die Rückfahrt die gleiche Strasse benützen muss, wird niemand beauern, der die prachtvolle Strasse einmal kennt. Müüer's illef s Eo. Zürich-Enge WAFFEN für Jagd, Sport, u. Verteidisung, wie: Doppelbüchsen, Drillinge, Bookbücnsfiinten, Repetierbüchsen, Doppelflinten eto. m. Höchstleistungen liefert mit aller Garantie W. Glaser, Bleicherweü 44, Zürich 2 Gegr. 1866 Gröast. Spezialgeschäft der Schweiz. Erstk.. Reterenzeo im In- und Ausland. Illustr. Katalog gratis. rgraytes Haar erhält seine frühere Farbe wieder durch Buken - Bn'ilan (in e Kein neues Präparat, 40jahr. Erfahrung. Verborgt Wirkung und Zuverlässigkeit. Qeneraldepot: J. Bae?"S EPDen, Römmcliioss-AptMe, ZÜPiGÜ 7 Telephon H. 6010 Asylstrasse 70 wenn Sie ans dem BefTd kommen, um sich füo Ihr Tagewerk zu rüsjtfilb wissen Sie warmes fßiessmdesWassei* wohl zu schätzen. Sie fühlen sich damit besser gewaschen und in Ihrer Toilett» vervollständigt! Wie viel nützlicher aber ist ein CUMULU9 "Warmwasser-Boiler erst für die Hausfrau, sie, die jeden Augenblick warmes Wasserjj zur Hand haben muss — und wie froh sind/ Sie wieder darüber, wenn Sie abends •* ohne Vorbereitungen — eine Dusche odet ein Bad nehmen können. Dabei ist di ^armwasser-Zubereitung mit den» «eEr vorteilhaft, da sie durch Jen Lilligel» '^Nachtstrom geschieht. CUMULUS ist de» tverbreiletste Boiler, über 15,000 sind im In- und Ausland im Betriebe. Der CUMU» ILUS- Boiler ist nach bewährten Grund* satzen und Erfahrungen konstruiert. Ver» Jangen Sie unsern Prospekt. Er wird Ihnen igerne kostenlos zugesandt und gibt Ihnen \ wissenswerte Auskunft. Auskunft erteilen die Elektrizitätswerke und HH. Installateure. Nerven-Heilanstalt „Friedheim" ZiHLSCHLAOHT