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E_1928_Zeitung_Nr.013

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N°ia Ä VTOTECHW3 CH£ Der Sechszylinder « Victory Six» von Dodge Brothers. Wenn Dodgo Brothers erst seit kurzer Zeit eiucH Scchszylindcrwasen auf den Markt brachten, so lag dies nicht etwa an einem verspäteten Entscliluss, sich der vielzylindrjgen Motorkonstruktion zuzuwenden. Im Gegenteil, man hatte diesem Problem schon vor sichreren Jahren seine volle Aufmerksamkeit geschenkt und bereits vor zwei Jahren fanden die ersten Probefahrten mit 6-Zylindcr- Wagen statt. Aber man wollte sich zuerst gründlich über die Eignung des- nemen Typs überzeugen und dessen Vorteile ganz sicher sein, bevor man damit an die Oeffentlichkeit trat. Der Victory-Six ist keine verbesserte Auflage eines Vorgängers, sondern eine wirkliche Neukonstruktion, die ebenso interessant wie originell ist. Der Sechszylinder-Reihenmotor hat eine Bohrung von 85 mm und einen Hub von 9S mm, was einem Zylinderinhalt von 3,33 Liter und nach 0,4 rund 17 Steuer-PS ergibt. Der Motor ist nach den letzten Gesichtspunkten im Automobilbau konstruiert und ist bei seitlich gesteuerten Ventilen mit dem bekannten Ricardozylinderkopf ausgestattet. Der eigentliche Kompressions- und Verbrennungsraum befindet sich über den Ventilen. Die innere Bauart dieses Motors ist in vieler Beziehung bemerkenswert, ebenso dessen Druckunilaufölung, die raffiniert durchgebildet wurde. Die vorzüglich ausbalancierte Kurbelwelle hat sieben Lager und die von ihr durch eine geräuschlose Kette angetriebene, sehr gross dimensionierte Nockenwelle deren vier. Dieselbe Kette treibt auch die Zündlichtmaschine an, wobei durch deren äussere Verstellung zugleich die Kette gespannt wird. Der Zylinderblodk ist mit dem Kurbelgehäuse aus einem Stück gegossen, so dass die Kurbelwelle massiv fundamenüert ist. Ihre Gleitlager sind breit oind von grossem Durchmesser, ebenso die Pleuellager. Die geschlitzten Aluminiumkolben haben neben den vier normalen Kolbenringen einen sog. Oelauffang- und Verteilungsring. Der Kolbenbolzen bewegt sich sowohl in der 'Bronzebüchse des Pleuclstangenauges als auch im Kolben selbst, -wo er beiderseits durch einen Schnappring vor seitlichem Wandern behütet wird. Die Nockenwelle treibt in ihrer Mitte einen senkrechten Schaft mit Schraubenzahnrädern an, auf dem oben der verstellbare Unterbrecher für den niedergespannten Strom sowie der Hochspannungsstromverteiler sitzen. Das untere Schaftende betätigt die Oelpumpe, welche, umgeben von einem Sieb, im Oelsumpf gelagert ist. Die Kühlung wird wirkungsvoll ergänzt durch eine zugleich mit dem Ventilator mittels Keilriemen angetriebene Wasserpumpe. Interessant ist die Anordnung für die Kühlwasserverteilung, indem das Wasser wie bei einer Douche in verschiedene Strahlen aufgeteilt wird. Auf diese Weise wird eine absolut glcichmässig verteilte Kühlwirkung erzielt. Die Druekumlaufschmicrung des Motors, die in üblicher Weise vom Armaturenbrett aus kontrolliert werden kann, ist von aussen regulierbar, und kann deshalb jederzeit den gegebenen Verhältnissen leicht angepasst werden. Besonders anlässlich langer Gebirgsfahrten erweist sich diese Anordnung als wertvoll. Bei der sorgfältigen Konstruktion war es eigentlich gar nicht anders zu erwarten, als dass Schmiersystem, sowohl als der zur Verwendung gelangende erstklassige Stronibergvergaser, mit Filtern versehen sind. Der Vergaser befindet sich auf der rechten Motorseite, wo auch Ansaug- und Auspuffleitung zusammenführen, so dass eine gleichmassige Vorwärmung des Gasluftgemisches gewährleistet ist. Bemerkenswert ist auch die Sorgfalt, welche der Schmierung des Kolbenbolzens, der Ventilstössel und Ventilschäfte gewidmet wurde, die sonst eher stiefmütterliche Behandlung erfahren. Die offen laufende Kardanwelle weist an beiden Enden je ein Gelenk auf. Sie kann gut abmontiert werden, ebenso ist der Hinterachsantrieb aus seinem Gehäuse leicht zu entfernen. Die reichlich bemessenen, halbelliptischen Federn absorbieren wirkungsvoll Schub- und Antrieb-Reaktion und tragen wesentlich zum komfortablen Fahren bei. Eine erhöhte Verkehrssicherheit ist durch die bewährten hydraulischen Lockheedbremsen, welche auf alle 4 Räder wirken, gewährleistet. Sie werden, wie üblich, durch das Pedal betätigt. Der Handhebel wirkt auf die Getriebebremse, die durch den Hinterradantrieb hindurch die Hinterräder an der Umdrehung verhindert. Beim Victory-Six-ist die von Konstrukteuren schon verschiedentlich versuchte, engste Vereinigung von Chassis und Oberbau auf vorbildliche Weise erstmals durchgeführt. Der Karosserieboden ist in den Chassisrahmen direkt eingelassen, so dass dessen Oberkante mit der Bodenfläche in einer Ebene liegt. Der ganze Oberbau passt sich daher genau der Chassislängsform an, sodass tatsächlich von einer eigentlichen Verschmelzung der beiden Komponenten gesprochen werden kann. Diese originelle Bauart ermöglichte eine bedeutende Tieferlcgung des Wagens, wodurch selbst bei grösster Geschwindigkeit und scharfen Kurven eine bemerkenswerte Stabilität beibehalten wird. Die von den Konstrukteuren angestrebte, niedere Bauart, welche so sehr en vogue ist, fand hier eine sehr gefällige Lösung, die ohne Beeinträchtigung des Kopfraumes erreicht werden konnte. Die konstruktiv erzielte, durchgehende Verbundenheit wirkt sich eigentlich erst nach längerem Gebrauch des Wagens vorteilhaft aus. Die Erschütterungen werden nicht auf einen separaten Oberbau in verstärktem Masse übertragen, sondern verteilen sich auf das Chassis und verebben dort in dem festen Gefüge zwischen Rahmen, Querstreben und Karosscrieboden. Es lockern sich keine Vcrschraubungen, die einen getrennten Oberteil mit dem Unterbau verbinden, es erfolgen keine Verschiebungen der Karossericbasis, und auch die in deren Gefolge auftretenden störenden Geräusche beim Fahren bleiben vollständig aus. Auch das Karosseriegehäuse ist im Bau auf grösste Widerstandsfähigkeit und Dauerhaftigkeit eingestellt. Die Stahlkarosserie ist allseitig doppelwandig ausgeführt, so dass eigentlich zwei Karosserien ineinander geschachtelt sind, nur getrennt durch einen Luftraum von wenigen cm. Auf diese Weise sind die Wageninsassen vollkommen isoliert gegen Erschütterungen und andere äussere Einflüsse. Das Spritzbrett enthält all die notwendigen Instrumente gefällig im Mittelfeld gruppiert. Die gesamte Innenausstattung ergänzt in harmonischer Weise die gediegene Ausführung des Wagens, der in Form und Faribe allen Forderungen des modernen Automobilbaues entspricht. toz. Vereinheitlichung der Stossfänger (Pare-cnocs).. Vielo Automobilisten glauben, ihre Stossfänaror mit aller notwendigen Vorsicht an ihrem Wagen befestigt zu haben. Aber sobald irgendein Stoss dieselben auf dio Probe stellt, so entdecken sie. das» dio Befestigungen doch nicht genügend "waren. Es braucht ziemlich viel Erfahrung, um dieselben, richtig zu montieren. Wir möchten unseren Lesern von den Veröffentlichungen der Automobil- und Stossfängüikoustrukleuro Kenntnis geben: Nach emgchenllen Diskussionen bcschloss der Verband der Konstrukteure für Automobile» und Stossfänger, einheitlich folgende Höhen zu fixieren: 40 cm für die SlossfänKer vorn und 48 cm für dio Stossfäuger hinten. Dicso Höhen werden am leeren Wagen gemessen, so dass 6ich dio Höhen vorn und hinten ausgleichen, sobald der Wagen beladen ist. Wir bemerken, das3 diese Masse mit den amerikanischen Slandardmassen übereinstimmen. Es ist erfreulich, dasa auch hier eine internationale Vereinheitlichung zustande kam. Dio Stossfiiuger können ein oder mehrere Blätter besitzen; für den hintern Slossfänger werden mindestens zwei BliiUer empfohlen. Dio vertikale Höhe derselben soll, wenn sio genügen rnuss, mindestens 50 nun betragen. Der Zwischenraum zwischen den Blättern (.der mehiblättrigcn Slossfänger) soll nicht mehr als 48 antn betragen, um zu verhindern. ila»s sich ein einblättriger Stoßfänger in diesem Zwischenraum verfangen kann. Dio Ausscnteilo der Blätter dürften den äusseren Umiiss der Vorder-: pneus bei Fahrt in gerader Linie nicht überhängen, und die Blätter der hintern Stossfänger sollen auf keinen Fall weiter hinausstclten als dio hinfern Kotflügel. G. I. M. Automobiltechnische Bibliothek Band I: Schweiz. Automobilkalcndcr. Hilfsbuch mit allen technischen Informationen und Tabellen. Automobilistisches Notiz- und Nachschlagewerk. Technisches Lexikon. Besitzer- Adressen. Preis Fr. 6.—. Band II: ABC für Automobilfahrer. 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