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E_1929_Zeitung_Nr.034

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u AUTOMOBIL-REVU5

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Gleich darauf beobachte ich mich dabei, wie ich (phantastische Situation 1) dem Sohn des mohammedanischen Messias ein Privatissimum aus deutscher Geschichte lese . Er will genau wissen, was diese Inschrift bedeutet. Sollte ich der erste Abendländer sein, der sie nach all den Jahrhunderten wieder gesehen hat? — Den Doppeladler kennt man im Sudan von den österreichischen Maria-Theresia-Talern, die noch immer im Umlauf sind. Aber « Römische Kaiser »? Warum römisch ? Ich kann es schwer erklären, sage der Kürze halber, der Papst Die verrufenen roten Haare. War da in New-York ein junger Mann, George Kleeberg mit Namen, seines Zeichens Elektrotechniker. Wollte partout Chauffeur werden, wovon ihm seine Freunde jedoch ernstlich abrieten. Die Sache ginge nicht, da er brennend rotes Haar habe, sagten sie. « Unsinn ! » dachte George Kleeberg, d. h. er dachte, seine Freunde dächten Unsinn. Liess sich deshalb nicht aus der Contenance bringen, lernte tüchtig chauffieren, machte sein Examen und bewarb sich bei der New-Yorker Yellow Cab Company um einen Posten. « Aber mein Herr !» rief der Direktor entsetzt aus, als sich George Kleeberg vorstellte, « Sie haben ja feuerrotes Haar! Wissen Sie denn nicht, dass wir Leute mit roten Haaren prinzipiell nicht engagieren?» «Aber bitte!» erwiderte George Kleeberg, «hatten etwa Julius Cäsar und Benjamin Franklin und andere grosse Männer nicht auch rote Haare? » «Zugegeben!» sagte der Direktor. «Nach unseren Erfahrungen jedoch, mögen sie auch durchschnittlich anderen Männern an Intelligenz überlegen sein, eignen sich rothaarige Männer einfach nicht zu Chauffeuren, da sie zu viel ,speed' haben und draufgängerisch veranlagt sind. Mit einem Wort — sie fahren viel zu schnell, und das ist nicht gut für einen Chauffeur.» « Jawohl! » fuhr der Direktor fort, als er das verdutzte Gesicht des jungen Mannes sah, «jawohl, wir haben statistisch festgestellt, dass 90 % aller rothaarigen Chauffeure wie die Wilden drauflosfahren!» In George Kleeberg kochte es, und resolut wie er war, wandte er sich sofort an die Oeffentlichkeit. Gleich einem Lauffeuer ging sein Fall durch die Presse. Mister Miller, Präsident der Yellow Cab Company, die über 20 000 Automobile im Betrieb hat, bestätigte jedoch einem Reporter, was der Direktor gesagt hatte : «Ich stimme vollkommen mit unserem Direktor überein. Die Tatsache lässt sich nun einmal nicht bestreiten, dass Leute mit roten Haaren für den Beruf eines Chauffeurs untauglich sind. Im übrigen habe ich gewiss nicht das geringste gegen rote Haare einzuwenden. Meine eigene Frau und meine beiden Söhne sind rothaarig, die Jungens, in Rom habe diesen Titel verliehen. Das Degreift der Sayid. Mein Notizbuch ist sehr voll und es ist Zeit zu gehen. Der Hausherr hat jene Tasse 1 Kaffee kommen lassen, die höfliche Entlassung bedeutet. Wie ich ihm zum Abschied die Hand drücke, eine starke, sehr schwarze Hand mit gepflegten Nägeln, empfinde ich wirkliche Dankbarkeit, ja Verehrung. Dieser Sohn eines grossen Mannes hat sicherlich ein tragisches Lebensschicksal, obwohl die englischen Sieger weise genug gewesen sind, ihn so gut zu behandeln. Ich sehe ja doch, dass er in seinem Herzen ganz an diesen Vater glaubt, den er nie gesehen hat. Ich sage höfliche Worte, von denen ich 1 annehme, dass sie gut in das Ohr des Orientalen klingen. « Mit dir sei der Friede, » grüsst ernst der Sayid Sir Abderrahman el Mahdi. Er begleitet mich bis zur Schwelle. Draussen steht das Auto, das uns von Khartum hergebracht hat. Zu meinem Dragoman, der vor dem Haus seine Schuhe ausgezogen hatte und sie jetzt wieder anlegt, sage ich: «Nicht direkt zum Hotel. Ich: möchte noch einmal das Grab des Mahdi besuchen.» was ich wohl ohne Ueberhebung sagen darf, dabei sehr intelligent. Aber Chauffeur dürften sie niemals werden !» H. hl. Bekehrung zum Optimismus. Der «Omaha-World-Herald» hält es für nötig, seine pessimistischen Zeitgenossen zur gegenteiligen Lebensauffassung durch statistische Beobachtungen und Nachforschungen an einem Sonntag zu bekehren. Er teilt folgende Ergebnisse mit: 42,000,000 Menschen fuhren an diesem Tag im Automobil und wurden nicht bei einem Zusammenstoss getötet. Mehr als 95,000 Liebespaare gerieten in Streit, wobei jedoch niemand ermordet wurde. Es gab in den Vereinigten Staaten mehr als 109,999,999 Männer und Frauen, die Sich nicht aus Verzweiflung das Leben nahmen. Mehr als 775,775 amerikanische Häuser brannten nicht ab und beinahe 890,991 Oefen platzten nicht, um Menschen zu töten und grossen materiellen Schaden zu stiften. Mehr als eine Million Tornados brachen an diesem Tage nicht aus. Ungefähr 32,440,440 Frauen, die ihre Rendez-vous nicht pünktlich einhielten, wurden nicht belästigt. Nach einer rohen Schätzung gingen 888,888 verheiratete Kassierer nicht mit der ihnen anvertrauten Kasse durch. Es gab mehr als 109,999,999 Menschen, die nicht von der Polizei gesucht wurden. Praktisch genommen, hat die ganze Bevölkerung der Vereinigten Staaten nicht um Zulassung ins Armenhaus nachgesucht. Allein im Mississippital waren mehr als 335,000 kleine Kinder vorhanden, die nicht in einem Wassertrog ertranken oder zwischen Polstern erstickten, während ihre Mütter draussen mit dem Wäscheaufhängen beschäftigt waren. Mehr als 109,999,999 Liebhaber verübten nicht Selbstmord, als ihre Geliebten untreu zu werden schienen. Wer wollte nach solchen Feststellungen noch ein Schwarzseher sein? klatschte Beifall. John Henri Bruce verliess die Bühne und Professor Allenter, herzlich begrüsst, bestieg sie. ' «Es ist notwendig», sagte der Professor mit etwas zitternder und grosse innere Erregung verratender Stimme, «es ist tatsächlich notwendig, dass ich meinem Film einige Worte der Erklärung vorausschicke, j Ich bin ja kein Dichter und kein Künstler. I Ich bin nur ein Forscher im Gebiete desl Lebens und beuge mich vor dem grossen, Drama, das jedes Menschen Leben uns darbietet. Ich habe seit vollen vierzig Jahren meinen treuen Laboratoriumsdiener, der vorigen Monat starb, jeden Morgen und jeden Nachmittag in genau der gleichen Stellung photographiert. Eine von mir eigens zu diesem Zwecke erfundene Maschine gewährleistete die mathematisch genau gleiche Stellung dieses Menschen bei jeder Aufnahme. Als ich die erste Photographie machte, war er ein zwanzigjähriger, schöner und kraftvoller Jüngling. Als ich vierzig 'Jahre später die letzte Aufnahme machte, war er ein seit längerer Zeit totkranker Mann. Am Tage nach dieser letzten Aufnahme starb er. Und nun verehrte Bürger dieser Stadt! Rechnen sie sich aus, wieviel Aufnahmen ich besitze. Vierzig Jahre lang jeden Tag zwei. Alle diese Aufnahmen habe ich in einem Filmstreifen an- HOTEL HOFER Neu renoviert. 60 Zimmer mit flieasendem Wasser. 75 Betten. Appartement« x mit Bad nnd W. O. Garage. — Zivile Preis«. • am HaupiDaiintioi Beiiu«: A. & CUSIES

- 1929 AUTOMOBIL-REVUE 15 ODBC SIED VE CDEltP Moderne Matter! den ist, gehört wohl zu den modernen Zeiterscheinungen. Aber sie stammt nicht aus einer entwickelten Mütterlichkeit. Denn Man kann sich selbst für eine moderne diese ist instinktsicher. Sie weiss, dass Mutter halten. Man kann von seinen Kindern als moderne Mutter angesehen weraufdringliche Fürsorge braucht. auch die freiheitliebende Jugend eine unden. Man kann von seinen Freunden aus moderne Mutter gepriesen oder gelästert Man ist auch nicht deshalb eine moderne werden. Man kann auch eine moderne Mutter sein. Mutter, weil die Freunde schelten, dass man den eigenen Kindern erlaubt, was jene den ihren versagen. Was ist ihr Wahrzeichen? Woran kann man sie erkennen? Wie kann man eine modern© Mutter werden? die versuchen, ihren Kindern Mittler zu Moderne Mütter sind vielmehr die Frauen, Man ist nicht etwa deshalb eine moderne sein zwischen den objektiven Werten, die Mutter, weil man jede neue hygienische das junge Geschlecht begreifen soll, und und pädagogische Mode mitmacht, weil der besonderen Anlage und Eigenart jedes man Beine Kinder in Versuchs- und Reformschulen schickt, ohne sich darüber klar zu Frauen, die in der Jugend die Achtung vor Kindes, die der freien Entfaltung zustrebt; sein, ob gerade diese Kinder sich für diese dem Erbe der Vergangenheit entwickeln, Schulgattung eignen, ob es für sie gut ist, aber auch die kritisch-schöpferische Kraft barfuss zu gehen oder mit Psychoanalyse fördern, mit der die Jugend die Werke der behandelt zu werden. Vergangenheit fortbilden, dem Alten ein Neues hinzufügen solL Aeusserlich befreien, aber innerlich binden; wachsen las-, Man ist auch nicht deshalb eine moderne Mutter, weil man den Kindern jedwede sen, was an Anlagen vorhanden, aber dabei Freiheit lässt. Das kann geschehen, ^ um führen und stützen, bis die junge Kraft in sich auf der Linie des geringsten Widerstandes zu bewegen, oder auch, weil man sich ruhen kann. Das ist moderne Pädagogik, das ist moderne Mütterlichkeit. selbst das Leben noch gemessen will und die eigene Freiheit mit Nachgiebigkeit Es ist gar nicht leicht, eine solche Mutter zu werden oder zu sein in einer gegen andere bezahlt. Eine unbehütete Ju- Zeit, gend, wie sie in manchen Kreisen zu fin- in der die äusseren Mächte, Schule, Kunst, Beruf und Politik in die Familien mit fremden Einflüssen einbrechen. Es ist gar nicht leicht, unter solchen Umständen Körper, Geist und Seele der Kinder zu pflegen. Es ist schwerer geworden, als es früher war, die Beziehung zu den Kindern in den Pubertätsjahren und darüber hinaus vertrauensvoll und harmonisch zu erhalten. Man braucht dazu ein Verstehen und ein Wissen, das nur wenigen Frauen angeboren ist. Die märchenhaften Fortschritte der Wissenschaft könnten wohl das Verstehen erleichtern. Sie führen in Welten ein, die noch vor wenigen Jahrzehnten jenseits der Pforte des Erkennens zu liegen schienen. Mit den Mitteln des Verstandes reicht man heute in Bezirke der Seele, die im Grunde genommen nicht der Welt der Ratio, sondern des Gefühls, des Temperaments, des Willens angehören. Die Psychologie, die Soziologie, die Biologie, die Medizin haben in wenigen Jahrzehnten Fortschritte gebracht, die zum Rüstzeug der modernen Mutter werden könnten. Dio Mode. Das sportliche gelbe Strichkostüm für den Frühling ist mit dunklen Motiven verziert, sehr praktisch unter dem Automantel. einandergereiht, und in wenigen Minuten wird das allen äusseren Ereignissen entzogene Leben eines einfachen Menschen an Ihnen vorüberrollen. Der Mensch, den sie jetzt sehen werden, vollzieht keine Bewegung. Aber das Leben bewegt sich in ihm mit jener erschütternden Bewegung nach dem Tode zu, die allem Leben eigen ist, die wir aber an den Menschen in dieser Weise niemals beobachten können, da wir in unserem Verkehr mit ihnen stets nur Momentaufnahmen, die durch grosse Pausen getrennt sind, wahrnehmen^ Der Professor stieg die Treppe von der Bühne in den Zuschauerraum hinab. Tiefes Schweigen erwartete den Beginn dieser eigentümlichen Vorstellung. Die Leinwand leuchtete auf. Man sah einen jungen Menschen, der auf einem Stuhle sass und den Beschauer anblickte. In rascher Folge krei- Wald (Zürich) 910 m ü. M. Gasthaus z. Lauf Schönater Ausflugsort des Zürcher Oberlandes. — Bauern - Spezialitäten. Vorzügl. Küche. Reelle Weine. Aieu renoviert. Telephon 722. H. EIHOLZEE. Rheinfelden :: Holen Könige Risstauration — Garagen A. C. S. A. SPIEGELHALDER. T. C. S. /ftlQJ Aber diese Wissenschaften führen ihr stolzes Dasein ohne nahe Berührung mit den Kreisen der gebildeten Frauen. Die Brücke von der Wissenschaft zur Mutter und Hausfrau muss geschlagen werden. Versuche sind in den letzten Jahren gemacht worden in verschiedenen Kursen, in denen Fragen aus dem Gebiete der Psychologie, der Pädagogik, der Soziologie und Biologie behandelt wurden. Erfolg können sie nur haben, wenn die Frauen selbst nach vertiefterer Bildung, nach bewusster Kulturleistung und nach einer den modernen Zeitverhältnissen angepassten Mütterlichkeit streben. Kl. sten die Bilder auf dem Streifen. Unbeweglich sass der Mensch, aber in seinen Zügen bewegte sich irgend etwas Furchtbares, etwas Grauenhaftes, etwas Entsetzliches. Die Frische der Jugend welkte. Kaum angedeutete Schatten wurden zu Runzeln und tiefen Falten. Die Fröhlichkeit der Augen wurde zu wissendem Ernst und wandelte sich endlich zu Müdigkeit und Todesahnen. Die ganze Gestalt ging aus der Schlankheit eines Jünglings durch die Straffheit und dann Behäbigkeit des Mannes in die Schwäche und Sterbenreifheit des Greises über. Und all das in wenigen Minuten. Die furchtbare Tragödie des Lebens mit ihrem unentrinnbaren, hier auf der Leinwand von jedem Kinde vorauszusehenden Aktschluss des Todes spielte sich, zeitlich zusammengedrängt, mit einer Deutlichkeit ab, der kein menschliches Gefühl gewachsen war. Stossweises Atmen der Zuschauer erfüllte den Raum, heisses Schluchzen durchdrang ihn. Gellende Schreie des Entsetzens jagten einander an die hohe Decke des Theaters. Es gab starke Männer, die sich erschüttert umwandten, weil sie dieses Drama, das wir Menschen alle spielerisch erleben, nicht länger mitansehen konnten. ' Und jetzt ergriff den Menscfien dort auf der Leinwand der grinsende Tod. Jahre vor seinem Sterben. Man sah es deutlich. Dieser eigentliche Verfall der Züge! Dieser immer mehr nach innen gerichtete Blick! Diese unsagbare Traurigkeit, die auf dem abmagernden, starken Manneskörper sich ausbreitet! Diese Hände, die so sonderbar, so unsagbar sonderbar wurden! Da war nur mehr ein grosses Weinen in dem Saale. (Schluss auf Seite 17 dieser Nummer) J.MypB G. Morsen, Zürich 1 ^3Pl^S^StÄ^ Rämistrasse 5, beim Bellevueplatz ^^^^^^^^k I m Ausführung augenärzti Rezepte ^jj^'l^P^IIP? I Brillen, Zwicker, Lorgnetten, Baro- ^^R^s-ss^s^1 ZÜRICH H^tei PFAUEN vis-a-vis Kunsthaus u. Schauspielhans. Vorzügliche Küche und Keller. Grosser BillardsaaL K. HERZOG. wünschen viele vennögliche Damen, reiche Ausländerinnen, viele Einheiratungen. Herren a. ohne Vermögen. 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