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E_1929_Zeitung_Nr.052

E_1929_Zeitung_Nr.052

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nung über den Motorwagen- und Fahrradverkehr in Kraft, nicht ohne Schwierigkeiten mannigfacher Art, und der Geschäftsbericht des st. gallischen Regierungsrates verzeichnet für dieses Jahr 65 Autos, 77 Motorräder und 8203 Velos. Stetig, wenn auch nicht in besonders raschem Tempo, vermehrte sich die Zahl dieser Vehikel und das Jahr 1908 brachte es bereits auf 107 Autos, 112 Motorräder und 10832 Fahrräder. Und das letzte Vorkriegsjahr, 1913, registriert 33* Autos, 137 Motorräder und bereits über 15 000 Velos (15318). Die Kriegsjahre brachten dann in der Entwicklung des Automobil- und Fahrradwesens nicht bloss eine gewisse Stagnation, sondern sogar einen wesentlichen Rückgang. So rubriziert das Jahr 1918 nur noch 204 in Privatbesitz sich befindliche Autos, dazu 23 Motorräder und 19116 Velos. Das erste Nachkriegsjahr vermochte dann die Zahl der Autos bereits wieder um 412, der Motorräder um 154 und der Velos um 3208 zu vermehren. Und das Jahr 1920 stellt die Zahl der Autos erstmals auf über 1000 (1024), diejenige der Motorräder auf gegen 350 und der Velos auf 27 300. Das zweite Tausend der Autos wurde mit dem Jahre 1925 erreicht (2116), das uns gleichzeitig auch das erste Tausend der Motorräder voll machte, während dann im folgenden Jahre die Velos erstmals die Zahl von 50 000 (50417) zu überschreiten vermochten. Das Jahr 1928 stellte sich dann mit 3331 Autos, 1839 Motorrädern und 56601 Fahrrädern ein. Bezüglich der Lastautos, die in den vorstehenden Ziffern natürlich inbegriffen sind, ist erwähnenswert, dass die Zahl derselben 1923 erst 323 betrug, sich aber innert einem Jahrfünft nahezu verdoppelte, um sich für 1928 auf 609 zu stellen. Nicht minder interessant als die numerische Entwicklung unseres Automobil- und Fahrradwesens ist diejenige der Automobiltaxen, die dem Kanton St. Gallen 1913 erst 18860 Franken einbrachten, 1918 waren es 19720 Franken, während das folgende Jahr mit einer Neuregelung der Autotaxen ein Anwachsen auf 195 222 Franken verbuchte. Ausschlaggebend für die Entwicklung des Automobilismus nach der fiskalischen Seite hin ist das Jahr 1921, in welchem wiederum eine Erhöhung der Automobil- und Fahrradtaxen eintrat und gleichzeitig gelangte die neue Konkordatsformel für die Berechnung nach Pferdekräften etc. zur Anwendung. Und mit welchem Erfolge? Von 195 222 Fr. stiegen die Einnahmen des Fiskus nur aus den Automobiltaxen auf 443 137 Franken, um dann 1923 erstmals die erste halbe Million Franken zu überschreiten. Seither geht es in Hunderttausender-Schritten vorwärts, und 1928 Hess mit 1077 533 Franken bereits die erste volle Million hinter sich und für 1929 dürften es wohl nahezu 1,2 Millionen Franken werden. Nun muss aber gesagt werden, dass diese Gelder nicht in der st. gallischen Staatsrechnung untergehen, wenigstens in den letzten Jahren nicht, sondern in richtiger Weise zum Ausbau und zum Unterhalt unseres Staatsstrassennetzes Verwendung gefunden haben. Und dass hieTin im Kanton St. Gallen viel geschieht, dass sogar in den nächsten Jahren noch mehr geschehen soll — wir denken dabei vor allem an die Schaffung besonderer Automobilstrassen — soll als erfreuliche Tatsache nicht verschwiegen werden. E.Dr. Ein belgisch-schweizerisches Abkommen. Belgien behandelt die schweizerischen Wagen als gleichberechtigt; drei Monate Aufenthaltsdauer ohne Steuern. Man erinnert sich, dass letztes Jahr die Motion Keller den Bundesrat ermächtigen woMte, Verkehrstaxen von den Angehörigen aller derjenigen Länder zu erheben, welche die gleichen Massnahmen gegenüber einreisenden Schweizern treffen. Der Bundesrat pflog darauf Unterhandlungen mit Belgien zum Zwecke der Aufhebung der gegenseitigen Einreisetaxen der beiden Länder für eine Einreiseperiode von drei Monaten. Diese Besprechungen sind nun abgeschlossen worden. Durch Notenwechsel vom 15. Mai 1929 zwischen der Schweizer Gesandtschaft in Brüssel und dem belgischen Ministerium des Auswärtigen kam ein Abkommen zustande, nach welchem die belgischen Staatsangehörigen, die mit einem in Belgien eingeschriebenen Motorfahrzeug in die Schweiz kommen und die keinen festen Wohnsitz in hier besitzen, von den Taxen befreit werden, soweit sich ihr Aufenthalt in der Schweiz nicht über drei Monate erstreckt Die gleiche Bestimmung gilt selbstverständlich für in Belgien einreisende schweizerische Motorfahrzeugbesitzer. Unsere Behörden hatte« sogar vorgeschlagen, dass von diesen Steuerbefreiungen alle Inhaber von Motorfahrzeugen profitieren sollen, unabhängig davon, welcher Nationalität sie seien, Belgien nahm diesen Vorschlag nicht an. Trotzdem wurde unser Gesandter in Belgien beauftragt, dem belgischem Ministerium des Auswärtigen mitzuteilen, dass die Schweizer Behörden bereit seien, alle Inhaber eines belgischen Fahrausweises, die sich weniger als drei Monate in der Schweiz aufhalten, von den Steuern zu befreien, unabhängig davon, welcher Nationalität sie seien. Die Steuerbefreiung bezieht sich nicht auf Einzelpersonen oder Unternehmungen des einen oder andern Landes, welche einen regelmässigen Reisendenverkehr mit Omnibussen unterhalten. In der Praxis existieren solche Verkehrsunternehmungen bisher nicht. Die im Jahre 1929. bezahlten Taxen vor Zustandekommen dieses Abkommens können auf Verlangen des Interessierten zurückbezahlt werden, in der Schweiz durch die kantonalen Behörden, in Belgien durch das Finanzministerium in Brüssel, Rue de la Loi, 14. Diese Vergünstigung ist wirksam für Schweizer Automobilisten, welche sich im Jahre 1929 während drei Monaten oder länger in Belgien aufgehalten haben. Die rückzahlbare Taxe beträgt zehn belgische Franken pro Tag des Aufenthaltes. Es ist dies das letzte günstige Abkommen, das unter der Leitung von Herrn Professor Delaquis zustandegekorranen ist, bevor dieser seinen Wirkungskreis nach Hamburg verlegte. Die Automobilisten werden ihm für diesen Dienst Dank wissen. er. Wieder die offene Barriere! Die grosse Gefahr der Bahnübergänge für den Verkehr zeigte sich in einem neuen Fall — der leicht schwerere Form hätte annehmen können — am letzten Montagabend in Freiburg. Als der Schnellzug Genf-Zürich vor 20 Uhr in den Bahnhof Frei'burg einfahren Wollte, stiess er mit einem Automobil zusammen. Einen offenen Bahnübergang hatte der Schnellzug bereits passiert, als beim zweiten, ebenfalls offenen Uebergang, ein geschlossenes Automobil die Bahnlinie überqueren wollte. Glücklicherweise platte der in Herrn Dr. Rothmund einen verständnis- Freund und Berater zu finden, der ge- Zugführer die Geistesgegenwart, den mitvollen grosser Geschwindigkeit fahrenden Zug auf Zugslänge abzubremsen. Aber trotzdem wurde der Hinterteil des Automobils erfasst und vollständig demoliert, wobei auch eine Dame durch Glassplitter am Hals, in der Nähe der Hauptschlagader, verletzt wurde. Die Schuld für diesen Unfall, der weit tragischer hätte enden können, wird nun einer Bahnwärterin zugeschrieben, welche den falschen Fahrplan berücksichtigt haben soll. Liegt sie aber nicht vielmehr bei der Bahnverwaltung, die entschieden zur Sicherung der Bahnübergänge noch lange nicht dasjenige tut, was die heutigen regen und stets noch zunehmenden Verkehrsverhältnisse erfordern! Könnte man nicht vorläufig wenigstens die gefährlichsten Uebergänge durch Unter- oder Ueberführungen beseitigen? Es dünkt einen, es wäre nicht mehr zu früh dazu!. R. Schweizerische Strassenverkehrsllga. Das Komitee der Schweizerischen Strassenverkehrsliga nahm in seiner jüngsten Sitzung Kenntnis vom Ausgang der Volksabstimmung über die Strassenverkehrs-Initiative. Es spricht die Erwartung aus, dass die Behörden bei der Schaffung des in Aussicht gestellten Verkehrsgesetzes den Hauptzweck einer vernünftigen Regelung des Strassenverkehrs und einer Steigerung der Verkehrssicherheit nicht aus den Augen verlieren werden. Weiter nahm das Komitee der Schweizerischen Strassenverkehrsliga mit Interesse Kenntnis vom Benzinpostulat Amstalden, das zu beweisen scheint, dass die von der Strassenverkehrsliga verfochtenen Ziele doch schneller zu erreichen sind, als es am Vorabend der Abstimmung über die Strassenverkehrs - Initiative den Anschein hatte. Die Schweizerische Strassenverkehrsliga erhofft vom Benzinpostulat Amstalden, das eine der wesentlichsten Forderungen der Strassenverkehrs-Initiative wenigstens teilweise zu erfüllen versucht, eine weitere Förderung ihrer Bestrebungen. P.St. Dr. H. Rothmund Der neue Chef der Polizeiäbteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes. In einem für die Automobilisten entscheidenden Augenblicke kehrt Herr Prof. Dr. Delaquis, der Chef der Polizeiabteilung im Eidg. Justiz- und Polizeidepartement, nicht nur dem Bundeshause, sondern auch der Schweiz den Rücken, um einem Rufe als Ordinarius für Strafrecht an die Universität Hamburg Folge zu leisten. Die schweizerischen Automobilisten sehen Herrn Prof. Dr.' Delaquis nur ungern ziehen, da er ihnen Gewähr genug geboten hätte, der Bundesversammlung ein ihren Wünschen entsprechendes neues Automobilgesetz vorzulegen. ÄUTOMOBIL-REVUE 1929 - Der Bundesrat hat nun als Nachfolger Herrn Dr. Heinrich Rothmund zum Chef der Polizeiabteilung ernannt. Der Neuerkorene ist Sl Galler, wurde 1888 in Uster geboren und studierte in Zürich, Bern und Leipzig Jurisprudenz. Im Jahre 1919 wurde er von Bundesrat Müller zum Chef der Fremdenpolizei ernannt. Die Aufgaben, die dem jungen Juristen warteten, waren keine kleinen. Die Abteilung war sozusagen neu zu schaffen und mit Umsicht und organisatorischem Geschick galt es nun, den Strom von Einreisebegehrenden einzudämmen und nicht erwünschte Elemente vom Lande fernzuhalten. Man darf wohl sagen, dass Dr. Rothmund seine Aufgabe mit Geschick und Festigkeit durchgeführt hat. Neue Aufgaben harren seiner. Neben der neuen gesetzlichen Ordnung des Niederlassungswesens gilt es endlich, das schweizerische Automobilgesetz unter Dach zu bringen. Die Automobilisten der Schweiz hoffen, willt ist, die neue Gesetzesvorlage auch im engsten Kontakte mit den Motorfahrzeugbesitzern aufzustellen. Dabei dürfte gerade ihn die Frage interessieren, ob nicht im Zusammenhange mit dem neuen Automobilgesetze die Bildung einer schweizer. Verkehrskommission ins Auge gefasst werden sollte, die ähnlich wie die Wasserwirtschaftskommission oder der Verkehrsbeirat in der Tschechoslowakei dem Bundes-! rat und speziell dem Justiz- und Polizeidepartement in allen technischen und verkehrstechnischen Fragen als beratende Körperschaft zur Verfügung stünde. K. Die Sitzung der A.I.T. (Von unserem Spezialkorrespontfenten.) München, den 10. Juni 1929. Die A. L T., welche zwei Millionen Mitglieder aus 34 verschiedenen Ländern zusammenfasst, versammelte ßich am 10. Juni in der bayrischen Hauptstadt. Wir erhalten soeben den ersten Bericht unseres Berichterstatters. Herr Dr. Henneberg wurde in der Generalversammlung zum Präsidenten der A. I. T. ernannt auf Vorschlag von Herrn Fritz, Präsident des A.D.A.C. Herr Defert wurde zum Ehrenpräsidenten des Komitees ernannt. Herr Pos vom holländischen Touring-Olub wird an Stelle von Herrn Dr. Henneberg zum Vizepräsidenten gewählt. Die Leitung für die Amtsperiode 1930/32 ist also wie folgt bestellt: Präsident: Dr. Henneberg (Schweiz); Vizepräsident: G. A. Pos (Holland); Kassier: M. C. Dubois (Belgien); Generalsekretär: Paul Duchaine (Belgien); Beisitzer: Duvivier und Lecomte (Belgien). Der Bericht des Generalsekretärs Herrn Duchaine, der sich auf die Jahre 1918 bis 1928 erstreckt, wird mit Beifall entgegengenommen. Der Geschäftsbericht beginnt mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der A. I. T. Die Gründung fand am 2. August 1897 statt, vertreten waren 17 Vereinigungen. Die A. I. T. hatte damals noch den Namen: Ligue internationale des Associations Touristes (L. I. A. T.). Ihr erster Sekretär war Herr Pos (Holland), der heute zum Vizepräsidenten der A. I. T. ernannt wurde. Von 1897 bis 1914 blieb die Zahl der der A. I. T. angehörenden Clubs die gleiche, jedoch wurden die Beziehungen untereinander enger geknüpft. Die Katastrophe von 1914 machte allem ein Ende. Kaum war der Krieg zu Ende, so wurden die Beziehungen 3. Mai 1919 wurde die A. I. T. gegründet, mit nur acht nationalen Vereinigungen. 1924 an der Sitzung von Mailand, an der Herr Duchaine zum Generalsekretär ernannt worden ist (welchen Posten er noch heute innehat), war die Zahl der zugehörenden Clubs auf zehn angewachsen, worunter Deutschland und Oesterreich, dazu fünf angeschlossene Mitglieder, welche, ohne die Pflichten und Aufgaben der Akttvmitglieder zu übernehmen, die A. I. T. moralisch und finanziell unterstützen. Am Ende des Jahres 1924 zählte man elf Mitglieder. Seit 1925 aber konnten neun neue Mitglieder aufgenommen werden. Im Jahre 1926 sind es schon 31, 1927 (an der Versammlung von Genf) 33, im folgenden Jahre 47 und heute zählt die A.I.T. 54 Mitglieder aus 34 verschiedenen Ländern. Der Völkerbund hat die A.I.T. wie den A.I.A.C. R. anerkannt und das Patronat übernommen. Der Generalsekretär widmet Herrn Mavazza, dem frühern Präsidenten des T. C. S. und Geschäftsführer der L.I.A.T., einige warm empfundene Gedenkworte. Darauf geht er über zur Geschichte der A. I. T. im Jahre 1928. Die sieben neu aufgenommenen Mitglieder sind: Die Montreal Motoriste League (Canada); der T. C. von Equator; die Union Cycliste et Motocycliste von Lettland; der T. C. von Rumänien; der T. C. von Finnland; die Irak Automobile Association; der Motor T. C. von Prag. Zum erstenmal nahmen zwei Vertreter von Sudamerika an der Sitzung der A.I.T. teil: der T.C. von Argentinien und der T.C. von Equator. Die Tätigkeit der südamerikanischen Touring-Clubs ist eine intensive. In Asien bilden sich, ausser der Vereinigung in Irak, in Indien und Japan neue Gruppen. In Europa gehören nur Bulgarien, Estland und Albanien der A. I.T. nicht an. In Spanien wird sich nach dem Bericht vor» Herrn Duchaine in kurzer Zeit ein nationaler Touring-Club konstituieren. Der T. C. von Rumänien ist der A. I. T. angeschlossen, hat aber noch nicht das Recht, Triptyks auszustellen. In Polen und den baltischen Staaten ist die Gründung von Touring-Clubs noch ungewiss. In der Tschechoslowakei entstand ein Konflikt zwischen der Liga Touristu Csl., welcher die Regierung das Recht, Triptyks auszustellen, bestritt, und dem Motor-Touring-Club, welcher unter dem Einfluss des A.C. steht. Heute ist der Konflikt beigelegt und die Delegierten beider Vereinigungen sitzen freundschaftlich in der A. I. T. zusammen. Ungarn hat die Kinderkrankheiten überwunden dank der Unterstützung der andern Touring-Clubs. Auch sind die Hindernisse, welche sich der Gründung eines jugoslawischen Touring-Clubs entgegenstellten, gefallen. Der Berichterstatter weist darauf hin, das» die strittigen Punkte, welche die Automobil- Clubs und die Touring-Clubs trennten, endlich beigelegt werden konnten. Ueberall, wo ein T. C. existiert, kann er mit andern Clubs seine Triptyks austauschen. Wo kein T. C. existiert, gibt der A.-C. des betreffenden Landes die Dokumente an den T.C. Das Abkommen verhindert in keinem Lande, dass sich neue nationale Touring-Clubs bilden können. — Der Bericht schliesst mit einem Ueberblick auf die verschiedenen Probleme, welche der Völkerbund auf dem Gebiete der Verkehrsregelung an die Hand genommen hat. Er befasst sich mit der Ausstellung von Triptyks, der Unterdrückung der Verkehrstaxen, der Strassensignalgebung etc. Alle diese Probleme wurden mit den Sekretariaten der A. I. A. C. R. und der A. I. T. besprochen. Die A. I. T. beabsichtigt, mit der Hotellerie Abkommen zu treffen für bestimmte Ermässigungen. Sie will den Auskunftsdienst ausbauen und verschiedene Projekte für Propaganda etc. figurieren auf der Tagesordnung der diesjährigen Sitzung. Der Bericht schliesst mit ehrenden Dankesworten an den Kassier Dubois, an die Mitglieder des Ausschusses und insbesondere an Stenson Cook, Generalsekretär der mächtigen englischen Vereinigung. Gunstige Finanzlage. Die Rechnung für das Jahr 1928 schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von 123,000 Franken ab. Dieser günstige Rechnungsabschluss erlaubt, grössere Aufgaben ins Auge zu fassen. Das Budget für 1930 wird einstimmig genehmigt. Die Generalversammlung 1930 wird in Stambul (Türkei) stattfinden. SPORTLICHES St. Moritzer Automobliwoche. Das Pressekomitee für die vom 19.—25. August dauernde erste schweizerische Automobilwoche wurde; wie folgt bestellt: Herr Dr. Domenig, Präsident; Herr Dr. Locher, Pressechef, St Moritz; Herr Dr. Bierbaum, «Neue Zürcher Zeil tung»; Herr Dr. Schmidlin, Sekretär der Sektion Zürich des A. C. S.; Herr F. A.Vitali, «Automobil-Revue». Rekorde des Eigental-Rennens. In der Re- des Eigental-Rennens wurde als 1 wieder angeknüpft und amsultat-Liste beste Zeit der 3000-5000-ccm-Expertenklasse diejenige von Th. Willy-Luzern auf Ford mit 7'42,4" angegeben. In der in der gleichen Nummer erscheinenden Rekordliste figuriert aber für die gleiche Klasse immer noch die letztjährige Zeit von Schlotterbeck auf Stutz mit T 44,8". Natürlich ist jetzt Willy auf Ford der Rekordhalter. Unsere Leser werden dies selbst berichtigt haben.

N°52 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE Der Gabentisch des Gumigels 1929 Die Preise des Gurnigelrennens sind im Schaufenster der Bijouterie Geht. Pochon A.-G. an der Marktgasse in Bern ausgestellt Die prächtigen Siegertrophäen finden beim Publikum lebhaftes Interesse. Ein Huldreich Heusser-Denkmal. Am letzten Sonntag wurde an der Strecke des Bukkower-Dreieckrennens Huldreich Heusser und seinem Beifahrer Otto Feldmann ein schlichter Gedenkstein enthüllt, den die Stadt Buckow und der A.D.A.C. den beiden verunglückten schweizerischen Rennfahrern gesetzt haben. Zur Einweihung trafen aus allen Landesteilen Kränze von Rennkameradön Heussers ein. Also ehrt das Ausland den gefallenen Kämpen, dem die schweizerischen Sportkreise ein treues Andenken bewahren. Nächsten Sonntag das Marchairuz-Rennen. Das Marchairuz-Rennen, das zweite für die schweizerische Meisterschaft gültige Rennen dieses Monats, wird nächsten Sonntag, organisiert von den Sektionen Genf und Waadt des A. C. S., mit folgendem Programm ausgefahren: . Programm : Samstag, 15. Juni, 14 Uhr: Sitzung der Organisatoren in Rolle; 15 Uhr 30 bis 18 Uhr: Wagenabnahme in Gimel; 19 Uhr: Diner. Sonntag, 16. Juni, 10 Uhr: Beginn des Rennens; 12 Uhr 30: Abbruch des Rennens. Picknick und Preisverteilung am Marchairaz. Das Nennungsergebnis des Rennens darf als glänzend bezeichnet werden. 25 Fahrer haben sich eingeschrieben, worunter Namen von Klang. Wie das Kriens-Eigental-Rennen wird auch das Marchairuz eine internationale Beteiligung aufweisen. Die Nennungen: Strittinatjter Esoher , Bugatti Bugatti Petley • ' Lagonda Favre Alfa-Romeo Scheiblen Fiat Galley Ceirano Dr. Farner > Itala Dr. Avondet Bugatti Oesterreicnei D.K.W. Stuber Bugatti Koechlin Panhard Sabatini Itala Duval Giger Chrysler Martini Hirt Abbas Mathis Chrysler Probst Mathis « Pinard » Lancia Dr. Guillermin Peugeot Ernens ,. Renault Chanson Alfa-Romeo Sehr wahrscheinlich starten werden: Nyffeler (Amilcar), Georg (Rally), Steinbuck (Fischer 1912), Lohner (Bugatti), Giger (Martini), Rampinelli (Amilcar) und eventuell auch Rosenstera auf Mercedes. Die Preise. Für den reich dotierten Gabentisch hat die * Automobil-Revue > eine Coupe im Werte von 120 Fr. gestiftet. : Vor dem Rheineck—Walzenhausen- Rennen. Am Sonntag, den 23. Juni, also schon in acht Tagen, bringt die Sektion St. Gallen- Appeinzeli des A. C. S. auf der Bergstrecke Rheineck-Walzemhausen-Lacheri * ihr traditionelles Rennen- zum Austrag, das dieses Jahr als nationale Veranstaltung gilt und für dl© schweizerische Meisterschaft anerkannt ist. .. . , ., Dem Organisationskomitee gehören, folgende Herren an: .Veranstaltungsleiter: Herr, T. Walser. Präsident der Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S. Stellvertreter: Herr E. Bucher, Sekretär der Sektion St, Gallen-Appenzell. ßportkommission: Herren B. Becker, A. .Boppart, •E, Grossenbacher, J. Hitz, Ö. Mayer, F. Bodiner und E. Bücher. Delegierte der nationalen Sportkommission: Herren B. Pierrehumbert und R. Geisshüsler. Abnahmekommission: Herren Heinrich Matyer, B. Becker und A. Boppart. Starter: Herren H. Mayer und Oberstlt. Hitz. Ghronometreur: Herren E. G. Brieeer, offizieller Chronometreur des A. G. S. und A. Boppart. Park in Rheineck: Herr A. Boppart. Strassensperre: Von Rheineck bLs Walzenhausen, Herr E. Grossenbacher; von Walzenhausen bis ' , Ziel, Herr F. Bodmer. Gabenkomitee: Herren A, * Boppart, E^ Grossenbacher und J. Hitz, Preisgericht: Die Delegierten der nationalen Sportkonimission, Herren B. Pierrehumbdrt und R. Geisshüsler; die Delegierten der veranstaltenden Sektion, Herren B. Becker, H. Mayer und A. Boppart; die anwesenden Präsidenten anderer Sektionen ; der offizielle Chronometreur. Sanität: Herren Dr. Gräflin, Walzenhausen und Dr. Oesch, Wolfhalden. Presse: Herr Erwin Bucher. Offizieller Mechaniker und Benzinstation: Paul Müller, Rheineck. Die Strecke besitzt eine Länge von 6,5 km und nimmt mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,7 Prozent (Maximalsteigung 11 Prozent) die westliche Rampe des Rheintales zwischen Rheineck und Lachen. Die Höhendifferenz Croqms der fünf verschiedenen Tagesetappen. beträgt 433 Meter. Der Start befindet sich beim «Hecht» in Rheineck, das Ziel amDorfeimgang von Lachen. Die Rennstrecke berührt den romantisch im Grünen gebetteten bekannten Kurort Walzenhausen. Das Programm für den Renntaig ist in dem soeben erschienenen Reglement enthalten und lautet wie folgt: Programm: Freiiag den 21. Juni 1929. 5— 8 Uhr: Training auf der Bergstrecke. 18—21 Uhr: Training auf der Bergstrecke. Samstag den 22. Juni 1929. 5— 8 Uhr: Training nur ab Haslerrani (appenzellische Grenze). 15|—18 Uhr: Abnahme der Fahrzeuge bei der Die Alpenfahrt 1929 Der klassische Firestone Supreme-Balloon ist für den anspruchsvollen Fahrer gebaut worden. Er ist der ideale Reifen für die ununterbrochene Benützung auf langen Reisen. Alle Vorzüge, die ihn zum sparsamsten und leistungsfähigsten Reifen aller Zeiten stempeln, sind in ihm vereinigt: Kräftiger Unterbau, starke Lauffläche, grösste Elastizität, unerreichte Gleitschutzwirkung. Lassen Sie sich dieses Meisterwerk Fireston'scher Reifenbautechnik zeigen. Waage in Rheineck. Nachher Parkierung der Fahrzeuge in der Garage der Besitzung Freibach, zwischen Rheineck und Thal. Sonntag den 23. Juni 1929. 8.30 Uhr: Besammlung sämtlicher Konkurren-i ten auf dem Parkplatz zur Empfangnähme der W*sen und Erteilung der, letzten Instruktionen. Nachher Abfahrt in geschlossener Kolonne in Reihenfolge der Startnummern nach Rheäneck. 10 Uhr: Beginn der Bergprnifungsfahrt int Motorräder, veranstaltet vom Motorclub St. Gallen (geschlossenes Rennen). 10.30 Uhr: Beginn der Bergprüfungsfahrt füc Automobile. Die Bergstrecke ist ab 9 Uhr für sämtlichen Verkehr vollständig gesperrt. 13.30 Uhr: Bwikett in der cRheinburs» mit anschliessender Preisverteilung. Der Beginn der Bergprüfungsfahrt wird dnr