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E_1929_Zeitung_Nr.069

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1929 - 69 Baden-Powell die erste Abteilung. Als Erster entwickelte er bewusst den Charakter im iungen Menschen. Das ist das wunderbare der Pfadfinderbe- •wegung und das Geheimnis ihres ühantastischen Erfolges. Ueber zwei Millionen stecken heute in den Pfadfinderhosen, fünf Millionen sind in diesen 20 Jahren itaes Bestehens von der Bewegung erfaest gewesen. Das Ziel des Pfadfindertums ist die Erziehung zum selbständigen Menschen auf Grund der iGleichachtung aller Nationen. Religionen und Rassen. Das Schweizerlager hatte seine besonderen Feierlichkeiten. Fern der Heimat feierten unsere Pfadfinder ihren 1. August als mächtige Kundgebung am die Heimat. Der schweizerische Konsul besuchte das Lager und auch der englische Thronfolger. Das Wetter war bis heute der Zeltestadt nicht gewogen. Hartnäckig rauschte der enelische Regen, aber die Begeisterung, die sprichwörtliche gute Pfadfinderlaune, hat er nicht zu dämpfen vermocht. Leer starren die Anschlagekästen der Abteilungen und warten auf die grosae Rückkehr. Sie wird xeich an unauslöschlichen Erinnerungen sein. Vit. Einfluss des Strassenlärms auf das Wachstum Die Bostoner Colgate-Universität hat Versuche angestellt, um zu ergründen, inwiefern der moderne Strassenlärm auf das Wachstum und die Leistungsfähigkeit von Tieren und Menschen einwirkt. Sie benützte zu den Experimenten zuerst Ratten, von denen eine Anzahl ihr Leben in ländlicher Stille fristen durften, während die andern dem Grossstadtlärm ausgesetzt wurden. Es zeigte sich, dass offenbar auch. Ratten die Stille zu schätzen wissen. Die «Landratten» frassen nämlich durchschnittlich 2—3 % mehr Futter als die «Stadtratten» und wuchsen dabei sogar 10 % rascher als jene. Die gleichen Feststellungen wurden nachher durch Messungen an Stadt- und Landkindern gemacht. Brachte man Stadtkinder aufs Land, so nahm ihr Wachstum sofort entsprechend dem der Landkinder zu. Selbstverständlich traf man dabei alle nötigen Vorkehrungen, dass ausser dem Lärm nicht auch noch andere Einflüsse das Resultat fälschen konnten. Zur Messung des Lärms schuf der Versuchsleiter einen Apparat, der die Lärmstärke direkt in Einheiten abzulesen gestattet. Beim Vorbeifahren eines Tramwagens registriert dieser Apparat beispielsweise 65 Lärmeinheiten. Man konnte nun konstatieren, dass jeder Lärm, der an Stärke 45 Einheiten übersteigt, den Körper zu einem Mehraufwand an Energie veranlasst, weil er eine Angstreäktion auslöst. Bei geistigen Arbeitern verursacht diese instinktive, dem Betreffenden meist noch ganz unbewusste Reaktion zugleich noch eine mehr oder weniger grosse Ablenkung. Experimentell konnte erwiesen werden, dass z. B. der körperliche Aufwand eines Maschinenschreibers schon steigt, sobald die Lärmstärke mehr als 40 Einheiten beträgt. Und in der Praxis ist die Lärmstärke in kaum einem Betrieb geringer als 40 Lärmeinheiten. Im vorliegenden Bericht wird auch dargelegt, dass — wer hätte das gedacht — auch die kürzer gewordenen Röcke der weiblichen Angestellten als teilweise Ursache für den grösseren Betriebslärm in Betracht kommen. Sie bieten kleinere dämpfende Flächen als die früheren langen Röcke und lassen zudem die Tretgeräusche beim Gehen wesentlich besser hörbar werden at. Die Moderne . . . Kreuz wort und kein Ende. Ein Mr. Thomas in London hat einen Wettbewerb erlassen für die sechs besten Ideen für eine «Beschäftigung für beschäftigungslose Leute». Obgleich sich der Wettbewerb dadurch ausgezeichnet, dass keinerlei Preise ausgesetzt sind, erhält Mr. Thomas Tag für Tag säckenweise Briefe mit Vorschlägen. Unter allen Ideen führt mit riesigem Abstand das liebe alte Kreuzworträtsel. ... Was unsere Erfahrungen mit dem Autler Feierabend bestätigen. Eine Garage mit Bett genügt. In Amerika wollte küirzldi ein Ltegenschaftsagent einer Dame ein Haus «anhängen». «Sie werden doch zugeben, dass Sie früher oder später ein eigenes Heim haben wollen!», meinte er. Die Dame: «Nichts gebe ich zu. Was soll ich mit einem eigenen Heim anfangen? Wofür brauche ich es? Ich bin in einem Spital zur Welt gekommen, in Instituten und Schulen aufgewachsen, habe meinen Mann im Auto kennengelernt und die meiste Zeit vor unserer Heirat in Confiserien, Restaurants, Dancings oder im Freien zugebracht. Dann wurden wir in einer Kirche getraut und jetzt wohnen und essen wir im Hotel, verbringen den Morgen auf den Golf links, den Nachmittag im Bureau oder bei Bekannten und den Abend im Dancing oder Kino. Wenn eines von uns stirbt, wird ein Bestattungsinstitut weiter zum Rechten sehen. Alles, was wir brauchen, ist ein Garage mit eventuell einem Bette darin.» at. Eine sehr kühne Dame. Ein selbst für amerikanische Verhältnisse verwegener Raubüberfall wird aus Topeka (Kansas) gemeldet. In Kansas City überfiel ein junges Mädchen einen Automobilbesitzer auf offener Strasse und zwang ihn mit vorgehaltenem Revolver nach der 75 Meilen entfernten Stadt Topeka zu fahren. Dort Hess sie den Wagen vor dem Kassenraum einer Versicherungsgesellschaft halten, drang in den Raum ein und raubte, indem sie den Kassier mit .dem Revolver bedrohte, für 14,000 Dollar Lohngelder. Als sie das Gebäude verliess, hatte der Automobilbesitzer selbstverständlich das Weite gesucht. Das Mädchen flüchtete in ein in der Näh© gelegenes Haus und entkam. Die Polizei fand in dem Haus lediglich eine Maske, einen Hut und den Revolver. [EAiiflerAMSflugsziele aus derMMschweiz, Der Pyjama-Prophet In Elisabeth-City. Der Herausgeber der Zeitung «Independent» zu Elisabeth City in North Carolina ist in seinem Eifer für die Reform der Herrenkleidung so weit gegangen, dass er dieser Tage einen Umzug von Gesinnungsgenossen veranstaltete, die nur mit Schlafanzügen und Sandalen bekleidet waren. Der Polizeichef des Ortes billigte dieses Eintreten für eine bequemere Männertracht nicht und verhaftete den Führer, der vor den Richter geschleppt wurde. Doch dieser erklärte, dass es jedem Bürger der Vereinigten Staaten gestattet sei, sich so zu kleiden, wie es ihm gefiele, vorausgesetzt, dass er kein öffentliches Aergernis gäbe. Mit einem Seufzer fügte er hinzu, er hege nur den Wunsch, ebenso bequem angezogen zu sein wie der Angeklagte in seinem Schlafrock. ...und in New York. Derselbe Zeitungsherausgeber, ein gewisser W. O. Sounders, schlenderte kurz darauf durch die fashionable Neuyorker Fith Avenue, mit nichts anderem als grellgemusterten Pyjamas bekleidet. Er gab an, diese Art Kleidung als die einzig richtige für den Sommer zu betrachten. Uebrigens heisse er W. O. Sounders und sei Redaktor in Elizabeth City. Und man habe ihn dort schon mehrmals abgefangen und in Arrest gesteckt. Die Neuyorker Polizei Hess den seltsamen Propheten trotz des Aufsehens der Bevölkerung unbehelligt seines Weges ziehen. Nur dem Gefecht mit den Reportagephotographen entrann er nicht. Und hinsichtlich der propagandistischen und anregenden Wirkung kam der Mann wohl auch nicht ganz auf seine Rechnung, denn er machte bei dem starken Wind eine leidlich miese Figur. «Das ist nur ein Anfang,» so meinte W. O. Sounders unverdrossen. «Natürlich schwatzen jetzt die Neuyorker, diese konventionellsten Leute der Welt, einen Haufen dummes Zeug zusammen. Wenn sich aber einmal eine Gruppe zusammentäte und vernünftige Kleider trüge, wäre die Reform über Nacht da.» am IRHEINFELDEN Wunderbar im Aroma. Belebend u. erfrischend. Gesundheitl. wertvoll. Fabrikanten : W. D. G. Weisflog & Co., Altstetten-Zch. Zürich Tabarin - Bar Concert Besuchen Siedasreizende,idyllisch gelegene Huotathal Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O.R.Wagners Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. 1 Kurhaus To Der ideale Ort für Buhe- und Erholungskuren. Automobil« Ausflugspunkt. Garage. Tee- und Abendkonzerte. Elegantes Strandbad. Tennis. Ruder- und Angelsport. Bitte Prospekt verlangen, lephon Nr. 31 Bes. i R. Häuser mann bei der Eheinbrüeke, Alte Weinstube, gemütl. Autenthalt. Feine franz. Küche. Selbstgekelterte Weine. Rheinsalm u. Bachforellen. Mass. Preise. Tel 18. H. Prolist. Brestenberg am Hallwilersee LaDienliurgSä Laufenburg Bestbekannter Kurunu Ausflugsort Prospekt« durch d. Verkehrsverein. A. C S.-Station-T. C.S. langenbruck US, Hotel Ochsen I.e.8. Bekannter Gasthof. Prima Küche und Keller. — Den Automobilisten bestens emplohlen. Telephon Nr.l. J. Stulier-IIannl, Bes. Mein in Gläschen oder gespritzt mit Siphon» MUOTATHAL GASTHAUS z. 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N ü 09 — Mädchen von heute . . . Um jung zu bleiben, muss man sich bekanntlich möglichst viel mit jungen. Menschen beschäftigen. Das tue ich auch rechtschaffen, und es wird mir •ran so leichter, als mich diese jungen Menschen von heute "wirklich «ehr interessieren. Zwei voa ihnen, die reizende siebzehnjährige Babette und der neunzehnjährige Louis Robert, sind mir besonders ans Herz gewachsen. Ich möchte nun erzählen, plaudert Schriftsteller Andre Flisseau im «N. W. Journal», was in den letzten Tagen mit diesen beiden passierte. Aus ihren und seinen Andeutungen konnte ich mit ein bisschen Phantasie die Geschichte ganz gut zusammenstellen: Louis Robert ist braungebrannt vom Rudern auf der Seine, mit glattanliegenden, glänzenden, schwarzen Haaren. Babette zierlich und blond, mit einem «hergerichteten» Gesicht, trotz ihrer Jugend, und Tasiertem Nacken, «modern» durch und durch, wie sie selber sagt. Vor ein paar Tagen befanden sich die beiden bei Freunden zu einer kleinen Tanzerei. Sie sassen im Halbschatten, der ein grosser Kuppler ist, ein wenig müde, ein wenig sehnsuchtsvoll durch die vielen Tangos. Plötzlich umfasst Louis Robert ihre nackten Schultern, zieht sie an sich. Babette wehrt sich, sehr erschrocken. Sie wirft den Kopf nach links und nach rechts, hält mit den Händen seinen Smoking von sich ab, kurz, sie tut alles, um seinen suchenden Lippen auszuweichen, denen sie schliesslich doch nicht entgeht. Dann gelingt es ihr aber, sich loszureissen und zwischen den Tanzenden zu verschwinden. Babettes Vater ist ein Geschäftsmann, dem es ganz gut geht, nur herrscht im Hause eine Art von Zugluft, so dass das Geld, das er verdient, im Nu durch alle Fenster hinausgeflogen ist, was Babettes Mitgift begreiflicherweise nicht sehr anwachsen lassen wird. Ihre Mama ist eine entfesselte junge Dame, die alles mitmacht und die Tage so «spritzt» wie ein Expresszug die kleinen Stationen. Jeder im Hause lebt sein Leben, ohne sich mit dem der anderen zu befassen. So hat auch Babette ihre «eigenen Bekanntschaften, ihre Flirts», die ihre Mutter nicht kennt, es sei denn, sie kommen sich hie und da einmal in die Quere. Babette hat ihr «Junggesellenzimmer» im Parterre des Hauses, mit einem eigenen Ausgang in eine kleine Gasse, die fast ihre Gasse ist. Ihr Zimmer ist selbstverständlich letzte Mode: schwarz, weiss, gold, alles ihr eigener, ein •wenig heftiger Geschmack. Manchmal wird dieses Zimmer zu einer Bar, in der Cocktails gemixt werden. Das Bett ist tagsüber ein grosser, quadratischer Diwan, auf dem alle Gäste, Jungen und Mädels, sich in Haufen wälzen und betäubende Opiumzigaretten als «letzten Schick» rauchen. Unkende AUl Gemüter prophezeien also Babette ein' schlechtes Ende und behaupten sogar, es habe schon schlecht angefangen. Und trotzdem hat Babette, deren Flirts unzählbar sind, noch nie geküsst. Trotz des niederen Diwans, trotz des verlockenden Beispiels um sie herum. Aus einem dunklen Instinkt der Selbstverteidigung, dank irgendeiner entfernten, aber gesunden Erbschaft im Blute hat sie es im Verein mit einer bewundernswerten Geschicklichkeit verstanden, auszukneifen, wenn's gefährlich wird, das zu vermeiden, was sie bei den anderen merkwürdigerweise nicht im geringsten störte. Da ist also ihr Freund Louis Robert, ein Iugend- •gespiele, mit dem sie sich schon seit undenklichen Zeiten duzte und der sie nun geküsst hat... Babette lief in die Halle, als ob sie verfolgt würde, nahm ihre Garderobe und stürzte auf die Strasse. Zu Hause schläft sie ein, ihr Schlaf wird aber von unruhigen Träumen gequält. Wie sie erwacht, ist es heller Tag. Ihre Augen fallen auf ein Bild Louis Roberts, das auf ihrem kleinen Tischchen neben dem Bett steht. Was für ein nettes Lächeln hat dieser Junge doch! Es scheint ihr, als sähe sie dies zum erstenmal. Plötzlich kommt ihr die Erinnerung an den Kuss von gestern abend wieder. Sonderbar, jetzt empfindet sie gar keine Empörung mehr! Im Gegenteil, ein bisher unbekanntes Gefühl beginnt in ihr die Augen aufzuschlagen, etwas von Vertrauen und Zukunftshoffen erfüllt sie. Da kommt das Stubenmädchen und meldet Louis Robert. Babette ist erstaunt. So früh? Aber ihr Herz jauchzt vor Freude dabei. Wenn Louis Robert so bald kommt, so ist das doch sicher, weil ihn dieselben Gefühle beseelen wie sie heute am Morgen ... Während sie also in grosser Eile ihre Toilette beendet, macht ihre Phantasie die abenteuerlichsten Sprünge: Babette ist auf einmal ganz das junge Mädchen der «alten Schule» geworden, das von süssen Zärtlichkeiten und einem jungfräulichen Brautkleid träumt und wie sie zitternd «Herein!» sagt, ist es, als ob sie die Liebs selbst erwarte... Louis Robert tritt ein. Er setzt sich und sie bemerkt ein Lächeln in seinem Gesicht, wie immer, wenn er irgendeine frivole Geschichte zu erzählen beginnen will. Und wirklich fängt er an: «Was sagst du zu Jean, dem armen Kerl, Babette? Er heiratet Germaine ...!» Ganz schüchtern hält sie ihm entgegen, dass das doch nichts Ueberraschendes sei. Worauf er meint: «Lieber Gott, wenn man alle netten kleinen Mädchen heiraten müsste, mit denen man in dunklen Ecken zärtlich getan hat ..!» Und ganz ohne Uebergang setzt er fort: «Was hast du denn gestern abend noch gemacht?» — «Ich bin nach Hause gegangen, mir war nicht recht wohl...» stottert sie. Er steht auf, stellt sich neben sie und will sie um die Mitte nehmen. Aber sie entschlüpft ihm -wie eine glatte Schlanga -«Geh!» ruft sie mit erstickter Stimme. Babette ist nun allein. Sie weint •... Nicht Louis Roberts wegen, das weiss sie recht wohl. Sie weint, weil es ihr plötzlich klar geworden ist, dass die Liebe nie in dieses Haus kommen wird. Die Liebe kommt nicht in Junggesellinnenzimmer, die schwarzgolden tapeziert sind und Sofas haben, auf denen zehn Paare sich tummelten. Nie hat sie sich mit der Liebe beschäftigt — jetzt glaubt sie plötzlich an ihre Existenz. Und sie empfindet es als einen tiefen Schmerz, dass sie nicht für Geschöpfe ihrer Art da ist. Denn zu jenen Menschenlarven, die sie kennt, kommt die Liebe nie. Und die anderen, zu denen sie kommt, die kennt Babette wiederum nicht, mit solchen Männern hat sie sich ja nie beschäftigt, weil sie ja «langweilig» waren, wie die anderen sagten. Mit einem Schlag ist ihr die Leere ihres Lebens klar geworden. Und so kam Babette zu mir, um mich um Rat zu fragen. Ich glaube, da ist ein kleines, liebes Seelchen zu retten. Ich werde mir jedenfalls Mühe geb Wie die Vorzugsstellung der Amerikanerin entstand. Die Amerikaner sind ein Pioniervolk Beherzte Männer sind ohne Frauen über die See gefahren und halben dort einen neuen Kontinent gerodet. Als dann die ersten Frauen kamen, wurde ihr Mut, sich dem Leben in einem rauhen Lande anzuvertrauen, hochgepriesen, und die ererbte europäische Ritterlichkeit machte es jedem Mann zur Pflicht, so einer tapferen JFrau dadurch zu danken, dass er ihr das Leben tunlichst erleichterte. Trotzdem haben diese ersten Frauen noch ein rauhes Leben teilen müssen und sich dabei vortrefflich bewährt. Mit dem wachsenden Wohlstand aber stieg der «Komfort». Das Leben der Frau wurde immer müheloser. So ist allmählich der Mahn zur Dollarmaschine geworden und hat Gott täglich zu danken, dass ein höheres, das ist weibliches Wesen gewillt ist, sein Leben zu teilen. Dieses höhere Wesen beansprucht ein Piedestal, tunlichst aus Edelmetall. Da das Leben selbst der Frau immer weniger Pflichten aufdrängte, der Mann aber nicht wagte, einer Göttin von Pflichten zu sprechen, konnte sich jene typisch amerikanische Weiblichkeit entwickeln, die nur Rechte kennt. Selbst wenn sie gemordet hat, wird an ihr, weil sie eine Frau ist, die Todesstrafe nicht vollstreckt, obwohl eine Mörderin doch noch etwas Ungeheuerlicheres ist als' ein Mörder. Kurzum, der amerikanische Frauenkult be- Apartes Sportdress in rot und weiss mit origineller Zeichnung. zieht sich nicht auf die Frau, insofern sie ein höheres Ideal erfüllt, sondern auf die Frau schlechthin. Fern davon, besondere Pflichten zu haben, braucht sie nicht einmal die natürlichen Eigenschaften der Frau zu besitzen, deren Vorhandensein noch gar kein Ideal vorstellt. Immer mehr wächst die Zahl der Amerikanerinnen, die zwar nicht auf die Vorteile der Ehe verzichten wollen, aber die Mutterschaft, ja das eheliche Verhalten verweigern. Muss sie ein Kind gebären, so wird das häufig — zahllose amerikanische Romane berichten davon ganz naiv — als ein ungeheures Opfer der Frau gepriesen, und der Mann steht als Sünder daneben, der durch seine rohe Tiernatur der Frau so viel Leiden aufgebürdet hat. Dafür hat er dann bei der Erziehung wenig oder nichts mitzureden, Das Beste für Picknicks Einerlei / gegen Überarbeitung yictoria-Apotheke Ä£Ä Zürich mM Auto oder Bahn aber wenn Sie nach Zürich kommen, dann speisen Sie in den heimeligen, neu renovierten Räumen des .unfthausesz.Saffran-Zürich 1 rf# %wei4ässigej' 9bslver$and, Küche und Keller züglich bekannt. sind als vor- KARL SEILER, TRAITEUR Tel. Hott. 42.96 Q/oschärä kostenlos FILMS jur