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E_1929_Zeitung_Nr.098

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12 AUTOMORn-RPVTTP 192!)

12 AUTOMORn-RPVTTP 192!) - Unsere Unterhaltungsecke. November - Nebel - Nacht Von Ilse Lundberg. heuren Anhängern. Wir trafen in dieser Nacht Wir sitzen im warmen, behaglichen Zimmer und essen das Abendbrot. Man hört den Was ist es? Die Augen schmerzen vom in-jeder Nachtfahrt. Tag. Da ! Dicht vor uns bewegt sich etwas. noch viele Transportzüge; sie gehören zu Wind an den Fensterrahmen rütteln, ungemütlich ist's draussen. Die Menschen eilen Scheibenwischer. Ich lege mit dem .Hand- Eine Winternacht auf der Landstrasse ist tensiven Sehen. Unermüdlich arbeitet der Ein Kilometer reiht sich an den andern. mit hastigen Schritten ihren Wohnungen zu. schuh den übrigen Teil der Windschutzscheibe frei. Jetzt hört man auch Stimmen. die Zeit schneller vergeht. Wir ziehen die lang. Wir erzählen, singen und pfeifen, damit Im Rundfunk spielt eine Orgel. Mein Partner sieht auf die Uhr. «Es ist so weit,* sagt er, Ganz nahe vor unseren Lampen bewegt sich Decken höher und knöpfen die Handschuhe «ich werde den Wagen holen!» Er geht. etwas: Ein Fuhrwerk, dessen spärliche zu. Kalt ists Eine Stadt taucht auf. Einige Meine Gedanken eilen: Was treibt uns hinaus aus der wohlig-warmen Stube, hinein in gerecht abgedeckt hat. •• aus, dem Wirtshaus, einige haben bunte Pa- Oelfunzel der Kutscher nach hinten zu kunst- wenige Lichter — ein paar Gestalten frisch die nasskulte Nacht, in den. brauenden Nebel, «In welcher Höhe pflegt man Drahtseile pierhütchen auf. Eine Brücke. Schwarz und auf die dunkle, menschenleere - Landstrasse? anzubringen?» Unwillkürlich setze ich mein träge wälzt sich der Fluss heran — talwärts Ist es Sensationslust, die nie aufhörende, unersättliche Sucht des Motor-Menschen nach über diese nächtlichen Spukgedanken. Er Denken in eine Frage um. Mein Partner lacht treiben einige Eisschollen. Zwei Männer kommen vorbei. Erleben? Oder Zeitersparnis? 300 Kilometer pfeift einen Tango und verlangt nach Ende durch die Nacht? Man fährt am Tage schnel- des Liedes stürmisch die Kognakflasche. Sie Finstere, verschlossene Gestalten. Einer kreist; und nun denke auch ich nicht mehr schiebt ein Fahrrad. Woher kommen sie — ler! Was gibt es sonst für Motive? — Unten tutet der Wagen. Ich raffe die Decken zusammen, greife zur Kognakflasche und zu den Keksen. Los! Hinein in die Dunkelheit — bis zur Dämmerung, zum Morgen. Die Lichter der grossen Stadt verschwinden. Seltener werden Laternen. Schon hören die letzten Häuser und mit ihnen die wenigen erleuchteten Fenster auf. Und nun dehnt sich rabenschwarz der ernste, endlose Wald zu beiden Seiten der Chaussee. Unsere Scheinwerfer erleuchten die Fahrbahn. Hinter dem Rückfenster liegt es wie schwarzer Samt. Diese Dunkelheit muss man selbst sehen, selbst erleben, sonst kann man sich kein Bild davon machen. Einen Augenblick halten wir an, schalten die Lichter aus und gemessen sekundenlang die Sensation der dem Stadtmenschen unbekannten Finsternis. Endlos dehnt sich der Wald. Wir müssen langsam fahren, sehr langsam. Bleiern liegt der Nebel über der Landstrasse. mit Mühe sehen wir den Strassengraben rechts und links. Zwei Lichter nähern sich. Milchig, vom Nebel verschleiert, kriechen sie heran. Ein Auto ? Oder ein Motorrad mit Seitenwagen ? Nein, die beiden Lichter sind zu weit auseinander. Jetzt sind die leuchtenden Augen ganz nahe: zwei Radler, die hintereinander fahren. Es sind die letzten, die der nahen Stadt zustreben. Schwarz y. liegt die regenfeuchte Strasse vor uns. Wir besprechen den kommenden an Drahtseile. Wir durchfahren ein Dorf; sehen kann man es nicht, nur fühlen. Kopfsteinpflaster hat seine spezifischen Eigenarten. Und dort ist ein Fenster erleuchtet. Ein kleines, armseliges Fenster in einem ganzen Dorf. Sicher liegt dort ein Kranker. Sonst nichts, kein Mensch — kein Laut. Jetzt fangen ein paar Hofhunde an zu bellen. Da! Vor uns zwei grüne, irrisierende Lichter* auf dem Wege. Es glänzt wie im Märchen. Schubladen purzelt der Inhalt. Meter >ür Meter kämpfen wir uns vorwärts. Jetzt vne Kurve. Man ahnt sie nur — man sieht iie nicht; hier auf der Umleitung haben die Bäume keinen weissen Anstrich. Und letzt das erste Dorf. Natürlich, nirgends steht ein Name. Das hatten wir gar nicht anders erwartet. Mit der Wegebezeichnung wird es trübe, wenn man die Hauptstrassen verlässt. Der einzige Wegweiser ist derart verwittert, dass man nichts auf ihm lesen kann. Kein Mensch weit und breit — kein Licht Wir müssen weiter, auf gut Glück. Dann finden wir in dem nächsten kleinen Nest eine Wegegabelung. « Mitternacht am Scheidewege», sagt mein Partner mit Grabesstimme und ich bemerke darauf, dass es bereits zwei Uhr morgens ist. An dieser Wesegnbelung steht ein Wegweiser. Wir stoppen ab, greifen zur Taschenlampe und krabbeln aus den diversen Decken heraus. Er rückt dem Wegweise r tu Leibe und lässt auf dessen Höhen die Taschenlampe leuchten. Wir sind richtig. «Halt! Um Gottes Wil'en. halt» Ein Zug — ein ungesicherter Bahnübergang — siehst du die vielen Lichter?» Die Vierradbremse kreischt. Der Wagen schleudert ein wenig — letzt haben wir Schrittemvo. Was ist das? Der Zug kommt ja nicht näher? Sollte hier ein Bahnhof sein? Wir überanstrengen die Augen. Wir sehen deutlicher: ein langgestrecktes Bauernhaus mit vielen erleuchteten Fenstern zu ebener Erde. Jetzt hören wir auch wuchtige Musik. Taufe? Hochzeit? Das war unser «Zug». Die Vision der Novembernacht. Immer noch Finsternis. Stundenlang. Wir haben Durst auf eine Tasse starken Kaffee. Endlich löst sich aus dem Nebel die erste, fahle Dämmerung. Wir erkennen^ die wesen- Was ist das? Schon weg — vorbei — ausgelöscht. Es war eine Katze, deren Augen zu — schon hat ihn. die Dunkelheit ver- Mutes und lehnt dankend ab. Wir winken ihm im Schein unserer Lampen seltsam reflektierten. Und dann mitten auf stockdunkler Chausschlungen. Plötzlich wird es ganz hell vor uns. Tag-see ein rotes, trübes Licht. Wir halten im letzten Moment. Wir sagen nichts — wir sehen uns nur vielsagend an.: das ist dielosen Umrisse von Kirchtürmen. hell. Hinter uns kommt ein schwerer Wagen. Im fremden Scheine drehen wir ein wenig auf, damit wir die wenigen Sekunden geborgten Lichtes ausnutzen. Der Reisewagen ist herangekommen. Noch zwei Sekunden strahlende Helle — dann ein leichtes Zittern unseres Wagens vom Luftdruck des andern- — dann leuchtet ganz hinten in der Ferne' ein nach und nach verschwindendes, rotes 1 Schlusslicht. es „mit dem Abblenden nicht eilig zu haben. Wir geben ihm Blinkzeichen. Jetzt schaltet er aus — langsam kriechen wir und langsam kriecht der andere Wagen. Es dröhnt und poltert und bebt. Sekundenlanger Hexensabbat. Es war ein Ferntransport mit zwei unge- wohin mögen- sie 'gehen ? Schon sind sie verschwunden — ansichtbar in den Schatten der Nebelnacht. Der Wind rüttelt an unseren Scheiben. Wir haben den Wald verlassen und fahren nun über freies Feld. Es heult and pfeift. Dicht vor uns fällt von einem Chausseebaum ein dürrer, riesengrosser Ast herab. Wir iürchteten, davongepus'tet zu werden. Am Wege sitzt ein Motorradfahrer und flickt seinen Hinterreifen. Wir halten und bieten ihm unsere Hilfe an. Er ist frohen Umleitung! Wer weiss, durch welche Dörfer und durch welch hoffnungsloses Terrain wir nun geführt werden. Jetzt flammt die Innenlampe auf. Wir suchen den Atlas heraus und verfolgen an Hand der auf einer Tafel angegebenen Namen die Strecke. Es handelt sich «nur» um 25 Kilometer. Ich notiere gewis- Scheunen und Häusern. Arbeiter auf Fahrrädern tauchen auf. Fuhrwerke beleben hier und dort die Strasse. Die Pferde gehen im Dampf ihres eigenen Atems. In einzelnen Häusern wird schon Licht gemacht. Die Menschheit erwacht zum Leben. Der Scheibenwischer pendelt noch immer. Siegreich hat der Morgen die Nebelnacht verdrängt — wir aber senhaft die Ortsnamen. Wir überlegen, ob Langsam schleichen-wir einen Berg hinauf.* man nicht irgendwo an der Seite der Bau-fahrestelle vorbeikommen kann. Was sich zeigt, «Warum macht ihr solche nächtlichen weiter, unaufhaltsam. i Da plötzlich wird es auf der anderen Seite unterhalb der Höhe hell — ein Leuchten ist trostlos — es geht unmöglich. Also los: Fahrten?» fragte man uns zu. Hause. Wir liegt letzt über der eben noch rabenschwarzen Chaussee — das könnte ein Sonnenauf- halbgefrorenen Morast. Wir hängen bei je-uns klar Die Fahrt durch den Nebel war Es beginnt eine Berg- und Talfahrt über wussten keine rechte Antwort. Nur eines war gang sein! Es ist aber nur ein Auto, diesmal dem Höcker mit den Köpfen unter dem interessant — sie war ein Erlebnis, und Erlebnisse sind selten, sehr ein entgegenkommendes. Der Führer scheint Dach. Im Benzintank gluckst es; aus allen selten. STADTTHEATER: Samstag,. 16. November, abends 8 Uhr: Gastspiel Jan Kleoura: «Tosca», Oper von G. Puccini. Sonntag, 17 November, nachmittags 3 Uhr Zum letzten Male: « Sly », Oper von ' Wolf-Ferrari. Sonntaf,. 17 November, abends 8 Uhr Zum ersten Male: < Die Frau in Gold ». Operette v. Michael Krausz. Montag, 18.' November, abends 8 Uhr: Volksvorstellung: * Troyaner ». Dienstag, 19 November, abends 8 Uhr- Dramatischer' Verein: «De Herr Millionär», SCHAUSPIELHAUS: Samstag, 16. November, abends 8H Uhr: • Die heilige Flamme ». Sonntag, 17 November, nachmittags 8 Uhr: « Rivalen ». Sonntag, 17. November, abends 8 ühr: «... Vater sein dagegen sehr..,». Montag, 18. November, abends 8K Uhr: Tanzabend Mohr Macciachinl. Dienstag, 19 Novembpr " abpnds «K * 7 hr: «...Vater sein dagegen sehr...». CORSO: Bis auf weiteres jeden Abend um 8 Uhr. Sonntags auch 3 Uhr: « Der Vogelhändler », Operette von C. Zeller. CINEMA: Apollo: 16. bis 19. November ZÜRICH: «Atlantic». Der erste Ton- nnd Sprechfilm In deutscher Sprache ' 2. Woche prolongiert. Excellente et süperbe FMFS03 conduite inte'rieure. 2 places, strapontin. marche earantie. taxe et assuraace payees. ä enlever de «

N° 93 III. Blatt BERN, 15. November 1929 N° 95 III. Blatt BERN, 15. November 1Q29 „Drei Jahre Hafraba" Als am 6. November 1926 die Gründung des Vereins erfolgte, befand sich Deutschland im Zustande stärkster Gärung des Strassenbauproblems. Die Kurve der Vermehrung der Zahl der Kraftwagen verlief steil und steiler. Die aus dem Auslande bekanntwerdenden Ziffern des Kraftwagenbestandes beleuchteten grell die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung auch in unserer Heimat. Die Mängel des bestehenden Strassennetzes wurden immer stärker bemerkbar. Eine fieberhafte Tätigkeit herrschte bei allen Behörden, denen die Bau- und Unterhaltungspflicht oblag. Vereine und Verbände regten sich, um Material für eine systematische und weit vorausschauende Abhilfe zu sammeln und zur Verfügung zu stellen. Heute, nach dreijähriger Frist, ist die Situation erheblich durchsichtiger. Der Zustrom neuer Kraftwagen lässt sich aus der Statistik zuverlässiger für die Zukunft schätzen. Der Zustand des deutschen Strassennetzes ist, wenn auch nicht gleichmässig, so doch durchschnittlich im technischen Range ganz bedeutend gehoben. Erfahrung und wissenschaftliche Forschung haben bautechnisch und betriebswirtschaftlich die Wege bereitet, auf denen ein allmählicher Ausgleich Äwischen Anspruch und Leistung in absehbarer Zeit mit guter Zuversicht erhofft werden kann. Die hier angedeutete Entwicklung der Dinge bezieht sich auf die Anpassung des bestehenden Netzes an die Bedingungen der Aufnahme des Kraftwagenverkehrs. Die neuen Ergebnisse der von Herrn Ministerialrat Dr. Speck (Dresden) geleiteten Verkehrszählungen zeigen wiederum das Bild der Ballungen im Einflussbereiche grosser Städte. Eine Tatsache, die an sich kaum überraschen kann, sondern selbstverständlich ist. Im Rahmen des Gesamtnetzes ist aber trotzdem die Festlegung eines Fernstrassennetzes im Entstehen. Die Arbeit fusst auf der umfassenden Tätigkeit des Planungsausschusses der Studiengesellschaft für Automobiistrassenbau («Stufa») Berlin und wird vom Reichsver- Von Geh. Regierungsrat ProL Robert Otzen. kehrsministerium geleistet BACOLINE S. A. GENEVE 8, RUE DE LAUSANNE TEL.: MT-BLANC 66.43 SOCIETE INDEPENDANTE POUR L'IMPORTATION OIRECTE DES Durch Behandlung mit Klar-Glas BENZINES HUILES ET PETROLES Ventes en citernes, en füts et en bidons bleiben sämtliche Scheiben bei jeder Temperatur und Witterung hell und rein. AnJaufep und Gefrieren unmöglich. Preis per Tube Fr. 3.75 geg. Nachnahme. Klar-Glas-Vertrieb, Müllheira Das endgültige Ziel der hiermit verbundenen Verkehrspolitik des Reiches ist aber noch nicht klar umrissen. Die Lösung wird dereinst beeinflusst sein von der Entwicklung, die die Bestrer bungen der unitarisch eingestellten Kreise und Verbände nehmen werden. Parallel gerichtet, aber unabhängig, ent» stand und wuchs der Hafrabagedanke, der eine Folgeerscheinung der Puricellischen' Strassenbau plane und -bauausführungen in Italien ist. Wird der Kern dieses Problems von allem Beiwerk befreit, so ist sein Kennzeichen «privatwirtschaftliche Rentabilität»'. Das allgemeine Wegerecht hat nur als anregendes oder beispielhaftes Moment mit dem Projekt zu tun.Daraus ist die Folgerung zu ziehen, dass wir in Zukunft das Wort Autostrasse rücksichtslos ausmerzen müssen. Diese Bezeichnung ist zu völliger Unklarheit verurteilt und Quelle unzähliger Missverständnisse. Da eine « Strasse » als « öffentlicher Weg » jedem Benutzer offen steht, ist die «Hafrabastrasse» in ihrer Beschränkung auf die Nutzniessung durch motorisch betriebene Fahrzeuge anders zu kennzeichnen.. In der Wahl zwischen den Wortbildungen «Nur- Autostrasse» und «Autobahn» gebührt aber der letzteren der Vorzug. Mit dieser Wortwahl rühren wir aber an die empfindlichste Stelle des Projektes — seine Beziehung zur deutschen Reichsbahn. Die Entscheidung darüber, wie in Zukunft der Dualismus' des Intregalcharakters der schienengebundenen Verkehrsmittel und der Differentialeigenschaften der frei beweglichen Motorfahrzeuge zum wirtschaftlich günstigsten Gesamterfalge zu führen ist, wird nicht leicht zu treffen sein. Staatsmännisch weitschauende Voraussicht mus's aber den Entschluss hierzu fassen. Er ist erschwert durch die politische Form des Aufbaues unserer Reichsverwaltung, die den Ländern die Aufgabe des Strassenbaues zuweist, und er ist leider behindert durch eine unglückselige Occasion unique A vendre 1 limousine Renault. 4/5 pl.. 10 HP. mod 1928. tres peu roulö. (Hat de neuf Ev ichange contre une aulo, 2 pl. — Offres 8. chiff. 42617 ä la Revue Automobile. Berne. Zu verkaufen kleine 4-Plätzer- Limousine in prima Zustand. 1926, Vierradbremsen, Ballonpneus usw., zu günstigen Bedingungen. E. Bähler, Teuffenthal (Thun). 42655 Amerikanische Auto-Bestandteile Verquickung mit der Frage der Kraftfahrzeugsteuer. Letztere ist-eine lästige Folgeerscheinung der zeitlichen Finanznot. Sie hat mit dem Aufbau künftiger Verkehrslösungen im Grunde aber nichts zu tun. Daher ist logisch, zu folgern, dass der Bau von Autobahnen als Parallele und Ergänzung der Reichsbahn gedanklich ein- Reichsproblem darstellt. Es ist auch logisch, dass die Entwicklung der Autobahn nicht mit der Durchführung einer Nord-Süd-Linie halt machen kann, wenn sie sich als verkehrsfortschrittlich und notwendig erweist. An dieser Stelle möge gleich auf die neue Autobahn Köln—Bonn hingewiesen werden. Der Bau ist in Angriff genommen, trotzdem die restlose Sicherstellung der Finanzierung noch nicht gelungen sein soll. Dieses Strassenbauwerk fällt ganz aus dem Ideenkreis der propagierten Hafrabastrassen heraus. Der Umbau der bestehenden Strassenverbindung hat sich als teilweise technisch unmöglich — infolge der hohen Kosten von Umgehungsstrassen aber auch als unwirtschaftlich erwiesen. Bauherr ist die Provinz, die als bau- und unterhaltungspflichtig© Behörde keinen anderen Ausweg sieht, aus der Verkehrskalamität herauszukommen, als durch eine Herauslösung des Kraftwagens aus dem allgemeinen öffentlichen Verkehr. Hier handelt es sich um eine örtlich erzwungene Massnahme im Dienst des Rechtes der Allgemeinheit auf die Benutzung öffentlicher Wege. E. WEWERKA Dufourstr.3 ZÜRICH8 Tel.L.3837 Der Hafrabagedanke verfolgt im Gegensatz dazu den Grundsatz der Bewältigung kommender Verkehrsnotwendiigkeiten durch die volle Auswertung der Leistung des indi T viduell gesteuerten Kraftwagens. Denn diesem Verkehrsmittel der Zukunft soll ganz allgemein freie Bahn zur Entfaltung geschaffen werden. Die Ueberzeugung, dass der Vorteil dieser Lösung für den Kraftwagenbenutzer gross genug ist, um die Forderung eines vernünftig tarifierten Entgeltes zu rechtfertigen, ist der Grundpfeiler des Problems. Dies Entgelt ist tragbar auch neben einer Kraftfahrzeugsteuer, die als ein notwendiges Uebel im Sinne jeder anderen Verbrauchssteuer in Zeiten wirtschaftlicher Notlage des Staates unvermeidlich ist. Das beweist zum Beispiel die Entwicklung der oberitalienischen Autostrada. Als im Geburtsjahr des Vereins die ersten Schritte unternommen wurden, um der Aufgabe gerecht zu werden, stellte sich die Notwendigkeit heraus, als Grundlage aller Verhandlungen zunächst den Entwurf der Gesamtstrecke fertigzustellen. Diese Arbeit musste schnell geschehen. Die Form der Darstellung war so zu wählen, dass sie in, jeder Beziehung prüfbar und ausstellun^sreif war. An der Hand dieses Entwurfstückes von dem seltenen Umfang von rund 900 km Baulänge entwickelten sich lebhafte Diskussionen. Sie fanden ihren Niederschlag in der Bearbeitung zahlreicher Entwürfe für Parallel- und Vergleichsstrecken und für Zubringer- und Anschlussstrassen durch die Interessenten. In den letzten zwei Jahren sind bei der Hafraba zwölf solcher Entwürfe zur Bearbeitung eingegangen, deren Streckenlänge zusammen 468 km, d. h. rund 52 Prozent der Hauptlinie beträgt. Schon im Jahre 1927 tauchte der Gedanke auf, dass die privatwirtschaftliche Gestaltung des Unternehmens durch die Bestimmung des § 13 des Finanzausgleichgesetzes behindert werden könne. Der Kampf der Meinungen ist bis heute unentschieden geblieben. Alle Versuche, durch Verhandlung oder juristisch-verwaltungstechnische Darlegungen eine eindeutige Klärung der Zülässigkeitsfrage einer Entgelterhebung zu schaffen, sind bislang gescheitert. Diese Schwierigkeit ist eine Folge der schon oben erwähnten Unsicherheiten, die ja auch auf so vielen anderen Gebieten zwischenstaatlichen Charakters in dem Verhältnis von Reich zu Ländern vorhanden sind. Sie kann nur auf politischem Wege #durch gesetzgeberischa Massnahmen beseitigt werden. Um nun mit Aussicht auf Erfolg nach der Klinke der Gesetzgebung greifen zu können, bedarf es starker treibender Kräfte. Dass der Hafrabagedanke sich diesen Rückhalt geschaffen hat, ist aus den folgenden Zusammenstellungen zu ersehen: Mitgliederzahlen. Datum Bestand 6.11.26 38 6.11.27 82 6.11.28 111 6.1129 125 Auto-Carrosserie Anfertigung von LAST- u. LIEFERUNGSWAGEN sowie MÖBELWAGEN- KÄSTEN zu billigsten Preisen. Prima Referenzen. W. SAYER, mach. Wagnerei und Carrosseriebau, Freidorf-Roggwil (Thurg.) Tel. 86. FERODO Her Desie Brems- und Wippmiiostieiag Stockisteit' Bern: E.Steiner. Schauplatzgasse37 Basel: Weckerle & Suter, Spaienring 162 Gpnl: lmex S. A., Rue Plantamour 8 Lnzano: E. 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