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E_1929_Zeitung_Nr.106

E_1929_Zeitung_Nr.106

gen. Hier winkt für die

gen. Hier winkt für die Verwendung der Benzinmillionen ein Gebiet, das ausseist interessante Perspektiven stellt und das nicht ausser acht gelassen werden sollte. Auch der Ausbau bestehender Bergstrassen, wie ihn schon die Herren Römer und Isler vorsahen, zwingt sich im Hinblick auf den rapid zunehmenden Verkehr auf unseren Bergstrassen dringend auf. S. Automatische Lichtsignale an den schwedischen Niveaufibergängen. In dem neuesten Heft der «Verkehrstechnik» berichtet Hermann Rossner über die Sicherung der Wegübergänge in Schweden, wo ein entsprechendes Gesetz die einschlägigen Fragen regelt. Hier ist zunächst die Bestimmung über Aufstellung und Ausführung der Warnkreuze beachtenswert Das schwedische Zeichen wird nur gebildet aus dem Zeichen für eingeleisige ungesicherte Uebergänge und dem darunter umgekehrt angebrachten Zeichen für Uebergänge mit Schranken. Es gibt also eigentlich nur zwei Modelle, während das dritte durch Zusammensetzung der beiden andern gebildet wird. Die Farbe der schwedischen Kreuze ist gelb mit Schrift, wobei aber vorgesehen ist, die Beschriftung in einigen Jahren wegzulassen. In Schweden kennt man keine Einteilung in Haupt- und Nebenbahnen, sondern müssen alle schienengleichen Uebergänge gesichert sein. Als Sicherungen dienen: Schranken (Schiebetore und Schlagbäume), Lichtsignale und Glocken. Schranken sind in der Regel nur in der Nähe der Bahnhöfe, d. h. auf Strecken mit «Rangierbewegungen», einzurichten. Diese Bestimmung ist insofern wichtig, als sie zeigt, dass man in Schweden Schranken nicht mehr als Hauptsicherungsmittel bei der Automobilisierung des Verkehrs anerkennt. Glocken sind nur bei Wegübergängen mit geringem Verkehr, besonders nur bei ganz ausnahmsweise vorkommendem Autoverkehr gestattet. Das schwedische Gesetz legt auch Ausnahmen fest, in denen ausser den Warnkreuzen keinerlei Sicherungen nötig sind. Während »anderswo solche Ausnahmen nur auf Nebenbahnen möglich sind, sind sie in Schweden grundsätzlich auch auf Schnellzugsstrecken zulässig. Entscheidend ist hier lediglich die Uebersichtlichkeit der Strecke. Der Begriff « übersichtlich » ist in Schweden durch eine rechnerische Formel genau bestimmt. Bei der in Schweden für Schnellzugsstrecken erlaubten Höchstgeschwindigkeiten (90 Kilometer in der Stunde) muss beispielsweise der Schienenweg von jedem Punkt innerhalb 25 Meter vom Bahnübergang auf 540 Meter übersehbar sein. Da die geforderte Sichtbarkeit des Zuges auch nachts bestehen muss, sind die schwedischen Bahnverwaltungen gezwungen, Lokomotiven mit helleuchtenden Scheinwerfern zu verwenden. Bei Nebel sind die Lokomotivführer verpflichtet, an den ungesicherten Ueberwegen Pfeifensignale abzugeben. Diese Art der Sicherung erscheint zunächst mangelhaft; die Praxis hat jedoch ergeben, dass in den letzten Jahren Zusammenstösse mit Motorfahrzeugen bei Nebel ausserordentüch selten waren, weil in diesem Fa'le der Wagenführer ohnedies ganz langsam fahren muss. Nach der Unfallstatistik von 1928 ist kein einziger Unfall vorgekommen. Bezeichnend für Schweden ist der zunehmende Abbau der Schranken und Ersatz durch die bekannten automatischen Lichtsignale. Verlöscht aus irgend einem Grund die Blinklampe, so weiss der Fahrer, dass eine Störung vorliegt, er ist also gewarnt und hat die Möglichkeit, vorsichtig Umschau zu halten. Bei Schienenbruch oder irgend einer andern Störung in den Geleisstrecken werden die Relais abfallen, und es wird das rote Blinklicht einsetzen. Auch hier ist der Verkehr gewarnt. Im Laufe der letzten acht Jahre ist nicht ein einziger Fall vorgekommen, dass bei Annäherung des Zuges noch das «Freie Fahrt!» bedeutende weisseBlinkücht vorhanden war. V«i*l«e»tBa* Audi die Eisenbahn fordert ihre Opfer. In letzter Zeit häufen sich die Eisenbahnunglücke in erschreckender Art und Weise. Wir halten es nicht so, dass wir jedes kleine Unglück notifizieren, wie es die Tagespresse mit den Verkehrsunfällen auf der Strasse praktiziert. Wir wissen genau, dass kein Verkehrsfahrzeug vor Unglücksfällen gefeit ist. Auch die Bundesbahnen hatten in letzter Zeit verschiedene Unglücksfälle zu beklagen, die erfreulicherweise nie Todesopfer verlangt haben. Dagegen stehen wir heute vor AUTOMOBIL-REVUE 1*129 — 106 einem schweren Eisenbahnunglück in Belgien, das 17 Tote und 48 Verletzte gekostet hat. Der Zug 1202, der am 10. Dezember Brüssel früh um 5 42 Uhr verlassen hatte, entgleiste bei der Einfahrt in den Bahnhof von Namur. Worauf das Unglück zurückzuführen ist, ist zur Zeit, da wir diese Zeilen niederschreiben, noch unbekannt. D Eine begrüssenswerte Neuerung Das eidgenössiche Eisenbahndepartement beabsichtigt, eine Broschüre über Signalisierung herauszugeben, welche die vom Schweizerischen Städteverband und von der kantonalen Baudirektion proponierten und vom eidgenössichen Justizdepartement endgültig festgelegten Strassensignaüsationen enthalten wird. Zudem werden in diesem Heftchen sämtliche Signale, welche bei den Niveauübengängen zur Anwendung gelangen sollen, enhalten sein. Das Eisenbahndepartement beabsichtigt, diese jedenfalls gute Dienste leistende Zusammenstellung nicht nur allen schweizerischen Automobilisten, sondern auch allen in die Schweiz einfahrenden fremden Automobilisten gratis abzugeben. Wir begriissen diesen Schritt ausserordentüch. Er dürfte dazu angetan sein, ganz speziell das Gefahrenmoment an den Niveauübergängen herabzumindern. Verkehrsunfälle. Man schreibt uns : Zwei Verkehrsunfälle, die sich kürzlich ereigneten, geben Veranlassung, deren Ursachen kritisch ins Auge zu fassen, um so mehr, weil ja, wie gewohnt, das liebe Publikum schnell bereit ist, die Schuld allein dem Automobilisten zuzuschieben. In verschiedenen Zeitungen konnte man am 3. Dezember iesen: *Vom Auto in die Linth geworfen! Beim Ausweichen eines überholenden Autos kam der auf der Heimfahrt begriffene 50jährige verheiratete Gemüsehändler Schiesser von Luchsingen mit seinem Pferdefuhrwerk zu nahe an das Geländer der Linthbrücke zwischen Hatzingen und Luchsingen. Durch den Anprall an das Geländer wurde Schiesser vom Wagen über die Brücke in das steinige Flussbett geworfen, wo er tot liegen blieb.» Bei aller Tragik des Unfalles muss man sich fragen: Stimmt da der tendenziöse Titel mit den wahren Ursachen überein? Hätte sich nicht der Unfall ebenso ereignen können bei der Begegnung mit irgend einem andern Fahrzeug? Nach dem Bericht ist von einer Berührung des Autos mit dem Pferdefahrzeug keine Rede, sondern ganz eindeutig dargelegt, dass das Pferdefuhrwerk, wahrscheinlich auch in schneller Fahrt, auf übermässiger Querneigung der Strasse ins Rutschen kam und gegen das Brückengeländer anprallte, so dass durch den scharfen Ruck der Fahrzeuglenker vom Bock geschleudert wurde. Wie dieser Unfall drastisch zeigt, bieten alle festen Gegenstände, die unmittelbar an die Fahrbahn grenzen, wie Geländer, vorspringende Hausecken. Hydrantenpfosten, Wehrsteine, Bäume, Telephonstangen usw. dem schnellfahrenden Fahrzeug eine lauernde Gefahr, ganz besonders dann, wenn es genötigt ist, bei Kreuzungen oder Ueberholun WELLBLECH- und STAHL-GARAGEN Wellblech-Bauten lür alle Zwecke netero sohnell and preiswert E. VOGEL, G.m.b.H. Danibroon4i WO

N° 106 AÜTOMOBIL-REVirB und dass man sich darauf nicht verlassen kann. Ferner, dass beim Ausweichen und UebeTliolen die grösste Vorsicht geboten ist, ganz besonders bei abschüssigem, unbefestigtem Strassenrand. Wir müssen uns daran erinnern, dass eine ganze Reihe schwerer Unfälle durch solche Umstände verursacht wurden. Wir müssen aber auch an unsere Strassenbaufachleute den Wunsch richten, sie möchten dem fahrsicheren Ausbau bis zum äussersten Strassenrand die gleiche Aufmerksamkeit zuwenden, wie der Staubbekämpfung und dem Bau und Unterhalt der Fahrbahn. Einem schönen Beispiel zweckmässiger Strassenrandbefestigung begegnet man auf der Fahrt von Richterswil seeaufwärts in der Ortschaft Bach. Helle Seitenborden bieten, leider auf eine viel zu kurze Strecke, bei unsichtigem Wetter, namentlich nachts, eine ausgezeichnete Orientierung und Schutz gegen Abrutschen von der FahTbahru H. W. Die Brücken über den Rhein. Die einzigen festen Brücken über den Rhein waren im Mittelalter diejenigen von Konstanz und Basel, deren Erstellung in die drei ersten Dezennien des dreizehnten Jahrhunderts fällt und offenbar in enger Beziehung stand zu dem damals aufgekommenen Verkehr über den St. Gotthard. Bis in das Jahr 1859 befand sich auf der 820 km langen Rheinstrecke von Basel bis zur Mündung keine einzige feste Brücke. Der Rhein hat also im Gegensatz zu anderen Flüssen Mitteleuropas erst recht spät seine Brücken zur engeren Verbindung seiner Ufergegenden und zur Herstellung internationaler Eisenbahnlinien erhalten. Zwischen der Quelle und der Mündung führen heute 117 Brücken über den Rhein, und zwar 46 Eisenbahnbrücken, 55 Strassenbrücken und 16 transportable Schiffbrücken. Von diesen 117 entfallen auf die Strecke von der Quelle bis Reichenau 16 Brücken, nämlich auf den Vorderrhein 8 Eisenbahnbrücken und 3 Strassenbrücken und auf den Hinterrhein 1 Eisenbahnbrücke und 4 Strassenbrücken; auf die Strecke Reichenau—Bodensee entfallen 3 Eisenbahnund 18 Strassenbrücken; auf die Strecke Bodensee—Basel 6 Eisenbahn- und 16 Strassenbrücken (wobei die Kraftwerksbrücken nicht mitgezählt sind) und auf die Strecke von Basel bis zum Meere 26 Eisenbahnbrücken, 10 Strassenbrücken, 2 Eisenbahn- und Strassenbrücken sowie 16 Schiffbrücken. Von den letzteren liegen 7 auf Die Teilnehmer des erfolgreich abgeschlossenen Motoren-Lehrkurses der Sektion Waldstätte des T.C.S. Gruppe I (oben), Gruppe II (unten). der viel besprochenen und durch Regulierung nun zu verbessernden Oberrheinstrecke von Basel bis Strassburg. Zu diesen Brückenübergängen gesellen sich noch 154 Fähren, nämlich 94 freifahrende Motorund Dampffähren und 60 Gier- und Seilfähren. Von diesen Fähren entfallen 27 auf die holländische Rheinstrecke, 111 auf die Strecke von der holländischen bis zur Schweizergrenze und 18 auf die Strecke von Basel bis zum Bodensee. Es führen also im ganzen 271 ständig benutzbare Uebergangsmöglichkeiten über den Rheinstrom von seiner Quelle bis zur Mündung auf einer Erstreckung von rund 1250 km. Auf je 10,5 km kommt eine feste joder Schiffbrücke und auf je 4,6 km ein Uebergang überhaupt. F. * * * Das norwegische Strassenbauprograram für die nächsten zwanzig Jahre wurde vom Parlament genehmigt. Es sieht Gesamtausgaben von über einer Milliarde Kronen vor. -rt. * • • Kreuzungen. Der Gemeinderat von Kreuzungen unterstützt das Gesuch der technischen Werke der Stadt Konstanz an die Oberpostdirektion, sie möchte an die städtischen Autobusse Anhängewagen gestatten. rng. Buel BueJlud Bern Bus Obwslden SoloUiurn St. Gallen Zürich Zürich iürt* Zurfch Kanton Grubt»*« ataeä AUfU Gl*rns äflrlcb iürloh Kanlen UtnlkCD bei Bru(g uuobtnng Böztwrg) Pro« Zurchentru8e-S3««b*r* Bückten be< Läaieitintsn München bachsee: »wtacben Sattlerei An und tie- Ha«nield WeüueMen, KtnfHie Oortiko» snnrenbracke zwtseh. Mran and Rohr. LoKsiverkehi *w