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E_1929_Zeitung_Nr.108

E_1929_Zeitung_Nr.108

10 Stick kg Wertra Vt

10 Stick kg Wertra Vt Tot» FT. Dänemark f 4.87 3.595 3.595 Norwegen f 2.02 2.027 2.027 Finnland f 33 615 615 Litauen f 50 190 190 Rumänien f 13.97 20.955 20.955 Bussland f 16.78 51.557 51.557 Türkei f 30 242 242 Aegypten f 27 860 860 Algerien f 2.33 3.457 3.457 Marokko f 14.41 6.564 6.564 Japan f 3.75 4.306 4.306 Vereinigte St. f 1.01 2.882 2.882 Columbien f 1.90 4.143 4.143 Venezuela f 2 96.19 90.848 90.848 Uruguay t 1.05 2.336 2.336 Argentinien f 1 40.40 32.520 32.520 Bolivien f 1 32.77 15.607 15.607 Austral. Band __f 62 2.847 2.847 Novembar 1929 a 36 266.82 239.581 b 1 1.80 1.530 d 1 10.50 14.500 f 18 1930.80 1.348.623 g 1.84 1.570 1.605.804 66 2211.76 Norember 192S a 16 298.59 288.465 b 47 476 f 41 1849.62 1.265.946 g 3.77 1.600 1.556.487 57 2152.45 Mehransfuhr 49.317 Deutschland figuriert hier als unser bester Kunde, was die Höhe der Ausfuhrziffern anbelangt. Hingegen sind Spanien und Grossbritannien die Länder, welche am meisten Automobile einführen. Es folgen Tschechoslowakei und Frankreich mit Einfuhrsummen über 100,000 Franken. Diese fünf Länder umfassen 69,4 Prozent unserer Ausfuhr. Venezuela, Brasilien, Belgien, Russland, Italien, Oesterreich, Argentinien, Polen, Rumänien und Bolivien folgen mit Autoziffern zwischen 10,000 und 100,000 Franken. Ihre Käufe machen 26,1 Prozent der totalen Ausfuhrsumme aus. Die 22 übrigen Länder teilen sich in die restlichen 4,5 Prozent der Gesamtsumme. Gr. AUSLAND Gute Aussichten für den Absatz von Nutzkraftwagen nach Südafrika. Die Südafrikanische Union hat noch nie so gute Absatzmöglichkeiten für Nutzkraftwagen ausländischer Fabrikation geboten, als es zurzeit der Fall ist, heisst es in einer den Interessen des britischen Exporthandels mit der Union speziell gewidmeten Zeitschrift. Im Zeitraum der ersten Hälfte des laufenden Jahres hat die südafrikanische Einfuhr von fertigen Lastkraft-, Lieferwagen und Omnibussen einen Wert von Lstr. 46 710 erreicht, UT eine Zunahme gegenüber dem Import innerhalb derselben Periode des verflossenen Jahres um über 12%. Hiervon entfallen nicht weniger als Lstr. 40 600 auf Lastautomobile. An dieser Gesamteinfuhr sind die Vereinigten Staaten mit Lstr. 36029 und Grossbritannien mit Lstr. 10 471 beteiligt. Von Nutzkraftwagenchassis sind innerhalb der Berichtsperiode nicht weniger als 5049 Einheiten im Werte von Lstr. 829 745 aus dem Auslande bezogen worden, wovon 4393 Einheiten Im Werte von Lstr. 576535 aus den Vereinigten Staaten und 400 Einheiten im Werte von Lstr. 224 816 aus Grossbritannien. Auch hier machen die Lastautomobilchassis bei weitem die Hauptmasse der Einfuhrmenge aus, nämlich 3 «38 Einheiten lni Werte von Lstr. 611360, was gegenüber dem Import des Vorjahres einer Steigerung um über 50% entspricht. Schliesslich sind Ersatzteile und Zubehör für Nutzkraftwagen Im Werte von Lstr. 71646 zum Import gelangt, wovon für Lstr. 54880 aus Grossbritannien und für Lstr. 14634 aus den Vereinigten Staaten. Wie hieraus ersichtlich ist, bewegt sich die Aufnahmefähigkeit des südafrik. Marktes für Nutzkraftwagen weiterhin in stark aufsteigender Richtung, was angesichts der gesunden allgemeinen Wirtschafts- und Handelslage der Union, die u. a. eine gesteigerte Verwendung von Motorwagen genannter Kategorie bedingt, nicht verwunderlich sein kann. Ein individueller Faktor von Wichtigkeit, welcher die Ausbreitung des Nutzkraftwagens innerhalb der Union bereits in sehr günstigem Sinne beeinflusst hat und demnächst in weit stärkerem Masse zu beeinflussen verspricht, ist darin zu sehen, dass die lokalen Eisenbahn- und Hafenverwaltungen immer mehr dazu übergehen, den abgelegenen landwirtschaftlichen wie bergbaulichen Distrikten durch die Einrichtung von Lastautomobildiensten den langersehnten Anschluss an das im übrigen recht spärliche Eisenbahnnetz zu verschaffen. Das südafrikanische Lastautostrassennetz, das auf diese Weise geschaffen worden ist, umfasst zurzeit bereits über 10,000 englische Meilen, während im neuen Jahre ein weiterer Ausbau desselben um einige 1600 Meilen vorgesehen ist. Von immer grösserer Bedeutung wird schliesslich auch die seitens der Kommunen nach Omnibussen wie Lastkraftwagen ausgehende Nachfrage, von deren Ausbreitung schon in allernächster Zukunft besonders grosse Erwartungen gehegt werden dürfen. Gegenwärtig, sind-in der Südafrikanischen Union insgesamt erst 11,700 Omnibusse und andere Nutzkraftwagen registriert, welche Anzahl von massgebenden Persönlichkeiten als für die gegenwärtigen Verkehrsbedürfnisse der Union absolut unzureichend hingestellt wird Pi- Wie man zu einem Auto kommt Ein Beispiel des im Autohandel eingerissenen Kreditunwesens kam kürzlich, vor dem Amtsgericht in Bern zur Sprache. Ein junger Blumenhändler, der dem Gerichte überwiesen war wegen Betruges gegenüber einem reichen Amerikaner, hatte einen hiesigen Garagier durch falsche Angaben zum Abschluss eines Kaufvertrages über ein Auto im Wert von Fr. 7200.— bewegen können. Den Amerikaner hatte er geprellt mit der Vorspiegelung des Autokaufes und den Autoverkäufer mit dem Hinweis auf seinen Freund, den reichen Amerikaner. Zudem behauptete der Betrüger noch, die Autokreditbank in Zürich stelle den Kaufbetrag sicher, was sich dann als unrichtig erwies. Der Käufer hatte sich inzwischen Fahrunterricht erteilen lassen und war im ganzen Kanton Bern herumgefahren. Von dem Bestehen einer hübschen Sammlung von 30 Verlustscheinen gegen ihn und seine Frau hatte er dem vertrauensseligen Garagier natürlich auch nichts erzählt. Als der gerissene Blumenhändler von den vereinbarten Zahlungen nichts merken Hess, nahm der Garagier schliesslich das Auto wieder zurück, da es unter Eigentumsvorbehalt geliefert worden war. Der entstandene Schaden wurde auf 4000 Franken eingeschätzt. In der Hauptverhandlung musste der Beklagte zugeben, dass er weder bei dem Amerikaner noch bei der Bank Aussicht habe, den Betrag für das Auto zu erhalten. Das Gericht erklärte ihn des Betruges schuldig und verurteilte ihn zu sechs Monaten Korrektionshaus, bedingt erlassen auf vier Jahre Probezeit. Er ist an allem schuld... Am Amtsgericht von Buren wurde am 30. November ein Fall erledigt, der Sich letzten Sommer zugetragen hat. Es ist der typische Fall einer Strolchenfahrt, die unter dem Einfluss des Alkohols zum tragischen Ende führte. Der Tatbestand, welcher dem UrteH zugrunde lag, war kurz folgender: Der Angeschuldigte, E. -Seh., Reisender in Madretsch, hatte -an einem Sonntag-im Junf 1929 — JN 0 108 mit einigen Kollegen gekegelt und dabei wurden verschiedene Liter Weisswein konsumiert. Nach Beendigung des Spieles begab er sich nach Hause, bald aber wieder in eine andere Wirtschaft, wo im Laufe des Abends der verhängnisvolle Besohhiss zu einer Ausfahrt im Automobil gefasst wurde. Um 10 Uhr abends wurde die Fahrt angetreten. Mit Seh. fuhren Mischler, Haller und der tödlich verunglückte Stähli, der anfangs sich nicht hatte beteiligen wollen,. Unterwegs wurde verschiedene Male eingekehrt Zeugen hatten bemerkt, dass es dem Angeschuldigten zuletzt Mühe gemacht hafte, den Wagen zu besteigen. Leider war es keinem eingefallen, die Polizei auf den betrunkenen Fahrer aufmerksam zu machen. Einige Meter nach der Abfahrt von Busswil, wo man zum letzen Mal eingekehrt war, fuhr Seh. schon beinahe in eine Gartenmauer. Jenseits der Aarebrücke von Buren begann er eine Zickzackfahrt die schliesslich zum verhängnisvollen AnpraH an einen Randstein führte. Das Automobil überschlug sich und von den Insassen wurde Stähli getötet und ein anderer verletzt. Der Chauffeur Seh. machte sich aus dem Staube, um zu Hause seinen Rausch auszuschlafen.. Das Gericht kam zum Schlüsse, dass es sich um eine richtige Strolchenfahrt handelte. Zu reichlich genossener Alkohol und die Lust, noch herumzukrakeelen, waren iür die verhängnisvolle Fahrt bestimmend gewesen. Der Angeklagte, der sonst einen guten Leumund geniesst, wurde zu fünf Monaten Korrektionshaus, umgewandelt in 75 Tage Einzelhaft und zu den Kosten verurteilt. Da er das Automobil zu Erwerbszwekken braucht, wurde vom Entzug der Fahrbewilligung abgesehen. Der bedingte Straferlass dagegen wurde mit Rücksicht auf den schweren Fall und die Begleitumstände nicht gewährt. gr. Verdiente Strafe. Das Kreisgericht Davos hat am 12. Dezember einen Fall abgeurteilt der in der Bevölkerung seinerzeit grosses Aufsehen erregt hat. Der Tatbestand ist kurz folgender: An. 2. Juli, um 10 Uhr abends, unternahm der Hauptangeklagte S. mit seinem Auto einen Ausflug von Davos nach Wiesen. Um 11 Uhr nachts kam die Gesellschaft in Wiesen an, etwas nach Mitternacht fuhr S. von Wiesen ab und langte in Davos-Platz um. 1.45 Uhr an. Dort stiegen vier Personen aus und es blieb nur der Mitangeklagte P. .neben dem Führer-im r Automobil. 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N°M8 - 1929 AUTOMOBIL-REVUE 11 mit grosser Geschwindigkeit auf der nicht beleuchteten Hauptstrasse gegen Davos-Dorf. Auf der Strasse lag bei einer Kurve der Arbeiter N. G., der an diesem Tage etwas zu sehr dem Alkohol zugesprochen hatte und auf der Strasse liegen geblieben war. Der Angeklagte behauptet nun, er habe zwar auf kurze Distanz etwas auf der Strasse bemerkt, dieses aber iür einen Sack oder so etwas gehalten. Erst im letzten Augenblick hätte er das Gefühl gehabt, dass ein Mensch vor seinem Auto gelegen habe. Er fuhr über den G. hinweg und weiter gegen das Dorf. Hier berieten die beiden, was sie tun sollten. Sie beschlossen, zur Unglücksstätte zurückzufahren, um nachzusehen, was passiert sei. Dort fanden sie den Ueberfahrenen, der bald darauf an inneren Blutungen starb. S. und G. fuhren nun zur Garage. Sie konnten sich nicht entschliessen, Anzeige zu erstatten. Beide wurden kurz nach dem Vorfall verhaftet. Der Amtsankläger, Altregierungsrat Ganzemi, beantragte an der Hauptverhandlung, Si sei der fahrlässigen Tötung schuldig zu erklären und mit zwei Monaten Gefängnis zu bestrafen. G. sei der Begünstigung der fahrlässigen Tötung schuldig zu erklären und mit einer Woche Gefängnis zu bestrafen. Ausserdem Auferlegung der gesamten Untersucbungs- und Gerichtskosten an die Angeklagten. Das Urteil wurde am Freitag nachmittag gefällt. Es lautet: 1. H. S. wird schuldig erklärt der fahrlässigen Tötung im Sinne des § 28 des Polizeigesetzes. 2. W. G. wird schuldig ;erklärt der Begünstigung. S. wird mit sechs Wochen Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft, aber ohne bedingten Straferlass verunteilt. Die zuständige Behörde, wird ersucht, ihm die Fahrbewilligung dauernd zu entziehen. G. wird mit drei Tagen Gefängnis bestraft unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Die Verurteilten sind verpflichtet, die Untersuchungs- und Gerichtskosten im Betrage von 941 Fr. solidarisch zu tragen. gr. Aus «I« Formalismus auf unseren Gerichten, statt Verkehrs- , Verständnis. Vor Zürcher Ohorgericht ist letzte Woche ein Autoinobilfall zur Sprache gekommen, desson Erledigung für die aütomobill'ahrende Oeffentlichkeit vop Interesso erscheint. Es bandelte sich um die- Frage, ob ein Automobilfahrer polizeilich gebüsst werden könne, weil er an einem Freitaffnachmittag, als' der für Parkierungsrwecke vorgesehene Beatenplätz beim Hauptbahnhof Zürich durch den bekannten «Automobilmarkt •» besetzt war, seinen Wagen notgedrungen einige Minuten wahrend der Besorgung eines Geschäftes an der rechten Seite der Waisenhausstrasse aufgestellt hatte. Das Bezirksgericht hatte die Busse aufgehoben mit der Begründung, dass eine Gesetzesübertretung nicht vorliege. Da es sich bei dieser Sache um eine Angelegenheit von prinzipieller Bedeutung handelt, hatte der Gebüsste ein umfangreiches Expose eingereicht, das die Unnahbarkeit der polizeilichen •Bussenpraxis im vorliegenden, sehr, viele Fahrer betreffenden Fadl nachwies. Es wurde in dieser Eingabe u. a. ausgeführt: In die Hand jedes Motorfahrzeuglenkers wird, wenn er bei der kantonalen Automobilkontrolle seine Verkehrsbewilligung einholt, eine Broschüre gelegt, die vom Polizeiwesen der Stadt Zürich herausgegeben und erstmals im Jahre 1927 erschienen ist. Jeder gewissenhafte Fahrzeuglenker wird diese Erlasse studieren und auch den gezeichneten Uebersichtsplan der Broschüre zu Rate ziehen. Umgekehrt wird jeder Motorfahrzeuglenker für sich das Recht ableiten können, in strittigen fällen auf diese ihm in die Hand gedrückten « Erlasse > Bezug zu nehmen. Ein Blick auf den Gesamt-Stadtplan belehrt, dass die zwei wichtigsten Parkierungsplätze der unteren City der Werdmühle- und der Beatenplatz sind. Bei richtiger Parkierung nimmt der Beatenplatz nicht weniger als 40 Autos auf. Somit wird der gewissenhafte Automobilist, nachdem er die ihm überwiesenen .« Erlasse der Stadt Zürich über Verkehrspolizei» studiert hat. sich auf seinen Stadtfahrten daran erinnern, wo er parkieren kann, und dass er, um ein Geschäft in Bahnhofnähe abzuwickeln, den Beatenplatz dazu benutzen kann, seinen Wagen ohne zeitliche Begrenzung aufzustellen (während rings um das Bahnhofgebäude die zeitliche Limite vorgeschrieben ist. Die Stadtpolizei .unterhält, d. h. gestattet, jeden Freitagnachmittag auf dem von ihr selbst als Parkplatz bezeichneten Beatenplatz einen öffentlichen Automobilmarkt; sie sperrt während dessen Dauer den Platz beidseitig für den Verkehr ab; sie bezieht (für welche Kasse ist unerheblich) von jedem Autobesitzer, der am Freitagnachmittag dort seinen Wagen aufstellt, durch einen Polizisten in Zivil einen Platzpreis von 5 Franken gegen Quittung. Die Stadtpolizei legt, mit dem Grossteil der Bevölkerung, Wert darauf, die Verkehrszustände in der Stadt Zürich zu sanieren; sie lässt jedem Motorfahrzeugbesitzer die erwähnte Broschüre überreichen, worin die dem Automobilisten zur Verfügung stehenden Parkplätze verzeichnet sind. Die gleiche Behörde durchbricht ihre eigenen Anordnungen jeden Freitag nachmittag, indem sie den wichtigsten Parkplatz der Bahnhofgegend stundenlang beschlagnahmt und für dessen .Benützung eine Extrasteuer von Fr. 5 pro Wagen erhebt. Darüber hinaus versperrt sie in dem ohnehin verkehrstechnisch sehr ungünstigen Bahnhofgebiet eines der wichtigsten .Transitverkehfsstücko durch amtliche Verbotstafeln, so dass sich die allgemeinen Verkehrsverhältnisso am Fveitagnachmitfag' in jener Gegend "ausserordentlich verschlechtern; Ausgerechnet« am Börsentag, für j den amtlichstatistisch eine Verkehrs-Hausse mit einem Höchstmittel an Unfällen festgestellt ist, nimmt die Poli-' zeibehörde den Automobilisten, einen Raum für zirka' 4(V Wagen während der wichtigsten Stunden des Tages weg, ohne dem Automobilisten dafür ein entsprechendes Aequivalent zu geben. Im Gegenteil, sie geht hin und lässt durch besondere Polizeibeamte alle jene Fahrer ermitteln, die aus der durch die Polizei selbst geschaffenen örtlichen Notlage heraus ihre Vehikel notgedrungen auf einen andern noch freien Platz stellen, um sie nachher mit einer empfindlichen Busse zu belegen. Trotz solcher wohlbelegter und gewichtiger Gründe fühlte sich das Polizeirichteramt nicht bemüssigt,, zur ersten Verhandlung vor Bezirksgericht zu erscheinen, wo es lediglich mit einem formalistischen Hinweis auf Paragraphen das Vorliegen einer Polizeiübertretung geltend machon Hess. Etwas lebhafter wurde diese Amtsstelle erst, als der Freispruch durch das Bezirksgericht erfolgt war; denn nun hagelte es von allen Seiton Ablehnungen und Rekurse gegen ähnliche Bussenverfällungen, die alle ebenfalls solche Notparkierungen an Froitagnachmittagen betrafen, und deren grosse Zahl allein schon deutlich für die dringende Notwendigkeit einer Aenderung der geltenden Zustände spricht. Das Polizeirichteramt appellierte nämlich an die Oberinstanz. Man hätte denken sollen, dass das Obergoricht gemerkt hätte, dass hier ein Fall von allgemeiner Bedeutung vorlag, und dass es dem Gebüssten darum zu tun sei. eine prekär gewordene Verkehrsangelegenheit zur Abklärung zu bringen. Doch nichts von alledem. Obschon der Appellationsgegner nochmals schriftlich und auch mündlich die absolute Haltlosigkeit der Einrichtung des Automarktes und der gleichzeitigen Bestrafung von Automobilisten, die angrenzend parkieren, darlegte, ging der Gerichtsreferent über den ganzen Komplex dieser wichtigen Verkehrsfragen einfach hinweg, um sich mit der formalistischen Auslegung der Parkierungs- und Stationierungsvorschriften zu befassen, die keinerlei Anpassung an die örtlichen Verhältnisse kennen und einfach da sind, um auf Biegen oder Brechen eingehalten zu werden. In einer Zeit, wo der Automobilverkehr in der Stadt Zürich derart zunimmt und oft auf grössere Distanzen kein behördlich genehmigter Parkierungs- oder Stationierungsplatz vorhanden ist, wirkt diese formaljuristische Gerichtspraxis als Paragraphenreiterei, und das konstante Ausfällen von Polizeibussen, wegen Uebertretung der Parkierung svorschriften ist, wie der Appellationsgegner vor Gericht erklärte, nichts anderes als eine Sonderbesteuerung der Autofahrer. Dieser kleinliche und knifflige Geist gegenüber Einheimischen nimmt sich recht drastisch aus neben der Rücksicht; die etwa Ausländern bewiesen wird, für, welche Feststellung • es uns an zuverlässigen Beispielen nicht fehlt. Die, Aufhebung des freisprechenden Urteils des Bezirksgerichtes durch das Zürcher Obergericht kann daher, von der höheren Warte des allgemeinen Vorkehrsinteresses aus betrachtet, nur bedauert werden. Es ist ja nicht so, dass die Polizeibehörde auf dem Beatenplatz einen Automarkt arrangiert, um den Automobilisten zu «dienen», denn sie nimmt jedem Wageninhaber fünf Franken Standgeld ab; sondern es liegt hier nichts anderes als Mangel an Initiative vor, die es längst hätte ermöglichen sollen, einen solchen verkehrshinderlichen «Markt» an einen andern Platz zu verlegen, den per Axito zu erreichen ja überall leicht fällt! Z Z. Das kommt vor wenn Sie mit der Zeit nicht Schritt haften! Es gibt heute ein sicheres Gefrier-Schutzmiftel, das Ihnen solch peinliche Situationen erspart. Ch Bahnübergänge in Amerika. Aus einem. Bericht der New York Central Lines Eisenbahnen geht hervor, dass die Unfälle an. Strassenkreuzungen von 11% im Jahre 1923 auf 26% im Jahre 1928 sich vermehrt haben. Im Jahre 1928 wurden in den \ o'veinigten Staaten von Amerika 27 500 Per-* sonen durch Autos getötet und 600 000• Personen verletzt, davon kommen 2568 Todesfälle und 6666 Verletzungen auf Unfälle an Bahnkreuzungen. M. Englische Vorschriften für Automobilbremsen. E. Die neuesten englischen Verordnungen befassen sich mit den Vierradbremsen an Wagen von unter 1 zwei Tonnen Gewicht. Die beiden Bremsvorrichtungen brauchen nicht mehr voneinander unabhängig zu sein. Es genügt, wenn zwei Mittel zur Betätigung der Bremsen vorhanden sind. Von diesen muss aber das eine auf alle vier Bremsen wirken, das audere kann auf alle vier Bremsen oder auch nur auf die Bremsen einer Achse wirken. Eine der Bremsvorrichtungen muss rein mechanisch ausgestaltet sein, also ohne Druckluft- oder Flüssigkeitsübertragung. Sie muss auch wirksam sein, wenn der Wagen ohne Aufsicht auf der Strasse steht. Automobilbetrieb bei den amerikanischen Eisenbahnen. Im Jahre 1929 ist die Zahl derjenigen Eisenbahngesellschaiten, die einen eigenen Personen-Automobilverkehr unterhalten, auf 43 gestiegen, gegenüber 1928 bedeutet dies eine Zunahme um 9. Dabei handelt es sich aber nur um jene grossen Eisenbahngesellschaften, die in die Klasse 1 gehören, also mehr als eine Million Dollar Einnahme pro Jahr erreichen. Im Betrieb stehen 2265 Personenwagen gegenüber 826 im Jahr 1928. 36 447 Meilen wurden zurückgelegt, gegenübor 10 755 im Vorzahre. Im Lastwagenverkebr ist die Zahl der Gesellschaften von 33 auf 37 gestiegen, die Zahl der Lastwagen erhöhte sich von 4863 (1928) auf 5861 (1929). Die zurückgelegten Meilen betrugen hier 6677 (1928 = 2725). 150 Bahnhöfe waren 1928 in den Automobilbetrieb einbezogen, 1929 sind es bereits deren 399. M. Vermeide in Ortschaften unnötig starkes Fahrlicht. Blende auf der Landstrasse beim Entgegenkommen eines andern Fahrzeuges irgendwelcher Art ab, und zwar weder' zu spät, noch zu früh. QUERGLIEDER VERSTÄRKT - LÄNGSKETTEN VERKNÜPFT GARANTIEREN SICHERES AUFLIEGEN KREUZBUHL. STR. 1 TEL. HOTT. 88.62 ORIGINAL- Schneekette IN ALLEN GARAGEN ERHÄLTLICH! GENERALVERTRETER: R. M. ROTH SPEZIALGESCHÄFT FÜR AUTOGARAGEN ZÜRICH BERN MONBIJOUSTR. 22 & 30 TEL. BOLLW. 40.80 Gebrauchsfertig, m Können ä 10,15, 25 Liter, zum Preise von Fr. 1.75 per Liter. OCCASION! Zu verkaufen schöner 6/7-Plätzer. Marko «SPA» Modell 26, mit allem Komfort, noch wie neu, zu Fr. 6000. — Offerten unter Chiffre 43080 an die Automobil-Revue. Bern. Fiat-Besitzer lasst Enre Reuisionen Reparaturen beim Fiat - Vertreter ausführt». — Rwche Bedienung. Massige Preise. (Umänderungen von Fiat 501, 502; 503 zu Sport- oder Rennzwecken werden ausgeführt.) Fiat-Garage Laupen Telephon2 AUQ.SCHEIBLER Telephon2 Machen Sie Ihren Wagen mit STOP-FROST gefrierfestl Wenn Sie jetzt den Kuhler mit STOP-FROST abfüllen, können Sie den ganzen Winter fahren, ohne Aerger zu erleben durch Gefrieren oder durch Ueberhitzen. 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