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E_1931_Zeitung_Nr.104

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — JS 104 modischen Ansichten; er verlangte nämlich von seiner Gattin, dass sie ihm ein behagliches Heim bereite und Gemüt habe. Welch starke Zumutung an eine mondäne Amerikanerin! Leichten Herzens Hess de sich scheiden und folgte einem Irländer zum Traualtar. Auch der Kelte hatte nicht mehr Glück als der Germane. Zu ihrem Missfallen entdeckte nämlich Madame Eliza, dass ihr zweiter Gatte eine allzu grosse Zuneigung zum «Brandy» hatte. An seine Stelle trat ein französischer Kaufmann, den sie als einen «Knicker» ärgster Sorte bezeichnete. So kam bald als Vierter in der Reihe ein Portugiese, der ihr zu nrusikliebend war und sie durch das ununterbrochene Pfeifen von «La Paloma » zur Verzweiflung brachte. Nach kaum dreimonatiger Ehe musste der Romane einem Slawen das Feld räumen, einem Russen, der nach dem Weltkrieg nach Amerika gekommen war und, wie Eliza behauptet, ein rechter Barbar gewesen ist. Als sich Frau Eliza nämlich einmal zu intensiv einem eleganten Eintänzer widmete, gab ihr Russland zwei tüchtige Ohrfeigen. Was blieb ihr anderes übrig, als ihm den Laufpass zu geben? Ihr Studium machte weitere Fortschritte. Der Nachfolger des Russen war ein feuriger Mexikaner, der aber leider keine guten Manieren hatte. Er nahm sich heraus, in Gegenwart setner Gattin zu rauchen, ohne erst um Erlaubnis zu fragen. Die wichtigsten Nationen waren nun erforscht und, da gerade kein Holländer, Skandinavier oder Grieche zur Hand war, fiel die Wahl der schönen Eliza auf einen Aussenseiter. Eine Rothaut wurde ihr siebenter Gatte. Es war ein Häuptlingsspross der in Oklahoma angesiedelten Osagenindianer. Er heisst Jack Battenhill und ähnelt nicht im geringsten einer jener Indianerfiguren, die aus den Büchern des seligen Karl May bekannt sind. Vielmehr ist er ein gut gekleideter Gentleman, an dem nichts an seine Tomahawk schwingenden Vorfahren erinnert, als der braune Teint und das schlichte schwarze Haar. UebeTdies ist er glücklicher Besitzer eines ausgedehnten Petroleumterritoriums in Oklahoma und Dollartnillionär. Wie lange ihm das Glück hold bleiben wird, ist recht fraglich, denn Madames Wissensdurst ist kaum gestillt. Noch gibt es genug Rassen, die zu erforschen sind. «Wer wird der Nächste in der Reihe ihrer Gatten sein?» fragen ihre Landsleute bereits gespannt. Denn der Dummen werden nie alle. «Ein Japaner, ein Chinese, ein Eskimo?» Jedenfalls ist die typisch amerikanische Madame Eliza ein mit besonderem Respekt begrüsster Stammgast in der Scheidungsstadt Reno im schönen Staate Nevada. gelt, bis er eines Tages zum Absaufen bestimmt •wird, damit die Gesellschaft die Versicherungssumme einstecken kann. Auf einem solchen Schiff sind alle dem bürgerlichen Leben verloren, Männer die etwas ausgefressen und keine Pariere haben und deshalb froh sind, wenn sie unterkriechen kön nen. In diese Gesellschaft gerät ein junger amerikanischer Matrose, der um seine Papiere gekommen ist^ünd *d«shalb von einem Land ins andere abgeschoben wird, da keine Nation sich zu ihm bekennen will. Und er tut nun seinen Dienst, geschunden und geplagt, selten fröhlich, oft verzweifelt, doch immer von einem bitteren Humor und einer echten Kameradschaft, die sich an Bord ent- IN msr an Fr. 360.- ran DM na onen • i • vom Einfachsten bis zum Elegantesten von Fr. 875. - an in m pale von Ft. 95. > an Verlangen Sie unsere Offerte! Tourismus Weihnachtsfahrt mit Hindernissen ! An Weihnachten war Felix immer zu Tante Frieda gefahren, denn Felix stand allein auf der Welt und Tante Frieda war der einzige Mensch, der sich um ihn kümmerte. Bis jetzt hatte er stets die kleine, schnaufende, altertümliche Bahn benützt, die jeweils pünktlich mit einer Viertelstunde Verspätung im kleinen Dorfbahnhof einfuhr. Stets war Tante Frieda an der Bahn gestanden — in ihrem blauen Schal — hatte ihn gerührt empfangen und ihn in ihr trauliches Heim geführt, in dessen Küche es so gut roch, und in dem ein schlichter Tannenbaum stand, mit farbigen Kerzen und Kugeln, und wo ein Paar wollene Socken, von Tante selbst gestrickt und von Felix sehr geschätzt, auf ihn warteten. Diesmal hatte er geschrieben, Tante Frieda möchte nicht an die Bahn gehen. Denn — er hatte sich ein Auto gekauft, besass seit drei Tagen eine Fahrbewilligung und wollte natürlich seinen Wagen zeigen. Der Effekt, den es machen musste, wenn er im eigenen Wagen in X. einfuhr, musste ja ungeheuer sein! In der Scheune des Nachbarn Hess sich der Wagen leicht einstellen. Endlich war der so heiss ersehnte Heilige Abend da. Die nigelnagelneuen prächtigen Schneeketten waren aufmontiert und nun konnte es ja losgehen. Mit Glück und Vorsicht lotste er sich gegen Abend aus der Stadt und bald brummte der Wagen vergnügt über die gebahnte Landstrasse. Es dunkelte rasch und da und dort tauchte im Lichte der Scheinwerfer noch ein einsames Haus mit traulich erleuchteten Fenstern auf. Nun war er schon mitten im Wald, wo sich jenseits die Lichter des Dorfes zeigen würden. Felix staunte, wie schön so ein Winterwald war. Ganz langsam Hess er seinen Wagen laufen, um recht geniessen zu können. Doch was war das? Der Motor versagte, machte noch etliche widerwillige Umdrehungen und blieb einfach gänzlich stehen. Das solle doch der . Felix stieg aus. Drei Stunden lang untersuchte er zitternd vor Kälte den Motor. Alles hatte er nachgesehen: Nach drei Stunden zeigte sich, dass er kein Benzin mehr hatte. Doch, die Einsicht kam zu spät. Nun sass er fest un|f konnte nicht mehr weiter. *"• Inzwichen hatte die Tante gewartet und endlich, als er auch gar nie kam, hatte sie besorgt den Kutscher mit dem Schlitten auf die Tel. 62.117 NAULER&C« von der FARBBANDFABRIK FARBBÄNDER MÜLLER&Co.,ZÜRICH für Schreibmaschinen beziehen Sie in bester Qualität Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airoio. Halte und warme Speisen zu leder Tageszeit. Auskunft über Fahr and Transportverhältnisse. Fei. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnbot.) Höfliche Empfehlung Stelger-Gurtner. Der Verein für Verbreitung guter Schriften sucht überall, wo er noch keine Ablage hat, Wiederverkaufet unter Zusicherung von üblichem Rabatt. Zurücknahme der verbleibenden Ware und Vergütung bezüglicher Rücksendungskosten. Man wende sich an den Inhaber der Hauptablage, Fritz rviühlheim, Leh«

- 1931 AUTOMOBIL-REVUE 11 wenn man Ihnen vorfährt wenn man nicht abblendet wenn man nicht ausweicht wenn man Sie sonst ärgert Letztjahrige Bezüger erhalten den neuen Jahrgang in den nächsten Tagen zugestellt. Wer sein Exemplar beim Buchhändler .beimOub- Sekretariat oder bei einer unserer Geschäftsstellen zu beziehen wünscht, wolle uns das sofort mitteilen. Neubesteiler belieben der von Ihnen vorgezogenen Lieferstelle unseren Bestellschein einzusenden. wenn Sie die Nummer wissen, so finden Sie den Namen des Eigentümers jedes Personenwagens in der ganzen Schweiz, seinen Stand, und seine Adresse im neuen Automobil-Kalender. Die Ausgabe 1932 ist bis zum Anfang dieses Monats nach Angaben der kantonalen-Kontrollbüros nachgeführt und mit allen sonstigen Aenderungen (Besitzerwechsel, Domizilwechsel etc.) versehen worden. Verlag Automobil Senden Sie sofort BÜCHERZETTEL Exp. Automobil-Kalender 1932 mit Personenwagenvejrzeichnis zum Preise von Fr. 7.50 Zürich Löwenstrasse 51 Bern Breitenrainstrasse 97 Genf 12, Rue de la Croix d'or