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E_1933_Zeitung_Nr.002

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10 AW&ftfOBIL-REVUE 1933 - N» 2 Bedeutung der Oberflächen-Bearbeitung. Untersuchungen des National Physical Laboratory haben gezeigt, dass der Zustand der Oberfläche von Werkstücken aus Federstahl von grosser Bedeutung für deren Ermüdung bestimmt ist. Federn mit unbearbeiteten Oberflächen haben eine wesentlich geringere Lebensdauer als polierte Federn, und bei Achsen, Lenkarmen und anderen Automobilteilen konnte die Festigkeit fast verdoppelt "werden, wenn das vorher unbearbeitete Stück eine polierte Oberfläche erhielt. at .. « Kalibrierung von Grundfarben». In einer der letzten Nummern brachten wir eine amerikanische Meldung des Inhaltes, dass eine grosse Lackfabrik gegenwärtig mit Versuchen zur « Kalibrierung » bestimmter Grundfarben beschäftigt sei, um dadurch die Zahl der auf Lager zu haltenden Einzeltönungen zu. vermindern. Wie uns nun mitgeteilt wird, benützt die. Ditzler Color Company schon seit mehreren Jahren eine Reihe von 16 Grundfarben, aus denen durch Mischung jede beliebige Tönung hergestellt werden kann, die an Schönheit und Deckkraft jeder direkt ab Fabrik gelieferten Mischung durchaus ebenbürtig ist at

Bern, Freitag, 6. Janaar 1933 IIL Blatt der „Automobil-Revue " No. 2 Frühe Ahnung im Januar K. K. Die Landschaft ist in zarten Pastellfarben auf die Fläche gekreidet. Der Himmel ist wolkenlos und nur sanft schraffiert von mullartigen Streifen. Die Sonne glüht ein elektrisches Weiss, sehr geladen, und steht in der stillen Luft scharfrandig wie eine Diskusscheibe. Die Landschaft ist vollkommen eben. Augenblicklich bewegt sich nichts ausser meinem Fahrrad. Die Gummireifen zischen monoton im pulverisierten Staub, und die 6tricknadelblanken Speichen des Vorderrades verwischen sich im Schwung zu einem funkelnden Rundspiegel. Die Strasse streckt sich noch sehr weit sichtbar hin, bevor sie in sanfter Schwenkung den Wald erreicht, der sie aufnimmt. Immer kommen Bäume, links und rechts. Wie Spaliere. Hohe Kastaniengerüste mit vergabelten Ast-Arabesken, nackt und schwarz. Eine linde Verzückung wärmt mir das Blut. Ich ziehe ein paar schaukelnde Schleifen mit meinem Rad. Ich denke an Gott Meine Bogen und Kreise, die ich schwinge und runde, sind wie Anschriften p.n ihn. Schmucklos wie erste Griffelzeichen eines Kindes, aber voll Innigkeit. Ich steige vom Rad, lege es in den Strasaengraben und lehne mich an einen grossen Kilometerstein, nahe am Walde. Am hellen Horizont stemmt sich breiteaulig ein Fabrikkamin empor. Alle Landschaft flieht darauf zu. Es ist wie die Achse, 'um die sie schwingt. Auf der nackten Fläche, aus der kalten Felderplatte reckt sich fleischig und leiberhaft warm der Turm. Auf den Feldern vor mir spriesst Wintersaat Die kleinen Halmbüschel stehen gTadlinig in maschenartig aneinandergereihten Furchen wie grüne Springbrunnen in Miniatur. Stille. Tiefe, tiefe Stille. Der Wald bleicht wie ein verschiessender Fuchspelz, rötlich, mit einer Neigung zu Violett Hier und da Ist seine fahle Front kupfern gefleckt von sahen Eichenblätter-Komplexen, die metallisch vertrocknet sind. Vom Walde her erschüttert ein Brummen die glasige Luft Dann rollt auf der perlgrauen Strassenschwenkung ein dunkles Auto in gelenkiger Kurve heran. Es glänzt wie der Rücken eines reinlichen Käfers. Und wie es heranbraust und die Luft um mich her in scharfkantige Scheiben zerjplittert, trocknet Fernendurst meine Seele, schwingen tausend Strassenspiralen der Wanderlust wie Saturnringe um mein klopfendes Herz. Das Auto ist vorüber. Die Sonne kulminiert So hell ist die Mittagsluft, dass die gelbroten Mauersteine des Kamins einzeln «l sehen sind. Die Felder fliessen silbern ineinander. Nur die nahen Streifen sind braune Schokoladentafeln mit eingesprenkelten Pfützen. Die Sonne glüht noch weisseres Weiss. Die Landschaft gerät in einen Spannungaxnstand. Elektrische Schwaden flirren über ihre versilberte Flächenplatte. Innen geht ein Sturm durch die Erde. Plötzlich hebt mir ein graubemantelter Kerl von hinten den Hut hoch. «Holla, Kamerad! — Nun, wie?» lacht er und zieht die Hände aus den Taschen, um sie zu massieren. Dem in Nr. 104 des « Autler-Feierabend » besprochenen ausgezeichneten Werke «Alfred Wegeners letzte Grönlandtahrt» entnehmen wir mit freundlicher Erlaubnis des F. A. Brockhaus-Verlages, Leipzig, den folgenden Abschnitt, der zeigt, mit welchen Schwierigkeiten die deutschen Nordpolforscher zu kämpfen hatten: Nachdem wir in unserem Propellerschlitten « Eisbär » mehrere Stunden gefahren waren, kehrten wir um und versuchten auf gut Glück, wenigstens wieder unser Zelt beim Depot < Start > zu erreichen. Allerdings waren die Aussichten dazu bei diesem Wetter nicht gerade glänzend, zumal wir keine Ahnung hatten, wo wir bei der Umkehr waren. Wir vertrauten wieder unserm Kompass und. steuerten danach heimwärts. Trotz der gänzlich fehlenden Sicht stiessen wir nach einigen Irrfahrten wieder auf unser Zelt. Damit war unser erster Ausflug beendet. Unsere gesamte Last hatten wir wieder zurückgebracht. Ausser dem Verlust verschiedener Kannen Benzin, die wir auf unserer Fahrt verbraucht hatten, und ausser einigen weiteren unsere Begeisterung dämpfenden Erfahrungen hatten wir nichts zu buchen. Am 2. September klart« das Wetter auf. Sofort machten wir einen Vorstoss, um den Anschluss an die Route bei km 25 zu finden. Mit unserem zweiten Motorschlitten «Schneespatz» fuhren Wegener, Kelbl, Kraus und ich los. Wegener stand im Lastraum und peilte nach den Bandbergen die Richtung. Es wurde ein wundervolles Erlebnis. Eine weiche Schneedecke lag jetzt auf dem Inlandeis, so dass der Schlitten wie auf Daunen daherschaukelte. Die ausgezeichnete Sieht Hess uns das Depot bei km 25 und damit den Anschluss an den markierten Weg finden. Mit Hilfe eines dort schnell aufgegriffenen Paketes mit Fahnen steckten wir auf der Rückfahrt den Weg bis zu unserem Zelt aus. So kurz die Fahrt auch war, ihr Eindruck auf uns war überwältigend. Nun wussten wir, wie es ging, wenn Petrus wollte! Klare Sicht, kein Gegenwind und gute Bahn, Herz, was begehrst du mehr!! Selbst die Steigungen hatten uns nichts anhaben können, unsere Schlitten nahmen sie mit Schwung. Unsere Freude sollte aber nicht lange dauern. Schon am selben Abend tobte wieder der Sturm über das Inlandeis; übermannshohes Schneefegen Hess uns «Schon auf den Sohlen?» frage ich erstaunt den Landstreicher. Er kneift ein Auge zu und deutet südwärts: «Luzern-Gotthard-Lugano-Tessin!» Und unterirdisch geht wieder der Sturm durch die Erde. Im Motorschlitten durch Grönland Von Kurt Schif. nicht mehr die Hand vor den Augen sehen. Der Versuch, am nächsten Tag trotz dieses fürchterlichen Wetters eine Fahrt mit Last auszuführen, scheiterte. Nach wenigen Kilometern blieb der « Schneespatz » am Hange stecken und konnte nur mit Mühe wieder flottgemacht werden. Endlich, am 5. September, glückte die erste grössere Reise. Zwar waren die Wetter Verhältnisse immer noch reichlich schlecht— wir hatten wieder Gegenwind und Schneefegen —, aber wir kamen wenigstens vorwärts. Bei 50 km Randabstand krebsten wir die Hänge im Fussgängertempo, immer « kreuzend », hoch. Das andauernde Schneefegen, das mit dem Gegenwind unmittelbar auf uns zukam, gab dem Inlandeis den Anschein, als ob dessen Oberfläche in rasender Bewegung wäre, und täuschte uns in der Führerkabine eine « Affenfahrt » »der Schlitten vor. Wir schwammen förmlich in dem weissen Chaos, aus dem von Zeit zu Zeit die schwarzen Fähnchen der Wegmarkierung auftauchten und wieder verschwanden. Da wir weder Himmel noch Boden sahen, merkten wir nur an den Stössen, die wir beim Ueberfahren der harten Schneewehen bekamen, dass wir auf dem Boden fuhren. Von km 50 ab wurde es besser. Das Gelände wurde flacher, so dass wir geradeaus Richtung Osten fahren konnten. Nach sechseinhalb Stunden Fahrzeit war unser Benzintank leer. Wir waren bei km 85 angekommen. Dort deponierten wir unsere Last, die hauptsächlich aus Benzin bestand, tankten von unserem Vorrat und traten wieder die Heimreise an. Mit leeren Schlitten, den Wind im Rücken und bergab hatten wir leichte Fahrt. Leider konnten wir diese günstigen Verhältnisse nicht so ausnutzen, wie wir es gewünscht hätten, da die Unebenheiten des Geländes so gross waren, dass im allgemeinen nicht mehr als 30 > Kilometer Stundengeschwindigkeit gefahren werden konnte. Bei höheren Geschwindigkeiten bestand die Gefahr, dass das Fahrwerk der Schlitten zu Bruch ging. Nach einer herrlichen dreieinhalbstündigen Fahrt erreichten wir am selben Abend wieder unser Zelt beim Depot « Start». Die Erfahrungen, die wir auf dieser Reise gesammelt hatten, waren ausschlaggebend bei der Einteilung unseres Fahrtprogramms. Abgesehen davon, dass das Wetter der vorgeschrittenen Jahreszeit entsprechend bereits grosse Schwierigkeiten mit sich brachte, hatte sich doch auch gezeigt, dass die Motoren für die im Randgebiet liegenden Steigungen und bei dem starken Gegenwind etwas zu schwach waren. Wir waren deshalb auf die Tage mit einigermassen günstigen Wetterverhältnissen und mit leidlicher Fahrbahn angewiesen. Bezüglich der Zuladung wurden unsere Erwartungen erfüllt: Wir konnten 500 Kilogramm reine Nutzlast je Schlitten befördern. Ungünstiger stand es aber mit den Geschwindigkeiten und infolgedessen mit der Reichweite. Zwar hatten wir bisher nur die besonders schlechten Verhältnisse des Randgebietes kennengelernt — jenseits dieser Zone waren die Fahrbedingungen iingleich besser —, doch genügten diese Erfahrungen, um uns von der Notwendigkeit zu überzeugen, die Strecke bis « Eismitte » zu unterteilen und auf die einzelnen Abschnitte Brennstoffdepots vorzuschieben, da unsere Tanks nur Brennstoff für sechs bis sieben Stunden Fahrzeit fassten. Und nun begannen wir zu fahren, was das Zeug hielt. Bei jedem annehmbaren Wetter brummten die Motoren, klapperten die Kufen über die Schneewehen, und die Schlitten ächzten unter ihren Lasten, dass sich die Achsen bogen. Buchstäblich zu nehmen! Die Hinterachsen beider Schlitten hatten zuletzt verzweifelte Aehnliehkeit mit einem Flitzbogen. Aber darauf konnten wir keine Rücksicht nehmen. Für uns gab es jetzt nur noch eine Parole: Last fahren, hinein nach « Eismitte >, so schnell wie möglich, ehe der Winter da ist! Wegener verliess uns wieder, er ging zurück zu Weststation, um die letzte Hundeschlittenreise dieses Jahres vorzubereiten. In der folgenden Zeit konnte jeder Schlitten an sieben Fahrtagen rund 800 Kilometer zurücklegen. Trotzdem das Wetter in dieser Zeit nicht immer freundlich gewesen war, war es bei diesen Fahrten gelungen, unter Ausnutzung jeder Fahrgelegenheit sämtliche Brennstoffdepots für eine Reise nach «Eismitte» anzulegen und neben 1000 Kilogramm Brennstoff und Oel die für die Station «Eismitte » bestimmte Last: das Haus für die Ueberwinterung, 500 Liter Petroleum, Hausrat und Instrumente, insgesamt etwa weitere 1400 Kilogramm, nach km 200 zu bringen. Gelegentlich versuchten zwar unsere Motoren, unfreundlicherweise zu streiken. Als es ihnen zu kalt geworden war, vereisten die Brennstoffzuleitungen und die Vergaserdüsen. Auch Hessen sie sich mehrfach lange Zeit nötigen, ehe sie sich zum Anspringen bequemen konnten. Ein Oeltankbruch bei km 85 hätte leicht verhängnisvoll werden können, wenn wir den Schaden nicht noch rechtzeitig bemerkt hätten und ihn mit unsern Universalmitteln: Bindfaden, Isolierband und Draht behelfsmässig hätten abdichten können. Wir hatten auch bald gelernt, bei unsichtigem Wetter zu fahren. Der Führer Herrn Collins Abenteuer Roman von Frank* neuer. '(Fortsetzung aus dein Hauptblati) Das war richtig. Kenyon gab es seufzend zu und nahm Abschied. Seit dem Attentat gegen die Dion-Bouton-Gesellschaft Samstag, den 26., hatte die Ausgabe des falschen Geldes wie durch einen Zauberschlag aufgehört. Und seither waren drei Tage verflossen. Drei Tage! Ja, und in weiteren vieren sollte er sein Versprechen einlösen. Er raufte sein rotes Haar und war nahe daran, aus Verzweiflung über seine übereilte Prahlerei in der «Daily Mail» seine soignierten Kleider zu zerreissen. In was für eine Sache hatte er sich da gestürzt! Es war unmöglich, absurd, wider die Natur! Die grossen Fälle — die Dion-Bouton-Geschichte und die Amsterdamer Affäre — gaben keine Spur; nun wohl, es war ausserordentlich geschickt gemacht, doch immerhin möglich. Aber diese Hunderte von kleinen Fällen! Die mussten doch eine Spur hinterlassen, bestimmte Schlussfolgerungen ermöglichen, die Details mussten sich wiederholen, die Verbrecher konnten doch die Waren, die sie erstanden hatten, nicht aus der Welt schaffen. Aber die Fälle führten nicht zu einer, sie führten zu hundert Schlussfolgerungen; die Details wiederholten sich nicht, oder wenn, so nur infolge der einförmigen Phantasie der Zeugen; und die Verbrecher schienen tatsächlich sich selbst so wie ihre unehrlich erworbenen Waren fortzaubern zu können. Voll dumpfer, zorniger Wut arbeitete Kenyon an seiner einzigen übrigen Theorie weiter und sah sich mit jedem Morgen einen Tag näher seinem Ruin. Am Donnerstag, den 1. Mai, war es ein recht veränderter und demütiger Herr Kenyon, der gegen zwölf Uhr zur Scotland Yard kam, um sich nach neuen Details zu erkundigen. Mit ironischer Höflichkeit hatte sich nämlich die Detektivzentrale beeilt, Herrn Kenyon alle ihre Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. Voll stummer Gebete, dass die Mächte doch einen neuen Anhaltspunkt gesandt haben möchten, stellte er die gewöhnlichen Fragen an einen der Beamten, nur um die gewöhnliche Antwort zu erhalten: Nichts Neues, Mr. Kenyon! Und er war schon im Begriff, sich wieder zu entfernen, als der junge Beamte ihn zurückrief: «Einen Augenblick, Mr. Kenyon.» sagte er. «Vielleicht habe ich doch etwas, was Sie interessieren kann. Das heisst ich glaube nicht, dass es von Bedeutung ist. Das Kontor der London County and Westminster Bank in Holborn hat uns mitgeteilt, dass sie regelmässig Posten falscher Münzen unter dem Geld gefunden haben, das ihnen von einem ihrer Kunden eingelegt wurde, M. Adolphe Lavertisse, der ein Kuriositätengeschäft Southampron Road 138 hat. Die Bank selbst legt kein Gewicht darauf, da sie mit M. Lavertisse schon seit ein paar Jahren in Geschäftsverbindung steht und er ein ansehnliches Guthaben bei ihnen hat. Aber vielleicht kann es doch zu irgendeiner Spur führen.» «Nicht wahrscheinlich,» sagte Kenyon bitter, «in dieser verdammten Affäre führt nichts zu einer Spur. Wie lange hat dieser Lavertisse das Geschäft?» «Ich glaube, zwei Jahre.» «Nun ja, ich werde gelegentlich zu ihm hineinschauen. Guten Morgen!» Kenyon ging in womöglich noch schlechterer Laune, als er gekommen war. Pfui Teufel, war das eine Angelegenheit! Und binnen vierundzwänzig Stunden musste er über die Verbrecher im klaren sein! Ja, das sah-wahrscheinlich aus, ein rasches Ende von Mr. Kenyons Laufbahn schien so gut wie sicher. Denn die letzte Theorie, die er noch übrig hatte, versprach auch nicht viel mehr Ausbeute als die anderen. Was sollte er nun mit diesem Lavertisse machen? Er sah auf seine Uhr, die gerade zwölf zeigte, und fand es zu früh, um den Lunch zu nehmen, weshalb er zehn Minuten später aus einem in aller Eile genommenen Taxi vor M. Lavertisses Geschäft in Southampton Road ausstieg. Man konnte ja immerhin vor dem Lunch einen Blick hineinwerfen. M. Lavertisses Geschäft nahm das ganze Erdgeschoss eines alten dreistöckigen Hauses ein, und seine Auslagefenster, die künstlerisch arrangiert waren, zeigten eine bunte Sammlung aller erdenklichen Kuriositäten. Indisches Porzellan, alte Holzschnitte von Cruikshank, eine Serie Zeichnungen von Aubrey Beardsley, Kupferstiche nach Bildern von Lancret und Boucher, gehämmerte arabische Metallarbeiten, eine Serie grotesker Menüs von zehn Diners, gegeben vom Marquis von Anglesea, ein Taktstock, der Leoncavallo gehört hatte, ein Notenheft, Bizet signiert, und ein anderes, den Namen Sullivan tragend — solche Dinge füllten in wohlberechneter Unordnung das Schaufenster. Gerade über der Front war ein Anschlag angebracht, der fragte: Do you collect? und die stolze Antwort trug: Then there is nothing we cannot procure. M. Lavertisse scheint ein Mann zu sein, der seine Sache versteht, murmelte Kenyon, und trat in den Laden. Dieser war für den Augenblick leer, aber aus dem Raum daneben hörte man zwei Stimmen. Was sie sprachen, konnte Kenyon nicht unterscheiden, aber er glaubte zu merken, dass die Sprache französisch war. Die Stimmen waren energisch, aber gedämpft, und die Redenden schienen erregt zu sein. Plötzlich gelang es Kenyon, ein Wort zu unterscheiden, und es interessierte ihn, denn