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E_1933_Zeitung_Nr.049

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ang für die Verbraucher

ang für die Verbraucher in den Bedarfsländern mit sich bringen wird. Allerdings 1. April 1930 zugelassen waren, das Ein ein- nenwagen sind nicht weniger als 6576 deut- folgenden Monate gewiss davon überzeugen, en, ehe, die in der Zeit vom 1. April 1929 bis den 7367 neu in Verkehr gelangten Perso- beharren, so werden ihn die Ergebnisse der ist daran zu erinnern, dass der Preis des halbfache des Jahresbeitrages der Kraftfahr- scher Fabrikation und nur 800 Fahrzeuge dass er sich mit dieser Fiskalpolitik auf a Rohöles oder des Benzins bei der heute in zeugsteuer als Ablösungssumme zu entrich- stammen aus dem Auslande. gänzlich falschen Wegen befindet. go. v- v allen Staaten zutage tretenden Tendenz ten. Die Anträge müssen bis zum 1. Okto- Die neue Steuerpolitik hat natürlich auch Dj Die e amerikanische Autoraobil-Produktio Automobil-Produktionon der zunehmenden fiskalpolitischen Belastung nur noch von nebensächlicher Bestellt sein. Der Betrag kann in zwei Hälften gewirkt. So meldet die Firma R. Bosch einigten Staaten und Kanada zusammen aufa deutung ist. Wy. entrichtet werden, und zwar die erste Hälfte A.-G., dass seit Neujahr rund 1200 Arbeits- 188,284 jgg^ Automobile. Dies stellt seit Juli 1932 Der Rückgang des Motorfahrzeugverkehrs ber 1933 beim zuständigen Finanzamt ge- auf die Automobilindustrie äusserst belebend bezifferte sich im Monat April in den- Ve Ver- bei Antragstellung, die zweite Hälfte ein kräfte neu eingestellt werden konnten und das' höchste Monatsergebnis dar und ist ist um u hat, neben manchen andern wirtschaftlichen Vierteljahr später. die Belegschaft bereits wieder 9000 Mann 2\% 21% günstiger als die Produktion im gleichen en Nachteilen, vorab eine unbefriedigende Ausnützung der zur Verfügung stehenden Gakünftig von direkten Fahrzeugsteuern fast fangreiche Material- und Maschinenbestel- gesamt 125,224 224 Einheiten hergestellt wurden, rage-Räumlichkeiten zur Folge. Die finan- vollständig befreit ist, braucht es in der lungen vorliegen, werden sogar weitere Neu- bedeutet der Aprilabschluss eine Verbesse- se- Während also der deutsche Automobilist zahlt. Da aus der Automobilindustrie um- Monat M des Vorjahres. Da im März 1933 inszielle Ueberlastung der Fahrzeughalter führte Schweiz die grössten Anstrengungen, um nur einstellungen ins Auge gefasst. Ebenso gün- rung um 50,5%, 50,5%. auch zu einschneidenden Sparmassnahmen, zu erreichen, dass die Steuern in Raten be- stig lauten die Meldungen von den Daimler- Die j-)j e Produktion der ersten 4 Monate diezahlt werden kann, von einem Abbau der Benz-Werken, welche ihre Belegschaft in ses Jahres beziffert sich sich somit somit auf auf 575,033 Ersparnisgründen ihre Fahrzeuge Tag undBeträge gar nicht zu reden. ß diesem Jahre schon um rund 3000 Arbeitneh- Fahrzeuge und weist einen Vorsorung Vorsprang von Nacht im Freien stehen zu lassen. Bemer- mer erhöhen konnte. Der Auftragseingang 5% gegenüber der gleichen Zeit des jah- 5% eetrpnühpr der deichen 7eit des Voriah- lewelche viele Besitzer dazu veranlassten, aus kenswerte Zahlen vom Ueberangebot an Qaragen enthält der Geschäftsbericht des deut- Ien 159,678 u f «J fZlZrX^onenSl Wie die Verkehrsgesetzgebung sich aus- res auf. Von der Monatsproduktion entfa' al- en. war so befriedigend, dass die Werke für die £ f wirkt. Die vom Bureau Permanent des Cons- nächsten Monate voll beschäftigt sind. Die 1 t Einheiten auf schen Reichsverbandes der Garagenbesitzer. Diese 5 o ß78 Einheiten auf Personenwagen trueteurs d'Automobiles durchgeführte Sta- Adlerwerke habe« ihrerseits die Zahl der Df^B^lo^^alZcStZ^^^ Branche ergab also eine um 26% hone h Nach dessen Angaben wiesen die Einstellräumlichkeiten in den gewerbsmässig betrie- Weise den Einfluss der behördlichen Mass- um 51% höhere Leistung als der März 33. tistik zeigt in ausseiordentlich interessanter Arbeiter auf rund 5000 Mann erhöhen können J"!* here e Produktion p^uktion alsder der April Aori" 1932 und eine und bereits wiederum eine Tagesproduktion [%^% höhere Leistung als der MäS1933 benen Garagen im Jahre 1929 eine Besetzung nahmen auf die Entwicklung des Automobil- Die Herstellung von Nutzfahrzeugen ist imi von 80 Fahrzeugen erreicht. g ^ K v?n Nutzthrteugen ist im von durchschnittlich 93% auf. Diese ging im Verkehrs Die in Italien und Deutschland ge- Vergleich zum Vorjahre nur um 0,2% ös- Dem gegenüber meldet Frankreich einen Vergleich zum Vorjahre nur um 0,2% gröswahrten Steuererleichterungen haben einen symptomatischen Rückgang der Steuerein- ser. Die Besserung der k- Jahre 1930 auf 83% zurück und betrug im ser. Die Besserung der Automobilprodukbedeutenden Aufschwung der Automobihn- tion ging über die saisonmässig bedingte B nahmen aus dem Motorfahrzeugverkehr, ob- tion ging über die saisonmässig bedingte Be- Jahre 1932 sogar nur noch 60% im Mittel für das ganze Reich. Dabei reduzierten sich die dnstne und des Verkehrs zur Folge, wah- lebung hinaus und scheint auch im Mon nat woM dje Steueransätze zu Beginn dieses lebung hinaus und scheint auch im Monat Erträgnisse der monatlichen Mietsgebühr auf Mai angehalten zu haben. z. rend m andern Saaen die Entwicklung sa- Jahres neuerdings erhöht WQrden rund 57% gegenüber dem Stand von 1929. sind. Die Maj angehalten zu haben. z. Belebung in der amerikanischen Automnio- Steuerbefreiung wird eine baldige Besse- sten Staaten zeigt die Statistik des I. Quar- h t b di Qrenze des Traabaren über- Belebung In der amerikanischen Automo- Die neuerdings in Deutschland gewährte gmert oder rückläufig ist. Für die wichtig- den Fahrzeugbesitzern zugemutete Belastung J * ,' „ , t bilindustrie. Neben andern, mehrheitlich aus, saisonmässigen Gründen bedingten Ge- eit rung der unerfreulichen Lage im Garagegewerbe zur Folge haben, da diese Massnah- Personenwagen Lastwagen Deutschland, das seinerzeit in den nämlichen speziell Sa ' S0 "^af t* folgendes Bild: Sritn utd zSgt^un gleich wie früh^Mn Schäftsbelebungen, ^f« strie : Nebe " macht andern, sich mehrheitlich in letzter Ze au, in S Jder g€n amerikanischen Grund v. en . J^1" Automobili 2 en 9: hinmen bereits äusserst belebend auf den Fahrzeughande! wirkten. z. + _ + _ pphlpr vorfailpn war wwir,Tnrhnn nev* dustrie Schaftsbelebungen, eine merkbare macht Produktionssteigerun sich m letzter Zeit ÄS* " % 43% 3? % 53 % ReS^I^MZSS^deTS: geltend. ?°? e11 Die l» der Tageserzeugung y^P iS ? 6 wr der Ati< Fordwer r° blUn ke - Die Steuer-Ablösung für gebrauchte Wagen In Deutschland. Der geradezu revolutio- England 9,7% 1.6% Jahr auf 162 Mill veranschlag Nach den geltelKl Stück. - Die Mit Tageserzeugung nahezu voller Kapazität der Fordwerke soll en FrankreicS 9,2% 14 % höhten Benzinsteuer wurde für das laufende du erhöhte f. tne . e » ne sich merkbare um 500 Produktionssteigerung Einheiten auf 500 25 när anmutenden Steuerbefreiung fabrikneuer Italien 138,5% 15,3% Ä-S!« F,«5Üi«irf S ftr AIT m« erhöh Hudson te und sich Buick um 500 arbeiten, Einheiten während auf 2500 die Wagen folgt nun eine fast ebenso weitgehende fiskalische Entlastung für die älteren s S C S% S % kus kaum mehr als 70 Mill. aus dieser Neu- ausgebracht Stuck. Mit haben. nahezu Auch voller die Kapazität Plymout sollen th- •Normo«« !&fi% AS

N»49 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 15 Zum Benzfn-Abkommen. (Schluss von Seite 5.) 2. Was für Kompetenzen bestehen auf diesem Gebiet: a) für das Departement? b) für die Handelsabteilung? c) für die Preiskontrolle? 3. Es ist im Brief vom 19. April von Verhandlungen, Examen, Einführung von Preiszonen. Preispolitik usw. die Rede. Von der allgemeinen Wirtschaftspolitik aus gesehen, kann doch als grosser Leitsatz für alle derartigen Betsrebungen nur der Schutz der Exportindustrien in den Vordergrund gestellt werden, und nur darum ist die «Carbura» gegründet worden, damit ein geregelter Kompensationsverkehr im Import und Export möglich ist Eine unserer wichtigsten Exportindustrien ist der Fremdenverkehr. Warum werden seine gegebenen Vertreter, zu denen in allererster Linie auch der A. C. S. gehört, nicht zur Beratung herangezogen, wenn weittragende Regelungen geschaffen werden sollen? 4. Der A. C. S. vertritt ebenfalls die schweizerischen Automobilisten, für die das Automobil in der weitaus grössten Zahl der Fälle ein Arbeitswerkzeug ist. Auch sie haben ein unbedingtes Bedürfnis nach billigen Benzinpreisen, und eine allgemeine Kostensenkung, die zur Behebung der Krise erforderlich ist, erfordert ebenfalls billige Benzinpreise. Was für Interessen zuliebe ist nun der billige Benzinpreis der letzten Monate geopfert worden? Die Engros-Einstandspreise sind gleich geblieben (Zisternenpreis Fr. 13.70), die Detailpreise sollen im Mittel auf 38 Cts. erhöht werden, die von Colijn als «viel grösser als in andern Ländern» bezeichneten Entschädigungen an die Pumpenhalter werden von den Mitgliedern der «Carbura», denen vom Departement ein Monopol mit völliger Auswertungsfreiheit in die Hand gegeben wurde, zu verringern versucht: Es entsteht eine beträchtlich höhere Zwischenhandelsmarge. Diese kommt in erster Linie den Trustimporteuren zugut, die nicht nur Importeure und Zwischenhändler, sondern mit ihren Vertragssäulen und Servicestationen auch Detaillisten sind, also vollständige vertikale Verteilungsorganisationen, die sonst heute nicht nur nicht geschützt, sondern von vielen Seiten angegriffen werden. Was für Gründe führen das Departement dazu, auf Kosten der einheimischen Gewerbe und Konsumenten und einer der wichtigsten Exportindustrien ausgerechnet diesen ausländischen Trusts zu ermöglichen, hohe Preise diktieren und die durch übermässige Investitionen entstandenen Verluste wieder einbringen zu wollen? 5. Ist sich das Departement bewusst, dass auf dem bis jetzt eingeschlagenen Wege eine Reorganisation des Schweiz. Benzinmarktes ausgeschlossen ist, d. h. solange nicht entweder ein absolut verfassungsentsprechendes Bundesmonopol oder dann Konventionen unter Mitwirkung aller Interessierten geschaffen werden? Das Privatmonopol der Importeure, die nun jedem Benzin-Detaillisten nicht nur vorschreiben wollen, wieviel er verdienen und zu welchem Preise er verkaufen darf, sondern die di- Tekt unmoralischen Geschäftsmethoden rufen, kann und darf nicht zu einer derart stabilisierten Lage führen. (Unmoralisch ist das Verlangen der Importeure, dass überall der « offizielle Zonenpreis » angeschrieben werde, an «Stammkunden» aber eine Marge bis zu 2 Rappen gewährt werden könne. Der Erfolg wird sein, dass überall zu diesem reduzierten Preis verkauft wird, obwohl ein höherer angeschrieben ist. Dies wäre noch der günstigste Fall, denn heute ist in Zürich wohl unter dem Druck der Importeure an fast allen Säulen ein Preis von Fr. —.38 angeschlagen, verkauft wird aber an vielen Säulen nicht nur zu Fr. —.35, sondern zu Fr. —.33. Unmoralisch resp. geschäftlich unsinnig ist die Bestimmung in der «Rahmenkonvention», dass auch den einzelnen Garagen die Abgabe von Bons-Heften gegen Vorauszahlung mit Kassaskonto verboten sein soll. Damit wird das Geschäft gegen Vorauszahlung glatt verunmöglicht und der Garagist wird direkt gezwungen, Benzin zu kreditieren und seinerseits bei den Lieferanten wieder Schulden zu haben. Viele kleine Autogewerbebetriebe sind auf -diese Art überschuldet oder haben sich auf diese Art ihr Betriebskapital verschafft (die Verluste, die daraus notwendigerweise entstehen müssen, gehen selbstverständlich wieder zu Lasten der Konsumenten und verteuern wieder das Benzin.) 6. Ist das Departement bereit, entweder wieder dio freie Konkurrenz als Preisregulator auf dem Benzinmarkt zu ermöglichen, oder, wenn schon eine im Widerspruch zur Gewerbefreiheit stehende Regelung durchgeführt werden soll, alle interessierten Kreise anzuhören und zur Beratung und Beschlussfassung heranzuziehen? Zur Abklärung dieser Punkte wurde vom Volkswirtschaftsdepartement Ende Mai eine Besprechung einberufen, an welcher der A. C.S. durch seinen Generaldirektor Primault vertreten war. Zusammenfassend wurde er wie folgt orientiert: Die Ratanenkonvention bildet eine vorläufige Grundlage. Die Art. 16 und 21 bieten Gewähr dafür, dass jede Willkürlichkeit in der Festlegung der Detailpreise verhindert wird. Das Volkswirtschaftsdepartement leitet seine Kompetenzen zur Einwirkung auf den Benzinmarkt auf den Auftrag zurück, welcher ihm vom Gesamt-Bundesrat im Zusammenhang mit den gesamten Kontingentiernngsmassnahmen und dem Kompensationsverkehr Uberbunden wurde. Die durch die Entwicklung des Fremdenverkehrs bedingten Probleme werden mit ganz besonderer Sorgfalt von seiten des Departementes überwacht, das mehr wie jede andere Instanz, über die Bedeutung orientiert ist, welche die Fremdenindustrie für - unsere Handelsbilanz spielt. Wenn auch der Schweiz. .Benzinmarkt an die Verhältnisse des • internationalen Marktes angepasst werden soll, so heisst dies noch keineswegs, dass es sich nur darum handle, darüber zu wachen, dass der Schweiz. Detailpreis niedriger sei als im Ausland, sondern es gilt vielmehr einen Grundpreis festzulegen, welcher auf dem Gestehunsrspreis und allen Nebenkosten, die den Wiederverkaufspreis beeinflussen, basiert. Gerade die Art. 16 und 21 sind dazu berufen; die vom Club geäusserten Befürchtungen zu zerstreuen. Bei der Festlegung, der. in diesem Artikel erwähnten Relation zwischen den einzelnen Preisfaktoren, werden folgende Elemente besonders geprüft: die Kosten des Zolles, des Transportes, der Einlagerung, sowie die angemessene Gewinnmarge. Diese Faktoren, welche fast unverändert bleiben, kommen zum Ankaufspreis ab Grenze (der zur Zeit Fr. 13.70 pro 100 kg beträgt) dazu und ergeben den Fassverkauf- und Säulenpreis. Auf diese Weise wird der Konsument am raschesten von den Preisschwankungen auf dem Markt profitieren und braucht keine Preiserhöhung, die allein auf seine Kosten geht, zu befürchten. (Die anlässlich der Besprechungen zufolge des Preisrückganges auf dem Weltmarkte und dem Sinken des Dollars vorausgesehene Senkung des Detailpreises ist inzwischen ja bereits eingetreten.) Dagegen ging man mit dem Vertreter des Clubs darin einig, dass in der Preisbildung ein Unterschied zu machen sei, beim Barverkauf grösserer Quanten gegenüber der Lieferung auf Kredit. Es wurde darauf hingewiesen, dass Art. 21 der Konvention die Möglichkeit biete, in dieser Beziehung eine vorteilhaftere Regelung anzustreben, indem die paritätische Kommission, in welcher auch die Konsumenten vertreten sein sollen, die notwendigen Kompetenzen hat, um hier zu intervenieren. Es ist erfreulich, dass durch diese Intervention verschiedene Punkte, welche die Konsumenten besonders interessieren, zur Abklärung gelangten. Was übrigens die Carbura. Schweiz. Zentrale für den Import flüssiger Brennstoffe, anbetrifft, so ist durch ein Bundesrats.beschluss vom 3. April in Albänderung der vorangehenden Beschlüsse festgelegt worden: Das eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement ist ermächtigt, aus Billifkeitsgründen ausnahmsweise durch die Sektion für Einfuhr ausserordentliche Einfuhrbewilligungen für Waren erteilen zu lassen, deren Einfuhr gemäss Bundesratsbeschluss Nr. 7 vom 29. Juni 1932, Art. 3 und 4, nur kraft Einfuhrbescheinigungen der «Carbura», Schweizerische Zentrale für den Import flüssiger Brennstoffe, und des Verbandes Schweizerischer Schmierölimporteure zulässig ist. Alle von der Sektion für Einfuhr auf Veranlassung des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements bis jetzt ausgestellten ausserordentlichen Bewilligungen bestehen zu Recht Amtliche Mitteilungen Gewichtsbeschränkungen für Brücken Im Kanton Bern. Dutch beendete Verstärkungsarbeiten können für nachfolgende Brücken, die gestützt auf Regierungsratsbeschluss vom 31. Dezember 1932 nur mit beschränkten Gewichten befahren werden dürfen, folgende Neueinteilungen vorgenommen werdan: 1. Hofbrücke bei Innertkirehen. Bisherige zulässige Maximalbelastung 8 t, ab 1. Juni 1933 befahrbar mit einem Maximalgewicht von 10 t. 2. Wilerbrücke bei der Station Brienzwiler. Bisherige Maximalbelastung 8 t, neu zulässige Maximalbelastung gemäss Art. 10 und 65, Abs. 2, Ziffer a, d. h. Maximalgewicht 16 t, gemäss V.-O. zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr. 3. Brücke über die Weisse Lütschine in Zwei- Iütschinen. Bisherige Maximalbelastung 8 t, ab 1. Juni gemäss Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz wie sub 2 hiervor. Der Baudirektor des Kantons Bern. Anmerkung der Red.: Damit erfolgt bereits wieder eine erfreuliche Lockerung des Regierungsratsbeschlusses vom 31. Dezember 1932, wonach bei 56 Brücken innerhalb des Kantonsgebietes das Befahren durch Motorfahrzeuge über gewissen stark beschränkten Gewichtsgrenzen verboten wurde. Wie erinnerlich, ist seinerzeit sowohl von den Lastwagenbesitzern wie auch den Vertretern des Oberländer Fremdenverkehrs gegen diese Verfügung beim Bundesrat Einsprache erhoben worden. Anlässlich einer gemeinsamen Sitzung stellte der kantonale Baudirektor ein Programm für die etappenweise Verstärkung oder den Umbau der Brücken in Aussicht, welche nach der Ansicht seines Departementes die im Gesetz gestatteten Höchstgewichte im jetzigen Bauzustand nicht zu tragen vermöchten. Gleichzeitig wurde die sofortige Inangriffnahme der Verstärkung jener Brücken zugesichert, welche für den Verkehr nach dem Oberland besonders wichtig sind. Die obige Mitteilung bringt nun das Ergebnis der «rsten Bauperiode und ist zu hoffen, dass weitere für den Durchgangsverkehr bedeutsame Brücken den gesetzlichen Anforderungen angepasst werden. Soviel uns bekannt ist, wurde die Beschwerde beim Bundesrat noch nicht zurückgezogen, da vorab die Lastwagenbesitzer noch eine weitergehende Anpassung der übrigen Brücken an die im Automobilgesetz erlaubten abwarten wollen. T. C. S. Autosektion Aargau Maximallasten Aus den Verhandlungen des Vorstandes. Der Vorstand beschäftigte sich in der letzten Sitzung mit der neuen Initiative des T. C. S., mit der Anpassung der Autos an die Erfordernisse der neuen eidg. Verordnung. Eine Grosszahl von Fahrern hat sich bis heute noch nicht daran gemacht, die Automobile den Vorschriften der eidg. Verordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrverkehr anzupassen. Es handelt sich vor allem um die Bestimmungen über die Beleuchtung, die Richtungsanzeiger, das Rücklicht, das Stoplicht und die Warnsignale. Diese Anpassung an die Vorschriften hat bis Ende 1933 zu erfolgen. Um diese Anpassung den Automobilisten zu erleichtern, wird der T. C. S. im Laufe dieses Jahres in Verbindung mit der Kantonalsektion und unterstützt von kant. Polizeiorganen, Kontrollen durch Spezialisten organisieren, die freiwillig sind und gratis erfolgen. Sie haben den Zweck, festzustellen, welche Aenderungen an einem Wagen: auszuführen; sind, damit er den gesetzlichen Bestimmungen Genüge leistet. Nach vollzogener Kontrolle wird jedem Fahrer auf einem besondern Schein, der noch den Stempel des offiziellen technischen Experten trägt, angegeben, welche Aenderungen am Fahrzeug vorzunehmen sind. Jeder Fahrer kann dann die auf der Karte angegebenen Aenderungen in der Werkstätte ausführen lassen, die ihm passt. Im Aargau sind solche Kontrollen vorgesehen in Möhlin, Brugg, Baden, Aarau, Lenzburg, Zofingen und Muri. Die Zeit der vorgesehenen Kontrolle wird unsern Mitgliedern in der «Automobil-Revue» noch bekanntgegeben werden. SEKTION SOLOTHURN. Ballonverfolgung. Die Voraussetzungen für ein gutes Gelingen dieser ersten Veranstaltung der Sektion Solothurn des A.G.S. in dieser Session waren die allerbesten. Am Morgen zur Füllung des Ballons «Basel» auf der Aamiatt Sonnenschein \mä Windstille, ein Wetter, wie man es sich zu einem Ballonaufstieg nicht schöner hätte wünschen könen. Gegen 11 Uhr, zum StaTt des «Basel» und der ihn verfolgenden Automobile, hob eine kleine Bise zu wehen an. Der ebenfalls gemeldete Ballon «Helvetia» konnte infolge eines Unfalles, den sich dessen Führer, Oberlt. Lüscher, bei der Landung der letzten Fahrt zugezogen hatte, nicht starten Dessen ungeachtet sammelte sich gegen 10 Uhr längs der Dornacherstrasse beim Gaswerk eine grosse Zuschauermenge, die diesem hier seltenen Schauspiel eines Ballonaufstieges beiwohnen wollte. Schon seit halb 7 Uhr waren Mitglieder des städtischen Unteroffiziersvereins unter deT kundigen Leitung des Ballonführers, Hptm. W. Dietschi, mit der Füllung an der Arbeit. Um 10 Uhr besammelten sich die 22 konkurrierenden Ballonverfolger. Als um 10 Uhr 30 der Ballon prall gefüllt startbereit war, bestiegen als Passagiere dia Herren Oberslt. O. Wyss, 0. Rüfenacht aus Grenchen und Lenz aus Solothurn den Korb. Um 10 Uhr 45 ertönte das Kommando «Los!» und alsbald stieg der Ballon fast senkrecht in die Lüfte, nahm Richtung Zuchwil-Bleichonberg, besann sieb dann eines bessern und nahm, vielen Wünschen der verfolgenden Automobilfahrer gerecht werdend, Direktion gegen das Welschland, immer mehr Höhe gewinnend. Um die Mittagszeit entschwand er über die erste Jurakette unbekantem Ziele entgegen. Sogleich nach dem Start wurden auch die «Verfolger» losgelassen, und es begann die Verfolgung ins Wasseramt, zurück den Leberberg hinauf auf die Höhen der Jurakette, hinunter durch die Taubenlochschlucht, auf die Pierre-Pertuis. Dann ging's plötzlich in forschem Tempo hinauf nach Tramelan, wo der Ballon nach einer Kreuzfahrt über verschiedene Höhen und nachdem er selbst Höhen von über 3000 m erreicht hatte, Anstalten zur Landung machte. Diese gelang ihm denn auch auf einer prächtigen Juraweide. 5 km westlich von Tramelan auf einer — Tanne! Die Uhr zeigte 15.07 als der Führer die Reissleine zog und der Ballon von einer Reihe hart ihn bedrängender aber auch zu Hilfe eilender Autoinobilfahrer sanft zwischen zwei Tannen zur Erde gezogen werden konnte. Sofort wurden mit Hilfe der Ballonverfolger und der in grosser Zahl herbeigeeilten Bevölkerung Hülle •und Reste vom Netz geborgen, verstaut und vorladen. Gemütlicher als die Hinfahrt wurde die jieimfatirt angetreten, und die Teilnehmer, von dieser Fahrt durch den in prächtigem Maiengrün strotzenden Jura hochbefriedigt, trafen sich zur Preisverteilung im Bad Attisholz. Diese, eröffnet durch eine Begrüßungsansprache des Präsidenten, Dir. Pfister, gab ihm Gelegenheit, Seine Befriedigung über den gelungenen Verlauf dieser Veranstaltung auszusprechen, Hptm. W; Dietschi aber auch mit einem silbernen Klubbecher auszuzeichnen. Der Präsident der Sportkommission, N. Fein, verwies auf die Schwierigkeit der durch die aussergewöhnliche Landung des Ballons sich er gebenden Rangierung der Konkurrenten. Die Jury beschloss, diajenigen Fahrer mit einem A.C.S.- Becher auszuzeichnen, die als erste den Ballon erreichten und diejenigen, die laut Reglement in den Besitz der fartigen Wimpel gelangten. Es sind dies in alphabetischer Reihenfolge die Herren Dr. W. von Arx, Jakob Bohli, Max Frei, Dir. 0. Fisehlin, Dr. P Haefelin, 0. Kofmehl, H. Kropf und Fritz Weber. W. P. Au* «•«*•» Vetbändlen CHAUFFEURVEREIN ZÜRICH. An unsere verehrten Ehren-, Frei-, Passiv- und Aktivmitglleder! Unser diesjähriges Gartenfest findet am nächsten Sonntag, den 11. Juni 1933, nachmittags 15 Uhr, in der schön gelegenen Alhambra, am Fusse des Uetliberg, statt. Sollte die Witterung nicht günstig sein, wird der Anlass 8 Tage später durchgeführt; Sonntag, den 18. Juni, dann aber bei jeder Witterung in der neu dekorierten grossen Halle (1000 Personen). Das Fest "wird auch dieses Jahr, wie gewohnt, bei jung und alt grosse Freude auslösen. Der Wirt bürgt für eine sorgfältige Küche und gediegenen Keller. Die nachstehenden Unterhaltungsspiele werden vorbereitet: Preiskegeln, Preisschiessen, Zuckerstockwerfen, Kinderbelustigung, mit anschliessendem Ball-Garten-Konzert durch das bewährte Konzert- und Ball- Orchester « Happy four ». Schöner Gabeneinsatz. Unser Gartenfest soll Rendez-vous aller Berufskollegen, Freunde und Gönnfer sein. Wir' hoffen, dass unsere lieben Mitglieder mit ihren Angehörigen vollzählig erscheinen werden. Unterstützt die Kommission durch Massenteilnahme. Der Reingewinn wird in unsere Unterstützungskasse fliessen. jkui d« A. C. S. Die Kommission. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Rationalisierung auch bei den Vorschriften! Im aufrichtigen Bestreben* zur Verhütung von Automobilunfällen beizutragen, werden aus allen Interessenkreisen zahllose Vorschläge gemacht. Es finden nützliche und unnötige Echo -bei den Behörden oder gar Aufnahme in den verschiedenen kantonalen Vollziehungsverordnungen. Niemand bedenkt ; und am wenigsten der Urheber selbst, welche gewaltigen Kosten durch die Anwendung einzelner Vorschriften auf die ganze Schweiz entstehen und welche beträchtliche indirekte Belastung damit dem Automobilisten 1 zugemutet wird. Der Automobilist, der nur das Bestreben hat, sich und seinen Mitmenschen die grösstmögliche Sicherheit zu bieten, übersieht ebenfalls diese Entwicklung, die nur ganz allmählich zum Bewusstsein kommt Viele ziehen es eben vor, sich auf die schablonenhaft durch Gesetze vorgeschriebenen und auf bequeme Weise mit Geld erkäuflichen technischen Sicherheitsmassnahmen zu stützen, anstatt nach wie vor den Ueberlegungen und Massnahmen persönlichen und geistigen Ursprungs den Vortritt zu lassen. Es ist ja viel angenehmer und dem nervösen Zeitleben angepasster, seinen Wagen, mit übersetztem Tempo, in jeder Situation mit technischen Mitteln zu « beherrschen », als sein Tempo den geistigen Ueberlegungen anzupassen. Dass aber die technische Sicherheit gegenüber derjenigen der menschlichen Ueberlegung weit zurücksteht, wird jedermann zugeben müssen. Die Technik ist doch ein Produkt des Menschen und sollte bei demselben nur so weit Anwendung finden, als er derselben bewusst oder unbewusst überlegen sein kann. Was bezwecken die vorgeschriebenen Vierradbremsen, Richtungsanzeiger, Stoplampen, Signale und Aiblendvorrichtungen etc., wenn sie dem Automobilisten nur dazu dienen, sich diesen Mechanismen auszuliefern? Was bezweckt man mit den unzähligen Kreuzungs- und Kurventafeln, wenn die Kreuzung unter einer kräftigen Signalabgabe im Eiltempo überfahren und die Kurve im gleichen Sinne geschnitten wird? Eine Ueberfülla von Sicherheitsmassnahmen aller Art, wie sie in der Schweiz bereits auf vielen Gebieten bestehen, schläfern die damit beabsichtigte Vorsicht ein und grenzen zugleich an Verschwendung. Sie nehmen vielen Menschen die Veranlassung oder Notwendigkeit zum Denken. Sie machen ihn gewissermassen zu einer Maschine, die nur mechanisch reagiert und gehorcht. Damit verliert der Mensch aber gleichzeitig den mächtigsten Faktor für seine Sicherheit, denn er muss in erster Linie auf sich selbst bauen können. Auch seine materiellen Mittel werden auf diese Weise eu sehr in Anspruch genommen. Sollen sich die Automobilisten durch zu weitgehende Mechanisierung, durch eine Ueberfülle von Signalzeichen und verkehrstechnischer Neuerungen, durch immer ausgedehntere Bemutterung durch Polizeivorschriften den Betrieb eines Fahrzeuges derart verteuern lassen, dass neben vermindertem Zwang zur Selbstkontrolle auch dessen Bedeutung als rationelles Verkehrsmittel in Frage gestellt werden muss? Fahrschulen, durch geeignete Fachleute geleitet, Vorträge und systematische Aufklärung, wie solche von Verbänden und Zeitschriften bereits durchgeführt werden, wirkungsvollere Ueberwachung des Verkehrs durch motorisierte Patrouillen, würden weit mehr nützen als der Klüngel von Vorschriften, die von vielen ungenügend gelesen und beachtet werden. Denken wir nur, um ein Beispiel zu nennen, an jene Kompliziertheit und Umständlichkeit bei den Untersuchungen von Unfällen in gewissen Kantonen, wo umfangreiche Absperrungen vorgenommen werden, wo oft zahlreiche Gerichts- und Polizeipersonen, vereint mit technischen und medizinischen Experten, Photographen usw., stunden- und tagelang tätig sind, dann müssen wir uns nicht wundern ob der immer grösser werdenden Steuerlast. Inwieweit derart umfangreiche Untersuchungen die Sicherheit des Strassenverkehrs zu heben vermögen, bleibt der Beurteilung des einzelnen überlassen. Auf alle Fälle wird damit auf das eingetretene Ereignis weder schadenmildernd eingewirkt, noch die Abklärung der Schuldfrage über das üblich»-Mass hinaus gefördert. Sicherheitsmassnahmen sollen, ja müsse^ verlangt und durchgeführt werden, aber nur'Wnn, wenn die Kosten den Aufwand rechtfertigen und bezahlt machen. Man findet heute, die Bundesbahnen seien eine Verwaltung, die vereinfacht werden sollte. Die starren Vorschriften aber, welche deren Verkehr verteuern, sind so tief verwurzelt, dass deren Abschaffung heute kaum mehr möglich erscheint und naturgemäss gerade dort ara wenigsten Verständnis für einen Abbau vorhanden ist, wo er am notwendigsten wäre. Bevor im Automobilwesen diese oder ähnliche Zustand« eintreten, sollen alle weiteren dem Automobilisten zugemuteten Auslagen, seien sie direkter oder indirekter Art, bei den zuständigen Stellen gründlich geprüft werden. Eine Berücksichtigung dieser Forderungen ist unbedingt notwendig, wenn eine Rückwärtsbewegung im Automobilwesen und der persönlichen Verantwortungspflicht verhütet werden will. H. R. in L. iSf»veda Touren-Antwort: T.A. 911. Süddeutsche «Altstädte-Tour». Ich empfehle Ihnen für Ihre Fahrt zwischen Heidelberg und Würzburg die Strecke über Neckargemünd, Hirschhorn, Eberbach, Erbach, Michelstadt, Amorbach, Miltenberg, Wertheim, Uettingen, Würzburg (163 km), die landschaftlich ausserordentlich schön und durch die malerischen alten Städtchen im Odenwald und Maingebiet sehr reizvoll ist. Bei genügend Zeit ist auch ein Abstecher von Miltenberg aus links über Klein-Heubach nach Klingenberg (11 km), einem hübschen alten Mainstädtchen am Spessart sehr lohnend, oder von Würzburg aus eine hübsche Tour in den Spessart tibeT Remlingen, Marktheidenfeld (Schloss Mespelbrunn) nach Aschaffenburg, und zurück eventuell über die alten Mainstädtchen Oberburg, Wörth, Klingenberg etc. nach Würzburg. Von Würzbur? nach Bamberg Täte ich Ihnen zu folgender schönen und betreffs Strassenzustand wohl besseren Strecke als die über Marktbreit, Burgwindheim: Würzburg, Bergtheim, Werneck, Schweinfurt, Mainberg, Schonungen, Hassfurt, Zeil, Ebelsbach, Bamberg (95 km). Die Strecke Bamberg - Erlangen - Nürnberg ist 59 knu Nürnberg, Ansbach, Lehrberg, Rothenburg (79 km): Rothenburg, Feuchtwangen, Dinkelsbühl (45 km): Eilwangen, Wasseralfingsn, Aalen. Gmüncl, Lorch, Waiblingen, Stuttgart (159 km); Stuttgart, Tübingen, Rottweil, Donaueschingen (105 km); Hüfingen, rechts abzweigen nach Döggingen, Loeffingen, Neustadt, Titisee, Bären.thal, Feldborg, Todtnau;~Schönau, Mambach i. Wiesental, Schopfheim Lörrach, Basel (211 km). Z. U. in G. Touren-rraee: T. F. 912. Fahrt an den Bodensee. Ich bitte um die Zusammenstellung eines Programms für eine zweitägige Fahrt von Zug aus an den Bodensee. Erste Etappe soll Stein a. Rh; $ein, dann sollen die Inseln Reichenau und Mainau besucht werden, ferner das Pfahlbaudorf Uhldingen und eventuell die Zeppelinwerft in Friedrichshafen. Wenn möglich möchten wir in Frage kommende Autofähren benützen. Wo sind diesbezügliche Fahrpläne erhältlich? Sind Reisepässe notwendig? Besten Dank zum voraus. F E. in Z. :