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E_1933_Zeitung_Nr.074

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schon in bleiches Dunkel

schon in bleiches Dunkel geschmolzen. Am Himmel glüht noch Ueberfülle von Licht, manche Mauer strahlt noch edelsteinhaften Schein aus. Rechts überm Strässchen, hinter stillen, alten Bäumen, still und alt, steht Santa Martha, aus rotem Stein, Turm und Giebel noch vom Licht umspült, mit schiefgesunkenem Kreuz auf dem Turmdach. Links vom Wege, durch das Gittertor einer Mauer, sieht der Friedhof heraus, die Gräber umgeben von hohem Gras, hinten an die Rückmauer geklebt ein paar phantastisch blöde Bauten, Grabkapellen wohlhabender Familien aus jüngster Zeit, gottlos scheussliche Steinmetzarbeit, dumm und protzig, späte entartete Frucht am absterbenden Baumeines Glaubens, bei Tage Gift fürs Auge, jetzt aber mit in den Zauber der Abendstunde getaucht, ihre Flächen und. Kanten dem spielenden letzten Tageslicht zum Spielzeug dienend. Vorüber. Auch euch liebt Gott, marmorne und blecherne Grabdummheiten, auch euer törichtes, euer verstimmtes Lied ist Gesang, ist kindliche Klage, kindliche Bitte für sein Ohr. Ein Kauz ruft oben im Walde. Hier und da flüstert das feiste, glänzende Maislaub mit schilfenem Klang. Toll gebärden sich die Bohnengärten. All die am Stock emporgerankten Bohnenpflanzen, all diese hohen Kegel und Pyramiden beginnen für die kurze Zeit der Dämmerung phantastisch zu leben, bilden Kreuze, Haken, Fragezeichen, stehen steif und stolz wie gestelzte Eitelkeit, hängen schief und matt wie müdes Alter, gleichen Giraffen, gleichen alten Hexen, recken barokkes, irres Geranke scharfschwarz gegen den lichten Himmel. Nun geht es durch Wald; schon am Geräusch des Laubes beim Vorüberstreifen fühle ich, dass hier zwischen den Kastanienbäumen auch Buchen stehen, hierzulande selten und schon darum stets willkommen und begrüsst. Plötzlich mündet der Weg in eine breite, stolze Rampe, die zwischen zwei Reihen von Stationenhäuschen zur Madonna hinaufführt. Feierlich leitet der begraste Anstieg zur Kirche empor, einer in hellem, warmem Rotgelb dämmernden Vorhalle entgegen, und hinter Kirche und Bäumen blendet Himmelshelle und durchglänzte westliche Ferne annungsvoll herein, und aufatmend stehe ich oben. Da steht die alte Marienkirche schlafend mitten im schweigenden Walde, einsam am endlosen waldbewachsenen Berghang, und vor der bedachten Vorhalle ist Raum geblieben für eine halbrunde Schanze, eine von niederer Mauer umfasste Pfalz, und von da fällt der Blick unendlich leicht, beschwingt und frei, unendlich erstaunt, gespannt, beglückt und sehnlich, immer weiter gezogen über eine grenzenlos weit gebreitete Berglandschaft mit vielen hundert Gipfeln hin, und darüber in eine noch weitere, noch mächtigere, noch lockendere Himmelslandschaft hinein. Es gibt viel Schönes auf der Erde, Schöneres als dies gibt es nicht. Zu Füssen, vor der kleinen Mauer stürzt der waldige Berg steil in ein kleines, friedevolles, schon nächtiges Wiesental hinab, am jenseitigen Hang dieses nahen Tales kleben ein paar helle Dörfer und Kirchen, nach Südwest öffnet das schwarzgrüne Tal sich gegen den See, mitten im silberspiegelnden, abendblassen See steht thronend ein steiler, runder Kuppelberg, um den zu beiden Seiten das blass schimmernde Wasser die Arme schliesst; dort liegt Caslano, und hinter See und Kuppelberg steigen andere Berge auf, italienische und Schweizer Berge, Höhe hinter Höhe, Kette hinter Kette, zuhinterst und zuhöchst Monte Rosa und blasse Walliser Gipfel, dazwischen Täler mit Dörfern^ Höhenzüge mit Kapellen, Waldrücken und Hütten auf sanften Hügelwellen schwebend, die herrliche Bergreihe des Lema, Gambarogno und Tamaro, und nach links und nach rechts, den ganzen sichtbaren Halbkreis füllend, blaue, schwarze, graue, rosige, luftige Berge AUTÖMOBIL-REVUE 1933 - N° 74 und Bergzüge, endlos hintereinander aufgestellt, alles klar gegen noch rot und golden leuchtenden Himmel gehoben, dessen Wölkchenflammen langsam erlöschen. Hier und da in der Talschwärze glimmen vertraulich kleine Lichter auf — unten im Tal ganz tief und kaum mehr hörbar bellt ein Hund. Und während am Himmel die Feuerspiele dunkler werden und versinken und am Turm der Kirche vorbei der Abendstern ins erkaltende Nachtblau tritt, spielen vor dem hingegebenen Auge die eindunkelnden tausend Formen der Gebirgszüge, Bergprofile und Kämme ein Riesen-Schöpfungstheater mit Drachen, Riesen und Walfischen, umschlingen sich Seeschlangen, wälzen sich Riesenschildkröten. Und das letzte, was dem Nachtwerden noch widersteht und magisch aus der Schwärze geistert, ist die bleiche Fassade der Madonna. Während meiner Rückkehr ist der Wald schwarz geworden, ein uralter wasserloser Brunnen am Weg, mit Tierfratzen, kaum mehr erkennbar. Wo der Pfad aus dem Wald in die Pflanzungen zurückführt, geistert über den Wiesen erschreckend eine fremde, kühle Helligkeit, und während ich noch hinüberstaune, erklärt sich das Wunder, jenseits zwischen den Baumwipfeln kommt der runde, strahlende Mond heraus, ein sanfter Nordwind hält den ganzen Himmel klar und musiziert leise in den Bäumen, über deren dik- Tcen, klumpigen Schatten ein paar blühende Stauden silbern schweben. Auch im Friedhof scheint der Mond, und die schrecklichen Grabkapellen legen lange, schwere Schattenklüfte um das sanft wehende hohe Gras. Dies Gras vom Friedhof darf nicht genützt und keinem Tier gefüttert werden, es wird vom Messner mit der Sichel geschnitten und dann verbrannt. Schlafend liegt der Grotto überm Dorf, die steinerne Maria blickt leer in den Mond, den toten Sohn auf den Knien. Nun stechen vom auftauchenden Dorfe da und dort scharfe weissbestrahlte Wände und Lichtkanten hervor, starr zeichnen die Gartenmauer und der Feigenbaum ihre Schatten auf den Weg, und noch jeder unter den Füssen abrollende Stein rollt seinen Schatten mit. Aus einem dunklen Hause klagt laut eine eingesperrte Ziege, Katzen steigen hochbeinig über den Dorfplatz, tief in alle Winkel und Höfe hinein dringt das Licht- und Schattenspiel. Kein Mensch ist mehr unterwegs. Die besten Lügner. Paris vergnügt sich augenblicklich mit den Lügnern. Wer sich am besten auf das Lügen versteht, kann einen Preis erringen. In einem Lokal auf dem Montparnasse wird dieses seltsame Preislügen öffentlich veranstaltet. Der Andrang sowohl des Publikums als auch der Lügner war so stark, dass der erste Abend dreimal wiederholt werden musste. Den ersten Preis von 300 Francs hat sich ein sechzehnjähriger Botengänger namens Andre Froidefond erlogen. Seine Lüge war schon darum interessant, weil sie eine schöne Liebesgeschichte enthielt. Der Preislügner hat sich übrigens damit eine dauernde Einnahme geschaffen. Ein französisches Blatt verpflichtete sich, alle seine künftigen Lügen gegen gutes Honorar zu erwerben und abzudrucken. Es war eine sensationelle Unterhaltung, in der die besten Wortmacher, Aufschneider und Phantasten ihr Publikum fanden. Der Abend rentierte sich und war so unterhaltend, dass bereits neue Wettbewerbe angekündigt wurden. Erledigt. «Ich fordere Sie jetzt zum letztenmal auf, mir die zehn Franken wiederzugeben, die Sie mir schuldie sind. » « Gott sei Dank, damit ist diese peinliche Angelegenheit also endlich erledigt.» '' ner, Privatgelehrter aus Schwerin,» sagte er in tadellosem Italienisch. «Ich freue mich, Sie begrüssen zu können, Herr Farnaglia!» Eberhard war aufgestanden. «Ich bin überrascht, mein Herr — was verschafft mir das Vergnügen?» «Ich habe Ihren Pass gesehen, Signore!» «Und!» «Ich habe mich sehr gefreut, feststellen zu können, dass er» — Herr Stöckner dämpfte seine Stimme zu einem Flüstern — «aus der gleichen gediegenen und verlässlichen Werkstatt stammt, wie der meine. Deshalb wollte ich nicht verfehlen, Ihnen möglichst sofort meine Aufwartung zu machen.» «Was wollen Sie damit sagen, Herr — Stöckner?» Eberhard hatte sich vollständig in der Gewalt. Stöckner lächelte ein wenig sarkastisch. Er behielt den Flüsterton bei. «Dass Sie so wenig Farnaglia heissen, wie ich Stöckner!» «Sie sind wohl ein wenig ich möchte gerne höflich bleiben, aber was Sie da sagen, ist einfach verrückt!» «Gut, gut! Sie haben ja ganz recht, wenn Sie mir nicht gleich um den Hals fallen. Sie jedenfalls interessant. Sie haben also einen spielen Ihre Rolle ausgezeichnet — jeder ita- falschen Pass, und ich vermute, dass die lienische Polizist wird Ihnen darauf herein- römische Polizei sich ungemein dafür interfallen. Aber ich nicht. Ich verstehe mich auf essieren würde!» gezinkte Pässe!» «Kann sein — wenn sie es wüsste. Aber «Es ist mir ganz unverständlich, was Sie spielen Sie doch die Komödie nicht weiter, da sagen!» Herr — Farnaglia. Es nützt Sie gar nichts. Stöckner holte seinen Pass aus der Brusttasche. «Sehen Sie, hier die drittletzte Seite: Oesterreicher, und augenblicklich sehr an Ich. -bin der Baron Winter-Bieberstein, den fahren Sie, bitte, mit dem Finger?etmHafcdaer i "*Ereigtiissen in-. Italien interessiert. Sie heisoben an der inneren Ecke über das Papier • hier, bitte! Fühlen Sie etwas?» «Ich weiss nicht...» ' . «Natürlich fühlen Sie etwas. Und wenn Sie nachher Ihren Pass vom Revier oder vom Präsidium zurück haben, dann sehen oder fühlen Sie mal an der gleichen Stelle nach. Da steht, genau wie bei mir: .Abteilung IIIB fecit'. Natürlich nicht in Worten, sondern 'in fünf kleinen, unregeltnässig angeordneten Punkten, die mit dem Auge gar nicht wahrzunehmen sind. Verstehen Sie jetzt? Das nenne ich einen gezinkten Pass.» «Mein Herr — Sie scheinen sehr viel Phantasie zu besitzen, aber was Sie mir sagen, ist sen in Wirklichkeit Itzenplitz oder Grävenitz öfter so, sind ein Stockpreusse, und auch an deri Ereignissen interessiert. Wollen Sie Ihr Inkognito nicht lüften, Herr Baron, oder Herr Graf?» Eberhard zuckte die Achseln. «Sie scheinen von einer fixen Idee besessen zu sein, mein Herr! Sie sprechen von Dingen, die mir vollkommen fremd sind — vollkommen fremd! Ich bin Brasilianer, wie Sie vielleicht aus meinem Pass auch gesehen haben — bei uns ist es nicht üblich, sich mit so merkwürdigen Scherzen mit jemandem bekannt zu machen, und wenn das in Europa Brauch ist, dann scheint es mir ein schlechter Brauch zu sein.» Stöckner lachte. «Total verstockt! Es anfällt mir übrigens, dass Sie sich nicht so rasch ergeben. Aber es ist vergebliche Mühe. Uebrigens» — er fuhr plötzlich auf Portugiesisch fort: «Ich kenne Brasilien, habe viele Bekannte dort in der ersten Gesellschaft — ist Ihnen vielleicht der Name Pasquito Bennarez bekannt?» «Geben Sie sich keine Mühe,» sagte Eberhard nun ebenfalls portugiesisch, — «auf dem Gebiet werden Sie mich nicht fangen. Pasquito Bennarez war ein Indio und ist vor drei Jahren als fünffacher Mörder gehenkt worden. Wenn er etwa zu Ihren vielen Bekannten in Brasilien gehört haben sollte...!» "«Alle Hochachtung! Sie sind gerüstet, wie ich sehe!» «Vor allem zum Ausgehen, mein Herr!» «Sie werfen mich also hinaus!» «Keineswegs. Ich möchte nur nicht e^" Gespräch fortsetzen, das ich zum grösstt. Teil nicht verstehe — vielleicht zum Glück für Sie!» (Fortsetzung folgt.) Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. 8. jdaß Sie etwas tun, denn Korpulenz macht nicht nur alt, sondern beeinträchtigt Schaffenskraft und Lebenslust. Dr. Weinreich's Schlankheitstee Leobai bekämpft erfolgreich jeden Fettansatz und verhinneue Fettbildung. Jodfrei, also unschädlich! Schachteln zu Fr. 8.-, 4.25 und 1.50. In allen Apotheken , oder direkt beim Hersteller Löwen-Apotheke. Basel Warum sollten. Sie den Versuch nicht auch selbst einmal machen? Sie erhalten Maag-Klingen, die in der Schweiz hergestellt werden, in allen grösseren einschlägigen Geschäften. Heh. Jenny & Co., Zürich Wiiiemlrotli 7. Telephon 26.807 A.C.S. 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N°74 - 1933 Äff 1UMOBIL-REVUE 15 HDHOB 0EBTC EDIEEP EFEP/d&OJ Neue Farben sind da Wir sind uns vielfach gar nicht bewusst, wie sehr wir die Dinge vor allem farbigerleben. Wenn wir in die Landschaft hinaussehen, erscheint sie uns, je nach der Beleuchtung, einmal frisch und farbenfroh, dann wieder in stilles Grau getaucht. Der Himmel kann auch immer wieder anders sein; denken wir nur an die Abendröte an schönen Tagen, an die wolkenlosen Sommerstunden, da der Himmel von tiefstem Blau äst, um im Frühjahr heiter, wie eine Schäferin im blauen Kleide, herabzugrüssen. Aber vor einem Gewitter dräuen schwarze iWolken und gespenstische Töne. Die Mode richtet sich immer ein wenig nach dem Wetter. Im Sommer greift sie zu heiteren Farben, zu Weiss, selbst einmal für Regenmäntel. Die dunklen! Töne, die satten Farben, die gleichsam sieghaft durch Nebelschwaden dringen und auf dem Schnee lebensbejahend aufjauchzen, sie sind dem Winter zugehörig. Nicht immer stehen von ihnen die gleichen im Vordergrund. Denn wir brauchen den Wechsel der Farben als Anregung. Eben beginnt die neue Modesaison. Es ireten ein paar Gruppen von Farben herlaus, die ihr veränderten Charakter geben. Das eigentlich an sich schon winterliche Braun steht voran. Wir finden es als leicht ins Violette spielendes Negerbraun, ferner Brokat. Einzelne, an Blutrot mahnende als einen an Mahagoni wie auch an Reh-Nuancebraun mahnenden Ton. Unter dem Namen ches Rotlila, das als Bruyere, schottisches sehen wir daneben, sowie ein wei- Prunelle kommt ein weiches Blau heraus, Heidekraut, bezeichnet wird. das wir viel an Nachmittagskleidern sehen werden. Braun und derartig weiches Blau vertragen sich ausgezeichnet. Im Sportgenre verbindet sich Braun gerne mit Gelb, etwas Grün, wie mit Rosttönen und einem leuchtenden Königsblau. Sie alle sind auf der Palette, nicht zuletzt ein leicht aufgehelltes Marine. Blau steht sehr in Mode- Jurist, aber es dürfte doch als Bleu royal mit leicht rötlichem Schimmer am aktuellsten sein. Braun kann aufgehellt werden bis ins Kamelhaarbeige. So sehen wir es in dunkler gestrichelten Stoffen, die durch diesen hellen Schein weicher wirken. Blau ist ein beliebter Ton in Trikot, wo es als geometrisches Ziermuster, mit Weiss, Grün oder Gelb verbunden, daheim ist. Auch in Unis strahlt es seine schmeichelnden Eigenschaften aus. Es lässt sich verdünnen und konzentriert bringen, feine Querstreifchen in Trikots sind deshalb keine Seltenheit. Grün ist wirklich populär geworden» Es hält sich auch wieder im Winter. Einmal leuchtet es uns rasenfarbig entgegen, dann smaragden dann wieder, als besondere Neuheit, ins Gelbliche spielend, womit es geradezu auf seine Verwandtschaft mit dem neuen, grün- HchscMllernden Zitronengelb hinzielt Grün geht gerne mit dem gelbreichen, dunklen Brique aparte Harmonien ein. Dieses Brique dürfte wieder ziemlich hervortreten. Es sieht nicht bloss im Verein mit andern Modefarben gut aus, es ziert beispielsweise als Federnphantasie schwarze Samttoques. Doch vergessen wir eigentliches Rot nicht. Auch es hält sich ausgiebig auf der FaTbenpalette. Es erscheint weich, leicht ins Bläuliche spielend, so dass es an dunkle Geranien mahnt. Dieses Rot meldet sich in Trikot wie in schönen Woll- und Seidenstoffen. Mitunter wird es einem Grün oder Gelb beigegeben. Es gleitet in weiche Chiffons, erfüllt Tüll und Spitzen mit seiner Wärme, schimmert in goldurchwirkten Stoffen und weichem Und nun das Gelb, das uns als freudiger Accent in den letzten Jahren unentbehrlich geworden ist. Nun wechselt es sein Timbre. Jetzt besitzt es einen grüngoldenen Schimmer. Es wirkt wie mattes Zitronengelb, wodurch es sich aufs schönste mit den übrigen, leicht ins Gelbliche greifenden Grün verträgt. Es lebt auch noch Grau, besonders in Mantelstoffen, und scheint die Nuancen von grauem Astrachan geborgt zu haben, wie auch von Maulwurf. Wir begegnen ihm überdies in Karos und Streifen im Verein mit Weiss, Brique und dem neuen Rot. Es wird zum Mischton mit Braun in manchen Stricksachen. Wie überhaupt die Melanges gewöhnlich etwas Grau enthalten. Schwarz wird von der Pariserin wieder viel getragen, gegenwärtig Hebt sie es, in Schwarzweiss elegant auszusehen. Von der neuen Farbenskala eignet sich manche Kombination zur accessoireweisen Belebung schwarzer Kleider, die damit heiterer und jugendlicher wirken. -ss. Modische Splitter Die jungen Damen von sechzehn. Di© jungen Mädchen von heute sind sportlich trainiert und besitzen Linie und Anmut. Wo ist der linkische, verschwärmte Back- zu wählen, man vermeide grelle Töne und fisch früherer Jahrzehnte hingeraten, der gewagte Farbenzusammenstellungen. Wann über seine eigenen Füsse stolperte und der soll man hellblau und rosa tragen, wenn nicht nie wusste, was er mit seinen Armen und mit sechzehn oder siebzehn ? Händen beginnen solle? Aber diese frühe Ausgeglichenheit birgt ebenfalls Gefahren. Der Handschuh. Die heutigen jungen Damen von sechzehn Die Mode hat sich dieses Jahr sehr liebevoll um den Handschuh bemüht. Sie weiss wollen ihren Charme zur Geltune bringen und sich kleiden wie reife Frauen, was den ganz neue Effekte aus diesem Requisit hervorzuholen, teils durch Kontrastwirkung, mädchenhaften Charakter der Erscheinung verwischt. Mütter, bleibt fest — einfache teils durch Uebereinstimmung und die bescheidene Handbekleidung früherer Tage, Kostüme und Mäntel, jugendliche Nachmittagsi- und Abendkleider, ohne grossen Ausschnitt, dienen den kaum der Schule Ent- tadellosen Schnitt ausgezeichnet war, ist die nur durch gute Qualität des Leders und wachsenen, und alle exzentrischen Moden durch luxuriöse, raffinierte Schöpfungen sind zu vermeiden. Alle hellen Farben sind von Spezialisten verdrängt worden. Jedes statthaft und von dunklen Tönen sind dunkelblau und grün diejenigen, die für die Jugend Paar: Handschuhe, die man tags, Kleid, jede Gelegenheit erfordert ein neues Hand- am geeignetsten sind. Das dies Jahr so beliebte Schottisch ist wie geschaffen für junge Mädchen und man trägt es auch gern gemischt mit einfarbigen Stoffen. Schottischer Aufputz, in Schleifen- oder Krawattenform gibt einfachen Kleidern ein besonderes Cachet. Die Kostüme zeigen Faltenröcke, kurze gerade Jacken und 1 dazu werden weisse Plumetis-, Madeirastickerei- und Garnblusen getragen. Die Mode der Füchse wird man sich bis nach der Verheiratung aufsparen, dafür sind die Krawatten aus Feh, Hermelin, grauem Astrachan eine richtige Jungmädchenmode. Die einfachen Kleidchen aus Wollstoff, Waschstoff, Crepe usw. werden zumeist nur durch tadellosen Schnitt wirken. Aufputz macht älter, man begnügt sich mit einem Lingeriekrägelchen, einem farbigen Lackgürtel, Knopfgarnituren. Der Aermel kann dreiviertellang oder ganz lang sein. Wollstoff- und Leinenmäntel mit sportlich wirkenden Gürteln, häufig im Raglanschnitt getragen. Die Nachmittagskleider für den Spätsommer vereinigen Frische und Einfachheit Geblümte Stoffe, Organdi und Wollmusselin, Leinen, Pique", Plumetis sind Modefavorits und zugleich die richtige Kleidtais: für jenes Alter, das die Engländer « sweet seventeen > zu nennen pflegen. Fichüs, Capes, Rüschen, Volants, Schleifen sind Attribute der Jugend, die ihr in diesem Sommer von reiferen Jahrgängen streitig gemacht werden. Die Nachmittagskleider können und sollen etwas länger sein als die Morgenkleider. Als Abendumhülle sind Capes, mit und ohne Pelzecharpes zulässig. Das ausgesprochene Abendkleid ist in einer milden Pastellfarbe schuhe, die man abends trägt, Sporthandschuhe, Handschuhe für heisse Sommertage und Handschuhe für kühles Wetter. Zu duftigen Sommerkleidern trägt man leichte Handschuhe aus Tüll, mit engen oder weiten Maschen; je nach Geschmack, aus Organdi mit Volants aus gleichem Material oder aus Irländerspitze. Jerseyhandschuhe sind ein angenehmes Tragen, sehr feinmaschig, fast durchsichtig und die Manschette dazu ist aus gestärkter Spitze. Zu den hellen Kleidern trägt man zumeist weisse Handschuhe, aber zu feschen Leinen- und Piqueideidern sieht man auch rote, blaue oder gelbe Handschuhe, die mit dem Gürtel, dem Gürtel der Handtasche übereinstimmen. Man sieht Handschuhe aus Shantung, Foulard, Taft, Samt — die Vielfältigkeit der Stoffhandschuhe ist erstaunlich, aber deshalb ist Leder immer noch nicht ganz aus Sie werden im Winter keine Heizungs- Sorgen mehr haben .... wenn Sie eine Oelfeuerung besitzen. Der modernste Oelbrenner, hergestellt durch eine der ältesten Spezialfabriken. Vollautomatische Heizung; keinen Kohlenstaub, Asche, Schlacken. Russ und Rauch mehr. 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