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E_1933_Zeitung_Nr.080

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konzertieren. Der alte

konzertieren. Der alte Mann lauscht mit vorgebeugtem Haupt. Ein grüner Schirm schützt die halberblindeten Augen, und die feingliedrige, blasse Hand hat er zum Ohr geführt, damit ihm ja kein Ton verloren gehe. Alles um ihn her atmet Frieden, tiefen, unverbrüchlichen Frieden. Nie hat er mit solch gespannter Aufmerksamkeit den Vorträgen seiner Räte und Sekretäre gelauscht. Kein Staatsakt, keine Depesche hat ihn derart im tiefsten Innern erschüttert wie die Botschaft, die ihm jetzt die Amsel entbietet. Wer aber meint, dass die Gedanken des alten Mannes zurückschweifen in eine blutige Vergangenheit, wo sein Wort über Krieg und Frieden entschied, der befände sich in einem Irrtum. Englische Staatsmänner sind nicht sentimental. Bedauern, Reue oder gar Gewissensbisse sind dem alten Mann wesensfremd. Er hat stets gehandelt, wie er handeln zu müssen glaubte. Aber er kommt gar nicht dazu, ' solchen Gedankengängen nachzuhängen. Was die Vögel zwitschern, ist ihm jetzt vielleicht wichtiger als der Streit, der sich um seine Rolle in den Tagen der Kriegserklärung entsponnen hat und in dem noch lange nicht das letzte Wort gesprochen wurde. Er weiss nur allzu gut, dass für ihn das Stück zu Ende geht. Bald wird der Vorhang zum letztenmal fallen. unwiderruflich Und dann kam wirklich der Tag, an dem Lord Edward Grey nicht mehr in den Garten gebracht, nicht mehr auf die geliebte Gartenbank gebettet werden konnte. Er lag in seinem Sterbezimmer, und durch die weit geöffneten Fenster kam der Gesang der Vögel. Die zwitscherten und jubilierten und kümmerten sich nicht darum, dass ihr alter Freund und Gönner den letzten schweren Gang antreten musste. Als aber Lord Grey ausgerungen hatte, als man sein Testament eröffnete, um über seine letzten Wünsche Sicherheit zu gewinnen, da stiess man auf eine grosse Ueberraschung. Man hatte ihn immer für einen nüchternen, hatte den Kopf mit dem dünnen Vorhang bedeckt und regte sich nicht. Eberhard und Mercedes sassen einander gegenüber, hatten sich zeitweise an den Händen gefasst und schwiegen. Nur ab und zu tauchten ihre Blicke ineinander: in der Tiefe ihrer Augen stand Liebe, Sorge und Zaudern vor der Zukunft. Auch Angst. Der sonderbare Mann in der Ecke, der ewig schlief, war ihnen unheimlich. Sie erinnerten sich zwar: er war schon in dem Abteil gewesen, als sie einstiegen, aber konnte er nicht doch hier sein, sie zu überwachen? Der Gedanke war ja lächerlich, denn wenn man wusste, was sie von Rom forttrieb, wozu dann die Fahrt nach dem Norden? Man hätte sie ohne weiteres aus dem Zug holen können. Aber das Misstrauen war wach und folterte die Nerven. Der Mann konnte doch nicht immer schlafen. Warum stellte er sich dann so? Bahnpolizei? Alles war möglich. Langsam entglitt der Tag, langsam verglomm der Abend. Der Zug schien kaum noch vorwärts zu kommen. Es wurde Nacht — kein Licht! Durch das offene Fenster strich die kühlere Luft; auf dunklem, samtenem Himmelsgrund glänzten die ewigen Sterne. Schwarz flogen die Telegraphenstangen vorüber. Vielleicht signalisierten sie trockenen Menschen gehalten, das grosse Publikum nicht anders als seine nächste Umgebung. Er galt als einer, der es zeitlebens als die erste und höchste Gentlemanpflicht betrachtete, um Gotteswillen nicht aufzufallen. Er ging mit Vorliebe die bequeme, wöhlasphaltierte Hauptstrasse tmd Hess sich's nicht beifallen, schlecht beleuchtete, steineübersäte Seitenpfade einzuschlagen. Kein Romantiker, keiner, den es nach der sagenhaften blauen Blume gelüstet. Originalität war ihm zu tiefst in der Seele verhasst Parlamentarier auf verbotenen Pfaden. Die Sache begann schon im Autobus. Er hatte seinen Platz erst hinten in einer Ecke. Als sich der Wagen leerte, rückte er näher, bis er ihr gerade gegenübersass. Sir Leo Chiozza Money ist nicht nur langjähriger Parlamentarier und prominenter Wirtschaftspolitiker, er ist auch ein Frauenkenner. Das Mädchen ist ihm sofort aufgefallen. Wie alt mag die Kleine nur sein, denkt er. Wohl kaum über zwanzig. «Verkäuferin» ist ihr übers ganze reizende Gesicht und das niedliche Figürchen geschrieben. Die Koffer deuten an, dass auch sie zum Londoner Zug fährt. Das wird eine hübsche Fahrt und einen schönen Abend geben. Der Autobus hält; alles eilt in die Station. «Waterloo?» hört er das schöne Mädchen fragen. Auch sein Fahrtziel. Ein Plakat mit einem lockenden Landschaftsbild und farbenprächtigen Volkstrachten ergibt ein passendes Gesprächsthema. Ihre Antworten sind zwar zögernd und einsilbig, aber Sir Leo lässt sich nicht abschrecken. Als der Zug einfährt, weiss er es einzurichten, dass er mit ihr allein in einem Abteil fährt. «Wunder-- schöner Abend zu zweit», eröffnet er das Gespräch. Miss Yvy Ruxton sitzt zitternd da. Seit sie sich ihren Lebensunterhalt den Steckbrief des Signore Farnaglia und der Mademoiselle Mercedes Farere nach der nächsten Station, vielleicht wartete dort bereits ein Aufgebot von Karabinieri auf sie. — Was dann? Fliehen —r mit der leisen Hoffnung, dass eine mitleidige Kugel ein rasches Ende macht? Und Mercedes? dachte Eberhard. Oder sich zur Wehr setzen z% aussichtslosem Kampf? Er besass" ja, nicht einmal eine Waffe! Es war ihm vorteilhafter erschienen, bei einer immerhin möglichen Leibesuntersuchung weder Schüss- noch andere Waffen im Besitz zu haben. Ach — wenn es dazu kam, dann blieb nur eine Möglichkeit: die Hände hinzuhalten und sich fes-> sein zu lassen. Und dann musste das Unaufhaltsame kommen. «Schläfst du, Mercedes?» «Mir ist nur etwas kühl!» Mercedes sass mit dem Gesicht in der Richtung des fahrenden Zuges. «Wir wollen die Plätze wechseln, denn das Fenster möchte ich nicht gern schliesseri!» «Nein. Wir setzen uns zusammen!» Nun hatte er den Arm um ihre Schulter gelegt und ihr Kopf lag an seiner Brust. Ihre regelmässigen Atemzüge deuteten an, dass sie schlief. Vielleicht aber stellte sie sich nur schlafend. AUTOMOBIL-REVÖß 1933 - N° 80 Der Tagesfilm Und siehe da! Was Lord Edward Grey seinen Hinterbliebenen zur heiligen Pflicht machte, das war originell und sentimental zugleich. Er ordnete an, dass seine sterblichen Reste verbrannt werden sollten. Seine Asche aber dürfe nicht etwa in dem prunkvollen Erbbegräbnis seiner Ahnen beigesetzt werden, sondern sie sei den Vögeln des Parkes von Fallodon vorzustreuen. Eine eigenartige Huldigung des Abschiedes, die Lord Edward Grey den Genossen seiner letzten Lebenstage zugedacht hat verdienen muss, Autobus mnd Metro benutzt, lebt sie in ewiger Furcht vor einem Ueberf all. Die Angst schnürt ihr die Kehle zu. Krampfhaft schaut sie auf die Notleine. Das ist so ein Trick, den sie sich ausgedacht hat. "Wenn sie da ständig hinäufschaut, muss der Angreifer doch merken, was sie vorhat und lässt sie in Ruhe. Er weiss ja nicht, dass sie nicht hinaufreicht. Aber der schreckliche Mensch da drüben kennt kein Erbarmen. Immerzu redet er auf sie ein. Jetzt setzt er sich gar neben sie und packt sie. Gelähmt vor Entsetzen, muss sie dulden, dass er ihr Gesicht mit leidenschaftlichen Küssen bedeckt Bei der nächsten Station verlässt sie eilends den Zug. Und damit hätte das Abenteuer vermutlich für beide Teile ein Ende gehabt, wenn sie nicht genötigt gewesen wäre, dem Bahnbeamten zu erklären, warum sie aus einem Waterloozug aussteigt, um auf dem Perron auf einen anderen Waterloozug zu warten. Als Sir Leo an seinem Fahrtziel ankommt, wird er von der Bahnpolizei in Empfang genommen. «Was fällt dem Mädel ein?» poltert er. Er ist 63 Jahre alt, könnte ihr Vater sein, er hat nur freundlich mit dem Kind gesprochen, alles andere hat sie geträumt. Dieselbe Verantwortung vor Gericht Der Gerichtshof aber denkt Der Zug hielt. Ein schlecht erleuchteter Bahnsteig. Auf dem Pflaster schwere Tritte. Sporen klirren. Auf denuQang einige Bewegung; Türen werden aufgerissen und wieder zugeworfen. Nun öffnet sich auch die Tür des Abteils, in' dem Eberhard und Mercedes und der Mann mit der Brille sitzen. Ein schwarzer Schatten schiebt sich herein, ein Säbel klirrt Plötzlich zuckt ein kleines Flämmchen auf: eine Taschenlaterne. Ein Offizier, der offenbar in der ersten Wagenklasse keinen ihm zusagenden Platz mehr gefunden hat, leuchtet die Sitze ab, sieht den Mann in der Ecke, sieht Eberhard und Mercedes, die noch immer zu schlafen scheint. Und sieht auch die leeren Sitze den Dreien gegenüber. Eine Ewigkeit vergeht. «Verzeihung,» sagt eine tiefe Stimme, «macht die Dame keinen Anspruch darauf, sich hinzulegen?» «Danke, nein!» sagte Mercedes ruhig. Sie hatte also nicht geschlafen. «Ich möchte nicht gern unhöflich sein,» wendet sich der Mann an die Insassen des Abteils. «Aber wenn ich ein paar Stunden •Schlaf haben könnte, wäre ich sehr dankbar.» Der Mann in der Ecke schweigt Schläft. «Bitte,» sagt Eberhard. «Legen Sie sich ruhig lang. Sie sind wahrscheinlich müder als wir!» Die nette Mode Abendkleid aus Crepe Satin fleurs. CModell der Firma Jelmoli S.A., ZurWh.) anders. Nach einer Beratung, die 35 Minuten dauert, verkündet er das Urteil, mit dem Sir Leo zu zweieinhalb Pfund Geldstrafe und zur Tragung der Kosten urteilt wird. Der Offizier schnallt den Säbel ab und wirft ihn ins Gepäcknetz. Dann streckt er sich aus, und nach wenigen Minuten beginnt er zu schnarchen, tief, rhythmisch, melodisch beinahe. Wie beruhigend dieses Schnarchen ist! «So möchte ich schlafen können!» sagt Mercedes und schmiegt sich inniger an Eberhard. Langsam setzt der Zug sich wieder !n Bewegung. Die spärlichen Lichter der Station schweben vorbei und werfen plötzlich Helle in das Abteilt Dann ist es wieder Nacht Man hört das Schnauben der Lokomotive; man hört das Rattern der Räder. Mercedes ist nun wirklich eingeschlafen^ ab und zu geht ein leises Zittern wie e Schluchzen durch ihren schlanken, biegsame?! Körper. Die Qual des Daseins, denkt Eberhard, verlässt sie auch im Schlafe nicht Und ein tiefes, unendliches Mitleid quillt in ihm auf und treibt ihm fast die Tränen in die Augen. Armer, unglücklicher Mensch! Wie hätte diese Frau, zur Liebe geschaffen, glücklich sein, welches Glück hätte sie geben können, wenn das Undefinierbare sie nicht unerbittlich gerade in diesen Lebenskreis gestellt hätte! (Fortsetzung folgt.) Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Touring, FOhrer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe de* T. C. 8. Für Autofahrer das ideale Hotel. A.C.S. T.C.S. 3 Minuten vom Stadt-Zentrum. 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NO 80 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE ODIE1DP EFDQ/OSXIll Kleider. Die Mehrheit der neuen Herbstmodelle zeigt eine wesentliche Verbreiterung der Schulterlinie. Die Silhouette wird massgebend durch die Verarbeitung der Aermel beeinflusst, durch die breite Schulterlinie und durch die Markierung der Taille wird eine sehr schlanke Figur erzielt. Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass diese so schmeichelnde und kleidsame Form den Vorzug haben wird. Man sieht ausserdem Epauletten, Flügel, Schleifen und Tütenßarnierungen, sowie Schlitze am Oberarm, die alsdann in einen schlanken, bis zum Handgelenk anliegenden Aermel übergehen. Für Sport- und Vormittagskleider werden grobe Wollgewebe, uni und klein gemustert, Relief-erepes, Boucles, besonders Vigoureux und angoraartige ßtoffe vielfach mit Stichelhaaren, bevorzugt. Die Tageskleider, deren Länge oft durch kurze «Täckchen und Kasakformen aufgeteilt ist, sind gerader und knapper geworden. Die Röcke liegen an den Hüften knapp an und sind in der Länge gleich geblieben. Die Herbstkleider sind meist hochgeschlossen oder haben ganz kleine, oft viereckige Ausschnitte. Die Tailleurs sind durchwegs aus groben Stoffen 5m englischen Charakter, kurze, enganliegende Jakken mit breiten Schultern, vielfach .mit Pelzgarnituren, während die dreiviertellangen Jacken der Complets weit und lose getragen werden. Für die Nachmittagskleider wird die Seide wieder mehr bevorzugt als in der vorhergehenden Saison, auch die reine Seide hat eine grosse Nachfrage. Es gibt eine Menge neuer Seidenstoffe, die Wollgeweben auf der einen Seite ähnlich sehen, auf der Rückseite aber glänzend sind, wodurch eine grosae Variation in der doppelseitigen Verarbeitung erzielt werden kann. Auch die bessern Nachmittagskleider sind vielfach hochgeschlossen oder mit kleinen, viereckigen Ausschnitten. Als Hauptverzierung wird für alle Kleider der Clips dominieren, der für diesen Winter wohl unentbehrlich ist. Die meisten Nachmittagskleider tragen reiche Knopfverzierungen aus Holz, Galalith und Kunstharz, Gürtelverschlüsse mit Holzknebeln, Holzschliessen, zweiteiligen Schnallen und Klappschliessen. Seidenstoffe für Nachmittagskleider sind: CrSpe Chanelle, Satin-Crepe, stumpfe Seiden, Seiden-Ottoman, Cr§pe Rosebrill, Royale extra und Crepe Jeanette. Die Garnitur der Aermel liegt am Oberteil des Aermels (Oberarm) in Rüschen, Tüten, übereinander gefügten Rollen, keulenförmig ansteigend. Alle Kleider sind in der Taille eng und knapp, die Röcke schräg geschnitten, anliegend bis zum Knie, nach unten etwas weiter, aber doch so, dass der Eindruck der schmalen, eleganten Silhouette bleibt. Viele Röcke zeigen als Garnitur Teilplisse's, ganze Plisses oder Plissegarnierungen. Die Tee-, Bridgeund Dinerkleider werden knöchellang getragen und sind aus ganz weichen, matten oder glänzenden Seidenstoffen: Crepe Royale extra, Satin double, Velours transparent und Venicespitzen. Die Kleider sind meist im gleichen Material verarbeitet, mit brillierenden Clips verziert. Die ganze Wirkung der Kleider liegt im Material und in der vornehmen Linie. Die Abendkleider sind vorne raffiniert hochgeschlossen, bis zur Halsgrube, und zeigen im Rücken grosse Decolletes. Oft ist das Rückendecollete mit Stoffstreifen durchkreuzt, die sich anschliessend als Gürtel eng um die Taille legen. Garnituren am Hals sind grosse Rüschen aus demselben Material, viel mit Simili und Pailletten, handgearbeitet, verziert, auch herrliche, grosse Blumenbouciuets, meist in der gleichen Farbe abgetönt, ebenfalls grosse Clips und blitzende Schliessen. Die Abendkleider sind eher länger geworden, vielfach mit kleinen Schleppen, Stufenvolants, Tüten kniehoch. Die Weite des Rockes beginnt erst unterhalb des Knies, die Modebericht Linie oben ist schräg und eng den Hüften anliegend. Das Material ist ausserordentlich vielseitig. Neben Crepe Satin double wird Moire, Tüll Und grossgemusterte Spitzen, matt und gelackt, sowie Velours chiffon, Ottoman, retehglänzend, Taffetas uni und bunt bevorzugt. Die Abendjacke ist vielfach V\ lang aus Cir