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E_1934_Zeitung_Nr.002

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Die neue Mode

Die neue Mode AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 2 Humor In WM «le Teile einer alten «Arche» noch verwendbar *lnd: oben linke: Ak Alkoholde- «tillene; oben rechts: AU Wochenendzelt: unten links: Als moderne Schlafzimmer-Einrichtung; unten rechts: Zur Ausrüstung eines Trainingslagers. wfin-graues-Kostüm Diagonal-WoIIstoff Naturfuchs. ans mit Unser geographisches Karten-Rätsel BraSü, Unsere seinerzeitigen geographischen Karten-Rätsel haben einen überaus erfreulichen Erfolg gehabt. Jetzt — zu einer Zeit, da man an manchen langen Abenden froh um eine Kurzweil ist — wird mancher Leser sicher gerne wieder im Geiste in fernen Ländern weilen. Unsere neue Aufgabe will ihn zu einer solchen Reise verlocken. Mögen es wieder viele sein, die ihre geographischen Kenntnisse auf diese Weise erproben! Wie gewohnt, sind mehrere Anerkennungspreise ausgesetzt, die durch das Los bestimmt werden. Einsendungen an die Redaktion des « Autler-Feierabends > (Aufschrift: *Rätsel- Unsere Hilfsaktion für die Bergbauern Eine erste Danlces-Liste. Wir haben schon in unserer letzten Nummer gemeldet, dass bereits auf den ersten Aufruf in Nummer 106 der « A.-R.» hin eine schöne Anzahl von Paketen bei uns eingelaufen sind, die es uns ermöglichten, in ganz besonders schweren Notfällen einzugreifen. Wir benützen die Gelegenheit nochmals, um allen diesen Einsendern unsern herzlichen Dank zu sagen. Die Dankesbriefe der beschenkten armen Bergbauern lauten geradezu überschwänglich. Alle, die bis jetzt an unse- lösung») werden 6is zum IS. Januar1934 entgegengenommen. Und nun: viel Glück auf Ihrer Reise ! Die Aufgabt: Di* mit Fragezeichen versehenen Städte, Flüsse, Länder, Meere, Inseln etc. sind zn suchen. Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Wörter ergeben TOD 1 bis 12 den Namen eines mexikanischen Vulkans. Es sind tu -Sachen: 1. Fluss. 7. Kolonie 2. Fluss. 8. Fluss. 3. Stadt. 9. Land, -i. Meer. 10. Land, 5. Stadt 11. Fluss. 6. Stadt 12. Insel. rem Liebeswerk mitgeholfen haben, dürfen überzeugt sein, dass auch ihre kleinste Gabe mit heller Begeisterung aufgenommen worden ist. Sie alle haben armen Menschen einen Freudentag bereitet. «Nun ist das Christkind doch noch zu uns gekommen, nun haben wir doch noch Weihnachten» — so stand in einem Briefe zu lesen. Wir können uns selbstverständlich nicht für alle Zusendungen einzeln bedanken, sondern müssen an dieser Stelle der Freude über die Bereitwilligkeit Ausdruck geben, mit der sich unsere Leser bereitfinden, tätig zu helfen. Bis Freitag, den 5. Januar, sind eingelaufen: Von einer Anstalt in Baselland (Autonummer 901 BL) ein grosser Reisekorb und. eine riesige Kiste gefüllt mit Kleidern, Wäsche, Lebensmittel usw., dazu noch extra 10 Fr. Von Frau B., Spiegel-Bera, ein Paket mit Kleidern und Wäsche. Von Familie K., Zürich, ein Paket mit Kleidern und Wäsche. Von einem Maschinensetzer der «A--R.> Kleidungsstücke. Von Familie M.-S. in Sirnach zwei Pakete mit Kleidern und Wäsche und mehreren Paaren neuer Schuhe. Von H. G. in Märstette» ein Paket mit Kleidern und Wäsche. Von E. B., Zürich, eia Paket mit Kleidern und Wäsche. Von L. B., Kriens, eia Paket mit Kleidern und Wäsche. Von Frau Dr. D., Rebstein, ein Paket mit Kleidern und Wäsche. Von Frau A. W. ia Dietikon ein Paket mit Wäsche und Lebensrnittel. Von Familie J., Gossau, ein Paket mit Kleidern und Wäsche. Von F. H. in Liestal ein Paket mit Kleidern und Wäsche. Von Frau E. H., Wettingen, «in Paket mit Kleidern und Wäsche. Von A., Zürich, ein Paket mit Kleidern u. Wäsche. Von Frau M., Weinfeiden, ein Paket mit Kleidern und ein Paar Ski. Die Verteilung der eingelaufenen Sachen wird möglichst rasch vorgenommen, um der dringendsten Not abzuhelfen. Sie erfolgt unter sachverständiger Ueberwachung. Es hat sich gezeigt, dass noch am meisten Kleider und Schuhe für Schulkinder fehlen, so dass wir uns erlauben, unsere Leser noch freundlich hierauf aufmerksam zu machen. Sicher finden sich in manchem Hause nicht mehr getragene Kleidungsstücke, die noch gute Dienste leisten können. Alle Sendungen sind an die Redaktion der « Automobil-Revue », Breitenrainstrasse 97, Bern, zu richten. (Vermerk: Hilfsaktion für die BergbauernO bo. Touren -Sprechsaal Touren-Antworten T. A. 945. Welche Wintersportplätze sind mit dem Auto erreichbar? Folgende grössore Wintersportplätze sind mit dem Auto erreichbar: Adelboden, Anderrnatt, Les Avants, Beatenberg, Caux, Ghäteau-d'Oex, Davos (durchs Prätigau), Einsiedeln, Engelberg, Flims, Flumserberg, Grindelwald, Getaad, Kandersteg, Klosters, Lenk, Lenzerheide, Pontresina (über den Maloja), Saanenmöser, Samaden, St. Moritz (diese beiden Kurorte sind nur über den Maloja oder durch Autoverlad durch den Albula erreichbar), Unterwasser, Villars-ChesieTes. Als Wintersportplätze im Ausland kommen in Betracht: Feldberg im Schwarzwald, Gerardmer in den Vogesen. Chamonix. E. V. in C. Touren-Fragen T. F. 946. Die günstigste Jahreszeit für Reisen nach Nordafrika. Ich beabsichtige dieses Jahr eine Reise über Spanien nach Nordafrika und zurück via Italien zu machen. Ich möchte nun anfragen, welches für diese Tour die günstigste Jahreszeit ist. Es würde mich auch interessieren zu wissen, in welcher Gegend ich auf Besserung rechnen könnte, -wenn ich hier bei schlechtem Wetter, ev. im März starten würde. A. St. in He. Büchertisch O mein Heimatland. Herausgeber und Verlag Dr. Gustav Grünau, Bern. — Zu den gediegensten Jahrbüchern, die den für schweizerische Kultur Interessierten jedes Jahr um die Weihnachtszeit in die Hände gelegt werden, gehört des Berners Dr. Gustav Grünaus künstlerische und literarische Chronik « 0 mein Heimatland >. Sie hat bereits den 22. Jahrgang erreicht und präsentiert sich jedesmal erneut im festlichen Gewände als hochwillkommener Querschnitt durch 'das Kulturleben unseres Landes. Der Gewichtigkeit der Beiträge und der veröffentlichten Bilder entspricht die Vornehmheit der Aufmachung, die allein es schon zur Freude machen Iässt, in diesem prächtigen Bande zu blättern. Die Kunstkenner Dr. Hugelshofer und Dr. Bloesch behandeln in zwei sehr aufechlussreichen Arbeiten die Entwicklung der bildenden Kunst in der Schweiz. Dr Hugelshofer bricht eine Lanze für alte schweizerische Malereien, die bis heute bei uns den ihnen gebührenden Rang noch nicht erhalten haben. Einige hervorragend wiedergegebene Gemälde von Konrad Witz, des Bernereneister mit den Kamelen, des Zürchermeisters mit den Nelken und Hans Holbein des Jüngern unterstützen die Ausführungen. Dr. Bloesch entwirft ein interessantes Bild über die Entwicklung der Radierung in der Schweiz, und auch diesem Beitrat sind mehrere Arbeiten beigegeben, die von den Altmeistern bis an die jüngste Zeit heranfüh- Ten. Ganz besonders erwähnenswert sind einige Reproduktionen von Radierungen Karl Stauffers. Die Heimatlandkalender zeigt im weitern mehrere Arbeiten von Fritz Pauli (Ascona), Eugen Meier (Schaffhausen), Charles Humbert (La Chaux-de- Fonds), Stephanie Guerzoni (Genf), Maurice Barxaud (Genf), Prof. Utinger (Breslau-Luzern) und zeigt weiter auch mehrere Proben der Bildhauer Friedrich Frutschi (Ringgenberg), Milo Martin (Lausanne), Hans von Matt (Stans) und Eduard Bick (Zürich). Ueber Bick und Utinger, sowie über die Stellung der Tessiner Kunst in der italienischen Kunstgeschichte erfährt man im weitern noch Wissenswertes. Die Literatur ist durch Beiträge von Heinrich Anacker, Hermann Aellen, Maria Dutli-Rutishauser, Alfred Graber, Hermann Hesse, Paul Hg und Gustav Renker vertreten. Schon diese kurze Aufzählung orientiert über die Qualitäten des diesjährigen Heimatlandkalenders, der im echten Sinne schweizerisch genannt werden muss und bestes Kulturgut pflegt. Dem Bücherfreund kann auch das umfangreiche Heft 1934 von Herzen empfohlen werden. Im übrigen sei nicht vergessen, noch der kraftvollen Holzschnitte Willy Wenks (Riehen) zu gedenken, die die verschiedenen Monate charakterisieren. bo. Kleine Notizen Im Kampf gegen die Korpulenz... haben Sie vielleicht schon alles mögliche versucht, Körperbewegung, Sport, Marschieren und Turnen sind unbedingt gut, machen aber Hunger, und allzubald sind die mühsam abgerungenen Kilos wieder da. Auch Schwitzkuren haben Ihnen vielleicht schon eine Gewichtsverminderung gebracht, abor leider meistens nur momentan, weil die durch die Poren dem Körper entzogene Flüssigkeit sich; rasch wieder ergänzt. Ueberhaupt: Vorsicht vor Gewaltkuren! Oft leidet das Herz darunter und bei übertriebenem Fasten ganz besonders die Nerr ven. Sicher haben Sie auch schon eine Schlankheitsdiät durchgeführt und mussten spüren, wie gereizt die Stimmung wird, wie die körperliche uiid geistige Leistungsfähigkeit abnimmt. Und dann.. muss es wirklich sein, dass Korpulenz zu Verzicht auf jeglichen Lebensgenuss zwingt? Nein! Nicht für den, der die Ursachen und Wirkungen der Korpulenz kennt und entsprechend überlegen den Kampf dagegen aufnimmt. Es gibt zweierlei Korpulenz: 1. die sogenannte Mastfettsucht, die meistens durch zu reichliches Essen oder bei Frauen während der Stillperiode in jungen Jahren entsteht. Diese ist in der Regel durch eine zweckmässige Entfettungskur, die die Verdauung und inneren Organe richtig beeinflusst, unterstützt durch zweckmässige Diät und Bewegung, nicht allzuschwer zu bekämpfen; 2. die Fettsucht der älteren Jahre, die weniger durch das Essen als durch die Flüssigkeit entsteht, die der Körper ungenügend ausscheidet. Hier ist der Kampf schon etwas schwieriger, denn Entfettungsmittel wirken hier meistens stationär. Wichtig ist vor allem, dass die Schlankheitskur unschädlich ist, frei von Drüson-Extrakten und jodhaltigen Chemikalien, denn diese können für empfindliche Leute oft schwere Folgen haben und sollton auf keinen Fall ohne ärztliche Vorschrift und Kontrolle eingenommen werden. Dr. Weinreichs Schlankheitstee ist absolut unschädlich, denn er besteht aus Kräutern, Wurzeln und Rinden der Alpen- und Tropenpflanzen und wurde durch einen alterfahrenen Apotheker auf Grund von eingehenden Spezialstudien überlegen zusammengestellt und jahrelang praktisch erprobt. Dass die verschiedenen Komponenten den Tee gegenseitig in der Wirkung steigern, darin liegt der Erfolg. Verantwortliche Redaktion des Autler-Feierabend: M. Bolliger.

No 2 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 1 DI© Quartalsteuer. In einer Eingabe an das kantonale Polizeidepartement verlangt die thurgauische Strassenverkehrsliga die Einführung der quartalweisen Bezahlung der Automobilsteuer. Gleichzeitig wird eine Reduktion der Taxen um 25 % und eine solche von SO % für Wagen nachgesucht, welche 5 resp. 8 Jahre im Verkehr stehen. Im weiteren schlägt die Eingabe eine Ermässigung der Steuer vor, sofern zwei Wagen unter der nämlichen Nummer gefahren werden, ß if» '# tfn de» Hans Stubers Pläne für 1934. Wie wir kurz vor Redaktionsschluss von unserem schweizerischen Meisterfahrer Hans Stuber erfahren, hat der Berner den Bugatti-Rennwagen, der ihn zu so manchen Erfolgen geführt hat, verkauft. Der Wagen wird mit allen Preisen, die Stuber im Laufe seiner Karriere schon errang, während einigen Tagen in einem Schaufenster der Firma Christen, Marktgasse, in Bern zu sehen sein. Stuber wird diese Saison voraussichtlich sehr aktiv sein, und vor allem zahlreiche ausländische Rennen bestreiten, lieber den neuen Rennwagen, mit dem er starten wird, hüllt er sich bis zur Stunde noch in Schweigen. bo. *. c. s. Schw dem Tessin erfolgte. Der Verband will sich auch gar nicht lokal abschranken, sondern sucht im Gegenteil im Interesse aller Beteiligten seinen Aktionsradius auszudehnen. Der Vorstand wird mit Dir. Häfliger an IT Spitze auf eine weitere Amtsdauer bestätigt. Es gehören ihm ferner die Herren Ing. Tschudi, Schlotterbeck jun„ Förster, Böhler, Hirt und Binkert an, wobei das Kollegium noch durch den ständigen Sekretär, Rechtsanwalt Dr. Frei-Zamboni, ergänzt wird, der ebenfalls eine ehrenvolle Wiederwahl erfuhr. Die regere Tätigkeit, vor allem die persönlichen Verhandlungen und Konferenzen mit Bundesbehörden in Bern, haben notgedrungen erhöhte Auslagen mit sich gebracht. Da man aber allgemein der Ansicht ist, dass der nunmehr erreichte engere Kontakt aufrecht erhalten und wie die übrigen Verbandsaktionen nicht etwa unter allzu gespannten Verhältnissen der Kasse leiden sollte, so wird diskussionslos einer ansehnlichen Erhöhung des Jahr r e s b e i t r a g e s zugestimmt. Der Voranschlag konnte um so eher gutgeheissen werden, als dabei auf den Umsatz jeder einzelnen Unternehmung Rücksicht genommen wird. In der allgemeinen Umfrage orientierte der Sekretär über die Kontingentierungsverhältnisse für das laufende Jahr. Vom Standpunkt des Aussenhandels gesehen hat die Kontingentierung bereits recht positive Resultate gezeitigt, indem doch von der ausländischen Automobilindustrie recht ansehnliche Bestellungen in der Schweiz gemacht wurden, die so umfangreich sind, dass es den hiesigen Lieferanten zum Teil schwer fällt, die Termine einzuhalten. Auf alle Fälle konnten durch diese Bestellungen in solchem Uufange Zusatzkontingente erreicht werden, dass es dem Kaufliebhaber nicht an der gewünschten Auswahl an Marken und Modellen fehlen wird. Die Ausstellungsfrage gibt neuerdings zu einer regen Aussprache Anlass. Es wird einstimmig eine Resolution gutgeheissen, in welcher das ausdrückliche Bedauern der Händlerkrcise ausgesprochen wird, dass trotz allen rechtzeitig bekanntgegebenen Bedenken und den mit der Kontingentierung zusammenhängenden Lieferungsschwierigkeiten mancher Vertreter der Salon dieses Frühjahr in bisherigem Ausmasse zur Durchführung gelangt. Die Versammlung beschliesst. im kommenden Jahre von einer Beteiligung am Salon abzusehen und sich nächstes Jahr weder aktiv, noch durch Uebernahme von Kostenanteilen an der Veranstaltung zu beteiligen. Eine spätere Vollversammlung der Händlerschaft soll die für das folgende Jahr zu treffenden Massnahmen noch festlegen. Ein gemeinsames Nachtessen vereinigte nach Schluss der Generalversammlung die Mehrzahl der Teilnehmer, womit auch der gesellige Teil vollauf zu seinem Rechte kam. Auszug aus dem Jahresbericht pro 1933. Drei Angelegenheiten haben den Verband im verflossenen Jahre vor allem beschäftigt: 1. Die Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz vom 15. März 1932 über den Motorfahrzeug- undFahr r ad verkehr. Allerdings sah diese Verordnung für Altwaxen eine Uebereangszeit bis Ende Dezember 1933 vor, aber für neu in den Handel gebrachte Autos war sie sofort anzuwenden. Die Verordnung, welche Kopf über Hals, ohne die seinerzeit vorgesehene Beratung durch die Chefs der verschiedenen kantonalen Motorfahrzeugkontrollen passiert zu haben, herauskam, nur ' um gleichzeitig, mit dem Gesetz am 1. Januar 1033 Anwendung zu finden, zeigte sich vom ersten Tage an als unvollständig. Schon am 9. Januar 1933 reichte der Verband bei der kantonalen Molorfahrzeügkontrolle eine Eingabe ein, wo auf die mangelnde Logik in der Behandlung der Winker, die 18 cm Länge haben sollten und der Tatsache, dass gleichzeitig blosse Blinklichter geduldet werden, Winker also auch nicht länger als die Blinker sein müssten, aufmerksam gemacht wird, ebenso auf die Bestimmung, wonach das Auspuffrohr bis an den Rand der Karosserie geführt werden müsse, ob die in Art. 13b vorgesehene Distanz von 40 cm vom äussersten Rand des Fahrzeuges bis zum Scheinwerfer, den Rand oder die Achse des Scheinwerfers bedeuten, die Kühlerfiguren, etc. Anfragen bei den verschiedenen kantonalen Fahrzeugkontrollen ergaben eine völlig ungleiche Behandlung und grundsätzlich differenzierende Auslegungen. Wir haben daher sofortige Konferenzen .der Chefs der Fahrzeugkontrollen der bedeutendsten Verkehrskantone beantragt, um eine einheitliche Auslegung der nun einmal nicht mehr abzuändern-: den, verfehlten Verordnung zu vereinbaren, was dann auch geschehen ist. Monatelang war aber der Händler noch im unklaren, und es war leider nicht zu umgehen, dass verschiedene Firmen durch die ständig sich ändernde Praxis und das uns servierte Machwerk empfindlich geschädigt wurden. Leider erfolgte von Seiten der Interessenverbände der Automobilisten bei Anpassung der Altwagen an die Verordnung eine sogenannte Aufklärung, die sich weder aus Gesetz noch der Verordnung herauslesen Hess, so dass an die Händler Begehren gestellt wurden, die zu erfüllen ganz unmöglich war. 2. Di« Kontingentierung ier Automobileinfuhr. Im SommeT 1933 wurden SEKTION BERN speziell aus Amerika und Deutschland von Nichtfabrikvertretern und Occasionsverkäufern Auto- Gründung der Rundstrecken-A.-G. In Bern. Die Hitglieder der Sektion Bern erhalten dieser Tage mobile importiert- und zu Preisen verkauft, die den Gründungsprospekt der Rundstrecken-A.-G., mit einzuhalten demjenigen, der über eine Werkstatteinrichtung, Garagen, einem Angestellten- und der Bitte um Uebernahme von Aktien und Obligationen, zugestellt. Der Zweck der Rundstreeken- Arbeiterstab und Garantieverpflichtungen verfügt, A.-G., ihre Bedeutung für das bornische Wirtschaftsleben und ihr Einfluss auf das Ansehen der daher der Vorstand das Volkswirtschaftsdeparte- unmöglich war. Am 1. September 1933 ersuchte Sektion Bern wurden bereits früher an anderer ment um Schutz gegen das illoyale Geschäftsgebahren. Stelle der «A.-R.» gründlich geschildert. Wer immer es vermag, ist freundlich gebeten, dem Club bei der Die Antwort war di« offenbar schon seit längerer Zeit beschlossene Kontingentierung und der Verwirklichung eines jahrelangen Vorhabens beizte zu stehen. Es handelt sich nicht nur um eine Bundcsratsbeschlusä vom 15. September 1933, wonach Bewilligungen zum Import grundsätzlich nur lebenswichtige Clubangelegenheit, sondern um die •wirtschaftspolitische Stärkung Berns überhaupt, h. denjenigen regulären Firmen erteilt werden, die. schon im Jahre 1932 Autos eingeführt haben. n Verbänden Auf unsere Veranlassung wurde im Oktober als reguläre Importfirma, welcher allein Kontingent gewährt werden könne, diejenige bezeichnet, AUTOMOBILHÄNDLER-VERBAND. Generalversammlung. Die gutbesuchte Versammlung in Zürich die in der Schweiz niedergelassener Vertretet ausländischer Automobilfabriken ist und sich durch hatte neben den statutarischen und ausgesprochen administrativen Geschäften keine bedeutsamen Traktanden zu erledigen Dafür durfte man auf eine Vorlage des Vertretervertrages als solche .ausweist. Ebenfalls auf unsere Veranlassung und nach erfolgten mehrfachen Besprechungen in Bern wurde überaus rege Tätigkeit im abgelaufenen Jahre und einen recht erfreulichen Erfolg zurückblicken. Der vom Volkswirtschaftsdepartement beschlossen, däss nachstehende Auszug aus dem Geschäftsbericht vermittelt am besten einen Einblick in die Bemühun- auch zusätzliche Bewilligungen für den Import von Personenwagen grundsätzlich nur den regulären Fabrikvertretern und Importfirmen zugegen des Verbandes um die Wahrung der beruflichen Interessen seiner Mitglieder. Dio Anerkennung standen werden. blieb denn auch nicht aus, indem sich die Mitgliedschaft nicht etwa auf die Automobilhändlerkreise diese immer mehr dazu gedrängt, den Inlands- Der wirtschaftliche Zerfall der Staaten hatte der Stadt Zürich beschränkte, sondern Zuzug aus markt aus der eigenen Wirtschaft zu befriedigen, allen Teilen der deutschen Schweiz und sogar aus so dass der schweizerische Export, speziell im Jahre 1933, in geradezu bedenklicher Weise zurückging. Wir hatten selber an Hand der uns durch das statistische Bureau in Bern zur Verfügung gestellten Import- und Exportziffern konstatiert, dass der schweizerische Export mit dem Import einzelner Länder in einem schweren Missverhältnis stand, so dass der Besehluss des Bundesrates, den Automobilimport in den Dienst des schweizerischen Wirtschaftslebens zu stellen und die Automobile importierenden Länder zu zwingen, von der Schweiz Waren zu beziehen, in den Handlerkreisen Verständnis und jedenfalls nicht diejenige Ablehnung erfuhr, wie in den Kreisen* der Automobilisten selber. Der Staat hat durch die Kontingentierung allerdings wiederum ein Stück Oberleitung über das schweizerische Wirtschaftsleben an sich gezogen, durch die Tatsache, dass aber das Departe-. ment uns zusicherte, inskünftig unser Sekretariat in allen ausserordentlichen Spezialf allen zur Begutachtung einzuladen und bei der Erteilung von Zusatzkontingenten unsere Anträge weitgehend zu beiücksichtigen, hat es gleichzeitig unsern Verband, der sich zu einem Wirtschaftsverband, der sich über das ganze Land erstrecken mues, zur Mitarbeit herangezogen. Seit der Einführung der Kontingentierung sind allerdings ausnahmsweise für die Uebergangszeit auch Einfuhrbewilligungen an Personen erteilt worden, die irgendwelche Rücksichten nicht_ vefdient hätten und den regulären Handel schädigten. Im grossen und ganzen hat eich aber der Händler mit der Kontingentierung gut abgefunden, er hofft, dadurch werde dem wilden Importe der Lebensfaden abgeschnitten und es sei ihm möglich', stabilere Preise zu erzielen. Das Kontingent pro 1934 wird nach den gleichen Grundsätzen erteilt, wie dasjenige pro 1933, vorläufig werden diejenigen Firmen, welche im Jahre 1933 bereits ä conto des Kontingentes 1934 Bezüge machten, auf den Weg der Zusatzkontingente verwiesen. 3. Salon. Immer grösser wird in •Händlerkreisen der Widerstand gegen die Beschickung des Automobilsalons in Genf. Wenn der Salon trotz dieses Widerstandes immer wieder beschickt wird, so deswegen, weil eine Anzahl von Fabriken von sich aus am Salon teilnehmen und die Kantonalvertretor teilweise keine Möglichkeit haben, auf die Fabrik bestimmend einzuwirken. Auf unsere Veranlassung hin, ist immerhin unser Vorstandsmitglied, Herr Tiscbudi, nunmehr ebenfalls in das Salonkomitee gewählt worden.. Auch Herr d'Arcis, welcher im Oktober eine Versammlung der amerikanischen Automobilimporteure, die ebenfalls nicht ausstellen wollten, leitete, ist Mitgied des Salonkomitees und es ist zu hoffen, dass es diesen Herren gelingen wird, den Wünschen der Händlerschaft endlieh zum Durchbruch zu verhelfen. Das vergangene Jahr hat uns die Existenzberechtigung unserer Organisation klar vor Augen geführt. Die Idee der korporativen Durchbildung des nationalen Wirtschaftslebens ist im Zuge und unser Ziel muss dahin gehen, einen das ganze Land umfassenden Importeurenverband, der für Mitglieder und Nichtmitglieder bindende Beschlüsse fassen kann, zu organisieren, nur in der geschlossenen Phalanx liest unsere Kraft. CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG- Die Generalversammlung ist auf Sonntag,, den 14. Januar 14 Uhr, ins Clublokal, angesetzt. Jedes Mitglied soll sich diesen Nachmittag für diese Veranstaltung reservieren, "weil sehr wichtige Traktanden • zu behandeln sind. Zu erwähnen sind besonders die .Vorstandswahlen, Kassaberiqht sowie Jahresprogramm für 1934. ' " .. Der Vorstand. SCHAFFHAUSEN | CHAUFFEURVEREIN SCHAFF- HAUSEN. Einladung zur ordentlichen Generalversammlung, Samstag, den 13. Januar 1934, abends 8K< Unr, im: Hotel '«Lö- j ^ Hinhlick .auf die Wichtigkeit der Traktanden ist es. nötig, dass alle Clubmitglieder an dieser Generalversammlung teilnehmen. Nur wenn alle vollzählig' erscheinen, wird ein erspriessliches Arbeiten "möglich 1 sein. Bei unbegründetem Fernbleiben wird die statutarische Busse von Fr. 2.—* unbedingt eingezogen. Allen Versammlungsteilnehmern wird' nach Erledigung der Traktandenliste ein kleiner ünbiss serviert. . : Unsere verehrten Passivmitgiieder sind; ebenfalls freundlichst zur Generalversammlung eingeladen. Wir werden auch Päcklein entgegennehmen, die für die Paketpost an unserem Familisnabenti bestimmt sind. Reserviert den 3. Februar: a. c. für unsern Abend. Die mit Beiträgen rückständigen Mitglieder sind gebeten, ihrer Pflicht bis zur Generalversammlung nachzukommen. Der Vorstand. CHAUFFEURVEREIN ZÜRICH. In Berücksichtigung der auf den 4. Februar 1934 angesetzten Generalversammlung ,wird* die ordentliche Februar-Monatäfversammluhg vom 7,- Februar a. 'c nicht abgehalten. Hingegen bitten wir unsere Mitglieder, vollzählig an der Generalversammlung teilzunehmen. Die Traktandenliste wurde in der « A. R,•'» Kvom 5. Januar publiziert, wobei wir speziell nochmals darauf aufmerksam machen, däss irgendwelche Einwendungen oder Aenderungen gegen jedes beliebige Traktandum als Antrag gelten und bis spätestens den 27. Januar a. c. im Besitze des Präsidenten sein müssen. Einigen Rückständigen, die den Mut nicht aufbrachten, unserem Rufe zu folgen, muss laut Statuten das Vereins- Organ abbestellt werden. Nach dem Tode unseres Passivmitgliedes Herrn Johann Steyrer, Zeughauskeller, ruft uns die Pflicht wieder und wir ersuchen die verehrten Ehrenr,. ä F l rei-, Passiv- und Aktivmitglieder, den Sterbebeitrag von Fr. 4.— umgehend auf unser Postscheck VIII 14747 mit Vermerk; Sterbebeitrag — J Steyrer — einzuzahlen oder persönlich den Kassierern^zu übergeben. • DeT^Vo rs ta n d. Januar-Monatsversammlung. (Auszug!) Die ^to 1933 erteilten Schenkungs- und Stundungsgesuchs sind efteächen. Anfällige weitere Wünsche müssen für das,lauf ende. Jahr durch neue Gesuche bekanntgegeben werden. Die durch die Statutenkommission durchgeführte Statutenrevision wird der Generalversammlung zur Genehmigung ^unterbreitet werden. Unter Mutatipnen watsn 1 Eintritt sowie 2 Austritte zu verzeichnen. Denjenigen Mitgliedern, die an der Generalversammlung unentschuldigt fernbleiben, wird eine Busse von Fr. 2.— auferlegt. Die diesjährige Abendunterhaltung (im Taleggsaale zur Kaufleuten) wurde auf den 10. November angesetzt. In Ehrung unseres kürzlich verstorbenen Passivmitgliedes Johannes Steyrer sowie 2 weiteren verstorbenen Vereinsgönnern erhoben sich die Versammelten von den Sitzen. Zufolge Auszahlung des Sterbehilfsbetrages werden die Mitglieder gebeten, den. Sterbebeitrag zu erneuern. Wie alljährlich wird auch dieses Jahr an der Generalversammlung der obligate « Zabig » verabfolgt werden. Anschliessend werden Lichtbilder von der Pfäffiker und Freiburger Fahrt vorgeführt und auch andere Einlagen geboten; auch die Tanzlustigen werden auf ihre Rechnung kommen'. Nach räscherErledigung der Traktanden schloss sodann der Vorsitzende Um 22 Uhr die Sitzung. Lese (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Zur Frage der Steuererleichterungen. Die Regierung des Kantons Bern zeigte nicht gerade sehr viel Verständnis für die Postulate der Fahrzeughalter in bezug auf die Neuregelung der Motorfahrzeugbesteuerung. Dabei handelt es sich gar nicht um eine Reduktion der Steuern, sondern nur mir zu gewährende Zahlungsefleichterungen. Beim Automobilisten fehlt gewiss nicht der gute Wille, seinen Teil an die Strassenkosten beizutragen, aber es' fehlt heute angesichts des schlechten Geschäftsgangas vielen mittleren und kleinen Betrieben , an den notwendigen Mitteln, um die hohen Fahrzeuggebühren und Versicherungsprämien zum voraus für.,das ganze Jahr zu. entrichten. Wenn sich der einfache Mann zudem in seinen Ausgaben überall sehr stark einschränken muss, so empfindet er es als doppelt hart und ungerecht, wenn ihm Motorfahrzeugsteuern für Zeitabschnitte zugemutet weTden, während welcher er aus geschäftlichen Gründen oder, zufolge der Witterung das Fahrzeug gar nicht benützen kann. Wenn .die Behörde zudem Bedenken hat, dass sich die Neuregelung für den Kanton finanziell nachteilig auswirken könnte, so braueht diese ja vorläufig gar nicht in einem Gesetz verankert zu werden, sondern es genügt auch ein Beschluss, der sich leicht nach wenigen Jahren aufheben lässt. sofern der Kanton wirklich dabei so schlecht abschneidet, als man ea gern wahr haben möchte Die kantonale Verwaltung soll aber ja nicht etwa glauben, dass sie durch starre Beibehaltung des jetzigen Systems etwa zu grösseren- Steuereinnahmen kommen werde Für meinen Transportbetrieb und die Abführung von Brennmaterial der meinem; Unternehmen angeschlossenen Holz- und Kohlenhandlung, benötige ich dauernd nur ein grosses Fahrzeug, habe aber saisonweise Beschäftigung für zwei. Bis dato löste ich daher die Steuer für zwei Fahrzeuge, Ich habe nun mit einem ähnlichen Unternehmen am gleichen Platz vereinbart, dass wir uns gegenseitig bei erhöhtem BedaTf an Laderaum mit unseren Fahreeugen aushelfen. Dadurch wird es jedem von uns möglich, vorläufig nurmehr für einen Wagen die Steuer lösen zu müesen, so dass jedes Geschäft nächstes Jahr mehrere Hundert Franken an Steuern und Versicherungsprämien einsparen wird. Gewiss werden sich andere Geschäfte auch auf diese Weise zu helfen wissen, wenn die Behörde nicht mit Steuererleichterungen aufrücken will. Ob dann auf diese Weise der Fiskus und gewisse Zweige der Privatwirtschaft bessere Geschäfte machen, bleibe vorläufig noch dahin gestellt. G. B. in T. Als Weihnachtsgeschenk ist vom «teuren» Staate dorn Automobilisten ein grüner ^r Neugründung: Örsat & Tavernier, Garage Slon. R. Orsat und 31., Tavernier, beide in Sion, haben unter dieser Firma eine Kolloktivgesellschaft eingegangen. Zweck der Unternehmung ist der Handel mit Automobilen sowie der Betrieb einer Garage und Reparaturwerkstätte. Domizil: Route de l'Höpital. Garage du Pont de Perolles S. A„ Freiburg. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 8000 Fr. gegründet. Zweck der Unternehmung ist der Betrieb einer Autogarage und Reparatur-Werkstatt sowie der Handel mit Automobilen und Pneus. Dem Verwaltungsrat gehören an: L. GuSnat, Kaufmann, als Präsident. E. Savary, Kaufmann, als Sekretär und F. Wolhauser, alle in Freiburg. Letzterem wurde die Leitung des Unternehmens übertragen. Domizil: Perolles. Geschäftserweiterung: Albert Heber, Carrosserle. Genf. Die Firma verzeigt ata neuen Geschäftszweig den Handel mit Automobilen. Personelles: Schlagenhauf, Autoreparaturwerkstätte, Oerli- %