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E_1934_Zeitung_Nr.002

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AUTOMOBIL-REVUE Mit

AUTOMOBIL-REVUE Mit einer, wenn auch unbedeutenden Verspätung, wird Ende dieses Monats unser Jahrbuch der schweizerischen Automobilisten erscheinen. Der Grund dieser Verspätung ist in der Umnumerierung der Wagen zu suchen, deren Frist erst mit Jahresschluss 1933 ablief und die ihrerseits wiederum den vollständigen Neusatz des mit dem Automobilkalender verbundenen Verzeichnisses der Personenwagenbesitzer in der neuen kantonalen Nummernanordnung bedang. Dafür sind wir dann aber auch in der Lage, die unter Mithilfe der kantonalen Kontrollbüros bewältigte gigantische Arbeit den Interessenten nicht nur in höchster Zuverlässigkeit, sondern auch in grösster Aktualität vorzulegen. Auch im neuen Jahr wird jeder Automobilist immer und immer wieder sowohl aus gesellschaftlichem, geschäftlichem, als fahrtechnischem Informationsbedürfnis den Eigentümer gepflegter Wagen festzustellen haben. Nur eine Stammkontrolle in der neuen Nummernfolge ermöglicht ihm dies, wie er sie auch braucht, um nachzuschlagen, wer die gesetzlichen Vorschriften und die Regeln der Aütohöflichkeit verletzt. Das Automobilverzeichnis ist nach wie vor mit dem Automobil-Kalender verbunden, der auf engstem Raum und handlichstem, die Mitnahme im Wagen erlaubendem Format den vielseitigen Nachschlagestoff für alle betriebswirtschaftlichen Fragen des Automobilwesens in organischer Uebersichtlichkeit gliedert. Mehr wie je kommt es jetzt darauf an, sich über die Kosten des Autobetriebes Rechenschaft zu geben. Der Automobil-Kalender verhilft Ihnen auf mühelose Weise zu einer praktischen Buchführung, sein technischer Teil verfolgt auf indirektem Weg unter Berücksichtigung der letzten Neuerungen das gleiche Ziel der Ausgabensenkung durch Hinweise darauf, wie bei sachgemässer pfleglicher Behandlung und überlegtem Fahren grosse Durchschnittswerte ohne Verkürzung der Lebensdauer des Wagens bei massigster Kostenbeanspruchung erreichbar sind. Neben dem Notizenraum eines Tageskalendariums zum Festhalten oder Vormerken wichtiger Daten enthält der Automobil-Kalender auch die neusten gesetzlichen Vorschriften und eine Menge Tabellen zur raschen Beantwortung regelmässig auftauchender Fragen. Der wirtschaftliche, technische und sportliche Verlauf des AutomobilwesSns im Vorjahr wird unter reichlicher Benützung der Illustration in besonderen Artikeln rekapituliert. Trotz der durch den Neusatz entstandenen gewaltigen Kostenvermehrung lassen wir den bisherigen Preis von Fr. 7.50 unverändert bestehen und werden dem Werk die gleiche verlagstechnische Ausrüstung geben wie bis anhin. Es kann im Buchhandel und bei den Automobil-Clubs bezogen werden, ebenso direkt bei uns. Wir sehen eine grosse Nachfrage voraus und empfehlen deshalb sofortige Bestellung, um deren Einreihung in die erste Auslieferung nach Erscheinen zu sichern. Senden Sie sofort nach Erscheinen per Nachnahme Ex. Automobil-Kalender 1934 mit Verzeichnis der Personen wagen besitzer. Name: _.„ . Adresse: Ort etc. Verlag Automobil-Revue Zürich Löwenstrasse 51 Bern Breitenrainstrasse 97 Genf 7, nie de la Confederation

N°2 II. Blatt BERN. 9. Januar 1934 II. Blatt BERN, 9. Januar 1934 T*edhin. Rundschau Ozon wirkt klopf-lördernd. Man hat festgestellt, dass die Detonationstendenz eines komprimierten Gases durch das Beisein von Ozon ungefährt in gleichem Masse gefördert wird, wie das Beisein von Tetra-Ethyl-Blei sie hemmt. Betreibt man einen Motor mit Benzin, wobei jedoch dem Gasgemisch 0,01 % Ozon beigefügt, werden, so arbeitet er ebenso hart und klopfend wie beim Betrieb mit Petrol. Als praktischen Gewinn aus dieser Feststellung erhofft man die Erweiterung der bisherigen Kenntnisse über die Art und Weise, wie die chemischen «Klopfbremsen » wirken. Umgekehrt besteht vielleicht die Möglichkeit, die Klopftendenz der Dieselmotoren, die man auf eine Verzögerung des Zündvorganges zurückführen zu können glaubt, durch Ozonzusatz zu beseitigen. -s. 'Zahnrad-Autostrassen? Technisch wäre es natürlich nicht unmöglich, Autostrassen auch auf den Niesen, den Pilatus und andere Berggipfel zu bauen, die heute nur mit der Drahtseil- oder Zahnradbahn, oder auf Saumpfaden erklommen werden können. Aus wirtschaftlichen Gründen wird man aber praktisch dennoch nie an solche Strassen denken können. Um sich dem Gelände anzupassen, und um nicht zu steil zu sein, müsste eine solche Strasse viel zu lang und zu teuer werden. Wie aber, wenn man das Auto sich mit Hilfe einer Zahnstange auf dem kürzesten Seitenansicht des auf der Zahnrad-Autostrasse laufenden Wagens. Weg aufwärts bewegen lässt, wie es im «Auto Italiana> ein Ingenieur Ferretti vorschlägt ? In den beistehenden Skizzen ist der Grundgedanke dieses zweifellos höchst originellen Projektes veranschaulicht. In der Talstation wird das Auto mit seinen Hinterrädern auf einen kleinen Rollsohemel gesetzt, der mit zwei Rädern auf Schienen läuft und zudem Zahnräder aufweist, die in Zahnstangen eingreifen. Die Schienen und Zahnstangen sind auf Betonmauern aufgebaut, die gleichzeitig eine Art Kanal bilden, auf dessen Grund die Vorderräder des Automobils laufen können. Der Rollschemel erhält seinen Antrieb durch den Automotor, indem die Autohinterräder über die Rollen, auf denen sie ruhen, die Zahnräder in Umdrehung versetzen. Jedes Auto wird damit also gleichsam zu einer Zahnradbahn-Lokomotive. Querschnitt durch die Zahnrad-Autostrasse. Jeder Fahrtrichtung ist eine besondere Fahrhahn reserviert Dass die Sache « geben» kann, lässt sich sicher nicht bestreiten. Es bleibt nur zu prüfen, wie es sich mit der Rentabilität eines solchen Auto-Bergbahnbetriebes verhielte und ob in Anbetracht dessen, dass die Rollschemel sehr einfach sein müssen, um in genügender Zahl vorrätig sein zu können, die erforderlichen Sicherheitsvorrichtungen auch noch anwendbar wären. -s. V-Motoren statt Reihenmotoren? Als eine der zu erwartenden Folgen des stärkeren Aufkommens richtiger Stromlmienkarosserien betrachtet man in Fachkreisen die häufigere Anwendung von V-Motoren an Stelle von Reihenmotoren. Diese Ansicht stützt Ein neues Holzstrassenbausystem. In Deutschland glaubt man einer neuen Holastrassenbauweise grosse Zukunftsaussichten beimessen zu können, bei welcher auf einer Unterlage von Stein oder Holzpfählen, die schon einige Tragfähigkeit aufweisen mußs, Rundhölzer von 5 bis 15 cm Dicke nebeneinander verlegt, mit einer Steinsplit - Schicht überwalzt, mit Steinstaub u. Wasser eingeschlämmt und schliesslich mit einer Schicht geteerten Steinsplits überdeckt werden. Bei einem Kostenaufwand von 3,5—4,5 Mk. pro Quadratmeter soll auf diese Weise eine Strassendecke Zustandekommen, von der man eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren erwartet. Bemerkenswert düng gelangen und gegen sich darauf, dass man, um eine konsequente Stromlinienkarosserie bauen zu können, einen möglichst kurzen Motor benötigt. Bisher waren kurze Motoren eher unerwünscht, denn der Publikumsgeschmack verlangte eine lange, gewichtig aussehende Motorhaube. Der Stromlinienaufbau verträgt sich jedoch mit dieser Mode nicht mehr. Damit man die Karosserie hinten flach abfallend oder spitz zulaufend ausbilden kann, wie das die aerodynamischen Rücksichten erfordern, müssen die Passagiersitze weiter nach vorn verschoben werden. Soll dadurch der Passagierraum nicht vermindert werden, so muss der Motor im Wagenvorderteil entweder verschwinden oder doch bedeutend kompak- ist, dass die verwendeten Rundhölzer in grünem Zustand zur Verwen- Verfaulen erst an Ort und Stelle durch Imprägnierung mit Salzen geschützt werden. ter werden. -s. Neuzeitliche Autostrassenbeleuchtung. Allem Anschein nach dürfte in wenig Jahren das Problem der Beleuchtung stark befahrener Ueberlandstrassen in der Anwendung von Natrium- oder Quecksilberdampflampen eine befriedigende Lösung finden. Die heute bereits in dieser Richtung unternommenen Versuche lehren, dass diese Be'euchtunsrsarten den bisherigen sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit wie der Wirtschaftlichkeit bedeutend überlegen sind. Speziell die Natriumdampflampe, die ein rein gelbes Licht ausstrahlt, lässt Hindernisse auf der Fahrbahn ausserordentlich deutlich erkennen. Die von ihr angestrahlten Gegenstände sind allerdings nicht mehr in ihrer natürlichen Farbe erkennbar, sondern nur noch in Tönen, die zwischen Hellgelb und Schwarz liegen. Wenn hierin für andere Beleuchtungszwecke ein Nachteil zu erblicken wäre, so bedeutet das aber gerade für eine Hindernisbeleuchtung, wie sie Strassenbeleuehtung darstellen soll, einen Vorteil. Alle elektrischen Lampen, deren Leuchtwirkung durch glühende Dämpfe zustande kommt, setzen ausserdem die Blendgefahr weitgehend herab, da ihr Licht nicht mehr von einem annähernd punktförmig wirkenden Glühfaden, sondern einer auf ihrer ganzen Länge leuchtenden Röhre ausgeht. Die überragende Wirtschaftlichkeit der neuen Beleuchtungsart geht daraus hervor, dass sich ihr Stromverbrauch zu demjenigen I von CrliiJi'amnen wie 4 vprriält. Trotz der Kairo kenn ich ihn stvndenlong stehe« lassen und die Wassertempwotu» während des Fohren» genau K>. «liieren, denk der ist nach den neuen Vorschriften des Automobilgesetzes gebaut. Einbau von automatischen und Westinghouse- Bremsen Verl. Sie Offerte u. Referenzen Joh. Knupp, St. Gallen-W KONSTRUKTIONS-WERKSTÄTTE Telephon 626 AüTokuhler-Deck© |wf Wwrudi mit Motorhaub«nded