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E_1934_Zeitung_Nr.030

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er Reise gelangen

er Reise gelangen sollten. Wir dachten es •uns so aus, weil wir doch in Lissabon einen portugiesischen Stierkampf sehen wollten und dafür nur der Sonntag in Frage kommt. Aber es bleibt uns ja dafür noch ein kleiner Vorsprung. Wollen wir nicht heute abend noch einmal ans Meer und dann erst in der Sonntagsfrühe' in die Stadt hinein? Man muss stillstehen, überlegen und beraten. Uebernachten am Meer können wir höchstens in Peniche, weit draussen auf einer Halbinsel gelegenen Fischerort, der vielleicht, wer weiss — noch schmutziger als Betanzos ist. In Lissabon aber lockt ein schönes sauberes Bett, auf alle Fälle gewisse und gute Unterkunft. Und finden wir dieses Peniche überhaupt? Schwierige, schwer zu fällende Entscheidung! Wir lassen Lissabon Lissabon sein und entscheiden uns für das Ungewisse, Fragwürdige und Abenteuerlichere. Der Abend dämmert über Aecker und Olivengärten. Hinter den Wolken am Westhimmel steht noch ein heller Schein. Wir fahren, fahren dem noch fernen Meer zu. Einsam auf weitem Wiesengrund erhebt sich eine mächtige, im Achteck gebaute Kirche. Nicht weit davon heben sich weisse Zinnen und Türme eines merkwürdigen terrassenförmig aufsteigenden Städtchens vom grauen Himmel ab. Obidos? Ein hoher Backstein- . Aquädukt durchquert das dunkelnde Land. Esel grasen neben der schmalen, unebenen Strasse. Endlos zieht sie sich hinaus zu ferne blinkenden Lichtern. Dünen, von wenig Gras bewachsen, kommen heran. Man ahnt, jetzt sieht man, das Meer. Die Landzunge wird schmal, auch rechts der Strasse ist nun offenes Meer. Aermliche Baracken stehen da, es riecht nach Sardinen und Fisch- .abfällen. Ueber dem Meeresspiegel links sehe ich plötzlich rotbraune Segelschiffe, die in den Hafen kehren? Es regt mich ganz auf. schneller diesem Hafen zu. Aber wo ist er? Da, durch die Hauptstrasse, in eine enge 'Gasse links. Jetzt sind wir am Meer. Die Schiffe sind noch draussen. Man muss über die unförmigen Steinblöcke des Hafendammes klettern, um sie zu sehen. Wie schön und geheimnisvoll sie in der bewegten Brandung schaukeln! Und der kleine halbrunde Hafen selbst ist ein Bild aus den «Pecheurs d'Islande». Barken kommen an und stossen wieder ab zu den äusseren Segelschiffen. Volle Fischkörbe werden von bärtigen und barfüssigeni Männern auf dem Kopfe ans Land und zu den fortwährend kommenden und gehenden Camions gebracht. Oben, wo der Sand trocken ist, kauern im Halbkreis, in kleinen dunklen Gruppen, Frauen und Mädchen, elend und krank aussehend. Ob sie so jeden Abend auf die heimkommenden Männer und den Fang des Tages oder der Nacht warten? Ein düsteres, in der brütenden Traurigkeit, die darüber liegt, fast unheimliches Bild. Nur die ganz kleinen Mädchen sind noch lustig und unbekümmert. Sie lachen, haschen sich und tanzen ganz entzükkend auf dem Sand. Mit ihren kleinen Brustund Kopftüchern, ihren langen, bis zum Boden reichenden bunten Kleidchen sehen sie wie kleine Frauen aus. Nun dunkelt es ganz, und wir müssen schauen, wo wir unterkommen. Wir fahren durch finstere Gassen zu der Nordseite der Landzunge, aber dort steht ein düsteres Kastell, Unrat liegt auf dem Sand, und kaum ein Haus ist erleuchtet. Wir müssen wieder von Gasse zu Gasse fragen, links und rechts, rund herum und wieder zurückfahren, bis wir endlich vor einem unscheinbaren Hause, das keinerlei Herbergsanschrift trägt, haltmachen, hupen und der Frau, die herauskommt, unsere gewohnte Frage «Hay häbitaction» stellen. Es scheint so, und wir bekommen richtig auch eine kleine Kammer mit zwei Bettgestellen (die Betten selbst muss man noch machen), einem Stuhl und einem eisernen Waschgestell, wie sie bei uns vor etwa fünfzig Jahren in einfachsten Landwirtshäusern noch üblich waren. Aber es geht, wir sind ja schon einiges gewohnt. Und ganz gut wird uns auch noch gekocht, und das ernste, dunkelhaarige bäurische Mädchen, das in schwarzem Kleid und weisser Schürze bedient, hat, im merkwürdigen Gegensatz zu allen Portugiesinnen, die wir bisher sahen, ein so feines Gesicht und ein so gehaltenes Wesen, dass sie beinahe aus Graubünden oder aus dem Wallis sein könnte. Uebrigens sind wir bei dieser späten Abendmahlzeit nicht einmal allein. Ein junger Portugiese mit zwei Mädchen in billigen Mänteln mit Pelzkragen sitzen an einem Nebentischchen (sie giessen sich den weissen Wein aus einer eigenen riesigen Korbflasche ein), und nachher gesellt sich noch ein anderer junger Mann zu ihnen, der stehend und mit AUTOMOBIL-REVUE . 1934 — N° 30 lebhaften Gesten die längste Zeit auf sie herunterredet, als hätte er als Staatsanwalt eine Rede zu halten. Wir hören hier sicher Portugiesisch in der besten Aussprache und Betonung, verstehen aber kein Wort davon. Bus-Duos Die «B. Z. am Mittag> schildert folgende köstliche Szenen in einem Omnibus: «Langweilte Woche!> ruft der elegante Herr am Eingangssitz durch den vollen Omnibus der reizenden Dame vorn neben dem Sessel des Fahrers zu. Die schüttelt den Kopf. «Ich war gestern im Tam-Tam-Theater», erwidert sie ihm coram publico, «hab' mich köstlich amüsiert!» Der Herr scheint überzeugt: «Wenn Sie es soo loben, muss es bestimmt gut sein. Wer' mal gleich heut' auch hinströmen.» Und verlässt grüssend den Bus. Zwei Stunden darauf treffe ich den eleganten Herrn in einem andern Omnibus wieder vorn am Eingang. Ruft plötzlich durch den ganzen Wagen zur selben reizenden Dame wie vorhin: «Langweil'ge Woche!» Im gleichen Tonfall wie vor zwei Stunden entgegnet sie: «Ich war gestern im Tam- Tam-Theater, hab' mich köstlich amüsiert!» Und abermals ist er überzeugt, gebraucht wie auf der Bühne die gleichen Worte von vorhin und steigt aus. Und da fällt einem ein, dass man schon vor zwei Stunden, als man das Lob der reizenden Dame zum erstenmal vernommen hat, sicherlich mit allen andern Ohrenzeugen sich entschlossen hat, auch gleich abends in das so gepriesene Tam-Tam zu eilen ..., und merkt die Absicht und bleibt daheim. * Vor meinem Sitz flüstert ein Casanova seiner Nachbarin hingerissen zu: «Gnädiges Fräulein haben den schönsten Kopf, den ich je gesehen habe.» Sie mimt Desinteressement, schaut auf die langweilige Strasse. «Wie die Diana», setzt er seine Jubel-Kanonade fort. «Darf ich gnädiges Fräulein geziemend um eine Gefälligkeit bitten?» fleht der Vernarrte. Sie wendet keinen Blick vom Fenster. Um so wilder stammelt Casanova: «Ich bitte um die Erlaubnis, Ihren Kopf zeichnen zu dürfen!» Autler-Ausf lugsziele aus derMiitelschweizl Sie bewegt sich nicht. Nach der sechsten Haltestelle hat er das Konterfei fertig. «Bitte, bitte», winselt er fast, «gnädiges Fräulein, nur einen Blick. Die Verehrung Hess mich zum Meister werden!» Da wendet Diana den Kopf, schaut hin, muss zugeben: «Gut!» Er reicht ihr das Blatt. «Zum Andenken, gnädiges Fräulein. Ich bin ein mittelloser Künstler. Bitte, geben Sie mir wenigstens als Honorar das Geld für ein bescheidenes Mittag!» Diana stürzt aus allen Himmeln. Unbändiger Hass contra gesamte Männerlügenwelt bäumt sich in ihr auf. Sie holt ein Geldstück aus der Handtasche, drückt's ihm mit dem zerknüllten Bogen in die Hand und steigt, aus. Casanova betrachtet sich kritisch den Erlös, rümpft enttäuscht die Nase, hat sein Opfer höher eingeschätzt, sieht eich im Bus um und setzt sich auf eine andere Bank zur nächsten Artemis ... Die Frau mit dem Straussenmaren. Eine junge Deutsch-Amerikanerin, Mabel Wolf in Brooklyn, die in der Eisenwarenabteilung eines Kaufhauses angestellt war, wurde kürzlich mit heftigen Magenschmerzen ins Hospital eingeliefert. Eine Röntgenuntersuchung ergab, dass der Magen der Patientin 1203 verschiedene Teile aller möglichen, Eisenstückchen enthielt. Das Mädchen hatte fünf Jahre lang die Angewohnheit gehabt, alle möglichen, für gewöhnliche Menschen unverdaulichen Eisenstücke zu kauen und herunterzuschlucken. Eine Stunde lang dauerte die Operation, in der der Chirurg 584 Reissnägel, 144 Tepp pichnägel, 83 Nadeln, 89 Stücke Glas, 8u Schrauben und 59 kleine Perlen aus dem Magen der Patientin entfernte. Als der Arzt sie fragte, warum sie sich mit diesen Sachen vollgestopft habe, antwortete das etwas beschränkte junge Mädchen: eich, habe es für so ulkisr gehalten.» Hermes 2000 Die vollkommenste Klein-Maschine, die je gebaut wurde, ein Meisterwerk der Firma E. Paillard & Cie. 8. A., Yverdon und Ste-Croix, gegründet 1814 119 Jahre Feinmechanik Verlangen Sie Prospekt A und Angabe des nächsten Vertreters durch die Generalvertretung für die deutsche Schweiz: LOTTERIE zugunsten der «Tessiner Sektion des Schweizer. 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N° 30 - 1934 AUTOMOBIL-KEVUE Unsere Frauen haben sich — sozusagen im geheimsten Herzensfältchen — schon lange Jahre nach einer Kostümmode gesehnt; trotzdem wollten die grossen Modehäuser mit dieser «geteilten Aufmachung» lange nicht hervortreten, sondern begünstigten eher die Zusammenstellung von Kleid und Mantel. Der Wunsch nach dem Jackenkleide aber wurde in den Kreisen gut angezogener Frauen immer wieder laut, so laut, dass er schliesslich auch in den massgebenden Modewerkstätten nicht ungehört bleiben konnte, wenn sie sich zum Geschmack ihrer Anhängerschaft nicht in ausgesprochenen Gegensatz stellen wollten. Jetzt scheint es einem fast selbstverständlich, dass das Kostüm wieder zum «Lieblingsstück» der Ausstattung geworden ist, und man hat offenbar auch schon wieder vergessen, wie viele Jahre es brauchte, ehe es wieder jenen Erfolg und jene Anerkennung finden konnte, die es ehedem besass. (Vergessen wir doch nicht, dass zur Jugendzeit unserer Mütter — wir können dies an Hand von Gemälden und Lichtbildern sehr gut beurteilen — das Kostüm keine « Modesache », sondern eine Selbstverständlichkeit war und dass man eine Ausstattung ohne eines dieser Stücke als ganz unvollkommen bezeichnet hätte.) Nun aber nimmt man wieder denselben Standpunkt ein wie damals, denn es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, bis das Kostüm in der Ausgeh-Ausstattung vorherrschen wird. Die neue Mode des Jackenkleides darf schon ihrer Vielfalt wegen als geradezu bezwingend bezeichnet werden, denn es gibt neben ganz schlichten Modellen, die für sportliche und Alltags-Zwecke bestimmt sind, auch mancherlei Entwürfe, die zwischen einfachem Strapazmodell und nachmittäglicher Ausgehkleidung die Mitte halten und wohl zu den am häufigsten verwendeten Kleidungsstücken gehören. Schliesslich wollen wir noch von den vielen neuen Nachmittagskostümen sprechen, die an Stelle eines Besuchskleides getragen werden und vollendet elegant wirken. /Oftm Das Jackenkleid ist Trumpf! Diesen verschiedenen Kostümtypen und ihren mannigfaltigen Verwendungszwecken entsprechen auch die zur Verarbeitung gelangenden Materialien. Man sieht einfarbige, -porös und eigenartig körnig gewebte Stoffe, aber auch sehr viel gemusterte (vor allen Dingen karierte und in kleinem «Pepita» dessinierte) Gewebe, nicht selten auch Zusammenstellungen von glattem und ornamentiertem Material, wobei dieser Kontrast zu einem wesentlichen Bestandteil der Gesamtwirkung gemacht wird. Für nachmittägliche Kostüme wären ausser leichten Stoffen (für den beginnenden Frühling entscheidet man sich meist für Dunkelblau oder Schwarz) auch eigenartige Seiden vorzuschlagen, wobei vor allen Dingen die verschiedenen Lüstergewebe («Alpakka» genannt) und die gerippten Sorten anzuführen wären; aber auch die seltsam gepressten Seiden, die aussehen, als ob sie fein gezogen wären, dürfen nicht vergessen werden. Das moderne Kostüm ist entweder als Vereinigung eines Kleides mit einem Jäckchen oder aber als Zusammenstellung von Rock, Jacke und Bluse aufzufassen; während die erstgenannte als Kostüm-Komplet bezeichnet wird, nennt man die andere Type das «Blusen-Kostüm». Es liegt auf der Hand, dass die Bluse im Zusammenhange mit der Kostümmode ganz ausserordentliche Erfolge erringt. Sie wird — zu dem betreffenden Kostüm abgestimmt — aus leichtem Sommerflanell, aus matter Seide, aus Seidenrips, aus Pikee oder aus Organdi gearbeitet. (Eigenartige Kragengarnituren der neuen Blusen verhelfen oft dem ganzen Kostüm zu einem guten Wirkungserfolg! Um über die letzten Schöpfungen auf dem Gebiete des Jackenkleides richtig urteilen zu können, ist es notwendig, sich mit den neuesten Entwürfen gründlich vertraut zu machen, weshalb wir einige modisch richtungsgebende Skizzen in unseren Zeichnungen festgehalten haben. Für Strapazzwecke in der Stadt und späterhin für Reise und Urlaubstage wäre ein Kostüm-Komplet zu empfehlen, das aus einem seitlich geschlitzten Kasak-Kleide und einem sogenannten «offenen Paletot» zusammengestellt ist. Die Kragenpartie des Kleides und das Futter des weiten Paletots hat man sich aus sportlich gemusterten, in der Farbe richtig abgestimmten Materialien zu denken. Man wird ohne weiteres verstehen, dass ein derartiges Stück seiner Neuartigkeit und seiner unaufdringlichen Vornehmheit wegen ein gewisses Aufsehen erregen wird. Ungemein Teizvoll sind die kleinen «Ausgeh-Kosttime», die aus einem karierten Kleide und einem ärmellosen, mit Knöpfen oder Clipsen verschlossenen, kragenlosen Capejäckchen bestehen. Unsere zweite Figur macht auf diese neue Type aufmerksam.) Ruhe und Eleganz besitzen die verschiedenen, ganz gerade gearbeiteten Kostüme mit langer Jacke, mit Dreiviertelärmeln und aufgelegten Taschen. Ein solches Jackenkleid wäre in Dunkelblau, Dunkelgrau, Braun oder Schwarz herzustellen, allenfalls in einer tiefen Schattierung, um mit einer hellen Kasakbluse den richtigen Kontrast erreichen zu können. Auch aus kleinkarierten (Pepita) Materialien kommt diese Machart vorzüglich zur Geltung. Ein besonders weites Feld räumt die neueste Mode den verschiedenen « Schössel-Kostümen» ein, die durch den glockigen Jakkenbesatz und durch den glockigen Abschluss des Rockes eine eigenartige «Stufung » erhalten, die endlich einmal neue modische Wege zu weisen scheint. Beachtenswert sind die dreiviertellangen Aermel, die den verschiedenen Modellen Leichtigkeit und Jugendlichkeit geben und die bei auffallend vielen Entwürfen Verwendung finden. R. H. Der Kampf um die „Linie stunde Gymnastik. Aber immer wieder bestätigt sich die grausame Erkenntnis, dass sich die schlanke Linie ohne Diät nicht erhalten lässt Um die moderne Silhouette zu erreichen, muss man weiter auf Diät eingestellt bleiben, um nicht wieder zuzunehmen. Diese Diätfragen beherrschen die Gespräche zumindest so sehr wie die Themen über Mode und Frühlingsreisen. Keine Frau glaubt der andern, dass sie ohne Verzicht auf Süssigkeiten und köstliche Speisen ihre schlanke Linie zu bewahren vermöge. Jeden Augenblick flattern neue Vorschläge für eine richtige Ernährung auf, die grazil und zart erhält und schmackhaft ist. Eine neue Ernährungsmethode, die jetzt in englischen Zeitungen besprochen wird, plaidiert jedoch für fette Speisen, für Milch und Süssigkeiten, und behauptet, dass alle diese Dinge, mit Obst und Gemüse genossen, keineswegs eine Gewichtszunahme bringen. Nur muss man diese vielen wohlschmeckenden Gerichte, gebratenen Fisch, geröstetes Schweinefleisch, Speck, Beefsteaks auf Butter zubereitet, nicht zugleich mit den Gemüsen und den Kartoffeln Illustrationen zu «Das Jackenkleid ist Trumpf!». verzehren, die diese Diät gestattet. Jedes Gericht sei ein eigener Gang, nein, besser noch: eine eigene Mahlzeit. Der herrliche Milchpudding mit Fruchtsauce, den die Engländerin §eit ihrer Kindheit liebt, ist nicht verboten. Aber er darf die Mahlzeit nicht krönen, wie dies seine angestammte Bestimmung scheint, sondern er muss die ganze Mahlzeit bestreiten. Ein Tasschen schwarzen Kaffee kann Lunch und: Dinner beschliessen, Milchkaffee aber gehört im Rahmen dieser neuen Diät zu den verbotenen Dingen. Auch Saucen, Gerichte, die mit vielerlei Leckerbissen garniert sind, Frikassee und die Verbindung von Früchten mit Rahm sind strenge ausgeschaltet. « Daily Mail» ist der Ansicht, dass bei den Völkern, die reichlich Milchkaffee geniessen, die Frauen meistens ein bisschen zur RundHchkeit neigen. Salate und Rohkost sind nach der neuen Diät wohl gestattet, für df« späte Abendstunde aber verboten. Auch wird verlangt, dass man in ermüdetem Zustand Rohkost jeder Art vermeiden soll. Das Hauptgebot dieser Schlankheitsdiät lautet: sehr langsam essen ! Auch erscheint die Vorschrift < Gut kauen ! » den Initiatoren dieser Diät überaus wichtig. So verlockend die von dieser Diät bewilligten Zugeständnisse scheinen, sie gestatten doch keineswegs geniesserische Tafelfreuden. Das Mahl besteht nur aus ein oder zwei Gängen, ie Kombination von ffaunt- und Zusneise Schleppend« Kleider, die sich ene um den Körper legen, geraffte Taillen, die mit Knoten und Fältchen die natürliche Gestalt zur Geltung bringen, veranlassen die Frauen, sich intensiver um ihre schlanke Linie zu kümmern. Viele schicke, mondäne Städterinnen gehen täglich turnen oder betreiben am Morgen, ehe sie ihr Bad nehmen, eine Viertelist streng untersagt, sogar Kartoffeln müssen eine gesonderte Platte darstellen. Wenn man die Energie hat, programmässia ganz langsam zu essen und sich an alle übrigen Vorschriften zu halten, so erreicht man, wird behauptet, trotz dieser scheinbar lukullischen Diät, die so viele Konzessionen macht, ganz bestimmt die heissersehnte schlanke Linie. Die neuen Hüte Wir haben mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass wir die Hüte wieder aus der Stirne tragen werden. Aber "während es anfangs hiess, dass diese Hüte nur sehr kleine Krempen haben werden, haben die letzten Pariser Modevorführungen erwiesen, dass, die Krempen gar nicht so schmal sein werden, als man uns anfangs versprach. Ein Hut aus gestärktem weissen Leinen hatte einen mittelbreiten, flachen, niedrigen Kopf mit aus grobem, weissem Leinengarn angehäkelter Krempe. Unter der aufwärtsgebogenen Krempe lugt vorne ein Stückchen gestärkten, schiefgesehnittenen Schleiers aus zartem, weissem Garn hervor. Ist man des Schleiers satt, wird er einfach hochgestülpt und schmiegt sich dann der Leinenkrempe an. Stark akklamiert wurde ein rundherum aufgestülpter, ziemlich breiter Südwester, dessen spitzzulaufender Kopf von drei kurzen Hahnenfedern geschmückt war; sowohl in dunkelblauem, wie in korallenrotem zarten Strohgeflecht vorgeführt. Amüsant und für gewisse Gesichter unzweifelhaft auch sehr kleidsam ist ein an die Kopfbedeckungen mancher Mönche mahnender Hut mit flachem, rundem Kopf und mittelbreiter Krempe, deren Eand etwas aufgerollt ist. Aus schwarzem, steifem Stroh, von einem einfachen Grosgrainband umwunden. Sehr viele Hüte tragen Blumenschmuck an den verschiedensten Stellen. Grosse, flache Eosenblüten, direkt über dem linken Auge an der aufgestülpten Hutkrempe. Ein Sträusschen langstieliger Feldblüten ganz oben auf dem eckigen Hutkopf eines dunkelgrünen Hutes mit gerader Krempe. Blüten zwischen der doppelten, diademartig aufgestellten Hutkrempe, Blüten rückwärts am Halse — Blumen und Blüten einfach überall. Natürlich liegt nicht so sehr viel daran, wo die Blumen angebracht sind sondern wie Munition für Jagd, Sport und Verteidigung? W. Glaser Löwenstr. 42, Zürich 1 Gr. Spezial-Geschäft der Schweiz. Beste Referenzen I (Jubtläumskatalog Nr. 59 von 200 Seiten mit 1200 Abbildungen geg. 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