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E_1934_Zeitung_Nr.074

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schwarze Berg im Osten

schwarze Berg im Osten geblieben? Wieder versank ein Kamm — Sebastian schluckte ein paarmal. Ja, alles versank, aufgesogen von Wald und Tiefe — wo war das herrliche Tal, wo die silberne Alpenkette und die meerhaft endlose Ebene? Wie klein wurde die Welt! Nur ein Steingipfel ragte noch über alles fort, blickte ihm nach, vielleicht würde er ihn bis ins Tal begleiten? Fünf Minuten später war auch er verschwunden. «Mein letzter Freund!» dachte Sebastian. Und plötzlich wandte er sich, klomm über pfadloses Geröll und Geklipp den steilen Hang aufwärts, lachte vor Freude, als er den Steingipfel wiedersah. Eines nach dem anderen wiedersah. Oben schwur er: Nie mehr würde er diese herrliche Welt hier verlassen. Wenn das Tal etwas von ihm wollte, sollte es zu ihm kommen, jawohl! Aber es begab sich — Sebastian war jetzt weiss — dass das Tal etwas von ihm wollte, was sich hier oben doch nicht erledigen Hess. Das war, als Veronika starb, die Schwester. Und also stieg Sebastian doch einmal hinab. Ein kalter nasser Wind fuhr durchs Tal, fiebernd kam Sebastian vom Grab der Schwester in das Haus Barbaras, die jetzt Grossmutter von fünf Enkeln war, und fiebernd, aber unaufhaltsam machte er sich nächsten Tages zur Höhe auf. Er stieg mit wankenden Knien, er sog gierig die dünner werdende Luft ein, er fühlte sich merkwürdig schwerelos, er begriff nicht, warum es Nacht wurde, ehe er oben ankam. Seit wann war der Berg denn so hoch? Als stiege man geradeswegs in den Himmel! dachte er verwundert. das geht ja nicht, weil man keinen Käfig im Krankensaal aufstellen kann. Und dann würden sich die Kinder dabei wohl mehr aufregen als freuen. —• Bei dieser Gelegenheit muss ich Dir auch etwas beichten: Vor drei Tagen ist mir ein kleiner Unfall passiert. Aber ich wollte erst sicher sein, dass es nicht schlimm wird, damit Du Dich nicht unnötig aufregst. Du kannst Dir schon denken, dass ich gebissen worden bin. Ich habe gleich eine Injektion bekommen, und jede Gefahr ist jetzt vorbei. Ich habe am zweiten Tag ein wenig erhöhte Temperatur gehabt, aber heute wieder ganz normale. Schmerzen habe ich fast gar nicht. — Die Sache kam so: Ich hatte meine drei Katzen mit der Vierer-Gruppe zusammen im Käfig, und Schiva hat gleich wieder Beisserei mit Butan angefangen. Vielleicht war es auch Butan, der begonnen hat; ich habe es nicht genau gesehen. Jedenfalls hatten sich die beiden beim Wickel, und als Plötzlich, er wusste kaum wie, stand er vor seinem Turm, öffnete mit dem zweiten Schlüssel die verschlossene Tür. Wie jung er sich fühlte, wie leicht! Schon stand er oben im scharfen Wind, den Alpen zugewandt, die jetzt unsichtbar waren — oder doch nicht? Standen sie nicht dort in seltsam rotem Schein, war das vielleicht das Alpenglühen, von dem er gehört hatte? «Dass man das bis hierher sehen kann! Das habe ich mir immer gewünscht!» dachte Sebastian, und es war sein letzter Gedanke. In der nächsten Sekunde tat sein Herz einen gewaltigen Schlag, und zugleich verliess Sebastians Seele den Körper und stieg hoch, hoch empor, um die wunderbare Welt Gottes noch grenzenloser zu schauen, ewigkeitenlang ... Es regnet Sterne in Venedig Vor kurzer Zeit wurde die Lagunenstadt, besonders aber der Lido, von den Sternen des internationalen Filmhimmels geradezu überschwemmt. Sie kamen per Eisenbahn, im Flugzeug, im Automobil und auf Schiffen, auf grossen Dampfern und in entzückenden Privatjachten, aus Hollywood, Newyork und Paris, aber auch aus den mondänen Bädern, aus den Schweizer Kurorten und von ihren Landhäusern, auf denen sie, versteckt und von aller Welt getrennt, nur ihrer Erholung leben. Eine Flut von Schönheiten ergiesst sich täglich über den Strand, und die Revue aus Luxus, Exzentrizität und Reichtum sucht ihresgleichen in der Welt. Natürlich fehlt es auch nicht an Kuriositäten: Während die blonde Barbara Mdivani, die reichste Frau der Welt, in ihrem Appartement im Grand Hotel ihre ich dazwischenging, hat Butan mich in der Aufregung in die Hüfte gebissen. Er war dann gleich sehr erschrocken und ist weggelaufen. Da ist aber Schiva hinter ihm her und ging so toll auf ihn los, dass Herr Direktor sie mit der Feuerwehrspritze auseinanderbringen lassen musste. Gott sei Dank ist keiner von den beiden Raufbolden ernstlich verletzt worden. — Sonst geht hier alles gut. Der Besuch im Zirkus ist mittelmässig. Vor vierzehn Tagen werde ich wegen des Hüftbisses im Pas de deux-Reiten nicht wieder auftreten können. Mit den Tigern probiere ich natürlich von morgen ab wieder. Ich sehne mich furchtbar nach Dir. Ohne Dich ist es doch nichts Rechtes! Es küsstfDich halbtot Dein Cilly. Noch lange, während Bux die übrigen Briefschaften durchlas, wich die Erregung über den neuen Unfall nicht von seinen Zügen. Immer wieder kehrten seine Gedanken zu AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 74 chinesischen Reliquien immer wieder neu ordnet und eifrig bemüht ist, ihrem Wunderhund «Harlekin» einen orientalischen Tanz beizubringen, den sie sehr liebt, geht ihr Gatte in elegantem Strassenkleid, barfüssig im Sande des Lido spazieren. Die Venezianer sind schlimmere Dinge gewöhnt. Aber vor dem Autotrain, der Marion Davis aus Como nach Venedig gebracht hat, staut sich die Menge. Hundert riesige Koffer führt die Diva mit sich, aber den wichtigsten Platz in ihrem Gepäck nimmt zweifellos ihr Hund ein, ein seltsames, zitterndes, degeneriertes Wesen, mit einer violetten Schnauze, das wie ein Affe aussieht, und das von Miss Marion nie aus den Augen gelassen wird. Wenn die Stars die Bar des Grand Hotels betreten, richten sich aller Augen auf sie, aber Maurice, der in Ostende und London Prinzen und Könige bediente, hat keinen Anlass zu grossen Taten, denn Marion Davis nimmt höchstens zwei, drei Gläser Kognak zu sich, während Francis Kay sich mit einem Glas Mineralwasser stundenlang divertieren kann, und das Prinzenpaar Mdivani begnügt sich mit einem einfachen vegetarischen Menü. Herrliche Menüs erhalten hier nur die Hunde. Ueber hundert Hunde beherbergt gegenwärtig das Grand Hotel. Während die Herrschaften in der Bar und auf den Terrassen tanzen, gehen Diener und Dienerinnen mit den Vierfüsslern am Strand im Mondschein spazieren. Da sieht man Hunde aller Rassen, aller Farben, aller Grossen und aller Formen. Manchmal ziehen ganze Schwärme von Gondeln durch die stillen Kanäle. Gondeln, die ein merkwürdiges Schauspiel bieten. So sah man an einem Abend zehn Gondeln hintereinander ziehen. In der ersten lag auf kostbare Polster hingestreckt Prinzessin Barbara Mdivani, in den folgenden, auf schwarzem Samt gelagert, je ein Cilly zurück. ,Sie ist zu dreist mit den Tieren!' murmelte er vor sich hin. ,So geht das nicht weiter! — Er merkte jetzt, dass er schon eine ganze Weile auf einen Brief starrte, ohne von dem Inhalt etwas zu begreifen. Er riss sich gewaltsam aus seiner Zerfahrenheit und sah, dass es der Dank des Vereins der Berliner Presse für seine wohltätige Spende war. Zugleich lud man ihn, unter Hinzufügung einer Eintrittskarte, zum Presseball, Berlins grösster gesellschaftlicher Veranstaltung, ein, die in wenigen Tagen stattfinden sollte. Am Abend hatte Bux zufällig mit dem Geschäftsführer vom Zirkus B. eine längere Unterhaltung und zeigte ihm bei dieser Gelegenheit die Einladung. «Meinen Sie, dass ich da unbedingt hingehen muss?» fragte Bux etwas missmutig. «Ich habe gar keine Freude an solchen grossen Festivitäten.» Hund. Die reichste Frau der Welt führte ihre Hunde spazieren. So sorgt die Prinzessin dafür, dass das Gespräch um sie nicht verstummt Francis Kay hingegen lebt vollständig zurückgezogen. Vor ihrem Appartement steht Tag und Nacht ein riesiger Amerikaner, ehemaliger Berufsboxer, reibt sich, sobald ein Besucher ansichtig wird, die Fäuste und murmelt düster: «Der Arzt will es nicht...» Alle Bizarrerien und Kuriositäten des Reichtums, der Verwöhntheit und des Ruhmes treten hier auf. Mag sein, dass Hollywood an solche Erscheinungen gewöhnt ist, mag sein auch, dass sie auf amerikanischem Boden nicht sehr auffallen. Hier wirken sie merkwürdig, in einer gewissen Weise sogar abstrus und sind ein Beweis für die Trostlosigkeit dieser verdorbenen Luxusgeschöpfe. Ehe « Regenwurm-Farm ». In Saar im böhmisch-mährischen Höhenzug hat ein Fischer die erste Regenwurm- Farm eingerichtet, die den Anglern Regenwürmer in Blechbüchsen und «Originalerde» liefern wird, in welcher sie bis zu einem Monat leben können, ehe sie in Gebrauch genommen werden. Die Regenwürmer werden In einem Garten gezüchtet, unter dessen Humusschicht es eine Betondecke gibt, so dass sie nicht entweichen können. Der Unternehmer erhält die erste Zucht aus Los Angeles, wo es ebenfalls eine Regenwurmfarm gibt. Ein Museum der gefälschten Schnäpse. Der berühmte Kräuterschnaps der Benediktiner, ist viel nachgeahmt worden. Bereits 1863 wurde in Fecanp ein Museum der Fälschungen angelegt, das jetzt bereits über 700 Stücke aus aller Herren Länder verfügt. Dieses Museum ist zugleich die Geschichte der Prozesse, die die Hersteller führen, da sie alle Nachahmungen gerichtlich verfolgen. «Zum Presseball sind Sie eingeladen? Fabelhaft! Aber lieber Herr Bux! Natürlich müssen Sie da hin! Das sind Sie uns schon schuldig — und Ihren eigenen geschäftlichen Sin ZoUv, ber niefrf bebauet! toirb ijt voofy bei Stctjtetptnfel. (Er tnurbc »on bet Creme SRajmte getötet, meldje fid) mit bem gilt* ger in einem 2Iugen6li

N° 74 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 EDO] DP Nun geht es nicht mehr lange, dann wissen die Frauen nicht mehr, was sie anziehen sollen. Denn Paris hat bereits den Einkäufern seine neuesten Schöpfungen gezeigt, die manche Ideen weiterspinnen, die sich schon in den Sommerzwischenkollektionen gemeldet haben. Wir wissen nun, was ungefähr an Farben aktuell sein wird. Wir besehen bereits die schönsten Stoffe, die die Seidenindustrie, reinseiden, auf den Markt bringt. Satin Duchesse, so sah das Festkleid unserer Grossmutter aus, das leise knisterte, wenn sie ging und sich in ihrer, auf vielen Fischbeinstäben gearbeiteten Taille rasch bewegte. Ein wenig feierlich waren die gut angezogenen Frauen in den achtziger Jahren, schon die ganz jungen. Sie waren geschnürt und stolz auf ihre Wespentaille. Viel Samt- und Plüschkleider wie Mäntel wurden damals getragen, aus viel schwererem Material als heute: leicht gesteiftes Futter, in den Taillen feste Schneiderleinwand waren sozusagen die Regel. Selbst die Kattunkleider mit reizvollen Druckmustern waren fest anliegend, schwerfällig, wie denn diese ganze Mode den Frauen etwas Beengtes gab und sie sich selber unbeholfen fühlten, was beinahe zum Begriff einer Dame gehörte. Selbst elegante Schlafröcke wurden auf enge Taille gearbeitet, hatten Schleppen und reichen Passementeriebesatz, den wir uns in seiner Fülle und lastenden Art kaum mehr recht denken können. Knöpfe gab es aus Hörn, die sehr schön waren, wie auch gravierte Perlmutterknöpfe und vielerlei Muster in Metall, sogar mit Reliefs, die Blumen, Landschaften und sogar antike Tempelfragmente darstellten. An anliegenden Jacken mit Stehkragen waren Metalltressen aufgesetzt, und zugeknöpft wurden sie mit kugeligen, polierten Messingknöpfen. Dickes Damentuch war hierzu, wie zu Mänteln, dienlich. Auch die Wollstoffe waren schwer und von schöner Beschaffenheit, doch gab es ferner ganz leichte Wollbattistarten, dann Panamas, Satintuche und daneben noch Cheviot und Serge, namentlich in Dunkelblau. Selbst Trikotkleider existierten schon damals, ganz feinmaschig, mit Besätzen aus Tressen und Chenillen, die überhaupt, in fransenartiger Manier, neben Seidenfransen verschiedener Sorte, wichtig waren. Maschinenspitzen wie Chantillys, dann Duchesse und andere historisierende Dessins, die sogenannten spanischen Spitzen und grossen Rosen dienten als Garnituren, Besätze, Einsätze und Jabots. Mantillen mit manchen Touren von Spitzen Ischias, Gicht, Rheuma, Gelenkleiden, Stoffwechselstörungen befreien kann. Broschüre gratisI Leit.Arzt: Dr.med. Fortmann venedigstr.2 (Bahnhof Enge), Telephon 59.346 Weitere, unter arztlicher Leitung stehende Institute in Ölten und Romanshorn. SIEB IT JE Modische Streiflichter Warum Schmerzen haben? wenn eine JParapack-Kur Sie von chron. Parapack-Institut, Zürich 2 D*>flftlU wurden umgebunden oder waren lose Pelerinen. Mancherlei von diesem kostbaren Flitterkram lebt wieder auf. Pailletten gab es in den achtziger Jahren wenig, dafür sehr viel Jais, Fransen aus Jais, selbst Halskragen mit Pompons, die wie leibhaftige Brombeeren aussahen. Breite Besätze, Motive verschiedenster Form sassen an schmalen Stehkragen und bildeten den Abschluss vorn durchgeknöpfter Kleider. Jais sass an Kapotthütchen mit sehr breiten Bändern, die bis nach der Jahrhundertwende von älteren Damen getragen wurden. Lange, schwedische Handschuhe mit zwei Knöpfen wurden angezogen, oder einer in der Hand behalten. Dazu kamen Glaces, die ebenfalls nicht waschbar waren. Und noch in einem Wienerbuch des guten Tons aus dem Beginn unseres Jahrhunderts steht zu lesen, dass diese langen, schwedischen Handschuhe unbedenklich eine gewisse «Patina» annehmen dürften. Und es wird das seinerzeit berühmt gewesene, auch heute noch wirkungsvolle Porträt der Miss Grant von dem damals noch in München lebenden englischen Maler erwähnt, «das den schmutzigen Faltenhandschuhen ein gut Teil Erstaunen des Publikums verdankt hat». Mit den schweren, wundervollen Seidenstoffen sind auch einige den siebziger und achtziger Jahren geläufig gewesenen Farben aktuell geworden. Da äst vor allem ein tiefes Rostbraun, ferner greifen manche Pariser Modeschöpfer wieder zu dunklem Violett. Was für herrliche Plüschroben gab es doch hievon in den achtziger Jahren, wie aus einem brombeerbraunen Gewebe oder aus einem stahlblauen. Viel Schwarz wurde damals getragen, zu zeremoniellen Anlässen, dem Kirchenbesuch. Es wurde auch damals schon auf ein Assorti von Toilette und Accessoires geachtet, doch war diese Kunst auf ganz wenige Kreise beschränkt. Wie wir überhaupt damals in der Kleidung noch stärkere, soziale Unterschiede bemerkten als heute. Auch sattes Grün begegnet uns jetzt wie einst und ein chinesisches Korallenrot wie in den sechziger Jähren. Doch zurück zu unserer Mode, die der Frau seit Jahren so viel Ungezwungenheit gegeben hat. Oft fragen wir uns, wie es die Frauen überhaupt in den engen Taillen, den gefütterten Aermeln aushalten konnten. Anklänge an jene Mode bilden wieder die auf die Mäntel anzuziehenden oder ihnen fest angefügten Pelzpelerinen samt einem Umlegkragen, die den sogenannten Kutscherkragen verwandt sind. Auch Schals gab es und Muffs, die bereits heute wieder in den Kollektionen sind. Sie wurden um den Hals gehängt, an einer dicken seidenen Kordel, soweit sie die Damen nicht über eine Hand streiften, wenn sie .gingen und ihren etwas langen Rock aufnahmen. Fussfreie Kleider kannte man auch teilweise zu Beginn der achtziger Jahre. Doch bis zu Kriegsausbruch lebte die Schleppe in Frankreich, länger als bei uns. Paul Poiret, dem es zurzeit nicht gut geht — er soll sogar Arbeitslosenunterstützung beziehen — griff zuerst die Idee der korsettlosen Tracht mit verkürzter Taille und kürzerem Rock auf, wobei er deutschen Reformideen folgte, sie aber eigentlich zur Toilette umgemodelt hat. Und. der Krieg brachte dann auch der Französin die Befreiung vom beengenden Panzer und die Leichtigkeit des Gangs mit dem Recht, ihre Beine zu zeigen, wovon sie bald nachhaltig Gebrauch gemacht hat. Mit dem fussfreien Rock kam die Wandlung im Strumpf. Er wurde viel feiner und einfarbig, karrierte Strümpfe, farbig geringelte in schwerer Seide waren in den letzten zwanzig Jahren des 19. Jahrhunderts keine Seltenheit. Daneben existierten allerdings auch schon Unis. Der schwarze Strumpf triumphierte noch bis zu Kriegsende, neben beige und braunen, viel grauen und blauen, die mit den Schuhen harmonierten. Es fielen auch die hohen Stiefel fort, die sich für den Winter längere Zeit hielten, auch nach dem Krieg noch. Ihnen wird niemand nachweinen ; denn über die Grazie des Halbschuhs geht nichts, auch kein Stiefel aus feinstem Leder oder mit Tuchoberteil. Letzteres Requisit erlebte noch in der Herrenmode eine Weiterbelebung. Und dieser Tage konnte man am Zürcher Radiologenkongress einen sonst sehr zeitgemäss gekleideten Italiener mit solchen Stiefeln zu Jakett und gestreifter Cheviothose herumgehen sehen. Wir teilen uns heute in Mäntel sportlicher Struktur, die losen Rücken und breite Revers haben, und wir sehen auch jetzt noch den halblangen Mantel, vielleicht aus weichem Samt, vorn durchgeknöpft als Ergänzung des Kleides. Aber die Redingote lebt für den Nachmittag, wenn auch nur leicht tailliert und unten gerade fallend. Viel Pelz hängt sich an sie, selbst auf den Aermeln, wenn diese nicht, samt dem Sattel, ganz aus Pelz bestehen. Marder und Nerz haben wieder Geltung neben glattrasierten Fellen von schönster Zeichnung. Ob sich die Manie, »Pelze dunkelblau zu färben, halten wird ? Natürlicher sind wohl die so ziemlich naturfarbiggelassenen; denn den meisten Fellen wird je etwas nachgeholfen. Wesentlich dürften die weiten, sackartigen, -in grosse Armlöcher eingesetzten Aermel sein. Orientalenärmel werden sie genannt. Und orientalisch sind auch die Burnusse als Abendmantel, wenn schon sich die französische ^•»•»enzellevla nd Die Zufahrt88tra8sen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R, Wagners OH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. GAIS Gasthaus Adler Cafe-Konditorei. Geräumige Lokalitäten für Hoch- Zeiten und Vereine. Freundl. Zimmer. Ia Butterküche. Gartenwirtschaft. Besoheidene Preise. Garage. Parkplatz. Tel. 70. E. Bänziger-Eneler, Bes. Wolf halden Restaurant Anker in nächster Nahe von Heiden. Spezialität: Selbstgeräuoherter Bauernspeok. Gut bürgerliche Küche. Reelle Weine. Schatt Garten. Parkplatz. Tel. 2.34 T. O. 8. Q. HOTZ; Bes. StAnton Oberegg AipenhofT.es. Vielbesuchtes, gutgeführtes Haus mit bescheidenen Preisen. 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Das « Mephistocape » isi halblang, reicht also kaum bis zu Kniehöhe und wird vorne mit einer Agraffe zusammengehalten. Für den Sommerabend entsteht hier eine leichte, anmutige Umhülle zu einfarbigen oder buntseidenen Kleidern, die — richtig getragen — den guten modischen Stil einer Frau erkennen lässt und auch als Umhang für den beginnenden Herbst sicherlich gute Dienste zu leisten vermag. Die Länge der Damenstrümpfe. Das amerikanische Standardbureau hat sich damit beschäftigt, auch die Länge der Damenstrümpfe zu normalisieren und als Normallänge 78 cm vorgeschlagen. Dagegen haben die Frauenvereine protestiert. Sie fordern mindestens drei verschiedene Längen, eine für Tanzmädchen (für kurze Strümpfe von 65 cm Länge), für Damen über 1,65 m Grosse die Standardlänge, und für langbeinige Sportmädels 82 cm. Jeder Tag bringt Herbst-Neuheiten für Damen, Mädchen und Knaben. Ich lade Sie zur unverbindl. 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