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E_1934_Zeitung_Nr.086

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Eine psse Ueberraschung

Eine psse Ueberraschung für 1935 Die grösste englische Firma bringt den neuen IS „EIGHT" A auf den Markt 8/24 PS - 6 Steuer-PS - 7 Liter Benzin und 50 Gramm Oel auf 100 km 90 Stundenkilometer ohne Lärm und ohne Erschütterung De „MORRIS neue • Der Wagen, der nach den neuesten und modernsten Grundsätzen konstruiert ist. Ausführung aus nur ganz hervorragendem englischen Stahl; erstklassige Zubehöre. Aerodynamische Form. Am INTER- NATIONALEN AUTOMOBIL-SALON in PARIS - Oktober 1934 - war er die Sensation der ganzen Schau. • Der neue MORRIS EIGHT erringt damit den Erfolg, der ihm dank seiner vorzüglichen Qualität von selbst zukommt. Der schweizerischen Kundschaft bedeutet er die Verwirklichung einer längst erwarteten Notwendigkeit. • Dieser Wagen, der speziell für Bergstrassen konstruiert ist, besitzt einen Hochleistungsmotor, ein äusserst starres, kreuzverstrebtes Chassis, eine durch Stossdämpfer ausgeglichene Federung, sehr stark wirkende, hydraulische Lockheed - Bremsen, sowie unabhängige Handbremsen. • Die Karosserie ist sehr sorgfältig ausgeführt und mit allen englischen Schikanen ausgerüstet. Sämtliche Scheiben aus „Triplex" - Sicherheitsglas, Schiebedach, besonders für bequeme Bergfahrten. Luxusausstattung, Celluloselackierung; sämtliche Zubehörteile verchromt. • Die Morris Eight - Chassis werden in 5 verschiedenen Karosserie-Typen geliefert: Spider, 2 Plätze, Gepäckkoffer, kompl. Verdeck Torpedo, 4 Plätze, Gepäckträger, komplett. . Innenlenker, 4 Plätze, 2 Türen Innenlenker, 4 Platze, 2 Türen, Schiebedach . Innenlenker, 4 Plätze, 2 Türen, Schiebedach . EIGHT" Fr. 3600.- Fr. 3700.- Fr. 3900.- Fr. 4000.- Fr. 4200.- G e n e r a I a g e n t u r f ü r d i e S c h w e i z : Grand Garage Place Ed.C!aparedeS.A.,Genf Telephon 41.244 Telephon 41.244 CH. NIGG, ADMINISTRATOR AUTOMOBIL-REVUE 1934 - 86 bung des Geschäftes erwarten. Ein Rundfrage, die für die nächste Zeit unter Fabriken und Vertretern in Aussicht genommen ist, wird die gewünschte Abklärung über das Interesse an der 12-Stuirdenfahrt bringen. Was nun den Termin anbetrifft, so käme wohl eher anfangs Sommer in Frage, da am Ende der Saison ja in den Fabriken bereits wieder die neuen Modelle zur Produktion aufliegen und ein Wertmesser für die Leistung der letztjährigen Typen nicht mehr so aktuell sein könnte. Ob aber die Kosten für eine selbständige Abhaltung dieser Konkurrenz zu decken wären, lässt sich nicht ohne weiteres beurteilen. Es lässt sich daher denken, das» diese Veranstaltung eventuell mit dem Grossen Preis für Motorräder irgendwie kombiniert würde, oder doch zeitlich in kurzem Abstand davon zum Austrag käme, solange noch die Hilfseinrichtungen, wie Absperrungen etc. bestehen. Dem Rennen voraus müsste eine eingehende technische Abnahmeprüfung der gemeldeten Wagen gehen, um die absolute Gewähr für deren Serienmässigkeit zu erhalten. Es wäre übrigens auch denkbar, dass neben den Einzelpreisen auch Equipen- respektive Markenpreise zur Verteilung gelangen. Mit diesen beiden automobilsportlichen Tagungen würde der nationale Kalender mit einem Schlage aus seiner bisherigen Einseitigkeif, man möchte fast sagen Eintönigkeit, herausgeholt und auf eine neue Basis gestellt. Die Durchführung brächte der Stadt Bern und der Rundstrecke weiteren willkommenen Betrieb und dem schweizerischen Automobilsport erhöhtes Ansehen und Interesse im In- und Ausland. Die beiden Projekte verdienen daher ernstliche Prüfung durch alle beteiligten Instanzen und Verbände. Eine Abklärung ist um so rascher erwünscht, als die Anmeldefrist für den nationalen Kalender Mitte nächsten Monats abläuft und im Interesse einer geschickten Datenverteilung Bern mit definitiven Vorschlägen aufrücken sollte. Hoffen wir, dass die begrüssenswerte Initiative überall das gleich starke und verdiente Echo finde. Bern seinerseits sollte die Gelegenheit beim Schopf fassen. Sie dürfte sich später kaum mehr so günstig und unbestritten bieten! b. $•»«»••£ •«• J^usl«an«J Fünf neue Weltrekorde Stucks. Sensationelle Weltrekordfahrten der Auto-Union. .Schon seit einiger Zeit wusste man, dass neue Weltrekqrdversuche der deutschen Auto-Union geplant waren. Viel schneller als man es erwarten konnte, sind die Fahrten auf. der Berliner Avus durchgeführt worden, und das Resultat übertrifft auch die kühnsten Hoffnungen. Mit einem Schlage vermochte der bekannte Rennfahrer Hans Stuck fünf neue Weltrekorde aufzustellen. Deutschland hätte sich keinen günstigeren Jahresabschluss wünschen können als diese neuen erstaunlichen Bestleistungen eines einheimischen Fahrers mit einer deutschen Marke. Die Vorversuche begannen schon am letzten Mittwoch. In erster Linie wurden die richtigen Uebersetzungsverhältnisse der Hinterachse geprüft, die richtigen Räder- und Reifemgrössen gewählt und die Reifenprofile und Gummiauflagen genauen Untersuchungen unterzogen. Donnerstag und Freitag verhinderte der Regen die Aufnahme der Versuche. Erst am Samstag begann die Bahn langsam zu trocknen. Sofort wurden weitere Probefahrten unternommen. Nochmals wurden die verschiedenen Brennstoffe, Kerzen und die Reifen eingehend geprüft. Die eigentlichen Rekordversuche erfolgten unter Ausschluss der Oeffentlichkeit, nur offizielle Persönlichkeiten und Pressevertreter hatten Gelegenheit, den erstaunlichen Fahrten Stucks beizuwohnen. Ein erster Versuch endete bereits mit einem glänzenden Ergebnis: Der 50-Kilometer-, der 50-Meilen- und der 100-km-Weltrekord waren haushoch geschlagen! Die dritte Runde der Fahrt ergab die Rekordgeschwindigkeit von 247,6 km/St. Stuck erzielte bedeutend höhere Durchschnitte als die früheren Weltrekordfahrer. Die 50- km-Bestzeit zeitigte einen Durchschnitt von 241,73 km/St.; bis jetzt war sie im Besitze des Amerikaners Fred Frame auf Union- Spezial, der «nur» ein Mittel von 219,7 km/St, erreicht hatte. Die 50-Meilen-Bestzeit Stucks verzeichnet ein Mittel von 243,8 km/St.; auch dieser Rekord war Eigentum des Amerikaners, der einen Durchschnitt von 224,6 km/St, etabliert hatte. Ueber 100 km kam der Deutsche auf die Geschwindigkeit von 244,9 km/St. Diese Bestzeit befand sich in den Händen von Eyston auf Panhard, der ein Mittel von 216,8 km/St, aufgestellt hatte. Wie man sieht, sind die deutschen Rekorde alle um sehr viele Stundenkilometer höher. Stuck hatte übrigens noch grosses Glück, da ihm ausgerechnet nach dem hundertsten Kilometer der Brennstoff ausging. Nach einer kleinen Pause erfolgte der Angriff gegen den Kilometer und die Meile mit stehendem Start. Auch dieser Versuch war von Erfolg gekrönt! Der erst vor wenigen Tagen aufgestellte neue Weltrekord über einen Kilometer vom Engländer Mays wurde ebenfalls geschlagen. Der alte Rekord beträgt 144,28 km/St., der neue deutsche 163,14 km/St. Ueber die stehende Meile raste Stuck mit dem Durchschnitt von 187,8 km/St., während John Cobb auf Napier Railton auf 164,9 km/St, gekommen war. Die Versuche wurden dazu benützt, tmt interessante Neuerungen auszuprobieren. So verwandte man zuerst eine Cellophanhaube, die in der Form einer Limousine das Fahrzeug umschloss und den Fahrer vor dem starken Wind schützte. Auch sollte die Luft wirbelbildung hinter der Wiindschutzscheib( und der Kopfstütze vermindert werden. Der Versuch fiel sehr befriedigend aus — wer weiss, wie lange es noch geht, bis die Rennen alle im geschlossenen Fahrzeug durchgeführt werden! Ferner wurde eine Schnelltankanlage erprobt, die es ermöglichte, 200 Liter Brennstoff innerhalb von 37 Sekunden zu tanken. Die Förderung des Benzins erfolgte durch Ueberdruck. Die 5 neuen Weltrekorde: 1 Meile (stehender Start): 30 Sek. 84/100 (Stundenmittel 187,86 km/St., alter Rekord: John Cobb auf Napier-Railton in Brooklands: 164,99 km/St. 1 km (stehender Start): 22 Sek. 30/100, Stundenmittel 163,14 km. (Alter Rekord: Raymond Mays aof .E. R. A. in Brooklande 144,28 km/St.) 50 km: 12 Min. 24 Sek. 6/10, StundenmittGl 241,73 km/St.

N» 86 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE. V«»»l««->h» Sitzung der internationalen Verkehrs- und Zollkomrnlssion der A.I.A.C.R. Die internationale Verkehrs- und Zollkommission (C.I. CD.) hielt im Rahmen der Herbsttagung der A.I.A.C.R. ebenfalls eine Sitzung in Paris ab. Nachdem alle bisherigen Mitglieder wiedergewählt wurden, u. a. auch der schweizerische Vertreter Prof. Steinmann, schritt man zur Besprechung von Einzelfragem. Das Sekretariat der A.I.A.C.R. legte der Kommission ein Projekt für eine internationale Konvention zur Regelung der Triptykfrage vor. Es wurde beschlossen, dass die Clubs bis zum 15. November noch ihre Ansichten und Vorschläge über die verschiedenen Artikel des Projektes einreichen sollen. Die C.I.C.D. äusserte den Wunsch, dass die Regierungen von den allgemeinen Bestimmungen über Ausfuhr von Kapitalien eine Ausnahme machen und ein Transfer von solchen Summen zulassen sollen, die von ausländischen Zollverwaltungen verlangt werden für nicht gelöschte Triptyks oder Grenzpassierscheinhefte. Das hindert die Clubs nicht, den Transfer mit Hilfe von Kompensationsstellen vorzunehmen, wie sie in einigen Ländern schon organisiert sind. Ein diesbezüglicher Vorschlag zur Schaffung einer Kompensationskasse der A.I.A.C.R. wurde dem Finanzkomitee zur Prüfung übertragen. Die C.I.C.D. hat ferner auch dem Wunsch Ausdruck gegeben, dass die Lastwagen, die zum Transport von Rennwagen dienen und diese selbst den Qrenzübertritt mit Triptyk oder Grenzpassierscheinheft bewerkstelligen können und nicht mehr den Zoll zu hinterlegen brauchen. Die Kommission schlägt den verschiedenen Clubs vor. bei ihren Regierungen zu erwirken, dass Ersatzteile, die bei Fahrten im Ausland angeschafft werden müssen, bei der Rückkehr ins eigene Land nicht der Kontingentierung unterliegen. Sie wünscht ferner, dass die Brennstoffe, die von Rennfahrern zum Gebrauch bei Rennen mitgenommen werden, zollfrei sind. Was die Radioempfangsapparate betrifft, so billigte die C.I.C.D. einen Vorschlag des Generalsekretärs, nach dem die zeitlich begrenzte Einfuhr auch mittels des Triptyks möglich wäre. Sie stellt auch mit Genugtuung fest, dass der Vorschlag zur Normalisierung der Motor- und Chassisnummern auf dem besten Wege zur Verwirklichung ist. Diese Nummern sollen auf haltbare Art an einem leicht zugänglichen Ort und stets an der nämlichen Stelle angebracht werden, damit bei der Zollkontrolle die Identifizierung des Wagens erleichtert wird. Um die Schwierigkeiten zu beseitigen, die der Gebrauch des internationalen Steuerheftes zur Folge hat, das durch die Genfer Konvention vom 30. März 1931 eingeführt wurde, beschloss die C.I.C.D.. die Clubs um eine Intervention bei ihren Regierungen zu ersuchen in dem Sinne. ' 1. dass die Länder, die der Genfer Konvention angehören, die Vorweisung des Steuerheftes nicht mehr verlangen, um Steuerfreiheit zu gewähren. Die Steuerfreiheit soll bei allen Autofahrern in Anwendung kommen, ob nun deren Herkunftsland der Konvention angehört oder nicht. Mit den Ländern, die der Konvention nicht angehören, können Verträge nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit abgeschlossen werden; 2. dass die Länder, die der Genfer Konvention noch nicht angehören, dieser nicht beizutreten brauchen, sondern nach dem Beispiel der Schweiz mit den andern Staaten Verträge auf Gegenseitigkeit abschliessen. Die Kommission nahm auch Kenntnis vom eingehenden Bericht des Sekretariates über die Vor- und Nachteile einer Benzinsteuer, an Stelle der sonst überall üblichen Automobilsteuern, wie sie gegenwärtig in Frankreich und Portugal angewendet werden. Es wurde beschlossen, diesen Bericht zu vervollständigen durch Untersuchungen über die Tendenzen, die in dieser Sache in den verschiedenen Ländern herrschen. Frankreichs Treibstoffbelastung. Bekanntlich wurde in Frankreich am 22. September 1933 ein neues Automobilsteuergesetz eingeführt, wonach die PS-Steuer in eine Benzinsteuer von 50 frs. pro hl umgewandelt wurde. Ursprünglich ist diese neue Steuer von allen Treibstoffen für den Betrieb von Automobilen, ohne Rücksicht auf ihre Art und Herkunft, erhoben worden. Einige Ausnahmen wurden lediglich bei Schieferölen einheimischer Herkunft, bei Alkoholtreibstoffen und sonstigen flüssigen Brennstoffen für den Betrieb stationärer Motoren der Landwirtschaft und des Gewerbes gemacht. Verschiedene Unklarheiten und zahlreiche Missverständnisse in Bezug auf diese Steuerreduktionen und -befreiungen haben Anlass gegeben, durch ein Dekret vom 24. Juli 1934 eine genaue Abgrenzung zu schaffen. Danach werden von der Betriebsstoffsteuer befreit Schieferöle, die aus einheimischen Rohstoffen stammen, Bunkeröle, Benzin für technische Lösungszwecke, Benzin, das ins Ausland oder nach französischen Kolonien exportiert wird, Betriebsstoffe für Eisenbahnfahrzeuge, Benzin für landwirtschaftliche Zwecke, ferner Heiz- und Gasöl, soweit sie nicht für Treibstoffzwecke Verwendung finden. In einem weitern Dekret wird bestimmt, dass Spritgemische künftig durchwegs die Hälfte der Treibstoffsteuer zu tragen haben. Wie wir bereits anlässlich der Einführung der französischen Treibstoffsteuer, welche mit Wirkung ab 1. Februar 1934 in Kraft gesetzt wurde, berichtet haben, handelte es sich dabei nicht etwa um eine Massnahme zur Förderung des Automobilverkehrs, sondern sie sollte den ständig mit Budgetsorgen kämpfenden westlichen Nachbarn vermehrte Fiskaleinnahmen schaffen. Die Steuer von 50 cts. pro Liter hat in der Tat schon im ersten Halbjahr ihres Bestehens wesentlich grössere Einnahmen gebracht, als die frühere Pauschalsteuer. Vom Februar bis Juni 1934, d. h. während 5 Monaten, sind ausser der Besteuerung der Treibstoffe 551 Millionen frs. vereinnahmt worden, während die Automobilsteuer in den ersten 6 Monaten des Vorjahres den Betrag von 531 Millionen frs. erbrachte. Legt man den monatlichen Einnahmedurchschnitt des laufenden Jahres von 110 Millionen frs. zugrunde, so ergibt sich ein Halbjahresaufkommen von 660 Mill. frs. oder 129 Mill. frs. mehr, als seinerzeit aus der Pauschalsteuer vereinnahmt wurde. Im ganzen waren die Erträgnisse aus dem Brennstoff- und Schmierölverbrauch des Automobilverkehrs um 146 Mill. frs. höher als im Vorjahr. Selbst den recht optimistischen Voranschlag der Regierung übertrafen sie noch um 8 Mill. frs. -my- Englischer Automobilabsatz. Grossbritannien konnte auf dem Gebiete des Automobilgeschäftes ein überaus verheissungsvolles Frühjahr verzeichnen und auch einen befriedigenden Absatz während den Sommermonaten registrieren. Während des Herbstes war jedoch über den saisonmässig bedingten Rückschlag hinaus ein Nachlassen der Automobilkonjunktur zu konstatieren. Diese Entwicklung dürfte voraussichtlich mit der Olympiaschau in Verbindung stehen, die für 1934 nicht nur mit einer Anzahl neuer Typen aufwartet, sondern erstmals die Anpassung der Industrie an die ab Januar 1935 in Kraft tretende neue Steuerregelung bringen wird. Diese Hypothese ist um so glaubhafter, als die Wirtschaftslage des Landes als solche keine Ursache für die stark rückläufig verlaufenden Neuzulassungen abzugeben scheint. Ein Jahreszuwachs von 25 % ist immerhin für ein so stark motorisiertes Land wie Grossbritannien ein Ergebnis, das der englischen Automobilindustrie Ausbaumöglichkeiten grösseren Maßstabes geboten hat. Die amtliche Statistik vom Oktober 1933 bis August 1934 weist für diese 10* Monate an Neuzulassungen eine Zahl von über 260,000 Wagen auf, wozu noch 10—20,000 Spezialfahrzeuge für Heer, Post und zu andern Sonderzwecken kommen. Auch im Exportgeschäft konnte die englische Automobilindustrie mit befriedigenden Resultaten abschliessen, indem in den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres eine etwa lOprozentige Steigerung des Jahresabsatzes zu vermerken ist. Obwohl die britische Automobilindustrie in den letzten Monaten mit grossem Erfolg neue Absatzmärkte bearbeitete und das englische Motorfahrzeug sich eines recht guten Rufes erfreut, konnte doch das Exportgeschäft mit dem Anwachsen des einheimischen Verbrauchs nicht Schritt halten. Interessant ist auch die Feststellung, dass der englische Import ebenfalls sich in raschem Anstieg befindet. Von 2 % der Gesamtzulassungen während des 1. Quartales 1934 stieg er im Juli auf 5,5 %. Am Importgeschäft ist vor allem die amerikanische Automobilindustrie beteiligt. Unter Einschluss von Nordirland und des Irischen Freistaates sind an Personenautomobilen vom Oktober 1933 bis zum Juli 1934 199,491 Einheiten oder 21 % mehr als in der entsprechenden Periode des Vorjahres zugelassen worden. Die Zulassungsziffer der Omnibusse stellt sich im gleichen Berichtsabschnitt auf 4369 Einheiten oder auf 29,5 % mehr und diejenige der Lastwagen und* Traktoren auf 58,680 Wagen gegenüber 42,679 oder plus 37 %. Die Gesamtzulassungsziffer stellt sich somit auf 262,540 Wagen gegenüber 210,343 oder + 25 %. Was das Importgeschäft anbetrifft, so wurden in den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres 7548 (2696) Personenwagen und 172 (42) Lastwagen und Traktoren eingeführt, total also 7720 Einheiten gegenüber 2738 Einheiten oder +180 % im Vorjahr. In der näm- Hchen Periode exportierte die englische Automobilindustrie 29,404 (26,832) Personenwagen und 7665 (6808) Lastwagen und Traktoren. Gesamtziffer : 36,969 (33,640) Einheiten oder +10%. ' In bewunderungswürdiger, gediegener Kombination haben die Packard- Werke die neuen Modelle geschaffen. Dabei sind die seit bald 30 Jahren beibehaltenen Packard-Charakteristiken in sehr gefälliger Weise mit den heute gewünschten Linien kombiniert worden. Aber ebenso gross ist der Fortschritt mechanischer Verbesserungen, insbesondere Lebensdauer und Zuverlässigkeit sowie Ruhe und Fahrkomfort. Die 8-Zylinder-, die Super-8-Zylinder- und die 12-Zylinder-Wagen haben die bahnbrechend vorangegangenen Neuerungen, die sich seit vielen Jahren ebenso beliebt wie unentbehrlich machten, wiederum zu eigen: 1. Der 8-Zylinder-Linienmotor, der bahnbrechend allen als Muster voranging. 2. Der 12-Zylinder-Motor, der schon seit 1915 ebenfalls mustergültig voranging. 3. Die Packard-Chassis-Zentralschmierung als erste und heute noch vollkommenste. 4. Die von Packard kombinierten, während der Fahrt verstellbaren Stossdämpfer. 5. Die verstellbare Packard-Steuerung. Packard-Automobile sind weit überlegen und präsentieren beinahe den doppelten Wert des Kaufpreises. — Die musterhafte Werkstätte und Service sowie das vollständige Ersatzteillager stehen dem Packard-Besitzer'jederzeit zur Verfügung. — Seit 15 Jahren ist die für Europa vorangegangene Generalvertretung unverändert in gleichen Händen. WERNER RISCH, ZÜRICH Wie soll der Automobilist von Ihnen u. Ihren Fabrikaten wissen, wenn er nie von Ihnen hört? Karosserie Waönerei Schlosserei Saftleref Spendiere? Z&X/CH, Lassen Sie die MAistomobil-Revue" werben