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E_1934_Zeitung_Nr.086

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;' LUFTFAHR Schalldampfung bei Verkehrsflugzeugen. Von Dipl. Ins. Ed. Amstutz. Im Rahmen des Flugtechnischen Kolloquiums an der Eidg. Techn. Hochschule sprach vor kurzem in Zürich Dr. Stefan J. Zand, Ingenieur der amerikanischen Sperry Qyroscope Co. über « Akustik im Flugzeugbau ». Die Tatsache, dass ausser den schweizerischen Fachleuten, die zu den Stammgästen bei den lehrreichen Vortragsabenden des Flugtechnischen Kolloquiums an der E. T. H. zählen, zwei bekannte, führende ausländische Flugzeugkonstrukteure und die technischen Leiter einer grossen ausländischen Luftverkehrsgesellschaft sich zu diesem Vortrag einfanden, beweist wohl, welche Bedeutung der Lärmbekämpfung bei den modernen Verkehrsflugzeugen beigemessen wird. In der Tat erreicht, ohne besondere Massnahmen zur Schalldämpfung, der Lärm bei einem schnellen, starkmotorigen Flugzeug eine derartige Intensität, dass er für das ungeschützte Ohr kaum mehr als Schall, sondern eher schon als Schmerz empfunden wird. Bei allem sonstigen Komfort und allen Vorteilen der hohen Geschwindigkeit wird das Reisen in einem solchen Flugzeug zur Qual und nach kurzer Zeit können sich nicht unbedenkliche körperliche Störungen einstellen. Es ist bezeichnend für den praktischen Sinn und die Konsequenz der Amerikaner, dass die Sperry-Qesellschaft, als das Problem einmal erkannt war und, nebenbei bemerkt, auch ein Geschäft dahinter vermutet werden konnte, sogleich genügend Mittel zur Verfügung stellte, um die Lösung unter Zuhilfenahme aller Hilfsmittel der modernen Physik und Technik zu lösen. Der Erfolg ist der, dass die Sperry Gyroscope Co. heute als führend auf dem Gebiete der Schalldämpfung für Verkehrsflugzeuge gilt und dass das «Geschäft» sich offenbar lohnt. Bei aller Anerkennung der von der Sperry- Gesellschaft und von Dr. Zand im besonderen erzielten Erfolge, darf aber die im alten Europa, speziell in England, auf diesem Ge- Dor speziell für das England-Australien-Rennen gebaute De Havilland « Comet » von vorn gesehen. Man beachte die ausserordentliche aerodynamische Feinheit der Maschine. (Photo: The Aeroplano.) biete geleistete Arbeit auch nicht übersehen werden. Die Schallbekämpfung ist deshalb ein sehr schwieriges Problem, weil auch sehr tiefgreifende Massnahmen sich im Schlusseffekt nur sehr wenig auswirken. Dem Physiologen ist diese Tatsache bekannt als Fechnersches Gesetz, dessen Inhalt am besten am Begriff der Schalleinheit, des sog. Decibel, erläutert werden kann. Das Decibel entsprich? ungefähr der kleinsten Intensitätsstufe des Schalles, welche das menschliche Ohr unterscheiden kann. Im mittleren Tonbereich beträgt der Unterschied zwischen absoluter Ruhe und einem Lärm, der durch seine Intensität bereits nicht mehr als Schall, sondern als Schmerz empfunden wird, rund 120 Decibel; bei ganz hohen und vor allem bei ganz tiefen Tönen ist dieser Unterschied kleiner. Als Beispiele für die zahlenmässige Grössenordnung des in Decibel gemessenen Lärms kann etwa angeführt werden, dass der Lärm in einem ungeschützten dteimotorigen Flugzeug 100—115 Decibel, unmittelbar neben einem Presslufthammer rund 100 Dec, in einem Eisenbahnzug mit Dampfbetrieb bei offenen Fenstern etwa 75 Dec, im langsam fahrenden Segelboot 25 Dec. und im Zimmer bei geschlossenem Fenster an ruhiger Strasse 20 Dec. beträgt. Vom physikalischen Standpunkt aus berachtet, ist das Decibel anderseits auch pro- )ortional dem zehnfachen Logarithmus der ,AUTOMOBII>REVUB 1934 — 5challenergie. Da der Logarithmus eiler Zahl bekanntlich gewissermassen ihre Schallquellen quantitativ und qualitativ, mit ; Nullenzahl» bedeutet (der Log. von 10 istHilfe von ziemlich komplizierten Messgerä- , von 100 beträgt er 2, von 1000 ist er 3, on 500 liegt er zwischen 2 und 3, nämlich 1,699), so heisst das, dass einem Lärm von 100 Decibel die lOO.OOOfache Energie inneivohnt als einem Lärm von 50 Dec. Ander-, seits werden z. B. zwei Motoren, von denen der in einer bestimmten Entfernung gemessen einen Lärm von 100 Dec. erzeugt, zusammen nur einen Lärm von 103 Decibel erzeugen. Das menschliche Ohr empfindet also eine Steigerung der Lärmenergie nach einer geometrischen Progression nur als Zunahme nach einer arithmetischen Progression. Durch diese Einrichtung hat die Natur zwar unser Ohr bis zu einem gewissen Grad geschützt, anderseits werden die Massnahmen für eine wirksame Schalldämpfung erschwert. Bei einem bestimmten Flugzeug wurde z. B. der Lärm in der Kabine zu 112,3 Dec. gemessen. Dieser Gesamtlärm setzt sich zusammen aus 108 Dec. Auspuffgeräusch, 106 Dec. Lärm der Luftschraube und 98 Dec. Lärm des Motors (Geräusch der Ventile, Kipphebel, Stössel usw.). Gelingt es etwa, durch einen geeigneten Auspuffschalldämpfer den vom Auspuff herrührenden Lärm um 10% zu verringern, so vermindert sich deshalb der Lärm in der Kabine gleichwohl nur um etwa 3%, mit dem Unterschied, dass nun der Luftschraubenlärm überwiegt. Gelingt es, diesen durch Verringerung der Umfangsgeschwindigkeit und Verwendung einer mehrflügligen Luftschraube ebenfalls um 10% zu dämpfen, so dämpft man durch diese beiden, für den Wirkungsgrad des ganzen Flugzeuges nicht unerheblichen Massnahmen den Lärm in der Kabine doch schlussendlich nur um 7%, nämlich bis auf 105 Dec. Die Massnahmen zur Schallbekämpfung bestehen deshalb in erster Linie darin, die ten, festzustellen und zu analysieren. Nachher muss versucht werden, die einzelnen Schallquellen, aber ohne jede Ausnahme, für sich zu dämpfen. Das Ausserachtlassen eines inzigen Lärmzentrums kann die ganze Arbeit in Frage stellen, um so eher, je weiter man in der Ausschaltung anderer Lärmquellen bereits gekommen ist. Es hat sich gezeigt, dass der Akustiker sich zweckmässig schon beim Entwurf des Flugzeuges mit dem Konstrukteur zusammensetzt. Die gegenseitige günstige Anordnung von Propeller, Auspufföffnung, Passagierkabine, Gepäckräumen usw. kann für die wirksame Schallbekämpfung viel ausmachen. Wenn es auf diese Weise gelungen ist, die Intensität des bis zur Passagierkabine gelangenden Lärms abzuschwächen, muss weiter versucht werden, dem Lärm das Eindringen in die Kabine selber zu erschweren. Dazu ist es einmal notwendig, die Weiterleitung von Schwingungen durch die Bauteile des Flugzeuges zu verunmöglichen. Das Zwischenschalten von Gummipuffern zwischen Motor und Motorvorbau ist für diesen Punkt die beste Massnahme. Schwieriger ist es im allgemeinen, dem durch die Kabinenwände eindringenden Lärm wirksam zu begegnen, wenigstens dann, wenn dies mit einem tragbaren Gewichtsaufwand erreicht werden so!!. Es zeigt sich nämlich, dass für die schalldämpfenden Eigenschaften einer Wand viel weniger der Baustoff als das Gewicht der Wand von Einfluss ist. Die Auswahl von Materialien oder Materialienkombinationen, welche wirklich einen Vorteil bringen, erfordert deshalb eine Unzahl von Versuchen mit verschiedenen Stoffen, wobei unerwartete Ueberraschungen nicht ausgeblieben sind. Wenn schliesslich auch die Kabinenwände gegen die Weiterleitung des Lärms geeignet ausgebildet sind, so gilt der weitere Kampf dem Schall, welcher noch durch Tür- oder Fensterritzen und mit besonderer Vorliebe durch die Frisch- und Warmluftkanäle eindringt und die ganze Abschwächung durch die Kabinenwände zunichte machen kann. Da in einem modernen Schnellflugzeug an ein Oeffnen der Fenster ohnehin nicht zu denken ist, so bietet deren Abdichtung im rinzip weniger Schwierigkeiten als für die Türen, wo man sich durch Pressverschlüsse mit Gummizwischenlagen helfen muss. Schwieriger und komplizierter ist die Dämpfung des durch die notwendigerweise offen zu haltenden Frisch- und Warmluftkanäle eindringenden Lärms. Eine sorgfälige Analyse des Lärmspektrums und die Einschaltung passender sog. Lärmfilter bildet die Lösung. Selbstverständlich muss auch die Frischluftentnahme schon an einer Stelle erfolgen, wo der Lärm möglichst gering ist. Auto kühler ecken auf Wunsch Mororhauben-Decken. ,P" 4 Zyl. 5 PS ab Fr. 5300.—; ,N" 6 Zyl. 7 PS ab Fr. 7300— Die Verkaufspolitik diktiert erst in letzter Linie das MG-Programm. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn die im Laufe dieser Saison herausgekommenen Typen beibehalten werden. Die Ausdauerprüfung von Le Mans für den „P" Midget . . . Die Oesterreichische und Internationale Alpenfahrt und die Ulster Tourist Trophy für den „N" Magnette waren harte Prüfsteine, und sowohl der P- als der N-Typ haben vollauf den Beweis erbracht, dass auch der kompressorlose MG eine Klasse für sich ist. AUTO- SATTLEREI MUUER&MARTI Elgerplatz 13 B E R N Tel - 28.299 Bei Anfragen bitten wir um Angabe der Wagenh/p» Automobile welche zu äusserst vorteilhaften Preisen abgegeben werden! BERLIET, Torpedo, 4/5 PL, 13 PS, Fr. «JO- CH EVROLET, Coupe, 2/4 PL, 1930, neu gespritzt, 1800.- ESSEX, Coach, 4/5 PL, 1928, 500.- OPEL, Coach, 4 PL, 1933, 6 PS, 2200.- FIAT 521, 1929, Sedan, 4/5 PL, 600.- OAKLAND, Sedan, 4/5 PL, 1928, 600.- Anfragen erbeten unter Chiffre 14600 an die Automobil-Revue. Bern. SPORTCAR A.-G., ZÜRICH 1, Löwenstrasse 11, 2. 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N»86 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Weitere Massnahmen gelten ferner dem in der Kabine hin und her reflektierten, für das Ohr unter Umständen sehr unangenehmen Lärm. Polsterung der Sessel und die Kleider der Passagiere selber wirken hier zwar bis zu einem gewissen Grade schallabsorbierend, immerhin scheint es oft notwendig ?u sein, verschieden stark gespannte besondere Reflektoren vorzusehen. Als grössten Erfolg bucht die Sperry Gyroscope Co. zurzeit die in der Kabine des bekannten grossen amerikanischen Schnellverkehrsflugzeuges Douglas DC-2 erzielte Schalldämpfung. In dieser Kabine soll bei einer Reisegeschwindigkeit von 320 km/St. nur noch ein Schall von im Mittel 70 Decibel vorhanden sein, so dass eine Konversation auf 2,5 m Distanz ohne Anstrengung möglich ist. Für ein Verkehrsmittel dieser Geschwindigkeit in der Tat eine anerkennenswerte Leistung, welche auf die Frequenz der mit dieser Maschine beflogenen Luftverkehrslinien nicht ohne Einfluss bleiben wird. Die Swissair beabsichtigt, ihren Flugzeugpark für das Jahr 1935 durch den Ankauf von vier dieser Douglas DC-2-Flugzeugen zu modernisieren. So wird den Reisenden, welche die von der Schweiz ausgehenden Luftverkehrslinien benutzen, eine durch Zuhilfenahme aller Hilfsmittel moderner Physik, Technik und Materialkenntnis erzielte Steigerung an Reisekomfort geboten werden Letzten Samstag fand in Ölten eine ausserordentliche Generalversammlung der Aspa statt. können. Ed. Amstutz. Rund 200 Verbandsmitglieder haben an dieser Tagung teilgenommen, um sich über den Stand der Strassen Verhandlungen über das Verkehrsteilungsgesetz Eine Autostrasse Nuglar-Gempen. Zwi-orientiereschen Nuglar und Gempen, zwei wohlhaben- Einsetzung einer Spezialkommission Bahn - Auto zu lassen. Bekanntlich hatte die Generalversammlung vom 3. März dieses Jahres die den Dörfern im nördlichsten Zipfel des Kantons Solothurn, ist eine neue Staatsstrasse und Behörden etwelche Verbesserungen in der ge- verlangt, um in weitern Besprechungen mit Bahnen gebaut worden, die bereits am 23. September dem Verkehr übergeben werden konnte. dieser Spezialkommission, Dr. Brügger, Chur, skiz-: setzlichen Regelung der Verkehrsteilung zwischen Schienen und Strasse zu erreichen. Der Vorsitzende Dadurch erhalten auch die beiden grossen zierte in einem klaren, von Detailproblemen unbelasteten Expose den Gang der einzelnen Unterhand- Ortschaften Liestal und Dornach eine direkte Verbindung, während bisher der grosse Umweg über Muttenz oder Seewen gemacht Spezialkommission nichts weiteres erzielen könne. lungsaktionen, um festzustellen, dass auch das Zentralkomitee über den vorliegenden Status der werden musste. Die neue Strasse hat eine Breite von 6 Metern und brachte für die Dauer von 2 Jahren bis zu 60 Arbeitslosen Beschäftigung. lz. Festlegung der Linienführung der bayrischen Alpen-Autostrasse. Nachdem die Vorarbeiten für die deutsche Alpen-Autostrasse beendet sind, konnte der endgültige Verlauf dieser, vor allem dem Fremdenverkehr dienenden Transversale endgültig festgelegt •werden. Unter Berücksichtigung der. wirtschaftlich wie 'touristisch günstigen Verhält- Lästiges Quietschen? IIIRARIT k at noc h immer geholfen, auch an bUDftnll schwer zugänglichen Stellen. I IIDADIT schmiert hervorragend, löst selbst LUDHnll stärksten Rost, dringt Überall ein. Verlangen Sie Prospekt. Vertreter gesucht. LUBARIT-DEPOT, CHAM Bestandteilen Zahn- und Schneckenräder, jede Dreh-, Fräs-, Hobel- und Schleifarbeit mit Garantie für Präzision durch E. Schmid, Zürich Seefeldstrasse 172 Tel. 43.067 6 Zyl., 9 PS CABRIOLET Beide Wagen zu sehr Mercedes-Benz, mit Dop-interessantepelschwingachsen, Schnell- Baumberger & Forster Preisen. gang, halbautomat. Kupp- A.-G., Zürich 1, Löwenstrasse 17. 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S. hat der Liga der Strassenverkehrsinteressenten des Kantons Zürich angeregt, in Zürich eine öffentliche Versammlung abzuhalten, an der die schweizerische Alpenstrasseninitiative und die Walenseetalstrasse zur Behandlung gelangen sollen. Da die AIpenstrasseninitiative auch den Ausbau der Gotthardstrasse und der Lenzerheide-Julierstrasse in sich schliesst, dürften damit an dieser Tagung zwei für Zürich wichtige Strassenprobleme zur Behandlung gelangen. V Kampf um das Verkehrsteilungsgesetz. Nach Konstituierung dieser Kommission am 23. März hiess es schnellstens die gesamte Materie einer eingehenden Prüfung zu unterziehen, wobei sich die Lastwageninteressenten von vorneherein darüber klar sein mussten, sich einer nicht nur rechtlichen, sondern auch tatsächlich schwierigen Situation gegenübergestellt zu sehen, da einerseits das vom Verband mit 271 gegen 241 Stimmen formell genehmigte Abkommen mit den S. B. B. und anderseits die in parlamentarischer Behandlunt befindliche Gesetzesvorlajre einer materiellen Neuregelung im Wege standen. Nachdem, der Referent die einzelnen Richtlinien des Uebereinkommens in Er-, innerunr rerufen hatte, war gleichzeitig jene Situation erklärt, von der die Arbeiten der Spezialkom-' MOSER-Anhänger aus Leichtmetall sind führend Nutzlast 4 Tonnen Eigengewicht 1 Tonne E. MOSER - Anhängerfabrik - BERN Schwarztorstrasse 101 - Telefon 22.381 SERVICE mission ihren Ausgangspunkt nehmen mussten, und voa der aus sich aHein daa Erreichte würdigen lässt. Die mit den Organen der S. B. B. geführten Verhandlungen zeigten, dass am Zweckgedanken der Verkehrsteilung im Sinne der Einschränkung der gewerbsmässigen Transporte nicht vorbeizukommen war. Der Gang der Gesetzesmaschinerie war auch schon soweit fortgeschritten, dass an die Ausarbeitung akzeptabler Gegenvorschläge ebenfalls nicht gedacht werden konnte. Einen Begriff von der nicht gerade beneidenswerten Situation der Unterhändler im Kampf um die Milderung gewisser Gesetzeshärten erhielten die Verhandlungsteilnehmer durch das Verlesen einzelner Voten im Parlament, vor allem durch Auszüge aus den Erklärungen des ständerätlichen Kommissions-Präsidenten Keller und solcher des Vorstehers des Eidg. Post- und Eisenbahndepartementes. Der Referent glaubte der Auffassung Kellers in diesem Sinne beipflichten zu können, bei der Verkehrsteilung es doch mit einem Gesetz zu tun zu haben, das nicht durch spätere Ausführungs-Bestimmungen "umgangen werden könne, denn dafür biete schon die mitberatende Kommission, in die 4 Vertreter der Lastwageninteressenten zu sitzen kommen, genügenden Schutz. Dr. Brügger vermittelte alsdann einen Ueberblick über die Hauptzüge des Konzessionse^stems. Seine Ausführungen Hessen auch erkennen, dass überall die Auffassung vorherrsche, in weitgehendem Masse der gegenseitigen Verständigung, gegenüber dem starren Zwang den Vorzug zu geben. Im Verlaufe der Vorhandlungen Hess sich eine angemessene Abänderung der Strafbestimmungen erreichen, indem neben der Buesenfällung, für leichte Uebertretungen auch Warnungen möglich sind. Damit hatte der Referent die zukünftige Ordnung zwischen Bahn und Automobil kurz skizziert, um im folgenden die schwerwiegende Frage der Entschädigungspflicht anzuschneiden. Aber auch hier soll es sich gezeigt haben, dass überall der Wille vorherrsche, daß Entscbädigungsproblem loyal zuerfüllen. Die Kommission hatte besonders diesen Fragenkomplex als Schlüsselstellung in ihrer Eingabe behandelt und die Zusicherung erhalten, dass. die gestellten Entschädigungsansprüche durch die beratende Kommission geregelt werden sollen. Vorarbeiten für diesbezügliche Beschlüsse liegen noch keine vor. " Gestützt auf seine Ausführungen überliess es der Referent jedem Einzelnen, eich ein Bild über die Tunlichkeit der Referendumsergreifung zu machen. Wohl stehen alle unter dem Einfluss, dass das Verkehrsteilungsgesetz mit dem in der Verfassung verankerten Grundsatz der Gewerbe- und Handelsfreiheit breche, und es sei vollauf begreiflich, wenn weite Kreise gegen eine kampflose Hingabe ihrer verbrieften Rechte opponieren, anderseits sei aber zu berücksichtigen, dass die aus dem Kriege herausgewachsenen weltwirtschaftlichen Verhältnisse der Entwicklung normaler Wirtschaftsbeziehungen hindernd im Wege stehen. Wegen den überall sich auftürmenden Schutzmaßnahmen ertöne anderseits auch immer energischer der Ruf nach einer Einschränkung der Handels- und Gewerbefreiheit. Im weitern gab der Referent zu bedenken, dase der Vorstand der lArpa als solcher an der Aufstellung des Verkehrsteilungsgesetzes mittewirkt und den Grundlinien zugestimmt habe. Zudem habe «ich, die Versammlung vom 15. Juli 1933 in dieser Hinsicht vertraglich gebunden, wobei nur bei wesent- "Echen ~Vertragsänderungen ein Rücktritt möglich Anfertigung von Automobil- „Fremo"- Luft-Bremse Kostenlose Auskunft über alle automobilistischen Fragen Üerlag der ,/AutomobiI-öteoue" sei. Nach Auffassung Brüggers habe die Minderheit weder-durch einen eindeutigen Protest noch durch einen Austritt aus.dem Verband ihre Opposition geltend machen wollen und somit nach auseen hin den Entscheid stillschweigend akzeptiert Wenn auch die Vorlage keineswegs befriedige, so finde sie doch Anerkennung bei den grossen Volksmassen. Gefährlich sei es, die eigene Kraft zu unterschätzen, noch gefährlicher aber, auf die Kraft anderer zu vertrauen. Zudem sei durch das Entgegenkommen der S. B.B. Vieles erreicht worden, und wenn den Behörden ein Kampf aufgezwungen werde, so begeben sich die Lastwagen-Interessenten in eine gefährliche Situation hinein. Eindringlich warnte der Referent die Versammlung vor der Einleitung des Referendumskampfes, denn diejenigen Männer, welche dazu berufen seien, den toten Buchstaben des Gesetzes Leben zu verleihen, werden keinen Millimeter vom gegebenen Worte abweichen. In der anschliessenden und recht rege benützten Diskussion kamen vor allem die Auffassungen der Gesetzesgegner zum Wort, wobei sich durchwegs eine scharfe Opposition gegen alles, « was von Bern kommt», geltend machte. Von mehreren Votanten wurde dringend gebeten, den Referendumskampf aufzunehmen,' wobei die Frage der Rechtmassigkeit des Gesetzes, volkswirtschaftliche Gründe, Entschädigungsprobleme u.a.m. tangiert wurden. Es ist vollkommen verständlich, wenn sich die gewerbsmässigen Transporteure zur Wehr setzen, denn wie ein Appenzeller richtig bemerkte, lassen speziell im Gebiete der Nebenbahnen die Herrscherallüren einiger Privatbahndirektoren nichts Gutes voraussehen. Wenn die Appenzeller-Bahn eine Entschädigung von rund 1000 Fr. für die Bewilligung, 300 t Eisenkonstruktionen auf 10 km per Lastwagen transportieren zu dürfen, ausschlägt, und starrköpfig auf dem Eisenbahntransport verharrt, dann allerdings ist schärfste Gegnerschaft verständlich. Leider kam auch bei den Voten einzelner Opponenten eine nicht auf vollkommener Höhe stehende Sachkenntnis und eine oberflächliche und vor allem mehr gefühlsmässige Beherrschung der Materie zum Ausdruck. Wenn zum Schlu«6 Kantönsrat Hafner (Zürich) zu bedenken gab, vor allem die politische Konstellation zu berücksichtigen, dann hat er vielleicht noch manchem Gegner die Augen über das Aussichtslose eines Kampfes geöffnet. Zu Bedenken dürfte auch die Tatsache Anlass bieten, dass die Feinde des Automobils, die Eisenbahner, die Einleitung eines Referendums begrüssen würden. In Würdigung der gegenwärtigen Situation und in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Spitzenverbände Behörden und Politikern gegenüber die Stange halten und darüber wachen, dass die abgegebenen Versprechungen auch eingehalten werden, wurde seitens des Zentralvorstandes die Ergreifung des Referendums abgelehnt. Mancher dürfte bei einem richtigen Abwiegen der Vor- und Nachteile zur Ueberzeugung gelangen, dass bei der Wahl von zwei Uebeln das Verkehrsteilungsgesetz in seiner heutigen Formation doch, noch das kleinere Uebel repräsentiert, das wenigstens zu angemessenen Tarifen ein erträgliches Auskommen sichert und mit vielfach zu beachtenden Konkurrenzmethoden abfährt. Die vom 21. Oktober bis 3. November unter den Aspa-Mitgliedern zur Durchführung gelangende Urabstimmung über die eventuelle Ergreifung eines Referendums wird bald Klarheit darüber bringen, wie die Würfel noch rollen sollen. N E da bleibt Ihnen nichts Ander«» übrig, als auszusteigen und selbst den Weg durch den dichten Nebel schrittweise ru suchen. WSre es nich» einfacher, rechtzeitig an solche Unannehmlichlceiten zu,denken und bei mir zweckmüuige ß Wagen, uemhumuktA EL. L A M P E N an Ihrem Wagen anbringen zu lassen. Die Anschaffung ist nicht kostspielig und lohn! sieh auf alle Fülle. Alles Elektrische lür't Aule steh von Ourenbergstr. 10 (Telephon 31213) Zürich 2 Beipstraue 14 (Telephon 18701) Bern BERNA 6-Tonnen-Niederwagen mit Holzgasgenerator ist umständehalber vorteilhaft zu verkaufen. Anfragen erbeten unter Chiffre 14554 an die ** Automobil-Revue, Bern. Wegen vorgerückter Saison weit unter Katalogpreis abzugeben: " Minerva Spezlal-Cabriolet 8 Zylinder, 2 -Taren,- 4- Fenster, fabrikneu, mit Garantie. — Anfragen unter Chiffre 14594 an die Automobil-Revue, Bern.