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E_1935_Zeitung_Nr.008

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LUFTFAHR «Graf

LUFTFAHR «Graf Zeppelin» nach einer Million Flugkilometer. Als am 8. Dezember 1934 «Graf Zeppelin» seinen Weihnachtsflug über den Südatlantik nach Brasilien antrat, war das Luftschiff eben im Begriffe, seine erste Million Flugkilometer zu erreichen. Mit Abschluss des Jahres 1934 hat «Graf Zeppelin» seit seinem ersten Start im Herbst 1928 total 423 Luftreisen durchgeführt, 90 Ozeanüberquerungen inbegriffen. Es beförderte rund 27.000 Passagiere, 42 Tonnen Fracht und 5 l A Millionen Briefe. Der Zustrom der Passagiere hat gestattet, dass die Fahrpreise wesentlich erniedrigt werden konnten. So kostete z. B. anno 1929 eine Zeppelinfahrt nach Südamerika 8400 Mark, während im vergangenen Sommer der Preis nur noch 1950 Mark (bis Rio de Janeiro) betrug. Wenn das Luftschiff im Frühwinter nach seiner letzten Kursfahrt von Traggas und Brenngas entleert ist, und, sorgsam von unten abgestützt, am innern First des Hallendaches aufgehängt ist — dann beginnt eine gründliche und unter strengster Aufsicht stehende Ueberholung. Die Aussenhaut wird teilweise abgezogen, die entleerten Gaszellen werden herausgenommen, mit Luft abgeblasen und der Revisor kriecht durch das Mannloch in das Innere der Zelle. Dort, wo das Aussenlicht heller durchscheint, oder wo ein Lichtstrahl passiert, sind die schadhaften Stellen, hie und da durch Scheuern an den Verspanndrähten hervorgerufen, welche die einzelnen Zellen voneinander trennen. Was eicht an Ort und Stelle im Luftschiffbau repariert werden kann, geht nach Berlin zum «Ballonbau», einer Abteilung der Werft des Luftschiffbaues. Die Gasschächte, welche das überflüssige, abgeblasene Wasserstoff gas zum First befördern, werden neu gerichtet. Sie bestehen aus Holzringen und Bindfäden und sind eigentlich nur die Andeutung eines Kamins, in dem Holzringe und Fäden dafür sorgen, dass ein kaminartiger Raum zwischen je zwei Zellen ausgespart bleibt. Aus allen Gondeln werden die Motore ausgebaut, die ganz besonders eingehend georüft werden. In den Bureaux werden zur Winterszeit die üblichen Statistiken zusammengestellt, so z. B. in den Kategorien: Fahrten, Entfernungen, Zeit, Pünktlichkeit, beförderte Ladungen, wie Passagiere, Frachten, Post usw., Verbrauch an Betriebsstoffen, nötige Reparaturen, erwartete Abnutzung von Konstruktionsteilen, dann angetroffene Wetterlagen, Einflüsse auf die Geschwindigkeit und wie dem Walten der Elemente in jedem einzelnen Fall begegnet wurde. So ergeben sich grossangelegte Tabellen, allgemeine Kategorien und wertvolle taktische Navigationsgrundsätze. Eine besonders «kräftige» Wetterkarte, wie sie «Graf Zeppelin» seit seinem ersten Start mehrere besitzt, mit Tiefdruckgebieten, mit Taifunen und Mistrals, wird einer andächtigen Betrachtung zugrunde gelegt und unendlich viel daraus gelernt. So etv/as gibt Vertrauen und Sicherheitsgefühl. Für die Besatzung läuft daneben ein allgemeiner Unterricht, eine Unterweisung über Statik, Aerostatik, Astronomie, allgemeine Navigation — alles dies unter dem generellen Grundsatz, dass jedes Besatzungsmitglied auch in jene Gebiete eingeführt wird, die nicht in seine Spezialarbeit gehören. Von besonderer Wichtigkeit ist die Vorbereitung der Fahrten im neuen Jahre. «Graf Zeppelin» wird auch dieses Jahr wieder zur Hauptsache in den regelmässigen Südamerika-Verkehr eingesetzt werden. Für die Transozeanfahrten müssen diplomatische Verhandlungen, betreffend dem Ueberfliegen fremden Staatengebietes, schon jetzt angeknüpft werden, damit nicht eine bis ins einzelne vorbereitete grosse Fahrt an diesem Punkte scheitert. Und wenn bei uns die Schneeschmelze eingesetzt hat. und der Frühlingsföhn über den Bodensee fegt, dann ist «Graf Zeppelin» bereit,, seine zweite Million Flugkilometer anzutreten und das Dröhnen seiner 2650 PS- Gesamtmotorleistung mit dem Wellenlied des südatlantischen Ozeans aufs Neue vermengen zu lassen E. O. Intensive deutsche Flugsportaufrüstung. Als erste wichtige Veranstaltung kommt am 17. Februar der Zugspitzflug vom Eibsee aus zur Austragung. Verteidiger des Zugspitzpokals ist der Stellvertreter des Führers Reichsminister Hess, mit dessen Wiederbeteiligung man rechnet. Am gleichen Tage wird in Darmstadt die «Deutsche Freiballon-Meisterschaft des Jahres 1935» ausgetragen. Der Wettbewerb soll eine Ausscheidung für die Teilnahme am Gordon-Benett-Wettbewerb darstellen, der in diesem Jahr von Warschau | aus veranstaltet wird. Für> Fliegerhandwer-* 1 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 8 ker wird vom 16. bis zum 24. Februar in den Tennishallen in Berlin ein Bauwettbewerb veranstaltet. Jede Fliegerlandesgruppe entsendet zu diesem Wettbewerb 6 Mann, die hier in einzelnen Abteilungen jede ein Segelflugzeug in möglichst kurzer Zeit zu bauen haben. , Vom 21. bis 26. Mai gelangt der Deutschlandflug zum Austrag, für den bereits Meldungen von 200 Flugzeugen in Aussicht stehen, eine Beteiligung, deren sich bisher kein anderer Flugwettbewerb zu erfreuen hatte. Es wird angestrebt, dass alle deutschen Gaue von dem Deutschlandflug berührt werden, natürlich auch die Saar, deren Flieger sich dieser Tage beim DLV «zurückgemeldet» haben. Der Schlusstag des Deutschlandfluges, der sämtliche Teilnehmer in Berlin vereinigen wird, ist gleichzeitig der Anfang der deutschen Luftfahrt-Werbewoche, die bis zum 2.'Juni andauert. Ebenfalls im Mai finden in Stuttgart die deutschen Kunstflugmeisterschaften statt. An den Pfingstfeiertagen (9. und 10. Juni) versammelt sich die Fliegerjugend auf der Wasserkuppe zur Austragung des Reichs-Modell- Wettbewerbes. Die Segelflieger treffen sich dann Ende.Juli auf der Wasserkuppe, um den .1.6, Rhön-Segelf lug-Wettbewerb auszutragen. Mehr noch als bisher gedenkt man dabei, Gemeinschaftsleistungen vor Einzelleistungen zu werten. Dem Gedanken der Gemeinschaftsleistung trägt auch eine «Kunstflugmeisterschaft für Flugzeugverbände» Rechnung, die für den Herbst in Köln geplant ist. Kürzlich wurde eine Luftfahrt-Wanderschau ins Leben gerufen, die in diesem Jahre das ganze Deutsche Reich bereisen soll. Eine grosse Zahl von Modellen von Motor- und Segelflugzeugen ist in zwei Lastwagen untergebracht und wird so auf einfache und billige Weise durch das Land transportiert. Vom ältesten Motorflugzeug bis zum modernsten Schnellflugzeug, vom Hängegleiter Gustav Lilienthals bis zum modernsten Hochleistungs-Segelflugzeug sind alle Typen in dieser Schau vertreten, die jeweils durch Ausstellungen der örtlichen Fliegergruppen ergänzt werden soll. Bata erzieht Piloten und baut Segelflugzeuge. Bata bedeutet für den Segelflugsport iri der Tschechoslowakei einen der grössten Förderer. Einmal dadurch, dass Bata die beste Segelflugzeug-Werkstätte hat, am billigsten produziert und das andere Mal, weil er jselbst Piloten ausbildet. Was den Segelflugzeugbau anbetrifft, spricht am besten die Tatsache; dass Zliner Windsegler und Gleiter bereits in 95 Orten der Tschechoslowakei angewandt werden, alle mit durchaus bestem Erfolge. Vor noch kaum 2 Jahren kostete ein Gleiter im Durchschnitt noch 6000 Kc, heute liefert Bata einen guten Typ bereits um 2900 Kc, ja, im Rahmen der Bataspenden sogar nur um 1000 Kc. Ein Leistungsflugzeug ist für 4900 Kc erhältlich, im Verein mit der Bataspende bereits um 2000 Kc. Schweizer Fallschirmabsprung aus Stratosphärenhöhe. Der Basler Bohlen, der im August 1933 anlässlich eines Basler Flugmeetings einen Fallschirmabsprung aus 8250 m ausführte und damit Weltrekordmann wurde, beabsichtigt, im kommenden März eine neue derartige Luftwanderung anzutreten, die aber diesmal auf der Stratosphärenhöhe von 10,000—11,000 m beginnen soll. Damit auch die Mitwelt etwas davon hat, wird Bohlen sich und seine Umgebung während des Absturzes laufend verfilmen. Paris-Madagaskar in 10 Tagen. In diesem Jahr will das französische Luftministerium den regelmässigen Dienst auf dem ersten Teil einer der schwierigsten Luftstrecken einrichten. Es handelt sich um die diagonale Ueberquerung Afrikas, vom Nordwesten bis zum Südosten, die Verbindung der algerischen Mittelmeerhäfen mit Madagaskar im Indischen Ozean. Die Schwierigkeiten sind gross: Auf dem ersten transsaharischen Flug, bei dem die Route festgelegt wurde, hat man selbst in einer Höhe von 1000 m noch eine Schattentemperatur von 38 Grad Celsius gemessen. Auf dem ersten Teil der Strecke sollen Passagiere bis zum Hauptort des mittleren Kongo, Brazzaville, mitgenommen wer* den. Die Strecke soll zweimal monatlich durchflogen werden. Für die vollständige Route nach Madagaskar bedarf es noch ,der Abkommen mit Belgien, England und Portugal. Wenn sie abgeschlossen sind, wäre man von Paris aus in 10 Tagen in Madagaskar. Transkontinentalflug mit 347 km/St. Durchschnitt Der bekannte amerikanische Flieger Doolittle hat kürzlich die 4200 km lange Strecke Los Angeles-New York trotz schlechten Wetters, das ihn zu Kursabweichungen zwang, auf einem Vultee-V-la-Verkehrsflugzeug mit 700 PS Wright-Cyclone-Motor in 11 Std. 59 Min. zurückgelegt, was einem Stundenmittel von rund 347 km/Std. entspricht. , -y- Hallwaa Jöggi + Wüthridi (liigen,die dem Unwetter twtmn! Wie wir« «i Ihnen mSglleh. bei solchem Wetter sicher und rasch zu fahren, ohne die praktischen und zuvor» Ussigeo e I e k f r i s ch 6 n SCH EIBENWISCHE R Sie sind die einzigen Augen, die für Ihr« Sicherheit sorgen. Bei mir werden sie fachgemassaufmontiert und tadellos Instand gehalten. Scheibenwischer von Fr. 25« Alles Elektrische fOr's Auto ttoh von O,_.1> J_ _!iZi \ •.«•.t

N» 8 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE Amerikanische Automobilindustrie in Zahlen. Alljährlich trägt die nationale Automobil- Handelskammer von Amerika ein gewaltiges Zahlenmaterial zusammen, um mit dessen Hilie nicht nur den Umfang der Jahresproduktion, sondern die Bedeutung der Automobilwirtschaft für die gesamte Volkswirtschaft zu dokumentieren. Wenn auch das Jahr 1933, Ober welches die Unterlagen Auskunft geben, für die amerikanische Automobilindustrie im Zeichen der Wirtschaftskrise stand und in seinen Ergebnissen sich nicht mit den vorangehenden «fetten» Jahren der Periode der «Prosperity» messen kann, so lassen sie doch erkennen, dass dieser Zweig der amerikanischen Produktion nach wie vor mit zu den entscheidenden Faktoren des dortigen Wirtschaftslebens zählt Dies dürfte genügend durch die folgenden Tatsachen illustriert werden: In den amerikanischen Automobilfabriken war im. Berichtsjahre ein Kapital von 1 Milliarde und 348 Millionen Dollar investiert Allein in diesen Betrieben waren 190,000 Personen beschäftigt Zählt man aber all die Produzenten von Zubehör sowie den Handel und das Gewerbe dazu, so verdienen insgesamt viereinhalb Millionen Personen direkt und indirekt aus der Automobilwirtschaft ihren Unterhalt Allein an Gehältern und Löhnen •wurden 233,5 Millionen Dollar ausbezahlt. 35,265 offiziell anerkannte Händler befassen sich in den U.S.A.'mit dem Vertrieb der Automobile. Eine solche Industrie ist natürlich auch ein entsprechender Abnehmer von Rohprodukten. Für Gusseisen, Stahllegierungen aller Art, Gummi, Scheibenglas, Nickel, Blei, Polstermaterial ist die Automobilfabrikation der grösste Abnehmer und bezieht fast durchwegs mehr als die Hälfte der einschlägigen Produktion. Die Jahresproduktion bezifferte sich auf 1,986,208 Fahrzeuge, wovon 1,6 Millionen Personenautomobile und 358,440 Lastwagen. ^Von der Jahreserzeugung wurden 242,507 Wagen exportiert Der gesamte Automobilbestand der Vereinigten Staaten belief sich damals auf 23,827,290 Fahrzeuge. Die Zahl der Besitzer Ist aber wesentlich geringer, da es sehr viele Betriebe und Unternehmungen tibt, die nicht nur Hunderte, sondern Tausende von Fahrzeugen benützen und ihr eigen nennen. Wir haben bereits früher auf diese Besitzverhältnisse hingewiesen und da- bei beispielsweise die Amerikanische Telephon- und Telegraphen-Gesellschaft genannt, die über 13,600 Lastwagen und 4200 Personenfahrzeuge verfügt. Einen ähnlichen Park weist die Standard Oil auf, in deren Dienst 12,000 Lastwagen und 4000 Personenautos stehen. Die Liste der Unternehmungen mit einigen hundert Wagen könnte nach Belieben verlängert werden. Die Produktion des Jahres 1933 ist zum geringsten Teil an Neubesitzer übergegangen, sondern ist hauptsächlich für den Ersatz von ausrangierten Fahrzeugen aufgebraucht worden. Man schätzt die Zahl der vorübergehend und endgültig aus dem Verkehr gezogenen Wagen auf 2,6 Millionen, so dass die Jahresherstellung nicht einmal diesen Ausfall ganz zu decken vermochte. Die durchschnittliche Lebensdauer der Wagen betrug, nach dem damaligen \ Fahrzeugbestand gerechnet, 7% Jahre. Welche Strukturwandhmgen die Automobilproduktion durchgemacht hat, erhellt folgende Tatsache: Während im Jahre 1919 von der gesamten Fabrikation nur 10,3 Prozent der Wagen geschlossen waren, sind es im Berichtsjahre 98,6 Prozent. Was den Preis anbetrifft, so wurden vom gesamten Jahresumsatz mehr als 80 Prozent unter 500 Dollar im Grosshandel vertrieben. Interessant ist in diesem' Zusammenhange die Feststellung, dass dagegen die gebrauchten Wagen im Durchschnitt noch 250 Dollar galten, wobei allerdings nur Wägen berücksichtigt sind, die nicht vor 1928 hergestellt würden. Der Betrag, den sämtliche Motorfahrzeugbesitzer in Form von Sondersteuern und Abgaben entrichteten, erreichte 1933 den phan-: tastischen Betrag von einer Milliarde htm-; dertsiebenunddreissig Millionen Dollar. Dies obwohl "im" nämlichen Jahre 19 Bundesstaa-f ten ihre Fahrzeuggebühren abgebaut haben. Die Haupteihnähmequelle bildet die Benzinsteuer, die allein'518 Millionen abwarf. Nun gilt es allerdings für den Staat auch für ein gewaltiges Sfrassennetz, das über 3 Millionen Meilen umfässt, aufzukommen. So bezifferten sich im Jahre 1932 die Ausgaben für das Staatsstrassennetz auf 816,7 Millionen Dollar. Der-Bundesstaat gewährte 1933 nmd ; 101 Millionen Subventionen an die Einzel- Staaten zur Erleichterung ihres* Budgets. Das Automobilwesen befruchtet, ferner in bedeutendem Masse das Versicherungsge-, schäft.. 1933 wurdenF 312 Millionen 5an>-.Prä», mien einbezahlt, während»-186 Millionen,an, Entschädigungen -zur Auszahlung gelangten;. ; Diese wenigen Angaben geben ein ungefähres Bild von der Bedeutung des Motorfahrzeugwesens für den am weitgehendst automobilisierten Kontinent der Erde. Sie zeigen, wie tief dieser Zweig der Wirtschaft in das gesamte Erwerbsleben eingreift und wie sehr er — in manchen Fällen sogar ausschlaggebend — mit diesem verbunden ist. Wenn auch die Verhältnisse in Europa und vorab in der Schweiz bei weitem nicht derartige Proportionen angenommen haben, so liegen sie im Grunde genommen genau gleich: mit der Automobilwirtschaft muss gerechnet werden, und je besser sie sich entwickelt, um so stärker vermag sie Handel und Wandel zu fördern. B. Englisches Automobil • Rekordlahr. Bekänntlich endet die englische Zulassüngsstatistik jeweils per 30. September, so dass sich heute schon ein Ueberblick über die Entwicklung der englischen Automobilindustrie während des letzten Geschäftsjahres gewinnen lässt. Vom Monat Oktober 1933 bi$ September 1934. ist, im Vergleich zum Vorjahre, die Zahl der Personenwagen-Neuzulassungen um 21%, diejenige der Omnibusse um 31 Prozent und die der Lastwagen um 34 Prozent gestiegen. Unter Berücksichtigung der nur von bescheidenen Rückschlägen verfolgten Motorisierung Grossbritanniens müssen diese Ergebnisse als höchst erfreulich bewertet werden, darf man doch eine Geamtsteigerung von rund 24% als eindeutiger Beweis für den zunehmenden Wohlstand der englischen Bevölkerung betrachten. Ein deutlicher Beweis für die anhaltende Konjunkturbesserung im britischen Wirtschaftsleben dürfte auch aus den Herbstziffern abgeleitet werden, indem z. B. im September die Personenwagen - Neuzulassungen gegenüber dem Vormonat um 8% und diejenigen der Lastwagen um 10% höher lagen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass an diesem Ergebnis vorzeitig in den Handel gebrachte Olympia-Modelle mitgewirkt haben dürfen. Vom U Oktober 1933 bis 30. September 1934 darf voraussichtlich mit einer Personenwagenproduktion von ' rund 265,000 Einheiten gerechnet werden. Im gleichen Berichtsabschnitt wurden in Grossbritannien selbst 224,000 Personenwagen neu zum Verkehr zugelassen, wozu noch 36,000 ;Wagen hinzukommen, die dem Export dien- ;ien^,Wenn von der Ausfuhrquote die 9000 importierten Wagen abgezogen werden,.so ergeben sich immerhin noch 251,000 Personenwagen, die in der Berichtsperiode abgesetzt wurden und denen eine Produktionsquote von 241,000 Stück gegenübersteht; somit blieb die Produktion um rund 10,000 Einheiten hinter dem Absatz zurück, der naturgemäss in diesem Umfange auf die Lagerbestände zurückzugreifen gezwungen war. Innerhalb der Lastwagenproduktion hat es hingegen den Anschein, als ob diese mit den gesteigerten Absatzverhältnissen Schritt gehalten habe. In Fachkreisen rechnet man für die kommenden Zeiten mit einem weitern Anwachsen der Personenwagenproduktion, um so eher, als die neuen Preisansätze, besonders diejenigen für die billigeren Klassen, eine fallende Tendenz erkennen lassen. Auch im Exportgeschäft war die britische Automobilindustrie, und zwar sowohl was das Personenwagenwie das Lastwagengeschäit anbetrifft, gut beschäftigt, indem die Personenwagenausfuhr gegenüber dem Vorjahre um 13% und diejenige der Lastwagen um 26% gestiegen ist. Statistisch ergibt sich für die Zeit vom Oktober 1933 bis September 1934 eine Neuzulassungsquote der Personenwagen von 224,032 (184,522), der Omnibusse von 5171 (3960) und der Lastwagen von 68,562 (51,205) Einheiten, zusammen also 297,785 gegen 239,687 Wagen. An Personenwagen wurden im gleichen Zeitabschnitt 9095 (3407) und an Lastwagen und Traktoren 250 (55) importiert, was einem Gesamtimport von 9345 (3462) Wagen entspricht oder 170% mehr als im Vorjahr. Diese Importzunahme darf wahrscheinlich mit dem Warenmangel in Beziehung gebracht werden, der in manchen Wagenkategorien zeitweilig vorherrschte. Im übrigen bedeutet eine fünfprozentige Anteilnahme des Auslandes an der englischen Marktbefriedigung keineswegs irgendeine Schwächung der inländischen Produktion, sondern vermag umgekehrt dieser eher einen Stimulus zu verleihen. Ausgeführt wurden in der gleichen Zeit an Personenwagen 36,597 (32,398) Einheiten und an Lastwagen und Traktoren 10,701 (8539) Wagen oder zusammen 47298 (40,837) Automobile. -my- Oie «A.-R.» als Vertreterin des Portschrittes.. Herr W. H. in B. schreibt uns: «Ihr Blatt rehört gottlob zu denen, die ohne Hintergedanken, ohne Politik tun der Politik willen zu einem Ziele stehen: Fortschritt. Es ist immer Wieder eine Freude, die darin vertretenen frischen Gedanken zu verfolgen. Nicht nur da,s: wer die Zeitung regelmässig liest, eignet sich nach und nach eine Sachkenntnis in Automobilfragen an, die sonst nur mit mühseligem Studium erworben werden kann. "Warum treiben Sie mit diesea Argumenten keine Werbung?» DODGE- REPARATUREN Sie haben den Vorteil, wenn Sie uns als langjährige Dodge- Vertreter Ihren reparaturbedürftigen Wagen anvertrauen. Eine aufs modernste eingerichtete Werkstatte mit allen neuzeltlichen Schikanen ausgestattet und grosse Kenntnisse der Dodge-Wagen ermöglichen uns sorgfaltigste Bedienung bei kurzer Lieferfrist und bescheidenen Preisen. Wann dürfen wir Ihren Wagen abholen ? GEBR. MARTI, BERN Dodg«. Vertretung und Service Elgtrplatz 2 Tel. 23.941 PACKARD-ERSATZTEILE für iltere Modelle Preisen liefert zu bedeutend reduzierten 11871 Werner Risch. Zürich. 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