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E_1935_Zeitung_Nr.030

E_1935_Zeitung_Nr.030

liehe Erhöhung der

liehe Erhöhung der Betriebssicherheit und Verbilligung der Herstellung einbringt. Diesen unseren Wünschen sind Grenzen gesetzt. Verdichten wir beim Ottomotor für gegebene Verhältnisse und einen gegebenen Brennstoff zu hoch, dann wird die Verbrennung bockbeinig, und es tritt Leistungsverlust und das berüchtigte Klopfen ein. Verdichten wir beim Dieselmotor für gegebene Verhältnisse und einen gegebenen Brennstoff zu niedrig, dann tritt unvollkommene Verbrennung oder gar Ausbleiben der Zündung ein. Insgesamt erkennen wir die merkwürdige Tatsache, dass wir nach einer mittleren Verdichtung streben, indem wir den Dieselmotor immer niedriger, den Ottomotor immer höher verdichten möchten. Ferner erkennen wir, dass Ottoverbrennung und Diesel Verbrennung tatsächlich Gegensätze sind. In jedem Ottomotor ist die Grenze nach unten gesetzt. Er lässt sich mit jedem Brennstoff betreiben, der kompressionsfester, klopffester, feuerfester ist. Beim Dieselmotor liegt die Grenze oben. Er lässt sich mit jedem Brennstoff betreiben, der klopffreudiger, weniger kompressionsfest, zündwilliger ist. Und der Glühkopfmotor? Bei diesem liegt die Sache ganz merkwürdig unklar. Anscheinend muss man hier die Kompression nach Mass machen. In einem niedrig verdichtenden Gasöl-Glühkopfmotor kann man nicht Steinkohlenöl fahren. Und in einem hochverdichtenden Steinkohlenöl-Glühkopfmotor — kann man nicht ohne weiteres zündwilliges Gasöl verbrennen. Sollte das nicht damit zusammenhängen, dass beim Glühkopfmotor Voreinlagerung des Brennstoffes stattfindet und ein oberflächenentwickelter, mit glühender Reaktionsfläche ausgestatteter Verbrennungsraum vorliegt? Wie dem auch sei: Offenbar ist der Verbrennungscharakter des Brennstoffes das geeignete zweite Einteilungsmerkmal unserer Motoren, dessen wir zur Auseinanderziehung der Mannigfaltigkeit der Motoren in ein Kurvenblatt bedürfen. Es ist ja heute durch die Arbeiten von Dumanois und Boerlage und Broeze klar, dass der Verbrennungscharakter von Dieselbrennstoffen und der Verbrennungscharakter von Ottomotor-Brennstoffen sich nach sehr ähnlichen, wenn nicht den gleichen Eigenschaften beurteilen, ja messen lässt. Was im Ottomotor klopft, ist im Dieselmotor ausgezeichnet. Was im Dieselmotor wegen Schwerentzündlichkeit und grossen Zündverzugs klopft, erweist sich im Ottomotor eben wegen seiner Feuerfestigkeit als höchsten Verdichtungsverhältnissen gewachsen. Klopffestigkeit im Ottomotor und Schwerzünden und Klopfneigung im Dieselmotor sind ebenso gleichartig, wie Klopffreudigkeit im Ottomotor und klopffreie Zündwilligkeit im Dieselmotor. Man kann die Messung dieser Eigenschaften in Oktan- Heptan-Zahlen für Ottomotor-Brennstoffe und in Ceten-Zahlen für die Dieselbrennstoffe nach Dumanois auf ein und denselben Nenner bringen, — mindestens im Groben, wenn auch über die Feinheiten noch keine vollständige Klarheit besteht. Für die in dem unerforschten Gebiet liegenden Motoren gibt es grundsätzlich 2 Möglichkeiten. Entweder sind sie unempfindlich auf Brennstoffeigenschaften, so dass es auf die Klopffestigkeit oder Klopffreudigkeit des Brennstoffs überhaupt nicht mehr ankommt, — oder aber sie sind ausserordentlich empfindlich auf den Verbrennungscharakter ihres Brennstoffs, so dass zu jedem Verdichtungsverhältnis eine bestimmte Zündwilligkeit des Brennstoffs gehört, und bei Gelegenheit schon recht .feucht' werden. Nicht wahr, Mädels ?» Die arme Orchid war buchstäblich verängstigt durch die Mauer von Urteil, die diese abstossend und erfahren dreinsehenden Mädchen mit Puppengesichtern um sie •herum aufrichteten. Eine Mauer, die sicher, bestimmt und unabweisbar, die Tage unter ihnen unerträglich machen und sie schliesslich von Drecotte herausdrängen würde. « Toto, ich kann heute abend nicht. Ich habe eine Verab...» «Hab' ich es euch nicht gesagt ?» «Nein. Nein. Bitte, Mädels, ich möchte gern kommen, aber heute kann ich nicht. Ich habe eine Verabredung! Nun, wie wäre es, wenn ihr, auch ihr vier, einmal zu mir kommen wolltet ?» «Einmal ? Natürlich. Was ist's mit dem vierunddreissigsten Juli ? Neunzehnhundertneunundneunzig ?» «Nein. Nein. Ich meine, wie wäre es mit Samstag abend? Ich habe über die Weekends nie eine Verabredung. Ich — alle, kommt doch zu mir!» «Oh, ein Strickkränzchen?» «Nein, nein. Bringt eure — eure Freunde mit.» «Wir werden bestimmt kommen», sagte Neuer Personenwagen mit liegendem Vierzylindermotor. In Australien wird ein neuer Personenwagen gebaut, der als Kraftquelle einen 60 PS Vierzylindermotor mit einander paarweise gegenüberliegenden Zylindern aufweist, ähnlich, wie es beim Röhr-Junior der Fall ist. Ein Drehmoment-Wandler, über den noch keine Einzelheiten bekannt sind, soll den Fahrer von der Notwendigkeit jeder Getriebebedienung befreien. Eine Autostrasse um die Ostsee ? Auf der Strassenbaukonferenz in Stockholm ist — nach Angaben der polnischen Presse — der Plan erörtert worden, eine Automobilstrasse rund um die Ostsee zu bauen, die von Kopenhagen über Stockholm nach Helsingfors, durch Estland und Lettland und dann über polnisches Gebiet (Pommerellen) nach Deutschland führen soll. Eine Hochstrasse für Chicago. Bei dem ständig anwachsenden Verkehr ist nach New York nunmehr auch Chicago gezwungen, über eine seiner Hauptstrassen eine zweite Strasse zu legen, die dem schnellen Durchgangsverkehr dienen soll. nend das Beispiel in dem heutigen weitgehend empirisch gewordenen Glühkopfmotor* • Für das andere Ziel sehen wir heute einen Reichtum von Mitteln zur Verfügung, durch Ober-" flächenentwicklung, Wirbelung, Katalyse und chemische Einflüsse den eigentlichen Verbrennungscharakter des Brennstoffs zunehmend seiner Wirkung zu entkleiden und auf diese Weise zu dem Motor zu gelangen, dem der Verbrennungscharakter des Brennstoffs mehr oder weniger gleichgültig ist. Zweifellos ist dieses letztere Ziel das wirtschaftliche und betrieblich zu erstrebende. Diese Betrachtungen werden die weitverbreitete Vorstellung ins Wanken gebracht haben, die motorische Verbrennung sei etwas Zwangläufiges* Im Gegenteil kann die motorische Verbrennung nicht nur zwischen den beiden Grenzfällen der Ottoverbrennüng und der Dieselverbrennung abgewandelt werden, sie ist darüber hinaus noch vielen anderen Beeinflussungen zugänglich. Damit gewinnen wir die Möglichkeit, den «natürlichen» Verbrennungscharakter eines jeden Brennstoffes seiner Bedeutung für die motorische Verbrennung zunehmend zu entkleiden. Oder in anderen Worten: Wir gewinnen die Hoffnung, einen jeden Brennstoff nach unserem Willen der motorischen Verbrennung zugänglich zu machen. Toto, und sah sie an mit einem Blick, mit dem ein Knabe einen Schmetterling aufspiesst. «Wir werden bestimmt kommen. Freuen uns, nicht wahr, Mädels ? Sind sehr verbunden.» «Wir werden bestimmt kommen !» Nun, es hatte keinen Sinn, sich darüber zu ärgern. Es war eben etwas, das man einfach mitmachen musste. Es konnte doch nicht so arg sein, wie man fürchtete. Und ausserdem würde doch Martin durch seinen Weekend- Besuch in Innesbrook nicht dabei sein, und nicht Zeuge ihres intimen Verkehrs mit diesen Mädchen. Sie erzählte Martin von den Gesprächen und Vorfällen ihres Arbeitstages, aber irgendwie wollte sie ihn davon fernhalten, sie auf ein und derselben gesellschaftlichen Stufe mit diesen Mädchen stehen zu sehen, deren Sprache wie Kröten von ihren lieblichen Lippen springen konnte. Sie scheute davor zurück. Aber sie einzuladen war ein Akt kluger Politik, um sie über das zu besänftigen, was sie an ihr für Anmassung hielten, und wegen solcher Glücksfälle, dass sie auserwählt worden war, zur Modeschau im Belvedere nach Philadelphia zu fahren, und wegen der Tatsache, dass die schönsten Kleider und Kostüme ihr zufielen, wenn die AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N° 30 istischer der Motor* jeden Brennstoff mit grösserer oder mit geringerer Zündwilligkeit ablehnt. Für den letzteren Fall haben wir anscheizeitlicher Grandlage arbeitenden Automobilfabriken steckt der rassische Automobilismus noch in den Kinderschuhen; was auch für den Strassenbau zutrifft. Von einer Autotouristik kann keine Rede sein, da man auf weite Strecken keinen Tropfen Benzin erhält, geschweige denn Reparaturen vornehmen lassen kann. Das Auto in Russland. Im Prager Automobil-Club sprach ein bekannter Autotourist über seine während elf Monaten in Russland gesammelten Erfahrungen. Danach soll es in Moskau, einer Stadt von 3,7 Millionen Einwohnern, nur eine einzige Tankstelle und zirka 450 Taxis geben, meist uralte, in hoffnungslosem Zustand befindliche Renaults, an denen die Türen oft mit Schnüren zugehalten werden; die Polsterungen sind zerrissen, so dass man direkt auf die Spiralfedern zu sitzen kommt. Trotzdem die Kilometer-Gebühr überaus billig ist, bedienen sich die Ausländer meistens der Untergrundbahn oder des Trams. Trotz den drei nach amerikanischen Lizenzen auf neülOOprozentige « Motorisierung ». Der kleine Ort Billings bei Detroit kann für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, hundertprozentig «motorisiert» zu. sein. Billings weist nämlich insgesamt 452 Einwohner auf, während sich sein Motorfahrzeugbestand auf 453 Autos beläuft. Aufpumpen während der Fahrt Interessante Versuche unternahm kürzlich eine grosse Reifenfirma. Mit Hilfe elastischer Schläuche und eines besonderen Anschlusses in der Nähe der Radnaben wurde ein Nachpumpen ebenso wie ein Entleeren der Reifen während der Fahrt ermöglicht. Zweck der Uebung war die Untersuchung der verschiedenen Reifendrücke auf die Strassenlage des Fahrzeuges und auf die Erwärmung der Reifen. Rassehunde als Autokaufzugabe. Ein New Yorker Automobilhändler schenkt als Dreingabe bei Autokäufen einen wertvollen Rassehund. Angeblich hat er seinen Umsatz durch diese Werbemethode erheblich steigern können. Umbau am Nürburgring. Eine an die Betonkurve gegenüber der Haupttribüne angrenzende Erdwelle hat bislang die Sicht auf die Rennstrecke nicht unwesentlich beeinträchtigt. Um den Tribünenbesuchern ein möglichst unbehindertes und weites Blickfeld zu gewährleisten wird diese Erhebung abgetragen und gleichzeitig in einen terrassenförmigen Zuschauerplatz umgewandelt. WAS NOT TUT! Fortsetzung von Seite 1. Mit ihrem unverantwortlichen Gehaben bringen sie auch alle anständigen Fahrer in Verruf. Sie üben Verrat an unseren Bestrebungen. Ihnen danken wir es, wenn heute jeder Automobilist a priori mit scheelen Augen angesehen wird. Nach Beispielen braucht man nicht weit zu suchen. Was hat doch das Unglück an der Bahnhofstrasse in Zürich, hervorgerufen durch- ungezügelte Grossmannssucht eines jungen Wichtigtuers, für einen Sturm der Empörung ausgelöst! Hier will der Bundesrat inskünftig mit unerbittlicher Härte zupacken, durch angemessene Strafen, durch Entzug der Führerbewilligung usw. Unseres vollen Einverständnisses mag er dabei versichert sein. Haben wir denn nicht ein eminentes Interesse daran, dass solche Aussenseiter unserer Gesellschaft ein für allemal von der Strasse verschwinden ? Mit den besondern vorbeugenden Massnahmen darf es aber, soviel steht für uns fest, sein Bewenden nicht haben. Sie beschlagen bestimmte Fragenkomplexe. Darüber hinaus erhebt sich für jeden einzelnen Automobilisten und Motorradfahrer die Pflicht, durch absolut einwandfreies Verhalten, durch gewissenhafte Beobachtung der schwerst zu befriedigenden Kundinnen im Vorführungssaal waren. Und tatsächlich kam mit der Einladung eine gewisse Aufheiterung. So sehr sich Orchid auch bemühte, konnte sie den leisen Schimmer von Befriedigung nicht dämpfen. Es war wichtig, die Mädchen besänftigt zu haben. Genau so wie es wichtig gewesen war, Cyd an dem Tage, an dem sie nach LongBeach fuhr, um dort Sportkostüme vorzuführen, vorher noch zu einem Lunch einzuladen und ihr Parmaveilchen zu kaufen, die fünf Dollar kosteten. Orchid war stolz auf ihr Zimmer. Es war April, die Fenster standen offen und zwischen den zurückgebundenen Vorhängen wurden die herrlichen Blumen sichtbar. Das Kaminsims war freigemacht worden und bildete das Büfett mit kaltem Aufschnitt, gefüllten Tomaten, Bergen von Hühnersalat mit Mayonnaise und vielen Gewürzen, und kalter Sellerie mit weichem Käse. Es wäre einfacher gewesen, diese Dinge im Delikatessenladen an der Ecke zu kaufen; nur stiess sich die verwöhnte Orchid an dem Geruch der im Fenster ausgelegten Salate und der in dieser Abgeschlossenheit gerinnenden Mayonnaise. Und so waren die Sandwiches und die Salate zu Hause und von Verkehrsregeln den Behörden zu beweisen, dass die Freigabe der Geschwindigkeit durch das neue MFG kein Kapitalfehler war. Soviel wird sicher auch der Letzte begriffen haben: der Sorge um den Verlust dieser einzigen wirklichen Errungenschaft des Automobilgesetzes sind wir zwar für den Moment enthoben, doch käme es einer fatalen Selbsttäuschung gleich, wollte man sich dem Glauben hingeben, die Gefahr sei nun endgültig gebannt. Nein, der Bundesrat räumt uns lediglich eine Probezeit, eine Art Bewährungsfrist ein, er will es noch einmal mit uns probieren! Besinnen wir uns, ehe es zu spät geworden ist! Letzten Endes sind es wir selbst, die über den Ausgang der Frage: Höchstgeschwindigkeiten oder nicht, bestimmen. Das Ziel, worauf wir loszusteuern haben liegt klar vorgezeichnet da: nicht nur dem Buchstaben, sondern auch dem Geist des Gesetzes in vermehrtem Masse nachzuleben. Ist der Einsatz solchen Preis nicht wert? Dennoch, von den Auto- und Motorradfahrern allein darf das Heil nicht erwartet werden. Sie teilen die Strasse mit den Fuhrleuten, Radfahrern, Fussgängern. Die sind nun einmal da, wenngleich Herr Nationalrat Nietlispach diese Kategorie von Strassenbenützern nachsichtig überging. Kein ernsthafter Versuch zur Lösung des Problems der Verkehrssicherheit wird es sich leisten können, sie als nebensächlich zu behandeln. Auch sie verkörpern Gefahrenquellen, auch sie verursachen Unfälle. Darüber zu diskutieren, hiesse Wasser ins Meer* tragen. Wenn Herr Nietlispach schon die blosse Verkehrsgefährdung durch Motorfahrzeuge zur strafbaren Handlung stempeln möchte, dann erheischt es die Logik, dass z.B. auch der Begleiter eines linksfahrenden Gespanns, der Radfahrer ohne Licht vor dem Richter zu erscheinen hat Der Bundesrat spannt den Bogen nicht so weit. Aus der durchaus richtigen Erkenntnis, wie viele Wünsche die «Angleichung» auch dieser Strassenbenützer an den modernen Verkehr noch offen lässt, leitet er die Forderung nach deren systematischer, auf breitester Basis betriebener Erziehung ab. Denn es versteht sich für ihn — wie für uns — von selbst, dass er nur halbe Arbeit leistete, würde er sein Augenmerk nicht auch auf die richten, die sich oft genug über die bestehenden Vorschriften als einen Eingriff in ihre « persönliche Freiheit» hinwegsetzen. Was dem einen recht ist, sollte dem andern billig sein. Mit seinen Worten vom obligatorischen Verkehrsunterricht in der Schule, vom Fussgänger, der sich an die Verkehrsregeln halten muss, vom fehlbaren Fuhrmann und Radfahrer, gegen den ebenso konsequent eingeschritten werden soll wie gegen den Fahrzeugführer, hat Herr Bundesrat Baumann den Nagel auf den Kopf getroffen. Wir möchten nur hoffen, es werde bei allen der selbe Maßstab angelegt. Was uns not tut und der Allgemeinheit frommt, ist nicht eine einseitige Befehdung des Motorfahrzeugs, sondern die Erfassung Aller im Kampf gegen den Verkehrsunfall. Julier-Frequenz. In den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres haben 4581 Motorfahrzeuge die Julierpasshöhe traversiert. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 2322 ausländischen, 1167 schweizerischen und 1092 Bündner Wagen. Die stärkste Frequenz verzeichnete der Monat Januar mit 2274 Fahrzeugen, während im Februar wegen den schlechten Witterungsverhältnissen nur 1083 Wagen gezählt wurden. Im Monat März stellt sich die Frequenz auf 1224 Fahrzeuge. Orchid angerichtet worden, gehackt und gemischt auf einem kleinen Tisch hinter dem Almanachschirm. Auch ein feiner Früchtesalat, der in Lagen geschichtet zu einer Spitze erwuchs, in der eine winzige amerikanische Flagge stak. Es gab auch Grapefruit-Punsch in einer Bowle, die sie sich von einem benachbarten Zuckerbäcker ausgeliehen hatte, und Kaffee, in einer Maschine, wie sie die Mädel im Ankleideraum benützten, und einen Korb mit Früchten und Bonbons, den Martin, bevor er nach Innesbrook gefahren war, geschickt hatte. Er hatte dieses Weekend in der Stadt verbringen wollen, aber Orchid hatte ihn zweier gewichtiger Gründe wegen dringend gebeten, doch zu fahren. Ueber den zweiten Grund war sie nicht ganz ehrlich nicht einmal zu sich. Erstens ihr Wunsch, dass er keine Gelegenheit verlöre, sich in Innesbrook in Gunst zu setzen. Und zweitens der nicht so aufrichtig zugegebene Grund: sie wünschte es nicht, dass er sie in der einzigen Gesellschaft sehe, der sie sich rühmen durfte. Die Mädchen, wenn man das Urteil über sie auch noch so massigen vermochte, waren keine Gesellschaft, auf die man stolz sein konnte. (Fortsetzung im fAutler-Feierabend»J

Für das am Ostermontag, den 22. April,, in Monte Carlo stattfindende Rennen ist soeben die vollständige Nennliste erschienen. Ausser der Auto-Union sind so ziemlich alle * bekannten Rennmarken vertreten. Der Clou des diesjährigen Rennens bildet die Beteiligung der drei Mercedes-Maschinen unter der Führung von Caracciola, Fagioli ' wo 30 - IOSR AUTOMOBIL-REVUE und Brauchitsch. Sie sind mit äusserster. Sorgfalt vorbereitet worden und noch schneller als im letzten Jahr. Aber auch die italienischen Maschinen haben Verbesserungen und Umänderungen erfahren, deren Zweckmässigkeit sich in Monte Carlo unter Beweis stellen wird. Da die Vorbereitungen der italienischen Rennwagen ganz im Geheimen vorgenommen wurden, ist man auf den Grossen Preis von Monaco um so mehr gespannt. Ferner wird auch der «Sefac»-Wagen erstmals in ein Rennen eingreifea Ob er gegen fünf Alfa Romeo, sieben Maserati und drei Mercedes-Benz bestehen kann, scheint sehr fraglich, denn heute kann ein Einzelfahrer gegen die Kampfweise einer Equipe von drei und noch mehr Piloten kaum mehr aufkommen. Als Privatfahrer werden starten: Lord Howe, der aus seinem reichhaltigen Rennstall für dieses Rennen einen neuen Bugatti 3,3 Liter gewählt hat, ferner Sommer (Alfa Romeo), Villapadierna (Maserati) und Soffietti (Maserati). Des weitern beteiligt sich erstmals an einem grösseren Rennen der italienische Amateurmeisterfahrer Dusio auf einem Maserati. Die vollständige Nennliste lautet; Ghiron (Alfa Romeo) Dreyfus (Alfa Romeo) Nuvolari (Alfa Romeo) Trossi (Alfa Romeo) Sommer (Alfa Romeo) Earl Howe (Bugatti) Dusio (Maserati) Etancelin (Maserati) Farina (Maserati) Soffietti (Maserati) Villapadierna (Maserati) 1 Zehender (Maserati) Caraociola (Merceds-Benz) Fagioli (Mercedes-B'enz) Sportnachrichten Der Grosse Preis von Monaco. von Brauchitsch (Mercedes-Benz) Lehoux (S.E.F.A.C.) Die Mille Mlglia. Die Nennliste der Mille Miglia weist 98 Equipen auf, die grösstenteils aus italienischen Fahrern zusammengesetzt sind. Sehr stark vertreten sind die Wagen der kleinsten Klasse, hauptsächlich durch Fiat, das beinahe 40 Wagen ins Rennen schickt. Unser Schweizerfahrer Ruesch, der im letzten Jahr bis Rom in ganz ausgezeichneter Position lag, wird sich auch in diesem Jahr wieder beteiligen. Er fährt einen Alfa Romeo; sein Partner ist noch nicht bekannt. Wir werden in der Freitagnummer die vollständige Nennliste wiedergeben und möchten hier nur auf die bekanntesten Fahrer hinweisen. Varzi fährt mit Bignami einen Maserati und gehört zusammen mit Pintacuda-X auf Alfa Romeo zu den beiden favorisierten Equipen. Ferner beteiligen sich : Macchi-Danese ^Alfa Romeo), Tadini-X (Alfa Romeo), Tea- ^gno-Soffietti (Alfa Romeo), Minozzi-Grosch (Alfa Romeo), Rosa-Severi (Alfa Romeo), Cortese-X (Alfa Romeo), Sanguinetti-Balestrero (Alfa Romeo), Azzali-X (Alfa Romeo), Scarfäotti-Penati (Maserati), Gramolelli-Jacazio (Lancia), Nardilli-X (Fiat), Strazza-X (Maserati). Auch zwei englische Equipen werden sich beteiligen: Clarke-Falkner (Aston Martin) und Hall-Hall (Aston Martin), ebenso eine holländische : Van der Meulen-X (Ford). Das Turble-Bergrennen. Das auf den 18. April angesagte Turbie-Bergrennen verspricht in diesem Jahre besonders interessant zu werden. Wimille wird mit einem 4,9-Liter- Bugatti teilnehmen; ferner werden auch Dreyfus auf Alfa Romeo und Stuck auf Auto- Union starten. Bei dieser erstklassigen Besetzung wird der bestehende Rekord kaum noch lange existieren. Paris-Niee-Fahrt. Für die grosse internationale Prüfungsfahrt Paris-Nice sind schon vor Meldungsschluss ca. 40 Meldungen eingegangen. Die bedeutende Veranstaltung findet vom 13.-18. April statt und verspricht wieder den gewohnten Erfolg. Unter den Konkurrenten finden wir die bekannten Fahrer und Fahrerinnen wie: Legre Panhard), Mme Dubuc-Taine (X), Ogez (Alfa Romeo), Sommer (Alfa Romeo), Mähe (Bugatti), Mme Schell (Delahaye), Schell (Delahaye), Trintignant (Hudson), Battu (Hudson), , Desoollas (Bugatti), Mme Marinowitch (Ford), Mme Roualt (Delahaye), Florimond (Hotchkiss). Ferner starten in der Kategorie Lastwagen: Whitechurch (Saurer) und Lamberjack (Saurer). es. Campbells Rekorde. Die am 7. März dieses Jahres in Daytona-Beach von Campbell aufgestellten neuen Bestleistungen sind von der A.I.A.C.R. homologiert worden. Die vier neuen Weltrekorde lauten genau: 1 Kilometer: 8 10/100 Sekunden (Mittel: 444,444 km/St.). 1 Meile: 13 5/1000 Sek. (Mittel: 445,492 km/St.). 5 Kilometer: 41 66/100 Sek. (Mittel: 432,069 km/St.). 5 Meilen: 1 Min. 11 60/100 Sek. (Mittel: 404,583 km/St.). Campbells Weltrekordwagen « Blue Bird» brauchte übrigens bei seiner Rekordfahrt 6 Meilen Fahrstrecke, um seine Höchstgeschwindigkeit von rund 277 Medl,/St. (445,4 km/St.) zu erreichen. Nach der ersten Meile betrug die Fahrgeschwindigkeit 240 km/St., die sich nach 2 Meilen Anlauf auf 327 km/St steigerte. Nach 3 Meilen Fahrt hatte der Wagen bereits 386 km/St. «drauf». und nach 4 Meilen rund 422 km/St. Dann benötigte der Wagen noch 2 Meilen, um die restliche Geschwindigkeitssteigerung um 23 km/St, zu schaffen. Ebenso benötigte der Wagen eine sehr lange Auslaufstrecke. Erst nach 3,7 Meilen konnte er von der Spitzengeschwindigkeit zum Stillstand gebracht werden. Bis etwa auf 160 km/St, herunter Hess Campbeill dabei den Wagen lediglich durch die Luftbremse verlangsamen und betätigte dann erst die Radbremsen. Nach einer Meile war die Fahrgeschwindigkeit von 445 km/St, auf 322 km/St, gesunken, nach einer weiteren Meile auf 225 km/St. Da sich mit der Fahrgeschwindigkeit auch der Luftwiderstand verringerte, liess die Wirkung der Luftbremse natürlich stark nach. Auf der dritten Meile konnte sie die Geschwindigkeit nur noch von 225 auf 138 km/St, herabsetzen, wobei im letzten Viertel dieses Abschnittes Campbeill schüesslich die Radbremsen betätigte. Das 24-Stundenrennen von Mans. Dieses in seiner Art einzig dastehende Rennen findet in diesem Jahr am 15. und 16. Juni statt. Das Reglement sah eine maximale Beteiligung von 60 Fahrern vor — eine, beträchtliche Zahl für ein 24-Stunden-Rennen — die aber bereits erreicht worden ist Es haben sich eingeschrieben: 1. Austin (750 cc.), John Carr 2. M. G. (750 cc), Maillard-Brnne S. Austin (750 cc.), Austin-Werke 4. Austin (750 cc.), Austin-Werke 5. Austin (750 cc), Austin-Werke 6. M. G. (847 cc), Eyston 7. M. G. (847 cc), Eyston 8. M. G. (847 cc), Eyston 9. Singer (972 cc), Marsh 10. Singer (972 cc), Singer-Werke 11. Singer (972 cc), Singer-Werke .Telephon 73.230 12. Singer (972 cc), Barnes I 13. Singer (972 cc), Hendy 14. B. N. C. (998 cc), Duval 15. Singer (1000 cc), Lapchin 16. Riley (1087 cc), Riley-Werke 17. Riley (1087 cc), Riley-Werke 18. Riley (1087 cc), Riley-Werke 19. Riley (1087 cc), Riley-Werke 20. Riley (1087 cc), Miss Champney 21. M. G. (1087 cc), Maillard-Brune 22. M. G. (1100 ec), Eyston 23. M. G. (1100 cc), Hetzberger 24. Singer (1495 cc), Palponi 25. Aston-Martin (1496 cc), Falkner 26. Frazer Nash (1496 cc), Davies 27. Frazer Nash (1500 cc), Collier 28. Aston-Martin (1500 cc), Noel 29. Aston-Martin (1500 cc), Vincent 30. Aston Martin (1500 cc), Percy-Gardner 31. Riley (1500 cc), Trevoux 32. Alfa Romeo (1750 cc), Guy 33. Derby (1992 cc), Derby-Werke 34. Alfa Romeo (2000 cc), Gastaud 35. Bugatti (2000 cc), Rekip 36. Bugatti (2000 cc). Rennstall Argo 37. Bugatti (2000 cc), Rennstall Argo 38. Bugatti (2300 cc), Rennstall Argo 39. Talbot (2996 cc), Bodoignet 40. Bugatti (3300 cc), de Souza-Dantas 41. Bugatti (4900 cc), Labric 42. Bugatti (4900 cc), Treizefonts 43. Hispano-Suiza (7900 cc). Pons. Zu diesen 43 Fahrern kommen noch 17 weitere, deren für das Rennen benützte Wagenmarken noch nicht bekannt sind, nämlich: 44. Prinz von Rumänien 45. Richards 46. Bourein 47. Rigby 48. Lord Howe 49. Fox 50. Connel 51. Baumer 52. Gaillard 53. Mme Itier 54. Royer 55. Porthault 56. Pascal 57. Eccles 58. Sommer 59. Paris 60. Villeneuve. Diese Nennliste dürfte keine grosse Aenderungen mehr erfahren. Immerhin ist damit zu rechnen, dass einige Fahrer forfait erklären. Die dadurch entstandenen Lücken würden dann durch Bewerber, deren Anmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden konnten, ausgefüllt. -ss. Rennwagen zu vermieten. In einem englischen Motorfachblatt inseriert eine bekannte englische Automobilfabrik den Verkauf eines Achtzylinder-Kompressor-Rennwagens mit dem Zusatz «oder zu vermieten für die Rennen der kommenden Saison». Dies dürfte der erste Fall sein, wo ein aus- I gesprochener Rennwagen abgegeben wird. Jetzt bitte Nüschelerstr. 30 Iflr Autozubehör, wohin ich von der Zähringerstr. 32 umgezogen bin. Sie finden mich hier an dieser bequemen Lage noch besser eingerichtet und mit noch reichhaltigerem Lager ausgestattet. Was Sie an Zubehör für Ihr Auto nur irgendwie brauchen, liegt bei mir in größter Auswahl griffbereit. Und mit dem Service sollen Sie bestimmt zufrieden sein. Jetzt also bitte zu Das 1000-Mellen-Rennen in der Tschechoslowakei. Das Reglement Soeben erschien das Reglement für das tschechische 1000-Meilen-Rennen, das auf den 15. und 16. Juni festgelegt ist. Es wird sich auf der Strecke Prag-Brno-Bratislava abwickeln, die viermal zu durchfahren ist; dies entspricht einer Gesamtstrecke von zirka 1600 Kilometer. Die Einschreibung mit einfacher Taxe "ist offen bis zum 3. Mai, mit doppelter Taxe bis zum 27. Mai. Die Anmeldungen sind an den Automobil-Club der Tschechischen Republik, Prag II, Lützowowa 29, zu richten. Zugelassen werden nur Tourenwagen ohne Kompressor- Das Reglement sieht fünf Klassen vor: bis 750 com, bis 1100 ccm, bis 1500 ccm, bis 2000 ccm und über 2000 ccm. Der Start findet in Prag statt, und zwar für alle Fahrzeuge zur selben Zeit. Die Motoren dürfen erst eine Minute vor der Abfahrt mit Hilfe des Anlassers in Gang gebracht werden. Allfällige Verspätungen werden angerechnet. Die Hilfe von Drittpersonen darf nur zur Auswechslung von Rädern in Anspruch genommen werden. Für Reparaturen am Wagen ist sie nicht erlaubt, und es dürfen düzu nur mitgeführte Werkzeuge und Ersatzteile benützt werden. Das Klassement richtet sich nach Einzelfahrern und nach Teamfahrern. Ferner findet bei den geschlossenen Wagen noch eine spezielle Wertung statt. Der absolute Sieger erhält den Ehrenpreis des A. K. R. C. Für die Preise sind 60,000 Kronen vorgesehen, wovon 30,000 auf das Generalklassement und weitere 30,000 auf das Klassement der geschlossenen Wagen entfallen. Die drei Ersten einer jeden Klasse erhalten folgende Preise : 1. Preis 3000 Kronen 2. Preis 2000 Kronen 3. Preis 1000 Kronen Ferner sind verschiedene Ehrenpreise ausgesetzt, darunter eine Trophäe des Präsidenten der tschechischen Republik, Masaryk. Benoist ist mit dem französischen Rennformel-Vorschlag nicht einverstanden. Die Sportkommission des A.C. von Frankreich macht seit Monaten für eine neue internationale Rennformel Stimmung, die sich auf die Verwendung bestimmten Kraftstoffes, der nicht mehr die hohen Spitzengeschwindigkeiten zulässt, stützt. Nun hat sich Robert Benoist, der Doyen der französischen Rennfahrer und Rennmanager von Bugatti, ganz entschieden gegen die Pläne des A.C.F. ausgesprochen. Er sieht es als widersinnig an, wenn man künstlich die Leistungsfähigkeit moderner Rennmaschinen herabdrücken wollte, und erklärt es ausserdem für die beteiligten Fabriken als untragbar, sich auf eine ganz neue Art des Rennmotorenbaus umzustellen. Benoist hält die Gewichtsform,_el für die ideale, da sie am meisten dazu beiträgt, die Züchtung von hochleistungsfähigen Fahrzeugen anzuregen. Die neue Formel für den Grossen Preis der Marne. Der Grosse Preis der Marne, der auf dem Circuit von Reims zur Austragung gelangt, stellt eines der bedeutendsten Rennen Frankreichs dar und findet in diesem Jahr am 7. Juli statt. Das Rennen wird nicht mehr wie früher über 500 km ausgetragen, sondern in zwei Vorläufe und einen Endlauf eingeteilt. Jeder Vorlauf bringt ungefähr 10 Fahrer zusammen, die eine Strecke von 117 km 390 zu bewältigen haben. Der Endlauf dauert eine Stunde. Diese neuartige Austragung des Rennens ist für den Zuschauer unbedingt interessanter, da er nicht nur ein, sondern gleich drei Retinen zu sehen bekommt. Zur Finalrunde werden jeweils die vier Ersten aus den Vorläufen zugelassen, ferner derjenige, welcher in einem der Vorläufe die fünftbeste Zeit gefahren hat. Die zur Verfügung stehenden Preise belaufen sich auf 100,000 franz. Fr. Zwischen dem ersten und zweiten Vorlauf findet ferner noch ein Rennen für Tourenwagen statt. Diese haben 25 Runden zu fahren, was einer Gesamtstrecke von 195 km 650 entspricht. Die Wagen werden in vier Klassen eingeteilt und müssen streng serienmässig ausgerüstet sein. Internationaler Sportkalender. April. 13.—18. Frankreich: XIV. Tourenprüfungsfahrt Paris-Nizza. 14. Italien: IX. Tausend-Meilen-Rennen. 15.—16. Frankreich: Rennen in Nizza. 18. Frankreich: XXI. Turbie-Bergrennen. 22. Monaco: Grasser Preis von Monaco. 22. England: -Rennen in Brooklands. 24.—11. Mai. Frankreich: Sternfahrt nach Marokko. 28. Italien: Madonie-Rundstreckenrennen und Targa Siciliana. Mal. 5. Frankreich: VII. Grosser Preis von Tunis. 6. England: Rennen in Brooklands. 9. Italien: Sternfahrt nach Tripolis. 12. Italien: Grosser Preis von Tripolis.