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E_1935_Zeitung_Nr.055

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12 AUTOMOBIL-REVUE

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Bis zu fünf Jahren sind die Augenmuskeln des Kindes noch schwach. Viele Aerzte sind daher der Ansicht, dass ein Kind unter fünf Jahren niemals irgendeine Beschäftigung ausüben sollte, bei der die Augen angestrengt werden. Vor allem sollte es niemals lesen oder schreiben, was meist auch nur dann geschieht, wenn ältere Geschwister die Schule besuchen. Der Nachahmungstrieb der Kleinen veranlasst sie dann, die Arbeiten der Grösseren mitzumachen. Das sollte man nicht dulden, oder doch ihnen für ihre Schreibversuche eine grosse Tafel geben, auf der sie nur ganz grosse Buchstaben malen dürfen. Wenn das Auge sich in die Ferne richtet, ohne irgend etwas ganz genau sehen zu wollen, ruht es aus, und die Muskeln entspannen sich. Sobald man aber etwas genau und in der Nähe sehen will, straffen sich die Muskeln und stellen das Auge auf eine bestimmte Entfernung ein. Aus diesem Grunde ist jede Beschäftigung, die das Auge zwingt, nahebei zu sehen, schädlich für das Kind. In späteren Jahren sind die Muskeln widerstandsfähig genug, um diese Anspannung zu ertragen, so dass damit die Gefahr der Ueberanstrengung beseitigt ist. Man soll darauf achten, dass das Kind auch beim Spielen immer eine gute und richtige Beleuchtung hat. Das Licht soll von links kommen, damit auf das, was das Kind vor hat, kein Schatten geworfen wird. Das gilt vor allem auch für die Schulkinder. Schreiben sie so, dass das Licht von rechts auf ihre Hand fällt, so liegt immer ein Schatten gerade auf der Stelle, wo man die Feder ansetzt. Niemals soll man erlauben, dass Kinder im Bett lesen, weil das die Augenmuskeln viel zu sehr anstrengt. Ebenso ist es unangebracht, sie in einem fahrenden Zuge, in Strassenbahn oder Autobus lesen zu lassen. Auch Erwachsene sollten das nur in Ausnahmefällen tun. Zur Schonung der Augen muss das Bett, in dem das Kind schläft, stets so gestellt werden, dass das Licht nicht dem Kinde gerade auf die Augen fällt. Vor allen Dingen würde das gefährlich sein, wenn das Kind infolge Krankheit längere Zeit bettlägerig ist. Bei Masern zum Beispiel müssen die Kinder in der Zeit der Genesung meist sogar im verdunkelten Zimmer liegen, da allzu leicht eine schlimme Nachwirkung auf die Augen entstehen kann. Von Zeit zu Zeit soll man selber die Augen des Kindes prüfen, indem man es in bestimmter Entfernung etwas lesen lässt. Zeigt sich, dass seine Sehkraft schwächer ist als die eines Erwachsenen, der gute Augen hat, so soll man rechtzeitig mit dem Kinde zu einem tüchtigen Augenarzt gehen. Bei geeigneter Behandlung ist dann sehr oft der Schaden noch gutzumachen. Bei vielen Kindern, die in der Schule als schlechte Schüler galten, hat sich später herausgestellt, dass der Fehler in der Hauptsache daran lag, dass sie nicht genügend gut sehen konnten. Kinder mit geschwächter Sehkraft kommen leicht ins Hintertreffen; darum: schont die Augen und behandelt sie gut, sie sind euer grösster Schatz! 2tawt mit Wie geht man mit dauergewelltem Haar um ? Es muss natürlich gewaschen werden, und zwar mindestens alle vier Wochen. Haar, das zu Fettbildung neigt oder regelmässig stark verschmutzt wird, natürlich öfter. Ehe man an das Waschen geht, soll man die Haut mit etwas Olivenöl kräftig einreiben und das Oel etwa eine halbe Stunde einwirken lassen. Hierauf wäscht man mit einem guten Schamponierungspulver; man muss, wenn man nicht unter fliessendem Wasser wäscht, das Waschwasser mindestens fünfmal erneuern und' nimmt jedesmal wieder etwas Schampon dazu. Jedesmal zwischen diesen fünf Wäschen aber soll das Haar in warmem Wasser kräftig ausgespült werden. Nach der letzten Wäsche spült man in fünf, bis sechsmal erneuertem Wasser (wohlverstanden, wenn man kein fliessendes Wasser zur Hand hat) und lässt es dann zur Hälfte trocknen. Man steckt nun Kämme in das Haar, und zwar so, dass sie sich den Dauerwellen anpassen. Hierauf bindet .man einen Schleier darüber und lässt das Haar IANGENTHAL Rendez-YOUS der Automobilisten • Grosser Parkplatz re/eohon 73.453 H ss«. io«4,«n.4.

55 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 13 Die Versuchung des Joos Utenhoven. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Der Kommissar holte die beiden Herren ein und stellte vor: «Herr Gerichtsarzt, Oberstabsarzt Doktor Witkop.» Das war ein Herr um Fünfzig, gross, ein wenig voll geworden, mit breit vernarbten alten Schlägermalen in dem bartlosen sachlich-ernsten Gelehrtengesicht. Kurz und zurückhaltend neigte er den Kopf gegen Joos Utenhoven, gegen Fräulein Erler. Dem alten Sanitätsrat bot er die Hand: «Ich glaube, in der Medizinischen Gesellschaft hatte ich einmal die Ehre —?» «Unser Photograph, Herr Funke.» Ein jüngerer Mann mit moskowitisch-Iangem, ölig glattgestrichenem Haar und finnigem blassem Gesicht. Einen Stricksweater trug er unter dem grossgemusterten Jackett, Breaches und braune Ledergamaschen über schwarzen Schnürschuhen. Wie er den Kopf im Grusse vorwarf, sprang eine Strähne seines Haares über die Stirne bis zur" Nasenwurzel nieder — im Aufrucken warf er sie wieder hoch. Der Kommissar fragte: «Wieviel Aufnahmen?» «Vier grosse Platten und auf Wunsch des Herrn Doktor Witkop die Einschussstelle und die Fingerabdrücke der Toten.» «Haben Sie wieder zugeschlossen?» «Hier —» Er bot dem Kommissar den Schlüssel hin. Schön — ja, dann brauchen wir Sie jetzt nicht mehr. Entwickeln und kopieren Sie sogleich!» Herr Köpke nickte, und der andere war entlassen: wieder ein Vorwerfen des Kopfes — das Auf- und Niederschnellen einer Strähne fettigen Haares — und, nur Sekunden später, das leise Klappern, Anschlagen von aufgenommenen Kassetten, Apparaten von nebenan. Mit einem Male war es wieder still — so still, dass man durch das im Nebenzimmer noch offenstehende Fenster ganz deutlich das Rattern eines Karrens unten auf der Strasse und das eintönige Grölen eines Mannes, der «Blumenerde — frische Blumenerde!» ausrief, herüberhörte. Der Oberstabsarzt hielt ein Notizbuch in der Linken klemmte das Einglas unter die buschige Braue und sah auf seine Aufzeichnungen nieder. Im Tone eines Berichtes sagte er: «Also — der Befund: Herzschuss — ja, glatter Herzschuss mit Zerreissung der Aorta und sofortiger Todesfolge durch innere Verblutung. Gewissermassen ideale Verletzung. Das Geschoss hat durchgeschlagen, Austritt zwischen der dritten und vierten Rippe — Schussrichtung also etwa in der Horizontalen —.» Er hob den Blick — fasste das müde Herrchen dort neben der Bronze: «— das wird wohl auch mit Ihren ersten Feststellungen etwa übereinstimmen, Herr Kollege — wenn ich fragen darf —?» Ganz wirr und aufgestöbert war der Sanitätsrat. Die Worte tasteten: «Ja — ja gewiss — das heisst, so wie die Dinge lagen — ich wollte da unter keinen Umständen vorgreifen — ich habe mich allein darauf beschränkt, den eingetretenen exitus letalis —» Der Oberstabsarzt nickte, ging darüber hin. Ein jeder hatte eben sein Gebiet. Joos Utenhoven stand indessen mit hart gekrampften Kiefern, ein Würgen in der Kehle. Spannung und Gier nach jedem neuen Satze schwangen in ihm, Hessen sich kaum mit allem Willen niederdrücken. Die Augen schloss er: Ruhe jetzt — nur Ruhe —. Er hörte Worte, die wie schwere Tropfen niederfielen: sofortige Todesfolge — ideale Verletzung —. Das hiess: es war für sie kein Leiden mehr gewesen — war im Augenblick vorbei. Trost war das — Trost?! — Wo gab es den? — Und da schoss auch schon zugleich mit dem Rühren an die Frage in seiner Brust aufbrandend wieder diese heisse, rote Welle seines Schmerzes auf, dass er die Fäuste ballte und den Kopf im Krampf tief in den Nacken drücken musste: Elke-Maria! Du und ich! — Und dieses Ende — Der Oberstabsarzt warf wiederum einen Blick auf die Notizen, Hess dann das Einglas aus dem Auge fallen, dass es an einer dünnen Schnur herniederhing. Er sagte: «Zeit der Tat — lässt sich nur schätzen: ein bis zwei Stunden, ehe ich den Fall zu sehen bekam — also etwa zwischen neun und zehn Uhr —». Herr Köpke nickte — fragte dann, mit einem Nachdruck in der Stimme, der entschieden Fred Rave treffen und aus seiner Versunkenheit aufreissen sollte: «Auf Grund Gstaad Der beliebte Ferienort Golf, Tennis u. Schwimmbad I6.-18. Aug. gr. Sonimerfest Freiluftgymnastik - Gesell. Leben -14 Hotels - Pensionspreis von Fr- 8.- an. 8ommersportprorramm und Prospekte durch das Verkehrsbüro. Ihres Befundes, Herr Oberstabsarzt: halten Sie Selbstmord für gögeben? — für wahrscheinlich?» Und wieder diese sachlich klare Stimme: «Höchst unwahrscheinlich. Es ist ein Nahschuss — aber nicht mit angesetzter Waffe — sicher auf etwa zwanzig Zentimeter Abstand. Es fehlte die Brandspur an der Einschussstelle des Kimonos — nur eine kleine Rauchverfärbung ist zu sehen. Im übrigen —» er griff in die Uhrtasche seiner Weste, holte ein kleines Päckchen vor und faltete es auf. Da lag auf einem blutbefleckten, aus dem Notizbuch herausgerissenen Blatt Papier ein graues Stückchen Blei. «— ja, hier ist das Geschoss. Ich habe es gewogen: vier, Komma, acht Gramm — wenn Sie das notieren wollen. Das entspricht also dem Mauser-Selbstlader Kaliber sieben, fünfundsechzig. Stimmt das?» Herr Köpke zog die Brauen fragend hoch. Der Oberstabsarzt fragte: «Ja — haben Sie das Schiesseisen denn nicht an sich genommen? Ich frage, weil Sie doch die Möglichkeit eines Selbstmordes nicht abzuweisen scheinen? Und dann hätte ich mir denken können, Sie hätten das Ding zur Sicherung von etwaigen Fingerabdrücken gleich verwahrt —» «Die Waffe? Nein — habe ich überhaupt noch nicht gesehen!» «Das spricht doch gegen Selbstmord — das heisst, wenn nicht vor Ihrem Kommen schon jemand die Pistole fortgeräumt hat. Na — tnüss sich ja in diesem Fall doch finden —» Herr Köpke sah um sich: «Herr Sanitätsrat —? Fräulein Erler —? Sie waren doch zuerst —?» Nur Schweigen — nein — sie hatten nichts gesehen. Jqos Utenhovens Hände.stiessen durch die Qual seiner verhaltenen Spannung, fuhren hoch: «— das ist doch — ist doch —» Aber Herr Schwieger winkte ihm sachte beschwichtigend zu: Ruhe — nur keine Einmischung und keine Hast — das ging schon alles seinen Weg. Langsam drehte er seinen schweren Körper nach den anderen um und meinte milde, in einem Tone von vermittelnder Freundlichkeit: «Wäre es denn nicht möglich, dass vielleicht Herr Rave das Schiessgewehr weggelegt hat —? Einfach, wie er vorhin sagte, ,im Impuls', .oder damit kein weiteres Unglück damit geschieht — oder einfach aus Ordnungssinn —? Herr Rave —?!» Jetzt hob Fred Rave seinen Kopf — todbleich das schmale und zerwühlte Gesicht — die Stirn unter dem dunklen Haar nass von jäh vorgebrochenem kaltem Schweiss. Die schmalen Finger lagen krampfend um die Seitenlehnen des Ledersessels. So sah er wirr — ein ausweglos gehetztes Tier, das fliehen will — um sich, traf in all diese Augen rings, die wartend, lauernd auf ihm lagen — sah, wie das hartknochige Kinn des Herrn Köpke sich ihm entgegenhob. «Joos —», wollte er noch rufen, «Joos —!» Die Lippen flatterten — doch nur ein Stöhnen brach, aus ihnen vor •— Und es kam keine Antwort aus dem hart geschlossenen Mund Joos Utenhovens. Da schnellte er jäh und zum plötzlichen Entschluss getrieben auf, fuhr mit der Rechten in die Brusttasche seines Rockes — hatte im gleichen Augenblick ein Schwarzes, stählern Glänzendes heraus — emporgerissen nach seiner Schläfe hin — Bewegung — Aufruhr plötzlich über allem — ein Ineinanderprall von Schreien — Rufen — Rücken — hinhastenden Schritten — ein umgestürzter Stuhl. Und zugleich hart und hallend der kurze Knall des Schusses — Vorbei —? Das Ende —? Erstarrt — mit vorgestrecktem Hals, Joos Utenhoven — Aber da stand der Oberstabsarzt, hielt zwischen den Fäusten den Arm des anderen, der sich in diesem Griffe wand, und gab mit seinem Fuss der Pistole, die auf dem Bärenfell unten lag, einen Stoss, dass sie fortschnurrte und aus der Reichweite des Verzweifelten flog. Knapp an der Schläfe Raves war der Schuss vorbeigegangen, sass über kopfhoch in einer der Bücherreihen an der Wand. «Na — das ist ja noch einmal gut gegangen —», meinte Herr Köpke, während er sich nach der Waffe bückte, sie vorsichtig zwischen zwei Fingern aufhob und auf einen von seinem Kollegen hingebreiteten Papierbogen legte. Und anerkennend dann zu dem Oberstabsarzt: «Stimmt: Mauser, sieben, fünfundsechzig —! Ach — und sogar ein Monogramm ist in die Griff schale geritzt: F. R. — na — ist ja mehr, als wir verlangen können —!» In den Sessel drückte der Oberstabsarzt den jetzt im Widerstand erlahmten Rave nieder- Er sagte grimmig: «Herr, jetzt halten Sie mal still. Beinahe hätte ich auch etwas abgekriegt von Ihrer albernen Schiesserei!» (Fortsetzune folgt) Empfehlenswerte Walliser-Hotels: SALVAN an der neuen Strasse. 1000 m Höhe BELALP Wallis (2180 m) Über dem grossen Aletschgletscher. Hochalp. Kurort und Exkursionszentrum mit überwältigender Aussicht und Lage. Wald, See, Tennis. Autopost bis Blatten. GaTage. Nur 2 Std. Fussweg mehr. Weekend- Abk. Ermässigte Preise. Prospekte. A. Klingele & Cie. Renom Küche, auserlesene Weine, raclette. Spezlallt. T. C. S. Tel. S5. Frau Decaillet, Bes. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. das führende Restaurant Wildhaus ^^ aas Tunrenae nesiaurani SarganS s.B.B.-Bahnliof-Buffet A. C. S. - Jaeger's SPEZIALITÄTEN-KOohe. Forellen - Tel. 80.327 - Auto-Park — T. 0.8. RORSCHACH Das grösste und schönste Haus am Schweizer-Ufer, herrliche Lage, ganz vorzügliche Küche, Tennis, Strandbad. 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