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E_1935_Zeitung_Nr.071

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10 AUTOMOBIL-REVUE 71

10 AUTOMOBIL-REVUE 71 reich das Meer an Fischen ist, mag auch aus der Tatsache erhellen, dass die in der Nacht gefangenen Fische am andern Mittag, nach Schluss des Marktes, ins Meer geworfen werden — sofern sie bis dahin nicht an den Käufer zu bringen waren. Der Markt dauert nur ein paar Morgenstunden, meist ist um 10 Uhr schon alles vorüber; die Hausfrauen von Arbe sind zeitig bei der Hand und sehr wählerisch beim Einkauf. Einen einzigen Tag alte Fische wären bestimmt unverkäuflich. Es ist auf der Insel keine Methode bekannt, Fische zu konservieren, zu salzen, zu räuchern oder einzudosen. Ausserdem gibt es ja frische Fische an jedem nächsten Tag — vorausgesetzt, dass nicht Sturm in der Nacht war, der einen Fang unmöglich macht. Aber halt, eine Ausnahme gibt es: der luftgetrocknete Stockfisch ist beliebt und wird bei der Inselbevölkerung wegen seines eigentümlich herben Geschmackes frischen Fischen oft vorgezogen, obgleich die Zubereitung viel mehr Arbeit erfordert: 24 Stunden lang mtiss er im Wasser liegen, dann wird er so lange geklopft, bis er biegsam und genügend weich ist und die Haut sich vom Fleische löst, danach eine gute Stunde in Salzwasser gekocht und mit Buttersauce und gelbgerösteten Zwiebeln serviert — falls man nicht vorzieht, ihn wie Salat anzumachen. Aber im übrigen verstehen die dalmatinischen Fischer ihre Fischbeute nicht vor dem 'Verderben zu bewahren. Es ist noch — wie so vieles auf diesen adriatischen Inseln 1 — wie zu Homers Zeiten. ftetiüuiscenzett zum (flössen %eis Der Grand Prix, diese hochsportliche und temporeiche Angelegenheit, die schon Wochen voraus alle Gemüter eingehend beschäftigte und auf Siedetemperatur brachte, ist vorbei. Vorbei das Hangen und Bangen um Sieger und Resultate — die Spannung gelegt — die Würfel gefallen. Mercedes- Benz mit seinen beiden prominentesten Fahrern Rudi Caracciola und Luigi Fagioli an der Spitze hat das Rennen für sich entschieden und damit die am Grossen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring erwischte Niederlage deutlich wettgemacht. Ja, mehr als nur wett — Mercedes-Benz hat zusammen mit Auto-Union die italienischen Alfa Romeo-Fahrer deutlich vom Halse zu halten vermocht und sogar den Spitzenreiter der Scuderia Ferrari-Equipe, den unbezähmbaren Tazio Nuvolari, auf den 5. Platz verwiesen. Verdienterweise. Wohl offenbarte der Mantuaner eine prächtige Konstanz während des ganzen Rennens. Indessen reichte es nicht zum Ausholen und kaum zum Landen in den Kränzen. Dass die deutschen Wagen dem alten Alfa Romeo-Modell, das eben doch mit jedem Rennen älter wird und bald mit der seinerzeitigen Grossmutter von Rosenberger vergli* chen werden kann, weit überlegen eein würden, war wohl von Anfang an kaum von der Hand zu weisen. Was da bei den silbferblanken Mercedes- Rennern und den pfeilgeschwinden P-Wagen der Auto-Union aus den Motoren herausgeholt wird, ist glattweg phänomenal. * Schon der Samstag nachmitag mit seinem erstmals versuchten nationalen Kleinwagenrennen als Auftakt zu den bedeutenden Sonntags-Kämpfen machte Eindruck. Christen und Walther, welch letzterer offenbar etwas zu sehr forcierte, so dass der Motor bald zu bocken begann und echliesslich überhaupt nicht mehr wollte, brachten von Anfang an Spannung ins Treffen. Das war doch schon ganz nette Geschwindigkeit, während einzelne Konkurrenten eher behäbigen Spazierfahrern glichen. Die ersten Vorbeikömmlinge wurden eines besonders scharfen Blickes gewürdigt — was nachher folgte, wurde kaum mehr stark beachtet. Das Publikum verlangt nun einmal Sensationen und vor allem Tempo und nochmals Tempo, dass die~ Schwarten krachen. Ja, das Publikum ist auch gar verwöhnt. Es gerät erst dort recht in Schwung und Ekstase, wo ihm etwas mehr «Sachen» serviert werden, um mit Caracciola zu sprechen. So von 150 « Sachen » an aufwärts, im Durchschnitt natürlich. Auf Geraden wird unter 200 nichts berücksichtigt. — Das erst ist ein rechter Frass für den Rennenthusiasten, da kommt er in sein wahres Element und benimmt sich dabei, als ob er höchst persönlich am Rennen beteiligt wäre. Man hat da welche gesehen, die mit zerrissenen Mienen, weit aufgesperrtem Mund und stierem Blick die Geschehnisse verfolgten, Typen, die ganz intensiv miterlebten — denen es in den gliedern juckte, wenn es im Osten wie toll zu krachen begann und einer wie aus dem Rohr geschossen daherdröhnte. * Hatten die Zuschauer, die längs der Strecke ausserhalb der Zielgeraden den wilden Kampf um Leben und Tod mitansahen, Gelegenheit, die raschen Gefährte beim Durchschlängeln zwischen den Kurven zu verfolgen und dabei die eminente Technik der verschiedensten Fahrer zu bewundern, so bot sich auch von der Haupttribüne aus immerfort die Möglichkeit, Zeuge des regen und stets wechselnden Lebens an den Boxen zu sein — ganz abgeshen vom Startmoment, das aus nächster Nähe zu betrachten immer etwas Interessantes ist. Mit Sperberaugen wird jeder Belegung an den Boxen unbedingte Aufmerksamkeit geschenkt und wir können versichern, dass jeder etwas mehr treiss als der andere. An sapnnenden Momenten fehlte es tatsächlich nicht. Wenn der Kompressorenlärm der Wagen bereits aus weiter Ferne deutlich vernehmbar war und dann diese Geschosse in mörderischem Tempo an den vollbesetzten Tribünen vorüberflitzten, so war dies allein schon eine Sache, die dem Publikum beinahe den Atem verschlug und allen zu Gemüte und in die Gebeine fuhr. Etwas für sich bedeutet jedesmal eine bevorstehende Ueberholung. Bei den einen zeigt sich das in Form von gesteigerten Pulsschlägen — bei den andern will das Herz stillstehen, so stark beeindruckt sie ' jeder Vorgang auf der Rennpiste. Und erkühnt sich so ein Tausendkerl, einen oder gar zwei vor ihm die Bahn dahinziehende Wagen hinter sich zu weisen, so kann man beim Publikum die ganze Skala von möglichen Ausrufen deutlich vernehmen. «Ah» und «huh>, «höllisch» und «fabelhaft», «glänzend» tönt es da immer wieder aufs neue. Ganz interessant ist das Tank-Manöver. Es soll möglichst rasch vor sich gehen, um den Zeitverlust auf ein Minimum zu beschränken. Haben Sie Nuvolari bei diesem Geschäft beobachtet? Nein? 40 Sekunden hat bei ihm der Aufenthalt gedauert. Dabei hat er noch Zeit gefunden auszusteigen, sich einen enormen Schluck hinter die Binde zu gleisen (es dürfte wohl weder vino rosso noch lacrimacristi gewesen eein) und nach recht italienischer Art sich des im Rachen angesammelten Schleims zu entledigen. (Kein Wunder übrigens, wenn einem während 35 Runden dauerndem Ausharren die Spucke wegbleibt!) — Pietsch tankt noch rascher. Nachdem der neue Brennstoff durch Pressluft in den Tank getrieben wurde, rast er 6chon nach 32 Sekunden wieder auf und davon. — Dazu Verglichen, dauert die Angelegenheit beim Dottore Farina volle sieben Minuten. Dort wird der neue Most mit Kübeln eingeschenkt, wobei man sichtlich keinen grossen Wert darauf legt, die Arbeit beförderlichst zu erledigen. Povero Dottore I Immerhin zwei Runden Verlust — schade. Aber es stehen eben nicht allen Fahrern die Annehmlichkeiten eines Mercedes-Benz- oder Auto-Union- Stalles zur Vrfügung. — Ein andermal fährt Nuvolari vor die Boxen. Es hat eben zu regnen aufgehört. Der schnelle Tazio hat' noch nicht gestoppt, reicht dem Mechaniker die schmutzige Brille, der ihm gleichzeitig eine andere vorüberstreift und schon ist der rote Alfa wieder verschwunden. Pneuwechsel des Siegers Caracciola am Ersatzteillager. 1935 —N" Mit grösster Aufmerksamkeit verfolgen die zahlreichen Mechaniker der Daimler-Benz A.-G. im weissen Ueberdress den Stand der ihnen in langer Arbeit vertraut gewordenen Rennmaschinen. Dort verrichtet auch Mister Neubauer, der Rennleiter des Mercedes-Benz-Rennstalles, seine umfangreich angelegte Stoppuhrenkontrolle. Gegen den Schluss des Rennens tritt er jedesmal nahe an die Piste heran, wenn Caracciola, der stets weit vorn liegt, durch das Säuseln seines Kompressors von weitem das Nahen ankündigt, und stoppt seine Zeit sowie die Differenz zwischen ihm und seinen Nachfolgern. Wir kennen die Zeichensprache, die zwischen den Mercedes-Benz-Fahrern und ihrem Manager Neubauer verabredet wurde, nicht. Das öfters lebhafte Kopfnicken des wohlbeleibten Herrn, mit dem er seinen herannahenden Liebling Caratsch begrüsste. dürfte indessen bestimmt geheissen haben; «Rudi, das hast du bis jetzt fein gemacht. Nur brav aushalten. Tjal» Der «Hans» hat uns allen leid getan. Wir hätten ihm gerne eine Wiederholung seines letztjährlgen splendiden Sieges gegönnt. Doch mit der Maschine scheint's diesmal doch nicht so recht geklappt zu haben und vielleicht hat er die Flinte doch etwas reichlich früh ins Korn geworfen. Denn gegen Schluss hat Pietsch doch immerhin einige flotte Runden gedreht, was uns vermuten lässt, dass Hans selbst unvergleichlich mehr aus seiner «4» hätte herausholen können. So musste oder vielmehr wollte er sich für diesmal damit begnügen, neben Dr. Porsche und seiner Gattin Paula auf dem Laden der Boxe die Runden seiner Kollegen abzustoppen. Hans, wir wissen's, Du wirst bald genug wieder von Dir reden machen und das nächste Jahr wieder zu uns kommen, wenn schon Du diesmal rabenschwarzes Pech hattest Na jal A. Fy. Für Fahrten zur WELTAUSSTELLUNG Die Zufahrtsstras8en aus der ganzen Schweiz CH Touring. Führer für Automobilfahrer, Bad Ragaz LATTMANN An der Tamina-Schluclrt Von den Automobilisten bevorzugtes Haus. Autoboxen. — Zimmer mit fliessendem Wasser. Cafe-Conditorei TOBLER Feinste Spezialitäten Gedieg. Erfrischungsraum FLUMS Kurhaus „Frohe Aussicht" T.C.S. Sehr lohnendes Ausflugsziel und Kurhaus, mit Auto 10 Min. ob Flums. 900 in O. M. Garage. Prima Küche und Keller. 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71 - 1935 ATJTOMOBIL-REVUB 11 Jahit MS Weite Schöneres Wetter wie diesen Sommer könnten wir uns gar nicht wünschen. Strahlende Sonne und dazu immer wieder ein weicher kühler Wind, auf den Höhen und an Seen ist jetzt gut sein. Wer möchte da mit seinem Wagen nicht ins Weite fahren. Am schönsten wäre es eigentlich, so an einem schönen Morgen schnell in den Wagen zu huschen und ohne Ballast loszufahren. Jedoch, so geht es nicht, wenn wir eine Reise von Tagen oder gar ein paar Wochen vor uns sehen. Viele stehen jetzt mitten in Reisevorbereitungen. Und erleben die Qual, dass sie viel mehr mitnehmen möchten als die Koffer fassen. Auf einer Ausstellung war kürzlich ein Wagen mit Anhänger für das Gampingzelt zu sehen. Hoffentlich kommt Keiner auf die Idee, sich so einen Anhänger für Gepäck zuzulegen. Das würde auf Bergstrassen eine nette Belastung werden. Und die Frauen hätten noch viel mehr zu tun, für die Reise «Allernotwendigstes» einzukaufen. Wie viel zerquetschte Plisses und zerdrückte Röcke steigen ja schon jetzt aus Koffertiefen am Ende mancher Reisen, die nie gebraucht worden sind. Reisen wir mit möglichst wenig Gepäck, es trägt zur Erholung bei. Freilich eines sollten wir nie vergessen, den Vorsatz, guter Laune und liebenswürdig zu sein. Und Alles regieren und tyrannisieren seiner Umgebung einmal beiseite lassen. Da gibt es so viele Frauen, die sich für was Besonderes halten, weil sie nicht leicht zufrieden zu stellen sind. Was man ihnen anbietet oder serviert, muss eine strenge Kritik passieren. So geht es weiter: mit dem Zimmer, dem Sitzplatz im Speisesaal, den offenen oder geschlossenen Fenstern. Und wie viel manche Fahrtgefährtinnen an Nervosität verbreiten mit ihren ständigen Bemerkungen zum Fahrttempo, das ihnen einmal zu schnell dann wieder zu, i langsani;ist»...das,,'wis5en vielleicht, einige Fahrer, die deshalb lieber allein ausziehen. Nun das grosse Kapitel, was nehmen wir mit, was ziehen wir an ? Es ist mit der Ausrüstung für Autofahrten, wie für Bergtouren. Immer gibt es eine Menge Leute, die Touren in zu leichten unpassenden Schuhen machen und überall behindert sind. Und so gibt es Frauen, die am liebsten ihr elegantestes Teekleid anziehen möchten, wenn sie auf die Reise gehen. Die Unannehmlichkeiten kommen hinten nach. Eine Autoreise ist keine Fahrt zum Cocktail. Sie soll uns in Berührung mit der Natur bringen, mit Sonne, Luft und Licht. Sie soll unbehindertes Gehen ermöglichen, wenn uns eine Gegend anspricht und wir gerne einen schönen Punkt zu Fuss erreichen möchten. Wetterwechsel, plötzliche Kühle nach grosser Hitze, Sturm und Regen, dies Alles müssen wir vor Antritt einer Reise berücksichtigen. Am Anfang aller Reisen steht für Damen und Herren ein praktischer leichter und doch schützender Wollmantel, es sei denn dass der Besitz eines weichen eleganten Ledermantels sie dessen überhebt. Dann folgt ein seidener, imprägnierter Regenmantel, der manchmal sogar genügen kann. Um so mehr, wenn auch die zum Gehen so nützliche Windjacke nicht zu Hause bleibt und überdies ein wollener Tailleur aus einem guten nicht zu dünnen Stoff mitgeht. Der sportliche Tailleur gehört sogar zur Autoreise, ist kommentgemäss, natürlich mit nicht zu engem Rock» als Wickelrock oder mit ein paar Falten die richtiges Ausschreiten erlauben, die Jacke kurz, schneidermässig mit Täschchen. Dazu die Hemdbluse aus Waschseide aus Pique mit Schleife, und daneben das Heer leichter, wollener, kunstseidener und namentlich leinener Westen und Jumper, die das sportliche Tenue betonen und zugleich abwechslungsreich wirken. Eine schicke karrierte Seidenbluse, die rasch teestundenfähig machj, kann, noch mit-: gehen. Sehen wir auf gute Farbenharmonie, und vergessen wir nicht, dass Reisekleidung, die zählt, von tadelloser Frische sein sollte. Wenn irgendwo, so auf der Reise, wird eine Frau gesehen und sollte selbst so viel Achtung vor Mitreisenden, vor sich selbst und der Natur haben, nicht abgerissen mitzufahren. Als Kopfbedeckungen Kappen, allerlei Mützen und vor allem weiche, kleinrandige Filzhüte, die schützen und kleiden. Auch ein paar Echarpen, ein Foulard, das wir bei Wind über die Mütze binden, wenn wir gerne mit offenen Fenstern, offenem oder herabgelassenen Verdeck fahren. Dann waschlederne Handschuhe, am liebsten kräftige Peccaries oder auch sonst waschbare mit kurzen Stulpen, bequem zum Hineinschlüpfen. Peccaries sind überhaupt herrlich zum Selbstlenken. Sie kleben nicht am Volant. Dann leichte Strümpfe, neben festeren sportlicher Art, melierten oder zopfartig gestrickten, seien es leinene oder wollene,, je nach Neigung. Und der Schuh für die Reise immer kräftig, aus Boxcalf, Kroko oder Briarproof, es gibt ja ein ganzes Heer praktischer und mit Eleganz verarbeiteter sportlicher Halbschuhe. Ihre vielen Luftlöcher, heut nicht mehr unterlegt, machen sie bei aller Kräftigkeit des Leders angenehm und auch ihre Sohlen sind vielfach biegsam. Niedrige Absätze, gute Rahmenarbeit sind Grunderfordernisse eines Reiseschuhes. Das Briarproof hat überdies den Vorteil, sehr leicht, mit einer Gummibürste, wieder sauber zu sein. Es gilt dies auch für den Herrenschuh, worin sich dieses Material, neben dem schönen, glatten Elkleder weitgehend eingebürgert hat. Uebrigens sind gerade die Staubfarben, die gelblichbeige und grauen Töne für die Reise das vorteilhafteste' und weniger heiss als etwa ein schwarzer Schuh, der im Ganzen aus der Sommergarderobe des Herrn weitgehend verschwunden ist. Statt dessen tragen die Herren mit Vorliebe für die Strasse zu den vielen Grautönen ihrer Kleider — sie erscheinen auch im sportlichen Reiseanzug am Knickerbocker — häufig den schwarz galochierten, weissen Schuh, der freilich zum Fahren etwas heikel sein dürfte. Doch an Kurorten tauchen jetzt oft zu ganz weissen Leinenanzügen oder sonstigen hellsten Beige und Grau ganz weisse Herrenschuhe aus Elkleder, ausgiebig perforiert; auf, womit dem weissen Damenschuh ein eleganter Partner erstanden ist Uebrigens vergessen wir die Leinentrotteurs nicht, die auf manchen Fahrten recht dienlich sein können, immer schönes Wetter vorausgesetzt. Die Reiseausrüstung des Herrn wird den leichten Gabardinemantel umfassen, vielleicht auch einen Jpsen..Wollmantel mit Rückengurt und wenn ejs in die Berge geht, die Windjacke. Die .Knickerbockers sind sozusagen unentbehrlich und beim Fahren sehr angenehm. Wer dernier cri sein will, wird sich ein Ensemble aus rostbraunem englischem Wollstoff zulegen. Vielleicht mit einem weit auseinander stehenden Linienkaro oder das Veston mit kleinem Liniennetz in dunkel markiert Dieses Rost erscheint auch zu grauer Flanellhose und ist in dieser Zusammenstellung sehr kurortgemäss. Wenige Herren werden sich bei uns in Weste und dazu in weiter, langer Pelerine zeigen. Wohl aber mit abstechenden, leichten Vestons mit Rückengürtel und waschbarem Gilet. Leinenhendem ohne Aermel, weiss und farbig, man sieht sie viel in Blau, waschseidene Wäsche und poröses Gewirk sichern dem Fahrer Kühle und Bequemlichkeit. Weiche Filzhüte, neben sportlichen Berets und Mützen sind notwendig; sie sollten sich im Rahmen der farblichen Zusammenstellung des Herrenzugs halten, wie Cravatten und Hemden oder auch Gürtel aus Leder und Schnurgeflecht, wie es denn nicht gleichgiltig ist, wie ein. Fahrer oder Mitreisender sich ausstaffiert. Für kühle Tage und früh morgens tun leichte Wollpullovers gute Dienste. Noch eine Neuheit für den Herrn; neben der Armbanduhr mit drehbarem Zifferblatt nach innen, erscheint die Uhr in einem Lederrund, das an einer Kette hängt und mit einem Klipp an Weste oder Vestonrevers befestigt wird, die Uhr steckt dann in der Brust- oder We- - stentasche. -ss. jvecht machen fedetmann ist eine JCuast, die niemand kann Das Lieserl hatte bei Tisch so oft die Grossen darüber sprechen gehört, dass die Jugend jetzt ungezogen und unliebenswürdig sei, sich gegen das Alter insbesondere recht unehrerbietig benehme, so dass es sich vornahm, es anders zu machen. Sie wollte höflich sein, die Lieserl, und den Grossen zeigen, dass man nicht über alle jungen Menschen jetzt einfach den Stab brechen dürfe. Im allgemeinen hatte säe wenig Gelegenheit ihre guten Vorsätze auszuführen, denn Klein- Lieserls Leben verfloss ruhig und ohne besondere Ereignisse. Aber nun nahm sie neuestens Klavierstunden und durfte allein zum Professor fahren — mit der Elektrischen. Lieserl war furchtbar stolz auf ihre Schülerkarte, freute sich besonders, wenn die Elektrische so recht bummvoll war und sie immer sehr höflich < Pardon» sagen konnte, wenn sie jemand halb zerquetschte, und immer geschäftig aufspringen, wenn sie einmal sass und irgend ein Neueinsteigender keinen Salon Germai ne Zürich, Färberstr. 27 Haut- u. Schönheitspflege Bestrahlungen Telephon Nr. 20.531 Truhen Kommoden WiRtCfl ZÜBiPfri LnFWFNSTR.51 Slilniobel A..B Fauleuüs in Bohr u. gepolstert berifh, Dufourstr.45,Zu»f «k S ng FT. 2.-. Gratis-fto ipekt diskret durch EROVAQ A.-Q.. Zürich 25, Bachtobelitr. 59. Laen Sie die Broschüre „Angst vor Empfängnis?" von Dr. B. Engler, zu beziehen gegen Einsendung von Fr. 1.20 Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Pi^fTl •; ii"-l SJmS ERLENBAGH-Zch. Restaurant Schön au T.C.S. I. Haus am Platz. Schönster Garten direkt am See. 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