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E_1935_Zeitung_Nr.071

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Dass naoh diesen

Dass naoh diesen Musterbeispielen auch das 3. Kapitel « Der Charakter des Benzinzolls » mit der gleichen Elle zu messen ist, dürfte verständlich sein. Darin wird die Behauptung « von der Ersetzung des Schienenweges durch die Strasse» aufgestellt. Man darf fast annehmen, dass sich die Verfasser dieser Schrift während der Abstimmungskampagne über das Verkehrsteilungsgesetz nicht nur auf dem Mond, sondern eher auf dem Mars aufhielten, unmöglich könnten sie sonst die loyale Haltung der Automobilverbände und das aktive Eintreten der Aspa für die Vorlage so schnell vergessen. Was kann das Auto dafür, dass die Bahnen krampfhaft an unhaltbaren Positionen festhalten, anstatt planmässiges Einstellen bestimmter unrentabler Linien durchzuführen? Die Generaldirektion der S. B. B. selbst wies ja in ihrer Kampfschrift von 1930 auf eine solche Verkehrspolitik des Auslandes hin, die sicher auch volkswirtschaftlich weitblickender ist als Versuche, kapitalistische Werte in Einrichtungen, die teilweise ihre Existenzberechtigung längst einbüssten, zu schützen! Und wiederum, was kann das Auto dafür, dass im Lande des klassischen Maschinen- und Motorenbaues und der hochentwickelten Starkstromtechnik erst zwei Leichttriebwagen für Auflockerung des Schienenverkehrs sorgen, während das Ausland, zum Teil mit schweizerischen Konstruktionen, in dieser Hinsicht um etliche Jahre voraus ist? Liest man den Satz: «Wenn sämtliche Zweige unserer Volkswirtschaft zur Sicherung ihrer Existenz den Schutz des Staates anrufen und auch zugebilligt erhalten, dann hat der Staat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, diejenigen Unternehmen zu schützen, auf deren Existenz sich unsere gesamte Volkswirtschaft entwickelt hat und noch heute ruht», so muss man sich allen Ernstes die Frage vorlegen, ob tatsächlich ein ehemaliger Bundesrat, zwei Ständeräte und noch ein Nationalrat derart konfuses Zeug mit ihrem Namen decken. Einmal sei darauf hingewiesen, dass es.nicht das Auto ist, sondern in erster Linie ja die Bahnen, die den Schutz des Staates anrufen, die gleichen Kreise, die sich während beinahe einem Jahrhundert mit grösster Rücksichtslosigkeit über den mittelalterlichen Strassenverkehr hinwegsetzten und das gesamte Fuhrhaltergewerbe vernichteten. Hohnlächelnd haben sie den Sieg des Dampfes gepredigt und gefeiert und sind dabei nicht gerade wählerisch mit dem schönen Sprichwort: «Willst du nicht der meine sein, dann schlag ich dir den Schädel ein » umgegangen. « Zusammenfassend ist», laut Litrabericht, «die Berechtigung erhöhter Zollansätze für Betriebsstoffe des Motorfahrzeugverkehrs von rein zollpolitischen Gesichtspunkten aus begründet durch Rücksichten auf: 1. Ausgleich der Handelsbilanz, 2. Schutz der Bahnen, damit 3. Schutz des für die Bahnen im Inland vorhandenen Betriebsstoffes (Elektrizität), 4. Schutz der vom Bahnbetrieb lebenden einheimischen Industrien, 5. Einschränkung des Verkehrsluxus. > Es dürfte sich erübrigen, näher auf derartige Kunstkniffe einzugehen, denn erwiesenermassen brachten es die S. B. B. schon vor dem Aufkommen des Automobils als Konkurrenzfaktor, aus bekannten Gründen, auf keinen grünen Zweig. Für diese Entwicklung einzig und allein das Motorfahrzeug verantwortlich zu erklären, ist eine Kampfweise, die wir schon längst überwunden zu haben glaubten. Wie der Benzinzoll zum Ausgleich der Handelsbilanz beitragen soll, bleibt uns unerklärlich, stellte doch das Volkswirtschaftsdepartement vor kurzem fest, am Bau glaubte nicht an die Schuld des Fred Rave doch ein Recht auf ihn — er ist doch mein —! — der wollte ihm seine Vergeltung, seine gerechte Rache an dem Zerstörer seines bens gestohlen und vernichtet hat, gehört Der Mensch, der mir das Beste meines Le- Glückes rauben —! doch mir — den lass ich mir nicht nehmen — Er schüttelte den Kopf — so hart, so heftig auch von diesem verstaubten und verkalkten — dass einer, der vorüberging, ein bramsigdicker Mann mit einer Aktenmappe, der nach Die weinerlich und geheimnisvoll gesenk- Schwätzer nicht —! dem Rathaustore strebte, den Schritt verhielt, sich umwandte und ihn verwundert wie sie vor ihm die Kette der Indizien zerte Flüsterstimme glaubte er wieder zu hören, musterte. pflückte — die dürre Altershand sah er, wie Joos Utenhoven fing den Blick: sie mit ihrem wohlgepflegten Krallennagel «He — wünschen Sie etwas?!» Kampfgierig, kehlig stiess er das hervor, und seine band klopfte — auf den Aktendeckel mit dem roten Quer- Augen bohrten sich herausfordernd in das Was sagte dieses Band? Fertig zur Weitergabe an den Staatsanwalt —! Die Kom- Gesicht des Dicken. «Wieso —?» Wie einer, der nur künstlich missare Schwieger und Köpke, die von dem aufgeblasen war und dem die Luft entwich, ersten Augenblick an alles mitangesehen, mit- hatten, waren der Ueberzeugung, dass dass er schrumpfte, zusammenfiel, sah ererlebt mit einem Male aus. Rave schuldig war — «Ich meine nur —.» Und galt denn das nicht mehr als alles Da drehte sich der andere und schlich mit hirnrissige Besserwissen und Spintisieren vor eingezogenem Kopf davon. einem wackeligen grünen Tisch? Wieder tauchte Joos Utenhoven in die Das Blut brandete auf in ihm, die Nerven Menge ein. Ueber die Kurfürstenbrücke trieb er, löste sich von dem Zug der Strasse, stand fern dem Menschenstrome beinahe einsam vor dem Begasbrunnen. In seinem Hirn kreiste allein wieder der eine alles erstickende Gedanke: — ich habe Versenkbare Fussgängerschutzlnseln. In Nürnberg wurde versuchsweise eine versenkbare Fussgänger-Schutzinsel angelegt. Durch die Versenkbarkeit der Insel will man vermeiden, dass in verkehrsarmen Nachtstunden eine Beleuchtung der Insel erforderlich ist, oder dass ohne besondere Beleuchtung der Insel durch deren schwere Sichtbarkeit eine unnötige Gefahr für den Verkehr entsteht. 300 km Radfahrerweg für eine Stadt Berlin will in den nächsten Jahren 300 km Radfahrerwege bauen, die sich bis in den innersten Stadtgürtel vorziehen sollen. Bereits jetzt stehen dem Radfahrerverkehr etwa 300 km an besonderen Verkehrsstreifen zur Verfügung, die aber hauptsächlich in den Aussenquartieren liegen. Nun soll auch das Stadtzentrum diesem Sonderweg erschlossen werden. Die dritte Reichsautobahnteilstrecke vor der Vollendung. Als dritte Teilstrecke der Reichsautobahnen steht jetzt die an die Autobahn Frankfurt- Darmstadt anschliessende Strecke Darmstadt- Mannheim-Heidelberg vor der Vollendung. Eröffnung voraussichtlich Ende September. 10,000 Landstreicher haben eigene Wagen. In einer amerikanischen Statistik wird festgestellt, dass die Zahl der Landstreicher, die über einen eigenen Wagen verfügen, in den strafften sich in einem Wittern von Gefahr. Und wieder, wie vorhin, da der Dicke vor dem Rathaus sich musternd nach ihm umgesehen hatte, quoll trotzige Abwehr in ihm auf, fühlte er sich bereit, den Gegner anzunehmen. Was hatte denn dieser senile Krippensetzer AUTOMOBIL-REVUE Vereinigten Staaten gegenwärtig lOßOO betrage. Diese Wagen sind allerdings in der Regel weder gekauft noch gestohlen worden, sondern es handelt sich fast durchwegs um Fahrzeuge, die von ihren Besitzern auf der Landstrasse stehen gelassen wurden, weil sie altersschwach geworden waren. Reine Freude haben die Landstreicher beim Gebrauch dieser Fahrzeuge sicher nicht. i s t i s c h e r und die Raaber-Waggon-Fabrik, beschlossen, die Lastwagenproduktion wieder aufzunehmen. Das eine Werk ist bestrebt, einen billigen Typ für den Inlandmarkt herauszubekommen, wovon es jährlich 300 Stück abzusetzen hofft, während das andere Unternehmen mit einem ebenfalls billigen Modell in den Orientmarkt einzudringen versucht. Nachdem die Motorisierung des Strassenverkehrs in Ungarn immer grössere Fortschritte macht, standen doch Ende Juni des laufenden Jahres bereits 26,000 Automobile in Betrieb, so wäre die ungarische Industrie nicht abgeneigt, auch den Bau von Personenwagen aufzunehmen, sofern für neu in den Verkehr gestellte Automobile eine zweijährige Steuerbefreiung eingeräumt wird. Der Ausbau der deutschen motorisierten Strassenpolizei. Der Verkehrspolizeireferent im Reichsinnenministerium teilt mit, dass die motorisierte Strassenpolizei, deren Ausbau für die nächsten zwei Jahre im ganzen Reiche geplant ist, nach Abschluss dieser Arbeit etwa 1500 Mann auf rund 700 Fahrzeugen umfassen wird. Zur Zeit sind in sechs preussischen stigen Freipass für wenig Geld beschaffen zu können. Zudem Halt an nur zwei Zollämtern. Provinzen 100 Beamte auf 50 Fahrzeugen eingesetzt. Wenn diese 100 Beamten in einem Monat nicht weniger als 30,000mal einscher Freipass, deutsches Triptyk- oder Grenzpas- Neuer Zustand: Erforderlich sind: Schweizerigreifen mussten, dann werde wohl niemand sierscheinheft, Nationalitätsschild, Reisepässe für alle Wageninsassen. Dazu zeitraubender Halt an die zwingende Notwendigkeit einer solchen Einrichtung bezweifeln wollen. Alle Beamten der Strassenpolizei seien gewandte Fahrer und Männer mit grosser Praxis- Sie seien in Sonderkursen für ihre Aufgaben geschult, um Helfer und Freund des Verkehrs zu sein. Neben der Ueberwachung des gesamten Strassenverkehrs sei vor allen Dingen die laufende Kontrolle des Verkehrs- und betriebssichern Zustandes der Fahrzeuge von Bedeutung. Die vorläufig in Preussen organisierte motorisierte Strassenpolizei wird nach einem Beschluss des Reichsinnenministers auf den Lastwagenproduktion in Ungarn. Vor ca. 3 Jahren sahen sich zwei den Lastwagenbau betreibende Firmen wegen ungß' und in die Gendarmerie eingegliedert. Es 1. April 1936 auf das ganze Reich ausgedehnt nagender Aufträge gezwungen, die Produktion einzustellend Nachdem im laufenden Jahr" 50 Mann und je 18 bis 22 Fahrzeugen. Als sind 31 Kommandos vorgesehen mit je 45 bis die Nachfrage ständig zunimmt, haben dieStandorte kommen unter andern München, beiden Fabriken, die Staatliche Eisenwerke Freiburg i. Br. und Stuttgart in Frage. einer zweiten Pneufabrik kein Interesse zu haben, weil mit Autoreifen ein glänzendes Kompensationsgeschäft möglich sei. Wir sehen davon ab, zu untersuchen, wie mancher Industrielle sein Unternehmen schliessen müsste, wieviele Tausende von Arbeitern auf die Strasse gestellt würden, wenn nicht mit Hilfe der importierten Brennstoffquantitäten unser schrumpfender Export belebt werden könnte! Nationalrat Tschumi, als Präsident der nationalrätlichen Zolltarifkommission, wäre doch in der Lage gewesen, die Verfasser dieser Broschüre besser über die Zusammenhänge von Benzinzoll und Export schweizerischer Industrieprodukte aufzuklären! Was den Schutz des für die Bahnen im Inland vorhandenen Betriebsstoffes anbelangt, sei nur auf das im Ausbau begriffene Etzelwerk hingewiesen, dessen Baupolitik mit aller Deutlichkeit illustriert, was aus voreiligen Vertragsabschlüssen resultieren kann. 1929 behaupteten die S. B. B., gestützt auf die bisherige Verkehrsentwicklung stelle sich der Verkehr auf den Bundesbahnen im Jahre 1940 auf 152,4 % des jenigen des Jahres 1926, d.h. die S.B.B. benötigten 1940 also 645 Mill. kWh. Gleichzeitig erscholl der Mahnruf, 1932 seien die bahneigenen Energiequellen erschöpft und die Bundesbahnen hätten auf diesen Zeitpunkt für neue zu sorgen. Pro 1931 rechnete man mit einem Energiebedarf von 514 Mill. kWh, pro 1932 mit einem solchen von 540 Mill. kWh; effektiv betrug die Energieabgabe an die S. B. B. pro 1930/31 413, 1931/32 414, 1932/33 419 und 1933/34 447 Mill. kWh. Nach Fertigstellung des Etzelwerkes stehen dem schweizerischen Energiemarkt weitere 135 Mill. kWh. zur Verfügung, wovon 71,8 Mill. kWh. auf die S.B.B, entfallen. Glauben die Verfasser der neuen Kampfschrift wirklich, dass durch künstliche Abwürgung des Motorfahrzeugverkehrs die weisse Kohle der bahneigenen Kraftwerke schlankweg untergebracht werden könne, oder sind sie nicht auch der mit all seinen unsicher und unzweideutig umhertastenden Redensarten überhaupt von ihm gewollt ? Mit seinen Taschenspielermätzchen, seinem sophistischen Getue ? Was hatte er gesagt: «Keiner ist sicher vor Indizien» — und dann: «— wenn vielleicht ich vor diesem Rave dagewesen wäre in der Wohnung — oder Sie —». Ging das etwa im Ernst auf ihn ? Unsinn! Schaumschlägerei ! Mochte der alte Narr doch ruhig sich verspinnen in seine uferlosen «Möglichkeiten» — hier, in dem Aktenstücke, waren Tatsachen gehäuft, die wie mit Fingern nur auf einen wiesen: Fred Rave —. Und den Mann, der ihn so getroffen hatte, den Hess er nicht. Den wollte er am Boden sehen —der war ihm verfallen! Wieder, vom Dome drüben, kamen Glokkenschläge — breit, hallend schwangen sie hier in die Weite, gössen sich nieder in die Tiefe: zwölf Uhr — Da raffte sich Joos Utenhoven gewaltsam los aus diesem zähen Sturme seiner Abwehr, seines Hasses, tat ein paar Schritte — schreckte auf, als unweit von ihm einer, der vorüberkam — ein schlanker, hochgewachsener Herr mit weissem Schnurrbart, klugen, hell blickenden Augen —die Hand zum Hute hob und nickte. Griff zugleich selber grüssend hoch — wusste, als der nun schon vorüber war; Falke — richtig, Geheimrat Falke —• 1935 — No 71 Meinung, dass die S.B.B, aus ihrer Elektrizitätspolitik weitere Lasten zu übernehmen haben, die neben anderem den dringend erwünschten Taxabbau verhindern? Unzweifelhaft sind bei der herrschenden Wirtschaftslage die wenigen Produkte, die unser rohstoffarmer Boden hervorgibt, nach Möglichkeit auszunützen. Bekanntlich ist es aber gerade die Automobilwirtschaft, welche in dieser Hinsicht den Holzreichtum unseres Landes zu verwerten versucht und zur technischen Lösung dieser Aufgabe bereits erhebliche Mittel zur Verfügung stellte. Die Herren in und hinter der Litra könnten sich den Dank des ganzen Landes sichern, wenn sie ihre für die Bekämpfung des Automobils bereitgestellten Gelder der Wissenschaft zur Verfügung hielten, um nicht nur die weisse Kohle zu schützen, sondern vor allem das Holz, und besonders das Bergholz, zum nationalen Brennstoff entwickeln zu helfen. Wy. C»*enzve*l«dBi» Um was geht die Wurst? Die Mitteilung, dass die deutschen Reichsbehörden beabsichtigen, die zollfreie Zone Jestetten-Lottstetten auf den 1. Oktober 1935 aufzuheben, hat in den ostschweizerischen Automobilisten- und Verkehrskreisen wie eine Bombe gewirkt. Man ist sich rasch klar geworden, -welch unangenehme Auswirkungen diese Massnahme für einea wesentlichen Teil des schweizerischen Lokalund Durchgangsverkehrs mit sich bringen wird. Man vergegenwärtige sich folgenden Vergleich: Gegenwärtiger Zustand: Nötig nur gültiger Freipass und schweizerischer Führer und Verkehrsausweis, somit keine Zolldokumente, Reisepässe, Nationalitätsschild. Zudem bestand die Möglichkeit, sich beim schweizerischen Zollamt ohne schweizerische Zollquittung für die Wageneinfuhr einen kurzfri- vier Zollämtern (zwei schweizerische und zwei deutsche. Es ist klar, dass man sich inskünftig stets hüten würde, via Bülach, Rafz, Jestetten nach Schaffhausen zu fahren, da man gewöhnlich bei Inlandsfahrten nicht all diese Dokumente und Ausweise mit sich führt. Durch die Benützung der Route über Winterthur-Andelfingen würde somit dem Bezirk Bülach ein grosser Teil interessanten Durchgangsund Ausflugsverkehr (Rheinfall) vollständig entgehen und ihm so eine grosse wirtschaftliche Benachteiligung entstehen. V ZSSvchev N«*tiBZ«n Zürich propagiert Verkehrsabschrankungen. Nachdem von seilen der Verkehrsinteressenten schon früher auf die Bedeutung der Schutzabschrankun-« gen bei wichtigen Strassenkreuzungen nachdrücklich hingewiesen worden war, wurden dann in Zürich erste Versuche an der Bahnhofstrasse unternommen, die sich denn auch bestens bewährten. Aber trotzdem blieb es bei den Versuchen, da sich in der weitern Verwendung dieser Schutzvorrichtungen eine gewisse Opposition behördlicherseits geltend machte. Nachdem es sich nun in den der Verkehrswoche folgenden Wochen gezeigt haben dürfte, dass es bei vielen Strassenbenützern und besonders bei den Fussgängern noch langer und zahlreicher Bestrebungen bis zur endgültigen Besserung bedarf und die an Ort und Stelle angebrachten Vorkehren die wirksamsten sind, wurden nun in Zürich neue solche Verkehrsabschrankungen angebracht, wodurch es am besten möglich sein dürfte, die Fussgänger von der diagonalen Ueberquerung der Verkehrsplätze abzuhalten. Die Anbringung solcher Schutzketten kann den zuständigen Polizeibehörden der Schweizerstädte nicht genug anempfohlen werden. Eine von der Stadt Berlin für die Jahre 1927/28 und 1933/34 vorgenommene, Statistik zeigt, dass an all den Plätzen mit solchen Abschrankungen die Unfallzahlen, erheblich abgenommen haben; an einem der verkehrsreichsten Plätze ist dieselbe von 214 auf 125, d. h. um fast 50 Prozent zurückgegangen. Und zwar betraf dieser Rückgang vornehmlich Fussgänger, da die Abschrankungen bewirkten, dass die Strasse nur noch an den offenen Stellen überquert "wurden. — Die Beispiele in Zürich haben auch gezeigt, dass sich diese Abschrankungen in solcher Art und Weise anbringen lassen, dass das gesamte Strassenbild in seiner « Schönheit» keineswegs beeinträchtigt wird« der wohnte ja da hinten irgendwo im Apothekerflügel — Und dann war es ihm noch, als hätte ihn aus diesem Nicken, diesem Blick etwas wie warme Anteilnahme gut gestreift — Auch der hat sie gekannt, musste er denken. Fühlte dabei, da er mechanisch weiterschritt, wie wieder diese eine Frage aufkroch in ihm, ihn ziellos machte und sich lähmend vor seine Füsse warf: wohin —? wohin —? Was eben noch Auftrieb in ihm gewesen war, sank ab, erstickte unter ihr: Wohin —? wohin —? Nur Leere, Einsamkeit und Losgelöstheit blieben —. Durch die Tore und über die weiten und verschwiegen stillen Höfe des alten Schlosses schritt er, sah drüben dann das Grün des Lustgartens vor sich. Bog ab über die Schlossbrücke — und scheute doch wieder zurück, da er den breiten Zug der «Linden» vor sich aufgeschlossen sah. Fand sich am Ende auf das eiserne Geländer am Spreelauf hingebeugt, den Blick auf dem träg-dunklen Wasser und auf einem da an dem Ufer festgetäuten, schwarz überdachten, langen Kahn: — ein Walfisch —. Da stand es auf einer Tafel: — hier konnte man für zwanzig Pfennig einen richtigen ausgestopften Riesenwalfisch sehen. (Forts, im «Autler-Feierabend» S. 13.)

N° 71 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 3 Sportnachrichten Das Stilfserjoch-Rennen. Tadln! (Alfa Romeo) fährt mit 58,91 km/St. neuen Streckenrekord. Ruesch (Maserati) belegt einen ehrenvollen vierten Platz. Das am vergangenen Sonntag auf der 14 Kilometer langen Strecke zwischen Trafoi und Stilfserjoch zur Durchführung gekommene Rennen brachte eine kleine Ueberraschung, indem es Tadini (Alfa Romeo) gelang, seinen Teamkollegen Nuvolari (Alfa Romeo) um mehr wie 17 Sekunden zu distanzieren, zugleich mit einem Mittel von 58,91 km/St, seinen eigenen Streckenrekord um drei Stundenkilometer verbessernd. Aber nicht nur Tadini allein unterbot seine vor zwei Jahren aufgestellte Bestleistung: es gelang auch noch 'neun andern Fahrern, die Piste unter dem Streckenrekord zu erledigen, was bei den günstigen Witterungsverhältnissen weiter gar nicht so verwunderlich war. Die Sonne brannte in den unteren Regionen wieder recht kräftig und hatte von ihrer sommerlichen Wärme noch gar nichts eingebüsst. Ursprünglich erwartete man eine scharfe Auseinandersetzung zwischen Nuvolari (Alfa Romeo) und Varzi (Auto-Union), die leider ausblieb. Der Auto-Union-Fahrer kam nicht richtig jn Schuss, was aber mehr seiner Maschine wie dem Piloten selbst zuzuschreiben war. Allerdings zog Varzis Gefährt in den kurzen Geraden gewaltig davon, doch in den Kurven erwies es sich als zu lang und zu wenig wendig und verlor dadurch wertvolle Zeit. So gelang es sogar Bianco auf seinem 1500-ccm-Maserati, sich vor Varzi zu schieben, und selbst der absolute Sieger der Sportwagen, Pintacuda (Alfa Romeo), war um einige Sekunden schneller. Die Auto-Union verfügt allerdings über einen speziellen Typ, der nur für Bergrennen Verwendung findet, doch ist dieser vergangenen Sonntag Stuck überlassen worden, der damit im Grossen Deutschen Bergpreis an den Start ging. Dass die übrigen* Modelle, die sonst für Rundstreckenrennen bestimmt, für den Berg völlig ungeeignet sind, hat die Fahrt von Varzi deutlich bewiesen. In einer so kurvenreichen Strasse, wie sie die Rennstrecke vom Stilfserjoch darstellt, ist Wendigkeit des Fahrzeuges wichtiger, wie eine Unzahl von PS., die doch nur für ganz kurze Distanzen zur Anwendung kommen können. Immerhin hat sich Varzi mit seiner Maschine ausgezeichnet gehalten und die 45 Kurven in Anbetracht der Umstände bravourös hinter sich gebracht. In der Klasse 1100 ccm der Rennwagen kam es zu einem Dreikampf M. Q., Maserati und Fiat, woraus die englische Marke unter der Führung von Cecchini siegreich hervorging. In unglaublichem Tempo surrte das kleine Wägelchen den Berg hinan und vermochte sich sogar mit dem Mittel von 54,076 km/St, im Gesamtklassement an zehnter Stelle zu placieren. Der Lauf der Klasse 1500 ccm war eine Angelegenheit der «Maseratisten», ße mit Bianco, Tuffanelli, Berrone und Castelbarco die vier ersten Plätze belegten, während bei den Zweilitermaschinen Fumagalli auf Bugatti erfolgreich war. Den Clou des Tages bildete natürlich der Start der unbeschränkten Klasse, wo sich Varzi, Nuvolari, Tadini, Ruesch und Dusion gegenüber standen. Tadini, der italienische Bergspezialist, zog in überragender Fahrt den Berg hinauf und meisterte die Kurven in bestechender Manier. Mit 14:15,54 für die 14 km lange Strecke schuf, er einen neuen absoluten Rekord und verwies Nuvolari, Dusio, Ruesch und Varzi auf die hinteren Plätze. Bei Nuvolari muss allerdings berücksichtigt werden, dass er ohne jegliches Training ins Rennen ging, denn der Mantuaner traf erst am Samstagabend in Trafoi ein, und es blieb ihm einzig die Möglichkeit, die Route mit seinem Privatwagen zu befahren. Ganz glänzend verhielt sich Ruesch, der mit 14:45,69 nur dreissig Sekunden hinter den Sieger zu liegen kam und ebenfalls den bestehenden Streckenrekord zu unterbieten vermochte. Bei den Sportwagen erwies sich Pintacuda (Alfa Romeo) als der Schnellste. Er benötigte 14:39,42 und zeitigte damit die absolut viertbeste Zeit des Tages. Lurani (Maserati) siegte in der Klasse 1500 ocm, während Gilera (Fiat) und Pertile (Alfa Romeo) in den Klassen 1100, bzw. 2000 ccm, zu Ehren kamen. Interessant war die Maschine des letztern, die aus einem Bugatti-Ghassis und einem Alfa Romeo-Motor zusammengebaut war. Das Klassement. Rennwagen: Klasse 1100 ccm: 1. Gecohini (M.G.) 15:31,7 (Mittel 54,76 km/St.); 2. Bergamini (Maserati) 16: 20,66; 3. Musso (Fiat) 22:46,21. Klasse 1500 ccm: 1. Bianco (Maserati) 14:46,05 (Mittel 56,884 km/St.); 2. Tuffanelli (Maserati) 14: 54,57; 3. Berrone (Maserati) 14:59,4; 4. Gastelbarco (Maserati) 15:25,98. Klasse 2000 ccm: 1. Fumagalli (Bugatti) 15: 49,16 (Mittel 53,107 km/St.); 2. Queroielo (Maserati) 16:47,23. Klasse über 2000 ccm: 1. Tadini (Alfa Romeo) 14:15,54 (Mittel 58,905 km/St.), neuer Streckenrekord; 2. Nuvolari (Alfa Romeo) 14:32,7; 3. Dusio (Maserati) 14:36,18; 4. Ruesch (Maserati) 14:45,69; 5. VaMi (Auto-Union) 14:51,61. Sportwagen: Klasse 1100 ccm: 1. Gilera (Fiat) 16:01,73 (Mittel 52,4 km/St.); 2. Baruffi (Maserati) 16:24,35; 3. Beccaria (Fiat) 16:39,12. Klasse 1500 ccm: 1. Lurani (Maserati) 14:57,63; 2. Barbieri (B.P.M.) 15:10,81; 3. Carnevali (Bugatti) 16:19,37. Klasse 2000 ccm: 1. Pertile (Alfa Romeo) 16: 27,55 (Mittel 51,032 km/St.); 2. Arezzi (Alfa Romeo) 16:45,68; 3. Castellano (Alfa Romeo) 17:11,21. Klasse über 2000 ccm: 1. Pintacuda (Alfa Romeo) 14:39,42 (Mittel 57,311), beste Zeit aller Sportwagen; 2. Minozzi (Alfa Romeo) 15:21,11; 3. Belmondo (Alfa Romeo) 15:23,74; 4. De Pretz (Alfa Romeo) 15:30,71. Grosser Bergpreis von Deutschland. Stuck (Auto-Union) fährt mit 85,6 km/St, die beste Tageszeit. — Seaman (E.R.A.) kommt mit seiner 1500 ccm-Maschine auf 85,5 km/St. — Kessler (Maserati) wird Dritter hinter Seaman und Mays. — Kautz (Alfa Romeo) siegt in der Sportwagenkategorie der Klasse 2000 ccm. Trotzdem das Interesse für Bergrennen bei den Zuschauern in letzter Zeit sichtlich abgeflaut ist, fanden sich doch gegen die 40,000 Zuschauer auf der 12 km langen Bergstrecke zwischen Freiburg-Günterstal und der Schauinslandpasshöhe ein; allerdings hat das herrliche Wetter nicht wenig zu diesem grossen Erfolg beigetragen. Wälder und Wiesen schillerten im glänzenden Sonnenschein und bis gegen Mittag wurde die Hitze so drückend, dass man gerne ein schattiges Plätzchen aufsuchte und zeitweise an die kühlen Tage der vergangenen Woche zurückdachte. Man hatte allgemein mit einem. neuen Streckenrekord gerechnet, doch waren die Vorbedingungen hiezu nicht allzu günstig, indem die erst kurz vor dem Rennen fertiggestellten Teilstücke der neuausgebauten Strecke nur ungenügenden Halt boten, so dass diese Strecken mit grösster Vorsicht befahren werden mussten. So kam der schnellste Fahrer des Tages, Stuck auf Auto- Union, « nur » auf 85,6 km/St, und blieb damit mehr wie 3 km hinter seiner Jetztjährigen Leistung zurück. Seaman kam mit seiner 1500 ccm-Maschine auf 85,5 km/St Die schneidige Fahrt Seamans mit seinem leichten Gefährt war eine Klasse für sich und bewies, dass der Engländer in den Bergen ebenso gut zu Hause ist, wie auf den Rundstrecken. Ueberhaupt zeitigte der diesjährige Grosse Deutsche Bergpreis ganz merkwürdige Ergebnisse. So war z. B. Balestrero mit seinem Sportwagen schneller wie mit seiner 3000- ccm-Rennmaschine, erreichte aber dort nicht einmal die Zeit von Kohlrausch auf einem 750-ccm-M. G., der in seiner Klasse 10 Sekungen vor Bäumer (Austin) eintrat Jn der Klasse 1500 ccm siegte, wie schon oben erwähnt, Seaman (E. R.A.) vor Mays (E. R. A.) und Kessler (Maserati), wobei alle drei den im letzten Jahr von dem Schweizer aufgestellten Klassenrekord von 79,7 km/St, ganz beträchtlich unterboten. Aber auch Kesslers Leistung ist beachtenswert, steht doch sein Mittel nur 4 Stundenkilometer unter demjenigen von Stuck, der übrigens in seiner Klasse als einziger Fahrer an den Start ging. Balestrero (Alfa Romeo) und Wimmer (Bugatti) standen sich in der Klasse 3000 ccm gegenüber. Der Italiener war mit 9:09,9 um einige Sekunden schneller und entschied den Lauf für sich. Schöne Leistungen bekam man auch in der Sportwagenkategorie zu sehen, in der Pohl (Bugatti) mit 9:01,9 die beste Tageszeit errang. Bei den 1100-ccm-Maschinen distanzierte Brudes (M. G.) seine Rivalen Briem (Amilcar), Pohl (M. G.) und Hummel (Amilcar) ziemlich deutlich und erledigte die 12 Kilometer in 9:22,3, was einem Mittel von 76,8 km/St, entspricht In der Klasse 1500 ccm gewann Sojka (Bugatti), und bei den Zweiliterwagen verwies der Schweizer Kautz (Alfa Romeo) den B. M. W.-Fahrer von Delius auf den zweiten Platz und bestätigte damit seine Qualitäten als routinierter Bergfahrer. Bei den Fahrzeugen mit unbeschränktem Zylinderinhalt trafen Hartmann (Bugatti), Balestrero (Alfa Romeo) und Pohl (Bugatti) aufeinander; letzterer zeigte sich seinen Konkurrenten leicht überlegen und fertigte die Strecke in 9:01,9 ab. Balestrero und Hartmann folgten auf dem zweiten, bzw. dritten Platz. Das Klassement Rennwagen: Klasse 1100 ccm: 1. Kohlrausch (M.G.) 9:07,1 (Mittel 78,9 km/St.); 2. Bäumer (Austin) 9:18,9. haben sich den Weltmarkt erobert. 62°/ 0 aller in Amerika verkauften Zündkerzen sind Ä-C. - Der Verkauf von A-C Kerzen allein ist somit grösser als derjenige aller andern Marken zusammen. - Die bekanntesten Automobile, wie Cadillac, Chevrolet, Chrysler, Dodge, Nash, Packard, Plymouth etc. haben als Original- Ausrüstung A-C Zündkerzen. In der Schweiz ist die amerikanische Ausführung der A-C Zündkerze im Handel, die sich dank ihrer fünf technischen Vorteile den ersten Platz in der Welt gesichert hat. Es gibt eine passende Ä-C Kerze für jeden Motor, europäischen oder überseeischen Fabrikates. - Verlangen Sie nur diese Marke bei Ihrem Garagisten. Generalvertretung der A-C Zündkerzen, A-C Oelfilter und A-C Benzinpumpen für die deutsche Schweiz und den Tessin: WEWERKA Spezialhaus für Auto-Ersatzteile ZÜRICH - Seehofstrasse 3 - Telefon 41.626 BASEL - Steinentorstrasse 11 - Telefon 47.977 BERN - Effingerstrasse 33 - Telefon 26.126 Internationaler Sportkalender 1935 September. 7. England: XIV. Tourist Trophy in England. 8. Italien: Grosser Preis von Italien. 21. England: 500-Meilen-Rennen in Brooklands. 22. Spanien: Grosser Preis von Spanien. 28. England: Shelsley-Walsh-Bergreronen. 29. Tschechoslowakei: Masaryk-Rundstreckenrennen. Oktober. 5. England: Donington-Park-Rennen. 6. Rumänien: Bergrennen von Feleac. 13. Italien: Preis des Prinzen von Piemont (Rundstreckenrennen von Neapel). 19. England: Rennen in Brooklands. 27. Griechenland: Grosser Preis* der Akropolis in- Griechenland. Klasse 1500 ccm: 1. Seaman (E.R.A.) 8:25,1 (Mittel 85,5 km/St.); 2. Mays (E.R.A. 8:36,8; 3. Kessler (Maserati) 8:52,1. Klasse 3000 ccm: 1. Balestrero (Alfa Romeo) 9:09,9 (Mittel 78,2 km/St.); 2. Wimmer (Bugatti) 9:14,1. Klasse über 3000 ccm: 1. Stuck (Auto-Union) 8:24,1 (Mittel 85,6 km/St.), absolut beste Zeit des Tages. Sportwagen: Klasse 1100 ccm: 1. Brudes (M.G.) 9:22,3 (Mittel 76,8 km/St.); 2. Briem (Amilcar) 9:54,5; 3. Pohl (M.G.) 10:19,8; 4. Hummel (Amilcar) 10:36,3. Klasse 1500 ccm: L Sojka (Bugatti) 9:40,2 (Mittel 74,4 km/St.). Klasse 2000 ccm: 1. Kautz (Alfa Romeo) 9:41' (Mittel 74,3 km/St.); 2. von Delius (B.M.W.) 10: 00,5. Klasse ober 2000 ccm: 1. Pohl (Bugatti) 9:01,9 (Mittel 79,7 km/St.); 2. Balestrero (Alfa Romeo) &: 08.7; 3. Hartmann (Bueatti) 9:17,3. Der Grosse Preis von Spanien, der am 22. September auf dem Circuit San Sebastian zur Austragung gelangt, wird abermals die Rennställe Mercedes-Benz, Auto-Union, Ferrari und Subalpina vereinen, so dass hier kurz vor Saisonschluss noch ein'höchst interessantes Treffen in Aussicht steht Campbell und Eyston in Amerika. In einem Flussbett in der riesigen Salzebene bei Bonville im Staate Utah ist eine Autorennstrasse im Bau, die 100 Meter breit und 13 Meilen (20,8 km) lang werden soll, und auf der sowohl Eyston, wie auch Campbell neue Bestleistungen aufzustellen hoffen. Die beiden Engländer sind bereits in New-York eingetroffen, von wo aus sie nach kurzem Aufenthalt nach Salt Lake City Weiterreisen werden. Das Rundrennen von Modena kommt am ¥5. September 1935 zur Durchführung und wird für die italienische Meisterschaft gewertet. Voraussichtlich dürfte es zu einem Zweikampf Alfa Romeo- Maserati kommen, wobei beide Rennställe über ihre neuen Maschinen verfügen werden. Für die Scuderia Ferrari wird unter andern Nuvolari an den Start gehen, während die Scuderia Subalpina für diese Veranstaltung Varzi gewinnen wilL Das Shelsley-Walsh-Bergrennen kommt am 28. September 1935 auf einer nur 1000 Yards langen Bergrampe zur Durchführung und feiert in diesem Jahr zugleich seinen dreissigsten Geburtstag, denn bereits 1905 kam diese Veranstaltung zum erstens mal zum Austrag. Das Rennen ist offen für Renn- und Sportwagen, die je in die Klassen 750, 1100, 1500, 5000,. 3000, 5000 und über 5000 ccm unterteilt werden. Im ganzen werden maximal 80 Nennungen, wovon zehn für Damen reserviert sind, zugelassen. Jeder Konkurrent darf die Piste zweimal befahren, aber nur dann, wenn er das erste Mal nicht über 60 Sekunden hinaus kommt. Für das Klassement zählt dies bessere Leistung. Das VI. Masaryk-Rundrennen. Wie wir schon früher bekannt gaben, kommt das VI. Masaryk- Rundrennen am 29. September 1935' auf dem 29,142 km langen Masaryk-Ring zum Austrag. Die Veranstaltung wird in zwei Läufe unterteilt: bia 1500 ocm und über 1500 ccm, wobei die Fahrzeuge 15 (437,13 im) bzw, 17 (495,414 im) Rua-i den zu erledigen haben. Die maximale Steigung der Piste beträgt T%% der tiefste Punkt liegt 215 m und der höchst© 455 m über Meer, so dass sich eine gesamte Höhendifferenz von 240 m ergibt. Das Donington-Park-Rennen. Das R e g 1 ! e-*» m e n t. Am 5. Oktober 1935 findet auf der 2,55 Meilen langen Rundstrecke im Donington-Park (England, 12 Meilen von Nottingham entfernt) ein Rennen statt, das offen ist für Maschinen, die ohne Bereifung, Wasser, Brennstoff und Reserveräder nicht mehr wie 870 kg wiegen. Die Anzahl der Fahrer bleibt auf 15 beschränkt, wobei im Falle, dass mehr Nennungen eingehen sollten, die Auswahl der Konkurrenten vom organisierenden Club vorgenommen wird. Als Preise kommen zur Verteilung für den Ersten 400, für den Zweiten 200, für den Dritten 100, für den Vierten 50, für den Fünften 25 und für den Sechsten 15 Pfund. Das Rennen führt über 120 Runden der 2,55 Meilen langen Piste, was einer Gesamtdistanz von 306 Meilen entspricht. Für das offizielle Training sind Mittwoch, Donnerstag und Freitag, den 2., 3. bzw. 4. Oktober angesetzt worden, an welchen Tagen die Rundstrecke den Fahrern von 9—17 Uhr zur Ver-t fügung steht. Das Donington-Rennen wird offen ausgetragen, so dass auch eine Beteiligung der grossen kontinentalen Rennställe möglich ist. Englischen Meldungen \ ist übrigens zu entnehmen, dass sowohl mit Mer-i 1 cedes als Auto-Union Verhandlungen wegen deren, ' Entsendung einiger Eährer im Gange sinä.