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E_1935_Zeitung_Nr.074

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14" AUTOMOBIL-REVUE

14" AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N» 74 Luftfahrt Der Wolken-Segelflug. Deutsche Flieser haben den Segelflug, durch ihre verblüffenden Erfolge, zu einem internationalen Sport gemacht. Die praktischer empfindenden Nationen haben im Anfang über den Segelflug gelächelt. Was bedeutete es ihnen, mit einem solchen Flugzeug irgendeine hundert Kilometer lange Strecke zu durcheilen, derweil sie ja die Möglichkeit hatten, jederzeit mit dem Motorflugzeug dahin zu fliegen, wohin sie wollten. Es kam ihnen nie recht zum Bewusstsein, dass der deutsche Segelflug eine Notgeburt war, dass die durch den Versailler Vertrag unterbundene deutsche Fliegerei sich einen Ausweg suchen musste. Als aber. im Laufe weniger Jahre aus der Spielerei Ernst wurde, als im Jahre 1928 der Flieger Nehring im Auftrag des Forschungsinstituts der Rhön-Rossitten- Gesellschaft in Darmstadt eine in der Nähe des Flugplatzes befindliche Kumuluswolke, anflog, unter der Wolke den Motor abstellte, um im Segelflug weiterzufliegen,-da war mit dem Gelingen dieses Experimentes der Segelfliegerei • ein neues Gebiet - eröffnet, worden: der thermische Segelflug! Bis zu diesem Zeitpunkt war man im motorlosen Flug fast ausschliesslich auf die Verwendung der aufsteigenden Luftströme an Gebirgen und Hängen angewiesen. Man kannte theoretisch den thermischen Aufwind, wusste aber nicht, ob seine Vertikalgeschwindigkeit grösser sei als die Sinkgeschwindigkeit des Flugzeuges. Nehring schuf hier Klarheit. Er blieb, obwohlsein kleines Motorflugzeug eine starke Sinkgeschwindigkeit hatte, ohne Höhenverlust 15 Minuten unter der Wolke! Aus diesen Ergebnissen entwickelte sich logisch der Gedanke, die Segelflugzeuge durch Motorflugzeuge hochzuschleppen, damit sie sofort den Anschluss an diesen thermischen Aufwind erreichten. Aufsteigender Wind ist überhaupt die: Grundbedingung für jeden Segelflug, genau •wie für den Vogelflug, denn gerade die Vögel entnehmen die Energie zum Fliegen den natürlichen Kräften der Luft. Im Wolken-Aufwind aber äussert sich eine besonders wirksame Energiemenge, die von der bei der Wolkenbildung freiwerdenden Kondensationswärme herrührt. Diese Energie bewirkt, dass die Kumuluswolken bis in gewaltige Höhe emportreiben können und dabei Vertikalgeschwindigkeiten von mehr als 10 m/sek. Auch der Ford-V-Acht-Mofor wird als Flugmotor benützt. Um billig zu einer Kraftquelle zukommen, haben amerikanische Flugzeugkonstrukteure sGhon mehrfach in ihre Maschinen leichte, leistungsfähige Automobilmotoren eingebaut. Kürzlich brachten wir das Bild eines Flugzeuges mit Plymouth-Motor, vor längerer Zeit auch die Abbildung einer Maschine mit Terraplane-Motor. Bei der oben abgebildeten neuesten Konstruktion eines Tourenflugzeuges ist ein Ford-V-Achtzylinde'r-Motor eingebaut, der nach den vorliegenden Angaben dem Flugzeug eine Maximalgeschwindigkeit von 185 km/St, erteilt. erzeugen. Flieger wie Dittmar zum Beispiel, haben solche Wolken von der Basis bis zurrt Gipfel durchstossen und' auf diese Weise in Brasilien eine Weltrekord-Höhe von 4350 rri erreicht. Alle Höchstleistungen nach Höhe und Strecke hängen eng mit dem Wolkensegelflug zusammen, der vom Jahre 1928 ah dem motorlosen Flugzeug ganz, andere Bahnen wies. Es kam hinzu, dass praktische Erfahrung und wissenschaftliche erneute Forschung die «Luftwalzen», weitausgedehnte Wolkenstrassen, entdeckten. In ihnen stecken Energiemengen, die nicht aus europäischen Luftschichten stammen, sondern aus südlichen, tropischen Breiten. Höhenwinde führen sie heran. Diese Kenntnis und Erfahrungen, von denen auch der Laie wissen sollte, sind die Grundlage für die Segelflugwettbewerbe der letzten Zeit. Erstaunlich, wie die Ziffern d£t\ Rekorde infolge der schnellen E.ntwicklujig' des thermischen «Rüstzeugs» aufwärtssprin-. gen. Welches Aufsehen * erregte es in fler s ganzen Welt, als ' Gröenhoff '220 JCi^-. meter zurücklegte. Das war im Jahre 193/.' Zwei Jahre später flog, Riedel 229 Kilometer (beide übrigens. ; auf dem «Fafrflr»)f 1934 er- •••* •••-*.• « •••• ~-..

N° 74 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE $«.Gallev Noiizen Vom Tram zum Auto. Der Zustand der gut frequentierten Strasse Altstätten-Heerbrugg ist wegen den im Strassenkörper liegenden Geleisen der Rheintalischen Strassenbahnen nicht gerade erfreulich. Zwecks Umbaues dieser Strecke sind nun zwischen den Gemeindebehörden von Au bis Altstätten,, dem st. gallischen Baudepartement und der Bahnverwaltung Verhandlungen geführt worden. In denselben kam mehrheitlich die Auffassung zum Auldrück, dass ohne eine Beseitigung der Geleise und Umstellung des Betriebes auf den Automobilverkehr eine befriedigende Lösung der unhaltbaren Verkehrsverhältnisse ausgeschlossen sei. Unter Wahrunf ihrer Personalinteressen opponierte die Bahnvervc*ltung keineswegs gegen den geplanten Uebergant zum Automobilbetrieb. Da die finanzielle Laie dieses Unternehmens, wie bei zahlreichen Strassenbahnbetrieben alles andere als eine erfreuliche ist, so dass eine Instandstellung und der notwendige Unterhalt der entsprechenden Strasse durch die Bahn ausgeschlossen ist, so dürften vorauittehtlich die Unterhandlungen zwischen den Behörden und den Strassenbahnen zu einer Einigung führen. Wir treffen in unserem Land vielfach auf ähnliche Verhältnisse wie auf der Strecke Altstätten- Heerbrugg, wo die im Strassenkörper liegenden Geleise bei Regenwetter-als Schlammsammler funktionieren und auch bei normalen Verhältnissen für den Motorfahrzeugverkehr nicht ungefährlich sind. Da eine Verlegung der Geleise auf ein bahneigenes Trasse grösstenteils an den zu hohen Kosten scheitert und die Bahnen allgemein gar nicht in der Lage sind, sowohl ihren Unterbau technisch einwandfrej auf der Höhe zu halten oder die seinerzeit auferlegten Konzessionspflichtigen betreffend Strassenunterhalt einzuhalten, so drängt sich die Lösung des all- sam gsmacht, dass in der Stadt Chur die längst mählichen Ueberganges von der Schiene auf dieverlangten, grosszügig anzulegenden Verkehrsinseln immer noch fehlen. Man schlägt vor, dass Strässe naturnotwendig immer mehr und mehr auf. Je 'schneller dieser Prozess fortschreitet, um soim Lehrerseminar wie auch in den Volksschulen geringer sind die Kapitalverluste, da manches einige Stunden Verkehrsunterricht erteilt werden Bannunternehmen nur noch unter den schwierigsten Verhältnissen in der Lage ist, mit veralte- sollte. H. tem Rollmaterial und zu schwachem Unterbau, d. h. mit vollkommen unrationellen Verhälthissen den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten. a listen. Ihre Auffassung, dass die Ursache in der Anordnung der Steuerung liege, ist nur bedingt richtig. Die grössere Schuld liegt darin, dass die modernen Wagen mit gewaltigen Hauben (über einem oft winzigen Motörchen) zu imponieren suchen. Während nun bei Rechssteuerung dies für die Strassenhaltung weniger erschwerend wirkt, weil der Fahrer trotzdem die rechte Strassenseite sieht (wenn er über einen genügend langen Hals verfügt), ist dies bei Linkssteuerung gänzlich ausgeschlossen, und es stimmt vollkommen, dass linksgesteuerte Wagen im allgemeinen schlechter ausweichen, weil eben die Fahrer den rechten Kotflügel nicht mehr sehen und dadurch in der Abschätzung des Wagens Fehler machen. Die Grosszahl moderner.Wagen trägt ja auf den Kotflügeln rote Kugeln auf einer beweglichen Stange als einfältigen Notbehelf. Ich fahre nun seit 10 Jahren auf Linkssteuerüng und kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich mich ebenso wohl fühle als mit Rechtssteuerurig und auch stets korrekt rechts fahre, wie früher auf Wagen mit Rechtssteuerung. Aber mein Wagen hat eben noch eine bescheidene niedere Haube und kann ich vom Führersitz aus den ganzen Vorderteil desselben übersehen, ohne jegliche Halsakrobatik. Wäre es nun nicht einfacher, den Führersitz so anzuordnen, dass der Fahrer den ganzen Vorderteil seines Wagens ohne Mühe sehen kann? Oder bei Wagen, die dieser Forderung nicht entsprechen, mit einem Polster oder kleinem Kissen etwas nachzuhelfen? Ich bin überzeugt, dass alsdann kein grosser Unterschied in der Fahrweise zwischen rechtsund linksgesteuerten Wagen sein wird. Wenn der linksgesteuerte Wagen nur den einen Vorteil beim Ueberholen hat, wiegt dieser Vorteil ein Dutzend andere auf, denn erfahrungsgemäss ist das Ueberholen heute im Hinblick auf die vielen Pfuscher am Lenkrad die gefährlichste Manipulation, während es für das ganze übrige Fahren einerlei ist, welche Steuerungsart benutzt wird. Meines Erachtens sollte bei der Abnahme eines neuen Wagens von den Behörden verlangt werden, dass der Fahrer unbedingt beide Kotflügel ständig sehen muss. Das ist für die Sicherheit auf der Strasse unendlich wichtiger als z.B. die Form der Kuhlerfigur. Im übrigen kann ich Ihre Ausführungen nur warm unterstützen. Tatsächlich wird es auf der Strasse immer gefährlicher wegen den allzuvielen gewissenlosen Fahrern, die sich über alle Vorschriften hinwegsetzen und damit andere und sich selbst gefährden. J. G. in N. T. C. S. StrassenhilfsdlensL Während des Monats August haben die Strassenagenten des T.G.S. 344 Automobilisten, 1&8 Motorradfahrern und 49 Radfahrern aus ,der Panne geholfen. 21 Personen erhielten Sanitätsdienste und 5 Verletzte wurden ins Spital verbracht. Sektion Graubünden Generalversammlung. Die Sektion Graubünden des T.G.S. hielt am 8. dies, unter der Leitung ihres Präsidenten, Dr. AI. Brügger, ihre Generalversammlung in Chur ab, worauf, begünstigt vom schönsten Wetter, eine gemeinsame Fahrt nach Flims unternommen wurde, die bestens verlief. Im Jahresbericht wird mit Befriedigung davon Kenntnis genommen, dass die Regierung in ihrem Beschjuss vom 22. Dezember 1934 betr. die Festsetzung der Steuern und Gebühren für Motorfahrzeuge die von der Sektion mit sachlichen Argumenten vorgetragenen Bedenken gegen die neuerliche Mehrbelastung des Motorfahrzeugverkehrs in Graubünden (in der Höhe von rund 70.000 Fr.) gewürdigt hat. Die Erhöhung der Minimaltaxe war aber leider nicht aufzuhalten, und Graubünden steht nun diesbezüglich etwa an 18. Stelle, indem 17 Kantone niedrigere Minimalansätze haben. Zum Kapitel Strassenhilfsdienst wird daran erinnert, dass das Begehren der Sektion Graubündea dahin ging, dass Hilfsdienste auf den Routen Ilanz-Sedrun, Tiefencastel-Bivio, Thusis-Hinterrhein und Maloja-Schuls eingeführt werden mösh* ten. Die Zentralleitung bewilligte jedoch vorerst nur einen Kurs, indem sie erklärte, die Seitenwagen seien zu schwach, um im Gebirgsdienst zu genügen. Mit dem Vorschlag, nur die Strecke Mollis-Chur (Kerenzerberg!) zu bedienen, konnte sich der Vorstand der Sektion Graubünden nicht «inverstanden erklären. Man einigte sich schliesslich auf die Strecke Wallenstadt-Lenzerheide, und ausnahmsweise sollte auch die ganze Route Ghur- Bivio bedient werden. Der Jahresbericht stellt nun fest, dass in den Monaten Mai bis August auf der Strecke Chur-Wallenstadt bei 1450 gefahrenen Kilometern 18 technische, • 2 sanitarische und 2 Spitaltransport-Hilfen geleistet wurden. Auf der Strecke Chur-Lenzerheide und Biyio wurden 1341 km. gefahren und 32 technische Hilfen geleistet, wobei sich zeigt, dass auf den Bergstrecken die Hilfe in technischen Dingen in wesentlich vermehrtem Masse in Anspruch genommen wird als auf Talstrassen. Der Vorstand der Sektion Graubünden gibt denn auch der Hoffnung Ausdruck, dass im kommenden Jahre dieser Hilfsdienst in Graubünden weiter ausgebaut werden kann. Die Trage, ob im Winter auch ein Hilfsdienst auf der Julierroute eingeführt werden soll, ist noch nicht abgeklärt; den Hilfswagen müssten jedenfalls besonders geeignete Heber zur Hilfeleistung beim Einsinken der Autos beigegeben werden. Im letzten Winter wurde ein Versuch mit der Schaffung von Stationen für Schneekettenhilfsdienst gemacht. Die Sektion hatte neun Posten vorgesehen. Man hat noch nicht genug Erfahrungen gesammelt, um auf diesem Gebiet ein Definitivum zu schaffen, will aber im kommenden Winter mit den Versuchen fortfahren. Dass es immer wieder Automobilisten gibt, die Mühe haben, ihre Schneeketten richtig zu montieren, ist eine Tatsache. Im Jahresbericht wird auch darauf aufmerk- Autosektion St. Galltn-Appenzell Fuchsballonjagd. Zum zweiten Male konnte der Touringclub mit der Sektion Säntis des Aeroclubs in kameradschaftlicher Zusammenarbeit die .aas deata le Fuchsballonjagd durchführen. Auch dieses Jahr sammelten sich auf dem Startplatz eine Menge Sportbegeisterte und Neugierige, um das Werden Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. und den Aufstieg der gelben Kugel zu verfolgen. Bekämpfung der Verkehrsunfälle. Herr H. D.! Wenn man frühmorgens Windrichtung und Luftströmung einem kritischen Blicke und der Prü- Sie sehen gemäss Ihren Ausführungen in Nr. 68 der « A.-R.» in der Linkssteuerung der Automobile fung unterzog, versprach der Verlauf sehr interessant zu werden. Unter den Klängen der die Ursache von Ya der Unfälle zwischen Automobi- Stadtmusik vollzog sich die Arbeit der Füllung reibungslos. Bereits um 10 Uhr hatte die Speiseleitung vom Gaswerk ihren Zweck erfüllt und unternehmungslustig schwankte der Ballon hin und her, seiner Erdgebundenheit noch spottend. Zu gleicher Zeit erteilte der Ballonführer, Oberleutnant Sutter, den versammelten Automobilisten einige Angaben über Luftströmung, Windrichtung und event. Landungsund Flugmöglichkeiten, um bald darauf mit seinen Passagieren in den geflochtenen Würfel zu steigen. Kurz nach 11 Uhr erhob sich der Ballon und schwebte unter Grüssen und Jubel dem blauen Aether zu. Zehn Minuten später erteilte Herr Burk; unter dessen mustergültiger Organisation der Anlass vonstatten ging, den Automobilisten das Startzeichen. Und schon sausten all die verschiedenen Wagen dem Westen der Stadt zu, in der Richtung, wo der Ballon erhaben auf die Erdenmenschlein herunterblickte. Ueber den Verlauf der Fahrt selbst ist nicht viel zu sagen, da der Ballon, wenn man es so nennen will, keine grossen Sprünge machte. Er war in eine fast windstille Gegend über Degersheim, Gossau, Flawil und dem Tannenberg geraten und- ging 15.25 Uhr bei Oberglatt zu Boden. Die Landung selbst verlief sehr interessant, da der Sieger des Tages seine Meldekarte höchst persönlich auf dem Wipfel einer Tanne den Balloninsassen übergab. Der Ballon verfing sich nämlich bei der Landung in den Kronen der Tannen eines nahen Wäldchens, aus denen er kunstgerecht und «christbaum»-geschmückt heruntergeholt werden musste. Der Abend vereinigte alle Teilnehmer zur Rangverkündung und Preisverteilung. Rangliste: Den Wanderpreis erhielt die Sektion des T.G.S. 1. Rang Bigliardi Alfred, St. Gallen; 2. Edelmann Sev., Muolen; 3. Kolp Charles, St. Gallen; 4. Rechsteiner, St Gallen; 5. Schneider Hans, St. Gallen; 6, Schmid Emil, St. Gallen- 7. Maurer Walter, St. Gallen; 8. Schnetzer Hans, Rorschach; a) Mönig Paul, jun.. St. Gallen; b) Engftler Rud., St. Gallen; c) Weigelt Alb., St. Gallen: d) Helfenberger Otto, St. Gallen; 9. Sträub Herrn., Rorschach; 10. Keller. Amriswil. — 32 der beteiligten Automobilisten waren auf dem Landungsplatz angekommen. Autotektion Waldttättt Der nächste Stammtisch befindet sich am Freitag, den 13. September 1935, ca. 20.15 Uhr, im CafÄ Bank, Theaterstrasse 14, Luzern^ wozu wir alle freundlich einladen. *. c. s. SEKTION BERN. Ballonfuchsjagd mit Automobilverfolgung. Für die_ am 22. September 1935 stattfindende Ballonfuchsjagd stehen den Liebhabern des Freiballonfluges wiederum einige taxpflichtige Plätze in Fuchs- und Verfolgerballons zur Verfügung. Interessenten sind gebeten, sich wegen der Belegung und der Wahl des Ballons mit Herrn Steinemann vom Luftamt in Bern in Verbindung zu setzen. Der BaUonflug im Herbstmonat gehört zum Schönsten, was der Flugsport dem Menschen bescheren kann. Die reiche Erfahrung der an der Berner Fuchsjagd teilnehmenden Ballonführer ist Gewähr genug, dass schöne und sichere Flüge in Auseicht stehen. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges gebucht; es finden höchstens 10—11 Personen Platz. h. SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Die Sektion führt am 29. September die erste ostschweizerische Autavia mit Segelflugzeugen durch. Die beiden bekannten Segler und Fluglehrer Klien- Breitfeld und Rupprecht-A^tenrhein werden auf «Nebelspalter> und «Falk» in Althenrhein starten, auf eine Höhe von ungefähr 1500 m über die Stadt St. Gallen mit Motorflugzeug von Herrn Dir. Herzig geschleppt und dann ausgeklinkt. Dann kann die Verfolgung durch die Automobile beginnen. Bei genügender Anzahl Automobüequipen wird ein drittes Segelflugzeug starten. Der Schleppflug dauert ungefähr 20 Minuten, die übrige Flugleistung etwa anderthalb Stunden. Aus dem Segelflugzeug fallen einige kleine Fallschirme, die zu erlangen für die Preisgewinner von'Bedeutung ist. Die Bewertung richtet sich ebenso auch nach dem zeitlichen Eintreffen beim gelandeten Segler. Die beim Sektionssekretariate su beziehenden Reglement« geben hierüber nähere Auskunft. Den Abschhiss des Tages bildet eine gemütliche Zusammenkunft mit Tanz und anschliessender Preisverteilung im Bad Balnch. B. *u« «l«»n CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Monatsvenammlung vom 7. September 1039. Nach kurzer BejrüMung durch den Präsidenten konnte die Versammlung um 20.30 Uhr eröffnet werden. Im Anschlu«« an die Ernennung dir SUmmenzähler wurde das Protokoll der letzten VemHunlung, welches einstimmig gutgeheißen wurde, verlesen. Unter Mutationen war 4er Eintritt eines Aktivm^tgliedos «u verzeichnen. Wegen ungenügenden Anmeldungen für die Ausfahrt nach Engelberg, unterbreitete der Vorstand der Versammlung einen Vorschlag für eine Fahrt ins Blaue, welcher von allen Mitgliedern freudig begrüsst und einstimmig beschlossen wurde. Dieselbe wird durchgeführt Sonntag, den 22. September bei jeder Witterung. Abfahrt 13 Uhr beim Clublokal. Allen Mitgliedern, die bei der Cäp Rechtsschutz- Gesellschaft in Genf versichert sind, diene zur Kenntnis, dass die Vertretung für Luzern, Dr. A. Riedweg, Alpenstrasse 9, Luzern (Tel. 20.233) übertragen worden ist. Eintretende Schadensfälle sind daselbst zu melden. Schluss der Versammlung: 22 Uhr. A. E. (SCHAFFHAIISFN V«M*l»£&n«l«»ini CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN. Monatsversammlung vom 5. September, 1935. Der Vorsitzende eröffnet die etwas schwach besuchte Versammlung um 20.45 Uhr. Das Protokoll der August- Versammlung wurde genehmigt. Unter Mutationen erfolgte die Aufnahme von 2 Passivmitgliedern. Für unsere Vereinsäbzeichen konnten sehr schöne Muster vorgelegt werden, die allgemeinen Bejfall gefunden haben. Das ausgewählte kann an der nächsten Versammlung bezogen werden. Die diesjährige Herbstfahrt wird am 22. September bei günstiger Witterung durchgeführt. Als Ziel der Fahrt wurde einstimmig Zürich beschlossen, mit Besuch des Zoo. Die Anmeldeliste, wobei auch Gäste willkommen sind, liegt im Stammlokal auf. Aus Traktandum Verkehrsfragen war zu entnehmen, dass sich unsere Mitglieder unbedingt einer straffen Strassenverkehrsdisziplin unterziehen sollen. Der neu angebrachte Verkehrsspiegel an der Rheinstrasse-Neustadt wurde allgemein begrüsst. Kameraden, fahrt vorsichtig und sorgt für gute Bremsen. Aufokutse Sommeralpenposten. In der 11. Betriebswoche sind auf den 33 Kurslinien 25 099 Passagiere oder 3883 mehr als in der entsprechenden Periode des Vorjahres transportiert worden. Auf den drei erstmals in dieser Sommersaison geführten Kursen Reichenbach - Griesalp, Meiringen - Schwarzwaldalp und Urnäsch-Schwägalp wurden noch weitere 4412 Personen befördert, so dass also die Gesamtfrequenz vom 26. August bis 1. September 1935 auf 29 511 Passagiere ansteigt. Die grösste Frequenzzunahme hat die Linie Nesslau-Buchs mit +1928 beförderten Personen aufzuweisen. Auf der Strecke Chur-Julier- St. Moritz wurden 325 Personen mehr und auf derjenigen über die Furka +309 transportiert. Den grössten Frequenzrückschlag verzeichnet die Strecke St. Moritz-Maloja-Castasegna mit —448, gefolgt vom Kurs Stalden-Huteggen mit —162 Personen. Amtliche Mitteilungen Motorfahrzeugverkehr an den Berner Lesesonniagtn. An den sogenannten Lesesonntagen im September und Oktober, das heisst an den fünf auf den eidg. Bettag folgenden Sonntagen darf auf der Strassenstrecke Biel-Twann-Biel in der ger Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift ist. Dr. W. Stucki, Direktor in Zürich. Geschäftslokal: Börsenstrasse. Autlvermag A.-G., Handel in Automobilen, Basel. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Fr. 500.— gegrün-; det. Zweck der Gesellschaft ist der An- und Verkauf sowie die Vermittlung von Automobilen. Einziges Mitglied des Verwaltungsrates ist Wwe. A: Müller, Basel. G. Schwegler wurde zum Prokuri A Zeit von 13.30 Uhr bis 19 Uhr von den Motorfahrzeugen die Geschwindigkeit von 25 km in derschritt. Domizil: Offenburgerstrasse. sten ernannt. Die beiden führen Ernzehinter-* Stunde nicht überschritten werden. Das Ueberholen Bremstechnik A.-G., Zürich. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapi- fahrender Motorfahrzeuge ist verboten. Widerhandlungen gegen diese Vorschriftenwerden gemäss § 7 des Gesetzes betreffend Ab- mung ist der Vertrieb und die Fabrikation von tal von Fr. 50,000 gegründet. Zweck der Unternelr* änderung des StrassenpoUzeigesetzes vom 14. Dezember 1913 mit Busse von Fr. 1.— bis Fr. 500.— ist A. Leuthold, Kaufmann in Zürich. Geschäfts-, Bremsen für Fahrzeuge. Einziger Verwaltungsrat bestraft lokal: Bahnhofsfrasse. Strassenverkehrsamt Vovsdhi hdMo nes Zum Auto-Unglück des belgischen KSnlgs In Kttssnacht a. R. werden wir von den beiden, der Unglücksstelle in Küssnacht zunächst gelegenen Garagenbetrieben Gebr. Meyer, Garage Moderne, und J. Aebi, C en tr al-Gar age, gebeten, unsere Leser darauf aufmerksam zu machen, dass sich das königliche Automobil nie in ihren Garagen befunden hat und dass daher der in der Presse erwähnte bedauerliche Vorfall der entgeltlichen Zur-Schau-Stellung des zerstörten Automobilen nicht diese beiden Firmen betrifft. Veranstaltungen. Die Schweiz als Reiseland — in Luzern. , 21. September bis 5. Oktober 1935. In auf Fr. 1.— auf Fr. 66.— reduziert. J. Scherler sämtlichen Räumen des Luzerner Kursaals findet ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und vom 21. September bis 5. Oktober 1935 dieseine Unterschrift erloschen. Das einzige verbleibende Mitglied des Verwaltungsrates, H. Moser, I. Schweizerische Verkehrsausstellung (Luva) statt. Sie wird den Teilnehmern der internationalen führt Einzelunterschrift. Skal-Club-Tagung und allen, die in dieser schönen Jahreszeit nach Luzern und an" den Vierwaldstättersee fahren, einen höchst interessanten Ueberblick über die Elemente des schweizerischen Verantwortliche Redaktion: Fremdenverkehrs vermitteln. Gegenüberstellungen zeigen die Schweiz als Reiseland einst und jetzt: Reiz-volle alte Dokumente, Stiche, Karikaturen und Gegenstände veranschaulichen den Badebetrieb früherer Jahrhunderte, den Alpinismus in seinen Fahrt zur Weltausstellung nacb Brüssel. Nachdem den von der « Automobil-Revue» veranstalteten Gesellschaftsfahrfen in die Dolomiten und dann nach Oesterreich und der Grossgfoefcnerttrasse ein so grosser Erfolg beschieden war, wird nun noch eine dritte und für dies Jahr letzte Reise zur Weltausstellung nach Brüssel organisiert. Es dürfte manchem Automobilisten, der noch nie oder nur selten im Ausland war, lusserst willkommen sein, wenn er in seinem eigenen Wagen, aber unter bewährter fachkundiger Führung, eine Auslandsreise unternehmen kann. Die Fahrt nach Brüssel hat Basel zum Ausgangspunkt und fOhrf Gber die Schlachtfelder Nordfrankreichs nach Verrfun und dann zur belgischen Hauptstadt. Dort ist ein dreitägiger Aufenthalt vorgesehen, der reichlich genügen dürfte, um die Aussteifung (n Müsse anzusehen. Die Helmreise führt Ober Holland nach Den Haag, dann Antwerpen, und vor allem soll der grosse Damm, der zur Trocken-; legung der Zuldcrsee angelegt wurde, befahren werden. Die letzten zwei Tage führen dann noch durch das herbstliche, weingesegnete Rheinland und den Schwarzwald zurück in die Schweiz. Ein tüchtiger Fahrtleiter, der die ganzen Gebiete kennt, steht zur Verfügung. Dauer der Reise zehn Tage. Start: Sonntag, den 22. September in Basel. Wer sich für diese Reise Interessiert — und eine Teilnahme sei nachdrücklich empfohlen —. der wende sieh umgehend an das Touristikbureau der «Automobil-Revue», das gerne Jede weitere Auskunft erteilt. Anfängen, die ersten Eisenbahnen und den Postkutschenverkehr der Vorväter. Daneben bilden Aufnahmen und Modelle von heute einen ganz erstaunlichen Kontrast. Eine Gru-ppe «Glücksspiele und Spielautomaten aus der Zeit unserer Väter und Grossväter» und eine Gruppe «Der gedeckte Hoteltisch, moderne» und altes Hotelgeschirr, Speisekarten und Blumen» werden die besonder* Beachtung aller Feinschmecker unter den kulturgeschichtlich interessierten Besuchern finden. In der Musikhalle des Kursaals wird man aus der Gesamtheit der Gruppen ein sehr vollständiges undvielseitiges Bild der Schweiz gewinnen können» Die schweizerische Verkehrswerbung ist bestrebt, durch neuartige Plakate, besonders aber durch das Mittel der Photographie ein neues Antlitz der Schweiz zu schaffen. An der grossangelegten Schau in Luzern werden sich die lebendigen Züge dieses neuen Gesichtes schon deutlich abzeichnen. Nicht nur die komfortablen Einrichtungen, die sogenannten «Sehenswürdigkeiten», die lauschigen Plätzchen und die berühmten Panoramen gehören ins Bild der Schweiz, sondern vor allem das Leben der Natur und des Volkes und das Leben der Gäste selber bei Sport, Spiel und Tanz. Dem «Paradies des Sportes» ist eine besondere Gruppe gewidmet. Man wird dort unter anderem ein von-; Willi Farner gebautes Segelflugzeug, eine Vitrine mit Sportartikeln und Sportgeräten und Photographien von allen in der Schweiz ausgeübten Sportarten bewundern können. Im grossen Lesesaal sind die Abteilungen «Strasse» und «Dia Schweiz im Flugverkehr und aus der Vogelschau» untergebracht. Die ganze Veranstaltung steht unter dem Patronat der Schweizerischen Verkehrszentrale. Es' beteiligen sich: der Publizitätsdienst SBB. die Eidg.. Postverwaltung, die Landestopographie, der s Schweiz. Alpenclub, der Schweiz. Bädierverband, ACS., TCS, die Swissair, das Verkehrsbüro Lu- ' zern, der Hotelierverein Luzern und die regionalen Verkehrsverbände der Schweiz. svz. 1; ob wirlschaH NeugrOndung. Autokredit A.-G.. Zürich. Unter dieser Firma; hat sich eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Fr. 1000.— gebildet. Sie bezweckt den Handel,, in Motorfahrzeugen zu fördern, indem sie den An-* und Verkauf finanziert oder bevorschusst. Einzi- Personelles. Sclntilla A.-G., Solothurn. Die Prokura von. W. Weber ist erloschen. Konrad Peter A.-G., Autogarage, Liestal. M. Scheitlin, Direktor, ist als Mitglied des Verwaltungsrates gewählt worden. Er zeichnet kollektiv mit einem der übrigen Zeichnungsberechtigten. Leo Müller, Garage, Sursee. Inhaber der Firma ist Leo Müller in Sursee.- Betrieb einer Garage upd Autoreparaturwerkstätte. Domizil: Zentralstras«e. Wlga, Vertrieb A.-G., automobiltechnische Neuheiten, Baden. Als weiteres Mitglied des Verwaltungsrates ist G. F. Seiler, Fabrikant in Lenzburg, gewählt worden. Er führt Kollektivunterschrift. Kapitalinderung. Reoil A.-G.. Bern. Raffinage und Handel von frischen und gebrauchten Oelen. Das Aktienkapital von bisher Fr. 16,500 wird durch die Herabsetzung des Nominalbetrages der Aktien von Fr. 250.— Dr. A. Büchl, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. Telephon der Redaktion; 28 222 (Hallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.