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E_1935_Zeitung_Nr.079

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Die Rangliste der

Die Rangliste der bekanntesten Rennfahrer für 1935. Mit dem Masaryk-Rundrennen hat nun die Saison 1935 mehr oderwenigrerihrenAbschluss gefunden; die grossen internationalen Rennen liegen alle hinter uns. Allerdings folgen in Italien und England noch einige kleinere Veranstaltungen, die aber durchwegs nationalen Charakter haben. Für die unten folgende Rangliste wurden die vierzehn wichtigsten Treffen dieses Jahres zugrunde gelegt, nämlich die. Grossen Preise von Monaco, Tunis, Tripolis, Frankreich, Penya Rhin, Belgien, Deutschland, der Schweiz, Italien, Spanien, dann das Avus-, das Bifel- und das Masaryk-Rennen und endlich die Coppa Acerbo. Für die Bewertung der Fahrer wurden jeweils dem Sieger fünf, dem Zweiten vier, dem Dritten drei, dem Vierten zwei Punkte und dem Fünften ein Punkt zugeteilt, so dass sich ohne Berücksichtigung der von den einzelnen Konkurrenten gefahrenen Rennen folgende Reihenfolge ergibt: Gefah- Gefah- Fahier Pkte..rene Fahrer Pkte. rene Rennen Rennen Caracciola 37 11 Dreyfus 5 8 Fagioli 32 11 Etancelin 5 9 Rosemeyer 21,5 9 Comotti 4 2 Varzi 19 10 Zehender 4 II Nuvolari 19 13 Marinoni 3 2 Chiron 15 10 Pietsch 1,5 5 Stuck 11 8 Benoist 1 2 Brauchitsch 11 10 Farina 1 6 Brivio 10 4 Taruffi 1 5 Wimille 6 5 Lang 1 4 In den Fällen, wo sich zwei Fahrer in ein und demselben Rennen ablösten, wurde die entsprechende Punktezahl unter diesen geteilt; dadurch erklären sich auch die halben Punkte von Rosemeyer und Pietsch. Werden die Anzahl Starts der einzelnen Fahrer^ebenfalls berücksichtigt, indem man Anzahl Punkte durch Anzahl Starts dividiert, so erfährt die Rangliste einige kleine Veränderungen, doch bleiben auch so Caracciola und Fagioli in führender Stellung: Fahrer Punkte Fahrer Punkte Caracciola 3,36 Wimille 1,20 Fagioli 2,91 Brauchitsch 1,10 Brivio 2,50 Dreyfus 0,62 Rosemeyer 2,39 Etancelin 0,55 Comotti 2,00 Benoist 0,50 Varzi 1,90 Zehender 0,36 Marinoni 1,50 Pietsch 0,30 Chiron 1,50 Lang 0,2S Nuvolari 1,46 Taruffi 0,20 Stuck 1,87 Farina 0,17 Vom Int. Sportkalender 1936. Wie wir bereits in der letzten Nummer der «A.-R.» bekannt gaben, tagte vergangene Woche die internationale Sportkommission der A. I. A. C. R. in Paris, wobei die Schweiz durch A. Töndury und E. Primault vertreten war. Es wurden in dieser Sitzung die Termine der «Grossen Preise» für 1936 bestimmt. Der Grosse Preis der Schweiz fand inter-! nationale Anerkennung und erhält somit die 1 gleiche Bedeutung wie die übrigen Grands Prix. Als Formel der Austragung der Rennen wurde für 1936/37 wiederum dieselbe gewählt, wie sie schon in diesem Jahre Anwendung fand, nämlich Gewicht der Maschinen 750 kg ohne Wasser, Brennstoff, Oel und Reifen. Eine neue Formel soll erst für das Jahr 1938 geschaffen werden. Die < Grossen Preise » für 1936. 13. April: Grosser Preis von Monaco. 30. Mal: Grosser Preis von Amerika. 28. Juni: Grosser Preis von Frankreich. 12. Juli: Grosser Preis von Belgien. 26. Juli: Grosser Preis von Deutschland. 23. August: Grosser Preis der Schweiz. 5. September: Tourist-Trophy von England. 13. September: Grosser Preis von Italien. 27. September: Grosser Preis von Spanien. Im übrigen wurden' noch folgende Daten festgelegt: 1. Januar: Grosser Preis von Südafrika. 23. Februar: Grosser Winterpreis von Schweden. 10. Mai: Grosser Preis von Ungarn. 7. Juni: Grosser Preis von Rio de Janeiro. • 3. August: Rennen in Irland (Name der Veranstaltung ist noch zu bestimmen). 17. Mai oder 4. Oktober: Masaryk-Rundrennen. 4. Oktober: Feleac-B'ergrennen. Die Reglemente für die Sportwagen sollen 'entsprechend dem Entschluss der C.S.I. für die kommende Saison eine Verschärfung erfahren, wobei die genauen Forderungen an diese Kategorie von Fahrzeugen noch zu bestimmen sind. Campbell verzichtet auf weitere Rekordversuche. An einem Bankett, das der « Daily Mail» zu Ehren Sir Malcolm Campbells gab, schilderte der Weltrekordman seine Eindrücke von seiner letzten Fahrt in Salt Lake City und gestand, dass er seine eigene Bestleistung nicht mehr anzugreifen gedenke^ Sollte aber sein Rekord von 485,175 km/St. von einem Ausländer überboten werden, so würde er jedoch versuchen, den Rekord über den Kilometer oder die Meile wiedef für sein Land zurückzugewinnen. ; . ' < AUTOMOBIL-REVUE 1835 - No 79 Distanz Zeit oder oder Zeit Start Datum Ort Fahrer Distanz Km/St. M/St. WELTREKORDE 2 000 Meil. Steh. 29-30/8/35 Salt Beds D. A. Jenirin« Duisenberg- 14 h. 26.11,424 222.954 138.54 und Gulott* Spezial 3 000 Meil. „ 22 h. 15.27,87 216.914 134.78 4 000 km 18 h. 33.44,416 215.490 133.90 5 000 km „ „ „ „ 23 h. 00.02,634 217.384 135.08 24 Stunden „ „ „ „ 5 232,686 km 218.029 135.48 500 Meil. 1 11 000 km 000 Meil. 000 Meil. 2 000 km 2 000 km 2 000 Meil. 3 000 km 3 000 km 3 000 Meil. 4 000 km 5 000 km 3 Stunden 6 Stunden 12 Stunden 24 Stunden Die homologierten Rekorde von Jenkins und Gulotta INTERNATIONALE REKORDE: KLASSE Steh. 27-28/8/35 Salt Beds D. A. Jenkins Dueseeberggpezial „ 29-30/8/35 „ „ 27-28/8/35 „ 29-30/8/35 „ Jenkins und „ Gulotta 27-28/8/35 „ , 29-30/8/35 27-28/8/35 29-30/8/35 27-28/8/35 29-30/8/35 D. A. jenkins Jenkins und Gulotta 220.737 213.353 221.883 216.770 222.141 222.954 222.091 223.178 216.914 215.490 217.384 226.949 220.794 222.658 218.029 137.16 132.57 137.87 134.69 138.30 138.54 138.00 138.68 134.78 133.90 135.08 141.02 137.20 138.35 135.48 Anmerkung: Die unter der Rubrik «Weltrekorde» stehenden Bestleistungen sind inzwischen von Eyston, Staniland und Denly noch weiter verbessert -worden, doch steht die Homologierung durch die A.I.A.CR. noch aus. Bei dem Wagen von Jenkins handelt es sich, um eine 7,108-Liter-Maschine (8 Zylinder) mit 96,83 mm Bohrung und 120,65 mm Hub. Internat. Bergmeisterschaft 1936. Nachdem Oesterreich mit dem Grossglockner-Rennen einen würdigen Ersatz für das Gaisberg-Rennen und damit ein Monstre-Bergrennen erhalten hat, sind in der österreichischen Presse wieder Vorschläge für die Ausschreibung ei- Die ersten Nennungen für den Grossen ner internationalen Bergmeisterschaft aufgetaucht, wie solche bereits in früheren Jahren Preis von Südafrika, der am 1. Januar 1936 auf der Piste von'East London zur Austragung gelangt, sind bereits eingegangen und hiebei ausser dem eigenen Grossglockner- ausgefahren wurde. Und zwar denkt man stellen einen interessanten Lauf in Aussicht. rennen an das Klausenrennen, das Stilfserjochrennen und den Freiburger Bergrekord Es haben bis dahin genannt: Lord Howe (Bugatti), Wimille (Bugatti), Fairfield (E.R.A.) von Günterstal nach dem Schauinsland. Dabei und Miss Ellison (Bugatti). bezweckt man, mit dieser Meisterschaft nicht nur besondere sportliche Leistungen auszuzeichnen und die Fahrer zur Teilnahme an Caracciola in Ungarn. Der deutsche Meisterfahrer Caracciola, der der erfolgreichste allen vier Rennen anzuhalten, sondern man Rennfahrer dieser Saison war, hat sich nach möchte auch die 4 Rennen zeitlich derart innerhalb einer nicht allzu langen Zeitspanne Ungarn begeben, um dort bei Qyon den Angriff auf mehrere Rekorde aufzunehmen. festlegen und durchführen, dass die Teilnahme Auch Kohlrausch auf M.Q. wird versuchen, die Fahrer nicht allzu sehr in Anspruch neue Bestleistungen, für die Klasse 750 cmnimmt, d. h. die Termine für die Konkurrenten herauszufahren. B. 3 h. 32.28,593 4 h. 31.38,986 7 h. 32.35,080 7h. 15.11,126 9 h. 13.34,871 9 h. 00,11,891 14 h. 26.11,424 13 h. 30.28,669 13 h. 26,31.901 22 h. 15.27,870 18 h. 33.44,416 23 h. 00.02,634 680.847 km 1 324.765 km 2 671.895 km 5 232.6S6 km 227.226 141.10 günstig liegen. Für die Schweiz steht und fällt das Interesse an dieser Internationalen Bergmeisterschaft mit der Frage der Abhaltung des Klausenrennens, die heute noch ziemlich offen steht, wohl aber in Bälde ihre Abklärunsr finden dürfte. V Wo fahren wir hi Wir fabrizieren auf jeden Wagen das passende KühlernetzI Neuestes Hochleistungs-Element! ZÜRICH- ZURICHSEE HINWIL VULKANISIERANSTALT PNEUSERVICE Neugummierung mit Sommer- u. Winter-Profil PROFILRILLEN Telephon 981.275 - E. W1UQQLER. Mitglied T. C. S. ZÜRICH-HÖNGG GARAGE MÜHLEHALDE Spezialist für Chevrolet, Essex und Oldsmobile Limmattalstr. 153 H. Brunschwller Tel. 67.044 ZÜRICH Löwen Gross-Garage Löwenstr. 11/17 G.VELTIN Tel. 53.929 Nach Neuenburg zum Winzerfest am 6. Oktober D. R. P. 551318 551319 + Pat. 134460 153296 2 Jahre Garantie Zu Konkurrenzpreisen Gebr. A. & P. KAESERMANN, BERN Telefon 29.564 Reiniren v. verstopften Kühlern m.Spezialmuch. Zürich 8 B. Frick & Co. 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N° 79 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE «k« Die Verjährung im MFG. Aus dem Bundesgericht. • Das eidg. Automobilgesetz (MFQ) enthält eine Reihe von Strafbestimmungen, stellt aber keine ausdrückliche Vorschrift über die Verjährung bei Uebertretung der fahrpolizeilichen Regeln auf. Ein Entscheid des bundesgerichtlichen Kassationshofes vom 23. September hat nun hierüber Klarheit geschaffen. Ein Autofahrer, der in Zürich am 6. April 1934 von der Stadtpolizei wegen Widerhandlung gegen Art. 20 und 25 MFG verzeigt worden war, wurde am 4. Juni 1934 deswegen vom Polizeirichteramt Zürich mit 20 Fr. gebüsst; er verlangte die gerichtliche Beurteilung und das Bezirksgericht, dem das Begehren am 8. März 1935 übermittelt wurde, hob die Busse wegen Verjährung auf. Es wandte dabei in Ermangelung von Verjährungsbestimmungen in MFG das Bundesgesetz von 1849 betreffend das Verfahren bei Uebertretungen fiskalischer und polizeilicher Bundesgesetze an. Dieses «Fiskalstrafgesetz > lässt in Art. 20 b die Verjährung eintreten « nach 4 Monaten, vom Tage an gerechriet, an welchem das Protokoll oder der Bericht erstattet worden ist, wenn die Klage während, dieser Frist bei dem kompetenten Gerichte nicht angebracht wird». Danach wäre im vorliegenden Falle die Verjährung vier Monate nach der von der Polizei erstatteten Anzeige, d. h. am 6. August 1934, eingetreten; hätte man unter subsidiärer Anwendung zürcherischer Prozessvorschriften angenommen, die Verjährungsfrist sei durch die Bussenverfügung des Richteramtes unterbrochen worden, so wäre die Verjährung am 4. Oktober 1934 abgelaufen. In beiden Fällen wäre also die Frist bei der Behandlung der Angelegenheit durch das Bezirksgericht schon abgelaufen gewesen. Auf die vom Polizeirichteramt Zürich dagegen eingereichte Kassationsklage hat jedoch der Kassationshof des Bundesgerichts das Urteil aufgehoben und die Sache zu neuer Beurteilung an das Bezirksgericht zurückgewiesen. Allerdings kann beim Fehlen von Verjährungsvorschriften im MFG nicht etwa auf kantonalrechtliche Verjährungsbestimmungen abgestellt werden, denn nach früheren bundesgerichtlichen Entscheiden erfordert die gleichmässige Handhabung bundesstrafrechtlicher Bestimmungen — und um solche handelt es sich bei den Vorschrifte» des MFG — auch eine einheitliche Ordnung der Verjährung. Muss demnach Bundesrecht herangezogen werden, so kann es sich dabei aber nicht um das Fiskälstrafgesetz handeln, weil dieses nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur auf solche Vergehen anwendbar ist, bei denen der Bund direkt geschädigt wird. Massgebend ist vielmehr die Verjährungsvorschrift im Bundesgesetze über das Bundesstrafrecht von 1853. Das MFG erklärt selber in Art. 65 den ersten Abschnitt dieses Gesetzes als anwendbar und in diesem Abschnitt, d.h. in den allgemeinen Bestimmungen des BStR, findet sich auch die Vorschrift (Art. 34c .BStR), wonach die Strafklage bei den nicht mit Zuchthaus bedrohten Delikten in drei Jahren verjährt. Gegen die Anwendung.dieser Vorschrift kann hier nicht etwa geltend gemacht werden, dass sie nicht auf die Uebertretung polizeilicher Vorschriften von Spezialgeseföen zugeschnitten sei, denn-das MFG selber verweist auf das Bundesstrafgesetz, ohne dabei einen Vorbehalt für Tatbestände zu machen, die sich nicht als Vergehen, sondern als blosse Polizeiübertretungen kennzeichnen. Somit ist im vorliegenden Falle die Verjährung noch nicht eingetreten. Wp. ZÜMhe» N«»«iz«n Was geht mit dem Zürcher Verkehrsgesetz? Die Zürcher Verkehrsinteressentenverbände sind es sich zwar zur Genüge gewohnt, dass man sie in den letzten Jahren in dieser Verkehrsgesetzfrage von Regierungsratsseite aus stets unorientiert im Dunkeln tappen lässt, um dann plötzlich eine äusserst knapp gefasste Frist zur Vernehmlassung zu stellen, so dass es fast nicht möglich ist, die Vorlage richtig durchzuarbeiten, während sich der Gesetzgeber stets geraume Zeit lässt zu seinen Studien und Arbeiten. Das Resultat dieses unverständlichen Vor- Strassenverkehr wurde 1934 an der Strasse Zürich-Winterthur bei der Glatt-Kreuzung festgestellt, nämlich 2078 Personenautos, 341 Lastwagen und 1600 Handwagen, Fahrräder und Motorräder, wobei es sich bei auszuarbeiten, die die Be-diesen Zahlen um die Mittel der Zählungsergebnisse an drei nicht aufeinanderfolgen- gehens, das nach einer völligen Kaltstellung der Verkehrsinteressentenverbände tendiert, ist zwar bekannt, das verworfene Verkehrsgesetz war die < Totgeburt » dieses unzweckmässigen und unakzeptablen Vorgehens. ' ' Man hätte wohl annehmen dürfen, dass man auch im Kaspar-Escherhäus hieraus die nötigen Erfahrungen sammelt und Konsequenzen zieht. Der Weg war wohl gewiesen : Durch Einberufung einer gemischten Kommission aus Vertretern • der Behörden des Kantons, der Bezirke und Städte einerseits und der Verkehrsinteressenten anderseits hätte es möglich sein sollen, eine Gesetzesvorlage zeichnung Verkehrsgesetz auch verdient und die beim Kantonsrat und beim Volk Zustimmung resp. Annahme gefunden hätte. Statt dessen herrscht immer noch grösstes Stillschweigen und alles deutet darauf hin, dass man sich in Regierungskreisen selbst noch nicht bewusst ist, ob man eine neue Gesetzesvorlage ausarbeiten oder auf dem Verordnungswege die dem Staat genehmen Gesetzesbestimmungen in Kraft setzen will. Eines steht wohl aber fest: Man will die Sache möglichst hinausschieben, will den bisherigen Status, d.h. das Inkraftbleiben des alten Automobilgesetzes vom Jahre 1923 noch möglichst lange «beibehalten, um dem Fiskus die alten Verkehrssteueransätze auch für 1936 zu sichern um ja keine finanziellen Erleichterungen einräumen zu müssen. Werden sich die Verkehrsinteressenten diese Absicht gefallen lassen oder selbst die Initiative in die Hand nehmen? Es ist wohl vorauszusehen, dass die kommenden Wochen wichtige Entscheide bringen werden. V *•!» den Wochentagen jeweils von 6—20 Uhr handelt. V Thurgauischer Strassenbau im Jahre 1934. Im Thurgau hat man frühzeitig die verkehrspolitische Notwendigkeit der Modernisierung des Strassennetzes erkannt. Sie steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem gewaltigen Aufschwung des Automobilwesens. Im Jahre 1934 konnte das Bautempo etwas verlangsamt werden; es sind in diesem Jahr laut dem regierungsrätlichen Rechenschaftsbericht für den Unterhalt und den Ausbau der Staatsstrassen Fr. 1,710,524 verausgabt worden, bei einer Gesamtlänge dieser Strassen von 795,5 km. Diesen Ausgaben steht eine Nettoeinnahme von 1,513,000 Fr. gegenüber. Für die im Jahre 1925 gebauten Betonstrassen* lief die fünfjährige Garantie ab. An Stelle der verlängerten Garantie für weitere fünf Jahre hat das thurgauische Strassendepartement mit der schweizerischen Betonstrassenbau A.G. ein Unterhaltsvertrag auf weitere zehn Jahre abgeschlossen. Der Unterhalt wird von der Gesellschaft übernommen per Quadratmeter und Jahr um 2 Rp. Es macht also per km und Jahr 120 Fr. Nach Ablauf der zehn Jahre sind die Strassen in tadellosem Zustand abzugeben. Der Unterhaltsvertrag kommt also einer Verlängerung der Garantie von 5 auf 15 Jahre gleich. In verschiedenen Gemeinden sind zur Staubbekämpfung Abfallöle verwendet worden, womit man aber schlechte Erfahrungen gemacht hat. Gegen den Herbst hin bilden sich schmutzige Verschlammungen und dementsprechende Verkehrsgefährdungen, spe- Zürcher Strassenwesen. Der Kanton Zürich hat 1934 Fr. 3,238,625.50 für Unterhalt und Ausbau der Strassen I. und II. Klasse (ohne Hauptverkehrsstrassen) verausgabt, gegenüber Fr. 3,483,761.05 im Vorjahr, wobei die Hauptposten auf Pflasterungen, Teerungen und Beläge mit Fr. 1,111,919.10 und gewöhnlicher Unterhalt und Walzarbeiten mit 780,202.75 entfallen. Dass bei diesen Strassenausgaben des Kantons auch die Verwaltung und Aufsicht eine massgebende Rolle spielen, geht daraus hervor, dass 1934 ziell für Velofahrer, Pferdefuhrwerke und nicht weniger als Fr. 783,190.05 für diezum Teil auch für Autos. Die Verwendung Strassenwärter und Fr. 123,925.60 für dievon Abfallöl erforderte auch vermehrte Abschlammung und nachträgliche Bekiesung. Aufsicht verausgabt wurden. — Von den 356 km Hauptverkehrsstrassen waren Ende Das Departement hat daher Abfallöl verboten. W. 1934 333 km = 93,5 %, von den 1108 km gewöhnlichen Strassen 1. Klasse 170 km = 15,4 %, von den 713 km Strassen 2. Klasse 33 km = 4,6 % mit einer verbesserten Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Buch! (abwesend), Chefredaktion. Fahrbahn versehen. Es bleibt also noch W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. aüerhand zu tun, bis nur das Strassennetz Telephon der Redaktion: 28222 (Hallwag) 1. Klasse exklusive Hauptverkehrsstrassen Außerhalb der Geschäftszeit: 23.295. zeitgemäss ausgebaut ist. — Der grösste Ueberall verlangt man die CERVIN -Batterie, weil sie ihre Ueberlegenheit bewiesen hat. Hergestellt in Orient (Val de Joux) BERN-Ostermundigen VERCHROMEN STADELMANN & MANTEL A. G. Tel. 41.128 Offizielle Distributoren für die ganze Schweiz von CHEVROLET Ersatzteilen zu General- Motors-Konditionen Grosses Lager in Ersatzteilen für alle amerik. und franz. Automobile und für Opel. ZÜRICH Tel. 26.82» ACAR A..G. BERN Tal. 26.085 LAUSANNE Tel. 32.567 P i e Press I u f t ^ S t h m i er a p p ara t e R EIN H D tn und d i eh o chwertigen HotltsmutrasM 94 Maphon 34.297 Aasschleifen von Motorzylindern mit Einbauen v. neuen Kolben aus Guss, Novalit u. Nelson -Bohnalite Kolbenringe, Ventile, Lager etc. Rundschleifen von Kurbelwellen. 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