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E_1936_Zeitung_Nr.011

E_1936_Zeitung_Nr.011

Die 40 000 Arbeiter, die

Die 40 000 Arbeiter, die im Autogewerbe, in der Automobilindustrie, in der Karosserleindustrie und Accessoirhandel, im Kraftfahrverkehr, kurzum, in allen Branchen, die mit dem Automobil in Verbindung stehen, beschäftigt sind, sollten in Ihrer Existenz nicht weiter bedroht werden. Und nun die andere Frage. Erreicht der Buniäesrat mit der seinerseits vorgenommenen Zollerhöhung von 8 Franken auf nun 28 Franken per 100 kg brutto in den nächsten zwei Jahren die von ihm erhoffte Mehreinnahme, oder erlebt er nicht bittere Enttäuschungen, wie sie gerade in dieser Beziehung auch schon und auch im Finanzprogramm von 1933 eintraten? Wir sind überzeugt, dass der Bund bei einem Benzinzoll von Fr. 24.— 8 Millionen Franken im Jahr trotz der Krise an Mehreinnahmen erhält Wir wagen aber ein Fragezeichen zu setzen, ob er bei einem Benzinzoll von Fr. 28.—. somit einer Zollerhöhung von Fr. 8.— per 100 kg, 16 Millionen Franken Mehreinnahmen hat Zweimal zwei gibt wohl rechnerisch immer vier, aber im wirtschaftlichen Leben und in dieser Krise stimmt auch die schönste Rechnung nicht immer. Die Befürworter der Zollerhöhung berufen sich «war darauf, dass seit der Zollerhöhung vom 25. Juni 1935 die Importzahlen nicht abgenommen haben. Tatsache aber ist, dass der Import im 2. Halbjahr 1935 gegenüber dem 2. Halbjahr 1934 um 8680 Tonnen = rund 2,8 Millionen Franken Zollwert zurückgegangen ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Importe im 2. Halbjahr übermässig forciert wurden, 1. weil die Handelslager Ende Juni zufolge Zollaufschlag sozusagen leergepumpt wurden und im Juli wieder aufgefüllt werden mussten. 2. weil im Oktober eine Preiserhöhung um 1 Rappen eintrat, was zur Folge hatte, dass sich der Konsum vorher noch überreichlich eindeckte. 3. weiL die Handelslager bei Ausbruch der internationalen Schwierigkeiten im Oktober/November auf behördliche Anweisung hin veranlasst wurden, die Reservoire restlos zu füllen. 4. weil im 2. Halbjahr bedeutende Armeereserven angelegt wurden. Das alles zusammen macht nach kompetenter Feststellung einen forcierten Import von rund 8000 Tonnen aus, d. h. wenn dieser forcierte Import nicht stattgefunden hätte, würde der Importrückgang rund 8000 Tonnen grösser gewesen sein, also total rund 16 500 Tonnen oder 4,7 Millionen Franken Zollwert nach Abzug der Zollrückvergütung für das Armeebenzin betragen haben. Die Richtigkeit dieser Feststellung wird bestätigt, wenn wir auf den tatsächlichen Verbrauch abstellen, welcher die Auswirkung der Benzinzollerhöhung viel besser illustriert als die Importzahlen, in welchen die grossen Mengen erhöhter Inlandlagerlegung enthalten sind. Ich habe mir die absolut zuverlässigen Zahlen der halbamtlichen Cosuma verschafft und diese Zahlen sind wirklich 'sprechend. 1934 1935 T T T Juni 20 258 24 622 + 4364 Juli 21346 19 282 —2084 August 23114 21127 —1987 September 20 903 20 593 — 310 Oktober 20 862 19197 —1665 November 17198 14 526 —2672 Dezember 15 202 11605 —3597 Rückgang 12 313 Seit 31 Jahren kämpft die «Automobil-Revue» unentwegt für das Automobilwesen! Staat geschädigt wird, weil der Benzinionsura abnimmt, indem der kleinere schwächere Wagen entsprechend weniger Brennstoff konsumiert, als ein grosser, schwerer und leistungsfähiger Wagen. Ferner werden geschädigt die schweizerische Automobilindustrie und der schweizerische Karosseriebau, weil sich die schweizerische Automobilindustrie unserem Gelände und unseren Bedürfnissen angepaest insbesondere mit der Herstellung leistungsfähiger, schwerer Wagen befasst, und weil sich der Einbau einer schweizerischen Karosserie nur bei den teureren Wagen lohnt. Durch die Abwanderung vom schweren zum leichten Wagen verringern sich aber auch noch die kantonalen Steuereinnahmen. Die heutige Doppelspurigkeit in der Steuerbelastung mit den verschiedenen fiskalischen Widersprüchen Ist natürlich auf die Dauer nicht haltbar. Andere Staaten haben dies bereits erkannt und die Besteuerung des Kraftwagens nach Pferdestärken abgeschafft So Frankreich, Italien, Oesterreich und zum Teil auch Deutschland für die fabrikneuen Wagen, während Belgien, Spanien, England wie die Schweiz heute die Automobilsteuer nach Pferdestärken immer noch kennen. Entsprechend einem schweizerischen Benzinpreis von 43 Rappen beträgt aber der Benzinpreis, umgerechnet in Schweizerwährung, in Belgien 24 Rappen, in Spanien 31 Rappen, in England 34 Rappen. Wir sind uns allerdings bewusst, dass zu vollständigen derartigen Vergleichen auch auf den Lebensindex jedes einzelnen Staates abgestellt werden muss. Wir möchten daher unserseits dem Bundesrat nahelegen, diese Fra^e weiter zu verfolgen und sich gegebenenfalls mit den Kantonen über die Frage der Ablösung der kantonalen Steuern so rechtzeitig in Verbindung zu setzen, dass mit dem definitiven Finanzprogramm auch hier eine endgültiee Lösung erreicht werden fcann. Mit dem Wegfall der kantonalen Steuern und der Ausschaltung der sogenannten «belastenden Stillstandsperiode» würde man wieder zum gröeseren und schwereren Wagen zurückkehren. Man würde damit den Benzinkonsum, sowie die schweizerische Automobilindustrie und Das Argument der Befürworter der Zollerhohung, früher seien die Benzinpreise wesentlich dass trotz der Krise der Konsum an Benzin noch Im- Resümierend müssen wir deshalb konstatieren, höher gewesen, hätten sogar 1914 Fr. 1.20 betragen mer regelmässig gestiegen ist. Die verschärfte Krise und seien noch 1928/29 auf 48 Rappen per Liter des Jahres 1935 hat lediglich zur Folge gehabt, dass gestanden, notabene bei aufsteigender Konjunktur, die Konsumzunahme geringer wurde. Erst die ist deshalb nicht richtig, weil diese Preise damals Zollerhöhung vom Juni hat die rückläufige Konsumbewegung ausgelöst. Sie haben hier einen durch die Weltmarktlage bedingt waren, und der Benzinpreis nicht, wie gegenwärtig, sich nur auf warnenden Fingerzeig, dass die Grenze der volkswirtschaftlichen Tragbarkeit und die Grenze einer 7,3 Rappen per Liter an die Grenze geliefert belief. Prüfen wir nun die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der vorgenommenen Benzinzollerhöhung, überschritten worden ist Ich habe in meinem vorsichtigen und schonenden Fiskalpolitik bereits wobei wir vor allem die gesamtwirtschaftlichen Eintretensvotum bereits gesagt, dass eine Fiskalquelle der Schonung bedarf, und dass die augen- Folgen im Auge behalten wollen. Hier sind in erster Linie die schweren Schädigungen der schweizerischen Automobilindustrie und Aviatik zu erlich auf die Dauer nicht halten lässt, schlussendlich blickliche Ergiebigkeit, die sich volkswirtschaftwähnen. Auf der einen Seite sucht das Gemeinwesen unter grossen Opfern neue Industrien her- für den Fiskus ein schlechtes Geschäft ist. Fachleute schätzen, dass im Jahre 1936 der anzuziehen und mit allen Mitteln das Flugwesen zu fördern, — ich verweise Sie hier nur auf die General Motors in Biel — und auf der andern Seite Konsum bei Beibehaltung des heutigen Zollsatzes von 28 Franken um mindestens 25 % fallen wird. zerstört der Staat den mühsamen Aufbau einer Andere Schätzungen gehen dahin, dass der planvollen Aufbaupolitik durch seinen fiskalischen Konsum im Jaht« 1936 bei Beibehaltung des heutigen Zollansatzes um mindestens 35 % fallen wird. Zugriff. Eine schweizerische Automontageindustrie kann sich nur erfolgreich mit der Produktion grösserer und stärkerer Wagen befassen. Gerade aber ähnliche Experimente gemacht haben, bis zu 40 % Sie verweisen darauf, dass Nachbarländer, die diese Wagen werden durch die übertriebene Zollbelastung des Benzins aus dem Verkehr ausscheibrauches um 25 % würde der Bund bloss 2 Mil- zurückgefallen sind. Bei einem Rückgang des Verden. Es findet eine Umschichtung vom grösseren, lionen mehr einnehmen an Stelle der veranschlagten stärkeren, zum leichtern, schwächern Wagen statt. 16 Millionen und der 8 Millionen Franken, mit Eine Tendenz, die durch das unglückliche Steuersystem nach Pferdekräften ohnehin schon stark ge- kann. Bei einem 35 %igen Rückgang würde der denen er nach unserem Antrag bestimmt rechnen nug war. Aber gerade auch hier hat die übermässige Zollerhöhung die Verhältnisse noch verschärft, 44 Millionen einrechnen, also 4 Millionen weniger Bund an Zolleinnahmen aber nur noch rund und die grösseren und stärkern Wagen entwertet als im Jahre 1934. Wir können nicht der Zukunft und schwer verkäuflich gemacht. Es ist in der vorgreifen und heute schon sagen, welche Berechnungen und Prophezeiungen sich bewahrheiten Tat widersinnig, auf der einen Seite durch staatliches Entgegenkommen, durch Zollrückverflütung werden. Eines aber muss schon heute als feststehend erklärt werden, und dies ist ein wesentli- auf Automobilteilen, eine schweizerische Automobilmontageindustrie zu ermöglichen, und sie auf der cher Konsumrückgang, falls der Zoll auf 28 Franken verbleibt. andern Seite durch Flskalmassnahmen wieder zu zerstören. Ebenfalls wird aber die einst blühende schweizerische Karosserieindustrie in ihrem Lebensnerv getroffen. Sie steht und fällt mit der Qualiten Erfahrungen zu Nutze ziehen? Dort hat man Sollten wir uns nicht die im Auslande gemachtätsarbeit an einem relativ schweren und teuren auch zuerst den Bogen überspannt und hat dann Auto. Der kleine Serienwagen ausländischer Herkunft wird nach und nach die schweizerische Kaschaft die Korrektur bringen müssen. nach schwerer Schädigung von Staat und Wirt- den Karrosseriebau fördern. rosserieindustrie verdrängen. Eine Vermehrung Und nun kommen wir zu einem weitern Punkt. der Arbeitslosigkeit und eine Verschärfung der Die Kantonsfinanzen werden durch die Zurückgabe Krise, ein Untergang vieler selbständiger Existenzen werden die Folgen sein. Die Bemühungen um von Nummernschildern, durch die vermehrte Still- Arbeitsbeschaffung werden auf diesem Gebiete damit illusorisch. Im Zusammenhang mit dem nebenstehend wiedergegebenen Referat Herrn Dr. Gafners haben wir aus den Diskussionsvoten, wie sie bei der Beratung des Benzinzolls fielen, noch einige weitere, besonders «bezeichnende» Stellen herausgeklaubt, die hier folgen mögen: Herr Stucki:... Jawohl, ich bin für den Antrag des Bundesrates, obschon ich nicht nur Automobilist bin, obschon ich nicht nur langjähriges Mitglied eines Automobilklubs bin, obschon ich nicht nur von den bernischen Automobilisten vor den Wahlen noch besonders empfohlen worden bin, aber weil es meiner Ueberzeugung entspricht ... ....Es ist unbestreitbar, dass die Erhöhung des Benzinzolles ein Uebel ist, efn Uebel für die direkt Betroffenen, aber auch ein Uebel für die Wirtschaft... * .... möchte ich Sie doch bitten, vielleicht Jetzt diese Gelegenheit zu benützen, um zu zeigen, dass nicht wir Automobilisten nur an uns denken ... ....Und da habe ich noch mehr Legitimation, hier für den Antrag des Bundesrates einzutreten, weil wir die 130 Millionen Franken haben müssen, damit der Staatskredit, damit das Vertrauen zur festen und bewussten Führung wieder hergestellt wird... legung von Wagen geschädigt, indem ein Ausfall bei den kantonalen Automobilsteuern entsteht. Die Erhebungen über die diesjährige Nummernrückgabe sind noch nicht abgeschlossen, aber schon heute können wir sagen, dass die Rückgabe gegenüber dem letzten Jahr ausserordentlicb gestiegen ist. Hier wiederum ein drastisches Beispiel: Im Kanton Zürich wurden von rund 17 000 Kraftfahrzeugen rund 4500 aus dem Verkehr gezogen, somit über 25 %. Gestatten Sie mir noch einige grundsätzliche Bemerkungen, die in Ihrer Kommission ebenfalls Anlass zur Beratung boten und deren Ergebnis sich in einem Postulat Walther verdichtete. Der Automobilist fräst heute eine doppelte Fiskallast, eine direkte in Form der direkten Besteuerung der Kraftwagen durch die Kantone, abgestuft nach Pferdestärken, und eine indirekte in Form des Benzinzolles. Die derzeitige direkte kantonale Besteuerung der Kraftwagen bedingt für deren Inhaber verschiedene Härten, sie ist aber auch ungerecht wegen des in den einzelnen Kantonen sehr verschieden grossen Steuermasses. Die kantonale Steuer nimmt keine Rücksicht, ab der Wagen In der Steuerperiode viel oder wenig gebraucht wird. Sie stellt für die betreffende Wagenkategorie eine Konstante dar. Die im Laufe der Jahre recht beträchtlich angewachsene Automobilsteuer zeitigte verschiedene Auswirkungen, die durch jede neue Zollerhöhung noch wesentlich verschärft werden, und die einerseits dem Ziel vermehrter Steuereinnahmen durch den Bundesfiskus entgegenwirken, anderseits der. schweizerischen Automobilindustrie und dem Karosseriebau beträchtlichen Abbruch tun. Es ist dies die Umschichtung des Automobilmarktes vom grössern zum kleinern Wagen, und die Entwertung der grösseren Wagen, wodurch neben dem bisherigen Inhaber des Wagens der AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 7. FEBRUAR 1936 — Berczisi,, das WirtschaftsproMena des Tages Auszug aus dem Referat von Dr. Gafner im Nationalrat Fortsetzung und Schluss des Artikels in Nr. 10. ROSINEN AUS DEM KUCHEN • Dadurch werden in unserem Lande wieder vermehrte Arbeitsmöolichkeifen geschaffen, und wir können uns vom Ausland unabhängiger machen. ....Wo ist die Grenze, da zwischen der ansteigenden Kurve der Belastung und dem Renclement die Kreuzung eintritt, wo sie sich überschneiden, wo ist diese Grenze? Ist es wahr oder ist es nicht wahr, dass wenn wir dem Antrag des Bundesrates folgen, die Einnahmen zurückgehen, weil diese Grenze überschritten ist?... ....Trotz des glänzenden Plaldoyers unseres Olympiers Lachenal habe,ich nicht die lieberzeugung bekommen, dass meine Ausführungen falsch seien, und dass die Automobilbesitzer nicht in der Lage wären, noch etwas mehr an Benzinzoll zu leisten... ....Ich kann nur betonen, dass soweit es sich beurteilen iässt, die 28 Fr. noch nicht das Rendement, wenn man von der Krise absieht, zurückgehen lassen... ....Es lag ganz sicher das Interesse bei den Rechnern im Bundeshaus, nicht zu weit zu gehen, damit die Einnahmen nicht zurückgehen. Ob das gleiche, ganz desinteressierte Rechenexempel auch auf der andern Seite gemacht worden ist, ist nicht so vollkommen sicher. Ohne dass ich bestreite, dass sich die Verbände mit Recht gewehrt haben, ohne dass ich bestreite, dass bei einer Erhöhung viel mehr Schädigungen entstehen, auch wirtschaftliche... Alle •diese Argumente wurden in der Kommission eingehend gewürdigt, und der Antrag auf Herabsetzung des Benzinzolles fand — es sei dies ausdrücklich hervorgehoben —• entschiedene Unterstützung durch Vertreter aller Fraktionen. Am Schlüsse der Beratung standen sich drei Anträge gegenüber: ein Antrag des Herrn Picot für völlige Streichung der vom Bundesrat vorgenommenen Benzinzollerhöhung. Er blieb aber bei der Abstimmung mit 14 gegen 2 Stimmen in Minderheit. Auf den Antrag, den ich mit unserem Kollegen, Herrn Bossi, für einen Zollansatz von 24 Franken stellte, entfielen 13 Stimmen gegenüber 8 Stimmen die überhaupt keine Kürzung vornehmen wellten. Ein späterer Zurückkommensantrag von Herrn Walther-Luzern, unterstützt durch Herrn Dollfus, im Sinne eines Zollansatzes von 26 Franken, statt der beschlossenen 24 Franken, wurde mit 15 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Eine weitere Differenz in der Kommission bei Abschnitt 6: Erhöhung der Zölle auf Motorentreibstoffen ergab sich einzig noch bei Absatz 4 von Art. 37. Der Bundesrat wird dadurch ermächtigt, im Interesse des schweizerischen Fremdenverkehrs für Benzin, das von eingereisten ausländischen Touristen während eines vorübergehenden mehrtägigen Aufenthaltes in der Schweiz als Treibstoff für ihr« Fahrzeuge gefasst wurde, unter Vorbehalt der nötigen Kontrollmasenahmen, die fiskalische Belastung zu erleichtern. In seiner Botschaft über die Erhöhung der Zölle auf Zucker und Betriebsstoffen für Motoren äussert der Bundesrat selbst Bedenken über die Auswirkungen, die ein Aufschlag des Bensinzolles für den schweizerischen Fremdenverkehr haben könnte. Der Bundesrat weist selbst in diesem Zusammenhang auf das italienische Beispiel hin, wo den Besitzern von italienischen Hotelgutsnheinen die doppelte Anzahl von Benzingutscheinen zum verbilligten Bezüge übergeben werden. Der Bundesrat hat dann auch am 28. Juni 1985 die Abgabe von verbilligtem Benzin an ausländische Automobill- und Motorradfahrer beschlossen. Die im Ausland niedergelassenen Automobil- und Motorradfahrer, die sich mit ihren eigenen Motorfahrzeugen zu einem mindestens drei Tage dauernden ununterbrochenen Aufenhalt -als Feriengäste nach der Schweiz begeben, haben Anspruch auf den Bezug von verbilligtem Benzin. Die Zollermässigung beträgt nach diesem Beschluss 6 Rappen pro Liter. Die Höchstmenge bleibt auf 300 Liter beschränkt. Der ursprünglich bis 31. Oktober 1935 befristete Beschluss wurde am 28. Oktober 1935 bis zum 29. Februar 1936 verlängert. , Die finanzielle Tragweite des sogenannten Ausländerbenzins ist übrigens nicht gross; sie betrug bisher nicht ganz 160 000 Franken. Angesichts des derzeitigen sehr scharfen Konkurrenzkampfes aller Reiseländer unter Erschwerung der Ausreise Ferienlusfi?er' durch verschiedene Staaten ist es absolut notwendig, dass dem Bundesrat gerade gegenüber Italien diese Möglichkeit nicht genommen wird, ein sehr wirksames Werbemittel, mit gleicher Waffe zu parieren. Der Bundesrat stützt sich, wie Sie gehört haben, auf die Berechnungen der Oberzolldirektion. Wir unserseits sind überzeugt, dass diese 16 Millionen zur Hauptsache auf dem Papier stehen. Nach der mehrheitlichen Auffassung der Kommission ist eine Herabsetzung des Zollansatzes aus volkswirtschaftlichen Gründen notwendig. Sie drängt sich auch mit Rücksicht auf die kantonalen Finanzen auf. Wir bitten Sie deshalb, unserem Antrage zuzustimmen und den Zollansatz für Benzin und Benzol auf 24 Franken per 100 kg festzusetzen. Zündung und Zünder. Die Kerze muss gegen die Kompression abdichten, der Isolator muss hohe mechanische, elektrische und thermische Festigkeit aufweisen, einen genügend langen Kriechweg zwischen Körper und Mittelelektrode haben, und, was das Hauptproblem ist, Isolator und Mittelelektrode müssen im Betrieb des Motors warm genug werden (mindestens 400° C), der Isolator, um nicht zu verschmutzen und dadurch einen Oberflächenleitweg von Pol zu Pol zu bilden, der zu Aussetzern führt, die Mittelelektrode, um nicht zu grosse Zündspannung zu veranlassen. Beide Teile müssen aber auch kalt genug bleiben (höchstens 800° C), um nicht zu Glühzündungen zu führen oder zerstört zu werden. Der Arbeitstemperaturbereich von nur 400° C wird bei der Glimmerkerze durch das bei 700 C° beginnende Kalzinieren des Glimmers noch weiter eingeschränkt. Neuerdings führt aus-, serdem die Verwendung von Bleitetraäthyl zu Niederschlägen auf dem Isolator, die bei Temperaturen von mehr als 600° C leitend werden und die Kerze kurzschliessen können. Der Arbeitsbereich ist also praktisch oft nur 200° C. Es ist deshalb unmöglich, eine Kerze zu schaffen, die für jeden Motor oder Kraftstoff taugt, und unsinnig, von der oder 'ener Kerzenmarke zu behaupten, sie sei besser oder schlechter, ohne genau die für den Motor geeignetste Kerze erprobt zu haben. Man variiert durch Konstruktion und Werk-, stoff den Wärmefluss in Elektrode und Isolator und schafft so die verschiedensten Typen, die je nach ihrem Wärmewert bei verschieden warmen Motoren und verschieden erhitzenden Kraftstoffen die richtige Temperatur ergeben. Die Frage der Fortsetzung von Seite 1. Betriebssstoff-Refnbelt NM1 ist auch für den Zünderbauer von ausschlaggebender Wichtigkeit. Eine gewisse Verrussung können wir durch Wahl geeigneter Kerzen vermeiden oder durch die Energie des Zünders überwinden. Der unglaubliche Schmutz aber, der manchmal an die Kerze eines Generatorgasmotors bei langsamer latK ger Talfahrt ohne Luft, also mit hohem Unterdruck am Generator, geworfen wird, ist das Ende der Zündung. Aber auch andere Verunreinigungen, besonders der vielfach im; Generatorgas enthaltene Schwefel, sind unheilvoll. In ganz kurzer Betriebszeit zerfällt: die thermisch, gerade bei Ersatz-Kraftstoffen, besonders hoch beanspruchte Mittelelektrode und auch die Kupferasbestdichtungen zwischen Isolator und Kerzenkörper werden angegriffen. Auch Wasser an der Kerze führt, besonders beim Anlassen mit ziemlicher Sicherheit zu Störungen. Aber abgesehen von diesen Schwierigkeiten, denen ja auch aus nicht zündtechnischen' Gründen der Brennstoff-, Generator- und, Motorensachverständige zu Leibe rückt, wird' man auf dem Kerzengebiet den neuesten Anforderungen gerecht werden können. Diese drücken sich hauptsächlich in der Tendenz zu stärkerer Erhitzung aus, besonders beim Ersatz-Kraftstoff und besonders bei dem mitlangsamer Verbrennung und grosser Vorzündung arbeitenden Generatorgasbetrieb. Diese Aufgabe kann durch Schaffung und Wahl von Kerzen höherer Wärmewerte gelöst werden, zumal es uns gelungen ist, auch hier durch Anwendung neuer Werkstoffe, hauptsächlich eines neuen Kerzensteins, im vergangenen Jahr eine ausschlaggebende Verbesserung in der Kerzenfrage zu erzielen.

N° 11 — FREITAG. 7. FEBRUAR 1936 AUTOMOBIL-REVUE 3 Sportnachrichten Monte Carlo-Nachlese Diese grösste aller Sternfahrten hat kein Favorit gewonnen, kein französischer oder englischer Fahrer, kein französischer Wagen. Erster des Gesamtklassements ist vielmehr der junge Rumäne Cristea mit seinem Begleiter Zamfirescou auf Ford geworden. Ihr Plus gegenüber den auf dem zweiten und dritten Platz gelandeten Konkurrenten war ausserordentlich gering, wenn man das Ergebnis der Schlussprüfung und die Korrektheit der Durchführung erwägt: Mit 4/10 Sek. Vorsprung, also nicht einmal einer halben Sekunde vor dem De'ahaye-Fahrer Schell und dem Sieger des Vorjahres, Lahaye-Quatresous auf Renault, hat Cristea gewonnen. Die traditionelle Ankunft auf der wunderschönen Hafenpromenade von Monaco war diesmal in Regen gehüllt, den tags darauf bei der Schlussprüfung der gewohnte warme Sonnenschein ablöste. Aus den verschiedenen Startorten der Rallyekarte waren von den 105 Gemeldeten und 92 zum Wettbewerb Aufgebrochenen 72 angekommen. Viele und namentlich aus den beiden in der Ausschreibung mit der höchsten Gutpunktzahl bedachten Startpunkten Athen, 3868 km, 506 Gutpunkte) und Tallinn (4000 km, 503 Gutpunkte) ohne jeden Strafpunkt. Palermo (4136 km) war wohl die längste Strecke, aber nicht die schwierigste, deshalb galten hier nur 501 den Fahrern gutgebrachte Punkte, während die weit schwierigere Tour aus Bukarest (3844 Kilometer) jener aus Tallinn gleichgestellt war. Wie also aus den zwei Dutzend gleichbewerteten strafpunktfreien Fahrern den Sieger herausfinden ? In früheren Jahren geschah dies durch eine Regelmässigkeitsfahrt auf der Gebirgsstrecke des Col de Braus oder ein Bergrennen oberhalb Monaco; schliesslich durch Beschleunigungs- und Bremsprüfungen. Da all die Verfahren scharfe Kritik fanden, wurde eine gut ersonnene, formellose Schlussprüfung eingeführt, die alle mechanischen Eigenschaften des Tourenwagens: Beschleunigung, Einschlag, Bremsvermögen, leichte Lenkbarkeit usw., natürlich nicht minder die Fahrtüchtigkeit des Bewerbers erfasst Und nun zeigte es sich diesmal, dass diese zur Akrobatik gewordene Tüchtigkeit ausschlaggebend war. Die ungemein spannende Erprobung wurde zweimal durchgeführt, so dass beide Lenker ihre Kunst zeigen konnten. Hatten sie den vorgeschriebenen Streckendurchschnitt von 45 Kilometern und auf den letzten 1000 km des Rallye einen solchen von 55 km zu halten vermocht, so galt es jetzt, in möglichst kurzer Zeit die Schlussprüfung nach den in der letzten Nummer der A.-R. erwähnten Bestimmungen zu erfüllen. Eine Reihe von Konkurrenten zeigten erhebliche Unruhe, vergassen teils, den Rücklauf zu schalten, teils die Achterschleife zu fahren, oder streiften die Sandsäcke, was 5 Strafpunkte eintrug. Die erzielte Zeit wurde je 1 Punkt pro Sekunde oder 1/10 Punkt je Zehntelsekunde von der Streckengutpunktzahl in Abzug gebracht Die beste Zeit errang der rumänische Major Berlescu auf Ford in 1 Min. 3 Sek. Es ergab sich dabei aber folgendes: Er, wie der spätere Sieger und andere hatten eine Methode gebraucht, die in der Ausschreibung nicht verboten, aber auch nicht vorausgesehen war; sie warfen den Wagen, beim Wendepflock angelangt, um 180 Grad in die entgegengesetzte Fahrtrichtung, indem sie stark bremsten und bei gleichzeitigem Wiederloslassen der Bremsen das Lenkrad durch kreuzweises Fassen zum grössten Einschlag brachten. Während der Sieger Cristea das Schalten des Rückwärtsganges deutlich erkennen Hess, war dies nach Ansicht der Kommission bei Berlescu nicht der Fall, und sie diktierte ihm Strafpunkte zu. Sie stützt sich darauf, dass man eine wenn auch nur augenblickliche Rückwärtsbewegung der Hinterräder nicht habe feststellen können, während Berlescu behauptet, dass eine solche bei blitzartigem Schalten des Ganges nicht einzutreten brauche. Dies ist nun die grosse technische Diskussion des Tages. Die Schlussprüfung ergab in technischer Hinsicht weitere interessante Einzelheiten. So suchte einer der Konkurrenten das Herumwerfen des Wagens in die andere Fahrtrichtung dadurch zu erleichtern, dass er eine Zusatzbremse in der Weise angebracht hatte, dass die Bewegung der Spurstange das jeweils äussere Hinterrad durch einen Sei'zug blockierte. Der Gedanke ist nicht übel und könnte vielleicht, in weniger primitiver Form im Rennwagenbau Beachtung finden. Viele ,Fahrer hatten natürlich, um schnel'er zu sein, im Verlauf der letzten Etappe leichtere Reifen aufgezogen (sehr gut bewährt haben sich die gesommerten Englebertreifen des Opelwagens). Vielleicht liegt auch in dem dadurch bedingten Zeitverlust auf der letzten Strecke mit eine der Ursachen, dass zu allgemeiner Ueberraschung die bisher 'als leichtest angesehene französische Teilstrecke mit ihrem hohen Durchschnitt die meisten Ausfälle und auch Unfälle gebracht hat. In der Ausrüstung der Wagen konnte man diesmal weniger «Wintersportgeräte» als sonst wahrnehmen. Natürlich hatten fast alle die üblichen Schaufeln verstaut, auf den Kotflügeln oder auf dem Wagendach. Zwei Konkurrenten, Symons auf Wolseley und Berlescu auf Ford, hatten allerdings Schneekufen mit, der letztere sogar eine recht sinnreich angeordnete Vorrichtung eines Gummiraüpenbandes der Hinterräder, das unter Zuhilfenahme eines der Ersatzräder aufgelegt wurde. Zahlreich waren die Heizvorrichtungen der Windschutzscheibe, elektrisch oder behelfsweise durch Führung eines flexiblen Rohres vom Motorraum aus. Der Beleuchtung, namentlich den Nebellampen, war überall grösste Aufmerksamkeit geschenkt; manche der Wagen hatten bis zu acht Lampen und ausserdem einen Scheinwerfer hinten. Sehr gut der Komfort bei den englischen Sportwagen, mit Kopfstütze für den Fahrer. Die blonde Schwedin, Miss Molander, ihrerseits hatte an ihrem Lenkrad einen kleinen elektrischen Ventilator montiert. Am bequemsten aber fuhren wohl die aus Amsterdam im grossen Minervaautobus Gekommenen; auch dieser Wagen vollführte die Schlussprüfung, wenn auch, was begreiflich ist, in der dreifachen Zeit; aber er wendete auf der engen vorgeschriebenen Stelle, und zudem war er der Repräsentant des Dieselmotors, den man ja bei künftigen Rallyes wohl auch bei Personenwagen sehen wird. Diese klassische Sternfahrt, von den Veranstaltern, an ihrer Spitze der Generalkommissär A. Noghes, glänzend organisiert, dient ja in hohem Masse der Förderung des technischen Fortschrittes im Automobilbau! J Secjwüst kann zwar das Recht verdrehen, aber nicht das verwindungssttife Audi - Chassis. LIMOUSINE . . . . CABRIOLET, 2 Fenster CABRIOLET, 4 Fenster Zur Monte Carlo-Sternfahrt. Unser Bild zeigt den einzigen Schweizer Teilnehmer Dr. Bariffi auf Lancia (Mitte), der sich an 49. Stelle klassierte. Unfall beim Auto-Union- Training in Monza. Ersatzfahrer Heyder tödlich verunglückt. Am vergangenen Sonntagabend sind Rennleiter, Fahrer und Mechaniker der Auto-Union in Oberitalien eingetroffen, um sich auf deT Rennbahn von Monza einem eingehenden Training zu unterziehen und den Ersatz- und Nachwuchsfahrern Gelegenheit zu geben, sich mit den Wagen vertraut zu machen. Zu den Versuchen sind Stuck, von Delius, Hasse und Heyder erschienen, während Rosemeyer immer noch unpässlich ist und Varzi infolge einer Halsoperation fernbleiben musste. Im Laufe des Dienstags begann das Training, an welchem vorerst Stuck einige Runden drehte, worauf der unlängst als Ersatzfahrer bezeichnete 23jährige Rudolf Heyder zu einigen Probeläufen antrat. Heyder war noch eine unbekannte Grosse; er hat an einigen Kleinwagenrennen teilgenommen und war an Geschwindigkeiten, die jenseits der lSO-r-140-Kilometergrenze lagen, noch nicht gewöhnt. Schon nach den ersten zwei Runden versuchte er aus seinem Rennwagen ein Maximum herauszuholen und legte sich derart forsch ins Zeug, dass- er in der dritten Runde auf der Höhe der Wegunterführung die Herrschaft über seine Maschine verlor und über die Piste hinaussauste. Beim Anprall des "Wagens an einen Baum wurde Heyder von seinem Sitz und gegen eine Mauer geschleudert, worauf er mit schweren Verletzungen liegen blieb. Trotz der sofortigen Ueberführung des Piloten ins Spital von Monza konnte die ärztliche Kunst nicht mehr rettend eingreifen, so dass Heyder seinen Verletzungen erlag. Nach Ansicht Fr. 9.900 Fr. 12.300 Fr. 12.900 6 Zylinder! 11 St.-PS, Vollschwingachser Ein Produkt der Auto-Union AUTROPA A.G. denatschstr. 3/5 ZÜRICH HENRY HURTER BASEL GRAND GARAGE BURG^RNZIEL BERN FRITZ WEBER SOLOTHURN von Stuck dürfte der Unfall einzig auf mangelnde Erfahrung Heyders zurückzuführen sein. Die Versuche wurden am Mittwoch fortgesetzt, wobei Stuck etwa 20 Runden absolvierte und dabei äusserst respektable Zeiten herausfuhr. Die deutsche Winterprüfungsfahrt. Für die diesjährige Winterprüfungsfahrt vom Harz in den Schwarzwald hatten sich 356 Konkurrenten einschreiben lassen, von denen sich am 1. Februar deren 340 zur Wagenabnahme in Bad Harzburg einfanden. Sie setzten sich aus 64 Mannschaften und 146 Einzelfahrern zusammen (147 Personenwagen, 45 Lastkraftwagen, 92 Motorräder und 56 Sidecars). Die Witterungsverhältnisse waren alles andere denn winterlich oder kann man das bei IQ Grad Wärme noch eine «Winter»-Prüfungsfahrt nennen? Die einzelnen Tagesetappen vom 3.—5. Februar waren: Harzburg-Bayreuth, Bayreuth-Heidelberg und Heidelberg-Titisee, wo im Anschluss die technischen Prüfungen stattfinden. Auf den einzelnen Strecken hatten die Konkurrenten Kontrollpunkte anzufahren, welche bis kurz vor dem Start verschwiegen gehalten wurden. An Hilfsmitteln war ihnen folgendes mitzunehmen erlaubt: Spezialreifen, jede Art von Schneeketten, Stricke, Schanzwerkzeuge, Abschleppseile, Unterlegbretter, Frostschutzmittel, chemische Einspritzmittel usw. ^ Bei der Startprüfung am Montag morgen hat von den 340 erschienenen Fahrzeugen nicht ein einziges versagt, dies trotz löstündigen Parkens bei Wind und Regen auf Bad Harzburg. Eine Stunde vor dem Start wurde den Piloten die Kartenskizze mit den Kontrollpunkten überreicht. Die verschiedenen Wagenkategorien hatten im JJaufe des Tages rund 20 auswahlsweise zu passieren. Während es am Vortag noch tüchtig regnete, legte sich über Nacht eine ansehnliche Schneedecke über den Harz, so dass diejenigen Fahrer, die ein ungefähres Programm herausgeklügelt hatten, vollständig umdisponieren mussten. Gleich hinter Bad Harzburg trafen eie auf vereiste Strassen, die zur Vorsicht mahnten. Trotzdem waren alle Teilnehmer bei bester Laune und holten heraus aus ihren Maschinen, was herauszuholen war. Als sie abends in Bayreuth eintrafen, waren sich alle ziemlich darin einig, dass die Harzgegend mit ihren vereisten Strassenzügen die grössten Schwierigkeiten des Tages präsentiert hatte. Es gab viele Brüche und Stürze und wenn es mal vorkam, dass Automobile hinter Motorrädern und Sidecars dicht auffuhren, so hatten erstere die liebe Not, ihre Windschutzscheiben sauber zu halten, worin denn —• ausser dem Kartenlesen — auch ihre Haupttätigkeit bestand. In der Nacht vom Montag auf den Dienstag wurden die ersten Resultate bekannt: Von 64 Mannschaften lagen noch 50 im Treffen, während von den total 340 Gestarteten 43 ausgefallen warpn. Der Dienstag führte die Teilnehmer nach Heidelberg, eine Etappe, die ganz winterlichen Charakter trug, da es über Nacht weitere Mengen von Schnee hingelegt hatte. Für Personen- und Lastkraftwagen war eine Fahrzeit von 8 Stunden, für Motorräder und Sidecars eine solche von 6% Stunden vorgesehen. Laut Marschliste konnten die Personenautomobile 19 Kontrollpunkte anfahren. Wer sie alle berühren wollte, musste zwischen den einzelnen Posten ganz gehörig aufdrehen und ein ziemliches Risiko auf sich nehmen. Dennoch wurde diese Teistung von Kohlrausch auf einem 2-LHer-Opel, Freiherr von Esloffstein auf einem 2-1.116^1$^.^. und einigen weitern Fahrern vollbracht. Die Motorräder hatten 22, die Lastkraftwagen 14 Kontrollen zu kassieren. Bei den letztern erwiesen eich vor allem die Opel-. Ford- und Hansa-Lastwagen als nrstaunlieh schnell. Im ganzen schieben am zweiten Fahrtag 18 Fahrzeuge aus: von 50 Mannschaften befanden sich noch 43 im Wettbewerb. Der Grosse Winfemrels von Norwegen verhoben. Der für den 9. Februar vorgesehene Grosse WiitPrpreis für Autnmobile von Norwe?en wurde auf den .nächsten Monat verschoben, da das Eis auf dem Semsvonnet-See beim Training nicht genügenden Widerstand leistete. Mitteilung betr. Abonnenten-Versicherung. (Zur Police legen J) Die Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft in Bern hat den Sitz ihrer Spezialabteilung für Abonnentenversicherung von Ölten nach Zürich verlegt. Todesfälle durch Unfall sind also inskünftig (telegraphisch) an folgende' Adresse zu melden: «Allgemeine, Abonnenten Versicherung Zürich Gotthardstr. 21». Ebenso sind dorthin alle übrigen Unfälle auf dem Postwege, und zwar innerhalb 10 Tagen, anzumelden. Verlag « Automobil-Revue ».