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E_1936_Zeitung_Nr.046

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12 Äutomobil-Kevue •

12 Äutomobil-Kevue • — N° 46 unser Nervensystem und damit das gesamte Wohlbefinden ernstlich schädigen. Bei den besonders in Betracht kommenden schrillen Tönen handelt es sich um Schallwellen von sehr hoher Schwingungszahl; es sind Töne von maximal 16—18,000 Schwingungen pro Sekunde, die unser Ohr gerade noch aufnehmen kann. Man kann das Kratzen an der Fensterscheibe oder ähnliche liebliche Geräusche mit einer bestimmten Pfeife ganz gut nachmachen und damit einige Versuche anstellen, deren Ergebnisse recht überraschend sind. Oder hätten Sie es für möglich gehalten, dass man durch Spielen bestimmter Geigentöne Glasröhren zum Zerspringen bringen kann, ja, dass besonders hohe Töne so vernichtend wirken, dass kleinere Tiere (Fliegen IUSW.) dadurch sofort getötet werden? Lärm stört die Verdauung. Nun brauchen wir uns eigentlich nicht mehr zu Wundern, dass Töne von so «durchschlagender» Wirkung auch dem Menschen fatal werden können, und man sollte daraus die Lehre ziehen, solche unangenehme Töne grundsätzlich zu vermeiden. Wie weitgehend die Beeinträchtigung unseres Wohlbefindens durch störende Geräusche sein kann, darüber orientieren uns auch einige andere Versuche, die kürzlich von amerikanischen Gelehrten angestellt wurden. Sie stellten fest, dass schon -das Zerknallen einer Papiertüte den Gehirndruck bis auf das Vierfache des normalen Drucks steigert; auch die Verdauungstätigkeit wird durch störenden Lärm auf die Dauer geschädigt. Auf folgende Weise wurde das festgestellt: man Hess die Versuchsperson einen kleinen Gummiball verschlucken, an dem ein langer, dünner Schlauch befestigt war; dieser Schlauch wurde an ein Messgerät angeschlossen. Man konnte nun die Muskelbewegungen des Magens genau registrieren und setzte darauf die Versuchsperson der Wirkung verschiedener Geräusche bis zu «starkem» Lärm aus. Auf diese Weise liess sich durch Beobachtung der wechselnden Muskelbewegungen des Magens stets eine deutliche Störung der Verdauungstätigkeit durch den Lärm nachweisen! Wie viel «Phon» hat der Lärm? Wissenschaft und Technik sind bekanntlich in neuester Zeit dazu übergegangen, im Kampf gegen den Lärm genaue «Schalleinheiten» als Grundlage zu nehmen, um stets exakt vergleichbare Unterlagen für die Beurteilung der verschiedenen Lärmarten zur Verfügung zu haben. Neuerdings hat man sogar «objektive Geräuschemesser» konstruiert, mit deren Hilfe man die Intensität jedes beliebigen Schalls physikalisch genau feststellen kann. Die Schalleinheit wird «Phon» genannt. Man hat beispielsweise errechnet, dass laute Radiomusik die.« schon recht erhebliche Schallstärke von 60 Phon aufweist, das Hupen eines Autos ergibt 90 Phon und eine Kesselschmiede 100 Phon. Die menschliche Stimme ist eigentlich im Verhältnis zu den «subjektiven» Störungen, die sie uns bei allzu Streng bewadit mnä sorgfältig gepflegt werden ihr» Icostbaren Pelze, Wollkleider etc., nenn Sie uns «olchc während des Sommers zur Konservierung übergeben. Die Kosten sind gering und Ihre Sachen find gegen Motten, Feuer und Diebstahl versichert, Telephonieren Sie uns 35.597, wir holen alles prompt ab. Bahnhofstrasse 51, Zürich Gegründet 1863 Abhärten oder Schonen ? Es ist ein gewaltiger Irrtum anzunehmen, dass Lärm eine Angelegenheit ist, unter der nur die Erwachsenen leiden, während die Kinder sie verursachen. Im Gegenteil: die Nerven des modernen Stadtkindes geraten durch den nahezu ununterbrochenen Radau, dem wir alle ausgesetzt sind, in einen derart schlechten Zustand, dass ein bedenklich hoher Prozentsatz der Kinder — in der Grossstadt etwa 30 Prozent! — als mehr oder weniger schwer neurasthenisch bezeichnet werden muss. Bei Untersuchungen über die Einwirkung des Lärms auf die geistige Leistungsfähigkeit von Schulkindern wurde festgestellt, dass die Aufmerksamkeit und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder in Verhältnis zu der sich steigernden Intensität des Lärms abnahm. Ein interessanter Versuch, diesen Schädigungen vorbeugend zu begegnen, wurde in der Beasley- Schule in Cooperstown (U. S. A). durchgeführt. Es wurde dort ein sogenannter Konzentrationskursus eingerichtet, dem Schüler im Alter von 6 bis zu 18 Jahren angehörten. Diesen Schülern wurde täglich zu Beginn des Unterrichtes drei Minuten lang eine bestimmte Materie vorgetragen. Die nächsten 7 Minuten dienten dazu, den Kindern Zeit zu geben, sich mit diesem Lehrstoff zu befassen und darüber nachzudenken. Während dieser Zeit wurde durch laute Unterhaltung, Grammophonmusik, Violinspiel, plötzliches Ertönenlassen von Weckeruhren und Autohupen und eine ganze Reihe anderer Geräusche versucht, die Aufmerksamkeit der Klasse zu zerstreuen. Nach diesem Zeitraum erst durften die Kinder an die Erledigung der gestellten Aufgabe schreiten: eine Rechnung auflösen, ein Gedicht hersagen, eine Uebersetzung anfertigen u. a. m. Im Laufe dieses Konzentrationsunterrichtes wurde eine ständige Besserung in bezug lauten Zwiegesprächen unserer Nachbarn verursacht, ziemlich «lautschwach». Die Wissenschaftler, gründlich wie sie sind, haben ausgerechnet, dass ein zartes Liebesgeflüster eine Schallstärke von 30 Phon, eine normale Unterhaltung auch nur 40 Phon Lautstärke ergibt. Vielleicht beruhigt uns dieser Gedanke, wenn wir uns das nächstemal über die physikalisch ja nur geringfügige «Lautstärke» einer menschlichen Stimme ärgern, die uns weit mehr als «40 Phon» zu entwickeln scheint! Lärm kostet viel Geld. Jeder Techniker kann uns sagen, dass eine laute Maschine in vielen Fällen schlechter sein wird als eine «leisere» Maschine der gleichen Art — denn für die Erzeugung des Lärms wird überflüssige Energie gebraucht. Ein lautloses, gut geschmiertes Rad läuft leichter als ein ungeschmiertes, der moderne Automobilmotor ist nahezu lautlos zu nennen, wenn man ihn mit jenen brüllenden Untieren der Zeit vor 20 Jahren vergleicht. Das Bestreben der Technik ist also in den meisten Fällen schon deshalb auf möglichste Lautlosigkeit gerichtet, weil der Lärm — indirekt — viel Geld kostet. In andern Fällen wieder hat es nur der Mensch in der Hand, die an sich unvermeidlichen Lärmquellen seiner technischen Gerätschaften im weitesten Sinne einzudämmen. Eine Autohupe beispielsweise muss nun einmal Lärm verursachen, das ist ihre Bestimmung. Aber der Fahrer braucht von dieser Möglichkeit sicherlich meist seltener Gebrauch zu machen, als es gemeinhin geschieht. Die Verkehrspolizei von London hat abends den Gebrauch der Autohupe überhaupt verboten, andere Städte folgten diesem Beispiel — und die Verkehrsunfälle nahmen keinesweg zul Lärm kostet viel Geld, sagten wir. Das gilt aber nicht nur für die Techniker, sondern auch auf einem anderen Gebiet. Es ist der grossen Oeffentlichkeitund so manchem Betriebsführer noch viel zu wenig bekannt, dass sich durch Ausschaltung vermeidbarer Geräusche recht erhebliche Summen in Form von höherer Arbeitsleistung ersparen lassen. Einige unlängst veröffentlichte Fälle zeigen dies sehr deutlich. So herrschte in einer grossen feinmechanischen Werkstatt bisher ein sehr erheblicher Lärm, der die Arbeiter bei ihrer äusserste Sorgfalt erfordernden Tätigkeit empfindlich störte. Man sorgte für Stille in dem betreffenden Arbeitsraum —- und die tägliche Fehlerzahl ging sofort von 150 auf 5 zurück, was natürlich für den Fabrikanten eine entsprechende Mehreinnahme bedeutete. In einem Bureau wurde nachgewiesen, dass die Arbeitsleistung der dort tätigen Stenotypistinnen um volle 80 Prozent hinaufging — weil der störende Lärm in dem Arbeitsraum ausgeschaltet wurde. Zum Schluss noch, ein besonders instruktives Beispiel: in einem grossen Hotelbetrieb wurden bisher die Bestellungen in die Küche hineingerufen, was naturgemäss erheblichen Lärm erzeugte. Man ging nun dazu über, diese «mündlichen» Bestellungen durch optische Signale zu ersetzen — und der Geschirrbruch in der nunmehr «still» gewordenen Küche ging um volle 75 Prozent zurück! Braucht es noch mehr Beweise dafür, dass wir wirklich mit aller Kraft, mit allen Mitteln der Verwaltung, Wissenschaft und Technik gegen den überflüssigen Lärm ankämpfen müssen? Wir sparen dadurch Nervenkraft, Gesundheit — und sogar anunserem Geldbeutel! Dr. H. Wolter. auf Lärmempfindlichkeit bei den Kindern festgestellt. Die Aufgaben wurden von einer immer grösseren Zahl von Schülern richtig gelöst und —• was die Hauptsache ist — der allgemeine nervliche Zustand der Klasse besserte sich laut ärztlichem Befund ganz erheblich. Auch dieses Experiment kann also als Beweis für die Richtigkeit der heute von vielen Kinderärzten vertretenen Ansicht betrachtet werden, dass es angebracht ist, Kinder von frühester Jugend an systematisch mit dem nun einmal unvermeidlichen Lärm vertraut zu machen. Es ist nicht richtig, mit dem Warnruf «Pst, das Kleine schläft!» das ganze Haus auf den Kopf zu stellen und jedermann zu zwingen, auf den Zehenspitzen umherzuschleichen: Baby schläft auch, und zwar genau so gut, wenn es von Anfang an daran gewöhnt wird, dass während, seines Schlafes die Welt ihren gewohnten Gang weiterläuft und — Radau macht. Das Haus der Stille. Zeichnungen Wohnlich Das «Hamburger Fremdenblatt» wusste kürzlich von einem Hausbau zu berichten, der jedenfalls Beachtung verdient. Es sehnen sich heute so viele Menschen nach Stille, dass das Bedürfnis nach entsprechend konstruierten Häusern nicht gering sein dürfte. In unserer Zeit der Technik hallen die Strossen wider vom Donnern der Motoren, vom Gekreisch der Strassenbahnen, von Läuten, Klingeln, Lärmen — eine einzige Marter für die Ohren des gequälten Menschen. Da flüchtet man sich dann in seine häuslichen vier Wände, aber ach, selbst sie bieten nicht Schutz vor dem Tohuwabohu des Getöses. Die Fenster, mit denen der Architekt das Haus versah, mindern den Lärm nur, halten ihn aber nicht ab. Die Mauern sind manchmal so dünn, dass-es den menschenmarternden Tönen keine Schwierigkeiten bereitet, sie zu durchdringen, und in der Wohnung selbst gibt es auch noch genügend Dinge, die das Ohr verletzen. Nun ist man in dem thüringischen Badestädfchen Blankenburg an die Verwirklichung eines Gedankens gegangen, der! mit einem Schlag alle Geister des Lärms beseitigen will. Es wird dort ein «Silentarium» gebaut, ein «Haus der unbedingten Ruhe». Eine kleine Gemeinde von Menschen, die dem Lärm den Kampf bis aufs Messer angesagt haben, hat sich in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Lärmschutz-Verband das Ziel gesetzt, Pionierdienste für ein Leben ohne Lärm zu leisten. Es sollen Wohnhäuser und Eigenheime, ja ganze Siedlungen entstehen, deren Anlagen und Einrichtungen restlosen Schutz vor jedem Radau bieten. Und das «Silentarium», zu dem eben der Grundstein gelegt wurde, soll ein schlagkräftiger Beweis dafür sein, dass diese Idee in die Tat umgesetzt werden kann. Dieses lautlose Haus wird vor allem aus einem Baustoff errichtet, der selbst den aufdringlichsten Lärm vollkommen abhält. Dann aber sind auch in der Innenausstattung einige Neuerungen vorgesehen, die selbst den geringsten Laut vermeiden. Eine knarrende Treppe ist hier eine Unmöglichkeit. Wohl werden die Stiegen aus Holz erbaut, aus einem Holz jedoch, das gegen das Knarren «imprägniert» ist. Eine Selbstverständlichkeit, dass Lautsprecheranlagen nicht vorgesehen sind. Alle Böden sind ganz mit Gummibelag versehen. Fällt in diesem «Haus der Stille» eine Tür ins Schloss, dann ist vorher durch eine sinnreiche Vorrichtung abgebremst worden, so dass sie sich von selbst «anlehnt»; auch die Schlösser und Klinken sind lärmfrei konstruiert. Natürlich dürfen hier auch nur geräuschlose Schreibmaschinen gebraucht werden. Die Menschen, die dieses Haus bewohnen, sind von einer Stille umgeben, die nicht mehr überboten werden kann. Knacken der Lichtschalter — ausgeschlossen I Das Rauschen des Wassers, wenn es in die Badewanne einläuft — unmöglich! Gummi und schallvermeidendes Metall sorgen dafür, dass das erste deutsche «Silentarium» seinem Namen als «Haus der Stille» in jeder Hinsicht Ehre macht. Ein Hotel für „Schlaflose". In der Londoner City soll ein Hotel errichtet werden, das ganz besondere Rücksicht auf solche Gäste nimmt, die einen leichten Schlaf haben und von allem durch den Strassenlärm am Einschlafen gehindert werden. Das Hotel erhält weit dickere Mauern, als dies sonst üblich ist, sowie garantiert schallsichere Fenster. Für Leute, die gern bei offenen Fenstern schlafen, werden die Zimmer mit einer geräuschlos arbeitenden elektrischen Ventilationseinrichtung versehen, die für ausreichend frische Luft Sorge trägt. Auch die Zwischenwände sind stark genug vorgesehen, um jeden aus dem Nebenzimmer kommenden Laut, auch das Sägen des schlimmsten Schnarchers, zu ersticken. cpr. EUTSCHLAND OLYMPISCHE 9SP1ELE BERLIN 1956 Auskünfte und Eintrittskarten bei allen grösseren Reise« büros. Prospekte durch die Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr, ZÜRICH, Bahnhofstrasse 70

N" 46 — Automobil-Revue 13 Ai Th. Avertsohenko: Es war wirklich sonderbar: im Laufe von zwei Tagen traf ich diesen Mann schon dreimal. Er war mir ja vollkommen fremd und ich stand in keinerlei Beziehung zu ihm. Und es gibt doch Der neue Millionär Menschen, die man recht lieb hat und die man öfters treffen möchte — und es vergehen oft Jahre, ohne dass man mit ihnen zusammenkommt. .. Zum ersten Male traf ich diesen Mann (ich weiss bis jetzt noch nicht wie er heisst) in einem der grossen Juwelierladen, wo ich eine Krawattennadel zu einem Geschenke kaufen wollte. Er stand am Ladentisch und wechselte immerwährend den Platz; er stöhnte und seufzte tief auf und machte seinen prachtvollen Pelz mit dem Biberkragen fortwährend auf und zu. «Was möchten Sie eigentlich wählen? fragte ihn wiederholt der geduldige Verkäufer. «Halt solche Steine! Irgendwelche Edelsteine...» «Welche Steine würden Sie vorziehen?» «Diese weissen Steine — sind es Brillanten?» «Jawohl.» «Also Brillanten. Dann möchte ich auch hellblaue Steine ... rote ... Und gelbe gibt's keine?» «Wir haben Topasen.» «Sind es teure Steine?» «Nein, sie sind billig.» «Dann hat's keinen Wert für mich. Brillanten sind wohl am teuersten? Wie verkaufen Sie dieselben? Pro Stück?» «Nein, nach dem Gewicht.» «Also packen Sie mir ein halbes Pfund davon ein.» «Verzeihen Sie, mein Herr, so geht es nicht — Brillanten werden per Karat verkauft.» «Wie?» «Per Karat.» «Ach, das ist ja langweilig. Ich verstehe mich ja gar nicht darauf. Dann kaufe ich sie lieber pro Stück.» • «Soll ich sie Ihnen schon in der Fassung zeigen?» «Was macht mehr her?» «Ja ... in der Fassung werden die Steine halt getragen, während ungefasste Steine einfach aufbewahrt werden.» < «Dann geben Sie mir welche in der Fassung.» «Wünschen Sie ein Halsband zu sehen?» «Gut; ist es teuer?» «Hundertzwanzigtausend.» «Schön! das geht... ist es das hier? Warum sind da nur weisse Steine? Ich möchte auch gern einen grünen Stein dabei haben ...» «Hier ist eins mit Smaragden.» «Es gefällt mir ganz gut, aber wie soll ich's denn tragen?» «Verzeihung, mein Herr, das ist ja nichts für Herren, das ist etwas für Damen. Wenn Sie's Ihrer Frau Gemahlin schenken wollen ...» «Sie Schelm! und wenn ich nicht verheiratet bin?» rief der Unbekannte aus, indem er das eine Auge schlau blinzelnd zukniff. «Hm!» brummte der Verkäufer, mit Aufwand aller Willenskraft seine Ungeduld verbergend. Sie möchten also für sich selber etwas haben?» «Na, selbstredend! und was glauben Sie denn?» «Dann nehmen Sie doch einen Ring.» «Wieviel kostet er?» «Je nachdem. Wollen Sie bitte mal herschauen. Welcher Ring gefällt Ihnen?» «Dieser hier — der hellblaue — kostet wieviel?» «Zweitausendfünfhundert.» «Schund! Ich möchte etwas zu hundertfünfzigoder zweihunderttausend haben.» «Dann nehmen Sie doch einen Brillantring. Dieser hier ist von reinstem Wasser; er kostet siebzehntausendfünf hundert.» «Haben Sie nicht einen noch teureren?» «Nein, aber Sie können ja drei auf einmal nehmen!» «Ja, da haben Sie ganz recht. Packen Sie mir sie ein. Glauben Sie, dass sie schick genug sind?» «Aber ganz gewiss, mein Herr!» «Entschuldigen Sie, aber ich verstehe ja wirklich nichts davon. Sehen Sie, was Papiere anbetrifft, da weiss ich gut Bescheid.» « Börsenpapiere ? » «Ach! was für Börse! Ich meine Zeitungspapiere, Schreib- oder Packpapier — alles was Sie wünschen. Da haben Sie das Geld für die Ringe. Sie können's mir durch Ihren Laufburschen zuschicken — ich möchte mich mit dieser Kleinigkeit nicht herumschleppen. Oder besser, ich stecke sie einfach gleich an die Finger. Was für kolossale Steine! Werden sie auch nicht herausfallen?» «Aber, ich bitt' Sie, mein Herr!.. .» «Denn, wenn sie herausfallen, dann ist ja der Ring auch nichts mehr wert. Was fang ich mit ihm dann an? An Stelle des Steines — ein Loch — ganz" wie ein Fenster mit ausgeschlagener Scheibe. Adieu!» Am Abend desselben Tages traf ich ihn wieder in einem Möbelgeschäfte ... Ich hörte ihn sich ereifern: «Hören Sie mal! begreifen Sie doch: wenn Sie mir sagen würden: ich möchte das beste Papier haben — würde ich Ihnen antworten: Hier zeige ich Ihnen das beste Papier. Aber Sie sagen mir nicht gleich, was gut und Was schlecht ist. Sie sagen mir nur, dass dieses Wohnzimmer aus Rosenholz sei und das andere sei im Stile irgendeines Ludwigs. Na! aber welches ist nun das schönere?» «Welches Ihnen besser gefällt. . .» «Welches ist denn das teurere?» «Dasjenige aus Rosenholz; siebenunddreissigtausendzweihundert.» «Nun, so packen Sie mir dieses Zimmer ein; und was haben Sie noch für Zimmer?» «Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Speisezimmer, Vorzimmer...» «Und welche noch?» «Auch ein Boudoir ...» «Das sind ja erst sechs! Ich habe ja zehn Zimmer; womit soll ich dieselben ausfüllen, sagen Sie mir gefälligst?» «Wer wird in der Wohnung bei Ihnen noch wohnen?» «Ich wohne ganz alleine.» «Hm!. . . dann könnten Sie noch ein Bibliothekzimmer nehmen.» «Das wären sieben. . . nun, und noch?» «Man könnte dann ja ein Zimmer in russischem Stile einrichten. Dann könnten Sie ja ein zweites Arbeitszimmer machen ... eins zum arbeiten, das andere — einfach so.» Beide sahen sich blöde an und dachten angestrengt nach. «Das sind also neuen Zimmer — und was soll ich ins zehnte hineinstellen?» «Das zehnte... das könnten Sie ja jemandem vermieten. Wozu brauchen Sie wirklich für sich alleine zehn Zimmer? Sie haben ja genug an neun. Vermieten Sie's — es wird Ihnen auch fröhlicher sein.» «Das ist eine gute Idee. Ich möchte aber, dass das Zimmer recht stilvoll möbliert sei.» «In welchem Stile, mein Herr?» «In einem guten Stile. Ich überlasse es ganz Ihrem Geschmacke... ha, ha! — jetzt machen Sie mal die Rechnung — wieviel macht's?» Am nächsten Tage trafen wir uns, zu unserem beiderseitigen Erstaunen, auf einer Gemäldeausstellung. Er schien mich schon zu kennen. Et stellte sich hinter mich; sah über meine Schulter hinweg auf das Gemälde, vor dem ich stand und fragte: «Ist es was Schönes?» «Dieses Gemälde?» Nicht schlecht. Es hat nicht genug Atmosphäre ...» «Ganz recht! es fehlt wirklich hier an Luft zum Atmen. Und ich wollte dieses Gemälde schon kaufen. Ich sah, dass Sie dasselbe lange betrachten — da dacht' ich mir... das muss gewiss ein gutes Gemälde sein! Ich habe schon drei Bilder gekauft.» — «Welche?» WOIUNGER BERN Lied Kinder spielen unter der Linde Ringelreih'n. Alles duftet so leise, so linde — und Blumen blühen am Rain. Tränen kommen mir — schwimmen zurücke Weit, weit fort. — Klimmen wohl auch noch über die Brücke Heim zum Heimatjugendhort. O ich möchte noch einmal ein Kind sein, Spielend Kind. Noch einmal voll Friede, voll Glück lind sein, Fühlen im Grase den Wind. Ein einzigmal noch den Kuckuck hören -* Kindlich froh. Dir, Himmel, nochmals glaubensgross schwören, Dass ich dich fand* irgendwo. Am Endspurt von Seva I und II, wie ging es da zu? Mehrere Wochen schon vor der Ziehung schwollen die Losbestellungen bis über 70 000 Fr. taglich an. Unsere Geschäftsstelle wurde fast erdrückt. Und was war die Folge? Die Lose konnten nur mit Verspätung versandt—schlimmer noch, unzählige Besteller konnten überhaupt nicht mehr bedient werden. Die Lehre daraus: Handeln Sie in Ihrem eigenen Interesse noch heute ... nicht erst morgen. Auf der Post wartet der grüne Einzahlungsschein. Zücken Sie die Feder — füllen Sie ihn aus. 1 Los Fr. 20.— (Zehn-Los-Serie, die ja mindestens 1 Treffer enthält, Fr. 200.—) plus 40 cts. Porto — Postcheck III 10026 — Adresse: Seva-Lotterie, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 cts. mehr.) Lose auch bei den bernischen Banken erhältlich. Gewinnchancent Seva III ist die Einzige, die nicht weniger als 60% der Los-Summe in Treffern ausschüttet. Darüberhinaus ein populärer Trefferplan mit besonders zahlreichen mittleren Treffern. ' ^*^k 3% Millionen zahlten Seva I und II an ihre Gewinner prompt und zur Zufriedenheit aller ausl So wird es auch diesmal sein. Trefferauszahlung ohne Steuerabzug auch an alle Gewinner ausserhalb des Kant. Bern. ZIEHUNGSPLAN 1 Treffer ä Fr. 250.000 1 Treffer & 100.000 1 Treffer ä 50.000 1 Treffer & 40.000 1 Treffer ä 25.000 2 Treffer ä 20.000 1O Treffer ä 10.000 20 Treffer ä 5.000 45 Treffer & - 2.000 105 Treffer ä 1.000 3OO Treffer & 400 450 Treffer ä 200 2100 Treffer h 100 12000 Treffer ä 40 15037 Treffer Fr.1.800.000 = 60% der Lossumme Doch — wuchs ich heran, mögen die Tage gezählt sein. Nicht noch einmal ertrüg' ich die Klage Um mich, um mein Einsamsein Auf der Welt. Ludwig Helmhäuser. Keine unliebsamen Situationen bereitet dieser Qualitätsstrumpf. 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