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E_1936_Zeitung_Nr.084

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Automobil-Revue — N°

Automobil-Revue — N° 84 JxinzeH, und Ein Vorfall, der sich in der Pfarrei des eng-Konferenzelischen und Beratungen wurde eine Bnigung Städchens Withnell, Lancashire, abspielte, erzielt und Mr. Barker wieder eingesetzt. hatte zahlreichen tanzfreudigen Personen im ganzen Diese lokalen Einzelheiten interessierten die Land zu denken gegeben. In Withnell ereig- nete es sich nämlich, dass nach einer Hochzeit einige junge Leute, die an ihr teilgenommen hatten, so übermütig wurden, dass sie in dem der Kirche angeschlossenen Schulraum einen kleinen Tanz improvisierten. Die Folge davon war, dass der Vikar von Withnell, Reverend S. J. Archer, den Oeffentlichkeit nicht so sehr wie die Frage, ob der Tatiz wirklich gefährlich sei, denn der Vikar hatte sich geäussert, das Tanzen berge für viele Menschen zahlreiche Gefahren in sich, die vor allem auf das moralische Gebiet Bezug hätten. Dass die Tanzlehrer ganz anderer Meinung sind, versteht sich von selbst. Sie betonen die sportliche Laienprediger der St. Lukes-Missionskirche, Mr. D. und künstlerische Note des modernen Gesellschaftstanzes Barker, entliess, weil er diesen Unfug geduldet und wissen nichts von einer bedroh- hatte. «Das Tanzen>, meinte er, «gehört zu denten Moral. Ja, es fand sich sogar ein Amtskollege Feinden des kirchlichen Fortschrittes und hat jedenfalls in keiner Organisation und in keinem Raum des Vikars von, Withnell, der selbst Komponist von Tanzmusik ist, und sagte: «Ich habe natürlich nicht etwas zu suchen, die irgendwie mit der Kirche in die Absicht, meinen Amtsbruder zu kritisieren, aber Zusammenhang stehen.» ich halte die generelle Verdammung des Tanzens Mr. Barker war nun zwar Gast dieser Hochzeit für falsch. Es ist weder unmoralisch noch unchristlich. gewesen, hatte aber dem Walzertanz nicht beige- Ich ermuntere meine Pfarrkinder sogar, wohnt. Trotzdem erklärte er nachher, das Tunzu tanzen, da ich glaube, dass es ihrer Gesundheit der jungen Leute nicht missbilligen zu können. förderlich ist.» Auch ein römisch-katholischer Priester ist dieser Ansicht: «Die Kirchen sollten nicht Seiner Amtsenthebung folgte eine kleine Palastrevolution — hundertfünfzig Pfarrkinder verlangten, die Gefahren, sondern die Vorteile des Tanzens dass Mr. Barker wieder in Amt und Würden eingesetzt werde. Die Sache ging sogar vor denziehen. Sie würden dann mehr beachten und es auch in das Pfarrleben eihbe- Kirchenbesucher Bischof von Blackburn, Dr. Herbert, der seinerseits wieder meinte, sie wäre allein durch den Vikar zu entscheiden und ginge ihn nichts an. Nach langen haben als jetzt. Es ist nichts Sündhaftes am Tanzen.» Die Stimmung beeinflusst sehr das gute Aussehen. Darum kann ein genussreicher Auto-Ausflug wirkt, gegen Witterungseinflüsse schützt und den welche einem Austrocknen der Haut entgegen- von kosmetischem Werte sein. Oft sind aber die Teint vor zu starker Ermüdung behütet. Ob und inwieweit Sie sich darüber hinaus auch mit Puder Schönheits-Schäden zunächst grösser. Staub, rauhe Luft, die Ausdünstungen der Autos zerstören und Schminke zurechtmachen, ist eine Frage, die den samtartigen Teint, von dessen Erhaltung soviel ganz von der Individualität abhängt. Dezenz und abhängt. Der auf der Fahrt angenehm kühlende Harmonie dürfen dabei jedenfalls niemals ausser Wind trocknet schliesslich selbst eine strapazierfähige und relativ fette Haut aus, rötet sie, macht sie Autofahrerin Anmut und Liebreiz bewahren und acht gelassen werden. Dann können Sie auch als faltig und rissig. Ganz besonders schlimm ist erst die sportliche Eleganz Ihrer Kleidung durch holden eine dünne und trockene Haut daran. Bei einem Blütenschimmer Ihres Teints krönen! längeren Aufenthalt unterwegs wird vielleicht noch rasch etwas Maquillage getrieben: nachpudern, Lippen schminken — ohne dass vorher das Gesicht genügend gereinigt ist. Allzuviel Bohnen säubern den Teint körperliche und seelische Unruhe ermüdet und begünstigt Runzelbildung. So wird unabsichtlich das gute Aussehen untergraben, und nur sorgfältigste Behandlung am Abend kann das tagsüber Versäumte gutzumachen suchen. Was ist also zu tun? Auf das Achtsamste muss aller Staub und alle Unreinlichkeit am Abend aus dem Gesicht entfernt werden, vor allem von Stirn und Schläfen. Sie können dazu praktisch Watteblättchen benutzen. Machen Sie keine scharfen Waschungen! Zartheit bei der ganzen Gesichtsbehandlung sei Ihr oberstes Gebot. Vermeiden Sie die Anwendung von alkoholhaltigen Kosmetika, von Resorzinspiritus, von Vaselin und,Glyzerin! Ihre schon gereizte Haut würde dadurch nur noch mehr geschädigt. Zur Erfrischung können Sie eventuell ein reines Blütenduftwasser verwenden, das Sie aber besser nicht auf der Haut verdunsten lassen, sondern mit reiner Watte abwischen. Auch durch eine aus Eigelb und süssem Mandelöl hergestellte Mayonnaise, die Sie einige Zeit auflegen, können Sie Ihrer zuvor gereinigten Haut wohltun. Vor allem aber führen Sie nachts über Ihrer ausgetrockneten Haut genügend Fett zu, am besten als reine, fette Salbe oder als nährende Hormon-Creme. Und gegen die Strapa 4 zen des neuen Tages müssen Sie sich dann durch eine entsprechende Vorbereitung am Morgen wappnen: legen Sie eine matte, fette Creme auf, .Munition für Jagd. Sport and Veiteidiijraiis Löwen str. 42, Zürich 1 Gr.Spezia -Geschäft der bchweiz. Beste Heierenzen i (Jubiläumskatalog Nr. o9 von 200 Seiten mit 1200 Abbildungen aea. Tr. 1.- in Marken) Hellbeige Jumper mit weich fallender Fasse und diskret erfolgt der Versand meines illustr. Kataloges Nr. 6 über sämtliche Sanitäts- u. Gummiartikel, Frauendouchen etc. S. Recla-Bücheli, Chur. Martinsplatz 6, I. St Der Bohne, als Gemüse überall im Gebrauch, werden gleichfalls ganz merkwürdige Eigenschaften beigemessen. Unter anderm beseitigt der Genuss der abgekochten Samen auch hartnäckige Hautunreinigkeiten des Gesichtes, die sogenannte Akne. Das Bohnenmehl wird gegen Hautausschläge verwendet und beseitigt angeblich das Jucken. VVunderbare Dinge werden der Brennnessel nachgesagt, aus deren Fasern im Kriege ein Gewebe von seidenartigem Glanz als Ersatzstoff hergestellt worden ist und die auch ein gutes Klebemittel an Stelle des Gummis lieferte. Kaum aber wird gewusst, dass sich die Brennessel angeblich bei akutem und chronischem Gelenkrheumatismus und bei Entzündungen des Rippenfelles heilsam anwenden lässt. Aber damit ist die Wirkung dieser Pflanze, mit der man eine unmittelbare Berührung zum Blumenpflücken ängstlich scheut, durchaus nicht erschöpft. Aus jungen Brennesseln macht man Salat oder Gemüse, das als sehr heilkräftig bezeichnet wird. Aeusserlich wird sie zur Blutstillung, verwendet, innerlich gegen Erbrechen. Inserieren bringt Gewinn Photo Niebuhr Schönheitsfibel für Automobilistinnen" Von Dr. P. M. Moufang. WAFFEN W. Jjm ^fchuxwvzuxald Hornberg bei der evang. Kirche Das 1. Haus am Platze. Zentralheizung, Zimmer mit fließ, kaltem (Bad. Schwarzwald) u. warmem Wasser, eigene Forellenfischerei, Garagen. Tel. 203 Prospekte durch die Bes. Frau Ernst Schreiber Wwe. + Gratis # Posthotel und Pension wie schützt man sich gegen Mückenstiche? Der beste Schutz gegen Insektenstiche aller Art ist unzweifelhaft ein besonders auf Java gewonnenes Oel, das Weissholzöl (Oleum kajuputi), das aus einer Myrtacee gewonnen wird und, wenn man sich damit eingerieben hat, alle Insekten verscheucht; es riecht ähnlich wie das Eukalyptusöl und wird daher nicht nur von Mücken, sondern auch von vielen Menschen nicht vertragen. Für europäische Verhältnisse besser geeignet ist eine Tinktur aus Pyrethrum roseum, die überall erhältlich ist, die nicht unangenehm riecht, die Haut nicht schädigt und etwa 10 Stunden lang wirkt, so dass man -für die Nacht, wenn man den Mückenstichen besonders ausgesetzt ist, vor Blutanzapfung bewahrt bleibt. Albanien verbietet Kurpfuscherei. Durch ein neues Gesetz ist in Albanien die Ausübung des ärztlichen Berufes an eine Bewilligung der Generaldirektion für das Gesundheitswesen verknüpft wurden; auch Apotheker und Hebammen müssen entsprechende Bewilligungen haben. Die Kurpfuscherei wird unter schwere Strafen gestellt, die bis zu 3 Jahren Gefängnis gestaffelt sind. Das Gesetz ist um so bemerkenswerter, als Albanien noch heute das Land mit der geringsten «Arzt-Dichte» in Europa ist; die Kurpfuscherei wird sich trotz der Strafandrohung nur unc • • Stadttheater Abends 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Fr. abend IB. Okt. 3 X Georges (B-Ab. 3). Sä. abend 17. Okt. Premiere: Iphigenia in Aulis, Oper von Chr. W. v. Gluck. So. nachm. 18. Okt. Tosca, Oper von G. Puccini. So. abend 18. Okt. 3 X Georges. Mo. abend 19.Okt. Trois... Six... Neuf, Gala Karsenty. Di. abend 20. Okt. Volksvorstellung. Mi. nachm. 21. Okt. Heidi, Kindervorstellung. Mi. abend 21. Okt. Iphigenia in Aulis, mit Sigrid Onegin als Gast. Do. abend 22. Okt. Tannhäuser. Schauspielhaus Abends8 U r Fr. abend 16. Okt. 8 Uhr: Hamlet im Conservatoire de Danse, Obere Zäune 20 Ltg.. Mario Volkart, du ThSätre nat. de 1'OpÄra de Paris. Allgemeine Körperkultur, Rhythm. Atmungs-Heil-Gymnastik. 2 schöne, helle Säle, Douchen, Massage. Marcel Pagnol presente son dernier film Topaze. schwer ausrotten lassen, da namentlich für die gebirgigen Gegenden nicht genügend Aerzte vorhanden sind, und da die alt«*i Weiber sowie die «Dorfzauberer», in deren Händen praktisch die Sorge um das «Gesundheitswesen» gelegen hat, sich ihren Einfluss bestimmt nicht durch ein Regierungsgesetz nehmen lassen werden. Keine «Hauchmaschinen» für Winterfilme mehr Vor einiger Zeit waren in Pariser Filmateliers.. «Hauchmaschinen» in Betrieb genommen worden. Die «Hauchmaschinen», in Wirklichkeit winzige Apparate, wurden den Darsteilem in den Mund gesteckt, und wenn diese sprachen, kamen auch kleine Rauchwolken aus dem Munde, so dass der Eindruck von Winteraufnahmen vollendet war. Allerdings hat sich jetzt herausgestellt, dass die Hauchmaschinen die Klangfarben der Stimmen unvorteilhaft beeinflussen; infolgedessen ist man jetzt dazu übergegangen, die Winterkälte nicht mehr zu imitieren, sondern ^sie durch vorübergehende Eiskühlung der Ateliers tatsächlich herzustellen, cpr. Wieviel müsste man Ihnen zahlen? Eine englische Zeitung prüft augenblicklich die Charakterstärke ihrer Leser. Sie wirft in einem Rundschreiben die Frage auf: «Wieviel müsste man Ihnen zahlen, damit Sie ... einen Diebstahl begehen? ... einen Menschen töten? ... zehn Jahre auf einer einsamen Insel leben? ... zu Fuss bis Indien gehen?» ... usw. und zwischen diesen ungewöhnlichen Taten ist eine, die für. England besonders typisch ist: «Wieviel müsste man Ihnen geben, damit Sie beim Spiel von « God save the King» sitzen bleiben?» Zahlreiche Leser haben die Summe angegeben, für die sie zum Mörder werden^ können. Kein einziger wollte während der Königshymne sitzen bleiben. Empfehlenswerte Unterhaltungs- u. Gaststätten »t nachm. 3H Uhr Sa. abend 17. Okt. Der erste Frühlingstag. So. nachm. 18. Okt. 3^ P^ Dr. med. Hiob Praetorius. SO. abend 18. Okt. 8 Uhr: Hamlet, von Shakespeare. Gymnastik — Tanz «Qemischtec SaCat» Küh StudiO Nord-SÜd Schiffländeplata Hungaria - Jonny Bar Beatengasse 11 Erstkl. Küche, gepflegte Weine. — Täglich Konzerte erster Orchester. Parkplatz vor dem Haus. Inh.: Farn. 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84 — Automobil-ReTue 15 Ra.t*^l*^«:l*«3 Wir gpben Euch diesmal kein neues Rätsel auf; dafür haben wir den Einsendetermin des Labico- Wettbewerbes noch um einige Tage verlängert, und zwar müssen die Lösungen bis spätestens Dienstag, dtn 20. Oktober, abends 18 Uhr in unserem Besitze sein. Jenen Neffen und Nichten, welche sich bis jetzt noch nicht an die Lösung heranwagten, ist also noch Gelegenheit geboten, einen von der Labico gespendeten Preis zu gewinnen. Das grosse Kreuzworträtsel in Nr. 80, dessen Te*t in Keimen gesetzt war, scheint schwerer gewesen zu sein, als man glaubt. Fast soviele falsche wie richtige Lösungen I Kein Wunder, ein Neffe kann mit dem Wort tRasulin» nichts anfangen. Der Onkel auch nicht. Es muss nämlich heissen «Rqsuren», und der Titel Herr'heisst im Altitalienischen cSer>, das «Sir» ist Englisch. XnflSffang des Auto-Kreuzworträtsels. Waagrecht: 1. Bon. 4. Austro-Daimler. 13. Garagen. 14. Hanomag. 16. Eran. 17. Onzen. 19. Muse. 2O7Tal. 22. Ein. 24. Sub. 25. Pik. 27. Sau. 28. Yen. 30. Ramasan. 33. Ser. 34. Heros. 36. Motiv. 37. Range. 39. Eilet. 40. Natal. 41. Feste. 43. Rosen. 48. Supra. 47. Ate. 48. Martini. 50. Tee. 51. Bad. 52. Eos. 53. Un. 54. Hue. 56. Erl. 58. Ign. 59. Sela. 61. bnik. 63. Klee. 64. Erskine. 65. Salmson. 67. Nationalität. 68. See. Senkrecht: 1. Bonne. 2. Od. 3. Nahen. 4. Äarauer. 5. Ural. 6. San. 7. Tg. 8. Reo. 9. Jan. 10. Lom. 11. Emus. 12. Rasuren. 13. Getriebeachse. 18. Gebirgsrennen. 18. Zitat. 21. Sir. 23. Ran. 26. Kamerad. 27. Savanne. 29. Noete. 31. Motor. 32. Sinei. 33. Salut. 34. Huf. 35. Sie. 37. Ras. 38. Eta. 42. Steuern. 44. Stern. 46. Peugeot. 48. Man. 49. Ion. 55. Elsa. 56. Esens. 57. Lisle. 58. Ilse. 60. Akt. 61. Ino. 62. Kai. 63. KMA. Liste der richtig eingesandten Lösungen. J. Aebischer, Merenschwand; Frau R. Bedert, Solothurn; Frl. M. Bossert, Lenzburg; W. von Meiss, Winterthur; K. Dängeli, Bem; Frau T. Hunziker- Aichele, Riehen; Frau I. Keppeler, Rheineck; Frl. K. Küderli, Zürich; A. Künzle, Wattwil; Frl. E. Marbach, Bern; Frau Matthaei, Erlenbach; H. Roelli, St. Gallen; Frl. T. Ruchti, Münchenbuchsee; F. Wenger, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. Preisträger: Frl. K. KüderU, Zürich; Frau Matthaei, Erlenbach; M. von Meiss. Winterthur. Redaktion des. Auto-Magazins: Dr. Hans Rud. Schmld. Humor und Musiker. Ein Geheimnis. In einer angeregten Gesell* schaft unterhielt sich Johannes Brahms mit einer Dame, die sehr viel Fragen stellte. Schliesslich wollte sie noch wissen: « Und nun sagen Sie nur noch, lieber Meister, wie machen Sie es nur, immer so gefühlvolle Melodien zu schreiben?» Da neigte sich Brahms zu ihr und flüsterte: « Eigentlich ist es ein Geheimnis, Gnädigste, bitte, verraten Sie es nicht: Die Verleger bestellen es so bei mir!» Entschuldigt. Ein Herr trifft einen ihm bekannten Musiker in einem Nachtlokal. «Wie konnten Sie nur so tief sinken?» fragt der Herr. Darauf der Musiker: «Ich bin doch nicht als Herr hier, sondern als Pianist.» * • * Die australische Sängerin Nina Devitt debütierte kürzlich im Londoner Rundfunk, der große Reklame für diese Sendung gemacht hatte. Besonderen Anklang fand ein neues Chanson, das «I want a little dog...» (Ich möchte einen kleinen Hund...) betitelt ist. Die Rundfunkübertragung hatte eine unerwartete Wirkung: als die Künstlerin abends in ihr Hotel kam, erwarteten sie über drei Dutzend Hunde der verschiedensten Rassen; ihre Bewunderer hatten ihr Lied ernst genommen und sich beeilt, ihren Wunsch zu erfüllen. « Höchste Zeit, dass er dich heiratet. Ich lab w schon satt, ihn immerzu mit liebeswürdigem Lächeln zu begrüssen.» Geistesgegenwart. Als der Abbe Voiseron erfuhr, dass der grosse Turenne ihm nicht mehr wohlwollte, eilte er zu ihm, um sich zu rechtfertigen. Kaum erblickte ihn Turenne, als er sich abwandte und ihm den Rücken zukehrte. «Ah, jetzt bin ich aber froh», rief der Abbe, «ich sehe, dass Sie, mir nicht mehr zürnen und mich nicht als Ihren Feind betrachten.» Höchst erstaunt drehte sich Turenne nach ihm um: «Ja, wieso denn?» * «Weil Sie noch nie einem Feinde den Rücken zugekehrt haben! » Da musste Turenne lächeln, reichte dem Abbe die Hand und sagte: «Mein lieber Voiseron, man kann Ihnen nicht böse sein. Nicht mal im Scherz! » Vergleichsweise. « Es ist doch sonderbar », bemerkte der Gatte, «Ihr Frauen findet den eigenen Hund immer besonders schön. Die Hunde anderer sind nicht der Rede wert.» «Noch sonderbarer ist es», entgegnete die Gattin, «dass Ihr Männer die Frauen anderer besonders schön findet. Die eigene ist nicht der Rede Wert.» * • * Zum Professor Dissoix aus Montpellier kam ein Jüngling und erklärte: «Herr Professor, ich habe dieser Tage bei Ihnen die Prüfung abzulegen. Ich bin aber völlig unvorbereitet. Und, sehen Sie, mein Vater will der Prüfung beiwohnen. Er kommt aus Marseille hierher ... Ein so weiter Weg, Herr Professor ... Ich würde ihn so ungern enttäuschen...» Der Professor von der Naivität und der Gutmütigkeit des Burschen entwaffnet, deutete an, dass er sich besonders stark für die Napoleonkriege interessiere. Das genügte. Der Tag der Prüfung kam. Der Professor erkannte unter den Prüflingen auch seinen Besucher. Als dieser an den Tisch trat, sagte er: « Geben Sie uns eine Uebersicht der Napoleonischen Kriege.» Der junge Mann schwieg. Der Professor sah ihn erstaunt an. «Warum schweigen Sie denn? fragte er. Da beugte sich der Kandidat zu ihm hinab und flüsterte: « Es hat keinen Zweck, Herr Professor. Mein Vater ist nicht gekommen.» Verdi war bei einer Familie zu Gast und musste nach dem Essen Kompositionen des Sohns über sich ergehen lassen. Er winkte einem guten Freund und beide schlichen aus dem Konzertzimmer. Draussen sitzt das Dienstmädchen an der Tür und schläft. Verdi flüstert dem Freunde zu: «Das Mädel hat gehorcht! » * * * Eine 107jährige, Madame Bombaron, wurde soeben vom Präsidenten von Frankreich mit dem Kreuz der Ehrenlegion dekoriert. Die Journalisten fragten sie, welches politische Regime ihr am besten gefallen habe; sie müsse darin doch einige Erfahrung haben, da sie in der Regierungszeit Karls X. geboren sei. Die Antwort war überraschend: «Das zweite Kaiserreich ». Man wollte den Grund wissen: «Unter dem Kaiserreich hatte ich meinen ersten Verehrer», sagte die Greisin. Shaw, befragt, was er von der Verfasserschaft der Shakespearischen Dramen halte, erledigte das Problem mit dem Urteil, die Stücke von Shakespeare seien gar nicht von Shakespeare; sie seien von einem Manne gleichen Namens ... Prüfung int Freien. Professor Sauerbruch, der berühmte Chirurg, nahm bisweilen, wenn er überlastet war und zu Vorträgen und Kongressen musste, gleichzeitig aber Prüfungen zu absolvieren hatte, bisweilen die Kandidaten im Auto mit und prüfte sie unterwegs. So war er einmal wieder mit drei Unglücklichen auf der Fahrt. Zwei waren bereits wegen Unkenntnis auf offener Landstrasse abgesetzt und der dritte schwitzte schon Angst angesichts des bevorstehenden gleichen Schicksals. Plötzlich erhellt sich sein Antlitz: «Bitte, Herr Geheimrat, lassen Sie mich 1 durchfallen!» — « Warum? » « Weil wir jetzt gerade eine Bahnstation passieren!» Dieser Kandidat soll bestanden haben. * * -* Broadway-Aristokratie. Frau Vanderbilt erzählt bei einer Cocktail-Party von den Sorgen, die ihr Algernon, ihr siebenjähriger Sohn und Erbe, bereitet. «Denken Sie nur, neuerdings schreit er den ganzen Tag, er wolle Shirley Temple heiraten!» Und die schwergeprüfte Mutter fügt, höchste Empörung markierend, hinzu: «Denken Sie doch, ein Vanderbilt und eine Schauspielerin!» ... .