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E_1938_Zeitung_Nr.012

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 'FREITAG, 11. FEBRUAR 1038 *-r N°I2 Schroeizer und Amerikaner am Qenfer Salon Der neue Saurer-Geländewagen mit Vierradlenkun g und Vierradantrieb in -voller Aktion. Er ist imstande, Steigungen von mehr als 60% und Fluss laufe von 90 ccm Tiefe zu durchqueren und wurde speziell für Heeres-Bedürfnisse konstruiert. De Soto - Fassade 1938. Buick 1938" Roadster. Links: Der neue Nash wird auf Wunsch mit einer neuen Schalteinrichtung ausgerüstet, welche das Schalten erleichtert. An Stelle normalen Schalthebels tritt dann nur ein kleiner Hebel am Instrumentenbrett. n\i l t\ feV Links unten: Der viertürige Innenlenker von Ford, Luxussörie, der sich dieses Jahr auch äusserlich von der Standard-Ausführung unterscheidet Dies gilt sowohl bezüglich dor Behandlung des Kühlers, als auch der Kotschützer und des Wagenhecks. Berna-6-Tonnen-Dieselchassis, Modell L 5 a - ID. Druck. Cüche> und Verlag: HALL WAG A.-G., Halleiacho Buchdruckerei und Wagnerscbe Verlagsanstalt, Bern.

NO 12 II. Blatt BERN, 11. Febr. 1938 12 II. Blatt BERN, 11. Febr. 1938 Hätten wir ein Lexikon über das Motorfahrzeug und sein ganzes Drum und Dran zu verfassen, was — dem Himmel sei's gedankt — nicht der Fall ist, so würden wir da irgendwo zwischen «Lenkhebel» und «Lenkzapfen» drin das Wörtlein «Lenk-Komfort» unterbringen und dieses halb deutsche, halb welsche Sprachgebilde etwa so umschreiben: « Lenk-Komfort: Zusammenfassender Begriff für all das, was die Tätigkeit des Fahrers erleichtern und angenehmer gestalten hilft.» Eine Rundfrage darüber, welche Art von Neuerung nun am meisten zur Hebung des Lenk-Komforts beigetragen hat, würde für uns zweiefllos mit der Lehre enden, dass in jedem Kopf wieder eine andere Idee steckt, wie das höchste Glücksgefühl oder sagen wir bescheidener «Behagen» am Volant zu erreichen sei. Ueber ein's sind sich jedoch bestimmt fast alle einig, die gelegentlich mal auch grössere Fahrten unternehmen und nicht nur täglich von der Wohnung ins Geschäft zwei Strassen weiter hinüberfahren : dass nämlich die bequeme Haltung von kardinaler Bedeutung ist. Endlich sind wir so weit, dass sich beinahe in jedem Wagen wenigstens der Fahrersitz vers'tellen lässt, und zwar mit grösster Leichtigkeit, ohne dass deswegen das «Uebergwändli» hervorgekramt werden muss. Nichts als ein kleiner Druck mit Absatz öder Fingerspitze, und schon lässt er sich in die gewünschte Lage rücken. Aber damit ist noch nicht jedem von uns geholfen. Denn die Welt besteht ja nicht allein aus Mittelmässigkeit, auch nicht im Dimensionalen. Es gibt Grosse und «Kleinere», Dünne und «Vollschlanke». Und jedem soll der Besitz seines Wagens und das Fahren Freude bereiten. Also wäre es eigentlich nichts als konsequent, gleich noch ein Stückchen weiter zu gehen und neben dem Sitz auch gerade das Lenkrad verstellbar einzurichten. Die Engländer haben den «Braten» als erste gerochen und bauen deshalb ihre Lenksäulen schon vielfach ausziehbar, wie dies etwa bei Vauxhall, Riley u. a. zutrifft. Die letztgenannte Firma geht sogar noch einen Schritt weiter und bildet ihre Lenksäulen in senkrechter Richtung um einen bestimmten Winkel schwenkbar aus. Eine ähnliche Bewandtnis hat's mit der Sicht. Wenn wir dauernd mit gekrümmtem Rükken, geneigtem Haupt und frommem Augenaufschlag am Lenkrad sitzen müssen, um unter dem obern Fensterrand noch durchzusehen, so fördert dies entschieden die Ermüdung. Unbehinderte Sicht nach allen Seiten, nicht zuletzt aber auch auf die Instrumente, erhöht den Lenk-Komfort. Die wichtigsten Armaturen sollten so liegen, dass sie sich dauernd im Sichtfeld befinden und wir nach ihnen nicht den Kopf zu wenden brauchen. Vieles hat sich hier gebessert. Man hat die verschiedenen «Uhren» direkt vors Lenkrad ans Instrumentenbrett gepflanzt, hat am Volant eine oder gar zwei Speichen weggelassen, um das Blickfeld zu ihnen hin freizulegen (ein gutes Beispiel hiefür: Oldsmobile). Bleiben derart in der Instrumentenplacierung Fortschritte zu verzeichnen, so hat sich ihre Beleuchtung gleichfalls ganz gewaltig verbessert. Man hat gelernt, das ganze Zifferblatt mit gleichmässiger Lichtstärke zu erhellen, hat herausgefunden, dass grünes Licht für diesen Zweck wohltätiger ist als gelbes, da es unterwegs viel weniger stört. Mehr noch, man wünscht die Augen möglichst nicht von der Fahrbahn abzuwenden. Also wäre es zweckmässig, auch alle Bedienungshebel in Nähe des Lenkrades anzubringen. Und — heureka — man kann direkt zuschauen, wie sich alles immer mehr um das Volant konzentriert. In seinem Zentrum findet sich bereits gelegentlich der Winkelhebel, unterhalb am Lenkstock werden Hörn und Abblendschalen montiert, und zwar soweit aussen, dass die Fingerspitze sie erreicht, ohne dass die Hand das Lenkrad zu verlassen braucht. Immer mehr Anhänger gewinnt die fussabblendung, während dafür anderseits der Anlaßschalter ans Instrumentenbrett hinauiwandert. beides eine Annehmlichkeit. Der linke Fuss, der auf nächtlichen Fahrten nur wenig beschäftigt ist, erhält eine neue Tätigkeit. Dafür dürfen jetzt die Hände dauernd am Lenkrad bleiben. Dem gegenüber ist es beim Abstellen im Verkehr wichtig, dass wir beide Pedale für die Füsse frei haben. Wir kommen am raschesten wieder in Fahrt, wenn nur die rechte Hand schnell am Instrumentenbrett das Knöpfchen niederdrücken muss, statt dass wir die Handbremse ziehen, die Fussbremse verlassen und erst als dritte Manipulation mit dem Fuss den Starter bedienen. Noch origineller hat Buick die Anlassfrage gelöst. Hier tritt der Starter automatisch in Funktion, sobald Sie das Gaspedal niedertreten. Und wenn Ihnen der Motor mal abstellen sollte, so lassen Sie es nur rasch.ganz zurück, um es darauf von neuem niederzutreten. Schon ist er wieder da. Das Abschalten des Startstroms geht automatisch vor sich. Sogar der nandbrems- und der Schalthebel sind au! die Wanderschaft gegangen. Ersterer versteckt sich oft fast ganz vor unsern Blicken unterm Instrumentenbrett, als ob er an einem heimlichen Minderwertigkeitskomplex litte, seit ihm die Arbeit immer mehr abgenommen* und er bald nur noch zum Parken benötigt wird. Denn für das Anfahren am Hang haben wir ja heute die sogenannten Bergstützen, Vorrichtungen, die das Rückwärtsrollen beim Anfahren nach dem Lösen der Handbremse verhindern (Hudson und Studebaker). Der Schalthebel aber findet sich immer häufiger am Instrumentenbrett oder auch am Lenkstock. Führend sind da die europäischen Konstrukteure vorangegangen, wie etwa Adler, Audi, Citroen, DKW und Peugeot. Jetzt kommt gleich ein ganzes Schock von amerikanischen Marken hinzu. Letzte Konsequenz, wenn drei Personen unbehindert auf der vordem Bank Platz finden sollen. Zwar handelt es sich bei einer Reihe amerikanischer Wagen hiebei nicht um richtiggehende mechanische Schalthebel, sondern eigentlich um eine Art grossen Vorwählhebels, der nicht selbst die Verschiebung der Zahnräder oder Schaltklauen besorgt. Man geht ja heute darauf aus, dem Fahrer Jede körperliche und geistige Mühe so weitgehend wie möglich zu ersparen, baut Kompensationsfedern in die Kupplungsbetätigung ein, um das Pedal leichtgängig zu machen, hat neue Bremssysteme, wie z. B. die englische Girlingbremse geschaffen, die bei gleicher Bremswirkung einen geringem Pedaldruck verlangen, Lenkungen, die keinerlei Stösse der Fahrbahn auf das Lenkrad übertragen und spielend leicht zu handhaben sind. Dabei blieb man aber nicht stehen. Zusehends stärker setzt sich die Tendenz durch, dass Schalten ganz oder halb automatisch. zu gestalten, wie dies neuerdings verschiedene amerikanische Firmen vorerst auf Wunsch ihrer amerikanischen Kundschaft tun. Halbautomatische oder Vorwählgetriebe kennt man bei uns und auch in Amerika bereits seit Jahren. Der Schaltvorgang beschränkt sich hier auf das Umlegen des kleinen Vorwählhebelchens (wozu die Fingerspitze genügt), sowie auf gewisse zusätzliche Manöver mit den Pedalen. Das englische Wilreste la bougie la plus vendue dans le monde entier parce que ses qualit6s sont supe>ieures. bleibt in allen Ländern die meistverlangte Zündkerze, weil ihre Qualität unübertrefflich ist. SALON DE I/AUTOMOBILE STAND No 21.5 En vente dans tous les garages. In allen Garagen erhältlich. • 4 Zyl. 6 und 8 PS 6 9- Zyl. 18 PS de* populärste englische Wagen stellt seine neuen Modelle am Salon in Genf. Stand 25« aus Geräumige Karosserien Synchromesh- Getriebe, 4 Gänge Schnelligkeit Geräuschlosigkeit Geschmeidigkeit Verlangen Sie eine Probefahrt, um sich vom Fahrkomfort und, T WEL V E 4 Zyl., 8 PS selbst zu überzeugen. Stabilität von der tadellosen Tadellose Sicht Obengesteuerte Ventile Ausarbeitung aller Einzelheiten des neuen Vertreter für die Schweiz: