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E_1939_Zeitung_Nr.017

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 88. TEEKUKK W89 «=» W» 17 Drei interessante Bücher PETER BUESS Auf Europas Landstrassen Ein Reisebuch für Autotouristen «Dieses Buch» • so schreibt der Verfasser im Vorwort - «soll die Freude tmd den Genuas am Reisen im Automobil erhöhen, es soll bleibenden Gewinn vermitteln und den Entschluss, weitere Reiseziele aufzusuchen, erleichtern.» Das fast900 Seiten starke Buch ist für jeden Automobilisten eine unerschöpfliche Fundgrube, wie sie ihm durch kein zweites Werk der autotouristischen Literatur geboten* wird. Es ist für alle diejenigen Automobilisten bestimmt, die sich die Welt mit offenen Augen ansehen wollen. Peter Buess berichtet von unzähligen Fahrten durch die Schweiz, durch Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien, Holland, Dänemark, Schweden, Grossbritannien und den näheren Balkan. Zuerst wird einem gesagt, mit was für Strassen, Gaststätten und Leuten man es zu tun hat j dann piaudert der Verfasser über die Reize der befahrenen Strecken, indem er auf die Sehenswürdigkeiten iinks und rechts der Strasse hinweist. Wer Lust hat, tiefer in die historischen und architektonischen Dinge einzudringen, dem vermitteln besondere Abschnitte alles Wissenswerte. «Auf Europas Landstrassen» ist nicht nur ein Autoreisebuch im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern auch ein Werk der Geschichtsund Kulturkunde. Wer beispielsweise über Andreas Hofer, über die Geschichte Englands, über die Habsburger oder Jeanne d'Arc, über iiohengrin oder Parsifal orientiert sem will, der schlägt ganz einfach im Verzeichnis nach, worauf man an • geeigneter Stelle die entsprechenden Aufschlüsse findet. «Auf Europas Landstrassen» ist kein Reiseführer, sondern ein Buch, das man gleichermassen für die Ausheckung neuer Fahrten wie auch zur Erinnerung genossener Auslandfahrten immer wieder zur Hand nimmt. Ganz einfach ein unerschöpflicher Born der Autotouristik. Frais des mit über 200 Illustrationen und einer Nachschlagekarte versehenen Band«* nur Fr. 12.50. Zu den Ereignissen im Fernen Osten: HANS LEUENBERGER und LYDIA OSWALD Seltsames Asien Im Auto von den Alpen zum Gelben Meer Vor drei Jahren sind Hans Leuenberger und Lydia Oswald m einem Fordwagan von Zürich nach Tokio gefahren. Sie benötigten für die strapaziöse, teilweise höchst abenteuerliche Fahrt 1»/, Jahre. Sie reisten nicht, um möglichst bald am Ziel anzukommen. Es kam ihnen nicht auf die Zeit an. In Indien wichen sie tagelang von der kürzesten Route ab, in China fuhren sie kreuz und quer durch das bereit« von Kriegstaumel fiebernde Land. Tausende von Hindernissen legten sich.ihnen in den Weg. Immer wieder schienen Ereignisse der grossen Tour ein vorzeitige« Ende zu bereiten. Hans Leuenberger ist nicht nur ein ausserordentlich scharfer Beobachter und unterhaltsamer Reporter, sondern auch ein vorzüglicher Photograph. Das vereinigte Bildmaterial umfasst Ober 6000 Sujets. Die besten sind für das vorstehende Buch ausgesucht worden. In zwanzig kurzen, aber tusserst lebendig geschriebenen Kapiteln schildert Leuenberger interessante kleine und grosse Probleme, die anläsilich seiner Fahrt an ihn herangetreten sind. Da wird von SchlangenmXrchen, den verstossenen Mischlingen, von Urwaldfahrten und unbekannten Königreichen, vom Gentleman des Ostens, vom Tropenkoller und vom Haarschnitt im Schaufenster berichtet. Aber auch mit tiefergehenden Problemen beschäftigt sich Hans Leuen- % berger. So mit der Frage, ob Indien frei werde, mit den Missionen, dem japanischen Handelsreisenden im Gehrock, der Stellung der Geishas, ja sogar mit dar kecken Frage, ob Kolonien überhaupt rentabel sind. Das originell aufgezogene Buch ist gerade in der heutigen Zeit, da alles nach Osten blickt, ganz besonders interessant Preis des mit einer Karte versehenen Grossbandes Fr. 8.60. JEAN FONTENOY Schanghai Hölle des Ostens Der Tatsachenbericht eines in Schanghai lebenden französischen Journalisten. Der bekannte französische Journalist |ean Fontenoy schildert in seinem neuesten Buch seine langjährigen Erlebnisse in Schanghai. Es handelt sich dabei nicht um das Erinnerungsbuch eines Ostasien-Touristen | Fontenoy enthüllt in seinem Schanghaibuch Dinge und Zusammenhänge, die nur dem jahrelang dort weilenden Europäer zugänglich sind. Als Chefredaktor des «Journal de Schanghai» und Reporter führender Pariser Zeitungen kam Jean Fontenoy in alle chinesischen Kreise hinein. Er zählte eine ganze Reihe «echter und falscher Generäle» zu seinen Freunden und Bekannten, er erlebte in ihrer Gesellschaft jene geheimnisvollen und schicksalsschweren Ereignisse, die am Lebensnerv des grossen Reiches zehren. Das Buch enthüllt mit beispielloser Offenheit die Moral und die Intrigen des fernöstlichen Babels. Das Buch ist frei von jeder politischen Tendenz. Die Politik spielt nur insofern hinein, als die tiefgründigen Zusammenhänge zwischen gewissen politischen Kreisen Chinas und Moskaus an interessanten Beispielen gezeigt werden. Preis, in Ganzleinen Fr-5.80, broschiert Fr. 4.50. Buchhandlung«» erhiltlich. VERLAS HALLWAG BERN Liegenschafts-Markt Hotels, Tillen, Garagen •ind schon vielfach durch die «Automobil-Revue» verkauft und gekauft worden, denn unter unseren Lesern, die in rund 2000 Ortschaften der Schweiz verteilt sind, finden sich immer zahlungsfähige Interessenten. Machen Sie eine ..Kleine Anzeige" in der Automobil-Revue Welcher Garagist würde meinen 16jährig. Sohn zur Erlernung der deutschen Sprache f. ein Jahr eine bereite neue aufnehmen? Dagegen würde ich einem jungen Mädchen Gelegenheit geben, die französische Sprache zu erlernen. Gute Gelegenheit, die Schulen zu System SAUSER besuchen. Familienanschl. wird geboten, aber auch verlangt, 76064 Offerten richte man refl. an P. Messerll, Automobiles, Gland (Waadt). I In Landstädtchen der Zentralschweiz, an Durehganzsstrasse grössere .(17 Garage Bedeutende Firma, Inhaberin von Alleinverkaufsrechten für die Schweiz von Werkzeugen und Maschinen der Autobranche, sucht mit oder Vertretern F* für den platz- oder rayonweisen Vertrieb ihrer Artikel in Verbindung zu treten. (17 Anfragen unter Chiffre 8231II an die Automobil-Revue, Bern. TAUSCH! zu verkaufen, ev. zu vermieten Sehr entwicklungsfähig für tüchtigen Fachmann. Anmeldungen unter Chiffre 8228 an die Automobil-Revue, Bern. Diverses Zu verkaufen Benzinsäule billigt (17,18) 8235 Central-Garagt, Sureec (Luzern). Tt€€en mit machen Sie eine „Kleine Anzeige" in die „Automobil-Revue" Per sofort n verkauW an gro»Mr Verkehrsader in Genf gelegene, moderne (Lift). Der Mietzins wird durch die Einstellwagen garantiert Offerten unter Chiffre G. 2367 an die Automobil- Revue, Genf. sind fait ausnahmslos Automobfl-Besiteer und regelmbsige Laser der „Automobil-Revue". Haben Sie solche Objekte zu verkaufen, dann Jedes Werk zerfallt in 5 Hauptteile, wovon der erste in knapper Form die staatliche und wirtschaftliche Einrichtung sowie Handel und Verkehr in den betreffenden Ländern behandelt. Der xweite Teil tragt die Ueberschrift „Handelskorrespondenz und Organisation der Korrespondenzabteilung". Dieses Kapitel ist ein meisterhaftes Abbild der Handelspraxis. 90 Seiten Wörter und Mustersätze bilden den dritten TeiL Dieser Teil bedeudet für den Kor. respondenten das nie versiegende Nachschlagewerk, das ihm über alle Klippen hinweghilft. Nicht nur dem Handel, sondern auch dem Bankverkehr ist eingebend Rechnung getragen worden. Der vierte Teil itt betitelt: „Korrespondenz und Handelskunde". Gegen 200 Musterbriefe, die zum grössten Teil Originalbriefe sind, enthält dieses Kapitel. Die Briefe bestehen aus drei Teilen: Der Inhaltsangabe, dem Brief und den Erläuterungen. Diese am Fusse des Briefes angebrachten Erklärungen machen den Benutzer auf sprachliche und handelsübliche Eigentümlichkeiten aufmerksam. Unsicherheiten Im Sprachgebrauch machen einen schlechten Eindruck auf den Empfänger eines Briefes. Aus diesem Grunde legen die Verfasser im Schlusskapitel der Werke ihre Erfahrungen, die sie während ihrer Tätigkeit gemacht haben, nieder. Solche Bücher bedeuten für jeden strebsamen Kaufmann Kapital Verlangen Sie ein Probeheft, das viele Mustersätze aus den genannten Werken enthält. Preis jedes in Ganzleinen gebundenen Bandes Fr. 5.50 Garage Werkstätte Interessenten für 4 Bücher für Kaufleute: Französisch für Kaufleute Von Georges Vacheresse Englisch für Kaufleute Von Prof. Dr. A. Latt Spanisch für Kaufleute Von Prof. Dr. A. Steiger Italienisch, für Kaufleute Von Prof. Dr. M. Alani VERLAG HALLWAG • BERN A b t • 11 u n i S • und

N° 17 —• DIEKSTTAff, 88. FEBRUAR 1939 AUTOMOBTL-REVÜE 15 TOURISTIK 175% Frequenzzunahme auf der Grossglocknerstrasse Eine Mahnung für die Schweiz. Es war wohl vorauszusehen gewesen, dass die ehemaligen österreichischen Alpenstrassen durch den Uebergang der Ostmark zum Deutschen Reich eine starke Frequenzsteigerung: erfahren würden, weil damit eine wichtige Zoll- und Devisenschranke für die deutschen Autotouristen zum Verschwinden kam. Immerhin haben auch Leute vom Bau kaum mit einem derart enormen Aufschwung des Verkehrs auf den neudeutschen Bergstrassen gerechnet, wie er nun tatsächlich 1938 eingetreten ist Als frappantestes Beispiel zitieren wir die Grossglocknerstrasse, deren Prequenzzahlen sich für die letzten drei Jahre wie folgt stellten i Fahrzeugart 1936 1937 1938 Personenautomobil« 24.218 28.657 76.138 Auto-Gesellschaftswagen- 5.122 4.066 5.355 Motorräder 5.290 4.812 15.951 Total Motorfahrzeuge 34.630 35.535 87.444 Während der Verkehr 1937 gegenüber dem Vorjahr nur eine geringe Zunahme von rund 1000 Wagen verzeichnete, hat er nun 1938 eine Steigerung um nicht weniger als 62.000 Fahrzeuge oder rund 175 % erfahren, eine Entwicklung, der bis heute keine andere Alpenstrasse je etwas Ebenbürtiges gegenüberstellen konnte. Rechnet man bei der Grossglocknerstrasse pro 1938 mit einer Öffnungszeit von 130 Tagen, so ergibt sich daraus eine Tagesfrequenz von rund 750 Fahrzeugen. Dieser Durchschnitt übersteigt denjenigen auf den schweizerischen Alpenstrassen ganz wesentlich. Untersuchen wir, wie viele Personen das Motorfahrzeug der Grossglooknerstrasse zuführte, so erteilt die Statistik daraus folgende Aufschlüsse: 1936 146.427, 1937 147.994 und 1938 374.465 Personen. Somit wartet die Grossglocknerstrasse auch hier mit ganz gewaltigen Zahlen auf, die für 1938 einen Tagesdurchschnitt von rund 2900 Personen ergeben. Die höchste Tagesfrequenz wurde mit 1500 Motorfahrzeugen und über 5500 Insassen erreicht. Das Beispiel der Grossglocknerstrasse zeigt,-wie sehr-die Schweiz bestrebt sein -rnuss,•sichrden:;bisheTigen -Antomobllreiseverkehr zu sichern und neu© ausländische Kontingente an sich zu ziehen. Dazu ist es aber notwendig, im Ausbau der Alpenstrassen ein etwas rascheres Tempo einzuschlagen und vor allem der Staubfreimachung grösste Aufmerksamkeit zu schenken. Darüber gilt es, sich klar zu sein, dass die Auslandskonkurrenz von Jahr zu Jahr schärfere Formen annehmen wird. Deshalb kann man es nur bedauern, wenn die von der Schweiz anzustrebenden Erleichterungen des Automobilreiseverkehrs, wie sie an dieser Stelle in den letzten Monaten wiederholt In Vorschlag gebracht worden sind, bei den Behörden und Verkehrsinstanzen kaum ein Echo gefunden haben. Im besondern gilt dies für die Massnahmen, welche, wie die Einführung internationaler Benzinbons, berufen wären, die Einreise von Automobilisten aus valutaschwachen Ländern merklich zu heben. m A.us «rJ«sn CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Monatsversammlung: Samstag, den 4. März, im Clublokal, verbunden mit Vortrag von Herrn Lauber, Vertreter der CAP. Aüsserdem wird an der Versammlung noch auf die vergangene c Verkehrssitzung» zurückzukommen sein. Zahlreichen Besuch erwartet: Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Einladung zur Monatsvtrsammlung .auf Mittwoch, "den 1. März, abends 8.30 Uhr, ins Rest Du Pont, 1. Stock. Wir erwarten pünktlichen und möglichst vollzähligen Besuch. Auto- Kalender können noch zum Vorzugspreis abgegeben werden. Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Die nächst« Monatsversammlung findet am 2. März 1939, im cruArrMAii^cu Hotel Löwen, um 20.15 Uhr, •iatt Die Mitglieder werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. Da einige wichtige Geschäfte zu erledigen sind, erwarten wir, dass die Aktiven anwesend sein werden. Der Vorstand. FREIE BERUFSCHAUFFEURE ZÜRICH. Monatsversammlung: Samstag, 4. März, 20.15 Uhr, in der Markthalle. Die wichtigen, zur Behandlung gelangenden Geschäfte, sowie die Aufklärung über die in nächster Zeit stattfindenden Bildungskurse, lassen einen vollzähligen Aufmarsch erwarten. D«r Vorstand. 32% weniger ausländische Autogaste im Januar 1939 als im selben Monat des Vorjahres Während des Januars 1939 trafen 11.281 ausländische Motorfahrzeuge zu vorübergehendem Aufrigkeiten in andern Staaten und nicht zuletzt auch gent an Atitogästen schickte, finanzielle Schwieenthalt in der Schweiz ein. Im Vergleich damit der Aufschwung, den ausländische Wintersportwurden im entsprechenden Berichtsmonat 1938 insgesamt 16.687 Einreisen gezählt Sind im Grenzverkehr keine nennentwerten Ver- Stationen genommen haben. Verschiedene Faktoren scheinen bei diesem änderungen eingetreten, so verzeichnet der eigentliche Touristikverkehr auf der ganzen Linie eine Rückgang mitgewirkt zu haben: die Beschränkungen in der Devisenzuteilung, wie gewisse Schwierigkeiten bei der Beschaffung des Passes, die un- den Autocars 39.14Ä und bei den Personenwagen Abnahme, die bei den Motorrädern 75,52%, bei sichere politische Lage, die Geldentwertung in demjenigen Land, das uns bisher du stärkst« 29,85% erreicht. , ? ; Kontin- Grenzverkehr ; Fernv«rfc«fir MILITÄR-MOTORFAHRER-VEREINIGUNG BA- SEL & UMGEBUNG. Generalversammlung: Dienstar, den 21. Februar, tagten die Militär-Motorfahrer im Restaurant Steinenklösterli. Die gut besuchte Versammlung nahm Kenntnis vom Protokoll und den Mutationen. Unter dem Tagespräsidium von Motf. Bolle Max wurde der Vorstand, für das Jahr 1939 wie folgt bestellt: Präsident: Motf. Felix Robert (neu), Vizepräsident und Technischer Leiter: Oblt. von Bidder H. (neu), 1. Aktuar: Auer Charles (bish.), 2. Aktuar: Motf. Zinniker Leo (neu). 1. Kassier: Wachtm. Grüninger Peter (bish.), 2. Kassier, Motf. Grauwiler Charles (neu), Beisitzer- Wachtm., Brönnimann Rudolf (bish.), Motf. Rickenbacher Max (neu) und Motf. Grether Willy Nach einem Jahrfünft steilen Aufstiegs, m dem sich die Weltproduktion an Automobilen mehr als verdreifachte, hat diese im abgelaufenen Jahr einen ausserordentlich starken Rückschlag erfahren. Das deutsche Statistische Reichsamt schätzt säe in seiner soeben veröffentlichten Analyse der Kraft- .verkehrs Wirtschaft in 1938 auf rund 4.2 Millionen Einheiten gegenüber 6.3 Millionen in 1937, was einem Rückgang von 33 % entspricht und fast genau der Regression gleichkommt, die während der vorangegangenen Weltwirtschaftskrise im Zeitabschnitt 1929/30 zu verzeichnen war. Die Produktion von Personenwagen hat mit 3.2 Millionen die des Vorjahres um 35 %, die Herstellung von Lastwagen mit knapp 1 Million den Stand von 1937 um 29 % unterschritten. Die Rückläufigkeit der letztjährigen Gesamterzeugung an Motorfahrzeugen war in entscheidender Weise durch den Absturz der Produktion in den Vereinigten Staaten bestimmt, die hinter ihrem Stand von 1937 um 44 % zurückblieb, während in allen übrigen Ländern zusammen etwa die gleiche Zahl von Kraftwagen die Fabriken verliess wie in der Vergleichsperiode. Der Rückgang in den Vereinigten Staaten war sogar noch um rund 200.000 Fahrzeuge grösser als 1930, was um so mehr ins Gewicht fällt, als die Erzeugung von 1937 die Rekordhöhe von 1929 noch um mehr als eine halbe Million Wagen unterschritten hatte. Im einzelnen gestaltete sich die Produktion in den wichtigsten Ländern wie folgt (in 1000 Stück) : Pertomnwaitit L«s»waf«n InipMint In V, *. Welttrr. 193S 1937 193« 1937 1938 1937 1938 1937 Ver. Staaten 2202 3916 489 894 2691 4810 63,9 82,6 Kanada 121.0 152,5 42,5 53,8 163,5 206,3 3,9 3.« Grossbritannien 342,4 389,6106,6118,1 447,9 507,710,9 8,5 Deutschland 275.1 264,4 81,0*76,2*356,1 340,7 8,5 5,2 Frankreich 185 178 22 22 207 200 4,9 3,4 Italien 53 43 17 14 70 57 1,7 1,0 * einschl. Dreirad-Fahrzeuge. Der Rückfall in den Vereinigten Staaten springt also ins Auge. In der bald fünfundvierzigiährigen Geschichte der amerikanischen Automobilindustrie hat es eine so abrupte Verminderung ihres Anteils an der Weltproduktion — von 82.6 auf 63.9% — bisher noch nicht gegeben. Der Rückgang hätte auch schwerlich dieses Ausmass erreicht, wenn nicht die Fahrzeugbestande der Händler sowohl an fabrikneuen wie gebrauchten Wagen im vergangenen Jahr zu so abnormer Höhe angewachsen wären, dass bei der ohnehin stark verringerten Nachfrage nicht nur des Inlands sondern auch des Auslands eine radikale Drosselung der Produktion das allein mögliche Mittel einer raschen Stabilisierung bot Dass der Weg hierzu in der Tat freigelegt worden ist, darf man der Tatsache entnehmen, dass sich die ! Abfertigt, mit SwÄneiTai-tos Motorräder ^ " C M » ^ ^ ^ Lastwagen Total 1039 1938 1939 1938 1939 1938 1939 1938 193» 1938 1939 1938, Prov Eintrittskart« — — 36 60 — — 3076 4902 — — 3112 4962 Freipass 373 351 28 171 92 117 3839 4888 2«2 425 4594 ; 5750 Triptyk 81 101 27 26« 23 74 1800 3298 64 455 1985 4194 Grenzpassierscheinheft — — 6 9 11 16 1519 1702 — 1 1536 1728 Kontrollschein ' 19 20 35 33 — — — — — — 54 53 Januar 473 472 132 539 126 207 10234 14588 316 881 11281 16687 (neu), Rechnungtrevigoren: Motf. NuSsbaumer Leo (neu) und Motf. Hartmann Emil (neu). Im weiteren beschloss die Generalversammlung die Gründung einer Schießsektion. A. Ch. SCHWEIZ. TAXIHALTER-VERBAND. Ordentlich« Mitgliederversammlung: Freitag; den 10. März, 13.30 Uhr, im Restaurant Boulevard Pont d'Arve 39, Traktanden: 1. Protokoll, t. Interne Verbandsangelegenheiten: a) Jahresbericht, b) Jahresrechnung, c) Budget, d) Wahlen, e) Statuten-Revision. 3. Eidgen. Transportordnung. 4. Mitteilungen und Anträge der Zentralleitung, der Sektionen und Einzelmitrlieder. 6. Unvorhergesehenes. Starker Rückgang der Welt-Automobilproduktion amerikanischen Händlerbestände von ihrem Maximum von über 1200.000 am Ende Februar nach sechs Monaten schon auf etwas über eine halbe Million gesenkt hatten. Im Hinblick darauf und auf Grund der inzwischen eingetretenen Konjunkturbelebung gfaubt man für das laufende Jahr bereits mit e^er Wagenproduktiön von 3500.000 Einholten rechnen v zu können. i^on deh-wichtigeren europäischen Ländern erscheint nur Grossbritannien, in dessen Automobilabsatz , die Krisenwirkungen des letzten Jahres stark spürbar waren, mit einer niedrigeren Erzeugungsziffer. Es wurden dort insgesamt frund 12 % weniger Kraftfahrzeuge hergestellt als im vorangegangenen. Jahr, was nicht hinderte, dass sich auch der'britische Anteil an der Weltproduktion Infolge des' starken Absinkens des amerikanischen Beitrags automatisch von 8.5 auf 10,9% erhöhte.. Wenn auch damit England in der alten Welt noch immer seine führende Stellung behauptet, so hat sich doch sein Vorsprung vor Deutschland verringert, wo 1938 im ganzen 15.400,(4,5%) Wagen mehr hergestellt wurden als im Vorjahr, während der Zuwachs bei den Lastwagen allein 6% ausmachte. Das Ergebnis ist in Anbetracht der bekannten ^Produktionsheramungen durch Materialknappheit; Facharbeitermangel usw. bemerkenswert, vor allein auch im Hinblick darauf, dass es noch vor. dem Start der Massenproduktion des Volkswagens erreicht wurde. Hier wie in Italien, wo sich die Automobilproduktion sogar um 23 % erhöht hat, ist ""die Ausweitung des Produktionsvolumnes eine deutliche Konsequenz der staatlichen Kraftverkehrslenkung, die auf das raschere Vordringen der Motorisierung aus wehrpolitischen Motiven immer stärkeren Einfluss nimmt. Die letztjährige Steigerung der französischen Autoproduktion verdient insofern besondere Beachtung, als Frankreich das einzige der grossen Industrieländer war, das im Hochkonjunkturjahr 1^37 einen Rückgang der Automobilerzeuguns: aufgewiesen hatte. Immerhin bleibt die Ziffer für 1938 noch immer um fast 20 % hinter dem Stand von 1929 zurück, während dieser bei' den .Lastwagen allein fast nur zu einem Drittel erreicht wurde. " ' • Was die., Aussichten der Welt-Automobllindustrie anbetrifft, so sind sie natürlich in so bewegten und überraschungsreichen Zeiten wie den heutigen' auf längere Sicht schwer zu beurteilen. Nur so viel Ist sicher, dass das Gesamtergebnis wie bisher durch die Entwicklung in USA entscheidend bestimmt sein wird. Bei dem grösseren Optimismus, der die massgebenden Kreise der amerikanischen Industrie- beherrscht, erscheint die Erwartung nicht unberechtigt, dass der starke Rückschlag von 1938 bei Fortbestand der wieder wirksamen* konjunkturellen Auftriebskräfte in nicht zu ferner Zeit überwände»- sein -dürfte*— -—WrKr Touristik-Bulletin des A. C. S. m. K. = mit Ketten, o. K. =•= ohne Ketten. = Stand der Alpenstrassen am 28. Februar 1§38. Mit Ausnahme der Alpensüdseite ist dit Befahrbarkeit der meisten schweizerischen Bergstrassen im Vergleich zur Vorwoche fast unverändert geblieben. Situation vom 28, Februar 1939; Appenzeil und Toggenburg: Hauptstrassen fcn Appenzellerland noch stellenweise schneebedeckt, Kettenmitnahme ratsam. Strasse Urnäsch-Soh'wägalp m. K. befahrbar. Strasse Wattwil-Wildhaus- Gams streckenweise mit Schnee bedeckt, o. K. passierbar. Rickenstrasse, sowie Zufahrt nach Amden sind schneefrei. Hulftegg grösstenteils aper, o. K. befahrbar. Zufahrt in die Flumserbefge o. K. möglich bis Kurhäuser, Kettenmitnahme" empfohlen. Schwyzi. Strasse Schindellegi-Einsiedeln-Untepiberg schneefrei,-Weiterfahrt nach Öberiberg Ketten ratsam. Ibergeregg unpassierbar. Sattel aper, Glarnerland: Kerenzerbergstrasse aper, ibtBsa Talstrasse bis Linthäl. Zufahrt nach Ehn