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E_1940_Zeitung_Nr.050

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 10. DEZEMBER 1940 — N° 50 stellt, wobei sich der letztgenannte Prozess als cbr rentabelste erwies. Der Kohlenverbrauch für die Benzinsynthese beläuft sich je nach Art der Herstellung auf 4—10 kg/Lit. Benzin. Besonders wichtig ist die Kontrolle der Schmierung; die sich auf die Ueberwachung des Oelstandes, der Oeltemperatur und des Oeldrucks erstrekken soll. Manche Wagen weisen Oelstandsanzeiger am Armaturenbrett auf, die den umständlich zu handhabenden Tauchstab entbehrlich machen und diese Kontrolle auch während der Fahrt ermöglichen. Andere Typen sind mit O e I - temperaturmessern ausgestattet, die vielfach annähernd die Kühlwassertemperatur zeigen, ein Beweis für die kühlende Wirkung des Schmieröls. Unerlässlich ist jedenfalls die Kontrolle des Oelumlaufs. Dafür gibt es Anzeigevorrichtungen, die dem Fahrer eine Unterbrechung des Umlaufs durch Erscheinen roter statt weisser Scheiben im Kontrollinstrument zur Kenntnis bringen, oder im Gefahrsfalle aufleuchtende Lampen. Allgemein gebräuchlich ist ein Oeldruckmesser oder Manometer. Es hat den Vorteil, den Druck, unter welchem das Oel den Schmierstellen zugeführt wird, unmittelbar anzuzeigen. Wichtig ist, dass dieser Druck nicht zu sehr sinkt und dass das Manometer bei betriebswarmer Maschine einen Druck von etwa 0,5 bis 1 Atmosphäre (1 kg/cm 2 ) anzeigt. Sinkt er übermässig, so weist dies auf eine Störung im Schmiersystem oder auf Oelmangel hin. In diesem Falle darf die Fahrt keinesfalls ohne Be- Flüssige Ersatztreibstoffe aus Holz. Die Holzverkohlung ist mit einem nicht unbedeutenden Heizwert-Verlust verbunden, weil dabei ein Teil der Holzsubstanz verbrennt. Wird allein auf den Kalorienaufwand abgestellt, so müsste d«r Herstellung flüssiger Brennstoffe aus Holz der Vorzug gegeben werden, wozu allerdings grosse, zentralisierte Anlagen nötig wären und daher die Transportwege entsprechend lang ausfallen würden. Als wichtigstes industrielles Verfahren zur Erzeugung von flüssigen Treibstoffen aus Holz hat die Holzverzuckerung auch in Frankreich in letzter Zeit von eich reden gemacht. Hiebei wird das Holz zunächst zerkleinert und dann mittelst Säure aufgeschlossen, wobei die Zellulose verzuckert und vom Lignin getrennt werden kann. Den Holzzucker unterwirft man einer Gärung, wobei je nach Art der angewandten Bakterien Aethylalkohol oder Ketone (z. B. Azeton etc.) entstehen. Alkohol eignet sich sehr wohl als Treibstoff, vor allem in Mischung mit anderen Motorbrennstoffen, die dank seiner hohen Oktanzahl eine Vergütung im Sinne einer Verbesserung ihrer Klopffestigkeit erfahren. Die Ketone ihrerseits geben sogar einen ganz vorzüglichen Motorbrennstoff ab, besitzen sie doch neben einem günstigen Heizwert auch noch eine recht beträchtliche Klopffestigkeit. Das bei der Holzverzuckerung in grossen Mengen anfallende Lignin kann direkt oder in Brikettform (eventl. auch nach Verkokung) als Generatorbrennstoff Verwendung finden. Als Nebenprodukte fallen Essigsäure, Methylalkohol etc. an. Wird nach dem Verzuckerungsverfahren von Dr. Bergius gearbeitet, so lassen sich nach französischen Berechnungen aus einer Tonne Holz mit einem Wassergehalt von 8% nachstehende Mengen an Hauptund Nebenprodukten erzeugen: 300-340 Lit. Aethylalkohol, 250—300 kg Lignin, 25—30 kg Essigsäure, 10 kg Furfurol. Der Heizwert der entstehenden Brennstoffe entspricht ungefähr dem von 400 Lit Benzin. Würde man aus der gleichen Holzmenge Holzkohle herstellen, so Hessen sich damit nur ungeführ halb so viele Liter Benzin ersetzen. Im weiteren sind alle holzhaltigen Pflanzenbestandteile als Rohstoffe für die Holzverzuckerung geeignet. Auch die Knollenpflanzen wie beispielsweise die Kartoffeln, ferner die Zuckerrüben, Korn, Mais, Zuckerrohr etc. können durch geeignete Behandlung vergärbare Zuckerlösungen liefern, die sich je nach Wahl der Gärungs-Bakterien in Alkohol oder Ketone überführen lassen. Schon vor Kriegsausbruch wurden in Frankreich jährlich aus Zuckerrüben bis zu 6 Mill. Hektoliter Aethylalkohol gewonnen. Diese Produktion ist nach obigen Ausführungen zweifellos noch steigerungsfähig. Soviel zu den Möglichkeiten, die Frankreich gegenwärtig zur Beschaffung von Ersatztreibstoffen zur Verfügung stehen. Wie die Produktion schliesslich auf die verschiedenen Brennstoffe verteilt werden soll, steht gegenwärtig noch nicht fest. Wir werden darauf bei späterer Gelegenheit zurückkommen, -b- Streifzug durch das Armaturenbrett (Fortsetzung aus der A. R. Nr. 48) hebung der Störungsursache fortgesetzt werden, da sonst mit einem Auslaufen von Lagern, dem Festfressen von Kolben und anderm, jedenfalls mit einer kostspieligen Reparatur zu rechnen ist. Zu hoher Oeldruck führt zur Ueberschmierung, zum Verölen der Zündkerzen und zur Verrussung des Motors. Die Ueberschmierung äussert sich in bläulich qualmendem Auspuffrauch und eine Abhilfe dagegen ist gewöhnlich durch andere Einstellung des Druckregulierventils erzielbar. Bei kalter Maschine ist der hohe Oeldruck nur eine Folge des zähflüssig gewordenen Oels, nach dessen Verdünnung infolge Erwärmung sich wieder der normale Oeldruck einstellt. Bei manchen ausländischen Wagen wird der Oeldruck statt in kg/cm2 in « pound > pro t inch 2 > angezeigt. Die Umrechnung kann mit 1 kg/cm2 = 14.5 pound/inch* Fig. 4. anzeigers in « gallons > statt in Litern geeicht haben, wird in Abbildung 4 die Umrechnung von « gallons » in Liter auf der Basis von l amerikanischer Gallone = 3,785 Liter gezeigt. (Fortsetzung folgt) Ersatztreibstoff Paraldehyd Es wäre zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen, Paraldehyd für sich allein als Motortreibstoff zu benützen. Verschiedene Gründe lassen es jedoch als angezeigt erscheinen, ihm andere, flüssige Treibstoffe beizumischen. Da ist einmal die Preisfrage, die einer Anwendung ohne Beimischungen hindernd im Wege steht. Sodann sind technische Motive nicht minder wichtig. Versuche haben gezeigt, dass eine Beimischung zu Benzin im Umfange von 20 bis 40% einem reinen Paraldehyd-Betrieb vorzuziehen ist. Die besten Resultate ergaben sich mit 20 bis 25?o Paraldehyd. Abgesehen vom rein motorischen Verhalten spricht der verhältnismässig hohe Gefrierpunkt des neuen Brennstoffes, der noch einige Grad über dem von Benzol liegt, für seine Verwendung vor allem in Form von Gemischen. Auch seine Oktanzahl (61) ebenso wie der Heizwert lassen dies als wünschenswert erscheinen. Im Gegensatz zu den früher gemachten Angaben, wonach der Heizwert ungefähr 7000 KCal/Lit. betragen sollte, war diese Zahl beträchtlich zu hoch gegriffen, indem der untere Heizwert des Teinen Paraldehyd sich nur auf 5670 KCal/Lit. beläuft. Da bei der Fabrikation von Karbid-Derivaten auch Methylalkohol und Azeton anfallen, die sich durch eine ausserordentlich hohe Oktanzahl auszeichnen, welche im ersten Fall weit über 100, im zweiten immerhin in der Nähe von 100 liegt, ist es gegeben, gerade diese Brennstoffe als Beimischung zum Motoren-Paraldehyd zu benützen. Das Azeton verfügt zudem über einen recht günstigen Heizwert, der dem des Benzins nahekommt. In ähnlicher Weise wird je schliesslich auch das Motorenbenzol im Interesse seiner Verwendung als Treibstoff nicht von gewissen Beimengungen getrennt, die seine Eigenschaften als Brennstoff in günstigem Sinn beeinflussen. Gegenwärtig herrscht in den mit der Lösung der vorgenommen werden. Der Benzinstandsanzeiger oder die Tankuhr zeigt die Menge des vorhandenen Brennstoffs im Tank, durch eine Schwimmervorrichtun'g oder auf elektrischem Wege an oder informiert den Fahrer zumindest darüber, ob der Bennung vor, dass ein sehr wesentlicher Teil des ver- Ersatztreibstoff-Frage betrauten Kreisen die Meizintank zu 1 ,4, V2 oder '% gefüllt ist. Da manche fügbaren Karbids zur Paraldehyd-Produktion oder ausländische Wagen die Skala des Benzinstands-Herstellung eines andern synthetischen Treibstoffes verwendet werden dürfte. Der verbleibende Rest würde zu gleichen Teilen für die Erzeugung von Dissous-Gas sowie als Betriebsstoff für Wagen der Kategorie A und B mit Azetylen-Entwickler benützt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die verfügbaren Karbid-Reserven durchaus nicht so beträchtlich sind, wie ursprünglich angenommen wurde. Auf der andern Seite bilden natürlich viele kleine, im ganzen Land verteilte Karbidreserven militärisch einen besseren Rückhalt als- eine grosse, zentralisierte Produktionsanlage für flüssige Brennstoffe. Dieser Aspekt der Angelegenheit dürfte bei der Bemessung der Zuteilung für die verschiedenen Zwecke von den massgebenden Instanzen zweifellos mit berücksichtigt werden. -fw- Schriftliche Antworten: Frage 1624. Holzgas. Wer baut Holzgas-Generatoren für Personenwagen? F. in D. Frage 1625. Oel-Regeneratoren. Können Sie mir die Adresse der Generalvertretung für die Schweiz der « Schlegel »-Oel-Regeneratoren angeben? J. in Z. Frage 1626. Oel-Regeneratoren. Können Sie mir Lieferantenadressen von Oel-Regeneratoren bekanntgeben? S. in Z. Frage 1627. Kühlwasser-Heizung. Können Sie uns die Lieferantenadresse der HEA Kühlwasser- Heizung bekanntgeben? W. in B. Frage 1628. Holzkohlegasgenerator. Können Sie mir die Adresse des Fabrikanten der italienischen Holzkohlegasgeneratoren «La Soterna» bekanntgeben? R. in L. Frage 1629. Phosphoreszierende Farben. Können Sie mir die Adresse eines Fabrikanten von phosphoreszierenden Farben bekanntgeben? V. in G. Frag« 1630, Karbid-Gaserzeuger. Können Sie mir einige Adressen von Fabrikanten angeben, die sich mit dem Bau von Karbid-Gaserzeugern befassen? R. in L. Frage 1631. Elektrische, Automobile. Wir ersuchen Sie um Auskunft über die gegenwärtig auf dem schweizerischen und ausländischen Markt vertretenen elektrischen Automobile. T. in M. Frage 1632. Zahnrad-Fabrikanten. Können Sie uns Adressen von Fabrikanten von Zahnrädern bekanntgeben? W. in B. Frage 1633. Benzinverbrauchsmesser. Gibt es Apparate mit denen man fortlaufend den Benzinverbrauch pro Stunde bei jeder Geschwindigkeit ablesen kann? B. in Z. Frage 1634. Rohöl-Vergaser. Können 5ie mir die Adresse des Fabrikanten der «Jeroga>-Vergaser mitteilen? 0. in Z. Frage 1635. Magnusol. Können Sie mir die Lieferantenadresse für «Magnusol» bekanntgeben? S. in W. Frage 1636. Elektrofahrzeuge. Wer liefert Elektrofahrzeuge mit 1000 kg Nutzlast und 50 km Aktionsradius? W. in S. Frage 1637. Holzkohlegenerator. Können Sie mir eine Firma bekanntgeben, die Spezial-Holzkohlen-Generatoren für Ford V8 liefert? D. in B. Frage 1638. Literatur. Auch ich interessiere mich für die gestellte Frage 1542 betr. Literatur über Dampfwagen. S. in N. die beste Schweizer Schneekette für alle Pneuabmessungen stets sofort lieferbar Vermindern Sie die Startzeit! Schonen Sie die Batterie! Erhöhen Sie die Betriebssicherheit! An die Erzeuger von Holzgas- und Holzkohlengas Generatoren Wjr bauen und liefern in der Praxis bereits tausendfach bewährte Gebläse aus Leichtmetall, für 6, 12, resp. 24 Volt Spannung, kurzen Lieferfristen. ZÜRICH 2 Bleloherweq 18 - Tel. 5.27.56 BRUN & Cie., Kettenfabrik, NEBIKON (Luzern) Telegramm: BRUN NEB1KO N. Telephon Nr. 851 12. 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N°50 — DIENSTAG, 10. DEZEMBER 1G4O AUTOMOBIL-REVUE Rund um das Steuerproblem Wieder einer, der zur Benzinsteuer übergeht: der Kanton Neuenburg Monatliche Grundtaxe von 2—6 Fr.; Litersteuer von 15 Rp. Plus 10 %. Am 26. November hat der neuenburgische Regierungsrat einen Beschluss über die Einführung einer neuen Besteuerungsmethode für Motorfahrzeuge gefasst, der in grossen Zügen folgende Regelung vorsieht: a) MOTORFAHRZEUGE, WELCHE NOCH BEN- ZIN ERHALTEN: Nach Massgabe der Kategorie, d. h. big 7,5 PS 15 PS üb. 15 PS Monatliche Grundsteuer Fr. 2.— 4.— 6.— Zuschlag Motorräder bis 1,99 PS darüber für Seitenwagen Monatliche Grundsteuer Fr. 2.— 3.— 1.— Benzinsteuer: 15 Rappen pro L. plus 10% Zuschlag für den Strassenausbau und •Unterhalt. h) FÜR MOTORFAHRZEUGE, WELCHE KEINEN TREIBSTOFF MEHR ERHALTEN (mit Einschluss derjenigen, die feste, nicht rationierte Treibstoffe verwenden): Monatssteuer: V« der normalen Jahressteuer, abzüglich 50%, Fahrzeuge, deren Schilder nicht bis zum 1. des Monats zurückgegeben worden sind, bezahlen die Monatssteuer. Die Gebühren für die Erneuerung von Fahrnnd Verkehrsausweisen erfahren keine Ermässigung, ebensowenig wie die übrigen Gebühren (Lernfährbewilligung, Fahrzeugwechsel, Nummernschilder etc.) Sollten im Laufe des Jahres 1941 Aenderungen eintreten, z. B. in dem Sinne, dass die Treibstoffzuteilungen eine Erhöhung erfahren oder dass dabei auch die Kat. C und D wieder berücksichtigt werden, so darf die zu entrichtende Steuer in keinem Falle die heutigen, d. h. für das Jahr 1940 Behenden Steueransätze übersteigen. Auch Schaffhausen beschriitit diesen Weg Treibstoffsteuer ab Anfang 1941. Auf den 1. Januar 1941 hin hat der Schaffhauser Regierungsrat dsn bisherigen Besteuerungsmodus für Motorfahrzeuge für die Dauer der Rationierung aufgehoben und ihn durch eine Treibstoffsteuer und eine Gebühr auf dem Fahrzeugausweis ersetzt. Für Personen- und Lastwagen sowie für Motorräder beträgt die Steuer 15 Rappen und bei landwirtschaftlichen Traktoren und Arbeitsmaschinen 3 Rappen pro Liter Brennstoff. Die alljährlich su entrichtende Grundgebühr, bei der es eine Rückerstattung nicht gibt, wurde auf 20 Fr. für Motorwagen und auf 10 Fr. für Motorräder und landwirtschaftliche Traktoren festgesetzt. Verbrauchssteuer auch Im Kanton Zug? Im zugerischen Grossen Rat war, wie an dieser Stelle gemeldet, vor einiger Zeit eine Motion eingereicht worden, welche auf eine Anpassung der Verkehrssteuern an die Treibstoffrationierung hintendierte. Die Regierung hatte darauf eine Vorlage ausgearbeitet, worin für die Dauer der Rationierung eine Herabsetzung der Steuern in Auseicht genommen wurde. Sie fand jedoch in der Sitzung des Grossen Rate«, der letzte Woche tagte, wenig Anklang, weit sie nach dessen Auffassung nicht weit genug entgegenkam. Also geschah es, das« das Parlament die Vorlage wieder an den Regierungsrat zurückgehen Hess mit der Einladung, eine neue vorzubereiten, wobei die Steuer eventuell nach Massgabe des Brennstaffverbrauchs abgestuft werden soll. Steuerermässigungen in Genf für 194t: 15—35% Der Genfer Regierungsrat unterbreitet dem Grossen Rat folgenden Gesetzesentwurf für die Regelung der Motorfahrzeugsteuern im Jahre 1941: Während der Dauer der Rationierung werden die Steuern für Motorfahrzeuge ausnahmsweise wie folgt herabgesetzt: um 15% für die in den Kat. A und B eingeteilten Fahrzeuge; um 35 °/o für die Fahrzeuge der Kategorien G und D. Der dem Entwurf beigefügte Bericht legt dar, Sfpassenvovkehi* Autotaxi, Benzinnot und Verdunkelung. (Einges.) Die sehr geringe Treibstoffzuteilung stellt heute die Existenz manches finanziell nicht starken Taxibetriebes ohne Verschulden des Inhabers in Frage. In Zürich hat der Taxameter- Gewerbeverband eine Arbeitsgemeinschaft der Kleinunternehmer ins Leben gerufen, die Leerfahrten ausschaltet und dadurch Benzin spart. Seit der Verdunkelung wird abends der Taxi vermehrt angerufen, speziell von altern Personen. Dieser Umstand verursacht nach 22 Uhr zeitweise einen Andrang, dem man bis jetzt dank dem ziemlich guten Funktionieren der erwähnten Arbeitsgemeinschaft gewachsen war. Die meisten Fahrgäste haben gelernt, pünktlich zu sein und den Chauffeur nicht unnütz warten zu lasen, wissend, dass, ein anderer Fahrgast auch wieder gerne rechtzeitig befördert werden will. Die Verdunkelung bedeutet hinsichtlich raschen und sicheren Autofahrens ein grosses Hindernis, aber man muss sich wundern, mit welchem Takt, mit welcher Sicherheit und Promptheit die Taxichauffeure in den Städten ihre nicht leichte Aufgabe meistere und damit nicht zuletzt der Oeffentlichkeit gute Dienste leisten. weshalb die Regierung dem System der Hubraumsteuer vor jenem der Verbrauchssteuer den Vorzug gegeben hat. Er macht den liberalen Geist geltend, der biiher schon die steuerliche Behandlung der Motorfahrzeuge durch den Kanton auszeichnete und der auch den Grund darstelle, weshalb mit der Ausarbeitung des Projektes bis zum Erlass der neuen scharfen Einschränkungen zugewartet worden ist Nach den Berechnungen der Regierung dürfte die Zahl der ioi Verkehr stehenden Motorfahrzeuge, die von 14 084 vor zwei Jahren auf 10167 am 31. Oktober 1940 gesunken ist, im nächsten Jahr ungefähr gleichbleiben. Das entspricht jedoch einer Einnahmenverminderung um 500000 Franken gegenüber dem letztjährigen Steuerertrag von 1,5 Mill. Mit der vorgeschlagenen Reduktion erwächst dem Staat ein weiterer Ausfall von 120 000 Franken, eo dass ihm 1041 kaum mehr als 800 000 Franken als Steuererlös aus dem Motorfahrzeügverkehr zufliessen werden. Bereits hat indessen der Präsident der Via Vita, Herr Dechevrens, in der Presse auf das Ungenügen dieser Ermässigungen hingewiesen und dem regierungsrätlichen Entwurf das Projekt der Via Vita Im Kanton Neuenburg geriet in der Nacht des 9. Oktobers 1938 ein durch die Scheinwerfer entgegenkommender Wagen geblendeter Automobilist auf das Trottoir, wobei er eine Fussgängerin tötete. Der Ehemann und die drei Kinder der Verstorbenen klagten gegen den Fahrer auf Schadenersatz und Genugtuung. Da der Schadenersatz bei der Haftung gemäss dem eidg. Motorfahrzeuggesetz nach den Grundsätzen des Obligationenrechts über unerlaubte Handlungen zu bestimmen ist, galt hier, was in Art. 45, Absatz 3 OR für den Fall der Tötung einer Person durch unerlaubte Handlung vorgeschrieben ist: «Haben andere Personen durch die Tötung ihren Versorger verloren, eo ist auch für diesen Schaden Ersatz zu leisten.,» Das Bundesgericht, das den Fall letztinstanzlich zu beurteilen hatte, betrachtet als Versorger nicht nur denjenigen, der für den ganzen Unterhalt einer Person aufkommt, sondern auch den, der bloss einen Teil daran leistet. Und da die Versorgung nicht nur in Geld, sondern auch in Naturalleistungen erfolgen kann,- wird in seiner Rechtsprechung auch die Hausfrau als Versorgerin anerkannt, und zwar sowohl da, wo ihr Arbeits-: erwerb für den erwerbungsfähigen Ehemann eintreten muss, als auch da, wo sie den Haushalt führt und der Mann im Erwerbsleben tätig ist. Im vorliegenden Falle war der Ehemann Wattmann, während die Frau sowohl im Feld als im Haushalt tüchtig gearbeitet hatte. Der kantonale Richter hatte für die Bemessung des Schadenersatzes .den Geldwert ihrer Tätigkeit auf jährlich 1200 Fr. angesetzt und angenommen, hievon sei der vierte Teil der Familiengemeinschaft zugute, gekommen. Das Bundesgericht war zwar an die tatsächliche Feststellung des Geldwertes von 1200 Fr. gebunden, lehnte aber die Auffassung ab, von der Tätigkeit der Verstorbenen sei nur ein Viertel der Familie | gewidmet gewesen; in den Kreisen, denen die Klä- gegenübergestellt, das' bekanntlich eine einheitliche Monatssteuer von 1 Fr. und einen Zuschlag nach Massgabe der Treibstoffzuteilungen vorsieht. 25—50°/» vom 1. Januar 1941 an. Der Obwaldner Kantonsrat hat beschlossen, für die Dauer der Rationierung die Steueransätze für Fahrzeuge, welche mit rationierten Treibstoffen betrieben werden, ab 1. Januar 1941 wie folgt herabzusetzen: a) Für Personenwagen, dreirädrige Motorfahrzeuge, Lastwagen bis zu 1 Tonne Nutzlast und Motorräder um 25'/«. Für Personenwagen der DringHchkeitskategorien G und D um 5O*/o. b) Für Händlerschilder um 30 "/o. c) Für Gesellschaftswagen, Lastwagen von mehr als 1 Tonne Nutzlast und für gewerbliche wie gemischtwirtschaftliche Traktoren um 25'/«. Dazu kann der Regierungsrat gestatten, dass die Ausweise für Traktoren und Motorwagen auf ein halbes oder ein Vierteljahr, das nach Wahl des Halters am ersten Tag eines beliebigen Monats beginnt, ausgestellt werden. Der Zuschlag von 5 Fr. fällt dahin, sofern die Gebühr spätestens am Verfalltag bezahlt wird. Zugleich erfährt die Fahrradtaxe eine Erhöhung auf Fr. 3.—. ger angehören, und im Hinblick darauf, dass sich der Haushalt trotz bedeutender Familienlasten gut über Wasser Lielt, muss vielmehr angenommen werden, die arbeitsame und bescheidene Frau habe drei Viertel ihrer Arbeitskraft der Familie gewidmet. Auf Grund dieser Annahme waren die Entschädigungen für die einzelnen Kläger zu bestimmen. Der Ehemann war elf Monate nach dem Unfall gestorben und seine Ersatzforderung an die Kinder übergegangen; da ihm aber die Fürsorgetätigkeit der Hausfrau nur noch elf Monate lang zugute gekommen wäre, hat der Beklagte auch nur für diese Zeitspanne Ersatz zu leisten. Die Kinder haben Anspruch auf Ersatz des Versorgerschadens big zu dem Zeitpunkt, wo sie normalerweise ihren Unterhalt selbst verdienen, nach der Rehtsprechung bis zum 20. Jahr. Da die älteste Tochter der Verstorbenen im Zeitpunkte des Unfalles schon volljährig war, steht ihr kein Ersatzanspruch zu und der jüngeren Tochter, die neun Monate nach dem Unfälle die Volljährigkeit erreichte, ist der Ersatz nur für diese Zeitdauer geschuldet. Der Sohn hat noch Anspruch auf Ersatz des Versorgerschadens für fünf Jahre, wobei aber zu berücksichtigen ist, daee sich nach der Mündigkeit der beiden andern Kinder die Fürsorge der Mutter ausschliesslich ihm gewidmet hätte. Das kantonale Gericht hatte den Klägern an Schadenersatz und Genugtuung gesamthaft 27 400 Franken zugesprochen, und da die Berechnungsweise des- Bundesgerichs einen hievön nur ganz wenig abweichenden Betrag ergab, wurde das kantonale Urteil bestätigt. Weil es sich bei solchen Klagen aber nicht um eine gesamthaft geltend gemachte Forderung, sondern um Einzelansprüche handelt, mussten die den einzelnen Klägern zukommenden Posten im Urteilsspruch gesondert aufgezählt werden. Wp. Der Zürcher Strassenverkehr unter Verdunkelungsregime Steuerredaktion in Obwtlden Schadenberechnung bei tödlichen Unfällen. Mas dem Bundesgericht.) Die seit dem 7. November über die ganze Schweiz verhängte Verdunkelung hat auch den Strassenverkehr einer Ordnung unterworfen, die sich in ihren Auswirkungen erheblich von den Zuständen bei den früheren Verdunkelungsübungen unterscheidet. Galt es damals jeweilen, für eine einzige Nacht und schliesslich einmal für zwei oder drei Tage die Schwierigkeiten oder blossen Unannehmlichkeiten der Verdunkelung auf sich zu nehmen, so ist diese nunmehr für vorläufig unabsehbare Zeit zum Normalzustand geworden. Bei den früheren Uebungen konnte sich gerade der Autofahrer den Verdunkelungspflichten noch weitgehend entziehen, indem er während der betreffenden Tage einfach auf nächtliche Fahrten verzichtete; heute besteht eine solche Ausweichemöglichkeit mindestens für denjenigen nicht mehr, der seine beruflichen Fahrten eben doch einmal erledigen muss, und nur die freilich Allzuvielen sind dieser sämtlichen Sorgen enthoben, die ihr Fahrzeug aus Gründen der Treibstoffsperre oder aus finanziellen Gründen ohnehin stillegen mussten. Aber noch in einem anderen Punkte unterscheidet sich das gegenwärtige Verdunkelungsregime sehr tiefgreifend von den Verhältnissen bei den früheren Uebungen. Galten damals die Verdunkelungsvorschriften jeweilen für die ganze Nachtzeit zwischen Abend- und Morgendämmerung, so beginnt heute die Verdunkelung erst um 22 Uhr, um neuerdings auch schon um 6 Uhr wieder zu enden. Dies hat zur Folge, dass nunmehr schon allein die Nacht Im Sinne der vorstehenden weiten Umschreibung aus nicht weniger denn drei verdunkelungstechnisch verschiedenen zeitlichen Abschnitten besteht, nämlich aus den Abend- und Nachtstunden vor 22 Uhr mit dem normalen, friedensmässigen Beleuchtungszüstand, der unter Verdunkelung fallenden eigentlichen Nacht von 22 bis 6 Uhr und den wieder unverdunkelten Morgenstunden nach dem zuletzt genannten Zeitpunkt. Daraus aber ergeben sich für die Verkehrsteilnehmer und Behörden zahlreiche zusätzliche Probleme, die in den auf den eigentlichen Kriegszustand mit durchgehender Verdunkelung abstellenden eidgenössischen Vorschriften gar nicht vorgesehen waren und nunmehr männiglich vor neue Schwierigkeiten stellen. Betrachtet man jedoch zunächst einmal die Verdunkelung als solche, so muss leider festgestellt werden, dass sie gerade Im Strassenverkehr noch lange nicht lückenlos den geltenden Vorschriften entspricht. Noch immer beschränkt sich die Verdunkelung zahlreicher Fahrzeuge, vor allem sehr vieler Autos, auf mehr oder weniger dunkle Blaufilter aller Schattierungen vor den Scheinwerfern, sei es aus Glas, sei es aus Stoff, sei es endlich aus blossem aufgeklebtem Zelluloid oder Papier, Vorschrift ist jedoch nach der massgelienden Verfügung des Eidgenössischen Militärdepartementes vom 5. Oktober 1937 über die Regelung des Strassenverkehrs im Luftschutz einzdg und allein die Verbindung von blau abgedunkelter Lichtquelle und zusätzlicher Abschirmung, die so eingerichtet ist, «dass die direkte Sicht der Lichtquelle oberhalb der Horizontalen verunmöglicht wird». Die Mangelhaftigkeit der Von vielen Fahrzeugbesitzern bisher getroffenen Massnahmen der blossen, blauen Filterung des Lichts führt nun dazu, dass noch immer zahlreiche Vehikel mit erheblich zu starker Lichtausstrahlung verkehren, so dass, gana entgegen dem ausdrücklichen Verbot jener Verfügung, «am Boden oder auf Hauswänden und anderen Flächen unzulässige Reflexe entstehen» Und die Führer entgegenkommender Fahrzeuge stark geblendet werden. Das Zürcher Luftschutzkommando hat unlängst in einer psychologisch geschickt abgefassten Verfügung an die ihm unterstellten Organe auf die für die Luftschutzdisziplin der Bevölkerung geradezu verheerenden Wirkungen dieser Lässigkeit zahlreicher Fahrzeugführer aufmerksam gemacht. Es weist dort darauf hin, dass die Duldung solcher vorschriftswidriger Fahrzeugbeleuchtungen In jenen Autobesitzern, die sich pflichtgetreu streng an die geltenden Vorschriften halten, ihre Fahrzeuglichter richtig verdunkelt und abgeschirmt haben und sich wohl oder übel der bei einer solchen äusserst schwachen Fahrbahnbeleuchtung möglichen bescheidenen Fahrgeschwindigkeit befleissen, den Eindruck erwecken müsste, sie seien die Düpierten, weil sie erstens durch ihr korrektes Verhalten zu so langsamer Fahrt gezwungen und durch die Blendung durch ungenügend abgeschirmte Fahrzeuglichter erst noch allen möglichen Gefahren ausgeliefert sind. Das Luftschutzkommando wird daher mit womöglich noch verschärftem Nachdruck darauf bestehen, dass auch der letzte Fahrzeugbesitzer seine Beleuchtung wirklich vorschriftsgemass ausgestaltet. Der Verfasser konnte sich beispielsweise selber davon überzeugen, wie die Posten und Patrouillen der Luftschutz-Hilfspolizei zahlreiche Autofahrer anhielten, die nach Schluss der verschiedenen gesellschaftlichen Anlässe mit teilweise auf viele hundert Meter Entfernung blendender Fahr«eugbeleuchtung heimkehren wollten. Ein weiterer Uebelstand zeigt eich darin, dais zahlreiche Autofahrer, deren Blaufilter zur Dämpfung der Fahrzeugbeleuchtung bei eingeschalteten Abblendlampen an sich genügen würde, immer wieder verbotenerweise die grossen Scheinwerfer gebrauchen, deren Lichtfülle jene Dämpfung beinahe illusorisch' macht. Uud zwar schalten sie die Scheinwerfer nicht nur ein, um an Kreuzungen das bekannte Blinksignal zu geben — anstatt einfach mit der bei der Verdunkelung nun einmal gebotenen höchsten Vorsicht über die Kreuzung zu fahren — sondern sie gebrauchen sie auch, um auf offener Strasse schneller dahinfahren sm können, ungeachtet der Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer und der ganz allgemein geltenden Beschränkuni det Fahrgeschwindigkeit auf 20 Kilometer. Immer liegt es freilich nicht an den Verkehitteilnehmern, wenn die Sicherheit auf der Straste leidet. Dass gerade infolge des gegenwärtigen komplizierten Verdunkelungsregimes die früheren blauen Richtlampen an Strassenkrtuzunaen und ähnlichen Punkten in Wegfall gekommen sind, weil ihrer Beibehaltung gewaltige schaltungstechnische und damit finanzielle Schwierigkeiten im Wege standen, wird der Autofahrer freilich kaum sehr bedauern. Diese schwachen Leuchten hoch über der Fahrbahn waren selten geeignet, einen zuverlässigen Anhaltspunkt für den Verlauf der Fahrbahn und die Verkehrslage zu geben. Schwerer jedoch wiegt, dass neuerdings die blaue Beleuchtung der Inselpfosten und ähnlicher Gefahrenpunkte, wie von Baustellen, verschwunden ist, weil die Brennstoffmengen für die benötigten Petrollampen nicht mehr vorhanden sind. Abfindea wird sich der Verkehr mit diesem Dahinfallen der letzten Sicherheitslichter nur auf Grund der Erwägung können, dass die erlaubte Fahrgeschwindigkeit genügt, um die entsprechenden Hindernisse rechtzeitig zu erkennen. Niemand darf sich durch die kleinen absoluten Unfallzahlen in Sicherheit wiegen lassen, und gerade auch der Fussgänger muss In seinem eigenen Interesse zu schärfster Vorsicht Im Strassenverkehr ermahnt werden. Bereits macht sich beispielsweise der wahre Unfug geltend, dass zahlreiche Personen im Freien überhaupt nur noch die Fahrbahn benützen, weil sie damit beispielsweise die Schwierigkeiten umgehen können, die ihnen die zwei Randsteine der Trottoirs einmündender Seitenstrassen verursachen — ein unhaltbarer Zustand, den zu beseitigen eine dringende und dankbare Pflicht der Behörden ist. Was endlich jenes za Beginn unserer Ausführungen angedeutete Problem des Nacheinanders unverdunkelter und verdunkelter Nachtstunden anbelangt, muss mit Nachdruck auf den unbefriedigenden Zustand hingewiesen werden, dass gegenwärtig in der Zeil vor 22 und nach 6 Uhr (n bunter Mischung Fahrzeuge mit unverdunketter und solch« mit verdunkelter Beleuchtung verkehren. Die Blendung der Augen durch die normalen weissen Lichter des einen Fahrzeuges macht es dabei oft schlechthin unmöglich, Vehikel zu erkennen, die mit verdunkelten und abgeschirmten Lichtern zirkulieren. Besonders gefährlich sind dabei Radfahrer mit dunkelblau verhängter Laterne, die sich im Lichtschein weisser Autolampen vor oder hinter ihnen mit fast unverminderter Schnelligkeit bewegen und dabei immer wieder Fussgänger. in kritische Situationen bringen. Bei Regenwetter mit 'den Lichtreflexen auf der Fahrbahn vor allem sind diese Radler oft praktisch gänzlich unsichtbar, während sie sich selber offensichtlich gar nicht darüber Rechenschaft geben, welche Gefahren sie heraufbeschwören. Dieser missliche Zustand, der nicht nur In verkehrstechnischer, sondern auch in rechtlicher Hinsicht voller Unklarheiten ist, kann nicht andauern. Es muss vielmehr die Hoffnung; ausgesprochen werden, dass die verantwortlichen Behörden ihm sehr bald ein Ende setzen, indem sie eindeutig und zwingend vorschreiben, welche Fahrzeugbeleuchtung in den unverdunkelten Abend- und Morgenstunden rechtens ist. Dass dabei einer ganzen Anzahl schwer gegeneinander abzuwägender Faktoren Rechnung getragen werden muss, darf einer klaren Lösung des heutigen unsicheren Zustandes nicht im Wege stehen. Die Pflicht, vor 22 und nach 6 Uhr mit der friedensmässigen weissen — oder gelben — Beleuchtung zu fahren, würde zwar manchen Autofahrer durch die Notwendigkeit in Verlegenheit bringen, die Verdunklungsvorrichtungen seiner Scheinwerfer täglich mehrmals zu montieren und abzumontieren, was aus technischen Gründen oft recht schwer ist; doch würden sich viele Fahrzeugführer einfach entschliessen, vor 22 Uhr heiinzufahren, und dadurch den Verkehr in den verdunkelten Strassen entlasten — der Vorteil dieser Ordnung der Dinge aber läge in der Möglichkeit, in den vor allem geschäftlich wichtigen Tagesstunden mit normalen Geschwindigkeiten zu verkehren. Der Zwang zur durchgehenden Verwendung der «Verdunkelungsbeleuchtung » würde umgekehrt jene technischen Schwierigkeiten wegfallen lassen, aber vor allem auf den unbeleuchteten Ueberlandstrassen gleich vom Einbruch der Dunkelheit an und bis zur Tageshelle zur Einhaltung sehr geringer Fahrgeschwindigkeiten nötigen, was einer weitgehendes Lahmlegung des Autoverkehrs gleichkäme. Sei dem jedoch, wie ihm sei: eine eindeutige Ordnung durch Verfügung von oben drängt sich gebieterisch auf. H. W. Th.