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Herzog Loibner Magazin 2017

Aus einer einfachen

Aus einer einfachen hexagonalen Struktur mit drei nichtpaarigen eingesetzten Farben entwickelt Jens W. Beyrich zunächst durch die möglichen Anordnungsvarianten 10 verschiedene Elemente oder „Sterne“. Durch den Austausch der Farben untereinander entsteht so ein Satz von 60 unterscheidbaren Elementen, die sich dann in rechteckigen Feldern, in konzentrischen Kreisen, auf Kugeln oder Polyedern zu 10 126 Möglichkeiten anordnen lassen. Mit kombinierten Druckverfahren und Einsatz von Präzisionsfertigungstechnik entstehen Grafiken und Skulpturen von hohem ästhetischen Anspruch und verblüffenden Symmetrieeigenschaften. Für einige Werke entwarf er einen Satz von über 50 Anordnungsbedingungen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen. Star Mandala, Digitaldruck, 180 x 180 cm, 2014 Das hier vorgestellte Star Mandala, ausgestellt u. a. im Kunstmuseum Liechtenstein 2016, bietet zusätzlich eine philosophische Qualität. Vier Ringe bestehen aus jeweils 15 Sternen unterschiedlicher Breite, abhängig von ihrem Abstand zum Zentrum, wobei die sonst drei verschiedenen Farben hier durch Materialien ersetzt worden sind: Gebürsteter Edelstahl, Granit und Spiegelglas. Die Sterne stehen in präzisem Zusammenhang untereinander und folgen einer Serie ineinander verwobener Symmetrieregeln. Der ewige Lauf der Welt (griechisch: panta rhei) ist im klassischen Mandala dargestellt durch das Rad mit acht Speichen, die gleichzeitig auch die “perfekte Zahl“ symbolisieren. Das ständig drehende Rad ist hier dargestellt durch das erste Material, Edelstahl, gebürstet in Rotationsrichtung. Die Unendlichkeit des Universums ist repräsentiert durch das zweite, einem schwarzen Granit, der nicht umsonst als „Star Galaxy“ bezeichnet wird. Wer nahe an das Werk herantritt, kann die Bildebene gedanklich verlassen und mit den schwarzen Flächen einen Durchblick in den Nachthimmel assoziieren. Das dritte Material, graue Flächen, sind Spiegel, virtuell gerechnete Lichtreflexion einer unendlich weiten Lichtquelle, die hinter dem Betrachter steht, aber durch ihn unbeeinflusst bleibt. Der Betrachter kann sich selbst in diesem Mandala nicht sehen, obwohl er vor Spiegelflächen steht. Meditationserfahrung numerisch… Und zuletzt: Die Zahl 8, im Chinesischen gleichbedeutend mit Glück, findet sich im Star Mandala 60 Mal – und das obwohl die 60 Sterne ihrerseits sechsstrahlig sind. Es bleibt dem Betrachter selbst überlassen, über die hintergründigen Gesetzmässigkeiten zu meditieren und diese gegebenenfalls zu erkennen. 60

ZEITGEIST UND MEHR ALS ASTRONOMISCHE DIMENSION - STAR SPHERE Es gibt genau eine kugelumspannende, regelmässige und damit polfreie, geschlossene Netzstruktur, in der sich die 60 verschiedenen, dreifarbigen Sterne anordnen lassen. Jeder mit sechs Spitzen bestückte Stern ist so in die Netzstruktur eingebunden, dass er mit jeweils fünf Spitzen der Nachbarsterne verbunden ist, während nur eine frei bleibt. Die Regelmässigkeit der Struktur liefert einen optisch ansprechenden Kontrast zu den jeweils unterschiedlichen Farbanordnungen der Sterne. Über eine Reziprozitätsregel, relativ zum Äquator der Sphäre, stellen die Sterne die jeweilig beiden Hemisphären in stets gleichem Bezug zueinander dar, unabhängig von dessen Ausrichtung. Im heute bekannten Universum gibt es etwa „nur“ 10 80 Atome! Es ist wohl wahrscheinlicher, Leben auf einem anderen Planeten im Universum anzutreffen, als eine Lösung aus der Menge der möglichen Anordnungen herauszugreifen, die die vorgegebenen Symmetrieregeln aller berücksichtigt… Ein kugelumspannendes, regelmässiges Netzwerk als Symbol für globale Vernetzung. Die STAR SPHERE, mit hohem Wiedererkennungswert und ohne Vorgänger, repräsentiert den heutigen Zeitgeist und ist möglicherweise Zukunftsikone, ähnlich Robert Indiana’s „LOVE“ und „HOPE“-Skulpturen in den 60er Jahren. Eine Star Sphere in Champagner mit Sternen in den Farben Gold, Silber und Bronze, zuvor in London und Vaduz ausgestellt, kann im 5-Sterne Hotel Hassler in Rom bewundert werden. Star Sphere, anodisiertes Aluminium, sphärische Intarsierung, Durchmesser 58 cm. Ausgestellt auf der 6. Triennale der Skulptur Bad Ragaz und Vaduz, 2015 INNOVATION MADE IN LIECHTENSTEIN Marken, erstmals in der Druckgeschichte, über die gesamte Auflage unterschiedlich sind. Jede Marke zeigt dieselbe geometrische Grundstruktur: Sechs regelmässige hexagonale Drachen, angeordnet per 2x3, wobei jeder Drachen unterteilt ist in sechs gleiche Segmente mit unpaariger und paariger Farbverteilung (3-2-1) und (2-2-2). Die Briefmarken im Kleinbogen sind per 5x2 angeordnet, und zeigen damit einen vollständigen Satz aller 60 unterschiedlichen Drachen, entsprechend der gegebenen Regeln für die Farbverteilung. Keine Marke der Gesamtauflage zeigt die gleiche Kombination von Drachen. Anlässlich der Ausstellung Hypersymmetrics im Kunstmuseum Liechtenstein hat die Liechtensteinische Post AG 10 Kleinbogen Briefmarken herausgebracht, deren einzelne Obwohl alle Drachen unterschiedlich sind, erscheint jedes Segment einer Farbe (magenta) über den Mittelpunkt des Kleinbogens punktsymmetrisch angeordnet, während die Segmente der anderen beiden Farben (gelb und cyan) zueinander kongruent sind. 61

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