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POPSCENE März 03/18

Das total umsonste Popkulturmagazin.

6 TITEL THE OFFENDERS

6 TITEL THE OFFENDERS VS. MR. IRISH BASTARD ANTATTACK SPECIAL FFBEAT-PUNKE VS. FOLKPUNK-INSTANZ

Habt Ihr im Laufe Eurer Karriere schon im Saarland gespielt und wenn ja, war das ein Erfolg? Offenders: Ich erinnere mich an eine Show in Neunkirchen vor ca. 2 Jahren, aber das Festival wird sicher noch viel besser werden. Mr. Irish Bastard: Auf jeden Fall. Wir haben schon ein paar Mal im Saarland gespielt. Ich erinnere mich ganz klar an ein Open Air mit den Mahones und ein Konzert mit Red City Radio. Bei Red City Radio hatte ich den besten Platz im Haus. Im Bühnenflügel mit einem Bier in der Hand. Himmlisch. Wieviele Konzerte habt Ihr seit dem Bandbestehen gespielt und mit welchen international bekannten Superstars habt Ihr schon die Bühne geteilt? Offenders: Um ehrlich zu sein, habe ich mir dazu nie Notizen gemacht. Es waren aber wohl so ca. 600 Shows seit 2008. Was die Stars angeht, da kann ich u.a. Bad Religion NOFX, Flogging Molly, The Buzzcocks und Cock Sparrer nennen. Oder Johne Cale und Korn, die Liste könnte noch viel länger werden. Mr. Irish Bastard: Das sind jetzt zwischen 700 und 800. Ich hatte viele Jahre lang die gleiche Reisetasche immer mit. Irgendwann hat die sich in meinen Händen aufgelöst. Das bedeutet sicher irgendwas, aber ich glaube nicht das ich wissen will was es bedeutet. Wir haben mit einer ganzen Reihe von großen Acts gespielt. Von den Pogues, Broilers, In Extremo, Subway to Sally, Saltatio Mortis und Levellers, New Model Army, Deichkind und KIZ. Da waren aber noch viele mehr, Agnostic Front hatten bei der Show unser Shirt an und Selig haben wir den Sprit aus dem Kühlschrank stibitzt. Da stand fein säuberlich auf jeder Flasche Selig. Haben wir sogar noch im Proberaum. Danke and Jan und Co. In eurem Live-Set finden sich immer die ein oder andere Coverversion? Welcher Song kommt dabei am Besten an? Offenders: Sicher „Tainted Love“ dass durch Soft Cell weltberühmt wurde. Ich mixe dass irgendwie mit dem Gloria Jones-Original und heraus kommt eine The Offenders-Version. Dann auch „White Riot“ von The Clash, dass ich als Tribut an Joe Strummer verstehe, auch wenn es nicht mein eigentlicher The Clash-Favorit ist. Mr. Irish Bastard: „Temple Of Love“ und „You Spin Me Round“ sind schon Favoriten. Es ist lustig das Publikum zu beobachten. Leute die uns noch nicht so genau kennen zeigen die Verwunderung in Ihrem Gesicht und gehen dann mit. Das Gesichtsspektakel gucke ich mir immer gerne an. Musikalische Würdigung wird in der Musikbranche auch durch Auszeichnungen manifestiert. Haben The Offenders da schon Erfolge zu verzeichnen? Offenders: Wenn Du von Preisverleihungen sprichst, dann müssen wir passen. Wir sind noch immer Underground. Aber in der Szene wird unsere Musik honoriert, bei den Amazon Ska Charts oder bei Cortex in Berlin. Mr. Irish Bastard: Auf jeden Fall. Wir waren 2015 mit unserem Album in den Charts. In digitalen Zeiten ist das schon ein analoger Erfolg. Dibbelabbes ist eine typische saarländische Spezialität, die aus Kartoffeln und Dörrfleisch besteht. Ist es einen Versuch wert, oder bleibt ihr beim Festival-Catering? Offenders: Ich sage immer, „denke global und esse/trinke lokal“! Also ich würde Dibbelabbes schon probieren, was meine vegetarischen Bandkollegen angeht, werden die aber sicher auch etwas Passendes aus der Region finden. Mr. Irish Bastard: Wir essen gerne die typische Spezialitäten und trinken gerne das lokale Gesöff. Außer wenn es durchsichtig ist, Erfahrungsgemäß ist das nur für heimisch-gepanzerte Magenschleimhäute. Text: Frank Keil | Bild: Salzmannfotografie, Tim Hackemack Neue Gebläsehalle, Neunkirchen, Samstag, 28. April theoffenders.eu mririshbastard.com