2019/11 - Unternehmen Ausgabe 66

suedwest.presse

Das Wirtschaftsmagazin im Südwesten Ausgabe 66 | März 2019 | 3,00 €

4 197821 303000 6 6

Der Mann fürs

Wohlfühlen

Bei Geräten rund um die Gesundheit geht kein Weg an

Beurer aus Ulm vorbei. Firmenchef Marco Bühler gibt

die Richtung vor: bodenständig und erfindungsreich.

MEDIENTRAINING

Wie Führungskräfte Fehler und

Fettnäpfchen vermeiden können.

Seite 6

PORSCHE

Lebensgefühl und Leidenschaft:

Die Werkstatt der Krämers in Vogt.

Seite 20

UMFRAGE

So genießen Führungskräfte aus

der Region den Frühling.

Seite 44


Überblick

ist einfach.

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unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 inhalt 3

Liebe Leserin, lieber Leser,

kaum lässt der jahrelange Boom nach, schon

haben Pessimisten Hochkonjunktur. Fast

könnte man meinen, die ewigen Warner

hätten Freude daran, die „German Angst“

zu schüren. Und ja, der konjunkturelle Aufschwung

scheint seinen Höhepunkt überschritten

zu haben. Und ja, die politischen

Unsicherheiten nehmen zu. Doch darüber

darf man nicht vergessen, auf welchem Niveau

die Wirtschaft heiß gelaufen ist. Große

Themen für viele Unternehmer sind immer

noch Kapazitätsengpässe, Fachkräftemangel

und wie sie besser werden können in Zeiten

der Digitalisierung. Beurer-Firmenchef

Marco Bühler gibt im Titelinterview (S. 10)

dazu tiefe Einblicke. Auch bei den Themen

Medientraining (S. 6), Außenhandel ( S. 36)

und im Firmenporträt von Betten Fricker

aus Blaustein geht es darum, was Unternehmer

besser machen können. Wenn Sie aus

dieser Ausgabe einen Impuls mitnehmen,

der sie stärker macht, freue ich mich.

Ihr Alexander Bögelein,

Redaktionsleiter unternehmen [!]

spezial

6 „Sie haben 30 Sekunden …

Was Führungskräfte im Umgang mit Medien

beachten müssen

28 Austausch bringt mehr im kleinen Kreis

Der 20. Unternehmertag in Ulm

titelthema

10 Mit gutem Gespür für neue Trends

Firmenchef Marco Bühler im Gespräch

machen

20 Eine Diva im Altersheim

Manfred Krämer und seine Söhne frischen

Zuffenhausener Kunstwerke auf

24 Gemeinsam besser sein

Wie Beate Brendel und Miriam Pracki Betten

Fricker aus Blaustein für die Zukunft rüsten

42 Wenn der Bagger spricht

Liebherr lässt die Baumaschinen reden

finanzieren

36 Über neue Grenzen gehen

Risiken im Auslandsgeschäft – darauf sollten

Mittelständler achten

leben

44 Nichts wie raus!

So genießen Führungskräfte den Frühling

48 Ernster Appell, feurige Party

Der Neujahrsempfang der SÜDWEST PRESSE

namen & nachrichten

4 Ulmer Händler in Sorge

4 500 Arbeitsplätze im Science Park

5 Barfüßer expandiert nach Göppingen

5 Jobticket ist steuerfrei

5 Allianz für Heavy Metal

5 Großauftrag aus Asien

34 Digitallabor in Kempten

50 Newtec erweitert Geschäftsführung

50 Impressum

48

20

06 44

36


4 namen & nachrichten Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Ulmer Händler in Sorge

Ulm baut und macht sich schön

für die Zukunft. Währenddessen

machen sich im Einzelhandel

Frust und Zorn breit. Bereits im

November hatte die IHK Zahlen

vorgelegt, wonach die Frequenz

in der Ulmer City gegenüber 2013

um 24 Prozent gesunken ist, während

kleinere Städte im Umland

zulegen konnte. So sank der Spitzenwert

in der Hirschstraße von

6835 auf 5207 Passanten pro Stunde.

Die boomende Online-Konkurrenz,

aber auch die Vielzahl

der Baustellen in Ulm drücken

ohnehin schon auf die Stimmung

im Einzelhandel.

Der Zorn einiger Einzelhändler

entlud sich unlängst bei einem

Runden Tisch der CDU, zumal

die Stadt im Zentrum weitere

Sperrungen erwägt, um den Verkehr

zu verringern. Das schrecke

aber die Kundschaft aus dem

Umland ab, die für den Handel

extrem wichtig sei. Die Stadt dürfe

daher nicht den Individualverkehr

verdammen, kritisieren

Händler. Sie ärgert auch, dass die

Stadt von April bis Ende Dezember

nun auch die Friedrich-Ebert-Straße

am Bahnhof

stadtauswärts sperrt. Hintergrund

ist, dass die dortige Passage,

die den Bahnhof und das

200-Millionen-Projekt Sedelhöfe

verbinden soll, dem Zeitplan

hinterhinkt und die Stadt Strafzahlungen

von 4 Millionen Euro

an den Investor DC fürchtet. Die

halbseitige Sperrung soll helfen,

die Passage bis zum 31. März

2020 fertigzustellen. An diesem

Tag soll das Handels-, Büro- und

Wohnprojekt eröffnet werden.

Das Shoppingcenter umfasst

18.000 Quadratmeter Fläche.

IHK-Hauptgeschäftsführer Otto

Sälzle sieht die Sperrung mit großer

Sorge. Für einige kleinere Läden

könne dies das Aus bedeuten.

Sälzle fordert daher, dass die

vom Stadtrat beschlossenen kostenlosen

ÖPNV-Tickets nicht nur

bis zum Ende der Sperrung, sondern

bis zum Abschluss aller

Baustellen rund um den Bahnhof

gelten sollen. [!] kö/amb

Die Friedrich-Ebert-Straße vor dem Ulmer Bahnhof: Für Autos

Nadelöhr und Sackgasse in einem.

Foto: Volkmar Könneke

500 Arbeitsplätze im Science Park

Für den Ulmer Science Park gab

es zuletzt zwei Rückschläge.

Zum einen will der Autokonzern

Daimler sein Forschungszentrum

schließen. Zum anderen wird der

Autozulieferer Conti seine Aktivitäten

zum unfallfreien Fahren

in Neu-Ulm konzentrieren. Doch

jetzt meldet sich die städtische

Projektentwicklungsgesellschaft

(PEG) mit positiven Nachrichten.

Im Science Park, der Wissenschaft

und Wirtschaft vernetzen

soll, um Forschung schneller in

marktreife Lösungen umzusetzen,

ziehen bis Mitte 2020 vier

Unternehmen auf dem Oberen

Eselsberg ein. Neben Bosch Rexroth

sind dies die Unternehmen

Liebherr, Sartorius und Polygran.

Gemeinsam beschäftigen sie

mehr als 500 Mitarbeiter am

Standort. „Perspektivisch werden

es sicherlich noch mehr“,

sagt PEG-Chef Christian Bried.

Diese Entwicklung habe sich bei

früheren Ansiedlungen etwa von

Continental oder Audi bereits gezeigt.

Bosch Rexroth kommt im

ehemaligen Telekom-Gebäude in

der Lise-Meitner-Straße unter,

das nun der Stadt gehört. Zudem

plant die PEG einen Neubau in

direkter Nachbarschaft für den

Im Science Park auf dem Oberen Eselsberg siedeln sich Bosch

Rexroth, Liebherr, Sartorius und Polygran an. Foto: Volkmar Könneke

Antriebs- und Steuerungstechnikspezialisten.

Bis Ende 2020

sollen dort 250 Mitarbeiter einziehen.

Auf den Standort Elchingen

habe die Neuansiedlung keine

Auswirkungen, hieß es. In einem

anderen PEG-Gebäude wird

sich Liebherr auf sechs Etagen

mit der Digitalisierung von

Hausgeräten beschäftigen.

In einem weiteren Neubau

kommt der Ulmer Anbieter für

IT-Lösungen Polygran unter, der

bislang in der Innenstadt ansässig

ist. Bereits im Bau befindet

sich das Cell Culture Technology

Zentrum von Sartorius Stedim

Biotech im Science Park III. Der

Pharmazulieferer mit Sitz in Göttingen

verlagert seinen Standort

von Laupheim nach Ulm und investiert

30 Millionen Euro in das

6000 Quadratmeter große Laborund

Bürogebäude. [!] jkl


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 namen & nachrichten 5

Barfüßer expandiert nach Göppingen

Die Barfüßer-Gruppe des Ulmers

Unternehmers Eberhard

Riedmüller und dessen Neffen

Marcus und Dominik Krüger

expandieren nach Göppingen. Im

dortigen Bahnhofsquartier werden

sie in den Neubau der Kreissparkasse

Göppingen als Komplettmieter

einziehen. Die Dauer

des Mietvertrags beträgt 15

Jahre ist. Statt wie der ursprünglich

geplanten Büros, Praxen und

Wohnungen, erhält Göppingen

damit eine Barfüßer Hausbrauerei

und ein Riku-Hotel. Der Baustart

werde frühestens im Sommer

erfolgen.

Der Ulmer Großgastronom Riedmüller

hatte im Jahr 1990 den ersten

Barfüßer in Ulm eröffnet und

damit den Beginn einer Erfolgsgeschichte

gelegt. Mittlerweile

beschäftigt die Barfüßer-Gruppe

800 Mitarbeiter in 23 Betrieben.

Das Barfüßer-Konzept läuft mittlerweile

in sieben Städten erfolgreich

– von Memmingen über

Neu-Ulm bis Pfullendorf und

Reutlingen. Das Familienunternehmen

setzt dabei auf eine Systemgastrononomie

mit bürgerlicher,

schwäbischer Küche, Biergarten

und Events.

Die im Jahr 2012 ins Leben gerufene

Hotelmarke Riku ist derzeit

an fünf Standorten vertreten. Die

Zimmerzahl reicht von 22 bis 69.

Göppingen ist der sechste Standort

und wird mit 72 Zimmern

auch der größte.

Für Göppingen ist der Einzug

von Barfüßer und Riku bereits

der dritte Hotelneubau innerhalb

kürzester Zeit neben dem Arthotel

Momentum (84 Zimmer) und

dem in Bau befindlichen Holiday

Inn Express (135), das im Jahr

2020 eröffnen soll. [!] wol

Adresse für Fans gutbürgerlicher Küche: Die Eröffnung des Barfüßer.

in der Kramgasse in Ulm 2017.

Foto: Volkmar Könneke

Jobticket ist steuerfrei

FOTO: © JAX10289/SHUTTERSTOCK.COM

Seit 1. Januar weniger Bürokratie:

Jobtickets für Arbeitnehmer.

ÖPNV-Nutzer werden entlastet.

Zum Jahresbeginn hat der Gesetzgeber

Jobtickets wieder von

der Steuer befreit. Das waren sie

seit dem Jahr 2004 nicht mehr.

Unternehmen haben damit die

Möglichkeit, ihren Mitarbeitern

etwas Gutes zu tun – bei deutlich

weniger Bürokratie. Hatte eine

Firma bisher den Beschäftigten

eine kostenlose oder verbilligte

ÖPNV-Fahrkarte gewährt, musste

die Kostenersparnis versteuert

werden. Das ist nun anders.

„Mit der Neuregelung sollen Arbeitnehmer

verstärkt zur Nutzung

öffentlicher Verkehrsmittel

veranlasst werden“, freut sich Petra

Maring vom Verband der Verkehrsunternehmen.

Dabei sind

sowohl Barzuschüsse als auch

Sachbezüge für die Nutzung des

öffentlichen Nahverkehrs zwischen

Wohnung und erster Tätigkeitsstätte

des Arbeitnehmers

von der Steuer befreit. Die Befreiung

umfasst auch private

Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr.

Die Voraussetzung für die Steuerbefreiung

ist, dass der Arbeitgeber

die Leistungen zusätzlich

zum Arbeitslohn erbringt. Die

Neuregelung hat nach Angaben

des Deutschen Steuerberaterverbands

für Arbeitgeber den Vorteil,

dass sie das Job-Ticket nicht

mehr in die monatliche Freigrenze

von 44 Euro einbeziehen müssen.

Auch eine pauschale Besteuerung

ist überflüssig. Insbesondere

für ausgegebene Jahresfahrkarten

ist dies eine Erleichterung.

Die Arbeitnehmer müssen sich

die steuerfreien Leistungen aber

auf ihre Entfernungspauschale

anrechnen lassen. [!] pau

Allianz für Heavy Metal

Das Herz des Heavy Metal wird

auch künftig in Donzdorf (Kreis

Göppingen) schlagen. Dort hat

vor 32 Jahren Markus Staiger das

Musiklabel gegründet, das sich

der schwerer Gitarrenmusik verschrieben

hat. Nun hat Believe

Digital aus Hamburg-Altona, einer

der führenden Digitalvertriebe

in Europa und Serviceprovider

für Künstler, die Mehrheit an

Nuclear Blast übernommen.

Durch die freundliche Übernahme

wird sich für die rund 80 Mitarbeiter

in Donzdorf nach Angaben

von Marcus Hammer, einem

der beiden Geschäftsführer,

nichts ändern. Stellenabbau sei

nicht geplant. Mit der strategischen

Allianz erreiche man vielmehr

eine höhere Durchschlagskraft

im Vertrieb. Believe Digital

beschäftigt damit nun rund 200

Mitarbeiter. [!]

joa

Großauftrag aus Asien

Der Anlagenbauer Centrotherm

profitiert davon, dass führende

asiatische Photovoltaik-Hersteller

auf neue Generationen von

Hochleistungs-Solarzellen setzen.

Zuletzt erhielt das Unternehmen

aus Blaubeuren (Alb-

Donau-Kreis) einen Auftrag im

Wert von 40 Millionen Euro.

Centrotherm ist Spezialist für

thermische Lösungen für die

Photovoltaik-, Halbleiter- und

Mikroelektronikindustrie. Die

Familie Hartung, die das Unternehmen

gegründet hatte und im

Zuge eines Insolvenzverfahrens

vor einigen Jahren nur noch eingeschränkt

die Geschicke beeinflussen

konnte, hält über die „Solarpark

Blautal GmbH“ wieder

90 Prozent der Anteile. Die indirekte

Beteiligung eines katarischen

Investors besteht nicht

mehr. Von den 600 Mitarbeitern

arbeiten 400 am Stammsitz in

Blaubeuren. [!]

spa


6 spezial Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

„Sie haben 30 Sekunden …

Medientraining Kamera läuft und bitte! In Interviews bleibt Führungskräften wenig Zeit, um

ihre Botschaften genau zu formulieren. Wie sich die größten Fehler vermeiden lassen.

Vorsicht! Kopf

hoch und Kinn in

die Luft wirken oft

hochnäsig und

„von oben herab“

Einstudierte

Gesten und ein

aufgesetztes

Lächeln wirken

unglaubwürdig.

Wer beim

Sprechen „betet“,

vergibt die

Chance auf

natürliche

Gestik.

Poser-Gesten in

den Medien

können das

Image ruckzuck

ruinieren.

Wer hätte das gedacht?

Laut Hirnforschern

schwirren uns tagtäglich

etwa 60.000

Gedanken durch den Kopf. Das

sind 40 in der Minute. Und dies

kann mitunter ganz schön verwirrend

sein. Besonders, wenn es

darum geht, sich zu konzentrieren.

Schon Buddha sagte: „Dein

ärgster Feind vermag nicht dir

mehr zu schaden als deine eigenen,

unbedachten Gedanken.“

Diese zu äußern, sind in einem

Interview in aller Regel fatal. Aus

diesem Grund ist die 47-jährige

Medieningenieurin Kathrin

Adamski in ganz Deutschland

unterwegs, um Vorstandsvorsitzenden,

Geschäftsführern oder

Presseverantwortlichen den

richtigen Umgang mit den Medien

zu vermitteln.

Die diplomierte Journalistin war

in den Jahren 2014 bis 2018 Vorsitzende

des Bundesverbands der

Medientrainer. Die gebürtige

Stuttgarterin ist eine der wenigen

Medientrainerinnen in der

Republik, die mit dem Zertifikat

„Certified Media Trainer“ der

Steinbeis Hochschule Berlin ausgezeichnet

wurden.

Drei Gedanken pro Statement

Dabei setzt die Moderatorin weniger

auf die Weisheiten des indischen

Religionsstifters als vielmehr

auf ihre langjährige Erfahrung

in der Branche, die sie gemeinsam

mit Katrin Prüfig und

Stefan Klager in einem Buch zusammengefasst

hat. Der Titel:

„Workbook Medientraining –

Wie Sie Ihren öffentlichen Auftritt

erfolgreich gestalten.“

Um die eigenen Gedanken auf

den Punkt zu bringen, bleibt speziell

bei einem Statement im Ra-

Die Ulmer Medientrainerin

Kathrin Adamski zeigt an vier

Beispielen, was im Medienauftritt

gar nicht gut ankommt.


Fotos: Marc Hörger


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 spezial 7

Man sollte

dem

Medienvertreter

immer in die

Augen schauen.

Kathrin Adamski

Medientrainerin aus Ulm

dio oder bei einem Live-Interview

im Fernsehen nicht viel

Zeit. Genauer gesagt: gerade einmal

30 Sekunden. Kommunikationswissenschaftler

und Wahrnehmungspsychologen

haben

herausgefunden, dass die Aufmerksamkeit

beim Konsum von

Fernseh- oder Hörfunkbeiträgen

nach einer halben Minute deutlich

abnimmt. Zum Vergleich: So

lange benötigt die Flamme eines

Streichholzes, um bei normalen

Luftverhältnissen zu erlöschen.

30 Sekunden. Dies ist auch die

Zeitspanne, in der wir Menschen

ohne Probleme die Luft anhalten

können.

Doch Kathrin Adamski sorgt in

ihren Workshops, Einzel- oder

kleineren Gruppentrainings dafür,

dass eben nichts anbrennt

und die Luft um den Interviewten

auch nicht zu dünn wird:

„Man muss in 30 Sekunden die

Unternehmenswelt erklären können.“

Denn maximal so lange geben

Medienmacher einem O-Ton

in ihrem Beitrag Platz.

Pro Statement bleibt da etwa Zeit

für drei ausführende Gedanken.

Deshalb ist es wichtig, dass man

bei einem Gespräch mit Journalisten

die Unternehmensbotschaft,

die für die Öffentlichkeit

gedacht ist, klar definiert und

präzise auf den Punkt bringt.

Auf keinen Fall sollte man aber

ILLUSTRATION: KRAFTWERK/SHUTTERSTOCK.COM

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8 spezial Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Der richtige Ton

Wichtig ist,

dass man

authentisch ist.

Und dass man

nichts beschönigt.

Die Tabus in Interviews: Zahlensalat, Fachchinesisch und häufige Anglizismen.

Im Beruf wird unglaublich viel

geredet. Das geschieht in Konferenzen,

bei Teamsitzungen, auf

Podien oder vor dem Mikrofon.

Doch bleiben die Inhalte beim

Adressaten hängen? Die Antwort:

viel zu selten! Abhilfe soll

das Workbook Medientraining

Texte auswendig lernen. Sie klingen

dann aufgesetzt und unglaubwürdig.

„Besser man arbeitet mit bildhaften

Methoden, um sich Inhalte zu merken“,

sagt die 47-jährige, die in Ulm

ihre Agentur Redefluss betreibt.

Keine pampigen Gegenfragen

Einen Tag muss man sich schon Zeit

nehmen, so Adamski, wenn man die

Grundregeln für den Medienauftrittlernen

möchte. Das Wichtigste dabei:

Man darf nicht denken, dass man seine

Themen kennt. Ein weiterer

Grundsatz: immer freundlich bleiben,

Verständnis für die Arbeit von Journalisten

haben und sich auf hartnäckige

Fragen einstellen. Die hohe

Kunst sei es, sich so vorzubereiten,

dass man von heiklen Fragen nicht

überrascht werde – und wenn möglich

charmant die Überleitung zu den

eigenen Botschaften schaffe. „Auf

keinen Fall darf man pampig werden

und dem Medienvertreter, dem man

immer in die Augen sehen sollte, gar

von Kathrin Adamski, Dr. Katrin

Prüfig und Stefan Klager schaffen,

das im Schäffer-Poeschel

Verlag erschienen ist (ISBN 978-

3-7910-4155-1).

Zur Person

Prof. Dr. Alexander

Häntzschel Dekan

der Fakultät für Information,

Medien und

Design an der Universität

Heidelberg.

Weitere Informationen findet

man unter www.workbook-medientraining.de.

Auch die IHK

Ulm bietet „Kommunikationstraining“-Seminare

an. Dabei

wird unter anderem geschult,

wie ein positives Gesprächsklima

entstehen und wie man persönlich

auf Kritik und Beschwerden

reagieren kann.

ILLUSTRATION: GETTYIMAGES

provokante Gegenfragen stellen“,

sagt Adamski. Welche Dinge sollte

man vor laufender Kamera oder Mikrofon

unbedingt vermeiden? „Zahlensalat,

Fachchinesisch und der häufige

Gebrauch von Anglizismen“,

zählt die Medienexpertin auf.

Jederzeit erreichbar sein

Auch an der Hochschule Heidelberg

wird über den richtigen Umgang von

Unternehmern mit Zeitungen, Hörfunk

und TV geforscht. Hier hat Prof.

Dr. Alexander Häntzschel einen ganz

praktischen Tipp für Geschäftsführer

parat: „Man sollte für Journalisten

jederzeit erreichbar sein, nachdenken

und dann reden. Dabei sollte

man berücksichtigen, dass es mehr

Stakeholder gibt als man in diesem

Moment vor Augen hat. Denn auch

die Kunden und Konkurrenten gehören

zur Öffentlichkeit.“

Für den Dekan der Fakultät für Information,

Medien und Design, der früher

unter anderem für die Süddeut-

Prof. Dr. Alexander Häntzschel

Universität Heidelberg

sche Zeitung und Bild gearbeitet hat,

rät Führungskräften zudem: Wichtige

Bezugspersonen wie die eigenen

Gesellschafter oder Aktionäre sollten

im Vorfeld über den bevorstehenden

Beitrag informiert werden.

„Auch sollten auch die eigenen Mitarbeiter

wesentliche Fakten über den

Geschäftsverlauf nicht aus der Zeitung

oder aus dem Radio erfahren.

Dies wird oftmals nicht berücksichtigt“,

sagt Häntzschel.

Für den Heidelberger Wissenschaftler

sind auch plumpe Lobpreisungen

der eigenen Produkte oder Dienstleistungen

sowie klare Marketingbotschaften

absolute No-Gos im Umgang

mit den Medien: „Journalisten

erkennen das sofort. Wichtig ist, dass

man jederzeit authentisch ist.“ Das

heißt, dass man speziell in Krisenfällen

nichts beschönigen sollte. Daher

muss man immer zuerst im eigenen

Unternehmen die Wahrheit und klaren

Fakten herausfinden, bevor man

kritische Journalisten vorschnell informiert

und dadurch sogar zu weiteren

Recherchen anstiftet.“

Für Prof. Dr. Alexander Häntzschel

kommt es leider nicht mehr so oft vor,

dass sich Verantwortliche in der Öffentlichkeit

offen entschuldigen:

„Wer stellt sich denn heute noch hin

und gibt zu, dass es ihm leid tut, dass

er Fehler gemacht hat, die er nun gerne

wieder ausbügeln würde? Dabei

ist dies doch gar nicht so schwierig,

denn ich glaube, dass die Stakeholder

dies verstehen würden und die

Entschuldigung wertzuschätzen wissen.“

So sieht das auch Kathrin

Adamski, für die gilt: „Wer im medialen

Spiel dabei sein und punkten

möchte, der muss auch wissen, wie

die Regeln funktionieren.“

Eines ist klar: Wer die richtigen Umgangsformen

mit den Medien kennt

und beherzigt, der muss sich auch in

Zukunft nicht allzu viele Gedanken

machen. [!] Stefan Loeffler


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unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 titelinterview 11

Mit gutem Gespür

für neue Trends

Beurer 100 Jahre alt ist das Ulmer Familienunternehmen – und mit den

Produkten für Gesundheit und Wohlbefinden längst in der digitalen Ära

angekommen. Firmenchef Marco Bühler liefert ein Lehrbeispiel dafür,

wie Mittelständler Wandel und Innovation gestalten können.

Wird Ihnen manchmal schwindlig, so rasant wie Ihr

Unternehmen wächst.

Ganz so schlimm ist es nicht. Unser Wachstum ist

organisch und gesteuert. Pro Jahr liegt es zwischen

zehn und 15 Prozent. Aber zugegeben, hin und wieder

wache ich nachts auf und überlege mir, was für

die nächsten Wochen alles auf der Agenda steht.

Ihre Belegschaft hat sich in den vergangenen fünf Jahren

verdoppelt.

Die Zuwächse verteilen sich auf verschiedene Kontinente

und Standorte. In Ulm wachsen wir etwa um

zehn Prozent pro Jahr.

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Wir profitieren vom positiven Image der Gesundheitsbranche,

die weltweit wächst. Zudem sind wir

aufgrund unserer mittelständischen, familiengeführten

Strukturen in der Lage, uns schnell an sich

ändernde Wettbewerbsbedingungen anzupassen.

Wie managen Sie Ihr Wachstum?

Bei uns verteilt es sich auf Produkte und Märkte.

Das heißt: Unsere Produktpalette wird breiter, weil

unsere Kunden immer mehr und individuellere Anforderungen

haben. Gleichzeitig bauen wir unsere

Anteile in internationalen Märkten aus. Im Grunde

ist dieses Wachstum natürlich, wenn man Schritt für

Schritt die richtigen Veränderungen durchführt.

Was ist die größte Herausforderung?

Neues zu entwickeln und gleichzeitig das, was bereits

da ist, zu verbessern. Vor allen Dingen aber

auch, die Dinge richtig zu machen, und dabei nicht

in Hektik zu verfallen. Wir haben so viele Innovationsideen,

so viele Chancen. Wir müssen aber unsere

Ideen zu Ende denken und ordentliche Prozesse

von der Produktentwicklung übers Marketing bis

hin zum Kundenservice aufbauen. Nur so entsteht

ein Mehrwert.

Was heißt das konkret?

Wir haben vor kurzem als eines der ersten Unternehmen

ein EKG-Gerät für Zuhause eingeführt, mit

dem Kunden ihre Herzgesundheit selbst überprüfen

können. In diese Produktentwicklung haben wir viel

investiert. Dabei stellten wir uns die Frage: Wie verkaufen

wir so ein Gerät? Die Leute kennen so etwas

ja noch nicht. Auf die Schnelle kannst du aber kein

Marketingkonzept entwickeln, das weltweit funktioniert.

Das müssen wir von vornherein anvisieren.

Sie denken während der Produktentwicklung ans Marketingkonzept?

Ja, in der heutigen Zeit ist das ein absolutes Muss.

Einer unserer Mitarbeiter war vor kurzem bei Amazon.

Dort haben ihm die Kollegen erzählt, dass sie

noch vor der Produktentwicklung die Pressemitteilung

für eine eventuelle Neueinführung schreiben.

Da müssen wir auch hin.

Sie sind in mehr als 100 Ländern vertreten. Lassen sich

Produkte denn dort gleich vermarkten?

Nein, speziell die USA und Asien unterscheiden

sich vom europäischen Markt. Die größte Rolle

spielt allerdings der Bekanntheitsgrad einer Produktgruppe.

Blutdruckmessgeräte findet man zum

Beispiel in beinahe allen Teilen der Welt. Bei Heizkissen

sieht das anders aus. Die werden etwa in den

USA gerne gekauft. In Frankreich oder den Niederlanden

sind sie gänzlich unbekannt. Oft hat das historische

Gründe. Mit unserem breiten Sortiment

können wir letztlich aber für alle Märkte das passende

Angebot schneidern.

Was war für Sie als Firmenchef in den vergangenen

Jahren die schwierigste Aufgabe?

Den Wandel zu managen und die Ressourcen richtig

zu verteilen. Es ist wichtig, jedes Jahr ein neues

Heizkissen auf den Markt zu bringen. Genauso

wichtig ist es aber auch mit Start-ups zu kooperieren

und mit Innovationen Neuland zu betreten. Dieser

Spagat – Bewährtes zu pflegen und Neues zu erschaffen

– ist für mich die größte Herausforderung.

Die Innovationsmöglichkeiten von Heizkissen sind

begrenzt. Warum bringen Sie dennoch jedes Jahr ein

neues auf den Markt?

Zur Person

Marco Bühler

führt seit 15 Jahren

den Medizin- und

Gesundheitsprodukte-Anbieter

Beurer.

Nach seiner Schulzeit

im Scholl-Gymnasium

studierte der gebürtige

Ulmer Elektrotechnik

in Karlsruhe und

beschäftigte sich im

Anschluss mit General

Management an der

Business School St.

Gallen. Zu Beginn

seiner Berufskarriere

arbeitete er zunächst

sieben Jahre für den

Elektrogerätehersteller

Braun in Kronberg.

2003 kehrte er nach

Ulm zurück und übernahm

die Leitung der

Beurer-Fertigung, seit

dem Jahr 2004 ist er

Geschäftsführender

Gesellschafter. Der

49-Jährige (verheiratet,

drei Kinder)

entspannt sich nach

anstrengenden Arbeitstagen

bei Läufen

im Wald oder einem

Glas Wein mit seiner

Frau. Bühler ist zudem

begeisterter Skifahrer

und nimmt an Triathlons

teil.

Bewährtes pflegen und Neues erschaffen: Firmenchef Marco Bühler.

Foto: Marc Hörger


12 titelinterview Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Digitalisierung bei Beurer:

„Für jedes Top-Produkt

gibt es auch eine App“,

sagt Firmenchef Marco

Bühler.

Natürlich ist es nicht jedes Mal eine Basisinnovation,

obwohl auch diese vorkommen. Manchmal fügen

wir einen neuen Schalter, ein neues Display

oder mehr Stufen hinzu. Oder es geht um Designthemen

und Stoffe.

Ihr Familienunternehmen ist 100 Jahre alt. Was ist

von dem Heizkissenhersteller aus dem Jahr 1919 übrig

geblieben?

Es ist noch viel da. Erstens ist das Heizkissen noch

immer ein wichtiges Produkt, für das wir auch stehen.

Wir sind in dieser Gruppe Weltmarktführer.

Zum anderen sind wir auch Produzent, denken

noch immer in Produktionsprozessen. Wir sind also

kein reiner Händler.

Seit wann sind sie so stark auf das Thema Gesundheit

fokussiert?

Meinem Vater wurde irgendwann klar, dass wir nur

mit Wärmeprodukten nicht überleben können. Das

Sortiment war zu schmal. Gegenüber Handelsriesen

hätten wir immer mehr an Bedeutung verloren.

Also entschloss er sich Ende der 80er Jahre zu diversifizieren.

Dabei hat er schnell erkannt, dass der

Gesundheitsmarkt zu uns passt. Wohlbefinden und

Gesundheit liegen nahe beieinander.

Wie gelang die Diversifizierung?

Damals öffneten sich die Märkte im Zuge der Globalisierung

und wir konnten auch auf Produkte aus

Asien zurückgreifen. So konnte unser damals relativ

kleines Unternehmen auch Ware ins Sortiment

aufnehmen, die wir nicht selbst herstellten. Das hat

unser Wachstum innerhalb der vergangenen 30

Jahre so befeuert, dass wir inzwischen selbst wieder

Hersteller von Medizinprodukten sind.

Wie ist Ihr Angebot gegliedert?

Im Wesentlichen sind das die Bereiche Medizin,

Wohlbefinden und Beauty. In allen drei Kategorien

setzen wir auch vermehrt auf Vernetzung. Das

heißt konkret, zu jedem Top-Produkt gibt es eine

App. Natürlich eignet sich nicht jede Ware dafür.

Ein smartes Heizkissen haben wir noch nicht im

Angebot. Bei Blutdruckmessgeräten sieht das

schon wieder anders aus. Etwa 20 Prozent unseres

Sortiments sind inzwischen vernetzt.

Stehen Sie als Mittelständler gegenüber den Einzelhandelsriesen

nicht auf verlorenem Posten?

Da kommt uns unsere klare Fokussierung auf Gesundheit

und Wohlbefinden zu Gute. Der Handel

weiß, dass wir so gut wie alle Produkte rund um den

Menschen anbieten. Wir sind also die erste Adresse

und in dieser Sortimentsbreite wie -tiefe Weltmarktführer.

Es gibt kaum einen Online-Shop oder Regalbrett

dieses Marktsegmentes, auf dem wir nicht vertreten

sind.

Nichts im Leben ist umsonst, auch nicht der Platz in den

Regalen des Handels.

Inzwischen geht man eher weg davon, Platz im Regal

der Händler zu kaufen. Stattdessen sprechen wir mit

dem Handel Marketingaktionen ab. Die liegen im Interesse

beider Akteure. Gemeinsam versuchen wir

das Produkt im Regal wie im Online-Shop – etwa

durch ansprechenden Inhalt und qualitativ hochwertige

Fotos und Videos – angemessen zu präsentieren.

Die Handelsstruktur ändert sich dramatisch. Wie reagieren

Sie darauf?

Der stationäre Handel hat mit Einbußen zu

kämpfen. Der E-Commerce wächst hingegen

seit nunmehr zehn Jahren im zweistelligen

Bereich. Vor allem aber hat sich das

Einkaufsverhalten der Endkunden verändert.

Die kaufen durchaus

noch im stationären

Handel ein. Aber sie informieren

sich vorher online.

So entsteht ein komplexes

Gefüge aus


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 titelinterview 13

verschiedenen Kanälen, über die Kunden sich informieren,

vergleichen und kaufen. Wer erfolgreich

bleiben will, muss sich darauf einstellen.

Ihre Produkte sind erklärungsbedürftig. Kommt Ihnen

dieser Wandel entgegen?

Absolut. Ganz besonders wenn wir über Innovationen

sprechen. Hat man früher ein neues Produkt

auf den Markt gebracht, aber nicht die notwendigen

Mittel für eine Fernsehkampagne investiert,

blieb die Neuheit oft ungesehen. Dank dem Internet

und den dazugehörigen Suchmaschinen lassen

sich Innovationen besser vermarkten. Gerade erst

haben wir ein neues Gerät zur Behandlung von

Cellulite auf den Markt gebracht. Lege ich das nun

ins Regal beim Händler, findet es niemand. Weil

niemand danach sucht. Nach dem Begriff Cellulite

hingegen wird online viel gesucht. Wenn ich meine

Innovation nun über den Webshop, Online-Medien,

Youtube & Co. vermarkte, erscheint es mittels

Suchmaschine auf dem Kundenradar.

Wie verändert das Ihr Marketing?

Wir bewegen uns weg vom reinen Handelsmarketing

– also dem Aufsteller im Laden – und betreiben

inzwischen Endkundenmarketing. Das heißt, wir

müssen unsere Produkte übers Internet oder auch

Print-Medien bekannt machen. Ein fundamentaler

Wandel der Firmen-DNA, weil wir nicht mehr nur

in Vertriebs- sondern vor allem in Marketingstrukturen

denken.

Marco Bühler: „Der

Online-Vertrieb verändert

die Firmen-DNA fundamental.“

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Der Beurer-Chef richtet

das Unternehmen neu

aus: „Wir verkaufen

künftig nicht mehr nur

Produkte, sondern

vermehrt Service.“

Wie sichern Sie Ihre Produkte vor Hacker-Angriffen

ab?

Unsere erste App haben wir 2012 herausgebracht.

Selbstverständlich inklusive aller Geburtsschmerzen,

die man sich vorstellen kann, wenn Hardware-Hersteller

plötzlich Software machen. Aber

beim Datenschutz haben wir uns von vornherein

hohe Ziele gesetzt und wollen – damals wie heute

– zu jeder Zeit führend sein.

Weil Ihnen das Bedrohungsrisiko

bewusst war?

Ja, Gesundheitsdaten sind sehr

sensibel. Mit dem Tüv Rheinland

haben wir ein Konzept entwickelt,

mit dessen Hilfe wir die App und

die Cloud auf Datensicherheit zertifizieren

lassen. Jedes Jahr gibt es

ein großes Audit, bei dem alles auf

Herz und Nieren geprüft wird.

In drei Jahren

wird jeder

Patient Kontakt

mit Telemedizin

haben.

Patientenakten integriert werden können, zum anderen,

wie die Ärzte die Zeit für die Auswertung

bei den Krankenkassen abrechnen können.

Wie lässt sich das realisieren?

Da treffen zwei Welten aufeinander. Gesetzgeber

und Krankenkassen haben zwar erkannt, dass digitale

Medizin wichtiger wird und arbeiten an der

Gesetzgebung. Gleichzeitig rollt die Revolution

von unten heran. Start-ups und

abzurechnen.

Gerätehersteller bieten bereits digitale

Funktionen und Speichermöglichkeiten

an. Mit diesen sitzen

die Patienten beim Arzt und

erwarten eine dementsprechende

Behandlung. Die Mediziner wissen

zwar, dass die Daten sinnvoll

sind, sie haben aber noch keine

Möglichkeit, deren Auswertung

Sie testen auch telemedizinische Anwendungen. Wo

sehen Sie sinnvolle Einsatzgebiete?

Sehr interessant ist beispielsweise die Behandlung

von Blutzuckerpatienten. Diese messen täglich ihre

Werte. Doch die Ärzte können nicht auf diese

Ergebnisse zugreifen. Wenn Diabetiker ihre Werte

elektronisch erfassen und mit dem Arzt teilen,

kann die Krankheit besser behandelt werden. Die

Lebenserwartung steigt in der Folge laut verschiedenen

Studien um mehrere Jahre. Dabei gibt es

zwei Themen: Zum einen wie die Messwerte in die

Wann wird es diese telemedizinischen Basisangebote

geben?

Ich würde sagen, in drei Jahren wird jeder Patient

schon Kontakt mit dieser Art von Angeboten gehabt

haben. In fünf Jahren werden wir damit in der

Fläche vertreten sein.

Wie verändert die Digitalisierung das Geschäftsmodell

von Beurer?

Wir werden zukünftig nicht mehr nur Produkte

sondern auch zugehörige Services verkaufen. Ein


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 titelinterview 15

Beispiel: Früher haben wir ein Blutdruckmessgerät

verkauft und damit einmalig einen Betrag x verdient.

In der jetzigen Phase gibt es zum Gerät eine

kostenlose App, mit der Patienten ihre Werte aufzeichnen

können. Im nächsten Schritt werden wir

womöglich Kurse als Service anbieten, die Betroffenen

helfen, ihren Blutdruck mittels Bewegung

und Ernährung zu senken. Solche Angebote können

kostenpflichtig verkauft werden. Denn im

Grunde wollen die Kunden kein Produkt, sondern

eine Lösung für ihr Problem. Die Digitalisierung

macht das nun möglich.

Wo finden Sie die Digitalexperten, die Ihre Zukunftsangebote

programmieren?

In erster Linie auf dem regionalen Arbeitsmarkt.

Wir profitieren als Unternehmen von der sehr hohen

Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter.

Das funktioniert am besten, wenn wir die Leute

dort abholen, wo sie wohnen. Wir gehen an die

Hochschulen in Neu-Ulm und Ulm, betreiben Employer

Branding und stellen vermehrt Auszubildende

ein. So ziehen wir uns Nachwuchs heran.

Warum sind zwei Drittel Ihrer Belegschaft Frauen?

Dafür sehe ich zwei Hauptgründe. Einmal gehe ich

davon aus, dass Frauen bei der Auswahl eines Arbeitgebers

noch stärker als Männer auf die Unternehmenskultur

achten. Oft sind sie Konzernen weniger

stark zugeneigt und interessiert am Mittelstand.

Auf der anderen Seite spielt das Produktsortiment

eine Rolle. Unsere Produkte sind schön und haptisch.

Anders als virtuelle Waren oder Mittel zum

Zweck wie etwa Schrauben. Wir stellen Endprodukte

her, unter denen sich jeder etwas vorstellen kann.

Möglicherweise können sich Frauen somit leichter

mit den Produkten identifizieren.

Wie beschreiben Sie Ihre Unternehmenskultur?

Wir sind bei Beurer sehr schnell und arbeiten an

vielen Baustellen parallel. Es herrscht eine große

Hilfsbereitschaft untereinander, die Hierarchien

sind flach. Innerbetriebliche Politik ist bei uns verpönt.

Stattdessen legen wir großen Wert auf Kooperation.

Wie kommuniziert man solch eine Kultur an die Mitarbeiter?

Es ist immens wichtig, dass man sich ein Bild von

potenziellen Kandidaten macht, bevor man sie einstellt.

Deshalb sitze ich in vielen Bewerbungsgesprächen

– etwa für Ingenieure oder Produktmanager.

Ich will sicherstellen, dass die Menschen zu

uns passen. Ein anderer Aspekt ist, dass ich als

Geschäftsführer die von mir gewünschte Kultur

vorlebe. Das heißt für mich nahbar zu sein und

nicht den abgehobenen Manager zu spielen.

Marco Bühler sitzt in

vielen Vorstellungsgesprächen:

„Ich will sicherstellen,

dass die Menschen zu

uns passen.“

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16 titelinterview Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Die Urgroßmutter brachte die Idee aus Berlin mit nach Ulm

Mit Heizkissen und Bügeleisen startet Marco Bühlers Urgroßmutter 1919 das Unternehmen. Heute steht das Familienunternehmen

Beurer für moderne Produkte mit schönem Design rund ums Wohlbefinden und die Gesundheit. Fotos: Beurer GmbH (li.), Marc Hörger

Marco Bühlers Urgroßmutter arbeitete im

Ersten Weltkrieg in einer Heizkissenfabrik in

Berlin. Von dort aus brachte sie die Idee nach

Ulm mit. Hundert Jahre später ist das Familienunternehmen

Beurer, das Bühler in vierter Generation

leitet, einer der führenden Anbieter

von Geräten in den Kategorien Medizin, Wohlbefinden

und Schönheit. Das Sortiment umfasst

mehr als 500 Produkte, davon sind jedes

Jahr 150 Neuheiten. Mit einem Umsatzanteil

von 50 Prozent sind die Medizinprodukte die

stärkste Kategorie. Zuletzt erwirtschafteten

1000 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 300

Millionen Euro, 70 Prozent davon im Ausland.

Beurer beschäftigt an den beiden Produktionsstandorten

in Ungarn und China jeweils 300

Mitarbeiter – und investiert in Ulm 12 Millionen

Euro in eine neue Firmenzentrale.

Die Hälfte

unserer

Ab teilungen

werden von

Frauen

geführt.

Wie viele Frauen haben Sie in Führungspositionen?

Rund die Hälfte unserer Abteilungsleitungen sind

Frauen. In Zahlen wären das acht oder neun Frauen

in Führungspositionen. In der Geschäftsleitung

fehlt der weibliche Anteil noch. Aber was nicht ist,

kann ja noch werden.

Viele junge Leute finden Konzerne als Arbeitgeber

attraktiv. Mittelständler tun

sich schwer, was können diese besser

machen?

Entscheidend ist es die Vorteile des

Mittelstands und auch des Unternehmens

stärker herauszustellen.

Da gibt es jede Menge. Ich

empfehle jedem jungen

Menschen, Erfahrungen im

Mittelstand zu sammeln.

Dort sind Aufgabengebiete

viel breiter, man trägt

früher Verantwortung, es

ist abwechslungsreicher.

Wem es nur um ein hohes

Einstiegsgehalt geht,

der muss vielleicht eine

Konzernkarriere angehen.

Allerdings geht es in

unserem Leben doch auch

um Balance. Wir wollen Beruf,

Familie und Freizeit unter

einen Hut bekommen. Es geht

um Spaß an der Arbeit, um Menschen

mit denen wir gerne zusammenarbeiten.

Diesbezüglich hat der Mittelstand

viele Vorteile zu bieten.

Konzerne bezahlen aber häufig besser.

So groß sind die Unterschiede gar nicht. Beim Berufseinstieg

sind sie spürbar, aber später wenn es

um Führungspositionen geht, muss sich der Mittelstand

nicht verstecken. Im Gegenteil. Viele Mittelständler

zahlen hervorragend, sie müssen sich

schließlich auch dem Wettbewerb stellen.

Sie arbeiten viel mit Start-ups zusammen. Gehen Ihnen

selbst die Ideen aus?

Diese Kooperationen sind eine Ergänzung. Wir sind

sehr innovativ in der Verbesserung bestehender Produkte.

Geht es aber darum neue Bereiche zu erschließen,

ist die Zusammenarbeit mit Start-ups sehr

fruchtbar. Diese denken frisch und sind unkonventionell.

Diese Mentalität gepaart mit unserem Hang zu

Verbesserungen funktioniert hervorragend.

Beteiligen Sie sich auch als Risikokapital-Geber?

Das machen wir, wenn wir glauben, dass das Startup

Erfolg haben könnte. Aktuell unterstützen wir

fünf Newcomer. Allerdings zielen wir nicht vor allem

darauf ab, eine hohe Investitionsrendite zu erzielen.

Wir wollen vielmehr durch die Kooperation

mit dem jungen Unternehmen Geld verdienen. Gemeinsam

entwickeln wir Ideen weiter. So entsteht

plötzlich ein Geschäftsmodell.

Wo lernen Sie junge Firmen wie 8Sense aus Rosenheim

kennen?


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 titelinterview 17

Häufig auf Events. Entweder man schaut sich so ein

Pitch-Event live an oder später im Internet. Auf

8Sense – die sich mit der Rückengesundheit beschäftigen

– hat uns ein befreundetes Unternehmen

aufmerksam gemacht. Im Februar 2018 präsentierten

sie uns mit zehn weiteren

Jungunternehmen ihre Geschäftsidee. Die hat uns

gut gefallen. Deshalb wollten wir so schnell wie

möglich zusammen in den Markt. Heute, ein Jahr

später, ist das Produkt fertig entwickelt. Im Frühjahr

steht die Markteinführung an. Das wird dann

unter der Marke 8Sense by Beurer laufen.

Kamen andere Start-ups auch zum Zug?

Fünf, mit zwei weiteren sind wir eine Vertriebskooperation

eingegangen. Den zehn, die präsentiert

haben, lag allerdings eine Liste von 200 Newcomern

zu Grunde.

Wer scannt bei Ihnen 200 Start-ups?

Wir haben damals mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

PWC zusammengearbeitet. Die Recherche

nach Innovationen ist nicht so aufwendig, wie

man anfangs denkt. Mit den richtigen Suchbegriffen

findet man die meisten Start-ups. Eine Person

kann da in zwei, drei Wochen viel erreichen. Natürlich

braucht diese ein Verständnis für Geschäftsmodelle

und muss einschätzen können, welche

Services und Produkte künftig eine Chance am

Markt haben werden.

Das ist doch eine Managementaufgabe, oder?

Ja, auch. Die spätere Suchphase, also das Reduzieren

auf zehn Kandidaten, mach ich selbst mit der

Hilfe von ein bis zwei Mitarbeitern. Zuvor geht die

Liste durch die Produktentwicklung und das Produktmanagement.

Mitarbeiter vergeben in dieser

Phase Schulnoten für die einzelnen Start-ups. Die

besten 30 schaue ich mir an.

Welche Rolle spielt der Neubau am Stammsitz für die

Entwicklung von Beurer?

In erster Linie brauchen wir Platz. Das heutige Gebäude

ist mit 250 Leuten überbelegt. Wir brauchen

für die nächsten fünf bis acht Jahre 100 zusätzliche

Arbeitsplätze. Gleichzeitig wollen wir das neue,

digitale Beurer auch nach innen und außen zeigen.

Das Gebäude wird also auch einen repräsentativen

Nutzen erfüllen und soll unser Image stützen. Wir

wollen sicher nicht protzen. Doch das freundliche

moderne Design unserer Produkte soll auch an unserem

Standort sichtbar sein. Und ganz wichtig:

Marco Bühler will, dass

das freundliche Design der

Produkte auch im neuen

Firmendomizil sichtbar

wird.


18 titelinterview Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Im Gespräch: Marco

Bühler, geschäftsführender

Gesellschafter der

Ulmer Beurer GmbH, und

Alexander Bögelein,

Redaktionsleiter unternehmen

[!].

Das Interview führte

Alexander Bögelein,

Redaktionsleiter

Unternehmen [!]

Dokumentation:

Ronja Gysin

Fotos:

Marc Hörger

Wir wollen im Ulmer Stadtkern bleiben. Wir sind

Söflinger. Das ist für unsere Mitarbeiter wichtig

ebenso wie für die Seele des Unternehmens.

Warum ist das so wichtig?

Klar, im Industriegebiet wäre die Parkplatzsituation

weniger angespannt. Trotzdem

hat die zentrale Lage viel für

sich. Das fängt schon mit den Essensangeboten

in der Mittagspause

an. Mitarbeiter können mit der

Straßenbahn zur Arbeit fahren.

Das ist einfach ein anderes Gefühl

als nach 30 Minuten Stau ins Industriegebiet

abzubiegen.

Sie bleiben Ihrem Gründungsstandort treu, aber sie

wachsen im Ausland. Was hat sich 2018 getan?

Wir haben drei neue Vertriebstöchter gegründet:

in der Schweiz, der Türkei und China. 2019 folgen

Polen und Indien. Mittlerweile sind wir mit 14

Tochtergesellschaften in mehr als 100 Ländern vertreten

und exportieren 70 Prozent unserer Waren.

Das ist eine riesige Veränderung. Vor 15 Jahren

machten wir noch 80 Prozent unseres Umsatzes in

Wir sind

Söflinger. Das

ist für die Seele des

Unternehmens

wichtig.

Deutschland. Wir haben uns von einem nationalen

Spieler zu einem Global Player gewandelt.

Wo sehen Sie künftig die größten Wachstumschancen?

Im asiatischen Raum. Etwa in China und Indien.

Weltweit werden etwa 800 Millionen

Menschen in

näherer Zukunft in die Mittelschicht

aufsteigen. Zwei Drittel

davon sind Chinesen. Aber auch

in den USA, Italien und Osteuropa

verzeichnen wir Wachstum.

Was kaufen Chinesen von Beurer?

Sie kaufen Heizkissen aus europäischer

Produktion. Aber auch Beautyprodukte und

Luftreiniger.

Welches Ihrer Produkte benutzen Sie am häufigsten?

Gestern Abend habe ich aufgrund eines verspannten

Nackens ein Heizkissen verwendet. Ansonsten

benutze ich beinahe täglich eine Waage samt App

und sehr regelmäßig auch Produkte rund ums Laufen,

also Pulsmesser und Aktivitätssensoren.


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 Ressort 19

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20 Ressort Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Gruppenbild mit einem der

schönsten Sportwagen der Welt,

dem Porsche 356 A Coupe 1951:

(von links) Manfred Krämer und

seine Söhne Manuel und Philipp.

Bei dem Porsche-Traktor handelt es

sich um den Prototypen „Evolution“

von 1963.


Fotos: Dave Stonies

Eine Diva im Altersheim

Oldtimer Porsche ist kein Fahrzeug. Porsche ist ein Lebensgefühl, eine Leidenschaft. Daher

reparieren Manfred Krämer und seine Söhne in Vogt keine Autos, sondern Kunstwerke.

Die Krämer Sportwagen-Service

GmbH ist ein Fachbetrieb

für historische Fahrzeuge,

der sich auf klassische

Porsche-Sportwagen spezialisiert

hat. „Wir sind ein Altersheim

mit Jungbrunnen für Porsche“, sagt

Manfred Krämer lachend. „Das ist

Denkmalpflege, die wir hier betreiben.“

1972 traf Manfred Krämer seine – neben

Ehefrau Traudl – große Liebe: einen

Porsche 911. Keine Schönheit,

eher eine alte Jungfer. Trotzdem wurde

daraus ein Bund fürs Leben. Mit

viel Liebe und Sorgfalt restaurierte

Krämer seine „Diva auf vier Rädern“.

Für Manfred Krämer sind seine Kunden-Fahrzeuge

nicht nur irgendwelche

Autos. Es sind Zeit-Maschinen,

die Geschichten erzählen, die fast so

Es sind

Zeit-

Maschinen,

die eine

Geschichte

erzählen.

etwas wie eine Seele zu haben scheinen,

deren Motoren einen Puls haben.

Er erzählt: „Das sind die Autos,

von denen ich als Heranwachsender

träumte. Und meine Kunden auch.

Die Porsche gehörten ihrem Vater

oder einem Nachbarn. Sie haben also

eine emotionale Beziehung zu den

Autos, die sie zu uns in die Werkstatt

bringen.“

Es sind Kunstwerke. Mehr noch: Es

sind Schätze. Und Schätze behandelt

man mit allergrößter Sorgfalt. Neben

jeglicher Qualität und Fach-Kenntnis

sind den Krämers darum vor allem

Dinge wie Feingefühl, Respekt, Gespür

für Zeitgeist und Porsche-Mythos

wichtig.

Der Familienbetrieb legt bei seinen

Reparaturen und Restaurierungen

Wert darauf, dass die Original-Substanz

so weit wie möglich erhalten

bleibt. Ist ein Ersatzteil trotzdem

nicht (mehr) zu bekommen, wird es

vor Ort selbst gefertigt. Zur Werkstatt-Ausstattung

gehört außerdem

ein Motoren-Prüfstand, wie er auch

im Werk der Porsche AG zu finden

ist.

Echter Familienbetrieb

Die Krämer Sportwagen-Service

GmbH ist ein echter Familienbetrieb:

Manfred Krämer hat seine Frau

Traudl ebenso wie die Kinder Manuel,

Philipp und Marina längst mit dem

Porsche-Virus infiziert. Manuel wurde

im elterlichen Betrieb zum Automobilkaufmann

und Kfz-Meister ausgebildet

und schon früh zur rechten

Hand seines Vaters. Philipp Krämer

entschied sich nach seinem Maschi-


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 machen 21

Erst Meister im Motorenbau, dann selbstständig

Manfred Krämer: „Der Moment, an dem ich entschied, meinen Träumen zu folgen .“

Mit vier Jahren saß er das erste

Mal in einem Porsche. Natürlich

nur auf dem Beifahrersitz.

1972 kaufte und restaurierte Manfred

Krämer seinen ersten eigenen

911er. Von 1976 an arbeitete er

als Meister im Motorenbau der

Porsche AG. 1981 folgte der

Schritt in die Selbstständigkeit in

Bad Wurzach und 1986 die Spezialisierung

auf Porsche. Krämer:

„Das war der Moment, an dem ich

entschied, meinen Träumen zu

folgen.“ 1993 zog er mit seinem

Betrieb nach Vogt. Seit 2006 sind

Krämers Söhne Manuel und Philipp

Geschäftsführer der Krämer

Sportwagen-Service GmbH.

Das sind Autos,

von denen

ich als

Heranwachsender

träumte.

Manfred Krämer

Gründer der Werkstatt in Vogt

nenbau-Studium gegen eine Karriere

bei der Porsche AG und für

den Familienbetrieb. Seit 2006

leiten die Söhne als Geschäftsführer

die Geschicke der Werkstatt.

„Einmal Geld für Qualität bezahlen

ist billiger als dreimal

schlecht gemacht“, sagt Krämer

senior. „Kompetenz besteht aus

vielen kleinen Details.“ Zum Beispiel,

dass der Senior Arbeitsprozesse

überwacht und auch Probefahrten

macht. Ein einziger

Ansprechpartner kümmert sich

um Fahrzeug-Annahme, Reparatur

und Abrechnung.

Die Kunden wissen das zu schätzen.

Laut Krämer gibt es keine

Außenstände, keine Rechnung

bleibt liegen oder unbezahlt.

Es gibt etliche Werkstätten, auch

offizielle Porsche-Klassik-Partner.

Nicht immer sah die Porsche

AG das „Treiben“ der freien

Werkstatt von Manfred Krämer

mit Begeisterung. Für Krämer

unverständlich, denn obwohl der

Betrieb eine freie Werkstatt ist,

sieht er sich als Markenbotschafter.

Vor 20 Jahren gründete er

den Porsche Club Bodensee-Oberschwaben.

Die Familie Krämer scheint einiges

richtig zu machen. Durch reine

Mund-zu-Mund-Propaganda


22 Ressort Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Werkstatt-Szenen, oben: Philipp Krämer auf dem Prüfstand mit einem 911er-Motor, der zuvor zerlegt war. Mitte: Der Motor eines 928 GTS,

die Instrumententafel eines 356ers. Unten: Porsche-Traktor „Evolution“ und Manuel Krämer am Motor eines 928 GTS. Fotos: Dave Stonies

läuft das Geschäft laut Krämer so gut,

dass es Wartezeiten von drei bis

sechs Monaten gibt. Etwa 200 Fahrzeuge

werden pro Jahr repariert, restauriert

oder gewartet. Das ergibt einen

Umsatz von rund 600.000 Euro.

Vielleicht ist es am Ende nicht nur

die technische Kompetenz, die den

Unterschied macht, sondern das, was

im Inneren versteckt ist: Das Herz.

Gleiches Herzblut wie der Vater

Mittlerweile hat Manfred Krämer

sich aus dem operativen Werkstatt-Alltag

zurückgezogen. Die

nächste Generation hat inzwischen

die Geschäfte übernommen. Ein

Glück ist, dass alle drei Kinder nicht

nur Interesse an Porsche und das nötige

Fingerspitzengefühl haben, sondern

auch bereit sind, das gleiche

Herzblut wie der Vater zu geben.

Manfred Krämer hat so einiges erreicht

in seinem Leben. Genug zumindest,

um zufrieden in den Ruhestand

zu gehen. Er hat ein lesenswertes

Buch über sein Leben geschrieben:

Über 400 Seiten voller

Informationen, Anekdoten und Fotos.

„Mein Weg durch die Porsche-Welt“,

heißt es. Paul Hensler, ehemals

Chef-Ingenieur bei Porsche, schrieb

Krämer

schrieb ein

lesenswertes

Buch

über sein

Leben.

das Vorwort dazu. Nicht zuletzt hat

Manfred Krämer einen Porsche restauriert,

der wie er selbst Baujahr

1951 ist. Er gibt ein gesundes Unternehmen

in die Hände seiner Söhne.

Er ist überzeugt: Die Begeisterung für

klassische Porsche ist keine Frage des

Alters und wird ewig bestehen.

Als Ziele für sich und seine Firma

nennt Krämer senior nur eins: „Das,

was Ferdinand Porsche schaffte,

möchten wir erhalten und genießen.“

Aber einen Ruhestand ganz ohne seine

Leidenschaft für Porsche? Den

wird es im Hause Krämer sicher nicht

geben. [!]

Julia Rizzolo


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 namen & nachrichten 23

Zeitgemäße

Formen der

Therapie

Die Digitalisierung wird bei der

Vetter Pharma International

GmbH aus Ravensburg in Zukunft

ein großes Thema sein,

und das sowohl intern wie auch

extern. Im Gesundheitswesen

wird auf der einen Seite bereits

an zeitgemäßen Therapieformen

gearbeitet, die beispielsweise via

Smartphone stattfinden. Innerhalb

des Unternehmens soll das

Zusammenspiel von Mitarbeiter

und Roboter weiter ausgebaut

werden. Vetter ist Spezialist für

die aseptische Fertigung von vorgefüllten

Injektionssystemen. Sie

hat einen Umsatz von 503 Millionen

Euro (2016) und beschäftigt

weltweit etwa 4400 Mitarbeiter.

Mit Drohnen

gegen

Wilderer

Eine flächendeckende Drohnen-Überwachung

gegen Wilderer

in allen Nationalparks in

Sambia – das ist nicht nur das

Ziel der Firma Bormatec aus Mariatal

bei Ravensburg, sondern

auch der sambischen Regierung.

Vier Flächendrohnen und sechs

Multikopter hat das Unternehmen

bereits geliefert. Das Ganze

ist ein Projekt des WWF (World

Wide Fund for Nature). Die fünf

Mann große Firma Bormatec

entwickelt und produziert seit

2001 unbemannte Trägerssysteme

und betreibt eine Drohnen-Flugschule.

Hauptkunden

sind Architekten und Geologen.

Manufaktur für

Satelliten

am Bodensee

Der Airbus-Standort Friedrichshafen

hat Europas modernstes

Satelliten-Integrations- und

Raumfahrt-Technikzentrum, das

so genannte Integrated Technology

Centre (ITC), offiziell in Betrieb

genommen. Airbus verdreifacht

damit seine Reinraumflächen

zum Bau von Satelliten und

Sonden auf 4200 Quadratmeter.

Das hochkomplexe Zentrum ist

für rund 45 Millionen Euro in nur

zwei Jahren Bauzeit errichtet

worden.

Das historische Rathaus am Marienplatz ist das Herz der Innenstadt.

„Wenn, dann in Ravensburg“

Um mehr Fachkräfte in die 50.000 Einwohner zählende

Stadt Ravensburg zu locken, gibt es eine neue Standortmarketing-Kampagne

mit dem Titel „Wenn, dann Ravensburg“.

Auf der Online-Plattform www.wenndannravensburg.de

können sich Unternehmen präsentieren.

Sito benötigt

Mitarbeiter in

Tschechien

Für die Sito GmbH aus Hergatz

bei Wangen geht es 2019 im Werk

in Tschechien darum, qualifizierte

Fachkräfte anzuwerben. Denn

auch im Nachbarland hat das Familien-Unternehmen

mit Fachkräfte-Mangel

zu kämpfen. 1990

wurde die Produktion aus Kostengründen

nach Pelhrimov verlagert.

Die Sito International

GmbH & Co. KG produziert und

vertreibt Reinigungsprodukte

wie Schwämme und Putztücher.

Es ist ein Familien-Unternehmen

in dritter Generation und erzielte

im vergangenen Jahr einen

Umsatz von 24 Millionen Euro.

Dressler

baut eine

neue Halle

Mitte kommenden Jahres soll die

neue Halle der Firma Dressler in

Langenenslingen (Kreis Biberach)

fertiggestellt sein. Spatenstich

war Anfang Februar. Neun

Millionen Euro will der Leichtmetallhersteller

dafür investieren.

95 Meter lang und 55 Meter

breit soll die neue Halle werden

und Platz für Produktion und Lager

bieten. Für die familiengeführte

Dressler Metallverarbeitung

GmbH arbeiten 260 Mitarbeiter.

Die Kunden kommen aus

der Industrie und beziehen von

Dressler einbaufertige oder vorbearbeitete

Mittel- bis Großserienteile.

Mochenwangen

sucht einen

Investor

Die Gemeinde Mochenwangen

bei Ravensburg wünscht sich einen

Investor für das Gelände der

ehemaligen Papierfabrik. Seit

Ende des Jahres 2015 steht der

Betrieb still. Da die Gebäude

denkmalgeschützt sind, ist eine

Sanierung nicht ganz einfach.

Derzeitiger Eigentümer ist das

polnisch-schwedische Unternehmen

Arctic Paper, das bereits auf

Foto: Stadt Ravensburg

Potenzielle Arbeitnehmer werden durch Videoclips von

Einheimischen angesprochen. Konzipiert wurde die

Maßnahme von der Marketing- und Werbeagentur

Moonflag in Kooperation mit der Stadt und dem Wirtschaftsforum

Pro Ravensburg.

der Suche nach einem Interessenten

ist. Artic Paper ist eines

der führenden europäischen Unternehmen

im Feinpapierbereich

und hat einen Jahres-Umssatz

von drei Milliarden Zloty (rund

69,5 Millionen Euro).

Handtmann

baut Stellen in

Biberach ab

Weil der Biermarkt schwierig ist

und das Geschäft mit Brauereien

schwächelt, wird die Handtmann-Gruppe

in ihrer Armaturenfabrik

am Stammsitz in Biberach

noch im ersten Halbjahr rund

70 von 150 Stellen abbauen. Firmenchef

Thomas Handtmann

prüft andere Einsatzmöglichkeiten

der Mitarbeiter innerhalb der

Gruppe. Die Albert Handtmann

Holding GmbH & Co. KG ist unter

anderem in den Feldern Anlagentechnik

und Leichtmetallguss

tätig. 2017 erwirtschaftete

sie einen Umsatz von 850 Millionen

Euro. Insgesamt beschäftigt

das Unternehmen mehr als 3600

Mitarbeiter. [!]

riz


Wenn die Mutter mit der Tochter: Beate Brendel (rechts) und Miriam Pracki leiten „Betten Fricker“ in Blaustein.

Fotos: Marc Hörger

Gemeinsam besser sein

Betten Fricker Der Markt für Fachgeschäfte ist hart. Beate Brendel und ihre Tochter Miriam

Pracki behaupten sich. Sie versprechen hohe Qualität und faire Produktion.

Miriam Pracki nimmt

drei Stufen auf einmal

die Treppe hinauf.

An diesem Morgen

herrscht bereits reges Treiben

in dem Fachgeschäft in Blaustein

(Alb-Donau-Kreis). Prackis

Mutter, Beate Brendel, berät eine

Kundin, die sich für ein Boxspringbett

interessiert. Eine Mitarbeiterin

bespricht mit dem

Monteur einen Sonnenschutzauftrag.

Die 35-Jährige bringt Schwung in

den Familienbetrieb. Die Innenarchitektin

absolviert – neben

Geschäft und Familie mit zwei

kleinen Kindern – noch ein

MBA-Studium an der Hochschule

Neu-Ulm. Auf mittlere Sicht

soll sie die Geschäftsführung von

ihrer Mutter übernehmen – und

das Geschäft mit Gewerbekunden

weiter ausbauen.

„Wir schenken uns nichts“

Wer auf der B28 an dem Geschäft

mit den Hauptthemen „Schlafen

und Stoffe“ vorbeifährt, ahnt

nicht, dass es sich hier auch um

einen Dienstleister für Bürogestaltung,

Sicht- und Blendschutz

sowie Raumakustik handelt.

Über die Ausrichtung der Firma

und andere Themen diskutieren

die beiden Frauen lebhaft. „Wir

schätzen uns, wir kabbeln uns im

Geschäft, wir sprechen an, wenn

was schiefläuft und schenken uns

nichts, sind aber immer lösungsorientiert:

Aber es kommt immer

etwas Bessere dabei raus“, sagt

Brendel. „Zudem trennen wir

unsere Rollen im Geschäft und

im Privaten – und nehmen keine

Auseinandersetzung mit nach

Hause“, ergänzt sie lachend.

Seit mehr als 69 Jahren gibt es

den Betrieb. Als eines von vielleicht

noch zehn Unternehmen

in Baden-Württemberg stellt Betten

Fricker Kopfkisssen und Bettdecken

noch selbst her. Der Anspruch

dabei: eine nachhaltige

Produktionskette und der Tierund

Umweltschutz.

Die Federn für Kissen und Decken

stammen von einer polnischen

Gänsefarm aus den Mansuren.

„Für 100 Gramm Füllmas-


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 machen 25

se braucht man Federn von 40 Gänsen“,

erklärt Miriam Pracki. Sie greift

in einen Sack, der zur Hälfte mit weißen

Daunen gefüllt ist. Die studierte

Innenarchitektin erkennt an der

Form, der Biegsamkeit der Federn

und der Beschaffenheit des Kiels, ob

die Tiere gut gehalten wurden.

„Schauen Sie mal diese Qualität“, sagt

sie und kommt ins Schwärmen.

Doch Fachgeschäfte wie das in Blaubeuren

leiden daran, dass viele Verbraucher

nur wenig Qualitätsbewusstsein

haben. „Keiner schaut

beim Kauf in ein Kissen, viele Verbraucher

kaufen nur nach dem Preis“,

sagt Pracki. Auch wüssten viele gar

nicht, wie niedrig ihr Schlafkomfort

sei. Oft seien es heutzutage die Großeltern,

die ihren Enkeln hochwertige

Bettdecken und Kissen kaufen. Der

Großteil der Kunden im Laden sei älter

als 45 Jahre, lege Wert auf Qualität

und auch darauf, wie die Produkte

hergestellt werden.

Schallschutz mit Beleuchtung

Ob Kissen, Stoffe oder Boxspringbetten:

Beate Brendl und Miriam Pracki

legen großen Wert auf Qualität, Flexibilität

und Transparenz und Kundennutzen.

„Wir raten Kunden auch

schon vom Kauf ab, wenn diese mit

falschen Vorstellungen zu uns kommen.

Und wenn jemand nach vier

Wochen merkt, dass er sein Kissen

doch ein bisschen härter möchte, füllen

wir das auch nach. Das gehört bei

uns zum Service“, erzählt Pracki.

Dazu gehört auch, dass Daunendecken

im Betrieb gereinigt oder im

Nähatelier Schäden repariert werden.

Die meisten Produkte in dem Fachgeschäft

kommen von Herstellern aus

Süddeutschland, Österreich und der

Schweiz. Wir suchen unsere Partner

bewusst aus und legen Wert auf eine

hohe Qualität, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis,

sowie auf eine faire

Produktion“, sagt Brendel.

Mit Privatkunden macht die Fricker

Fest in Frauenhand

Ob Boxspringbetten oder Daunen: Miriam Pracki legt großen Wert auf Qualität.

Das Unternehmen Betten Fricker

(Blaustein) feiert im kommenden

Jahr sein 70-jähriges

Bestehen. Zu Beginn verkaufte

Ruth Fricker überwiegend selbst

gefüllte Daunendecken. Sie

führte früh flexible Arbeitszeiten

für ihre Mitarbeiterinnen ein. Als

Das

Potenzial in

Sachen

Schall- und

Blendschutz

für

Firmen ist

groß.

ihr Mann erkrankte, übernahm

sie das Unternehmen. 1978 erweiterte

sie das Sortiment um

Matratzen und Bettwäsche. Neben

dem Thema Schlafen sind

Stoffe ein weiteres Standbein.

Geschäftsführerin Beate Brendel

und ihre Tochter Miriam Pracki

wollen mit Blick auf Gewerbekunden

gestalterische Lösungen

für Sicht-, Blend- und Lärmschutz

zum dritten Standbein

ausbauen. Zuletzt erwirtschaftete

das Unternehmen mit neun

Mitarbeiterinnen einen Jahresumsatz

in sechsstelliger Höhe.

GmbH 90 Prozent ihres Jahresumsatzes,

der im sechsstelligen Bereich

liegt. Künftig soll das Objektgeschäft

eine größere Rolle spielen. Schon bisher

hat der Familienbetrieb Praxen,

Kindergärten und Patientenzimmer

der Uniklinik Ulm mit Gardinen ausgestattet.

„Künftig wollen wir verstärkt

auf gestalterische Konzepte für

Gewerbekunden setzen“, sagt Pracki.

Ihrer Erfahrung nach vernachlässigen

viele Unternehmen das Thema

Blendschutz und Raumakustik. Mittlerweile

gebe es transparente, akustische

Stoffe, mit denen sich die beiden

Themen gut miteinander verbinden

lassen.

Mittels moderner Materialien seien

heute auch abgehängte Schallabsorber

oder leichte Akustikpanels möglich,

in die man sogar die Beleuchtung

integrieren könne, sagte Pracki.

Auch bei diesem Thema gebe es

enorme Qualitätsunterschiede. „In

diesem Bereich“, so Beate Brendel,

„sehen wir für uns noch großes Potenzial.“

[!]

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28 spezial Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Austausch bringt

mehr im kleinen Kreis

Kommunikation Der Unternehmertag ist jedes Jahr das große For mat fürs Netzwerken.

Initiator Karl-Heinz Raguse, Re prä sentant des Bundesverbands mittelständische

Wirtschaft, pflegt aber auch den Austausch im kleineren Kreis.

Sie organisieren auch so genannte

Businessfrühstücke. Was ist bei

solchen Treffen zu beachten?

Bei Meetings in geschlossener

Gesellschaft, ist die Effizienz größer.

Hier kommen eher vertrauliche

Gespräche zustande, weil

kein großer Teilnehmerkreis mithört.

Ein Dutzend Teilnehmer, untereinander

kaum bekannt, treffen zusammen.

Wie bringt man da am

besten ein Gespräch in Gang? Haben

Sie eine Einstiegsfrage?

Obligatorisch ist eine kurze Vorstellungsrunde,

Name und wer

macht was? Am besten noch eine

Aussage darüber, was sich jemand

von neuen Kontakten oder

einer möglichen neuen Partnerschaft

erwartet – und worin ein

eigener Beitrag darin liegen

könnte.

Worauf ist bei der Zusammensetzung

der Teilnehmer zu achten,

oder geschieht dies mehr oder

weniger zufällig?

Die Zusammensetzung hängt natürlich

vom Thema und der

Branche ab. Und ob es sich um

ein offenes Thema handelt oder

um ein örtlich begrenztes.

Sollten beide Geschlechter in

etwa paritätisch vertreten sein?

Oder spielt das keine große Rolle?

Wer kommt, der kommt und ist

willkommen. Aber: Es gibt nun

mal deutlich weniger weibliche

Führungskräfte als männliche

und auch relativ wenig Unternehmerinnen.

Profi-Netzwerker und Mittelstands-Repräsentant

Karl-

Heinz Raguse in seinem Büro.

Foto: Lars Schwerdtfeger


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 spezial 29

Sollten sich die Teilnehmer am besten

alle auf derselben Stufe der Karriereleiter

befinden? Oder gibt es auch kleinere

Formate, wo bewusst der Unterschied

gepflegt wird?

Bei öffentlichen Veranstaltungen ist

das kein Problem, wenn Führungskräfte

aus der ersten und zweiten

Ebene zusammentreffen. Bei nicht öffentlichen

Treffen macht es allerdings

Sinn, dass sich hier nur die erste

Führungsebene trifft. Dann kommt

man bei bestimmten Themen schneller

auf den Punkt und die Gespräche

verlaufen effektiver.

Steuern Sie die Gespräche?

Ich versuche sie zu moderieren oder

es gibt einen Moderator.

Angenommen, es sitzen zwei unmittelbare

Wettbewerber mit am Tisch. Ist

das ein Problem?

Das kann man durch die direkte Ansprache

ja sofort klären. Aber eigentlich

ist das kein Problem. Denn die

Konkurrenten begegnen sich ja auch

draußen auf dem Markt.

Aus welchem Fehler aus der Vergangenheit

haben Sie besonders gelernt?

Meine Erfahrung zeigt, dass es

schwierig werden kann, Vertreter

kleiner und großer Mittelständler zusammen

an einen Tisch zu bringen.

Da alle nur ein sehr begrenztes Zeitbudget

haben, wollen sie lieber mit

jemandem aus Firmen in ähnlicher

Größenordnung reden.

Worin liegen die besonderen Stärken

des „kleinen Formats“?

Konkretes Beispiel: „Donautal

connect“ – obwohl sie räumlich eng

beieinander sind, kennen sich viele

Unternehmen nicht direkt. Mit einem

Business-Frühstück kann es gelingen,

die vorhandenen Firmen zusammenzuführen

und gemeinsame Interessen

zu bündeln. Im konkreten Fall ging

es unter anderem um Defizite in der

Infrastruktur.

Zur Person

Karl-Heinz Raguse

ist Hauptgesellschafter

der Raguse &

Partner GmbH. Seit

Mitte der 1990er Jahre

leitet er freiberuflich

von Neu-Ulm aus die

regionale Geschäftsstelle

des Bundesverbands

mittelständische

Wirtschaft.

Sollten daraus in jedem Fall messbare

Ergebnisse entspringen?

Wäre natürlich schön, wenn aus diesen

Treffen auch etwas Konkretes

entstünde. Aber darüber führe ich

keine Statistik.

Muss die Chemie zwischen den Teilnehmern

stimmen?

Nicht zwangsläufig, aber es erleichtert

die Zielsetzung erheblich. Es geht

ja um sachliche Themen und darum,

eine sachliche Beziehung anzuregen.

Welche Themen eignen sich besonders

und welche gehen gar nicht?

Vieles, was in den persönlichen Bereich

geht, Glaube, Religion, sollte am

besten außen vor bleiben. Aktuelle

sowie wirtschaftliche Themen gehen

dagegen immer. Von besonderem Interesse

sind für Unternehmer und

Manager natürlich solche, die der

Entwicklung und Wettbewerbssteigerung

des eigenen Unternehmens

dienen können. [!] Thomas Vogel

Seit 1973

Gesundheit

made in Ulm.


Treffpunkt Ulmer Donauhalle: Wenn es zwischen den Ständen ruhiger zugeht, liegt das an den Fachvorträgen, auf den Emporen (Bild oben).

Netzwerken hat noch

keiner Karriere geschadet

Mittelstand Der 20. Unternehmertag findet in Zeiten der Ungewissheit über die weitere

wirtschaftliche Entwicklung statt. Noch aber herrscht vorsichtiger Optimismus.

Bald ist es wieder soweit.

Am Donnerstag, 21.

März, ist in Ulm auf dem

Messegelände wieder

„Unternehmertag“ und damit

Gelegenheit für Aussteller und

wirtschaftsaffine Besucher, Kontakte

zu knüpfen, den Gedankenaustausch

zu pflegen oder neue

Ideen zu präsentieren. Hinter

dem Großevent mit seinen rund

140 Messeständen und 40 Impulsvorträgen,

das in diesem Jahr

unter dem Motto „Global denken,

regional handeln“ steht,

steckt Karl-Heinz Raguse, der

umtriebige regionale Repräsentant

des Bundesverbands mittelständische

Wirtschaft (BVMW).

Der diesjährige Unternehmertag

findet vor dem Hintergrund einer

noch gut laufenden Konjunktur

statt, deren künftige Richtung

aber ungewiss ist, zumal die Handelsstreitigkeiten

weltweit Verunsicherung

hervorrufen. Kühlt

die Konjunktur nach Jahren des

Booms weiter ab, gerät Deutschland

gar in die Rezession?

Viele Herausforderungen

Letzteres erwartet immerhin etwas

mehr als die Hälfte der Teilnehmer

an der jüngsten vom

BVMW durchgeführten Unternehmerumfrage.

Die Herausfor-

Mancher

Nachfolger

sagt: Ich habe es

nicht nötig, mir den

Stress anzutun.

Karl-Heinz Raguse

Repräsentant des BVMW

derungen, denen sich gerade die

mittelständische Wirtschaft gegenüber

sieht, seien jedenfalls

vielfältig, sagt Raguse, der sein

Ohr immer dicht am Geschehen

hat. Die Digitalisierung werde so

manches Geschäftsmodell umkrempeln.

Wer die Entwicklung

verschlafe, drohe womöglich abgehängt

zu werden.

Gefühl des Fatalismus

Ein ganz schwieriges Thema sei

für viele Inhaber die Nachfolgeregelung.

„Wir leben schließlich

in einer Erbengesellschaft.“ Soll

heißen? „Dass sich so mancher

Nachfolger sagt: Ich hab’ es gar


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 spezial 31

Unternehmer bei einem der Businessfrühstücke von Karl-Heinz Raguse (Bild unten).

Fotos: Devin Sancakli, Tobias Rocholl

nicht nötig, mir den Stress anzutun“,

sagt Raguse und gibt so einen

Einblick in die Gefühlslage

mancher Firmenerben. Einer

Reihe von Unternehmen drohe

daher in den kommenden Jahren

schlichtweg das Aus, sofern sich

nicht noch in letzter Minute eine

tragfähige Lösung findet.

Der Brexit? Er werde zwar Auswirkungen

haben, aber nach den

zurückliegenden Erfahrungen

mit der britischen Politik habe

sich bei den von ihm betreuten

Mitgliedsfirmen eher ein Gefühl

des Fatalismus breit gemacht, so

Raguse.

Die geopolitische Entwicklung

sei ein weiterer Einflussfaktor,

darunter die zunehmende Verhärtung

im Verhältnis mit Russland.

Sein Verband habe hierzu

die klare Haltung, dass die Kommunikation

zum Kreml unbedingt

aufrecht erhalten werden

müsse.

Fast die Hälfte der befragten Untenehmen

musste in den vergan-

Wissen, was

verbindet.

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Produktion?

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32 unternehmen [!]

Die Daten

Ulms OB Gunter Czisch eröffnet

am 21. März, um 9.45 Uhr, den

20. Unternehmertag. Auf dem

regionalen Wirtschaftstreff sind

mehr als 80 Aussteller vertreten,

die auch auf den Emporen Fachvorträge

halten. Nähere Infos unter:

www.unternehmertag.de

War 2017 ein Hingucker: der Roboter Pepper.

Foto: Werkfoto

48

Prozent der Unternehmen

gaben an,

bereits jetzt offene

Stellen zu haben.

genen zwei Jahren bereits einmal

Aufträge ablehnen, weil nicht ausreichend

Mitarbeiter zur Verfügung

standen. Das Thema des Fachkräftemangels

beinhaltet für Raguse dabei

noch die besondere Facette, dass größere

Unternehmen sich leichter tun,

ihm entgegenzutreten. Punkten

könnten sie mit einer in der Regel

höheren Flexibilität, abwechslungsreicheren

Aufgaben und nicht zuletzt

höheren Gehältern, so seine Beobachtung.

Die Möglichkeit zum Abwerben

von begehrten Kräften stehe

den kleineren Mittelständlern somit

in geringerem Maße zur Verfügung.

Immerhin 46 Prozent der vom

BVMW Befragten wollen die Zahl ihrer

Mitarbeiter in den kommenden

zwölf Monaten erhöhen, ungeachtet

aller Rezessionsbefürchtungen. Und

schon jetzt sind demnach bei 48 Pro-

zent der Unternehmen Positionen offen,

weil sie keine dafür geeigneten

Arbeitskräfte finden.

Wie groß die Auswahl an Arbeitsstellen

für Bewerber ist, hängt von

vielen Faktoren ab, von der Branche

ebenso wie der Qualifikation. Auch

für diese gilt: Netzwerken hat noch

keiner Karriere geschadet. Auch daher

ist der „Unternehmertag“ ein gutes

Forum. [!]

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Namhafte Großkunden in Ulm & Umgebung wissen

das zu schätzen und erweitern die Stammkundschaft

Jahr um Jahr. Geschäftsführerin Irmgard Scheurer betreibt

ihren Job mit Begeisterung: „Wenn man nach

Kundengesprächen, der Planung, der Bestellung und

dem Aufbau einen fertig eingerichteten Raum hat, ist

das eine große Bereicherung. Ganz egal ob bei großen

oder kleineren Aufträgen.“ Neben der Beratung und

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33


34 namen & nachrichten Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Neues Institut

für maschinelles

Sehen

Drei Professoren der Hochschule

Ravensburg-Weingarten haben

ein Institut für photonische Systeme

(IPHOS) gegründet. Neben

dem Ausbau der Forschungsaktivitäten

steht dabei vor allem der

Transfer erzielter Ergebnisse in

die regionale Industrie im Fokus.

„Das Institut macht uns sichtbarer

und verbessert unsere Kooperationsmöglichkeiten”,

sagt der

neue Institutsleiter Professor Dr.

Jörg Eberhardt. Seine Spezialgebiete

sind die 3D-Kameratechnik

und das maschinelle Sehen.

Arbeitskreis:

Neue Konzepte

für die Industrie

Wie begegnet ein Industriestandort

heutigen Megatrends?

Gemeinsam. Der neue Arbeitskreis

Industriebau an der Universität

Stuttgart, dem unter anderem

Bosch, Trumpf und Mann +

Hummel angehören, hat sich

zum Ziel gesetzt, die Industriekultur

weiterzuentwickeln und

den Wohlstand der Region zu sichern.

Neben neuen Mobilitätsund

Nachhaltigkeitskonzepten

sollen vor allem auch der Einsatz

künstlicher Intelligenz sowie die

Herausforderungen des demographischen

Wandels im Fokus

stehen.

Nähere Infos: andrea.mayer-grenu@hkom.uni-stuttgart.de.

DHBW entwirft

Verpackung

aus Graspapier

32 Prozent aller Gemüse- und

Obstverpackungen – zumeist aus

Plastik – werden für Tomaten

verwendet. Mit einer kompostierbaren

Alternative aus Graspapier

wollen acht angehende

Wirtschaftsingenieurinnen der

DHBW Heidenheim die Umwelt

nun entlasten. „Wir wollen, dass

biologische Produkte eine ebenso

natürliche Verpackung erhalten”,

erklärt Projektleiterin Regina

Huber. Neben dem Öko-Aspekt

bietet die kompostierbare

Verpackung noch einen weiteren

Mehrwert: Durch die optimale

Stabilität werden die Tomaten in

Professor Gerald Winz leitet das digitale Labor.


Foto: Hochschule Kempten

Digitallabor in Kempten

In Kooperation mit dem Maschinenbauer DMG Mori hat die Hochschule

Kempten ein digitales Labor eröffnet. Mithilfe der neuen Plattform will sie

die Kompetenzen in Informatik und Maschinenbau bündeln. Ziel ist die Entwicklung

innovativer Methoden, Lösungen und Softwareprogrammen, welche

die digitale Transformation im Maschinenbau vorantreiben. Dabei liegt

ein Schwerpunkt auf der experimentellen Erprobung neuer Technologien wie

etwa künstlicher Intelligenz. Die Forschungsergebnisse sollen den Dialog

zwischen Wissenschaft, Industrie und Öffentlichkeit befeuern.

Form gehalten und können gestapelt

werden. In Kooperation

mit dem Heidenheimer Verpackungsspezialisten

Edelmann arbeitet

das Team aktuell an einem

Prototypen.

Pilotsystem aus

Ravensburg und

Sigmaringen

Virtual Reality und Augmented

Reality könnten die interdisziplinäre

Zusammenarbeit in Industrie

und Wissenschaft bald revolutionieren.

Die HS Ravensburg-Weingarten

und die HS Albstadt-Sigmaringen

arbeiten

derzeit an einem entsprechenden

Pilot-System. Dieses könnte in

vielen wissenschaftlichen und

industriellen Anwendungsfällen

zum Einsatz kommen, etwa in

den Bereichen Maschinenbau,

Facility Management und Lebensmittelherstellung.

An den

Anwendungstests sind Unternehmen

aus den verschiedenen

Branchen beteiligt.

Nähere Infos: christoph.oldenkotte@hs-weingarten.de

Hilfe für soziale

Unternehmer

auf dem Land

Mit Lernmaterialien, Beratungsangeboten

und einem Informationsnetzwerk

stärkt die HfWU

Nürtingen-Geislingen im Rahmen

eines von der EU geförderten

Projektes das soziale Unternehmertum

im ländlichen Raum.

Angesprochen werden sollen

Personen, die ihre ländlichen Gemeinden

erhalten und weiterentwickeln

möchten. Genauso diejenigen,

die soziale Geschäftsideen

mitbringen oder in Sozialunternehmen

tätig sind und ihre

neuen Fähigkeiten und Erfahrungen

ausbauen möchten. Bis zum

Jahr 2022 sollen 300 Teilnehmer

an den verschiedenen Projekt-Aktionen

teilnehmen. Ziel

ist es, die Entwicklung von Sozialunternehmen

im ländlichen

Raum zu stärken.

Nähere Infos: udo.renner@

hfwu.de

Eine Million

Euro für die

Hochschule Ulm

Die Hochschule Ulm erhält aus

dem Fonds „Erfolgreich Studieren

in Baden-Württemberg“ bis

2020 eine Million Euro um Studierende

in allen Phasen des Studiums

noch zielgerichteter fördern

zu können. Gefördert werden

insgesamt sechs Projekte zur

Weiterentwicklung von Lehre,

Studien- und Lernmöglichkeiten.

Eines davon sind die mobilen

HomeLabs. Sie ermöglichen Studierenden,

Studieninhalte unabhängig

von Vorlesungs- und Öffnungszeiten

der Hochschule, in

praktischen Versuchen anwendungsnah

zu erproben.

Speed Dating

mit den

Managern

Wo frisch und erfahren aufeinander

treffen, entstehen oft gewinnbringende

Kontakte. So

auch beim Mentoring Programm

der HS Ulm. Per „Speed Dating“

lernen sich Studierende und

Mentoren, Fach- und Führungskräfte

regionaler Unternehmen,

kennen. Über den Zeitraum von

zwei Semestern finden dann regelmäßige

Beratungstreffen statt.

So helfen die Mentoren dabei

Praktika zu finden oder beraten

bei Fragen der Karriereplanung.

Oft entstehen auch langfristige

(Geschäfts-)Beziehungen. Mehr

Informationen gibt es unter:

http://www.pro-hs-ulm.de/

8-0-MentorING.html. [!] gys


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für Abonnenten der

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SÜDWEST IMPULS 2019

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Jeweils von 19.30 bis 21.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr).

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1 Do., 21.02.2019 | Markus Hofmann

Der Faszination Gedächtnisexperte Gedächtnis Markus Hofmann erklärte, dass

in In jedem jedem Kopf Kopf ein steckt Superhirn ein Superhirn steckt und lieferte den

Teilnehmern „ Sie haben ein damit Superhirn ein unvergessliches – beweise es Vortragserlebnis.

Ihnen!“

2 Do., 21.03.2019 | Sabine Hübner

Digital, persönlich oder beides?

Service leben und erleben im digitalen Zeitalter

„ Service ist Glück – Mit magischen Momenten

mitten ins Kundenherz“

3 Do., 25.04.2019 | Leo Martin

Geheimwaffe Vertrauen

Die Kunst Menschen an sich zu binden

„ Wenn Menschen Dich mögen unterstützen Sie Dich –

wenn Sie Dich nicht mögen suchen Sie nach Fehlern.“

4 Mi., 26.06.2019 | Philip Keil

Die Strategien der Profi-Piloten

Sicher entscheiden in turbulenten Zeiten

„ Piloten entscheiden wenn’s turbulent wird, weil

rechts ranfahren nicht geht.“

5 Do., 26.09.2019 | Dr. Carl Naughton

Switch

Wie Welt und Wandel in unseren Kopf kommen

„ Switchen Sie um und überlassen Sie Ihr Gehirn

keinem Autopiloten!“

6 Do., 17.10.2019 | Dani Nieth

Frustfrei

Jammern macht krank – Sie und Ihr Umfeld!

„ Wer muss, spielt Opfer.“

7 Do., 21.11.2019 | Marc Gassert

Disziplin!

Nicht das Anfangen wird belohnt, sondern das

Durchhalten

„ Disziplin ist nicht käuflich – aber sie zahlt sich aus.“

8 Do., 12.12.2019 | Claudia Kleinert

Unschlagbar positiv

Die Charisma-Formel

„ Erfolg ist ein Nebenprodukt.“


36 finanzieren Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Über neue Grenzen gehen

Export Die politischen Krisen nehmen zu und damit auch die Risiken für Mittelständler. Um

das Auslandsgeschäft abzusichern, sind die richtigen Strategien gefragt.

Die

Betriebe

sind von Zöllen

auch direkt

betroffen.

Jonas Pürckhauer

Geschäftsführung IHK Ulm

ILLUSTRATION: © ZENZEN/SHUTTERSTOCK.COM

Nach aktuellen Zahlen

des Statistischen Bundesamtes

hat Deutschland

2018 zum fünften

Mal in Folge die Rekordmarke im

Export geknackt. Trotz Handelsstreit

und Brexit stiegen die Ausfuhren

um drei Prozent im Vergleich

zum Vorjahr. „Auch das

Exportgeschäft der regionalen

Betriebe ist in den vergangenen

Monaten gut gelaufen“, berichtet

Jonas Pürckhauer, Mitglied

der Geschäftsführung der IHK

Ulm. „Trotz des Rekordwachstums

im Export sollten sich deutsche

Unternehmen jedoch nicht

auf ihren Lorbeeren ausruhen“,

warnt Andreas Glunz, Bereichsvorstand

International Business

bei der Unternehmensberatung

KPMG. „Damit das aber auch

künftig so bleibt, sollten sie die

Risiken im Blick haben, die aktuell

in der globalen Wirtschaftsund

Handelswelt drohen.“ Im Fokus

stehen der zunehmende Protektionismus

und die Unsicherheiten

durch den Brexit.

Doch auch von anderer Seite

drohen Gefahren: „Zu den weiterhin

schwelenden Krisen in

Brasilien, Argentinien, Indien,

der Türkei und Russland kommen

die Sanktionen der USA gegen

Unternehmen, die Geschäfte

mit dem Iran machen oder sich

Angesichts vieler politischer

Krisen ist der Export alles

andere als ein leichtes Spiel.


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 finanzieren 37

am Bau der Gaspipeline Nord

Stream 2 beteiligen“, zählt Glunz

auf. „Zudem bergen die spannungsgeladene

US-Innenpolitik,

die politische Instabilität der EU,

Cyberangriffe und der ungelöste

Handelsstreit zwischen den USA

und China die größten Risiken

für den international agierenden

deutschen Mittelstand.“

Globale Lieferketten

Für diese Gruppe haben die zunehmenden

Spannungen im

Welthandel hohes Gefahrenpotenzial.

„Vor allem Unternehmen

aus der Metallindustrie, dem Maschinen-

und Elektrobau sollten

die weitere Entwicklung im Blick

behalten“, rät KPMG-Mann

Glunz. „Denn die deutsche Industrie

lebt direkt und indirekt

von globalen Lieferketten.“ So

werden zum Beispiel bestimmte

Produkte – etwa Ersatzteile oder

Zwischenprodukte – oftmals in

Zur Person

Jonas Pürckhauer ist Mitglied

der Geschäftsführung

der Industrie- und Handelskammer

(IHK) Ulm

China gefertigt und dann von

deutschen Unternehmen direkt

oder über Umwege in die USA

geliefert. Die USA könnten solche

Waren mit zusätzlichen Zöllen

belegen, die dann für hiesige

Unternehmen zu Lasten der Marge

gehen. „Neben den allgemein

negativen Konsequenzen dieses

Handelskonflikts für den Welthandel

sind die Betriebe auch direkt

von Zöllen und damit höheren

Kosten betroffen“, ergänzt

IHK-Geschäftsführer Pürckhauer.

„Die Unternehmen haben mit

immer mehr Anforderungen, Regulierungen

und Hemmnissen zu

kämpfen.“

Beide Experten sind sich einig:

Im Vergleich zu früher sind die

Risiken im Exportgeschäft nicht

nur zahlenmäßig gestiegen. Auch

die Komplexität und Dynamik

der einzelnen geopolitischen

Prozesse und ihre Wechselwirkungen

machen es für Firmenlenker

schwieriger, das Gefahrenpotenzial

für ihr Auslandsgeschäft

realistisch einzuschätzen.

„Damit können sich vor allem

Mittelständler gar nicht in der

Breite befassen“, weiß Glunz aus

seiner Beraterpraxis.

Internationale Konkurrenz

Gerade kleine und mittlere Unternehmen

stehen jedoch zunehmend

unter Druck, auf Auslandsmärkten

tätig zu werden. Denn

der Heimvorteil gerät in immer

mehr Branchen unter Druck, weil

internationale Konkurrenz auf

den deutschen Markt drängt.

„In vielen Branchen ist der globale

Wettbewerb enorm, neue

Global Player sind auf dem Vormarsch

und die digitale Revolution

ist erst am Anfang“, beschreibt

Glunz die Herausforderungen.

Eine zu starke Fokussierung

auf den deutschen Markt

könnte für Mittelständler daher

„Zuverlässig

und engagiert“

Gemeinsam wachsen

Gerd Wiedmann mit Sven und Marc Gassenmayer,

Geschäftsführer der Firma KURIS Spezialmaschinen

GmbH in Reichenbach i.T. mit Gerhard Spaun,

Firmenkundenbetreuer:

„Verlässlichkeit und Regionalität sind uns wichtig. Daher

sind wir auch als internationaler Anbieter von Lege- und

Zuschneidetechnologie Kunde der Volksbank Göppingen.

Und das schon seit 2005.“

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38 finanzieren Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

ILLUSTRATION: © ZENZEN/SHUTTERSTOCK.COM

56 %

der kleinen und mittleren

Unternehmen (KMU) aus

Deutschland waren im vergangenen

Jahr in irgendeiner

Form im Ausland tätig.

Quelle: DZ Bank

zum Problem werden und

Wachstumschancen senken.

Die Volkswirte der DZ Bank und

des Bundesverbands der Deutschen

Volksbanken und Raiffeisenbanken

haben denn auch im

Rahmen einer Studie im vergangenen

Jahr festgestellt, dass 56,2

Prozent (2017: 55,6 Prozent) der

deutschen KMU in irgendeiner

Form im Ausland tätig sind, die

große Mehrheit davon in Europa.

„Je stärker der Gegenwind

durch protektionistische Tendenzen

weltweit zunimmt, desto

mehr gewinnt Europa als Plattform

für Produktion und Absatz

an Bedeutung“, kommentiert

dazu die Deutsche Industrie- und

Handelskammer (DIHK) eine

Verbandsumfrage im vergangenen

Jahr. „Doch der Blick der

mittelständischen Unternehmen

Zur Person

Andreas Glunz ist Bereichsvorstand

International

Business bei der Unternehmensberatung

KPMG

schweift auch immer weiter in

die Ferne“, stellen die DZ Banker

in ihrer Studie fest.

Die Frage ist, wie Unternehmensverantwortliche

mit den

steigenden Risiken dort umgehen

sollten. KPMG-Mann Glunz

empfiehlt, besonnen zu bleiben

und keine übereilten Entscheidungen

zu treffen. „Ein Rückzug

aus einzelnen Ländern kann nur

die Ultima Ratio sein. Die Strategie

sollte stattdessen darauf

ausgerichtet sein, bestehendes

Geschäft zu sichern und Investitionen

zu prüfen.“

Auch IHK-Experte Pürckhauer

hält es nicht für angebracht, in

Panik zu verfallen. „Eine zu große

Abhängigkeit von einzelnen

Märkten sollten Unternehmen

natürlich so gut es geht vermeiden.“

Kernmärkte können

schließlich in kürzester Zeit wegbrechen,

wie viele Mittelständler

mit der Einführung von Sanktionen

gegen Russland und den

Iran und den Turbulenzen in der

Türkei erleben mussten.

Blick auf Asean-Staaten

„Daher muss sich der Blick auch

auf neue Märkte richten“, sagt

Glunz. Insbesondere die Asean-Staaten,

Afrika und Südamerika

seien interessant. Um auf

spontan eintretende Umfeldänderungen

in diesen Regionen

schnell reagieren zu können,

sollten jedoch regelmäßig umfassende

szenariobasierte Risikoanalysen

erfolgen – insbesondere

dann, wenn Unternehmen in

neue Märkte wie zum Beispiel

Nigeria, Kenia, Indonesien, Kambodscha,

Vietnam und Brasilien,


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 finanzieren 39

Ein

Rückzug

kann nur

die Ultima

Ratio sein.

Andreas Glunz

KPMG

in denen für deutsche Firmen

bisher noch ungehobene Wachstumspotenziale

schlummern, investieren,

erläutert Glunz.

IHK-Mann Pürckhauer weist zudem

darauf hin, dass es einige

Staaten gibt, die von den jüngsten

und künftig geplanten Einschränkungen

nicht betroffen

sind und gleichzeitig vielversprechende

Wachstumsraten aufweisen.

Experten nennen hier immer

Andere Länder, andere Sicherheiten

wieder die Regionen Südostasien

und den Mittleren Osten.

Bei ihren Geschäften mit ausländischen

Partnern sollten Firmen

auch die finanziellen Risiken

im Blick haben. Ein in Deutschland

weit verbreitetes Absicherungsinstrument

ist dabei der Eigentumsvorbehalt.

Allerdings sollten

Unternehmen darauf achten,

dass etwa der Eigentumsvorbehalt

auch im Recht des jeweiligen

Landes Rechtskraft besitzt. Ansonsten

bringt die beste Sicherheit

nichts. Mehr Informationen

dazu gibt es im Internet:

www.ulm.ihk24.de/international/

Aussenwirtschaft/Aktuelles/

Antworten-zum-Thema-

Aussen handel

ILLU: © BIZVECTOR/SHUTTERSTOCK.COM

Gleichwohl gilt es, die spezifischen

politischen und wirtschaftlichen

Risiken in diesen

Regionen gezielt im Blick zu be-

Erschließung neuer Märkte

Unternehmerreisen

Export- und Importberatungen

Auslandsmessen

Kompetenz-Zentrum

Südost-Europa

Veranstaltungen

Vertriebspartner

Auslandsniederlassungen

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Wirtschafts- und Länderinformationen


40 finanzieren

Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

ILLUSTRATION: © ZENZEN/SHUTTERSTOCK.COM

halten. Um auf diesen Märkten

auf Dauer Fuß zu fassen, sollten

sich Unternehmen vorab umfassend

informieren und beraten

lassen. Unterstützung für den erfolgreichen

Start vor Ort bieten

neben professionellen Beratern

auch Verbände und die internationalen

Handelskammern im

Verbund mit der IHK.

Bei klassischen Auslandsgeschäften

kommt zudem eine Absicherung

über eine Exportversicherung

in Frage. In bestimmten

Fällen bietet der Bund staatliche

Ausfallbürgschaften an.

Nicht eins zu eins übertragen

Kleine und mittlere Unternehmen

können zudem einen strategischen

Schwenk erwägen und

sich stärker auf Zielmärkte fokussieren,

die sie bislang nicht

oder kaum adressiert haben und

sich dort stärker positionieren.

Viele Großkonzerne zum Bei-

Anders als ein

weltweiter

Konzern muss

nicht jede

deutsche Firma

auf die USA

schielen.

spiel erwägen derzeit den Rückzug

aus dem Iran, um nicht ihr

Geschäft mit den USA oder

US-Unternehmen aufs Spiel zu

setzen. Für den einen oder anderen

Mittelständler kann das bei

genauer Abwägung durchaus

eine Chance bedeuten. Denn anders

als ein weltweiter Konzern

muss nicht jede deutsche Firma

auf die USA schielen, weil sie die

Sanktionen im Fall der Fälle nicht

treffen.

Basis für den Erfolg im Ausland

ist jedoch nicht nur gute Vorbereitung,

sondern auch die passende

Strategie. „Ich rate davon

ab, Produkte oder Dienstleistungen,

die hierzulande erfolgreich

sind, einfach eins zu eins auf den

ausländischen Markt zu übertragen“,

sagt KPMG-Experte Glunz.

„Es kommt darauf an, beides auf

den jeweiligen Markt zu adaptieren

und an die Besonderheiten

des lokalen Marktes und die Bedürfnisse

der Kunden dort anzupassen.“

Eine wichtige Rolle spielt auch,

wie der Start im neuen Markt

vollzogen werden soll – etwa

über Kooperationen oder eigene

Vertriebsniederlassungen. In

Brasilien zum Beispiel kann nach

den Worten von Glunz eine einmal

begonnene Zusammenarbeit

mit einem Handelsvertreter später

oftmals nur mit hohen Abstandszahlungen

beendet werden.

Know-how und Erfahrung

in dem Markt hat das Unternehmen

dabei selbst aber gar nicht

gewonnen.

Daher der Ratschlag des

KPMG-Experten: „Auf keinen

Fall sollte ein Unternehmen das

Feld vor Ort allein einem Partner

überlassen. Dadurch handeln sie

sich schnell kaum überschaubare

Risiken im Bereich Vertragsgestaltung

und/oder Compliance

ein.“ [!] Thomas Luther


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42 machen Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Wenn der Bagger spricht

Liebherr Der Baumaschinenhersteller treibt die Digitalisierung voran. Eine spezielle

Software tauscht Daten zwischen Plänen und Maschinen aus. Das hat eine Menge Vorteile.

Die Digitalisierung ist

längst auf dem Bausektor

angekommen. Auch

bei Liebherr sind die

Weichen entsprechend gestellt.

Sie führen in Richtung Baustelle

4.0. Denn der Konzern will bei

der Revolutionierung des Bauwesens

ein kompetenter Partner

sein.

Viele träumen vom „autonomen

Fahren“. Wer sich hingegen mit

Werner Seifried über das Zukunftsthema

„Digitalisierung“

unterhält, wird eher früher als

später aufs Gleis des „autonomen

Baggerns“ gelenkt werden. Der

Geschäftsführer der am Gründungsstandort

der Firmengruppe

ansässigen Liebherr-Hydraulikbagger

GmbH in Kirchdorf an

der Iller verbindet mit der „digitalen

Revolution“ den nächsten

Innovationsschub in seinem Beritt,

wo das Thema jetzt schon

einen breiten Raum einnimmt.

Exakte Taktung

Warum ist das so? Weil an vielen

Stellen derzeit daran gearbeitet

wird, dass eines nicht allzu fernen

Tages auf den Baustellen

eine neue Ära beginnen

wird. Neue Features bei

den Baumaschinen

sind dafür eine der

Voraussetzungen.

Wenn beispielswei

se Gebäude

aus dem 3D-Drucker

entstehen,

so werde dies

Wie eine

mechanische

Produk tion.

Werner Seifried

Liebherr-Hydraulikbagger

Zur Person

Werner Seifried ist

Geschäftsführer der am

Gründungsstandort der

Firmengruppe ansässigen

Liebherr-Hydraulikbagger

GmbH.

Baumaschinen sind heute

schon GPS-gesteuert,

künftig kommunzieren sie

auch untereinander.

nicht allein den Grad der Vorfertigung

von Bauelementen anheben,

sondern auf den Baustellen

eine exakte Taktung sämtlicher

Arbeitsprozesse notwendig machen.

Ein weiteres Schlagwort ist das

„Building Information Modeling“.

Dabei geht es darum, die Prozesse

der Planung, des Bauens und

der Bewirtschaftung eines Bauprojektes

miteinander zu vernetzen.

Baumaschinen werden darin

Teil eines Netzwerkes sein, in

dem sie über Steuerungen und

Sensoren zusammenwirken.

Auf einer realen Baustelle werden

GPS-gesteuerte Maschinen

dann exakt jene Schritte ausführen,

die am Rechner zuvor per

Planungssoftware und anhand

eines „virtuellen Zwillings“ errechnet

worden sind. Eine Baustelle

funktioniere dann prinzipiell

so „wie eine mechanische

Produktion in einer Halle“, sagt

der Liebherr-Geschäftsführer,

„wenn auch unter erschwerten

Bedingungen im Freien und bei

jeder Witterung.“

Dies ist der Rahmen, über den in

Kirchdorf bereits intensiv nachgedacht

wird. „Der Bagger redet

dann mit dem Lastwagen, der

ebenfalls redet, wie eben alle

am Bau Beteiligten miteinander

reden“, sagt Seifried und bringt

damit das System in salopper

Formulierung auf den Punkt.

Nötig ist dabei eine entsprechende

Maschinensoftware. Und gemäß

der Firmengruppen-Philosophie

einer hohen Fertigungstiefe

programmiert Liebherr diese

in Eigenregie. Allein am

Standort Kirchdorf sind nach

Seifrieds Angaben bereits zehn

Mitarbeiter mit der Entwicklung

der nötigen Applikationssoftware

beschäftigt.

„Noch“, sagt Martin Büche, Leiter

des Technischen Versuchs bei

der Liebherr-Hydraulikbagger

GmbH, „steht die Maschinen-Digitalisierung

relativ am Anfang“.

Ohne die Männer (oder Frauen)

im Führerstand läuft gar nichts.

Noch ist das vollautonome Baggern

ein Fernziel.

Kluge Baggerschaufeln

Ideen für Assistenz-Systeme zur

Unterstützung der Maschinenbediener

stünden längst im

Raum. Wer nach Einzelheiten

fragt, wird bei Seifried allerdings

nur vage Antworten erhalten. Betriebsgeheimnis.

Ein bisschen

lüftet der Geschäftsführer den

Vorhang: Wie im automobilen

Bereich werde es erst einmal teilautonom

ausgeführte Arbeitsschritte

per Assistenz-System

geben. Als Beispiele

nennt er:

„Der Mensch füllt


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 machen 43

den Baggerlöffel. Die Baggerdrehung

und die Entladung in den

bereitstehenden Laster werden

autonom ausgeführt.“ Ein solches

System könne helfen, ein

Gelände exakt nach den Vorgaben

zu modellieren. Oder den

Fahrer dabei unterstützen, dass

das zu grabende Loch exakt die

gewünschte Tiefe ausweist, ohne

dass ständig jemand nachmessen

muss.

Effizienzgewinne aber seien

nicht das alleinige Motiv, das diese

Entwicklungen vorantreibe.

Der Liebherr-Geschäftsführer

nennt als weiteres den zunehmenden

Arbeitskräftemangel auf

den Baustellen, der gerade bei

den Bagger-Fahrern durchschlägt.

Assistenz-Systeme könnten

auch Angelernte in die Lage

versetzen, „ein gutes Ergebnis

hinzubekommen“.

20 Prozent weniger Sprit

Doch nicht erst mit der Digitalisierung

ist die Welt der schweren

Bau- und Materialumschlagmaschinen

technisch in Bewegung

geraten. Längst sind die Ergebnisse

des „Liebherr Power Efficiency“-Programms

greifbar, das in

jüngerer Vergangenheit ebenfalls

einen Entwicklungsschub gebracht

habe. Demnach verbrauche

die heutige Maschinen-Generation

zwischen 15 und 20 Prozent

weniger Sprit im Vergleich zu vor

zehn Jahren, „und das bei gleicher

Leistung“, stellt Seifried eines der

Ergebnisse heraus.

Erreicht worden sei dies etwa

durch die Optimierung der Hydrauliksysteme.

Bagger der aktu-

Noch

relativ

am Anfang.

Martin Büche

Liebherr-Hydraulikbagger

Zur Person

Martin Büche ist Leiter des

Technischen Versuchs bei

der Liebherr-Hydraulikbagger

GmbH.

ellen Generation würden ihre

Leistung in exakt der Dosis abrufen,

wie sie benötigt wird.

Beim Baggern von Sand ist weniger

nötig als beim Baggern von

schweren Böden.

Bereits in der Pipeline seien Lösungen,

wie sich die Wartung.

verbessern lässt. Bisher richtete

sich diese nach Betriebsstunden,

künftig soll sie nach realee Beanspruchung

erfolgen: „Große

Komponenten werden intelligent“,

sagt Seifried, „und sie melden

sich automatisch, wenn was

ist.“ Auch bei den Service- und

Trainingsangeboten nimmt die

Digitalisierung nach seinen Worten

einen wachsenden Stellenwert

ein. [!] Thomas Vogel

In Kirchdorf übernahm Hans Liebherr 1945 das elterliche Baugeschäft.

Heute arbeiten hier rund 2800 Mitarbeiter.

Liebherr knackt die Umsatzgrenze

von zehn Milliarden Euro

Liebherr hat Prognosen zufolge

2018 den Umsatz gesteigert. Die

Firmengruppe mit Sitz im

Schweizerischen Bulle wird damit

wohl erstmals die Marke von zehn

Milliarden Euro überschreiten. 2017

hatte er 9,85 Milliarden Eurobetragen.

Ein Wachstumstreiber war

der Bereich Baumaschinen und

Mining, zu dem die Liebherr-Hydraulikbagger

GmbH in Kirchdorf

an der Iller gehört. Wie die Gruppe

mitteilt, erzielte auch die

Liebherr-Hydraulikbagger GmbH

ein erfreuliches Umsatzplus.

Hans Liebherr, einer der großen

Pioniere der deutschen Nachkriegswirtschaft,

hatte 1945 in der

oberschwäbischen Gemeinde das

elterliche Baugeschäft übernommen

und daraus die Firmengruppe

aufgebaut, die heute fast 44.000

Mitarbeiter beschäftigt. In den

Tochtergesellschaften in Kirchdorf

(Hydraulikbagger, Komponenten)

arbeiten 2800 Menschen.

Auf der Fachmesse Bauma,

die vom 8. bis 14. April in München

stattfindet, wird Liebherr

zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen

präsentieren, darunter

mehr als 60 Exponate auf dem

Freigelände sowie das adaptive

Konzept INTUSI („interaktives

User Interface“) zur Kommunikation

von und mit Baumaschinen.

Liebherr-Spezialisten haben dazu

eine neue Steuerungsumgebung

geschaffen. Diese wird in allen

Erdbewegungs- und Materialumschlagmaschinen

zum Einsatz

kommen. Dabei vernetzt Liebherr

die Bedien- und Maschinenintelligenz

miteinander und unterstützt

die Fahrer mit Assistenzsystemen.

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Nichts wie raus!

Umfrage Endlich Frühling. Das wurde auch Zeit. Sechs Führungskräfte haben unserem

Mitarbeiter Stefan Loeffler verraten, wo und wie sie die wärmenden Sonnenstrahlen

willkommen heißen.

FOTO: © SMILEUS / FOTOLIA.COM


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019

leben 45

1) Was haben Sie sich für den Frühling

persönlich vorgenommen?

2) Und was im Unternehmen?

3) Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung

im Frühling?

4) Was ist Ihre Lieblingsblume/-pflanze

und warum?

5) Was ist Ihr liebster Platz im Freien/in

der Natur?

ILLUSTRATION:

© MINORU SUZUKI/

SHUTTERSTOCK.COM

Elmar Reisch, Inhaber des

Hotels Oberschwäbischer Hof

in Schwendi, genießt im

Frühling die Farben der Natur.

Bärbel Mauch, die Regionsgeschäftsführerin

des DGB

Südwürttemberg, freut sich

nach dem langen Winter über

die Helligkeit am Morgen.

1) Zunächst möchte natürlich jeder Golfer sein Handicap verbessern,

was mir aber seit Jahren trotz guten Vorsätzen nicht gelingt. Meine

Vespa aus dem Jahre 1963 wird auf Vordermann gebracht, um

damit erstmals die Marken in Italien zu erkunden. Dann möchten

wir noch unsere beiden Söhne in Paris und Baiersbronn besuchen.

2) Unser langjähriger Küchenchef hat uns in Richtung System-Gastronomie

verlassen. Dies haben wir zum Anlass genommen, die

Öffnungszeiten anzupassen, mittags auf einen Business Lunch

umzustellen und an manchen Samstagen ein Fine Dining Menü

anzubieten.

3) Golf spielen, meine Oldtimer bewegen, Sonne, Licht und die Farben

der Natur genießen, so oft es das Geschäft zulässt.

4) Mit Blumen habe ich es nicht so, ich liebe Kräuter, deren Duft,

deren Einsatz in der Küche und nicht zu vergessen deren Wirkung

auf unsere Gesundheit.

5) Wir lieben es bei den ersten Sonnenstrahlen lange Spaziergänge

im Lautertal zu machen. Am Ende essen wir dann bei einem Kollegen

fangfrische Forellen mit brauner Butter und Kartoffeln. Solche

Tage sind ein Geschenk.

1) Da ich viel sitze, bei der Arbeit, aber auch auf dem Weg zur Arbeit

und zu Terminen, habe ich mir vorgenommen, mehr Bewegung

in meinen Alltag zu bringen. Ein erster Schritt ist ein Tanzkurs,

den ich gemeinsam mit meinem Partner begonnen habe.

2) Im Frühjahr 2019 stehen einige politische Herausforderungen an.

Dazu werden wir verschiedene „Outdoor-Aktionen“ auf öffentlichen

Plätzen entwickeln und uns dort mit den Menschen über

ihre wichtigsten Anliegen unterhalten.

3) Ich freue mich nach dem langen Winter über die Helligkeit am

Morgen, über die Sonne und das Vogelgezwitscher. Deshalb versuche

ich, möglichst oft draußen zu sein. Berufliche Gespräche

kann man auch einmal in einem Straßencafé führen. Am Abend

sitze ich dann gerne noch eine Weile auf dem Balkon.

4) Ich mag Schneeglöckchen sehr gerne. Sie stehen für den Beginn

des Frühlings und das Aufwachen der Natur.

5) Ich bin sehr gerne im Wald. Da ich seit vielen Jahren an einer

Freilichtbühne aktiv bin, verbringe ich von Juni an viel Zeit auf

dem Theatergelände – ob bei 40 Grad oder bei strömendem Regen

spielt keine Rolle.


46 leben Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

FOTO: © SMILEUS / FOTOLIA.COM

FOTO: © JAROSLAVA V/SHUTTERSTOCK.COM

Drita Scharf, Inhaberin von

„extra-com – Internationale

Vertriebsunterstützung“,

bekommt beim Anblick von

Tulpen gute Laune.

Hagebutten-Liebhaber

Hariolf Sproll, Inhaber der Bar

und Limonadenmanufaktur

Rosebottel möchte mehr

Zeit in der warmen und

frischen Luft verbringen.

1) Ich habe mir vorgenommen, wieder mit dem Joggen zu beginnen.

Ach ja: und entrümpeln!

2) Mein Ziel ist es, meine Auftraggeber weiterhin zu begeistern, indem

ich internationale Kunden für sie gewinne und für Mehrumsatz

sorge. Dieses Vorhaben gilt im Übrigen für alle Jahreszeiten,

nicht nur für den Frühling.

3) Im Frühjahr radle und wandere ich sehr gerne. Es ist schön, zu

sehen, wie die Natur aus dem Winterschlaf erwacht.

4) Ich mag Blumen im Allgemeinen. Im Frühling haben es mir Tulpen

angetan. Ich bekomme gute Laune beim Anblick der kräftigen

Farben.

5) Im Urlaub am Atlantik zu sitzen und dem Geräusch der Wellen

zuzuhören. Ansonsten fühle ich mich im Wald sehr wohl.

1) Ich möchte öfter mit meiner Tochter auf den Spielplatz gehen

und unbedingt mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.

2) Diesen Frühling haben wir uns viel vorgenommen. Wir entwickeln

gerade eine neue Limonadensorte und möchten diese im

Frühjahr auf den Markt bringen. Auch unsere neue Eventlocation

„Goldener Bock“ soll so richtig zum Laufen gebracht werden.

Unser Rosebottel-Laden in der Herrenkellergasse und das Projekt

„work and soda“ sind zwei Aufgaben, die uns sehr am Herzen

liegen.

3) Einfach wieder mehr Zeit an der wärmeren frischen Luft verbringen.

Was man dort dann unternimmt ist eher zweitranging.

4) Meine absolute Lieblingspflanze ist die Hagebutte.

5) Am liebsten bin ich am Wasser. Wasser bewegt und beruhigt. Wir

ziehen diesen Frühling auch noch privat um und da freue ich

mich auf unseren ersten eigenen Garten. Vielleicht wird ja dies

mein neuer Lieblingsplatz im Freien.

Im Frühling zieht es

Thomas Mayer, den Betriebsleiter

bei den Entsorgungs-

Betrieben der Stadt Ulm (EBU),

in seinen Garten.

1) Ich freue mich, wenn es wieder Frühling wird und die Temperaturen

wieder steigen. Da bin ich gerne unterwegs und wenn ich

zuhause bin, bin ich im Garten am „Werkeln“.

2) Bei der EBU werden die Fahrzeuge vom Winterdienst wieder

umgerüstet, zum Beispiel zu Kehrmaschinen. Bei der Stadtreinigung

spürt man deutlich, dass die Menschen wieder vermehrt

draußen sitzen und die Stadt und die Natur genießen.

3) Wenn der Frühling kommt und die Tage wieder länger werden,

bin ich gerne mit dem Fahrrad unterwegs.

4) Eigentlich habe ich zwei Lieblingsfrühlingsblumen, nämlich den

Krokus und die Tulpe. Beides sind für mich so richtig tolle Frühlingsboten

und mit ihren schönen kräftigen Farben läuten sie den

Frühling perfekt ein.

5) Wenn die Sonne scheint, bin ich gerne am Donauufer und genieße

die Ruhe, das Wasser und das Leben um mich herum. An manchen

warmen Sommertagen bin ich auch manchmal auf der

Neu-Ulmer Seite und genieße den Ausblick auf Ulm.

Sarah Schweizer, Göppinger

Rechtsanwältin und Partnerin

der auf das Energierecht

spezialisierten Anwaltskanzlei

Schweizer Legal, freut sich

über den Anblick von

Krokussen, die das Ende des

Winters andeuten.

1) Mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Ein Spaziergang im Wald

ist für mich wie ein Kurzurlaub und hilft das eine oder andere

wieder ins rechte Licht zu rücken.

2) Erfolge mit den Mitarbeitern und Kollegen gemeinsam wieder

mehr zu feiern. Wichtige Zwischen-Etappen gehen im Alltagsstress

leider allzu oft unter.

3) So oft es geht raus an die frische Luft und die ersten Sonnenstrahlen

einfangen. Nach dem langen kalten Winter ist das für mich

die schönste Beschäftigung.

4) Ich kann mich immer sehr über Krokusse freuen, dann weiß ich,

der Winter geht dem Ende zu.

5) Als Jägerin ist das für mich definitiv der Wald. Besonders nach

einem Regen, wenn es nach Erde, Wärme und dem Kreislauf der

Natur riecht.


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Vom Einzelkämpfer zum Unternehmer:

Marcus Pscheidl hat sich in den zurückliegenden

zwölf Jahren im Zeltverleih und

Veranstaltungsservice ein herausragendes

Renommee erarbeitet.

Die Firma Pscheidl Veranstaltungsservice

und Zeltverleih ist in den vergangenen zwölf

Jahren kontinuierlich und gesund gewachsen.

Durch Zuverlässigkeit, Kreativität und

Leistungsstärke hat sich Zeltmeister Marcus

Pscheidl einen klangvollen Namen gemacht,

der sofort fällt, wenn es gilt, eine Veranstaltung

zu organisieren. Die Pscheidl GbR ist

hauptsächlich auf hochwertige Events spezialisiert.

Dabei ist es egal, ob es sich um Vereins-,

Straße-, Garten- oder Unternehmensfeste

handelt – mit Pscheidl hat der Kunde

immer den richtigen Partner an seiner Seite.

Als vorbildlich strukturiertem Familienunternehmen

mit fünf fest angestellten Mitarbeitern

ist es Pscheidl möglich, flexibel individuelle

Bedürfnisse zu realisieren und mit einer

exquisiten Ausstattung auch kurzfristig gezielt

auf extravagante Kundenwünsche einzugehen.

Der Pscheidl Veranstaltungsservice

und Zeltverleih füllt mit seinem beachtlichen

Portfolio an moderner, ansprechender und

gepflegter Zeltausrüstung vor allem eine Nische

im Partyzelt-Bereich abseits der riesigen

Bierzelte.

Für die unterschiedlichsten Veranstaltungen

werden zusammen mit dem Kunden „Rundum-sorglos-Pakete“

geschnürt, die alle Elemente

von Biertisch-Garnituren und Bistro-

Stehtischen über Geschirr, Gläser,

Ausschankanlagen und barrierefreien VIP-

Toilettenwagen mit Wickeltisch bis hin zu

Kühl- und Spülanhängern sowie professionellen

Zeltheizungen umfassen können. „Wir

sorgen stets für Ihr gelungenes Ambiente

von A bis Z“, bestätigt Marcus Pscheidl und

zählt auch exklusive Polsterstühle, Lounge-

Möbel, Rednerpulte, Garderoben und Hussen

bis hin zu Dekoartikeln auf.

Der leidenschaftliche Koch ist ebenfalls der

richtige Ansprechpartner, wenn es ums Catering

geht: Vom Grillevent bis zu einem

Mehrgänge-Menü in Restaurant-Atmosphäre

realisiert Marcus Pscheidl auch kulinarische

Aufgaben. Durch ein zuverlässiges

Netzwerk ist es möglich, nahezu jedem Kundenwunsch

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Fläche. Der gelernte Schreiner Marcus

Pscheidl hat diese Besonderheit

zusammen mit einem holzverarbeitenden

Betrieb konzipiert und gebaut. Jüngst kam

diese holzverkleidete Zeltvariante mit Liebe

zum Detail auf einer Großveranstaltung im

Raum Neu-Ulm über drei Monate hinweg

zum Einsatz und bot einer hohen fünfstelligen

Besucherzahl das besondere Dach über

dem Kopf, um rauschende Après-Ski-Partys

und Live-Musik-Abende in zünftigem Ambiente

feiern zu können. Um auch Festivitäten

für 70 bis 80 Personen ein passendes Umfeld

zu bieten, wurde im Oktober 2108 wegen der

enormen Nachfrage die „Almhütt‘n“ als

„kleine Schwester“ mit knapp 80 Quadratmetern

Fläche kreiert.

Marcus Pscheidl und sein geübtes Team betreuen

ein Event vom Anfang bis zum Ende

und sind jederzeit greifbar, falls wider Erwarten

doch mal etwas klemmen sollte. Und wer

partout keinen Platz für ein Zelt hat oder sich

schwertut, die richtige Location zu finden –

auch dafür hat Firma Pscheidl stets eine Lösung

parat.

Weil immer wieder mobile Heizlösungen,

Wärme- und Lüftungstechnik sowie Luftentfeuchter

beziehungsweise Bautrockner

nachgefragt wurden, ist Marcus Pscheidl seit

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47


48 leben Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Ernster Appell, feurige Party

Winterleuchten 350 Gäste erleben beim Neujahrsempfang der SÜDWEST PRESSE einen

flammenden Appell, faszinierende Lichtshows und einen stimmungsvollen Abend.

Wir sollten

Aggression

nicht zum

beherrschenden

Ton werden lassen.

Thomas Brackvogel

Vorsitzender der Geschäftsführung

Tanz und Illusion mit

elektronischen Lichtstäben:

Die Gruppe: „The Light

Crew“ bei ihrem Auftritt.

Das Winterleuchten, der Neujahrsempfang

der SÜDWEST PRESSE,

kommt bei den Gästen gut an. Mehr

als 350 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft,

Politik, Verwaltung und Kultur kamen

ins Passigatti-Werk III nach Neu-Ulm,

um einen festlich-fröhlichen und unterhaltsamen

Abend zu erleben. Zum achten Mal

hatte Thomas Brackvogel, der Vorsitzende

der Geschäftsführung der Neuen

Pressegesellschaft (NPG), zu dem

Event geladen, zum dritten Mal

fand dieses in der stimmungsvoll

illuminierten ehemaligen Fabrikhalle

statt.

Vor dem Eingang machte die

Firma Gloryfire mit ihrer Feuershow

dem Winterleuchten

alle Ehre. Drinnen zeichnete

die Tanz-Gruppe „The Light

Crew“ mit ihren Lichtstäben

Muster in die Luft, erzeugte die

Illusion, mit brennenden Fackeln

zu hantieren und schrieb

das Ergebnis der Aktion 100 000

und Ulmer helft, das jedes Jahr auf

dem Winterleuchten bekannt gegeben

wird. Dank vieler Initiativen und

Spenden von Privatleuten, Unternehmen,

Schulklassen und Vereinen sind

901.472 Euro zusammenkommen.

NPG-Geschäftsführer Brackvogel spannte

anhand der Beispiele Mauerfall, Brexit und

Digitalisierung in seiner Rede einen Bogen

vom Aufbruch, der von der Maueröffnung

1989 ausging, über die immer stärker werdenden

Irritationen über die politischen Entwicklungen

in Europa hin zu einem latenten

Unbehagen. „Mittlerweile sei es in Mode gekommen,

die europäischen Institutionen mit

Spott und Häme zu überziehen und das Seelenheil

in Selbstbestimmung, Unabhängigkeit

und vermeintlicher Stärke zu suchen.

Allzu oft klingen die Statements der EU-Kritiker

eher überheblich als besonnen, mehr

nach Chauvinismus als nach Völkerverständigung,

mehr wie populistische Effekthaschrerei

als wie ein ehrliches Streben nach allgemeinem

Wohlbefinden. Doch wir sollten

Überheblichkeit und Aggression

nicht zum beherrschenden Ton werden

lassen“, appellierte NPG-Geschäftsführer

Brackvogel in seiner

flammenden Rede.

Ähnlich kritisch sieht SWP-

Chefredakteur Ulrich Becker

die Debattenkultur: „Wenn

alle nur noch schreien, statt

zu argumentieren, gewinnen

die, die am lautesten sind –

und das sind in aller Regel

die falschen.“ Mit Blick auf

Kritik an der Berichterstattung

in der Zeitung sagte er:

„Es ist unser gemeinsames

Ziel, die Region voranzubringen

– aber unsere Aufgabe ist es

eben nicht, den Weg dorthin unkommentiert

zu lassen.“ cl/amb

901.472

Euro an Spenden sind dieses Jahr bei der Aktion

100.000 und Ulmer helft zusammengekommen.

Das Geld geht an rund 2000 Menschen in Not

und rund 100 caritative und soziale Einrichtungen

in der Region. Spenden kann man das ganze

Jahr. Infos unter: www.aktion100000.de


unternehmen [!] Ausgabe 66 | März 2019 leben 49

Sportbegeisterte unter sich (von links):

Walter Feucht, Dr. med. Christoph Buck,

Anton Gugelfuß und Jochen Schmitt.

IT-Unternehmer Heribert Fritz mit

Tochter Linda, Ingrid Mehnert sowie

Heidi und Frank Lindemann.

Druckfrische Abendausgabe für Miriam

und Andreas Burkhardt, den deutschen

Generika-Chef des Pharmariesen Teva.

Sie sorgten im Hintergrund für entspannte

Klänge und groovigen Sound:

Lea Knudsen und die Loungecats.

Wolfgang Hänle, Iris Mederer, Christian

Bried, Joachim Lang sowie Jan Stefan

Roell und seine Frau Christiane.

Das Team von Spitzenkoch Harald

Laatsch (Wilken Gourmet) verwöhnte

die Gäste mit feiner Küche.

Stolze Summe (von links):

SWP-Chefredakteur Ulrich

Becker, Ulms Oberbürgermeister

Gunter Czisch und Karl

Bacherle, Leiter der Aktion

100.000 und Ulmer helft.

Hielt eine nachdenkliche Rede: Gastgeber

Thomas Brackvogel, Geschäftsführer

der Neuen Pressegesellschaft.


50 namen & nachrichten Ausgabe 66 | März 2019 unternehmen [!]

Unternehmer,

Mäzen und

Kunstsammler

Ist 80 Jahre alt

geworden: Siegfried

Weishaupt.

Auf ein ausgesprochen erfolgreiches

Lebenswerk kann Siegfried

Weishaupt zurückblicken. Weishaupt

gilt als

einer der profiliertesten

Unternehmer

in Oberschwaben.

Aus der

Max-Weishaupt

GmbH

(Schwendi)

formte er ein

international aufgestelltes Unternehmen,

das heute 3500 Menschen

beschäftigt. Weishaupt feierte

vor kurzem seinen 80. Geburtstag.

Er war nicht nur zehn

Jahre Präsident der IHK Ulm,

sondern auch Präsident des Kuratoriums

der Gesellschaft Oberschwabens.

Seine Kunstsammlung

gilt als eine der bedeutendsten

ihrer Art in Deutschland. Mit

seiner Kunsthalle mitten in Ulm

hat sich Weishaupt zu Lebzeiten

ein Denkmal gesetzt.

Die Newtec-Geschäftsführer (von links) Matthias Wolbert, Michael Tröscher, Frank Haberbosch,

Johannes Werbach, Harald Molle und Ulrich Schwer.

Newtec erweitert Geschäftsführung

Der Spezialist für sicherheitsrelevante elektronische

Systeme Newtec hat seine Geschäftsführung vergrößert.

Frank Haberbosch und Matthias Wolbert rücken

in die erste Reihe auf. Hintergrund ist eine Neuausrichtung,

im Zuge derer Newtec ins Beratungsgeschäft

rund um die digitale Transformation einsteigt. Zudem

ist das Unternehmen aus Pfaffenhofen (Kreis Neu-Ulm)

deutlich gewachsen. In den vergangenen drei Jahren

stieg der Umsatz auf 16,5 Millionen Euro und die Mitarbeiterzahl

um 30 auf 190.

Mahler trennt

sich vom

Möbelhandel

Möbel Mahler verkauft seinen

Möbelhandel an Opti-Wohnwelt

aus dem fränkischen Niederlauer.

Das Möbelhaus, das sich in

den vergangenen jahren von seinem

damaligen Stammsitz in

Bopfingen sowie den Standorten

Siebenlehn und Wolfratshausen

getrennt hatte, konzentriert sich

nun auf die Vermietung der Immobilie

in Neu-Ulm. Opti übernimmt

die etwa 250 Mitarbeiter

des Möbelladens, fast 100 Mitarbeiter

des Restaurants bleiben

bei Mahler.

US-Konzern

schließt Werk in

Ebersbach

Erst ein halbes Jahr ist es her,

dass der US-Autozulieferer Accuride

das Südrad-Werk in Ebbersbach

übernommen hat. Nun

kündigte er an, den Standort und

die Stahlfelgenproduktion bis

Mitte 2020 zu schließen. Damit

verlieren 300 Mitarbeiter ihren

Arbeitsplatz.

Teamviewer darf

ins Rathaus

einziehen

Die Stadt Göppingen kommt

Teamviewer, dem boomenden

Spezialist für Fernwartungssoftware,

entgegen. Um die akute

Platznot des Unternehmens zu

beheben und eine drohende Abwanderung

zu verhindern, verkauft

die Stadt ein im Bau befindliches

Gebäude an die Kreissparkasse

Göppingen, die dies wiederum

an Teamviewer vermietet.

Ursprünglich sollte dort das

neue Rathaus unterkommen und

die in der ganzen Stadt verteilten

Dienststellen gebündelt werden.

Die rund 400 Mitarbeiter

des Softwarespezialisten in Göppingen

können sich nun auf mehr

Platz freuen und auf einen Umzug

im Jahr 2020 einstellen. [!]

Impressum

Verlag & Herausgeber

Neue Pressegesellschaft

mbH & Co. KG

Frauenstraße 77

89073 Ulm

Geschäftsführer:

Thomas Brackvogel

Redaktion

Alexander Bögelein (verantwortlich)

a.boegelein@swp.de

Anschrift wie Verlag

Anzeigen

Stefan Schaumburg (verantwortlich)

Anschrift wie Verlag

Gestaltung

Alen Pahic (Art Director)

Max Meschkowski (Layout)

Antje Meyer (Bild)

Fotos Marc Hörger (Titel + Titelinterview),

Lars Schwerdtfeger, Oliver

Schulz, Volkmar Könneke, Matthias

Kessler, Werkfotos, Getty Images,

PR, Archiv

Druck

Druck- und Verlagsgesellschaft

Bietigheim mbH

Kronenbergstraße 10

74321 Bietigheim-Bissingen

Objektleitung

Tobias Lehmann

Telefon 0731 156-515

t.lehmann@swp.de

Mediaberatung

Christine Blum

Telefon 0731 156-500

E-Mail c.blum@swp.de

Vertriebsservice

unternehmen.vertrieb@swp.de

Den Datenschutzbeauftragten

erreichen Sie unter:

datenschutz@swp.de

Nächste Ausgabe: 11. März 2019

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