NFV _02_2010 - Rot Weiss Damme

rot.weiss.damme.de

NFV _02_2010 - Rot Weiss Damme

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 2/2010

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

VGH-Fairness-Cup:

Teutonen und Wölfe zur

Halbzeit auf Augenhöhe


Der Deutsche Fußball-Bund hat in der jüngsten Präsidiumssitzung beschlossen, die Robert-Enke-Stiftung zu

gründen. Eine entsprechende Satzung wurde jetzt verabschiedet. Mein Dank geht an Teresa Enke, die sich bereit

erklärt hat, den Vorsitz zu übernehmen. Sie ist eine starke und engagierte Frau und wird mit ihrer Persönlichkeit

deutliche Zeichen im Kampf gegen Depression setzen und sich für an Herzkrankheiten leidende Kinder

engagieren.

Ich bedanke mich aber auch bei DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball und

96-Präsident Martin Kind, die maßgeblich an der Stiftungsgründung beteiligt waren. Sie haben alle ihre Unterstützung

zugesagt. So werden wir dem herausragenden Fußballer und liebenswerten Menschen Robert Enke

ein würdiges Andenken bewahren.

Nun gilt es, Maßnahmen und Initiativen zu ergreifen, um die Öffentlichkeit für das Thema Depressionen

sensibilisieren zu können. Dazu gehören Aufklärung, Erforschung und Behandlung der Krankheit. Die Robert-

Enke-Stiftung wird ein Ansprechpartner für Betroffene sein, damit wir ihnen Orientierung, Hilfe und Unterstützung

geben können. Dies gilt auch für Kinder, die an Herzkrankheiten leiden.

Die gemeinnützige Stiftung erhält ein Anfangsvermögen von 150.000 Euro, das DFB, Ligaverband und Hannover

96 je zu einem Drittel aufbringen. Ich übernehme gerne als Schatzmeister der Stiftung die Verwaltung der

Gelder, die natürlich nur in gemeinsamer Absprache zu verteilen sind. Ich hoffe, dass zu dem Anfangsvermögen

noch eine große Summe hinzukommt, damit möglichst viele Projekte unterstützt werden können.

Ich freue mich über die Zusage von Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, dass die Nationalmannschaft

die Arbeit der Stiftung intensiv begleiten wird. Alle Beteiligten haben Teresa Enke ihre volle Unterstützung

zugesagt. Das gilt natürlich auch für meine Person. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Teresa

Enke. Wichtig wird sein, die konkreten Projekte und Hilfsmaßnahmen so zu fördern, dass sie nachhaltig wirken

und die Erinnerung an Robert Enke in der Öffentlichkeit dauerhaft präsent bleibt.

Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika und die U 20-Frauen-WM in Deutschland werden in diesem Jahr

natürlich die besondere Aufmerksamkeit der Fußballfreunde auf sich ziehen. Um so wichtiger wird sein, sich

neben diesen Großereignissen mit dem von Dr. Theo Zwanziger gern zitierten Satz „Fußball ist mehr als ein 1:0“

zu beschäftigen. Der Fußball hat auch eine große soziale Verantwortung. In der Robert-Enke-Stiftung wird das

besonders zum Ausdruck kommen.

Karl Rothmund

(Präsident)

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Februar 2010 3


Inhalt

4

Editorial

Karl Rothmund zur neuen Robert-Enke-Stiftung 3

Robert-Enke-Stiftung

Verwaltungssitz in Barsinghausen – Jan Baßler wird Geschäftsführer 6

Torwartportrait

Ex-Osnabrücker Stefan Wessels spielt jetzt beim FC Basel 7

Talentförderung

DFB belohnt Vereine für gute Nachwuchsarbeit 8

WM in Südafrika

Lüneburger Jens-Peter Hecht leitet Medienabteilung vor Ort 10

Hallenfußball

Hertha BSC gewinnt 3. Engelbert-Nelle-Hallenclassics 12

Jung-Schiedsrichterturnier

Wie im Vorjahr: Emden vor Hildesheim 14

Herausragendes A-Juniorenturnier

FSV Mainz gewinnt Sparkasse & VGH Cup in Göttinger Lokhalle 16

Blindenfußball

NFV rüstet Projektgruppe an der Franz-Mersi-Schule in Hannover aus 18

E.ON Avacon-Cup

Emden/Leer und Oldenburg-Land/Delmenhorst erstmals im Finale 20

E.ON Avacon-Cup

Alle Teams der Vorrundengruppen 1 bis 3 im Bild 22

Trainingslager für Schiedsrichter

Norddeutschlands Spitzenreferees unterstützten Hilfsprojekt in Türkei 26

Auswahlarbeit im Schnee

Erster Lehrgang der U 16-Auswahl im Jahr 2010 28

Integration

RW Sutthausen integriert behinderte Fußballer 30

Neujahrsempfang

Karl Rothmund stiftet Honorar für Mädchen- und Frauenfußball 33

VGH-Fairness-Cup I

Auf Augenhöhe: Teutonia Uelzen II und VfL Wolfsburg II 34

VGH-Fairness-Cup II

Die 47 NFV-Kreise im Fair Play-Vergleich 38

EUROGREEN

Rasendüngung als „Erste Hilfe“ im Frühjahr 39

Seite 26

Norddeutschlands Fußball-Schiedsrichter in der Einrichtung des Vereins

„Wir kennen keine Hindernisse“ im türkischen Belek. – Stehend von

links: Wilfried Heitmann, Vorsitzender des Norddeutschen

Schiedsrichter-Ausschusses, Bülent Ugur vom Schiedsrichter-Komitee

Antalya, Schiedsrichterin Tanja Krause (Hamburger SV), NFV-

Februar 2010

Titel

Bereits zum 18. Mal wird in

dieser Saison der VGH-Fairness-

Cup ausgetragen. Insgesamt

1067 niedersächsische Mannschaften

aus 71 Staffeln von

den Kreisligen bis zur 1. Bundesliga

nehmen an Deutschlands

größtem Fairnesswettbewerb

teil und werden zur

Halbzeit von einem Duo angeführt.

Die jeweils zweiten

Mannschaften der Teutonia aus

Uelzen (Kreisliga) und des VfL

Wolfsburg (Regionalliga) werden

rein sportlich zwar durch

drei Spielklassen getrennt, in

puncto Fairness befinden sie

sich aber voll auf Augenhöhe.

Nach rund 8500 hinsichtlich der

Verteilung von gelben, gelbroten

und roten Karten ausgewerteten

Begegnungen präsentiert das Fußball-Journal auf den

Seiten 34 bis 38 einen großen Statistikteil, der das Fair Play im niedersächsischen

Fußball aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

– Unser Titelfoto zeigt einen Zweikampf aus der Regionalligabegegnung

zwischen VfL Wolfsburg II und FC Hansa Rostock II

(1:0), bei dem der Rostocker Georg Schumski (vorn) nicht eben fair

die Reißfestigkeit der Hose von Sefa Yilmaz testet. Foto: imago

Frauenfußball

Saisonbilanz der 1. und 2. Bundesliga sowie der Regionalliga Nord 40

Ehemalige Stars – was machen sie heute?

Siegfried Reich überwand Torhüter Eike Immel aus dem Anstoßkreis 42

E-Jugend-Cup

Wilhelmshaven: 740,61 Euro zu Gunsten der KinderKrebshilfe 44

Bezirk Braunschweig

Florian Meyer besucht Anwärterlehrgang in JVA Rosdorf 46

Bezirk Hannover

Neues Coachingkonzept für Jungschiedsrichter 50

Bezirk Lüneburg

„Kinderträume 2011“ im Celler „Cafe Kuhkaff“ 54

Bezirk Weser-Ems

Dinklagerin Monika Nieberding Mitglied im „Club 100“ 60

NFV intern

Amtliche Nachrichten und Sportschultermine 66

Schiedsrichter-Beobachter Marco Haase (SV Holdenstedt), Sebahattin

Aksoy (Bremer Schiedsrichter und Dolmetscher in der Türkei) sowie zwei

Frauen und eine junger Mann vom Verein „Wir kennen keine

Hindernisse“. In der vorderen Reihe ebenfalls Jugendliche aus der

Einrichtung.


Robert-Enke-Stiftung

6

Jan

Baßler

Mit der Ernennung von Teresa Enke zur Vorstandsvorsitzenden wurde der entscheidende Schritt zur Gründung der Robert-Enke-Stiftung getan. Hinten

von links: DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball, Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, 96-Präsident

Martin Kind, NFV-Präsident und DFB-Vize Karl Rothmund, DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Foto: Getty images

DFB, DFL und Hannover 96

gründen Robert-Enke-Stiftung

Verwaltungssitz in Barsinghausen – NFV-Mitarbeiter Jan Baßler wird Geschäftsführer

Die personelle Besetzung des Vorstandes,

Stiftungsrates und Kuratoriums wurde auf

der DFB-Präsidiumssitzung am 15. Januar

2010 wie folgt festgelegt:

Vorstand:

Vorsitzende: Teresa Enke

Schatzmeister: Karl Rothmund

Beisitzer DFB: Willi Hink

Beisitzer Ligaverband: Andreas Nagel

Beisitzer Hannover 96: Fritz Willig

Stiftungsrat:

Mitglied DFB: Dr. Theo Zwanziger

Mitglied Ligaverband: Dr. Reinhard Rauball

Mitglied Hannover 96

GmbH & Co. KGaA: Martin Kind

Kuratorium:

Es können bis zu zwölf Vertreter des öffentlichen

Lebens berufen werden. Als Vorsitzender

des Stiftungsgremiums ist Bundesgesundheitsminister

Dr. Philipp Rösler vorgesehen.

Dem Gremium werden zudem

unter anderem Uwe Schünemann, Niedersächsischer

Minister für Inneres, Sport und

Integration, sowie Hannovers Oberbürgermeister

Stephan Weil angehören.

Februar 2010

Robert-Enke-Stiftung

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der

Ligaverband (DFL) und Bundesligist Hannover

96 haben die Robert-Enke-Stiftung

ins Leben gerufen. Vorstandsvorsitzende wird

Enkes Frau Teresa. Diesen Beschluss fassten die

Stiftungsgründer am 15. Januar im Rahmen

einer Sitzung des DFB-Präsidiums in München.

Zudem einigten sie sich darauf, den Verwaltungssitz

nach Barsinghausen zu vergeben und

NFV-Mitarbeiter Jan Baßler mit den Aufgaben

des Geschäftsführers zu betrauen.

Die Robert-Enke-Stiftung wird Maßnahmen

und Initiativen fördern, die der Aufklärung,

Erforschung und Behandlung der Krankheit

Depression dienen. Der Nationaltorwart

von Hannover 96 litt mehrere Jahre an Depressionen

und hatte sich am 10. November 2009

im Alter von 32 Jahren das Leben genommen.

Durch seinen Tod, der tiefe Betroffenheit und

großes Mitgefühl auslöste, wurde die Krankheit

ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt.

„Ich bin Teresa Enke sehr dankbar, dass sie

den Vorsitz des Stiftungsvorstands übernommen

hat und damit ein Zeichen im Kampf

gegen Depression setzt. In ihr haben wir eine

starke, engagierte Frau gefunden, der wir für

die weiteren Schritte der Stiftung unsere volle

Unterstützung zusichern“, sagte DFB-Präsident

Dr. Theo Zwanziger.

Auf Wunsch von Teresa Enke wird sich

die Stiftung außerdem für an Herzkrankheiten

leidende Kinder engagieren. Die gemeinnützige

Stiftung hat ein Anfangsvermögen

in Höhe von 150.000 Euro, das zu je einem

Drittel durch den Deutschen Fußball-Bund,

den Ligaverband und Hannover 96 getragen

wird.

Während Hannover Stiftungssitz ist, bekam

Barsinghausen den Zuschlag als Verwaltungssitz.

„Das ist eine große Auszeichnung

für den Niedersächsischen Fußballverband.

Die Buchhaltung und Steuerverwaltung wird

von Barsinghausen aus erledigt“, freute sich

NFV-Präsident und DFB-Vize Karl Rothmund,

der innerhalb der Robert-Enke-Stiftung das

Amt des Schatzmeisters übernimmt.

Zudem begrüßte Rothmund die Ernennung

von Jan Baßler zum Geschäftsführer.

Der 32-jährige Jurist aus Wennigsen und

ehemalige Spieler von Hannover 96 leitet

seit Februar 2009 das NFV-Präsidialbüro und

hat bereits mit der Einrichtung der Geschäftsstelle

begonnen. „Die konstituierende

Sitzung von Stiftungsvorstand und Stiftungsrat

ist für Ende Februar vorgesehen, so

dass wir derzeit davon ausgehen, im März

mit unserer Stiftungsarbeit zu beginnen“,

erklärte Baßler. red/dfb


Portrait

7

Stefan Wessels. Foto: Schön

den vorherigen Klubs passt der

VfL Osnabrück sicher nicht in die

Reihe. Der Wechsel war eine bewusste

Entscheidung in Richtung

Heimat. Wir wollten uns in Osnabrück

etwas aufbauen“, beteuert

Wessels, der ohne den eitlen

Gestus so vieler Fußballprofis daherkommt.

Schon als Jugendlicher sei er

oft aus Schepsdorf zum VfL nach

Osnabrück gefahren und habe die

„tolle Atmosphäre an der Bremer

Brücke“ genossen. Ab dem 24.

Spieltag setzte Trainer Claus-Dieter

Wollitz den Torwart jedoch auf

die Bank. „Viele Beobachter

konnten das wegen meiner guten

Leistungen nicht nachvollziehen.

Bis heute habe ich keinen plausiblen

Grund für die Entscheidung

von Wollitz gehört. Er sagte nur

etwas von ‚einem Bauchgefühl’.“

Nach dem Abstieg machte der

Trainer einen Torwart zum Sündenbock,

den er in den letzten

drei Monaten gar nicht zum Einsatz

kommen ließ.

Anders als so mancher Leitwolf

im Team hat Wessels nicht

an den internen Pokerrunden teilgenommen.

„Sie haben mich

schon gefragt, ob ich mitmachen

wolle. Ich spiele aber nicht um

Geld.“ Im Mannschaftsbus drosch

Wessels mit einigen Mannschaftskollegen

brav Skat. Der Einsatz:

Von AXEL ROTHKEHL

Einladungen zum Frühstück und Putzen

An die Ausdrucksweise der Schweizer

Journalisten hat sich Stefan Wessels

gewöhnt. Einen Eckball beschreiben

von Fußballschuhen. Andere Mitspieler

waren Stammkunden in Wettbüros. Ihnen

wurde sogar vorgeworfen, Spiele gegen

den VfL Osnabrück manipuliert zu haben.

sie als „Corner“ und als Torwart ist er der „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie im

„Goalie“. Im Oktober wechselte der Lin- Stadion absichtlich verloren haben“, sagt

gener zum FC Basel. Seinen Einsatz in der Wessels. Einzelne hätten auf den Ausgang

Europa League gegen den AS Rom kom- der Spiele keinen großen Einfluss. So ein

mentierte die „Basler Zeitung“ eupho- Verhalten sei aber verantwortungslos.

risch: „Wessels rettet mirakulös gegen „Gegenüber dem Verein, der Mannschaft

Totti.“ Beinahe hätte er noch einen Elfme- und den treuen Fans des VfL“, betont der

ter des Weltmeisters gehalten. „Ich war Ex-Torwart des Vereins.

mit den Fingerspitzen dran.“ Die Fans

Nicht nur aufgrund der Verbannung

wählten ihn trotz der Niederlage zum auf die Ersatzbank durch Wollitz hatte

„Spieler des Spiels“.

Wessels Probleme, einen neuen Verein zu

Der gute Einstand beim Schweizer finden. Auf dem Transfermarkt gab es im

Klub sei das „versöhnliche Ende des Jah- Sommer für Torhüter kaum Angebote.

res“ gewesen. Für Wessels, der seine Kar- Wessels hielt sich im Camp der „Vereiniriere

als Kind bei Eintracht Schepsdorf in gung der Vertragsfußballer“ (VdV) und

Lingen begann, wurde die letzte Station bei Hannover 96 fit. Unter Trainer An-

beim VfL Osnabrück mit dem Abstieg aus dreas Bergmann hat Wessels einst in der

der 2. Liga zur wohl größten Enttäu- Niedersachsenauswahl gespielt. So auch

schung seiner Laufbahn. Dass Wessels, beim legendären Sichtungsturnier in Duis-

der mit dem FC Bayern die Champions burg, als er im NFV-Trikot für die Natio-

League gewonnen hatte und drei Mal nalmannschaft entdeckt wurde.

Deutscher Meister wurde, zur Saison

Wessels Berater Jörg Neblung, der

2008/2009 nach Osnabrück wechselte, auch Robert Enke betreute, stellte im

war überraschend. Hatte er keine Angst, Herbst den Kontakt zum FC Basel her.

hinter einer schwachen Abwehr seinen Nach der Hinrunde lag der Schweizer Erst-

guten Ruf zu verlieren? „Im Vergleich zu ligist auf dem zweiten Platz. „Unser Ziel

Februar 2010

Stefan Wessels ist jetzt

„Goalie“ beim FC Basel

Ehemaliger Torwart des VfL Osnabrück seit Herbst 2009 in der Schweiz

ist die Qualifikation für die Champions

League.“ Stars im Team sind die Stürmer

Alexander Frei und Marco Streller. Trainer

ist Thorsten Fink, den Wessels noch aus

München kannte.

Im Spitzenspiel gegen die Young Boys

Bern musste Wessels auf Kunstrasen ran

und hielt einen Elfmeter. Drei Spiele durfte

der als Vertreter für den verletzten

Stammtorhüter geholte Wessels zuletzt

absolvieren. „Basel war die richtige Entscheidung

und hat den sportlichen Reiz

früherer Klubs“, so der 30-Jährige.

Privat fühle er sich in Osnabrück

weiterhin sehr wohl. Das Haus bewohnt

Wessels mit Frau und Kind noch immer.

Bruder Martin, der zuletzt für den ehemaligen

Präsidenten des Europaparlaments,

Hans-Gert Pöttering, in Brüssel

arbeitete, ist für die Homepage

www.stefanwessels.com verantwortlich.

Martin Wessels reiste dem prominenten

Bruder zuletzt per Nachtzug bis Rom

hinterher. Für das Bruderpaar war das

ein bisschen wie damals bei den zehn

Einsätzen für den FC Bayern in der

Champions League.

Am 12. Januar traf Stefan Wessels

beim Freundschaftsspiel im St. Jakobs

Park alte Bekannte. Gegen den FC Bayern

hielt er bis zur Schlussviertelstunde den

Kasten sauber und hatte im Anschluss mit

Bastian Schweinsteiger viel zu lachen.

Nicht nur die Abkürzung „FCB“ haben

die Baseler mit den Münchenern gemeinsam.

Der FC Basel ist zuweilen auch ein

bisschen „FC Hollywood“. Dafür sorgt die

mondäne Präsidentin Gigi Oeri, die nach

großen Siegen schon mal kostümiert zu

ihren Fußballern in den Whirlpool springt.

Zur Person

S tefan Wessels wird am 28. Februar

1979 in Rahden (NRW) geboren. Er

wächst im Emsland auf und tritt dem

SV Eintracht Schepsdorf bei. Später

wechselt er zum TuS Lingen und wird

vom FC Bayern München entdeckt. In

München bewährt sich Wessels von

1999 bis 2003 in Bundesliga und Europapokal

als Stellvertreter von Oliver

Kahn. Er gewinnt je ein Mal Weltpokal

und Champions League, wird drei

Mal Deutscher Meister, holt zwei Mal

den DFB-Pokal. In dieser Zeit nimmt

Stefan Wessels auch an der U 20-WM

in Nigeria teil. 2003 wechselt er zum

1. FC Köln. Nach vier Spielzeiten tritt

er in der Premier League für den FC

Everton an. Von 2008 bis 2009

schloss er sich dem VfL Osnabrück an.

Im Herbst unterschrieb er einen Vertrag

beim FC Basel. Stefan Wessels ist

mit der Volljuristin Ivka verheiratet.

Sohn Felix ist zwei Jahre alt.


Talente

8

Februar 2010

Talentförderung an der

Basis ist unverzichtbar

DFB belohnt Nachwuchsarbeit der Amateurvereine

Christopher Buchtmann (rechts) im Trikot des FC Liverpool im Laufduell mit Jack Wilshere (U 19-

Arsenal London). Foto: imago

Ausbildungsentschädigungen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB)

belohnt Nachwuchsarbeit der

Amateurvereine, wenn Fußballer

vor Vollendung des 23. Lebensjahres

einen Lizenzspielervertrag unterschreiben

und mindestens einen Einsatz in

den Lizenzligen aufweisen können.

Die Bonuszahlungen für die Saison

2008/2009 hat der DFB jetzt vorgenommen

(siehe Tabelle). Das Fußball-

Journal Niedersachsen hatte in der

September-Ausgabe 2009 die niedersächsischen

Vereine aufgerufen, ihre

Ansprüche geltend zu machen.

Der Weihnachtsmann hat somit die

Vereine beschert, die eine hervorragende

Jugendarbeit betreiben und zudem

auch noch das große Glück hatten,

dass ein Fußballer von ihnen einige Jahre

später einen Profivertrag unterschrieben

hat. Denn der DFB belohnt den

Weg der Ausbildung eines Spielers bis

zum Profi.

Das Wichtigste: Die früheren Vereine,

einschließlich Profiklubs, mussten

ihre Ansprüche anmelden. Die Bonuszahlungen

für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit

kamen aus dem freiwilligen

Solidaritätspool des Ligaverbandes.

Das Geld soll vorrangig für die Nachwuchsarbeit

im Fußball ausgegeben

werden.

Die Ausbildungsentschädigung betrug

• Bundesliga 50.000 Euro

• 2. Bundesliga 22.500 Euro

Zehn Prozent der Ausbildungsentschädigung

standen dem Verein zu, für

den der Spieler erstmals im Bereich des ➤

Name Geburts- Verein Entschädigungs- Vertrag bei Neuer Verein

datum summe

Edgar Bernhard 30.03.1986 TuS Levern (WFLV) – Vaterverein 2.250,00 € VfL Osnabrück Wuppertaler SV

BTSV Eintr. Braunschweig 4.050,00 €

Christopher Buchtmann 25.04.1992 HSC Blau Weiß Schwalbe Tündern 25.000,00 € FC Liverpool

Dennis Diekmeier 20.10.1989 TSV Bierden – Vaterverein 2.250,00 € 1. FC Nürnberg

Konstantin Engel 27.07.1988 SV Viktoria 08 Georgsm. – Vaterverein 6.637,50 € VfL Osnabrück

Alexander Krük 21.01.1987 SG Hackenberg (WFLV) – kein Vaterv. Eintracht Frankfurt VfL Osnabrück

Borussia Mönchengl. (WFLV) 40.833,33 €

BSV Kickers Emden 9.166,66 €

Valdet Rama 20.11.1987 FC Inter Hagen (WFLV) – kein Vaterverein Hannover 96

SSV Hagen (WFLV) 1.125,00 €

FC Oestrich-Winkel (WFLV) 4.125,00 €

SC Rot-Weiß Essen (WFLV) 4.125,00 €

VfL Wolfsburg 13.125,00 €

Konstantin Rausch 15.03.1990 TuS Lachendorf – Vaterverein 5.750,00 € Hannover 96

SV Nienhagen 12.500,00 €

Daniel Reiche 14.03.1988 FC Wenden – kein Vaterverein VfL Wolfsburg

Helmstedter SV 10.833,33 €

Bastian Schulz 10.07.1985 TuS Altwarmbüchen – Vaterverein

WFLV = Westfälischer Fußball- und

Leichtathletikverband

5.000,00 € Hannover 96 Kaiserslautern


Deutschen Fußball Bundes (DFB) und

nachweisbar drei Jahre ununterbrochen

Spiel berechtigt war. Der DFB nennt

diesen Verein auch Vaterverein.

Der Rest der Ausbildungsentschädigung

stand anteilmäßig (nach Monaten)

jedem Verein zu, für den der Spieler

innerhalb der vergangenen

fünf Jahre vor seiner

Verpflichtung als Lizenzspieler

Spiel berechtigt

war.

Ansprüche auf eineAusbildungsentschädigung

mussten bis zum 31. Dezember

2009 beim Niedersächsischen Fußballverband,

Ligaverband (DFL) oder Deutschen

Fußball Bund (DFB) schriftlich angemeldet

werden (Ausschlussfrist). Der

Anspruch eines Klubs für eine Ausbildungsentschädigung

im Fünf-Jahres-Zeitraum

entfiel für Lizenzspieler unter 23

Jahren, wenn sie einem Aufsteiger in

die 2. Bundesliga angehörten.

Nun ist Geld natürlich nicht alles.

Exzellente Jugendarbeit leisten auch unzählig

viele Vereine in Niedersachsen,

deren Fußballer nicht den weiten Weg

in den Profifußball schaffen. Der Niedersächsische

Fußballverband bedankt sich

bei den vielen ehrenamtlich tätigen Trainern

und Betreuern, die abseits vom

Rampenlicht wertvolle Nachwuchsarbeit

betreiben.

Abschließend

noch einige

interessante

Zahlen, die

Klaus-Dieter Fischer,

Präsident

von Werder Bremen, Anfang vergangenen

Jahres bei einer Veranstaltung des

NFV-Kreises Hameln-Pyrmont und der

Sparkasse Weserbergland in Hameln

nannte: So spielten in der Saison

2007/2008 in der Bundesliga 250

Spieler, die als Kind bzw. Jugendlicher

in einem deutschen Verein

angefangen haben, Fußball

zu spielen, aber davon nur

zwölf in einer Mannschaft

eines Bundesligaklubs.

Damit ist bewiesen,

dass DFB und DFL sich

doch nur dann über

zahlreiche Talente freuen

können, wenn die

Nachwuchsarbeit in

den Vereinen an der

Basis klappt.

Reiner Kramer ■

96-Spieler Valdet Rama

(links) im Zweikampf

mit Christoph Moritz

(Schalke 04).

Foto: imago

Alexander Krük (rechts) vom VfL Osnabrück unterstützt seinen Mannschaftskollegen Michael Lejan gegen Sebastian Glasner (FC Erzgebirge Aue). Foto: imago

Talente

Februar 2010 9


WM 2010

10

Jens-Peter Hecht vor dem Sporthotel Fuchsbachtal. Fotos (2): Kramer

Die Vorfreude der deutschen Fußballfans

auf die Weltmeisterschaft

in Südafrika ist riesengroß. Wer

Pünktlichkeit gibt es allerdings noch Nachholbedarf.“

Der ehemalige Pressechef des Deut-

live dabei sein möchte, sollte sich vor schen Tennis Bundes und aktuelles Mitglied

der Reise nach Afrika ausführlich infor- im Presseausschuss des Niedersächsischen

mieren und gut vorbereiten. Dies rät Fußballverbandes hat die zehn WM-Städte

Jens-Peter Hecht, der bereits seit neun bereits drei bis vier Mal besucht. Die Stadien

Monaten in Johannesburg vor Ort ist. werden nicht zuletzt wegen der FIFA-An-

Der Niedersachse leitet die Medienabteiforderungen absolutes WM-Niveau haben.

lung des lokalen Organisationskomitees Zuschauer und Medienvertreter dürfen sich

(OK) für die WM in Südafrika. REINER auf die Spiele freuen. Der Transport zu den

KRAMER traf sich jetzt mit Jens-Peter Spielorten erfordert aber einen großen

Hecht in Barsinghausen. Der Lüneburger logistischen Aufwand. Die weiteste Entfer-

nutzte die Jahreswende zu einem kurnung zwischen den Stadien beträgt rund

zen Heimaturlaub in Deutschland, bevor 1800 Kilometer. Vergleichbar mit einer

er Mitte Januar wieder nach Johannes- Fahrtroute von Hamburg nach Barcelona.

burg zurückkehrte.

Jens-Peter Hecht ist mit seinen Kolle-

„Die Europäer glauben viel zu wissen, gen für die technische Komponente der

ohne viel zu fragen“, sagte mal ein südafri- Medienbetreuung zuständig. Das heißt: Der

kanischer Journalist. Wie sieht es 15 Jahre 63-Jährige besichtigte im Vorfeld mehrfach

nach dem Ende der Apartheid im Land aus? die Medienzentren in den WM-Stadien und

Wie klappt die Zusammenarbeit mit den die Mixed Zonen, unterhielt sich mit den

Einheimischen? Können die Südafrikaner Verantwortlichen des dafür vorgesehen

ein Ereignis dieser Größenordnung organi- Ordnungsdienstes. Hecht konnte dabei auf

sieren und reibungslos durchführen? Diese seine Erfahrungen von der Weltmeister-

und viele weitere Fragen stellte sich Jens-Peschaft 2006 zurückgreifen, als er im WMter

Hecht, als wer vor etwa neun Monaten Stadion Hannover mit seinem Team für ei-

seinen Dienst vor Ort aufnahm. Sein Zwinen reibungslosen Ablauf gesorgt hatte.

schenfazit fällt weitgehend positiv aus: „Die Den Job in Südafrika bezeichnet Hecht

Südafrikaner sind ausgesprochen angeneh- als spannendste Herausforderung seiner

me Menschen, freundlich und zuvorkom- Laufbahn. Die Schulung der einheimischen

mend. Ich arbeite mit meinen schwarzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Me-

Freunden gerne zusammen. Sie bringen dienbereich ist eine seiner vielfältigen Auf-

eine positive Einstellung mit. In Sachen gaben. Denn auf dem Gebiet gibt es noch

Februar 2010

„Fußballfans müssen sich

an Spielregeln halten“

Jens-Peter Hecht leitet Medienabteilung des lokalen OK für WM in Südafrika

genügend Nachholbedarf. So war beim

Confederations-Cup im vergangenen Jahr

die Ausweiskontrolle vor den Stadien teilweise

lückenhaft. Dies führte dazu, dass

Personen ohne Akkreditierung bis ins Pressezentrum

gelangten. Mit der Pünktlichkeit

bei Besprechungen nahmen es nicht alle

Südafrikaner so genau. „Wenn ein Meeting

um neun Uhr morgens angesetzt war, kam

der Letzte manchmal erst um viertel vor

zehn“, berichtet Hecht. Aber da hat sich einiges

geändert. Auch bei den Bus-Transporten

hakte es bisweilen. Da kam es schon

mal vor, dass sich der Fahrer verspätete oder

gar nicht erst erschien. Bei Workshops wurden

die Media-Offiziellen und ihre Assistenten

in den zehn WM-Städten geschult.

Daraus nimmt Hecht auch seinen Optimismus

mit. „Die Einheimischen sind lernwillig

und werden unsere Erfahrungen von

der WM 2006 in ihre Arbeit mit einfließen

lassen. Da habe ich schon viele positive

Rückmeldungen erhalten“, berichtet der

Lüneburger. Das deutsche Streben nach Perfektion

lässt sich aber wohl dennoch nicht

eins zu eins übertragen. „Wir sollten uns

darauf einstellen, dass nicht alles einhundertprozentig

klappt“, lautet das erste Resümee

von Hecht. Aber wo ist das schon so?

Die Diskussionen zum Thema Sicherheit

haben nach dem tödlichen Anschlag

auf die Nationalmannschaft von Togo beim ➤

Zur Person

Hans-Peter Hecht, geboren: 18.

Dezember 1946 in Lüneburg. Verheiratet

(seit 1968) – 1 Tochter. Persönlicher

Werdegang: Grundschule

(1953–1957), Gymnasium, beendet

mit der mittleren Reife (1957–1965),

4 Jahre Bundeswehr (1965–1969),

Volontariat und Redakteur bei der

Landeszeitung Lüneburg (1969–

1972), Redakteur beim WESER-Kurier,

Bremen (1972–1976), Redakteur bei

der Deutschen Presse-Agentur (dpa)

von 1976–1984, Leiter Pressestelle

beim Deutschen Tennis-Bund (1984 –

Febr. 1988), Redakteur bei Sport-

BILD, Hamburg (März – Mai 1988),

Pressesprecher Deutscher Tennis-

Bund, verantwortlich für Presse/Öffentlichkeitsarbeit,

PR des Verbandes

und aller seiner Veranstaltungen (Mai

1988 – 1999). Seit 1999 freiberuflicher

PR-Berater (u. a. FIFA-WM

2006); Confed-Cup 2005; Association

of Tennis Professionals/ATP;

Olympiapark München; Ostseehalle

Kiel; Stadtwerke Allianz Schleswig-

Holstein; Gerry Weber Open; Pressearbeit

u. a. für das europaweit erste

Beachvolley-Indoor-Turnier; Tennis

Davis Cup; PGA Golf-Turnier; Handball-WM

2008).


Afrika-Cup in Angola noch mal erheblich

zugenommen. DFB-Präsident Dr. Theo

Zwanziger setzt jedoch nach wie vor großes

Vertrauen in den WM-Gastgeber. Außerdem

dürfe man die Situation in Angola

nicht mit der in Südafrika vergleichen. Für

den DFB-Präsidenten steht die Sicherheit für

die deutsche Nationalmannschaft und deren

Umfeld und der Fans am Kap der guten

Hoffnung an erster Stelle: „Wir müssen unseren

Anhängern mit Rat und Tat zur Seite

stehen, sie müssen wissen, dass wir auch

um ihren Schutz bemüht sind und sie sich

auf uns verlassen können“, schreibt Dr.

Zwanziger auf der Homepage www.dfb.de.

Was müssen Medienvertreter und Fußballfans

beachten, wenn sie sich außerhalb

des Stadionbereiches aufhalten? Die im

Vorfeld aus Südafrika von den Medien übermittelten

Empfehlungen sollten auf jeden

Fall beachtet werden, damit die Sicherheit

gewährleistet ist. Abends in der Dunkelheit

alleine auszugehen, birgt ein Risiko. Wo die

Gefahren besonders groß sind, kann jeder

WM-Gast im Hotel am jeweiligen Ort erfahren.

Nur in Gruppen auszugehen, wird

schon seit Monaten empfohlen. Ebenso

sollten die Fahrten zu den Spielen möglichst

mit einer Reisegruppe aufgenommen werden.

„Wer sich an die Spielregeln hält, sollte

nicht in Schwierigkeiten geraten“, meint

Jens-Peter Hecht.

Auf den Reisen von Johannesburg zu

den anderen neun WM-Städten hat der

Medienexperte über Land und Leute einiges

„100 Netbooks für 100 Schiedsrichtertalente“

heißt ein Pilotprojekt im deutschen Fußball, das die Sparkasse Göttingen

in Zusammenarbeit mit dem Sparkassenverband Niedersachsen zur

Verbesserung der Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten von jungen

Schiedsrichtern ins Leben gerufen hat. Mit den Computern, die auch

mit Web-Cams ausgestattet sind, können die Unparteiischen künftig an

Schulungsmaßnahmen im Internet teilnehmen. „Heutzutage ist es für

viele junge Menschen gar nicht so einfach, an regelmäßigen Fortbildungsmaßnahmen

und Treffen teilzunehmen. Mit den Netbooks können

die Talente jetzt auch dezentral ihre Arbeit erledigen“, erklärte NFV-

Präsident Karl Rothmund bei der Vorstellung des Projekts in Göttingen.

Die Online-Schulung des DFB wird in Niedersachsen vom 1. Februar an

zur Probe durchgeführt. Rothmund: „Hierbei handelt es sich um einen

Echt-Testbetrieb. Verläuft dieser erfolgreich, wird der Bereich E-Learning

für Schiedsrichter in ganz Deutschland weiter forciert.“ Die Mini-Computer

ermöglichen auch Video-Analysen des eigenen Schiedsrichter-

Jens-Peter Hecht

im Hotelrestaurant

Petit Renard.

erfahren. So wird es bei der Unterbringung

der Fußballfans keine Probleme geben. Der

Aufenthalt in kleineren Hotels ist für umgerechnet

rund 35 Euro pro Nacht durchaus

WM 2010

erschwinglich. „Die Unterkünfte sind gut

abgesichert“ berichtet Hecht. Besonders

angetan ist er vom Speiseangebot: „Das

Essen ist exzellent und preiswert. Gerichte

für umgerechnet zehn Euro sind zu empfehlen.“

Die Temperaturen in Südafrika könnten

in einigen Gebieten am späten Abend bis

nahe dem Gefrierpunkt sinken. Daher empfiehlt

Jens-Peter Hecht, für die Reise Mantel

und Pullover mitzunehmen. „Ein Besuch

in Krügers Nationalpark ist ein einmaliges

Erlebnis. Südafrika ist ein landschaftlich

traumhaftes Land.“

Zurück in die Stadien. „Die Bauarbeiten

befinden sich im Zeitplan. Die Pressezentren

in den Stadien sind zwischen 3000

und 6000 Quadratmeter groß. Das größte

befindet sich in Johannesburg. Dort gibt es

2000 Journalisten- und 350 Fotografenplätze,

weitere 160 Kommunikationssowie

400 Beobachterplätze. Die Medienchefs

werden am 1. April in den Stadien

ihre Arbeit aufnehmen. Hecht wird dann

täglich mit ihnen kommunizieren.

Damit die Organisation an den zehn

Spielorten während der Weltmeisterschaft

reibungslos klappt, werden sicherlich noch

einige Trainingseinheiten mit den Helferinnen

und Helfern nötig sein. Jens-Peter

Hecht, der bisher schon mit etwa 100

schwarzen Einheimischen zusammengearbeitet

hat, freut sich auf weitere

spannende Wochen bis zur WM 2010.

Reiner Kramer ■

Verhaltens. „Die Schiedsrichter können sich untereinander austauschen,

Szenen besprechen und selbst bewerten. Ein Feedback zu

bekommen, ist gerade für junge Schiedsrichter unheimlich wichtig. Das

ist ein phantastisches Projekt", sagte Bundesliga-Schiedsrichter Florian

Meyer. 25 bis 30 Computer werden an die Bezirks-Schiedsrichter in

Göttingen verteilt. „Diese Unparteiischen können ihre Spielberichte

künftig direkt nach Spielschluss noch aus der Kabine an die Datenbanken

des Verbandes senden. Auch das ist natürlich ein Riesenvorteil",

freute sich Christian Rahlfs, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses

des NFV-Kreises Göttingen, über die Spende. Die Kosten bezifferte

Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, auf

40.000 Euro. Von links: Hans-Jürgen Lotz (Vorsitzender NFV-Kreis Göttingen),

Christian Rahlfs (Vorsitzender Schiedsrichterausschuss Göttingen),

Florian Meyer (Bundesliga-Schiedsrichter), Rainer Hald (Vorstandsvorsitzender

Sparkasse Göttingen), Karl Rothmund (NFV-Präsident und

DFB-Vize), Bastian Hellberg (NFV-Direktor). Foto: Christoph Mischke

Februar 2010 11


Hallenfußball

12

Enttäuschung um Ajax und den HSV

1200 Zuschauer erleben die 3. Engelbert-Nelle-Hallenclassics in Hildesheim –

Turniersieg für Hertha BSC – „Wölfe“ belegen Rang 3

Turnier. So war das Wiedersehen mit den

Kölner Betreuern, den ehemaligen Nationalspielern

Bernd Cullmann und Wolfgang

Weber, sowie mit dem Frankfurter Charly

Körbel für die Zuschauer ein besonderes

Erlebnis. Auch der Präsident von Hannover

96, Martin Kind, kam angereist, um die

Cup-Verteidiger zu unterstützen.

Weitere Oldie-Teams waren dabei:

Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt, VfL

Wolfsburg, 1. FC Köln, Ajax Amsterdam.

Enttäuscht waren die Zuschauer allerdings

von der Leistung der Niederländer, die bereits

in der Hauptrunde ausschieden. Sie

hatten sich mehr vorgenommen – denn sie

waren wie Eintracht Frankfurt und der 1. FC

Köln am Vortag mit dem Zug angereist.

Dieses Verkehrsmittel hätte auch der

Hamburger SV wählen sollen, denn die

Hanseaten hatten wegen glatter Straßen

zur Enttäuschung der Zuschauer kurzfristig

abgesagt. Dafür sprang schließlich der

SV Blau-Weiß Neuhof ein, auch zur Freude

des Neuhofer Ehrenvorsitzenden Engelbert

Nelle. Burghard Neumann

Sieger und Offizielle: Die Oldies von Hertha BSC Berlin gewannen das Turnier in Hildesheim.

Die Bundesliga-Oldies von Hertha BSC

haben die 3. Engelbert-Nelle-Hallenclassics

in Hildesheim gewonnen. In

Finale. Ich gratuliere beiden Mannschaften

für die gute Leistung“, sagte Trelle.

Die 3. Engelbert-Nelle-Hallenclassics

Die Platzierungen in der Hauptrunde:

Tore/Punkte

Gruppe Mercedes-Benz

1. 1. FC Köln 19: 2 10

einem spannenden und kampfbetonten waren wieder das Fußball-Highlight am 2. Hertha BSC Berlin 13: 5 9

Finale bezwangen sie den 1. FC Köln

Jahresanfang. Leider waren einige Lücken 3. Arminia Bielefeld 13: 5 4

knapp mit 3:2.

in den Zuschauerreihen zu verzeichnen, 4. SV Blau-Weiß Neuhof 4:12 3

Richard Towa hatte die Kölner im End- die Veranstalter hatten mit mehr Zuspruch 5. SG Hasede/Drispenst./Algerm. 1:26 0

spiel mit 1:0 in Führung geschossen. Dann gerechnet. Auch Dr. h.c. Engelbert Nelle Gruppe DHT

drehte jedoch die Hertha auf und Réne war enttäuscht: „Wir haben das Niveau 1. VfL Wolfsburg 12: 3 10

Tretschok brachte sein Team mit zwei

nach dem ersten Turnier gesteigert. Viel- 2. Hannover 96 13:10 9

schnellen Kontern mit 2:1 in Front. In dieleicht ist es die falsche Jahreszeit oder wir 3. VfV Hildesheim 2002 10: 7 7

ser Phase waren die Oldies aus der Bundes- müssen noch bekannte Clubs aus England 4. Eintracht Frankfurt 9:11 5

hauptstadt das klar bessere Team, und Go- oder Italien einladen“, bilanzierte er nach- 5. Ajax Amsterdam 1:14 0

ran Markov erhöhte noch auf 3:1. Doch in denklich.

Zwischenrunde

den letzten beiden Spielminuten witterten Aber dennoch: Perfekte Organisation 1. FC Köln – Hannover 96 3:2

die Kölner noch einmal ihre Chance, weil und gute Stimmung unter den 1200 Zu- Hertha BSC Berlin – VfL Wolfsburg 4:1

Hertha-Torwart Norbert Henkel für ein Foul schauern sorgten für ein tolles Fußballfest Spiel um Platz 3

an Georgi Donkov mit einer Zwei-Minuten- über sechs Stunden in der Hildesheimer Hannover 96 – VfL Wolfsburg 2:5

Zeitstrafe des Feldes verwiesen wurde. Sparkassen-Arena. Allein die acht Tradi- Endspiel

Jetzt wurde es noch einmal spannend: Der

Feldspieler Christian Niebel musste in das

Gehäuse, kassierte aber nur noch einen

Treffer vom Kölner Matthias Scherz. Beim

Schlusspfiff lagen sich die Berliner mit ihrem

Betreuer Werner Nickel in den Armen.

Den Kölnern sah man die Enttäuschung

an, sie hatten in der Zwischenrunde tollen

Fußball gezeigt und sich mehr erhofft.

Die beiden Schiedsrichter Christian

Schwarzbach (TSV Marienhagen) und Gerhard

Uschner (FC Ruthe) leiteten souverän

und ließen sich auch von den Ex-Profis

nichts vormachen.

Bei der Siegerehrung zeigten sich der

Schirmherr des Turniers, Bischof Norbert

Trelle, und NFV-Ehrenpräsident Engelbert

Nelle als gutes Team. Während der Chef-

Organisator Theodor Schönefeldt den

„Pott“ und weitere Pokale an die Mannschaftsführer

überreichte, schüttelten beide

viele Hände, trösteten die Verlierer und

tionsmannschaften bereicherten das

1. FC Köln – Hertha BSC Berlin 2:3

sprachen Lob und Anerkennung für die Gut gelaunt zeigte sich auch 96-Präsident Martin Kind beim Besuch seiner 96er-Oldies. Ganz

Endspielteams aus: „Es war ein tolles

rechts NFV-Direktor Bastian Hellberg, daneben Patrick Grün. Fotos: Burghard Neumann

Februar 2010


28. Jung-Schiedsrichter-Turnier

14

Gruppenbild mit Turnierorganisatoren: Die Spieler aus Emden (orange Trikots) und Hildesheim präsentieren sich vor dem Finale. Ganz links: Cloppenburgs

Kreisschiedsrichterobmann Norbert Sieverding, daneben Kreisschiedsrichterlehrwart Ludger Siemer. Ganz rechts: Carl-Heinz Lügan, links daneben

Josef Laudenbach. Fotos: Langosch

Februar 2010

Wie im Vorjahr:

Emden vor Hildesheim

Fast alle trotzen „Daisy“ – Braunschweig gewinnt die Frauenkonkurrenz

Von JOHANNES KLINKER

erobmann und frühere Bundesliga-

D

Schiedsrichter aus Uetze.

ie besten Fußballer unter den Jung-

Einen ersten Erfolg verbuchten die

schiedsrichtern auf Niedersachsen- Turniermacher bereits vor dem ersten Spiel

ebene kommen einmal mehr aus am frühen Samstagmorgen. Trotz des hef-

dem Kreis Emden. Die ostfriesischen Refetigen Schneetiefs „Daisy“ waren lediglich

rees gewannen das in neun Hallen im NFV- fünf Absagen zu registrieren. In organisa-

Kreis Cloppenburg ausgetragene 28. Vertorischer Hinsicht waren diese Ausfälle allebandsturnier

durch einen 2:1-Endspielermal zu kompensieren - etwa wie in der Böfolg

über Hildesheim. Exakt

diese Finalpaarung hatte es

auch schon vor Jahresfrist gegeben

– und auch damals triumphierte

Emden, das nun

folglich vom Titel-Hattrick

träumen darf.

Im Januar 2011 geht die

dann 29. Auflage des Verbandsturniers

in Braunschweig

über die Bühne.

Cloppenburgs Kreisschiedsrichterobmann

Norbert Sieverding

zog ein rundum positives

Fazit: „Ich kann kaum in

Worte fassen, wie über alle

Maßen zufrieden wir sind. Alles

hat reibungslos geklappt

dank der hervorragenden Mitarbeit

aller Beteiligten vor allem

auch schon im Vorfeld

des Turniers. Am Veranstaltungstag

haben dann alle

Rädchen wunderbar ineinander

gegriffen“, meinte der

„KSO“, der sich insbesondere

auch über das Lob von Wolfgang

Mierswa freute. „Die

Organisation im Kreis Clop- Lob von höchster Stelle: Ex-Bundesligareferee und Verbandsschiedrichterobpenburg

war perfekt“, betonmann Wolfgang Mierswa (rechts) zeichnete den Hildesheimer Dominik Grimpke

te der Verbandsschiedsricht- als besten Torwart des Turniers aus.

seler Sporthalle, wo zwei Teams dem Turnier

fern blieben und deshalb der Kreis Leer

kurzerhand von Friesoythe nach Bösel

„umgeleitet“ wurde, um auch hier die Vorrunde

in einer Fünfer-Gruppe ausspielen zu

können. Letztlich gingen 43 Teams aus 38

NFV-Kreisen in Bösel, Cappeln, Cloppenburg,

Emstek, Essen, Friesoythe, Lastrup,

Lindern und Molbergen auf Torejagd.

Die Erfolge des mit zwei

Mannschaften vertretenen

gastgebenden NFV-Kreises

Cloppenburg hielten sich derweil

in Grenzen. Während sich

Cloppenburg I bereits nach

den Gruppenpartien verabschiedete,

erreichte Cloppenburg

II als Gruppensieger in

der Molberger Halle immerhin

das Achtelfinale. Das 0:2 gegen

Hannover-Stadt bedeutete

dann aber ebenfalls das Aus.

Eine kluge Entscheidung

war die Idee zur Zusammenarbeit

mit der Hilfsinitiative

„Kleiner Stern“. Das turniererfahrene

Team von Maria Thien

übernahm in der Endrunde an

der Leharstraße ebenso routiniert

wie locker die Regie am

Mikrophon. Wie NFV-Kreischef

Werner Busse lobte auch Norbert

Sieverding die Mitarbeiter

der KinderKrebshilfe. Der Vorsitzende

des Kreisschiedsrichterausschusses

kündigte be-

reits an, einen Teil der Turniereinnahmen

dem „Kleinen

Stern“ zur Verfügung stellen

zu wollen. ➤


Ergebnisübersicht:

Achtelfinale:

Harburg – Delmenhorst II 3:1, Cuxhaven

– Delmenhorst I 4:2 (2:2) nach Neunmeterschießen,

Cloppenburg II – Hannover

Stadt 0:2, Emden – Osterholz 2:0, Hannover

Land – Wilhelmshaven 2:4, Wolfenbüttel

– Bentheim 4:2, Oldenburg Land –

Hildesheim 4:5 (2:2) nach Neunmeterschießen,

Uelzen – Friesland 3:0.

Viertelfinale:

Harburg – Hannover Stadt 4:2 (1:1)

nach Neunmeterschießen, Cuxhaven –

Emden 0:2, Wilhelmshaven – Hildesheim

2:3 (1:1) nach Neunmeterschießen, Wolfenbüttel

– Uelzen 0:6.

Halbfinale:

Harburg – Hildesheim 1:2, Emden –

Uelzen 2:1.

Spiel um Platz 3:

Harburg – Uelzen 3:4.

Endspiel:

Emden – Hildesheim 2:1.

Zum besten Turnierspieler wurde

Dennis Flügge (Kreis Uelzen) gewählt, zum

besten Torhüter Dominik Grimpke (Hildesheim).

Die Besten im Duell: Emdens Okka Ciaciah

(rechts) erzielte die meisten Turniertore,

während Dennis Flügge (Uelzen) zum auffälligsten

Spieler gewählt wurde.

Erfolgreichster Torschütze war

Okka Ciaciah (Emden). Den Fairnesspokal

gewann das Frauenteam aus Cuxhaven.

Obwohl in personeller Hinsicht

erheblich gehandicapt, hatten die Cuxhavenerinnen

die weite Anreise zum

Vorrundenturnier in Cappeln nicht gescheut.

Da spielte es dann auch keine

Rolle, dass es in drei Gruppenspielen

drei Niederlagen setzte. Für die beste

Stimmung im Endrundenturnier in der

Halle an der Leharstraße sorgte die

Cloppenburger Schiedsrichtergruppe –

dafür gab’s den Hans-Jürgen-Kasper-

Gedächtnispokal. ■

28. Jung-Schiedsrichter-Turnier

Im Halbfinale gegen Harburg gewann Hildesheim (weißes Trikot) mit

einem Tor in letzter Minute mit 2:1.

Weser-Ems I scheitert am Turniersieger

Braunschweig gewinnt in Cappeln die Frauenkonkurrenz

M it einem Erfolg des Bezirkes Braunschweig endete die Frauenkonkurrenz während

der 28. Auflage des Hallenfußballturniers der Verbands-Jungschiedsrichter.

Im Finale schlugen die Braunschweigerinnen das Team Delmenhorst mit 2:0.

Acht weibliche Teams traten in der Cappelner Sporthalle an, mit dabei zwei

Mannschaften des Bezirks Weser-Ems. Die erste Garnitur traf in der Gruppe A auf den

späteren Turniergewinner. In einem echten Endspiel um den Finaleinzug unterlagen

die Weser-Ems- Schiedsrichterinnen der Braunschweiger Auswahl mit 1:3. Zuvor hatten

sie gegen Emden mit 1:0 und gegen Cuxhaven mit 4:2 die Oberhand behalten.

In der Staffel B setzte sich Delmenhorst mit der makellosen Bilanz von neun

Punkten aus drei Spielen durch. Die Mannschaft Weser-Ems II musste sich dem späteren

Gruppensieger gleich im Auftaktmatch klar mit 0:5 geschlagen geben. Spätestens

mit dem 1:2 gegen den Bezirk Hannover war der Traum vom Finale, für das sich die

beiden Gruppensieger direkt qualifizierten, geplatzt. Immerhin kam die Weser-Ems-

Zweite zum Abschluss zu einem 3:2-Erfolg über Harburg. Ludger Langosch

Februar 2010 15


Sparkasse & VGH Cup

16

Turniersieger FSV Mainz 05. Hinten links NFV-Jugendausschuss-Vorsitzender Walter Fricke und

neben ihm Niedersachsens Minister für Inneres, Sport und Integration, Uwe Schünemann.

Spielszene aus der Begegnung JSG Hebenshausen/W. gegen Borussia Dortmund.

Februar 2010

Spielszenen aus den Begegnungen von links:

Hamburger SV gegen Austria Wien ...

Göttinger Hallenturnier

ist europaweit „Spitze“

Sparkasse & VGH Cup:A-Junioren von FSV Mainz holt sich den Pokal – VfL Wolfsburg Dritter

Von WALTER GLEITZE

Der Sparkasse & VGH Cup, erstmals so benannt, da der

bisherige Namenssponsor ausgestiegen war, übertraf

einmal mehr die bereits schon im Vorfeld gemachten

sehr hohen Erwartungen in jeder Hinsicht. So konnte das

Organisationsteam um Lutz Renneberg und Holger Jortzik

ein überaus positives Fazit dieses internationalen A-Junioren-Turniers

in der Göttinger Lokhalle ziehen.

„Unser großer Dank geht in erster Linie an die 160 ehrenamtlichen

Helfer aus den Kooperationsvereinen FC Grone

und JSG Lenglern/Harste. Ohne sie könnte die seit Jahren

bestehende hohe Qualität dieses Turniers gar nicht gehalten

werden“, so Renneberg und Jortzik im Einklang. Es

war die 21. Auflage des Göttinger Hallenspektakels.

Und auch mit den sportlichen Leistungen konnten die

über 11.500 Zuschauer an den vier Tagen sehr zufrieden

sein. Vor allem stach die Fairness aller Teams positiv heraus.

Es gab zwar die eine oder andere Zeitstrafe, eine rote Karte

hingegen mussten die insgesamt sehr gut leitenden

Schiedsrichter aber nicht ziehen.


Ergebnisse

Viertelfinale

Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 1:4

1. FSV Mainz 05 – SC Freiburg 3:1

Hamburger SV – Schalke 04 2:1

FC Fulham – Austria Wien 6:7 n. N.

Halbfinale

FSV Mainz 05 – VfL Wolfsburg 5:4

Hamburger SV – Austria Wien 0:1

Spiel um Platz 3

Hamburger SV – VfL Wolfsburg 3:5

Finale

FSV Mainz 05 – Austria Wien 4:2 n. N.

Ps: n. N.: nach Neunmeterschießen


Für das internationale Flair dieser in Europa

wohl einmaligen Veranstaltung im A-Junioren-Bereich

sorgten in diesem Jahr der FC

Basel, Austria Wien, der FC Kopenhagen und

erstmals von der britischen Insel der FC Fulham.

Dazu gesellten sich nicht weniger als

acht Nachwuchs-Teams aus der Fußball-

Bundesliga. „Garniert“ wurde das Turnier mit

16 weiteren Mannschaften aus der südniedersächsischen

Region. Am Ende siegte der amtierende

deutsche A-Junioren-Meister FSV

Mainz 05, der im Finale gegen Austria Wien

allerdings ein Neunmeterschießen benötigte,

um diese zwölfminütige Partie mit 4:2 zu gewinnen.

Der SC Freiburg konnte so seinen Cup-

Sieg aus dem Vorjahr nicht wiederholen, nachdem

er im Viertelfinale seinem Nachfolger mit

1:3 unterlegen war. Ausgerechnet ein Lokalmatador

erzielte für die Mainzer dabei den

entscheidenden Neunmeter. Adriano Grimaldi,

dessen Heimatverein der Nikolausberger

SC aus einem Göttinger Stadtteil ist. Aus den

Händen des niedersächsischen Ministers für

Inneres, Sport und Integration, Uwe Schünemann,

erhielten die Mainzer den neuen, voluminösen

Pokal.

Wie schlugen sich die Niedersachsen?

Im Viertelfinale hatte der VfL Wolfsburg den

Nachwuchs von Borussia Dortmund mit 4:1

besiegt. Bereits in der Zwischenrunde war

Hannover 96 auf der Strecke geblieben. Den

Hannoveranern fehlte letztlich ein Tor, um in

die Runde der letzten Acht einzuziehen. Im

Halbfinale unterlag Wolfsburg in einem mitreißenden

Spiel dem FSV Mainz knapp mit 4:5.

Viele der knapp 3000 Zuschauer in der ausverkauften

Lokhalle hätten aber lieber ein Finale

zwischen den „Wölfen“ und dem Hamburger

SV gesehen, denn beide Teams zeigten in ihren

Halbfinal-Spielen die besten Leistungen.

So aber blieb für diese beiden Mannschaften

nur das kleine Finale, in dem sich die Ostniedersachsen

in einem erneut torreichen Spiel

mit 5:3 gegen die Hamburger durchsetzten.

Große Freude beim Wolfsburger Nico

Granatowski. Er erhielt die Torjägerkanone

aufgrund seiner zwölf erzielten Treffer von den

insgesamt 523, die an den vier Tagen erzielt

wurden. Ihm dicht auf den Fersen war der

Italiener Marcello Trotta, der elf Tore erzielt

hatte und als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet

wurde. Fairste Mannschaft war der

FC Lindenberg/Adelebsen, beste regionale

Mannschaft der RSV Göttingen 05, der knapp

das Viertelfinale verfehlte, aber aufgrund der

meisten erzielten Tore der regionalen Teams

eine Trainingseinheit mit dem neuen 96-Trainer

Mirko Slomka, der an zwei Tagen in Göttingen

weilte, gewann.

Auffällig war, dass der Abstand zwischen

den Bundesliga-Nachwuchsteams und den

regionalen Mannschaften nicht so gravierend

ausfiel, wie noch in den Jahren zuvor. So

Sparkasse & VGH Cup

... JSG Werratal gegen Nikolausberger SC ... ... und VfL Wolfsburg gegen Hamburger SV. Fotos: Jelinek

Splitter

Begehrte Objekte der Scouts waren

die Spielerbögen der Bundesliga-

Nachwuchsteams. Unter anderem spionierte

auch der Nachwuchs-Koordinator

von Hannover 96, Jens Rehhagel, in der

Lokhalle. In den Vordergrund spielte sich

unter anderem Akaki Gogia vom VfL

Wolfsburg, an dem ein Scout von der TSG

Hoffenheim großes Interesse zeigte.


An vier aufeinander folgenden Tagen

im Jahr gehört das altehrwürdige

Industriedenkmal Lokhalle den Fußballern.

Viel mehr aber wird die Lokhalle

vom Basketball-Bundesligisten BG Göttingen

frequentiert, allein 17 Mal bei Bundesligaspielen

und nun auch noch bei sechs

Partien in der EuroChallenge. Vor dem

Auswärtsspiel in Ludwigsburg kiebitzten

aber BG-Trainer John Patrick, von dessen

fünf Kindern zwei Söhne Fußball und nicht

Basketball spielen, und einige BG-Spieler

am Samstagnachmittag bei den Fußballern.

„Eine tolle Atmosphäre, die die A-Junioren

hier verbreiten. Und die Stimmung

ist prächtig“, befand denn auch Patrick.


Einer der vielen Zaungäste war

der jetzt 21-jährige Jan Washausen,

der ebenfalls als A-Junior für den RSV

Göttingen 05 in der Lokhalle gespielt

konnten die regionalen Teams allesamt eine

zweistellige Niederlage verhindern. Erfreulich

auch die Anfeuerung für die Mannschaften

aus Südniedersachsen. „Die Unterstützung

der Fans aus den einzelnen regionalen Vereinen

war beeindruckend", stellten Renneberg

und Jortzik fest.“ Diese Fans sind es, die für

die einmalige Stimmung in der Lokhalle, die in

ganz Deutschland und vielleicht sogar europaweit

seinesgleichen sucht, sorgen.“ Am Ende

zogen auch Trainer, Betreuer und Spieler aller

teilnehmenden Mannschaften ein positives

Fazit: „Wir wollen wiederkommen. Es hat uns

sehr gut gefallen.“ ■

hat, nun aber Abwehrspieler bei Drittligist

Eintracht Braunschweig ist. Mit

seiner Mutter schaute er sich besonders

interessiert die Spiele des RSV Göttingen

05 an, für den sein jüngerer Bruder Daniel

kickt.


Apropos Daniel Washausen. Er gehört

neben Ruben Benseler vom Bovender

SV und Adriano Grimaldi vom FSV Mainz

05 zu denjenigen, die bereits das dritte

Mal an diesem europaweit einmaligen Turnier

teilgenommen haben. Während Washausen

dreimal für den RSV 05 und auch

Benseler dreimal für die Bovender antraten,

lief Grimaldi gleich für drei verschiedene

Vereine auf: Hannover 96, SCW Göttingen

und nun FSV Mainz 05.


Pannenhilfe benötigte der FC Basel.

Auf der Rückfahrt in die Schweiz blieb

der Mannschaftsbus in der Nähe von Freiburg

liegen. Die Baseler waren bereits in

der Zwischenrunde stecken geblieben,

mussten dem FSV Mainz den Vortritt lassen.

Besser machten es die Dänen vom FC

Kopenhagen. Die blieben lieber noch eine

Nacht länger aufgrund der Witterungsbedingungen

und fuhren erst am Montagmorgen

ab, nachdem die Autobahn vom

Schnee geräumt war.

Februar 2010 17


Behindertensport

18

„Wir wollen die Sportart Blindenfußball

in Niedersachsen etablieren“

Trainingsbekleidung für Projektgruppe in Hannover – NFV dankt Franz-Mersi-Schule

Ausgelassene Stimmung herrschte kurz

vor dem Jahreswechsel bei den Mädchen

und Jungen der Blindenfußball-

Trainingsgruppe des Behinderten Sportverbandes

Niedersachsen (BSN) in Hannover.

Pünktlich zum Weihnachtsfest hatte ihnen

der Niedersächsische Fußballverband (NFV)

ein schönes Geschenk auf den Gabentisch

gelegt: Allen Teilnehmern wurde ein kompletter

Satz an Trainingsanzügen sowie Trainings-Shirts

überreicht.

Die Gruppe, die nach den Sommerferien

2009 gegründet wurde, umfasst sehbehinderte

und blinde Schülerinnen und Schüler

der Franz-Mersi-Schule und des Landesbildungszentrums

für Blinde (LBZ/B). Die Franz-

Mersi-Schule ist die einzige Sehbehindertenschule

in Niedersachsen (siehe Kasten).

Die Übergabe durch NFV-Vizepräsident

Egon Trepke und Ralf Serra, Mitarbeiter der

NFV-Verbandsgeschäftsstelle, fand während

einer Trainingseinheit in der Sporthalle des

Landesbildungszentrums in Hannover statt.

„Mit der Unterstützung der Trainingsgruppe

möchte sich der NFV bei seinen Kooperationspartnern

für den eingeschlagenen Weg

und deren großes Engagement bei der Verbreitung

von Fußball für Sehbehinderte und

Blinde bedanken“, erklärte Trepke.

Mittlerweile gibt es in Niedersachsen

zwei feste Trainingsgruppen für Menschen

mit einer Sehbehinderung: eine in Hannover

und eine in Herzlake. Während die zehn

Fußballerinnen und Fußballer in der Landeshauptstadt

unter der Leitung von Landestrainer

Otfried Morin regelmäßig montags

von 16 bis 18 Uhr im Landesbildungszentrum

für Blinde am Ball sind, trifft sich die

Trainingsgruppe in der Region Weser-Ems

jeden zweiten Samstag im Schulsportzentrum

in Herzlake.

„In der mittelfristigen Planung haben

NFV und BSN wichtige Zwischenziele erreicht.

Der Blindenfußball ist auch im regulären

Sportunterricht der Franz-Mersi-Schule

zum Thema geworden. Die Resonanz war

durchweg positiv und Grundlage dafür, dass

Februar 2010

aus diesem Projekt die Montagstrainingsgruppe

entstehen konnte“, sagte Ralf Serra

bei der Übergabe. Sein Dank galt Schulleiterin

Almut Gelhaar, der Sportfachkonferenzleiterin

Katharina Köhler sowie den Sportlehrern

Ulrich Bohl und Tobias Löw.

NFV-Vize Egon Trepke: „Der BSN und

der NFV sind optimistisch, die Sportart Blindenfußball

in Niedersachsen etablieren zu

können, ein flächendeckendes Trainingsangebot

für jeden Interessierten zu schaffen

und schließlich ein eigenständiges niedersächsisches

Blindenfußballteam auf die Beine

stellen zu können.“ -red-

Auch die an dem Projekt beteiligten Lehrkräfte der Franz-Mersi-Schule durften sich über Trainingsanzüge

freuen. Von links: Wolfgang Stengel (NFV-Kreis Hannover), Ralf Serra (NFV), Katharina

Köhler, Tobias Löw, Ulrich Bohl (alle Franz-Mersi-Schule), NFV-Vizepräsident Egon Trepke, Ottokar

Wendt (BSN-Vizepräsident).

NFV-Vizepräsident Egon Trepke überreichte die Trainingsbekleidung an die Projektgruppe Blindenfußball.

Fotos (2): zur Nieden

Franz-Mersi-Schule

Die Franz-Mersi-Schule in Hannover

ist die einzige Sehbehindertenschule

in Niedersachsen. In dieser

Schule gibt es Kinder,

• die wegen ihrer Sehbehinderung im

Unterricht der allgemeinbildenden

Schulen auch mit besonderen Sehhilfen

nicht hinreichend gefördert

werden können

• bei denen außer ihrer Sehbeeinträchtigung

noch weitere Behinderungen

oder Lernerschwernisse vorliegen

• die trotz Gläserkorrektur auf dem

besseren Auge oder beidäugig eine

zentrale Sehschärfe von 1/3 oder

weniger besitzen

• die in der Nähe eine Sehschärfe von

1/3 oder weniger aufweisen

• bei denen Sehbeeinträchtigungen

vergleichbaren Schweregrades trotz

besserer Sehschärfe (z.B. eingeschränktes

Gesichtsfeld) vorhanden

sind

• bei denen Beeinträchtigungen der

visuellen Wahrnehmung und/oder

Weiterleitung und/oder Verarbeitung

von Sehreizen vorliegen

Kontakt: Altenbekener Damm 79

30173 Hannover

Tel.: 0511/22 06 42 – 14

E-Mail: info@franz-mersi-schule.de


E.ON Avacon-Cup

20

„Yes we can“ – Emden/Leer

erreicht erstmals Finalturnier

Endrundenpremiere auch für Oldenburg-Land/Delmenhorst – Janine Müller imponiert

Dieter Schatzschneider – VfL Wolfsburg muss auf Zweitplatzierten-Ticket hoffen

Dieter Schatzschneider sparte nicht

mit Anerkennung. Unmittelbar nach

Turnierende bat er das Mädchen mit

den langen, blonden Haaren zu sich und

überreichte ihr eine schwarze Nummer

Eins. Mit dem Robert-Enke-Gedenk-Pin

honorierte die Torjäger-Ikone von Hannover

96 die Leistung von Janine Müller im

Tor der Auswahl Cuxhaven. Die 12-Jährige

vom FC Land Wursten bot an beiden

Tagen der ersten Vorrundengruppe des

E.ON Avacon-Cup, der niedersächsischen

Hallenmeisterschaft für U 13-Junioren, eine

tadellose Vorstellung und sicherte sich

dadurch nicht nur die Gunst Schatzschneiders,

der inzwischen bei 96 als Scout im

Nachwuchsbereich tätig ist. Auch NFV-Verbandssportlehrer

Thomas Nörenberg, der

für den Jahrgang 1997 verantwortlich ist,

zeigte sich beeindruckt und schenkte Janine

bei der Siegerehrung ein T-Shirt.

Sozusagen als weiteres „Trostpflaster“,

denn mit dem Gesamtauftritt ihrer

Mannschaft konnte Janine ganz und gar

nicht zufrieden sein. Denn trotz ihres überragenden

Mädchens im Tor kamen die Jungen

des DFB-Stützpunktes Langen nicht

über den sechsten und damit letzten Tabellenplatz

der Gruppe 1 hinaus. In fünf Spielen

heimste Cuxhaven gerade einmal einen

Zähler ein.

Strahlende Gesichter gab es dagegen

im Team der NFV-Kreise Oldenburg-Land

und Delmenhorst. Seit 1993 wird die

niedersächsische Hallenmeisterschaft für

U 13-Junioren ausgespielt. Bis 2003 mit

den Auswahlmannschaften der 47 NFV-

Kreise, ab diesem Jahr mit den Teams der

36 DFB-Stützpunkte und den Leistungszen-

Februar 2010

NFV-Verbandssportlehrer Thomas Nörenberg gratulierte Cuxhavens Torhüterin Janine Müller zu

ihren hervorragenden Leistungen mit einem T-Shirt. Fotos (4): Borchers

tren der niedersächsischen Bundesligamannschaften

(1. und 2. Liga). Doch noch

nie hatte sich eine Vertretung dieser beiden

Kreise für die Endrunde qualifizieren können.

Wenn es für Oldenburg etwas zu

feiern gab, dann immer für die Stadtauswahl,

die auch im Stützpunktzeitalter im

Verbund mit Ammerland und Wesermarsch

recht erfolgreich ist.

Oldenburg-Land jedoch blieb jeweils

Selters vorbehalten. Dass es diesmal Sekt

wurde (natürlich nur für die Trainer), zeichnete

sich bereits am ersten Tag ab. Die Auswahl

von Robert Heidtmann und Pierre

Schwital präsentierte sich als homogene

und spielfreudige Einheit, die vor allem im

Defensivverhalten kompakt stand und dem

Gegner nur wenig Einschussmöglichkeiten

ließ. Mit Salzgitter/Wolfenbüttel wurde

gleich im ersten Spiel der einzige ernsthafte

Konkurrent um den Turniersieg bezwungen

(3:1), die Überlegenheit gegen Peine war ➤

Zum ersten Mal für die Endrunde qualifizierte sich das Team Oldenburg-Land/Delmenhorst (blaue Trikots). In dieser Szene erzielt Timo Goldner einen

Treffer gegen Diepholz.


deutlich größer als es der 2:1-Endstand vermuten lässt. Am zweiten

Tag blieb Oldenburg-Land/Delmenhorst gegen Cuxhaven (3:0), Osnabrück-Süd

(2:0) und Diepholz (3:0) sogar gänzlich ohne Gegentor,

so dass Torwart Marko Dedovic im gesamten Turnierverlauf lediglich

zweimal hinter sich greifen musste.

„Yes we can“ – der Wahlkampfslogan des heutigen US-amerikanischen

Präsidenten Barack Obama stand Pate beim Triumph des

Teams Emden/Leer in der Gruppe 2. Thies Kruse, Spieler bei TURA

Westrhauderfehn, hatte diese Losung am Auftaktabend nach dem

4:1-Erfolg über Friesland/Wittmund/Wilhelmshaven ausgegeben.

„Yes we can“ – Ja, wir können es, Ja, wir schaffen es.

Bei der Verwirklichung des Zieles konnten sich Thies und Co.

nicht zuletzt auf das Können ihrer Nummer 10, Marek Janssen, verlassen.

Außerhalb der Spielfläche ein Spaßvogel, der von sich schon mal

behauptet, Angela Merkel zu sein, besticht Marek auf dem Parkett als

technisch versierter Linksfuß mit Torinstinkt.

Wie wichtig er für die Mannschaft ist, zeigte sich im ersten Spiel

des zweiten Tages. Mit Emden/Leer und dem Leistungszentrum des

VfL Wolfsburg trafen jene Teams aufeinander, die am ersten Tag als

Einzige die Maximalausbeute von sechs Punkten aus zwei Spielen erreicht

hatten. So kam dem Duell bereits vorentscheidende Bedeutung

zu. Mit seinem Treffer zum 2:2-Endstand hielt Marek Janssen

Emden/Leer auf der „Pole-Position“ – allerdings nur zunächst, da

Wolfsburg in der folgenden Partie durch einen 9:1-Kantersieg über

Friesland/Wittmund/Wilhelmshaven mit dem nunmehr besseren Torverhältnis

an den Ostfriesen vorbei zog.

Für den VfL stand als nächstes das Duell mit Harburg auf dem

Programm. Einem Team, das mit 2:6 gegen Emden/Leer am ersten Tag

schlecht gestartet war, im weiteren Turnierverlauf aber mächtig zulegte.

Und so zum „Zünglein an der Waage“ wurde. Mit 3:2 bezwang

der in Borstel betreute

DFB-Stützpunkt des

NFV-Kreises Harburg

das Leistungszentrum

aus der Volkswagenstadt.

Ein nicht gegebenes

VfL-Tor in allerletzter

Sekunde (der

Ball war erst nach der

Schlusssirene im Netz)

löste zwar Diskussionen

aus, erwies sich

letzten Endes aber als

nicht entscheidend, da

Emden/Leer die weiteren

Hürden unbeschadet

nahm und deshalb

auch bei einem Wolfsburger

Remis gegen

Harburg im Ziel die

Nase vorn gehabt hätte.

Der Turniersieg bedeutet

auch für die

Kreise Emden und Leer

die erste Endrundenteilnahme

in der Geschichte

der niedersächsischen

U 13- Hallenmeisterschaft.

Ein „alter Bekannter“

ist dagegen der

Aktivposten: Marek Janssen (Emden/Leer).

Sieger der Gruppe 3:

Titelverteidiger Hannover

96. Mit sechs

Siegen in sechs Spielen sicherten sich die „Roten“ souverän das Finalticket,

auch wenn sie das Feld diesmal nicht wie im Vorjahr deklassierten.

2009 hatte 96 in sechs Spielen eine Torbilanz von 48:1 erzielt.

Diesmal lautete das Verhältnis 29:8. Nach einem „schwächeren“ ersten

Tag, an dem die Truppe von Trainer Maik Uibel gegen Hildesheim

nur zu einem mühsamen 3:2-Erfolg kam, überzeugte Hannover am

zweiten Tag in allen Belangen und dürfte in dieser Verfassung auf dem

Weg zur Titelverteidigung nur schwer zu stoppen sein.

Für das Finalturnier am 8. und 9. Februar qualifizieren sich neben

den sechs Gruppensiegern auch die beiden besten Zweitplatzierten.

Nach drei von sechs Turnieren (die Gruppen 4 bis 6 wurden nach Redaktionsschluss

ausgetragen) hat Salzgitter/Wolfenbüttel die besten

Karten. Der VfL Wolfsburg, der bereits 2005 und 2007 die Endrunde

verpasste, muss zittern. Northeim/Einbeck als Dritter in dieser Wertung

ist bereits ausgeschieden. -maf- ■

E.ON Avacon-Cup

In der Vorrundengruppe 3 bezwangen Julius Bütehorn (links) und Hildesheim

das Team Emsland-Süd (am Ball Christopher Schmees) mit 3:1.

Die Spiele der Vorrunde*

Gruppe 1

OL-L./DEL

SZ/WF

Diepholz

OS-Süd

Peine

Cuxhaven

Tore P

OL-L./DEL 3:1 3:0 2:0 2:1 3:0 13: 2 15

SZ/WF 1:3 4:3 6:1 6:3 2:1 19:11 12

Diepholz 0:3 3:4 4:2 5:1 3:2 15:12 9

Osnabrück-Süd 0:2 1:6 2:4 5:2 3:3 11:17 4

Peine 1:2 3:6 1:5 2:5 2:1 9:19 3

Cuxhaven 0:3 1:2 2:3 3:3 1:2 7:13

74:74

1

P = Punkte, OL-L-/DEL = Oldenburg-Land/Delmenhorst, SZ/WF =

Salzgitter/Wolfenbüttel, OS-Süd = Osnabrück-Süd

Gruppe 2

Gruppe 3

Leer/Emden

Hannover 96

VfL Wolfsburg

Northeim-Einb.

Harburg

Gifhorn

Stade

Hildesheim

Schaumburg

Bentheim

H-West

Emsland-Süd

WTM/FRI/WHV

Tore P

Leer/Emden 2:2 6:2 4:1 4:3 3:2 4:1 23:11 16

VfL Wolfsburg 2:2 2:3 4:0 7:1 5:2 9:1 29: 9 13**

Harburg 2:6 3:2 1:1 9:2 7:3 3:2 25:16 13

Stade 1:4 0:4 1:1 1:1 3:2 3:3 9:15 6

Schaumburg 3:4 1:7 2:9 1:1 5:2 2:2 14:25 5

H-West 2:3 2:5 3:7 2:3 2:5 5:2 16:25 3

WTM/FRI/WHV 1:4 1:9 2:3 3:3 2:2 2:5 11:26 2

HM/HOL

127:127

P = Punkte, SHG = Schaumburg, H-West = Hannover-West,

WTM/FRI/WHV = Wittmund/Friesland/Wilhelmshaven

** = Bei der Ermittlung der besten Zweitplatzierten fällt in den 7er-Gruppen

das Ergebnis des Spiels gegen den Letztplatzierten aus der Wertung, so

dass Wolfsburg in diesem Ranking auf 10 Punkte kommt.

Tore P

Hannover 96 5:1 8:2 3:2 4:1 6:2 3:0 29: 8 18

Northeim-Einb. 1:5 2:1 1:1 1:5 2:1 6:0 13:13 10

Gifhorn 2:8 1:2 3:2 2:5 6:4 6:1 20:22 9

Hildesheim 2:3 1:1 2:3 1:1 3:1 4:3 13:12 8

Bentheim 1:4 5:1 5:2 1:1 1:2 3:5 16:15 7

Emsland-Süd 2:6 1:2 4:6 1:3 2:1 5:2 15:20 6

HM/HOL 0:3 0:6 1:6 3:4 5:3 2:5 11:27

117:117

3

P = Punkte, HM/HOL = Hameln/Holzminden, Northeim-Einb. = Northeim-Einbeck

* = Die Gruppen 4 bis 6 wurden nach Redaktionsschluss ausgetragen.

Februar 2010 21


E.ON Avacon-Cup

22

Kreisauswahl Cuxhaven (Stützpunkt Langen), hinten von links: Trainer

Gerald Gerber (Lunestedt), Alexander Ben-Yekhlef (Duhner SC), Christoph Wilms

(Grodener SV), Niklas Feldmann (MTV Bokel), Niklas Holz (FC Schiffdorf), Trainer

Thomas Fricke (Langen). Vorne: Maurice Friedhoff (FC Land Wursten), Justin

Dähnenkamp (MTV Bokel), Kenneth Klages (SC Hemmoor), Janine Müller (FC Land

Wursten). Fotos (5): Borchers

Kreisauswahl Diepholz (Stützpunkt Bassum), hinten von links: Trainer Heinrich

Neddermann (Barnstorf), Bennet Knake (SV Bruchhausen-Vilsen), Alexander

Pestkowski (TSV Bassum), Nick Thiede (SCT Twistringen), Daniel Woo (SG Diepholz).

Vorne: Tino Senkler (SG Diepholz), Marvin Zawodny (TuS Sulingen), Calvin

Helms (TuS Sudweyhe), Joshua Wiedemann (TuS Wagenfeld).

Kreisauswahl Osnabrück-Süd (Stützpunkt Hollage-Georgsmarienhütte), hinten

von links: Trainer Stephan Vallo (Hunteburg), Jan Kärcher (Hagener SV), Vasco Mertins

(SG Ostercappeln), Michael Hasemann, Marius Mause (beide Viktoria Georgsmarienhütte),

Trainer Eckhard Stumpe (Dissen). Vorne: David Striethorst (SF Oesede), Vincent

Stumpe (SV Bad Rothenfelde), Sören Sprehe, Julian Knöschke (beide SF Oesede).

Februar 2010

NFV-Hallenmeisterschaft

U13-Junioren

Gruppen 1 bis 3

Kreisauswahl Oldenburg-Land/Delmenhorst (Stützpunkt Ganderkesee),

hinten von links: Trainer Robert Heidtmann (Oldenburg), Gabriel Bierre (TuS Hasbergen),

Marlo Sibum, Ercan Karavul, Nikita Kirik (alle VfB Oldenburg), Betreuer

Pierre Schwital (Hude). Vorne: Timo Goldner, Dominik Rabe (beide VfB Oldenburg),

Marko Dedovic (TV Jahn Delmenhorst), Niklas Heinrich (Delmenhorster BV).

Kreisauswahl Peine (Stützpunkt Peine), hinten von links: Betreuer Flurim

Ramaj (Peine), Markus Karjaka, Justin Badey (beide VfB Peine), Tobias Zelder

(Eintracht Braunschweig), Lukas Lange (VfB Peine), Trainer Benjamin Duda (Peine).

Vorne: Niklas Schmerse (TSV Eixe), Hakan Koc (SV Bosporus Peine), Fabian Brochmann,

Roman Tigranyan (beide VfB Peine).


E.ON Avacon-Cup

Kreisauswahl Salzgitter/Wolfenbüttel (Stützpunkt Salzdahlum), hinten

von links: Trainer Bernd Hornig (Salzgitter), Philipp Schmidt (BSC Braunschweig),

Tim Falkenhein (MTV Wolfenbüttel), Ömer Celik (Eintracht Braunschweig), Deniz

Dasdemir (Union Salzgitter), Betreuer Matthias Gluch (Dorstadt). Vorne: Jan Kosiol

(Germania Wolfenbüttel), Jan Wrobel (TSV Lesse), Max Stamer (Borussia Salzgitter),

Steffen Suckel (Fortuna Lebenstedt). Fotos (5): Borchers

Kreisauswahl Friesland/Wilhelmshaven/Wittmund (Stützpunkt Schortens),

hinten von links: Betreuer Hans-Hermann Heinen (Hohenkirchen), Steffen Lühr,

Sven Schenkel (beide SV Wilhelmshaven), Tammo Klesse (STV Voslapp), Marcel

Apitz (Heidmühler FC), Trainer Rüdiger Nabel (Wilhelmshaven). Vorne: Patrick

Papachristodolow (STV Voslapp), Kristof Köhler (DJK Wilhelmshaven), Tom Pollmann

(WSC Frisia Wilhelmshaven), Damian Sander (STV Voslapp).

Kreisauswahl Harburg (Stützpunkt Borstel), hinten von links: Niklas Niekerken

(JSG Heidenau), Nico Naumann (TSV Stelle), Alexander Cigelj (MTV Tostedt),

Christoph Schwarz (TVV Neu Wulmstorf), Trainer Thomas Schröder (Handorf).

Vorne: Patrik Krause (TuS Nenndorf), Bjarne Raßmann (TSV Auetal), Juliano Jantzen

(TVV Neu Wulmstorf), Lennart Ahrens (Eintracht Elbmarsch).

E.ON Avacon-Cup

Kreisauswahl Emden/Leer (Stützpunkt Hesel-Holtland), hinten von links:

Trainer Uwe Welzel (Moormerland), Lukas Siemers (FC Groningen), Daniel Diekmann

(beide VfL Jheringsfehn), Patrick Hillmer (VfL Viktoria Flachsmeer), Trainer

Fritz Pals (Boen). Vorne: Marek Janssen (beide TV Bunde), Thies Kruse (TURA 07

Westrhauderfehn), Norman Rudolph (VfL Jheringsfehn), Felix Douwes (TURA 07

Westrhauderfehn), Lukas Koets (TV Bunde).

Kreisauswahl Hannover-West (Stützpunkt Barsinghausen), hinten von

links: Betreuer Ralf Serra (Bredenbeck), Benjamin Tvrtkovic (TSV Havelse), Christoph

Jühlke (1. FC Germania Egestorf/Langreder), Jacques Hieronymus (SC Hemmingen),

Nico Solakis (TSV Havelse), Trainer Friedrich Kuk (Wennigsen). Vorne:

Samir Biber ( TSV Havelse), Florian Lange (1. FC Wunstorf), Kevin Wilke (Germania

Grasdorf), Jannes Krone (FC Springe).

NFV-Hallenmeisterschaft

U13-Junioren

Gruppen 1 bis 3

Februar 2010 23


E.ON Avacon-Cup

24

Kreisauswahl Schaumburg (Stützpunkt Apelern), hinten von links: Trainer

Steffen Mitschker (Nienstädt), Marvin Schmidt (TSV Havelse), Kato Berou

(SC Rinteln), Ole Schöttelndreier (TuS Germania Apelern), Nico Stumm (SV

Sachsenhagen), Betreuer Detlef Kuckuck (Wunstorf). Vorne: Leon Dresenkamp,

Malte Renneberg, Rafael Heldt (alle VfL Bückeburg), Lucas Bräunig (Victoria

Lauenau). Fotos (5): Borchers

Leistungszentrum VfL Wolfsburg, hinten von links: Betreuer Joachim Ohrdorf

(Wolfsburg), Lukas Gattwinkel, Jannes Horn, Jesse Sierck, Edwin Stramiello, Trainer

Bodo Rabsahl (Wolfsburg). Vorne: Martin Wohlan, Nick Nürnberger, Robin Ziegele,

Paul Schirmer.

Kreisauswahl Grafschaft Bentheim (Stützpunkt Veldhausen), hinten von

links: Trainer Friedhelm Dove (Bad Bentheim), Luca Bleeker (Vorwärts Nordhorn),

Igor Milosevic (VfL WE Nordhorn), Steffen Brümmer (SV Wietmarschen), Maik

Rökker (Union Emlichheim), Betreuer Albert Lichtendonk (Laar). Vorne: Robin Aveskamp

(SV Wietmarschen), Seyhan Saber (Bad Bentheim), Wilmsmeyer (Bad Bentheim),

Matthias Raaz.

Februar 2010

Kreisauswahl Stade (Stützpunkt Stade), hinten von links: Betreuer Martin

König (Stade), Tjark-Tizian Wagner (VfL Stade), Gian-Luca Bartels (VfL Horneburg),

Lehrwart Udo Rathjens, Christian Cordes (JSG Apensen/Harsefeld), Luca Dammann

(VfL Stade), Trainer Robert Schlimm (Stade). Vorne: Jan-Philipp Fromhage (JSG

Apensen/Harsefeld), Patrick Ermel (TSV Apensen), Fabian Klinkmann (VfL Stade),

Phillip Weßeler (VfL Stade).

NFV-Hallenmeisterschaft

U13-Junioren

Gruppen 1 bis 3

Kreisauswahl Emsland-Süd (Stützpunkt Baccum), hinten von links: Betreuer

Frank Bensmann (Lingen), David Schulte-Südhoff (SV Lengerich Handrup),

Hardy Scherp (Olympia Laxten), Jannik Looschen (SV Bawinkel), Christopher

Schmees (SV Meppen), Trainer Ingo Schröder (Twist). Vorne: Nico Jansen (SV

Meppen), Jost Peters (SC Osterbrock), Rendi Kildau (TuS Lingen), Artem Popov

(SC Spelle-Venhaus).


NFV-Hallenmeisterschaft

U13-Junioren

Gruppen 1 bis 3

Kreisauswahl Hameln/Holzminden (Stützpunkt Hameln), hinten von links:

Betreuer Klaus Kowalsi (Dohnsen), Trainer Werner Brennecke (Kirchbrak), Nicolas

Dreier (Preußen Hameln 07), Simon Eickhoff (BW Salzhemmendorf), Nicolas Grube

(MTV Bevern), Kolja Kowalski (JSG Ith), Betreuer Jens Günther (Bad Münder). Vorne:

Patrick Galsinski-Morasch (Preußen Hameln 07), Kevin Schumacher (BW Salzhemmendorf),

Niklas Williams (alle Preußen Hameln 07), Niklas Klemm (beide MTV Bevern).

Kreisauswahl Hildesheim (Stützpunkt Asel), hinten von links: Betreuer

Michael Duda (Peine), Betreuer Christoph Hasselbach (Hildesheim), Tufan Citlak,

Berdan Yilmaz (beide VfV 06 Hildesheim), Niclas Treu (beide SG Düngen/Heinde),

Trainer Frank Wunnenberg (Harsum). Vorne: Jannik Römer (JSV 02 Giesen), Julius

Bütehorn (SV Alfeld), Joel Golovaty (Tuspo Lamspringe), Hassan El Saleh (SG

Düngen/Heinde), Vincent Lieke (VfR Ochtersum).

E.ON Avacon-Cup

Kreisauswahl Gifhorn (Stützpunkt Isenbüttel), hinten von links: Betreuer

Ralf Schmidt (Gifhorn-Gamsen), Manuel Gerlof, Robin Ramme (beide TSV Müden),

Tahir Gökkus (MTV Isenbüttel), Phillip Tietz (SV Schwülper), Trainer Rouven Lütke

(Isenbüttel). Vorne: Tom-Luca Stechert (SV Triangel), Robin Weber (SV Tülau-Voitze),

Georg Gottschlich (FSV Adenbüttel Rethen), Jannes Beyer (VfL Wahrenholz).

Leistungszentrum Hannover 96, hinten von links: Betreuer Alois Algermissen

(Hannover), Leandro Putaro, Sjard Briese, Lucas Hietzke, Marcel Langer, Trainer

Maik Uibel (Hannover). Vorne: Dominic Wolter, Francesco Rizzo, Sascha Algermissen,

Niclas Bahn.

Kreisauswahl Northeim-Einbeck (Stützpunkt Northeim), hinten von links:

Betreuer Bernd Anders (Einbeck), Frederik Papenberg (JSG Sülbeck), Richard

Hehn (JSG Moringen), Tjark Riemer (JSG Dassel), Tim Eicke (JSG Moringen),

Trainer Rainer Laue (Kalefeld). Vorne: Tim Rogalla (Eintracht Northeim), Cedric

Tschentscher (JSG Markoldendorf), Maximilian Meyer (SV Moringen, Ole Stichnoth

(JSG Moringen). Fotos (5): Borchers

Februar 2010 25


Neues von den Schiedsrichtern

26

Die norddeutschen Spitzen-Schiedsrichter absolvierten ein besonderes

Trainingslager an der Türkischen Riviera, darunter diese 35 Niedersachsen.

Hinten stehend von links: Günther Schaper, Verena Plate, Michel

Haupt, Verena Schulz, Sebastian Rabe, Lena Dittmann, Thorsten Schriever,

Günther Thielking, Svenja Pleuß, Thorsten Bohmann, Imke Lohmeyer,

Nord-FV-Ehrenpräsident Dieter Jerzewski, Liane Lindenberg, Peter

Referees zeigen soziales Engagement

70 norddeutsche Schiedsrichter kehren aus Trainingslager in Belek zurück

Große Freude strahlte aus dem Gesicht der 17-jährigen Busra Zoroglan in der Behinderteneinrichtung

des Vereins „Wir kennen keinen Hindernisse“ in Antalya, als sie Besuch von 70

norddeutschen Referees, darunter 35 Frauen und Männer aus dem Niedersächsischen

Fußballverband erhielt. Die Schiedsrichter-Delegation kehrte jetzt nach einer Woche Trainingslager

aus dem türkischen Belek wieder nach Hause zurück. Neben einem anspruchsvollen

sportpraktischen und theoretischen Fortbildungsprogramm stand das soziale Engagement

der Schiedsrichter im Mittelpunkt des Aufenthaltes: Die Referees unterstützten

den türkischen Verein, der in etwa mit der deutschen Lebenshilfe vergleichbar ist, mit medizinischen

Geräten, einem Spendenscheck über 2000 Euro und mit Spielzeug für die zum

Teil schwerst behinderten Kinder und Jugendlichen.

An der türkischen Riviera absolvierten die

Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter

ein genauso anspruchsvolles wie abwechslungsreiches

Trainings- und Fortbildungsprogramm,

das von Niedersachsens Verbands-

Schiedsrichter-Lehrwart Bernd Domurat (Wilhelmshaven)

koordiniert wurde.

Bernd Domurat zog ein positives Fazit:

„Die jungen Unparteiischen haben eine hohe

sportliche, soziale und persönliche Kompetenz,

das wurde auch in Belek ganz deutlich. Deshalb

mache ich mir um die Zukunft der nord-

Februar 2010

deutschen Schiedsrichter gar keine Sorgen.“

Zu den hoch qualifizierten Referenten gehörte

unter anderen der renommierte und Bundesliga

erfahrene Sportmediziner und Trainer Dr.

Bernd Brexendorf (ehemals Schalke 04).

Neben den täglichen Trainingseinheiten

machten aber weitere Programmpunkte die

Besonderheit des Lehrganges aus – zum Beispiel

die Hilfe für den Verein „Wir kennen

keine Hindernisse“, der eine moderne Behindertenwerkstatt

unterhält, in der in verschiedenen

Schichten pro Tag etwa 100 Kinder

Der Präsident des Vereins „Wir kennen keine Hindernisse“, Özkan Gönenc, bedankt sich bei Norddeutschlands

Schiedsrichter-Chef Wilfried Heitmann (l.) und dem Ehrenpräsidenten des Norddeutschen

Fußball-Verbandes, Dieter Jerzewski, für die Spenden. Rechts: Bülent Ugur vom

Schiedsrichter-Komitee Antalya.

Bartsch, Christin Junge, Marco Haase, Nicole Fink, Fritz Heitmann, Georg

Winter, Wolfgang Mierswa, Harm Osmers, Lennart Dornieden, Tobias

Helwig, Jan-Eike Ehlers, Wilfried Heitmann. Vorn sitzend von links: Kim-

Jana Trenkner, Antje Witteweg, Franz Bokop, Bernd Domurat, André

Wenzel, Michaela Siegmann, Corinna Hedt, Riem Hussein, Monika Fornacon,

Julia Hannappel, Lars Heitmann.

geschult und im aufwändigen Einzelunterricht

auch physiotherapeutisch behandelt

werden können. Vereinspräsident Özkan Gönenc

dankte den norddeutschen Schiedsrichtern

um Delegationsleiter Dieter Jerzewski

(Ehrenpräsident des Norddeutschen Fußball-

Verbandes), Wilfried Heitmann (Vorsitzender

des Norddeutschen Schiedsrichterausschusses)

und Wolfgang Mierswa (Vorsitzender des

Niedersächsischen Schiedsrichterausschusses)

sehr für die Unterstützung aus Deutschland.

Intensiv geschult wurden die Teilnehmer

auch in den Bereichen Persönlichkeitsbildung,

Kommunikation und Medienkompetenz: So

gehörten Lehreinheiten zur Körpersprache

genauso zum Programm wie der professionelle

Umgang des Schiedsrichters mit Journalisten

und das adäquate Verhalten bei Interviews.

Dazu analysierten die Referees verschiedene

Fernsehinterviews und erarbeiteten

an praktischen Beispielen, wie man eine im

Spiel getroffene Entscheidung in wenigen

Sätzen vor der Kamera verständlich und

sachlich erläutert.

Stimme

Dieter Jerzewski (Bremen): „Das

waren herausragende acht Tage in der

Türkei. Es ist ein weiteres Beispiel für die

Vorreiterrolle, die der Norden in vielen

Bereichen des Fußballsportes hat, unter

anderem auch bei der Aus- und Fortbildung

und in der Persönlichkeitsbildung

unserer Unparteiischen.“


Wolfgang Mierswa (Uetze): „Das

Programm unseres Trainingslagers in Belek

stellte hohe Anforderungen an die

Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter.

Ich bin extrem positiv überrascht, wie

ausgezeichnet unsere jungen Unparteiischen

diesen hohen Ansprüchen gerecht

wurden.“


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Auswahlarbeit

28

Hoher Spaßfaktor beim

Training im Schnee

U 16-Auswahl des NFV absolviert in Barsinghausen ersten Lehrgang des Jahres 2010

Der Winter diktiert den Trainingsplan

in der Sportschule Barsinghausen.

In der ersten Woche des Jahres

2010 hatten NFV-Trainer Thomas Nörenberg

und sein Co-Trainer Bernhard

Augustin Auswahlspieler des Jahrgangs

1994 (U 16) zu einem Lehrgang eingeladen.

Wer nun geglaubt hat, dass aufgrund

der widrigen Bedingungen nur in der Halle

trainiert wurde, irrte. Nörenberg übte mit

seinen Spielern auch draußen. Allerdings

war ein geordnetes Taktiktraining so gut

wie nicht möglich. Denn auf dem Kunstrasenplatz

in der Sportschule Barsinghausen

Februar 2010

lag eine etwa 30 Zentimeter hohe Schneedecke.

Die weiße Pracht ließ also nur ein

eingeschränktes Training – allerdings mit

hohem Spaßfaktor – zu. In der Karl-Laue

Halle standen weitere Übungseinheiten

an.

Die U 16-Auswahlspieler (siehe Foto)

waren sowohl in der Halle als auch bei der

Trainingseinheit im Schnee vor einer herrlichen

Winterkulisse im Deister eifrig bei

der Sache.

Aus dem Jahrgang 1994 nahmen

folgende Spieler am ersten Lehrgang

des Jahres 2010 teil:

Steven Bentka, Tugay Güler, Sandro

Heskamp, Kenneth Hoss, Kevin-Samuel

Ikeakhe, Bernd Schippmann (alle VfL Osnabrück),

Mazlum Ekinci, Andreas Flessner

(beide Kickers Emden), Peter Gebben, Janik

Jesgarzewski, Joas Schmuda (alle FC

Twente Enschede), Aaron Globisch (VSK

Osterholz-Scharmbeck), Marvin Koch (SV

Ahlerstedt/Ottendorf), Dustin Koch (Eintracht

Braunschweig), Marcel Naber (VfL

Oldenburg), Nico Neidhart (VfB Oldenburg),

Jakob Olthoff, Tim-Yannick Struwe,

Fabian Wilshues Chavez (alle Hannover

96), Maximilian Roth, Dennis Strompen

(beide VfL Wolfsburg). Reiner Kramer


Integration

30

Vorbildlich: RW Sutthausen

integriert behinderte Fußballer ...

Februar 2010

... und Osnabrücks Ex-Profi Joe Enochs leitet Trainingseinheit im Soccerpark

Eine wichtige Aufgabe des Niedersächsischen

Fußballverbandes ist die Integration

von behinderten Fußballern aus

Beschützenden Werkstätten. Es geht

darum, Vereine zu finden, die diese

Teams aufnehmen. Oder es werden

einzelne Menschen mit Beeinträchtigung

in eine Mannschaft integriert.

REINER KRAMER besuchte kürzlich ein

Hallenturnier in Osnabrück, bei dem

Joe Enochs, ehemaliger Profi des VfL

Osnabrück, eine Trainingseinheit für

Menschen mit Behinderung leitete. Bei

dieser Gelegenheit traf er Verantwortliche

von RW Sutthausen, die ein Team

der Beschützenden Werkstätten aus

dem Ort in den Verein integrierten. In

einem weiteren Beitrag stellen wir mit

„FußballFREUNDE“ ein neues Projekt

der DFB-Stiftung Sepp Herberger vor.

Fußball ist aus heilpädagogischer Sicht

ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in

den Beschützenden Werkstätten. Nicht

nur, weil er in der Welt die Sportart Nr. 1 ist,

sondern weil beim Fußball gruppendynamisches

Verhalten wunderbar geübt

werden kann. Denn die Spieler sind mit

einer totalen Begeisterung bei der Sache

und der Teamgeist ist besonders ausgeprägt.

Die interessierten Fußballer üben ein

Mal in der Woche und werden von Gregor

Wennemann und Markus Haselmann trainiert.

Beide haben eine Ausbildung zum

Heilerziehungspfleger absolviert und leiten

das Training ehrenamtlich. Die Heilpädagogische

Hilfe Osnabrück spielt mit ihrer

Mannschaft regelmäßig gegen die im Landkreis

Osnabrück weiteren Werkstätten in

Melle, Schledehausen, Wallenhorst und Hilter.

Die besten Spieler aus diesen Teams

kommen dann in die Auswahlmannschaft,

die am landesweiten Spielbetrieb in Niedersachsen

teilnimmt und insgesamt sechs

Spiele austrägt.

Während einer Sportwerbewoche im

Sommer vergangenen Jahres knüpften die

Fußballer der Osnabrücker Werkstätten

Kontakte zu anderen Mannschaften des

RW Sutthausen. Es folgte ein vereinsinternes

Hallenturnier. Schließlich wurde das

Team von den Rot-Weißen übernommen.

Da sich das Sportgelände der Sutthauser

ganz in der Nähe der Osnabrücker Werkstätten

befindet, war es also folgerichtig,

dass die Mannschaft der Menschen mit Beeinträchtigung

in den Verein integriert

wird. Ulf Niemann von der Heilpädagogischen

Hilfe Osnabrück freute sich über die

Bereitschaft des Vereins, dieses Team mit

einzubinden. Die Fußballer trainieren jeden

Fortsetzung siehe Seite 32 ➤

Joe Enochs (vorn) beim Training mit den behinderten Fußballern. Organisiert hat diese Trainingseinheit Klaus Broermann (Boomte).


Integration

32

Fortsetzung von Seite 30

Freitag von 14.45 bis 15.45 Uhr auf dem

Sportgelände der Rot-Weißen.

Das Wichtigste: Nicht nur die Mannschaft

ist im Verein integriert. Die Menschen

mit Beeinträchtigung nehmen Kontakt zu

den andern Fußballers des Vereins auf, so

dass es im Vereinsheim immer wieder zu

interessanten Gesprächen kommt. Besser

kann Integration nicht praktiziert werden. Einer

der ersten Fußballvereine in Niedersachsen,

die mit einer Aktion „Mittendrin“ Ähnliches

auf die Beine gestellt haben, ist der emsländische

Klub TuS Lingen. Demnächst wird

auch der TuS Bersenbrück (Landkreis Osnabrück)

folgen. Ein weiteres positives Beispiel ist

der VfL Wolfsburg. Die Mannschaft der

Lebenshilfe Wolfsburg spielen unter der

Flagge des Bundesligavereins.

Das Schlusswort von Frank Schmidt, Integrationsbeauftragter

des Niedersächsischen

Fußballverbandes, der sich natürlich

über all diese Aktivitäten freut: „Unser Ziel

muss sein, noch viele andere Fußballvereine

in Niedersachsen für dese Integrationsarbeit

zu gewinnen.“ ■

Mit ihrem neuen Projekt Fußball-

Freunde schlägt die DFB-Stiftung Sepp

Herberger mit ihrem Kooperationspartner

Special Olympics Deutschland ein

ganz neues Kapitel der sportlichen Integration

auf: Mit und durch den Fußball

soll die Integration von Kindern

und Jugendlichen mit geistiger und

körperlicher Behinderung außerhalb

von Behinderteneinrichtungen gefördert

werden. Dabei werden Fußballmannschaften

von Kindern und Jugendlichen

mit und ohne Beeinträchtigung

gegründet. Mit gemeinsamen,

kontinuierlichen Trainingseinheiten sollen

die Spieler dann auf ein regelmäßig

stattfindendes Spielfest vorbereitet

werden.

Februar 2010

Frank Schmidt, NFV-Integrationsbeauftragter (links), neben ihm Ulf Niemann von der Heilpädagogischen

Hilfe Osnabrück mit Vertretern von Rot-Weiß Sutthausen. Fotos: Kramer

FußballFREUNDE

Neues Projekt der Sepp Herberger-Stiftung gestartet

In einer Pilotphase in den Bundesländern

Hamburg, Hessen, Nordrhein-

Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen

sollen bis 2011 erste Erkenntnisse

gewonnen werden. Anschließend

könnte das Projekt bundesweit umgesetzt

werden. „Im Rahmen des Pilotprojekts

werden in Zusammenarbeit

mit Förder- und Regelschulen in den

beteiligten Bundesländern zunächst 30

Teams gebildet. Als Kooperationspartner

soll für jede dieser Mannschaften

ein Fußballverein gefunden werden.

Langfristig geplant ist, die am Projekt

teilnehmenden beeinträchtigten Kinder

und Jugendlichen in den regelmäßigen

Spiel- und Trainingsbetrieb des kooperierenden

Fußballklubs zu integrieren“,

fasst Karl Rothmund, Vorsitzender der

Herberger-Stiftung und DFB-Vizepräsident

für sozial- und gesellschaftspolitische

Aufgaben, die Ziele des Projekt

zusammen.

Startschuss für die ersten organisatorischen

Vorbereitungen war ein

Workshop im Sporthotel Fuchsbachtal

in Barsinghausen. Im Tagungshotel des

Niedersächsischen Fußballverbandes

kamen dabei die auf Landesebene

tätigen Koordinatoren zusammen, um

gemeinsam die nächsten Schritte zur

Projektumsetzung zu erörtern. „Der

Workshop war das Startsignal für das

Projekt. Jetzt beginnt die Umsetzung

auf Landesebene“, sagt Tobias Wrzesinski,

stellvertretender Geschäftsführer

der Sepp Herberger-

Stiftung und für die

Projektumsetzung verantwortlich.

Bis zum Frühjahr

2010 werden die ersten

Teams ihren Spielbetrieb

aufnehmen. Im

Frühsommer wird es

dann ein erstes Spielfest

geben. Bis Jahresende

2010 sollen alle

30 Mannschaften gefunden

sein und die

Kinder gemeinsam Fußball

spielen.

Die Lebenshilfe Seelze zu

Gast im Sporthotel Fuchsbachtal.

Gastgeber war

Tobias Wrzesinski, stellvertretenderGeschäftsführer

der DFB-Stiftung

Sepp Herberger (weißes

Hemd).


Von HEINZ BRUNKEN*

„Der eine befruchtet den anderen.“

Karl Rothmund, Präsident des Niedersächsischen

Fußballverbandes, hält das deutsche

Modell des Zusammenwirkens von Amateur-

und Profifußball in Europa für einzigartig.

Der Grundlagenvertrag mit Solidaritätsklausel

sichere in Niedersachsen den Betrieb

mit 21.000 Mannschaften und jährlich

400.000 Spielen. Für die Vereine könne so

auf Dauer eine kosteneffiziente Organisation

und Abwicklung angeboten werden.

Auf Einladung der Raiffeisen-Volksbank

Aurich referierte Rothmund, der beim Deutschen

Fußball-Bund auch Vizepräsident für

sozial- und gesellschaftspolitische Angelegenheiten

ist, in Wiesmoor über das Thema

„Fußball im Spannungsfeld zwischen Ehrenamt

und Kommerz“. Wer gedacht hatte,

dass das Milliardengeschäft Profifußball den

Amateurbereich „kaputt“ macht, wurde

vom Fußballfunktionär aus Barsinghausen

mit Blicken hinter die Kulissen eines Besseren

belehrt.

Nicht nur die Beiträge im Amateurbereich

können, so Rothmund, durch das

Weiterreichen von Überschüssen aus dem

Profibereich über Jahre stabil gehalten werden.

Der Deutsche Fußballverbund gibt darüber

hinaus die Überschüsse aus den Weltund

Europameisterschaften an die Basis weiter.

So wurden zum Beispiel im gesamten

Bundesgebiet „Mini-Spielfelder“ errichtet

und damit „eine einmalige Infrastruktur für

Kinder und Jugendliche geschaffen, um die

uns viele Nationen beneiden.“ Rothmund

betonte, dass der Bezug zu den Wurzeln

nicht verloren gehen darf und erklärte:

„Wir können stolz sein auf den Fußball in

unserem Land.“

Der NFV-Präsident ging auch auf die

Kritik aus dem Amateurlager an den zu dieser

Saison eingeführten 15.30-Uhr-Sonntagsspielen

ein. „Haben Sie bemerkt, dass

dadurch weniger Leute zum Fußballplatz

gehen, nur weil Hannover 96 gegen Köln im

Fernsehen übertragen wird? Ich nicht!“ Der

Barsinghausener spricht auch aus Erfahrung.

Nur zu gerne geht er zu Bier und Bratwurst

auf den Platz, wenn sein Heimatverein, der

hannoversche Bezirksoberligist 1. FC Germania

Egestorf/Langreder, spielt. Zudem sei,

so Rothmund, das Aufteilen des Spielplans

ein kommerzielles Muss gewesen.

Freuen können sich viele Klubs. Weil

Rothmund auf ein Honorar verzichtete, gibt

es für jeden Verein in den NFV-Kreisen

Aurich, Leer und Wittmund, der Mädchen-

Neujahrsempfang

„Wir können stolz sein auf den

Fußball in unserem Land“

Auf dem Neujahrsempfang der Raiffeisen-Volksbank Aurich referierte Karl Rothmund über das

Thema „Fußball im Spannungsfeld zwischen Ehrenamt und Kommers“. Sein Honorar kommt

dem Mädchen- und Frauenfußball in den NFV-Kreisen Aurich, Leer und Wittmund zugute.

Vereine mit Mädchen- und Frauenfußballteams in Aurich, Leer sowie Wittmund dürfen sich über

jeweils 100 Euro freuen. Bei dem Betrag handelt es sich um das Honorar von NFV-Präsident Karl

Rothmund (rechts) für sein Referat auf dem Neujahrsempfang der Raiffeisen-Volksbank Aurich.

Vorstand Reinhard Schoon (links) reichte den Scheck an seine Mitarbeiterin Claudia Lübbers, ehemalige

niedersächsische Auswahlspielerin, symbolisch weiter. Foto: Brunken

und Frauenfußball anbietet, von der Raiffeisen-Volksbank

100 Euro. Dies sind: TuS

Leerhafe-Hovel, SV Ardorf, SV Wittmund,

SV Blomberg-Neuschoo, SC Dunum, TSV

Lammertsfehn, FTC Hollen, TuS Detern,

Blau-Weiß Filsum, Grün-Weiß Firrel, Stern

Schwerinsdorf, SuS Timmel, Spielvereinigung

Aurich, SV Wallinghausen, TuS Weene,

SG Egels-Popens, SV Hinrichsfehn, SV

Mullberg und Germania Wiesmoor.

* = der Autor des Artikels ist freier

Mitarbeiter der Ostfriesen-Zeitung

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33


VGH-Fairness-Cup 2009/2010

34

Vier Punkte trennen derzeit die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg (Foto) von der Tabellenführung in der Regionalliga Nord. Im VGH-Fairness-

Cup haben sie die Tabellenspitze – gemeinsam mit Teutonia Uelzen II – bereits erklommen.

Februar 2010

Teutonen und Wölfe zur

Halbzeit auf Augenhöhe

1067 Mannschaften sind in der Wertung – „Rote Laterne“ für SV GW Calberlah –

Der fairste Fußball wird im NFV-Kreis Osnabrück-Land gespielt

Nur gelbe Karten

Insgesamt 1067 Teams werden beim

VGH-Fairness-Cup 2009/2010 bewertet.

Immerhin 93 haben das Kunststück

geschafft, in der bisherigen Saison

sowohl noch ohne gelb-rote und

rote Karte ausgekommen zu sein als

auch noch nicht die Sportgerichte beschäftigt

zu haben:

VfL Wolfsburg II, Piesberger SV, SV

Weetzen, SSV Vorsfelde II, FC Mulsum/Kutenholz,

SV Hellern, TSV Engensen,

TVJ Schneverdingen II, SV Scharnebeck,

Borussia Neuenhaus II, SV

Nienhagen II, SG Eldingen, VfL Lehre,

SC Hainberg, Deinster SV, TSV Loccum,

TuRa Westrhauderfehn, TV Stemmen,

SV Lengede, TSV Luthe, SV Fümmelse,

TSV Üfingen, MTV Hattorf, SV Kralenriede,

TSV Landolfshausen, SV Heiligenfelde,

SV Großefehn, TSV Oldenburg,

VfL Stade II, BW Hollage, MTSV

Selsingen, SC Rhauderfehn, FC Ostereistedt/Rhade,

SVG Einbeck 05, SV Zernien,

SC Melle 03, TSG Burg Gretesch,

FT Braunschweig II, SV Lauingen/Bornum,

FC Frisia Völlenerkönigsfehn, TSV

Kleinburgwedel, SV Veldhausen 07,

TuS Woltersdorf II, SV Bad Rothenfelde,

SW Enzen, FSG Südkreis, SV Viktoria

Georgsmarienhütte, TuS Sulingen,

TSV Holenberg, SG Dassel/Sievershausen,

SV Südharz Walkenried, SV Bad

Bentheim II, SV Bruchhausen-Vilsen, SV

Cappeln, SC 18 Harlingerode, SV Atter,

TuS Elsdorf, SV Arminia Rechterfeld,

TSV Lunestedt, SF Oesede, FC Verden

04 II, SC Itzum, TuS Heeslingen, SC

Langenhagen, FC Germania Parsau, FC

Pfeil Broistedt, TSV Godshorn, VfR Voxtrup,

TSV Sankt-Jürgen, TuS Esens, TSV

Blender, SV Bad Laer, SC Spelle-Venhaus,

TSV Elstorf, VfL Osnabrück II, SV

BW Borssum, SV Falke Steinfeld, TSG

Emmerthal, VfL Bückeburg II, SSC Dodesheide,

SV Süd Braunschweig, TSV

Eiche Neu Sankt Jürgen, TuS Oldau-

Ovelgönne, FC Eintracht Cuxhaven, SV

Quitt Ankum, VfL Nordstemmen,

SpVgg Niedersachsen Döhren, TSV Bassum,

SV Altenoythe, SV Fortuna Eggermühlen,

MTV Ashausen-Gehrden, SV

BW Rühen, TuS Woltersdorf

Von PETER BORCHERS

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen VfL

Wolfsburg II und Teutonia Uelzen II

im VGH-Fairness-Cup 2009/2010.

Der Regionalligist und das Kreisligateam

führen gleichauf gemeinsam die Halbzeitwertung

von Deutschlands größtem Fairnesswettbewerb

an, dicht verfolgt vom

Piesberger SV aus der Kreisliga Osnabrück-Stadt.

Rund 8500 Spiele von 1067 niedersächsischen

Teams sind bis zum 15. Dezember

2009 von den Staffelleitern der

insgesamt 71 Spielklassen von den NFV-

Kreisligen bis zur 1. Bundesliga hinsichtlich

der Verteilung von gelben, gelb-roten

und roten Karten ausgewertet worden.

Die Zwischenbilanz weist die Kreisliga

Osnabrück-Land Süd als fairste

Staffel und Osnabrück-Land als fairsten

NFV-Kreis der Hinrunde aus.

Im Schnitt haben alle 1067 bewerteten

Mannschaften bisher 35 gelbe Karten

erhalten. Für VfL Wolfsburg II stehen

20 gelbe Karten aus 18 Spielen zu Buche,

während Teutonia Uelzen im gleichen

Zeitraum 17 Mal Gelb und einmal

Gelb-Rot kassierte.

Im VGH-Fairness-Cup gibt es für

gelbe Karten einen Strafpunkt, für ➤


Gelb-Rot drei und für Rot fünf Zähler.

Zudem schlagen Sportgerichtsurteile

und das Nichtantreten von Mannschaften

mit jeweils zehn Punkten zu Buche.

Die Summe der Strafpunkte geteilt

durch die Anzahl der bisherigen Saisonspiele

weist den jeweiligen Quotienten

eines Teams aus. Die Teams aus

Wolfsburg und Uelzen kommen bisher

auf einen Wert von 1,11 und der

Piesberger SV knapp dahinter auf

1,13 Punkte.

Hier die Spitzenreiter, dort SV GW

Calberlah. Die Kartensammlung des

Bezirksoberligisten aus dem NFV-Kreis

Gifhorn liest sich mit 43 gelben,

sechs gelb-roten und drei roten Karten

aus 15 Spielen vergleichsweise abenteuerlich.

Zusätzlich haben Sportgerichtsurteile

der Mannschaft weitere

40 Minuspunkte „beschert“, so dass

sie abgeschlagen am Ende der Fairnesswertung

(7,733 Punkte) liegt.

Besser, aber keinesfalls vorbildlich

schneiden TSV Danndorf (Kreisliga

Helmstedt, 6,33 Punkte) und MTV

Treubund Lüneburg II (Bezirksliga

Lüneburg 1, 6,13) ab.

Top-50 (53)-Tabelle

Im Fairness-Ranking der 47 NFV-Kreise

belegt Osnabrück-Land (2,39) zum

wiederholten Male die Tabellenspitze, gefolgt

von Osnabrück-Stadt (2,55) und

Stade (2,65). Schlusslichter dieses Vergleichs

sind die NFV-Kreise Ammerland

(3,5882), Oldenburg-Land (3,5888) und

abgeschlagen die acht Teams des NFV-

Kreises Delmenhorst (4,48). Im Vergleich

der 71 Staffeln hat derzeit die Kreisliga

Osnabrück-Land Süd (1,9) die Nase vorn,

während die 16 Teams der Bezirksliga 2

Weser-Ems (4,24) offenbar hart zur

Sache gehen.

Insgesamt wurden in den rund 8500

Begegnungen der 1067 niedersächsischen

Teams 37853 gelbe, 2129 gelb-rote

und 1184 rote Karten gezeigt. Zusätzlich

wurden 188 Mal das Nichtantreten

von Mannschaften bzw. Sportgerichtsurteile

gegen Klubs oder deren Vertreter

mit jeweils zehn Minuspunkten geahndet.

Daraus ergibt sich ein durchaus guter

Gesamtschnitt von 3,04 Punkten für

die am Wettbewerb beteiligten Mannschaften.

Gegenüber dem Vorjahr (3,28)

hat es also eine deutliche Verbesserung

gegeben.

VGH-Fairness-Cup 2009/2010

Zwei Regionalligisten

vorn

In 38 von insgesamt 47 NFV-

Kreisen sind es Kreisligisten, die

in der Fairnesswertung führen.

Immerhin in neun Kreisen nehmen

höher spielende Mannschaften

die Spitzenposition ein: die

Regionalligisten Hannover 96 II

(Kreis Hannover-Stadt) und VfL

Wolfsburg II (Kreis Wolfsburg),

Bezirksoberligist SVG Einbeck 05

(Kreis Northeim-Einbeck), die

Bezirksligisten FC Hagen/Uthlede

(Kreis Cuxhaven), TV Jahn

Delmenhorst (Kreis Delmenhorst),

BSV Kickers Emden II (Kreis Emden),

SC Hainberg (Kreis Göttingen),

TuRa Westrhauderfehn

(Kreis Leer) und SV Lengede

(Kreis Peine),

Tabellen- Gelbe Gelb-rote Rote Nicht angetr./

Platz/Verein Spielklasse Kreis Bezirk stand Spiele Karten Karten Karten Sportgericht Punkte Wert

1. VfL Wolfsburg II Regionalliga Wolfsburg BS 2 18 20 0 0 0 20 1,11111

Teutonia Uelzen II Kreisliga Uelzen LG 5 18 17 1 0 0 20 1,11111

3. Piesberger SV Kreisliga Osnabrück-Stadt W-E 7 15 17 0 0 0 17 1,13333

4. SV Weetzen Kreisliga Hannover-Land H 6 18 21 0 0 0 21 1,16666

SSV Vorsfelde II Kreisliga Wolfsburg BS 3 12 14 0 0 0 14 1,16666

FC Mulsum/Kutenholz Kreisliga Stade LG 2 18 21 0 0 0 21 1,16666

7. SV Hellern Kreisliga Osnabrück-Stadt W-E 3 16 19 0 0 0 19 1,1875

8. TSV Engensen Kreisliga Hannover-Land H 1 18 22 0 0 0 22 1,22222

TVJ Schneverdingen II Kreisliga Soltau-Fallingbostel LG 2 18 22 0 0 0 22 1,22222

SV Scharnebeck Kreisliga Lüneburg LG 1 18 22 0 0 0 22 1,22222

11. Borussia Neuenhaus II Kreisliga Bentheim W-E 7 16 20 0 0 0 20 1,25

12. SV Nienhagen II Kreisliga Celle LG 6 15 19 0 0 0 19 1,26666

13. SG Eldingen Kreisliga Celle LG 10 14 18 0 0 0 18 1,28571

14. TSV Liekwegen Kreisliga Schaumburg H 15 17 19 1 0 0 22 1,29411

15. VfL Lehre I Kreisliga Helmstedt BS 13 13 17 0 0 0 17 1,30769

16. SC Hainberg Bezirksliga Göttingen BS 3 15 20 0 0 0 20 1,33333

Deinster SV Kreisliga Stade LG 8 18 24 0 0 0 24 1,33333

TuS Glane I Kreisliga Osnabrück-Land W-E 3 18 14 0 2 0 24 1,33333

TSV Loccum Kreisliga HNienburg H 12 15 20 0 0 0 20 1,33333

20. TuRa Westrhauderfehn Bezirksliga Leer W-E 4 17 23 0 0 0 23 1,35294

TUS Borgloh I Kreisliga Osnabrück-Land W-E 2 17 20 1 0 0 23 1,35294

22. TV Stemmen Kreisliga Rotenburg LG 7 14 19 0 0 0 19 1,35714

23. SV Viktoria Gesmold II Kreisliga Osnabrück-Land W-E 13 16 17 0 1 0 22 1,375

SV Lengede Bezirksliga Peine BS 2 16 22 0 0 0 22 1,375

25. TSG Mörse Kreisliga Wolfsburg BS 1 13 8 0 2 0 18 1,38461

26. TSV Luthe Kreisliga Hannover-Land H 6 17 24 0 0 0 24 1,41176

SV Fümmelse Kreisliga Wolfenbüttel BS 13 17 24 0 0 0 24 1,41176

28. Germania Wiesmoor Kreisliga Aurich W-E 1 16 18 0 1 0 23 1,4375

TSV Üfingen Kreisliga Salzgitter BS 2 16 23 0 0 0 23 1,4375

30. MTV Hattorf Kreisliga Wolfsburg BS 13 11 16 0 0 0 16 1,45454

31. SV Kralenriede Kreisliga Braunschweig BS 4 13 19 0 0 0 19 1,46153

TSV Landolfshausen Bezirksliga Göttingen BS 9 13 19 0 0 0 19 1,46153

33. SV Heiligenfelde Kreisliga Diepholz H 12 17 25 0 0 0 25 1,47058

SV Großefehn Bezirksliga Aurich W-E 1 17 25 0 0 0 25 1,47058

TSV Oldenburg Kreisliga Oldenburg-Stadt W-E 1 17 25 0 0 0 25 1,47058

36. SV Eintracht Lüneburg Bezirksoberliga Lüneburg LG 3 16 21 1 0 0 24 1,5

SC Woltringhausen-Hoys. Kreisliga Nienburg H 16 18 16 2 1 0 27 1,5

SG Bantorf/Wichtringhsn. Kreisliga Hannover-Land H 14 16 18 2 0 0 24 1,5

VfL Stade II Kreisliga Stade LG 5 18 27 0 0 0 27 1,5

B-W Hollage Bezirksoberliga Osnabrück-Land W-E 2 18 27 0 0 0 27 1,5

41. MTSV Selsingen Kreisliga Rotenburg LG 3 15 23 0 0 0 23 1,53333

SC Rhauderfehn Kreisliga Leer W-E 7 15 23 0 0 0 23 1,53333

FC Ostereistedt/Rhade Kreisliga Rotenburg LG 10 15 23 0 0 0 23 1,53333

44. SVG Einbeck 05 Bezirksoberliga Northeim-Einbeck BS 10 13 20 0 0 0 20 1,53846

45. SV Zernien Kreisliga Lüchow-Danneberg LG 5 11 17 0 0 0 17 1,54545

46. SC Melle 03 Bezirksoberliga Osnabrück-Land W-E 1 18 28 0 0 0 28 1,55555

Hannover 96 II Regionalliga Hannover-Stadt H 11 18 25 1 0 0 28 1,55555

48. TSG Burg Gretesch Kreisliga Osnabrück-Stadt W-E 14 16 25 0 0 0 25 1,5625

49. FT Braunschweig II Bezirksliga Braunschweig BS 6 17 27 0 0 0 27 1,58823

ASV Altenlingen Kreisliga Emsland W-E 9 17 24 1 0 0 27 1,58823


Februar 2010 35


VGH-Fairness-Cup 2009/2010

36

Februar 2010

Zwei Mal Spitze

Die Begegnungen aus insgesamt 71

Staffeln werden im VGH-Fairness-

Cup 2008/2009 ausgewertet. In zwölf

Spielklassen führen Mannschaften sowohl

die Fairnesswertung als auch das

sportliche Ranking an: TuS Heeslingen II

(Bezirksliga Lüneburg 3), TuS BW Lohne

(Bezirksliga Weser-Ems 4), TSV Oldenburg

(Kreisliga Ammerland/Oldenburg-

Stadt/ Wesermarsch), Concordia Suurhusen

(Kreisliga Aurich/Emden), Germania

Wiesmoor (Kreisliga Aurich/Wittmund),

VfL Wildeshausen (Kreisliga

Oldenburg-Land/ Delmenhorst/Wesermarsch),

VfL Wahrenholz (Kreisliga Gifhorn),

SV Lachem-Haverbeck (Kreisliga

Hameln-Pyrmont), TSV Engensen (Kreisliga

Hannover-Land 1), SV Scharnebeck

(Kreisliga Lüneburg), SG Denkershausen

(Kreisliga Northeim-Einbeck), FC Pfeil

Broistedt (Kreisliga Peine).

17 gelbe Karten und ein Mal Gelb-Rot

kassierte Teutonia Uelzen (Foto) in bisher 18

Saisonspielen in der Kreisliga Uelzen. Mit

dieser Bilanz führen die Teutonen die Halbzeitwertung

im VGH-Fairness-Cup gemeinsam

mit VfL Wolfsburg II an.

Statistiken zur Halbzeitwertung im VGH-Fairness-Cup

Top in den einzelnen Spielklassen

Die jeweils bestplatzierten Mannschaften belegen in ihren Ligen

in der Gesamtwertung aller 1067 Mannschaften mit den aufgeführten

Quotienten nachfolgend genannte Plätze. Zum Vergleich

ist die Abschlusswertung des Vorjahres angegeben:

2010 2009

1. Bundesliga Hannover 96 1,88 / 95 2,24 / 154

3. Liga Eintracht Braunschw. 2,20 / 201 2,66 / 337

Regionalligen VfL Wolfsburg II 1,11 / 1 2,38 / 208

Oberligen Niedersachsen

SV Bad Rothenfelde 1,75 / 73 2,00 / 82

Bezirksoberligen SVE Lüneburg 1,50 / 36 4,30 / 991

Bezirksligen SC Hainberg 1,33 / 16 3,17 / 589

Kreisligen Teutonia Uelzen II 1,11 / 1 1,20 / 5

Die Teams der Ligen im Schnitt

Anzahl Schnitt

1. Bundesliga 2 2,28

3. Liga 2 2,58

Regionalligen 4 2,34

Oberligen Niedersachsen 33 2,96

Bezirksoberligen 67 3,35

Bezirksligen 272 3,25

Kreisligen 687 2,93

Die Bezirke im Vergleich

Teams Spiele Gelb Gelb- Rot nicht Schnitt

Rot angetr./

Sportger.

Braunschweig 253 3786 8.551 531 289 42 3,17

Hannover 247 4078 9.176 532 268 35 3,06

Lüneburg 252 4107 8.856 501 276 49 2,98

Weser-Ems 315 5150 11.270 565 351 62 2,98

In der Top-50-Tabelle sind: 15 Teams aus dem NFV-Bezirk Weser-

Ems, je 13 Mannschaften aus den Bezirken Braunschweig und

Lüneburg sowie neun Teams aus dem Bezirk Hannover. Einmal

mehr stellt der NFV-Kreis Osnabrück-Land mit fünf Teams die

meisten Mannschaften in dieser Tabelle. Es folgen mit jeweils

vier Nennungen die Kreise Hannover-Land und Wolfsburg vor

Osnabrück-Stadt, Stade und Rotenburg (je drei).

Die Ex-Champions

Jahr Verein Spielklasse Platz/Quotient

1993 TuS Celle FC Oberliga Niedersachsen Ost 658 3,47

1994 und 1995

SV Wippingen 2. Kreisklasse Nord Emsland nicht gewertet

1996 MTV Bokel Bezirksliga 4 Lüneburg 782 3,81

1997 FC Eisdorf Kreisliga Osterode 664 3,50

1998 SpVgg Brandlecht-

Hestrup Kreisliga Bentheim 106 2,07

1999 ESV Lüneburg 1. Kreisklasse Lüneburg nicht gewertet

2000 SV Halchter Leistungsklasse Wolfenbüttel nicht gewertet

2001 und 2002

TSV Lochtum 1. Kreisklasse Goslar nicht gewertet

2003 SF Lechtingen Bezirksliga 5 Weser-Ems 100 2,06

2004 TSV Klein Berkel-

Wangelist Bezirksliga 4 Hannover 494 3,07

2005 SV Hönisch 1. Kreisklasse Verden nicht gewertet

2006 SV Bad Rothenf. Oberliga Niedersachsen West 38 1,71

2007 und 2008

Spvgg Oetzen/St. 1. Kreisklasse Uelzen nicht gewertet

2009 FC Ostereistedt/R. Kreisliga Rotenburg 41 1,53

Fairste Liga: Kreisliga Osnabrück-Land Süd

Spiele Gelb Gelb- Rot nicht angetr./ Schnitt

rot Sportger.

276 412 14 14 0 1,9

Härteste Liga: Bezirksliga 2 Weser-Ems

Spiele Gelb Gelb- Rot nicht angetr./ Schnitt

rot Sportger.

270 747 44 31 11 4,24

Gesamtdurchschnitt: 1067 Teams

Spiele Gelb Gelb- Rot nicht angetr./ Schnitt

rot Sportger.

17.121 37.853 2129 1184 188 3,04

Vergleich Halbzeitwertung 2008/2009 (1076 Teams)

Spiele Gelb Gelb- Rot nicht angetr./ Schnitt

rot Sportger.

16.424 38.656 2338 1303 164 3,28


BLICK

in die Top-Ligen

1. Bundesliga

Spiele

Gelb

Gelb-Rot

Rot

n. ang./Sportg.

Wert

Rang

Regionalliga Nord

Spiele

Gelb

Gelb-Rot

Rot

n. ang./Sportg.

Wert

Rang

Oberliga Niedersachsen Ost

Spiele

Gelb

Gelb-Rot

Rot

n. ang./Sportg.

Wert

Rang

Oberliga Niedersachsen Ost

Spiele

Gelb

Gelb-Rot

Rot

n. ang./Sportg.

Wert

Rang

Spiele

Gelb

Gelb-Rot

Rot

n. ang./Sportg.

Wert

Rang

Hannover 96 VfL Wolfsburg

3. Liga

Eintr. Br’schweig VfL Osnabrück

16 9 20 20

27 16 41 50

1 38 1 3

0 0 0 0

0

1,875

1,875 1

2,6875

2,6875 0

2,2

2,2 0

2,95

95 410 201 548

TuS Heeslingen TSV Ottersberg TuS Güld. Stade Eintr. Br’schweig II SVG Göttingen FT Br’schweig RW Cuxhaven

16 17 15 16 15 18 16

33 25 29 30 32 40 35

0 2 1 2 1 1 0

0 1 0 0 0 0 1

0 2,0625 0 2,1176 0 2,1333 0 2,25 0 2,3333 0 0

2,0625 2,1176 2,1333 2,25 2,3333 2,3888 2,5

143 161 173 222 252 279 325

FC Hansa Lüneb. SV Ahlerst./Ott. SV BW Bornreihe SpVgg Drocht./A. VfV Bor. Hildesh. VSK Osterh.-Sch. FC Eintr. Nordh.

17 16 17 18 14 17 17

33

2

34

4

37

1

46

3

33

3

46

2

40

1

4,0

2 2,8823 1 3,1875 3 3,2352 1 1 3 5

0 0 0 0 0 0 0

2,8823 3,1875 3,2352 3,3333 3,3571 3,9411 4,0

509 643 671 701 718 885 891

2,95

3,3333 3,3571

Oberliga Niedersachsen Ost Oberliga Niedersachsen West

Oberliga Niedersachsen West

Spiele

Gelb

Gelb-Rot

Rot

n. ang./Sportg.

Wert

Rang

Oberliga Niedersachsen West

Spiele

Gelb

Gelb-Rot

Rot

n. ang./Sportg.

Wert

Rang

VfL Wolfsburg II Hannover 96 II SV W’haven Goslarer SC

18 18 18 17

20 25 40 51

0 1 2 2

0

0

1,1111 1,1111

0

0

1,5555

1,5555

2

0

3,1111

3,1111 1

0

3,6470

1 46 607 808

U.L.M. Wolfsburg BSV Ölper MTV Gifhorn SV Bad Rothenf. VfB Oldenburg

15 18 16 16 16

52

3 4,4

61

4

4,6111

52

7

4,875

25

0

28

0

1 2 1 0 1

0 0 0 0 0

4,4 4,6111 4,875 1,75 2.0625

971 999 1022 73 143

SC Langenhagen VfL Osnabrück II VfL Oythe TSV Havelse VfL Oldenburg Eintr. Nordhorn SV Bavenstedt

15 17 16 16 17 16 14

31 38 33 34 33 33 31

0 0 1 0 0 1 0

0 0 0 1 2 1 1

0 0 0 0 2,4375 0 2,5294

2,5625

0 0

2,0666 2,2352

2,25

2,0666 2,2352 2,25 2,4375 2,5294 2,5625 2,5714

146 215 222 300 341 362 367

Preußen Hameln SV Meppen VfL Bückeburg SV Raml.-Ehlersh. BSV SW Rehden BSV K. Emden BV Cloppenburg

16 16 14 15 16 15 17

39 38 36 38 41 40 60

0 1 0 1 1 2 5

3,375

1 1 1 1 2 3 0

2,75 2,875 2,9285

Schlusslichter

Spiele

Gelb

Gelb-Rot

Rot

n. ang./Sportg.

Wert

Rang

0 0 0 0 0 0 0

2,75 2,875 2,9285 3,0666 3,375 4,0666 4,4117

442 498 527 594 720 910 972

3,6470

3,0666

MTV Trb. Lüneburg TSV Danndorf I SV GW Calberlah

15

51

6,1333

12

24

6,3333 15

43

7 4 6

0 0 3

2 4 4

6,1333 6,3333 7,7333

1065 1066 1066

2,3888

3,9411

1,75

4,0666

7,7333

2,5

2.0625

2,5714

4,4117

37


38

Kreis Spiele Gelb Gelb-Rot Rot n. a./ Punkte Wertg. Top-Verein Spiele Gelb Gelb-Rot Rot n. a./ Punkte

Sportger. Sportger.

Februar 2010

Die Kreise im Vergleich

1. ( 1.) Osnabrück-Land 790 1519 57 35 2 1885 2,38607 TuS Glane I 18 14 0 2 0 24 1,3333

2. ( 3.) Osnabrück-Stadt 347 709 29 16 1 886 2,55331 Piesberger SV 15 17 0 0 0 17 1,1333

3. ( 6.) Stade 495 964 57 33 1 1310 2,64646 FC Mulsum/Kutenholz 18 21 0 0 0 21 1,1666

4. ( 7.) Wittmund 128 266 6 7 2 339 2,64843 SV Werdum 15 28 1 0 0 31 2,0666

5. (12.) Nienburg 419 825 58 24 1 1129 2,69451 TSV Loccum 15 20 0 0 0 20 1,3333

6. (23.) Hameln-Pyrmont 344 756 36 9 2 929 2,70058 SV Lachem-Haverbeck 17 26 2 0 0 32 1,8823

7. ( 4.) Bentheim 399 808 35 26 7 1113 2,78947 Borussia Neuenhaus II 16 20 0 0 0 20 1,25

8. ( 5.) Lüchow-Dannenberg 191 411 20 11 1 536 2,80628 SV Zernien 11 17 0 0 0 17 1,5454

9. (11.) Lüneburg 443 847 46 30 11 1245 2,81038 SV Scharnebeck 18 22 0 0 0 22 1,2222

10. ( 8.) Vechta 452 1003 52 23 0 1274 2,81858 VfL Oythe II 16 23 1 0 0 26 1,625

11. (27.) Rotenburg 361 788 34 21 4 1035 2,86703 TV Stemmen 14 19 0 0 0 19 1,3571

12. (21.) Leer 391 786 47 27 6 1122 2,86956 TuRa Westrhauderfehn 17 23 0 0 0 23 1,3529

13. ( 2.) Aurich 417 828 44 30 9 1200 2,87769 Germania Wiesmoor 16 18 0 1 0 23 1,4375

14. ( 9.) Uelzen 376 793 47 24 3 1084 2,88297 Teutonia Uelzen II 18 17 1 0 0 20 1,1111

15. (31.) Verden 365 802 39 27 2 1074 2,94246 SG Langwedel 15 21 0 1 0 26 1,7333

16. (16.) Diepholz 437 992 65 20 0 1287 2,94508 SV Heiligenfelde 17 25 0 0 0 25 1,4705

17. (17.) Emsland 495 1069 43 28 12 1458 2,94545 ASV Altenlingen 17 24 1 0 0 27 1,5882

18. (14.) Helmstedt 250 518 22 17 7 739 2,956 VfL Lehre I 13 17 0 0 0 17 1,3076

19. (29.) Hannover-Land 1218 2759 145 83 6 3669 3,01231 SV Weetzen 18 21 0 0 0 21 1,1666

20. (13.) Osterholz 406 844 56 35 4 1227 3,02216 TSV Wallhöfen 18 29 1 1 0 37 2,0555

21. (19.) Peine 387 865 48 32 1 1179 3,04651 SV Lengede 16 22 0 0 0 22 1,375

22. (20.) Salzgitter 354 764 50 33 1 1089 3,07627 TSV Üfingen 16 23 0 0 0 23 1,4375

23. (24.) Braunschweig 364 806 47 27 4 1122 3,08241 SV Kralenriede 13 19 0 0 0 19 1,4615

24. (45.) Wolfenbüttel 303 631 48 26 3 935 3,08580 SV Fümmelse 17 24 0 0 0 24 1,4117

25. (28.) Osterode 294 657 36 20 5 915 3,11224 VfR Osterode II 13 18 0 1 0 23 1,7692

26. (18.) Schaumburg 416 907 44 23 15 1304 3,13461 TSV Liekwegen 17 19 1 0 0 22 1,2941

27. (22.) Soltau-Fallingbostel 369 855 56 18 5 1163 3,15176 TVJ Schneverdingen II 18 22 0 0 0 22 1,2222

28. (30.) Cuxhaven 386 872 52 34 2 1218 3,15544 FC Hagen/Uthlede 18 24 2 1 0 35 1,9444

29. (15.) Göttingen 408 926 63 31 3 1300 3,18627 SC Hainberg 15 20 0 0 0 20 1,3333

30. (25.) Goslar 365 844 55 23 4 1164 3,18904 SC 18 Harlingerode 16 31 0 0 0 31 1,9375

31. (40.) Cloppenburg 445 1066 63 25 4 1420 3,19101 SV Cappeln 14 27 0 0 0 27 1,9285

32. (33.) Wolfsburg 365 790 57 33 5 1176 3,22191 VfL Wolfsburg II 18 20 0 0 0 20 1,1111

33. (38.) Harburg 384 940 48 24 5 1254 3,265625 MTV Egestorf 15 28 1 0 0 31 2,0666

34. (42.) Celle 331 740 46 19 11 1083 3,27190 SV Nienhagen II 15 19 0 0 0 19 1,2666

35. (41.) Hannover-Stadt 540 1286 85 46 1 1781 3,29814 Hannover 96 II 18 25 1 0 0 28 1,5555

36. (35.) Hildesheim 464 1121 61 38 4 1534 3,30603 SC Itzum 16 33 0 0 0 33 2,0625

37. (37.) Oldenburg-Stadt 240 576 29 25 2 808 3,36666 TSV Oldenburg 17 25 0 0 0 25 1,4705

38. (34.) Gifhorn 398 1019 59 20 5 1346 3,38190 VfL Wittingen/Su. 15 27 1 0 0 30 2

VfL Wahrenholz 14 25 1 0 0 28 2

39. (46.) Wilhelmshaven 95 233 13 11 0 327 3,44210 DJK SG Wilhelmshaven 14 24 2 1 0 35 2,5

40. (10.) Holzminden 240 530 38 25 6 829 3,45416 TSV Holenberg 12 22 0 0 0 22 1,8333

41. (26.) Northeim-Einbeck 298 731 46 27 4 1044 3,50335 SVG Einbeck 05 13 20 0 0 0 20 1,5384

42. (43.) Friesland 196 464 32 16 5 690 3,52040 Heidmühler FC II 15 28 1 0 0 31 2,0666

43. (44.) Emden 171 410 24 19 3 607 3,54970 BSV Kickers Emden II 15 29 1 0 0 32 2,1333

44. (39.) Wesermarsch 133 321 19 15 2 473 3,55639 1. FC Nordenham 15 24 1 1 0 32 2,1333

45. (36.) Ammerland 119 307 20 10 1 427 3,58823 Kickers Wahnbek 17 29 1 0 0 32 1,8823

46. (32.) Oldenburg-Land 197 499 26 22 2 707 3,58883 Wildeshausen I 17 22 1 2 0 35 2,0588

47. (47.) Delmenhorst 135 406 26 16 4 604 4,47407 TV Jahn 17 38 0 2 0 48 2,8235

Angabe in Klammern = Platzierung in der Endabrechnung des Wettbewerbs 2008/2009.


Eine frühzeitige Düngung im Frühjahr fördert die Erholung des Rasens

nach dem Winter.

Rasendüngung

im Frühjahr

Manchen Rasensportplätzen sieht man jetzt die Strapazen des

Winters deutlich an. Neben einer aufgespielten Rasennarbe

ist auch der Grünaspekt der Gräser mangelhaft. Sie sind regelrecht

ausgepowert. Gelbe Gräser bedeuten fast immer Nährstoffmangel

und wenig belastbare Pflanzen. Die Schäden nehmen rasant

zu.

Als „Erste Hilfe" müssen etwa ab Ende Februar/Anfang März die

notwendigen Nährstoffe zugeführt werden. Dies geschieht durch einen

speziellen Rasen-Frühjahrsdünger wie z.B. „Spring P56". Er enthält

die im Frühjahr erforderlichen Nährstoffe im richtigen Verhältnis

zueinander und liefert den dringend benötigten Wachstumsmotor

Stickstoff. Die Gräser können jetzt wieder wachsen und die Belastungen

viel besser ertragen. Zusätzlich enthält er Plantacur®P56, einen

die Gräser stärkenden Extrakt. Dieser fördert die Vitalität, erhöht die

Stressresistenz gegenüber Hitze und Trockenheit und stärkt somit

die Gesundheit der Gräser. Auch der Wurzeltiefgang und die Durchwurzelungsintensität

werden angeregt.

Einen sehr rasch wirkenden Nährstoffeffekt erreicht man mit

einer Flüssigdüngung. Hierbei werden die Nährstoffe mittels Spritze

direkt auf das Blatt gegeben. Von dort aus gelangen sie schnell in

den Stoffwechsel der Gräser und beschleunigen den Nährstoffeffekt.

Für die schnelle Erholung der Gräser empfehlen die Rasenmacher

von Eurogreen „Liquifert P56“. Dieser Flüssigdünger mit dem

Pflanzenstärkungsmittel P56 und einem hohen Gehalt an Wachstum

förderndem Algenextrakt garantiert ein gesundes Grün und eine

schnelle Erholung nach dem Winter.

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Februar 2010 39


Frauenfußball

40

Mit Norwegens Nationalspielerin Melissa Wiik soll das Wolfsburger Angriffsspiel attraktiver werden.

Februar 2010

2. Liga: Victoria Gersten

Vom Kellerkind

zum Spitzenteam

„Bei uns wird nicht mehr gegen den

Abstieg gespielt“, bringt Trainerin Maria

Reisinger von Victoria Gersten die Entwicklung

ihres Klubs auf den Punkt. 2004

gehörten die Emsländerinnen zu den

Gründungsmitgliedern der Zweiten

Bundesliga und mussten seitdem nahezu

jede Saison um den Klassenerhalt zittern.

Doch in dieser Spielzeit ist bisher alles anders.

Der einzige niedersächsische Frauen-Zweitligist

sieht seine recht konstante

Leistung nach zwölf Spielen mit dem dritten

Tabellenplatz bei 29:14-Toren und 23

Punkten belohnt.

Gegen die SG Wattenscheid 09 wurde

sowohl die Hinrunde mit 3:2 auswärts

als auch vor der Winterpause die Rückrunde

beim 3:1 im Heimspiel erfolgreich

eingeleitet. Auf der Habenseite stehen

außerdem ein 2:0 beim FFC Oldesloe, ein

3:0 beim Magdeburger FFC und drei

deutliche Heimsiege. Beim 5:1 über den

HSV II hielt Torfrau Vera Oude-Wesselink

einen Elfmeter, das 4:0 gegen Werder

Bremen verfolgten 350 Zuschauer und

das 5:1 über Holstein Kiel besorgten Vanessa

Rohling mit drei Toren und Martina

Fennen mit zwei Treffern im Alleingang.

Das einzige Remis gab es mit 1:1 bei BW

Hohen Neuendorf. Als Verlierer verließ

die Victoria den Platz beim verlustpunktfreien

Erstligaabsteiger Herforder SV

(1:4), bei Lok Leipzig und gegen den Tabellenzweiten

Turbine Potsdam II (jeweils

1:2). Nach der Winterpause wieder mit

Britta und Inga Kappel als Heimkehrerinnen

vom Bezirksoberligisten BW Papenburg

sollte die Victoria ihre gute Bilanz

ausbauen können und in der Endabrechnung

den beachtlichen dritten Tabellenplatz

festigen.

Enttäuschend verlief lediglich der Pokalwettbewerb,

wo die Emsländerinnen

gleich in der ersten Runde mit 1:2 beim

Zweitliga-Absteiger Mellendorf auf der

Strecke blieben. In der Torschützenliste

der Zweiten Liga tauchen Vanessa Rohling

und Martina Fennen mit jeweils neun Treffern

in der Spitzengruppe auf. Nur Kathrin

Patzke vom HSV II mit 12 Treffern sowie

die Herforderinnen Jennifer Niehaus und

Anna Laue mit je zehn Treffern waren erfolgreicher.

Alle Victoria-Schützinnen auf

einen Blick: Martina Fennen, Vanessa Rohling

(beide 9 Tore), Sarah Schneider (3),

Sandra Reisinger, Sarah Sieksmeyer (beide

2), Tanja Baumann, Jana Kieras, Sarah

Meiners, Sina Tepe (alle 1). - dkf -

VfL setzt

Mit der Norwegerin Melissa

Wiik und der Finnin Anna-

Kaisa Rantanen meldet Wolfsburg

zwei namhafte Verstärkungen

für die Rückrunde. Die

Hinserie verlief durchwachsen.

Für das Fußball-Journal

Niedersachsen blickt DIETRICH

KÖHLER-FRANKE zurück.

Mit 15 Punkten aus elf Spielen verlief die

Bundesliga-Hinrunde aus Sicht des VfL

Wolfsburg eher durchwachsen, obgleich

die Mannschaft von Trainer Ralf Kellermann

in der Vorserie in diesem Zeitraum nur

auf 13 Zähler gekommen war.

Der Saisonverlauf: Zum Auftakt gab es

gegen den FFC Frankfurt (2:3) und Bad Neuenahr

(0:1) zwei Niederlagen. Vor allem das

2:3 vor 2.500 Zuschauern am heimischen

Elsterweg gegen Frankfurt schmerzte, da der

VfL nach einem „Doppelpack“ von Shelley

Thompson zwischenzeitlich mit 2:1 geführt

hatte. Der dritte Spieltag bescherte bei Tennis

Borussia Berlin das ersehnte Erfolgserlebnis,

eingeleitet durch zwei Brendel-Tore. Der 3:0-

Sieg stand bereits nach 33 Minuten fest. Im

folgenden Heimspiel reichten zwei Treffer von

Selina Wagner gegen ihre ehemaligen Kame- ➤

BVC jagt

Burg Gretesch fairstes Team –

Havelses Yvonne Tünnermann

erzielt 16 Treffer –

Timmel völlig von der Rolle

Schwach gestartet und dann nicht mehr zu

halten – so lässt sich aus Sicht des TV Mellendorf

die Regionalliga-Hinrunde bilanzieren.

Denn nach zwei Niederlagen zum Auftakt

(0:4 in Delmenhorst und 0:1 zu Hause gegen

Bergedorf 85) legte der MTV eine imponierende

Serie von neun Siegen und einem Remis

(3:3 gegen Havelse) hin und katapultierte sich

damit vom letzten auf den ersten Platz.

Auch der vermutlich härteste Rivale, der

BV Cloppenburg, wurde mit 2:0 geschlagen.

Allerdings weist der BVC ebenfalls 28 Zähler

auf und darf sich, da ein Spiel weniger, als

„heimlicher Spitzenreiter“ fühlen. Auch die

Südoldenburgerinnen erzielten neun Siege

und mussten neben der Niederlage gegen

Mellendorf nur beim Unentschieden gegen

Ahlerstedt Punkteinbußen hinnehmen. Rechtzeitig

zur Rückserie wurde das Trainerteam

um Matthias Rieck-Göken erweitert. Der 40-

Jährige hatte zuletzt Victoria Gersten im Gespann

mit Maria Reisinger trainiert und soll

nun den BVC an der Seite von Ludwig Ferneding

und Co-Trainer Sven Göhring in die

zweite Bundesliga führen.

Mit nur zwei Punkten weniger als Cloppenburg

lauert der SV Ahlerstedt/Ottendorf

auf Platz drei. Allerdings hat das Team aus dem

NFV-Kreis Stade bereits 13 Spiele und damit

zwei Partien mehr als der BVC bestritten.


auf Skandinavien-Duo

radinnen vom 1. FC Saarbrücken nur zu

einem 2:2-Remis.

Nach dem 3:1 beim SC Freiburg durfte

die Kellermann-Elf am sechsten Spieltag

auch ihren ersten Heimsieg feiern. Bayern

München wurde mit 4:0 bezwungen. Mit

dem 2:2 beim Hamburger SV empfahlen sich

die Wolfsburgerinnen für das Duell mit dem

Spitzenteam des FCR Duisburg. Doch abermals

sollte es zu Hause nicht reichen, Inka

Grings und Co. siegten mit 3:1. In Essen-

Schönebeck erzielte der VfL am neunten

Spieltag bereits das dritte 2:2-Remis, ehe

gegen den USV Jena auch endlich wieder

einmal am Elsterweg gejubelt werden durfte.

Selina Wagner und Nathalie Bock trafen zum

2:0-Erfolg. Zum Abschluss stand die Partie

beim Deutschen Meister Turbine Potsdam

auf dem Programm. Ohne die erkrankte

Martina Müller zog Wolfsburg sich beachtlich

aus der Affäre, musste sich aber letztlich

trotz einer guten kämpferischen Leistung mit

0:2 geschlagen geben.

Mit einem Polster von neun Punkten zu

einem Abstiegsrang steht der VfL derzeit auf

Platz sieben im gesicherten Mittelfeld. Allerdings

geht der Blick der Verantwortlichen

eher nach oben denn nach unten. Der Optimismus

nährt sich vor allem aus den Neuzugängen.

Mit der 84-fachen finnischen Nationalspielerin

Anna-Kaisa Rantanen und der

Norwegerin Melissa Wiik, die bisher 32 Mal

Hinter Bergedorf 85 auf Rang vier

folgt der TV Jahn Delmenhorst, der mit

zwei Siegen und 9:2 Toren sogar zunächst

die Tabelle anführte. Zufrieden sein dürften

der VfL Oythe (20 Punkte), der TSV Havelse

und die SG Jesteburg/Bendestorf (beide

16). Die SG steckte sechs Niederlagen in

Serie weg. Mit 39 Treffern erzielte Havelse

die meisten Tore und verbuchte Rekordsiege

mit 8:1 über Timmel und 7:1 bei Holstein

Kiel II. Nicht von ungefähr stellt Havelse

mit Spielertrainerin Yvonne Tünnermann

(16 Tore) und Antje Schulz (11) auch die

besten Schützinnen.

Neuling TSG Ahlten feierte erst einen

Heimsieg und kann mit neun Zählern ebenso

noch Sorgen bekommen wie Mitaufsteiger

Holstein Kiel II (7). Völlig von der Rolle

sind der ehemalige Zweitligist SuS Timmel

und der letztjährige Tabellendritte TSG Burg

Gretesch. Timmel brachte vor heimischer

Kulisse erst ein Pünktchen zustande. Mitte

November warf Trainer Werner Pastoreck

das Handtuch, so dass Timmels Trainer-Legende

Bruno Mönck ein Comeback auf der

SuS-Bank feierte. Die TSG Burg Gretesch

ging daheim leer aus und schoss vor eigenem

Anhang erst ein(!) Tor. Den einzigen

Sieg neben einem Remis gab es im Kellerduell

mit 3:2 in Timmel.

In der Fairnesswertung dagegen glänzte

Burg Gretesch und liegt vor Ahlerstedt/

Ottendorf, Jesteburg/Bendestorf und Timmel

an der Spitze. Mit einem blauen Auge

kam Mellendorf vor dem Sportgericht davon.

Cloppenburgs Trainer Ludwig Ferne-

Mit sechs Treffern zählte Selina Wagner zu den

erfolgreichsten VfL-Schützinnen. Fotos (2): imago

für ihr Land auflief, kommen zwei „große

Fische“ an den Mittellandkanal. „Mit Melissa

und Anna-Kaisa verstärken uns zwei internationale

Klassespielerinnen bereits zur Rück-

Spitzenreiter Mellendorf

ding war beim Spiel in Mellendorf von einem

Ordner tätlich attackiert worden. Mellendorf

rutschte nach diesem Verfahren

aber in der Fairnesswertung auf den letzten

Platz hinter Holstein Kiel II, Delmenhorst

Frauenfußball

runde. Es ist unsere feste Überzeugung, dass

die beiden Spielerinnen uns helfen werden,

um in den nächsten Spielzeiten weiter zur

Spitzengruppe der Bundesliga aufzuschließen“,

erklärte Sportdirektor Bernd Huneke

auf der vereinseigenen Homepage (www.vflwolfsburg.de).

Während die 31-jährige Finnin

das Mittelfeld ergänzt, wird die 24-jährige

Norwegerin im Sturm spielen. Beide Spielerinnen

erhielten zunächst einen Vertrag bis

zum Ende der Saison 2010/11.

Ärgerlich verlief der DFB-Pokal mit dem

vermeidbaren Aus in der vierten Runde im

Heimspiel gegen Jena (1:2). Zuvor wurden

die Hürden RW Flatow (13:0), Hamburger SV

(3:0) und Bayern München (3:1) elanvoll genommen.

Ungewöhnlich oft sorgten die Wolfsburgerinnen

für einen „Doppelpack“, denn

gleich sechsmal traf eine Spielerin in einer

Partie zweimal. Von der Torflut der gesamten

Vorserie (53 Tore), als Martina Müller (21

Treffer) und Shelley Thompson (13) gemeinsam

auf 34 Treffer kamen, ist der VfL Wolfsburg

allerdings nach Ende der Hinrunde mit

21 Treffern weit entfernt. Die meisten Treffer

erzielten Martina Müller und Selina Wagner

(jeweils 6). Je zweimal waren Shelley Thompson

und Annelie Brendel erfolgreich. Je einmal

durften Nathalie Bock, Stephanie Bunte,

Eve Chandraratne, Zsanett Jakabfi und

Navina Omilade jubeln. ■

und Bergedorf. Es gab in der Regionalliga

Nord bislang fünf rote Karten (2 Mellendorf,

je eine Delmenhorst, Timmel und Kiel)

und erst zwei „Ampelkarten“ (Kiel, Bergedorf).

- dkf - ■

Anna Mirbach (am Ball) und Jahn Delmenhorst unterlagen beim VfL Oythe mit 0:5. Foto: privat

Februar 2010 41


Ehemalige Stars – was machen sie heute?

42

Von 1985 bis 1989 stürmte Siggi Reich für Hannover 96. In dieser Szene scheitert er im Oktober 1985 am Kölner Nationaltorwart Harald „Toni“ Schumacher.

Durch Tore von Bastian Hellberg, heute NFV-Direktor, Michael Gue und Wayne Thomas gewann 96 3:1. Vor Hannover spielte Reich für ...

Siggi Reich – Eike Immels Albtraum

Situationen blitzschnell erfassen und dann zuschlagen – das war die große Stärke von Siegfried

Reich. Keiner hat für den VfL Wolfsburg, Dzeko hin, Grafite her, so oft getroffen wie der

Mann aus Fallersleben. Da die „Wölfe“ zu seiner Zeit aber noch nicht erstklassig waren, ging

Reich in der Bundesliga unter anderem für Borussia Dortmund und Hannover 96 auf Torejagd.

Von HUBERT MEYER

Es gibt klare Ansagen im Fußball. „Leg

den Ball vor, ich schieße aufs Tor” beispielsweise

kann von dem Spieler, der

im Ballbesitz ist, kaum missverstanden werden.

Gregor Grillemeier allerdings traute seinen

Ohren nicht, als Siegfried („Siggi”)

Reich ihn am 22. März 1988 dazu aufforderte.

Denn er und sein Kollege von Hannover

96 lagen nicht nur 0:2 gegen den VfB Stuttgart

zurück, sondern sie standen zum Anstoß

am Mittelkreis. Mit einem „Spinnst Du

jetzt völlig”, spielte er schließlich den Ball

und sah dann, wie Reich das Tor seines Lebens

schoss – aus mehr als 50 Metern über

den verdutzten VfB-Torwart Eike Immel hinweg.

Legendär der anschließende Kommentar

des Stuttgarter Kapitäns Guido Buchwald:

„Künftig werden wir auch bei Anstößen

eine Mauer machen.”

Fallersleben, die Hoffmann-Stadt. Nur

etwa einen Waldlauf entfernt von der

Wolfsburger Volkswagen-Arena treffen wir

den einstigen Torjäger und heutigen Geschäftsmann.

Wir sitzen im Sporthaus Reich

in der Kampstraße und schmunzeln über

Guido Buchwalds Bonmot. „Ich glaube, der

Eike Immel hat mir das bis heute nicht verziehen.”

Kein Wunder, denn die Zuschauer

der ARD-Sportschau wählten Reichs Kunstschuss

zum auch in späteren Jahren immer

wieder gern gezeigten „Tor des Monats“.

Reich erinnert sich: „Beim Tor des Jahres bin

ich sogar noch Zweiter geworden.”

Februar 2010

Tore – sie waren sein Leben. Keiner hat

für den VfL Wolfsburg so oft das gegnerische

Tor getroffen wie der trickreiche Siggi

Reich, der heute im modernen Fußball ein

ideales Fallbeispiel für Handlungsschnelligkeit

wäre. Situationen blitzschnell erfassen

und dann zuschlagen – das waren Fähigkeiten,

die ihn früh auszeichneten. Allerdings

war er kein gelernter Stürmer. „Ich war von

Haus aus Mittelfeldspieler.” Doch im Leben

und natürlich im Fußball sind es oft auch Zufälle,

die Regie führen. In der A-Jugend-Auswahl

des Niedersächsischen Fußballverbandes,

die seinerzeit vom NFV-Verbandssportlehrer

Horst Stockhausen betreut wurde,

fehlte ein zweiter Stürmer. Und so testete

„Stocki” Reich während einer USA-Reise im

Angriff und stellte die Karriere-Weiche.

Ein halbes Jahr kickte Reich zunächst in

der Reservemannschaft des VfL Wolfsburg,

ehe er ins Regionalliga-Team berufen wurde

und schon im ersten Jahr 18 Tore erzielte.

Nach nur zwei Jahren Regionalliga trudelten

die ersten Bundesliga-Offerten ein. Reich

absolvierte ein Probetraining in Gladbach,

Anfang der 80er Jahre noch immer eine der

besten Adressen im deutschen Fußball, und

unterzeichnete anschließend sofort seinen

ersten Profi-Vertrag. Eine Bilderbuchkarriere

schien sich anzubahnen. Doch stattdessen

schlug das Schicksal hart zu.

„Ich habe überhaupt keine Erinnerung

mehr an den Unfall”, sagt Reich und

scheint in unserem Gespräch noch einmal

nach Erinnerungsfetzen zu fahnden. Doch

erfolglos. Was er weiß, ist auch heute lediglich,

was damals in den Zeitungen geschrieben

wurde. Dass er mit seinem Wagen von

der Straße abkam und fürchterlich verunglückte.

„Schwere innere Verletzungen”

hieß es. Zu dem Zeitpunkt war der Fußball

bedeutungslos geworden, denn sein Leben

stand auf dem Spiel.

Doch die Genesung machte Fortschritte

und so trat er schließlich seinen

Dienst in Gladbach an. Zwar war an Fußball

selbst noch nicht zu denken, weil -–

wie sich später erst herausstellte, ein Muskelstrang

im Oberschenkel irreparabel zerstört

war – doch „Jung-Siegfried” schaffte

es trotzdem. „Ein Jahr Muskelaufbau

war nötig, weil die anderen Muskeln den

Verlust ausgleichen mussten.“ Eine Knochenmühle.

Immerhin gelangen ihm in seiner letzten

Halbserie bei Gladbach unter Jupp

Heynckes in 17 Spielen noch acht Tore. Bejubelt

von Mitspielern wie Winfried Schäfer,

Frank Mill, Wolfram Wuttke oder einem Talent

namens Lothar Matthäus. „Ich weiß

noch wie Heynckes durchgedreht ist, als

Matthäus, gerade 18 Jahre, mit dem Porsche

zum Training kam. Schließlich fuhren

alle anderen Datsun“ (damaliger Hauptsponsor

der Borussia).

Er verließ Gladbach und heuerte im

Sommer 1983 in Dortmund an – aus heutiger

Sicht ein Fehler, „denn ich sollte nach

Meinung von Trainer Uli Maslo Rüdiger Abramczik

auf Rechtsaußen ersetzen. Doch ➤


das war nicht meine Welt. So habe ich ein

Jahr weggeschmissen.”

Siggi Reich traf in nur 14 Spielen zweimal

und wechselte gefrustet nach Bielefeld

(Saison 1984/85). Für die Ostwestfalen erzielte

Reich zwar stattliche 18 Treffer, doch

zum Klassenerhalt sollte es nicht reichen. Erneut

wechselte er nach nur einer Saison den

Verein – ihn zog es zurück nach Niedersachsen,

in die Landeshauptstadt.

Vier Jahre spielte er bei Hannover 96

(85-89). Abstieg, Aufstieg, Abstieg – immerhin

zwischenzeitlich Platz 10 in der Bundesliga

– Hannover 96 erlebte Reich recht abenteuerlich,

einzige Konstante: Seine Treffsicherheit.

33 Tore in der Bundesliga und 26

Treffer, die nach dem ersten Abstieg maßgeblich

dazu beitrugen, dass der Traditionsverein

1987 den sofortigen Wiederaufstieg

schaffte.

Als die „Roten“ nach zwei weiteren

Spielzeiten erneut den Gang in die Zweitklassigkeit

antreten mussten, folgte Reich

dem Ruf von Bayer 05 Uerdingen. Nach nur

vier Toren in 17 Spielen kehrte er für eine

Saison an die Leine zurück, um danach erneut

sein Glück am Niederrhein zu probieren.

Vergeblich. Unter Trainer Horst Wohlers

kam der Torjäger nur in sieben Spielen zum

Einsatz – am 24. November 1990 bestritt

Siegfried Reich gegen Borussia Dortmund

sein letztes von insgesamt 178 Erstligaspielen

(65 Tore).

1991 löste der inzwischen 31-Jährige

den Vertrag auf und nahm die Offerte seines

Stammvereins VfL Wolfsburg, der damals in

der dritten Liga kickte, an. Ein Neuanfang in

der Oberliga Nord oder Ausklang einer

wechselhaften Karriere – das war die Frage.

Für Reich und die „Wölfe“ sollte es eine turbulente

und erfolgreiche Zeit werden, denn

dank seines noch immer stark ausgeprägten

Torinstinkts stiegen die Niedersachsen in die

2. Liga auf. Unvergessen auch das DFB-Pokalfinale,

welches der VfL 1995 zum ersten

und bislang einzigen Mal erreichte, weil die

von Gerd Roggensack trainierte Mannschaft

Ehemalige Stars – was machen sie heute?

... Borussia Dortmund (Saison 1983/84) ... Borussia Mönchengladbach (1981 bis 1984) ... Arminia Bielefeld (1984/85). Fotos (4): imago

im Halbfinale beim 1. FC Köln mit 1:0 gewann.

Die Frage nach dem Torschützen?

Raten Sie mal.

Wenn er seine Zeit mit der aktuellen

Situation vergleichen soll, dann kommt der

heute 50-Jährige zu dem Schluss, dass die

Veränderungen schon gravierend sind.

„Bundesliga“, sagt Siggi Reich und wirkt

dabei nachdenklich, „ist mir heute zu gläsern

geworden. Die Spieler stehen doch

ständig unter Beobachtung. Für die Kinder

der Profis stelle ich mir das beispielsweise

in der Schule sehr schwierig vor, wenn über

den Vater in der Zeitung berichtet wird.”

Aber der Fußball selbst hat für ihn nie

seinen Reiz verloren. Er freut sich, wenn

ehemalige Vereine wie Hannover 96 ihn

einladen oder er bei Traditionsmannschaften

(Dortmund, Wolfsburg) spielt. Auch

den VfL besucht er natürlich bei den Spielen.

Dabei fällt ihm auf, dass „die Mannschaft

oft gut spielt aber zu viele Chancen

ungenutzt lässt“. Vielleicht fehlt der Veh-

Truppe einfach nur einer wie Siggi Reich?

Einer, der Situationen blitzschnell erfasst

und dann zuschlägt. Wie im März 1988,

als Eike Immel zu weit vor seinem Tor postiert

war ... ■

Siggi Reich hat in seinem Sportgeschäft in Wolfsburg-Fallersleben eine große Auswahl an Trikots

– nicht nur vom VfL. Foto: Meyer

Februar 2010 43


E-Jugend-Cup

44

Seit 2005 kämpfen junge E-Jugend-Fußballer

um sportliche Erfolge und für

krebskranke Kinder. Allein 2005 und

2006 beteiligen sich über 20.000 junge Kicker

in ganz Deutschland am E-Jugend-Cup

zu Gunsten der Deutschen KinderKrebshilfe.

Auch für den NFV ist die Hilfe für

krebskranke Kinder ein wichtiges Anliegen.

In diesem Jahr gehen E-Junioren in zehn

NFV-Kreisen für ihre kranken Altersgenossen

auf Torejagd. Beim Auftaktturnier im

erstmals an der Aktion beteiligten NFV-

Kreis Wilhelmshaven spielten Ende Dezember

zehn E-Juniorenteams den Cup aus.

Turniersieger wurde WSC Frisia, doch viel

mehr zählt, dass die Firma FRImedia KG für

jedes Tor 3 Euro spendete und nach 122 erzielten

Treffern den Betrag auf 400 Euro

aufstockte. Zusätzlich verzichteten die am

Turnier beteiligten Funktionäre auf ihre

Spesen und auch mit Spendendosen wurde

gesammelt, so dass letztlich ein Gesamtbe-

Februar 2010

740,61 Euro zu Gunsten

der KinderKrebshilfe

WSC Frisia gewinnt beim E-Jugend-Cup in Wilhelmshaven

Jugendförderpreis

Ferien an der Ostsee

und in Mecklenburg

Z ehn Vereine aus Niedersachsen

werden von der DFB-Stiftung Egidius

Braun und dem Jugendausschuss

des NFV für ihre herausragende Jugendarbeit

im Jahr 2009 mit dem

NFV-Jugendförderpreis ausgezeichnet.

Der Preis sieht im Sommer 2010

attraktive Fußballferien an der Ostsee

und im Bereich der Mecklenburger

Seenplatte für Juniorengruppen der

betreffenden Vereine mit jeweils 16

Spielern im Alter von 11 bis 13 Jahren

und zwei Betreuern vor. Darunter befindet

sich auch ein Mädchenteam.

Auf die Fußballferien dürfen sich

die Nachwuchsgruppen folgender

Vereine freuen:

Schönhagen vom 18. bis 24.

Juli: VfL Stenum, SV Lehrte 06, Germania

Walsrode, WSC Frisia Wilhelmshaven,

SC Uetze, TSV Wiepenkathen

(alle Jahrgänge 97 bis 99).

Der NFV wird bei diesem Ferienvergnügen

an der Ostsee durch das

Mitglied im Verbandsjugendausschuss,

Frank Gunia, vertreten.

Schönhagen vom 25. bis 31.

Juli: TSV Wanna, FC Algermissen

(beide Jahrgänge 97 bis 99).

Lensterstrand vom 24. Juli bis

2. August: Mädchenteam des TSV

Weyhe-Lahausen (Jahrgänge 97 bis

00).

Am DFB Fußball-Jugend-

Camp 2010 nimmt folgende

Mannschaft teil: Parchim vom 25.

Juli bis 3. August: Harpstedter TB

(Jahrgänge 95/96).

Jana Eckhoff (FRImedia KG), Staffelleiterin Birthe Uphoff und Walter Fricke als Vorsitzender

des Verbandsjugendausschusses des NFV freuen sich über die ansehnliche Spende, die beim

E-Jugend-Cup in Wilhelmshaven zu Gunsten der Deutschen KinderKrebshilfe zusammen kam.

trag in Höhe von 740,61 Euro an die Deutsche

KinderKrebshilfe überwiesen werden

konnte.

Bei den Hallenkreismeisterschaften in

den Fußballkreisen Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg,

Lüneburg, Osterode

und Stade waren 2006/07 über 12.600

Euro, 2007/08 genau 19.000 Euro und

2008/09 sogar über 20.500 Euro für den

guten Zweck zusammen gekommen.

Darüber hinaus konnte mit Dieter Eilts

im Jahr 2007 ein namhafter Ex-Nationalspieler

als Schirmherr für die E-Junioren-

Kreismeisterschaften in Niedersachsen zu

Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe

gewonnen werden. „Fußball ist mehr als

Die diesjährigen Futsal-Hallenmeisterschaften

der B- und C-Junioren des

Niedersächsischen Fußballverbandes

(NFV) finden am 13./14. Februar in der

Sporthalle in Edewecht-Friedrichsfehn (zur

Sportwiese 6) im NFV-Kreis Ammerland

statt.

Für das Endrundenturnier der C-Junioren

am 13. Februar (11 Uhr) standen bei

Redaktionsschluss dieser Ausgabe bereits

folgende Teilnehmer fest: SV Viktoria Georgsmarienhütte,

VfL Oldenburg, VfB Peine,

BSC Acosta Braunschweig, HSC BW

Tündern und der TSV Havelse.

Das Teilnehmerfeld der B-Junioren

(Turnierbeginn am 14. Februar/11 Uhr) sah

bei Redaktionsschluss so aus: Vorwärts

Nordhorn, FSV Westerstede, Eintracht

Braunschweig und der MTV Gifhorn.

Die Gesamtorganisation liegt in den

Händen des Gastgebers SV Friedrichsfehn

ein 1:0! Dass dieses Motto des DFB keine

bloße Floskel ist, wird eindrucksvoll mit

dem E-Jugend-Cup zu Gunsten der Deutschen

KinderKrebshilfe unter Beweis gestellt.

Junge Fußballer aus Niedersachsen

spielen den Doppelpass, um für krebskranke

Kinder einzutreten. Sie übernehmen damit

soziale Verantwortung und geben ein

schönes Beispiel einer Solidarität, die hoffentlich

viele Nachahmer und Unterstützer

findet“, sagt der Europameister von 1996.

Die in diesem Jahr am E-Jugend-Cup

teilnehmenden Kreise des NFV: Cuxhaven,

Gifhorn, Harburg, Lüchow-Dannenberg,

Lüneburg, Osterode, Stade, Vechta, Wilhelmshaven,

Wolfsburg.

NFV ermittelt Futsal-Meister

und von Dirk Possiwan (Verbandsjugendausschuss),

die für einen reibungslosen Ablauf

der beiden Veranstaltungen sorgen

werden. Possiwan sieht den beiden Turniertagen

optimistisch entgegen: „Diese Art

Fußball mit einem anderen Spielgerät zu

spielen kommt bei den Jugendlichen immer

enorm gut an. Ich bin davon überzeugt,

dass toller Hallenfußball zelebriert werden

wird.“

Bei den C-Junioren spielen die beiden

besten niedersächsischen Mannschaften

am 21. Februar in Hamburg um die Norddeutsche

Meisterschaft und um die Qualifikation

für die Deutsche Meisterschaft im

Futsal-Cup, die im März/April in Bergkamen

ausgetragen wird. Bei den B-Junioren findet

erstmals die Norddeutsche Meisterschaft

am 20. Februar in Hamburg statt.

Auch hier gehen die beiden besten NFV-

Teams an den Start. Fritz Redeker


Bezirk Braunschweig

46

Der NFV-Kreis Göttingen hat einenSchiedsrichteranwärterlehrgang

in der Justizvollzugsanstalt

(JVA) Rosdorf/Göttingen für

Strafgefangene durchgeführt. Bei

der Prüfung und Übergabe der

Schiedsrichterausweise war viel

Prominenz anwesend.

Christine Weichert-Plenger,

Leiterin der Justizvollzugsanstalt,

begrüßte FIFA-Schiedsrichter Florian

Meyer, Hannes Wittfoth als

Beauftragten des Gefangenensports

und ehemaligen NFV-

Vizepräsidenten, den Vorsitzenden

des Verbandsschiedsrichterausschusses

Wolfgang Mierswa,

den Schiedsrichter-Regionalbeauftragten

Waldemar Maier und

vom Kreisvorstand Göttingen den

Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen

Lotz, den stellvertretenden Kreisvorsitzenden

Hans-Dieter Dethlefs

und Schiedsrichterobmann

Christian Rahlfs sowie alle Referenten,

die beim Anwärterlehrgang

tätig waren.

Die neuen Ausweise wurden

übergeben von Florian Meyer,

Wolfgang Mierswa, Christian

Rahlfs und Waldemar Maier, der

eingangs feststellte, dass alle 15

Strafgefangenen die Prüfung mit

guten Ergebnissen bestanden haben.

Die Anwärter Sven Schulz

und Björn Blajic erhielten von

Wolfgang Mierswa je ein Schiedsrichterhemd,

weil sie als Lehrgangsbeste

abgeschnitten hatten.

Außerdem überreichte

Mierswa eine Pfeife an Christine

Weichert-Plenger, den Fachbereichsleiter

Manfred Fiedler, der

den Anwärterlehrgang angeregt

hatte und an Sportübungsleiter

Sydne Kessler.

Während der Aushändigung

der Ausweise inklusive einer gel-

Februar 2010

Gratulation vom

FIFA-Schiedsrichter

Anwärterlehrgang in der JVA Rosdorf

ben und roten Karte bedankten

sich zahlreiche Häftlinge bei den

Referenten Sven Begas, Nils Heidenreich,

Andre Grimme, Christian

Rahlfs, Michaela Siegmann

und Torsten Steinbach für ihre

hervorragende Arbeit. Sportübungsleiter

Sydne Kessler stellte

in seinen Dankesworten u. a. fest,

dass einige Strafgefangene sich

positiv verändert hätten.

Die Mitglieder des Kreisschiedsrichterausschusses

haben

sich bereit erklärt, einen weiteren

Schiedsrichteranwärterlehrgang

im Herbst 2010 und Fortbildungsveranstaltungen

für die neuen

Schiedsrichter durchzuführen,

um die Regelkenntnisse aufzufrischen.

Die Vertreter des Verbandes,

Kreises und Christine Weichert-Plenger

hoffen, dass einige

Häftlinge sich nach ihrem Aufenthalt

in der Justizvollzugsanstalt einem

Sportverein anschließen und

das Amt des Schiedsrichters ausführen.

Abschließend gab es ausreichend

Gelegenheit zu zahlreichen

Gesprächen zwischen den

JVA-Insassen und Gästen.

Im Frühjahr 2009 fand ein

Fußballfreundschaftsspiel zwischen

den Strafgefangenen der

Justizvollzugsanstalt Rosdorf und

der zweiten Mannschaft von FC

Grone statt. Auch in Zukunft sollen

weitere Freundschaftsspiele in

der Justizvollzugsanstalt durchgeführt

werden. Hierbei sollen die

neuen Schiedsrichter eingesetzt

werden.

Der NFV-Kreis Göttingen beabsichtigt

zudem im Frühjahr

2010 unter der Leitung des Kreislehrwartes

Thomas Hellmich einen

Trainerlehrgang in der JVA

durchzuführen.

Auf Anregung des Vorstandes

des NFV-Kreises Göttingen

wird die JVA Rosdorf außerdem

künftig die Schiedsrichterzeitung

des DFB und das Fußball-Journal

des NFV erhalten.

Hans-Dieter Dethlefs

Die neuen Schiedsrichter mit FIFA-Schiedsrichter Florian Meier (vorn, 3.v.r.). Foto: Hans-Dieter Dethlefs

SV Bad Lauterberg stellt den neuen Frauen-Hallenkreismeister des NFV-Kreises Osterode. Die Meisterschaft wurde vom VfL 08 Herzberg in

der Mahntehalle ausgerichtet und von den beiden Unparteiischen Meike Huxold (VfR Osterode) und Steffen Keller (TuSpo Petershütte) souverän geleitet.

Überraschen konnten die Gastgeber. Das VfL-Team aus Herzberg schlug als Kreisligavertreter im Halbfinale den Bezirksligisten TSV Wulften mit 2:1.

Im zweiten Semifinale gewann Bad Lauterberg gegen FC Eisdorf mit 3:1. Im Finale hatte schließlich Bad Lauterberg mit 3:1 gegen VfL Herzberg die Nase

vorn. Bei der Siegerehrung, die der Kreisvorsitzende Gerhard Dix (rechts) und Spielausschussvorsitzender Klaus Henkel (hinten, 4. v. rechts) vornahmen,

erhielten alle acht teilnehmenden Teams einen Ball. Der Sieger durfte sich zudem über den Wanderpokal freuen. „Es hat sich gezeigt, dass der

Frauenfußball im Kreis Osterode weitere Fortschritte gemacht hat“, so Klaus Henkel bei der Ehrung. Unser Foto zeigt das Siegerteam des SV Bad Lauterberg

(schwarz) und den Zweitplatzierte VfL 08 Herzberg (blau) mit Vereinsvertretern und den Vertretern des NFV-Kreises. Text und Foto: Gerhard Lüer


C-Lizenz-Ausbildung

im Kreis Salzgitter

Zwölf neue Fußballtrainer haben bestanden

Die Prüfung zur Fußballtrainer

C-Lizenz im NFV-Kreis Salzgitter

haben zwei Frauen und zehn

Männer erfolgreich im Union-

Sportheim Salzgitter-Bad abgelegt.

„Drei Prüflinge werden im

Frühjahr die praktische Prüfung

noch nachholen. Aus gesundheitlichen

Gründen konnten die Fußballer

nicht teilnehmen“, sagte

Kreislehrwart Timo Kleiner bei der

Ausgabe der Lizenzen.

In drei Blöcken mit jeweils einer

Woche täglichem Unterricht

wurden die Kandidaten auf den

Sportplätzen des TSV Beinum und

von Union Salzgitter von den

Kreistrainern Jennifer Püschel, Kai

Kuschel, Karsten Pommerenke,

Simon Wahl, Armin Pengel, Manfred

Kleinschmidt und Timo Kleiner

auf die Prüfung vorbereitet.

Heinz Rosenbaum vom NFV-Bezirk

Braunschweig nahm das Fußballfachwissen

von den Kandidaten

ab. Als Lehrgangsbester

schnitt Timo Kleiner (Fortuna Le-

benstedt) ab. Die beiden Fußballerinnen

Viktoria Schimke (SV Innerstetal)

und Kerstin Rother

(Sportfreunde Salzgitter) landeten

ebenfalls im Vorderfeld. Auch

Frank Langemann (FC Pfeil Broistedt),

Steve Hartmann (SV Gustedt),

Rainer Reupke (SC Gitter),

Robert Lux, Andreas Hoinza (beide

TSV Hallendorf), Bülent Güzel,

Mathias Mergardt (beide VfL

Salder), Faruk Kanra (Borussia

Salzgitter) und Kevin Amendy

(Fortuna Lebenstedt) trainieren

Bezirk Braunschweig

jetzt mit Lehrschein die Talente in

ihren Vereinen.

Im Frühjahr wird der NFV-

Kreis Salzgitter einen weiteren C-

Lizenz Lehrgang anbieten. Anmeldungen

nimmt Kreislehrwart Timo

Kleiner, Falkenhorst 18, 38226

Salzgitter, Telefon 67025 entgegen.

Die Gebühr beträgt 150 Euro

und es ist ein polizeiliches

Führungszeugnis erforderlich. G.S.

Die Fußballtrainer C-Lizenzen überreichte Kreislehrwart Timo Kleiner (vorn links hockend) mit den Kreistrainern

an die Prüflinge des Lehrganges. Foto: Günter Schacht

Dezember 2009

Liebe Sportkameradinnen, liebe Sportkameraden,

wir haben die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass der ehemalige Kreis-

Schiedsrichter-Obmann (KSO)

Gerhard Palkowski

am 19. Dezember 2009 im Alter von 77 Jahren verstorben ist.

Gerhard Palkowski hat die Entwicklung des Schiedsrichterwesens in

Braunschweig in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgeprägt. Sein

besonderes Augenmerk galt der Weiterentwicklung der Jungschiedsrichter.

Gerhard Palkowski war vielseitig aktiv. Eine besondere Nähe empfand er

aber immer zum Fußball. 1971 begann er seine Funktionärslaufbahn als

Kreispressewart, ehe er 1977 das Amt des Kreis-Schiedsrichter-Lehrwartes

(KSL) und 1979 den Vorsitz der Schiedsrichter-Vereinigung Braunschweig

übernahm. Dieses Amt übte er bis zum Jahr 1985 aus.

Das außergewöhnliche Engagement von Gerhard Palkowski für den Fußballsport

und hier besonders für das Schiedsrichterwesen ist auf vielfältige

Weise gewürdigt worden. So wurde er aufgrund seiner herausragenden

Verdienste 1971 mit der Silbernen Ehrennadel und 1982 mit der Goldenen

Ehrennadel des Kreises Braunschweig ausgezeichnet. 1976 wurde Gerhard

Palkowski mit der Silbernen Ehrennadel des Bezirkes Braunschweig

ausgezeichnet.

Aufgrund seines verbindlichen, auf Ausgleich bedachten Charakters sowie

seines humorvollen Wesens erfreute er sich in Kreisen der niedersächsischen

Fußballer großer Beliebtheit.

Der Niedersächsische Fußballverband, Kreis Braunschweig, dankt Gerhard

Palkowski für seine Lebensleistung. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken

bewahren.

Niedersächsischer Fußballverband e.V.

Kreis Braunschweig

Volker Baumgärtel

(Kreisvorsitzender)

Werbung für den

Mädchenfußball

betrieben die Teams bei der

C-Juniorinnen-Bezirksmeisterschaft

in der Sporthalle Vienenburg.

Den Hallentitel sicherte

sich der VfL Wolfsburg (Foto)

mit einem 2:1-Erfolg gegen VfR

Wische/ Neubokel. Platz 3 erreichte

VfB Peine mit einem 3:2-

Sieg nach Neunmeterschießen

über SV Moringen 07. Die weiteren

Plätze belegten MTV Lichtenberg,

VfL Herzberg, JSG

Lochtum/Wiedelah, SV Gifhorn

und FFG Einbeck/Vogelbeck.

„Alle Teams waren auf einer Augenhöhe.

Die Spannung belebte

das Turnier. Die Veranstaltung

ist voll gelungen“, lobte Bezirksjugendobmann

Jens Schulze

den Ablauf. G.S. /Foto: Privat

Februar 2010 47


Bezirk Braunschweig

48

Strahlende Kinderaugen gab es nach dem Weihnachtsturnier der G- Jugend des NFV-Kreises Salzgitter in der Sporthalle Wasserburg

Gebhardshagen. Die fünf- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen erhielten vom Staffelleiter Werner Hiersemann (stehend, 4. von links) eine Medaille

und eine prall gefüllte Weihnachtstüte. Kreisjugendobmann Mario Tietze (stehend 7. von links) sprach dem SRB (städtischer Reinigungsbetrieb) seinen

Dank für die Unterstützung aus und überreichte den Siegerpokal an SCU Salz-Gitter (vorn links). Die weiteren Plätze belegten VfL Salder, Viktoria Thiede,

SV Innerstetal, MTV Lichtenberg, FC Fatih Salzgitter und Borussia Salzgitter. G.S./Foto: Günter Schacht

GW Vallstedt holt

sich den PAZ-Cup

Hallenfußball-Kreismeisterschaft in Peine

Vallstedt heißt der

GWstrahlende Sieger des

PAZ-Cups der 13. Peiner Hallenfußball-Kreismeisterschaft;

zum

sechsten Mal hatte der NFV-

Kreis Peine dafür die Schirmherrschaft

übernommen. Im Finale

besiegte der Bezirksoberligist

den SV Lengede mit 4:2.

Über 500 Zuschauer in der

Silberkamphalle bejubelten auch

das Spiel um Platz 3, das Arminia

Vöhrum mit 4:3 nach Elfmeterschießen

gegen Pfeil Broistedt

gewann. Der Sieger kassierte

2.000 Euro Preisgeld, gestiftet

von Obi, während sich die unterlegenen

Kicker noch über

1.000 Euro (Kreissparkasse) freuen

konnten. Die acht Finalisten

hatten sich zuvor in vier Vorrundengruppen

zu sechs Teilnehmern

für die Endrunde qualifiziert,

wo alle anderen Teams

ebenfalls mit Geldgeschenken

bedacht wurden.

Doppelpass live. Acht Jungschiedsrichterinnen

und Jungschiedsrichter des

Landkreises Helmstedt erhielten kürzlich die

Gelegenheit, die Fernseh-Sendung Doppelpass

live in der Autostadt in Wolfsburg zu

verfolgen. Um Punkt elf Uhr begrüßte Moderator

Jörg Wontorra (Mitte) seine Gäste, u.a.

Udo Lattek, Manfred Breuckmann, Matthias

Opdenhövel, Thomas Helmer und den Trainer

von Bayer 04 Leverkusen, Jupp Heynckes, und

analysierte mit ihnen den vorletzten Spieltag

der Bundesliga-Hinrunde. Als sich die Sendung

dem Ende neigte, ergriffen die Helmstedter

die Chance, noch einige Fotos mit den

Prominenten zu machen. Im Anschluss daran

wurden sie zudem ins Stadtcafé der Autostadt

eingeladen. Deshalb gilt ihr besonderer

Dank dem Vorstand des NFV-Kreises

Helmstedt. Ann-Kathrin Brandes

Februar 2010

Mit Pokalen oder Gutscheinen

wurden auch der beste Torschütze

und der beste Torwart

geehrt, dazu der Pechvogel des

Turniers, der Kicker, der das

schnellste Tor erzielte und die

fairste Mannschaft. Das Turnier,

das wiederum von der PSG Peine

hervorragend organisiert

wurde, bot wahre Stadion-Atmosphäre.

20 junge Damen wedelten

mit schwarz-gelben Pompons

und die Owl Town Pipe &

Drum Band faszinierte mit schottischer

Musik.

Die Schiedsrichter Silvio

Horge (SSV Plockhorst) und Nicolai

Rühmann (Pfeil Broistedt)

freuten sich, dass sie mit einer

Roten Karte und zwei Zwei-Minuten-Strafen

auskamen.

Mit dem Verschenken von

50 Fußbällen, die in die Zuschauer

geschossen wurden, ging dieses

einmalige Peiner Fußball-

Event zu Ende. Peter Baumeister

15 Lehrgänge mit 225

Fortbildungswilligen

Gute Resonanz auf Ausbildung in Peine

Auch für das erste Halbjahr

2010 hat der Vorsitzende

des Kreislehrausschusses im

NFV-Kreis Peine, Reinhard

Matschurek, wieder ein sehr

informatives Programm zusammengestellt.

Schon im Januar

fanden zwei Veranstaltungen

statt, die sich mit

„Kurzschulung für E-Junioren"

und dem Mädchen- und Frauentraining

beschäftigten.

Am 27. Februar wird eine

Kurzschulung „Training mit Gbis

E-Junioren" angeboten,

während am 13. März der

Gründer des Schnelligkeitszentrums

Berlin, Klaus Stosno,

nach Peine kommt und über

sein Institut informiert.

Ein Highlight ist der Besuch

des Eilenriedestadions

am 17. April, wo der Leiter

des Amateurbereichs von Hannover

96, Stefan Mertesacker,

Tipps für erstes Feldtraining

für F- und E- Junioren gibt.

Am 2. Mai steht eine „Kurzschulung

Futsal" auf dem Programm,

die von Ulf Drewes,

Referent des NFV in Barsinghausen,

geleitet wird. Michael

Richter, DFB-Stützpunkttrainer,

gibt am 7. Juni Einblicke in

das Torwarttraining.

Außerdem wird vom 7.

April bis 23. Juni jeweils von

Freitag bis Sonntag ein Trainerlehrgang

für C-Lizenz Breitenfußball

durchgeführt. Reinhard

Matschurek, bei dem

sich Interessierte zu allen Veranstaltungen

anmelden können,

freut sich über die gute

Resonanz im Jahr 2009, denn

bei 15 Lehrgängen konnte er

225 Fortbildungswillige begrüßen.

Diesen Erfolg wünscht

er sich ebenfalls für dieses

Jahr. Peter Baumeister


Strahlende Mädchenaugen

D-Juniorinnen des MTV Lichtenberg gewinnen bei TEAM 2011

Die Trikots für die Teilnahme am DFB-Wettbewerb „TEAM 2011“ wurden den Mädchen des MTV Lichtenberg von

Jennifer Püschel (stehend, 2.v.l.), Timo Kleiner (5.v.l.) und Kerstin Opitz (stehend, 3.v.r.) überreicht.

Foto: Günter Schacht

Strahlende Mädchenaugen gab

es vor dem Training der D-Juniorinnen

des MTV Lichtenberg.

Der WM-Koordinator TEAM 2011

des NFV-Kreises Salzgitter, Timo

Kleiner, überbrachte mit seinen

Mitarbeiterinnen Jennifer Püschel

Mit einer Überraschung endete

das 7. Master Hallenturnier

2009/2010 des NFV-Kreises

Göttingen. Die zweite

Mannschaft des RSV Göttingen

05 setzte sich als Kreisklassist

im Finale gegen den Kreisligisten

PSV BG Göttingen nach

Siebenmeterschießen mit 7:6

durch. Den dritten Platz belegte

der FC Lindenberg/Adelebsen

nach einem 5:3-Erfolg über SG

GW Hagenberg.

An den bisherigen Master

Hallenturnieren beteiligten sich

Fußballmannschaften von der

Kreisliga bis zur 3. Kreisliga.

Beim diesjährigen Master wurden

zwei Turniere für die

Teams Kreisliga/1. Kreisklassen

und 2./3. Kreisklassen durchgeführt.

Über das Ergebnis des

Master Hallenturniers der 2.

und 3. Kreisklassen wird in ei-

und Kerstin Opitz die Trikots des

DFB als Siegerpreis für die Teilnahme

am Teamwettbewerb des

DFB.

Nicht nur für den MTV Lichtenberg

hat sich die Teilnahme

am ausgeschriebenen Wettbe-

Überraschung durch

RSV Göttingen 05 II

7. Master Hallenturnier in Göttingen

ner der nächsten Ausgaben des

Fußball-Journals berichtet.

Leider beteiligten sich am

Wettbewerb Kreisliga/1. Kreisklassen

nur sieben Kreisligamannschaften,

aus der 1. Kreisklasse

waren es 21 Teams aus

drei Staffeln. Als Begründungen

der geringen Beteiligung wurden

die Verletzungsgefahr und

die Teilnahme an verschiedenen

Vereinshallenmeisterschaften angegeben.

Die Siegerehrung wurde

vom Spielausschussvorsitzenden

Alfred Bonenberger und dem

stellvertretenden Spielausschussvorsitzenden

Carsten Jahns vorgenommen,

der auch in diesem

Jahr für die organisatorische

Durchführung des Turniers verantwortlich

war. Als fairste

Mannschaft wurde der SC BW

Friedland geehrt, bester Torhü-

werb des DFB gelohnt. „Es gilt

dabei nötige Punkte zu sammeln

und die Koordination zwischen

Schule und Verein voranzutreiben.

Der MTV hat die Aufgabe

in Zusammenarbeit mit der

Grundschule in Lichtenberg

ter war Markus Steinmetz (SG

GW Hagenberg), bester Torschütze

mit sechs Toren Seljmann

Shaciri (PSV BG Göttin-

Bezirk Braunschweig

schon geschafft und dabei den

teuren Trikotsatz gewonnen.

Ebenfalls haben die Aufgaben

SV Innerstetal und TSV Salzgitter

gelöst. Der DFB wird in naher

Zukunft auch diese Trikotsätze

an unseren Kreis schicken. Dann

werden wir auch diese Preise

aushändigen“, erklärte Kleiner

bei der Übergabe.

Kerstin Opitz, die als Erzieherin

die Fußball AG in der

Grundschule Am Ziesberg leitet,

freute sich über bisher gemeldete

14 Schulen aus Salzgitter, die

an dem Wettbewerb teilnehmen.

„Die Schulen zeigten sich

bisher sehr interessiert. Alle Teilnehmer

erhalten ebenso wie die

mitmachenden Vereine nur für

die Meldung schon eine Welcome-Box

mit Fahne, einem

adidas-Ball, Leibchen und WM-

Give-aways.“

Mit 19 Vereinen hat sich

das gesetzte Ziel von der Vereinsbeauftragten

des Kreises,

Jennifer Püschel, noch lange

nicht erfüllt. „Es sind ja nicht

nur die Welcome-Boxen und die

Trikots zu gewinnen. Zusätzlich

werden Eintrittskarten für Länderspiele,

Trainingscamps in

Sportschulen und ein Training

mit DFB-Trainern bis zum Beginn

der Frauen-WM noch vom DFB

zur Ausschüttung gebracht“,

fügte Püschel hinzu.

Anmeldungen der Vereine

zur Teilnahme an dem Wettbewerb

nimmt Kreislehrwart Timo

Kleiner, Falkenhorst 18, 38226

Salzgitter, Telefon 67025 entgegen.

G.S.

Die siegreiche Mannschaft des RSV Göttingen 05 II mit dem Spielausschussvorsitzenden

Alfred Bonenberger (rechts) und dem stellvertretenden

Spielausschussvorsitzenden Carsten Jahns (links).

gen) und als bester Spieler

wurde Atila Kaplan (RSV Göttingen

05 II) ausgezeichnet.

Hans-Dieter Dethlefs

Februar 2010 49


Bezirk Hannover

50

„Alte Hasen“ geben Tipps

Neues Coachingkonzept für Jungschiedsrichter in Hannover-Land

Der Coachingkader des NFV-Kreises Hannover-Land. Unser Foto zeigt in der hinteren Reihe von links: Christos

Savvopoulos, Jan Köhnen, Mirko Sowada, Tim Schreiber, Marc Gareis, Jan-Hendrik Schulze, Lehrwart Michael

Nitsche; mittlere Reihe: Thomas Wissel, Sören Kokott, Torben Zilling, Fabian Pigors, Pascal Werner, Coach Benjamin

Schmidt; vordere Reihe: Maik Denecke, Tobias Oehmigen, Michael Kolberg, Fabian Krueger, Tobias Mehrkens,

Coach Anika Hotzel.

Ihren ersten Lehrgang haben 18

Jungschiedsrichter des neu initiierten

Coachingkaders des NFV-

Kreises Hannover-Land im Landschulheim

der Tellkampschule in

Springe hinter sich gebracht.

Kreislehrwart Michael Nitsche sowie

die erfahrenen Trainer Anika

Hotzel, Patrick Mewes, Benjamin

Schmidt und Bezirks-Schiedsrich-

Februar 2010

terobmann Thomas Rüdiger boten

dem bereits im Spielbetrieb

tätigen Nachwuchs dort ein abwechslungsreichesFortbildungsprogramm.

Neben der Aufarbeitung individuellerBeobachtungsergebnisse

aus den Spielleitungen der

Teilnehmer trugen praktische

Übungen zu verschiedenen

Ein runder Geburtstag muss gebührend gefeiert

werden. Und das tat die Schiedsrichter-Vereinigung

Hannover, die am 2. Januar 1970 gegründet wurde, zum

40-jährigen Bestehen mit rund 100 Gästen im Clubheim

des PSV Hannover. Unter ihnen weilten Verbands-

Schiedsrichter-Obmann Wolfgang Mierswa, der Kreis-

Schiedsrichter Obmann Hannover-Land, Volker Kampe,

und der Vorsitzende des Kreises Hannover, Michael Rabe.

Zudem begrüßte der Vorsitzende Uwe Behlke unter anderem

Rolf Rümmler aus Bremen und den 85-jährigen Georg

Peschke, der mit dem Zug aus Emden angereist war.

Mit besonderen Ehrungen wurden Karl-Heinz Nottebrock

für 25-jährige Mitgliedschaft und die anwesenden Gründungsmitglieder

für 40 Jahre Vereinstreue bedacht. Darüber

hinaus hatte der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende

Ludwig Fischer eine Bilderschau erstellt,

die an die vergangenen 40 Jahre erinnerte. Ludwig Fischer

Spielsituationen, Rollenspiele zur

Konfliktlösung, Referate und

Gruppenarbeiten zum Regelwerk

sowie praxisorientierte Tipps und

Tricks der alten Hasen dazu bei,

gezielt auf Verbesserungen hinzuarbeiten.

„Wir sind uns sicher,

die mitgenommenen Erfahrungen

in den kommenden Spielleitungen

positiv anwenden zu

können und freuen uns bereits

jetzt auf den nächsten Lehrgang“,

zogen Maik Denecke

und Thomas Wissel im Namen

aller Mitstreiter eine durchweg

positive Bilanz.

Der Coachingkader besteht

aus 22 Coachees (Jungschiedsrichtern),

die von zwölf Übungsleitern

(Lehrstab und erfahrene

Schiedsrichter) in weiteren Lehrgängen

geschult werden. Ziel des

neuen Förderkonzeptes ist die Erhöhung

des allgemeinen Leistungsniveaus

und damit die Verbesserung

der Aufstiegschancen

junger Schiedsrichterinnen und

Schiedsrichter.

Zum Kader gehören: Maik

Denecke, Marc Gareis, Fabian Pigors

(alle TSV Krähenwinkel/Kaltenweide),

Jan Köhnen (VSV Hohenbostel),

Sören Kokott (MTV

Engelbostel-Schulenburg), Michael

Kolberg (Spvg Laatzen), Fabian

Krueger (TSV Kirchdorf), Tobias

Mehrkens (TSV Barsinghausen),

Tobias Oehmigen (TSV Luthe),

Christos Savvopoulos, Marcel

Vogel (beide TSV Berenbostel),

Tim Schreiber (Heesseler SV), Jan-

Hendrik Schulze, Christopher Rose

(beide SV Wacker Osterwald),

Mirko Sowada (SG 05 Ronnenberg),

Pascal Werner (SV Degersen),

Thomas Wissel (SC Langenhagen),

Torben Zilling (FC Neuwarmbüchen),

Jens Böker, Christian

Nuss ( beide MTV Ilten),

Alexander Dreyer (SV 06 Lehrte)

und Patrick Otte (TSV Goltern).

Heinz Jäkel

Sibirien liegt an der Leine. Der

NFV-Kreis Hannover-Stadt und Hannover

96 hatten es gut gemeint:

Und der 1. FC Werkheim, ein Fußball-Team,

das sich aus Bewohnern

einer stationären Hilfeeinrichtung

für Männer in besonderen sozialen

Schwierigkeiten zusammensetzt,

hatte sich schon lange über die Einladung

des Bundesligisten und des

Kreises zur Partie gegen den VfL Bochum

gefreut. Doch am Spieltag

sorgten minus 13 bis 15 Grad und

die zweite Spielhälfte für eisige

Stimmung. Nach einer 2:0-Führung

im ersten Durchgang, der Erwärmung

brachte, unterlagen die „Roten“

noch mit 2:3. Klaus Setzkorn


Gruppenfoto mit

allen Geehrten.

Hans-Joachim Filipiak freut sich

mit Thomas Kuhnert (Kreis-

Schiedsrichter-Obmann) über die

DFB-Nadel.

Viele Ehrungen standen beim

Neujahrsempfang des NFV-

Kreises Hannover-Stadt auf der

Tagesordnung. Kreis-Vize Torsten

Rothe begrüßte im Klubheim von

Im Rahmen der Projektreihe

„20.000 plus“ – einer Kampagne

des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) und des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV) –

sollen bis 2011 im Bundesgebiet

20.000 Sportlehrkräfte der

Grundschulen im Bereich Fußball

„Kreis-Oscar“ für

Rolf Roeschlau

Hannover-Stadt zeichnet das Ehrenamt aus

Hannover 96 mehr als 60 geladene

Gäste. Unter ihnen weilte

unter anderem der Ehrenamtsbeauftragte

des NFV, Helmut

Buschmeier (Bad Iburg), der als

Gastredner den Sinn und Zweck

des Ehrenamtes erklärte.

Mit dem DFB-Ehrenamtspreis

wurden Uwe Bartels und

Rudi Matthias (beide Hannover

96) ausgezeichnet. Bartels wird

im April als Kreissieger zur Ehrung

durch den NFV in die Sportschule

Barsinghausen eingeladen. Er ist

fortgebildet werden. Zu einer

fünfstündigen Fortbildung hatte

Heinrich Pohl, Schulfußball-Referent

im NFV-Kreis Hildesheim, 25

Teilnehmer, davon 21 Lehrerinnen

aus dem Landkreis, in die

Sporthalle der Didrik-Pining-

Schule eingeladen.

der vierte Sieger in Folge, der in

den „DFB-Club 100“ berufen

wurden.

Rolf Roeschlau (Hannover

96) wurde für sein Lebenswerk

ausgezeichnet. „Es ist der Oscar,

also eine Ehrung für die vielen Ehrungen

in 56 Jahren, die der 85-

Jährige im Laufe seiner Ehrenamtszeit

erhalten hat“, sagte

Kreisvorsitzender Michael Rabe

bei der Auszeichnung.

Weitere Ehrungen: Goldene

Ehrennadel des Kreises: Manfred

25 begeisterte Sportlehrer

Fünfstündige Fortbildung im Rahmen der Projektreihe „20.000 plus“

Bei dieser Kooperation zwischen

dem NFV-Kreis Hildesheim

und der Landesschulbehörde Abteilung

Hannover wurden völlig

neue Konzepte erarbeitet, die

erstmalig von Referent Holger König

vorgestellt wurden und die

Lehrkräfte begeisterten. Dazu

25 Sportlehrerinnen und -lehrer nahmen mit dem Referenten Holger König (vorn liegend) am Fußball-Lehrgang im

Rahmen der Projektreihe „20.000 plus“ von DFB und NFV in der Hildesheimer Didrik-Pining-Schule teil.Foto Neumann

Bezirk Hannover

Kandelhard (Sportgericht), Wolfgang

Stengel (Vorsitzender

Kreis-Jugend-Ausschuss), Burkhard

Krüger (Schiedsrichter-Ausschuss),

Frank Kittel (Kreistrainer).

Vom Schiedsrichter-Ausschuss

wurden geehrt: 25 Jahre:

Arno Langanki (TSV Limmer); 30

Jahre: Henryk Krupinski (TuS Marathon),

Hans-Jürgen Gurtowski

(Mühlenberger SV); 50 Jahre:

Hans-Joachin Filipiak (TSV Limmer)

mit der DFB-Ehrennadel.

Im Vereinswettbewerb wurden

der HSC Hannover und der

SV Borussia ausgezeichnet. Im

Wettbewerb TEAM 2011 erhielten

der HSC Hannover, TSV Fortuna/Sachsenross,

SV Eintracht

Hannover und SV Borussia Hannover

je einen Satz Trikots.

Klaus Setzkorn

gehörte auch ein praktisches Unterrichtsbeispiel

mit einer Schulklasse

der Didrik-Pining-Schule,

bei dem die Beobachtung im Vordergrund

stand. Weiter wurden

die Teilnehmer aktiv mit einbezogen,

in dem sie in Gruppenarbeit

bestimmte Aufgabenstellungen

lösen musste.

Mit dabei waren Maren Andresen

(GS Nettlingen), Christiane

Frölich, Almut Hunold (beide St.

Martinus-Schule Himmelsthür),

Christine Oelschläger, Mareike Kleinert

(beide GS Hohnsen), Daniela

Katt, Merle Serini (beide GS Bodenburg),

Martin Ehrhardt, Barbara

von Kleistt (beide GS Moritzberg),

Doris Heise (Dihnser Schule), Veronika

von Almstedt, Dirk Semmler

(beide Didrik-Pining-Schule), Marlene

Müller, Daniela Oelkers (beide

Mauritiusschule Hildesheim), Nicolette

Stamme, Helmut Höppner

(beide GS Harsum), Rita Kreipe

(Elisabethschule Hildesheim), Perdita

Schrell, Friedrich Münzberger

(beide Friedrich-Busse-Schule Sibbesse),

Olaf Becker (GS Lamspringe),

Ira Schnack (GS Auf der Höhe

Hildesheim), Mareen Blume (GS

Sorsum), Oliver Remsch (GS Neuhof),

Andrea Keil (GS Ochtersum)

und Andreas Betjemann (GTS Drispenstedt).

Burghard Neumann

Februar 2010 51


Bezirk Hannover

52

Mit einer Rekordbeteiligung ist

die jüngste Lehrveranstaltung

des NFV-Kreises Hildesheim

über die Bühne gegangen. 80 Jugendtrainer

fanden den Weg in

den Saal des Gemeindezentrums

Emmerke. Das brisante Thema

„Fußball im Rausch – ohne mich“

hatte doch mehr Zuhörer interessiert

als vermutet. Einige Vereine

waren schon im Vorfeld an Siegfried

Herrmann, Vorsitzender des

Lehrausschusses herangetreten,

um sich über die schleichende

Drogensituation und Suchtprobleme

zu informieren.

Aufmerksam hörten die

Übungsleiter den Ausführungen

von Referent Wolfgang Kiel, Initiator

von Suchtmobil e.V., zu, der

alarmierende Zahlen präsentierte.

Besonders Alkohol werde immer

häufiger von den Nachwuchskickern

konsumiert: „Die Jugendlichen

werden immer jünger.

Schon Acht- bis Zehnjährige kommen

an Alkohol heran und erscheinen

auf wackeligen Füßen

beim Training oder bei den Spielen.

Auch am Spielfeldrand –

Wolfgang Kiel: Initiator des Vereins

Suchtmobil e.V.

Versunken im Schnee. Wie auf den

Fotos beim SBV Erichshagen (Kreis Nienburg) und

dem ASC Nienburg (oben) sah es im Januar auf

vielen Sportplätzen aus. Große Teile Niedersachsens

waren unter den Schneemassen versunken.

So hieß es „Ski und Rodel gut“ auf Niedersachsens

Fußballplätzen. Bereits Anfang Februar soll

das runde Leder aber wieder über den „grünen“

Platz rollen. In Anbetracht der Schneemassen, die

das neue Jahr beschert hat, kann sich dies aber

noch niemand vorstellen. Spielausfälle sind vorprogrammiert

und werden die Staffelleiter herausfordern.

Fotos und Text: Jens Lucenz

Februar 2010

„Fußball im Rausch – ohne mich“

Suchtmobil e.V. informiert in Hildesheim über Drogensituation

Wolfgang Kiel sprach vor 80 Hildesheimer Trainern über Suchtprävention. Fotos: Burghard Neumann

während oder nach dem Spiel –

kreisen die Bierflaschen“, verriet

Kiel.

Bei regelmäßigem Alkoholkonsum

seien die psychischen Folgen

oft verheerend. Gleiches gelte

auch für andere Drogen wie Pillen

oder Cannabis. Das komme in allen

Schichten der Gesellschaft vor

und mache auch vor Sportlern

nicht Halt.

„Eines steht fest: Die meisten

Menschen können mit Alkohol

umgehen. Doch für manche

wird der Stoff zum Problem. Was

mit einigen Schnäpsen beginnt,

kann mit anderen Drogen und einer

schweren Sucht aufhören“,

machte Kiel deutlich. „Studien

besagen, dass Jugendliche, die

sich regelmäßig sportlich betätigen,

eher gefeit vor Suchtabhän-

gigkeit sind als andere. Hier sind

die jungen Leute in den Vereinen

eingebunden. Das soziale Gefüge

spielt eine große Rolle“, fuhr Kiel

fort.

Auf die Fragen der Trainer,

was sie tun könnten, gab Kiel zu

bedenken, dass es schwierig sei,

den Drogenmissbrauch zu erkennen.

„Ein Suchtkranker muss von

allein aufhören wollen. Wenn er

sich gegen Hilfe sträubt, sind Eltern

und Schutzbefohlene machtlos“,

sagte Kiel und ergänzte:

„Alkohol kann man riechen, auch

die Augen sprechen Bände, aber

bei Cannabis wird es schwierig.

Heroin-Konsumenten sieht man

ihre Sucht zuerst kaum an, weil

sie den Stoff nur rauchen oder

schnupfen und nicht spritzen“,

erklärte der Fachmann.

Kiel spricht aus eigener Erfahrung.

Aus seinen Talenten als

ehemaliger Bundesliga-Rugbyspieler

und hoffnungsvoller Fußballer

hat der 48-Jährige nichts

gemacht. Er kam selbst in den

Teufelskreis und war acht Jahre

abhängig. Kiel hatte Alkohol getrunken,

kam zu Cannabis, zuletzt

konsumierte er Speed und

Heroin. Er landete sogar wegen

Beschaffungskriminalität im Gefängnis.

Erst als er einen Therapieplatz

erhielt, gelang ihm als

geheilt der Absprung. Seit einigen

Jahren ist er auf der anderen

Seite. Unermüdlich ist er unterwegs,

hält Vorträge über Suchtprävention

und diskutiert über

dieses Thema. „Aufklären, aufklären“,

heißt seine Devise.

Burghard Neumann


Die Verleihung der Ehrenamtspreise

2009 an verdiente Vereinsmitarbeiter

und weitere Auszeichnungen

standen im Mittelpunkt

beim Neujahrsempfang des

NFV-Kreises Hildesheim.

Mit der DFB-Uhr und der Urkunde

wurden die folgenden

Preisträger ausgezeichnet: Iris

Rohde (Vorsitzende SV Mehle),

Monika Haase (Frauenfußball TSV

Föhrste), Gerhard Schrader (Abteilungsleiter

Fußball VfL Sehlem),

Lutz Kleinholz (Abteilungsleiter

Fußball VfR Ochtersum), Lutz

Hoppe (Abteilungsleiter Fußball

VfB Bodenburg), Stefan Käsehage

(Vorsitzender FC Algermissen). Als

Sieger ging Karl-Heinz Liebe (Vorsitzender

TSV Irmenseul) hervor. Er

erlebt ein tolles Wochenende mit

Partnerin im Sporthotel Fuchsbachtal

in Barsinghausen.

Die silberne Ehrennadel des

NFV-Kreises Hildesheim für besondere

Verdienste wurde Dietmar

Rüdiger (SV Eintracht Bad Salzdetfurth)

und Fritz Froböse (SpVgg

Hüddessum/Machtsum) verliehen.

Für besondere Jugendarbeit wurde

der FC Algermissen mit dem

Jugendförderpreis der DFB-Stiftung

Egidius Braun ausgezeichnet.

Es gab noch mehr zu vergeben

an diesem Vormittag. So hatten

die Vereine RSV Achtum, VfB

Oedelum, VfL Nordstemmen, PSV

Grün-Weiß Hildesheim und TSV

Eitzum die Bedingungen der DFB-

Schul- und Vereinskampagne

TEAM 2011 erfüllt und nahmen je

einen Karton mit einem kompletten

Adidas-Trikotsatz mit nach

Hause.

Trotz winterlicher Temperaturen

und vereister Straßen hatten

die Vertreter von 55 Vereinen den

mühsamen Weg in die Aula der

Renataschule nach Ochtersum

nicht gescheut. Darüber war auch

DFB-Ehrenamtspreis

für Karl-Heinz Liebe

Neujahrsempfang im NFV-Kreis Hildesheim

Verdiente Vereinsfunktionäre und Ehrenamtspreisträger 2009 von links:

Fritz Froböse, Gerhard Schrader, Iris Rohde, Karl-Heinz Liebe, Stefan Käsehage,

Kreisvorsitzender Detlef Winter. Foto: Burghard Neumann

der Kreisvorsitzende Detlef Winter

erfreut, der diese Veranstaltung zu

den wichtigsten Terminen im Fußballjahr

zählt. „Trotz modernster

Kommunikationsmittel halte ich

den persönlichen Kontakt für

außerordentlich wichtig. Das gesprochene

Wort und der zwischenmenschliche

Austausch von

Meinungen und Ansichten kann

durch nichts ersetzt werden“, sagte

er in seiner Begrüßungsrede.

„Sie, die Vertreter der fußballspielenden

Vereine sind die Garanten

dafür, dass der Ball in unserem

Fußballkreis rollt“, waren respektvolle

und anerkennende Worte an

die Vereinsfunktionäre.

Bei der DFB-Schul- und Vereinskampagne

TEAM 2011 ist der

NFV-Kreis Hildesheim unter 47

Kreisen im Verband mit 55 Anmeldungen

Spitzenreiter. Auch die

Kooperationen zwischen Schule

und Verein sind auf 19 angewachsen,

erklärte Winter nicht ohne

Stolz.

KSB-Vorsitzender Frank Wodsack

richtete den Dank an alle ehrenamtlich

Tätigen in den Vereinen:

„Machen Sie weiter so. Unsere

Vereine haben viel zu bieten.

Aber mit jeder Aufgabe eines Platzes

oder einer Sportanlage stirbt

ein Stück Sport“, appellierte er an

die Delegierten.

„Erfolg hat nur, wer etwas

tut, während er auf ihn wartet.

Und Sie haben es getan. Dafür gilt

Ihnen mein Respekt. Mir ist wohl

Kreissieger Hinz. Traditionell eröffnete der Fußballkreis Hannover-Land in Frielingen den Ehrungsreigen

im neuen Jahr mit der Verleihung der DFB-Ehrenamtspreise 2009. Für vorbildliche ehrenamtliche Leistungen

im Fußball zeichnete der Kreisvorstand zwölf verdiente Vereinsakteure aus. Dabei ging Reinhold Hinz vom SV

Germania Helstorf als Kreissieger hervor, dessen Einsatz für den Frauen- und Mädchenfußball seines Heimatvereins

den Ausschlag gab, insbesondere im Hinblick auf die Weltmeisterschaft der Frauen 2011. Kreisvorsitzender

Fritz Redeker und Stellvertreter Eberhard Wacker sprachen den weiteren Preisträgern Reiner Gläser und Petra Kablitz-Lange

(beide MTV Immensen), Ernst-August Meldau (SV 06 Lehrte), Rainer Rebeschke (SV Resse), Matthias

Totzke und Harald Schöbel (beide TSV Mühlenfeld), Heinz Jäkel (TSV Mariensee-Wulfelade), Petra Konietzke (TSV

Kirchdorf), Manfred Geide (FC Eldagsen), Frank Hartmann (TSV Godshorn) und Mirko Wünsch (FC Burgwedel) ihre

Anerkennung aus und überreichten die Ehrenurkunden sowie wertvolle DFB-Uhren. Heinz Jäkel/Foto: Axel Emmert

Bezirk Hannover

bewusst, dass sie das Herzstück

und das Fundament in ihren Vereinen

sind“, war in den Grußworten

des Vorsitzenden im Bezirkssportgericht,

Thomas Hesse, zu hören.

Die außerordentlich gute Zusammenarbeit

zwischen dem Fußball-

Kreis Hildesheim und dem Fußball-Bezirk

Hannover schloss Hesse

in seinen Ausführungen mit

ein. Er überbrachte auch die

Grüße des NFV-Präsidenten Karl

Rothmund und des Bezirksvorsitzenden

August Wilhelm Winsmann.

Nach dem offiiziellen Teil

wurde der Vormittag mit anregenden

Gesprächen zu aktuellen Themen

um das „runde Leder“ fortgesetzt.

Burghard Neumann

Turniersieg für

Hannover-Land

D ie Auswahl Hannover-

Land hat das Adventsturnier

des NFV-Kreises

Holzminden gewonnen. Im

Endspiel in der Liebighalle

setzte sich das Team des

Jahrgangs 1999 klar mit

5:0 gegen Hannover-Stadt

durch.

Ingesamt waren der

Einladung elf Mannschaften

aus den Bezirken Hannover

und Braunschweig

gefolgt. Unter ihnen war

auch die Auswahl Goslar,

die sich nach einem 4:3

nach Neunmeterschießen

gegen Göttingen den dritten

Rang sicherte. In den

vorherigen Halbfinals hatten

Hannover-Land (3:1 gegen

Goslar) und Hannover

Stadt, das erst im Neunmeterschießen

gegen Göttingen

gewann, triumphiert.

In einer aus zwei Gruppen

bestehenden Vorrunde

waren zunächst die Teilnehmer

an der Runde der letzten

Vier ermittelt worden.

Hierbei zeigte sich die mit

sechs Teams besetzte Gruppe

A als etwas spannender

als die Fünfer-Staffel B.

Denn neben den letztlich

qualifizierten Hannover-

Land und Göttingen spielte

auch Hameln-Pyrmont lange

eine gute Rolle. Die

Gruppe B dagegen wurde

von Hannover-Stadt und

Goslar dominiert, die mit

großem Abstand das Halbfinale

erreichten.

Bei der Siegerehrung

hob der Vorsitzende des

Kreisjugendausschusses,

Rolf Gans, die guten sportlichen

Leistungen hervor und

gab seiner Hoffnung auf eine

ebenso große Resonanz

im Jahr 2010 Ausdruck.

Februar 2010 53


Bezirk Lüneburg

54

Träume werden Wirklichkeit.

„Kinderträume 2011“ – Die

gezielte Aktion des Deutschen

Fußballbundes (DFB) unterstützt

bis 2011 bundesweit soziale Einrichtungen

mit der Idee „Kinder

sind unsere Zukunft und brauchen

unsere Unterstützung“. Es

gilt viele Glücksmomente zu

schaffen. So fantasievoll und

bunt Kinderträume auch sein

können, so vielfältig sind auch die

geförderten Projekte der DFB-

Kampagne, die sich nachhaltig

um das Wohl von Kindern kümmern.

Chancengerechtigkeit fördern,

Integration erreichen, Partizipation

unterstützen und Lebensräume

gestalten. Botschafter

dieser DFB-Sozialaktion sind Ex-

Nationalkeeper Jens Lehmann

und Degenfecht-Olympiasiegerin

Britta Heidemann. Im übergreifenden

Jugendhilfeprojekt „Alte

Molkerei“ sind die Blumläger und

Altstädter Schule im Konzept in

der Celler Blumlage, einem sozialen

Brennpunkt, fest mit eingebunden.

Die Räumlichkeiten des

„Cafe Kuhkaffs“ in der Alten

Elf neue Lizenzen für den

„Trainer C Breitenfußball“

Februar 2010

„Kinderträume 2011“

im Cafe Kuhkaff

Stiftung Linerhaus erhält vom DFB 2500 Euro

Initiator und Projektleiter Oliver Görke, Bärbel Hinze, Frauke Fuchs

(pädagogische Mitarbeiterinnen) und Gerold Lenzing (hintere Reihe von

links) sowie Hans-Günther Kuers und Thomas Röttger (von rechts) freuten

sich gemeinsam mit einem Teil der zu betreuenden Kinder über die

Zuwendungen. Foto: Friebe

Die Prüfungen des seit Juli laufenden

Lehrgangs zum Trainer

C- Breitenfußball – Profil Kinder

und Jugend – fanden in der

Walsroder Eckernworth statt.

Nachdem eine 90-minütige

Klausur mit Fragen aus den Bereichen

Technik, Taktik, Kondition,

altersgemäßem Trainieren, Verletzungen,

Regelkunde usw. absolviert

wurde, mussten sich die 14

Prüflinge in einer praktischen

Lehrprobe beweisen. Hierzu galt

es eine Trainingseinheit zur Verbesserung

technischer oder individualtaktischer

Fähigkeiten auszuarbeiten

und dann mit den

Molkerei dienen als die direkte

Anlaufstelle für Kinder, die zudem

mit der intensiv angebotenen

Nachmittagsbetreuung verpflegt

und mit Hausaufgabenhilfe

betreut werden. Die niedrigschwellige

und gemeinnützige

Organisation unterstützt Kinder

in allen Problemzonen des täglichen

Lebens, vor allem auch Kids

mit Migrationshintergrund in verschiedenen

Jugendgruppen.

Gerold Lenzing (Vize-Vorsitzender

des NFV-Kreises Celle) und

Hans-Günther Kuers (Präsidiumsmitglied

des Niedersächsischen

Fußballverbandes und Vorsitzender

des NFV-Bezirks Lüneburg)

überbrachten eine Geldzuwendung

in Höhe von 2500 Euro, dazu

eine Urkunde, das Kinder-

Überraschungspaket und einen

Spielball als Starthilfesumme zum

Ausbau eines Stadtteilgartens im

Außenbereich. „Der Förderbetrag

kommt zur gleichen Summe ins

Projekt“, äußerte sich erfreut der

pädagogische Leiter der Stiftung

Linerhaus, Thomas Röttger, über

den unerwarteten Geldregen.

Horst Friebe

Lehrprobenmannschaften durchzuführen.

Dafür stellten sich diesmal

eine D-Junioren Mannschaft

des VfB Vorbrück Walsrode, eine

C-Junioren Mannschaft der JSG

Rethem und eine B-Junioren

Mannschaft von Germania Walsrode

zur Verfügung.

Elf Übungsleiter konnten erfolgreich

ihre Prüfungen bei den

Abnehmern Michael Brase, Ulf

Drewes und Daniel Wächtler ablegen.

Der Vorsitzende des Kreislehrausschusses,

Helmut Brase,

gratulierte den Absolventen zu

den erbrachten Leistungen.

Heide Tegtmeier

Freuen sich über ihre neue Lizenz. Unser Foto zeigt (hinten von links) Ulf

Drewes (dezentraler NFV-Sportlehrer), Martin Meier, Hinnerk Timme (beide

SV Böhme), Volker Leuschner (Kreislehrausschuss), in der Mitte Michael Brase

(Referent und Prüfer), Thomas Bode (TSV Groß Häuslingen), Claudia

Bergmann (SV Viktoria Rethem), Marc Uhl (SV Wahnebergen), Franz Stegmann

(SVE Bad Fallingbostel), Daniel Wächtler (Referent und Prüfer), Uwe

Thiele (Breloher SC) sowie vorne Helmut Brase (Kreislehrwart), Michael Freiter

(SVE Bad Fallingbostel), Malte Hibbing (SV Böhme) und kniend Matthias

Heinrich sowie Thomas Heinke (beide SVE Bad Fallingbostel).

Der TSV Ottersberg ist

Hallen-Cup-Sieger im NFV-Kreis Verden.

Gut gefüllt war die Gustav-England-Halle

in Thedinghausen, als das

vom Achimer Kreisblatt und der Verdener-Aller-Zeitung

in Zusammenarbeit

mit dem NFV-Kreis Verden organisierte

Event der 1. Herren über die

Bühne ging. Der Vorjahressieger aus

Ottersberg setzte sich im Finale nach

Neunmeterschießen mit 3:2 gegen

den TSV Etelsen durch. Im Spiel um

Platz 3 hatte der TSV Bassen mit 2:0

die Nase gegen den FC Verden 04

vorn. Torschützenkönig wurde Ömer

Aktas (TSV Ottersberg). Er behielt im Neunmeterschießen die Oberhand gegen Sebastian Kaadekildeholm (TSV Etelsen). Beide hatten bei Turnierende

fünf Treffer auf ihrem Torkonto. Die Mannschaft vom TSV Dörverden erhielt den Fairnesspreis, gestiftet von Henning Haltermann. Viel Lob erntete das

Organisationsteam vom MTV Riede für die Hallensprecher Danny Ohlinger und Timo Winkelmann sowie die für die tadellose Leistung der jungen Bezirksliga-Schiedsrichter

Klaas Tucholke (TSV Achim) und Süleymann Erdinc (MTV Riede). Alexandra Rose


Trikots und Bälle satt

Gründung von Mädchenteams wird belohnt

Trikots und Bälle satt gab es als

Geschenke für die Lüchow-

Dannenberger Fußballvereine mit

neuen Mädchenmannschaften.

Die hatten sich die Clubs mit guter

Nachwuchsarbeit aber auch

verdient, stellte Peter Peitz als

Vorsitzender des Kreisjugendausschusses

im Kreis Lüchow-Dannenberg

heraus, als er mit Marina

Geber und Gisbert Stevens als

Kreiskoordinatoren des DFB-

Wettbewerbs „TEAM 2011“ die

Preise verteilte.

Der MTV Dannenberg und

der TuS Woltersdorf erhielten für

ihre neuen F-Mädchenteams

ebenso einen Trikotsatz wie die

D-Mädchen des SC Lüchow, da

diese Clubs beim DFB-Teamwettbewerb

mitgemacht hatten. Dass

drei der bundesweit 3000 im

Rahmen der Aktion ausgelobten

Trikotsätze nach Lüchow-Dannenberg

gehen, ist für Geber sehr

erfreulich. Der Kreisfußballverband

Lüchow-Dannenberg habe

damit die DFB-Zielvorgabe erfüllt,

mit der im Rahmen des Teamwettbewerbs

die Zahl der

Mädchenteams um 15 Prozent

erhöht werden sollte.

Peitz hatte auch vom NFV Geschenke

mitgebracht, denn auch

der Landesverband fördert neue

Mädchenteams. So erhielten TuS

Woltersdorf und MTV Dannenberg

für ihre neuen F-Mädchenteams

ebenso jeweils fünf Bälle wie auch

der SC Lüchow und SSV Gusborn

für neue D-Mädchenteams. Und

da der TuS Woltersdorf in dieser

Saison erstmals ein Großfeld-B-

Mädchenteam stellt, gab es dafür

sogar noch einmal zehn Bälle vom

NFV.

Überreicht wurden Bälle und

Trikots während der Vorrundenspiele

um die Hallenkreismeisterschaft

in Lüchow. 31 Teams nahmen

in den Altersklassen F- bis B-

Mädchen daran teil. Das ist eine

Rekordbeteiligung, stellten die

Trainer und der Kreisfußballverband

gerne fest.

Andreas Koopmann

Über Bälle und Trikots freuten sich mit dem Kreisjugendobmann Peter Peitz (hinten von rechts) sowie den Teamwettbewerb-Koordinatoren

Marina Geber und Gisbert Stevens die Lüchow-Dannenberger Clubs, die neue

Mädchenteams gegründet haben.

Der Fußballkreis Verden veranstaltete zum zweiten Mal eine

Futsal-Meisterschaft für die A- bis C-Junioren, die mit großer Resonanz

angenommen wurde. Die Teilnehmer und Offiziellen konnten für sich

feststellen, dass es sich um eine attraktive Form des Hallenfußballs handelt.

Die Kreissieger: JSG Dörverden (A-Junioren), JSG Baden/Etelsen (B-

Junioren, Foto) und TSV Ottersberg (C-Junioren). Alexandra Rose

Bezirk Lüneburg

Rund 1000 Kinder

werden erwartet

17.Worpswede Cup in Neu St. Jürgen

Am 19.und 20 Juni 2010

findet der 17. Überregionale

Worpswede Cup für 11er Dund

7er D-Junioren sowie 7er

D-Mädchen und 7er E-Junioren

im Sport-Park Neu St. Jürgen

statt. Gespielt wird auf sechs

Rasenplätzen. Die angemeldeten

Mannschaften fiebern bereits

dem großen Turnier mit

Zeltlager und tollem Beiprogramm

entgegen.

Das überregionale Jugendturnier

des TSV Eiche Neu St.

Jürgen ist erneut eine Herausforderung,

aber auch ein Aushängeschild

für den Kreis Osterholz

und die Gemeinde Worpswede,

wo sich über 140 Jugendmannschaften

aus Niedersachsen,

Schleswig-Hostein,

Hamburg, Bremen, Nordrhein-

Westfalen, Brandenburg, Berlin

und Hessen anmeldeten, aber

Tim Schwabe vom VfL

Stade ist Jungschiedsrichter des

Jahres 2009 im NFV-Kreis Stade.

Erst 2008 hatte er seine Schiedsrichterprüfung

abgelegt und

schaffte mit sehr guten Ergebnissen

in der Beobachtung in nur einem

halben Jahr den Aufstieg als

Assistent bis in die Bezirksoberliga.

Sein sportlicher Höhepunkt

war im vergangenen Jahr das

Mitwirken im Kreisplakettenendspiel

in Fredenbeck als Assistent.

Foto: Diekmann

nur für ca. 1000 Kinder plus

Trainer und Betreuer auf dem

großen Zeltlager Platz sein wird.

Spiel, Sport, Spaß und Fairplay

sowie das Motto „zu Gast

bei Freunden“ sollen vorherrschen.

Die Freiwillige Feuerwehr

weist den Besuchern die Parkplätze

zu, das DRK kümmert

sich um kleine und auch größere

„Wehwehchen“ und das

THW sorgt mit seinen Zelten für

zusätzliche Unterkünfte. Als

Schirmherr der Veranstaltung

wird der Landrat des Kreises

Osterholz, Dr. Jörg Mielke, die

Eröffnung übernehmen. Rest-

Anmeldungen nimmt entgegen:

Heiko Pankoke, Rabienstr.2a,

27726 Worpswede,

E-Mail: HeHeMaJaPankoke@tonline.de.

Weitere Informationen

gibt es im Internet unter

der Adresse www.tsv-eiche.de.

Februar 2010 55


Bezirk Lüneburg

56

Klub ist eine feste

Größe am Elbdeich

MTV Fliegenberg feiert runden Geburtstag

Mit sehr viel Lob von allen Seiten

wurde der MTV Fliegenberg

bedacht, der in der geschmückten

Sporthalle auf dem

Sportplatzgelände den Festakt

zum 100-jährigen Vereinsjubiläum

feierte. Vereinsvorsitzende

Almut Eutin freute sich über eine

Vielzahl von Ehrengästen, an der

Spitze Landrat Joachim Bordt. Ein

herzliches Willkommen galt aber

auch Stelles Bürgermeister Joachim

Wilcke sowie dem Vizepräsidenten

des Niedersächsischen

Turnerbundes, Rolf Harms (Hannover).

Die Festrede unter dem

Motto „Die stillen Stars sind unter

uns“ hielt mit Klaus Witte (Hannover)

ein Ehrenmitglied des LandesSportBundes

Niedersachsen.

„Das 100-jährige Bestehen

des Vereins ist nicht nur für die

Mitglieder, sondern auch für alle

Einwohner am Elbdeich ein besonders

Ereignis“, so Vorsitzende

Almut Eutin. Sie verriet, dass sie

erst die achte Vorsitzende in der

Geschichte des MTV Fliegenberg

sei. Der dienstälteste Vorsitzende

war Rudolf Grote. Er leitete die

Geschicke des Vereins von 1925

bis 1968. Der von 30 jungen Leuten

gegründete Verein verzeichnete

stets einen Mitgliederaufschwung.

Heute sind es fast 500,

die dem MTV die Treue halten.

Aus der Vereinschronik berichtend

hob Eutin hervor, dass

Die Ehrung der Preisträger der

„DFB-Aktion-Ehrenamt" im

NFV-Kreis Stade fand in einem

würdigen Rahmen statt. Johann

Elfers (Ehrenamtsbeauftragter)

und Paul-Reinhard Schmidt (Kreisvorsitzender)

sprachen den Geehrten

lobende Worte für ihr beispielhaftes

Engagement in ihrem Verein

aus. Als Ehrenamtspreisträger

des Kreises wurde Bernd Ehlers

(Jugendobmann SV Bliedersdorf)

geehrt.

Für herausragende ehrenamtliche

Leistungen wurden darüber

hinaus Heidi Thormälen

(Fußballobfrau VfL Horneburg),

Heiko Meyer (Fußballobmann SV

Burweg), Helmut Dammann (Fußballobmann

SV Ottensen) und

Jürgen Kulinski (Jugendobmann

VSV Hedendorf/Neukloster) mit

der DFB-Urkunde und der DFB-

Uhr ausgezeichnet. Kai Schildt

(Jugendbetreuer FC Wischhafen/Dornbusch)

konnte leider

krankheitsbedingt nicht an der

Ehrung teilnehmen. Diese wird

aber zu passender Zeit nachgeholt.

Februar 2010

unmittelbar nach der Gründung

des MTV das Sportfieber um sich

griff. Erste Erfolge machten den

Verein zu einer festen Größe am

Elbdeich. Nicht ohne Stolz berichtete

sie, dass 1910 ein Trommlerund

Pfeiferkorps geründet wurde,

dass 1925 die Fahnenweihe

stattfand und zu bereits dieser

Zeit Deichvolksläufe vom MTV

Fliegenberg mit mehr als 1000

Teilnehmern ausgerichtet wurden.

Auch das Schagballspielen

war bei den Vereinsmitgliedern

sehr beliebt. Almut Eutin hob

auch die Fußballspielgemeinschaft

(SG) Elbdeich hervor, die

im Jahr 1966 aus Mitgliedern der

Vereine MTV Fliegenberg und

MTV Hoopte gegründet wurde.

Später kamen die Kicker des HSV

Stöckte hinzu. Zum Jubiläum gratulierte

Kreis-Fußball-Boss Manfred

Marquardt mit einem Ehrenteller

seiner Organisation.

Eine wichtige Rolle hat

beim MTV Fliegenberg stets die

Fußballabteilung gespielt. Auch

unter der Regie von Rudolf Grote

und mit ihm der legendäre

damalige Fußballobmann „Boss“

Ernst Meyer sowie die Vertreter

des MTV Hoopte, Werner Meyer

und Norbert Bunge, wurde im

Jahre 1966 die Spielgemeinschaft

Elbdeich gegründet. Bunge

war auch Vorsitzender des

Kreisfußballverbandes und wur-

de nach der Ablösung durch

Dieter Tomforde zum Ehrenvorsitzenden

ernannt. Damit ist die

SG die älteste im gesamten Kreis

Harburg. 1992 schlossen sich die

Fußballer des Hansa-Sportvereins

(HSV) Stöckte der SG Elbdeich

an. Derzeit hat die SG Elbdeich

rund 270 Mitglieder, davon sind

180 Jugendliche.

Landrat Joachim Bordt ließ

die 100 Jahre, in denen es den

MTV Fliegenberg gibt, noch einmal

in Kurzfassung Revue passieren.

„Der Verein lebt von dem ehrenamtlichen

Engagement und

kann auf die freiwilligen Trainer,

DFB-Ehrenamtspreis

für Bernd Ehlers

Auszeichnung des Ehrenamts im Kreis Stade

Auszeichnung verdienter Ehrenamtler im NFV-Kreis Stade. Das Foto zeigt

(von links) Johann Elfers, Günter Buhrmester (Schatzmeister), Heiko Meyer,

Helmut Dammann, Jürgen Kulinski, Heidi Thormälen, Bernd Ehlers sowie

Paul-Reinhard Schmidt. Foto: Diekmann

Zum 100-jährigen Jubiläum gratulierte Landrat Joachim Bordt (rechts) der

Vereinsvorsitzenden des MTV Fliegenberg, Almut Eutin. Den Ehrenteller

des Kreisfußballverbandes überreichte dessen Vorsitzender, Manfred

Marquardt. Foto: Balzer

Übungsleiter und zahlreichen

Helfer besonders stolz sein. Ich

zolle den stillen Stars Dank und

großen Respekt“, so der Landrat,

der der Vereinsvorsitzenden Almut

Eutin bescheinigte, dass sie

Sportgeschichte geschrieben habe.

Eutin ist zugleich Vorsitzende

des KSB.

Viel Beifall heimsten die

Mädchen der Tanzsportabteilungen

bei ihren Vorführungen auf

einer provisorisch aufgebauten

Bühne ein. Für den musikalischen

Rahmen sorgten die Steller Musikanten

unter der Leitung von Peter

Ziegler. Ulrich Balzer

Bernd Ehlers ist seit 1994 Jugendobmann

beim SV Bliedersdorf

(13 Juniorenteams). Regelmäßig

gibt es Besprechungen mit allen

Jugendtrainern und Betreuern.

Auch die Aufstellung genauer Nutzungspläne

der Sportplätze und

der zur Verfügung stehenden Hallenzeiten

gehören dazu. Bernd Ehlers

übernimmt außerdem die Organisation

von Turnieren in der

Halle. In den vergangenen zwei

Jahren oblag ihm die Organisation

des Grundschulfußballturniers.

2008 nahmen an dieser Veranstaltung

51 Schulklassen teil.

Der SV Bliedersdorf ist sein

Verein, mit dem sich Bernd Ehlers

in einem hohen Maße identifiziert.

Möglich ist dieses nur, weil Ehefrau

Kerstin sein Engagement voll

unterstützt. Kerstin ist Sozialwartin

im Sportverein Bliedersdorf. Sohn

Tim spielt in der 1. Herrenmannschaft,

Jan in der Jugend.

Als Ehrenamtspreisträger und

Kreissieger ist Bernd Ehlers mit seiner

Frau vom 9. bis 11. April 2010

nach Barsinghausen eingeladen

worden. Wolfgang Diekmann


Bezirk Lüneburg

Schwestern zählen zu den großen Gewinnern

Der NFV-Kreis Soltau-Fallingbostel ehrt Förderer des Mädchen- und Frauenfußballs

Verdientes Ehrenamt des NFV-Kreises Soltau-Fallingbostel (von links): Peter Jantschik (stellvertretender Vorsitzender),

Harry Zimmermann, Sven Filla, Annette Filla, Manfred Peters, Franziska Zint, Raphael Brüggemann,

Katharina Zint, Heinrich Eickhoff (Vorsitzender) und Anja Timm. Es fehlen: Udo Witte und Fritz Niebergall

(Beauftragter für Angelegenheiten des Ehrenamtes im Kreis Soltau-Fallingbostel).

Der überwiegende Teil der

ehrenamtlich Tätigen im

Fußball-Kreisverband Soltau-Fallingbostel

war anwesend, als in

einem feierlichen Rahmen die

Ehrenamtspreisträger des Jahres

2009 ausgezeichnet wurden.

Katharina und Franziska

Zint aus Rethem gehörten an

diesem Abend zu den großen

Gewinnern: Beide haben in den

vergangenen Jahren dem Mädchenfußball

an der Aller frischen

Wind zugeführt, mit den C-Juniorinnen

und E-Juniorinnen zwei

aufstrebende Mannschaften ins

Leben gerufen, die insgesamt

über mehr als 30 Spielerinnen

verfügen. Weiterhin sind sie

durch die eigenen konstanten

Leistungen zu tragenden Säulen

der Frauenmannschaft gewor-

den. Kreisvorsitzender Heinrich

Eickhoff übergab ihnen als verdienten

Lohn die symbolische

Eintrittskarte für ein tolles Erlebnis:

Die Zint-Schwestern werden

im Frühjahr zu Gast beim NFV

sein und dort im Kreise der weiteren

niedersächsischen Preisträger

ein unvergessliches „Dankeschön-Wochenende“

erleben.

„Die Förderung des Mädchen-

und Frauensports“ stand

im Zentrum der Kriterien, die für

die Meldung der Kandidaten in

den Vereinen von Bedeutung

gewesen sind. Neben Katharina

und Franziska Zint wurde dem

Vorschlag des SVN Buchholz

entsprechend auch Sven Filla

ausgezeichnet, der seit knapp

vier Jahren die B-Juniorinnen

trainiert. Mittlerweile zum Leiter

Englische Kicker in

allen Altersklassen

„BSV Belsen 1976“ lebt Integration vor

Der kleine Ballsportverein Belsen

(130 Mitglieder) lebt seit

seiner Gründung im Jahre 1976

vorbildlich die Integration ausländischer

Mitbürger in seiner Vereinsstruktur

vor. Ein Modell, das

bis heute von Erfolg gekrönt ist

und schon viele Früchte getragen

hat.

Die in Bergen stationierten

englischen Soldaten bilden überwiegend

das Potenzial der Herrenfußballmannschaft

in der 3.

Kreisklasse-Nord. Zwei Kleinfeldmannschaften

bieten auch den

Soldatenfrauen und den Ü 48-

Kickern ein geselliges Vereinsleben.

Die fußballbegeisterten

Engländer bilden zudem den fes-

ten Stamm der erfolgreichen C-

Juniorenmannschaft, die im letzten

Sommer überlegen Kreismeister

wurde. Auf Lüneburger Bezirksebene

schlagen sich die BSV-

Jungs inzwischen prächtig, haben

zudem noch alle Chancen, sich

den Klassenerhalt bis zum Sommer

einzuspielen.

Als dritter Verein im NFV-

Kreis Celle nach TuS Celle FC und

SV Nienhagen hat jetzt auch der

BSV Belsen aus eigenen Mitteln

und mit Unterstützung von Sponsoren

eine elektronische Ergebnisanzeigetafel

installiert. Der besondere

Clou dabei: Auf der

Stirnseite der Trainerbänke sind

die Vereinslogos aller Fußball-

der Sparte Fußball im SVN aufgestiegen

und mit der C-Lizenz

Breitenfußball ausgestattet, hat

Sven Filla federführend an der

Organisation von mehreren Jugendturnieren

mitgewirkt. Er ist

aus dem Vorstandsteam um den

Vorsitzenden Burkhard Nass

nicht mehr wegzudenken.

Frauenfußball mit Leib und

Seele wird beim SC Tewel

durch Raphael Brüggemann verkörpert:

Der Schneverdinger ist

nicht nur Trainer, Betreuer und

Förderer, sondern auch Spartenleiter

des Frauen- und

Mädchenfußballs in Tewel. Eine

große Herausforderung, die Organisation

des SCT-Cups, meistert

der 34-Jährige jährlich mit

Bravour. Raphael Brüggemann

wurde von „seinem“ Verein

Die neue Ergebnisanzeigetafel des BSV Belsen.

klubs aus dem NFV-Kreis Celle angebracht.

Auch die Celler Schiedsrichtergilde

wird in Belsen mit

großer Gastfreundlichkeit betreut.

Denn im „Familienbetrieb

Belsen“ sind alle Fußballfreunde

immer herzlich willkommene

vorgeschlagen, weil man ihm

für seinen besonderen Einsatz

die verdiente Anerkennung zukommen

lassen wollte.

In Abwesenheit wurde auch

Udo Witte geehrt, der beim SV

Lindwedel-Hope vor drei Jahren

eine Jugend-Mädchen-Abteilung

gegründet und diese kontinuierlich

betreut und trainiert sowie

zu einem ersten Staffelsieg gebracht

hat.

Heinrich Eickhoff dankte

den Preisträgern sowie allen

„Mitstreitern“ im Gesamtvorstand

und den einzelnen Ausschüssen

für die geleistete, wertvolle

Arbeit zugunsten des Fußballsports

im Kreis. „Jede Ader

des Fußball-Herzstückes in Soltau-Fallingbostel

ist uns dabei

wichtig“, sprach der Vorsitzende

ganz besonders die Fleißigen

und vermeintlich Unscheinbaren

an und betonte, dass es heutzutage

nicht mehr selbstverständlich

ist, Woche für Woche für

den Fußball im Einsatz zu sein

und dabei in großem Maße Freizeit

und Schaffenskraft zu investieren.

Im Vorstandsteam wurden

besonders Udo Albaum (Schatzmeister),

Manfred Peters (Vorsitzender

des Ausschusses für Jugend-

und Schulfußball), Harry

Zimmermann (Vorsitzender des

Ausschusses für Frauen- und

Mädchenfußball) sowie dessen

Mitstreiterin im Kreis Uelzen,

Anja Timm, gewürdigt. Im Frauenfußball

funktioniert seit 15

Jahren eine gute kreisübergreifende

Kooperation, wozu beide

einen großen Teil beigetragen

haben. Heide Tegtmeier

Gäste und gern gesehen. Das

belegen auch alljährlich die drei

großen Sommerpausen-Fußballturniere

auf dem Belsener Rasen,

zu dem Teams teilweise

sehr weite Reisewege auf sich

nehmen – um einfach nur dabei

zu sein. Horst Friebe

Februar 2010 57


Bezirk Lüneburg

58

Nach einigen Jahren Abwesenheit

war es jetzt wieder soweit.

Die Lüneburger Fußball-

Schiedsrichter nahmen mit einer

13-köpfigen Auswahl von aktiven

und ehemaligen Referees an einem

Turnierwochenende der Kollegen

in Lahti (Finnland) teil.

Den Auftakt bildeten Leistungsvergleiche

auf Kunstrasen

im Stadtteil Mukkula der 95.000-

Einwohner-Stadt am Vesijärvisee.

Nach leichten Startschwierigkeiten

– schließlich hatten die Lüneburger

in dieser Formation noch

nie zusammengespielt – stellte

sich auch bald der Erfolg ein und

so belegten sie nach einem 2:1-

Sieg gegen Gastgeber Lahden EK

einen guten fünften Platz. Die

Treffer der Lüneburger erzielte

der Vorsitzende des Lüneburger

Kreis-Spielausschusses, Thore

Lohmann (TSV Gellersen).

Zu seinem ersten Auslandseinsatz

als Unparteiischer kam

Siegfried Suchanek (MTV Handorf),

der unterstützt von Falko

Meyer (TuS Barendorf) und Wicky

Pathak (SV Eintracht Lüneburg)

an den Linien die Begegnung der

SR-Vereinigungen Espoo – späterer

Turniersieger – und Joensuu

(2:0) souverän über die Bühne

brachte.

Nach einer bedingt durch

viele taktische Gespräche recht

kurzen Nacht ging es am Tag

drauf in die große Halle von Lahti

(Lahden Suurhalli), in der ein

Februar 2010

Torejagd und Eisbaden

Lüneburger Schiedsrichter in Finnland

Viel Spaß und Kurzweil erlebten die Schiedsrichter aus dem Kreis Lüneburg

im Land der 1000 Seen.

Kleinfeldturnier („Lahti Turnaus“)

stattfand. Für die Neulinge im

Team war es natürlich beeindruckend,

in der 7.000 Zuschauer

fassenden und mit einem Fußballgroßfeld

(Kunstrasen) versehenen

Arena aufzulaufen.

Inzwischen hatte sich auch

der ehemalige Fleestedter Bezirksliga-SR

Mario Warias eingefunden,

der es sich auf der

Dienstreise von Berlin nach

Shanghai nicht nehmen ließ, in

seinem ehemaligen Studienort

Lahti das Lüneburger Team in allen

Belangen zu unterstützen.

Nach einem guten 2:2-Auftakt

gegen die Kollegen aus Lappeenranta

(Tore: Ioulianos Zakir, Thore

Lohmann) schwanden die Kräfte

doch und so belegten die Lüneburger

nach einer 0:3-Niederlage

im Platzierungsspiel erneut gegen

die Gastgeber aus Lahti Platz

Lauter Pfiff und klare Linie

Der NFV-Kreis Stade zeichnet verdiente Schiedsrichter aus

Der jüngste Schulungsabend

im Fußballkreis Stade stand

ganz im Zeichen der Gemütlichkeit.

Die Zusammenkunft bezog

Ehrungen, ein Grünkohlessen

und eine Tombola ein. Als Gast

konnte die Schiedsrichterin Kim

Jana Trenker aus dem NFV-Kreis

Harburg begrüßt werden. Sie

pfeift in der Oberliga Niedersachsen

und 2. Frauen-Bundesliga.

Der erste Vorsitzende des

NFV-Kreises Stade, Paul-Reinhard

Schmidt, bedankte sich bei den

85 anwesenden Schiedsrichtern

für die geleistete Arbeit und

wünschte auch den jungen Kameraden

immer den richtigen

Pfiff zur rechten Zeit. Paul-Reinhard

Schmidt nahm folgende

Verdiente Schiedsrichter wurden im NFV-Kreis Stade geehrt. Unser Foto zeigt (von links) Kreisschiedsrichterobmann

Jürgen Bockelmann, Harm Schröder (SV Drochtersen/Assel), Sebastian Meyer (SV Ahlerstedt/Ottendorf),

Heino Wetegrove (SV Drochtersen/Assel) sowie den Kreisvorsitzenden Paul-Reinhard Schmidt.

acht. Dass Schiedsrichter besonders

hart im Nehmen sind, bewiesen

gleich nach dem Turnier einige

der Lüneburger Unparteiischen,

die von Cheforganisator

Jari Karppinen zum Eisbaden eingeladen

wurden.

Im nächsten Jahr wird das

größte finnische SR-Turnier internationaler.

Nachdem die Lüneburger

bislang über Jahre hinweg

das einzige ausländische Team

stellten, haben sich ein Team aus

Estland und die SR-Vereinigung

aus Malta angekündigt. Die Malteser

waren jüngst auch zu Gast

beim Referee-Cup der SV Eintracht

in Lüneburg. Fazit: Lahti?

Immer wieder gerne!

Das Lüneburger Team: Olaf

Böttcher (MTV Wittorf), Thore

Lohmann (TSV Gellersen), Friedhelm

Liesener (TuS Erbstorf),

Wicky Pathak, Denny Meier, Ioulianos

Zakir, Oliver Vogt (alle SV

Eintracht Lüneburg), Falko Meyer

(TuS Barendorf), Timo Röntsch

(TuS Fleestedt/Kreis Harburg),

Klaus Uhlenbroich (SR-Vereinigung

De Betuwe/Niederlande),

Siegmund Suchanek (MTV Handorf).

Als Betreuer kümmerten

sich Lüneburgs Sportgerichtsvorsitzender

Gerhard Pieper (ESV Lüneburg)

und seine Frau liebevoll

um das Wohlergehen der gesamten

Mannschaft. Dazu stieß zudem

noch Mario Warias (TuS Fleestedt,

Kreis Harburg).

Oliver Voigt

Ehrungen für langjährige Unparteiische

vor:

15 Jahre: Sebastian Meyer

leitet zurzeit Spiele bis zur Oberliga

Niedersachsen und war als

Assistent in der A-Junioren Bundesliga

aktiv.

25 Jahre: Harm Schröder

legte die Schiedsrichterprüfung

1984 mit null Fehlern erfolgreich

ab. Es folgte für damalige Verhältnisse

ein rasanter Aufstieg in

die Leistungsklasse (1. Kreisklasse,

Kreisliga, Bezirksklasse). Von

1988 bis 2006 war er regelmäßig

mit einem Gespann unterwegs.

Um in der Leistungsklasse

zu bestehen, legte er regelmäßig

die Leistungsprüfung

ab. Seit der Saison 2007/08

pfeift Harm Schröder nur noch

in den unteren Klassen, um

auch die sportliche Entwicklung

der ersten und zweiten Mannschaft

vom SV Drochtersen/Assel

mit zu erleben. Höhepunkt in

seiner 25-jährigen Karriere war

im Jahr 2001 das Kreispokalendspiel

in Estorf zwischen TSV Eintracht

Immenbeck und dem SV

Ottensen (4:1). Sein besonderes

Merkmal: lauter Pfiff, klare Linie

bei der Spielführung.

40 Jahre: Heino Wetegrove

ist in den ganzen Jahren zuverlässig

in den unteren Klassen

unterwegs.

Wolfgang Diekmann


Aus luftiger Höhe begrüßten die Zimmerleute vom Dach des neuen Vereinshauses

des TSV Winsen die zahlreichen Gäste zur Richtfeier. Foto: Balzer

„Ein Glücksfall für

den Mädchenfußball

Joann Glunz empfängt DFB-Ehrenamtspreis

Der Vorstand des Fußballkreises

Osterholz würdigte mit der

Wahl zur Ehrenamtspreisträgerin

2009 das Engagement einer echten

Powerfrau. Joann Glunz (TV

Axstedt) trat als Kreissiegerin die

Nachfolge von Birgit Bullwinkel

(TSV Wallhöfen) an. Mit der

Mädchen-Betreuerin vom TV Axstedt

zeichnete der Kreisfußballverband

erstmalig eine US-Amerikanerin

aus. Joann Glunz erwarb

sich durch ihren umfangreichen

Einsatz beim Nordkreisvertreter

viel Sympathie und Anerkennung.

Die Ehrenamtspreisträgerin

verkörpert beim TV Axstedt seit

Jahren den guten Geist des Vereins.

Joann Glunz betreut aktuell

die D-, C- und A-Juniorinnen des

TV Axstedt in der Hallenserie sowie

die C- und A-Juniorinnen auch in

der Feldserie. Darüber hinaus ist

die engagierte Vereinsangehörige

auch noch Schriftführerin beim TV

Axstedt. „Ich bin eigentlich überall

und häufig am Sportplatz“, umschrieb

Joann Glunz ihr Engagement.

Die Wahl-Axstedterin zeichnet

während der Punktspiele der

1. Herrenmannschaft (3. Kreisklasse

Osterholz) auch noch für die Zuschauer-Bewirtung

verantwortlich.

Der Verein ist mit Fug und Recht

stolz darauf, eine derartige Sportkameradin

in den eigenen Reihen

zu haben. Helmut Schneeloch:

„Joann Glunz ist ein Glücksfall für

den Mädchenfußball und für den

TV Axstedt. Neben ihrer Betreuerinnenarbeit

mit den Mädchen ist

sie bereit, sich selbstlos für alle Arbeiten

im Verein einspannen zu

lassen.“

Der Werder-Fan Joann

Glunz hat es sogar in den Club

100 geschafft. Der Niedersächsische

Fußballverband (NFV) nahm

neun der insgesamt 47 Kreis-Ehrenamtssieger

in diesen Zusatz-

Verein auf. Joann Glunz kommt

damit im Kalenderjahr 2010

noch in den Hochgenuss, zwei

Länderspiele der A-Nationalmannschaft

besuchen zu dürfen.

„Ich komme ja nie raus“, freut

sich die Ehrenamtspreisträgerin

Bezirk Lüneburg

TSV Winsen erhält

neues Vereinsheim

Neubau kostet rund 3,6 Millionen Euro

„Der heutige Tag wird in die

Geschichte des TSV Winsen eingehen.“

Das betonte der Vorsitzende

Klaus Bürger im Verlauf der

Richtfeier des neuen Vereinsheims

auf dem heimischen Jahnplatz.

Zahlreiche Gäste, darunter

die Winsener Bürgermeisterin

Angelika Bode, Vertreter von Rat

und Verwaltung, Architekt Thomas

Block sowie zahlreiche Ehrenmitglieder

und der sehr aktive

Liegenschaftswart des TSV Winsen,

Peter Rohde, bestaunten das

im Schützengehölz liegende Projekt.

Dieses wird mit einem Kostenaufwand

von 3,6 Millionen

Euro erstellt und hat bereits Formen

angenommen. Im Frühjahr

soll die bereits fertige Anlage seiner

Bestimmung übergeben werden.

„Mit Gunst und Verlaub,

die Feierstunde hat geschlagen.“

So begrüßte Zimmermann Jens-

Peter Brokopp die Anwesenden

zur Richtfeier. TSV-Vorsitzender

Klaus Bürger dankte in diesem

Zusammenhang allen am Bau

Beteiligten für einen tatkräftigen

Ehrenamtspreisträgerin des NFV-

Kreises Osterholz: Joann Glunz.

Einsatz sowie der Stadt Winsen

für die großzügige finanzielle

Unterstützung. Der Neubau bietet

unter anderem Platz für eine

410 Quadratmeter große integrierte

Mehrzweckhalle, einen

Clubraum mit Gastronomiebereich

sowie zwölf Umkleideräume,

Sanitäranlagen und Lagerräume.

Vor zehn Jahren schlossen

sich der SV/MTV Winsen und der

TSC zum TSV Winsen zusammen.

Der heute rund 3250 Mitglieder

große Verein ist einer der größten

im gesamten Landkreis Harburg.

Für den TSV Winsen erfüllt sich

ein lang gehegter Wunsch nach

einer funktionstüchtigen Sportanlage.

Diese wurde nach dem

Verkauf der bisherigen Sportanlage

des TSC Winsen an der

Schirwindter Straße dringender

denn je. Das zentrale Winsener

Domizil soll auch das gute Miteinander

zwischen den einzelnen

Abteilungen weiter fördern und

zu einem Treffpunkt für alle

Sportler der Kreisstadt werden.

Ulrich Balzer

Hermann Krusemark (nach 48 Jahren) und Hans Jürgen Stein

(nach 21 Jahren) haben im NFV-Kreis Stade die Pfeife an den berühmten Nagel

gehängt. Kreisschiedsrichterobmann Jürgen Bockelmann würdigte beide für ihr

unvergleichbares Engagement. Mit einem Präsentkorb wurde das Duo verabschiedet.

Das Foto zeigt Hermann Krusemark (links) mit Jürgen Bockelmann.

Wolfgang Diekmann

bereits sehr auf den Besuch der

Ländespiele. Zudem wartet auf

die Wahl-Axstedterin auch noch

das Dankeschön-Wochenende

der 47 Ehrenamtspreisträger aus

ganz Niedersachsen in Barsinghausen.

Der Kreisvorsitzende ist

überzeugt davon, mit der Wahl

von Joann Glunz zur Ehrenamtspreisträgerin

des NFV-Kreises

Osterholz eine sehr gute Wahl

getroffen zu haben. Eckehard

Schütt: „Joann Glunz hat eine

Menge Dinge unter einen Hut zu

bringen. Sie hat dafür viel Herzblut

zu investieren.“ Der Kreisvorstand

würdigte in einer kleinen

Feierstunde das große Engagement

der Amerikanerin.

Die Tier-Liebhaberin Joann

Glunz stammt übrigens aus einer

fußballbegeisterten Familie. Ehemann

Peter ist Trainer der ersten

Herrenmannschaft des TV Axstedt.

Die beiden Söhne Markus

und Christian gehören beim TV

Axstedt dem Spielerkader des

souveränen Tabellenführers der

3. Kreisklasse Osterholz an.

Reiner Tienken

Februar 2010 59


Bezirk Weser-Ems

60

Sie ist der Motor des Frauenund

Mädchenfußballs in Dinklage

Monika Nieberding erhält DFB-Ehrenamtspreis und wird Mitglied im Club 100

NFV-Kreisvorsitzender Martin Fischer, der stellvertretende Bürgermeister Heinz-Hermann Jordan, TVD-Vorsitzender

Dr. Jürgen Hörstmann und der Bezirksvorsitzende Ferdinand Dunker (von links) würdigten das Engagement

von Monika Nieberding. Foto: Oldenburgische Volkszeitung

„Die Zukunft des Fußballs ist

weiblich“, hatte Sepp Blatter bereits

1995 vorausgesagt. Auch

wenn die Aussagen des mächtigen

FIFA-Präsidenten manchmal

umstritten sind, dieses Zitat

machte Sinn. Vor allem in

Deutschland erlebt der Frauenfußball

seit Jahren einen Boom.

Februar 2010

Beim TV Dinklage steht hinter

dieser Entwicklung der Name

Monika Nieberding. Für den Aufbau

der Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung

beim TVD

zeichnete Vechtas Kreisvorsitzender

Martin Fischer sie jetzt mit

dem Ehrenamtspreis des Deutschen

Fußball-Bundes aus.

Heller und Schürmann

sind 40 Jahre aktiv

Osnabrück-Land ehrt verdiente Schiris

Zur gemütlichen Jahresabschlusssitzung

trafen sich die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

des Fußballkreises Osnabrück-

Land mit Partnern sowie einige

„Ehemalige“ im Gasthaus Rothert

in Engter. Mit dabei waren

auch Rüdiger Finke sowie

Karl-Heinz Schürmann und Karl-

Heinz Heller als besondere Ehrengäste.

Rüdiger Finke vom SC Bippen

wurde nachträglich für sein

ehrenamtliches Engagement in

seinem Verein geehrt. Eigentlich

hätte ihm diese Ehrung im Beisein

von Ex-Nationalspieler Marco Bode

im November bereits zuteil

werden sollen. Finke konnte jedoch

aus Krankheitsgründen

nicht an der Veranstaltung anlässlich

der DFB-Ehrenamtsaktion

teilnehmen und bekam jetzt

nachträglich eine Uhr, eine Urkunde

sowie eine Flasche Fritz-

Walter-Sekt überreicht.

Daneben standen mehrere

Schiedsrichterehrungen auf der

Tagesordnung: Für 40 Jahre aktive

Schiedsrichtertätigkeit erhielten

Karl-Heinz Heller und Karl-

Heinz Schürmann die NFV-Ehrennadel

mit Urkunde aus den Händen

des NFV-Kreisvorsitzenden

Helmut Buschmeyer, der beiden

seine Glückwünsche aussprach.

Der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses,

Herbert Reitzer,

schloss sich den Glückwünschen

an und überreichte ein Präsent.

Antonius Rohrmann und

Michael Kaumkötter, die jeweils

auf 25-jährige Schiedsrichtertätigkeit

zurückblicken können,

waren aus persönlichen Gründen

nicht anwesend, so dass ihre Ehrung

nachgeholt wird.

„Fair ist mehr – Kameradschaft

ist alles“. Dies gab

Buschmeyer als Jahreslosung für

das neue Jahr aus und wagte

auch einen Ausblick: „Das Jahr

Monika Nieberding gründete

die Abteilung 2004, damals bildeten

zehn Spielerinnen ein E-Juniorinnen-Team.

In der aktuellen

Spielzeit gehen zwei Frauen- und

neun Mädchenmannschaften des

TVD auf Torejagd. „Eine beachtliche

Leistung, die ihres Gleichen

sucht“, lobte Martin Fischer.

2010 wird ein Jahr des Umbruchs,

einer Verjüngung, neuer

Verantwortlichkeiten“, so der

Kreisvorsitzende im Hinblick auf

Die Geehrte hat in den vergangenen

Jahren mächtig die

Werbetrommel gerührt. Sie

sprach viele Mädchen auf dem

Sportplatz, Spielplatz oder in der

Schule an und begeisterte sie

durch Schnupperangebote. Zeitgleich

baute Monika Nieberding

einen qualifizierten Trainer- und

Betreuerstab auf. „Ohne den ehrenamtlichen

Einsatz, den sie Tag

für Tag aufbringt, wäre der TV

Dinklage nicht an vorderster Stelle

im Frauen- und Mädchenfußball

im Kreis Vechta“, weiß Fischer.

Grund genug, sie als Ehrenamtspreisträgerin

des Fußballkreises

Vechta zu ehren.

Etwa 400 Ehrenamtliche

zeichnet der DFB seit 1997 jährlich

aus, davon in diesem Jahr

wieder 47 aus Niedersachsen.

Schwerpunktthema war jetzt im

Hinblick auf die Frauen-WM

2011 in Deutschland die „Förderung

des Frauen- und Mädchenfußballs“.

Der NFV lädt seine

Preisträger zu einem Wochenende

ins Sporthotel Fuchsbachtal

nach Barsinghausen ein. Doch

damit nicht genug: Fischer verkündete,

dass es dem NFV-Kreis

Vechta erstmals gelungen sei,

seine Preisträgerin im „Club

100“ zu platzieren. Neun der 47

niedersächsischen Geehrten werden

im Herbst 2010 zu einem

Länderspiel-Besuch eingeladen –

darunter Monika Nieberding.

Sie hat den Grundstein dafür

gelegt, dass der Fußball in

Dinklage in Zukunft immer

weiblicher werden kann.

Volker Kläne

Helmut Buschmeyer (links) und Herbert Reitzer (rechts) ehrten Karl-Heinz

Heller und Karl-Heinz Schürmann (von links) für ihre 40-jährige Schiedsrichtertätigkeit.

Foto: Lennartz

den anstehenden Kreistag, bei

dem personelle Veränderungen

auf der Tagesordnung stehen

werden. Anita Lennartz


Im Rahmen des letzten Belehrungsabends

2009 der Schiedsrichtervereinigung

im NFV-Kreis

Grafschaft Bentheim haben Kreisschiedsrichterobmann

Holger

Waldmann und Lehrwart Ralf Hilmes

13 Unparteiische geehrt, die

zusammen fast 300 Jahre auf

Grafschafter Fußballplätzen für

die ordnungsgemäße Umsetzung

der Regeln sorgten. Erwin Gommer

(Borussia Neuenhaus) und

Georg Märlender (SV Klausheide)

hatten bereits vor 35 Jahren ihre

Prüfung abgelegt.

Gommer und Märlender

sind zwei Sportkameraden, die

sich auch auf anderen Ebenen

für den Grafschafter Fußballsport

eingesetzt haben. Gommer sei

viele Jahre Mitglied im Schiedsrichterausschuss

gewesen und

habe über Jahrzehnte als Ansetzer

fungiert, sagte Waldmann.

Märlender sei als jahrelanges

Mitglied des Spielausschusses ein

wichtiges Verbindungsglied zur

Schiedsrichtervereinigung gewesen,

berichtete der Schiedsrichterobmann.

Als einen der bekanntesten

Grafschafter Schiedsrichter bezeichnete

der Schiedsrichterobmann

Hansi Dues von VfL Weiße

Elf Nordhorn. Dues, der für seine

30-jährige Schiedsrichtertätigkeit

geehrt wurde, setze bei seinen

Bezirksvorsitzender Ferdinand Dunker (2. v. r.) gab dem Schiedsrichter-

Turnier in Varel offiziellen Bezirksmeisterschaftscharakter. Hinter ihm die

weiteren Ehrengäste aus dem sportlichen Bereich. Foto: Lehmann

Der NFV-Kreis Delmenhorst hat

das 31. Hallenturnier für

Schiedsrichter-Kreisauswahlmannschaften

in Varel gewonnen. Mehr

als drei Jahrzehnte dauerte es, bis

das Hallenfußballturnier nun zur

offiziellen Bezirksmeisterschaft

aufgewertet wurde. Frieslands

Kreisvorsitzender Heinz Lange hatte

es bei der Begrüßung der Gäste

noch mit „inoffiziell“ bezeichnet.

Damit räumte der Bezirksvorsitzende

Ferdinand Dunker gleich an-

Zusammen 300 Jahre

mit der Pfeife aktiv

Ehrung für Unparteiische der Grafschaft

Ehrungen bei den Grafschafter Schiedsrichtern. Hinten v.l.: Bernd Busmann,

Ralf Dauwe, Marco Zimmermann, Georg Märlender, Jacob Wiersma

und Lienhard Mensen. Vorne v. l.: Holger Waldmann, Hansi Dues, Erwin

Gommer, Carsten Schäfer, Arne Aarnink und Ralf Hilmes. Foto: Huisjes

Spielleitungen nicht nur das Regelwerk

durch, sondern lasse oftmals

auch sein Trainerherz durch-

schließend auf: Das Turnier sei der

erste sportliche Höhepunkt eines

jeden Jahres und aus dem Kalender

nicht mehr wegzudenken. Der

Gewinner könne sich Weser-Ems-

Meister nennen.

Trotz widriger Wetterverhältnisse

kamen insgesamt zwölf

Mannschaften. Deren Spieler sind

dank vorzüglicher Nachwuchsarbeit

in jedem Jahr jünger. Höher

wurde damit auch das Niveau der

Spiele. Zwei Beispiele zeigen, wie

kommen, meinte Waldmann.

Ebenfalls seit 30 Jahren als Referee

tätig ist Ralf Dauwe vom FC Schüt-

Delmenhorst offizieller Meister

31. Hallenturnier für Schiedsrichter-Kreisauswahlmannschaften

wenig oft zwischen Sieg und Niederlage

lag.

Turniersieger Delmenhorst

bezwang den Titelverteidiger Emden

im Endspiel knapp mit 1:0,

schwächelte in der Vorrunde aber

gegen Osnabrück-Land bei einer

3:0-Führung, die die Osnabrücker

noch ausglichen und bei einem

Pfostenschuss in letzter Sekunde

sogar den Sieg verpassten. Gastgeber

Friesland blieb im gesamten

Turnier ungeschlagen, wurde aber

am Ende nur Dritter, weil Emden

Bezirk Weser-Ems

torf 09. Dauwe pfeife Woche für

Woche Spiele, habe sich aber von

Anfang an darauf festgelegt, nur

im Jugend- und Frauenbereich Begegnungen

zu leiten, berichtete

der Obmann.

Abschließend ehrten sich

Waldmann und Hilmes gegenseitig

für ihre jeweils 30-jährige

Schiedsrichtertätigkeit. Beide

standen jahrelang auf der DFB-Liste,

wurden als Schiedsrichter in

der 2. Bundesliga und zudem als

Assistenten in der Bundesliga,

unter anderem im Gespann des

ehemaligen FIFA-Schiedsrichters

Wolf-Günther Wiesel, sowie

auf internationaler Ebene eingesetzt.

Die Ehrungen im Überblick:

35 Jahre Erwin Gommer (Borussia

Neuenhaus) und Georg Märlender

(SV Klausheide); 30 Jahre Ralf

Dauwe (FC Schüttorf 09), Hansi

Dues (VfL Weiße Elf Nordhorn),

Ralf Hilmes (Eintracht Nordhorn)

und Holger Waldmann (Union

Lohne); 15 Jahre Lienhard Mensen

(SpVgg Brandlecht-Hestrup), Carsten

Schäfer (ASC GW 49 Wielen),

Jacob Wiersma (SG Bad Bentheim)

und Marco Zimmermann (Borussia

26 Schüttorf); 10 Jahre Arne Aarnink,

Sven Koning (beide VfL

Weiße Elf Nordhorn) und Bernd

Busmann (SG Bad Bentheim).

Andreas Huisjes

punktgleich das bessere Torverhältnis

aufwies.

Die Organisatoren Günter

Neumann, Uwe Schneider und Johann

Albers vom Kreisschiedsrichterausschuss

waren durch zwei

Absagen am Vorabend besonders

gefordert.

Der Endstand: 1. Delmenhorst,

2. Emden, 3. Friesland, 4.

Oldenburg-Stadt, 5. Oldenburg-

Land, 6. Osnabrück-Land, 7. Ammerland,

8. Cloppenburg, 9. Aurich,

10. Wesermarsch, 11. Vechta,

12. Bentheim.

Bester Torwart war Johannes

Bock (Friesland) und Torschützenkönig

wurde Tammo Kasten

(Emden). Manfred Lehmann

Wer hat Interesse, das Spielmobil

Weser-Ems zu betreuen?

Der Niedersächsische Fußballverband sucht für den Bezirk Weser-

Ems einen Betreuer des Spielmobils (inklusive Hüpfburg).

• Interessenten sollten ein Herz für Kinder haben,

• einen Führerschein der Klasse 3 besitzen,

• handwerklich begabt sein und die einwandfreie Nutzung der

Spielgeräte überwachen,

• in den Sommermonaten, in der Regel an den Wochenenden, Zeit

haben, das Spielmobil zu den Vereinen und Institutionen zu bringen

und diese bei der Nutzung/Organisation zu unterstützen.

• Die Abrechnung des Einsatzes erfolgt auf Honorarbasis entsprechend

den Bestimmungen der Satzung des NFV.

Weitere Informationen oder Bewerbungen nehmen entgegen:

In der NFV-Geschäftsstelle: Andrea Hoffmeister, 0 51 05 – 75 159,

andrea.hoffmeister@nfv.de oder Fred Michalsky, Beauftragter für

Freizeit- und Breitensport, Tel. 04791 – 98 29 332,

Februar 2010 61


Bezirk Weser-Ems

62

Im Rahmen der Hallenmeisterschaft

um den Addi-Vetter-Cup

hat der NFV-Kreis Osnabrück-

Stadt wieder seine Preisträger der

DFB-Aktion Ehrenamt ausgezeichnet.

Zum Kreissieger 2009

wurde Reinhard Sanner (SV Eintracht

Osnabrück) ernannt.

Als Mitglied im Kreisschiedsrichterausschuss

kümmert sich

der aktive Unparteiische auch um

Vereins-Schiedsrichter, insbesondere

dem Nachwuchs steht er mit

Rat und Tat zur Seite. So betreut

er die Jung-Schiedsrichter bei

ihren ersten Einsätzen und setzt

so genannte „Paten“ dabei ein.

Darüber hinaus organisiert er seit

Jahren die Fahrt zum traditionellen

Jung-Schiedsrichter-Turnier

des NFV. Auch im Verein stellt er

sich stets in den Dienst der Jugendabteilung

und ist bei Arbeitseinsätzen

auf dem Sportplatzgelände

überall zu finden.

Seine ruhige, besonnene, immer

zuverlässige und hilfsbereite Art

ist allseits anerkannt und geschätzt.

Reinhard Sanner wird

vom NFV beim Dankeschön-Wochenende

in Barsinghausen noch

gesondert geehrt.

Vier weitere Mitarbeiter wurden

mit einer Urkunde und einer

limitierten DFB-Uhr ausgezeichnet.

Alan Ruse (SpVg Haste) trainiert

mit Erfolg drei Mädchenund

Frauenmannschaften. Sein

Zeitaufwand hierfür ist enorm.

Durch ihn hat der Frauen- und

Mädchenfußball in der SpVg Haste

an Bedeutung gewonnen. Er

ist immer dabei, wenn es gerade

Februar 2010

in diesem Bereich etwas zu organisieren

gibt.

Heinz Kötter (TuS Nahne) engagiert

sich seit drei Jahren im

Frauenfußball. Er konnte Mädchen

und Frauen für den Fußballsport

begeistern; mittlerweile

Überraschung durch

den SSC Dodesheide

Bezirksligist gewinnt Hallenmeisterschaft

Der Jubel kannte beim SSC Dodesheide

nach dem 4:2-Sieg

im Finale um die Hallenfußball-

Stadtmeisterschaft gegen Niedersachsenligist

VfL Osnabrück II

kein Ende. Der Bezirksligist hatte

sich den Triumph verdient, weil er

im Endspiel um den „Addi-Vetter-

Cup“ 120 Prozent Einsatz bot und

die bis dahin ungeschlagenen

Lila-Weißen zu Recht bezwang.

Platz 3 ging an den stark spielenden

SC Lüstringen, der mit 8:2

gegen eines der Überraschungsteams,

den SC Türkgücü, am Ende

vielleicht ein wenig zu hoch

gewann. Mit herausragend gutem

Spiel, begeisternder Fairness

und starkem Gesamtauftritt

machte der SC Kosmos auf sich

aufmerksam. Respekt erarbeitete

sich auch die junge Mannschaft

vom SV Rasensport.

Die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

um den Addi-Vetter-Cup

stellte wie in jedem Jahr ein Highlight

im Osnabrücker Fußball dar

und wurde wieder durch ein bun-

Reinhard Sanner ist

Kreissieger 2009

Osnabrück-Stadt zeichnet Ehrenamtler aus

Reinhard Sanner, Alexander Gerner, Alan Ruse, Heinz Kötter und Franz-

Josef Gerding (v.l.) wurden durch den Ehrenamtsbeauftragten Gerd Nagel

(rechts) im NFV-Kreis Osnabrück-Stadt für ihr herausragendes Engagement

geehrt. Foto: Müller

tes Rahmenprogramm begleitet.

An allen Spieltagen herrschte

gute Stimmung auf den Rängen

der Osnabrücker Schlosswallhalle,

wozu auch die erstmals live vor

dem begeisterten Publikum spielende

Band „Billy Boys“ beitrug.

Besonders am Finaltag sahen

die rund 900 Zuschauer sehenswerten

Hallenfußball einschließlich

tadelloser Leistungen der

Schiedsrichter Joao Gonzalves (SC

Portugues) und Dennis Enskeneid

(Eintracht Osnabrück). Die Osnabrücker

Unparteiischen unterstrichen

während des Turniers wieder

einmal ihr soziales Engagement.

Sie verzichteten allesamt auf ihre

Spesen und spendeten für die

Psychosoziale Krebsberatungsstelle

Osnabrück einen Betrag von

300 Euro.

Anerkennenden Beifall spendeten

die zahlreichen Besucher

auch für den Organisator Dieter

Schröter. Dieser ist seit nunmehr

27 Jahren Organisator der Osnabrücker

Hallenmeisterschaft und

sind rund 20 Frauen fest dabei.

Mehrmals wöchentlich bittet er

zum Training und nimmt alle Termine

wahr, die zur Betreuung der

Mädchen und Frauen notwendig

sind. Der TuS Nahne ist froh, dass

sich ein junger Mann dieser Tätig-

hatte auch in diesem Jahr wieder

alles fest im Griff.

Ins Allstar-Team wurden anschließend

gewählt: Torwart Tobias

Schimmöller, Torschützenkönig

Carsten Gottwald (beide SSC

Dodesheide), Marcel Jennebach

(VfL Osnabrück II), Benjamin

Akyol (SC Lüstringen) und der

zum besten Turnierspieler ge-

keit angenommen hat und aufgrund

seines Lehrerberufs hierfür

auch besonders geeignet ist.

Alexander Gerner (SC Lüstringen)

ist seit fast fünf Jahren

Jugendtrainer. Er wohnt unter der

Woche im ca. 70 km entfernten

Rheine. Trotzdem ist er drei Mal in

der Woche in Lüstringen auf dem

Platz, um Trainingseinheiten zu

leiten. Er trainiert die Frauenmannschaft,

die er selbst neu aufgebaut

hat, aber auch die E II-Jugend.

Wenn Hilfe im Verein gebraucht

wird, ist Alexander Gerner

stets vor Ort.

Franz-Josef Gerding (SpVg

Haste) ist seit mehr als einem

Jahrzehnt ununterbrochen verantwortlich

für den Mädchenund

Frauenfußball. In all den

Jahren ist „Juppi“, wie er liebevoll

genannt wird, nicht nur Ansprechpartner

für die aktiven

Spielerinnen und Eltern, sondern

darüber hinaus hat er in den

letzten Jahren auch die Jüngsten,

die E-Mädchen, als Trainer

unter seine Regie genommen.

Die Entwicklung der Abteilung

mit fünf Mädchenmannschaften

trägt seine Handschrift. Die Organisation

eigener Turniere und

auch die Teilnahme an internationalen

Turnieren oder die Kooperation

mit der Grundschule

Haste sind seiner Initiative zuzuordnen.

Durch seine Geradlinigkeit

und Hilfsbereitschaft ist er

darüber hinaus ein verlässlicher

und geschätzter Ansprechpartner

bei den Verbänden und

Sponsoren. Peter Müller

Jubel nach dem Sieg beim Addi-Vetter-Cup: Der neue Osnabrücker Hallenfußball-Stadtmeister

heißt SSC Dodesheide. Foto: Müller

wählte Oliver Ginnergardt (SC

Kosmos).

Im Rahmen der Herren-Stadtmeisterschaft

wurde auch das

Endspiel um die Ü 32-Altherrenmeisterschaft

ausgetragen. Sieger

mit 2:1 wurde hier das Team von

TuS Haste gegen den SV Hellern in

einem ebenfalls begeisternden Finale.

Peter Müller


Bastian Gerdes (links) von der SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor, der

vom NFV im vergangenen Jahr mit dem U 23-Ehrenamtspreis ausgezeichnet

worden war, wurde kürzlich auch im NFV-Kreis Wesermarsch in einer Feierstunde

geehrt. Dieser Preis geht jährlich an junge Menschen, die sich für den

Jugendfußball einsetzen und zudem als freiwillige und zuverlässige Helfer

bei anstehenden Aufgaben im Verein gelten. Daneben wurde als Fair Play-

Preisträger der F-Jugendtrainer des SV Brake, Sebastian Mentz (2. von

rechts), geehrt. In der Saison 2008/09 hatte er in einem Spiel, als die gegnerische

Mannschaft aufgrund von Verletzungen dezimiert war, ebenfalls Spieler

vom Feld genommen. Somit hatte die gegnerische Mannschaft zumindest

zahlenmäßig Chancengleichheit. Durch dieses Verhalten hat er dem

Fair Play-Gedanken Nachdruck verliehen. Ihm wurden eine Urkunde und

NFV-Präsente durch den Kreisvorsitzenden Thorsten Böning (rechts) übergeben.

Maurice Gerth von der SG Großenmeer/Bardenfleth, der aus dem

selben Grund geehrt werden sollte, war gesundheitlich leider verhindert.

Vorgeschlagen wurden die beiden fairen Sportler vom F-Jugend-Staffelleiter

Andreas Pöpken (2. von links). Klaus Diekmann

Bezirk Weser-Ems

Ehrung für Christian Fuhrken.

Der junge Sportler von der TSG Husbäke wurde

vom Vorsitzenden des Fußballkreises Ammerland,

Wolfgang Mickelat (rechts), für die Verleihung

des U 23-Ehrenamtspreises ausgezeichnet.

Fuhrken engagiert sich seit Jahren in seinem Verein

und nimmt sich die Zeit, trotz seines Studiums

in Bremerhaven die B-Jugend der TSG Husbäke

regelmäßig in der Woche zu trainieren. Zudem

übt er das Amt des stellvertretenden Jugendleiters

aus und ist immer zur Stelle, wenn

bei der TSG Husbäke feiwillige Helfer gesucht

werden, auch wenn dies manchmal sehr kurzfristig

ist. In dieser Hinsicht ist er Vorbild für viele,

die sich bereits in jungen Jahren sehr stark für

das Gemeinwohl engagieren. Dieses außergewöhnliche

Engagement wurde vom Niedersächsischen

Fußballverband jüngst mit dem U 23-Ehrenamtspreis

honoriert. Jürgen Hinrichs

Tammo Meinders vom VfL Fortuna Veenhusen (2. von links)

ist vom Schiedsrichterausschuss des Fußballkreises Leer mit der „Goldenen

Pfeife“ ausgezeichnet worden. „Tammo ist erst seit vier Jahren

als Schiedsrichter dabei", sagte Schiedsrichterobmann Helmuth Venekamp

(rechts) auf der traditionellen Jahresabschlussfeier der Leeraner

Unparteiischen. „Er hat an allen Lehrabenden auf Kreisebene sowie

Fortbildungslehrgängen auf Bezirksebene teilgenommen. Mit seinen

guten Leistungen, die er bislang auch in der Bezirksliga gezeigt hat,

kann er es noch weit bringen.“ Neben dem 17-jährigen Tammo Meinders

wurde auch Franziska Sangen vom VfR Heisfelde ausgezeichnet.

Die 16-Jährige erhielt für ihre Zuverlässigkeit bei der Teilnahme an

den Lehrabenden ein Schiedsrichter-Dress. „Franziska und Tammo

sind Vorbilder für den Fußballsport. Sie haben sich die Auszeichnung

verdient“, begründete Kreisschiedsrichterlehrwart Hinrich van der

Schüür (links) die Auswahl der beiden talentierten Nachwuchs-

Schiedsrichter. Foto: Bartsch

Neue Trainer. Auch im

Jahr 2009 fand wieder eine Trainerausbildung

zur C-Lizenz Breitenfußball

mit dem Profil Kinderund

Jugendfußball im NFV-Kreis

Wesermarsch statt. Mit viel Spaß

und Erfolg bei der Prüfung erhielten

19 Teilnehmer und Teilnehmerinnen

aus sieben Vereinen

im Alter von 16 bis 46 Jahren

ihre Lizenzen. Neben Kreislehrwart

Rainer Müller nahmen

der Regionsbeauftragte und DFB-

Stützpunkttrainer Hans-Hermann

Heinen sowie DFB-Stützpunkttrainer

Lars Petermann die Lehrproben

in Jaderberg ab, bevor

sich die glücklichen Lizenzinhaber

am Ende dem Fotografen stellten.

Rainer Müller

Februar 2010 63


Bezirk Weser-Ems

64

„Mädchen für alles“

beim SVE Wildenloh

DFB würdigt Engagement von Ebba Kritzer

Die gesamte Frauenmannschaft

des SV Eintracht Wildenloh

sowie der Vereinsvorstand hatten

sich im schmucken Vereinsheim

eingefunden, um der Ehrung von

Ebba Kritzer im Rahmen der DFB-

Ehrenamtsaktion beizuwohnen.

Ihr und 46 anderen verdienten

Mitarbeitern in Niedersachsen

sprach der DFB mit der Verleihung

des Ehrenamtspreises 2009

für vorbildliche Arbeit ein besonderes

Dankeschön aus.

Ammerlands Kreisvorsitzender

Wolfgang Mickelat betonte in

seiner Laudatio die besonderen

Verdienste von Ebba Kritzer um

den Mädchen- und Frauenfußball

in Wildenloh mit dem Ausblick,

dass sie weiterhin so engagiert

bleiben möge für ihren Verein

und als Vorbild für das Ehrenamt.

Mit der Ausrichtung eines

Erlebniswochenendes im

Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen

würdigen DFB und

NFV den herausragenden Einsatz

Das Finale um die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

in der Nordfrost-Arena Wilhelmshaven war

nach vier Minuten entschieden. Sascha Abraham, Stefan

Rupprecht, Carsten Schütze und Sören Harms hatten

den SV Wilhelmshaven II (Foto) innerhalb kürzester

Zeit mit 4:0 in Führung geschossen. Am Ende setzte

sich der Bezirksoberligist bei der 20. Auflage des

„Volksbank-Cups“ mit 6:2 gegen den FC Olympia 09

durch. Auf Platz drei kam vor gut gefüllten Rängen

Titelverteidiger WSC Frisia, der gegen die eigenen A-

Junioren, die positive Überraschung des Turniers, mit

6:4 gewann. Insgesamt 1.500 Zuschauer verfolgten das

Hallen-Event des Fußballkreises Wilhelmshaven. Tagsüber

zeigten die G- bis B- Junioren attraktiven Hallenfußball,

abends sorgten die Frauen- und Mädchenmannschaften,

die Ü 40-Senioren, die A-Junioren sowie

die Kreisklassenteams für ausgelassene Stimmung.

Weiterhin eingebunden in die Fußballtage waren

ein Futsal-Turnier für A- und B-Junioren sowie

erstmals für D-Junioren. Foto: Ilona Reese

Februar 2010

von Ebba Kritzer, die die Tage

dort mit ihrem Lebenspartner verbringen

darf. Vorgesehen ist auch

der Besuch der Bundesligapartie

Hannover 96 – Schalke 04.

Zudem wurde Ebba Kritzer

aufgenommen in den „Club

100“ des DFB, womit sie noch eine

weitere Ehrung erfährt. DFB-

Präsident Dr. Theo Zwanziger

wird die Ammerländerin anlässlich

eines Länderspieles im Rahmen

der EM-Qualifikation 2012

noch besonders ehren. Verbunden

mit dem Länderspiel ist zudem

ein tolles Rahmenprogramm,

welches bestimmt unvergessen

bleiben wird.

Ebba Kritzer begann mit

zwölf Jahren mit dem Fußballsport

in der Mädchenmannschaft

von Eintracht Wildenloh, um anschließend

in der Frauenmannschaft

des Vereins weiterzuspielen.

Nachdem das Team aufgelöst

werden musste, schaffte sie es,

im Sommer 2003 eine neue

Aus den Händen des Kreisvorsitzenden Wolfgang Mickelat erhielt Ebba

Kritzer die Ehrenamtsurkunde 2009. Links der Ehrenamtsbeauftragte des

Fußballkreises Ammerland, Klaus Linke. Foto: Hinrichs

Mannschaft zusammenzustellen,

die noch heute in der Kreisliga aktiv

ist. Bereits 1996 begann sie ihr

Traineramt bei den Mädchen in

Wildenloh. Seit 1998 ist sie Vorstandsmitglied

und betreut bis

heute mit kurzen Unterbrechungen

die G-Jugend ihres Vereins.

Als Jugendleiterin und Schriftführerin

in Personalunion erledigt sie

vielfältige Aufgaben.

Besonders respektiert ist sie

für ihr besonnenes Auftreten und

ihr Organisationstalent, insbesondere

beim Ausrichten von Turnieren

durch den Verein. Gleichwohl

ist sie auch Ansprechpartnerin für

die anderen Sparten des Vereins.

Es ist bezeichnend, dass diverse

Angelegenheiten, die ansonsten

keinen Adressaten im Verein erreichen,

häufig bei ihr auf dem

Tisch landen. Ohne ihr Engagement

würden viele Aktivitäten

beim SVE Wildenloh nicht stattfinden.

Jürgen Hinrichs

Die Mädchen des Gymnasiums Papenburg

(Jahrgänge 1996 bis 1999), die ungeschlagen die Bezirks- und die

Niedersachsenmeisterschaft im Schulfußballwettbewerb „Jugend

trainiert für Olympia“ erringen konnten, erreichten beim Bundesfinale

im Europapark Rust den dritten Platz hinter solch renommierten

Schulen wie dem Sportgymnasium Magdeburg und der

Berthold-Brecht-Schule Nürnberg. Lediglich im vorgeschalteten

Technikwettbewerb mussten sie die Magdeburger ins Finale vorbeiziehen

lassen. Dies wurde auch im NFV-Verbandsjugendausschuss

und in der Schulfußballkommission mit Stolz registriert.

Walter Fricke (hinten 2. v.l.) als Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses

sowie Dieter Ohls (hinten 2. v.r.), Bezirksjugendobmann

und verantwortlich für den Schulfußball in Weser-Ems,

wurden beauftragt, vor Ort im Hause des Gymnasiums Papenburg

im Namen des NFV eine kleine Ehrungszeremonie mit der erfolgreichen

Mannschaft, Schulleiter Norbert Lamkemeyer und

dem betreuenden Erfolgslehrer Carsten Wiepking durchzuführen.

Bei der Übergabe eines Ballpaketes, eines Satzes T-Shirts und verschiedener

Giveaways für die siegreichen Mädchen kam gleich

wieder eine Stimmung auf, die auch für die nächsten Jahre einiges

erhoffen lässt. Gefreut haben sich die Mädchen auf jeden Fall

über den Besuch und die Wertschätzung des NFV. Dieter Ohls


Leuchtende

Kinderaugen

waren in der Westerholter Sporthalle

zu sehen, als der Weihnachtsmann

kam. An dem mittlerweile

zum 19. Mal stattfindenden Turnier

für die Mini-Kicker im NFV-

Kreis Wittmund nahmen acht

Teams teil. Erstmals wurde ohne

Schiedsrichter gespielt. Einige

„Fußballzwerge“ passten gleich

zwei Mal in ihre Kluft und die

jüngste Teilnehmerin vom SV Ardorf

war gerade einmal drei Jahre

alt. Kreisjugendobmann Günter

Janßen machte das Motto der Veranstaltung

deutlich: „Im Vordergrund

steht der Spaß, es geht nicht

darum, wer gewinnt.“ Als Höhepunkt

des Turniers verteilte der

Weihnachtsmann an jeden jugendlichen

Kicker ein Weihnachtspräsent.

Foto: Jens Doden

135 Urkunden. 138 Mädchen aus zehn Vereinen des Fußballkreises Aurich legten jetzt in der Sporthalle

im Rahmen der DFB-Schul- und Vereinskampagne „Team 2011“ das DFB- und McDonald’s-Fußballabzeichen ab.

„Allen Mädchen hat die Aktion sehr viel Spaß gemacht“, freute sich Agathe Harms (links), Koordinatorin der Aktion

„Team 2011“ im Fußballkreis Aurich, die mit Blick auf die Frauen-WM in Deutschland ins Leben gerufen wurde.

Mit großer Begeisterung seien alle Mädchen bei der Sache gewesen; auch die anwesenden Trainer und Betreuer

waren voll des Lobes. Die Mädchen mussten dribbeln, Kurzpässe spielen, Kopfbälle platzieren, Flanken

schlagen und Elfmeter versenken. Dafür gab es Punkte, die am Ende mit Urkunden belohnt wurden. 49 Mädchen

holten eine goldene Urkunde, 51 Mal wurde Silber vergeben, 35 Kickerinnen freuten sich über eine bronzene

Auszeichnung. Die Teilnehmerinnen kamen aus den Vereinen SpVg Aurich, Eintracht Ihlow, Germania Wiesmoor,

TSV Riepe, VfL Mullberg, SV Wallinghausen, SV Spetzerfehn, TuS Weene, Komet Walle und SuS Timmel. Für jedes

Mädchen gab es zu den Urkunden auch noch ein süßes Präsent, gesponsert von McDonalds Aurich und dem E-

Center Dreekamp in Aurich. Hinrich Trauernicht

„Schiedsrichterin

auf der Überholspur“

„Spiele zu pfeifen macht

mir viel mehr Spaß als selbst

Fußball zu spielen“, sagt Anke

Hölscher vom TuS Westerende.

In erstaunlich kurzer Zeit hat die

16-Jährige als Schiedsrichterin

sehr viel erreicht. Erst im März

letzten Jahres legte sie ihre

Schiedsrichter-Prüfung ab, jetzt

leitet sie schon Spiele der A-Junioren-Niedersachsenliga.

Nach dem Prüfungslehrgang

bildete die Schülerin sich

schnell weiter: Neben der Bezirksleistungsprüfung

folgte im

Oktober ein weiterer Lehrgang

in Barsinghausen, wo Anke Hölscher

unter 30 Teilnehmerinnen

als Lehrgangsbeste abschnitt.

Auch bei einem Jung-Schiedsrichterlehrgang

in Lastrup fiel

Anke Hölscher positiv auf, so

dass sie jetzt neben der A-Junioren-Niedersachsenliga

auch

Oberliga-Spiele der Frauen leitet

und als Assistentin in der Frauen-Regionalliga

zum Einsatz

kommt.

„Am liebsten pfeife ich

Spiele der Herren-Kreisliga“, betont

die resolute Spielleiterin, die

sich gelegentlich allerdings auch

„dumme Sprüche“ anhören

muss – eine 16-jährige Spielleiterin

in der Kreisliga ist nicht alltäglich.

„Anke Hölscher ist eine

Schiedsrichterin auf der Überholspur“,

beschreiben Schiedsrichter-AusschussvorsitzenderBernhard

Priebe und Lehrwart Eckhard

Adden die jetzt ranghöchste

Spielleiterin im Fußballkreis Aurich.

„Leistungswillige Mädchen

und Jungen können als Schiedsrichter

schnell Karriere machen“,

wirbt Bernhard Priebe um weiteren

Nachwuchs.

Bezirk Weser-Ems

Spiel- und

Passrecht

D er StadtSportBund Osnabrück,

der KreisSport-

Bund Osnabrück-Land und

der Fußballkreis Osnabrück-

Land veranstalten am 24.

Februar ein Seminar zum

Spiel- und Passrecht im NiedersächsischenFußball-Verband

(NFV).

Ralf Serra wird als Leiter

des Referats Vereinsund

Verbandsrecht im NVF

durch den Abend führen

und keine Frage offen lassen.

Das Seminar aus der

Qualifix-Reihe des Landes-

SportBundes findet in

Bramsche-Hesepe statt und

beginnt um 18.30 Uhr.

Anmeldungen werden

über das Online-Formular

auf www.ssb-osnabrueck.de

entgegengenommen. Weitere

Informationen gibt es

unter 0541 / 98259-12.

Anke Hölscher. Foto: Trauernicht

Februar 2010 65


Amtliche Bekanntmachungen

66

Februar 2010

Geburtstage

15. Februar bis 15. März

Manfred Marquardt, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Harburg, wird am 15. Februar

60 Jahre alt.


Wolfgang Mickelat, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Ammerland, feiert am 16.

Februar seinen 67. Geburtstag.


Jens-Holger Linnewedel,

Vorsitzender des NFV-Kreises

Celle, wird am 24. Februar

57 Jahre alt.


Hubert Böger, Vorsitzender

des NFV-Kreises Emsland,

wird am 27. Februar

58 Jahre alt. ◆

Heinz Meyer, Vorsitzender

des Obersten Verbandssportgerichtes

und der Satzungskommission,

feiert

am 11. März seinen 66. Geburtstag.


Hermann Lüken, Ehrenmitglied

des NFV, wird am

14. März 72 Jahre alt.

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe

der

Amtlichen

Bekanntmachungen

ist der

8. Februar 2010.

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Grüner Weg 18 · 30900 Wedemark

Tel. 05130-58 67-0, Fax 05130-5867-29

Hotline Mo. bis Do. von 8.00 bis 19.00 Uhr

Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr

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Sportschul-Termine

31. Januar bis 28. Februar 2010

Talentförderung

So. 31.1. bis Di. 2. U 16-Junioren-Auswahllehrgang

Sa. 6. bis So. 7. U 14-Mädchen-Hallenturnier der drei Bereiche plus Bremen

Mo. 8. bis Di. 9. U 13-Junioren-E.ON Avacon-Cup (Halle), Finale

Fr. 12. bis So. 14. U 20-Frauen-Auswahllehrgang

Fr. 19. bis So. 21. U 15-Junioren-Auswahllehrgang

U 14-Junioren-Auswahllehrgang

U 13-Junioren-Auswahllehrgang

Mi. 24. U 20-Frauen-Testspiel

Fr. 26. bis So. 28. U 15-Juniorinnen-Auswahllehrgang

U 13-Juniorinnen-Auswahllehrgang

Trainerausbildung

Mi. 3. bis Fr. 5. C-Lizenz-Fortbildung

Di. 9. C-Lizenz-Eignungstest

Mi. 10. bis Fr. 12. C-Lizenz-Fortbildung

Mo. 15. bis Mi. 17. Fortbildung C-Lizenz-Breitenfußball

Mo. 15. bis Fr. 19. C-Lizenz-Ausbildung, Reihe 1, Teil 1

Mo. 22. Seminar „Train the Trainer“

Mo. 22. bis Fr. 26. C-Lizenz-Ausbildung, Reihe 1, Teil 2

C-Lizenz-Breitenfußball, Teil 1

Verbandsmitarbeiter

Fr. 5. bis Sa. 6. Tagung Arbeitskreis Schulfußball

Tagung der Integrationsbeauftragten

Fr. 12. bis Sa. 13. Sitzung Verbandsjugendausschuss

Sa. 13. Sitzung Verbandsfrauen- und Mädchenausschuss

Sa. 13. DFBnet-Schulung für Fortgeschrittene

Fr. 19. bis Sa. 20. DFBnet-Schulung für Anfänger

Vereinsmitarbeiter

Sa. 6. Schulung der Sicherheitsbeauftragten, Teil 1

Sa. 20. Schulung der Sicherheitsbeauftragten, Teil 2

Schiedsrichter

Fr. 5. bis So. 7. Leistungslehrgang Bezirksschiedsrichter

Sa. 6. Bezirksschiedsrichter Hannover

Fr. 19. bis Sa. 20. Schiedsrichter-Mitarbeiterlehrgang I

Sa. 20. bis So. 21. Schiedsrichter-Mitarbeiterlehrgang II

Fr. 26. bis Sa. 27. KSO-/KSL-Tagung Bezirk Hannover

Seminar beim NFV

Expertentipps von den Sportplatzspezialisten

Sportplatzpflege mit System – unter dieses Motto stellen

die Rasenspezialisten der Firma EUROGREEN ihr

traditionelles Frühjahrsseminar, das in diesem Jahr am

Donnerstag, 18. März 2010,

von 10 bis ca. 16.30 Uhr

in der NFV-Sportschule Barsinghausen

erneut für Mitarbeiter/innen aus Vereinen und Kommunen

angeboten wird. Im Mittelpunkt des Sportplatzpflege-Seminars

stehen die Pflege, Regeneration und Rekonstruktion

von Rasen-, Tennen- und Kunstrasenplätzen.

Anmeldungen für das Seminar, für das keine Teilnahmegebühr

erhoben wird, sind bis zum 15. März

2010 zu richten an: NFV-Sportschule, Mozartweg 1,

30890 Barsinghausen, Tel. (0 51 05) 7 51 85.

Vereinsneuaufnahmen

Durch Beschluss des Verbandspräsidiums ist die Aufnahme

folgender Vereine als Mitglieder im Niedersächsischen

Fußballverband bestätigt worden:

• IcanDo e.V., vertreten durch Herrn Olaf Zajonk, Am

Kleinen Felde 14, 30167 Hannover, NFV-Kreis Hannover-Stadt;

• SG Schüttorf 08 e.V., vertreten durch Herrn Hermann

Kortmann, Lorestr. 8, 48529 Nordhorn, NFV-Kreis

Bentheim, Karl Rothmund, Präsident

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

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E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

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Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

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Günter Schacht (Braunschweig)

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38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

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Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Adlerstr. 8, 31228 Peine

Telefon (0 51 71) 92 92 95

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Das Fußball-Journal Niedersachsen

erscheint monatlich. Es kann nur im

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für ein Jahr können bei der NFV-Beteiligungs-

und Verwaltungs-GmbH,

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bestellt werden. Der Einzelpreis

beträgt 3 Euro. Für Vereine und Verbandsmitarbeiter

des NFV ist er im

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