gRatis - Hessischer Rundfunk

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gRatis - Hessischer Rundfunk

Die Zeitung des Hessischen Rundfunks Nr. 06 November/Dezember 2011

gRatis

• So war das damals

In der Doku „Landleben“ lässt ein

hessisches Dorf die alte Zeit aufleben

• Wiedersehen mit „Badesalz“

Das hessische Kult-Duo ist mit

seiner Sendung „Comedy Tower“

im hr-fernsehen „ganz obbe“

• Schön schräg

Das Musik-Festival „cresc“

überrascht mit Musikern mitten

im Publikum

www.hr-online.de


inhalt

titel

Mit dem Kameramann am „Tatort“ 4

Beim Dreh des zweiten

Falls von Nina Kunzendorf

und Joachim Król

hatte unsere Autorin den

Kameramann im Visier

Foto: hr/Johannes Krieg

hr-sinfonieorchester

Schräges Vergnügen 6

„cresc“: Wenn die musiker im Publikum sitzen

hr-fernsehen

So war das damals 7

In einer Dokumentation

erzählen Bürger aus rennertehausen

von früher.

Außerdem: VIP-Geflüster

von Holger Weinert

Foto: Walter Sellmann

highlights 8

Das Beste aus TV und Radio

live dabei

Veranstaltungen November/Dezember 9

hr-fernsehen

Badesalz „ganz obbe“ 12

„Comedy Tower“ mit

dem hessischen Kult-

Duo „Badesalz“

Foto: hr/Ben Knabe

kultur

Gesucht und gefunden 13

Wie die hr-Bigband Katharine mehrling entdeckte

familie

Die wollen nur spielen 14

Alles zur „ArD-radionacht für Kinder“

Und: die hr3-Comedy „Der kleine erziehungsratgeber“

ratgeber

Hauptsache, es hilft? 16

„Die beliebtesten Hausmittelchen“ und das Lieblingsrezept

von hr-iNFo-moderatorin Conny Bächstädt

festtage

O du fröhliche ... 17

eine kleine Auswahl aus dem hr-Weihnachtsprogramm

menschen im hr

„Wir freuen uns über Ihren Anruf“ 18

Der Hörer- und zuschauerservice des hr

pop & party

Poptalk mit Lidia Antonini 19

Gewinnspiele 5, 6, 8, 13, 18

Frequenzen, adressen 18

impressum 11

ihr hr-Journal GratiS bei lotto

hr – Gebühren für gutes Programm

2

Editorial

Liebe Leserin,

lieber Leser,

damit wir Ihnen ein

gutes Programm bieten

können, setzen wir hinter

der Kamera genauso

professionelle Leute ein

wie davor. Während andere

Rundfunkanstalten

Fremdfirmen mit der

Produktion ihrer Spielfilme

beauftragen, verlassen

wir uns beim Hessischen Rundfunk am liebsten

auf unsere eigenen Mitarbeiter. Zum Beispiel auf

den Kameramann Armin Alker, den das hr-Journal

beim „Tatort“-Dreh begleitet hat.

Hessen ist ein fortschrittliches Bundesland. Gleichzeitig

besinnt es sich immer auch auf seine Traditionen,

etwa beim Hessentag oder in liebevoll geführten

Heimatmuseen. Das hr-fernsehen lässt in der Dokumentation

„Landleben“ die Dorfältesten von Rennertehausen

von früher erzählen und schickt die Jungen

auf eine Zeitreise in die Vergangenheit.

Lesen Sie außerdem über „cresc“, die Biennale

für Moderne Musik, lachen Sie über „Badesalz“

beim „Comedy Tower“ im hr-fernsehen und informieren

Sie sich über unser vielfältiges Weihnachtsprogramm.

Ihr

Dr. Helmut Reitze,

Intendant des Hessischen Rundfunks

Die Konzertreihe „hr1-Live

Lounge“, in der hr1-Hörer

schon große Musiker wie

Kim Wilde oder Foreigner

erleben konnten, feiert in

diesem Herbst fünfjähriges

Jubiläum – und hat eine

kleine Schwester bekommen:

In der „hr1-Bar Lounge“

spielen an edlen Theken

Hessens ein oder zwei

Künstler vor handverlesenem

Publikum. Nach

dem erfolgreichen Start im

Königsteiner Kempinski

mit der Popsängerin Jem

Cooke geht am Dienstag,

8. November, der italienische

Sänger und Pianist

Raphael Gualazzi in Frankfurt ans Mikrofon.

Der Name ist einem großen internationalen Publikum

spätestens seit dem diesjährigen Eurovision-Song-Contest

bekannt: Da belegte er nämlich mit „Follia d’amore“ für

Italien den zweiten Platz. Wenn das dreißig Jahre junge

Talent in „Jimmy’s Bar“ im Hotel Hessischer Hof mit erotisch

rauer Stimme italienische und englische Songs zwi-

06 | NoVemBer/DezemBer | 2011

Beste Schulband: Jetzt wählen!

Unter fünfzig Bewerbern beim Schulbandwettbewerb

„YOU FM Schulstar 2011“ hat die Redaktion 25 ausgewählt.

Im November zeigen die Schulstars auf der Bühne

des YOU FM-Trucks ihr Können. Filme der Live-Auftritte

können auf www.YOU-FM.de bewertet werden. Der

Schulstar mit den meisten Punkten wird Wochensieger.

In der letzten Runde wählen die Hörer ihren Favoriten

aus den Wochensiegern. Der Preis für die Gewinnerschule:

ein Tag mit Hip-Hopper Marteria. n

„YOU FM Schulstar 2011“, alle Informationen unter

www.YOU-FM.de

„hr1-Bar Lounge“ mit Raphael Gualazzi

Schöne Bescherung: Am 24. Dezember um 17.05 Uhr

ist Schluss mit dem vorweihnachtlichen Stress.

Dann nämlich stimmt hr2-kultur mit „Einem Spiel

mit weihnachtlichen Texten, Tönen und Glocken“

auf entspannte, friedliche Festtage ein.

Ideales Präsent für Musikliebhaber: Für das hr-

Sinfonieorchester kostet das Geschenk-Abo für drei

Konzerte zwischen 60 und 96 Euro, für die hr-Bigband

42 Euro (von 15. Nov. an beim hr-Ticketcenter,

Tel. 069/155 41 11).

„Als so wie alszus“ – „Genauso wie jedes Jahr“ –

„The same procedure as every year“ – das hr-fernsehen

beherrscht viele Sprachen, besonders, wenn es

um „Dinner For One“ geht. Am 31. Dezember steht

der Silvester-Klassiker in der nordhessischen, der

hessischen und der englischen Variante gleich

mehrfach auf dem Programm.

Nach seinem Erfolg beim Eurovision-Song-Contest jetzt bei hr1: raphael Gualazzi. Foto: Giovanni Canitano

schen Blues, Soul und Funk interpretiert, können lediglich

einige Dutzend Zuschauer dabei sein. Karten zu diesem

exklusiven Konzert gibt es nur als Gewinn. n

„hr1-Bar Lounge“, Dienstag, 8. Nov., 20 Uhr, Hotel

Hessischer Hof, Frankfurt. Karten zu gewinnen unter

www.hr1.de und im Radioprogramm von hr1


Umstellungen bei DVB-T

An allen hessischen DVB-T-Senderstandorten kommt

es am Donnerstag, 3. November, zu Änderungen: In

Osthessen wechselt der Kanal 39 nach 35, im Rhein-

Main-Gebiet der Kanal 8 nach 39. Im Rhein-Main-

Gebiet wird ein zusätzliches Drittes Programm neu zu

empfangen sein und in ganz Hessen werden einzelne

Programme des ARD- und des Regionalkanals – darunter

auch das hr-fernsehen – neu kombiniert. Außerdem

hat die Bundesnetzagentur die Umrüstung des Senders

Rhön von Rund- auf Richtstrahlung veranlasst,

wodurch in Nordbayern und Südthüringen einzelne

Programme wegfallen. Um das gesamte Programmangebot

auf den neuen Frequenzen empfangen zu können,

ist es erforderlich, dass alle DVB-T Zuschauer in

Hessen ab dem 3. November einen neuen Programmsuchlauf

durchführen. Zuschauer, die über Kabel oder

Satellit fernsehen, sind nicht betroffen. n

Infos: www.ueberallfernsehen.de, hr-Text Seite 396

und DVB-T-Infotelefon: 069/66 777 88 55

+++ kurz & gut +++

+++ „Meine Ausbildung – Schüler führen selbst

Regie“, der Schulwettbewerb des hr-fernsehens, geht

in eine neue Runde. Es locken Preisgelder im Gesamtwert

von mehr als 11.000 Euro! Bewerben können

sich bis 16. Dezember Klassen und AGs hessischer

Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe ab Jahrgangsstufe

8 (www.meine-ausbildung.hr-online.de).

+++ „Night Of The Proms“ mit hr3: In der Frankfurter

Festhalle trifft am 30. November und 1.

Dezember wieder Pop auf Klassik. Mit dabei: Seal,

Alison Moyet und das italienische Sopranistinnen-

Quartett „Div4s“. hr3 berichtet live und bringt am

1. Dezember ab 22 Uhr ein Special (www.hr3.de).

+++ Nichts wie hin: Der Vorverkauf für das „Music

Discovery Project“ des hr-Sinfonieorchesters am

10. Februar 2012 in der Jahrhunderthalle Frankfurt

beginnt am 1. November (hr-Ticketcenter, Tel.

069/155-2000, mehr Infos unter www.hr-sinfonieorchester.de).

+++

Witze-Erzähler gesucht

Einen guten Witz auch noch gut zu erzählen – das ist

höhere Kunst! Nach der gelungenen Premiere von „Die

lachende 11“ bei der letzten Fassenacht sucht das hrfernsehen

wieder zehn begabte Witze-Erzähler aus

Hessen. Unter der Leitung von Sitzungspräsident Ralf

Falkenstein treten sie vor närrischem Publikum und

prominenter Jury in der Stadthalle Baunatal gegeneinander

an. Interessierte bewerben sich mit ihrem Lieblingswitz,

einem Foto und einer Begründung, weshalb

sie sich für einen begabten Witze-Erzähler halten, entweder

per Post (Hessischer Rundfunk – Lachende 11 –

60142 Frankfurt) oder über www.lachende11.hr-online.

de. Die öffentliche Veranstaltung am 7. Februar 2012 in

Baunatal wird aufgezeichnet. n

„Die lachende 11“, hr-fernsehen, Bewerbung bis

31. Dezember 2011

06 | NoVemBer/DezemBer | 2011 3

wir in hessen

Neulich bei der Comedy-Produktion

Die Sekretärin kichert, der Jungreporter sucht die Herausforderung und findet nur Fettnäpfchen,

der Alt-Moderator macht halblang und die Chefin viel Wind. hr4 macht Spaß – mit einer

eigenen Comedy.

Echte Charaktere: Chefredakteurin Dr. Margarete Runkel-Holzbach (l.) und ihr Team Foto: hr/Arne Pollmann

„Momentchen. Ich muss erst noch meinen Nagellack

trocken pusten ...“ Wenn Gunilla Wolff sich bei der Produktion

einer neuen Comedy-Folge in die etwas

schlichte „Redaktions-Tippse“ Cindy Schäfer verwandelt,

dann mit vollem Einsatz und diebischem Spaß am

Spiel. Dass in der

gestandenen Redakteurin

und Planerin

ein echtes Comedy-

Talent steckt, hat

viele im hr4-Team verblüfft. „Die Kollegen haben lange

gerätselt, wer die Cindy Schäfer spricht“, verrät Peter

Küster und grinst.

Ausgeheckt hat Küster die Serie „Neulich in der hr4-

Redaktion“ zusammen mit seinem Kollegen Jürgen

Scholle. „Wir haben vier Protagonisten erdacht, ihnen

Lebensläufe verpasst und dann Kollegen gesucht, die ein

komisches Talent und richtig Lust auf die Sache hatten.“

Hauptberuflich arbeiten Peter Küster als Redakteur und

Jürgen Scholle als Reporter für hr4 in Kassel. „Wir sind

alle keine Comedians. Aber wir wollten uns nicht länger

aus Comedy-Archiven bedienen, sondern etwas Eigenes

produzieren.“ Im August gingen die ersten Folgen auf

Sendung. Mittlerweile hat „Neulich in der hr4-Redaktion“

einen festen Sendeplatz, montags um 6.45 Uhr.

„Wenn keiner gelacht hätte, wär’s beim Versuchsballon

geblieben. Aber die Comedy kommt gut an. Wenn die

Hörer auch nur halb so viel Spaß damit haben wie wir, ist

das ’ne Menge“, sagt Peter Küster.

In der Serie wartet Alt-Moderator Hans-Jürgen Brockel

total entspannt bis leicht gelangweilt auf seinen

wohlverdienten Ruhestand. Fast schon hysterisch energisch

ist dagegen Chefredakteurin Dr. Margarete Runkel-Holzbach,

die sich für ein verkanntes Genie hält.

hr4-Reporterin Gabriele Doehring spielt die herrische

Chefin mit großem Vergnügen und greift dabei auch

auf ihre Theaterer-

„Wenn die Hörer auch nur halb so viel Spaß

damit haben wie wir, ist das ’ne Menge“

fahrungen zurück.

Der unbedarfte Jungreporter

Tim Hansmann

versucht emsig

tollpatschig, es allen recht zu machen. Jürgen Scholle,

auch im „wirklichen Leben“ Jüngster im Bunde, spricht

das Redaktionsküken. Redaktionsassistentin Cindy Schäfer

telefoniert so ausdauernd wie privat – wenn sie sich

nicht gerade die Nägel lackiert oder eben trocken pustet.

„Wir schreiben die Skripte, lesen sie uns gegenseitig

vor, streichen, ändern und dampfen ein, bis wir zufrieden

sind. Einiges verändert sich dann noch spontan bei

der Aufnahme im Studio“, erzählt Peter Küster. Auch

wenn die Vermutung nahe liegt, sind weder Comedy

noch Charaktere autobiografisch. „Aber wir nehmen

uns hier alle natürlich ein bisschen selbst auf die

Schippe.“ Die Idee zu einer Geschichte hat oft einen

realen Aufhänger. Da ist zum Beispiel der Reporter, der

begeistert von seiner O-Ton-Jagd zurückkehrt und im

Studio entsetzt feststellt, dass er vergessen hat, den Aufnahmeknopf

zu drücken. „Die schönsten Geschichten

schreibt immer noch das Leben!“ [js] n

„Neulich in der hr4-Redaktion“, hr4, montags,

6.45 Uhr, als Podcast und Download unter:

www.hr4.de (Rubrik „Programm“)


4

titel

Kameramann Armin Alker ist ganz entspannt. Heute

beginnt der Dreh erst um die Mittagszeit. Beim Meeting

am Morgen mit dem Regisseur und den Schauspielern

hat er die Szene besprochen, die heute dran kommt.

Jetzt kann er in Ruhe Licht, Blickwinkel, Atmosphäre

ausprobieren. Regisseur Lars Kraume sagt, er habe den

besten Kameramann engagiert. Alker will das nicht

hören und schon gar nicht kommentieren. „Beim Tatort

hast du das Glück, gefragt zu werden“, so formuliert

er es lieber. „Ich hab das Vergnügen, bei vielen ganz tollen

Filmen mitarbeiten zu dürfen“. Er tut das schon seit

26 Jahren, und gerne beim hr, denn hier gebe es „diese

Mischung aus Geschichten und Bildern“, die seinen Job

als Kameramann so spannend mache: anspruchsvolle

Fernsehspiele, Spielfilme, Märchenfilme und natürlich

der „Tatort“. Gleich sein zweiter Film, den er für den hr

drehen durfte, war ein „Tatort“. Es folgten weitere – für

ihn ist die Serie Kult, ein Traum und immer noch das

absolute Highlight.

Heute wird in einer riesigen Lagerhalle der Frankfurter

Hafenbahn gedreht. Hier ist viel Platz für das

Equipment des Drehteams und für ein ganzes Zugabteil.

Das wurde extra für die Szenen im Zug nachgebaut.

Es ist ein polnischer Wagen, denn „Der Tote im Nachtzug“

ist offenbar auf dem Weg von Warschau nach

Frankfurt gestorben. Die Hauptdarsteller Nina Kunzendorf

– sie spielt Kommissarin Conny Mey – und Joachim

Król – er spielt Kommissar Frank Steier – sitzen

vor der Halle in der

Sonne und warten auf

ihren Einsatz. Der erste

„Tatort“ des neuen

Ermittlerteams erzielte

eine Traumquote. Die

beiden haben sichtlich

Spaß an ihren Rollen,

dem Drehbuch und dem

Ambiente in der doch

recht ungemütlichen

Lagerhalle. Rund 30

Leute sind heute mit

dem Ablauf beschäftigt,

allein sechs kümmern sich mit Armin Alker um die

große Kamera. Jeder hat seinen Platz, bei aller Hektik

ist die Atmosphäre entspannt, der Ton ausgesprochen

freundlich. Man kennt sich und arbeitet gern miteinan-

06 | November/Dezember | 2011

Mit dem Kameramann am Tatort

„Der Tote im Nachtzug“: Im November läuft der zweite „Tatort“-Fall des neuen Frankfurter Ermittlerteams Nina Kunzendorf und Joachim

Król. Unsere Autorin hat dem Kameramann beim Dreh über die Schulter geschaut, die Schauspieler hautnah erlebt und trotz gebührendem

Abstand eine Szene vermasselt.

Höchste Konzentration: Noch tappen die Kommissare Mey und Steier bei ihren Ermittlungen im Dunklen Alle Fotos: hr/Johannes Krieg

„Immer noch das absolute Highlight.“ Kameramann Armin Alker

beim „Tatort“-Dreh

der. Vor allem auf den Kameramann wird es jetzt

ankommen, doch der hält sich im Hintergrund.

„Ruhe bitte, Probe“ – auf das Stichwort des Regisseurs

wirft Nina Kunzendorf ihr Jäckchen über, Joachim

Król zwängt sich trotz der Sommerhitze in

Anzugjacke und Mantel,

und beide verschwinden

in dem engen Zugabteil.

Armin Alker hat seine

Kamera aufgebaut, Lars

Kraume wird die zweite

Kamera bedienen. Die

Kommissare spielen

nach, wie der Mord passiert

sein könnte. Mey

gibt kurz den Schaffner,

der an die Abteiltür

klopft – „Sie wollten geweckt

werden?“ – dann

ist sie das Opfer. Steier spielt den Mörder, der die Pistole

immer wieder etwas anders in der Hand hält. Auf das

Stichwort „Peng“ bricht Mey zusammen und sinkt theatralisch

am Abteilfenster zu Boden. „Für die Geschichte


ist diese Szene gar nicht so wichtig“, sagt Armin Alker.

Eine Schlüsselszene sei sie allerdings, wenn man das Verhältnis

der beiden Ermittler zueinander skizzieren und

zeigen will, wie sie an die Arbeit rangehen. Und deshalb

müsse er mit seinem Objektiv ganz nah dran sein.

„Wir probieren’s mal anders“

Der erste Drehversuch dauert nur ein paar Minuten.

„Der Vorhang muss anders hängen“, sagt Alker. Dass

der zweite Versuch nichts wird, daran bin ich schuld.

Ich stehe im Weg, irgendwo spiegelt sich irgendwas in

der Wagonscheibe, dabei stehe ich doch ganz am Rand.

„Macht nichts“, meint der Kameramann, „manches

siehst du erst beim Dreh, dann, wenn du durchs Objektiv

schaust.“ Außerdem wird eine einzige Szene unter

Umständen ohnehin ein paar Dutzend Mal wiederholt.

„Wenn eine Szene 15 Einstellungen hat, brauchst du

genau so viele Drehs, damit du hinterher schneiden

kannst.“

Die erste Perspektive ist okay und im Kasten, ob sie

verwendet wird, weiß jetzt noch niemand, auch nicht

der oberste Kameramann. „Wir probieren’s mal anders“,

sagt er. Also kommt hier eine Wand weg und dort ein

Podest hin, die Lampen werden mal links, mal rechts

aufgebaut, die riesige Kamera einmal durch den Raum

geschoben. 15 Minuten Umbaupause, ein Assistent versorgt

das Team mit belegten Brötchen und Getränken.

Danach steht die Kamera mal im Abteil, mal schaut sie

von außen hinein, probiert verschiedene Blickwinkel.

Mit 15 Drehs kommt das Team heute nicht hin, Armin

Alker findet immer noch eine Kleinigkeit, die man besser

oder anders machen kann. „Die sind sehr, sehr

gewinnzone

hr3 und das hr-Journal verlosen

3 x 2 Karten

für die Tukur-„Tatort“-Preview am Di, 22. Nov., um

20 Uhr in Usingen, mit Ulrich Tukur, barbara Philipp

und regisseur Justus von Dohnányi.

Der rechtsweg ist ausgeschlossen. mitarbeiter des hr sind

nicht teilnahmeberechtigt.

06 | November/Dezember | 2011 5

geduldig mit mir“, sagt er mit einem Grinsen, „denn sie

wollen alle am Ende das perfekte Produkt.“

Es sei immer eine Frage der Absprache, wie viel Freiraum

man als Kameramann habe, erzählt Armin Alker.

„Manche Regisseure haben eine sehr genaue Vorstellung,

andere überlassen

dir gleich die ganze Bildgestaltung.“

Dass Regisseur

Lars Kraume die

zweite Kamera bedient,

ist ihm sehr recht. Die

beiden sind seit vielen

Jahren ein eingespieltes

Team. „Am Anfang hat

mich das etwas unsicher

gemacht, wenn der

Regisseur selbst drehen

will“, sagt Alker. „Jetzt ist

es etwas, das ich sehr

schätze. Man schaut mit unterschiedlichen Augen, hat

verschiedene Versionen von derselben Szene und ist

dann flexibler.“

Zwanzigste Klappe, volle Konzentration

„Man arbeitet gern miteinander.“ Armin Alker (m.) mit

Nina Kunzendorf und Joachim Król

Der Film erzählt, wie eine blutüberströmte Leiche im

Nachtzug aus Warschau gefunden wird. Ein Verdächtiger

rennt davon. Die Ermittler erfahren, dass der Tote

Sanitäter bei der Bundeswehr in Afghanistan war und

wegen Medikamentenmissbrauchs entlassen, wurde.

Der flüchtige Verdächtige und der Tote kannten sich

aus Afghanistan, beide waren an krummen Geschäften

beteiligt. Als sich auch noch Feldjäger einschalten, ist

klar, es geht hier auf keinen Fall nur um einen Raubmord.

Es ist ein spannendes Drehbuch, das Lars Kraume

basierend auf einer wahren Geschichte geschrieben

hat. Für den Kameramann fängt die Spannung aber erst

richtig an, wenn er durchs Objektiv schaut. Hier muss

sich ihm die Geschichte erschließen. „Durch die

Kamera hast du einen sehr reduzierten Blickwinkel.

Die Herausforderung ist es, Geschichten zu erzählen, die

Gefühle erzeugen, und zu sehen, womit man welchen

Effekt erzeugen kann“, sagt Armin Alker. Da spielen

kleinste Kleinigkeiten mit rein. Deshalb ist auch die

zwanzigste Klappe der Szene im Zug für ihn so wichtig

wie die erste. Und eine Sache höchster Konzentration.

Im nächsten Monat wird schon am nächsten „Tatort“

gedreht. Trotzdem bleibt Alker am „Toten im

Nachtzug“ dran. Bis der Film ausgestrahlt wird, hat er

ihn schon ein paarmal gesehen, die Schnittfassung kritisch

angeschaut, die Farbkorrektur gemacht und bei

der Preview erste Publikumsreaktionen getestet. Trotzdem

ist der Tag der Erstausstrahlung etwas ganz Besonderes.

Dann sitzt Armin Alker gespannt zuhause auf

dem Sofa vor dem Fernseher.

„Ich entdecke

immer Fehler, aber man

ist zufrieden, wenn die

Geschichte funktioniert,

wenn sie spannend und

schlüssig ist, wenn sie

tolle Figuren zeigt.

Darum geht es. Und

daran ist der Kameramann

genauso beteiligt,

wie Autor, Regisseur und

Schauspieler. Mir sind

Dinge wichtig wie ein

natürliches Licht zum Beispiel, aber“, Armin Alker

lehnt sich entspannt zurück, „mir ist es lieber, jemand

sagt, es war ein toller Film als es war ’ne tolle Kamera.“

[Daniella Baumeister] n

„Der Tote im Nachtzug“, Das Erste, So, 20. Nov.,

20.15 Uhr. Wiederholung des ersten Falls: „ Eine

bessere Welt“, hr-fernsehen, Sa, 19.Nov., 21.45 Uhr

Zweiter Einsatz für Ulrich Tukur

Mord im Hintertaunus: Der Anruf eines alten Freundes

und ehemaligen Kollegen ruft Felix Murot zu

Ermittlungen in ein kleines Dorf. Dort angekommen,

wird gleich wieder Entwarnung gegeben: Der Mörder

hat sich selbst gerichtet, der Fall scheint geklärt. Noch

am Abend macht sich LKA-Mann Murot wieder auf

den Weg nach Wiesbaden. Doch sein Gehirntumor

peinigt ihn so sehr, dass er beschließt, die Nacht im

Auto zu verbringen. Im Morgengrauen läuft der vermeintliche

Selbstmörder quicklebendig an seinem

Auto vorbei – spielt ihm seine Wahrnehmung einen

Streich? Oder ist etwas faul im Dorf? Murot kehrt um

und beginnt, inkognito zu ermitteln.

Für seine Premiere als „Tatort“-Ermittler Felix Murot

wurde Ulrich Tukur mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Nun hat er in „Das Dorf“ seinen zweiten Einsatz

für den Hessischen Rundfunk.

„Das Dorf“, Das Erste, So, 4. Dez., 20.15 Uhr


6

hr-Sinfonieorchester

Schräges Vergnügen

geschrieben. Einige hatten sich bei der

Gewerkschaft erkundigt, ob sie denn tatsächlich

verpflichtet seien, da mitzuspielen.

Vier Orchestergruppen sollten

gleichzeitig in unterschiedlichen Räumen

spielen, ein Stück voller „unsinniger“

Spielanweisungen. Es kam zum

Eklat, die Uraufführung endete nach

zweieinhalb Stunden frühzeitig – und

wurde nie wiederholt. Das war 1969. Das

Stockhausen-Werk, das bei „cresc“ zu

hören sein wird, heißt „Gruppen für 3

Orchester“. Auch dieses Stück sprengt

06 | November/Dezember | 2011

cresc... (sprich: kresch) – so heißt das neue Festival für Moderne Musik, das großartige Klangabenteuer und unvergessliche Konzerterlebnisse

verspricht. Da kann es einem sogar passieren, dass man plötzlich neben dem Tubisten sitzt.

cresc... Biennale für

Moderne Musik

Fr, 25., bis So, 27. Nov.

Allein unter Publikum: David Glidden, Tubist des hr-Sinfonieorchesters Foto: hr/Andreas Frommknecht

Dort das Orchester, hier das Publikum, so

würde sich das für ein „ordentliches“

Konzert gehören. Aber hier ist nichts so,

wie es sein sollte. Der griechische Komponist

Xenakis verteilt 88 Orchestermusiker

im Saal, setzt sie und das Publikum

im Kreis, mischt alle wild durcheinander

und stellt den Dirigenten in die Mitte.

„Huch, neben mir sitzt die Tuba“ oder die

Violine oder die Klarinette, müssen da

Konzertbesucher überrascht feststellen.

Und die Klänge wandern durch den

Raum wie bei einer Laola-Welle.

Bei „cresc – Biennale für Moderne

Musik“ ist das selten aufgeführte Werk

„Terretektorh“ von 1966 live zu erleben.

Drei Tage lang werden viele Urauf-

führungen zu hören sein. Außerdem

erklingen herausragende Werke des

20. Jahrhunderts, in dem in der E-Musik

einfach alles auf den Kopf gestellt

wurde, nicht nur die Sitzordnung. Oft

zur großen Empörung der Hörer – und

der Musiker.

„Wir spielen oder wir werden entlassen“

hatten aufgebrachte Musiker bei

der Uraufführung von „Fresko“ von

Karlheinz Stockhausen auf ein Schild

gewinnzone

Das hr-Journal verlost

2 x 2 Karten für das Konzert

„Gruppen³“ am 26. Nov. in Darmstadt.

Der rechtsweg ist ausgeschlossen. mitarbeiter

des hr sind nicht teilnahmeberechtigt.

die Dimensionen des Konzertsaals,

gruppiert die Musiker um das Publikum

herum. Aber rund fünfzig Jahre nach seiner

Entstehung ist ein Skandal nicht

mehr zu erwarten. Dazu trägt gewiss bei,

dass das Stück nur etwas mehr als 20

Minuten lang ist. Es liegt aber bestimmt

auch daran, dass Musiker und Hörer

inzwischen einiges gewöhnt sind.

Die Zeit der Skandale ist vorbei

Jeder Bruch mit Gewohnheiten ist erst

einmal eine Zumutung. Das gilt für Hörgewohnheiten

um so mehr, denn Musik

spricht emotional an, ruft körperliche

Reaktionen hervor – positive oder negative.

Ist dem einen Techno-Musik ein

Gräuel, schaltet der andere bei Mozart

ab. Klingt in europäischen Ohren die

Dur-Moll-Tonalität harmonisch, versteht

der Inder nicht, warum wir seine

klassischen Ragas schräg finden. Was

dem einen Musik ist, ist dem anderen

Lärm. Aber dann kann es passieren, dass

man etwas ein paar Mal hört und es

plötzlich schön findet. Oder man kann

Jazz nicht ausstehen – und dann ist da

doch ein Stück, das einen berührt.

Beim neuen Festival „cresc... Biennale

für Moderne Musik Frankfurt

Rhein Main“ präsentieren das

Ensemble Modern, das hr-Sinfonieorchester,

die hr-Bigband und das

IEMA-Ensemble sowie hochkarätige

Gastensembles Musik der

Gegenwart. Die erste Ausgabe der

Biennale widmet sich dem Thema

„Musik und Raum“. In acht Konzerten

in Frankfurt und Darmstadt

sind Schlüsselwerke des 20. und

21. Jahrhunderts sowie Uraufführungen

jüngerer Komponisten zu

erleben. Konzerteinführungen gibt

es jeweils 45 Minuten vor Beginn.

„cresc“ ist die Kurzform für italienisch

„crescendo“, was als musikalische

Spielanweisung „lauter werdend“

bedeutet.

„cresc...“, Eröffnungskonzert am

Fr, 25. Nov, 19 Uhr, im hr-Sendesaal,

Frankfurt. Festivalpass für

acht Konzerte 75 Euro, 3er-Abo

33 Euro, Einzeltickets zwischen

15 und 20 Euro, Ermäßigung halber

Preis, Karten beim hr-Ticketcenter,

Tel. 069/155 2000, ausführliche

Informationen: www.

cresc-biennale.de

Der Mensch, sagt die Hirnforschung,

wünscht sich Situationen, die vorhersehbar

sind, so dass er sich sicher fühlen

kann. Aber er möchte, um sich nicht zu

langweilen, dann doch in Maßen überrascht

werden. Hundert Jahre nachdem

Schönberg seine ersten atonalen Stücke

komponiert hat, rechnet heute bei

einem Konzert mit zeitgenössischer

Musik niemand mehr mit tonalen Harmonien

im Viervierteltakt. Die Zeit der

großen Skandale ist vorbei. Man weiß,

ja, rechnet damit, dass diese Konzerte

anders, die Klänge ungewohnt sind.

Was nicht vorbei ist: Zeitgenössische

Kunst kann einem nach wie vor etwas

über sich selbst zeigen oder über die

Zeit, in der man lebt. Die besten Voraussetzungen

also, auf Entdeckungstour zu

gehen und sich mit „schrägen“ Klängen

zu vergnügen, von ungewohnten Tönen

mitreißen zu lassen oder einem Tubisten

aus nächster Nähe zuzuschauen. [sr] n

„Gruppen³“, mit Werken von Xenakis

und Stockhausen, Sa, 26. Nov., 19 Uhr,

Darmstadt, Böllenfalltorhalle, Einzelticket:

20 Euro


So war das damals

06 | November/Dezember | 2011 7

Landleben vor hundert Jahren – wie war das damals bei der Ernte, in der Spinnstube, beim Waschtag

oder bei der Konfirmation? Für die Dokumentation des hr-fernsehens hat ganz Rennertehausen mitgemacht:

Die Alten des Dorfes erzählten vom strengen Herrn Lehrer, die Jungen kratzten mit Federkielen

auf Schiefertafeln.

Es ist kein schönes

Gedicht, aber es hat

sich ins Gedächtnis

von Louise Jacobi

eingebrannt. Die inzwischen

92-Jährige

kann es noch heute

aufsagen: „Lieber

Gott, was mag’s bedeuten

/ dass man

hört die Glocken

läuten. / Es bedeutet

abermals / meines Lebens

Ziel und Zahl. /

So wie der Tag hat abgenommen,

/ so wird

auch einst mein Tod

wohl kommen. /

Deren Wege schicke

mich / gerecht zu

sterben seliglich. /

Amen.“ Als Kind

musste sie das Gebet

jedes Mal vorm

Betreten des Elternhauses

aufsagen.

„Gruselig“ findet

die elfjährige Charleen

Pilger die Zeilen.

In der hr-Filmdokumentation

„Landleben“ spielt sie

die junge Louise Jacobi. In Tracht und

barfuß steht sie in einer Szene in der

Haustür: „Lieber Gott, was mag’s bedeuten

...“ Achtzig Jahre trennen die beiden

Rennertehäuserinnen – nur drei Generationen,

aber zwischen den beiden Leben

liegen Welten. hr-Filmemacherin Birgit

Sommer hat aus den Erinnerungen von

Louise Jacobi (92), Justine Krafthöfer

(91) und Konrad Briel (99) rekonstruiert,

wie es war, zwischen den beiden Weltkriegen

in Nordhessen auf dem Land

aufzuwachsen.

Prägend für jede Jugend, auch vor

mehr als 80 Jahren, ist die Schule. „Das

war, als wenn man zur Arbeit geschickt

wurde“, erinnert sich Louise Jacobi an

ihre Einschulung. Eltern waren kaum

anwesend, die mussten schließlich

schaffen: auf dem Feld, im Haushalt, im

Stall. Auch eine Schultüte hatten nur die

wenigsten. Einen eigenen Ranzen aus

Leder gab es erst, wenn man in die

„Obere Klasse“ kam, der Raum, in dem

die Klassen fünf bis acht unterrichtet

wurden. Und der Lehrer? Streng sei er

gewesen, verteilte auch mal Schläge,

gerne mit dem Rohrstock.

Wie vor hundert Jahren: Nur die Turnschuhe passen nicht so recht ins Bild Foto: Walter Sellmann

Zum Glück ist diese Zeit vorbei, findet

Jana Hesse. Auch Jana ist elf und hat im Freilichtmuseum

Hessenpark in Neu-Anspach

mit Charleen für

einen Drehtag die

historische Schulbank

gedrückt.

„Das war damals alles ziemlich streng,

man durfte nicht rumspielen, musste den

Eltern helfen und hatte nicht so viel Freizeit“,

erzählt Jana. Nicht ganz so düster

sehen Justine Krafthöfer und Louise

Jacobi ihre Kindheit: „Wir haben schon

viel gespielt“, erinnern sie sich. Aber helfen,

ja, das sei selbstverständlich gewesen,

nicht nur im Haushalt, beim Melken

oder auf dem Acker, sondern auch beim

„Herrn Lehrer“, wie die beiden Damen

sagen. Heidelbeeren etwa mussten die

Kinder für den Pauker sammeln. Der

revanchierte sich, indem er abends durch

die Straßen von Rennertehausen ging

und alle frechen Kinder nach Hause

schickte, die es wagten, noch auf der

Gasse herumzutollen.

„Davon habe ich noch einen weiteren“,

sagt Louise Jacobi und zeigt ihren

Griffel von damals. Was heute meist in

Dorfmuseen liegt, diente vor achtzig

„Das war, als wenn man zur

Arbeit geschickt wurde“

Jahren dazu, auf der Schiefertafel zu

schreiben – Schulhefte gab es nicht.

Nicht mit dem Griffel, sondern mit

einem Federkiel

mussten Jana und

Charleen bei den

Filmaufnahmen

schreiben – Sütterlin: „Das war, wie neu

Schreiben zu lernen“, sagt Jana. „Viele

Buchstaben sehen sich sehr ähnlich“,

ergänzt Charleen. Ob sie einen Brief in

Sütterlin lesen könne? Sie weiß es nicht

genau. „So ein bisschen“, sagt sie

schließlich.

Drei Generationen trennen Justine

Krafthöfer und Louise Jacobi von Jana

Hesse und Charleen Pilger. Wenn sie die

Vergangenheit – ob am eigenen Leibe

erlebt oder nachgespielt – betrachten,

fällt ihr Fazit einhellig aus: „Die jungen

Leute haben es leichter“, sagt Justine

Krafthöfer. „Es ist schon besser, dass ich

heute lebe“, so drückt es Jana aus. Dennoch:

„Ich bin zufrieden“, sagt Louise

Jacobi. Keinen Tag wolle sie missen von

ihrer Jugend vor 80 Jahren in dem kleinen

Dorf in Nordhessen. [Malte Glotz] n

„Landleben“, hr-fernsehen, 13. Dez.,

21 Uhr

ViP-geFLÜSTeR

Von Holger Weinert

hr-fernsehen

Holger Weinert moderiert im hr-fernsehen

die „Hessenschau“, täglich, 19.30 Uhr.

Tief und Tiefe

Wer will sich ernsthaft wundern

über Burn-outs, Nervenzusammenbrüche

oder psychische Krisen?

Sebastian Deisler, Sven Hannawald,

Ralf Rangnick oder Miriam Meckel

– sie haben sich geoutet, und allein

das Wort verrät, wie falsch wir derlei

Krisen auffassen. Als sei es etwas

Peinliches und Unnormales. Dabei

ist eigentlich das Gegenteil der Fall.

In meinen ersten Jahren vor der

Kamera hatte ich häufig das Gefühl,

etwas Absurdes zu erleben. Du

schaust ins schwarze Loch der

Kamera, und jeden Verplapperer

bekommt halb Hessen mit. Was,

wenn ich jetzt huste (auch schon

passiert), spucke oder mir schlecht

wird? Dazu kommt heute das ständige

Starren auf die Einschaltquoten

(die erfreulich gut sind bei der

„Hessenschau“). Gut, ich bin, was

man ein alter Hase nennt. Aber Hannawald

war ein sensationeller Skispringer,

Rangnick ein erfahrener

Trainer. Der Mensch hat einen verletzlichen

Körper, aber eine ebenso

empfindliche Psyche, was ignoriert

wird bis zum Umfallen. Er findet sich

verstärkt in elektronischen Absurditäten

vor, die Schlachten in Medien

und Büros sind heftiger geworden,

durchtriebener, perfekter. Die Zahnräder

drehen sich und halten nicht

an, auch wenn gerade ein Mensch in

der Maschine steckt.

Mir ist einer lieber, der sagt: Ich

kann im Moment die Erwartungen

nicht erfüllen. Der merkt: Da muss

ich erst mal Luft zum Atmen holen.

Welches Leben verläuft im Ernst

ohne Störfälle? Krankheiten, Enttäuschungen,

Todesfälle. Es ist normal

zu reagieren. Es ist unnormal, wie

eine Maschine zu funktionieren –

oder das Saufen anzufangen. Im Tief

finden wir mit Glück zur Tiefe und

zu uns selbst zurück.

Foto: hr/A. Frommknecht


8

highlights

Radio-tipp für Weihnachtsengel

Mit Popsongs auf Sinnsuche

Vorfreude statt Fest-Stress: in der hr1-Sendung „Sonntagsgedanken“ treffen theologen auf popsongs.

Bei der Radioserie über Weihnachtssongs darf Chris Rea mit seinem Hit „driving Home For Christmas“nicht fehlen Foto: pa/dpa

Sie heißen „White Christmas“ oder „Last Christmas“,

die Popsongs, die jedes Jahr in der Adventszeit im Radio

laufen. Die Klassiker zum Mitsummen gehören einfach

zu Weihnachten dazu. Aber was steckt eigentlich

hinter den Texten? In der hr1-Reihe „Mit Popsongs auf

Sinnsuche“ machen sich evangelische und katholische

Theologen Gedanken und stellen sechs Christmas-

Songs vor, die sie besonders bewegen.

Pfarrer Stefan Krebs aus Darmstadt beispielsweise

hat sich „Driving Home For Christmas“ von Chris Rea

ausgesucht: „Bei diesem Rhythmus kann man sich richtig

vorstellen, wie einer voller weihnachtlicher Vorfreude

in seinem Auto sitzt und nach Hause zu seinen

Lieben fährt“, begründet Krebs seine Auswahl. „Wir

sollten nicht so sehr über den Fest-Stress jammern, sondern

uns einfach auf Weihnachten freuen“, sagt er.

tV-tipp für partylöwen

Prost Neujahr!

Für den Silvesterabend hat sich das

hr-fernsehen in diesem Jahr etwas

ganz Besonderes ausgedacht: TV-Star

Ruth Moschner und das Schlagerrad

laden zur großen Silvesterparty

ein. Und das gleich zwei Mal! Das

rauschende Fest mit Schlagern

und Comedy, mit Sketchen und

Feuerwerk wird am Samstag, 3. Dezember,

im hr-Studio in Kassel aufgezeichnet.

Als prominenter Überraschungsgast

des Abends wird

Schlagersänger G. G. Anderson mit

dabei sein. Wer in Kassel live mitfeiern

möchte, kann bis Ende November im Internet

unter www.schlagerrad.hr-online.de Karten gewinnen.

Im hr-fernsehen ist der große Spaß dann für alle Hessen

am Silvesterabend zu erleben. n

„Genau das trifft dieser Song sehr gut. Außerdem passt

er prima zur Musik in hr1.“

„Mit Popsongs auf Sinnsuche“ lief bereits zweimal als

Sommerreihe. Wegen der großen Resonanz bei den hr1-

Hörern gibt es sie in diesem Jahr erstmals als Advents- und

Weihnachts-Special. Die sechs Folgen sind an den vier

Adventssonntagen und den beiden Weihnachtsfeiertagen

zu hören. Mit dabei sind der Frankfurter Pastoralreferent

Sebastian Lindner (27. Nov.), der Darmstädter Pfarrer Stefan

Krebs (4. Dez.), die Pastoralreferentin Stephanie Rieth

aus Mainz-Kastel (11. Dez.), der Pfarrer Johannes Meier aus

Sontra (18. Dez.), der Pastor Thomas Zels aus Limburg (25.

Dez.) und der Fuldaer Theologe Winfried Engel (26. Dez.). n

„Mit popsongs auf Sinnsuche“, hr1, So, 27. Nov, bis

26. dez., 7.45 Uhr, als podcast nach der Sendung

unter www.hr1.de

tV-Star Ruth Moschner und das Schlagerrad laden zur Silvesterparty ein Foto: hr/Ben Knabe

„das Schlagerrad feiert Silvester“ – die große party

mit Ruth Moschner und vielen Gästen, aufzeichnungen

im hr-Studio Kassel am Sa, 3. dez., 19 Uhr. im hr-fernsehen

am Sa, 31. dez., voraussichtl. 23.45 Uhr

06 | November/Dezember | 2011

Radio-tipp für Neugierige

Sie haben viel zu erzählen

Zum Jahresausklang stehen bei hr2-kultur berühmte

Menschen im Mittelpunkt des Doppel-Kopf-Programms:

Wolf Biermann, Poet, Sänger, Essayist und

Büchner-Preisträger, feiert am 15. November seinen 75.

Geburtstag. Er lässt an diesem Tag im Doppel-Kopf-

Gespräch sein bewegtes Leben Revue passieren. Maria

Farantouri, die „Joan Baez des Mittelmeeres“ und Symbolfigur

des Widerstands nach dem Putsch der griechischen

Militär-Junta 1967, ist am 17. November zu Gast.

Am 29. November lässt der Beatles-Experte Peter Kemper

zum 10. Todestag des Gitarristen George Harrison

noch einmal die wichtigsten Lebensstationen des

begnadeten Griffbrett-Poeten Revue passieren. Und am

2. Dezember spricht Liedermacher Hannes Wader über

Generationskonflikte, jung gebliebene Lieder und die

Faszination des Boule-Spiels. n

„doppel-Kopf“, hr2-kultur, Mo bis Fr, 12.05 Uhr

(Wh. 23.05 Uhr)

tV-tipp für topfgucker

Lecker Hessen

Wer kocht das beste Land-Menü? Bei „Lecker Hessen“,

dem Landfrauen-Kochwettbewerb der Service-Sendungen

im hr-fernsehen, treten auch in diesem Jahr

wieder fünf Landfrauen aus unterschiedlichen hessischen

Regionen gegeneinander an. In der ersten

Dezemberwoche lädt die jeweilige Gastgeberin des

Tages ihre Konkurrentinnen zum Drei-Gänge-Menü

auf den heimischen Hof. Die Köchinnen bewerten sich

gegenseitig und begutachten kritisch die Optik, den

Schwierigkeitsgrad und den Geschmack von Vorspeise,

Hauptgericht und Nachtisch. Jede Kandidatin kann für

jeden Gang von jeder der vier Rivalinnen maximal

zehn Punkte erhalten. Wer wird am Schluss gewinnen?

Auf alle Fälle auch alle kochlustigen Zuschauer, denn

die Landfrauen-Rezepte sind problemlos nachzukochen,

familientauglich und garantiert lecker. n

„Lecker Hessen“, hr-fernsehen, Mo, 5., bis Fr, 9. dez.,

18.50 Uhr

gewinnzone

Das hr-Journal verlost

3 x 2 Karten

für das hr4-Weihnachtskonzert am Sonntag,

4. Dezember, um 18 Uhr in der Stadthalle Congress

Palais in Kassel. In diesem Jahr steht das hr4-Weihnachtskonzert

unter dem motto „Weihnachten bei

uns“. Die Künstler bringen ganz persönliche Lieder

und erinnerungen an eigene Weihnachtsfeste mit auf

die bühne. zu den Stars des Abends gehören die

Sängerin mara Kayser sowie die Trenkwalder und

das Johann-Strauß-orchester Frankfurt. Durch das

Programm führt hr4-moderator Heinz Günter Heygen.

Der rechtsweg ist ausgeschlossen. mitarbeiter des hr sind

nicht teilnahmeberechtigt.


www.hr-online.de

hr-live dabei

live dabei

VERANSTALTUNGEN

NOVEMBER/DEzEMBER 2011

2. - 13. NOVEMBER

noch bis Mittwoch, 30.11. > Gelnhausen, Main-Kinzig-Forum hr

„Legalisierter Raub“

Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945; Ausstellung des Fritz Bauer Instituts

und des Hessischen Rundfunks, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 14 Uhr,

Samstag, 5.11. und 12.11., 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung; Barbarossastr. 24; Eintritt frei

Freitag, 4.11., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8 hr-Sinfonieorchester

Barock+ LIVE

Werke von Händel, Rameau, Mozart, Ravel und Debussy; um 19 Uhr Konzerteinführung

mit Janine Jansen (Violine) und dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Jean-Christophe Spinosi

Eintritt: € 27,-/21,50/16,50/ erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live in hr2-kultur

ausverkauft

Samstag, 5.11., 20 Uhr > Bibliothekszentrum Bergen-Enkheim hr2-kultur

Literatur im Kreuzverhör | Mit Peter Härtling LIVE

Thema: Dichter über Dichter; eine literarische Schnitzeljagd zum Mitmachen und Mitraten

mit Irene Ruttmann, Ulrich Karthaus, Manfred Amend, Peter Heusch, Uwe Wittstock u.a.; Barbarossastr. 65;

Eintritt frei; Reservierung unter Tel. 06109/24 88 26

Samstag, 5.11., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8 hr-Sinfonieorchester

Barock+

Werke von Händel, Rameau, Mozart, Ravel und Debussy; um 19 Uhr Konzerteinführung mit

Janine Jansen (Violine) und dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Jean-Christophe Spinosi; Eintritt: € 27,-/

21,50/16,50/ erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live in hr2-kultur am 4.11.

ausverkauft

Montag, 7.11., 22.45 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8 hr-fernsehen

Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche LIVE

Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen; Jeden Montag im Studio 1

Eintritt frei

Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr-online.de

Mittwoch, 9.11., 19 Uhr > Frankfurt, Alte Oper, Großer Saal hr-Sinfonieorchester

Junge Konzerte

L. v. Beethoven: Egmont-Schauspielmusik/5. Sinfonie; mit Christiane Karg (Sopran), Tobias Moretti (Sprecher)

und dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Bertrand de Billy; Eintritt: € 14,50 für Schüler; Karten: Jugend- und

Sozialamt Frankfurt, Tel. 069/212-38 517, Abendkasse; Sdg: 11.11., Wh. 20.11., 20.05 Uhr, hr2-kultur

Donnerstag, 10.11., 20 Uhr > Frankfurt, Alte Oper, Großer Saal hr-Sinfonieorchester

hr-Sinfoniekonzerte

Ludwig van Beethoven: Egmont-Schauspielmusik/5. Sinfonie; um 19 Uhr Konzerteinführung; mit

Christiane Karg (Sopran), Tobias Moretti (Sprecher) und dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Bertrand de Billy;

Eintritt: € 49,-/40,-/32,-/23,50/16,-/erm. halber Preis; Sendung: 11.11., 20.05 Uhr, hr2-kultur

Freitag, 11.11., 20 Uhr > Korbach, Stadthalle, Medebacher Landstr. 10 hr2-kultur

Kammerkonzerte in Hessen

Werke von Peter Tschaikowsky, Nikolai Rimski-Korsakow, Michail Glinka, Johann Sebastian Bach,

Dmitri Schostakowitsch u.a.; mit dem „Alliage Quintett“; Eintritt: € 10,- bis € 20,-zzgl. VVG

Karten: Bürgerbüro im Rathaus Korbach, Tel. 05631/53 232; Sendung: 4.3.2012, 20.05 Uhr, hr2-kultur

Freitag, 11.11., 20 Uhr > Frankfurt, Alte Oper, Opernplatz 1 hr-Sinfonieorchester

hr-Sinfoniekonzerte LIVE

Ludwig van Beethoven: Egmont-Schauspielmusik/5. Sinfonie; um 19 Uhr Konzerteinführung

mit Christiane Karg (Sopran), Tobias Moretti (Sprecher) und dem hr-Sinfonieorchester

Dirigent: Bertrand de Billy; Eintritt: € 49,-/40,-/32,-/23,50/16,-/erm. halber Preis; live in hr2-kultur

Samstag, 12.11., 19.30 Uhr > Lauterbach, Hohhaus-Palais hr2-kultur

Kammerkonzerte in Hessen

Werke von Michail Glinka, Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach und Dmitri Schostakowitsch

mit Nils Mönkemeyer (Viola) und Nicholas Rimmer (Klavier); Rokoko-Saal, Berliner Platz 1; Eintritt: € 15,-/

erm.: € 5,-; Karten: Buchhandlung Lesezeichen, Tel. 06641/26 54 und Hohhaus-Museums, Tel. 06441/24 02

Sonntag, 13.11., 11 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8 hr2-kultur

Lunchkonzert 3 | „Musik vom Meister aus der Provence“

Werke von Messiaen, Franck und Duruflé; mit Markus Bellheim (Klavier und Orgel)

Eintritt: € 16,-/inkl. Lunch € 42,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Sendung: 15.12., 20.05 Uhr, hr2-kultur

hr-live dabei

13. - 25. NOVEMBER

Sonntag, 13.11., 15.30 Uhr > Konzerthalle Bad Orb, Horststr. 1 hr4

hr4-Tanztreff 2011/2012 | Tanzen Sie mit hr4 durch den Sonntag!

Für hr4-Hörerinnen und Hörer, die gerne tanzen; mit der Band „Black Velvet“

Mod.: Dieter Voss

Eintritt: € 16,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000 und an der Tageskasse

Sonntag, 13.11., 17 Uhr > Erbach, Deutsches Elfenbeinmuseum hr2-kultur

Kammerkonzerte in Hessen

Werke von Michail Glinka, Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach, Dmitri Schostakowitsch; mit Nils

Mönkemeyer (Viola), Nicholas Rimmer (Klavier); Otto-Glenz-Str. 1; Eintritt: € 22,-; Karten: €, Buchhandlung

Geilert, Tel. 06062/41 09, Stadtverwaltung Erbach, Tel. 06062/64 58; Sendung: 11.3.2012, 20.05 Uhr, hr2-kultur

Sonntag, 13.11., 18 Uhr > Frankfurt, hr, Bertramstr. 8 hr-Sinfonieorchester

Kammerkonzerte

Werke von Sergej Prokofjew und Franz Schubert; mit Charys Schuler Punto (Violine), Nadine Blumenstein

(Violine), Philipp Nickel (Viola) und Maja Schwamm (Violoncello); im Foyer des hr-Sendesaals

Eintritt: € 16,-/erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Montag, 14.11., 19.30 Uhr > Frankfurt, hr, Bertramstr. 8 hr4

hr4-Studiokonzert mit Frank Ramond und Anna Depenbusch

Exklusives hr4-Studiokonzert im Hörfunkstudio II mit rund 90 Gästen;

Mod.: Tobias Hagen

Karten werden verlost unter www.hr4.de und OnAir in hr4

So, 27.11.: Die große hr4-Schlager-Starparade

Foto: pa/dpa

Zwölf Stars, sieben Stunden Musik live – Hessens größte Schlagerparty wird eine Show der

Superlative. Am Sonntag, 27. November, sind in der Frankfurter Festhalle Semino Rossi,

Helene Fischer (Foto), DJ Ötzi, Mary Roos, Michelle, Claudia Jung, Fantasy, Andreas Martin,

Vicky Leandros, Michael Holm, Die Cappucinos und Isabel Varel zu erleben. Jeder Künstler

gibt ein Konzert im Konzert. Für gute Sicht von allen Plätzen sorgen Videowände.

Montag, 14.11., 22.45 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8 hr-fernsehen

Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche LIVE

Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen; Jeden Montag im Studio 1

Eintritt frei

Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr-online.de

Freitag, 18.11., 20 Uhr > Bad Homburg, Casino-Lounge, Kisseleffstr. 35 hr1

hr1 Dancefloor

Hits der 70er, 80er und 90er Jahre

mit DJ Thorsten Mathieu

Eintritt: € 5,- vor Ort

Montag, 21.11., 22.45 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8 hr-fernsehen

Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche LIVE

Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen; Jeden Montag im Studio 1

Eintritt frei

Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr-online.de

Freitag, 25.11., 9 Uhr (bis 1.12.) > Frankfurt, hr hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main | Ausstellung

Iannis Xenakis – Architektur und Musik; mit dem Film „La vie et la musique de Iannis Xenakis/Leben und Werk

des Iannis Xenakis“ (Dauer: 59:53); Produzent und Realisation: Mark Kidel, BBC in Zusammenarbeit mit RM Arts;

Bertramstr. 8, Goldhalle; Eintritt frei

Freitag, 25.11., 14 Uhr > Frankfurt, hr, Bertramstr. 8 hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main | Symposium

„XenakisPerspektiven“; mit André Baltensperger, Rudolf Frisius, Peter Hoffmann, Marion Saxer und

Dr. Julia Cloot; Foyer des hr-Sendesaals

Eintritt frei

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In die Bäder, fertig ... los!

Gerade im Herbst zeigen die Heilbäder und Kurorte in Hessen ein wunderschönes

Gesicht. Kurparks laden zum Spaziergang ein, endlose Waldwege präsentieren ihre

Wunderwelt, und ein Besuch in einer der hessischen Thermen lässt die Kälte vergessen.

Dazu starten Ende November in den hessischen Heilbädern und Kurorten die

Weihnachtsmärkte – so beginnt der bekannte Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden

am 22. November. Infos und Broschüren: Die Hessischen Heilbäder: Telefon (0 61 74)

92 65 23, info@hessische-heilbaeder.de, www.hessische-heilbaeder.de


hr-live dabei 25. - 26. NOVEMBER hr-live dabei

26. NOVEMBER - 8. DEzEMBER

Freitag, 25.11., 19 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik | Eröffnungskonzert LIVE

Einführung im Foyer ab 18.15 Uhr; Werke von Zuraj, Xenakis, Carter, Qian Shen-Ying; mit dem „Ensemble

Modern“, dem hr-Sinfonieorchester u. d. „IEMA-Ensemble“; Ltg.: Johannes Kalitzke; Eintritt: € 18,-/

Festivalpass: € 75,-/Abo: € 33,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live auf „Arte Live Web“

Es ist ein Eröffnungskonzert in jeder Hinsicht: Das Ensemble Modern und das hr-Sinfonieorchester,

die beiden Hauptträger der Biennale, spielen im ersten Konzert des neue Festivals

„cresc...“ Werke von Iannis Xenakis und Elliot Carter sowie zwei Uraufführungen, die

ungewohnte räumliche wie klangliche

Horizonte eröffnen. In den acht Konzerten

der Biennale sind Schlüsselwerke

des 20. und 21. Jahrhunderts zu

erleben. Außerdem gibt es eine Ausstellung

und zwei Symposien.

Freitag, 25.11., 20 Uhr > Wiesbaden, Thalhaus, Südliches Nerotal 18 hr1

hr1 Dancefloor

Hits der 70er, 80er und 90er Jahre

mit DJ Thorsten Mathieu

Eintritt: € 5,- vor Ort

Freitag, 25.11., 22.30 Uhr > Frankfurt LAB hr-Sinfonieorchester, hr-Bigband

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik | Un/Limits – Open Space

Werke von Christian Lindberg, Iannis Xenakis, Örjan Fahlström und Christian Jaksjo; Einführung um 21.45 Uhr

in Halle 2; mit der hr-Bigband, Christian Lindberg (Posaune u. Ltg.); Ltg.: Örjan Fahlström; Schmidtstr. 12

Eintritt: € 15,-/Festivalpass: € 75,-/Abo: € 33,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Samstag, 26.11., 10 Uhr > Frankfurt, hr, Bertramstr. 8 hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main | Symposium

„XenakisPerspektiven“; mit Dr. Julia Cloot, Sharon Kanach, Marion Saxer und Makis Solomos

Foyer des hr-Sendesaals

Eintritt frei

Samstag, 26.11., 15 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik | Espaces Musicaux

Einführung ab 14.45 Uhr im Foyer; Werke von Michael Levinas, Georges Aperghis, Iannis Xenakis, Edgar Varèse

und Michael Jarrell; mit dem Ensemble „Intercontemporain“; Ltg.: Susanna Mälkki; Eintritt: € 18,-/Festivalpass:

€ 75,-/Abo: € 33,; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

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Samstag, 26.11., 19 Uhr > Darmstadt, Böllenfalltorhalle hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main | Gruppen³ LIVE

Einführung ab 18.15 Uhr im Foyer; Werke von Iannis Xenakis, Karlheinz Stockhausen und Thierry de Mey;

mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Ensemble „Modern“; Ltg.: Matthias Pintscher; Eintritt: € 20,-/

Festivalpass: € 75,-/Abo: € 33,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live auf „Arte live Web“

Samstag, 26.11, 20 Uhr > Kassel, Gleis 1, Bahnhofsvorplatz 1 hr1

hr1 Dancefloor

Hits der 70er, 80er und 90er Jahre

mit DJ Thorsten Mathieu

Eintritt: € 5,- vor Ort

Samstag, 26.11., 22 Uhr > Darmstadt, 603qm hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main | Xenakis[a]live!

c/o AStA TU Darmstadt; Reinhold Friedl: „Xenakis[a]live!“ (2007); Einführung um 21.15 Uhr

mit dem Ensemble „zeitkratzer“, „Lillevan“, Live-Video; Alexanderstr. 2; Eintritt: € 12,-/ Festivalpass: € 75,-/

Abo: € 33,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Sonntag, 27.11., 11 Uhr > Frankfurt LAB, Schmidtstr. 12 hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main | Raumwelten

Einführung um 10.15 Uhr in Halle 2; Werke von Iannis Xenakis, Luciano Berio und

Matthias Pintscher; mit dem „IEMA-Ensemble“ und Holger Falk (Bariton); Ltg.: Matthias Pintscher

Eintritt: € 12,-/Festivalpass: € 75,-/Abo: € 33,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Sonntag, 27.11., 13 Uhr > Frankfurt LAB, Schmidtstr. 12 hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main | Chambers

Einführung um 12.15 Uhr in Halle 2; Werke von György Ligeti, Giacinto Scelsi und Iannis Xenakis mit dem

„Jack Quartet“; Eintritt: € 12,-/Festivalpass: € 75,-/Abo: € 33,-

Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Sonntag, 27.11., 14 Uhr > Frankfurt, Festhalle, Fr.-Ebert-Anlage 1 hr4

Die große hr4-Schlager-Starparade | Das größte Schlager-Festival in Hessen

Hallen-Schlagerfestival mit DJ Ötzi, Mary Roos, „Fantasy“, Helene Fischer, Semino Rossi, Claudia Jung,

Andreas Martin, Isabel Varell, Michelle, Vicky Leandros, „Die Cappuccinos“ und Michael Holm

Mod.: Heinz Günter Heygen; Eintritt: € 35,- bis € 65,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Sonntag, 27.11., 16 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal hr-Sinfonieorchester

„cresc...“ Biennale für Moderne Musik | Abschlusskonzert LIVE

Einführung im Foyer um 15.15 Uhr; Musik und Raum - sechs Uraufführungen von Stefan Beyer, Torsten Herrmann

u.a.; mit dem Ensemble „Modern“; Norbert Ommer (Klangregie); Ltg.: Johannes Kalitzke; Eintritt: € 18,-/

Festivalpass: € 75,-/Abo: € 33,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live auf „Arte live Web“

Montag, 28.11., 22.45 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8 hr-fernsehen

Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche LIVE

Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen; Jeden Montag im Studio 1

Eintritt frei

Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr-online.de

Freitag, 2.12., 19 Uhr > Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2 hr2-kultur

Streitfall - Autoren in der Kontroverse

Die neuen Bücher von Bahman Nirumand, Friedrich Kellner und Eddi Hartmann; mit Franziska Augstein,

Micha Brumlik, Martin Lüdke und Bahman Nirumand; Mod.: Peter Kemper; Eintritt: € 5,- (VVK)/€ 6,- (AK)/

erm. € 3,-/€ 4,-; Karten: Literaturhaus, Tel. 069/40 76 62 58 0; Sendung: 22.1.2012, 12.05 Uhr, hr2-kultur

Freitag, 2.12., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8 hr-Sinfonieorchester

Debüt LIVE

Werke von Camille Saint-Saëns und Peter Tschaikowsky; mit Nareh Arghamanyan (Klavier), Fritz Walther (Orgel)

und dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Kazuki Yamada; Eintritt: € 16,-/erm. halber Preis

Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live in hr2-kultur

Samstag, 3.12., 18 Uhr > Marburg, Stadthalle, Biegenstr. 15 hr4

Das große hr4-Weihnachtskonzert

Mit Mara Kayser, „Trenkwalder“, „Frankfurt Brass“, Kinderchor Frankfurt und dem

„Johann-Strauß-Orchester Frankfurt“; Mod.: Heinz Günter Heygen

Eintritt: € 20,-/27,-/34,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Sonntag, 4.12., 18 Uhr > Kassel, Stadthalle Congress Palais, Festsaal hr4

Das große hr4-Weihnachtskonzert

Mit Mara Kayser, „Trenkwalder“, „Frankfurt Brass“, Kinderchor Frankfurt und dem

„Johann-Strauß-Orchester Frankfurt“; Mod.: Heinz Günter Heygen; Friedrich-Ebert-Str. 152

Eintritt: € 20,-/27,-/34,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Sonntag, 4.12., 18 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal hr-Sinfonieorchester

Kammerkonzerte

Werke von Johann Sebastian Bach, Manuel de Falla, Isaac Albéniz, Chick Corea, Paco de Lucia, Andreas Hepp,

Christian Kiefer und Vicente Amigo; mit Andreas Hepp (Schlagzeug/Marimbafon) und Christian Kiefer (Gitarre)

Eintritt: 16,-/erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Montag, 5.12., 22.45 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8 hr-fernsehen

Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche LIVE

Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen; Jeden Montag im Studio 1

Eintritt frei

Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr-online.de

Donnerstag, 8.12., 18 Uhr und 19.30 Uhr > Frankfurt, hr hr-fernsehen

Das große „Hessenquiz“

Aufzeichnungen im hr-Studio 1; Vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien

beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 6,-, VIP-Einzelkarte: € 10,-,

Kombikarte: € 9,-, VIP-Kombikarte: € 13,- (alle inkl. RMV); Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000


hr-live dabei 8. - 15. DEzEMBER hr-live dabei

16. - 31. DEzEMBER

Donnerstag, 8.12., 19 Uhr > Frankfurt, Alte Oper, Großer Saal hr-Sinfonieorchester

Junge Konzerte

Werke von Richard Strauss, Felix Mendelssohn Bartholdy und Carl Nielsen; mit Hilary Hahn (Violine)

Dirigent: Paavo Järvi; Eintritt: € 14,50 für Schüler, Studierende und Auszubildende, Karten: Jugend- und

Sozialamt Frankfurt, Tel. 069/212-38 517, Abendkasse; Sendung: 9.12., 20.05 Uhr, hr2-kultur

Donnerstag, 8.12., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8 hr4

Das große hr4-Weihnachtskonzert

Mit Mara Kayser, „Trenkwalder“, „Frankfurt Brass“, Kinderchor Frankfurt und dem „Johann-Strauß-Orchester

Frankfurt“; Mod.: Heinz Günter Heygen; Eintritt: € 20,-/27,-/34,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000;

weitere Termine: 9.12., 20 Uhr, 10.12., 15 Uhr, 10.12., 20 Uhr, 11.12., 15 Uhr; Sendung: 11.12., 15 Uhr, hr4

Donnerstag, 8.12., 20 Uhr > Centralstation Darmstadt, Im Carree hr-Bigband

hr-Bigband | Die Kunst des Rabih Abou-Khalil LIVE

Musik von Abou-Khalil, bearbeitet für die hr-Bigband von Jim McNeely; mit Rabih Abou-Khalil (Oud),

Michel Godard (Tuba/Serpent), Jarrod Cagwin (Percussion) und der hr-Bigband; Ltg.: Jim McNeely

Eintritt: € 27,-/30,50 Euro; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Freitag, 9.12., 19.30 Uhr > Frankfurt, hr hr-fernsehen

Das große „Hessenquiz“

Aufzeichnungen im hr-Studio 1; Vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien

beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 6,-, VIP-Einzelkarte: € 10,-, Kombikarte:

€ 9,-, VIP-Kombikarte: € 13,- (alle inkl. RMV); Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Freitag, 9.12., 20 Uhr > Frankfurt, Alte Oper, Großer Saal hr-Sinfonieorchester

hr-Sinfoniekonzerte LIVE

Werke von Richard Strauss, Felix Mendelssohn Bartholdy und Carl Nielsen; um 19 Uhr Konzerteinführtung;

mit Hilary Hahn (Violine); Dirigent: Paavo Järvi; Eintritt: € 49,-/40,-/32,-/23,50/16/erm. halber Preis

Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live in hr2-kultur

„Spaß im Spiel“ – unter diesem Motto ist die atemberaubend

musizierende Geigerin Hilary Hahn (Foto) mit

Mendelssohns Violinkonzert zu erleben sowie zwei

Orchesterwerke voller Spielfreude und Ironie. Die letzte

Sinfonie des Dänen Carl Nielsen erlaubt sich ironische

Späße zwischen den Noten, wie man sie im Konzertsaal

selten findet. Dem Comedian des Mittelalters, Till

Eulenspiegel, widmete Richard Strauss ein Orchesterwerk,

das seine derbste Abenteuer darstellt.

Freitag, 9.12., 20 Uhr > Bad Homburg, Casino-Lounge, Kisseleffstr. 35 hr1

hr1 Dancefloor

Hits der 70er, 80er und 90er Jahre

mit DJ Thorsten Mathieu

Eintritt: € 5,- vor Ort

Samstag, 10.12., 19.30 Uhr > Frankfurt, hr hr-fernsehen

Das große „Hessenquiz“

Aufzeichnungen im hr-Studio 1; Vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien

beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 6,-, VIP-Einzelkarte: € 10,-, Kombikarte:

€ 9,-, VIP-Kombikarte: € 13,- (alle inkl. RMV); Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Samstag, 10.12., 20 Uhr > Darmstadt, Mathildenhöhe, Olbrichweg 13 hr2-kultur

Literatur im Kreuzverhör | Mit Peter Härtling LIVE

Thema: Endlosschleifen – Rätsel und Zaubergeschichten; eine literarische Schnitzeljagd zum Mitmachen

und Mitraten; mit Irene Ruttmann, Ulrich Karthaus, Manfred Amend, Peter Heusch, Uwe Wittstock u.a.

Eintritt frei; Reservierung unter Tel. 06151/13 28 08

Sonntag, 11.12., 15.30 Uhr > Florstadt, Bürgerhaus hr4

hr4-Tanztreff 2011/2012 | Tanzen Sie mit hr4 durch den Sonntag!

Für hr4-Hörerinnen und Hörer, die gerne tanzen; mit der „Karl Schmidt Band“; Mod.: Dieter Voss

Freiherr-vom-Stein-Str. 1; Eintritt: € 16,-

Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000 und an der Tageskasse

Das schönste Ausdauertraining der Welt: Beim dritten

hr4-Tanztreff dieser Saison spielt die Karl-Schmidt-Band

tanzbare Schlager und Oldies. hr4-Moderator Dieter Voss

führt durch den Sonntag.

Sonntag, 11.12., 15.30 Uhr, 18 Uhr und 19.30 Uhr > Frankfurt, hr hr-fernsehen

Das große „Hessenquiz“

Aufzeichnungen im hr-Studio 1; Vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien

beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 6,-, VIP-Einzelkarte: € 10,-, Kombikarte:

€ 9,-, VIP-Kombikarte: € 13,- (alle inkl. RMV); Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Montag, 12.12., 22.45 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8 hr-fernsehen

Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche LIVE

Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen; Jeden Montag im Studio 1

Eintritt frei

Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr-online.de

Dienstag, 13.12., 15.30 Uhr, 18 Uhr und 19.30 Uhr > Frankfurt, hr hr-fernsehen

Das große „Hessenquiz“

Aufzeichnungen im hr-Studio 1; Vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien

beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 6,-, VIP-Einzelkarte: € 10,-, Kombikarte:

€ 9,-, VIP-Kombikarte: € 13,- (alle inkl. RMV); Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Foto: Colourbox

Foto: Peter Miller

Mittwoch, 14.12., 15.30 Uhr und 18 Uhr > Frankfurt, hr hr-fernsehen

Das große „Hessenquiz“

Aufzeichnungen im hr-Studio 1; Vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien

beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 6,-, VIP-Einzelkarte: € 10,-, Kombikarte:

€ 9,-, VIP-Kombikarte: € 13,- (alle inkl. RMV); Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Donnerstag, 15.12., 16.12., 17.12., 20 Uhr > Frankfurt hr-Bigband

hr-Bigband | Swinging Christmas

Russische und schwedische Lieder rund um das Christfest; mit Victoria Tolstoy (Gesang)

und der hr-Bigband; Ltg.: Jörg Achim Keller; Mod.: Werner Reinke; Südbahnhof-Musiklokal

Eintritt: € 17,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Freitag, 16.12., 20 Uhr > Frankfurt, Alte Oper, Großer Saal hr-Sinfonieorchester

Musik und Film | Steven Spielberg & John Williams

Der Meisterregisseur und sein Komponist; multimediales Konzert mit Musik, Bildern und Ausschnitten

aus berühmten Filmen; mit dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Frank Strobel

Eintritt: € 49,-/ 40,-/ 32,-/ 23,50/ 16,-/erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000

Konzert- und Kino-Erlebnis in einem: In dieser Saison stehen bei „Musik und Film“

Regisseur Steven Spielberg und Filmmusikkomponist John Williams im Fokus. 25 Filme

hat das Künstler-Duo realisiert, darunter Filmklassiker

wie „Der weiße Hai“, „Indiana Jones“,

„E.T. – Der Außerirdische“ (Foto), „Jurassic

Park“ und „Krieg der Welten“. In der Alten Oper

Frankfurt werden Bilder und Filmausschnitte

zu sehen sein, dazu spielt das hr-Sinfonieorchester

die Filmmusik live.

Freitag, 16.12., 20 Uhr > Wiesbaden, Thalhaus, Südliches Nerotal 18 hr1

hr1 Dancefloor

Hits der 70er, 80er und 90er Jahre

mit DJ Thorsten Mathieu

Eintritt: € 5,- vor Ort

Samstag, 17.12., 19 Uhr > Frankfurt, hr hr-fernsehen

Das große „Bibelquiz“

Aufzeichnungen im hr-Studio 1; Vier hessische Kandidaten müssen sich

in unterschiedlichen Fragekategorien beweisen; Mod.: Jörg Bombach

Bertramstr. 8; im hr-fernsehen am So, 25. Dez., 21.45 Uhr

Samstag, 17.12, 20 Uhr > Kassel, Gleis 1, Bahnhofsvorplatz 1 hr1

hr1 Dancefloor

Hits der 70er, 80er und 90er Jahre

mit DJ Thorsten Mathieu

Eintritt: € 5,- vor Ort

Sonntag, 18.12., 11 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8 hr2-kultur

Lunchkonzert 4 | „Russische Musik und mehr“

Mit dem Vokalensemble „Anima“

Eintritt: € 16,-/inkl. Lunch € 42,-

Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; Sendung: 2.2.2012, 20.05 Uhr, hr2-kultur

Donnerstag, 22.12., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8 hr-Bigband

hr-Bigband | Ein Abend mit Katharine Mehrling

Mit Katharine Mehrling (Gesang) und der hr-Bigband; Ltg.: Jörg Achim Keller

Eintritt: € 24,-/erm. € 12,80

Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000 und an allen anderen bekannten VVK-Stellen

Samstag, 31.12., 20 Uhr > Schlitz, Schloss Hallenburg, Gartensaal hr4

hr4-Silvestergala 2011 in der Landesmusikakademie Hessen

Silvestergala mit kulinarischen Köstlichkeiten und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm

Mod.: Heinz Günter Heygen; Gräfin-Anna-Str. 4

Eintritt: noch offen; Karten: Landesmusikakademie Hessen,Tel. 06642/91 130

hr-Ticketcenter

Bertramstraße 8, Frankfurt

Hotline: 069/155-2000; Mo-Fr, 9 bis 19 Uhr

Ticketverkauf: Mo-Fr, 14-19 Uhr

www.hr-ticketcenter.de

IMPRESSUM

hr-Journal

Herausgeber: Hessischer Rundfunk, Pressestelle, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt am Main,

Tel.: 069/155-2163, Fax: 069/155-2126, www.hr-journal.hr-online.de, E-Mail: hr-Journal@hr-online.de

Verantwortlich: Tobias Häuser

Redaktion: Sabine Renken (sr), Jeanette Sallwey (js), Bettina Kübler (kü)

live dabei: sr, Angelika Bieck

Anzeigen: hr werbung gmbh, Barbara Simon, Tel.: 069/1509-263

Layout und Lithografie: Hessischer Rundfunk Grafik-Design/Martin Brandt

Druck: Frankfurter Societätsdruckerei, Frankenallee 71-81, 60327 Frankfurt am Main

Erscheinungsweise: zweimonatlich gratis bei den Lotto-Verkaufsstellen.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers

Titelmotiv: Das Frankfurter „Tatort“-Ermittlerteam Nina Kunzendorf und Joachim Król

Titelfoto: hr/Lars Kraume

Foto: Degeto

ausverkauft

ausverkauft


12

hr-fernsehen

Badesalz „ganz obbe“

Och joh: Das hessische Kult-Comedy-Duo Badesalz hat eine neue Sendung im hr-fernsehen. Im 53. Stock des Frankfurter Main Tower empfangen

Henni Nachtsheim und Gerd Knebel prominente Freunde und Weggefährten im „Comedy Tower“. Ein Gespräch über Sendung, Senf und Authentizität.

hr-journal: Im „Comedy Tower“ stellt ihr

eure Gäste auf harte Charakterproben.

Welcher Senf darf es zur Wurst sein beispielsweise:

der für Weicheier, Mainstream

oder extra-scharf. Wie sieht das

bei euch aus?

Henni: Ich nehm Hardcore-Senf. Für die

Sendung habe ich alle möglichen Senfsorten

probiert, auch extra-extrascharf

mit Extra-Peperoni. Und ich bin mit allen

gut zurechtgekommen.

Gerd: Du hast ja auch ein degeneriertes

Geschmacksorgan.

H: Stimmt, ich kann sogar mit Sagrotan

nachspülen.

Welchen Senf gibst du dazu, Gerd?

G: Gar keinen (verschluckt sich). Ich

huste ja schon bei Kuchen!

H: Also mein Vorbild ist ja Nehberg.

Der mit dem Bart und den Spinnen?

H: Genau. Manchmal übernachte ich

spaßeshalber im Garten und esse einfach

alles, was mir vor die Füße läuft.

Irgendwann im Laufe eurer neuen

Comedy-Talksendung landet euer Gast

im Auto und verrät, welche Musik er

dort hört.

H: Ja, das hat uns wirklich interessiert.

Was hört zum Beispiel der Bully (Herbig)

im Auto? Ich persönlich hör sehr gern

Musik im Auto. Wir sind ja viel unterwegs,

auch für unsere Solo-Projekte. Ich

hör dann auch mal auf Gerd … also auf

seine Musikempfehlung.

G: Ich hör eigentlich immer und überall

viel Musik, natürlich auch im Auto, und

lese drei bis vier Musikzeitschriften im

Monat. Viel Indie- und Heavy-Zeug,

auch mal interessante Songwriter.

Welche Musik geht gar nicht?

H: Grad hab ich mir „Best of Milow“

gekauft, das ist das Langweiligste, was

ich seit Jahren gehört habe!

Asoziale Netzwerke

Sie gehen ihm mächtig auf die Nerven, die „sozialen

Netzwerke“. Schließlich halten sie einen von der Arbeit

ab und machen auch noch süchtig. Deshalb spricht der

hessische Kabarettist Johannes Scherer von „asozialen

Netzwerken“ und rechnet gnadenlos ab, mit automatischen

„Freundefindern“, Marktforschern und sonstigen

Trendsettern. Das hr-fernsehen zeigt eine Aufzeichnung

seines neuen Bühnenprogramms. n

„Johannes Scherer LIVE. Asoziale Netzwerke“, Fr, 23. Dez,

22 Uhr, hr-fernsehen

G: Den haben doch Radio-Moderatoren

geklont. Aus alten Cat-Stevens-Fußnägeln!

H: Perfekt für Muttis beim Hemden-

Bügeln ...

G: … es gibt ja auch Bügeleisen, die keine

Abschaltfunktion haben, so ist das bei

dem auch!

H: Dixieland-Musik geht auch gar nicht.

Das ist unser gemeinsamer Hass-Nenner.

G: Da schläft mir das Gesicht ein.

H: Deswegen sind wir auch mal in

einem unserer Sketche als Dixie-Jäger

aufgetreten.

G: Schlimm sind auch Pantomimen.

H: Und peruanische Musikgruppen mit

Panflöte! Aber kennst du die „Amigos“?

Das ist ein hessisches Schlager-Duo, mit

Foto: Agentur

06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2011

BUBUUBUBBUBUBUBBUBBU BRuuuummmm Foto: hr/Ben Knabe

Bully, Gerd und Henni (v. l.) im umweltfreundlichen Pappauto Foto: hr/Ben Knabe

denen hätten wir richtig gern was

gemacht. Das kannste ruhig mal schreiben!

Ich hab die angerufen und Mails

geschickt. Aber die Amigos haben uns

total abblitzen lassen und nicht mal

geantwortet!

G: Vielleicht haben die gedacht, wir wollen

sie verarschen.

H: Wollen wir aber gar nicht. Es soll ein

gemeinsamer Spaß sein, für alle. Ganz

ehrlich!

An was habt ihr denn gedacht?

H: So ein Boygroup-Titel. Mehr verrat

ich nicht, vielleicht klappt’s ja noch.

Beim „Comedy Tower“ ladet ihr einen

prominenten Gast ein – in den ersten Folgen

„Bully“ Herbig, Cordula Stratmann

und Bülent Ceylan – und dazu noch

jeweils einen Comedy-Neuling. Welche

Tipps habt ihr für junge Kollegen?

G: Es ist gut, bei sich zu bleiben. Mit 16

kann man eben noch nicht auf ein

langes Sexualleben und so weiter

zurückblicken. Gags in die Richtung

sind dann nicht authentisch, und das

merkt man. Aber mit Vermarktung kennen

sich die Jungen super aus. Regelmäßiges

Bedienen des Publikums auf allen

Kanälen, zum Beispiel via YouTube, ist

heute auch fast wichtiger als Qualität.

Wer oder was hat euch denn am

Anfang eurer Karriere geholfen?

H: Zu unserer Zeit gab’s keine ältere

Szene hinter uns, anders als heute.

Dadurch hatten wir keine Vorbilder und

haben vieles erfunden.

G: Wir haben immer schon viel Zeugs

gemacht, haben gesungen, uns verkleidet.

Diese breite Mischung aus Musik, Theater

und allen möglichen Themen war gut.

H: Dass wir schon in bewährten Bands

gespielt haben, Gerd bei „Flatsch“ und

ich bei den „Rodgau Monotones“, hat

auch geholfen. Das war so eine Art

Beschleuniger.

G: Heute gehen wir immer noch viel auf

Konzerte, wissen über Jugendkultur

Bescheid. Ich find’s furchtbar, wenn man

nur das alte Zeugs hört und noch nie was

von Rapper Caspar oder Marteria gehört

hat. Auch wenn’s nicht vorrangig meine

Musik ist ... man sollte schon mitbekommen,

was gerade angesagt ist.

H: Des stimmt! Kennt ihr eigentlich de

Udo Jürgens ...? [Interview: js] n

• „Comedy Tower – Zu Gast bei Badesalz“,

Do, 1., 8., 15. Dez, 21.45 Uhr,

hr-fernsehen

• „Och joh“, mehr als 80 Sketche und

Musikvideos der Kultsendung aus

den 90ern jetzt auf DVD, ab 26. Nov.

im Handel


Kulturtipps

ARD-Hörspieltage

Magnetische Anziehungskraft übt

vom 9. bis 13. Nov. wieder das Zentrum

für Kunst und Medientechnologie

Karlsruhe auf alle Hörspielfans

aus. Mehrere tausend Besucher werden

bei der größten deutschsprachigen

Veranstaltung rund um Hörspiel

und Soundart erwartet. Das Live-

Hörspiel „Winnetou“ und eine Hörspielnacht

mit Stücken von Jules

Verne sind nur zwei Beispiele aus

dem Rahmenprogramm. Im Mittelpunkt

steht der „Deutsche Hörspielpreis

der ARD“ mit zehn Hörspielvorführungen,

die vom 25. Okt. an auch

unter www.radio.ARD.de zu hören

sind. hr2-kultur sendet das Preisträgerstück

am Mi, 30. Nov., 21.30 Uhr.

Bis zur Preisverleihung am 12. Nov.

entscheiden die Hörer über den Publikumspreis,

den „ARD Online Award“.

Rund um Kleist

Zum 200. Todestag von Heinrich von

Kleist am Mo. 21. Nov., sendet hr2kultur

um 8.40 Uhr ein „Wissenswert“

und um 12.05 Uhr einen „Doppel-

Kopf“. Vom gleichen Tag an sind in

der „Lesung“ (9.30 und 15.05 Uhr) die

Erzählungen des Autors zu hören.

„Kleist in 100 Minuten“ heißt die

zweiteilige CD, die von hr2-kultur

produziert wurde und für 14,99 Euro

beim Hörverlag erschienen ist.

Werner Reinke in hr2-kultur

Seit genau vierzig Jahren macht er

Radio für den Hessischen Rundfunk.

Dabei ist Werner Reinke eigentlich

ein gebürtiges Nordlicht und hat

ursprünglich einmal Holzimportkaufmann

gelernt. Am Di, 8. Nov.,

unterhält sich Niels Kaiser mit

Werner Reinke in der Sendung „hr2-

Doppel-Kopf“ um 12.05 (Wh. 23.05,

unter www.hr2-kultur.de auch als

Podcast). Allein 777-mal moderierte

Reinke in hr3 die „Hitparade International“.

Auch wenn er jetzt ins offizielle

Rentenalter eingetreten ist, hat er

nach wie vor seine eigenen Musiksendungen

in hr1.

gewinnzone

Das hr-Journal verlost

3 x 2 Karten

für das Konzert der hr-bigband mit

Katharine mehrling

Der rechtsweg ist ausgeschlossen. mitarbeiter

des hr sind nicht teilnahmeberechtigt.

06 | November/Dezember | 2011 13

Gesucht und gefunden

„Ich freue mich darauf, mit so einer tollen

Band in Hessen zu spielen“, schwärmt

Katharine Mehrling, die vor allem in ihrer

Wahlheimat Berlin schon lange kein

Geheimtipp mehr ist. In mehr als 250 Vorstellungen

gab die Sängerin und Schauspielerin,

die das Fach in London und

New York studierte, in der Berliner „Bar

jeder Vernunft“ die Sally Bowles in „Cabaret“

und begeisterte am gleichen Ort mit

ihrem Soloprogramm „Bonsoir Katharine“

– um nur zwei Beispiele zu nennen.

Internationale Aufmerksamkeit erregte

Katharine als „Edith Piaf“, die sie in

drei verschiedenen Inszenierungen verkörperte.

„Um das Leben dieser Frau

nachfühlen zu können, bin ich für ein

halbes Jahr nach Paris gegangen und

habe dort als singende Kellnerin gearbeitet“,

erzählt Mehrling – eine Suchende,

die immer wieder auch gefunden wird.

Zum Beispiel von den hr1-Musikexperten

Werner Reinke und Manfred Staiger.

Und das kam so: Karin Tietze-Ludwig, einstige

Lottofee und gute Reinke-Freundin,

rief ihn Anfang des Jahres an und erzählte

von einer beeindruckenden Sängerin, die

sie auf einem Kreuzfahrtschiff gehört

habe. Ob diese Künstlerin ihm mal eine

CD schicken dürfe. Natürlich durfte sie.

Das Album „Am Rande der Nacht“ mit

deutschen Chansons aus eigener Feder,

produziert von Klarinetten-Altmeister

Rolf Kühn, traf postwendend ein.

„Diese CD ist großartig“, befand

Reinke und überredete den hr1-Musikchef

Manfred Staiger, mit ihm zur CD-

Veröffentlichungsparty nach Berlin zu

fahren. Ihr Urteil: „Die Frau ist eine

Entertainerin, die ihresgleichen sucht!“

Zurück in Frankfurt, stürmten Reinke

und Staiger das

Büro von hr-

Bigband-Manager

Olaf Stötzler:

„Diese Frau musst Du dir anhören!“

Stötzler wusste, dass er sich auf das

Urteil seiner Kollegen verlassen konnte

– und engagierte Katharine Mehrling

schließlich für ein Konzert mit der hr-

Bigband.

„Gefunden“ wurde sie etwa auch von

dem berühmten Fotografen Jim Rakete,

der sie in ihrem Soloprogramm „Bonsoir

Katharine“ sah und sie fragte, ob er sie

porträtieren dürfe. Oder von Rolf Kühn,

den sie vor einigen Jahren zufällig bei

einer Geburtstagsparty traf.

Doch die ersten, die ihr Talent entdeckten,

waren ihre Eltern. In ihrem

Musiklokal in Nidderau-Ostheim sang

die Mutter Chansons und Jazz, der Vater

kultur

Natürlich ist sie Sängerin geworden. Schließlich hat sie in der Musikkneipe ihrer Eltern bei Hanau „Chansons,

Jazz und Swing aus dem Babyfläschchen getrunken“, wie sie sagt. Jetzt hat sie eine atemberaubende CD mit

der Jazzlegende Rolf Kühn aufgenommen. Und im Dezember spielt Katharine Mehrling mit der hr-Bigband im

hr-Sendesaal. Special Guest: Rolf Kühn.

Begeistert nicht nur die hr-Bigband: Katharine Mehrling Foto: Jim Rakete

„Die Frau ist eine Entertainerin,

die ihresgleichen sucht!“

begleitete sie am Klavier. Enttäuscht

über das mangelnde musikalische

Talent ihrer ersten beiden Kinder, horchten

sie auf, als Klein-Katharine mit drei

Jahren in der Badewanne fröhlich vor

sich hin trällerte. Mit sieben stand das

Nesthäkchen auf der elterlichen Bühne

und sang mit der Mutter im Duett. Als

Teenager wurde sie von „Mr. Grand Prix“

Ralph Siegel unter Vertrag genommen

und kämpfte

sich 1987 im

deutschen Vorentscheid

als

blond gelockte „Cassy“ auf Platz sieben.

„In dieser Zeit habe ich viel gelernt“,

erinnert sie sich, „vor allem, wo ich

musikalisch hinmöchte.“

Auf diesem musikalischen Weg macht

sie nun also bei der hr-Bigband Station.

„Es wird viele Titel von meinem neuen

Album geben, aber auch Lieder von Caterina

Valente, Edith Piaf, außerdem den

einen oder anderen Bigband-Klassiker“,

verspricht sie. „Eben eine Mischung aus

gutem Jazz, Blues und Swing.“ [kü] n

„Ein Abend mit Katharine Mehrling“

und der hr-Bigband, Leitung Jörg

Achim Keller, Do, 22. Dez., 20 Uhr,

hr-Sendesaal, Karten (24 Euro) unter

Tel. 069/155-2000


14

familie

Gut versteckt

Auf der Welt gibt es viele bedrohte Tierarten. Kein Wunder, dass sich einige gut

tarnen. Welche neun Tiere haben sich hier versteckt? Suche von links nach rechts,

von oben nach unten und diagonal.

06 | November/Dezember | 2011

Tierisch lange Nacht

Illustration: hr/Peter Schössow

A K G O L L P W Ä L R R I N

Ö P A N D A A B O M E N R L

t O s B G O R I L L A O Ü P

I s E E P f E R D c h E N A

G t B L A u W A L s I c h N

E R A c h I E f A u P O j O

R v Ä P z E Ö N t A P I R D

D R E I s B Ä R u L L y N A

Auflösung: Panda, Gorilla, Seepferdchen, blauwal, Tapir, eisbär, Tiger, Seeadler, Nashorn

Die „ARD-Radionacht für Kinder“

ist der beste Grund, richtig lange

wach zu bleiben. Diesmal brüllt,

zwitschert, knurrt und gurrt es

aus dem Radio. Unter dem Motto

„Einfach tierisch!“ könnt ihr zuhören

und mitmachen.

Fünf Stunden tierische Spannung bietet

euch die „ARD-Radionacht für Kinder“

am Fr, 25. Nov., in hr2-kultur. Euch erwarten

Reportagen, Tierporträts, Geschichten,

Hörspiele und Rätsel. Ihr könnt fabelhafte,

nie gesehene, fast verschwundene

oder auch stinknormale Tiere entdecken –

vom Bartkaninchen über das Sockentier

bis zum Thermometerhuhn. Schon jetzt

könnt ihr euch auf die tierische Sondersendung

vorbereiten und die „Wachbleibe-

Party“ planen – im gemütlichen Zuhör-

Nest zuhause, mit Schlafsack in der Bücherei

oder beim Matratzenlager in der Schule.

Die tierische Nacht wird von den ARD-

Kinderradios und der Stiftung Zuhören

für Kinder von etwa acht bis 13 Jahren

veranstaltet.

Eine kostenlose Mitmachbroschüre

mit vielen tollen Tipps, Spielen und

Rezepten, außerdem alle Infos und den

Song zur Sondersendung von Christian

Durstewitz gibt es als Download unter:

www.kinderradionacht.de und www.hr2kultur.de

(Rubrik „Programm“). Zwei Beispiele

aus der Mitmachbroschüre findet

ihr unten auf dieser Seite. n

„Einfach tierisch“ ARD-Radionacht für

Kinder, hr2-kultur, Fr, 25. Nov., 20 bis

1 Uhr

Zischende

Zungenbrecher

Wer kann diese tierischen Zungenbrecher

am häufigsten wiederholen,

ohne sich zu verhaspeln?

Es lagen zwei zischende Schlangen

zwischen zwei spitzen Steinen

und zischten dazwischen.

Große Krebse krabbeln im Korbe.

Im Korbe krabbeln große Krebse.

Zehn zahme Ziegen

zogen zehn Zentner Zucker

zum Zwickauer Zoo.

FAMIlIENTIPPS

„Kopf ab!“

Ein sprechendes weißes Kaninchen, ein

verrückter Hutmacher und eine grausame

Herzkönigin, die ständig „Kopf

ab!“ fordert: Wer kennt nicht die fantastischen

Gestalten, denen eine Neunjährige

auf ihrer atemberaubenden Reise

begegnet? Doch als Live-Hörspiel ist

„Alice im Wunderland“ eine Neuentdeckung.

Mit kraftvollem Klang übernimmt

hier das Orchester die Reiseleitung.

Mal untermalt es die Ereignisse

friedlich, mal überrollt es sie geradezu

mit gewaltigem Getöse.

Ulrich Noethen tritt als Erzähler bei

der Hörspielvorführung auf, die hr2-kultur

live vom Kinderhörspieltag in Karlsruhe

überträgt. n

Alice im Wunderland, Orchesterhörspiel,

hr2-kultur, So, 13. Nov., 14.05 Uhr

Wind und Wetter

Warum sind Wolken flauschig? Und

wieso hat etwas so hübsch Leichtes

einen so grässlich schweren Namen wie

„Kumulonimbus“? Wieso brauchen wir

das Meer, und warum wachsen eigentlich

keine Palmen am Nordpol? Die Kinder-Uni

gibt unterhaltsame Antworten

zu Fragen rund um Wolken, Wind und

Wetter. Autor Stefan Rahmstorf erklärt

neben allerlei Wetterkapriolen auch die

Grundlagen unseres Klimas und warum

die Erde immer wärmer wird. In der

zweiteiligen Lesung lernen große und

kleine Hörer alles, was man über Wetter

und Klima wissen muss. n

Die Kinder-Uni. Wolken, Wind & Wetter.

hr2-kultur, Sa, 10. Dez. (Teil 1), und Sa,

17. Dez. (Teil 2), jeweils 14.05 Uhr.

Auch als CD im Handel

Warten mit Wichteln

Die letzten Stunden bis zur Bescherung

ziehen sich manchmal wie zähe Zuckerwatte.

Mit dem Hörspiel „Der vergessene

Wichtel“ lässt sich das Warten wunderbar

abkürzen.

Wichtel Aben ist der beste Spielzeugbauer

in der geheimen Weihnachtswerkstatt

– aber leider auch der frechste.

Eines Tages platzt dem Weihnachtsmann

der Kragen, und Aben muss an

Heiligabend die Rentiere beaufsichtigen,

während die anderen Wichtel die

Geschenke verteilen. Aben schleicht

ihnen heimlich nach – und verpasst die

Abfahrt. Wenn es ihm gelingt, die freche

Eva in ein artiges Mädchen zu verwandeln,

darf er nach einem Jahr vielleicht

wieder mit zurück zum Nordpol. n

Der vergessene Wichtel, Hörspiel,

hr2-kultur, Sa, 24. Dez., 14.05 Uhr


06 | November/Dezember | 2011 15

Die wollen nur spielen

familie

Mit dem „kleinen Erziehungsratgeber“ hält hr3 heranwachsende Eltern bei laune. Dass manchmal nur eine Extraportion Humor im Umgang

mit den lieben Kleinen hilft, wissen auch die Eltern unter den hr3-Moderatoren. Zum Beispiel Minou und Tobias Kämmerer.

„Entschuldigungen schreib‘ ich im Schlaf“

Was Mama Minou in schöner Regelmäßigkeit erfreut,

das sind die großen Diskussionen, die eine kleine Bitte

auslöst. Wie etwa die Frage „Kann mal bitte jemand die

Spülmaschine ausräumen?“ Ben, 19 Jahre alt: „Ich hab

die gestern schon ausgeräumt.“ Juliette, 17: „Also ich

hab jetzt keine Zeit, mach du das jetzt!“ Ben: „Immer

Minou moderiert sonntags die hr3-wunschhits von 13 bis 15 Uhr

muss ich alles machen!“ Juliette: „Stimmt gar nicht,

sonst mach ich das immer.“ Dann Enni, 16: „Dann mach

ich’s halt.“ Türenknallen und Rumbrüllen inklusive. Nur

klein Mika, zarte zwei Jahre alt, hält sich noch dezent

zurück beim Feilschen um die fünf wertvollen Minuten

Lebenszeit, die für so etwas Profanes wie Geschirr und

Besteck draufgehen sollen.

Und wenn der Abend kommt … „Abends ist dann

auch irgendwann mal gut“, sagt Minou. „Ich hab ja auch

noch einen Ehemann.“ Dann will sich die hr3-Moderatorin

auch mal mit Selbigem aufs Sofa setzen. Oder mal in

Ruhe einen Film angucken. Doch um 23.45 Uhr klopft es

an der Tür: „Mamaaaa? Kannst du meinen roten Pulli

Foto: pa/dpa

„Der kleine Erziehungsratgeber“ – eine Kostprobe

Sprecher: Was viele Eltern nicht wissen:

Kinder beherrschen von Natur aus eine

ganze Reihe von Kunststücken.

Kinder: Ja, das sind so kleine Nummern,

die machen wir mit links.

Sprecher: Heute geben uns die Kinder

eine kleine Gratisvorstellung (Trommelwirbel),

bitteschön:

Kind 1: Meine Damen und Herren, Sie

sehen jetzt erstaunliche Dinge. Seien Sie

auf alles gefasst. Also: Eben war die

Küchenschere noch in der Schublade …

Ping … jetzt ist sie weg!

Kind 2: Und das Beste: Die finden Sie nie

wieder! Nichts ist mehr, wo es eben noch

war. Das haben Sie nur mit Kindern.

Kind 3: Und wir können noch viel mehr:

Sie können uns ‘ne Mütze kaufen, so ‘ne

ganz gute, damit wir warme Ohren

haben. Achtung, Sie werden staunen:

Morgens gehen wir mit Mütze in die

noch waschen, den brauch ich morgen unbedingt!“ Oder

das Alarmsignal „Mama, ich hab keine Unterhosen

mehr!“ ertönt an der Tür. Minous Waschmaschine

braucht 1 Stunde und 50 Minuten. So lange muss sie also

noch aufbleiben, bis sie die lebensnotwendige Wäsche

aufhängen oder in den Trockner packen darf. Und um 3

Uhr nachts reißt sie dann noch ein „Mamaaa, Du hast

mir die Entschuldigung für die Schule noch nicht

geschrieben“ aus dem Schlaf. Wie Minou mit geschlossenen

Augen auf dem Kissen Entschuldigungen für

ihren Sohn entwirft, bleibt ihr Geheimnis, aber recht

leserlich sollen diese Dokumente nicht sein. Und während

die Pullis und Unterhosen vor sich hin trocknen,

Minous Sohn mit der Entschuldigung davonschlufft

und ihre Tochter gerade auf Facebook schreibt, wo sie in

ihrem roten Pulli wann hinzugehen gedenkt, schläft

Minou weiter, vermutlich mit dem Stift in der Hand.

„Karotten ernten beim Verkehrsservice“

„Michel, komm jetzt bitte!“ und „Jetzt aber wirklich!!“

Solche Sätze wiederholt Tobi Kämmerer geschätzte

200 Mal, bevor Michel, 7 Jahre alt, eine erste zarte

Regung in Richtung Reaktion zeigt. Es gibt nur ein

wirklich wirksames Mittel, eine finale Drohung. Aber

die kommt nur zum Einsatz, wenn es wirklich ganz

ernst wird, sagt der hr3-Moderator: „Michel, ich lösche

sonst das Schlumpf-Spiel auf dem Handy!“ Dann spurt

der 7-Jährige. Der Herr Sohn hat nämlich neulich entdeckt,

dass man auf Papas Handy prima Spiele laden

kann. Wie das Schlumpf-Spiel. Bei dem man sich, wie

früher bei den Tamagotchis, permanent um irgendwas

kümmern muss. Und nun muss sich der Papa selbst

auch permanent um irgendwas kümmern. „Also

Fotos der Moderatoren: hr/ Sascha Rheker

Schule – und mittags kommen wir ohne

Mütze wieder! Ist das nicht der Hammer???

Und Sie können so viele Mützen

kaufen wie Sie wollen – die sind immer

weg! Immer!!!

Sprecher: Freuen auch Sie sich an diesen

erstaunlichen Kinderkunststücken.

Kind 4: Aber unser tollstes Kunststück ist

ja das hier: Also, wenn Erwachsene sich

unterhalten, sagt ja erst der eine was und

dann der andere. Wir können das aber

gleichzeitig! Passen Sie mal auf … n

„Der kleine Erziehungsratgeber“,

in hr3-pop&weck (täglich, 5 bis 10 Uhr),

in hr3-extra (Mo-Fr, 10 bis 13 Uhr),

und in hr3-puls (Mo-Fr, 16 bis 19 Uhr).

Nachzuhören unter www.hr3.de

(Rubrik „Comedy“). Jetzt auch als CD:

„Der kleine Erziehungsratgeber 2. Viel

Neues aus der Radio-Comedy“, im

hr-shop und im Handel.

pflanze ich in einem Schlumpfdorf in meinem Handy

ständig irgendwelche Erdbeeren und Kürbisse, damit

sich das Kind neue Schlumpfhäuser kaufen kann. Und

dann will ich gerade den Verkehrsservice vorlesen,

und dann piept mein Handy, ich hätte da bitte ein paar

Karotten zu ernten.“

Tobias Kämmerer, zu hören in hr3-pop&weck, Mo bis Fr, 5 bis 10 Uhr

Bei Lily, 4 Jahre alt, hilft noch ein „Wenn Du jetzt nicht

kommst, dann fahr ich alleine“. Natürlich lässt der

Herr Papa sein Töchterchen auf keinen Fall irgendwo

alleine stehen. Aber noch fruchtet die Warnung, wenn

er zum Auto läuft. „Allerdings hat sie das morgen

garantiert auch durchschaut“, grinst Tobi.

Doch gegen ein Phänomen kommt der zweifache

Vater trotz aller Vorkehrungen nicht an: gegen die

Farbe Rosa. „Obwohl ich alles dagegen unternommen

habe, lebt meine Tochter in der absoluten rosa Hölle“,

klagt er. „Das ist wohl doch der genetische Code. Es gibt

nichts, was nicht rosa ist. Es sind nur noch Elfen und

Feen um mich rum, in ihrem Zimmer traut man sich

gar nicht mehr zu saugen, weil irgendwo Elfenstaub

liegen könnte ...“ n [Aufgezeichnet von Corinna Tertel]


16

ratgeber

das LIEBLINGsREZEPT von …

hr-iNFO-Moderatorin Conny Bächstädt

Foto: hr

Pastasalat mit Rucola,

Kirschtomaten und

Salami

Beim Anblick von Nudelsalat auf

einem Buffet habe ich früher

immer gedacht: „Nudeln, Erbsen,

Mayo, immer das Gleiche, wie langweilig.“

Als ich in einem Pasta-

Kochbuch diesen Rucola-Nudelsalat

gesehen habe, war ich gleich

begeistert und nach dem ersten

Mal Selbermachen Feuer und

Flamme. Vor allem die gebratene

Salami gibt dem Ganzen eine

leckere, deftige Würze, die man mit

einer Soße sonst gar nicht hinbekommt.

Auch der Rucola mit seinem

Eigengeschmack gibt dem

Salat noch mal eine ganz eigene

Note – einfach lecker. Und vor

allem: schnell gemacht! Als Fan

schnell zubereiteter Gerichte kann

ich nur sagen: Wer diesen Salat

mal ausprobiert hat, wird ihn

immer wieder gerne auftischen –

zu Hause oder für Freunde.

Zutaten (für 6 Personen)

350 g orecchiette (Öhrchen-

Nudeln), 6 Scheiben würzige italienische

Salami (in Streifen geschnitten),

150 g rucola (gezupft),

200 g Kirschtomaten (halbiert),

4 eL olivenöl, 3 eL Weißweinessig,

1 TL zucker

Zubereitung

Die Pasta in einem großen Topf mit

sprudelndem Salzwasser al dente

kochen. Abgießen, kalt abspülen,

nochmals abtropfen und abkühlen

lassen. Die Salami in einer Pfanne

knusprig anbraten. Die Salami, die

Pasta, den rucola und die Kirschtomaten

in eine große Schüssel

geben. Im Schüttelbecher Öl, essig,

den zucker sowie Salz und Pfeffer

nach Geschmack eine minute

kräftig schütteln. Über den Salat

gießen, das Ganze ziehen lassen

und dann servieren. n

Conny Bächstädt moderiert bei

hr-iNFO

Hauptsache, es hilft?

Bei kleineren Beschwerden

helfen statt der teuren Pillen

aus der Apotheke manchmal

ganz einfache Hausmittel. Es

weiß zwar keiner so recht,

warum beispielsweise kleingehackte

Zwiebeln bei Ohrenschmerzen

helfen, aber die

Tipps der Großmütter werden

seit Generationen weitergegeben,

zum Wohl vieler kleiner

und großer Patienten.

Wissenschaftler und Ärzte versuchen

zu ergründen, ob da

allein der Glaube hilft, oder ob

es für die Wirkung eine wissenschaftliche

Erklärung gibt.

Manche Hausmittel haben sie

als Mythos enttarnt. Die Zuschauer

haben ihre zwanzig

beliebtesten Hausmittel ausgewählt,

die das hr-fernsehen im

Dezember unter die Lupe nimmt. Was ist

dran an den alten Hausrezepten?

„Ein Schnaps nach dem Essen hilft der

Verdauung“, heißt es beispielsweise nach

üppigen Mahlzeiten, denn der Alkohol

„spalte“ das Fett im Magen. Aber Alkohol,

weiß Darmspezialist und Experte des hrfernsehens

Dr. Thilo Schwandner, hat auf

den Verdauungstrakt nur eine leicht

betäubende Wirkung, lediglich das subjektive

Völlegefühl wird abgeschwächt.

Der Schnaps „macht zwar ein schönes

Wärmegefühl im Bauch, aber medizi-

06 | November/Dezember | 2011

„Die beliebtesten Hausmittelchen“ auf dem Prüfstand: Im Weihnachtsprogramm nimmt das hr-fernsehen

zwanzig Gesundheitsweisheiten unter die Lupe.

dass Hühnersuppe durch einen Stoff

namens Kollagen-Hydrolysat auch bei

hohem Blutdruck hilft. Die größte Konzentration

dieses Stoffes findet sich wohl

in Hühnerfüßen. Aber er komme auch in

Hühnerfleisch vor. So ist erwiesen, was in

Japan schon lange Tradition ist: Hühnersuppe

wird dort auch bei Kreislaufproblemen

und zur Vorbeugung von Schlaganfällen

getrunken. n

„Die besten Hausmittel der Hessen“,

hr-fernsehen, voraussichtlich im

Dezember

Vögel füttern, aber richtig Winterhobby Stricken

Ganz wunderbar lassen sich an Vogelhäuschen

und anderen Futterstellen im

Winter Vögel aus nächster Nähe beobachten.

In Großstädten bleiben inzwischen

sogar manche Zugvögel hier. Aber

sollte man schon im November mit dem

Füttern beginnen oder erst nach dem

ersten Schnee? Und was füttert man am

besten? Darum geht es im November in

einer hr4-Hörerstunde.

Vögel teilen sich in zwei

Gruppen: Rotkehlchen,

Amseln und Stare gehören

zu den Weichfutterfressern.

Sie mögen Haferflocken

(am liebsten in heißem

Öl getränkt), Kleie,

Rosinen und andere Beeren.

Auf keinen Fall sollte

man ihnen salzige Nahrung

wie Speckwürfel anbieten.

Auch Brot ist nicht geeig-

„Uaahhh“ – nach der Völlerei hilft ein Schaps. Aber stimmt das auch? Foto: pa/dpa

nisch gesehen belastet er nur die Leber

und bringt leider nichts“. Tatsächlich

hilft ein Espresso nach dem Essen, denn

Koffein regt die Verdauung an.

Mamas Hühnersuppe wird traditionell

bei Erkältungen eingesetzt. Zu Recht,

sagen Wissenschaftler der Universität

Nebraska. Sie haben herausgefunden,

dass die Suppe deswegen hilft, weil sie die

Aktivität der weißen Blutkörperchen

reduziert, die wiederum die Entzündungssymptome

hervorrufen. Und japanische

Wissenschaftler haben entdeckt,

net. Zu den Körnerfressern zählen die

Finken, Sperlinge und Ammern. Meisen

und Spechte stellen im Winter von

Weichfutter auf Körnerfutter um. Auch

sie picken dann Sonnenblumenkerne,

Hanfsaat und andere Sämereien. n

hr4-Hörerstunde, Mo und Mi, 10 Uhr.

Thema „Vögel füttern im Winter“ am

Mo, 14. Nov.

Hmmm! Meise beim Futtern Foto: Colourbox

Garn, Nadeln und etwas Zeit, mehr

braucht es zum Stricken nicht. Die vier

Grundtechniken – Maschen anschlagen,

rechts stricken, links stricken und abketten

– sind leicht zu erlernen. „Service:

Trends“ erklärt im November, wie es

geht. Für den Anfang ist ein Garn mittlerer

Stärke empfehlenswert und Nadeln

der Stärke acht bis zwölf. Die Maschen

sind bei einem hellen Garn

besonders gut zu sehen. Am

besten nimmt man Wolle.

Sie ist von Natur aus elastisch,

da fällt das Einstechen

in die Maschen leichter.

Außerdem hält Wolle schön

warm, wenn’s draußen kalt

und nass ist. n

„Service: Trends“, hr-fernsehen,

Mi, 18.50 Uhr, Thema

„Stricken & Wolle“ am

23. Nov.


06 | November/Dezember | 2011 17

festtage

O du fröhliche ... Lassen Sie sich überraschen! Zu den Festtagen wünschen Ihnen unsere Radio- und

Fernsehmacher schöne und unterhaltsame Stunden mit dem Hessischen Rundfunk.

Eine kleine Auswahl aus dem Weihnachtsprogramm:

Mehr zu Weihnachten von Dezember an unter www.hr-online.de

Illustration: Kaan Karca


18

menschen im hr

ScHnitzeljaGd

… für Rätselfans. zu gewinnen gibt

es 3 x 1 exemplar des neuen Buchs

„Hessen quiz – das Buch zur Sendung“

(cocon-Verlag).

Der rechtsweg ist ausgeschlossen. mitarbeiter

des hr sind nicht teilnahmeberechtigt.

Gewinner September/Oktober

Begleitbuch Funkkolleg: v. Schallé, raunheim

/ G. Weidner, Frankfurt am main /

b. Döring, Hasselroth / m. Pauli, Linsengericht

/ A. Geisel, Gemünden

hr2-Hörbuchnacht: W. Hahn, rodgau / T. zinn,

Limeshain / C. Krebs, butzbach / G. Heinemann,

Karben / D. Gerbes, Neu-Isenburg

hr4-Regenschirm: I. rosinsky, Kassel /

G. mattheus, Griesheim / J. Weisel, eltville /

I. Homann, bad Nauheim / r. reinstädtler,

Lohra

FReqUenzen Und SeRVice

hr1 | UKW

Südhessen 94,4/90,6/88,1/98,3

mittelhessen 94,4/91,0/104,8

Nord-/osthessen 99,0/91,0/104,8/

94,3/88,9

hr2-kultur | UKW

Südhessen 96,7/95,3/97,4/

87,9/93,1

mittelhessen 96,7/99,6/95,0/100,8

Nord-/osthessen 95,5/99,6/95,0/

93,7/106,6

hr3 | UKW

Südhessen 89,3/92,7/89,7/91,1

mittelhessen 89,3/87,6/106,2/105,6

Nord-/osthessen 89,5/101,2/87,6/

106,2/88,5/88,9/102,9/105,7

hr4 | UKW

Südhessen 101,6/102,5/103,8

hr-Studio Darmstadt

mittelhessen 104,3/102,8/

90,5/97,1/97,9

hr-Studio Gießen

Nord-/osthessen

YOU FM | UKW

91,9/101,7/

103,2/107,3/103,9

hr-Studio Fulda

Rimberg 97,7

bensheim Auerbach 90,2

bingen 92,3

Darmstadt 104,3

eltville 96,2

eschwege 106,6

Frankfurt 90,4

Friedberg 94,0

Fulda 93,6

Gelnhausen 99,4

Gießen 97,9

Herborn 103,4

Kassel 100,1

Korbach 91,6

Limburg 90,7

marburg 93,9

michelstadt 91,0

Schlüchtern 88,2

Wetzlar 105,5

Wiesbaden 99,7

Witzenhausen 91,1

hr-inFO | UKW

Biedenkopf 102,3

Alsfeld 104,0

bad Hersfeld 106,9

bad Nauheim 88,9

bad orb 89,8

bensheim Auerbach 91,2

Darmstadt 107,0

Frankfurt 103,9

Friedberg 92,1

Fritzlar 106,6

Fulda 89,7

Gießen 99,2

Kassel 107,5

Korbach 102,6

Limburg 99,2

marburg 98,5

reinhardshain 92,9

rotenburg 96,8

Schlüchtern 91,5

Seeheim 88,2

Sontra 90,8

Wetzlar 93,2

Wiesbaden 97,2

06 | November/Dezember | 2011

„Wir freuen uns über Ihren Anruf“

Den Hörer-und-Zuschauer-Service des Hessischen Rundfunks leitet sie seit zwei Jahren. Ihr Team muss gut

recherchieren können, sagt Kirsten Giebeler. „Aber manchmal sind auch Ausdauer und kriminalistischer

Spürsinn gefragt.“

„Sagen Sie, wie hieß noch mal

die Klinik für seltene Krankheiten,

die da letzte Woche bei

Ihnen im Radio vorgestellt

wurde?“ Bei sechs Radioprogrammen,

die sieben Tage in

der Woche senden, ist das keine

ganz leichte Frage. „Wir können

hier zwar auf alle möglichen

Datenbanken zugreifen und

haben die Abläufe der meisten

Radio- und Fernsehsendungen

vorliegen“, sagt Kirsten Giebeler,

Leiterin des Hörer-und-

Zuschauer-Service des Hessischen

Rundfunks, kurz HZS.

„Aber man muss sich schon

richtig gut auskennen und wissen,

in welchen Sendungen das

Thema Gesundheit vorkommen

könnte.“

Knapp 12.000 Anfragen beantwortet

das Team von Kirsten Giebeler jeden

Monat, per Telefon, E-Mail und per Post.

Sie betreffen das hr-fernsehen, die Radioprogramme,

die vielen Veranstaltungen,

aber auch programmübergreifende Themen

wie Gebührenfragen oder die Programmverbreitung.

Oft löst eine Sendung

so großes Interesse aus, dass die

Telefone für ein paar Stunden nicht

mehr still stehen. In der Adventszeit

werden erfahrungsgemäß häufig Rezepte,

Gedichte oder andere Weihnachtstipps

nachgefragt. Bei technischen Umstellungen

wie den DVB-T-Änderungen,

die am 3. November anstehen, schulen

die hr-Zentraltechniker und der Bereich

Programmverbreitung die rund 30 Kollegen

vom HZS, so dass sie die meisten

Kirsten Giebeler leitet den Hörer-Zuschauer-Service Foto: hr/Ben Knabe

Fragen direkt beantworten können –

kompetent und verständlich. „Bei mir

zuhause kann ich sagen ‘Um die Technik

kümmert sich mein Mann‘“, sagt

Kirsten Giebeler und lacht. „Hier muss

ich mich in diese Dinge so einarbeiten,

dass wir die Erklärungen der Experten

auch Laien verständlich vermitteln

können.“

Die Telefone des HZS sind jeden Tag

besetzt, montags bis freitags von acht bis

22 Uhr, am Wochenende von neun bis 21

Uhr. „Das hört sich vielleicht ein bisschen

pathetisch an, aber mein Herz

schlägt für den Service“, sagt Kirsten Giebeler.

„Ich finde es einfach wichtig, dass

wir für unsere Hörer und Zuschauer da

sind.“ Häufig greifen die Menschen zum

Telefon, wenn sie sich über etwas geär-

Radio und Fernsehen digital

Im digitalen ArD-Angebot sind das

hr-fernsehen und alle Hörfunkprogramme

zu empfangen. Infos unter

www.hr-online.de

Kabelanlagen in Hessen

Auf welchen Frequenzen die Programme

in die Kabelanlagen der Unitymedia

eingespeist werden, ist unter

Tel. 01805/63 31 00 (14 Ct./min. aus

dem deutschen Festnetz) zu erfahren.

anschrift

Hessischer rundfunk

bertramstraße 8, 60320 Frankfurt

Tel. 069/155-1, Fax 069/155-29 00

Internet: www.hr-online.de

Hörer- und zuschauertelefon

069/15 55 100 (Hörfunk)

069/15 55 111 (Fernsehen)

mo bis Fr: 8 bis 22 Uhr

Sa, So: 9 bis 21 Uhr

e-mail: hzs@hr-online.de

Frequenz-Broschüre

Unter www.empfang.hr-online.de

erhältlich oder gratis anzufordern bei

hrtechnik@hr-online.de.

dVB-t

Infos: www.ueberallfernsehen.de

Hotline: 01805/25 55 25 (14 Ct./min.

a. d. dt. Festnetz) hr-text: ab Seite 390

hr-ticketcenter

mo bis Fr, Tel. 069/155-2000

(9 bis 19 Uhr) Öffnungszeiten des

Shops in der bertramstraße 8, 60320

Frankfurt: mo bis Fr, 14 bis 19 Uhr

Internet: www.hr-ticketcenter.de

hr-Führungen

Tel. 069/155-31 19, mo bis Fr,

9.30 bis 11.30 und 13 bis 15 Uhr

e-mail: fuehrungen@hr-online.de

hr werbung gmbh

Werbung in radio oder Fernsehen:

Tel. 069/15 09-221,

e-mail: werbung@hr-online.de

gert haben. „Das ist normal. Und gut so“,

sagt Giebeler. „Wir hören uns die Kritik

an und geben sie an die jeweiligen Redaktionen

weiter. So können die Kollegen die

eigene Arbeit überprüfen. Rückmeldungen

sind uns im hr wichtig.“

Bei manchen Gesprächssendungen ist

das Interesse an Mitschnitten besonders

groß. Oder mehrere Zuschauer fragen an,

ob eine Sendung im hr-fernsehen noch

mal wiederholt wird. „Viele Hörer und

Zuschauer wissen gar nicht, dass auf

diese Weise die Programmchefs auch

erfahren, welche Sendungen besonders

gern gehört oder gesehen werden“, sagt

Kirsten Giebeler und fügt hinzu: „Wir

freuen uns über jeden Anruf, Brief und

jede E-Mail und beantworten gerne auch

alle Fragen zu Lieblingssendungen.“ [sr] n

internet

www.hr-online.de

Im Internet-Angebot des Hessischen

rundfunks sind auf über 5.000 Seiten

alle Informationen zum hr abrufbar.

hr-text

Der hr-text bietet auf mehr als

1.000 Seiten Programmhinweise,

Aktuelles aus Hessen (Nachrichten,

Sport) sowie umfangreiche Serviceinformationen

(Flughafen, verkehr,

Gewinnzahlen etc.).

hr-shop

Das aktuelle hr-shop-Angebot kann

unter Tel. 069/155-44 47 (mo bis Fr, 9

bis 16 Uhr), Fax 069/ 155-44 48 oder

unter www.hr-shop.de bestellt werden.

e-mail: hrshop@hr-online.de

(Änderungen vorbehalten)


Fotos: hr3/Sven-Oliver Schibat

Lenny Kravitz: vielseitig

06 | November/Dezember | 2011 19

POPtalK mit lidia antonini

Ein Star, der wenig schläft, ein Musiker, der die Welt retten will, und eine norwegische

Mädchengruppe, die man nicht verpassen sollte – hr3-Musikexpertin Lidia

Antonini traf Lenny Kravitz, Tim Bendzko und Katzenjammer.

Lenny Kravitz ist ein echter Rockstar: ein bisschen unnahbar,

meistens mit Sonnenbrille, die er aber während des Interviews

abnimmt. Sein Freund Mick Jagger sagt über ihn: „Ich

kenne Lenny seit fast 20 Jahren. Lenny ist ein Rocker. Er ist wie

ein 70er-Junkie, er liebt die Beatles, aber er ist schwarz. Er ist

außergewöhnlich.“ Ich habe Lenny in Köln getroffen und ihn

gefragt, welche Musik ihn an besondere Situationen erinnert.

Lenny erzählt von seiner Kindheit, als er acht Jahre alt war

und er zusammen mit seiner Mutter Stevie Wonders „Innervisions“

gehört hat. Dieses Album war für ihn wegweisend.

Lenny Kravitz ist nicht nur Musiker, er ist auch Schauspieler

– gerade hat er den Film „Hunger Games“ beendet. Übrigens,

wenn Sie mal richtig lachen wollen: Im Video zum Song

„Stand (You‘re Gonna Run Again)“ tanzt Lenny wie Tina Turner

und spielt gleich drei verschiedene Rollen. Und dann gibt

es noch den Designer Lenny Kravitz. Design hat ihn immer

interessiert. In letzter Zeit hat Lenny einige Hotels eingerichtet.

Jetzt arbeitet er an einem Wolkenkratzer in Miami namens

Paramount Bay, entwirft Möbel und das gesamte Dekor für die

Präsidenten-Suite. Wann schafft er das alles? Er weiß es nicht.

Vielleicht liegt es daran, dass er wenig schläft.

Katzenjammer: ungewöhnlich

Solveig, Turid, Ane Marit und Marianne sind Katzenjammer,

eine norwegische Mädchengruppe , die auf

Folk, Balkanmusik und Pop steht. In ihrem Sortiment

finden sich 60 Instrumente! Ihre Musik klang

am Anfang wie Katzenjammer, sagt Marianne. Und

der Bandname hat auch etwas mit dem Comicstrip

„The Katzenjammer Kids“ zu tun. Sie alle haben

Musik studiert, sie lieben Cartoons und das perfekte

Chaos. Ihre Kontrabass-Balalaika mit eigenem Namen

Akerö ist das fünfte Bandmitglied. Sein Koffer ist so

groß, manchmal muss Akerö separat einchecken

und bekommt im Flugzeug einen eigenen Sitz. Solveig,

Turid, Ane Marit und Marianne sehen überall

Gesichter, jeder Gegenstand wird lebendig.

Sie leben alle ihre Emotionen durch ihre Musik,

die sehr optimistisch und energiegeladen ist. Katzenjammer

ist eine ungewöhnliche Band mit ungewöhnlicher

Musik und ungewöhnlichen Konzerten,

die man unbedingt sehen sollte (am 14. November in

Offenbach!). Am Ende des Interviews bekam ich den

Auftrag, mir eine Nähmaschine zu kaufen und

meine Klamotten selbst zu nähen. „Alle können

das“, sagt Solveig. „Man muss es nur versuchen.“

Tim Bendzko: nachdenklich

Die Zeilen: „Muss nur noch kurz die Welt retten,

danach flieg ich zu dir, nur noch 148 Mails checken,

wer weiß was mir noch passiert ...“ sind bekannt.

Tim Bendzko ist es fast unangenehm, dass er jetzt im

Fokus steht. Er sieht aus wie der Junge von nebenan,

mit dem man über vieles gut reden kann. Zum Beispiel

Fußball: Er spielte beim 1. FC Union Berlin,

wurde in der B-Jugend als Talent gehandelt. Er hat

Evangelische Theologie und Nichtchristliche Religionen

studiert, weil er mehr wissen wollte über die

Weltansichten. Er war Auktionator, versteigerte

Autos, so richtig mit dem Hämmerchen. Und natürlich

spricht man mit Tim Bendzko über Musik.

Mit 16 lernte er Gitarre und stellte fest, dass er mit

„Wicked Game“ von Chris Isaak Mädchenherzen

brechen kann. Aber erst jetzt, mit 26 Jahren, findet er,

dass er soweit ist, uns seine Songs zu präsentieren.

Und jetzt will er die Welt retten. Nein, nichts qualifiziert

ihn dazu. Im Song geht es eher darum, dass so

viele Menschen banale Dinge tun, mit denen sie die

Welt sicher nicht retten. Warum tragen sie erst nach

Fukushima T-Shirts gegen die Atomkraft? Tims

Debütalbum heißt „Wenn Worte meine Sprache

wären“. Die Sprache beschäftigt ihn, er will uns

beschäftigen, wir sollen nachdenken.

VeRanStaltUnGen

pop & party

november (Auswahl)

01.11. hr1 präsentiert Chris Norman,

Kassel, musiktheater

05.11. hr1 und hr3 präsentieren Caro

emerald, Frankfurt, Jahrhunderthalle

10.11. hr3 präsentiert Söhne mannheims,

Frankfurt, Festhalle

14.11. hr3 präsentiert Katzenjammer,

offenbach, Capitol

15.11. YoU Fm präsentiert K.I.z.,

Neu-Isenburg, Hugenottenhalle

15.11. hr1 präsentiert marillion & Saga,

offenbach, Stadthalle

16.11. hr3 präsentiert bosse, Fulda,

KUz Kreuz

17.11. hr3 präsentiert bosse, Frankfurt,

batschkapp

19.11. hr3 präsentiert George michael,

Frankfurt, Festhalle

20.11. hr1 und hr3 präsentieren

Ina müller & band, Kassel, Stadthalle

25./26.11.YoU Fm präsentiert Paul

Kalkbrenner, Frankfurt, Jahrhunderthalle

28.11. YoU Fm präsentiert Thirty Seconds

to mars, Frankfurt, Festhalle

30.11. und 01.12. hr3 präsentiert Night of

The Proms 2011, Frankfurt, Festhalle

dezember (Auswahl)

01.12. hr3 präsentiert Philipp Poisel,

Gießen, Hessenhalle

06.12. hr1 präsentiert zucchero,

Frankfurt, Festhalle

08./09.12. YoU Fm präsentiert

rammstein, Frankfurt, Festhalle

15.12. YoU Fm präsentiert Kraftklub,

Kassel, K19

20.12. hr3 präsentiert Coldplay,

Frankfurt, Festhalle

25.12. YoU Fm präsentiert Hawaiinachten,

romrod, Schloss romrod

27.12. hr3 präsentiert boppin´ b, Frankfurt,

batschkapp

• Infos zu „hr3 partys“ und zu „hr3 clip

partys“ Tel. 069/155-34 94, www.hr3.de

• Infos zu „YOU FM partyalarm“ unter

www.YOU-FM.de

Hörspiel-Herbst bei YOU FM

Von Anfang November an sendet YOU

FM „Das Omega-Prinzip“: Eine junge

deutsch-türkische Kommissarin trifft auf

einen leicht verschrobenen Kollegen.

Gemeinsam sollen sie einen mysteriösen

Fall lösen. Ob sie das schaffen, können

von Anfang November an die YOU FM-

Hörer von Montag bis Freitag im Hörspiel

„Das Omega-Prinzip“ verfolgen und

mit den beiden sechs Wochen lang für je

drei Minuten pro Folge auf Spurensuche

gehen. Weitere Infos und die genauen

Sendezeiten gibt es Ende Oktober auf

www.YOU-FM.de. Außerdem können

dort die einzelnen Folgen nach Ausstrahlung

als Podcast nachgehört werden. n

„Das Omega-Prinzip“, YOU FM, von

November an

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