Griaß di´Allgäu: Träume werden wahr

rta.design

+ + + AUSZEIT IM ALPEN-HOTEL + + + MIT GROSSEM GEWINNSPIEL + + + VERWÖHNTAGE IM FAMILIEN-HOTEL + + +

* Guten Tag Allgäu

Griaß di’ *

Allgäu

LAND | LEUTE | BERGE

36 Seiten

SPEZIAL

So bleiben Sie

gesund & fit

Sommer 2019

Nr. 1 | 5,90 €

Österreich 6,60 € | Schweiz 8,30 Sfr

Italien 6,60 € | BeNeLux 6,90 €

UNSERE

Hier ist’s richtig

gemütlich!

BERGBLICK

Imposante Tour zum

letzten Allgäuer Gletscher

FAMILIENSPASS

Aufs Radl steigen

und ab in die Natur

TRACHT

Neue Trends bei

Dirndl und Lederhose

Träume

werden

wahr

Foto

Hütten-

TIPPS

WORK-

SHOP

mitmachen!

URIG Zur Alpe Gschwenderberg wandern | BELIEBT Ludwigs Schloss

ÖKOLOGISCH Auf einem Demeterhof | LECKER Rezepte zum Feierabend

Jetzt


ENGINEERED BY

INDIA, WHISKEY, CHARLIE.

Pilot’s Watch Chronograph Spitfire.

Ref. 3879: Eine Fliegeruhr von IWC ist mehr als

eine Uhr. Sie ist ein Präzisionsinstrument,

ursprünglich entwickelt für die astronomische

Navigation im Cockpit. Das schwarze Zifferblatt

mit beigen Leuchtelementen der Pilot’s Watch

Chronograph Spitfire ist von der ikonischen Navigationsuhr

Mark XI inspiriert, die mehrere Jahrzehnte

lang im Dienst der British Royal Air Force

stand. Es ist unser erster Fliegerchronograph mit

einem reduzierten Durchmesser von 41 Millimetern

und dem Manufakturkaliber 69380. Mit diesem

stilvollen Cockpit-Instrument am Handgelenk

machen Sie garantiert auch am Boden eine gute

Figur.

Mechanisches Chronographenwerk · Automatischer

Aufzug · IWC Manufakturkaliber 69380 · Gangreserve

nach Vollaufzug 46 Stunden · Datums- und Wochentagsanzeige

· Stoppfunktion Stunde, Minute und

Sekunde · Kleine Sekunde mit Stoppvorrichtung ·

Weicheisen-Innengehäuse zur Magnetfeldabschirmung ·

Verschraubte Krone · Bodengravur einer Spitfire ·

Wasserdicht 6 bar · Durchmesser 41 mm · Bei Druckabfall

sicherer Glassitz


EDITORIAL

Eine

Region

boomt

„Der Deutschen liebstes Reiseziel“, hat ein Mitarbeiter des Deutschen Tourismusverbands

vor Jahren verraten, „ist das eigene Land.“ Daran hat sich nichts

geändert. Und innerhalb des Landes wiederum nehmen Bayern und speziell das

Allgäu eine exponierte Stellung ein. Es ist keine Übertreibung, vom Tourismus-

Boom in dieser Region zu sprechen. Und: Viele wollen im Urlaub aktiv sein,

Natur erleben, wandern, radeln und regionale Küche genießen.

Kommen Sie in unserer neuen Ausgabe mit zur E-Bike-Tour (Seite 26), zur

Einkehr in die schönsten Hütten der Region (Seite 34), zum Aufstieg auf 2400

Meter Höhe, wo unser Autor den letzten kleinen Gletscher gefunden hat (Seite

136), zu Besuch auf einen Demeterhof (Seite 130) oder zum Panorama-Marathon

Sonthofen (Seite 148). Bei diesen Reportagen erleben Sie Aktivität pur.

Natürlich haben wir auch genügend Themen für jene, die es gemütlicher angehen

lassen wollen – Wellness im Hotel-Resort, Spaziergang im Moos oder das

Genießen regionaler Gerichte und cooler Getränke.

Gesundheit ist ein Thema, das uns alle angeht. Weshalb wir dieses Mal einen

Bonus bieten – die Beilage „Gesund & Fit“ mit 8 zusätzlichen Reportagen.

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe von Griaß di‘ Allgäu

wünscht Ihnen

Gewiss, auch so lässt sich

ein Kräftemessen von

Küchenchefs durchführen.

Simon Schlachter, Junior

des Burghotels Falkenstein,

kontra Kai Schneller, Maestro

aus der Sonnenalp.

Was die beiden alles über

Kochkunst zu sagen haben,

verraten wir auf Seite 68.

Auf der Suche nach dem

Ziel für eine Familienwanderung,

bei der die Kinder

nicht dauernd fragen,

wann man endlich da sei?

Unser Tipp ist die Alpe

Gschwenderberg von Laila

Baldauf. Die Kinder unserer

Autorin jedenfalls waren

begeistert (Seite 20).

Titelfoto: Blick auf König Ludwigs Märchenschloss, den Alpsee und die imposante Bergwelt (Foto: Thomas, stock.adobe.com).

Weitere Fotos: Michael Munkler, Kirill Grekov (stock.adobe.com) und Florian Gehring.

Griaß di’ Allgäu | 3


30

34

74

130

46

Allgäu aktiv

~ 20 ~

Langeweile? Fehlanzeige!

Der ultimative Wandervorschlag, der

selbst die Kleinen überzeugt.

~ 26 ~

Die Zeit ist reif

Elektrische Verstärkung: E-Bikes

sind im Tannheimer Tal der Hit.

~ 30 ~

Heldenjagd auf zwei Rädern

Auf der Allgäurunde begegnet man

Robin Hood, Wicki und anderen Stars.

~ 34 ~

Mei Huimat

Nicoles Tipp: Auf geht‘s zu den

schönsten Hütten der Region.

Allgäu tut gut

~ 46 ~

Noch mehr Sonne

Nach einer achtjährigen Renovierung

erscheint die Sonnenalp in neuem Glanz.

~ 52 ~

Geschmack der Berge

Über 900 Metern wachsen Kräuter, die

der Berglimo das gewisse Extra geben.

~ 62 ~

Zeit zum Sein

Im Dorf der Alpzitt Chalets scheinen

die Uhren langsamer zu ticken.

Griaß di´ online

Allgäu genießen

~ 68 ~

Kulinarische Revolution

Zwei Maestros am Herd erklären,

wie sie Gourmets glücklich machen.

~ 74 ~

Der Gin des Lebens

In der Genuss-Akademie taucht der Gast

in die Welt des Destillierens ein.

~ 78 ~

Auszeit am See

Hier gibt‘s 6 Tipps, was alles

im Picknick-Korb landen sollte.

~ 82 ~

Harmonisch, kühl & frisch

Allgäuer Brauhaus feiert großes Jubiläum

und lockt mit Geburtstags-Aktionen.

www.griassdi-allgaeu.de

www.facebook.com/

griassdi.allgaeu.magazin

4 | Griaß di’ Allgäu


78 118

94

136

86 92

Allgäu entdecken

Allgäu heimatlich

Allgäu sportlich

~ 86 ~

Eisbrecher für die Seele

Schon mal ein Lama ausgeführt? Es

lohnt sich! Eine spannende Wanderung.

~ 92 ~

Philosophie am Wegesrand

In Argenbühl begegnen Spaziergänger

dem Autor des Kleinen Prinzen.

~ 100 ~

Moderne trifft Tradition

In Kempten gibt‘s einen neuen Treff:

Einkaufen, Essen, Trinken, Ratschen.

~ 104 ~

Mystische Welt

Die Tour durchs Werdensteiner Moos

ähnelt dem Gang über einen Schwamm.

~ 110 ~

Ein Hoch aufs Hochbeet

Holzkästen, gefüllt mit Pflanzen, sind

der Renner. Eine Bauanleitung.

~ 116 ~

Ein Lebensgefühl

Trachten sind im Trend: Was gerade

angesagt ist, wird hier verraten.

~ 118 ~

Retter vom Festspielhaus

Am Forggensee wird die

Geschichte des Königs gespielt

~ 130 ~

Die Weisheit der Natur

Vater und Sohn gehen einen anderen

Weg. Besuch auf einem Demeterhof.

Tr e ff e

deinen

Star

~ 136 ~

Wo die Ewigkeit endet

Spannende Tour zur Schwarzen Milz,

dem letzten Gletscher der Region.

~ 148 ~

Laufen und genießen

Der Panorama Marathon Sonthofen

gehört zu den schönsten Bayerns.

~ 155 ~

Lust auf ein gutes Buch?

Wir stellen Werke von

Allgäuern oder übers Allgäu vor.

~ 161 ~

Unsere Autoren

Wer hinter unseren Geschichten

steckt, erfahren Sie hier.

Allgäu Standards

~ 8 ~ Neue Serie 24 Stunden unterwegs (Landkreis Ostallgäu)

~ 58 ~ Essen Fernsehkoch Christian Henze empfiehlt

~ 146 ~ Basteln Wohin mit dem Handy? Hier ein Vorschlag

Kolumne Nicola Förg – Ikonen, Stars und ich ~ 154 ~

Allgäu-Karte und Gewinnspiel ~ 158 ~

Impressum und Vorschau ~ 162 ~

Griaß di’ Allgäu | 5


6 | Griaß di’ Allgäu


Foto: Ralf Lienert

Allgäu

Wussten Sie, dass … der große Rappensee der südlichste See Deutschlands ist? Und dass er dem

Flusssystem der Iller und Donau angehört? Über den Seebach entwässert der große Rappensee auf

Umwegen in die Stillach, einen Quellfluss der Iller. Die Iller wiederum mündet bei Ulm in die Donau

und letztere speist das Schwarze Meer. Wer folglich bei seinem Urlaub im Schwarzen Meer badet,

schwimmt zu einem winzigen Prozentsatz auch im großen Rappensee, sprich in seinem Wasser.

Wer allerdings zu 100 Prozent im südlichsten See Deutschlands schwimmen möchte, sollte robust

sein. Denn der Bergsee besticht auf 2047 Metern Höhe nicht mit mediterraner Wärme. Stattdessen

bietet er eine einmalige Aussicht auf Hochrappenkopf und kleinen Rappenkopf.

Griaß di’ Allgäu | 7


ALLGÄU | Dahoim

Neue

Serie

24 Stunden

unterwegs

8 | Griaß di’ Allgäu


Dahoim | ALLGÄU

REISE DURCHS OSTALLGÄU

Hier verliert

jeder sein

Herz

Es muss nicht unbedingt das Märchenschloss sein: Der Osten der Region

hat noch viel mehr Beeindruckendes zu bieten. Bauernhöfe und gemütliche

Berghütten zum Beispiel, imposante Berge wie den Aggenstein, Tegelberg oder

Breitenberg, Deutschlands größten Stausee, einen Bienenerlebnispfad oder ein

Flößer- und Lautenmuseum. Kommen Sie mit auf unsere 24-Stunden-Tour.

TEXT Anne-Sophie Schuhwerk

Foto: MNStudio, stock.adobe.com

Wer sein Herz nicht festhält, verliert es im malerischen

Ostallgäu mit Sicherheit. Denn der

Allgäuer Landkreis hat alles zu bieten, was das

idyllische Bild einer Bergregion verspricht: raue

Gipfel, bewirtschaftete Alpen, klare Seen und pittoreske Dörfer.

Nicht umsonst, erzählen die Einheimischen stolz, hat sich König

Ludwig II. diesen Flecken Erde ausgesucht, um das berühmte

Schloss Neuschwanstein zu bauen (siehe auch unser Cover). Imposant

thront es in der kleinen Gemeinde Schwangau am Hang

des Tegelbergs, der zu den Ammergauer Alpen gehört.

Der nahe gelegene Gipfel der Hochplatte ist mit 2082 Metern

als höchster Punkt des Landkreises Teil des Gebirgszugs, der den

Süden des Ostallgäus und die Grenze zu Tirol (Österreich) markiert.

Weidendes Allgäuer Braunvieh und kleine Bauernhöfe prägen

neben der Bergkulisse das Bild der Region, in der Viehtrieb

noch zum Alltag gehört. Stärkstes Standbein ist der Tourismus.

Weiter nördlich bestimmen sanfte Hügel und zahlreiche Seen die

Voralpenlandschaft an der schwäbisch-oberbayerischen Grenze.

Viele Großbauern machen die Milch- und Landwirtschaft dort zu

einem wichtigen Thema.

Eine hohe Wirtschaftskraft verdankt das Ostallgäu zahlreichen

starken Unternehmen. Neben Firmen wie der Molkerei Karwendel-Werke

Huber, dem Maschinenbauer Deckel-Maho und

der Otto Bihler Maschinenfabrik stärken Global Player wie der

Traktorenhersteller AGCO/Fendt und der Lebensmittelhersteller

Nestlé nahe der Stadt Kaufbeuren den Landkreis.

In der historischen Stadt im Norden des Landkreises startet

auch der Streifzug durch das Ostallgäu, auf dem es immer weiter

in Richtung Berge geht. Buron, wie die Stadt Kaufbeuren

im Mittelalter genannt wurde, gilt aufgrund ihrer Lage als Tor

ins Allgäu und zählt über 43 000 Einwohner. Beim Spaziergang

durch die Altstadt kommen Passanten ins Schwärmen. Zahlreiche

kleine Geschäfte sind in den alten Gebäuden rund um die Kaiser-

Max-Straße, die auf das Rathaus zuführt, zu finden. Neben

Griaß di’ Allgäu | 9


ALLGÄU | Dahoim

Fotos: V&P Photo Studio (Bienen), stock.adobe.com; Achim Meurer (Geopfad), Benedikt Siegert (Königswinkel); alexraths (Löwenzahn), panthermedia.net

10 | Griaß di’ Allgäu


Dahoim | ALLGÄU

dem Wahrzeichen der Stadt, dem Fünfknopfturm, sind auch

der Hexen-, Blasius- und Gerberturm sehenswerte Überbleibsel

der spätmittelalterlichen Stadtmauer.

Als Geheimtipp gilt der Wehrgang der Stadtmauer zwischen

Fünfknopfturm und Blasiuskirche. Besonderes Flair versprüht

Kaufbeuren während des Tänzelfestes (siehe auch eigene Geschichte

in diesem Magazin).

Wirtschaftlich und kulturell top

Etwas weiter südlich ist Marktoberdorf mit rund 18 000 Einwohnern

der nächste Halt beim Streifzug durch den Landkreis.

Die Stadt hat nicht nur Bedeutung als Verwaltungssitz, sondern

ist als Sitz des Traktorenherstellers AGCO/Fendt weit über die

Grenzen bekannt. Auch kulturell hat sie einiges zu bieten: Mit

Musica Sacra International und dem Internationalen Kammerchor-Wettbewerb

wechseln sich jährlich zwei große musikalische

Begegnungsfestivals ab. Zudem gibt es ein Künstlerhaus und eine

rege Kleinkunstszene.

Ländlicher geht es im südlicher gelegenen Rückholz zu. Die

kleine Gemeinde, die auf dem Weg nach Seeg liegt, kann mit

einer ku(h)riosen Besonderheit aufwarten: Am Ortsrand ist mit

Tobias Guggemos der wohl einzige Allgäuer Kuhfitter zu Hause.

Mit Kamm und Haarföhn frisiert er die Tiere beruflich für Verkaufstermine

oder Tierschauen.

Auch in der Nachbargemeinde Seeg liegt der Fokus auf Tieren:

Der Ort hat sich als Honigdorf einen Namen gemacht und sich

den Bienen verschrieben. Eine Erlebnisimkerei und ein Themenspielplatz

rund um Bienen sind nur der Anfang. Ein Bienenerlebnispfad,

zu dem es eine eigene App gibt, ist ein kurzweiliges Ausflugsziel.

55 Imker tragen in Seeg mit etwa 600 Bienenvölkern

zur Rettung der Insekten bei und lassen Besucher einen Blick in

die Waben werfen.

Nicht ganz so flink wie die Seeger Bienen, aber mindestens genauso

mobil, zeigten sich vor hunderten von Jahren die Bewohner

der Nachbargemeinde Lechbruck. Der Ort hat eine lange Geschichte

als Flößergemeinde. Auf dem Lech transportierten die

Männer früher Waren und gelangten auf dem Wasserweg bis Budapest.

Anschaulich dargestellt wird das Leben der Lechbrucker

bei einer Führung im dorfeigenen Flößermuseum. Thematisch

passend ist dieses nahe des Flusses in einem pittoresken Flößerhaus

aus dem Jahr 1645 untergebracht.

Der Streifzug nach Süden führt als nächstes in die Gemeinde

Pfronten. Hier spielt Wasser nur im Frühling eine Rolle. Zu

dieser Jahreszeit bringt das Schmelzwasser, das von Edelsberg,

Kienberg, Breitenberg, Aggenstein und Falkenstein ins

Links: Die Bienen gehören zur Gemeinde Seeg wie die Kirche

zum Dorf. Unten links: Lehrreich ist der Geopfad von Pfronten

nach Vils. Rechts: Blick aus der Luft auf den Königswinkel.

Griaß di’ Allgäu | 11


ALLGÄU | Dahoim

Fotos: Peter Atkins (Kuh), e_polischuk (Schloss), stock.adobe.com; natika (Klee), panthermedia.net

12 | Griaß di’ Allgäu


Dahoim | ALLGÄU

Links: Älpler und ihre Schumpen

gehören so selbstverständlich zum Ostallgäu

wie Schloss Neuschwanstein (oben).

Tal braust, die Dorfbäche zu Füßen der Berge zum Tosen.

Im Sommer sind die Bahnen des Skizentrums Pfronten eine

beliebte Aufstiegshilfe für Wanderer. Ein lohnendes Ausflugsziel

ist die Ostler Hütte auf dem Breitenberg. Sie wartet mit einer

Sonnenterrasse, Liegestühlen und traumhaftem Panoramablick

auf. Ein Projekt für erfahrenere Wanderer ist der Geopfad

Pfronten. Von der Bergstation am Breitenberg über den

Aggenstein hinunter nach Vils (Österreich) erwandern sie

verschiedene Stationen und erfahren an Beispielen vor Ort viel

über die Geologie der nördlichen Kalkalpen.

Wiege des Lautenbaus

Ein eindrucksvoller Blick auf deren Gipfel bietet sich auch von

der Füssener Altstadt aus. Deren kulturelle Bedeutung als Wiege

des Lautenbaus erschließt sich mit einem Besuch im Hohen

Schloss, das heute als Museum dient. Die einstige Sommerresidenz

der Fürstbischöfe von Augsburg zählt außerdem zu den bedeutendsten

Profanbauten der deutschen Spätgotik.

Nur einen Steinwurf ist die Lechstadt von Schwangau und ihrem

weltberühmten Schloss Neuschwanstein entfernt. Obwohl

Millionen von Touristen das Märchenschloss von König Ludwig

II. jährlich besuchen, gibt es auch zu Füßen des Tegelbergs und

Säulings viele beschauliche Ecken. Zwischen vier verschiedenen

Badeseen wählen Besucher der Schlössergemeinde. Darunter sind

auch weite Teile des zwölf Kilometer langen und drei Kilometer

breiten Forggensees, dem flächenmäßig größten Stausee Deutschlands.

Vor der Abkühlung bieten sich mit Drehhütte und Bleckenau

zwei Berghütten für kleine Wanderungen an. Zum Tagesabschluss

locken zahlreiche Biergärten mit Berg- und Schlossblick.

Wer den Tag hier bei einem kühlen Hellen aus der dorfeigenen

Brauerei ausklingen lässt und den Sonnenuntergang beobachtet,

hat sein Herz mit Sicherheit verloren.

FESTE

feiern

Griaß di’ Allgäu | 13

www.schaber.com


allgäuerisch

von A bis Z

llbodd

» immer wieder «

rweil hoo

» genügend Zeit haben «

ihf

» gescheit «

bbr

» jemand «

odl

» Gülle, Jauche «

rätzge

» Brezel «


:)

riaß di

» Guten Tag «

uerement noamol

» Schimpfwort «

ugge

» Mücke «

Grafiken: panthermedia.net

ääbrkääs

» Allgäuer Leibspeise «

äässpätzle

» Allgäuer Leibspeise «

umluege

» hinüberschauen «

otznees

» Rotznase «

luigebädschr

» Fliegenpatsche «

chalengge

» Hörnerschlitten «

mool

» plötzlich «

Griaß di’ Allgäu | 15


die Fusssohlen

Mehr als ein

Vorhang Auf!

Feuerkorb

Offenes Feuer kann eine zauberhafte Stimmung

verbreiten. Aber wie wird es sicher und sauber beendet?

Der Feuerkorb Cube von Höfats gibt die passende

Antwort: Er wird einfach umgedreht, die Feuerschale

bleibt dabei schwerkraftbedingt immer im Lot, das Feuer

erstickt und geht aus. Lodert im Cube kein Feuer,

dient er als Hocker oder Beistelltisch.

www.hoefats.com

Bei Bestellungen unter

www.hoefats.com gibt es 10 % Rabatt

auf das gesamte Sortiment mit Code

GDA_10 %_2019 (gültig bis zum 30.09.2019)

10

Prozent

Rabat t

wellness für

Taunasses, weiches Gras, warmes Holz und feiner Sand

– Gefühle, die unseren Füßen im beschuhten Alltag

entgehen und doch so unvergleichlich sind. Der über

anderthalb Kilometer lange Barfußweg im Bad Wörishofer

Kurpark macht sie erfahrbar. Zugegeben: Manche Stationen

sind auch schmerzhaft, gerade wenn es über spitze

Kieselsteinchen geht. Ein besonderes Wohlfühlerlebnis

für Füße und Beine ist hingegen der Schlammgraben.

www.bad-woerishofen.de

Foto: AdobeStock, Robert Kneschke

Lust auf Theater? Dann ist das Landestheater Schwaben

in Memmingen eine gute Adresse. Das Profi -Ensemble

ist nicht nur dort auf der Bühne, sondern geht auch

regelmäßig auf Tour durch die Region. Das Stück

„Supergute Tage“ führt in die Welt eines 15-jährigen

Autisten, ist eine Kooperation mit der Lebenshilfe Ostallgäu

und in einer Inszenierung von Thomas Ladwig zu

sehen. Termine: 26. Mai, 5. und 6. Juni.

www.landestheater-schwaben.de

Erinnere Dich an gestern, denke an morgen aber lebe Heute!

Leben und erleben Sie eine ordentliche

Portion mehr Lebensqualität

bei uns in Bad Hindelang! … vom

Kaffeeduft am Morgen, bis weit

nach Sonnenuntergang, wenn Sie

selig in die frisch gemachten Hotelbetten

sinken. Die Berge unserer

Allgäuer Heimat stehen dazu

Spalier und wir tun, was dafür nötig

ist!

Freuen Sie sich auf Ihren Urlaub!

Familie Wegscheider-Renk

Bärengasse 1 - 3 | 87541 Bad Hindelang

+ 49 (0) 83 24 / 9 30 40 | www.baeren-hindelang.de


KÄSEMANUFAKTUR

SEIT 1839

HLH

JETZT IM NEUEN DESIGN!

SE S HLH ..S. ST AUR UR.

Die Erzeugung von Heumilch ist die ursprünglichste Form der

Milchproduktion. Die Heumilch für unseren Bergkäse wurde mit dem

EU-Gütesiegel g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität ausgezeichnet.

Dahinter stehen unsere Landwirte mit ihren Familien, die täglich die frische

Heumilch in unsere Sennerei liefern. Dort entsteht aus den besten Rohstoffen

ein herzhafter Käsegenuss.

UNSERE SENNEREI.

Hier, in einer der letzten traditionellen Sennereien, die es im Allgäu heute

noch gibt, werden die hochwertigen Käsespezialitäten von Herz-Käse

gewonnen. Käseliebhaber können direkt in unserem Käselädele oder im

neuen Online-Shop einkaufen. Für Interessierte, die gerne einen Blick hinter

die Kulissen der Käseherstellung werfen möchten, findet jeden Dienstag um

10:30 Uhr eine Käsereiführung statt.

Ofterschwang

Sennerei Schweineberg

Öffnungszeiten:

Schweineberg 18

Mo-Do von 8-11.30 Uhr und von 17.30-19 Uhr

D-87527 Ofterschwang Fr/Sa von 8-11.30 Uhr und von 16-19 Uhr

Tel. (08321) 3363

So/Feiertag von 16-19 Uhr

www.allgaeuer-bergkaese.de

Griaß di’ Allgäu | 17

Albert Herz GmbH • Landstr. 45 • 87452 Altusried, OT Kimratshofen • Tel. +49 (0)8373-987 964 • info@herz-kaese.de • www.herz-kaese.de


18 | Griaß di’ Allgäu


Foto: Mathias Wild

Allgäu aktiv

Wussten Sie, dass … das Rauheck, zu dessen Gipfel der einsame Wanderer auf unserem Bild

aufbricht, auf den ersten Blick scheinbar den falschen Namen trägt? Schließlich sehen seine Hänge

grasbewachsen aus und wirken mehr weich als rau. Ein anderes Bild tut sich jedoch jenem auf,

der den Berg vom Eissee im hinteren Oytal betrachtet. Flauschig anmutendes Gras lässt sich aus

dieser Perspektive nicht finden. Stattdessen blickt man auf die felsige Nordflanke des Rauhecks.

Geröllfelder und Schrofen dominieren dort das Antlitz des Berges

und gaben ihm wohl einst seinen Namen.

Griaß di’ Allgäu | 19


Lindau

ALLGÄU AKTIV | Familienwandern

Langeweile?

Fehlanzeige!

Grafiken: Adobe Stock © danielabarreto

Es ist nicht immer einfach, den eigenen Nachwuchs für eine Wanderung

zu begeistern. Hier gibt’s einen Vorschlag, bei dem Eltern und Kinder auf

ihre Kosten kommen können. Los geht es am Immenstädter Alpsee.

TEXT & FOTOS Silke Lorenz

Ravensburg

Bodensee

B

20 | Griaß di’ Allgäu

D


Familienwandern | ALLGÄU AKTIV

Donau

Günzburg

Zusam

Ulm

Augsburg

Senden

Kammel

Königsbrunn

Biberach

regenz

Wangen

Scheidegg

Leutkirch

Illertissen

Isny

Iller

Oberstaufen

Günz

Memmingen

Iller

Immenstadt

Krumbach

Kempten

Sonthofen

Mindel

Mindelheim

Bad Wörishofen

Kaufbeuren

Marktoberdorf

Nesselwang

Tannheim

Schwabmünchen

Wertach

Buchloe

Füssen

Reutte

1Ein sonniger Samstag im Juni – wir wollen

auf den Berg. Um die Kinder bei Laune

zu halten, entscheiden wir uns für eine

Tour mit zwei netten Stationen. Aber erst

mal wandern wir. Startpunkt ist der Parkplatz

Gschwend in Bühl bei Immenstadt. Direkt gegenüber

führt ein Schotterweg steil nach oben.

am Lech Wir biegen rechts auf die Teerstraße ein, und

wieder geht‘s steil hinauf. Wir schnaufen ein bisschen.

Bald kommt rechter Hand ein Kuh-Gatter,

durch das wir gehen. Ein Weg schlängelt sich über

Wurzeln, Stock und Stein durch den Wald, ein

Bach sprudelt ins Tal. Wir überqueren ihn über

eine Holzbrücke. Ein kurzes Stück geht’s bergan,

dann am Waldrand entlang. Ein Schild sagt uns:

Vorsicht, hier weiden Pferde! Uns begegnen aber

leider keine.

Etwas später taucht die Alpe Gschwenderberg

auf. Ein Anblick wie im Bilderbuch. Die Kühe

läuten überall mit ihren Glocken (die Schumpen

mit Schellen) und die Bänke unter den

blauen Sonnenschirmen laden zum Verweilen

ein. Der Brunnen-Kühlschrank ist an:

Wasser plätschert auf die Flaschen im Holztrog.

Die Kinder verspeisen gierig einen leckeren

Dinkel-Schoko-Kuchen und erkunden danach

die Alpe. Sie schaukeln, spielen auf einem alten

Traktor, schauen, was die Hühner machen. Uns

schmeckt der Kaffee aus tönernen Haferln – und

eine deftige Brotzeit mit Käse, Wurst, Zwiebeln,

Gurken, Rettich und frischem Brot.

Landsberg

Schongau

Forggensee

Lech

Lechbruck

ornbirn

Oberstdorf

Ehrwald

Griaß di’ Allgäu | 21


ALLGÄU AKTIV | Familienwandern

Grafiken: Adobe Stock © danielabarreto

2

Gut gestärkt brechen wir auf und laufen

ein paar Meter hinunter, um rechts auf

die Kuhweiden einzubiegen. Ein Trampelpfad

führt steil nach oben, quer durch

eine Kuh-Herde. Aber sie beachten uns nicht. Die

Sonne scheint kräftig, aber es dauert nicht lange,

ehe wir ein Wäldchen erreichen. Im Schatten erklimmen

wir über Steine und Wurzeln hinweg die

Höhe. Durch die Bäume schimmert tief unter uns

der Alpsee. Dann sind wir oben und genießen einen

grandiosen Blick auf den See und die Berge.

Auf der Anhöhe laufen wir einen schmalen

Pfad entlang, Kühe kreuzen unseren Weg. Aber

keine Angst: Sie schauen uns nur an, verscheuchen

mit ihrem Schwanz lästige Fliegen und grasen

weiter. Wir erreichen die Alpe Starkatsgund, die

samstags und sonntags geöffnet hat. Aber wir sind

noch satt von unserer Einkehr und laufen weiter.

Ab hier führt eine Teerstraße wieder bergab,

inklusive eines tollen Blicks weit ins Konstanzer

Tal Richtung Oberstaufen.

Den Kindern wird‘s nicht langweilig: Mal bewundern

sie die Blumen am Wegesrand, mal beobachten

sie Grashüpfer im abgeholzten Baumstamm,

auf den sie klettern, mal schauen sie den

Schumpen beim Fangenspielen zu. Der Wegweiser

zeigt: Zur „Alpsee Bergwelt“ ist es nicht mehr

weit. In einer Kehre plätschert ein Bach. Hände

werden gekühlt, Schuhe ausgezogen und Füße hineingetaucht

– eine herrliche Erfrischung. Nach

einem Mini-Anstieg geht es noch ein kleines Stück

auf gerader Höhe entlang.

22 | Griaß di’ Allgäu


Familienwandern | ALLGÄU AKTIV

3

Dann empfängt uns der Trubel der Bergwelt:

links der Spielplatz „Abenteuer Alpe“

für die Kleinen, rechts der Kletterwald

„Bärenfalle“ für die Großen. Wer

Hunger hat, kann in der gut besuchten Alphütte

„Bärenfalle“ noch etwas essen – welch Kontrast

zur beschaulichen Alpe Gschwenderberg. Uns ist

hier zu viel los, wir mögen‘s lieber ruhig und gehen

deshalb gleich weiter zum Alpsee-Coaster.

Dort müssen wir anstehen, wie so oft. Doch

weiße Schirme spenden Schatten, ein Eis verkürzt

die Wartezeit. Die Tickets kaufen wir beim Einstieg.

Und schon sausen wir die längste Sommerrodelbahn

Deutschlands hinab: fast drei Kilometer

lang, bis zu 40 Kilometer schnell, bei jedem Wetter

in Betrieb. Bremsen gilt nicht, oder eben nur ein

bisschen.

Viel zu schnell sind wir unten, mit einem

dicken Grinsen im Gesicht. Mit dem an

der Talstation geparkten

Auto shutteln wir retour

nach Gschwend.

Alle sind glücklich

und zufrieden.

Infos zur Wandertour

SO WEIT IST ES

· zu Fuß vom Parkplatz zur Alpe Gschwenderberg:

ca. 50 bis 60 Minuten

· von der Alpe Gschwenderberg zur Alpsee Bergwelt:

ca. 60 Minuten

· von der Alpsee Bergwelt zurück zum Wanderparkplatz

Gschwend: ca. 45 Minuten

INSIDER-TIPP

Mit zwei Autos ist die Tour perfekt: Vor der Wanderung ein Auto

an der Talstation vom Alpsee-Coaster kostenfrei abstellen (das

ist ein Stück weiter Richtung Oberstaufen), das andere Auto am

Parkplatz in Gschwend parken. So kommt man später bequem

nach Gschwend zurück.

Man kann auch den Bus nehmen ab Ratholz, Alpsee Bergwelt

und nach Bühl zum AlpSeeHaus bzw. nach Immenstadt zurückfahren.

Dann muss man aber wieder bis zum Wanderparkplatz

hinauflaufen.

www.alpegschwenderberg.de

www.alpsee-bergwelt.de

Griaß di’ Allgäu | 23


& Uralt urig

Die Alpe Gschwenderberg gibt es

schon über 350 Jahre. Sie zählt zu den

ältesten Sennalpen im Allgäu und ist noch

im Original-Zustand. Im Sommer ist

Laila Baldauf dort die Chefin.

Zum Glück sind es nur Schumpen. So nennt man das

Jungvieh, das noch nicht gemolken werden muss.

Deshalb kann Laila Baldauf mit ihrem zweijährigen

Sohn Silas morgens aufstehen, wann sie will. Baldauf

ist die Sommerwirtin auf der Alpe Gschwenderberg, die mit

ihren gut 350 Jahren eine der ältesten Sennalpen im Allgäu ist.

Auch wenn seit dem Tod des alten Sennwirts im Jahr 1998 nicht

mehr gekäst wird.

Da die Alpe nur auf 1075 Metern liegt und relativ

schnell zu erreichen ist, kehren hier

vor allem im Frühling und Herbst

viele Wanderer ein. Dann platzt

die kleine Küche aus allen Nähten.

Zum Glück gibt‘s den Brunnen-

Kühlschrank vor der Alpe, aus dem

sich der Gast das Getränk nimmt.

Zusammen mit einer Freundin verwöhnt

Laila Baldauf die Besucher mit

deftigen Brotzeiten, Wurstsalat und

hausgemachtem Kuchen – jeden Tag,

auch bei schlechtem Wetter. Nur einmal

pro Woche ist Ruhetag. Mit von

der Partie sind eine Katze, sechs Hühner,

zwei Schafe, zwei Schweine, drei

werdende Kuh-Mütter und 35 Stück

Jungvieh.

Die Tage haben stets den gleichen

Rhythmus: „Wir schauen, ob die Tiere

genügend zu fressen und zu trinken

haben, ob sie gesund sind, richten den

24 | Griaß di’ Allgäu


Familienwandern | ALLGÄU AKTIV

Zaun, holen die frisch gelegten

Eier. Danach backen wir Kuchen,

bei gutem Wetter sind vier Stück

schnell weg“, erzählt die Chefin.

Um die Tiere gut zu versorgen,

leben und schlafen Laila Baldauf

und ihr Sohn sowie die Freundin

während der Sommerzeit oben

auf der Alpe in einer winzigen

Kammer.

Ihre Familie und Freunde unterstützen

sie bei ihrer täglichen

Arbeit. „Wenn mir was fehlt,

bringt mein Mann frische Paprika

mit oder mein Papa die

Wurst aus eigener Herstellung von

unserem Hof. Deshalb muss ich nur ein- bis zweimal pro Woche

einkaufen gehen.“ Die Hütte ist noch im Original-Zustand und

besitzt besonderen historischen Wert. In der ehemaligen Sennküche

befindet sich jetzt die Stube, die urig und mit liebevollen

Details eingerichtet ist: An der Seite reihen sich Kuhglocken aneinander,

im Eck hängt der einstige Käskessel, darüber baumeln

allerlei alte Küchengerätschaften.

Eine Treppe führt hinunter in den ehemaligen Käskeller, den

die Wirte zur Kühlung ihrer Lebensmittel nutzen. Die Alpe steht

auf Holzdielen mehr oder weniger direkt auf dem Dreck, durch

die Ritzen der Holzbretter zieht es, isoliert ist nichts. Sogar im

Sommer kann so manche Nacht recht frisch werden.

Mit den Winter-Pächtern der Alpe Gschwenderberg, Markus

Karlinger und Martin Gamper, ist Laila Baldauf schon lange befreundet.

Auf den Alpenvereinshütten ihrer Ziehväter hatte sie

jahrelang in den Semesterferien

gearbeitet. Durch diese

Freundschaft sowie durch ihren

Mann und dessen Familie,

die einen Bauernhof haben,

beschloss sie vor vier Jahren,

die Alpe im Sommer zu bewirtschaften.

„Man lebt nah mit den

Tieren und der Natur zusammen,

das Meiste spielt

sich draußen ab“, sagt sie.

„Deshalb bin ich gerne hier

oben.“ Bei diesen Worten

lächelt die 30-Jährige und

blickt von der Holzbank vor

der Alpe ins sommerlichgrüne

Tal, während die

Kuhglocken läuten.

ANSPANNUNG UND ENTSPANNUNG:

Pfronten ist der Startpunkt in die grandiose

Allgäuer und Tiroler Bergwelt und ruft

zum Abenteuer. Umgeben von hochalpinen

Gipfeln auf der einen sowie dem offenen

Voralpenland auf der anderen Seite, bietet

die Region Outdoor-Spaß vom Feinsten. Die

Menschen hier pflegen und erhalten die

Natur- und Kulturlandschaft und genießen

diese selbst, um nach der Arbeit bei Sport im

Freien den Kopf frei zu bekommen. Deshalb

sind sie die besten Outdoorexperten, die

Ihnen mit ihrer Kompetenz auch mit vielfältigen

Outdoor-Angeboten zur Seite stehen.

Eines dieser Angebote ist das Outdoor Gym.

Im Alltag kommt es heutzutage viel zu selten

vor, dass man sich ausreichend bewegt

und im Anschluss daran richtig abschaltet.

Um diesem Bedürfnis nachzukommen, gibt

es das Outdoor Gym – eine Kombination aus

ganzheitlichem Outdoor-Training und dem

Bedürfnis nach Erholung. Jeden Dienstag um

9.30 Uhr beginnend ab dem 04. Juni 2019,

begleitet ein ausgebildeter Fitnesstrainer

Sportwillige zu einer einstündigen Fitnesseinheit

in der freien Natur des Pfrontener

Tals. Verschiedene Schnelligkeits-, Kraft- und

Ausdauerübungen erwarten die Sportler.

Um die Regeneration optimal zu fördern,

gibt es im Anschluss an das Training im Hotel

Berghof ein sommerliches Getränk und eine

kleine Stärkung. Bei einer 30-minütigen Zirbenholz-Massage

tritt dann spätestens die

pure Entspannung ein. Wer danach weiter

relaxen möchte, hat die Möglichkeit, auch

das Hallenbad sowie den Saunabereich des

Hotels zu nutzen. Das Programm eignet sich

für alle Sportbegeisterten ab 12 Jahren.

Dieses und viele weitere tolle

Erlebnisse finden Sie unter

www.pfronten.de/outdoor

Griaß di’ Allgäu | 25


ALLGÄU AKTIV | Schneeschuhtour & Fotokurs

ELEKTRISCHE

VERSTÄRKUNG

Die

Zeit

ist reif

Man muss ja nicht immer gleich jedem

Trend hinterherlaufen. Deshalb habe ich

einige Zeit gebraucht, um mich auf ein

E-Bike zu setzen. Im Tannheimer Tal

war es dann soweit. Und siehe da:

Mein Fazit fällt positiv aus.

TEXT Freddy Schissler

FOTOS Frederik Schissler & Bastian Hörmann

Ich gestehe, bei manchen neuen, vor allem auf den ersten

Blick abgedrehten Dingen dieser Welt lege ich zunächst

die Stirn in Falten und schüttle wie automatisch den Kopf.

Nicht mit mir, lass doch die anderen machen. Ich will nicht

jedem Trend hinterherhetzen. Als die Fahrradläden die ersten E-

Bikes ins Schaufenster stellten, war’s nicht anders. Sollen die anderen

zugreifen, ich (erst einmal) nicht.

Nun bin ich ohnehin nicht der Extremradler, der täglich im

Sattel sitzt. Ich besitze seit vielen Jahren dasselbe Rad, eine

Mischung aus City-Rad und Mountainbike, mit relativ schmalen

Reifen. Für heutige Verhältnisse hat es durchaus ein ordentliches

Gewicht. Andererseits hänge ich an diesem Fahrrad, das mich

viele Jahre meines Lebens begleitet hat. Inzwischen hat sich das E-

Bike in unserer Gesellschaft allerdings derart etabliert, dass selbst

ich nicht mehr an ihm vorbeikomme. Zumal jener dienstliche

Termin zu besetzen war, im Tannheimer Tal eine Runde Mofa

light zu fahren. Die Zeit war reif für mich.

26 | Griaß di’ Allgäu


Iller

Memmingen

Bad Wörishofen

E-Bike + Fotoworkshop | ALLGÄU AKTIV

Kaufbeuren

Ravensburg

Leutkirch

Griaß di’

Workshop

Wangen

Isny

JETZT MITMACHEN!

Kempten

Marktoberdorf

Schongau

Lechbruck

Scheidegg

Iller

Nesselwang

Füssen

Forggensee

Lindau

Bodensee

Bregenz

Oberstaufen

Immenstadt

Sonthofen

Tannheim Haldensee

Reutte

Vilsalpsee

Feldkirch

Dornbirn

Oberstdorf

Riezlern

Warth

Ein sonniger Vormittag in Tannheim, Treffpunkt vor dem

Eingang des Hotels Schwarzer Adler. Der Hausmeister hat alles

vorbereitet: Mein E-Bike ist startbereit, der Akku aufgeladen, der

Proviant in einem der neuen Picknickkörbe des Hotels verstaut.

Es kann losgehen. Na ja, eine kurze Einweisung muss schon sein.

Wo schalte ich den Akku an? Wie funktioniert die Gangschaltung,

wie das Einstellen verschiedener Stufen der elektronischen

Strampelhilfe? Gibt es vielleicht sogar ein Gaspedal? Dass man

letzteres nicht findet, macht deutlich: E-Biken sollte man nicht

mit Mofafahren verwechseln.

Lech

Ehrwald

Es kann losgehen und ich trete kräftig in die Pedale. Schließlich

habe ich mit dem vollbepackten Picknickkorb ordentlich Gepäck

an Bord. Das heißt nach wenigen Metern für mich, ohne

ein schlechtes Gewissen zu haben: Ich schalte vom Ecco- in den

Sport-Status. Und weil das ein ganz eigenes Gefühl ist, bei gleicher

Tretgeschwindigkeit plötzlich spürbar schneller Imst zu fahren,

gehe ich kurz danach in die Vollen. Power-Modus. Mal schauen,

was passiert. Gewiss, ich muss weiterhin in die Pedale treten –

aber ich kann die Kraft reduzieren, ohne an Tempo zu verlieren.

Keine fünf Minuten im Sattel schmunzle ich vor mich hin und

denke: „Hat was, dieses E-Bike fahren.“

Das Gefühl des Rasens ist nur ein kurzes. Schließlich erinnere

ich mich an die Tipps des Adler-Hausmeisters und seinen Hinweis,

auch stets die kleinen Klötzchen des Displays am Lenker

im Blick zu haben, die den Akkustand dokumentieren. Meine

Tour soll mich zunächst an den Vilsalpsee führen, danach an den

Haldensee, zurück nach Tannheim und schließlich noch auf einen

Abstecher nach Zöblen. So ein Akku ist in meinen Augen zwar

ein Wunderwerk – aber selbst das hat keine unendliche Lebensdauer.

Deshalb sollte man beim E-Biken nicht prassen und auf

ebener Strecke auf den Power-Modus verzichten (oder komplett

auf eine Antriebshilfe). Wir sind ja schließlich zum Radfahren

ins Tannheimer Tal gekommen. Ein bisschen Anstrengung muss

schon sein.

Was wir nach der ersten Etappe zum Vilsalpsee festhalten: E-

Biken ist nicht Mofa fahren, der Radler muss sehr wohl Beinarbeit

leisten. Aber er kann das Ganze, wenn er will, relaxed

angehen. Es bleibt genügend Luft zum Ratschen mit dem Nebenfahrer.

Es bleibt genügend Muße, die grandiose Landschaft zu genießen.

Ach ja, und das Picknick am Vilsalpsee nehmen wir nicht

mit rasendem Herz- und Pulsschlag zu uns. Sondern entspannt

im Genuss-Modus.

Ein Lob an dieser Stelle an die Mitarbeiter des Schwarzen

Adler. Der Picknickkorb ist nicht überladen, aber dennoch mit

genügend leckeren Sachen befüllt: Brezen, Semmel, Äpfel,

Nassenreith

Griaß di’ Allgäu | 27


Foto: stock.adobe.com / eshma

Banane, Nudelsalat, Käsewürfel, Kuchen, Schokoriegel und,

und, und. Angestoßen wird nicht mit Prosecco, sondern mit

Wasser. Wie gesagt: Wir sind ja zum Sporteln ins Tannheimer

Tal gekommen.

Nach der Stärkung drehen wir eine Runde um den See. Vom

Fischerstüble aus nehmen wir den Weg links am See vorbei und

haben Glück. Auf halber Strecke ist mitunter ein Stopp-Schild

aufgebaut, das vor Steinschlag warnt. An diesem Tag allerdings

ist der Weg nicht gesperrt. Und so erreichen wir schließlich die

Vilsalpe. Diese Strecke haben wir bewusst ohne elektrische Hilfe

hinter uns gebracht, weshalb wir uns mit gutem Gewissen auch

hier, am anderen Ende des Vilsalpsees, ein kühles Getränk gönnen.

Wir sind schließlich auch ins Tannheimer Tal gekommen,

um die Landschaft zu genießen.

Das nächste Ziel ist der Haldensee – wollen wir doch mal die

beiden großen Seen des Tals miteinander vergleichen. Die Fahrt

dorthin ist sehr angenehm, ich genehmige mir schon mal phasenweise

den Ecco- und den Sport-Modus und komme immer mehr

zum Schluss: „Doch, das E-Biken hat was. Vielleicht werde ich

mir auch ein entsprechendes Rad nach dieser dienstlichen

Tour kaufen.“

Mein erster Eindruck: An den Haldensee zieht

es mehr Menschen, vor allem zur Erholung und

Freizeitgestaltung. Das Strandbad, das man am Vilsalpsee

vergeblich sucht, ist großzügig angelegt,

flankiert mit entsprechender Infrastruktur

und Gastronomie. Selbst Angler

sieht man dort.

Wieder Zeit für eine kleine

Pause – und der Blick auf die

Anzeige unseres Akkus. Der

Mund nimmt die Form eines

zufriedenen Lächelns an, denn

erst drei Striche sind aufgebraucht. Bleibt noch genügend Power

für die Heimfahrt und jenen Test, einen sehr steilen, längeren Anstieg

in Angriff zu nehmen.

Vor allem bei diesem Teilabschnitt unserer Tour zeigt sich die

entscheidende Stärke eines E-Bikes: Wir meistern die enormen

Höhenmeter – und werden am nächsten Tag mitnichten über

schmerzhaften Muskelkater klagen, sondern erneut die E-Bikes des

Schwarzen Adler ordern. Dann allerdings will ich das sportlichere

E-Mountainbike ausprobieren.

3 Tipps zum E-Biken

1. INFORMATIONEN BEACHTEN

Vor der ersten Fahrt sollte man einen Blick in die Bedienungsanleitung

werfen. Immerhin müssen Fragen beantwortet werden

wie: Wie genau funktioniert die Anfahrhilfe? Wie gehe ich mit

meinem Akku um? Wie lange reicht er bei einer Fahrt? Wann

benutze ich welche Antriebshilfe?

2. DIE PFLEGE DES RADS

Auch ein E-Bike sollte regelmäßig gewartet werden. Zum Beispiel

der Antriebsstrang. Und: Das Rad vom Fachmann checken lassen

(zumindest einmal jährlich). Im Winter den Akku niemals bei

Minusgraden in der Garage lassen, sondern ins Warme holen.

3. HILFE IN ANSPRUCH NEHMEN

Wer sich vor der ersten Fahrt nicht ganz sicher ist mit dem

neuen Gefährt, hat die Möglichkeit, ein Fahrpraxistraining zu

absolvieren. Reagiert ein E-Bike anders als mein bisheriges Rad?

Diese und andere Fragen werden dabei beantwortet.


Griaß di’

Workshop

JETZT MITMACHEN!

...

&

das

Spiel Foto

Mit der Idee eines Foto-Workshop-Wochenendes

haben wir offenbar den Nerv unserer Leser getroffen.

Jeder der bislang vier Kurse war ausgebucht,

was uns natürlich sehr freut und

uns darin bestärkt, dieses Angebot fortzuführen. Im

November wird es ein weiteres Workshop-Wochenende

geben (siehe Infokasten mit Anmeldung).

Ein Rückblick: Beim Kurs im November letzten Jahres im

Viersternehotel Schwarzer Adler in Tannheim legten sich unsere

Fotografen Ralf Lienert und Manfred Felder sowie Thorsten

Schütte (von der Firma Cewe) wieder schwer ins Zeug und

zogen frohgelaunt dieses Fazit: „Es hat mit dieser Gruppe sehr

viel Spaß gemacht. Und die Fotos, die dabei von den Teilnehmern

geschossen wurden, konnten sich wirklich sehen lassen.“

Wie schon bei den Fotokursen zuvor, gab es bereits

am Eröffnungsabend neben einer Einführung und einem

gemeinsamen Abendessen die erste Möglichkeit, zur Kamera

zu greifen. Fotomodel war Fritz Bleier vom Fachhändler

A. Linzgieseder, der die Gruppe in die Geheimnisse von

Hochprozentigem einweihte. Er entpuppte sich abermals als

Meister seines Fachs und hervorragender Erzähler witziger

Anekdoten. Natürlich füllte er auch immer wieder die Gläser der

Gäste, was die Stimmung am ersten Abend steigerte.

Am nächsten Tag war freilich jeder fit genug, um sich an verschiedenen

Orten (Vilsalpsee, Dorfkirche, Aussichtspunkt, Gartenanlage

etc.) mit der Kamera auszutoben

– natürlich unter fachlicher Anleitung –

und sich Tipps und Kniffe zu holen, wie

man am besten ein Cewe-Fotobuch erstellt.

Nicht nur locker und heiter ging’s

am Abend zu, sondern auch spannend

– unter anderem, als die Prämierung

der besten Fotos auf dem Programm

stand. Natürlich gab’s auch da strahlende

Gesichter.

geht weiter

Anmeldung: Foto-Workshop

Zur Teilnahme am Foto-Workshop im Schwarzen Adler in

Tannheim (Tirol) vom 8. bis 10. November 2019 bitte

Anmeldung an: office@schwarzer-adler.at oder telefonisch:

+43 5675 6204.

Der Preis zur Teilnahme am dreitägigen Workshop (mit 2 Übernachtungen,

2 x Abendessen, 2 x Frühstück sowie Verpflegung

während des Kurses) im Viersternehotel Schwarzer Adler beträgt

348 Euro (Preis für eine Begleitperson, die nicht am Workshop

teilnimmt, beträgt 190 als HP).

im schönen Tannheimer Tal

Fotos: panthermedia.net

Griaß di’ Allgäu | 29


ALLGÄU AKTIV | Radrunde Allgäu

Heldenjagd

auf zwei Rädern

30 | Griaß di’ Allgäu


Radrunde Allgäu | ALLGÄU AKTIV

Start der Tour ist im 3D-Bogenparcours Nesselwang.

Dort dürfen die Kinder genau zielen, ehe sie im Sattel Platz nehmen.

Pausen gibt es auf dem Spielplatz, an der Kletterwand, im Kinderpark,

auf dem Fußballfeld etc. Und man begegnet Robin Hood,

Tarzan oder Wickie.

TEXT Ingrid Rösner | FOTOS Ch. Gramann & M. Oeder

Der Hase hinter dem Busch ist erlegt. Keine Chance

hatte er gegen die kleinen Schützen, die treffen wie

Robin Hood. Im 3D-Bogenparcours in Nesselwang

im Allgäu wird nicht auf flache Scheiben gezielt,

sondern mit Pfeil und Bogen auf dreidimensionale Kunststofftiere,

die hinter Büschen und Bäumen versteckt sind. Das ist der

perfekte Auftakt für eine erlebnisreiche Radtour zum und um

den Grüntensee, der nach dem markanten Berg Grünten benannt

ist. Dieser wacht quasi über die grünen Wiesen, Seen, Flüsse und

steilen Berge der Region.

Auf der knapp 19 Kilometer langen Familientour auf der Radrunde

Allgäu können Kinder ihre Heldenfantasien ausleben,

denn die Attraktionen reihen sich hier aneinander wie an einer

Perlenkette. Größtenteils geht es auf Radwegen oder wenig

Acht Erlebniswelten

Die Radrunde Allgäu umrundet die Region

auf 450 Kilometern und zeigt die Vielfalt der acht

Erlebniswelten: grandiose Alpenkulisse, sanfte

und grüne Hügelmeere, malerische Flussauen und

Geschichten, die auf dem Weg liegen. Der Radfernweg

ist vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club als

Qualitätsrunde mit vier Sternen ausgezeichnet.

Alle Familienetappen unter:

www.radrunde-allgaeu.de/familienetappen

befahrenen Landstraßen ohne große Steigungen entlang. Von

Nesselwang Richtung Wertach liegt schon nach wenigen

Minuten der erste Zwischenstopp am Weg: Das Feriendorf

Reichenbach punktet mit Fußball- und Spielplatz, bei Regen aber

vor allem mit einem Indoor-Spielhaus, in dem sich Abenteurer an

der Kletterwand, beim Billard und Tischtennis austoben können.

Cool ist auch der Buron-Kinderpark drei Kilometer weiter: In

einem dicken Reifen geht es mit dem Lift nach oben, um danach

schreiend in den Steilkurven die 300 Meter lange Tubing-Bahn

nach unten zu sausen. Kleinere strampeln im Traktorparcours um

die Wette.

Und die Eltern? Die können vom Stadl aus beim Kaffee entspannt

dem Treiben zuschauen. Vermutlich klappt es mit dem

Weiterfahren nur dann, wenn weitere Abenteuer versprochen

werden. Also: Ab aufs Rad zum Grüntensee, wo Tarzan wartet.

Im Walddschungel oberhalb des Südufers hängen Lianen

und Wackelbrücken fordern Mutige zu Abenteuern heraus. Der

Flying Fox Parcours mit Riesenleiter und sechs Seilbahnen im

Kletterwald Grüntensee ist ein Adrenalinkick für größere Kinder.

Die ganz Kleinen können auf dem Zwerglweg das Klettern

ausprobieren.

Nach so viel Action ist Zeit für eine Pause. Unterhalb des Kletterwalds

liegt eine schöne Badestelle. Der feine Kies und das flache

Wasser im Uferbereich sind für Familien top. Und wenn die

Kleinen immer noch abenteuerhungrig sind? Dann lockt dieses

Angebot: Nebenan ein trendiges Stand Up-Paddle oder Kanadierboote

ausleihen und vom See aus den Blick über die Allgäuer

Landschaft genießen.

Nach Robin Hood und Tarzan ist jetzt auch noch die Wickie-

Heldenrolle gefragt. Mit dieser Familientour haben sich lange

Gesichter beim Vorschlag einer Radltour ganz sicher erledigt.

Griaß di’ Allgäu | 31


Wellness&

Design

MIT WEITSICHT

Hotel am Hopfensee

Wellness- & Designhotel

Uferstraße 10 · 87629 Füssen

Telefon: +49 (0)8362 5057-0

Email: info@hotel-am-hopfensee.de

www.hotel-am-hopfensee.de

Eingebettet in der malerischen Kulisse liegt unser Hotel direkt am Hopfensee

und bietet Ihnen einen atemberaubenden Blick auf die Allgäuer und

Tiroler Alpen. Lassen Sie sich von uns verwöhnen und gönnen Sie sich eine Pause

vom Alltag. Erleben Sie einen Urlaub wie im Bilderbuch ...


Im Wellnessbereich des Erdgeschosses befindet sich ein türkisches Hamam, ein

Sole-Dampfbad, eine Bio-Sauna, ein Eisbecken und eine Paar-Badewanne, die

in einem separaten Raum gelegen ist. Tipp: das Ganze lässt sich auch exklusiv

als „Private Spa“ buchen.

Genießen Sie ein paar Tage Auszeit mit gutem Essen (vom Michelin Guide empfohlen),

wohltuenden Massagen und dem einzigartigen Blick an der Riviera des

Allgäus - im Hotel am Hopfensee.

In der Bar No. 10 lassen Sie den Tag gemütlich ausklingen. Hier finden Sie die

größte Gin-Auswahl im Allgäu. Unsere individuell und liebevoll eingerichteten

Zimmer & Suiten bieten Ihnen einen einzigartigen Flair und besten Komfort

während Ihres Urlaubes.


HUIMAT

TIPP VON NICOLE

auf d‘ Fiderepasshutte

:

1 | Das beeindruckende Wildental 2 | Krumbacher Höhenweg – rechts über den Grat geht es zur Mindelheimer Hütte 3 | Entdeckt: Schottisches Hochlandrind

1 2 3

34 | Griaß di’ Allgäu


Huimat

Donau

Günzburg

Ulm

Senden

Illertissen

Günz

Kammel

Krumbach

Mindel

Sie verkörpert Internationalität, die Fiderepasshütte.

Denn sie befindet sich auf der

Biberach

Grenze zwischen Deutschland und Österreich,

in den Allgäuer Alpen und dem

Kleinwalsertal – und wunderschön gelegen

auf einer Höhe von 2070 Metern.

Wir haben sie aus gutem Grund ausgewählt:

In den Bergen kennt man keine

Grenzen, und eine Laufzeit von insgesamt

fünf Stunden ist für viele Wanderer die

ideale Tour.

Als Ausgangspunkt haben wir den

Parkplatz Schwendle in Mittelberg

(Kleinwalsertal) gewählt. Von dort

Ravensburg

führt eine Straße ins Wildental, vorbei

am Bergheim Moser. Das erste Stück ist

zunächst asphaltiert, wird aber ab dem

Bergheim zum breiten Schotterfahrweg,

der an der Fluchtalpe endet.

Ohne große Anstrengung geht‘s am

Wildenbach entlang zur unteren Wiesalpe

(1290 m – siehe Hüttentipp auf der

nächsten Seite). Kurz danach passieren wir

die untere Wiesalpe (1298 Lindau m), wo wir uns

rechts halten und das Bodensee Wildental ansteuern,

mit Blick auf Schafalpenköpfe Bregenz und Wasserfall.

An der Fluchtalpe (besuchen wir

auf dem Rückweg) vorbei, machen wir

uns auf den steileren, serpentinenartigen

Weg. Wir bleiben auf dem Hauptweg

Dornbirn

(als

Alternative gibt‘s einen kurzen Umweg

zur nicht bewirtschafteten Vorderen Wildenalpe),

ehe steile Serpentinen zum Fiderepass

hinaufführen.

Auf einem kurzen, erholsamen Stück

holen wir Luft und meistern danach den

Feldkirch

Anstieg zum Fiderepass auf 2033 Metern

Höhe. Es ist nicht mehr weit zur Hütte,

Wangen

Scheidegg

die mit einer großen Sonnenterrasse und

leckeren Brotzeiten die Wanderer lockt.

Der Blick auf die Schafalpenköpfe ist

einmalig. Übrigens können auf der Hütte

120 Wanderer in Matratzenlagern übernachten.

Sie ist ein idealer Startpunkt für

Memmingen

die Mindelheimer-Klettersteig-Tour über

den Schafalpenkopfgrat zur Mindelheimer

Hütte (empfohlen nur für Geübte;

rund 4 bis 5 Stunden).

Als Rückweg wählen wir die gleiche

Route wie beim Aufstieg, um in der

Fluchtalpe einzukehren. Als Alternative

gibt es den Weg über Warmatsgund (rund

300 Höhenmeter runter und danach wieder

nach oben) zur Kanzelwandbahn, Kempten mit

der man talwärts fährt. Unten angekommen,

geht‘s Isnymit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt

an den Parkplatz Schwendle

in Mittelberg.

Leutkirch

Iller

Oberstaufen

Immenstadt

Sonthofen

KURZINFO

Höhenmeter: 950 m

Laufzeit: rund 5 Stunden gesamt

Oberstdorf

Riezlern

Schwendle

Warth

Iller

Lech

Mindelheim

Bad W

K

Mark

Nesselwan

Tannheim

Griaß di’ Allgäu | 35


Huttentipps

:

HUIMAT

DREHHÜTTE SCHWANGAU

Ein bisschen Südtirol im Allgäu

© Tourist Information Schwangau

Schwangau, Parkplatz Drehhütte

1 ½ Stunden

1250 m

350 Hm

FLUCHTALPE

400 Jahre alte Hütte mit Zweiländer-Bergpanorama

GUNDHÜTTE

Genialer Indoorspielplatz für die Kleinen

- Legendär ist der Blaubeer-Buttermilchkuchen

(wir haben ihn getestet und waren einfach begeistert)

- Im Volksmund wird die Fluchtalpe kurz und knapp die „Flucht“

genannt. Das geht zurück auf den Begriff Schneeflucht. In dieser

Gegend ist die Fluchtalpe der natürliche Ort, um bei plötzlichem

Schneeeinbruch mit dem Vieh dorthin zu ziehen

- Berge in unmittelbarer Umgebung sind unter anderem die

Hammerspitze, Kuhgehrenspitze, Schafalpköpfe und

Kemptener Köpfl e

- Geöffnet ist die Alpe von Mai bis Oktober

Mittelberg, Parkplatz Schwendle

1390 m

Vilstal bei Pfronten, Vilstalsäge

1180 m

45 Minuten

220 Hm

40 Minuten

280 Hm

UNTERE WIESALPE

Sensationelle Ziegenmilch-Produkte

JÄGERHÜTTE

Mountainbike-Tour (ca. 11 Kilometer)

Mittelberg, Parkplatz Schwendle

1300 m

Schwangau, Parkp. Schlossbrauhaus

1422 m

30 Minuten

130 Hm

2,5 Stunden

620 Hm

36 | Griaß di’ Allgäu


Hüttentipps | ALLGÄU AKTIV

ALPE GUND

Hausmannskost vom urigen Holzherd

HÖFLE ALP

Hier backt eine Konditormeisterin

© Robert Jörg

Immenstadt, Friedhof

1502 m

Kranzegg, Grüntenlifte Parkplatz

1200 m

2,5 Stunden

750 Hm

40 Minuten

340 Hm

HOCHBICHLHÜTTE

Einzigartige „Kanapee-Hütte“

SENNALPE ORNACH

Für kleine Gäste: Ziegen, Hasen und mehr

Ofterschwang, Talstation

1209 m

Bolsterlang, Talstation

1390 m

45 Minuten

320 Hm

1 Stunde

450 Hm

FÜSSENER HÜTTE

Kulinarische Schmankerl aus der Region

Musau, Parkplatz Bärenfalle

1550 m

2,5 Stunden

720 Hm

ENZIANHÜTTE

Outdoor-Whirlpool mit Bergpanorama

© Michael Munkler

Oberstdorf, Fellhornbahn

1804 m

3,5 Stunden

877 Hm

Alle Angaben ohne Gewähr. Fotos: Belinda Schier, Nicole Uhlemair

Griaß di’ Allgäu | 37


ALLGÄU AKTIV | Motive fürs Fotoalbum

UNTERWEGS IN LUFTIGER HÖHE

Mit den Augen

eines Adlers


Werta

Kaufbeuren

Biberach

Motive fürs Fotoalbum | ALLGÄU AKTIV

Mindelheim

B

Iller

Memmingen

Bad Wörishofen

Ravensburg

Der König Leutkirchder Lüfte diente schon immer

als Wappen- und Symbolfigur.

Er steht für Kraft, Schnelligkeit und

Kempten

Eleganz. Die Oberstdorf Kleinwalsertal

Wangen

Isny

Bergbahnen haben dem Adler

ein eigenes Revier gewidmet.

Auf den Spuren von Adler7.

Scheidegg

Marktoberdorf

Nesselwang

Lindau

Oberstaufen Immenstadt

Bodensee

Sonthofen Tannheim

Bregenz

Iller

Füss

Reut

Dornbirn

Oberstdorf

Riezlern

Feldkirch

Warth

Lech

TEXT Freddy Schissler | FOTOS Bastian Morell & Alex Savarino

Wer im Tierreich nach dem Erhabenen sucht,

dem Majestätischen oder noch besser nach dem

Königlichen, der wird fündig, wenn er den

Kopf gen Himmel streckt. Dort zieht ein großer

Vogel seine Kreise, auf den alle drei Attribute zutreffen – der

Adler. Seit jeher gilt dieser große Greifvogel auch als Wappen- und

Symboltier. Gerade in der Antike gab es zahlreiche Abbildungen

des Adlers auf Vasen, Münzen oder anderen Gegenständen, und

selbst die Welt der Architektur wollte auf den König der Lüfte

nicht verzichten.

Weil der Adler auch für Kraft, Schnelligkeit und Eleganz steht,

ist er das Wappentier der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen.

Die Verantwortlichen dort haben sich etwas Besonderes

Griaß di’ Allgäu | 39


ALLGÄU AKTIV | Motive fürs Fotoalbum

Blühende Alpenrosen am Fellhorn

Auf dem Weg über den Gottesacker

einfallen lassen. Die Bergfreunde, die in den Allgäuer Alpen

unterwegs sind, dürfen auf den Spuren von Adler7 wandeln. Na

ja, und hin und wieder kommen sie dabei fast in den Genuss, quasi

mit den Augen eines Adlers zu sehen. Denn auf der Siebener-Tour

geht es hoch hinaus – auf sieben Gipfel in einer Zweiländer-Region

(Deutschland/Österreich). Und gedacht wird dabei vor allem an

jene, die gerne ihre Fotoapparate zücken oder einfach auf dem

Handy einen beeindruckenden Ausblick festhalten wollen.

Unsere erste Station einer unvergessenen Gipfel-Woche ist das

Nebelhorn. Die gleichnamige Bahn arbeitet stoisch und verlässlich:

Türe auf, Wanderer rein, Türe zu und schon setzt sie sich in

Bewegung Richtung himmelwärts. An der Bergstation Höfatsblick

öffnet sich wieder die Kabinentür und – schwuppdiwupp – befindet

sich der Gast auf einer Höhe von 1932 Metern. Ist die Sicht klar,

gibt es am angrenzenden Panoramaweg die erste Gelegenheit, den

Fotoapparat in Anschlag zu nehmen. Was hier eingefangen wird?

Allgäuer Hauptkamm, die Sicht nach Oberstdorf oder Blick zu den

Wengenköpfen hoch oben am Hindelanger Klettersteig.

Ganz oben auf dem Nebelhorn, auf 2224 Metern, ist vor

geraumer Zeit das neue Gipfelrestaurant entstanden. Es sind nur

wenige Meter von der Bergstation zur Terrasse des Restaurants.

Schon dort wird deutlich, was moderner Architektur wichtig

ist: Die Welt der Natur und Berge mit ihren runden, weichen

Formen wird quasi gespiegelt. Der Gast hat Geschwungenes vor

Augen, das Natürlichkeit und Harmonie ausstrahlt – und auch

ein Maß an Eleganz. Der Architekt, der das neue Restaurant

konzipiert hat, kommt übrigens aus Vorarlberg, wo man in

punkto Architektur schon seit längerer Zeit neue und vor allem

kreativ-spannende Wege geht.

So hat Hermann Kaufmann beim Bau vor allem Holz und viel

Glas verwendet, alles ohne Ecken und Kanten und immer das im

Kopf, den Augen der Gäste dort oben Naturkino zu bieten. Denn

die Berge und die Landschaft spielen schließlich die erste Geige.

Der Mensch hat sich unterzuordnen, er darf allenfalls genießen,

was durchaus ein Privileg ist. Kaufmanns Architektur passt sich

deshalb so gut ein in die Landschaft auf 2224 Metern Höhe ein,

40 | Griaß di’ Allgäu


Motive fürs Fotoalbum | ALLGÄU AKTIV

Im Kletterwald am Söllereck

weil man das Gefühl hat, dass es sich nicht (zu) wichtig nimmt.

Gleichwohl demonstriert es Stil, Pfiff und Eleganz. Womit

wir bei letzterem Wort auch schon wieder beim Adler der OK

Bergbahnen wären.

Unsere nächste Station ist das Söllereck, und wenn der Ausdruck

„populär weit über die regionalen Grenzen hinaus“ zutrifft,

dann ist es bei dieser Erhebung. Die Bergbahnen selbst sprechen

schon vom deutschen Familienberg – und man mag ihnen nicht

widersprechen. Weshalb das Söllereck so beliebt ist? Vermutlich

ist ein Grund dafür, weil es der ideale Ort ist, um Groß und

Klein gleichermaßen zu beeindrucken. Die Wanderwege dort

oben sind auch mit Kinderwagen befahrbar und deshalb ideal

für Familien. Welche Aufnahme man hinterher ins Fotoalbum

einsortieren darf? Zum Bei piel den Blick über Oberstdorf bis hin

zum Nebelhorn.

Ach ja, und am Tag unseres Ausflugs haben wir auch Mut

bewiesen, Gurte angelegt und Helme aufgesetzt und uns,

ähnlich wie ein Adler, noch mehr in die Lüfte geschwungen –

im Kletterwald des Söllerecks. Die gute Nachricht: Wir haben

das Kletter-Abenteuer verletzungsfrei überstanden. Die noch

bessere Nachricht: Es hat sehr viel Spaß gemacht und am Ende

ein Gefühl von Stolz vermittelt.

Nach dieser Anstrengung lassen wir es ruhiger angehen und

fordern stattdessen die Augen. Am Fellhorn führt Adler7 zu

einer einmaligen Fotokulisse. Blumen über Blumen, soweit das

Auge reicht. Es sind keine 10 oder 20 verschiedenen Blumenund

Pflanzenarten, die der Wanderer hier findet, keine 30 oder

40. Es sind tatsächlich über 120, und natürlich stellt man sich

die Frage, weshalb es gerade hier diese beeindruckende Vielfalt

gibt. Die Antwort: Die Pflanzen finden auf dem Flysch-Berg

den perfekten Nährboden, um zu wachsen und zu gedeihen.

Das nächste Ziel macht deutlich, dass die Grenzen alleine

der Mensch erfunden hat. Die Natur kennt solche Barrieren

hingegen nicht. Wer auf der Kanzelwand unterwegs ist, darf

sich getrost als Grenzgänger bezeichnen. Wenn man sich den

Übergang von Deutschland nach Österreich gedanklich

Griaß di’ Allgäu | 41


ALLGÄU AKTIV | Motive fürs Fotoalbum

Panoramaaufzug am Walmendinger Horn

bewusst macht, dann ist es durchaus ein ganz eigenes Gefühl,

quasi auf einer Grenze zu balancieren. Dieses grenzenlose Erlebnis

lässt sich natürlich auch bildlich festhalten – nur 400 Meter von

der Bergstation entfernt, an der Adler7-Fotostation. Noch besser

wird’s, wenn der Kanzelwandgipfel in Angriff genommen wird.

Dort oben erwartet die Augen pure Wellness.

Willkommen im Kleinwalsertal, also auf den Dächern Österreichs:

Der Blick geht Richtung Hirschegg und Riezlern – und

von der Heuberg-Bergstation geht es zu Fuß in Richtung Parsenn-Bergstation.

Kurz vor der Ankunft einmal links abzweigen,

dann sieht man nach ein paar Schritten den markanten Tafelberg

Ifen, den man unbedingt im Fotoalbum verewigen sollte.

Die vorletzte Station auf dem Weg zum vollständigen

Fotoalbum ist das Walmendingerhorn. Wandern in Afrika

ist hier nicht nur ein Slogan, sondern ein Versprechen. Nanu?

Mancher dürfte bei solchen Aussagen die Stirn in Runzeln

legen. Gleichwohl ist es so, dass vor tausenden von Jahren

eben Afrika auf den eurasischen Kontinent stieß. Das mächtige

Ergebnis dieser einzigartigen Begegnung: Es wurde ein Gebirge

aufgefaltet und eine markante Erhebung geformt – das heutige

Walmendingerhorn. Deshalb haben die OK Bergbahnen auch

den ausgewiesenen Fotopunkt auf der sogenannten Afrika-Platte

platziert.

Die Berggipfel-Fotoreise endet am Ifen. Dort thront man auf

1586 Metern. Wer an der Mittelstation der Ifenbahn aussteigt und

rund 300 Meter Richtung Panoramaweg weiterläuft, erreicht

jenen Fotopunkt, von dem aus kaum ein visueller Wunsch

offenbleibt: Allgäuer Hauptkamm und die markante Ifenwand, wo

an entsprechenden Tagen die Sonne schroffen Stein und kalten Fels

anstrahlt, sind Naturbilder, die sich aus unserer Erinnerung nicht

so schnell verabschieden werden. Zudem können wir ja jederzeit

unser Fotobuch zur Hand nehmen und an Adler7 denken.

www.ok-bergbahnen.com

42 | Griaß di’ Allgäu


Ein Urlaub mit Bergblick

Wellness, Kulinarik,Allgäu

Willkommen im Land- & Wellnesshotel Panorama

Unverbauter Blick auf ca. 100 Km Alpenpanorama

Das gemütliche und traumhaft gelegene Land- & Wellnesshotel Panorama, in

Seeleuten bei Rückholz, ist Ihr ganz persönliches Urlaubszuhause im

Allgäu. Lassen Sie sich ein, auf erholsame Tage, aktive Stunden, Augenblicke

des Genusses und ein geselliges Allgäuer Zusammensein.

D

as echte Allgäu kennenlernen:

hierfür bietet das Land- &

Wellnesshotel Panorama die besten Voraussetzungen.

Im Hotel Panorama ist der

Name Programm. Als Gast erwartet Sie

ein traumhafter Blick auf das Allgäuer

Alpenpanorama - von jedem Platz aus.

So bieten alle Zimmer und Suiten, im

neuen Hotelanbau oder im Ende 2017

frisch renovierten Altbau, sowie der neu

gebaute Panorama-Pool eine grandiose

Aussicht auf ca. 100 Kilometer Bergkulisse

des Allgäuer Alpenpanoramas.

Hier wird Ruhe greifbar. Nach

einem erlebnisreichen Urlaubstag

gönnen Sie sich Ihre wohlverdiente

Auszeit im großzügigen Wellnessbereich.

Eine Biosauna, eine finnische Sauna

mit großer Panorama-Verglasung, eine

Infrarotkabine, zwei Ruheräume, eine

urige Snack- & Teebar sowie der ganzjährig

beheizte Panorama Pool. Hier

findet sich für jeden das Richtige.

Im Hotel Panorama entdecken Sie aber

auch die kulinarische Vielfalt der Region.

Panorama

Land- & Wellnesshotel

Seeleuten 62 · 87494 Rückholz

Telefon: +49 (0)8364 248

Email: info@panorama-allgaeu.de

panorama-allgaeu.de

instagram.com/panorama.allgaeu

Florian und Magnus Wanner verwöhnen

Sie, mit Ihrem Küchenchef

Alexander Zettler, im Rahmen der

Genießer Verwöhnpension mit täglich

wechselnden Auswahl-Menüs. Besonderer

Wert wird hierbei auf frische, regionale

und saisonale Produkte gelegt. Den

passenden Wein bekommen Sie natürlich

vom Sommelier empfohlen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch,

Ihre Familie Wanner

Jetzt attraktive Angebote sichern:

www.panorama-allgaeu.de

und Traumurlaub im Allgäu genießen!


Foto: Fabian Zocher

44 | Griaß di’ Allgäu


Allgäu tut gut

Wussten Sie, dass … in der Mulde zwischen Wald und Wiese, einem pechschwarzen Spiegel gleich,

der Attlesee bei Nesselwang schlummert? Ein orangefarbener Hauch Abendstimmung wirft sein

Ebenbild auf das reglose Wasser. Jeden Moment scheint sich ein hölzernes Hüttlein vom Steg zu

lösen und zur Mitte des Sees zu dümpeln. Unter dem Himmelszelt voll blitzender Sterne ruhen

die dunklen Schemen der Berge. Friedvoll. Einziger Zeuge der romantischen Stimmung sind einige

Grillen, die im Gras die letzten Lieder eines verstreichenden Tages zirpen. Ob sie dem Attlesee

wohl ein Schlaflied singen?

Griaß di’ Allgäu | 45


ALLGÄU TUT GUT | Sonnenalp-Jubiläum

WOHNEN MIT LUXUS

Noch

Sonne

mehr

46 | Griaß di’ Allgäu


Ravensburg

Kempten

Marktoberdorf

Sonnenalp-Jubiläum | ALLGÄU TUT GUT

Wangen

Isny

Nach acht Jahren und einer

aufwendigen Renovierung

erstrahlt das Fünfsterne-Resort

Sonnenalp in Ofterschwang

zum 100. Geburtstag in

neuem Glanz. Viele Möbel sind

an ihrem Platz geblieben.

Sie wurden restauriert, und

selbst die Chefin hat bei

dieser diffizilen Arbeit Hand

angelegt.

Bodensee

Feldkirch

Lindau

Bregenz

Dornbirn

Scheidegg

Oberstaufen

Immenstadt

Sonnenalp

Oberstdorf

Riezlern

Warth

Iller

Sonthofen

Lech

TEXT Freddy Schissler | FOTOS Günter Standl

Nesselwang

Tannheim

Es sind nur ein paar wenige Kilometer hinter Sonthofen

auf der B19, ehe ein Schild den Autofahrer darauf

aufmerksam macht, rechts abzubiegen, sollte er Ofterschwang,

Ortsteil Tiefenberg, anpeilen wollen. Die

Straße ist klein, schlängelt sich mal rechts, mal links, steigt auch

ein bisschen an, und bald schon fällt der Blick des Autofahrers

auf ein imposantes, lang gezogenes Gebäude-Ensemble auf einer

kleinen Anhöhe, zu dem ein noch kleineres Sträßlein führt. Spätestens

hier endet der Alltag.

Gestresste Städtler, Naturfreunde, Gourmets, Wellnessanhänger,

Luxusliebhaber – sie alle trifft man in der Straße Sonnenalp

mit der Hausnummer 1. Diesen Namen trägt auch jenes Resort,

das nicht nur zu den ersten Adressen des Allgäus zählt, sondern

derart tief verwurzelt ist mit der Region wie kaum ein anderes.

Vor 100 Jahren begann die Geschichte dieses Hotels und nun,

im Jubiläumsjahr, präsentiert sich das 5-Sterne-S-Haus in einem

neuen Outfit. Damit sei man auch die nächsten Jahrzehnte zukunftsfit

aufgestellt, sind Dr. Anna-Maria und Michael Fäßler

überzeugt, die seit vielen Jahren das Familienunternehmen führen.

In Zahlen: Knapp 500 Mitarbeiter, 218 Zimmer und vier Alpenchalets,

7 Pools und 6 Whirlpools, zwei natürlich angelegte

Seen, 8 Restaurant-Küchen (vom Sterne- bis zum Auszubildenden-Restaurant),

20 000 Gäste pro Jahr, ein Jahresumsatz von

40 Millionen Euro. Wenn Anna-Maria Fäßler meint, dass der

Begriff Hotel im Grunde genommen in die Irre führt und man

besser von einer kleinen eigenen Welt sprechen sollte, scheint das

nicht übertrieben. Dieses Städtle mit eigenem Ärzteteam (Orthopäde,

Dermatologe und Allgemeinarzt), Friseur, Konditorei,

eigener Weinlinie und Produkten wie Nudeln, Marmeladen oder

Pralinen, ist zuletzt gründlich renoviert worden, in mehreren

Etappen, innen und außen. 2011 erfolgte der Startschuss des Umbaus,

nun ist es geschafft und der strenge Zeitplan tatsächlich eingehalten

worden.

Wir treffen uns an diesem Vormittag mit Anna-Maria und Michael

Fäßler im ersten Stock des Hotels. Die beiden sollen

Füssen

Reutte

F

Griaß di’ Allgäu | 47


ALLGÄU TUT GUT | Sonnenalp-Jubiläum

Traumhaft wird‘s im Luxus-Resort der Sonnenalp in Ofterschwang unter anderem dann, wenn die Sonne untergeht und viele Lichter im Garten

und im Haus leuchten. Hier: Romantik am Badesee. Rechts gibt‘s Einblicke ins Innere der „neuen“ Sonnenalp.

ein bisschen erzählen von der Geschichte des Unternehmens,

von den vergangenen Wochen und Monaten, von der Zukunft,

also von weiteren Wünschen und vielleicht auch von Visionen.

Man spricht gerne von Reporterglück, wenn der Gesprächspartner

ins Plaudern gerät, wenn er auch mal Persönliches erzählt,

ohne gleich diesen Satz hinterherzuschieben, dass man das nun

aber lieber nicht schreiben solle.

Anna-Maria Fäßler verlangt dergleichen

„Ich hatte sofort

im Kopf, wie sie einmal

aussehen soll.“

nicht, sondern blickt sehr ehrlich weit über

zehn Jahre zurück und erinnert sich unter

anderem an diesen Gedanken: „Als ich zum

ersten Mal in die Sonnenalp kam, hatte ich

sofort im Kopf, wie sie einmal aussehen soll.“

Das dürfe aber nun bitteschön nicht falsch verstanden werden

im Sinne einer Besserwisserei und Kritik am Bisherigen. Sie wolle

vielmehr damit sagen, dass bei ihr im Kopf sehr rasch Bilder

entstehen. Eine wertvolle Gabe fürwahr, denn somit benötigt

man „nur“ noch jemanden, der das auch auf dem Papier skizzieren

kann. Und alles habe schließlich seine Zeit. Die Sonnenalp

der früheren Jahre war in ihren Augen top, und nicht umsonst

sprach man in den 60er Jahren vom Mythos Sonnenalp, von einem

familiär geführten Luxushotel in den Alpen, das Exklusivität

und Gemütlichkeit ausstrahlte und damit eine Kombination

bot, von der sich viele Fünfsterne-Hotelbesitzer selbst ein Bild

machen wollten und den Weg ins Oberallgäu einschlugen.

Aber nochmals – alles ist im Fluss, und vor der gebürtigen Niederösterreicherin

lag zudem eine Menge an Überzeugungsarbeit,

die sie leisten musste. Denn Michael Fäßler sah die Notwendigkeit

einer grundlegenden Renovierung zunächst

nicht, trotz eines Baustils aus den 70er

Jahren. Vermutlich war es ihrer Hartnäckigkeit

zu verdanken, dass der Ehemann irgendwann

mal nickte.

Heute, nach einer wahren Herkulesaufgabe,

die nach nur acht Jahren (statt sonst üblicher 20 Jahre) erledigt

war, lächelt das Chef-Ehepaar zufrieden, wenn es auf der

Straße zur „neuen“ Sonnenalp unterwegs ist. Der Blick fällt auf

eine helle und freundliche Fassade, quasi auf noch mehr Sonne als

bislang, auf eine großzügige Bade- und Seenlandschaft, auf einen

geschmackvoll angelegten Park. 20 000 uadratmeter Outdoorund

Wohlfühllandschaft – diese Zahl erklärt, weshalb die Fäßlers

eher von einer eigenen Welt als von einem Hotelbetrieb

48 | Griaß di’ Allgäu


Sonnenalp-Jubiläum | ALLGÄU TUT GUT

Die Fäßler-Familie: Michael, Viktoria, Anna-Maria und Jakob

Griaß di’ Allgäu | 49


ALLGÄU TUT GUT | Sonnenalp-Jubiläum

Wer den 100. Geburtstag feiert, blickt gerne zurück, wie es früher war. Hand aufs Herz: Die Sonnenalp, wie sie sich heute präsentiert, ist auf den Fotos

doch kaum erkennbar, oder? Gemütlich war‘s freilich auch damals schon. Das Foto rechts unten zeigt, was man früher unter Wellness verstand.

sprechen. Jetzt sind sie in Feierlaune, im Jubiläumsmodus.

Vergessen der Umbaustress, die Besprechungen, Kalkulationen,

Korrespondenzen, Telefonate und Einschränkungen für Mitarbeiter

und Gäste.

Vergangenheit auch, dass Anna-Maria Fäßler sich morgens,

mittags und abends in jedes Zimmer gesetzt hat, um Stimmungen

einzufangen und danach die Farbe für die Wände zu wählen.

Sogar zum Schleifgerät griff sie, um zu sehen, was sich unter der

oberen Holzschicht eines Stuhls oder eines Betts verbarg.

„Dem Zufall“, sagt die Sonnenalp-Chefin, „wurde bei der

Renovierung nichts überlassen.“ Dafür sorgte ein kleines Team:

Michael und Anna-Maria Fäßler sowie zwei Architekten. Das

Besondere an der achtjährigen Arbeit: 90 Prozent aller Möbel

sind in der Sonnenalp geblieben – sie wurden allerdings intensiv

bearbeitet. Damit sei garantiert, dass in den Augen der vielen

Stammgäste die Sonnenalp auch die Sonnenalp geblieben ist.

Ach ja, bleibt noch die Antwort auf unsere Frage nach weiteren

Wünschen für die Zukunft. Da gäbe es momentan keine, sagt

Michael Fäßler und schmunzelt. „Die Wünsche und vielleicht

auch Visionen können wir ja unserem Sohn Jakob überlassen.“

Der schlägt zur Freude der Eltern den gleichen beruflichen Weg

ein wie sie selbst.

Die Sonnenalp in Zahlen

· Ca. 100 JUBILÄUMS-EVENTTAGE finden bis Ende des 100.

Geburtstagsjahres im März 2020 statt.

· 85 BIS 90 PROZENT der Sonnenalp-Gäste kommen seit

Jahren. Und: Viele sind schon als Kinder dort gewesen

und reisen nun mit der eigenen Familie an. 122 000 ÜBER-

NACHTUNGEN verzeichnet das Resort im Jahr.

· 500 MITARBEITER (davon 380 HOTELANGESTELLTE) zählt

das Unternehmen, 50 MITARBEITER sind im Spa-Bereich

beschäftigt. 120 WOHNUNGEN werden für die eigenen

Mitarbeiter zur Verfügung gestellt.

· 1956 ist die Sonnenalp das erste Hotel mit Hallenbad in

Deutschland. 31 GRAD warm ist ein Pool mit Sprudelliegen,

Wasserfall und Massagedüsen. 450 LIEGE- UND

SITZFLÄCHEN bietet die Wellness-Welt innen und außen.

· 7000 m 2 groß ist die Fassadenfläche der Sonnenalp.

· Die 40. GOLF-TURNIERWOCHE steht im Juni auf

dem Programm.

50 | Griaß di’ Allgäu


Deine

Lieblingsgärtnerei

im Allgäu

Neu eröffnet im Jubiläumsjahr, mit noch mehr Verkaufsfläche in Nesselwang. Bei uns

findest du neben Balkon- & Beetpflangen, Blumen für drinnen und draußen, einem

Bauernmarkt mit ausgewählten Produkten aus der Region, Gemüse zum selber

Pflücken, Dekoration und Accessoires nun auch Floristik direkt in der Gärtnerei.

Gruber

Gärtnerei & Floristik

Maria-Rainer-Straße 25

87484 Nesselwang

+49 (0)8361 635

info@gruber-blumen.de

www.gruber-blumen.de

Griaß di’ Allgäu | 51


Die Region hat noch Bergwiesen in

über 900 Metern Höhe zu

bieten, die nur zweimal im Jahr

gemäht werden – mühsam mit der

Sense. Dort wachsen über 70 Kräuter

und es blühen zahlreiche Blumen.

Der Zötler Berglimo gibt das eine

unvergleichliche Note.

52 | Griaß di’ Allgäu


Ulm

Donau

Günzburg

NATUR IN DER FLASCHE

Zötler Berglimo | ALLGÄU TUT GUT

Zusam Zusam

Augsburg

Senden

Der

Königsbrunn

Geschmack

Krumbach

Illertissen

Schwabmünchen

Berge

Biberach

der

Landsberg

Mindelheim

am Lech

Buchloe

Bad Wörishofen

Memmingen

Iller Iller

Günz Günz

Kammel

Mindel Mindel

Wertach Wertach

Lech

Kaufbeuren

Leutkirch

Schongau

Ravensburg

Marktoberdorf

Kempten

Wangen

Isny

Lechbruck

TEXT Susanne Lorenz-Munkler

Iller Iller

Lech

Nesselwang

Forggensee

Kann man das Beste Scheidegg aus dem Allgäu

Rettenberg

In der 0,33 Füssen Liter Glasflasche aus dem Oberallgäuer

Dorf Rettenberg steckt aber noch mehr.

Oberstaufen

Immenstadt

in eine Lindau Flasche Limonade füllen?

„Man kann“, meinen sie von der

Zum Beispiel ein Extrakt aus besonderen Äpfeln

Bodensee

Allgäuer Traditionsbrauerei Zötler

Sonthofen

Tannheim und Birnen, die 40 Prozent des Getränks ausma-

Bregenz

aus Rettenberg im Oberallgäu und machen es vor.

chen. Äpfel aus Reutte Westallgäuer Streuobstwiesen. In

Mit ihren Berglimos verwandeln sie Allgäuer Naturschätze

in schmackhafte Limonaden: die Zötler Berglimos.

Es ist der Geschmack Dornbirn von natürlichen Allgäuer Bergwiesen,

Oberstdorf

Zeiten der modernen Landwirtschaft kennt man kaum

noch Streuobstwiesen. Und sieht sie selten. Viehweiden mit

knorrigen, verstreut wachsenden Obstbäumen, die dem Vieh im

der sich schon beim ersten Schluck aus der Flasche „Heugäuer“ Sommer einst Schatten spendeten.

Ehrwald

auf der Zunge entfaltet. „Der Geschmack von Heu aus Wiesen, Die heute noch existierenden Streuobstwiesen sind ökologische

Riezlern

die in über 900 Metern Höhe liegen und nur zweimal im Jahr Raritäten. Denn sie zählen zu den artenreichsten Lebensräumen

per Hand gemäht werden“, erzählt der Senior-Chef der Brauerei,

Herbert Zötler. Wiesen, in welchen über 70 Kräuter wachsen. In

denen Blumen blühen und die Nahrung und Lebensraum Warth für ungezählte

Feldkirch Tiere und Pflanzen bieten. Getrocknet, fermentiert und

mit purem Wasserdampf destilliert, gibt dieses Bergwiesenheu

dem Erfrischungsgetränk „Heugäuer“ eine unvergleichliche Note.

„Es ist, wie wenn 70 Kräuter auf der Zunge tanzen“ wirbt die

Brauerei Zötler, die älteste Familienbrauerei der Welt.

Mitteleuropas. Hier wachsen Apfelsorten mit Namen, Nassenreith die heute

keiner mehr kennt. 800 Apfelsorten kannte man noch vor 150

Jahren im Allgäu. Der Muschg, Schweigheimer oder Brettacher,

das Maunzen oder die Schöne vom Oberland.

Imst

Ungespritzt und naturbelassen werden diese Streuobst-Äpfel

und -Birnen in einer Allgäuer Kelterei auf eine besonders schonende

Art zu frischem Saft verarbeitet. So bleiben nicht nur wertvolle

Inhaltsstoffe, sondern auch das natürliche Fruchtaroma

Griaß di’ Allgäu | 53


ALLGÄU TUT GUT | Zötler Berglimo

erhalten. Sie geben dem „Heugäuer“ und seiner Schwester,

der „Apfel-Birne-Minze“ Berglimo, das fruchtig vollmundige

Aroma. „Ohne Zucker und Geschmacksverstärker oder sonstige

Zusatzstoffe“, betont Herbert Zötler.

Beim Getränk „Apfel-Birne-Minze“ wird der markante Heugeschmack

des „Heugäuers“ durch Minz-Geschmack ersetzt. Die

frische Minze kommt aus der Bio-Gärtnerei Artemisia in Stiefenhofen

im Westallgäu. Die hat sich auf den Anbau von heimischen

Kräutern spezialisiert. Tagfrisch geerntet, liefert sie das aromatische

Heilkraut an die Brauerei.

„Für uns ist es wichtig, dass alle Rohstoffe und auch die Verarbeitungsbetriebe

aus dem Allgäu sind. Wir wollen, dass die

gesamte Wertschöpfung in der Region bleibt. Nur ein Herstellungsprozess

der kurzen Wege ist nachhaltig, nicht eine Limo, die

mit marokkanischer Minze verfeinert wird “, erklärt der Brauerei-Chef.

Natürlich nimmt diese Philosophie im Hause Zötler, einer

Brauerei, die seit sage und schreibe 570 Jahren existiert, eine tragende

Rolle ein. Erhalt der Traditionen, Regionalität und Nachhaltigkeit

werden hier groß geschrieben. Ebenso wichtig ist aber

der Geschmack des Getränks, das das Firmengelände am Fuße

des Grünten verlässt. Besonders beim Nischenprodukt Berglimo.

Und das hat so gar nichts mit den übrigen zuckerhaltigen

und aromatisierten Limos zu tun, die für gewöhnlich im Handel

erhältlich sind. Dazu kommt die spürbare Frische des Erfrischungsgetränks.

Die komme vom Wasser, das dem Fruchtsaft

zugesetzt wird, erklärt Herbert Zötler. Grander-Wasser, ein nach

einem speziellen Verfahren belebtes Wasser. Nach der Methode

des Naturforschers und Visionärs Johann Grander. Nur hier wird

Zötler seiner Philosophie untreu. Johann Grander nämlich kam

nicht aus dem Allgäu, sondern aus Tirol.

FÜHRUNGEN Mehrmals in der Woche gibt es Führungen

durch den Betrieb mit anschließender Verkostung.

DÄMMERSCHOPPEN Immer mittwochs findet ein

Dämmerschoppen statt sowie einmal im Monat das Vollmond-Fest.

VERKOSTUNG Bei einer Spezialführung

mit einem Biersommelier verkostet

der Gast ausgesuchte Charakterbiere

mit Käse und Schokolade.

BRAUKURS Wer selbst Hand

anlegen will, kann bei einem

Braukurs mitmachen und

das eigene Bier brauen.

www.zötler.de

54 | Griaß di’ Allgäu


Düfte erleben

im PRIMAVERA Duft- & Naturkosmetikshop

Entdecken Sie unser ErlebnisProgramm

mit Workshops, duftenden Veranstaltungen,

Firmen- & Gartenführungen. Weitere

Infos unter www.primaveralife.com

ROSENFEST

29. & 30.Juni 19

Do It Yourself

Duftende Lieblingsprodukte –

wir zeigen wie einfach es ist

jeden Dienstag im Shop

16 & 17 Uhr

PRIMAVERA Duft- & Naturkosmetikshop • Naturparadies 1 • 87466 Oy-Mittelberg

Tel 08366 8988-880 • erlebnis@primaveralife.com • www.primaveralife.com

Öffnungszeiten Mo – Fr 9 – 18 Uhr & Sa 10 – 18 Uhr

Griaß di’ Allgäu | 55


ALLGÄU TUT GUT | Alpenwellness

Magie der

Momente

Es gibt Situationen, die derart überwältigend sind,

dass sie uns schier sprachlos machen – und uns

beeinflussen. Das Allgäu bietet für diese Momente

einen Achtsamkeits-Kompass mit vier

Übungen an.

Der Kompass

Achtsamkeit Allgäu heißt das

Konzept, das dem Urlaub in

einer imposanten Region einen

Mehrwert verleiht. Wer sich

darauf einlässt, soll Kraft finden

für den Alltag. Auf einer Website

findet man jene Hotels und Orte,

die den Achtsamkeits-Kompass

anbieten.

56 | Griaß www.achtsamkeit-allgaeu.de

di’ Allgäu

Fotos: Susanne Baade (Achtsamkeits-Kompass), Susanne Baade (Rhythmus), Marc Oder (Elemente), Klaus-Peter Kappest (Nähe), Susanne Baade (Stille)


Alpenwellness | ALLGÄU TUT GUT

TEXT Dirk Lehmann

Schön ist es hier“, sagt sie. Und er: „Ja, sehr schön.“ Beide schweigen. Dann schwärmt sie: „Sooo

schön…“ Mancher kennt diese Situation: Man ist überwältigt von einem Ort – und weiß nicht so

recht, wie man die Gefühle zum Ausdruck bringen soll? Wie den Moment zulassen?

Das Smartphone hat sich zu unserem Taktgeber entwickelt. Es kennt das Wissen der Welt und

unser Schlafverhalten. Manchmal muss man sich aber davon freimachen. Wie man sich auf eine besondere

Situation einlässt, müssen wir neu lernen. Offen sein für den Moment. Als wäre es das erste Mal. Viele

Experten sehen in der Achtsamkeit das wichtigste Rüstzeug für die Herausforderungen der Gegenwart.

Für seine Gäste hat das Allgäu einen Achtsamkeits-Kompass entwickelt, den es kostenlos in Hotels und

Gemeinden gibt. Mit vier Übungen erweist er sich als einfach zu bedienender Schlüssel für die Magie des

Moments – und das „erschte Mal“.

Rhythmus Wir suchen uns einen Lieblingsplatz, zum Beispiel auf dem

Hochgrat in Oberstaufen-Steibis: ein Gipfelkreuz oder eine Bank. Wir

nehmen eine feste Position ein, öffnen die Arme, atmen die Allgäuer Luft –

und senden unseren Achtsamkeitsgruß in die Welt.

Elemente Nicht selten verbirgt sich das Besondere im Vertrauten. Statt

einfach am Bach entlang zu laufen, setzen wir uns ins Gras und lassen das

kühle Nass durch die Finger rinnen, benetzen die Haut und speichern die

Energie des Wassers. Zum Beispiel im Kurpark von Bad Wörishofen.

Nähe Jeder Gipfel der Hörnergruppe trägt das Wörtchen „Horn“ im Namen.

Zwischen den Hörnerdörfern findet das Allgäuer Braunvieh reichlich Weideplatz.

Wir streifen durch die Wiesen und beobachten eines der Tiere. Als

wäre es das erste Mal. Begegnung ist Leben. Respekt. Dankbarkeit.

Stille Eine schmale Straße führt zum Bad Hindelanger Aussichtspunkt

Nusche mit schönem Blick über das Ostrachtal. Wir folgen einem der

Wanderwege und suchen uns einen Baum, um uns darunter zu legen. Zu

beobachten. Den Moment zu genießen. Und wir erfreuen uns daran, wie

schön es dort ist. Schön. Nicht wahr? Ja, sehr schön.

Griaß di’ Allgäu | 57


NUR

ZUTATEN

WEINIG AUFWAND, VIEL GENUSS

Alle Rezeptangaben für 2 Personen

SERVIERT DAZU

Mais-Chips oder

Hummus

Leidenschaft, Inspiration und

Spaß – mit Entertainment in der

Küche begeistert Christian Henze

ein Millionenpublikum im TV.

Seine Kochbücher sind Bestseller,

die Kochschule in Kempten Nr. 1

in Deutschland. Als Trendscout und

Produktentwickler 58 | Griaß ist di’ er Allgäu international

bei namhaften Unternehmen tätig.

100 g vollreife Eiertomaten

5 entsteinte schwarze Oliven

1 EL Pistazienkerne

4 küchenfertige frische Forellenfilets

ohne Haut (à ca. 125 g)

Saft von ½ Zitrone

Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle,

3 TL Butter

GLUTENFREI

ZUBEREITUNGSZEIT 15 MINUTEN

PLUS 5 MINUTEN BACKZEIT

Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze

vorheizen. Eiertomaten waschen, die Stielansätze

entfernen und das Fruchtfleisch in dünne

Scheiben schneiden. Die Tomatenscheiben eng

nebeneinander auf ein Backblech legen und mit

Salz und Pfeffer bestreuen. Oliven klein würfeln,

Pistazien grob hacken und beides über die Tomaten

streuen. Die Forellenfilets abspülen, trocken

tupfen und auf das Tomatenbett legen. Butter

in einem kleinen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen,

bis sie schäumt, goldbraun wird und nussig

duftet (Vorsicht, sie kann schnell verbrennen!).

Die goldbraune Nussbutter über die Forellenfilets

träufeln, das Blech in den vorgeheizten Ofen

schieben und 5 Minuten garen. Herausnehmen,

die Forellenfilets mit dem Tomatenbett

auf zwei Tellern anrichten, mit dem Zitronensaft

beträufeln, mit Salz bestreuen und servieren.


1 Handvoll Babyspinat (ca. 20 g)

¼ reife Mango

2 Eier (kalt aus dem Kühlschrank)

1 EL Mayonnaise

2 EL süße Chilisauce

3 ½ EL weißer Balsamico-Essig, 1 TL Butter,

1 kleine Prise Zucker, Salz, schwarzer Pfeffer

aus der Mühle

VEGETARISCH GLUTENFREI

ZUBEREITUNGSZEIT 15 MINUTEN

1,5 bis 2 l Wasser mit 3 EL Balsamico-Essig in

einem Topf zum Sieden bringen. Inzwischen Babyspinat

waschen und abtropfen lassen. Mango

schälen und würfeln. Eier einzeln in zwei Tassen

aufschlagen, zügig ins kochende Essigwasser

gleiten lassen und 4 Minuten pochieren. Mit

einem Schaumlöffel herausnehmen. Parallel

zum Pochieren die Mangowürfel in einer Pfanne

in Butter anbraten. Mit Zucker bestreuen und

bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren

karamellisieren. Spinat zugeben und vermengen,

bis der Spinat zusammenfällt. Mit Salz

abschmecken. Mayonnaise, Chilisauce und

restlichen Balsamico-Essig mit etwas Salz und

Pfeffer glatt rühren. Mango-Spinat-Mischung

auf zwei Teller verteilen. Mittig je ein pochiertes

Ei daraufsetzen.

DAZU PASST

frisches Baguette

oder Ciabatta.

1 Kohlrabi

75 g gegarte mehligkochende Kartoffel

(abgekühlt oder vom Vortag)

50 g Gouda, gerieben

2 Schweinerückensteaks (à 180 g)

75 g Crème fraîche

1 TL Tomatenmark, Salz, schwarzer Pfeffer

aus der Mühle, 1 TL Pflanzenöl

GLUTENFREI

ZUBEREITUNGSZEIT 25 MINUTEN

Den Backofen bei Grillfunktion auf höchster

Stufe vorheizen. Kohlrabi schälen, fein würfeln

und beiseitestellen. Kartoffel durch die

Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken und

gut mit Tomatenmark und Gouda vermengen.

Mit Salz und Pfeffer würzen. Schweinerückensteaks

von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer

würzen und in einer ofenfesten Pfanne im heißen

Pflanzenöl von beiden Seiten kurz und scharf

anbraten. Vom Herd nehmen und die Kartoffelmasse

auf das Fleisch streichen. Die Pfanne

in den vorgeheizten Backofen schieben und

die Rückensteaks 3 bis 4 Minuten gratinieren.

Parallel zum Braten der Steaks etwas Salzwasser

in einem Topf zum Kochen bringen und die

Kohlrabiwürfel darin etwa 5 Minuten gar kochen.

Dann abgießen, Crème fraîche einrühren, einmal

aufkochen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Rahmkohlrabi auf zwei Teller verteilen, je

ein gratiniertes Schweinerückensteak daneben

anrichten und servieren.

100 g Milchschokolade

½ TL lösliches Kaffeepulver

125 g Sahne

100 g Himbeeren

1 bis 2 kleinere Baisers (vom Konditor)

1 TL Zucker

VEGETARISCH GLUTENFREI

ZUBEREITUNGSZEIT 15 MINUTEN

PLUS 2 STUNDEN KÜHLZEIT

Die Milchschokolade hacken, in eine hitzebeständige

Schüssel geben, auf einen Topf mit

simmerndem Wasser setzen und behutsam

schmelzen. Kaffeepulver zugeben und unter

Rühren auflösen. Vom Wasserbad nehmen.

Inzwischen die Sahne steif schlagen. Dann die

flüssige Schokolade in dünnem Strahl zugießen

und mit einem Schneebesen zu einer marmorierten

Mousse rühren. Die Schokoladenmousse

in zwei Gläser füllen und 2 Stunden im

Kühlschrank kalt stellen. Himbeeren abbrausen

und abtropfen lassen. 60 g Himbeeren mit

Zucker in einen Mixbecher geben und mit dem

Stabmixer fein pürieren. Die Himbeersauce

vor dem Servieren über die Mousse träufeln. Die

Baisers grob zerbrechen und darauf anrichten.

Mit den restlichen Himbeeren garnieren und

servieren.

Griaß di’ Allgäu | 59


Marktoberdorf

Kempten

ANZEIGE

Wangen

Isny

Lechbruck

Scheidegg

Lindau

Bodensee

Bregenz

Oberstaufen

Iller

Immenstadt

Nesselwang

Oberstaufen

Füssen

Sonthofen Tannheim

Reutte

Forggensee

Feldkirch

OA TV P

Schloßstr. 32

87534 Oberstaufen

Tel. +49 (0) 83 86 / 9 91 19 89

info@schlossberg.one

Dornbirn

FERIENWOHNUNGEN AM SCHLOSSBERG

OBERSTAUFEN PLUS GASTGEBER

www.schlossberg.one

Oberstdorf

Riezlern

Warth

· Familiengeführt

· Ferienwohnungen mit 1 - 4 Zimmern

zwischen 35 qm und 130 qm

· bevorzugte Lage in Oberstaufen

mit wunderschöner Aussicht in die

Allgäuer Berge und auf den Ort

· vielfältige Ausflugsmöglichkeiten

Wo wirkt Landschaft majestätischer als in den Bergen? Wo ist

man dem Himmel näher als am Gipfel eines Berges? Vielleicht

ziehen deshalb Gottesdienste in der freien Natur Ehrwald so viele Menschen

an, die sonst den Weg in die Kirche scheuen. Gerade in

so „geselligen“ Ferienorten wie Oberstaufen suchen Urlauber

Nassenreith

auch nach stillen Momenten.

Wohl deshalb feiern jeden zweiten Dienstagabend zwischen

Juni und September zahlreiche Gäste und Einheimische einen

Ökumenischen Berggottesdienst Imst an der Bergstation der

Hochgratbahn. Die untergehende Sonne wirft ihre Strahlen

auf die umliegenden Gipfel, lässt die Wasserfl äche des fernen

Bodensees glitzern und sinkt zum Klang von Alphörnern und

Chören hinter die Alpengipfel.

Einmal im Monat bringt die Hochgratbahn sonntags die Gäste

schon um 4.30 Uhr zum Sonnenaufgang und zum Berggottesdienst

in 1800 Meter Höhe. Wenn die Sonne es nicht durch

die Wolken schaffen sollte, wird der Gottesdienst in der Bergstation

gehalten.

Bei der Bergstation der Imbergbahn feiern Familien im August

eine Bergmesse mit anschließendem Stockbrotbacken und

Kinderprogramm. Jeden Freitag zwischen Anfang Juni bis

Ende September besuchen zahlreiche Urlauber und Einheimische

zur Mittagszeit die Ökumenischen Gottesdienste am

Hündle-Gipfelkreuz.

Alle Gottesdienste auf den Berggipfeln rund um Oberstaufen

sind mit Bergbahnen zu erreichen. Die Termine sind zu fi nden

unter www.oberstaufen.de/atempausen

Lech

Spirituelle Alpenwanderungen: Von Kapelle zu Kapelle

Kapellen und Kirchen in der Landschaft geben mehr Auskunft

über die Kultur einer Region als die meisten Reiseführer. Rund

OA TV P

BERGHOF AM PARADIES

Markus Lingg

Berg 8

87534 Oberstaufen

Tel. +49 (0) 83 86 / 9 33 20

Fax +49 (0) 83 86 / 9 33 2 33

info@berghof-am-paradies.de

· Café mit hausgemachten Kuchen/Torten

· Frühstücksbüffet, Halbpension oder

Schrothkur für unsere Hausgäste

· Sauna, Dampfbad, Fitnessraum,

Panoramaruheraum, Kinderspielplatz

· traumhafte Aussicht auf die Allgäuer

Nagelfluhkette (Wanderwege)

www.berghof-am-paradies.de

OA TV P

LANDHAUS STAUFENBLICK

Bettina und Steffen Kreis

Paul-Rieder-Strasse 6

87534 Oberstaufen

Tel. +49 (0) 83 86 / 9 30 50

info@staufenblick.de

· Eigenes Hallenbad, Finnische Sauna

· 2 Massagepraxen

· Anerkannter Schrothkurbetrieb

· Einzel-, Doppel- und Familienzimmer

· Sonnenterrasse mit Bergblick

· Toller Gastgarten

· Bergbahn und Aquaria inklusive

www.staufenblick.de

OA

Oberallgäu

Internet TV TV / Zimmer P Parkplatz

Familienfreundlich

Tiere auf

Anfrage


Dem Himmel ...

ein Stück näher

um Oberstaufen haben sich viele Hof- und Flurkapellen als Zeugnis des Gottvertrauens

über Jahrhunderte erhalten. Heute sind sie für viele eine Stätte der Besinnung und

Ruhe.

Der Kapellenführer „Du führst mich hinaus ins Weite“ beschreibt die acht Rundwege

in Wort und Karte, erzählt zu jeder Kirche oder Kapelle die jeweilige Entstehungsgeschichte

und stellt ihre Besonderheit vor. Zusätzlich wollen „spirituelle Impulse“ zum

Nachdenken und zum Innehalten anregen.

Bis Ende Oktober laden Kurseelsorger und Pfarrer des Allgäuer Schroth-Heilbades

auch zweimal im Monat mittwochs zu spirituellen Wanderungen auf einem der Kapellenwege

ein. Termine und weitere Infos unter www.oberstaufen.de/atempausen.

Weitere Informationen: Oberstaufen Tourismus Marketing

Hugo-von-Königsegg-Str. 8 | 87534 Oberstaufen

Tel. 0 83 86 / 9 30 00 | info@oberstaufen.de | www.oberstaufen.de

EINFACH MAL

ABHÄNGEN

WWW. AQUARIA.DE

Griaß di’ Allgäu | 61


ALLGÄU TUT GUT | Alpzitt Chalets

Biberach

Mindelheim

WIE BEI MAMA AM TISCH

Iller Iller

Memmingen

Bad Wörishof

Zeit Sein

Ravensburg

zumLeutkirch

Leutkirch

Kaufbeu

Marktoberd

Kempten

Wangen

Isny

Atemlos ist das Leben in unserer modernen

Lindau

Zeit geworden. Umso wichtiger, sich zumindest

Bodensee

im Urlaub eine Insel der Ruhe zu suchen. Bregenz

Wir haben die Insel gefunden, wo die

Uhren scheinbar langsamer ticken als anderswo:

Dornbirn

das Dorf der Alpzitt Chalets in Burgberg.

Scheidegg

Oberstaufen

Iller Iller

Immenstadt

Oberstdorf

Burgberg

Sonthofen

Nesselwang

Tannheim

F

R

TEXT Isabelle Gassama | FOTOS Ulla Waelder

Feldkirch

Riezlern

Warth

Lech

62 | Griaß di’ Allgäu


Alpzitt Chalets | ALLGÄU TUT GUT

Meist tickt für viele Menschen die Uhr des Lebens

zu schnell. Im Chalet-Dorf in Burgberg scheint

das anders zu sein. Dort entdeckt der Besucher

eine eigene, eine beschauliche Welt, gelegen am

Fuße des Burgberger Hörnles, dessen Gipfelkreuz an diesem Tag

ein Sonnenstrahl aufleuchten lässt. Die Gesetze der Zeit scheinen

hier dem strengen Takt des Alltags zu entfliehen. Neun hölzerne

Hütten, die Chalets, versprühen den Charme des urigen Alplebens

hoch oben in den Bergen. Nicht umsonst tauften ihre Begründer

sie auf den Namen Alpzitt Chalets.

Zitt, also Zeit, so viel steht für die Inhaber Albert und Sonja

Gilb fest, wünsche sich jeder. Bleibt die entscheidende Frage:

Wofür? Die Antwort findet sich meist im Alltag. Arbeit von morgens

bis abends, kochen für die Kinder, Hausarbeit, Arztbesuche,

diverse Fahrten als „Eltern-Taxi“ zum Reiten, Musikunterricht

oder Fußballtraining. Abends fällt man geschafft ins Bett, um

am nächsten Tag wieder wie ein Hamster im Rad zu rotieren.

Ein überfüllter Terminkalender in einem getakteten Leben. Was

fehlt, ist Zeit füreinander, miteinander und für sich selbst.

Die Alpzitt Chalets sollen genau diesen Luxus bieten. Aber

weshalb nicht in einem Hotel? „Im eigenen kleinen Haus kommen

die Leute besser zur Ruhe“, ist die Einschätzung der dreifachen

Mutter Sonja Gilb. Das Chalet diene als Rückzugsort, an

dem man sich heimisch fühle, Zeit zum Sein habe. Gerade die

natürlichen Materialien, wie das rustikale Altholz, erden.

Wir fühlen dem Zauber der Chalets auf den Zahn und schauen

uns ungestört im Urlaubsdorf um – erzählen kann man schließlich

viel. Da ist ein Stauweiher, der Mühlweiher. Ein Schwan hält

auf seinem Wasser ein Schläfchen, den Kopf im Gefieder vergraben

und ohne zu bemerken, dass ein Strudel ihn sanft unablässig

im Kreis dreht. Einst trieb jenes Wasser das Rad einer Mühle an.

Später wurde aus der Mühle eine Sägemühle, die bis heute intakt,

aber außer Betrieb ist und unter Denkmalschutz steht. Ein Stück

Geschichte. Als Sägermeister und Schreinerin träumen Albert

und Sonja Gilb davon, die historische Sägemühle zu erhalten und

eine Schausäge daraus zu machen. Irgendwann.

Es riecht nach Holz

Im Innern des Chalets „Weißtanne“ riecht es intensiv nach Holz.

Kein Wunder, denn die Berghütte scheint aus kaum einem anderen

Material zu bestehen. Eine geschwungene Holztreppe führt

in den ersten Stock, direkt ins offene Elternschlafzimmer mit Zirbenbett.

Aufwachen mit Blick ins Dachgebälk. Wie damals auf

der Alpe.

Auch die steinernen Fliesen in Bad und Toilette fügen sich in

das rustikale Bild vom Leben am Berg ein. Zwar entschieden

sich die Gilbs für die Platten in Natursteinoptik primär aus visuellen

Gründen. Aber der Stein erinnert auch an das Erz, das

einst unweit von Burgberg am Grünten abgebaut wurde. Ein

Griaß di’ Allgäu | 63


ALLGÄU TUT GUT | Alpzitt Chalets

Kachelofen, wie er früher in keinem Haus fehlen durfte, soll

an besonders kühlen Sommerabenden für Behaglichkeit sorgen.

Zugegeben: Ein Großteil der Ausstattung hat nicht viel mit einer

klassischen Alpe gemein. Sie ist hochmodern: mehrere Flachbildfernseher,

Regendusche, eine eigene Sauna. Auch gekocht

werden muss nicht auf dem Gasherd. Das Zauberwort heißt Komfort.

Komfort allerdings, der nicht ausufert in Verschwendung.

Genuss ohne Überdruss

Alles Mögliche in den Frühstückskorb zu packen, ohne die

Vorlieben des Gastes zu kennen, kommt für Sonja Gilb nicht

infrage. Vielmehr soll der Inhalt genau auf die Bedürfnisse des

Gastes zugeschnitten sein. Neben dieser Individualität steht der

Frühstückskorb aber auch noch für ein anderes Motto: Genuss

ohne Überdruss. Was die Gilbs ihren Urlaubern bieten möchten,

sind wertige Lebensmittel. „Lieber zahle ich mehr für ein Kilo

Schinken und es ist ein Genuss“, ist die Inhaberin überzeugt.

Plastikverpackungen sucht man beim Frühstück vergeblich. Die

würden, abgesehen vom Umweltaspekt, in den Augen der Hausherrin

auch unappetitlich aussehen.

Ein Stück Idealismus steckt schon im Chaletdorf. Der altbewährte

Filterkaffee ersetzt in der Küchenausstattung der Alphütten

den trendigen, aber wenig nachhaltigen Kaffee aus der

Kapsel. Der Müll, den die Kapseln verursachen, passt einfach

nicht zu dem Apfelbaum in der Buind. Nanu? Dem aufmerksamen

Betrachter dürfte der knorrige Apfelbaum, der das Logo der

Alpzitt Chalets schmückt, aufgefallen sein. Ein Baum repräsentiert

ein Chaletdorf? „Der Sägemühle wegen wollten wir zuerst

ein klassisches Brett nehmen“, erläutert Albert Gilb. Das hätte

bildlich allerdings eher für einen Sägebetrieb gestanden. Der alte

Apfelbaum hingegen, wie er auf der Wiese jedes alten Hofes zu

finden ist, passe zum Leben auf der Alpe.

Und die Kaffeekapseln? Gefühlsmäßig passen sie nicht zum

Bild der Buind. Denn der knorrige, alte Apfelbaum steht wirklich

im Garten des Chaletdorfs. Dort können sich Gäste das frische

Obst direkt vom Ast brocken – ganz wie früher.

Im Huigarté, dem großen Herzstück des Urlauberdorfs,

herrscht eine heitere Stimmung. Man erzählt sich von den Erlebnissen

des Tages und lacht zusammen. Dort, im Huigarté, ist

der kulinarische Treffpunkt für Gäste. Mindestens zweimal in

der Woche können sie dort gemeinsam essen. Allerdings nicht à

la carte. Eine große geschmiedete Pfanne wird mitten auf dem

Tisch platziert, gefüllt mit Kässpätzle zum Beispiel. Dann schöpft

sich jeder, so viel er mag. „Uns geht es um das gemeinsame Essen,

wie damals bei Mama am Tisch“, erklärt Sonja Gilb.

Eine Zeit, die vielerorts vergessen scheint. Hier allerdings,

im Huigarté der Alpzitt Chalets, lebt sie wieder auf. Sich Zeit

zu nehmen, gehört dort nämlich zum Urlaubsprogramm. Denn:

Das Leben ist zu kurz für irgendwann.

64 | Griaß di’ Allgäu


ARTUS!

8. Juni – 18. August 2019

Aufstieg und Untergang des sagenhaften

Großkönigs von Britannien mitsamt

den Rittern der Tafelrunde und der

nebelumwobenen Insel von Avalon.

Vorverkaufsstellen

01806/570000

Kartenbüro Altusried

Tel. 08373/92200

www.allgäuer-freilichtbühne.de

Griaß di’ Allgäu | 65


Allgäu genießen

Wussten Sie, dass … der Vilsalpsee im Tannheimer Tal in einem Naturschutzgebiet liegt? Wer leise und

aufmerksam unterwegs ist, hat vielleicht das Glück, bedrohte Arten wie den Alpensalamander oder die

Erdkröte zu entdecken. Doch gerade zum Schutz selten gewordener Tiere sollte man sich nicht auf eigene

Faust fernab des Wegenetzes bewegen. Unweit vom westlichen Ufer des Vilsalpsees entfernt liegt die

Vilsalpe. Sie lädt mit herzhaften Brotzeiten und deftigen Suppen zum genussvollen Verweilen in Seenähe

ein. Wem anschließend der Bauch zu schwer zum Wandern geworden ist, kann entspannt mit dem Bimmelbähnchen

Alpenexpress fahren oder eine Pferdekutsche bestellen.

66 | Griaß di’ Allgäu


Griaß di’ Allgäu | 67

Foto: Dennis Siebert


68 | Griaß di’ Allgäu


Maestros am Herd | ALLGÄU GENIESSEN

GENERATIONEN-TREFF

Kulinarische

Revolution

Es müsse auch noch etwas anderes

geben als Kässpatzen und Krautkrapfen,

meinen Kai Schneller und Simon

Schlachter. Sie sind Maestros am Herd

und wollen Gourmets glücklich machen.

Der eine in Ofterschwang, der andere

am Falkenstein. Der eine ist ein alter

Hase, der andere ein Jungspund.

Die beiden verbindet vor allem die

Leidenschaft am Kochen.

TEXT Christian Schreiber | FOTOS Hermann Ernst

Kässpatzen, Kutteln, Küchle – die traditionelle Allgäuer

Küche ist eher etwas für ausgehungerte Wanderer

als für Genießer und Gourmets. Aber es tut

sich was. Kreative Köche wollen die Lust am feinen

Essen im Allgäu wecken – ohne Gänseleber und Hummer. Basis

bleibt die Heimat. Es geht nicht darum, Zwiebelrostbraten oder

Saibling von der Karte zu streichen, sondern Traditionelles neu

zu interpretieren.

Wer die Geschichte über die kleine Küchen-Revolution zwischen

Bodensee und Schloss Neuschwanstein erzählen will, sollte

auf diese beiden Allgäuer Köche blicken: Kai Schneller, der seit

10 Jahren mit seinem Restaurant „Silberdistel“ einen Michelin-

Stern hält und Simon Schlachter, der auf dem 1250 Meter hohen

Falkenstein für Furore sorgt und ebenfalls nach den Sternen greifen

will.

Es klingt wie in einem kitschigen Disney-Film, denn beide

hatten von Kindesbeinen an nur eines im Sinn: Kochen und die

Menschen mit ihrem Essen glücklich machen. Zwischen Schneller

und Schlachter liegen rund 30 Jahre, sie haben unterschiedliche

Ansichten und Ansätze und doch ein gemeinsames Ziel: Essen

zu einer sinnlichen Erfahrung und zum bleibenden Erlebnis im

Allgäu zu machen.

Sterne-Restaurants (jeweils ein Michelin-Stern)

· Silberdistel (Ofterschwang, Hotel Sonnenalp):

Mittwoch bis Samstag ab 18.30 Uhr.

Küchenchef: Kai Schneller

www.sonnenalp.de

· Kilian Stuba (Riezlern/Kleinwalsertal, Hotel Ifen):

Dienstag bis Samstag ab 18.30 Uhr.

Küchenchef: Sascha Kemmerer www.travelcharme.com

· Das Maximilians (Oberstdorf, Hotel Freiberg):

Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr.

Küchenchef: Tobias Eisele www.das-maximilians.de

· Ess Atelier Strauss (Oberstdorf, Hotel Löwen & Strauss):

Donnerstag bis Sonntag ab 18.30 Uhr.

Küchenchef: Peter A. Strauss www.oberstdorf-hotel.org

· Gams und Gloria (Schwangau, Hotel Das Rübezahl):

Freitag bis Dienstag, 18 bis 22 Uhr.

Küchenchef: Michael Bernhard. www.hotelruebezahl.de

Griaß di’ Allgäu | 69


ALLGÄU GENIESSEN | Maestros am Herd

Die Wiesen und Wälder im Allgä u sind treue und wichtige

Lieferanten für die Maestros am Herd.

Kai Schneller stellt ein Körbchen mit Bachminze, Wiesenschaumkraut

und Schafgarbe ab. Das Grünzeug wächst dort, wo

er arbeitet. Die Wiesen und Wälder rund um die „Silberdistel“

in Ofterschwang, die zum Hotel Sonnenalp gehört, sind treue

Lieferanten für den Sternekoch. Im Frühjahr kommen Kräuter

in sein Körbchen, im Herbst Steinpilze. So kurz kann er die Wege

für seine Produkte nicht immer halten. Aber: Das Allermeiste

wächst und lebt auf Feldern und Fluren zwischen

Südtirol und der Schweiz. Fische, die

bei ihm in der Pfanne landen und Fleisch, das

er im Ofen gart, kommen fast ausschließlich

aus dem Alpenraum.

„Aus Saibling oder Huchen etwas Gutes zu

machen, ist eine größere Herausforderung als aus Hummer“, sagt

Schneller, der nur noch wenige klassische Luxusprodukte auf der

Karte hat. „Ohne Kaviar geht es nicht.“ Der stammt aber aus einer

Stör-Zucht in Salzburg. Dazu passt die bayerische Garnele,

die tatsächlich nie in einem Meer, sondern in einem Salzwasser-

Pool bei Landshut geschwommen ist.

Schneller wurde 1964 in Bad Hindelang geboren. Als kleiner

Junge durfte er den Vater ins Gasthaus „Zum letzten Heller“

begleiten. Er starrte fasziniert dorthin, wo das Essen rauskam.

„Hinter der Küchentüre war Lärm und Feuer. Da war das Leben.

„Hinter der Küchentüre

war das Leben.

Und da wollte ich hin.“

Und da wollte ich hin.“ Er startete eine Kochlehre im Hotel

Prinz-Luitpold-Bad in seiner Heimatgemeinde. Es folgten einige

Stationen in Gourmet-Küchen in Bayern und der Schweiz, ehe

er im Jahr 2000 in die Silberdistel wechselte. Obwohl er dort

zum 10. Mal einen Michelin-Stern verteidigte, hat er sich seine

Allgäuer Tugenden bewahrt: Schneller strahlt Gelassenheit aus,

und so geht es auch in seiner Küche ruhig zu. Scharfe Ansagen

vom Chef müssen mal sein, sind aber verhältnismäßig

selten. Der Hindelanger hat einen

feinen Humor und pflegt einen freundlichen

Umgang mit Mitmenschen und Mitarbeitern.

Er sieht sich als Dienstleister und nicht

als Küchenstar mit Stern.

Das gehört zu seinem Erfolgsrezept, das ihn zum Aushängeschild

der Allgäuer Hoch-Küche gemacht hat. Aber natürlich

liegt es in erster Linie an der schnörkellosen, äußerst kreativen

Arbeit am Herd, mit der Schneller die Kritiker jedes Jahr aufs

Neue überzeugt. Auf der Suche nach dem saftigsten Rind, dem

zartesten Lamm und dem edelsten Saibling reist er durch die Alpenländer

und kombiniert die Produkte auf überraschende Weise.

Auf den Teller kommt der Jungholzer Ochs mit Hefebuchtel

und Buttermilchbruch. Das Wiggensbacher Lamm veredelt er

mit Züngerlvinaigrette und Holzkohlen-Gnocchi, denn: „Der

70 | Griaß di’ Allgäu


Maestros am Herd | ALLGÄU GENIESSEN

Denn zu einem anspruchsvollen und kreativen Menü

gehören auch entsprechende Kräuter.

Gast muss einmal mit der Gabel durch den Teller fahren und beim

Runterschlucken muss es wumm machen.“ Ein viergängiges Menü

kostet am Ende knapp 100 Euro. Schneller weiß, dass das viel

Geld für ein Essen ist. Aber in seinen Augen sollte die Gourmet-

Küche ein Ausrufezeichen setzen, demonstrieren, was mit regionalen

Produkten möglich ist und andere Gasthäuser, Restaurants

und Köche zum Nach- und Umdenken anregen. „Kässpatzen-

Krautkrapfen-Einerlei“, meint er, „muss ein Ende haben.“

Schneller plädiert dafür, dass die etablierten, erfolgreichen Köche

ihr „gastronomisches Kirchturmdenken“ beenden und mit

Freude Rezepte weitergeben. Er wünscht sich faire Arbeitgeber

und Küchenchefs, damit Nachwuchskräfte am Herd nicht verbrannt

werden. „Junge, kreative Köpfe tun uns im Allgäu gut.“

Damit gibt er den (Rühr-)Stab direkt an Simon Schlachter

weiter. Der 26-Jährige strebt ebenfalls nach einer Michelin-Auszeichnung

– und zwar auf eine neue, junge, freche Art. Er kocht

im Burghotel Falkenstein, das auf 1250 Metern liegt. Bei ihm

gibt es weder gestärkte Tischdecken noch steife Etikette. Es ist

schlicht und ergreifend die Gourmet-Revolution, die der junge

Koch im Allgäu plant. Er hat zwar in seinen zehn Wanderjahren

in verschiedenen Sterne-Restaurants gelernt, wie man die Teller

mit edelsten Produkten bestückt, und alles millimetergenau anrichtet.

Aber genau das will Schlachter durchbrechen: „Das kann

man anders machen, und es gibt Beispiele, dass es funktioniert.“

Er verzichtet bewusst auf einen Sommelier, wählt die Weine

selbst aus und konzentriert sich auf neue Tendenzen: „Saftreise

statt Weinreise – es muss ohnehin immer einer mit dem Auto fahren.“

Die Menüfolge in Form von Vorspeise, Zwischengericht,

Hauptgang und Nachtisch bleibt, aber Schlachter, der das Burghotel

gerade im großen Stil umgebaut hat, strebt ein „Sharing-

Konzept“ an, bei dem jeder Gang in Häppchen und Gläschenform

daherkommt. Das sorge für Kommunikation, glaubt er. Auf

Allgäuer Hoch-Küche

· Pavo (Pfronten, Burghotel Falkenstein): Seit Mai sind die Türen

nach einem Umbau im PAVO wieder geöffnet – von Donnerstag

bis Sonntag. Ruhetage: Montag bis Mittwoch. Küchenchef:

Simon Schlachter. www.burghotel-falkenstein.de

· Restaurant Schlossanger Alp (Pfronten): täglich von

12 bis 14 und von 18.30 bis 21 Uhr. Küchenchef:

Barbara Schlachter-Ebert. www.schlossanger.de

Griaß di’ Allgäu | 71


ALLGÄU GENIESSEN | Maestros am Herd

72 | Griaß di’ Allgäu


Maestros am Herd | ALLGÄU GENIESSEN

einen ausgefallenen Tomatensalat kann ein Rindfleisch-

Gang folgen. Der besteht bei Schlachter aus Braten-, Schmorstücken

und Innereien. Die Zwiebeln klatscht er nicht einfach auf

den Rostbraten oben drauf, sondern serviert sie in mehrfacher

Ausführung: geschmort, geröstet, gegrillt, als Creme.

Als Beilagen reicht der Pfrontener zum Beispiel Bratkartoffeln

2.0. Sehen aus wie viereckige Kroketten, schmecken aber wie

Kartoffeln aus der Pfanne. Auch Klassiker

wie Krautkrapfen („Wer kocht heute noch

so was?“) sollen bei ihm die Wiederauferstehung

feiern. Natürlich auch neu interpretiert

und auf überraschende Weise kombiniert.

Seine erfolgsversprechenden Ansätze laufen

unter dem Motto „Allgäu trifft Asien“. Mehr als zehn Wochen

war er in Fernost unterwegs, um neue Inspiration zu bekommen.

Er hat festgestellt, dass wir in Deutschland „geschmacklich hinterherhinken“.

Vor allem in Sachen Gewürze wäre aus seiner Sicht noch viel

möglich. Ihm ist aber klar, dass er dosiert vorgehen muss. Denn

mit seinen erst 26 Jahren hat er nicht nur beachtliche elf Jahre

Küchen-Erfahrung, sondern auch eine ganz feine Menschenkenntnis.

Man darf nicht vergessen, dass er als Jungspund im

heimischen Betrieb zum Küchenchef avancierte, wo er auf ein

eingespieltes Team traf.

„Wir hinken

in Deutschland

geschmacklich hinterher.“

Schlachter besitzt die Fähigkeit, Leute hinter sich zu bringen

und zu motivieren. Mit ihnen einen neuen, ausgefallenen, risikobehafteten

Weg zu gehen. Seine Eltern, die das Haus vor 30 Jahren

gekauft haben, geben ihm dabei alle Freiheiten. Sie wissen,

wie zielstrebig ihr Sohn ist und dass er Kochen als seine Lebensaufgabe

versteht. Schon als kleiner Junge stellte sich Schlachter

auf die geöffnete Ofenklappe, damit er im Topf auf dem Herd

rühren konnte.

Die Küche des Burghotels gilt schon lange

als experimentierfreudig und niveauvoll, die

Krönung will der junge Chefkoch aber ohne

Kaviar, Hummer und Entenstopfleber schaffen.

Der Star eines Gangs kann auch mal rote

Beete sein. Schlachter holt sich leckere Produkte und Zutaten aus

der Heimat und aus den Alpen, will aber keine Kompromisse eingehen.

Vor allem in Sachen Fisch könne er nicht ausschließlich

regional denken: „Ich will auch etwas aus dem Atlantik.“

Mit bayerischen Rindern ist er auch nicht glücklich: „Besser

ein richtiges US-Beef. Für einen normalen Zwiebelrostbraten

kommt keiner zu mir herauf.“ Die Anfahrt zum Burghotel ist tatsächlich

eine kleine Hürde. Eine steile, schmale Straße schlängelt

sich durch den Wald. In Schlachters Restaurant thront der Gast

dann allerdings 400 Meter über Pfronten. Wenn das mal keine

Allgäuer Hoch-Küche ist.

Griaß di’ Allgäu | 73


NA DANN, CHEERS!

Der Gin des Lebens

Grafik: AdobeStock, anna42f

74 | Griaß di’ Allgäu


Donau

Günzburg

Zusam

Genuss-Akademie | ALLGÄU TUT GUT

Ulm

Augsburg

Senden

Kammel

Königsbrunn

Illertissen

Günz

Krumbach

Mindel

Schwabmünchen

Lech

Wertach

Biberach

Mindelheim

Landsberg

am Lech

Buchloe

Iller

Memmingen

Bad Wörishofen

Kaufbeuren

Leutkirch

Schongau

Ravensburg

Marktoberdorf

Kempten

Wangen

Isny

Lechbruck

Bodensee

ldkirch

Lindau

In Vils, gleich an der Deutsch-

Österreichischen Scheidegg Grenze, hat

Braumeister Oberstaufen Andreas Immenstadt Heiß

eine Genuss-Akademie Sonthofen

Tirol eröffnet. Dort können

Interessierte in die Welt

Oberstdorf

von Bier, Whisky, Gin und Rum

eintauchen. Entweder mit einem

Riezlern

fach kundigen Tasting oder wenn sie

selbst zum Braumeister und Schnapsbrenner

werden wollen. Unser Autor

Warth

ist eingetaucht in die Welt des

Gin-Destillierens.

Bregenz

Dornbirn

TEXT & FOTOS Christian Mörken

Iller

Lech

Nesselwang

Tannheim

London im Jahr 1803: Ein Mann mit

fleckigem Rock, ausgetretenen

Füssen

Schuhen und einem verbeulten

Zylinder läuft nachts durch eine

Vils

Straße im Eastend. Nebelschwaden wabern

über dem Kopfsteinpflaster, aus einem Pub

Reutte

klingt Gesang und von irgendwo hört man

das Bellen eines Hundes. Der Mann schaut

sich um. Als er sich sicher ist, dass ihm niemand

folgt, macht er zwei Schritte auf ein Haus zu. Vor

einer niedrigen Holztür

Ehrwald

bleibt er stehen. In der Mitte der

Holztür befindet sich eine Holzfigur – eine schwarze Katze.

Der Mann zieht ein Pennystück aus der Hosentasche und wirft

Nassenreith

es in einen Schlitz unterhalb des Mauls der Katzenfigur. Dann

holt er eine Flasche aus seiner linken Rocktasche und hält diese

unter die linke Pfote der Holzfigur. Kurz darauf hört man eine

Imst

Flüssigkeit in die Flasche gluckern. Sobald die Flasche gefüllt

ist, lässt der Mann sie wieder in seinem Rock verschwinden und

stapft eiligen Schrittes in die Dunkelheit der nächsten Gasse.

„Und deshalb heißt dieser Gin Old Tom Gin“, erklärt Andreas

Heiß, Dipl. Ingenieur für Brauwesen und Sommelier. „Der

schwarze Kater, auf Englisch Tomcat, als Zeichen für Orte,

Forggensee

Griaß di’ Allgäu | 75


ALLGÄU TUT GUT | Genuss-Akademie

an denen illegal Gin verkauft wurde, gab diesem

Gin seinen Namen.“ Vor Andreas Heiß sitzen knapp

20 überwiegend männliche Zuhörer und nicken

interessiert. In der letzten Stunde hat er

sie in die Welt des Gins eintauchen

lassen. Angefangen mit der

Erfindung der klaren Spirituose

„ Der schwarze

Kater als Zeichen

für illegale

Brennereien.“

in den Niederlanden, bis zum

Verbot des Gin-Destillierens

in Großbritannien, weil

die beliebte Spirituose zum

Problem geworden war. In der

Folge entstanden überall im

Königreich illegale Destillen,

die als Erkennungszeichen den

Schwarzen Kater wählten.

Würde Andreas Heiß seine Genussakademie

in Deutschland betreiben,

bräuchte er wahrscheinlich auch einen

schwarzen Kater an seiner Tür, denn das

Brennen und Destillieren von Schnäpsen

ist in Deutschland gesetzlich stark reglementiert.

In Österreich hingegen sind die Rahmenbedingungen

etwas großzügiger. Deshalb entschloss sich der Pfrontener vor

einigen Jahren, den Schritt über die Grenze zu wagen und seine

Akademie im Grenzort Vils zu eröffnen. Hier kann er neben

Gin, Whisky- und Rumverköstigungen auch Seminare anbieten,

bei denen die Teilnehmer ihr eigenes Bier brauen, Whisky oder

Schnaps brennen und Gin destillieren können. Die Teilnehmer

erfahren ganz direkt, wie es ist, eine Spirituose herzustellen – und

das in angemessener Umgebung.

Alles an der Einrichtung erinnert an klassische, englische Salons.

Mit dunklem Holz vertäfelte Wände, Ledermöbel, indirektes

Licht und scheinbar endlose Regale voller Gin-, Whisky-, Rumund

Schnapsflaschen aus aller Welt. Auf den Tischen stehen

kupferne Destillen, für jeden Teilnehmer eine eigene.

Keiner im Raum kann es erwarten, endlich selbst Hand anzulegen

und den eigenen Gin zu destillieren. Doch bevor es soweit

ist, bittet Andreas Heiß alle Teilnehmer an die große Bar. Mit

dem gerade Erlernten sollen wir uns nun für einen Gin entscheiden.

Ob London Dry Gin, Dry Gin, Old Tom oder Plymouth

Gin – aus jedem dieser vier Grundtypen mixt uns Heiß einen

Gin Tonic. Dabei hat er nicht nur zahlreiche verschiedene Gin-

Marken zur Verfügung, sondern auch verschiedene Tonics, die

76 | Griaß di’ Allgäu


Genuss-Akademie | ALLGÄU TUT GUT

Grafiken: AdobeStock, Maria.Epine

jeweils optimal zu den verschiedenen Gins passen. Dann geht es

endlich los. Die Teilnehmer greifen zu einfachen Papptellern und

schreiten durch den Raum, in dem Andreas Heiß zahlreiche verschiedene

Kräuter, Gewürze und verschiedenes Obst bereitgestellt

hat. Diese „Botanicals“, wie sie in der Fachsprache heißen,

bestimmen den Charakter eines Gins. Grundlage ist immer der

Wacholder.

Dazu können dann nach Belieben Kardamom, Hibiskus,

Koriander, Sternanis, Lavendel, Vanille, Ingwer, Orangen,

Limonen etc. hinzugefügt werden. Erlaubt ist, was schmeckt.

Der beliebte Gin „Monkey 47“ verdankt seinen Namen zum

Beispiel den 47 Botanicals, die in ihm stecken.

Kaum haben alle ihre Mischung gefunden, befüllen die Teilnehmer

die kleine Destille mit 20%igem Alkohol. Über diesen

wird anschließend der Aromakorb mit den Botanicals gehängt

und der Deckel mit dem gewundenen Röhrchen aufgesetzt. Zuletzt

zünden alle den Brenner unterhalb der Destille an.

Nun heißt es warten. Kaum ist der Alkohol heiß genug,

verdampft er durch den Aromakorb und gelangt in das

Röhrchen, das außerhalb der Destille spiralförmig nach unten

führt. Dabei kühlt sich der Alkohol ab und tropft langsam in den

bereitgestellten Becher.

Andreas Heiß fordert die Teilnehmer auf, mit einem kleinen

Löffel immer mal wieder einige der Tropfen zu probieren. Erst

jetzt wird manchem bewusst, wie faszinierend das Destillieren

ist. Denn von Minute zu Minute ändert sich das Aroma. Dringen

zunächst die starken Zitrusaromen durch, schmeckt man kurz

darauf die Fichten- oder Vanillearomen oder was man sonst noch

in seinem Aromakorb kombiniert hat.

Am Ende hat jeder einen kleinen Blechbecher voll mit Gin.

Zum Trinken ist dieser aber noch zu stark. Andreas Heiß

zeigt deshalb, wie man die benötigte

Menge Wasser kalkuliert, die man

dem Gin zufügen muss, um auf

die 40 % Alkoholgehalt zu

kommen.

Wer anschließend möchte,

kann seinen Gin mit Zucker

süßen oder auch mit

Lebensmittelfarbe färben

– den Möglichkeiten sind

keine Grenzen gesetzt.

Doch die meisten Teilnehmer

sind schon wieder dabei,

ihre Botanicals für die nächste

Destillation auszusuchen. Denn

eines ist nun jedem Teilnehmer klar:

Die Geschmacksvariationen des Gins sind fast

unendlich. Das macht ihn wahrscheinlich bis

heute so beliebt.

„Ihr könnt gerne

mit einem kleinen

Löffel probieren.“

Beste Qualität

ist für uns ganz

natürlich

KÖSTLICHE

VIELFALT

Qualität und Frische des Rohstoffs Milch werden in der

Produktion der Allgäu Milch Käse eG groß geschrieben.

In Sachen Qualität und Reinheit sind die

Produkte der Allgäu Milch Käse eG immer

erstklassig. Von der Milcherzeugung über

die Produktion und Reifung bis hin zum Verpacken

unterliegen wir strengsten Kontrollen

und erfüllen sämtliche an uns gestellte

Anforderungen – und das schmeckt man!

Allgäu Milch Käse eG

Landstraße 41

87452 Kimratshofen

***

Telefon +49 (0) 8373 9801 – 0

Fax +49 (0) 8373 9801 – 25

***

Griaß

info@allmikaes.de

di’ Allgäu | 77

www.allmikaes.de


Foto (See): stock.adobe.com, Jacob Lund Photography | Foto (Carina): Alissa von Schmidsfeld

Carinas Picknick-Tipps

TITEL | Neuschwanstein

NAUS AN

See

Was gibt es Schöneres? Die Sonne lacht,

man genießt ein paar freie Stunden

und fährt bei traumhaftem Sommerwetter

„naus an See“. Fehlt nur eines: was Leckeres

für den kleinen Hunger zwischen Spaß,

Glück-im-Bauch und Faulsein. :)

Hier ein paar einfache Picknick-Rezepte:

PS: Alle Rezepte (bis auf den Sprizzer)

lassen sich wunderbar am Vortag vorbereiten.

Gemüse -

78 | Griaß di’ Allgäu

OFEN-

• Das Gemüse in grobe Stücke

schneiden und auf einem

Backblech verteilen.

• Feta darüber bröseln,

Rosmarin- und Thymianzweige

darauf legen, dann alles mit

Olivenöl beträufeln und würzen.

• Das Blech bei 220 Grad in den

vorgeheizten Ofen (Heißluft)

schieben und so lange dort

lassen, bis das Gemüse eine

bräunliche Grilloptik bekommt.

• Nun noch das Dressing

zubereiten: Olivenöl, Balsamico,

Zitronensaft, Basilikum, Schnittlauch

und etwas Salz/Pfeffer

mit dem Gemüse vermengen

uuuund

FERTIG!

SALAT

• Zucchini

• Paprika gelb + orange

• 4 Kartoffeln (vorwiegend festkochend)

• 1 Süßkartoffel

• ein paar kleine Tomaten

• frische Gewürze (z.B. Rosmarin,

Thymian, Basilikum, Schnittlauch)

• Olivenöl und Balsamico

• Kreuzkümmel, Paprika,

Salz, Pfeffer

• etwas Zitronensaft

• Feta

ein

DAZU:

grüner

Salat

(Dressing z.B.

im Marmeladenglas

transportieren)

Ich wünsche

euch allen

einen gar

wundervoll tollen

Sommer

Bleibt gesund!

Eure Carina


Ein

Oliven

Glas

Peperoni

und ein paar

oder Ähnliches

Tomate -

MOZZARELLA-

BRÖTCHEN

Einfach

ABKÜHLEN

lassen und

einpacken!

Neuschwanstein | TITEL

• Ciabatta (vom Vortag,

damit es nicht mehr so knusprig

ist; oder die Aufback-Variante)

• Mozzarella (in Scheiben)

• Tomaten (in Scheiben)

• Basilikumpesto

• Kräutersalz + Bruschettagewürz

oder Tomate-

Mozzarella-Gewürz

• Das Ciabatta in ca. 8 cm

breite Stücke schneiden und

jeweils längs halbieren

• Jedes Stück mit Pesto

bestreichen, erst mit Tomaten,

dann mit Mozzarella belegen

und zum Schluss würzen

• Im 200 Grad heißen Ofen

(Heißluft) überbacken,

bis es optisch schön ist :)

Lemon -

SPRIZZER

Prosecco • Limoncello • Mineralwasser

Zitronenscheiben • evtl. ein Zitronenblatt

Prosecco, Likör und Wasser in eine mit

Kühlakkus befüllte Kühltasche und los geht´s!

Gläser nicht vergessen :)

Am See: Prosecco, ein Stamperl Limoncello

und ein Schuss Mineralwasser in ein Glas füllen

und mit Zitronenscheibe und Zitronenblatt

dekorieren.

PROOSCHT!

Zitronen -

WÜRFEL

• 350 g Butter

• 200 g Zucker

• 1 Päckchen Vanillezucker

• 6 Eier

• Schale von 2 Zitronen

• 350 g Mehl

• 3 Teelöffel Backpulver

• Puderzucker

• Zitronensaft

TIPP:

Blech mit

Backpapier auslegen,

um das Einfetten

zu umgehen

DEKO:

Zitronenmelisse-

Blatt

• Butter, Zucker, Vanillezucker

und Eier schaumig schlagen.

• Zitronenschale, Mehl und

Backpulver unterrühren,

bis ein glatter Teig entsteht.

• Den Teig auf ein hohes

Backblech geben und bei

160 bis 180 Grad (Heißluft)

ca. 20 Minuten backen.

• Sobald der Kuchen

abgekühlt ist: Eine Glasur

aus Puderzucker und

Zitronensaft anrühren und

den Kuchen bestreichen.

• Sobald die Glasur fest ist:

Den Kuchen in Würfel

schneiden und fürs

See-Picknick einpacken.

Griaß di’ Allgäu | 79


Relaxen oder

Sport treiben

Ein Ort zum Relaxen gefällig – und dazu noch mit einer

beinahe schon südländischen Atmosphäre? Dann ist der

Hopfensee im Ostallgäu das richtige Ausflugsziel. Gleichwohl

kann man dort auch aktiv sein. Segeln, Windsurfen

und Kitesurfen, Ruder- und Tretbootfahren: alles kein

Problem an der „Schwäbischen Riviera“.

Über das

Wasser fegen

Adrenalin pur verspricht der Inselsee Allgäu in Blaichach. Dort

können sich Sportliche und Mutige auf Wasserskiern oder

Wakeboard an drei Anlagen austoben. Gut zu wissen: Helm,

Schwimmweste sowie Wasserski können kostenlos ausgeliehen

werden. In Anfängerkursen erlernen Einsteiger die wichtigsten

Grundkenntnisse für mehr Sicherheit auf dem Wasser.

www.inselsee-allgaeu.de

ANZEIGE

Mit einer der größten barocken

Klosteranlagen in Deutschland ist

Ottobeuren ein Juwel an der Oberschwäbischen

Barockstraße.

Natur genießen: Kneipp-Aktiv-Park,

Pilgerwege und Wiesengänger-Route

Basilika Ottobeuren: Eine der schönsten

Barockkirchen in Deutschland

Direkt unterhalb der Basilika liegt

das Museum für zeitgenössische

Kunst.

Der Ferienort Ottobeuren ist ein hervorragender

Ausgangspunkt, um die erholsame Natur und

geschichtsträchtige Stätten im Allgäuer Voralpenland

zu entdecken. Geprägt ist der Ort von der

eindrucksvollen, im 8. Jahrhundert gegründeten

Benediktinerabtei und von Pfarrer Sebastian

Kneipp, der nahe Ottobeuren geboren wurde.

70 Jahre Ottobeurer Konzerte

Klassik-Konzerte von Mai bis September

Anton Bruckner: „Symphonie Nr. 7“ E-Dur

So., 30. Juni, 15 Uhr, Basilika

Georg Friedrich Händel: „Der Messias“

„70 Jahre Ottobeurer Basilikakonzerte 1949 – 2019“

So., 21. Juli, 15 Uhr, Basilika

Giacomo Puccini: „Messa di Gloria“

Giuseppe Verdi: Quattro Pezzi Sacri“

So., 22. September, 15 Uhr, Basilika

Kaisersaalkonzerte 2019: 1. Juni bis 21. September

Museum für zeitgenössische Kunst –

Diether Kunerth

Wechselnde Ausstellungen mit Werken von Diether Kunerth

sowie namhafter Künstler aus dem In- und Ausland

18. Mai bis 11. August: Ausstellung

„Et in arcadia ego“ mit Markus Lüpertz

18. Mai: Markus Lüpertz liest aus seinem szenischen

Traktat „MichaelEngel”.

24. August 2019 bis 6. Januar 2020: Ausstellung

„Allgäu“ mit Friedrich Hechelmann & Philipp

Reisacher & Diether Kunerth.

Touristikamt Kur & Kultur | Marktplatz 14 | 87724 Ottobeuren | Tel. 0 83 32 / 92 19 50 | Fax 0 83 32 / 92 19 92 | Email touristikamt@ottobeuren.de | www.ottobeuren.de


ANZEIGE

LERCH GENUSS

Familiär und verlässlich

Ein Familienunternehmen mit großem Pioniergeist blickt gerne über den

Tellerrand hinaus. Das Wichtigste: ualität und die Zufriedenheit der Gäste.

PARKHOTEL JORDANBAD ****

Das 4-Sterne Parkhotel Jordanbad in Biberach

blickt auf eine lange Geschichte

zurück. Die ehemalige Kuranstalt hat

sich in ein Wellness- und Tagungshotel

verwandelt, das trotz seiner Größe

mit 121 Zimmern nichts an familiärer

Gastlichkeit einbüßt. Sport- und Naturliebhaber

finden beste Bedingungen und

Erholungssuchende Entspannung in der

Jordanbad-Therme, die man über einen

beheizten Bademantelgang vom Hotel erreicht.

Ein ganzheitliches Massageangebot

und pflegende Beauty-Anwendungen im

hoteleigenen ParkSPA sowie großzügige

Ruheräume und Infrarot-Wärmeinseln

tragen zur erfolgreichen Entspannung bei.

Abends schlemmt man in einem der beiden

Hotelrestaurants, die heimische Erzeugnisse

servieren.

Im historischen Weinkeller lagern über

400 Weine führender Winzer, sodass auch

hier für jeden Geschmack ein passender

gefunden werden sollte.

PANORAMAHOTEL OBERJOCH **** S

Authentisch, zeitlos und ohne Schnickschnack

– so präsentiert sich das 4-Sterne-

Superior Panoramahotel Oberjoch. Die

zurückhaltende Gestaltung mit hellem

Holz, edlen Naturtönen und Filz lässt

genügend Raum für den grandiosen Ausblick,

mit dem die Gäste verwöhnt werden.

114 moderne und gemütliche Zimmer

und Suiten sind ein idealer Ausgangspunkt

für alle Wellness- und Naturliebhaber.

Das Herzstück des familiengeführten

Hauses ist der 3000 m² große Alpin-SPA,

der durch riesige Fensterfronten mit der

Natur verbunden wird. Alle Anwendungen

schöpfen dabei aus den vier Kraftquellen

Feuer, Erde, Wasser und Luft.

Gesund und heimatverbunden geht es

auch in den verschiedenen Küchen des

Hauses zu, in denen Bio-ualität oberstes

Gebot ist. Im „Panoramarestaurant“ kredenzt

man ein 5-Gänge-Menü nach Wahl,

feiert Motto-Abende und einmal im Monat

eine Küchenparty.

DAS WEITBLICK ALLGÄU ****

Seit August 2018 ist das 4-Sterne Tagungsund

Wellnesshotel eine Bereicherung für

die Hotellandschaft im idyllischen Städtchen

Marktoberdorf. Top modern, lässig

und unkompliziert kommt es daher. Jedes

der 98 Zimmer und Suiten hat einen Südbalkon

mit Panoramablick in Richtung

Berge und überzeugt mit reduziertem und

dennoch gemütlichem Interieur. Und auch

die kulinarische Verwöhnung kommt

nicht zu kurz. Im À-la-carte-Restaurant

„Weitblick“ werden regionale Spezialitäten

sowie international angehauchte

Gerichte serviert, während die „Fräulein

Lecker World“ sich auf das Beste aus aller

Herren Länder samt passendem Wein konzentriert.

Ein weiteres Highlight ist die

Sky Bar im 3. Obergeschoss mit Dachterrasse.

Der Hot SPA Wellnessbereich mit

Außenpool, diversen Saunen, erholsamen

Anwendungen und Fitnessbereich sorgt

auf 2000 m² für körperliches Wohlbefinden.

LERCH GMBH | PARKHOTEL JORDANBAD

Jordanbad 7 l 88400 Biberach

Telefon 0 73 51 / 3 43-3 00

hotel@jordanbad-parkhotel.de

www.jordanbad-parkhotel.de

PANORAMAHOTEL OBERJOCH GMBH

Paßstr. 41 l 87541 Bad Hindelang l Oberjoch

Telefon 0 83 24 / 93 33-0

info@panoramahotel-oberjoch.de

www.panoramahotel-oberjoch.de

DAS WEITBLICK ALLGÄU

Schongauer Str. 48 l 87616 Marktoberdorf

Telefon 0 8342 / 41 01-0

info@weitblick-allgaeu.de

www.weitblick-allgaeu.de

Griaß di’ Allgäu | 81


ALLGÄU GENIESSEN | Allgäuer Brauhaus

Harmonisch

&

KÜHL

frisch

1394

Es gibt den ersten

urkundlichen Nachweis, und

in den Stadtarchiven wird die Stiftsbrauerei

erstmals erwähnt.

1556 Das „Wirtshaus hinterm Berg

naechst beim Stüft“ wird erstmals urkundlich

erwähnt. Noch heute ist der

Brauereiausschank „Zum Stift“

vom Allgäuer Brauhaus erstes

Haus am Platz.

1911

Die Gründung der

Allgäuer Brauhaus AG durch

August Weixler wird am 28. Januar in

das Aktienregister eingetragen.

1950er Die Geburtsstunde des

Allgäuer Büble Biers.

2004 Das Allgäuer Brauhaus feiert Eröffnung

der neuen Braustätte in Marktoberdorf

(Ortsteil Leuterschach). Verwaltung

und Vertrieb bleiben weiterhin in

Kempten.

82 | Griaß di’ Allgäu


Allgäuer Brauhaus | ALLGÄU GENIESSEN

2011 In Verpflichtung

einer über 600-jährigen

Brautradition braut das Brauhaus

ein Bier wie zu Gründerzeiten – das

Allgäuer Brauhaus Original.

2019 Gefeiert wird 625 Jahre

Brautradition aus Kempten.

Eine der ältesten Brauereien feiert: Das Allgäuer Brauhaus,

erstmals urkundlich 1394 erwähnt, wird 625 Jahre alt. Was zum

Geburtstag geplant ist, wie wichtig Tradition ist, was ein gutes

Bier ausmacht? Vorstand Heinz Christ gibt die Antworten.

INTERVIEW Freddy Schissler

Sie sind passionierter Biertrinker – richtig?

Heinz Christ: Natürlich verkoste ich unsere Biere

hin und wieder professionell mit unseren Braumeistern.

Das ist aber richtige Arbeit und hat mit

einem Feierabendbier wenig gemein. Das aber genieße

ich dann gerne.

Nennen Sie fünf Adjektive, die ein gutes Bier ausmachen.

Christ: Genussvoll, charakterstark, harmonisch, kühl, frisch.

und Supermärkten beim Kauf eines Kastens aus unserem Sortiment

gratis dazugibt, so lange der Vorrat reicht. Das Besondere:

Der Jubiläumstaler lässt sich bei 100 teilnehmenden Partnern

in der Gastronomie gegen ein 0,5 Liter Allgäuer Brauhaus Bier

einlösen – und das bis Jahresende. Bierkenner können Nostalgieschilder

auf unserer Jubiläumsseite im Internet gewinnen. Ein

Höhepunkt wird zudem unser Jubiläumskonzert im September

sein. Wir haben eine tolle Band engagiert – mehr will ich noch

nicht verraten. Nur so viel: Karten dafür gibt‘s nur zu gewinnen.

Fotos & Repro: Ralf Lienert

Das Allgäuer Brauhaus feiert Jubiläum – welche Stärken sind

notwendig, um sich so lange auf dem Biermarkt zu behaupten?

Christ: Ein Pauschalrezept gibt es nicht. Erfolg ist immer das

Ergebnis vieler Faktoren. Sicher ist: Jede Generation musste mit

ihrer Zeit gehen. Denn die Wünsche der Konsumenten ändern

sich. Früher wurde Bier zum Beispiel in offenen Krügen ausgeschenkt,

Flaschenbiere gab es noch nicht. Verkauft wurde das Bier

auch nur rund um den Schornstein der jeweiligen Brauerei, erst

im Laufe der Zeit entstand die Belieferung. Oder nehmen wir

die Verkaufsstellen: Das Bier holte man direkt bei der Brauerei,

vielleicht noch beim Wirt in der Nachbarschaft. Inzwischen gibt

es Getränkemärkte, Tankstellen oder auch Lieferdienste. Doch

eines bleibt: Die Mitarbeiter sind das Wichtigste. So wie unsere

rund 130 Brauhäusler: Mit Leidenschaft und Herzblut sind sie

tagtäglich bei der Sache.

Welche Jubiläums-Aktionen gibt es?

Christ: Wir haben eine eigene Währung eingeführt: den Allgäuer

Brauhaus Jubiläumstaler, den es in den beteiligten Getränke-

Wie wichtig sind für Sie Begriffe wie Tradition und Jubiläum?

Heinz Christ: Eine große Historie alleine ist noch kein Garant

für eine ebensolche Zukunft. So dürfen wir zwar stolz auf unsere

625-jährige Tradition sein – damit sind wir eine der ältesten

Brauereien in Deutschland. Doch darauf dürfen wir uns keinesfalls

ausruhen. Denn unser Jubiläum können wir nur feiern, weil Generationen

das Allgäuer Brauhaus mit großem Engagement und

vorausschauendem Blick zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Verantwortung und Verpflichtung ist es, diesen Weg fortzusetzen.

Wie wichtig ist für Sie der Begriff Heimat?

Heinz Christ: Unser Allgäuer Brauhaus trägt seine Heimat bewusst

nicht nur im Namen. Wir sind auch in der Region vielfältig

engagiert, auf Veranstaltungen, im Brauchtum und im Sport,

genauso wie in der Gastronomie. Und wir bleiben unseren Wurzeln

treu: Unseren Stammsitz haben wir in Kempten, direkt über

der historischen Fasshalle, während wir in unserer hochmodernen

Braustätte in Marktoberdorf brauen, in Fässer und Flaschen

abfüllen sowie von dort ausliefern.

Griaß di’ Allgäu | 83


Foto: Alexander Fuchs

84 | Griaß di’ Allgäu


Allgäu entdecken

Wussten Sie, dass … auf diesem stimmungsvollen Bild gerade der untere Gaisalpsee am Fuße des

Rubihorns von den letzten Sonnenstrahlen sanft in den Schlaf gewiegt wird? Soeben ist der

leuchtende Planet im Begriff, hinter der Hörnergruppe unterzugehen. Wie ein silberner Strom

schlängelt sich die Iller im Tal durch flache, grüne Landschaft gen Norden Richtung Sonthofen. Ein

letztes Mal glimmt ihr Wasser auf, ehe die Sonne das Licht ausknipst und die Iller bis zum nächsten

anbrechenden Morgen ihres Funkelns beraubt. Der letzte Wanderer kann sich nicht sattsehen

und sollte sich doch längst an den Abstieg machen, ehe die Dunkelheit über ihm hereinbricht.

Griaß di’ Allgäu | 85


86 | Griaß di’ Allgäu


Lama-Wanderung | ALLGÄU ENTDECKEN

ZOTTELIGE VIERBEINER

Eisbrecher

für die Seele

Donau

Günzburg

Zusam

Ulm

Augsburg

Mit Kühen sind die Allgäuer vertraut, weniger hingegen mit Lamas.

Dabei Senden versprühen die flauschigen Andenbewohner besonderen Charme.

Sie sind gefräßig, gemütlich und gelassen. Obendrein Königsbrunn eignen sie

sich als Begleiter für Krumbach

eine ausgedehnte Wanderung. Wir haben dem Hof

Illertissen „Pichincha Llamas“ bei Kaufbeuren einen Besuch abgestattet.

Günz Günz

Kammel

Mindel

Schwabmünchen

Lech

Wertach

vensburg

densee

Lindau

Biberach

Bregenz

TEXT Isabelle Gassama

FOTOS Matthias Becker

Iller Iller

Memmingen

Mindelheim

Von ganz hinten in unserer 13-köpfigen

Lama-Mensch-Kolonne dringt

ein Kichern nach vorne. Ernesto, ein

fuchsroter Wallach, hat sich wieder

einmal am Wegesrand im dichten Gras festgefressen.

Er lässt Leutkirch

sich auch nicht beeindrucken, wenn jemand am

anderen Ende der Führleine beide Fersen in den Boden stemmt,

um ihn fortzuzerren. Selbst wenn sich der Rest der Mannschaft

schon einige Meter entfernt hat, bleibt Ernesto Kemptengelassen. „Die hol

ich schon wieder ein“, scheint er sich zu denken.

Der schwarze Lamahengst Oreo verfolgt bei dieser Wanderung

Wangen

Isny

eine andere Strategie: Er mimt den treuen Begleiter, schnappt sich

aber im vollen Lauf sämtliche Blätter der umliegenden Büsche.

Besonders wählerisch ist er nicht. Alles, was ihm unter die Nase

kommt, scheint gut genug, um verspeist zu werden. Nur bei den

Haselnusssträuchern wird er schwach, wirft schon mal seine Strategie

über den Oberstaufen Haufen und Immenstadt legt einen Halt ein. Sein Name passt

also nicht nur zum schwarzen Fell und dem halb weißen Gesicht,

Sonthofen

Tannheim

das dem Aussehen der gleichnamigen Kekse alle Ehre macht.

Oreo zeigt auch eine Vorliebe für Snacks.

Scheidegg

Iller Iller

Bad Wörishofen

Es ist ein warmer Spätsommernachmittag –

um nicht zu sagen heiß. Ein Grund auch, weswegen

unsere Lamas im kleinen Oberbeuren,

einem Ortsteil von Kaufbeuren, nicht die größte

Wanderlaune haben. Bei hohen Temperaturen verkriechen

Schongau sie sich lieber im Stall, damit ihnen die Sonne

nicht länger auf den Pelz brennt. Herr des Hofes mit dem klangvollen

Namen „Pichincha Llamas“ sind allerdings nicht die rund

70 langhalsigen Andenbewohner – das ist Walter Egen. Ein hoch

gewachsener Mann in dunkelblauen Jeans und weißem Hemd

mit schwarzem Lechbruck Muster, der die meisten seiner Lamas überragt.

Privatpersonen, Schulklassen und Betriebe können bei ihm eine

Lamawanderung von ein bis drei Stunden buchen.

Egen strahlt innere Ruhe aus, scheint auf diesem Hof mit

den Lamas tief verwurzelt zu sein und in seinem Lebenstraum

Füssen

angekommen. Vor 30 Jahren verfiel der heute 60-Jährige dem

Charme der gemütlichen Tiere. Er entschied sich gegen die Landwirtschaft

mit Milchkühen und für die Lamazucht.

Woher die Idee kam? Von Egens damaliger Lieblingsserie „Bil-

Reutte

der aus Amerika“. Darin wurde eines Abends die private

Kaufbeuren

Marktoberdorf

Nesselwang

Buchloe

Forggensee

Landsberg

am Lech

Dornbirn

Oberstdorf

Ehrwald

Griaß di’ Allgäu | 87


ALLGÄU ENTDECKEN | Lama-Wanderung

Lamahaltung in den USA vorgestellt. Zufall. Zu dieser Zeit

suchte der Milchwirt nach einem zweiten Standbein. Dass die Lamas

bald sein Ein und Alles sein würden, war nicht absehbar. Mit

Kopfschütteln und Unverständnis reagierten seine Bekannten,

als der Kaufbeurer auf die Lamazucht umstellte. Doch Egen ließ

sich nicht beirren und ließ Zahlen sprechen. Zum Beispiel diese:

3500 Mark, für den Landwirt ein

großer Stapel an Scheinen, bekam

der Lamazüchter für den Verkauf

der ersten beiden Fohlen. Diese

stattliche Summe sollte erst der

Anfang sein.

Szenenwechsel, ein Blick in den

heutigen Stall: Eine blutdürstige Fliege

schwirrt durch die Luft. Sie scheint

sich darüber zu freuen, zwischen all

den Lamas, bei deren dicker Wolle

ihr kurzer Rüssel keine Chance

hat, Menschen anzutreffen und

beißt böswillig zu. Damit ist

sie allerdings die einzig bissige

Stallbewohnerin. Bevor

unsere Wanderung beginnt,

weist Egen uns ein. Dazu

holt er aus dem Offenstall

Der

schüchterne

Licancabur

einen weißen Hengst mit wuscheliger Frisur, die ihm ständig in

die Augen fällt: Licancabur, ein Chilene. Seine hintere Körperhälfte

ist dunkelbraun. Zuerst

legt der Südamerikaner ein

wenig die Ohren an, als er wie

das Schweinchen in der Mitte

zwischen den neugierigen Besuchern

steht. Ein Zeichen dafür,

dass Licancabur angespannt ist und

sagen möchte: „Kommt mir nicht

zu nahe.“

Die Stimmung des Hengstes hebt

sich jedoch binnen Sekunden, als

Walter Egen ihm erlaubt, ein paar

Maul voll Gras zu naschen. Denn:

Fressen geht immer.

Nach der Einweisung wird es

ernst. Jedem wird vom Hofherrn

ein Lama zugewiesen. Es folgt die

Order, sofort zur nahe liegenden

Wiese zu marschieren, wo sich die

Tiere erst einmal den Bauch vollschlagen

können. Ansonsten würden

sie sich weigern, auch nur fünf

Schritte zu wandern. „Es darf bitte

88 | Griaß di’ Allgäu


Lama-Wanderung | ALLGÄU ENTDECKEN

Unsere

Autorin

Isabelle

niemand von euch auf den Hügel mit der Rutsche laufen. Dann

fühlt sich das Lama wie das größte und alle anderen wollen hinterher“,

mahnt Egen. Das gäbe Ärger.

Lautes Kreischen und eine handfeste Auseinandersetzung,

das wäre der Gipfel eines Streits unter Lamahengsten. Stuten

sind ruhiger. „Es sei denn, du willst ihnen beim Scheren an die

Wäsche“, weiß der Kaufbeurer aus Erfahrung. Dafür summen

Mütter gelegentlich mit ihren Fohlen, um zu kommunizieren.

Da wir für unsere Wanderung ausschließlich

mit männlichen Artvertretern Vorlieb nehmen,

bekommen wir es leider nicht zu hören

und vermeiden auch sorgsam den Kampf um

den Thron auf dem kleinen Hügel mit der

Rutsche.

Wir versammeln uns lieber alle auf der Wiese. Alle bis auf einen:

Mikey, ein Lama mit langem, braunem Fell sowie weißem

Hals und Kopf, auf dem buschige Ohren sitzen. Er hat Gelüste

nach Busch. Stur biegt er vor dem heiligen Hügel ab und tut sich

an den Blättern gütlich. „Ist das giftig?“, ruft Mikeys Führer panisch

zum Rest der Gruppe hinüber. Doch Egen gibt humorvoll

Entwarnung: „Dann wären hier schon alle Lamas tot.“

Während die übrigen Lamas genüsslich die Zähne ins Gras

schlagen, halten wir respektvoll Abstand zu unseren pelzigen Begleitern.

Die Urangst eines jeden Europäers, der sich auf wenige

Meter einem Lama nähert, spukt durch unsere Köpfe: angespuckt

„Gerade Menschen mit

Behinderung geht bei meinen

Tieren das Herz auf.“

werden. Doch diese Angst ist unbegründet. Lamas spucken in

der Regel nur auf Artgenossen, zum Beispiel, wenn sie streiten.

Wächst das Tier artgerecht auf und hat keine Charakterstörung,

sieht es den Menschen nicht als Artgenossen an und spuckt folglich

nicht.

Besonders wenn eine Gruppe von Menschen mit Behinderung

zur Lamawanderung aufbricht, fällt Egen auf, wie friedvoll die

Tiere sind. Kein Wunder, dass Lamas mancherorts für Therapien

eingesetzt werden. „Lamas sind Eisbrecher“,

schwärmt Egen. „Gerade Menschen mit Behinderung

geht in Gegenwart meiner Tiere

das Herz auf.“

Mutige trauen sich vor einer Wanderung

auf die Lamawippe. Dabei stehen sich

Mensch und Lama allerdings nicht gegenüber. Denn dann könnte

vermutlich keiner von uns Zweibeinern je wieder einen Fuß auf

den Boden setzen. Vielmehr laufen wir Seite an Seite mit unserem

Lama auf die große Holzwippe. Sie kippt, sobald wir über

die Mitte treten. Bumm! Während Mensch sich darauf gefasst

macht, dass Lama vor Schreck gleich durchbrennt, zuckt letzteres

mit keiner seiner langen, dichten Wimpern. Ernesto hat es eilig.

Er trabt fast schon auf die Wippe zu. Seine Wandergenossin weht

wie ein Fähnchen im Wind hinter ihm her. Bemüht, Schritt zu

halten. Bemüht, nicht allein auf der falschen Seite der Wippe zu

landen und durch die Luft zu fliegen.

Griaß di’ Allgäu | 89


ALLGÄU ENTDECKEN | Lama-Wanderung

Laubfetischist

Oreo

Woher die plötzliche Hektik kommt?

Nicht etwa, weil Ernesto das Wippen so viel

Freude bereitet und er es kaum erwarten kann.

Möglichst schnell weiterfressen – danach steht dem

fuchsroten Wallach der Sinn.

Als auch der größte Lamabauch – also Ernestos –

zumindest halbwegs mit Gras befüllt ist, wollen wir

aufbrechen. Nur wie? Der Züchter sagt: „Einfach den

Weg runter links.“ Wir denken: „Und wie erkläre ich

das meinem Lama?“ Denn auch mit leichtem Zug auf

der Leine schafft es keiner von uns, sein Tier von der

saftigen Wiese loszueisen. Zu zaghaft gehen wir vor.

Licancabur sieht zwar aufgrund seiner üppigen Frisur

nicht, dass um ihn herum sämtliche Menschen

in Aufbruchsstimmung an Führleinen zerren.

Doch sein Halfter spannt seit einer Weile unangenehm.

Er beschließt, sich dem Willen seiner

jungen Führerin zu ergeben, hebt stolz

den Kopf und macht einige Schritte. Neugierig

ist er ja durchaus auf die Welt fernab

der Heimat. Dort gibt es eine Menge anderer

Tiere zu entdecken. Dann schaut er irritiert

um sich. „Wieso kommt denn keiner?“,

scheint er sich zu fragen. Schon ist

ihm die Wanderlust wieder vergangen.

Der Junge

Vincent

„Mikey muss anführen“, weist Egen an.

„Der ist hier der Chef.“ Und siehe da – kaum

kommt der langhaarige Hengst mit Vorliebe

für Büsche seiner Rolle als Alphatier nach, ist Licancabur

Feuer und Flamme für unseren Ausflug ins

Kemnater Hinterland.

Großer brauner Kopf beäugt schwarzen kleinen

Kopf. Für die Lamas geht es spannend los: Als wir

gemächlich eine schmale, kaum befahrene Straße

entlanglaufen, streckt ein Pferd wie zur Begrüßung

den Kopf über den Zaun. Vinzent, ein junges graues

Lama, erwidert den tonlosen Gruß und reckt dem

riesigen Huftier neugierig sein schwarzes Maul

entgegen. Seine Ohren richtet Vinzent steil nach

vorne. Nicht, dass ihm noch ein tiefes Brummen

seines neu gewonnenen Freundes entgeht.

Beruhigend ist es ja schon, dass Lamas sich

offenbar auch noch für andere Dinge

begeistern können als nur für Gras und

Sträucher.

Doch so gefräßig unsere wolligen

Begleiter auch sind, so staunen wir

doch, wie selbstverständlich sie zwei

Stunden lang an unserer Seite zum

Römerturm und durchs Kemnater

90 | Griaß di’ Allgäu


Lama-Wanderung | ALLGÄU ENTDECKEN

Anführer

Mikey

Hinterland laufen. Und auch wenn wir einmal fester an der Leine

zerren, erwartet uns keine Schelte und schon gar keine Spucke.

Gutmütig trotten die Lamas mit uns weiter.

Wer nun allerdings mit wem spazieren geht, bleibt bis zuletzt

ungeklärt. Zwar reden wir uns inständig ein, dass wir ja die Lamas

an der Leine führen, doch insgeheim ist es wohl eher umgekehrt.

Wenn der Pelz juckt, schlagen wir uns zum Kratzen gemeinsam

mit unserem Wegbegleiter durch die Büsche. Zum Naschen wird

jederzeit ein Zwischenstopp eingelegt – und hetzen geht gleich

gar nicht. Ein jeder Mensch läuft brav im Lamaschritt.

Was wir im Gegenzug bekommen? Zwei Stunden zwanghafte

Entschleunigung und einen Bauch, der beinahe wehtut vom vielen

Lachen. Der ulkigste Moment ist übrigens der gemeinsame

Toilettengang, denn Lamas verrichten ihr Geschäft ausschließlich

in Gesellschaft ihrer Artgenossen. So stehen wir mit unseren

sechs Lamas zwischen den Bäumen und warten, bis sich jedes erleichtert

hat, denn vorher geht es nicht weiter.

Urkomisch, mit einem Lama umherzuwandern. Aber wir würden

es jederzeit wieder tun. Denn das Eis zwischen uns und den

langhalsigen Vierbeinern war schon nach wenigen gemeinsamen

Schritten gebrochen.

www.pichincha-llamas.de

In mehr als 200 Jahren vom kleinen Bauerngasthof zum erfolgreichen

Familienhotel: Tradition verpflichtet und ist nur bei intakten

Gastgeberfamilien über Generationen möglich. Und genau

so sind wir: familiär, ungezwungen und bodenständig. „Grüeß

Gott derhuim“ heißt es bei den Allgäuern und mit dem Duzen

ist man bei uns auch schnell vertraut. Wohlfühlen sollt ihr euch –

das liegt uns ganz besonders am Herzen. Die „Krone“ und unsere

Region Allgäu haben unglaublich viel zu bieten: ob sportlich,

kulturell oder zum Relaxen. Das könnt ihr in nur

einem Urlaub gar nicht

umfänglich nutzen.

Wir freuen

uns auf Euch!

Eure Familien Probst,

Gehring und Kozjak

Sorgschrofenstr. 2

87541 Bad Hindelang/Unterjoch

www.bibi.de

· Ganzjährig familiengerechte Spezialwochen

· Eigene Reitschule mit 24 Pferden und 4 Reitlehrern

· Panorama Erlebnisbad mit drei Planschbecken

und einem Whirlpool, beheizter Aussenpool

· Beauty- und Wellnessoase mit umfangreichen

Anwendungen für Erwachsene und Kinder

· Kleinkindbetreuung bis 50 Std./Woche,

Kinderbetreuung 70 Std./Woche und

Teenebetreuung 25 Std./Woche

· Drei Indoor Spielräume mit insgesamt 680 qm

· Wald- und Abendteuer Spielplatz, Funcourt und

großes Trampolinzelt

· Hoteleigene Ski-, Snowboard- und Kinderskischule

(mit gratis Skipass mit der BadHindealngPlusCard)

Griaß di’ Allgäu | 91


ALLGÄU ENTDECKEN | Zitatenweg

Donau

Günzburg

Auf den Spuren

von Saint-Exupéry

Ulm

Senden

Kammel

Philosophie

Illertissen

Günz

Krumbach

Mindel

Biberach

am Wegesrand

Iller

Memmingen

Mindelheim

Bad W

Leutkirch

Ravensburg

Mar

Kempten

Eisenharz

Wangen

Isny

Scheidegg

Iller

Nesselwa

Bodensee

Lindau

Bregenz

Oberstaufen

Immenstadt

Sonthofen

Dornbirn

Oberstdorf

Riezlern

Feldkirch

Warth

Lech

92 | Griaß di’ Allgäu


Zitatenweg | ALLGÄU ENTDECKEN

In Argenbühl führt ein abwechslungsreicher Spazierweg durch Moorlandschaft,

Wälder und Wiesen. Stille Begleiter und Impulsgeber sind dabei Zitate des

berühmten französischen Autors, der das Buch „Der kleine Prinz“ geschrieben hat.

Eine Flucht aus der Hektik des Alltags.

TEXT & FOTOS Anja Worschech

Bild © natalia_maroz - stock.adobe.com

„ Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach:

Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

(Der kleine Prinz)

Er gehört wohl zu den berühmtesten Zitaten des kleinen Prinzen

und darf natürlich nicht fehlen auf dem Aphorismen- und Zitate-

Wanderweg in Argenbühl. Dieser besondere „Lehrpfad für die

Seele“ hat seinen Ausgangspunkt in Eisenharz, ein Ortsteil der

Gemeinde Argenbühl im württembergischen Allgäu. Die Strecke

führt auf sieben Kilometern durch die Moor- und Hügellandschaft

des Allgäuer Luftkurorts, vorbei an idyllischen Höfen und

Dörfern mit wunderschönem Alpenpanorama. Auf 25 illustrierten

Tafeln finden sich ausgewählte Zitate und Aphorismen, die

den Blick aufs Wesentliche im Leben lenken sollen. Aphorismen

sind eine Art Prosa und faszinieren durch ihren in sich ruhenden

Gegensatz: sprachliche Kürze und gedankliche Weite.

„ Die Menschen haben keine Zeit mehr,

irgendetwas kennen zu lernen.

Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften.

Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt,

haben die Leute keine Freunde mehr.“

(Der kleine Prinz)

Dabei wird aus fünf Werken des berühmten französischen Autors

Antoine de Saint-Exupéry zitiert: „Der kleine Prinz“, „Die

Stadt in der Wü ste“, „Bekenntnis einer Freundschaft“, „Flug nach

Arras“ und „Wind, Sand und Sterne“. Der Kleine Prinz (1943) ist

Saint-Exupérys erfolgreichstes Buch gewesen. Es gehört mit über

140 Millionen Exemplaren zu den meist verkauften Werken der

Welt und wurde in fast alle Sprachen übersetzt. Ein Meisterwerk,

das auf den ersten Blick als Kinderbuch daherkommt und doch

so vielschichtig ist, dass es in jeder Lebensphase zur Entdeckung

wird.

Die Geschichte des kleinen Prinzen, der in der Wüste auf einen

Piloten trifft, übt eine besondere Faszination aus. Das strohblonde

Kerlchen von diesem fremden Planeten philosophiert so herrlich

klar über das Leben der Menschen auf der Erde, dass man

P

H i

Weißenhof

P

P

Wagner

Eisenharz

Vogelherd

Im Christle

Mockenhof

P

Klaus

Annaweiher

Eisenhammermoos

Isnyberger Moos

„Eine Wahrheit erkennen,

heißt vielleicht nur, sie

im Schweigen zu sehen.“

(Die Stadt in der Wüste)

Untervorholz

H

Isnyberg

H

H

Obervorholz

P

Oberisnyberg

Griaß di’ Allgäu | 93


ALLGÄU ENTDECKEN | Zitatenweg

„Denn um klar zu sehen,

genügt ein Wechsel der

Blickrichtung“

(Die Stadt der Wüste)

oft schmunzeln muss. Er hält besonders Erwachsenen

mit simplen Fragen den Spiegel vor.

Das Leben genießen, erkennen, was wirklich

wichtig ist, Freundschaft, Kreativität, einfach

mal wieder Kind sein – das alles hätten

die „großen Leute“ verlernt, lautet die Kritik

des kleinen Prinzen. Antoine de Saint-Exupéry

schafft in seinen Büchern großartige Gedankenanstöße.

Nicht anklagend, sondern eben auf diese ganz

subtile Art und Weise.

„ Die schönste Freude erlebt man immer da,

wo man sie am wenigsten erwartet.“

(Der kleine Prinz)

Antoine de Saint-Exupéry ist in Lyon geboren, war Pilot und

nebenbei Schriftsteller. Sein Beruf wurde ihm letztlich zum Verhängnis.

Er brach 1944 zum militärischen Aufklärungsflug auf

und galt seither als vermisst. Ob sein Flugzeug abgeschossen wurde,

einen technischen Defekt hatte oder ob Saint-Excupéry am

Ende Selbstmord begangen hatte, konnte nie geklärt werden.

In seinen Werken setzt er sich mit dem Werteverfall in der modernen

Konsumgesellschaft auseinander. Sein Markenzeichen:

diese klare, einfache und zeitlos schöne Sprache. Seine

Vision scheint eine Welt zu sein, in der sich die Menschen liebevoll

begegnen, einander zuhören und bei ihrem Handeln auf

ihr Herz hören.

In seinen Werken verarbeitet er auch immer wieder seine Biographie.

Ähnlich wie der Ich-Erzähler im Buch „Der Kleine

Prinz“ ist auch Saint-Excupéry 1935 in der Wüste abgestürzt. Er

und sein Mechaniker überlebten unverletzt. Sie kämpften ums

Überleben, da das Trinkwasser knapp war. Die beiden wanderten

bei größter Hitze und Sonne fünf Tage durch die Wüste, bevor sie

auf eine Karawane trafen.

„ Es ist wundersam, wie man sich jeder Lage anpasst“

(Wind, Sand und Sterne)

94 | Griaß di’ Allgäu


Zitatenweg | ALLGÄU ENTDECKEN

Grafiken © lineartestpilot - stock.adobe.com

Der Zitate- und Aphorismen-Weg ist einfach zu begehen und

führt durch das hügelige Hinterland mit leichten Anstiegen, über

Wiesen und Felder, vorbei an Wäldern und Bächen. Er bietet Erholung

in einer schnelllebigen Zeit, die einen manchmal schier

erdrückt. Auf der Strecke folgt der Spaziergänger immer jenen

Schildern, die mit dem Fuchs und der Rose gekennzeichnet sind.

Beides Figuren, die auch in der Geschichte des Kleinen Prinzen

vorkommen.

Ein geniales Suchspiel für Kinder, die Spaß daran haben, immer

die nächste gekennzeichnete Wegtafel zu finden. Die asphaltierten

und gekiesten Wege sind sogar mit Kinderwagen bequem

zu befahren. Eine Möglichkeit für eine Rast ist der Biergarten

„Ochs am Berg“, der auf dem Weg liegt. Während die Erwachsenen

einkehren, können die Kinder einen großen Spielplatz erkunden

und die Ziegen streicheln. Der Wanderweg ist vor allem

eines: Ruhepol und Flucht aus der Hektik des Alltags.

Das schönste Panorama gibt es vom Aussichtspunkt am

Isnyberg. Dort streift der Blick die Nagelfluhkette-Gipfel, und

auch der 2500 Meter hohe Säntis ist zu sehen.

„ Wenn wir nur für das Geld und den Gewinn arbeiten, bauen

wir uns ein Gefängnis und schließen uns wie Klausner ein.

Geld ist nur Schlacke und kann nichts schaffen, was das

Leben lebenswert macht.“

(Wind, Sand und Sterne)

... wirst Sterne haben, die lachen

können! Und wenn du dich

getröstet hast, wirst du

froh sein, mich gekannt zu

haben.“ (Der kleine Prinz)

„Wenn du bei Nacht den

Himmel anschaust, wird es dir

sein, als lachten alle Sterne,

weil ich auf einem von ihnen

wohne, weil ich auf einem von

ihnen lache. Du allein ...

…unsere Kleinen

Brauerei Schäffler · Hanspeter Graßl KG · Hauptstr. 17 · 87547 Missen · Tel. 08320 920-0 · www.schaeffler-braeu.de · facebook.com/schaefflerbraeu

Griaß di’ Allgäu | 95


ALLGÄU ENTDECKEN | Wandertrilogie

96 | Griaß di’ Allgäu


Wandertrilogie | ALLGÄU ENTDECKEN

GESCHICHTE ERLEBEN

Bitte

Platz

nehmen!

Auf den Wegen der

Wandertrilogie Allgäu

gibt es eine Menge

zu entdecken.

Und der Wanderer

kommt ins Staunen.

Denn er begegnet Bänken,

die kleine Geschichten

zu erzählen haben –

und das ist nicht geflunkert.

TEXT Ingrid Rösner

FOTOS Klaus-Peter Kappest

Griaß di’ Allgäu | 97


ALLGÄU ENTDECKEN | Wandertrilogie

Bänke, die sprechen können? Gibt’s das wirklich? Auf

dem stillen Trilogieplatz auf der Wiesengänger Route

vor den Toren Leutkirchs ist zumindest nichts zu hören.

Dafür steht hier eine Bank, die in ihrer Form besonders

auffällt: Sie gleicht einem großen Stein, in den aufwändig

eine Sitzfläche aus Holz eingearbeitet ist. Die so genannte Stadtbank

lädt Wanderer ein, die großen Bäume ringsherum zu betrachten

und dem Singen der Vögel zu lauschen. Und sie erzählt

mit ihrer Form gleichzeitig ein bisschen was über Leutkirch. An

der Struktur der Häuser, Gassen, Mauern und Plätzen ist noch

heute die Geschichte einer mittelalterlichen Stadt abzulesen, in

denen mutige Bürger für ihre Freiheit kämpften. Die Bank steht

symbolisch für die Stadtmauern der ehemals freien Reichsstädte

im Allgäu.

Die Partner vor Ort haben für die Sitzbänke die passenden

Steine ausgesucht, die dann von einem Steinmetz bearbeitet und

sozusagen in das Mauerwerk aus Holz eingefügt wurden. Leutkirch

gehört zum Trilogieraum „Heimatstätten“ und ist einer

von 15 Etappenorten. Diese beleuchten immer eine Facette der

neun Erlebnisräume und sind damit Teil des großen Erzählkonzepts

der Wandertrilogie Allgäu.

Um das charakteristische Bild der Region mit weiten und grünen

Wiesen, vielen Seen, wilden Flüssen und steinernen Bergriesen

erlebbar zu machen, wurden die Landschaftsbilder und

Höhenlagen in dem 876 Kilometer Weitwanderwegenetz miteinander

verwoben. In den Trilogieräumen kann das Allgäu mit

seinen Helden, Mythen, Sagen und Naturerscheinungen erzählen,

was es so einzigartig macht in Deutschland.

So durchqueren die drei Routen – Wiesengänger, Wasserläufer

und Himmelsstürmer – auch die Partnerorte. Helden sind nicht

nur Personen oder geschichtliche Hintergründe, die den Raum

geprägt haben, sondern auch besondere Naturerscheinungen. Für

all die Helden wurde eine Art Requisite geschaffen: An ausgewählten

Plätzen stehen nicht nur Schau- und Informationstafeln

und das Steinmännchen als Wahrzeichen der Wandertrilogie Allgäu,

sondern man findet auch spezielles Mobiliar.

Wenn beispielsweise in Weiler-Simmerberg die Wanderer an

einer Bank vorbeikommen, deren Sitzfläche wie ein großer Wasserkiesel

und die Rückenlehne wie ein Wasserfall aussieht, dann

sind sie im Trilogieraum „Wasserreiche“. Deren Held sind die

Flüsse, die hier imposante Schluchten wie die Hausbachklamm

gegraben haben. Jedes Mal, wenn das Mobiliar wechselt, ist man

also in einem anderen Trilogieraum mit einer neuen Geschichte.

Beim Wandern können Groß und Klein somit wie in einem

großen Buch lesen und dabei gleichzeitig die Landschaft als großes

Sinneskino erleben.

www.wandertrilogie-allgaeu.de

98 | Griaß di’ Allgäu


ANZEIGE

Malerisch eingebettet in die Bergwelt und die Seen des

Voralpenlandes, überzeugt der anerkannte Luftkurort mit

Erlebnissen und vielseitigen Sportmöglichkeiten.

Beliebt sind Wanderungen ins Landschaftsschutzgebiet

Attlesee, wo mehrere Badeplätze mit Ausblicken bis zur

Zugspitze locken. Nebenan ist der Kögelweiher nicht

weniger schön. Dort ist außerdem den Sommer lang der

Schellenklang der Alpe Kögelhof zu hören. Die Wanderwege

sind barrierefrei und ideal für Familien geeignet.

Zum Nesselwanger Hausberg Alpspitze, neben der Pfarrkirche

St. Andreas das Wahrzeichen der Marktgemeinde,

ist der Kreuzweg nach Maria Trost sehr schön. Man läuft

über 14 Stationen mitten im Bergwald zur Wallfahrtskirche.

Nach kurzer Rast führt ein Pfad weiter zum Bergrestaurant

Sportheim Böck. Dort können Sie den einzigartigen

Ausblick genießen oder in 30 weiteren Minuten den

Alpspitzgipfel erreichen. Bergab geht es am schnellsten

mit der Alpspitzbahn. Die Zipline AlpspitzKICK und die

Sommerrodelbahn sorgen

für Spaß und Spannung. Zu

empfehlen: die Einkehr in einer

Hütte oder einem Gasthof,

zum Beispiel in den Brauerei-Gasthof Post.

Radfahrer finden attraktive Strecken. Die Tourenvorschläge

sind oft wenig befahren und die Routen fast alle für

E-Bikes geeignet. Nach einem sportlichen Tag bietet sich

der Besuch im Alpspitz-Bade-Center geradezu an.

Eindrücklich sind auch die Nesselwanger und ihre Traditionen.

In jedem Monat locken interessante Veranstaltungen,

bei denen Sie einen Einblick in deren Leben erhalten:

Sommerkonzerte der Vereine, das Marktfest, Waldfestabende,

der Viehscheid mit Herbstfest oder Jodelkurse.

Nesselwang Marketing GmbH l Hauptstraße 20 l

87484 Nesselwang l Telefon +49 (0) 8361 / 92 30 40 l

info@nesselwang.de l www.nesselwang.de

FERIENDORF REICHENBACH

Im Herzen des Allgäus

liegt ca. 2 km außer halb

vom Ortskern der Marktgemeinde

Nesselwang

das Feriendorf Reichenbach.

Knapp 120 Ferienhäuser

und 10 Ferienappartements

mit einer

Wohnfläche von 50 m²

bis 175 m² werden hier

vermietet. Im Feriendorf

Reichenbach gibt es

auch Doppelhaushälften,

die bei befreundeten Familien

sehr beliebt sind.

Sonnenhäuser Verwaltungs GmbH |

Bürgermeister-Martin-Str. 8 | 87484 Nesselwang | Telefon 0 83 61 / 6 16

info@feriendorf-allgaeu.de | www.feriendorf-allgaeu.de

brau-manufactur-allgaeu.de

Familie Karl Meyer | Hauptstraße 25 | 87484 Nesselwang

Telefon 0 83 61 / 3 09 10 | hotel-post-nesselwang.de

ErlebnisReich

Die ALPSPITZBAHN NESSELWANG bietet erholsame

wie actiongeladene Stunden für Groß und

Klein. Gemütliche Wanderwege, Gipfelerlebnisse,

Hüttenzauber, Rodelspaß, den AlpspitzKICK oder

einfach Entspannung pur mit einem atemberaubenden

Blick in die sanfte Hügellandschaft

des Allgäus.

BERGSOMMER IM ALLGÄU

Das PANORAMARESTAURANT SPORTHEIM BÖCK

liegt nahe der Bergstation der Alpspitzbahn

Nesselwang und ist ein beliebter Treffpunkt

für alle Wanderer und Genießer. Ein Stück

Kuchen mit einer Tasse Kaffee auf der sonnigen

Panoramaterrasse oder eine deftige Brotzeit

nach einer Wanderung in der behaglichen

Zirbenholzstube. Genuss für alle Sinne!

Alpspitzbahn Nesselwang GmbH & Co. KG

Telefon: 0 83 61 / 12 70 | E-Mail: info@alpspitzbahn.de | Internet: www.alpspitzbahn.de

ABC

nesselwang

„Crazy Bob“ die verrückte Reifenrutsche | Erlebnisbecken mit Strömungskanal,

Sprudelliegen und Farbenspiel im Wasser | Heißwasserbecken im

Freien |Kurse für Jedermann | Saunalandschaft mit 250 m 2 Natursee und

Saunagarten | Restaurant & Café „Taverna“

Telefon: 0 83 61-92 16 20 | www.abc-nesselwang.de

Mo.-Fr. 10 bis 22 Uhr Sa./So./Feiertag 9 bis 22 Uhr

Griaß di’ Allgäu | 99


ALLGÄU ENTDECKEN | Goldenes Fässle

Donau

Günzburg

Zusam

Ulm

Senden

Kammel

Roland Reischmann (links) und Christian Henze

stellten ein besonderes Projekt auf die Beine.

Illertissen

Günz

Krumbach

Mindel

Schw

Moderne

triff t Tradition

Biberach

Iller

Memmingen

Wertach

Mindelheim

Buc

Bad Wörishofen

Kaufbeuren

Einkaufen, Essen, Trinken, Reden: Ravensburg

In Kemptens Innenstadt ist in doppelter Hinsicht

eine außergewöhnliche Kombination entstanden.

Wangen

In einem historischen Gebäude öffnete ein neues Lokal

die Türen, mit direktem Zugang zum Modehaus.

TEXT Freddy Schissler | FOTOS Ralf Lienert

Bodensee

Lindau

Bregenz

Scheidegg

Leutkirch

Isny

Oberstaufen

Kempten

Immenstadt

Sonthofen

Iller

Marktoberdorf

Nesselwang

Füssen

Tannheim

Reutte

100 | Griaß di’ Allgäu

Dornbirn

Oberstdorf


Goldenes Fässle | ALLGÄU ENTDECKEN

Herzlich Willkommen

Die Geschichte begann bereits vor zehn Jahren. Damals

steckten Roland Reischmann und Christian Henze

erstmals die Köpfe zusammen und überlegten, ein

für die Region ungewöhnliches Projekt auf den

Weg zu bringen: die Kombination Einkaufen, Essen, Trinken,

Reden. Gewiss, die Pläne dafür lagen nach ersten Gesprächen

zunächst auf Eis. Doch ein Hirngespinst war die Idee mitnichten,

das Modehaus Reischmann und das danebenliegende Gasthaus

mit langer Tradition, aber maroder Fassade, zu vereinen.

Seit einigen Monaten hat das Goldene Fässle mit rund 250 Sitzplätzen

die Türen geöffnet, ein „kulinarisches Kleinod“, wie es

Henze nennt. Was ihm wichtig ist: „Den Gast erwarten qualitativ

hochwertige und vor allem regionale Produkte. Aber es gibt

kein Schnickschnack-Essen.“ Er meint damit eine bodenständige

Küche, die gut passt zum denkmalgeschützten Haus.

Wenn die Macher zurückblicken, dann sprechen sie von einer

sehr arbeitsintensiven Zeit. Denn es wurde aufwändig und mit

Blick fürs Detail renoviert und restauriert. „Jeder Haken“, sagt

Henze, „hängt noch am ursprünglichen Ort.“

Nun können sich Moderne und Tradition quasi die Hände reichen

– im Rahmen einer Kombination, die laut Henze und Reischmann

Reize setzt. Zum Beispiel der Weinkeller, eingerichtet von

Pia Henze und in einem historischen Gewölbe untergebracht,

wo es Verkostungen und Weinproben gibt. Zum Beispiel das

Café und die Patisserie. Und natürlich der direkte Zugang zum

Modehaus – ganz nach dem Motto: Einkaufen, Essen, Trinken,

Reden, alles unter einem Dach.

im „Hotel Hochpaßhaus am Iseler“ in Oberjoch/Allgäu auf

1 200 m. Unser Hotel liegt mien im Wandergebiet in ruhiger

Hanglage und ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen,

Berg- , Mountainbike- und Motorradtouren. Im Winter können

die Skifahrer vom Be auf’s Bre . Der neue 8-er Sesselli, die

Schwandenbahn, auch für Kinder geeignet, ist nur 150m vom

Hotel enernt.

Starten Sie den Tag sowohl im Sommer, als auch im

Winter direkt vor dem Hotel mit einem atemberaubenden

Blick in die Allgäuer Bergwelt.

In Oberjoch bewegen Sie sich in Lugütegrad I:

hausstaubmilbenfrei und schimmelpilzsporenarm.

Unser Hotel verfügt über ein großes Restaurant mit

Panorama-Sonnenterrasse. Hier werden Sie mit regionalen

Spezialitäten verwöhnt. Für Entspannung

sorgt unser Hallenbad und unsere Sauna.

Es erwarten Sie große, renovierte

Doppelzimmer Panorama mit Bad/Dusche,

WC, Leihbademantel, Flachbild-TV,

Safe, Sitzecke, W-LAN und Balkon mit

Panorama-Bergblick.

Wir freuen uns über einen Anruf oder eine Email!

Mit sonnigen Grüßen aus Oberjoch/Allgäu 1 200 m

Manuela Kroll mit Team

Wanderhit in

Oberjoch

Mai / Juni / Juli / Okt.

5 Tage Ü/F € 355

5 Tage Ü/HP € 455

p. P. im DZ inkl.

Gästekarte Bad

Hindelang PLUS

EZ auf Anfrage

Weihnachts-

Special

21. bis 26.12.2019

5 Tage Ü/HP € 590

p. P. im DZ inkl.

Gästekarte Bad

Hindelang PLUS

Schnuppertage

im Sommer

Mai / Juni / Juli / Okt.

3 Tage Ü/F € 219

3 Tage Ü/HP € 279

p. P. im DZ inkl.

Gästekarte Bad

Hindelang PLUS

EZ auf Anfrage

Iselerstraße 8 · 87541 Oberjoch

Griaß di’ Allgäu | 101

Tel. +49 (0) 83 24 / 93 37 60 · Fax +49 (0) 83 24 / 93 37 650

info@hochpasshaus.de · www.hochpasshaus.de


TITEL | Neuschwanstein

&

Genuss

Verzicht

Zwei Allgäuer Studenten verfolgen eine Vision:

eine Natur ohne Plastikmüll. Dazu entwickelten sie eine multifunktionale

Brotzeitbox. Die kann der Wanderer prima mitnehmen in die Berge.

INTERVIEW Stephanie Karrasch

Patron – hinter diesem Namen stehen die Allgäuer Studenten

Martin Säckl und Raphael Vogler mit jener Vision, dass

die Natur frei sein sollte von Plastikmüll. Ihr Startup, also

ihre Gründerfirma, steht für bewussten Genuss und bewussten

Verzicht. Den Genuss von unberührten Landschaften

und den Verzicht auf kurzlebige Einweglösungen. Für die

beiden war es daher nur konsequent, eine multifunktionale

Brotzeitbox mit integriertem Schneidebrett und flexiblem

Befestigungssystem zu entwickeln. Sie besteht aus zertifizierten

Materialien und könnte mehrere Generationen

überdauern. Die Idee überzeugte die Jury: Patron ging als

einer von drei Siegern hervor.

Frage: Was steckt hinter der Vision?

Martin Säckl & Raphel Vogler: Die Marke Patron soll nicht

nur das Produkt darstellen, sondern auch eine Lebensweise. Das

Ziel ist es, unsere #plasticfreepeaks Vision durch die Marke Patron

wiederzugeben, um so ein Bewusstsein für plastikfreie Ware

zu entwickeln. Das Produkt soll eine von vielen Möglichkeiten

sein, die Natur ohne Plastik genießen zu können.

Wie seid Ihr auf die Idee mit der Brotzeitbox gekommen?

Säckl & Vogler: Die Brotzeitbox ist perfekt für uns, um in unserer

Heimat den ersten Schritt zu machen. Wir sind viel in den

Bergen unterwegs. Wandern und Wintersport werden immer beliebter.

Was leider zur Folge hat, dass deutlich mehr Plastikmüll

in der Natur liegen bleibt. Dem wollen wir entgegenwirken.

Denn durch die Brotzeitbox können wir zeigen, dass man mit

unseren Produkten auf Plastikmüll verzichten kann.

Wann wurde mit dem Projekt begonnen?

Säckl & Vogler: Im Sommer 2018, doch der Findungsprozess

war deutlich früher. Wir haben uns regelmäßig getroffen und in

dieser Zeit sehr viel gelernt.

Was darf man sich unter zertifizierten Ressourcen vorstellen?

Säckl & Vogler: Wir wollen ausschließlich zertifizierte Ressourcen

verwenden. Das bedeutet, dass die Hersteller nur nachhaltig

abgebaute Ressourcen verwenden. Das heißt, dass Herkunft sowie

Herstellungsart genau deklariert sind. Wir versuchen, den

Patron weitgehend in Deutschland herzustellen – der benötigte

Stahl ist allerdings aus Europa.

Ab wann gibt es den Patron zu kaufen?

Säckl & Vogler: Er kann ab Sommer diesen Jahres auf unserer

Homepage vorbestellt werden. Zudem wird es eine Crowdfunding-Kampagne

geben. Weitere Infos: www.plasticfreepeaks.com

Wie geht es weiter?

Säckl & Vogler: Die Gründerbühne 2018 hat uns sehr geholfen.

Wir konnten viele Kontakte knüpfen und sie hat Türen geöffnet

zu regionalen Herstellern und Investoren. Wir bieten auch

Workshops zum Thema „Plastikfreie Natur“ und „Nachhaltigkeit“

an Schulen und planen zusammen mit AllgäuDigital in diesem

Sommer einen CleanUp-Run.

Foto: Philip Herzhoff

102 | Griaß di’ Allgäu


Aus unserer Erlebnisküche: bestes Allgäuer Fleisch auf dem 300° warmen Hot-Stone serviert.

Frisch renovierte Landhauszimmer

Besuchen Sie uns, in unserem familiengeführten

Allgäuer Landgasthof & Hotel.

Egal ob Sie in unseren frisch renovierten

Landhauszimmern übernachten,

nach einer Fahrradtour in Biergarten das

Allgäu oder in unserem Restaurant die

Küche von Markus Lipp und seinem Team

genießen möchten.

Beim Lipp finden Sie den idealen Ausgangspunkt

für Ihren erholsamen Urlaub

im schönen Allgäu. In ein paar Minuten

sind Sie am Forggensee oder in Füssen.

Besuchen Sie die Königsschlösser oder

nutzen Sie das hervorragend ausgebaute

Rad- und Wanderwege-Netz.

Direkte Nähe

in ein paar Minuten in Füssen

Ihre Familie Lipp

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Rosshaupten

am Forggensee & Lech

beim Lipp

Landgasthof & Hotel

Hauptstraße 15 · 87672 Rosshaupten

www.beim-lipp.de

Griaß di’ Allgäu | 103


ALLGÄU ENTDECKEN | Werdensteiner Moos

Mystische

Welt

Schätze

der Natur

Rund ums Moor

· Der vier Kilometer lange Rundweg um das Werdensteiner Moos

ist mit gutem Schuhwerk bei fast jedem Wetter zu begehen

und bietet auch Familien mit Kindern eine Menge.

· Ein Kinderwagen lässt sich über die Hackschnitzel schieben.

Für Rollstuhlfahrer ist der Weg aber nicht geeignet.

· Hunde müssen angeleint werden – im Moos drohen Gefahren.

Beispielsweise leben hier giftige Kreuzottern.

Deswegen sollten Mensch und Tier auf den Wegen bleiben.

· Radfahren und Reiten sind auf den Wegen nicht gestattet.

· Geführte Wanderungen rund um das Werdensteiner Moos

bieten die BN-Kreisgruppe und das Naturerlebniszentrum

Allgäu an.

www.nez-allgaeu.de

104 | Griaß di’ Allgäu


Augsburg

Senden

Kammel

Werdensteiner Moos | ALLGÄU ENTDECKEN

Königsbrunn

Illertissen

Günz Günz

Krumbach

Mindel Mindel

Schwabmünchen

Lech

Die Biberach

Tour im Werdensteiner Moos fühlt sich an wie der

Spaziergang über einen Schwamm. Damit sich dieser Naturschatz entwickeln

Landsberg

Mindelheim

am Lech

und entfalten konnte, waren zunächst schwere Maschinen im Buchloe Einsatz.

Diese Geschichte zeigt, dass Naturschützer und Behörden Bad Wörishofen in der Lage sind,

Memmingen

erfolgreich zusammenzuarbeiten.

Iller Iller

Wertach

Kaufbeuren

Leutkirch

Schongau

Ravensburg

Marktoberdorf

Bild (Libellen): AdobeStock / vnlit

TEXT & FOTOS Bettina Buhl

Wangen

Isny

Wenn man daran denkt, befällt

einen automatisch ein mulmiges

Gefühl. Der Schritt wird Werdensteiner

langsamer. Die Ferse setzt Moos

Scheidegg

zaghafter auf, der Ballen rollt vorsichtiger ab, die

Knie werden weich. Lindau Der Weg führt über einen Oberstaufen riesigen

Schwamm, Bodensee übers Moor.

Hier, etwa sieben Kilometer Bregenz nördlich von Immenstadt,

gibt es ein wahres Naturparadies. Im Frühjahr quaken

die Frösche, im Sommer jagen Libellen über die Wassertümpel

und im Herbst leuchten Unmengen an Beeren zwischen Gräsern,

Moosen und Unterholz. Dornbirn Das Werdensteiner Moos zählt mit seinen

85 Hektar zu den größten Hochmooren im Oberallgäu und ist

Teil des europäischen Schutzgebiets 2000: Gefährdete Tier- Riezlern und

Pflanzenarten sollen dort weiterhin einen Lebensraum erhalten.

Die Bezeichnung Hochmoor hat aber nichts mit der Lage im

Voralpenraum auf 710 Metern zu tun. Diese Bezeichnung sagt

einfach, dass der „riesige Schwamm“ vollgesogen mit Wasser Warth auf

Feldkirch

der Landschaft liegt. Tatsächlich spürt man das bei jedem Schritt

auf dem weichen Hackschnitzelweg. Der Gang federt auf dem

etwa vier Kilometer langen Rundweg, bei dem es so einiges zu

entdecken gibt.

Ein riesiger Schwamm unter den Füßen: Das trifft es ganz gut,

meint Julia Wehnert, Geschäftsführerin der Bund-Naturschutz-

Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu und erklärt: „Moore sind große

Speicher.“ Sie binden Kohlenstoffdioxid, sind Lebensraum für

eine Vielzahl von Arten und sie wirken als Wasserrückhalt, etwa

bei starken Regenfällen. Damit seien sie auch nachgewiesenermaßen

ein natürlicher Hochwasserschutz.

Die Diplom-Biologin ist mindestens einmal im Monat im

Moor unterwegs, kontrolliert Wege, und selbst wenn sie die Umgebung

inzwischen mindestens so gut wie ihr eigenes Wohnzimmer

kennen sollte, stößt sie immer wieder auf Neues. „Das ein-

Iller Iller

Immenstadt

Oberstdorf

Kempten

Sonthofen

Lech

Tannheim

Lechbruck

Forggensee

zig Sichere im Moor ist die Überraschung“,

sagt auch Hubert Heinl, Revierförster vom

Nesselwang

Forstbetrieb Sonthofen der Bayerischen

Staatsforsten. Genau wie Wehnert dreht er

Füssen

hier oft seine Runden, manchmal gemeinsam

mit ihr. Denn das Werdensteiner Moos ist eines

der großen Vorzeigeprojekte der Zusammenarbeit

zwischen Bund Naturschutz (BN), den Baye-

Reutte

rischen Staatsforsten, den Naturschutzbehörden und der

Stadt Immenstadt.

Seit über 25 Jahren renaturieren BN und die Bayerischen

Staatsforsten das Werdensteiner Moos und verwandeln es wieder

Imst

Ehrwald

Nassenreith

in seinen natürlichen Zustand – grob gesagt in einen Schwamm.

Denn für ein intaktes Moor braucht es vor allem eines: genügend

Wasser. So mussten vor mehr als 20 Jahren erst einmal Umweltsünden

wettgemacht werden – Wunden, gerissen durch Torfabbau

und Aufforstung.

Wenig belüftete Bodenoberfläche

„Das Hochmoor lebt allein von Regenwasser. Aufgebaut ist es

aus Torfmoosen“, erklärt Julia Wehnert. Diese Pflanzen können

sehr viel Wasser speichern, sorgen aber auch mit ihren Absonderungen

für ein saures Milieu, das für andere Pflanzenarten

feindlich ist. Durch den hohen Wasserstand ist die Bodenoberfläche

wenig belüftet, Pflanzenreste werden kaum zersetzt und

es entsteht Torf. Im Jahr wächst das Moor so weiter, allerdings

nur einen Millimeter. Wehnert: „Es dauert 1000 Jahre, bis eine

meterhohe Torfschicht entsteht.“

Im 19. Jahrhundert war hier die Torfschicht über einen Meter

hoch und die Menschen entdeckten das Naturmaterial als Brennstoff.

Mehrere Jahrzehnte lang wurde Torf abgestochen, getrocknet

und verheizt. Zum großen gedanklichen Umschwung

Griaß di’ Allgäu | 105


ALLGÄU ENTDECKEN | Werdensteiner Moos

kam es erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als

populär wurde, dass Moore wahre Kohlenstoffspeicher waren.

„Unser Glück, dass das Gebiet den Bayerischen Staatsforsten gehört

– also dem Freistaat“, sagt Hubert Heinl. Hand in Hand mit

dem BN entstand eine beispielhafte Aktion.

All das erzählen Wehnert und Heinl bei einer Führung im

Moos. Interessierte Wanderer werden auf dem Rundweg aber

auch auf Tafeln mit Infos versorgt. Die zehn Stationen klären

über Flora und Fauna auf und über jene Schätze, die am Wegesrand

liegen. Für Kinder gibt‘s spannende uizfragen, bei denen

sich selbst Erwachsene mitunter verkopfen müssen. Zum Innehalten

und Gedanken schweifen lassen laden Bänke, Picknickstationen

oder Aussichtsplattformen ein.

Grundlage für den Wegebelag

Ehe all das entstanden ist, war es ein langer Weg – und schweres

Gerät nötig. Naturschützer mussten zahlreiche Fichten und

Nadelhölzer fällen und aus dem Gebiet ziehen. Manche Teile

wurden vor Ort gehäckselt und lieferten die Grundlage für den

Wegebelag, andere wurden weiterverarbeitet. Bagger schaufelten

Gräben, dicke Rohre wurden verlegt, Stege gebaut.

„Es war schwierig, Außenstehenden zu erklären, dass das, was

die Maschinen hier anrichten, dem Naturschutz dient“, erinnert

sich Heinl. Abholzen und grobe Forstarbeiten scheinen zunächst

im Widerspruch zum Erhalt der Natur zu stehen. Aber um einem

Moor wieder seine Funktion zu geben, musste eben alles

Bild (Biber): AdobeStock / MyImages - Micha Klootwijk

106 | Griaß di’ Allgäu


Werdensteiner Moos | ALLGÄU ENTDECKEN

raus, was dem riesigen Schwamm das Wasser entziehen kann. So

zeugen noch heute abgestorbene Holzstämme in den Tümpeln

davon, dass hier einst ein Wald stand. Ohne die hohen Bäume

konnten sich die Moose entwickeln und hatten genügend Licht

und Fläche, um sich auszubreiten.

Heute ahnt der Besucher von den Arbeiten wenig. Der Weg

führt über alte Dämme, zwischendurch gluckert das Wasser aus

einem versteckten Rohr. Weite Teile der Wasseroberfläche sind

bereits zugewuchert, auf anderen schwimmen große Flecken

Moose und leuchten in vielen Grüntönen. „Irgendwann“, prophezeit

Wehnert, „werden die meisten Tümpel zugewachsen

sein.“ Der Mensch überlässt es inzwischen der Natur, sich wieder

auszubreiten.

Großer Appetit auf Pappeln

Wer mit offenen Augen unterwegs ist, entdeckt mit etwas Glück

andere Baumeister, deren Spuren überall zu sehen sind: Biber. Die

Nagetiere sorgen mit ihrem großen Appetit auf Pappeln nicht nur

dafür, dass störenden Hölzern Einhalt geboten wird. Sie stauen

mit ihren Burgen auch das Wasser auf und erhalten so das feuchte

Milieu. Daneben finden Naturkundige viele weitere Schätze der

Flora und Fauna. Beispielsweise leben in diesem Moor laut BN

alle Libellenarten, die in Deutschland heimisch sind. Dabei ist das

Biotop für jeden frei zugänglich.

„Wer die Natur kennt, weiß sie zu schätzen und zu schützen“,

erklärt Wehnert. Deswegen haben BN und Staatsforsten vor wenigen

Jahren den Rundweg erneuert und neue Stationen installiert.

Er führt um das gesamte Moor. So kann jede Ecke erkundet

werden. „Probleme mit Besuchern haben wir nicht“, sagt Heinl.

Schließlich verleite die sumpfige Umgebung kaum dazu, vom

Weg abzuweichen.

Gleichwohl hat das Moor seit jeher etwas Anziehendes, Mystisches,

sogar etwas Gefährliches. Julia Wehnert kennt dieses Gefühl,

sie fühlt sich je nach Stimmung und Wetterlage bei ihren

Rundgängen zwischenzeitlich erinnert an düstere Sherlock-Holmes-Romane

oder Gedichte der Schauerromantik. Weshalb sie

sich nicht mehr wundert über die bei Führungen am häufigsten

gestellte Frage: „Wurde hier auch schon mal eine Moorleiche gefunden?“

Zur Beruhigung: Die habe es noch nicht gegeben, versichert

die Expertin. Zumindest nicht jene klassische Version, die einem

vielleicht als erstes in den Sinn kommt.

„Moore sind Speicher und können uns viel verraten“, erklärt

Julia Wehnert. So sind im Torf durchaus „Leichen“ konserviert.

Pflanzenpollen zum Beispiel, die Aufschluss geben können, welche

Bedingungen hier vor hunderten von Jahren herrschten. Und

gefährlich ist das Moos allemal. Ja, man könnte durchaus stecken

bleiben in diesem Schwamm, sind sich Wehnert und Heinl einig.

Ein Mahnmal erinnert an einen schlimmen Unfall. Während der

Renaturierungs-Maßnahmen verlor ein Mitglied vom Bund Naturschutz

sein Leben. Das mulmige Gefühl und die mitunter zaghaften

Schritte über den riesigen Schwamm sind also nicht ganz

unbegründet.

Griaß di’ Allgäu | 107


Foto: Ralf Lienert

108 | Griaß di’ Allgäu


Allgäu heimatlich

Wussten Sie, dass … nicht nur die Rinder beim Viehscheid mächtig stolz auf ihre großen Schellen

sind? Im Allgäu sind die goldenen Schmiedewerke besonders mit individuellen Gravuren und Verzierungen

ein beliebtes Geschenk zur Hochzeit oder zum runden Geburtstag. Ein teures Geschenk

übrigens, denn eine handgeschmiedete Schelle kann rasch einen Wert von 1000 Euro übersteigen.

Weil sich nicht jeder Bauer den traditionellen Schmuck für alle seine Rinder leisten kann, werden

die Schellen zum Viehscheid häufig geliehen. Ein Leichtes, denn je nach Region treiben die Hirten

das Vieh an unterschiedlichen Tagen vom Berg ins Tal.

Griaß di’ Allgäu | 109


ALLGÄU HEIMATLICH | Bau eines Hochbeets

TIPP FÜR DEN HOBBY-GÄRTLER

Hoch

Ein

aufs Hochbeet

110 | Griaß di’ Allgäu


Bau eines Hochbeets | ALLGÄU HEIMATLICH

Die Holzkästen, gefüllt mit Pflanzen oder Gemüse, sind der Renner.

Weil sie viele Vorteile bieten und zudem den Garten verschönern können.

Ein Hochbeet selbst zu bauen, ist kein Hexenwerk.

Hier wird verraten, wie das geht.

TEXT Freddy Schissler | FOTOS Tobias Brandner

Griaß di’ Allgäu | 111


ALLGÄU HEIMATLICH | Bau eines Hochbeets

112 | Griaß di’ Allgäu


Bau eines Hochbeets | ALLGÄU HEIMATLICH

Keine Frage, Hochbeete sind seit geraumer Zeit der

Renner. Wer mit offenen Augen durch eine Wohnsiedlung

geht, bemerkt: Kaum ein Garten, in dem

nicht ein hoher Holzkasten steht. Na ja, was heißt

hier Holzkasten? Manchmal sind sie ganz einfach nur viereckig,

ja. Aber es gibt das Hochbeet in allen nur denkbaren Varianten.

Rund, stufenförmig, terrassenartig.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und nicht wenige

nutzen das Hochbeet in ihrem Garten als Gestaltungselement,

als Auflockerung, sogar als architektonischen Farbtupfer in einer

Welt der Blumen und Pflanzen.

Gewiss, wer ein Gartencenter ansteuert und Ausschau hält nach

einem Hochbeet wird schnell fündig – zerlegt in die entsprechenden

Einzelteile. Wir wollten aber wissen, wie der Heimwerker

sein ganz individuelles Bauwerk erstellen kann. Sprich: Wir haben

einen Vater und dessen beiden Söhne gebeten, alle Einzelteile

auf eigene Faust zu kaufen und für unsere Leser zum Nachahmen

zu einem Griaß-di‘-Allgäu-Hochbeet zusammenzubauen.

Andreas, Magnus und Pius Rimmel aus Kleinweiler-Hofen

sind keine Neulinge auf diesem Gebiet, aber auch keine ausgebufften

Profis, die im Monat mehrere dieser Kästen zusammenschrauben.

Sie haben sich vor ihrem Einkauf im Bauhaus kurz

beraten, ein paar Sachen durchgerechnet, ein wenig diskutiert

und dann einen Einkaufsplan erstellt (siehe eigener Infokasten).

An einem sonnigen Tag in einem Kemptener Garten ging es

dann Hand in Hand und ruckzuck. Nach fünf Stunden – inklusive

Mittagspause und Leberkäsessen – war das Wunderwerk und

der Beweis vollbracht: ein Hochbeet selbst zu bauen, ist kein Hexenwerk.

Die Foto-Reportage soll Sie, liebe Leserinnen und Leser,

mitnehmen zu den einzelnen Arbeitsschritten. Wir haben uns

für eine einfache, wenig verspielte Variante entschieden – aber

eine, die sich in jedem Garten sehen lassen kann.

Griaß di’ Allgäu | 113


ALLGÄU HEIMATLICH | Bau eines Hochbeets

114 | Griaß di’ Allgäu


Bau eines Hochbeets | ALLGÄU HEIMATLICH

Was haben wir gebraucht?

∙ 10 Bretter, jeweils 3 Meter lang –

6 davon wurden auf 1,50 Meter gesägt, 4 auf 1 Meter

∙ Folie zum Auskleiden der Wände

∙ 8 Säcke mit Erde, jeweils 60 Liter

∙ 2 Wannen mit Kompost sowie Gehölz,

Baumrückschnitte, Laub, Grasschnitt

∙ 1 Päckchen voller Schrauben

∙ Nach dem Zusägen der Bretter die Seitenwände bauen, dann die

Stirnseiten sowie die Folie anbringen, ehe das Beet befüllt wird.

∙ Das Hochbeet-Innenleben ist ein ausgeklügeltes kleines Ökosystem.

Auf kleinem Raum werden ideale Bedingungen fürs Gedeihen

der Pflanzen geschaffen. Das Beet besteht aus dem Rahmen,

sickerfähigem Boden, mehreren Erdschichten wie Baumschnitt,

Humus oder Torf und einer Folie, die das Innere auskleidet.

WILLKOMMEN

IN UNSERER

OBERSTDORFER

BERGWELT

Bei uns finden Sie garantiert das ideale

Feriendomizil! Besuchen Sie uns doch unter

www.oberstdorfer-bergwelt.de

Persönliche Betreuung und

ein herzliches Willkommen

Bergbahn fahren in Oberstdorf und

Kleinwalsertal - so oft Sie möchten!

KOSTENLOS am Anreisetag bei uns

zubuchbar vom 11. Mai bis 3. November 2019.

Nebenkosten, Bettwäsche

und Handtücher sind bei uns inklusive

Brötchenservice über Semmeldienst Allgäu

100 % Entspannung und Erholungsurlaub

für das ganze Jahr

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Bergwelt Ferienwohnungen | Pfarrstraße 4

87561 Oberstdorf | Tel. 0 83 22 / 71 72

www.oberstdorfer-bergwelt.de

info@bergwelt-ferienwohnungen.de

Griaß di’ Allgäu | 115


TITEL | Neuschwanstein

Foto: Sportalm

Ein

Lebensgefühl

Tracht zu tragen, ist angesagt bei vielen

Menschen. Von wegen altmodisch oder antiquiert:

Selbst junge Leute finden Dirndl und Lederhose

modern und schön. Für Tobias Schaber hat

die Tracht sogar eine tiefere Bedeutung.

TEXT Isabell Schmid

116 | Griaß di’ Allgäu


Trachtenmode | ALLGÄU HEIMATLICH

Fotos (4): Florian Gehring

In den vergangenen Jahren bekam das Dirndl

immer wieder ein neues Aussehen. Es gab Varianten

mit Stehkragen, Ärmeln, Lochausschnitt und, und, und.

Was darf man in dieser Saison erwarten?

Tobias Schaber: Der Trend bleibt beim hochgeschlossenen

Dirndl. Im Frühjahr kommen verschiedene Blautöne und viel

Pastell. Ruhige Farben, die sich gut kombinieren lassen. Auch

mit Mustern in allen Variationen: egal, ob als Jacquard (gewebtes

Muster) oder als Print. Im Trend liegen vor allem Blumenmuster,

Nadel- und Zündholzstreifen. Bei den Blusen gibt es viel Spitze

und Hochgeschlossenes.

Ist die Vielfalt bei Lederhosen auch

so groß wie bei Dirndln?

Schaber: Ja, es gibt verschiedene Lederarten wie Wildbock, Reh

und Hirsch mit den unterschiedlichsten Gerbungsarten, die das

Leder aufwerten und kostbar machen. Daraus und aus der Verarbeitung

setzt sich der Preis zusammen.

Was ist der größte Fauxpas

beim Trachtenkauf?

Schaber: Das Produkt nicht zu leben. Die Tracht ist keine Verkleidung,

sondern ein Lebensgefühl. Sie drückt Heimatverbundenheit

aus. Deshalb verkaufen wir die Allgäuer Tracht auch nur

an echte Allgäuer. Wenn ein Hamburger nach grünen Hosenträgern

mit weißen Blumen fragt, erklären wir ihm, dass Edelweißhosenträger

den Einheimischen vorbehalten sind. Das versteht er

auch. Wir bieten ihm dafür etwas an, das zu ihm passt. Das kann

eine Lederhose sein oder etwas aus unserem Sortiment alpiner

Lifestylemode.

Die meisten Ihrer Trachten werden in der hauseigenen

Schneiderei nach Maß angepasst. Klappt das auch,

wenn sich der Kunde kurzfristig entscheidet?

Schaber: Wir hatten einmal einen Brautvater, der erst am Tag

vor der Hochzeit seiner Tochter vorbeikam. Wir haben noch

etwas Schönes für ihn gefunden, dass wir angepasst haben. Unser

Sortiment ist so vielfältig, dass wir immer und für jeden das

Richtige finden. Trotzdem empfehle ich, ein bisschen Vorlaufzeit

mitzubringen.

40 Jahre Trachten Schaber

1979 Anselm Schaber gründet ein Reisegewerbe und vermarktet

Trachtenhüte und Zubehör. Er geht damit auf Märkte,

Volksläufe und Viehscheide. Zu dieser Zeit stößt die Tracht

in der Gesellschaft auf wenig Interesse.

1988 Trachten Schaber öffnet seine Türen in Immenstadt mit

klassischen Trachten, Gamsbärten und Vereinskleidung.

1992 Luzia Schaber kommt ins Unternehmen.

1997 Trachten Schaber zieht mit erweitertem Sortiment auf den

Bräuhausplatz. Neben der klassischen Trachtenmode für

den Einzelhandel entwickelt sich Trachten Schaber zum

Spezialist für Gastrokleidung und Vereinsausstattung.

2007 Es wird wieder eng zwischen den Regalen und deshalb das

Geschäft erweitert.

2017 Tobias Schaber tritt in die Fußstapfen seines Vaters.

2019 Trachten Schaber feiert 40. Geburtstag.

Griaß di’ Allgäu | 117


118 | Griaß di’ Allgäu

Retter

Festspielhaus

vom

Kaufbeuren

Marktoberdorf

Füssen

Nesselwang

Bad Wörishofen

Buchloe

Schongau

Lechbruck

Reutte

Ehrwald

Nassenreith

Imst

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

Ravensburg

Wangen

Isny

Leutkirch

Biberach

Illertissen

Schwabmünchen

Mindelheim

Kempten

Landsberg

am Lech

Lindau

Immenstadt

Oberstaufen

Tannheim

Sonthofen

Oberstdorf

Riezlern

Warth

Memmingen

Bodensee

Forggensee

Iller

Iller

Lech

Lech

Wertach

Günz

M

Scheidegg

Füssen

Kaufbeuren

Marktoberdorf

Füssen

Nesselwang

Bad Wörishofen

Buchloe

Schongau

Lechbruck

Reutte

Ehrwald

Nassenreith

Imst

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

Ravensburg

Wangen

Isny

Leutkirch

Biberach

Illertissen

Schwabmünchen

Mindelheim

Kempten

Landsberg

am Lech

Lindau

Immenstadt

Oberstaufen

Tannheim

Sonthofen

Oberstdorf

Riezlern

Warth

Memmingen

Bodensee

Forggensee

Iller

Iller

Lech

Lech

Wertach

Günz

M

Scheidegg

Kaufbeuren

Marktoberdorf

Füssen

Nesselwang

Bad Wörishofen

Buchloe

Schongau

Lechbruck

Reutte

Ehrwald

Nassenreith

Imst

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

Ravensburg

Wangen

Isny

Leutkirch

Biberach

Illertissen

Schwabmünchen

Mindelheim

Kempten

Landsberg

am Lech

Lindau

Immenstadt

Oberstaufen

Tannheim

Sonthofen

Oberstdorf

Riezlern

Warth

Memmingen

Bodensee

Forggensee

Iller

Iller

Lech

Lech

Wertach

Günz

M

Scheidegg


Festspielhaus Füssen | ALLGÄU HEIMATLICH

Wo König Ludwig II. einst

Visionen Taten folgen ließ

und zwei Märchenschlösser

genügend Raum für Träume

bieten, hat sich Manfred Rietzler

einer Herkulesaufgabe

verschrieben: Er will ein zuletzt

immer wieder in finanzielle

Schieflage geratenes

Festspielhaus auf Kurs bringen.

Dazu hat er einen klaren

Business-Plan und ein

vielfältiges Kulturprogramm.

TEXT Freddy Schissler

FOTOS Ralf Lienert & Peter Samer

Was für ein Traum, einerseits: Ein imposantes

Festspielhaus, in dem die Geschichte König

Ludwigs II. gespielt wird, zudem mit Sichtkontakt

zum Märchenschloss Neuschwanstein.

Was für ein Dilemma andererseits: Das Theaterhaus hat mehrere

finanzielle Pleiten hinter sich und stand vor geraumer Zeit wieder

vor dem Aus. Nun aber ist Manfred Rietzler da. Er soll den Kulturtempel

wieder auf Kurs bringen. Wird er zum Retter?

Was für ihn der Begriff Heimat bedeute? Manfred Rietzler

hat Platz genommen im Foyer der Königsloge, und wer dort aus

dem Fenster schaut, traut seinen Augen kaum. Direkter Blick auf

die Berge, in die beide Königsschlösser wie winzige Häuser einer

Modelleisenbahnanlage eingepasst sind, davor der Forggensee

und die Gartenanlage des Festspielhauses. Wer hier den Blick

schweifen lässt, kommt nicht am Begriff Heimatgefühl vorbei.

Nun ist Rietzler, 56, allerdings keiner mit übertriebenem Sinn

für Sentimentalitäten. Ja, er ist im Ostallgäu geboren, weshalb

das hier zeitlebens seine Heimat sein werde. Die Berge, die Seen,

die Wiesen, die weitgehend intakte Natur – all das mag er, und

er besuche auch gerne die Heimat. Doch daheim sei er seit vielen

Jahren in Thailand, in Bangkok. Dort ist sein Lebensmittelpunkt.

Und doch ist der umtriebige Geschäftsmann mit starkem Hang

zu Innovationen, der unter anderem die Idee zum elektronischen

Reisepass hatte, geschäftlich zurückgekehrt in die Heimat, in

Ludwigs Festspielhaus. Das hat er nach finanzieller Schieflage vor

dem Verfall gerettet. Er hat nicht gleich zugesagt, als man ihn

anrief und in höchster Not um Hilfe bat. Aber irgendwann hat er

sich überreden lassen.

Jetzt ist er im zweiten Jahr Eigentümer eines bemerkenswerten

Theaterhaus-Komplexes an einem bemerkenswerten Ort.

Er ist nun öfter von zu Hause weg und in seiner Heimat, und

es ist vor allem sein Drang, Neues anzupacken, das ihn an den

Forggensee getrieben hat. Alle Vorbesitzer haben das Festspielhaus

irgendwann an die Wand gefahren. Obwohl das Ludwig-

Musical, der künstlerische Eckpfeiler des Hauses, stets gute Resonanz

und ebenso gute Kritiken bekam. Manfred Rietzler glaubt

gleichwohl an eine Überlebenschance des Festspielhauses.

Griaß di’ Allgäu | 119


ALLGÄU HEIMATLICH | Festspielhaus Füssen

Vor über 20 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von

Basoni. Unsere langjährige Erfahrung, unser freundliches

Team und die Leidenschaft zum Kaffee zeichnen uns aus.

Überzeugen Sie sich selbst und kommen Sie in den puren

Genuss, in unserer Manufaktur in Waltenhofen, bei

Schulungen oder bei einem Besuch in einer der Basoni

Partnerbars in Kempten, Marktoberdorf oder Füssen.

Wir freuen uns auf Sie!

Sein Business-Plan: Zunächst den Theaterbetrieb inhaltlich

auf die Beine stellen. Dann die ökonomische Grundlage für ein

Überleben schaffen – mit dem Bau eines Fünfsterne-Hotels.

Das Programm für 2019 steht und ist vielfältig: Geboten werden

drei Musical-Eigenproduktionen – Ludwig 2 , die Päpstin und

Der Ring, das Musical. Dazu 40 Veranstaltungen anderer Anbieter

– vom Auftritt der Kelly Family bis hin zu Open-Air-Konzerten

namhafter Künstler (siehe auch meet-and-greet-Aktion).

Rietzler und Theaterdirektor Benjamin Sahler wollen vor allem

eines nicht: Langeweile aufkommen lassen. Weshalb immer wieder

aufs Neue an den Eigenproduktionen getüftelt wird.

Also alles in Butter? Nicht ganz, denn nur mit einem Hotel

in unmittelbarer Nachbarschaft hält Rietzler ein Überleben des

Theaterbetriebs für möglich. Damit würde er drei Probleme

in den Griff bekommen: einen Übernachtungs-Engpass in den

Sommermonaten; einen bescheidenen öffentlichen Verkehr, insbesondere

nach Vorstellungen; eine zusätzliche finanzielle Einnahmequelle,

um ein Minus im Kulturbetrieb auszugleichen.

Doch noch sind die Hotelpläne nicht in trockenen Tüchern, weil

der Bund Naturschutz Bedenken äußert. Die will Rietzler, als

gebürtiger Allgäuer und der Natur verbundener Mensch, gar

nicht in Frage stellen. Weshalb er das Angebot unterbreitet, für

den Bau des Hotels entsprechende Ausgleichsflächen zu schaffen.

Ob Manfred Rietzler letztlich zum Retter und Helden des

Festspielhauses avanciert? Er kann mit solchen Formulierungen

wenig anfangen. Da ist er zu sehr bodenständiger Allgäuer und

zu wenig Träumer. In seiner Heimat ein kolossales Theaterhaus

zu erhalten – das allerdings ist sehr wohl sein Ziel.

Kaffeerösterei

Spezial: Stars hautnah erleben !!!

Fachgeschäft & Schulungen

Hier winken 2 tolle Gewinne: Zusammen mit dem Festspielhaus

bieten wir eine „Meet-and-greet-Aktion“ sowie eine Karten-

Verlosung an: Treffen Sie beim Musical den bayerischen König

Ludwig II. – oder genießen Sie kostenlos den Auftritt des

irischen Sängers Rea Garvey.

Wer mitmachen will bei den Aktionen, schickt eine Mail an (mit

dem Vermerk der Wunschaktion): redaktion@griassdi-allgaeu.de

AUSZUG AUS DEM FESTSPIELHAUS-PROGRAMM

Ab 16. Mai Musical Ludwig² (ca. 80 Vorstellungen), 12. bis 20.

Oktober Der Ring – das Musical, 20. Juni Ludwig meets Michael

Jackson, 17. Juli Open-Air: Toto, 18. Juli Open-Air: Joan Baez,

9. August Open-Air: Rea Garvey, 24. August Königsgala

Karten: 0831/206-55 55, www.allgaeuticket.de

oder Telefon: 0 83 62 / 560 77 777.

Infos und weitere Veranstaltungen: www.das-festpielhaus.de

C a ff èbars

120 | Griaß di’ Allgäu

Basoni • Ottostraße 4 • 87448 Waltenhofen

www.basoni-kaffee.de


ANZEIGE

HOCHGRAT

Der Panoramaberg

Bei der gemütlichen Auffahrt entschleunigen

und immer neue Ausblicke auf die grünen

Hügel im Westallgäu und den Bodensee entdecken,

so fängt er Tag gut an. Oben angekommen

beeindruckt ein grandioses Alpenpanorama

auf mehr als 300 Gipfel. Der Hochgrat

ist mit 1834m der höchste Gipfel der Nagelfl

u h ke t t e.

WANDERN

Die Bergstation auf 1708 m ist idealer Ausgangspunkt

für Touren jeglicher Schwierigkeit.

Der Gipfel ist in einer halben Stunde zu erreichen.

Wem das zu wenig ist, geht auf dem sonnigen

Panorama-Rundweg in ca. 2 1/2 Stunden

wieder zurück zur Bergstation. Wer ca. 4

Stunden Gehzeit bewältigen möchte, wandert

über den „Luftigen Grat“ zur Falkenhütte und

über den Weg der alten Bäume hinab zur

Talstation. Die Nagelfluh-Überschreitung in

Richtung Osten zum Mittag in Immenstadt

erfordert eine gute Kondition (Gehzeit 6 Std) ,

alpine Ausrüstung und (wichtig!) Verpflegung.

RESTAURANT

Direkt in der Bergstation befindet sich das

Bergrestaurant mit großer Sonnenterrasse.

Hier genießt man regionale Speisen, hausgemachte

Kuchen und leckere Getränke mit Blick

auf das fantastische Panorama.

SPIELPLATZ

Für die Kleinen gibt es ab dem Sommer 2019

einen brandneuen Erlebnis-Spielplatz mit tollen

Geräten zum Balancieren, Klettern und

Schaukeln. Bei nicht so schönem Wetter spielen

die Kleinen im Indoor-Spielplatz mit Hüpfburg.

SONNENAUFGANG

Ein besonderes Highlight sind die einmal im

Monat stattfindenden Sonnenaufgangsfahrten

mit Berggottesdienst

oder Bergmesse

am Gipfelkreuz.

SONNENUNTERGANG

Wenn die Sonne im Bodensee versinkt und das

Abendrot die Gipfel färbt, das ist ein atemberaubendes

Naturschauspiel. Oftmals finden

auch zum Sonnenuntergang Berggottesdienste

statt, die von einheimischen Musikkapellen,

Alphornbläsern oder Jodlern begleitet werden.

VOLLMOND

Gleich 2 faszinierende Erlebnisse an einem

Abend: Erst bezaubert der Sonnenuntergang

und wenn dann noch der Vollmond sein mystisches

Licht auf die Alpen wirft, kann man nur

noch die Schönheit der Natur bestaunen.

Termine findet man unter www.hochgrat.de

Fotos: neunBLICKWINKEL

HOCHGRATBAHN

OBERSTAUFEN-STEIBIS

SOMMER

AUF DEM HOCHGRAT

■ AUSGANGSPUNKT FÜR VIELE WANDERTOUREN

■ AUSSICHT AUF ÜBER 300 GIPFEL

■ PANORAMA-RUNDWANDERWEG

■ ERLEBNISFAHRTEN ZUM SONNEN-AUFGANG/-UNTERGANG/VOLLMOND

■ BERGGOTTESDIENST AUF DEM HOCHGRAT

HOCHGRATBAHN GMBH U. CO

Lanzenbach 5 | D-87534 Oberstaufen-Steibis


+49 8386 8222

✉ info@hochgrat.de

Bahnbetrieb von 9.00 bis 16.30 Uhr

www.hochgrat.de

Griaß di’ Allgäu | 121


TITEL | Neuschwanstein

122 | Griaß di’ Allgäu


Tänzelfest | ALLGÄU HEIMATLICH

BAYERNS ÄLTESTES KINDERFEST

Heißer Tag,

cooles Abenteuer

Günzburg

Donau

Zusam

Ulm

Augsburg

Senden

Das Tänzelfest in Kaufbeuren hat eine über 450-jährige Tradition.

Königsbrunn

Beim Festumzug sorgen Krumbach 1700 kostümierte Kinder für einen der Höhepunkte.

Illertissen

Schwabmünchen

Jahr 1905 mit dabei. Hier erzählt er, wie es war und wie es sich anfühlte.

Günz

Kammel

Mindel

Der siebenjährige Moritz Pramann war als kleiner Feuerwehrmann aus dem

Wertach

Lech

Biberach

Mindelheim

Landsberg

am Lech

Buchloe

Iller

Memmingen

Bad Wörishofen

nsburg

nsee

Lindau

Bregenz

Kaufbeuren

Puh, war das heiß, so ein mega Hochsommertag.

Und alle paar Minuten durften wir von einer Leiterseite

Schongau

Für mich fühlte es sich wie nur ein voller Eimer an.

Leutkirch

als eine Stunde unterwegs. Wir steckten in

auch auf die andere wechseln, damit uns die Arme nicht einschliefen.

Oh ja, wir haben alle ganz schön geschwitzt und er-

Marktoberdorf

Uniformen aus schwerem, schwarzen Stoff und hatten

einen Helm auf dem Kopf. Nicht so einen aus Plastik, wie ihn schöpft war ich hinterher auch, und nicht nur ein bisschen.

Kempten

zum Beispiel Bob, der Baumeister trägt. Nein, unserer war aus Denn: Am Straßenrand standen viele, so richtig viele Menschen

und sahen dem großen Festumzug beim traditionellen

echtem Metall, und er glänzte in der Sonne. Gut, dass der Helm

innen wenigstens Isny

Lechbruck

gepolstert war, so wackelte er nicht auf dem Tänzelfest zu. Und ich durfte mittendrin sein. Meine Mama hat

Kopf hin und her.

Wir trugen nicht nur Uniformen, sondern auch noch eine Leiter.

Die war ziemlich lang, es war ja auch eine Feuerwehrleiter.

Nesselwang

Und die Leiter war ungefähr so schwer wie vier volle Putzeimer.

mir erzählt, dass das Tänzelfest in Kaufbeuren das älteste Kinderfest

Bayerns ist. Kaiser Maximilian I., der von 1459 bis 1519

lebte, soll das Tänzelfest gestiftet haben. Es gibt ein Dokument

Füssen von 1567 über einen Lehrer, der in Haft kam, weil er während

Aber weil wir ja acht Buben an der Leiter waren – der Valentin, des Kinderfests zu ausgiebig feierte. Die vielen Besuche von Kai-

Oberstaufen

Immenstadt

Matti, Luis und dazu vier, die ich noch nicht kannte – ging es ser Maximilian in seiner „viellieben Stadt“ werden alljährlich am

doch ganz gut.

Sonthofen

Tannheim vorletzten Wochenende vor den Sommerferien für die Kin-

Wangen

Scheidegg

Iller

Reutte

Forggensee

Dornbirn

Oberstdorf

Ehrwald

Nassenreith

Griaß di’ Allgäu | 123

Riezlern


ALLGÄU HEIMATLICH | Tänzelfest

Fotos: Ulrich Pramann (2), Matthias Wild (2)

der aus Kaufbeuren zum Anlass, die Geschichte ihrer Stadt

vom ausgehenden Mittelalter bis zur Biedermeierzeit spielerisch

nachzuempfinden.

Das Tänzelfest dauert 12 Tage. Höhepunkte sind das mittelalterliche

Lagerleben mit seiner besonderen Atmosphäre in Kaufbeurens

Altstadt und vor allem natürlich der Festumzug, an dem

sich jedes Jahr etwa 1700 Kinder, 170 Pferde, 35 Kutschen und

Festwagen mit rassigen Gespannen und 24 Musikgruppen beteiligen.

Alle, die beim Kaufbeurer Tänzelfest mitmachen, haben historische

Kostüme an. Genau solche, wie sie

ganz früher auch die Bäcker und Weber, Gerber,

Schuster oder Bierbrauer trugen. Immer

gehen aber auch Ritter in Kettenhemden

mit, eine große Gruppe Nonnen, sogar Fürsten

und hohe Herrschaften auf Pferden, Lanzenträger

als Begleiter, eine Falknerin mit einem echten Falken

auf dem Arm und zwei Jäger, die schleppten die ganze Zeit ein

Wildschwein auf den Schultern, aber das war bestimmt ausgestopft.

Und wir waren von der Feuerwehr, mit einem ziemlich

alten Feuerwehrwagen vorneweg.

„Der ist aus dem Jahr 1905“, erklärte uns der Chef, bevor es

losging. Wir staunten über das komische Gefährt. Das war eine

Art Kutsche, die von zwei Pferden gezogen wird, die hat Platz

für zwei Feuerwehrmänner, ein paar Schläuche und so eine

Pumpe, aber mit keinem Motor, nein, mit Handbetrieb. Und

damit wollten die damals einen Hausbrand löschen?

„Wir staunten über das

komische Gefährt. Das

war eine Art Kutsche.“

Zehntausende Besucher aus nah und fern standen an diesem

heißen Julitag am Straßenrand und klatschten allen, die beim

Festumzug mitmachten, begeistert Beifall. Auch uns.

Vor uns im Festzug waren ein paar Mädchen, die als feine Damen

mit einer Kutsche fahren durften. Die hatten es echt gut.

Jedenfalls besser als wir. Hinter dem alten Feuerwehrteil, das vor

uns zuckelte, schleppten wir die Leiter. Ob die Zuschauer uns

deswegen applaudiert haben? Jedenfalls amüsierten die sich, besonders,

wenn wir Buben zwischendurch immer wieder mal ein

Kommando riefen, wie es früher wohl auch die Feuerwehrmänner

machten: „Wasser marsch!“.

Einmal passierte etwas echt Blödes. Da

standen ein paar Teenager und die haben sich

über uns lustig gemacht. Als wir nämlich

wieder „Wasser marsch!“ riefen, riefen die

zurück: „Wasser am Arsch“. Hahaha.

Als ich noch kleiner war, haben mich meine Eltern schon mal

auf das Tänzelfest mitgenommen. Wir haben das Lagerleben besucht.

Da war unheimlich viel los. Kein Wunder, es ist ja auch

etwas Besonderes. So viele Erwachsene und Kinder, die sich wie

früher verkleidet hatten. Und so viele Stände mit Ritterschmaus

und solchen Sachen.

Boahhh, wisst ihr, was ich da zum ersten Mal zu essen bekommen

habe? Nonnenfürzle! Erst wollte ich nicht, aber die haben

dann doch ganz gut geschmeckt, die Nonnenfürzle, so ein bisschen

wie kleine Krapfen. Es war letztes Jahr im Frühling, als

mich meine Mama fragte, ob ich jetzt selbst mal beim Tänzelfest

124 | Griaß di’ Allgäu


Tänzelfest | ALLGÄU HEIMATLICH

mitmachen möchte. In der Schule zeigte unsere Lehrerin grüne

Anmeldungskarten.

Mmmhh. Ich wusste nicht so recht. Ich wusste nur, dass man

beim Tänzelfest verkleidet rumläuft, aber ich wusste nicht,

welche Verkleidung ich am liebsten hätte. Als mein bester Freund

Valentin sagte, er würde da gerne mit mir mitmachen, wollte ich

auch.

Aber als was? Wir fuhren mit unseren grünen Karten zur

Einkleidung nach Kaufbeuren. Es kamen für uns zwei Sachen

in Frage: Feuerwehr oder Bürgerwehr. War für mich ziemlich

leicht, zu entscheiden. Mit der 2. Klasse haben wir mal das

Bauernhofmuseum in Illerbeuren besucht, da wurde uns auch

viel rund um das Thema Feuer erzählt. Das war spannend. Und

eine Zeitlang habe ich auch gerne mit Siku-Autos gespielt, da

waren auch zwei Feuerwehrautos dabei, das waren schöne rote

Technikteile. Also: Feuerwehr.

Als uns dann die Frauen bei der Einkleidung die flotte Uniform,

den Gürtel und den glänzenden Helm gaben, oh ja, da war ich

ziemlich stolz. Und aufgeregt war ich natürlich auch, als endlich

das Tänzelfest vor der Tür stand. Wir gingen ja zweimal beim

Festumzug mit, erst am Sonntagnachmittag, dann noch einmal

am Montagmittag.

Das zweite Mal war es besonders gut. Warum? Weil Valentin

und ich die letzten beiden Schulstunden frei bekamen, weil

wir ja zum Tänzelfest mussten. Da waren die anderen Buben

in unserer Klasse, glaube ich, ein bisschen neidisch. Fabian und

Tim jedenfalls wollen deswegen dieses Jahr auch gerne beim

Tänzelfest mitmachen (vom 11. bis 22. Juli).

Ich auch. Gerne wieder als Feuerwehrmann. Das hat eigentlich

viel Spaß gemacht, auch wenn es unterm Helm ziemlich heiß

und die Leiter ganz schön schwer war. Aber dieses Jahr bin ich

ja schon fast neun – und bestimmt ein ganzes Stück stärker.

www.taenzelfest.de

Der Junge

Moritz

Anmerkung der Redaktion:

Moritz Pramann wurde 2010 in Kaufbeuren geboren

und lebt mit seinen Eltern in Aitrang im Ostallgäu.

Bei seinem Tänzelfest-Text hat ihm sein Papa ein

bisschen geholfen: Ulrich Pramann, früherer

„stern“-Redakteur sowie Chefredakteur von

„fit for fun“ und heute freier Journalist und Buchautor.

Griaß di’ Allgäu | 125


TITEL | Neuschwanstein

Ritter

& starke Frauen

Alle drei Jahre wird auf der Freilichtbühne Altusried ein großes Spiel präsentiert.

Dieses Jahr fiel die Wahl auf „Artus!“. Premiere ist am 8. Juni.

INTERVIEW Michelle Aus dem Bruch

Es geht um Liebe, Eifersucht, Krieg und zwei gegensätzliche

Welten: Auf der Freilichtbühne Altusried wird der

sagenumwobene König Artus wieder zum Leben erweckt.

An der Inszenierung beteiligen sich knapp 500 Altusrieder

– die jüngsten Schauspieler sind ein Jahr alt, die ältesten

80 Jahre. Alle menschlichen und tierischen Mitwirkenden

unter einen Hut zu bringen, ist Jana Vettens Aufgabe. Die

30-jährige Bambergerin führt Regie und ist die erste Frau

beim Freilichtspiel in Altusried, die diesen Job übernimmt.

Wie kommt es, dass Sie als Nicht-Altusriederin Regie führen?

Jana Vetten: Die Freilichtbühne holt seit Jahren Regisseure von

außen. Sie wollen den traditionellen Kern mit Mitwirkenden

aus dem Ort beibehalten, sich aber trotzdem professionalisieren.

Dieses Jahr wollten sie eine weibliche, junge Regiesprache. Die

Spielerinnen und Spieler entscheiden demokratisch über die

Auswahl der Stücke. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Artus. Ich

habe mich mit dem Autor des Stücks, Christian Schönfelder,

zusammengesetzt und wir haben gemeinsam eine Fassung

ausgearbeitet. Im Stück geht es nicht nur um Könige und Ritter

auf Pferden, sondern um den Kampf zweier unterschiedlicher

Welten - mit starken Frauenfiguren und Konflikten.

Was macht die große Begeisterung im Ort aus?

Jana Vetten: Ich denke, da gibt es unterschiedliche Gründe.

Einmal die integrative Wirkung. Jeder der mitmacht, wird

sofort integriert und findet Freunde. Die Leute, die mitmachen,

bekommen das Gefühl, etwas für die Gemeinschaft zu tun und

gebraucht zu werden. Sie können zusammen etwas erschaffen

und definieren sich darüber. Und natürlich macht es auch Spaß.

Wie bringen Sie alles unter einen Hut?

Jana Vetten: Mit viel Arbeit, langer Vorbereitung und

Kommunikation. Zwischendurch gibt es auch mal Chaos. Ich

muss einen Plan A, Plan B und Plan C in der Hinterhand haben,

falls etwas nicht klappen sollte. Und ich habe ein Team mit

Leuten, denen ich extrem vertrauen kann, hinter mir. Das nimmt

mir viel Arbeit von den Schultern.

Den erwachsenen Artus spielt mit Volker Klüpfel einer jener

Autoren, die die Krimis mit dem Allgäuer Kommissar Kluftinger

schreiben. Weshalb ist die Wahl auf ihn gefallen?

Jana Vetten: Er ist einfach ein guter Schauspieler und hat eine

tolle Bühnenpräsenz. Ich habe erst nach dem Casting das erste

Buch von ihm gelesen. Und der ganze „Klüpfel-Clan“ ist dabei.

Sein Vater spielt einen der Merlins, seine Nichte besetzt eine

Kinder-Hauptrolle. Außerdem ist die Rolle des Artus zweigeteilt,

immerhin liegen zwischen dem ersten und dem zweiten

Teil knapp 20 Jahre. Der Schauspieler des jüngeren Artus, Julian

Wartenberg, und Volker Klüpfel passen sehr gut zusammen.

INFOS Gespielt wird von 8. Juni bis 18. August, immer

donnerstags bis sonntags (27 Spieltermine). Tickets unter

Telefon 08 31 / 206 - 55 55 und www.allgaeuticket.de

Foto: Matthias Becker

126 | Griaß di’ Allgäu


ANZEIGE

ERHOLUNG IM ALLGÄU

Eine Familie, zwei Hotels

Die Lingenfelders leiten bereits in zweiter Generation zwei Hotels in Schwangau:

Das Hotel König Ludwig und das Hotel Maximilian bieten Wellness der Extraklasse.

DIE SEHNSUCHT LEBEN

Von Allgäuer Alpen und Königsschlössern

umgeben, liegt das König Ludwig

Wellness & Spa Resort. Dort sorgen gemütliche

Zimmer, Zirben-Chalets und

Luxus-Suiten mit Whirlpool, Panorama-

Sauna oder Panorama-Infrarotkabine für

ein Wohlfühlambiente.

Gäste können bei 15 Bade-, Schwitz- und

Relaxattraktionen im 4 500 uadratmeter

großen Ludwig SPA abschalten. Neu sind

das Ruhehaus mit 120 000 Kristallen und

die Yoga-Lounge. Körpertreatments, Gesichtsbehandlungen,

Basenanwendungen

und heimische Naturkosmetik bietet das

Ludwig Refugium. Geschulte Therapeuten

behandeln Schwangere. Zeit zu zweit

erleben Paare im Private SPA mit Dampf-

DAS KÖNIG LUDWIG WELLNESS & SPA RESORT ALLGÄU****S

Kreuzweg 15 | 87645 Schwangau | Tel. 0 83 62 / 8 89-0

info@koenig-ludwig-hotel.de | www.koenig-ludwig-hotel.de

bad, Paarwhirlwanne sowie Wasserbett.

Sportlichen bietet die Fit & Fun Lodge ein

Workout mit 40 Kursen wöchentlich.

Abends erwartet die Gäste ein 5-Gänge-

Wahlmenü mit heimischen Produkten

und korrespondierenden Weinen.

HERZLICHKEIT VON FRÜH BIS SPÄT

Das Verwöhnhotel Maximilian – Wellness

Garni - ein elegantes und gemütliches

Hotel mit eigenen Idealen. Gäste genießen

eine familiäre und herzliche Atmosphäre

der besonderen Art.

Der Blick auf die Schlösser sowie die

Berg- und Seenlandschaft machen den

Aufenthalt zu einem außergewöhnlichen

Erlebnis. Individuelle Betreuung und

Herzlichkeit sind gelebte Werte und fangen

bereits beim Frühstück an: Den Gast

erwartet eine Vielfalt an regionalen und

saisonalen Köstlichkeiten. Und wer am

Abend möchte, kann ein „Schwangauer

Brotzeitbrettl“ genießen.

Der Wellnessbereich rundet Maximilians

Wohlfühlambiente ab. In der finnischen

Sauna, dem Aroma-Dampfbad, der Infrarotkabine

mit angeschlossenem Ruhe-

HOTEL MAXIMILIAN

raum und im Hallenbad lässt es sich nach

einem erlebnisreichen Tag entspannen.

Wohltuende Behandlungen bietet das

Massage- und Kosmetikstudio.

Traumhafte Lage, individueller Service

und wahre Gastfreundschaft, die von Herzen

kommt - willkommen im Hotel Maximilian!

Marienstraße 16 | 87645 Schwangau-Waltenhofen | Tel. +49 (0) 8362 988-0

info@hotel-maximilian-schwangau.de | www.hotel-maximilian-schwangau.de

Griaß di’ Allgäu | 127


ANZEIGE

Sommer

IN DEN HÖRNERDÖRFERN

MOMENTE

ZUM

GENIESSEN

Fischen, Ofterschwang, Obermaiselstein, Bolsterlang und Balderschwang

sind die Sommerdörfer Ihrer Träume. Denn wenn man an

Sommerfreuden im Allgäu denkt, sind es die kleinen Genüsse, auf

die man sich freut. Blütenduft, Sonnenschein, Bergpanorama. Dazu

ein frisches Lüftchen, ein schattiges Rastplätzchen am Wasser und

vielleicht ein kühles Glas Buttermilch auf der Alpe. Für die wahren

Allgäu-Momente braucht man nicht viel. Aber das Richtige: Ruhe,

die bis zur Seele reicht, Natur, die für Groß und Klein erlebbar ist,

Gesundheit, die einfach in der Luft liegt und auf dem Teller zum

Genuss wird.

ENTSPANNUNG AUF DIE EINFACHE ART

Einfach entspannen? Gar nicht so einfach. Aber in den Hörnerdörfern

weiß man, dass Entspannung keine „Challenge“ ist, sondern

ein wohliger Zustand, der sich einstellt, wenn man mit angenehmen

Erlebnissen beschäftigt ist. Das kann eine geführte meditative

Wanderung sein, ein Tagtraum am stillromantischen Auwaldsee

oder ein Sonnenaufgang inmitten von Alpengipfeln. Das kann

ebenso gut eine Partie Disc-Golf am Ofterschwanger Horn sein, ein

Tag im Erlebnis- und Familienbad in Fischen oder eine sagenhafte

Höhlenexpedition in Obermaiselstein. Spannend entspannend ist

auch Bogenschießen in Bolsterlang oder eine Regenbogen-Jagd

am Scheuenwasserfall in Balderschwang. Schöner Nebeneffekt

dieser und vieler weiterer Sommererlebnisse: Sie fördern die Gesundheit!

Denn man ist draußen. In der Natur der Hörnerdörfer profitiert

man automatisch vom Reizklima auf drei Höhenlagen, von

der exzellenten Luftgüte, von den schlaffördernden dunkelstillen

Nächten. Etwa beim Waldbaden. Durch das Heilklima ist die positive

Wirkung des Waldbadens in Fischen besonders intensiv und


heißt deshalb Wald.Luft.Baden. Und kleine Besucher überzeugt

man im Fischinger Weidach mit zwei Worten für ein Waldbad: Zutrauliche

Eichhörnchen.

DAS ALLGÄU HAT EINEN GUTEN GESCHMACK

„Hochgenuss“ darf man in den Hörnerdörfern wörtlich nehmen:

Denn in Berggasthäusern mit ihren Sonnenterrassen und auf den

Alpen und Hütten werden deftige Brotzeiten oder süße Kuchen

auch ganz weit oben aufgetischt. Bei geführten Touren auf die

Sennalpen, durch die Käse- und Schinkenkeller oder durch den

kräuterreichen Naturpark kann man selbst erleben, wie im Allgäu

aus Natur, Handwerk und Geduld köstliche Delikatessen entstehen.

Oder man erschmeckt es gleich in einer großen Portion Kässpatzen

und einem sahnigen Eis aus frischer Bergblumen-Milch.

Viele kleine Allgäu-Momente machen den Sommer zu einer großen

Zeit. Einfach, natürlich, entspannt – in Ihren Hörnerdörfern.

TOURISMUS HÖRNERDÖRFER GMBH | Am Anger 15 | 87538 Fischen i. Allgäu

Telefon 0 83 26 / 36 46-0 | info@hoernerdoerfer.de | www.hoernerdoerfer.de

HOTELS

der

Hörnerdörfer

OA TV P

OA TV P

OA

Oberallgäu

HOTEL ALPENBLICK *** S

Maderhalmer Weg 10

87538 Fischen

Tel. +49 (0) 83 26 / 97 91

info@hotel-alpenblick.de

· traditionell moderne Küche mit

regionalen Produkten

· unsere Zimmer, Appartments & Suiten

verbinden modernen Wohnkomfort mit

dem typischen Stil der Alpen

· im Sommer bekommen unsere Gäste

freie Fahrt mit den Hörnerbergbahnen

www.der-alpenblick.de

HOTEL-RESTAURANT FORELLENBACH

Mühlenstrasse 4 ½

87538 Fischen

Tel. +49 (0) 83 26 / 38 43 80

info@forellenbach.de

Tischreservierung erforderlich

· familiengeführtes Unternehmen seit

über 50 Jahren

· gemütliches Ambiente im Allgäuer Stil

· ausgezeichnete Forellenspezialitäten

aus eigener Quellwasser-Aufzucht

· frische regionale Küche mit Hotelrestaurant

(Reservierung erforderlich)

www.forellenbach.de

TV

P

TV im

Zimmer

Parkplatz

am Haus

Internetanschluss

Familienfreundlich

Griaß di’ Allgäu | 129


We

ALLGÄU HEIMATLICH | Demeter-Hof

ZWEI MÄNNER, EIN WEG

Donau

Günzburg

Zusam

Die Weisheit

Ulm

Senden

der Natur

Illertissen

Günz

Kammel

Krumbach

Mindel

S

Biberach

Josef Schneid traf vor über 30 Jahren eine damals abenteuerliche

Entscheidung: Er krempelte seinen Landwirtschaftsbetrieb um

und richtete sich ausschließlich nach Demeter-Vorgaben.

In seinem Sohn Andreas hat er einen Verbündeten gefunden. Memmingen

Zu Besuch auf dem Wannenhof in Haldenwang.

TEXT Freddy Schissler | FOTOS Ralf Lienert

Leutkirch

Iller

Mindelheim

Bad Wörishofen

Kaufbeure

Ravensburg

Kempten

Haldenwang

Marktoberdor

Wangen

Isny

Scheidegg

Iller

Nesselwang


Lindau

Bodensee

Bregenz

Oberstaufen

Immenstadt

Sonthofen

Tannheim

Reu

Dornbirn

Oberstdorf

Riezlern

Feldkirch

Warth

Lech

130 | Griaß di’ Allgäu


Demeter-Hof | ALLGÄU HEIMATLICH

Am Anfang waren mitunter verwunderte Blicke und

die Frage: „Hosch scho ghört, was der Schneid Josef

macht?“ Man schreibt das Jahr 1988, und der Schneid

Josef ist Landwirt im Oberallgäuer Haldenwang. Er

bewirtschaftet den Wannenhof, gelegen auf 860 Meter Höhe. Ein

Ort mit Tradition, denn seit vielen Jahren wird der Hof

innerhalb der Familie Schneid von Generation zu

Generation weitergegeben. Man kennt sich im

Dorf und unter Landwirten sowieso.

Na ja, und plötzlich geht dieser Schneid

Josef einen etwas anderen Weg als all

die Jahre zuvor – und einen anderen

Weg als die Landwirtskollegen im

Umkreis. Es ist vermutlich dieser

Satz von Walter Heim, einem Bio-

Pionier aus dem Westallgäu, der

Schneid den letzten, den entscheidenden

Anstoß zur

Veränderung gibt:

„In der Natur

ist alles sinnvoll und

begründet, denn sie ist

weisheitsvolle Schöpfung, ist

vollkommen und hat immer

Recht. Alles ist wesentlich und

bedeutungsvoll. Gegen die

Weisheit der Natur zu

handeln ist Irrsinn.“

Jedenfalls entscheidet sich der Haldenwanger Landwirt, seinen

Hof mit 30 Hektar Grünland künftig nach den Richtlinien

des Demeter-Verbandes zu bewirtschaften. Er ist überzeugt von

dieser Art der Landwirtschaft, weil er Walter Heim beim einen

oder anderen Vortrag zugehört hat. Und weil er dessen Hof im

Westallgäu mehrere Besuche abstattet und sich alles ganz

genau angeschaut. Noch heute erinnert er sich:

„Der besaß eine große Blumenweise, die er mit

der Sense bearbeitete.“ So etwas imponierte

Josef Schneid schon damals, und es bestärkte

ihn, seinen Weg zu gehen.

Man kennt das ja aus anderen Bereichen:

Pioniere sind Leute, die eine

Menge an Mut benötigen. Denn

ein neuer Weg ist schon mal mit

unvorhersehbaren Hindernissen

gepflastert. Lassen wir an dieser

Stelle Josef Schneids Sohn Andreas

zu Wort kommen, der gesteht:

„Wenn man nach Demeter-Richtlinien

handelt, ist vieles erst einmal

Mehrarbeit. Und man muss bei einigem

mehr Geld investieren. Das ist nicht immer

einfach.“

Mehr Aufwand, mehr Ausgaben, und der

Landwirt bekommt von einer Kuh weniger Milch, weil

er auf das sonst übliche Kraftfutter verzichtet. Klingt

zunächst alles nach einem ökonomischen No-

Go, weshalb die Frage nach dem Warum auf der

Hand liegt. Die Antwort haben Vater und Sohn

im Zitat vom anfangs erwähnten Walter Heim

gefunden. Den Schneids geht es vor allem

Griaß di’ Allgäu | 131


ALLGÄU HEIMATLICH | Demeter-Hof

um den respektvollen Umgang mit der Erde, den Pflanzen

und den Tieren. „Für mich klingt die Demeter-Philosophie

logisch“, sagt Andreas Schneid, „und ich finde es äußerst

spannend, den Hof so zu bewirtschaften, wie ich das mit meinem

Vater mache.“

Die Kühe auf dem Schneid-Hof tragen Hörner und grasen von

Frühjahr bis Herbst auf umliegenden Weiden, man sieht Kälber,

die muttergebunden aufgezogen werden, einen Kunstdünger

sucht man dort vergeblich, auf Silage wird als Heumilchbetrieb

ebenso verzichtet wie auf Zukauf von Kraftfutter, die Tiere

bekommen ausschließlich Futter des eigenen

Hofes. Vater und Sohn Schneid sind sich

sicher, dass das Bodenleben auf dem Hof seit

der Umstellung besser geworden und die

Vielfalt der Pflanzenwelt gewachsen ist.

Am Tag unseres Besuchs scheint kräftig

die Sonne. Das Thermometer zeigt deutlich über 25 Grad an,

die Kühe auf der Weide ganz in der Nähe des Hofes suchen und

finden schattige Plätze. Das Gefühl von Entschleunigung macht

sich breit. Als wir uns dem Hof nähern, ist es allerdings vorbei

mit der Entschleunigung. Vater und Sohn Schneid sowie Daniel

Beck, ein Nachbar, der regelmäßig mitanpackt und die Liebe zu

diesem Demeter-Betrieb entdeckt hat, haben alle Hände voll zu

tun. Unter anderem packen sie kräftig an beim Neubau eines

Laufstalls. Damit soll es komfortabler werden für die Tiere. Denn

vor allem das Tierwohl haben Vater und Sohn im Auge.

Da gibt es zum Beispiel das Thema mit den Hörnern der Kühe.

Ein heißes Eisen in dieser Region, denn die Meinungen darüber,

„Nur eine Kuh

mit Horn behält ihre

Lebensenergie.“

ob eine Kuh enthornt werden sollte oder nicht, gehen auseinander.

In den Augen der Schneids unterstreicht das Horn die Einzigartigkeit

einer Kuh, ähnlich dem Fingerabdruck eines Menschen.

So lässt sich die Anzahl geborener Kälber an den Hörnern

einer Kuh ablesen.

Eine Kollegin von Josef Schneid, die sich vehement für den

Erhalt der Hörner einsetzt und öffentliche Vorträge zu diesem

Thema hält, ist Susanne Schwärzer. Zusammen mit ihrem Mann

Walter bewirtschaftet sie einen Demeter-Hof am Rande von

Kempten. Auch die Schwärzlers sind bekennende Biobauern und

kommen ohne chemische oder gentechnische

Mittel aus. Sie nehmen von ihren Tieren

ausschließlich das, was diese auf natürlichem

Weg abgeben und behandeln Boden oder

Pflanzen unter anderem mit Spritzpräparaten

(Hornmist und -kiesel) in homöopathischer

Dosis. Biologisch-dynamischer Landbau nennt sich das.

„Nur eine Kuh mit Horn behält ihre Lebensenergie“, ist sich

Susanne Schwärzler sicher. Die Entfernung dieses Verdauungs-

Organs habe sogar schädliche Auswirkungen, glaubt die Bäuerin.

Zum Beispiel auf die ualität der Milch. Ihre Erklärung dafür:

Das Horn werde durchblutet und sei somit nichts anderes als ein

Organ. Wenn eine Kuh mit Horn zudem kräuterreiches, silagefreies

Futter der hofeigenen Wiesen bekomme, wirke sich das

positiv auf die Verdauung aus und folglich auch auf die ualität

der Milch.

Milch von Kühen mit Horn gibt es deshalb auch im Direktverkauf

auf dem Wannenhof und darüber hinaus auch zu bestimm-

132 | Griaß di’ Allgäu


Demeter-Hof | ALLGÄU HEIMATLICH

Die Drei vom Wannenhof: Andreas und

Josef Schneid sowie Daniel Beck (von rechts).

ten Terminen den Verkauf von Rind und Kalbfleisch aus frischer,

eigener Schlachtung. Bestellt werden kann telefonisch, per Mail

oder per WhatsApp. Zudem versucht Andreas Schneid zusammen

mit Martin Bayrhof, ein Online-Verkaufsportal auf die Beine

zu stellen (www.biostern.de).

Selbst bei der Schlachtung gehen Josef und Andreas Schneid

einen anderen Weg. Sie haben einen Schlachtanhänger bauen

lassen, der die (mitunter weite) Fahrt zum Schlachthof erspart.

Die sei für die Tiere Stress pur, was letztlich schlecht sei für die

Fleischqualität. Und zudem wisse er nicht, wo die Kühe landen.

„Ich habe eine Verantwortung“, sagt Josef Schneid, „und so begleite

ich sie bis zum Schluss.“

Andreas Schneid führt uns an diesem Nachmittag über den

Wannenhof, und schon bald wird man das Gefühl nicht los, dass

da einer seinen Traumjob gefunden hat. Täuscht der Eindruck?

„Nein“, sagt der 32-Jährige, „ich bin hier rundum zufrieden.“

Vor allem das selbstständige Arbeiten ist es, das er zu schätzen

weiß. „Ich kann selbst planen und ich sehe am Ende des Tages

oder am Ende einer Woche, was ich gemacht habe.“ Ein großer

Vorteil gegenüber einem Angestelltenverhältnis. Auf dem

Wannenhof habe er, der naturverbundene Allgäuer, eben seinen

Traumberuf gefunden.

www.wannenhof-schneid.de

Rauf ins Grüne!

Erfüllen Sie sich einen

Kindheitstraum und werden

Sie selbst Baumhausbewohner

im Baumhaushotel Allgäu

www.baumhaushotel-allgaeu.de

Griaß di’ Allgäu | 133


Allgäu sportlich

Wussten Sie, dass … die Leinen eines Gleitschirms verschiedene Funktionen haben? Grundlegend

dienen sie dazu, die Gleitschirmkappe mit den Tragegurten zu verbinden. Dazu sind die Leinen in

den Ebenen A bis D angeordnet. Dahinter kommen Bremsleinen, die an der Hinterkante der Kappe

befestigt sind. Mit ihnen lässt sich nicht nur Geschwindigkeit reduzieren, sie beeinflussen auch die

Flugrichtung. Eine komplexe Konstruktion, so ein Gleitschirm. Und doch zahlt es sich aus, zu lernen,

ihn zu beherrschen. Ab jenem Moment nämlich, wenn man über die atemberaubende Allgäuer

Landschaft schwebt, mit den Vögeln in der Thermik kreist und sich wie der König der Lüfte

fühlt – so wie hier Tobias Böck vom Team Vogelfrei in Oberstdorf. www.vogelfrei.de

Foto: Ralf Lienert

134 | Griaß di’ Allgäu


Griaß di’ Allgäu | 135


ALLGÄU SPORTLICH | Der letzte Gletscher

Wandel der Natur

Wo

Ewigkeit

die

endet

136 | Griaß di’ Allgäu


Scheidegg

Der letzte Gletscher | ALLGÄU SPORTLICH

Nesselwang

Lindau

Oberstaufen Immenstadt

Bodensee

Sonthofen Tannheim

Bregenz

Iller

F

R

Eine Wanderung zum letzten kleinen Gletscher

Dornbirn

in den Allgäuer Hochalpen. Er heißt Schwarze Milz.

Experten sagen, dass er in den nächsten Jahren

vollständig verschwindet. Von wegen, ewiges Eis.

Feldkirch

Oberstdorf

Riezlern

Schwarze Milz

Warth

Lech

TEXT & FOTOS Michael Munkler

Es ist einer der abwechslungsreichsten und alpinsten Hüttenzustiege

in den Allgäuer Alpen: Wir sind unterwegs

zum Waltenberger Haus in den Oberstdorfer Bergen.

Von Einödsbach südlich von Oberstdorf geht es auf den

Weg oberhalb des Bacherlochs, in dem sich bis weit in den Sommer

hinein Lawinenschnee-Reste halten. Weiter oben wird eine

steile Stelle mittels einer Leiter überwunden.

Nein, klettern muss man hier nicht können und schwer ist das

auch nicht. Aber immerhin ist der Wanderer drei Stunden zum

neu erbauten Waltenberger Haus auf 2084 Metern Höhe unterwegs.

Dort begrüßt uns Hüttenwirt Markus Karlinger und freut

sich über die zunehmende Zahl der Gäste seit der Eröffnung vor

drei Jahren. Es ist ein architektonisch gelungener Holzbau mit

großen Panoramafenstern, durch die man einen atemberaubenden

Blick in den wildesten Teil der Allgäuer Hochalpen hat.

Nach einem Kaffee geht es weiter. Denn wir wollen zur

Schwarzen Milz, wie der letzte verbliebene kleine Gletscher in

den Allgäuer Alpen heißt. Und so steigen wir hinter der Hütte

noch einige hundert Meter steil im Bockkar hinauf, das seinem

Namen auch an diesem Spätsommertag alle Ehre macht: Mehrere

Steinböcke liegen auf dem Boden und stützen ihr Gehörn so

ab, dass sie den Kopf entlasten. Einige Jungtiere springen über die

Felsen. Und das alles gar nicht weit entfernt vom viel begangenen

Heilbronner Weg, den wir in der Bockscharte erreichen.

Einige ausgesetzte Stellen im Bockkar sind mit Stahlseilen gesichert.

Gut vier Stunden sind wir nun unterwegs und schlagen

den Weg nach Norden, Richtung Kemptner Hütte ein. Unterhalb

grauer Felsen der Hochfrottspitze führt der Weg nun leicht

bergab. Vor uns baut sich die Mädelegabel auf, ein 2645 Meter

hoher Felskoloss. Ein markierter Weg führt vom Heilbronner

Weg in 45 Minuten auf den Gipfel. Eine leichte Kletterei, die aber

Schwindelfreiheit und etwas Übung voraussetzt.

1 | Waltenberger Haus im neuen Outlook

2 | Auf dem Weg zur Schwarzen Milz

1 2

Griaß di’ Allgäu | 137


ALLGÄU SPORTLICH | Der letzte Gletscher

3

4

„Ja gibt‘s den auch noch?“, sagt kurze Zeit später ein Wanderer

beim Betreten des kleinen Gletschers. Ja, die Schwarze Milz

gibt es noch. Aber wohl nicht mehr lange.

Unaufhörlich rinnt das Schmelzwasser über die Eisreste in 2400

Metern Höhe. Die vielen kleinen Bächlein sammeln sich und plätschern

in einen kleinen See. Tauwetter, seit Monaten. Obwohl es

schon Spätsommer ist, wärmt die Sonne so gut, dass einige Wanderer

im T-Shirt auf den Felsen am Rande der Schwarzem Milz

sitzen und Brotzeit machen.

6

Die Schwarze Milz, in der Literatur bisweilen als Schwarzmilzferner

oder Mädeleferner bezeichnet, ist in gewisser Weise

das letzte Überbleibsel der Eiszeit in den Allgäuer Alpen. Obwohl

es in den letzten beiden Wintern im Allgäu viel geschneit hatte,

war der Eisverlust enorm. Dazu hat einmal mehr der Hitzesommer

2018 beigetragen – und natürlich die allgemeine Klimaerwärmung.

Zwar gab es in den vergangenen Jahrzehnten immer

wieder kurze Phasen, in denen die Eismasse leicht zugenommen

hat, doch der Trend geht eindeutig in Richtung Schwund.

Während die Schwarze Milz heute unschwer überquert werden

kann und an schönen Sommertagen dort Hunderte im Rahmen

ihrer Heilbronner-Weg-Tour unterwegs sind, war der Gletscher

früher weitaus größer und gefährlicher. Nachdem die Eismassen

Mitte des 19. Jahrhunderts einen Höchststand erreicht hatten, gab

es dort sogar gefährliche Spalten. So wird vom tödlichen Spaltensturz

im Jahr 1854 berichtet, und der große Alpenerschließer

Hermann von Barth beschreibt die Eismassen in den Allgäuer Alpen

im September 1869. Selbst auf Fotografien von 1936 ist der

Gletscher noch von beachtlichen Spalten durchzogen.

Jetzt, im Spätsommer, liegt kein Altschnee mehr auf den Eisresten.

Sogar mit Laufschuhen können wir den Kleingletscher

überqueren. Meteorologe Joachim Schug aus Sonthofen hat 1987

über die Schwarze Milz eine Diplomarbeit geschrieben. Was ihn

besonders interessierte: Warum konnte sich hier, auf nur 2400

Metern Höhe an der Südostseite der beiden Berge, ein Gletscher

so lange halten? Normalerweise haben sich Gletscher an den

Nordseiten der Berge gebildet. Schug fand heraus: Der im Bereich

Mädelegabel und Hochfrottspitze mit Nordwestwinden

fallende Schnee lagert sich häufig genau in jener Südostmulde

ab, in der sich der Kleingletscher befindet. Zudem donnern

aus den Wänden oft große Lawinen auf den Ferner und sorgen

in der kalten Jahreszeit stets für Schnee-Nachschub.

Doch gegen die Erwärmung ist kein Kraut gewachsen. „Am

schlimmsten leiden die Gletscher bei Spätsommerwärme“, sagt

138 | Griaß di’ Allgäu


Der letzte Gletscher | ALLGÄU SPORTLICH

3 | Auf dem Heilbronner Weg

4 | Bockkarkopf, Hochfrottspitze, Mädelegabel

und Trettach (von links)

5 | Wo sich der Gletscher zurückzieht,

entstehen Lebensräume für Tiere und Pflanzen

6 | Nahaufnahmen vom Gletscher

5

Meteorologe Schug. Vor allem dann, wenn keine Schneeauflage

mehr auf dem Eis ist und dort Geröll und Gestein liegen. Fast genauso

schlecht wie heiße Sommer sind trockene Winter, in denen

nur vergleichsweise wenig Neuschnee auf das Eis fällt. Denn so

lange im Frühsommer noch Schnee auf dem vermeintlich ewigen

Eis liegt, wird das Sonnenlicht reflektiert. Demgegenüber begünstigt

das grau-schwarze Geröll auf dem Gletscher die Absorption

(Aufnahme) der Sonnenstrahlen und der Wärme.

Auch der im Oberallgäu lebende Gletscherforscher Dr. Christoph

Mayer von der bayerischen Akademie der Wissenschaften

beschäftigt sich seit Jahren mit dem letzten kleinen Gletscher in

den Allgäuer Alpen. Regelmäßig wird die Schwarze Milz vermessen.

Mayer meint, dass der kleine Ferner wohl in drei bis fünf

Jahren verschwunden sein wird. Das heißt, dass es dann keine

Eissubstanz mehr geben wird. Nach Ansicht von Wissenschaftlern

befindet sich die Schwarze Milz in bester Gesellschaft mit

anderen bayerischen Gletschern. Die heißen Sommer haben allen

stark zugesetzt – den kleinen Fernern an der Zugspitze, dem

Watzmann oder dem Blaueis in den Berchtesgadener Alpen. Die

längste Überlebenschance geben Forscher dem Höllentalferner

an der Zugspitze, vielleicht bis Mitte unseres Jahrhunderts.

Wir sitzen an diesem Tag auf einem Felsen am Gletscherrand

und schauen dem Wasser zu, das über die Eisreste rinnt. Tropfen

für Tropfen schmilzt das grau-grün schimmernde Eis dahin.

Früher war vom ewigen Eis der Gletscher die Rede. Doch diese

Ewigkeit endet nun.

TOURISTIKAMT KUR &

KULTUR OTTOBEUREN

Erleben Sie die größte barocke Klosteranlage Deutschlands und die imposante

Basilika mit ihren weltberühmten Konzerten. Ob Golfen, Radeln oder

Nordic-Walking – es erwartet Sie ein umfangreiches Erholungsangebot!

Tel. +49 (0) 83 32 / 92 19 50

touristikamt@ottobeuren.de | www.ottobeuren.de

KUR- UND TOURISMUSBETRIEB

BAD WÖRISHOFEN

In Bad Wörishofen findet man sich auf den Spuren Sebastian Kneipps

wieder. Wandern auf den Glückswegen oder Radeln mit Blick auf die

Alpen, gemütliche Einkehr, Museum, Freizeitpark und Südsee Therme.

Tel. +49 (0) 82 47 / 99 33 55

info@bad-woerishofen.de | www.bad-woerishofen.de

KUR- UND GÄSTEINFORMATION

BAD GRÖNENBACH

Premium Class Kneippkurort an der schwäbischen Bäderstraße zwischen

Memmingen & Kempten! Durchatmen und Kraft tanken bei freundlichen

Gastgebern, die etwas von Wellness verstehen! Wander- & Radparadies!

Tel. +49 (0) 83 34 / 6 05 31

gaesteinfo@bad-groenenbach.de | www.bad-groenenbach.de

TOURISTINFORMATION

MINDELHEIM

Wehrhafte Türme, reich geschmückte Kirchen und die weitgehend erhaltene

Stadtmauer zeugen von der 1000-jährigen Stadtgeschichte. Wandern

Sie zur Mindelburg oder erforschen Sie die Mindelheimer Museen.

Tel. +49 (0) 82 61 / 99 15 20

touristinfo@mindelheim.de | www.mindelheim.de

Wo Gesundheit zum Erlebnis wird..

... kommen Sie mit uns auf eine spannende Entdeckungsreise ins Kneippland®

Unterallgäu und erleben Sie körperliche und seelische Entspannung

mit Bewegung, Natur und Kultur in Ihrer abwechslungsreichen Urlaubsund

Freizeitregion.

KNEIPPLAND® UNTERALLGÄU

Tel. +49 (0) 82 61 / 99 53 75

tourismus@lra.unterallgaeu.de

www.freizeit-unterallgaeu.de

Griaß di’ Allgäu | 139


ANZEIGE

ZUM ALTEN SENN

Gemütlich und urig

Das Erlebnis-Wirtshaus bietet gemütliche Gasträume mit zahlreichen musealen

Ausstellungsstücken aus dem Alltag der Menschen im Allgäu um die Jahrhundertwende.

Herzlich willkommen beim „Alten Senn“!

In einer ruhigen Seitengasse im Ortskern

von Oberjoch, mit einem wunderschönen

Ausblick hinunter nach Bad Hindelang,

liegt das Hotel Zum Alten Senn. Der

Winter strahlt hier seine eigene Faszination

aus. Kalte, klare Winterluft, blauer

Himmel am Tag und schneebedeckte Berge,

die am Abend in rosa Licht getaucht

werden – ein Wintermärchen pur!

Herrliche Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade,

grenzenloses Langlaufvergnügen

und geräumte Winterwanderwege

beginnen direkt am Haus. Ein Skilift ist

20 Meter vom Hotel entfernt.

Genießen Sie Allgäuer Brauchtum und

herzliche Gastlichkeit im Erlebnisrestaurant.

Gediegene Speisen in angenehmer

Atmosphäre genießen, plaudern und nette

Menschen kennen lernen – das beginnt im

Alten Senn schon bei einem reichhaltigen

Frühstücksbuffet am Morgen. Die raffinierte

Käseküche bietet vom einfachen Käsebrot

über Käsefondue und Raclette allerlei

Leckereien in gemütlichem Ambiente.

Lassen Sie es sich im ersten deutschen

Museumswirtshaus schmecken. Hier gibt

es jeden Tag etwas Neues und Gschmackiges

zum Sattessen. Feste feiern beim Alten

Senn, egal ob Geburtstag, Jubiläum oder,

oder ... Lassen Sie sich überraschen von

den Ideen für eine gelungene Feier!

Erst einmal beim „Alten Senn“ angekommen,

lassen Sie den Alltag ganz leicht

hinter sich. Es erwarten Sie gemütliche,

stilvoll eingerichtete Gästezimmer mit

Bad oder Dusche/WC, Süd-Balkon, TV

und Telefon oder auch Appartements für

2 bis 5 Personen in unserem Appartement-

Haus „Jagdhof“. Zudem gibt es das „Hotel

Schönblick“. Das Besondere dabei: Es liegt

direkt an der Piste und ist mit Frühstück

oder Halbpension buchbar. Das Hotel zum

Senn und der Jagdhof sind ECARF zertifiziert

und geeignet für Allergiker (allergenarm

bis allergenfrei, Luftgüte grad 1).

Im Hotel Zum Alten Senn ist eine Physio-Therm-Infrarotkabine

und in den beiden

anderen Häusern ist jeweils eine kleine

Sauna vorhanden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Anita Stark mit Senn-Team

HOTEL ZUM SENN | JAGDHOF | SCHÖNBLICK

Salzgasse 2 l Paßstraße 4 l Iselerstraße 2

87541 Bad Hindelang-Oberjoch

Telefon 0 83 24 / 77 15

Fax 0 83 24 / 75 71

www.zumsenn.de

140 | Griaß di’ Allgäu


• Kneippheilbad seit 1996

• Hochqualifizierte Gesundheitseinrichtungen und

hochwertige medizinische Anwendungen

• Individuelle Gesundheits- und Wohlfühlangebote

• Ausgedehntes Wander-, Nordic Walking- und

Radwegenetz mit herrlichem Alpenpanorama

• Freizeitangebote mit Schloss-Aktiv-Park,

„Bad Grönenbach blüht auf ...“

• Vielfältiges Veranstaltungs- und Kulturangebot

• Kultur für alle Sinne mit Bad Grönenbacher

Sommerfrische

• Gepflegte Gastronomie mit allgäu-schwäbischen

Spezialitäten

Kur- und Gästeinformation Bad Grönenbach

Telefon: 0 83 34 / 6 05 31 | www.bad-groenenbach.de

Ihr Resort im Allgäu

• Wohnen Sie in einem unserer stilvollen Zimmer

• Entspannen Sie in unserem Wellnessbereich mit Saunalandschaft und Indoorpool

• Lassen Sie sich bei einer unserer Massagen oder einem Wellnessbad verwöhnen

• Bringen Sie Ihren Körper in unserem 200qm großen Fitnessstudio mit Panoramablick in Schwung

• Freuen Sie sich auf kulinarische Highlights in unserem Restaurant „Weitblick“ mit

Fleischreifeschrank und einer Auswahl erlesener Weine

• Verbringen Sie gemütliche Stunden in unserem Biergarten oder im Kaminzimmer

• Lassen Sie Ihren Tag bei einem Cocktail in unserer Bar ausklingen

• Atmen Sie durch und tanken Sie Kraft beim Wandern, Radfahren oder Golfen

in der wunderschönen Allgäuer Landschaft

allgäu resort GmbH

Sebastian-Kneipp-Allee 7

87730 Bad Grönenbach

Telefon 0 83 34 / 5 34 65 00

www.allgaeu-resort.de


ANZEIGE

EIN HOCHTAL WIE GEMACHT FÜR

WANDERER, SPORTLER & GENIESSER

Das Tannheimer Tal glänzt mit vielseitigen Freizeitangeboten

Fotos: TVB Tannheimer Tal/Achim Meurer, Dominik Berchtold

Nicht umsonst zählt das Tannheimer Tal zu

den beliebtesten Wanderlandschaften Österreichs.

Neben einem atemberaubenden

Panorama und idyllischen Bergseen warten

zahlreiche Wanderwege auf drei Ebenen sowie

die unverwechselbare Tiroler Natur darauf,

erkundet zu werden. Von genüsslichen

Spaziergängen im Tal über kräftezehrende

Aufstiege bis hin zu alpinen Gipfeltouren –

die drei Wanderebenen des Tannheimer Tals

stecken voller Abwechslung und Abenteuer.

Jede Ebene hat ihre eigenen Reize und stellt

Wanderfreunde vor neue Herausforderungen.

Ein entspannter Spaziergang in der Sonne

wirkt oft wahre Wunder und lässt Besucher

den Alltagsstress im Nu vergessen. Im

Tannheimer Tal wartet eine Vielzahl solcher

Wanderungen. Ob Hand in Hand oder mit

dem Kinderwagen – entspannt geht es auf

malerischen Wegen von Dorf zu Dorf. Nach

einem ausgedehnten Spaziergang rufen zahlreiche

Gasthöfe zur wohlverdienten Einkehr.

Mit typischen Tiroler Schmankerln direkt aus

der Region kehren die Lebensgeister schnell

zurück und die gemütliche Talwanderung

kann weitergehen.

Wie abwechslungsreich das Tannheimer Tal

ist, zeigen die vielen Themenwanderwege.

Für jedes Alter, jeden Anspruch und jeden Geschmack

findet sich im Hochtal die passende

Route. Dabei reicht das Angebot von den informationsreichen

Strecken 9erlebnisweg und

GEOpfad zu atemberaubend schönen, wie am

Gamskopf mit Panorama-Informator. Spirituell

wird es auf den verschiedenen Etappen

des Jakobswegs und des Vater unser Wegs,

kulturell und künstlerisch auf dem Buchstabenweg

in Jungholz oder unterhaltsam beim

Rollenspiel auf dem Schmugglersteig.

ERSTKLASSIGE SPORTANGEBOTE

Genau diese Kombination ist es auch, die das

Hochtal für Spitzen- und Hobbysportler so

einzigartig macht. Vom Läufer und Trailrunner

bis hin zum Rennradfahrer findet jeder

sein Terrain zum Trainieren und die passende

Veranstaltung dazu.

142 | Griaß di’ Allgäu


ANZEIGE

Tourismusverband Tannheimer Tal | Vilsalpseestr. 1 | 6675 Tannheim | Österreich

Tel. +43 (56 75) 62 20 - 0 | Fax +43 (56 75) 62 20 - 60 | info@tannheimertal.com

Bei den TRAIL-DAYS mit LEKI-Experte Peter

Schlickenrieder vom 22. bis 25. Mai 2019 warten

auf Trailrunning-Anfänger sowie Profis ein

bunter Mix aus geführten Läufen und Workshops.

Den krönenden Abschluss bildet beim

SEEN-LAUF am 25. Mai der TRAIL-RUN mit 30

Kilometern und 1.500 Höhenmetern.

Erstklassige Voraussetzungen warten auch

auf Radsportler. Ex-Profi Marcel Wüst ist ein

weiterer Spitzensportler, der das Tannheimer

Tal wie seine Westentasche kennt. Das ist

kein Zufall, denn das Hochtal ist eine der Topdestinationen

in den Alpen für Radsportler.

Richtung Allgäuer Alpen, Lechtal und Arlberg

eröffnen sich 22 Rennradtouren auf insgesamt

2.500 Kilometern. Die Rennradwochen

von 8. bis 15. Juni (Pfingsten) und 1. bis 6.

Juli (Rad-Marathon) sind die ideale Gelegenheit,

um sich ein paar wertvolle Tipps vom

Experten zu holen. Bei den gemeinsamen

Ausfahrten in vier verschiedenen

Leistungsgruppen gibt Wüst neben

dem mehrfachen Österreich-Rundfahrt-

Gewinner Gerrit Glomser sein Wissen

weiter. Höhepunkt der Rennrad-Saison

ist der RAD-MARATHON, der am 7. Juli

2019 stattfindet. Beim 10-Jahre-Jubiläum

im vergangenen Jahr waren erstmals

über 2.000 Teilnehmer am Start. Zusammen

mit den bewährten Strecken

über 131 Km und 930 Hm,

der Variante mit 92 Km und 690

Hm und der neuen 58 Km und

400 Hm sowie der Königsdisziplin

mit 220 Km und 3.500 Hm

sorgen die Organisatoren für ein

noch breiteres Angebot und noch

mehr Glücksgefühle im Ziel.

PERFEKTER SOMMERURLAUB

Der Sonnenhof liegt im Tannheimer Tal

ruhig und sonnig zwischen Vilsalpsee und

Haldensee und ist perfekt für Gourmets,

Aktive und Familien.

AKTIV & WELLNESS

Im Sonnenhof lassen sich Aktivität und

Wellness perfekt kombinieren. Nach

einer schönen Wanderung, Radtour oder

Almenwanderung entspannen Sie im

neuen und großzügigen Wellnessbereich

mit mehreren Saunen, Ruheräumen und

Schwimmbad.

HOTEL SONNENHOF FAMILIE MÜLLER

Füssner-Jöchle-Straße 5 | 6673 Grän

Telefon: + 43 (0) 56 75 / 63 75

Mail: post@sonnenhof-tirol.com

facebook.com/sonnenhof.tirol

www.sonnenhof-tirol.com

DAY SPA

Wellness für 1 Tag

(auch als Nicht-Hotelgast)

Inkl. Leihbadekorb, Bademantel

und -handtücher.

9 bis 17 Uhr ab € 45.-

Reservierung erbeten.

GRATIS

BERGBAHNFAHREN

Als Sonnenhofgast nutzen

Sie alle 4 Sommerbergbahnen im

Tannheimer Tal gratis.

BESTE WEINKARTE

Im Wirtshaus und in der Gourmetstube

können auch Gäste von außerhalb

höchste kulinarische Genüsse erleben

und aus einer der 100 besten

Weinkarten mit 950 Positionen

wählen.

Griaß di’ Allgäu | 143


ANZEIGE

Fotos: TVB Tannheimer Tal/Achim Meurer, Wolfgang Ehn

Kristallklare Seen und schroffe

Berglandschaften – ein Bild, das Sehnsucht

in uns weckt. Diese eindrucksvolle

Kombination findet sich an vielen Orten

des Tannheimer Tals.

HALDENSEE

Ein beliebtes Ziel für Urlauber im Tannheimer

Tal ist der 72 Hektar große Haldensee. Der Badesee

bietet mit seiner erstklassigen Wasserqualität

optimale Voraussetzungen für einen

entspannten Tag voller Badevergnügen.

sommerliche

SEENSUCHT

VILSALPSEE

Eingebettet in die eindrucksvolle Bergwelt

liegt der Vilsalpsee. Kristallklares Wasser und

frische Bergluft laden nach einer Wanderung

durch das gleichnamige Naturschutzgebiet

zur Abkühlung und Erholung ein. Dank des

leicht begehbaren Weges ist die Tour selbst für

Familien mit Kinderwagen geeignet.

Wanderwochen

[ 14. Juli - 27. Oktober 2019 ]

5 oder mehr Tage mit ¾-Verwöhnpension und

allen “Tyrol-Inklusive-Leistungen“ sowie:

© TVB Tannheimer Tal/Wolfgang Ehn

AM HALDENSEE

■ Tyrol Fleece-Wanderweste als Geschenk

■ 1 Wanderkarte als Geschenk

■ 1 Waden- und Fußmassage 20 Minuten

■ 4 geführte Alm- und Gipfelwanderungen

■ kostenlose Benutzung der

Bergbahnen im Tannheimer Tal

Hotel Tyrol am Haldensee

Familie Barbist & Schädle

Seestraße 24

A-6673 Haldensee/Tannheimer Tal

Tel. 0043 5675 6245

info@tyrol-haldensee.com

www.tyrol-haldensee.com

www.facebook.com/tyrolhaldensee

#tyrolhaldensee

5 Tage

ab €

560

pro Person

144 | Griaß di’ Allgäu


HÖFERSEE

Der Höfersee ist ein kleines Gewässer zwischen

Tannheim und Zöblen. Der Rundweg

zum See führt vom Parkplatz der Rohnenlifte

über einen Forstweg und wieder zurück.

FLOSCHEN

Der Floschen ist ein kleiner Moorweiher in

der Nähe des Ortes Schattwald und bietet

nach einer anstrengenden Wanderung Erholung

für die Füße. Dem Moorwasser werden

vielfältige positive Effekte für die Gesundheit

nachgesagt, so auch eine wohltuende

Wirkung für die Haut. Auch für Familien ist

der kleine Weiher das perfekte Ausflugsziel.

Während die Erwachsenen die Umgebung

und die Aussicht genießen, laden die Floße

die Kleinen auf dem Wasser zu spielerischen

Abenteuern ein.

LACHE

Dieser kleine See, der auf Hochdeutsch übersetzt

„Pfütze“ bedeutet, liegt in den Allgäuer

Alpen in der Nähe der Landsberger

Hütte. Er ist Namensgeber für

den unmittelbar benachbarten

Berg, die Lachenspitze, deren massive

Felswand an das Ufer des Sees

grenzt. Eine Vielzahl an Wanderrouten

führt an dem beschaulichen

See vorbei, zu den Bekanntesten

gehört dabei die Drei-Seen-Runde,

die an den drei bekanntesten Seen des

Tales vorbeiführt.

TRAUALPSEE

Der Natursee auf rund 1.600 Metern ist in

eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt eingebettet.

Vom Ufer aus bietet sich ein atemberaubender

Blick auf das darunter liegende

Naturschutzgebiet. Der rund fünf Kilometer

lange Aufstieg ist nicht allzu anstrengend

und eignet sich deshalb auch für Familien

mit größeren Kindern. Zur Einkehr lädt die

Traualpe mit leckeren Brotzeiten und erfrischenden

Getränken ein.

Ankommen. Eintreten.

Wohlfühlen

BERGBLICK GRÄN

5 = 4

Fragen Sie nach der

BERGBLICK AUSZEIT

5 Nächte buchen nur 4 bezahlen.

Inklusive Bergblick - Genießer - Halbpension

und Bergblick - SPA mit

einzigartigem Panoramablick.

Ticket für die Tannheimer Taler

Bergbahnen im Sommer.

Weitere Bergblick-Inklusiv-

Leistungen.

ab 460,– € im DZ pro Person

Abschalten. Erholen. Zur Ruhe

kommen. Sie verbringen Tage der Entspannung

bei uns. Wellness, Wandern,

Wohlfühlen. Sie entkommen dem Stress

und fi nden Urlaub für die Sinne. Wir

bieten Ihnen den Raum. In wundervoller

Landschaft, mit Herzlichkeit,

Authentizität und Wärme. Zeit ist

Luxus, kostbar und rar. Wir schenken

Ihnen Momente der Erholung und

freuen uns auf Sie.

HOTEL BERGBLICK **** S

Am Lumberg 20

6673 Grän/Tirol, Österreich

Griaß T +43 di’ 5675 Allgäu 6396-0 | 145

info@hotelbergblick.at

www.hotelbergblick.at


hübsch

angebandelt

Fotos: AdobeStock / Gpoint Studio (Hände + Mädels), PantherMedia / kokoroyuki (Hintergrund); Grafiken: AdobeStock / color885, AdobeStock / cienpiesnf

ANGELIKA

KÖHLER-SCHIESSLER

Handy, Kleingeld oder Haustürschlüssel stets

griffbereit und körpernah: Crossbody-Taschen

sind derzeit der Hit. Kein langes Kramen mehr in den

Tiefen großer Beutel oder Einkaufstaschen.

Und selbst in Clubs gehen sie mit auf die Tanzfläche.

Diese ständigen Begleiter sind aus festerem Wildleder

schnell genäht. Wer möchte, kann auch Kunstleder

oder Filz dafür verwenden.

Die Redakteurin hat ihre journalistischen

Wurzeln bei der Allgäuer

Zeitung. Danach war sie über drei

Jahrzehnte für den Kreativ-Bereich der

Zeitschrift „freundin“ verantwortlich.

Heute arbeitet sie freiberuflich

für Handarbeits- und

Fachzeitschriften.

146 | Griaß di’ Allgäu


Alles,

was man braucht:

ca. 2 Quadratfuß festes Wildleder

2 Karabiner

2 Metallösen, 5 mm groß

1 Trachtenknopf

1,20 m gestreiftes Ripsband, 4 cm breit

oder festes Baumwollband, 2 cm breit

Ledernadel für die Nähmaschine

Schere oder Rollschneider

Schneiderkreide und

einen großen Teller

Schritt1

Schritt2

Zuerst die Oberkanten von

Vorderseite und Einstecktasche

absteppen. Dann die

Einstecktasche mit 3 cm Abstand

zu Unter-und Seitenkanten auf

das Vorderteil nähen.

Anschließend Vorder- und

Rückenteil zusammensteppen,

dabei die Kante der Klappe

ebenfalls absteppen. Ripsband

zur Hälfte falten und beidseitig

absteppen.

Für die Rückseite ein

Rechteck mit 22 x 24 cm

anzeichnen und mit Hilfe

des Tellers einen Bogen mit

6 cm Höhe ansetzen. Für

die Vorderseite ein Rechteck

mit 22 x 23 cm anzeichnen,

für die Einstecktasche

ein Rechteck mit 14 x 17

cm. Die unteren Ecken

jeweils abrunden. Alle Teile

zuschneiden.

Schritt

4

Schritt

3

In die Klappe mittig mit ca.

2 -2,5 cm einen Schlitz als Knopfloch

schneiden. Knopf mittig, 2,5 cm

von der Oberkante entfernt,

mit festem Faden annähen.

Beidseitig knapp

über dem Ansatz des

Vorderteils die Ösen montieren.

Ripsband an den Karabinern

festnähen.


ALLGÄU SPORTLICH | Lauferlebnis

BELIEBTESTER

MARATHON

&

BAYERNS

Laufen

genießen

148 | Griaß di’ Allgäu


Lauferlebnis | ALLGÄU SPORTLICH

Kaufbeuren

Leutkirch

Scho

Ravensburg

Marktoberdorf

Kempten

Wangen

Isny

Le

Scheidegg

Iller

Nesselwang

Füssen

Forggen

Lindau

Bodensee

Bregenz

Oberstaufen

Immenstadt

Sonthofen

Tannheim

Reutte

Feldkirch

Dornbirn

Oberstdorf

Der Allgäu Panorama Marathon lockt

zahlreiche Riezlern Teilnehmer nach Sonthofen.

Zum Beispiel Sven Winkelmann aus

Nordrhein-Westfalen. Weshalb? Weil die

Warth

Strecke ein Kracher sei und die Aussicht

grandios.

Lech

Imst

TEXT Tobias Schuhwerk | FOTOS Dominik Berchtold

Wer ein Abenteuer bestehen will, sollte sich an die

vorherrschenden Bedingungen anpassen. Das

leuchtet ein. Doch was tun, wenn man hunderte

Kilometer vom Ort des Geschehens entfernt

lebt? Wenn man zum Beispiel keine Alpen vor der Tür hat und

trotzdem die Teilnahme am längsten Lauf durch die Allgäuer

Berge plant? Sven Winkelmann, 46, aus Königswinter bei Bonn

entschied sich, in seiner Heimat einen Hügel nach dem anderen

zu erstürmen. Monatelang trainierte der Rheinländer im Siebengebirge,

dessen höchste Erhebung 460 Meter hoch ist. Bei jedem

Schritt dachte er an die extreme Herausforderung, der er sich

im tiefsten Süden der Republik stellen würde: Der Panorama-

Ultra-Lauf über 69 Kilometer, gespickt mit 3272 Höhenmetern,

der höchste Gipfel auf 1687 Metern. Mit anderen Worten: Eine

Distanz, für die ein Wanderer gut und gerne drei Tage Zeit veranschlagen

würde. Und das alles in ein paar Stunden? Verrückt?

Mag sein.

Doch Winkelmann hielt durch. Der Lauf brachte ihn an seine

Grenzen, belohnte ihn jedoch auch mit grandiosen Ausblicken:

„Die Strecke ist ein Kracher.“ Davon ist er überzeugt. Seit seinem

Debüt vor genau zehn Jahren hat Sven Winkelmann an jedem

Ultra-Lauf mit Start und Ziel in Sonthofen teilgenommen. Dafür

nimmt der IT-Experte jedes Mal Urlaub und reist in eine Pension

in Altstädten.

Griaß di’ Allgäu | 149


ALLGÄU SPORTLICH | Lauferlebnis

„Die Inhaber sind mittlerweile wie eine Ersatzfamilie für

mich“, sagt der Extremläufer schmunzelnd. Auch die 350 Helfer

sind ihm ans Herz gewachsen: „Die Leute sind super nett und alles

ist sehr gut organisiert.“ Er will anderen Läufern Mut machen,

den Ultra in Angriff zu nehmen und meint: „Rein technisch gibt

es keine schwierigen Passagen, da die Wege immer breit sind. Das

schafft man – im Unterschied zu vielen Trail-Runs – auch als

normaler Langstreckenläufer.“ Klar: Das Durchhalten sei Kopfsache.

Aber es lohne sich.

Zum „Finisher-Glück“ trägt auch Veranstalter Axel Reusch

(51) bei, der jeden Teilnehmer persönlich im Ziel beglückwünscht.

Der erfahrene Triathlet, der acht Mal die legendäre Ironman-

WM auf Hawaii finishte, zieht den Hut vor allen Athleten. Ganz

egal, ob sie den Ultra meistern oder die kürzeren, aber keinesfalls

kurzen Strecken: Marathon (42,2 Kilometer/1425 Höhenmeter),

Halbmarathon (21,1 km/190 hm) oder den neu ins Programm genommenen

Hörnerlauf (18 km, 1110 hm).

Knackige Anstiege nach Grasgehren

Letzterer führt von Sonthofen über knackige Anstiege nach

Grasgehren. Von dort bringt sie ein Shuttle zurück nach Sonthofen.

Der Vorteil bei dieser Tour: Den Teilnehmern bleibt das

Bergab-Laufen erspart. „Das ist speziell beim Ultra eine enorme

Herausforderung, die man nicht unterschätzen sollte“, sagt Axel

Reusch. Die letzten zehn Kilometer ab dem Sonnenköpfle führen

nach unten – und lassen Neulinge Muskeln spüren, von deren

Existenz sie bis dato nichts wussten. „Nach meinem ersten Ultra

konnte ich Treppen nur noch rückwärts laufen“, erinnert sich

Sven Winkelmann. Immerhin wird die Regeneration erleichtert:

Alle Teilnehmer erhalten kostenlosen Eintritt ins „Wonnemar“-

Schwimmbad in Sonthofen.

Durch die verschiedenen Distanzen, die beeindruckenden

Strecken und Helfer hat sich die Veranstaltung „Allgäu Panorama

Marathon“ (APM) fest in der Ausdauerszene verankert. Auf

dem Portal „marathon4you“ wurde er drei Mal zum beliebtesten

Marathon in Bayern gekürt. Mit einem Rekord von 1500 Läuferinnen

und Läufern endete die 13. Auflage im vergangenen

Jahr. Sie kamen aus 38 Nationen. Selbst 40 Läufer aus den flachen

Niederlanden stürmten durch die Allgäuer Berge – und kamen

wohlbehalten ins Ziel.

„Schlimmere Verletzungen hatten wir zum Glück noch

nie“, sagt Axel Reusch. Das trifft auch auf den Ultra zu, der

als Königsklasse beim APM gilt. Damit geht die Idee auf, die

Reusch und Marc Wenz, Geschäftsführer von Allgäu Outlet, bei

der Einführung der XXL-Distanz vor zehn Jahren hatten. Sie

wollten eine Strecke anbieten, auf der man von Anfang bis Ende

sicher unterwegs ist und trotzdem das Panorama genießen kann.

150 | Griaß di’ Allgäu


Lauferlebnis | ALLGÄU SPORTLICH

Zwei, die den Allgäu

Panorama Marathon

in Sonthofen lieben:

Veranstalter Axel

Reusch (links) und

Teilnehmer Sven

Winkelmann.

Die Veranstalter rechneten bei der Premiere mit 50 „Verrückten“.

Jeder „Finisher“ sollte eine Steinmann-Skulptur als Anerkennung

bekommen. Doch dann kam alles ganz anders. 260 Teilnehmer

meldeten sich an.

In der Behindertenwerkstätte Herzogsägmühle bei Schongau,

wo die Steinmännle entstehen, wurden Hochleistungen vollbracht

wie später von den Läufern auf der Strecke eben auch. Die

Figuren sind heute bei vielen Läufern Kult. Manche haben sogar

eine kleine Familie zu Hause stehen. So wie Heidrun Besler

aus Altstädten. Die 63-Jährige ist in ihrer Altersklasse deutsche

Rekord-Halterin im Marathon und hat zum APM eine besondere

Beziehung. Erst lief sie dort den Halbmarathon, später gewann sie

bei ihrer Premiere 2012 gleich mal den Ultra (8:09 Stunden) und

setzte sich 2017 auch noch im Marathon (3:52 Stunden) durch.

Ihr Fazit klingt wie jenes von Serienteilnehmer Sven Winkelmann:

„Wer einmal mitgemacht hat, kommt von der Veranstaltung

nicht wieder los.“ Klar, dass sich die beiden für das diesjährige

Rennen am 11. August bereits angemeldet haben.

Neu!


ANZEIGE

Genussvolle Wanderung

aufs Wertacher Hörnle

Sie suchen eine schöne, entspannende Wanderung für die gesamte Familie?

Die den einen nicht zu schwer und den anderen nicht zu langweilig

ist? Unser Tipp: Die Familienwanderung auf das Wertacher Hörnle mit

einer Höhe von 1695 Metern. Das bedeutet, dass am Ende, wenn alle

ganz oben stehen, die Wanderer eine tolle Aussicht genießen können mit

Ausblick auf das Ober- und Ostallgäuer Alpenvorland und die Allgäuer

Berge.

Andererseits ist der Aufstieg zum Wertacher Hörnle für alle zu schaffen,

es handelt es sich um eine leichte Bergwanderung. Es gibt mehrere Routen

hinauf zum Gipfel – unser Ausgangspunkt ist der Parkplatz Großer

Wald an der Straße zwischen Wertach und Kranzegg. Von dort benötigt

man etwa zwei Stunden bis zum Gipfel, wobei es zunächst über das Königssträßchen

und andere gut ausgebaute Alpwege bis zur Alpe Schnitzlertal

in 1440 Metern Höhe geht. Eine überschaubare Tourenlänge und

deshalb auch bestens geeignet für kleinere Kinder.

Übrigens: Fürs Auge ist vor allem im Juni und Juli eine Menge geboten.

Das ist die Blütezeit der Alpenrosen.

URLAUB IM

Familiendorf

DER ORT liegt 915 m über dem Meeresspiegel

und ist somit die höchstgelegene Marktgemeinde

Deutschlands. Unser Luftkurort im Oberallgäu

hat ca. 2.900 Einwohner. Neben den ca.

1.600 Gästebetten laden zwei Campingplätze

zur Erholung ein.

Der Wichtel „Virdo“ begleitet die FAMILIEN IM

URLAUB. Auf der kostenlosen Kinderkarte fi nden

sich zahlreiche Einrichtungen für Familien. Das

wöchentliche Kinderferienprogramm ist für die

Wertacher Gastfamilien kostenlos. Dazu gehören,

Zaubervorstellungen, Kasperltheater und Naturerlebniswanderungen

auf den Spuren von Ötzi.

Touristinfo · Rathausstr. 3 · 87497 Wertach

Telefon + 49 (0) 83 65 / 70 21 99

152 | Griaß info@wertach.de di’ Allgäu · www.wertach.de

FAMILIENFERIEN IM ALLGÄU

Kinder- und Familienprogramm,

Wellnessbereich, Familienzimmer

mit getrenntem Kinderzimmer

Kolpingstr. 1-7

87497 Wertach

Telefon +49 (0) 83 65 / 790 - 0

info@allgaeuhaus.de

www.allgaeuhaus.de

Alpenstr. 20 | 87497 Wertach

Tel. 0 83 65/10 27 | info@allgaeulino.de

www.allgaeulino.de

ÖFFNUNGSZEITEN:

täglich von 14 bis 19 Uhr,

Samstag, Sonntag, feiertags und

in den Ferien von 10 bis 19 Uhr.

DER HALLENSPIELPLATZ

FÜR KINDER BIS 12 JAHRE


Spielerische

Wie entsteht ein

Spiel und warum passt bei

Puzzles immer genau ein Teil zum

anderen? Im Museum Ravensburger

geht die ganze Familie auf interaktive Entdeckungsreise

rund ums blaue Dreieck. Kinder

und Jugendliche erkunden das Museum mit der

tiptoi® Rallye, Erwachsenen liefert der Audioguide

an 25 Stationen Infos und lustige Anekdoten. Bei

schönem Wetter lockt der idyllische Spielehof

zum Spielen, Puzzeln und Schmökern

Entdeckung

www.museumravensburger.de

Spass für

die Familie

Beim Alpin-Rafting in die Tiefe rauschen und sich in der neuen Activity

World so richtig austoben – in Deutschlands familienfreundlichstem

Themenpark heißt es mitmachen und dabei spielerisch dazulernen.

Ein Tag reicht kaum aus, um die über 70 Attraktionen zu entdecken.

Im Ravensburger Spieleland Feriendorf kann man deshalb direkt bei

Maus & Co. übernachten. www.spieleland.de

LUDWIG²

Der König kommt zurück!

* je nach Spieltag kann es zu abweichenden Rollenbesetzungen kommen.

Mit den Musicalstars

Jan Ammann,

Anna Hofbauer,

Uwe Kröger

DAS MUSICAL

AM ORIGINALSCHAUPLATZ

LUDWIGS FESTSPIELHAUS

FÜSSEN

Kevin Tarte,

Matthias Stockinger,

Pia Dowes,

u.v.m.*

MAI BIS NOVEMBER 2019

www.das-festspielhaus.de

Hotline: +49 (0) 8362 5077-777

Griaß di’ Allgäu | 153


Kolumne

Ikonen, Stars und

Foto: Adobe Stock, Sergey Kolesov

Kennen Sie das auch? Sie treffen Menschen,

von denen Sie denken, dass die

viel, viel älter sind als Sie selbst. Ich

kann mich gut erinnern, dass ich als

Schülerin in einem Jeans-Laden im Kempten gejobbt

hatte, die Inhaberin war 30. Ich weiß noch

genau, dass wir 16-jährigen Gören es unmöglich

fanden, dass sie in ihrem hohen Alter weiße Outsider

Jeans – damals eine In-Marke – trägt. Und

sie hatte definitiv eine wahnsinnsgute Figur! Später

waren es Kollegen, die uralt waren. In Wirklichkeit

sind die heute gerade mal vier Jahre älter

als ich…. Sind die stehen geblieben und nur ich

werd‘ alt?

Mich macht da einiges nachdenklich: Die Frau,

deren Namen man nicht ausschreibt, sondern

mit AKK abkürzt, ist inzwischen CDU-Chefin.

Eine kleine, etwas biedere Saarländerin. Und die

soll mein Jahrgang sein?! Tina Hassel hat sie mal

interviewt. Die wiederum kommt mir in letzter

Zeit etwas alt vor, ist aber 1964 geboren, also

sogar jünger als ich.

Und Stefanie Tücking ist Ende letzten Jahres

gestorben. Mensch, Steffi! Das hat mich tief

getroffen. Sie war eine Ikone unserer Jugend, sie

gehörte zu uns. Natürlich war sie auch beneidet,

manchmal verhasst, wenn sie Bowie interviewen

durfte und schlimmer noch: Morten Harket von

Aha (1959 und mit ewiger Jugend gesegnet).

Eigentlich hätte ich ihren Job bei Formel Eins

auch gut machen können. Und natürlich war sie

älter als ich. Was letztlich stimmt. Acht Monate,

mein Jahrgang. Und nun ist sie tot?

Sandra ist auch 1962 geboren, die haben wir

ebenfalls gehasst. Weil alle Jungs, die nicht auf

Susanna Hoffs von den Bangles standen, auf

Sandra standen. Wir haben auch Susanna Hoffs

von den Bangles wirklich abgrundtief verachtet.

Die allerdings 1959 geboren ist. Und dann war

da Jennifer Beals in Flashdance. So hätten wir

alle aussehen wollen und schienen Lichtjahre

entfernt. Und hatten damals nicht geahnt, dass

die Beals gar nicht so perfekt gewesen war. Es

hatte ein Tanzdouble gegeben… Beals ist 1963

geboren, Jodie Forster wieder 1962 - wie auch

Bon Jovi.

Uns alle eint etwas – egal ob wir jünger

aussehen oder älter, egal wie unser individuelles

Altersgefühl ist: Wir sind das Böse! Und wenn

wir in Deutschland geboren sind: Wir sind

eine Bürde für die Republik. Wir sind die

„Babyboomer“, ein Wort, das Politiker mit

Ekel aussprechen. Wir, geboren von 1960 bis 67

bedrohen den Fortbestand unseres Staats – weil

wir Renten wollen!

Jene Menschen, die momentan diesen Staat

tragen, die Steuern bis zur Ausblutung zahlen

und Rentenbeiträge, die stehen plötzlich vor der

Rententür. Passt auf – ich hab es satt, dass auf

die Babyboomer eingehackt wird. Ich hab mir

das schließlich nicht ausgesucht, eine Folge des

Wirtschaftswunders zu sein. Und wir werden

es dem Staat nicht so leicht machen wie Stefanie

Tücking, der ich im Himmel wünsche, dass sie

dort Bowie wiedertrifft.

Alles Gute Steffi, du warst ein toller Jahrgang!

NICOLA FÖRG. Die Autorin und

Journalistin ist ist aufgewachsen in

Oberstaufen und Kemp- Kempten. Ir-

Irgendwann kam sie auf die Idee,

Idee, einen einen Allgäu-Krimi zu schreiben. zu

schreiben. Aktuelles Aus Werk: der Wütende Idee wur- Wölfe

und

das (Pendo). Buch „Schussfahrt“ –

und daraus ein großer Erfolg. Weshalb

nach 14 Jahren und über 1,7 Millionen

sie

in

verkaufter

Bücher noch immer Bergkrimis schreibt. Aktuelles Werk: Rabenschwarze

Beute (Pendo).

ten.

die

de

Foto: panthermedia.net

154 | Griaß di’ Allgäu


BÜCHER

VON ALLGÄUERN

& AUS DEM ALLGÄU

FRITTENMAFIA

KRIMI

EIN BELGIENKRIMI

BERNHARD WUCHERER

Wenn der schrullige Commissaire de criminelle

Frederic Le Maire ermittelt, bleibt kein Auge

trocken. Der belgische Starermittler hat es mit

»Frittenmorden« zu tun, die ihn nach Aachen

und ins Allgäu führen. Weil die holländische

»Frittenmafia« ausgerechnet im Frittenland

Belgien minderwertiges Frittenfett einführen

möchte, geschehen gleich mehrere Morde.

WÜTENDE WÖLFE

KRIMI

EIN ALPEN-KRIMI | NICOLA FÖRG

Eigentlich sollte Kommissarin Irmi Mangold

abgehärtet sein gegen Tod und Verdammnis,

aber drei bizarre Fälle – darunter ein toter

Mann gefangen in den Schlageisen einer sogenannten

»Wolfsgrube« – erschüttern sie tief.

Ihr Sabbatical als Almhirtin hin oder her: Sie

muss nun doch Tatorte erfühlen, unbequeme

Fragen stellen, denn schließlich geht es hier

um »ihre« Kühe und »ihre« Alm.

FORELLE SCHWARZ...

ESSEN

KOCHEN UND GENIESSEN

KARL FORSTER

Ein Buch ü bers Kochen? Eher ein Erlebnisbuch

– „ü ber den Weg zur Lust und Freude

am Beschaffen, Zubereiten, Schmecken – am

Genießen, Erfahren, Probieren, Kombinieren.“

Eine Einladung, hemmungslos zu experimentieren

mit den Kostbarkeiten, die man nicht

zu Unrecht Lebensmittel nennt, und über den

eigenen Tellerrand zu schauen.

TWYNS – DIE

MAGISCHEN ZWILLINGE

FANTASY

FÜR LESER AB 10 JAHREN

MICHAEL PEINKOFER

Wynn lebt in der sagenhaften Anderwelt, wo

sie als Prinzessin aufwächst und tagein, tagaus

von Bediensteten umsorgt wird. Wie langweilig!

Doch dann katapultiert ein magischer

Elfenstein sie in die Menschenwelt – mitten

hinein in das Leben der zwölfjährigen Anny.

Kräuterhof und Café, Seminare

Genießen Sie handgepflückte Kräutertees

und feine Kaffeespezialitäten auf unserer

Sonnenterrasse zu einzigartigen

hausgemachten Torten.

In unserem Kräuterladen finden Sie

Köstlichkeiten wie Kräutertränke,

Räucherwerk und eine große Palette

weiterer Kräuterprodukte aus eigener

Produktion.

Kraftvoll im Leben stehen und

zurück zur ureigenen Kraft finden!

Unter diesen Motto bieten wir

Kräuterwanderungen und verschiedenste

Wochenend-, Abend- und Tagesseminare

rund um die Themen:

Natur, Kräuter,

Yoga und

Entspannung an.

Akademie Rückenwind, Kräuterhof und Café Bertlies Adler | Kirchweg 8, D-87666 Pforzen-Ingenried

Telefon Akademie Rückenwind: +49 (0)83 46/982 18 68 | Telefon Kräuterhof und Café: +49 (0)83 46/982 40 86

Öffnungszeiten Cafe: Do - So, 13:30 – 17:00 Uhr | info@akademie-rueckenwind.de | www.akademie-rueckenwind.de

Griaß di’ Allgäu | 155


Internetanschluss

Familienfreundlich

UA TV P

LANDHOTEL HARTENTHAL

OA TV P

BIOHOTEL EGGENSBERGER

UA Unterallgäu

P Parkplatz am Haus

Hartenthal 2a

86825 Bad Wörishofen

Tel. +49 (0) 82 47 / 99 88 910

info@landhotel-hartenthal.de

· mitten im Grünen, Panoramablick auf

die Alpen

· 4,5 km bis Zentrum Bad Wörishofen

· 11 EZ, 7 DZ, Tagungs-/ Seminarräume,

· Infrarotkabine, Sauna, Garten, E-Bike

& E-Auto Tankstelle Fahrradgarage,

direkt an den Rad- und Wanderwegen

www.landhotel-hartenthal.de

Enzensbergstraße 5

87629 Füssen - Hopfen am See

Tel. +49 (0) 83 62 / 91 03 - 0

info@eggensberger.de

… natürlich erholen!

· Bergblick & Bio-Küche

· sonntags Bio-Brunch-Buffet

· Wellness im neuen Garten-SPA

· Hallenbad & Saunalandschaft

· Gesundheitswochen & Kneipp

· Wellnesstag & Gutscheine

www.eggensberger.de

OAL TV P

OA TV P

OAL Ostallgäu

TV TV im Zimmer

HOTEL HELMERHOF S

Frauenbergstrasse 9

87645 Schwangau

Tel. +49 (0) 83 62/98 35-0

Tel. +49 (0) 83 62/84 37

info@helmerhof.de

Willkommen im Hof mit Herz!

· Hotel in ruhiger Lage und

traumhafter Landschaft

· Regionale Küche

Produkte aus eigener Hand

· Neuer Wellnessbereich:

Sauna, Dampfsauna, Infrarotraum

GASTHOF ZUR KRONE

Traditionsgasthof & Gästehaus

Sonnenstraße 1

87448 Niedersonthofen

Tel. + 49 (0) 83 79/2 12

info@krone-niedersonthofen.de

· unmittelbare Lage am Niedersonthofener

See (mitten im Oberallgäu)

· urigen Stuben, großen Biergarten,

regionale Küche

· Gästehaus mit modernen Zimmer

www.helmerhof.de

www.krone-niedersonthofen.de

2009 – 2019

und historisches Museum

Obergünzburg

„des muasch aluaga“

Ein unvergessliches Erlebnis

für Groß und Klein.

Führungen für Gruppen jeder Größe,

Familien, Schulen und Betriebe...

Hier werden Sie fündig:

www.tagungsregion-allgaeu.de

Südsee-Sammlung und

Historisches Museum Obergünzburg

Unterer Markt 2 · Tel: (08372) 8239

Mittwoch: 10.00 - 12.00 Uhr

Sa + So: 14.00 - 17.00 Uhr

und nach Vereinbarung

www.suedseesammlung.de

barrierefrei!

156 | Griaß di’ Allgäu


NEU

ÖffentlicheFührung

jedenDonnerstag

14.00Uhr

Faszination Skifliegen

Exklusive Einblicke & atemberaubende Ausblicke

Barrierefreier Schrägaufzug|Turmaufzug|

VirtualReality-Erlebnis|Erlebnisweg|

Schanzen-Bistro & Terrasse|Picknick-Bereiche

Öffnungszeiten täglich

09:30 bis 17:30 Uhr (April bis Oktober)

09:30 bis 16:30 Uhr (November bis März)

Ein spannendes Erlebnis bei jeder Witterung!

Skiflugschanze Oberstdorf

Zimmeroy 1

D - 87561 Oberstdorf

Tel. +49 (0) 8322 / 700 - 5201

info@skiflugschanze-oberstdorf.de

www.skiflugschanze-oberstdorf.de

Betreiber: Sportstätten Oberstdorf|Roßbichlstraße 2 - 6|87561 Oberstdorf

Heini-Klopfer-Skiflugschanze

Foto: Alexander Fuchs

ZÄMED DUSS

Outdoorfestival Oberstdorf

12h-Wanderung

Kletterturm

Pump-Track Contest

Outdoorfestival

Oberstdorf

03. - 06. Oktober 2019

Vorträge

Workshops

Konzerte

Gemeinsam draußen sein

Aktivprogramm

Outdoor-Produkte

Testmaterial

www.zämed-duss.de

Tourismus Oberstdorf I Festivalteam Zämed duss

Prinzregenten-Platz 1 I 87561 Oberstdorf I outdoorfestival@oberstdorf.de

★★★

Kneipp-Kurhotel

DER TALISMAN

FREILICHTTHEATER

AN DER GRIMMELSCHANZE

POSSE MIT GESANG VON JOHANN NESTROY

PREMIERE AM 21. JUNI 2019 19:30 UHR

WEITERE VORSTELLUNGEN: 23. JUNI 25. JUNI

03. JULI 04. JULI 05. JULI 06. JULI 07. JULI

A

E

nkommen Erholen ntspannen

Bei schlechtem Wetter im Landestheater Schwaben, Großes Haus

Den jeweiligen Spielort erfahren Sie am Veranstaltungstag ab 16 Uhr

unter der Tel. 08331 94 59 31 oder über die Homepage.

Adresse Freilichttheater Grimmelweg in 87700 Memmingen

Adresse Landestheater Schwaben Theaterplatz 2 in 87700 Memmingen

Theaterkasse Mo-Fr: 11-18 Uhr Sa: 10-14 Uhr

Karten im Vorverkauf unter Tel. 08331 94 59 16 oder vorverkauf@landestheater-schwaben.de

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

LANDESTHEATER-SCHWABEN.DE

Kneipp-Kurhotel Steinle • Gärtnerweg 17 • 86825 Bad Wörishofen

Telefon: 08247 3003 0 • reservation@steinle-hotel.de

LTS-AZ-Talismann-v4.indd 2 29.03.19 15:51

Griaß di’ Allgäu | 157


Lauph

Gewinnspiel

Sie sind aus der idyllischen Allgäuer Berglandschaft nicht wegzudenken:

die Sennalpen. Manch Wanderer kehrt nach kräftezehrendem

Gipfelanstieg zu einer deftigen Brotzeit ein. Wir suchen

diesmal nach einer Alpe bei Immenstadt, die über 350 Jahre alt ist.

Gekäst wird dort seit gut 20 Jahren nicht mehr. Dafür lädt der von

uellwasser gespeiste Brunnen-Kühlschrank vor der Alpe auf ein

Getränk ein. Den Namen welcher urigen Sennalpe suchen wir?

Riedlingen

Donau

Wie heißt ...

Biberach

eine der ältesten Sennalpen Bad Buchau im Allgäu?

a) Alpe Gschwenderberg

b)

Bad

Alpe

Saulgau

Gschwendergrat

c) Alpe Gschwendersattel

Bad

Schussenried

Unten stehenden Coupon ausfüllen und an

folgende Adresse schicken: Griaß di‘ Allgäu, Erlebnismagazin,

Stichwort: Gewinnspiel, 87430 Kempten

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2019.

Das Gewinnspiel finden Sie auch im Internet

unter www.griassdi-allgaeu.de

Aulendorf

Bad Waldsee

Wurzache

Ried

Bad Wurzach

Bergatreute

Weingarten

Wolfegg

~ 1. PREIS ~

Zwei Übernachtungen für 2 Personen inklusive Halbpension

im Panoramahotel Oberjoch in Bad Hindelang (4 Sterne S)

www.panoramahotel-oberjoch.com

~ 2. PREIS ~

Zwei Übernachtungen für zwei Personen, inklusive Frühstück,

Hallenbad und Sauna im Hotel Maximilian Schwangau (3 Sterne S)

www.hotel-maximilian-schwangau.de

~ 3. PREIS ~

Gutscheine für Ravensburger Spieleland: 3 x 2 Eintrittskarten

Museum Ravensburger: 3 x Familien-Multimedia-Ticket

www.spieleland.de / www.museum-ravensburger.de

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.


Lösung

Name/Vorname * Alter *

Straße *

PLZ/Ort *

Email *

Telefon

Bitte beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz und die Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO unter

ihre-az.de/datenschutz oder Telefon 08 31 / 93 06 31 11.

Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten (Vor-, Nachname, Straße, Hausnummer, PLZ, Ort,

Telefonnummer, Email-Adresse, Alter) von der Allgäuer Zeitung (Allgäuer Zeitungsverlag GmbH) gespeichert

werden, um über Neuigkeiten zu Verlagsangeboten per Email und Telefon informiert zu werden. Diese

Einwilligung kann jederzeit durch Nachricht an den Verlag (Heisinger Str. 14, 87437 Kempten) widerrufen

werden.

* Pflichtfelder: Bitte beachten Sie, dass für die mit * gekennzeichneten Felder alle Angaben erforderlich sind.

Ort, Datum

Unterschrift

Markdorf

Mitarbeiter des Allgäuer Zeitungsverlags und deren Angehörige sind von der Teilnahme am Gewinnspiel ausgeschlossen.

Arbon

Sankt Gallen

Appenzell

Friedrichshafen

Rorschach

Meckenbeuren

Bodensee

SCHWEIZ

Altstätten

Langenargen

Kressbronn

Nonnenhorn

Feldkirch

Ravensburg

Ravensburg

SEITE 153

Tettnang

Wasserburg

Rhein

Lustenau

Hohenems

Rankweil

Lindau

Waldburg

Achberg

Bregenz

Dornbirn

Vogt

Amtzell

Weißensberg

Sigmarszell

Bodolz

Opfenbach

Hergensweiler

Pfänder

ÖSTERREICH

Furkajoch

Wangen

Hergatz

Scheidegg

Damüls

Kißlegg

Lindenberg

Faschinajoch

Heimenkir

W

Oberre Simm

SE

Hitt


eim

Illertissen

Kettershausen

Kirchheim

Schwabmünchen

Allgäu Karte

r

Ochsenhausen

Argenbühl

SEITE 92

Erolzheim

Rot an der Rot

Leutkirch

Leutkirch SEITE 96

Isny

Aitrach

Iller

Berkheim

Tannheim

Aichstetten

Winterstetten

Dettingen

Kirchdorf

Lautrach

Legau

Buxheim

Kronburg

Pleß

Fellheim

Boos

Niederrieden

Heimertingen

Trunkelsberg

Woringen

Buchenberg

Babenhausen

Winterrieden

Memmingerberg

Memmingen Memmingen

Hawangen

SEITE 16

Benningen

Schwarzer Grat

Bad Grönenbach

Lachen

Iller

Wiggensbach

Kempten

Kempten

SEITE 82, 100, 110

Iller

Holzgünz

Egg

Lauben

Ungerhausen

Ottobeuren

Dietmannsried

Lauben

Kirchhaslach

Oberschönegg

Westerheim

Wolfertschwenden

Böhen

Erkheim

Durach

Breitenbrunn

Salgen

Pfaffenhausen

Sontheim

Oberrieden

Kammlach

Markt Rettenbach

Untrasried

Wildpoldsried

Betzigau

Stetten

Ronsberg

Günzach

Dirlewang

Unteregg

Obergünzburg

Kraftisried

Görisried

Eppishausen

Mindelheim

Wertach

Lech

Apfeltrach

Eggenthal

Baisweil

Friesenried

Markt Wald

Tussenhausen

Rammingen

Irsee

Wertach

Bad Wörishofen

Bad Wörishofen

SEITE 16, 56

Aitrang

Unterthingau

Biessenhofen

Ruderatshofen

Leuterschach

Wald

Lengenwang

Pforzen

Ettringen

Türkheim

Wiedergeltingen

Rieden

Amberg

Lamerdingen

Jengen

Oberostendorf

Westendorf

Germaringen Kaltental

Mauerstetten

Stötten

Buchloe

Stöttwang

Bidingen

Osterzell

Forggensee

Waal

Burggen

Rettenbach

Lechbruck Lechbruck

SEITE 8

Lech

Bernbeuren

Plansee

Lech

Kaufering

Landsberg

Schongau

Kleinweiler-Hofen

Seeg

Waltenhofen

Gestratz

Maierhöfen

SEITE Seeg 8

Niedersonthofner

See

Roßhaupten

Sulzberg

Rückholz

ch

Grünenbach

Weitnau

Oy-Mittelberg

Trauchgau

Rottachsee

Nesselwang

Röthenbach

Werdensteiner Moos

Nesselwang

Halblech

SEITE 30, 44

Rieden

SEITE 104

Stiefenhofen

Grüntensee

Eisenberg

Hopfen

Buching

Wertach

Hopferau

Missen Großer

Rettenberg

Alpsee

Rettenberg SEITE 52

Hopfensee

eilererberg

Oberstaufen SEITE 56

Schwangau

Oberstaufen

Jungholz

Pfronten Pfronten

ute

SEITE 8, 68

ITE 96

Immenstadt

Grünten

Immenstadt

Tegelberg

SEITE 116, 20 Blaichach

Breitenberg

Füssen

SEITE 8, 118 Neuschwanstein

Burgberg Burgberg

Mittagberg

SEITE 62

Oberjochpass

Vils

Gunzesried

Aggenstein

Oberjoch

SEITE 74

Säuling

Sonthofen

Schattwald

Ofterschwang

SEITE 148

Hochgrat

SEITE Ofterschwang 46, 68

Bad Hindelang

Zöblen

Tannheim Reutte

Tennenmooskopf

SEITE 26

Nesselwängle

SEITE 56 Hinterstein Tannheim Haldensee

Balderschwang

isau

Bolsterlang Fischen

Sonnenkopf

Riedberger

Gaichtpass

Grainau

Horn

Langenwang Rubihorn

Vilsalpsee

Heiterwang

Obermaiselstein

SEITE 84

SEITE 66

Weißenbach

Riedbergpass

Nebelhorn

Thaneller

Oberstdorf

Oberstdorf

DES RÄTSELS LÖSUNG

Zugspitze

SEITE 6, 18, 134

Lermoos

Ehrwald

Rückkehr mit zwei „Goldenen“

Hochvogel

Fernpass

Diedamskopf

Riezlern Fellhorn

Hoher

Trettachtal

Das Allgäu hatte schon zahlreiche Olympische Sieger vorzuweisen.

Hirschegg

Ifen

In welcher Disziplin Johannes Rydzek bei den Olympischen Spielen 2018

Mittelberg Mittelberg

Schwarze Milz

in Pyeongchang Gold gewann, wollten wir in unserem letzten

SEITE 34

SEITE 136

Gewinnspiel wissen. Keine große Herausforderung Nassereith für jenen, der den

Krottenkopf

N

Kapitelstart unserer Rubrik „Allgäu sportlich“ aufmerksam gelesen hat,

W O

Hahntennjoch

denn dort steht die Antwort: Nordische Kombination.

Widderstein

S

5 km

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern.

Hochtannbergpass

Warth Biberkopf

Kleinwalsertal

Altusried

SEITE 126

Haldenwang

SEITE 130

Tannheimer Tal

Kaufbeuren

SEITE 8, 86, 122

Marktoberdorf

SEITE Marktoberdorf 8

Auerberg

Steingaden

Peiting

Infografik: Stefan Beckmann


familiäre

Atmosphäre

Südsee

im Allgäu

Das klingt nach Idylle: Das 4-Sterne-Hotel Tyrol im

Tannheimer Tal liegt nur 300 Meter vom malerischen

Haldensee entfernt und verfügt über viele Extras, die den

Ferienaufenthalt verschönern. Tannheimer Tal und

Tiroler Berge sind die Heimat der Betreiberfamilie Barbist

& Schädle. Walter und Olga Barbist kümmern sich

gemeinsam mit der nächsten Generation,

Martina und Peter Schädle, um das Wohl ihrer Gäste.

www.tyrol-haldensee.com

Seit 10 Jahren lädt die Südsee-

Sammlung Obergünzburg große

und kleine Besucher dazu ein,

faszinierende Kulturen Melanesiens

zu erkunden. Das Jubiläumsjahr

bietet besondere Begegnungen mit

ozeanischen Traditionen, es gibt viel

zu entdecken – von Geschichten aus

der Seemannkiste bis zu pazifi schallgäuerischer

Cross-Cuisine.

www.suedseesammlung.de

36 Seiten

EXTRA

So bleiben Sie

gesund & fit

NEU

IM ABO

FÜR ALLE, DIE DAS ALLGÄU LIEBEN!

ABO-VORTEILE:

✓ KEINE AUSGABE MEHR VERPASSEN

✓ BEQUEM NACH HAUSE

✓ VERSANDKOSTENFREI ★

✓ JEDERZEIT KÜNDBAR

JETZT ABONNIEREN!

2 AUSGABEN ZUM PREIS VON 11.80 €

INKL. VERSANDKOSTEN

www.griassdi-allgaeu.de

08 31/2 06-1 90

Bestellung@griassdiallgaeu.de

160 | Griaß di’ Allgäu

★ innerhalb Deutschland


Unsere Autoren

BETTINA BUHL | SEITE 104

Als Allgäuerin weiß sie, wo es besonders

schön ist. Zum Beispiel in einem Moos.

ISABELLE GASSAMA | SEITE 86

Mit diesen Vierbeinern ist man nicht oft

unterwegs: auf Lama-Tour in Kaufbeuren.

CARINA JUNGCHEN-WENZLICK | SPEZIAL

In Oberstaufen soll‘s mitunter heiß hergehen.

Unsere Autorin wollte es genau wissen.

SILKE LORENZ | SEITE 20

Nicht immer leicht, Kinder fürs Wandern zu

begeistern. Es kommt wohl aufs Ziel an.

SUSANNE LORENZ-MUNKLER | SEITE 52

Das Allgäu hat Erfrischendes zu bieten.

Unsere Autorin durfte testen.

CHRISTIAN MÖRKEN | SEITE 74

Wenn das nicht nach Herausforderung

klingt: Unser Autor braut Hochprozentiges.

MICHAEL MUNKLER | SEITE 136

Den letzten kleinen Gletscher der Region –

es gibt ihn. Aber wie lange noch?

ULRICH PRAMANN | SEITE 122

Der einstige „stern“-Redakteur liebt das

Ostallgäu – inklusive des Brauchtums.

ISABELL SCHMID | SEITE 116

Sie liebt Allgäuer Brauchtum und Mode und

führte ein Interview über Trachten-Trends.

MICHAELA SCHNEIDER | SPEZIAL

Ohne Kräuter geht im Allgäu gar nichts. Wie

gut, eine interessante Kräuterfee zu treffen.

CHRISTIAN SCHREIBER | SEITE 68

Gibt es Schöneres, als sich mit zwei Koch-

Maestros zu verabreden? Antwort: Nein!

ANNE-SOPHIE SCHUHWERK | SEITE 8

Eine gebürtige Ostallgäuerin schreibt übers

Ostallgäu. Ideale Voraussetzung, meinen wir.

TOBIAS SCHUHWERK | SEITE 148

Er textet gern und läuft gern. Die Schnittmenge

ergibt eine spannende Reportage.

BERGWELT BRENNEREI

Allgäuer Whisky Destillerie

Ein neues Highlight im Allgäu ist sicherlich ein Besuch der Bergwelt

Brennerei. Emotionen genießen mit allen Sinnen.

Mit viel Liebe zum Detail entstand 2017 mit der Bergwelt Brennerei nicht

nur eine der modernsten Whisky-Destillen im Allgäu sondern auch eine

neue Attraktion, die nicht nur für Whisky Liebhaber sehenswert ist. Da

Familie von Bergwelt mit der Allgäuer Holundermanufaktur und einer

eigenen Bio-Plantage schon seit Jahren andere exklusive Spezialitäten

herstellt, wie zum Beispiel Holunderbalsamico, Holunderlikör, Bergwelt

Gin und Nusslikör können Sie sich auf einen sensorischen Hochgenuss der

besonderen Art freuen. Auch feinste Edelbrände wie Williams-Christ oder

Marillen können in der Brennerei verkostet werden.

Ein besonderes Event für Firmen, Vereine und Einzelpersonen sind die

Bergwelt und Whisky-Tastings in einem einzigartigen Ambiente direkt vor

der Brennblase. Erleben Sie hautnah die Kunst der bayrischen Whisky-Destillation

und schauen Sie dem Brennmeister über die Schulter.

Ein Besuch lohnt sich. Ein Destiller mit Leidenschaft, erstklassige Edeldestillate

aus Meisterhand, der stilvolle Verkostungsraum und der Geruch des

„Angel‘s Share“ machen einen Besuch in Pfaffenhausen in jeder Beziehung

zu einem ganz besonderen Genuss.

ANJA WORSCHECH | SEITE 92

Der „Kleine Prinz“ hat Millionen von Menschen

in den Bann gezogen. Im Westallgäu

kann man auf seinen Spuren wandeln.

Do. und Fr. 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr und Samstag 9 bis 12.30 Uhr

Mo. bis Mi. nach telefonischer Vereinbarung Tel 01 70 / 5 90 05 91

Gewerbepark 100 | 87775 Pfaffenhausen-Salgen

Telefon 08265 / 730500 | info@bergwelt-brennerei.de

Griaß di’ Allgäu | 161

WWW.BERGWELT-BRENNEREI.DE


Griaß di’ Allgäu

Vorschau

AUFWÄRTS Rund

um den Imberg gibt's

eine Menge an

Freizeitspaß und

Herausforderungen –

für die gesamte Familie.

COOLE GESCHICHTE Lust auf Abenteuer,

auf eine Übernachtung der etwas anderen Art?

Dann Koffer packen und ab in eine Iglu Lodge.

Griaß di’ Allgäu

Winter

2019

AB 20. NOVEMBER

ERHÄLTLICH

Foto: Oberstaufen Tourismus

WEITERE THEMEN:

Foto: Ralf Lienert

HUNDESTÄRKEN Huskys sind das

Gegenteil von Weicheiern. Und auch

der Musher sollte

aus hartem

Holz

geschnitzt

sein.

❭❭ Unterwegs zur Schwarzwasserhütte

❭❭ Homestory: So wohnt ein Weltmeister

❭❭ Alpenwellness im Winter

❭❭ Christbaumloben – ein alter Brauch

❭❭ Schnee ist nicht gleich Schnee

❭❭ Geschenke-Tipps zu Weihnachten

Foto: Bettina Buhl

NIKOLAUSI Anfang

Dezember schwärmen

die Männer mit rotem

Umhang aus. Wir haben eine

Nikolaus-Börse besucht.

Foto: Martina Diemand Foto: Ralf Lienert

SKI-MAESTROS Die Geschwister Holzmann sind Maestros

auf Skiern und verraten,

wo es tolle Pisten gibt.

Foto: Ralf Lienert

FOTOKUNST

Bilder sagen mehr

als Tausend

Worte – das Motto

bei unserem

Fotoworkshop.

IMPRESSUM

HERAUSGEBER UND VERLAG

Allgäuer Zeitungsverlag GmbH,

Heisinger Straße 14,

87437 Kempten

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Markus Brehm,

brehm@griassdi-allgaeu.de

VERLAGSLEITUNG

Reiner Elsinger

KOORDINATION

Marina Trölitzsch,

koordination@griassdi-allgaeu.de

REDAKTION

Freddy Schissler (verantwortlich),

Isabelle Gassama,

Anne-Sophie Schuhwerk,

Michelle Aus dem Bruch (online),

redaktion@griassdi-allgaeu.de

LAYOUT / GRAFIK

Nicole Uhlemair, Carina Hösle

und Lisa Scherm

ANZEIGEN

Christoph Fackler (verantwortlich),

Telefon: 08 31 / 206 - 54 76

Heike Ewinger,

Telefon: 08 31 / 206 - 54 65

anzeigen@griassdi-allgaeu.de

AUTOREN DIESER AUSGABE

Bettina Buhl, Nicola Förg, Carina Jungchen-Wenzlick,

Angelika Köhler-Schiessler, Stephanie Karrasch, Dirk Lehmann,

Silke Lorenz, Susanne Lorenz-Munkler, Christian Mörken,

Michael Munkler, Ulrich Pramann, Isabelle Gassama, Ingrid

Rösner, Isabell Schmid, Michaela Schneider, Freddy Schissler,

Christian Schreiber, Anne-Sophie Schuhwerk, Tobias Schuhwerk,

Nicole Uhlemair, Anja Worschech

FOTOGRAFEN DIESER AUSGABE

Susanne Baade, Matthias Becker, Dominik Berchtold, Tobias

Brandner, Martina Diemand, Hermann Ernst, Manfred Felder,

Alexander Fuchs, Florian Gehring, Christoph Gramann,

Philipp Herzhoff, Klaus-Peter Kappest, Ralf Lienert, Marc Oeder,

Frederik Schissler, Jens Schwarz, Günter Standl, Dennis Siebert,

Ulla Waelder, Mathias Wild, Fabian Zocher

VERTRIEB

MZV GmbH & Co. KG,

Ohmstr. 1,

85716 Unterschleißheim,

Telefon: 0 89 / 3 19 06 - 0,

info@mzv.de, www.mzv.de

BESTELLSERVICE

Telefon: 08 31 / 206 - 190

bestellung@griassdi-allgaeu.de

INFOSERVICE

info@griassdi-allgaeu.de

DRUCK

Vogel Druck und

Medienservice GmbH, Würzburg

162 | Griaß di’ Allgäu

© 2019 für Text und von uns gestaltete Anzeigen beim Verlag. Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische Speicherung nur mit schriftlicher Genehmigung.


MIT MEHR POWER

IN DEN FEIERABEND.

DERABT T6

Von der Rennstrecke auf die Straße.

Griaß di’ Allgäu | 163


164 | Griaß di’ Allgäu

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine