Blick ins neue MINI-MAX-PLUS-Dez-21

mara150769
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Heft 03 • Dezember 2021

www.mini-max-plus.at

ab EUR 1,80

Kernbeißer

König unter den Finken

Haselnüsse

Beliebt bei Mensch und Tier

Mein MINI-MAX-PLUS


Das neue, innovative MINI-MAX-PLUS

Arbeitsblätter (AB)

MINI-MAX-PLUS wird Ihren

Unterricht bereichern. Die spannenden,

lehrreichen und kindgerecht aufbereiteten

Beiträge motivieren die Kinder zum Lesen. Mit den direkt

im Heft integrierten Arbeitsblättern können Sie – ohne

zusätzlichen Aufwand und Kosten – das Erlernte bei den

Kindern überprüfen: Arbeitsblätter direkt im Heft ab S. 45.

Website

Lösungen, weitere

Arbeitsblätter und

(Bastel-)Vorlagen

zum Downloaden und

Ausdrucken sowie

Tierstimmen zum Anhören und weitere interaktive Inhalte

gibt es auf unserer Website www.mini-max-plus.at.

H5P-Aufgaben auf Eduvidual (H5P)

In jeder Ausgabe von MINI-MAX-PLUS

gibt es viele interaktive Übungen zum

wiederholten Verwenden. Allein in diesem

Heft sind 21 H5P-Aufgaben integriert, die

punktgenau zu den Inhalten passen und

weiterführende Inhalte bieten. Einfach den

H5P-QR-Code mit Handy/Tablet scannen,

H5P-Button auf www.mini-max-plus.at

anklicken oder folgende Adresse im Browser eingeben:

https://www.eduvidual.at/course/view.php?id=105626

Eduvidual ist das an Österreichs Schulen am meisten genutzte

Lernmanagement-System und wird direkt vom Bildungsministerium

finanziert. Für Schulen gibt es kostenlose Zugänge.

DIGI.SCHULE

Jedes Heft von MINI-MAX-PLUS

gibt es auch auf digi.schule als Online-

Heft. Dies ermöglicht eine einfache

Bedienung auf dem Laptop, aber auch

auf dem Handy oder dem Tablet. Der

Zugang zu den Heften ist auch ohne

Account möglich. So funktioniert es:

1. Rufen Sie die Plattform digi.schule auf.

2. Am Cover der MINI-MAX-PLUS -Ausgabe befinden

sich links unten die Zugangsdaten. Geben Sie diese beim

Direktzugang ein und klicken Sie auf „Buch aktivieren“.

Gleich darauf erscheint die aktivierte Ausgabe.

Augmented Reality (AR)

Bei Augmented Reality (AR) wird die

reale Welt mit digitalen Inhalten erweitert.

Das können Bilder, Videos oder tolle

3D-Modelle sein. Durch AR werden neue

Zusammenhänge und eindrucksvolle

Verbindungen geschaffen, die zugleich

das Lernen und das Verständnis der

Kinder fördern. Bilder und sogar ganze

Seiten im gedruckten Heft werden zum

Leben erweckt. Um AR erleben zu können,

benötigen Sie und Ihre Schulkinder ein Smartphone oder ein

Tablet sowie die einzigartige und kostenlose App von Areeka.

Laden Sie die kostenlose Areeka App im Google Play Store

oder App Store herunter und scannen Sie die Seite, die mit

dem Areeka Logo gekennzeichnet ist – schon erleben Sie AR.

2

Augmented Reality (AR) in diesem Heft auf Seite 11.

Alternativ können Sie die Ausgabe auch unter „Digi.Bücher“

oder unter „Alle Digi.Bücher“ suchen. Dann bitte im Suchfeld

den Titel MINI-MAX-PLUS eingeben.

MINI-MAX-PLUS - Online-Heft auf digi.schule:

• Hilfreiche interaktive Funktionen (Anmerkungen,

Lesezeichen ...)

• Weiterführende Links und Ressourcen sowie Bilder & Videos

• Hochwertige multimediale Inhalte für Ihren Unterricht


INHALT

Liebe Lehrerinnen und Lehrer!

Liebe Schülerinnen und Schüler!

Das Team von MINI-MAX-PLUS wünscht euch

einen besinnlichen Advent, ein schönes Weihnachtsfest

im Kreise eurer Lieben und ein glückliches neues Jahr,

in dem wieder alles „normal“ läuft! Bitte bleibt gesund!

Viel Spaß beim Lesen eurer Weihnachtsausgabe, eure Editorin Christina Fritz

MINI-MAX-PLUS

Erscheinungstermine:

001 – Oktober 2021...... 20. Sep. 2021

002 – November 2021.... 3. Nov. 2021

003 – Dezember 2021.... 30. Nov. 2021

004 – Jänner/Feb. 2022.. 10. Jän. 2022

005 – März 2022......... 28. Feb. 2022

006 – April 2022. . . . . . . . . . 29. März 2022

007 – Mai 2022 .......... 2. Mai 2022

008 – Juni 2022 .......... 7. Juni 2022

INHALT

HOTLINE: 0664 / 54 26 112 • E-Mail: mini-max@aon.at • www.mini-max-plus.at

4

Wissen und Bildung

Fauna: Kernbeißer (H5P)................................4

Geologie: Heilige Barbara (H5P).....................7

Flora: Haselnüsse (H5P)..................................8

Rabenvögel (AB) (H5P) (AR)............................10

Astronomie (AB) (H5P)...................................12

Sagen aus Österreich (H5P)..........................14

Wieso? Weshalb? Warum? (H5P)...................16

Wie wir Filme schauen.................................18

Das lustige ABC der Tiere (H5P)....................20

Erfinder: Josef Ressel (AB) (H5P)....................22

Auf der Suche nach Fossilien (AB) (H5P)........24

Feiertage in Österreich: Weihnachtszeit (H5P)...26

Feiertage zu Silvester und Neujahr (H5P)........29

8

Gesundheit und Sport

Sport: Basketball..........................................30

Oh, du „süße“ Weihnachtszeit......................34

Poster im Mittelteil

Kätzchen.....................................................32

Englisch

Christmas time • Song: Santa‘s coming.......36

Santa and his elves (H5P)..............................37

Christmas tongue twister (H5P).....................38

Poem: Christmas time (H5P)• Song: Jingle bell..39

Fun: Colour me in!.......................................40

Fun: Christmas jokes....................................41

16 34

Mach mit!

Experiment: Hallo, bitte melden!..................42

Basteln: Weihnachts-Deko............................44

Arbeitsblätter (AB)........... 45 – 57

Spiel und Spaß mit Sprache (AB) (H5P)..........45

Rätselcomic (AB) (H5P)..................................47

Euro-Münzen von Österreich (AB).................57

Noch mehr Lesestoff

Wildvogelfütterung (H5P)..............................58

Welche Reptilien gibt es? (H5P).....................60

Geschichte: Ein Weihnachtswunsch wird wahr....62

Witze und Scherzfragen...............................64

AB = Arbeitsblatt • H5P = Eduvidual • AR = Augmented Reality

IMPRESSUM

• Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft MINI-MAX & Lemberger: MINI-MAX, Verein zur Förderung der Lesekompetenz von Schüler/inne/n (ZVR-Zahl: 783128097), Moosburger

Straße 40, 9201 Krumpendorf, E-Mail: mini-max@aon.at • Lemberger GmbH (Lemberger Publishing), Franz-Glaser-Gasse 10, 1170 Wien, E-Mail: office@lemberger.at

• Medieninhaber, Verlagsrechte sowie für den Inhalt des Printmediums verantwortlich: MINI-MAX • Verantwortlich für digitale Inhalte: Lemberger GmbH

• Druck: Druckerei Berger • Auflage: 3.000 Stk. • Titelfotos: Freepik, Wilhelm Gailberger • Erscheinung: monatlich (8 Ausgaben pro Schuljahr, Jänner/Februar als

Doppelnummer) • HOTLINE: 0664 / 54 26 112 • www.mini-max-plus.at

3


FLORA

Haselnüsse schmecken

köstlich und wir genießen

sie das ganze Jahr über,

aber jetzt in der Weihnachtszeit sind

sie besonders begehrt.

Wie sehen die Blüten einer

Hasel aus?

Auf der Hasel wachsen männliche und weibliche

Blüten. Die langen gelben Kätzchen bestehen

aus lauter kleinen, männlichen Blüten. Um die

weiblichen Blüten zu entdecken, muss man genauer

hinsehen. Lange Zeit blieben sie unentdeckt und

man dachte, die Nüsse würden aus den Kätzchen

wachsen. Das war natürlich ein Irrtum, denn die

Früchte wachsen nicht aus den männlichen,

sondern nur aus den weiblichen Blüten.

Bereits im Herbst, wenn die Blätter fallen, kann man

an der Hasel kleine Kätzchen erkennen. Im Frühling,

wenn es wärmer wird, strecken sie sich und

werden größer. Ein Kätzchen besteht aus vielen,

vielen kleinen, männlichen Blüten. Wenn sie sich

öffnen, entlassen sie Millionen von Pollenkörnern

(Blütenstaub). Habt ihr schon einmal die großen

gelben Blütenstaubwolken gesehen, die der Wind

vor sich herwirbelt? Nun muss der Blütenstaub nur

noch auf die Narbe der weiblichen Blüte gelangen,

damit die Blüte bestäubt wird und Früchte

(Haselnüsse) entstehen können.

Weibliche Blüten stehen ebenfalls beisammen in

einem Blütenstand. Dieser Blütenstand ist jedoch

sehr klein und unscheinbar und wird oft mit einer

Knospe verwechselt. Man erkennt ihn leichter, wenn

die roten Narben herausragen.

So sehen die

Haselnüsse am

Strauch aus.

Nur aus den weiblichen

Blüten wachsen Früchte

(Haselnüsse).

Die langen gelben

Kätzchen bestehen aus

lauter kleinen, männlichen Blüten.

8

Herzlichen Dank an Dr. Roland Eberwein vom Kärntner Botanikzentrum!


Pflanzenwelt

Haselnüsse gehören in

viele unserer Weihnachtskekse,

in Lebkuchen, Früchtebrot, Schokoaufstriche sowie

zahlreiche andere Süßigkeiten (Nougat, Krokant) …

und wir finden sie in den meisten Nussmischungen,

die wir uns im Advent so gerne schmecken lassen.

Scannen!

Fotos: Dr. Roland Eberwein, Freepik, wikimedia.org / CC-BY-SA: Simon A Eugster, H Zell, Stefan lefnaer

Sind alle Haselnüsse gleich?

Nein! Haselnüsse können ganz unterschiedlich aussehen und

schmecken. Die einen sind rund, die anderen eher länglich, einige

recht klein, manche besonders groß …

Warum Haselnüsse so verschieden sind, ist leicht erklärt: Die Hasel

– die bei uns vorwiegend als Strauch wächst – gibt es in mehreren

verwandten Arten und sehr vielen Sorten, die sich alle leicht

miteinander kreuzen (vermischen). Neben unseren heimischen

Haselnusssträuchern gibt es auch Haselnussbäume. Die so genannte

Baum-Hasel kann eine Höhe von mehr als 20 Metern erreichen und wird bei

uns hauptsächlich als Zier- oder Straßenbaum angepflanzt.

Rund und länglich, klein

und groß, hell und dunkel …

Haselnüsse gibt es in sehr

vielen Sorten.

Vögel und kleine Säugetiere

helfen bei der Ausbreitung

Haselnüsse werden nicht nur von uns Menschen gerne verspeist, sie

dienen auch vielen Tieren als wertvolle Nahrung, denn sie enthalten

viel Fett, Eiweiß und Vitamine.

Wenn die Nüsse noch ganz klein sind, legt der Haselnussbohrer

(ein Käfer) seine Eier hinein. Die Larven lassen sich das Festmahl

schmecken – und zurück bleibt eine hohle Nuss mit

winzigem Loch. Sind im Herbst die Haselnüsse

reif, kommen Vögel, Eichhörnchen,

Mäuse und andere Tiere. Durch

verlorene Nüsse und vergessene

Nahrungsverstecke sorgen sie dafür, dass

neue Pflanzen keimen und wachsen können.

LANDESMUSEUM - RUDOLFINUM KÄRNTEN • www.landesmuseum.ktn.gv.at

9


WISSEN

Von Chiara Raunig

Astronomie

Die Wissenschaft des WEltraums

Hast du auch schon einmal nachts in den

Sternenhimmel geschaut und dich gefragt,

was da oben wohl so vor sich geht? Dann bist

du nicht allein! Schon seit Jahrtausenden

fasziniert der Weltraum den Menschen.

Kein Wunder also, dass die Astronomie die

älteste Wissenschaft ist. Aber was untersucht die

Astronomie genau und warum ist sie so wichtig?

Was ist Astronomie?

Astronomie (lateinisch „astros“, bedeutet „die Sterne

betreffend“) gilt als Wissenschaft der Sterne und Planeten.

Sie untersucht Himmelskörper, also Objekte des Weltraums

(Planeten, Sterne, Kometen, Monde) und deren Aufbau, Eigenschaften

oder Positionen (Standorte) im All. Astronomen versuchen herauszufinden,

wie das Universum entstanden ist, wie es funktioniert und woraus es

besteht. Beobachtet wird grundsätzlich Strahlung – wie das für das

menschliche Auge sichtbare Licht. Himmelskörper senden aber auch

für unsere Augen unsichtbare Strahlung wie Radio-, Ultraviolettoder

Infrarotstrahlung aus, welche die Astronomie mit Hilfe von

Teleskopen, Messgeräten und Computern zum Auswerten sichtbar

macht. Auch Menschen werden zur Forschung ins All geschickt.

Auch am Klagenfurter Kreuzbergl gibt

es eine Sternwarte mit einem großen

Fernrohr, um Sterne, Planeten und

andere Himmelsobjekte zu beobachten.

Arbeitsblatt

Seite 51

12

Die Geschichte der Sterne

Bevor moderne Technologien wie Heizung

oder künstliches Licht unser Leben erleichterten,

war der Mensch stark von Planetenbewegungen

und Sternen abhängig. Am

Sonnenstand las man die Zeit ab

und er bestimmte wichtige

Ereignisse wie z. B. Aussaat

und Ernte oder Ebbe und

Flut. Die Position von Sternen

Foto: freepik, pixabay, wikimedia.org / CC-BY-SA: JJ55, NASA

verriet Seefahrern, wo sie sich mit ihrem

Boot gerade befanden. Durch die enorme

Wichtigkeit des Weltraums suchten Menschen in

der Vergangenheit nach Verbindungen zwischen

der Stellung von Himmelskörpern, Geburtsdaten,

Schicksalen oder Naturereignissen. Man

glaubte, Sterne würden etwas über die Zukunft

verraten. Die Astrologie entstand. Heute wissen

wir: Sterne und Planeten haben keinen Einfluss

auf unsere Zukunft oder unser Schicksal!


Die Bedeutung von Teleskopen

Im 16. Jahrhundert begann ein neues Zeitalter

für die Astronomie: durch die Erfindung von

Teleskopen (Fernrohre, um weit entfernte

Objekte zu beobachten). Bis zum Mittelalter

(15. Jahrhundert) dachte man, die Erde wäre das

Zentrum des Universums und die Planeten und

Sterne würden um die Erde kreisen. Heute weiß

man es besser. Nikolaus Kopernikus war der

erste, der um 1514 feststellte: Die Sonne ist das

Zentrum und alle Planeten kreisen um sie. Aber

niemand glaubte ihm damals. Erst durch die

Erfindung von Teleskopen konnte die Menschheit

überzeugt werden. Seither wurden Teleskope

ständig verbessert bis hin zum E-ELT, das derzeit

größte Teleskop der Erde. Sogar im All finden sich

Teleskope wie das Hubble-Teleskop. Einen dunklen

Standort für solch raffinierte Technik zu finden,

ist nicht einfach. Teleskope sind nämlich sehr

lichtempfindlich und müssen möglichst weit von

störenden Lichtquellen entfernt platziert werden.

Da die Erde immer dichter besiedelt wird, befinden

sich Teleskope oft auf Bergen oder in Wüsten, wo

die Lichtverschmutzung gering ist.

Hubble ist eines der bekanntesten

Weltraum-Teleskope.

Mit Radioteleskopen

kann man weit in

das All blicken.

Weltraum

Berge sind ideale Standorte, um

den Lichtern der Städte ein wenig

auszuweichen.

Scannen!

Danke an

Kurt Anetzhuber

von der

Astronomischen

Vereinigung

Kärntens für

die Zusammenarbeit

an

diesem Beitrag!

Ein Sternenhimmel voller Geheimnisse

Du wirst dir nun vielleicht denken: „Wofür brauchen wir Astronomie?

Wieso sollten wir ferne Galaxien erkunden? Das bringt uns hier auf der Erde

nichts.“ Aber das stimmt nicht: Das Universum ist kein weit entfernter Ort, wir

selbst sind ein winziger Teil davon. Alle Geschehnisse im Weltraum haben

auch einen direkten Einfluss auf unsere Erde. Das Wasser, das wir trinken,

die Luft, die wir atmen, die Rohstoffe, die wir nutzen oder

die Sonnenstrahlen, die alle Lebenswesen mit Energie

versorgen, stammen ursprünglich aus dem Weltraum. Es

war schon immer ein Grundbedürfnis des Menschen, seine

Umwelt entdecken und verstehen zu wollen. Der Weltraum ist

ein Ort, über den wir sehr wenig wissen. Es warten also noch

viele spannende Geheimnisse auf uns!

13


Sagen

Von Denise Tauchhammer

Scannen!

Sagen aus ÖSTERREICH

aus dem BUNDESLAND Oberösterreich

Die Entstehung des Irrsees

Der Irrsee in Oberösterreich ist der wärmste See des Salzkammergutes und steht unter Naturschutz.

Vor langer Zeit befand sich an der Stelle,

wo heute in Oberösterreich der Irrsee

(auch Zellersee genannt) liegt, eine üppige

Landschaft mit einem prachtvollen Schloss.

Dort lebte ein böser Zauberer, der es liebte, mit

den armen Leuten im Tal seine bösen Scherze

zu treiben. Auf die fleißigen Ischler Salz- und

Bergarbeiter hatte er es besonders abgesehen.

Er bezeichnete sie verächtlich als „Maulwürfe“

und konnte ihren unermüdlichen Arbeitswillen

überhaupt nicht ausstehen. So schickte er

ihnen eines Tages einen verschlossenen Topf,

in dem sich angeblich Sole (eine Salz-Wasser-

Lösung) befand, die sie für ihn überprüfen

sollten. Die Ischler aber ließen sich nicht so

leicht austricksen und wussten, dass der böse

Zauberer nichts Gutes im Schilde führen

konnte. Also sandten sie den ungeöffneten

Topf mit einem Boten wieder zurück. Doch an

diesem Tag war es besonders heiß. Als der Bote

bereits in die Nähe des Schlosses kam, war er

von der Last des Topfes so erschöpft, dass er

sich unter einem Baum ausrasten musste. Und

wie er so dasaß und das Gefäß betrachtete,

packte ihn die Neugier und er öffnete es. Da

begannen Unmengen an Wasser aus dem Topf

herauszuströmen und so sehr der Bote sich

auch bemühte, das Gefäß ließ sich nicht wieder

schließen. Das Wasser lief und lief heraus und

überflutete alles. Auch das Schloss und der

böse Zauberer wurden in die Tiefe gezogen.

So ereilte das Unglück, das der Zauberer

den fleißigen Bergleuten zufügen wollte, ihn

selbst. An besonders klaren Tagen soll man am

tiefsten Grund des Irrsees noch die glänzenden

Zinnen des Schlosses erkennen können. Und

wenn der Sturm heftig über den See peitscht,

will der eine oder

andere Schiffer dort

bereits den rastlos

umherirrenden

Geist des Zauberers

gesehen haben.

Fotos: pixabay, freepik

14

Quelle: Die schönsten Sagen aus Österreich, o. A., o. J.


Sagen aus ÖSTERREICH

aus dem BUNDESLAND Niederösterreich

Der vierblättrige Glücksklee

SAGEN

Scannen!

Blick über Baden von den nordöstlich gelegenen Weinbergen aus.

Fotos: wikimedia.org / CC-BY-SA: Andreas J. Resch, freepik

Im 14. Jahrhundert lebte in Baden bei Wien

(in Niederösterreich) ein recht wohlhabender

Mann. Er war hart, aber gerecht und brach

nie ein einmal gegebenes Versprechen. Dieser

Mann hatte einen einzigen Sohn. Eines Tages

verliebte sich sein Sohn unsterblich in ein sehr

armes Mädchen. Dem reichen Vater gefiel

diese Verbindung ganz und gar nicht und

er verbot es seinem Sohn, dieses Mädchen

weiterhin zu treffen. Da der Junge und das

Mädchen sich jedoch innig liebten, wollten

und konnten sie einfach nicht ohne einander

sein. So trafen sie sich auch weiterhin, aber

ganz heimlich, ohne dass der Vater davon

wusste. Als der

Vater eines Tages

das junge Paar an

einem Kleeacker

erwischte, schimpfte

er so erbost (wütend)

und lautstark mit

ihnen, dass sogar

Nachbarn herbeieilten, um den wütenden

Vater zu beruhigen. Der Vater ließ sich durch

nichts umstimmen, doch er versprach, der

Hochzeit der beiden nicht mehr im Weg zu

stehen, wenn es dem Mädchen gelänge,

ein Kleeblatt mit vier Herzchen (also ein

vierblättriges Kleeblatt) in diesem Kleefeld

zu finden. Das Mädchen hatte große Angst

vor dem wütenden Mann und begab sich

sogleich auf die Suche. Doch so sehr sie sich

auch bemühte und so viel sie auch umherlief,

sie sah nur Kleeblätter mit drei Herzchen.

Trotzdem vertraute sie fest auf ihr Glück

und bat Gott inständig, er möge ihr doch

helfen. Der liebe Gott erhörte ihr Gebet. Er

ließ das Mädchen ein vierblättriges Kleeblatt

finden und die Liebenden durften schließlich

heiraten. Seither gilt ein vierblättriges Kleeblatt

als Glücksbringer und noch immer freuen wir

uns darüber, wenn wir zufällig eines davon

entdecken.

Quelle: Calliano, Carl (1926): Niederösterreichischer Sagenschatz

15


WISSEN

Von Dr. Maren Kreutler

Auf der Suche nach

Stell dir vor, du spazierst durch

den Wald und auf einmal findest

du auf dem Boden etwas, das aussieht

wie der Backenzahn eines Mammuts!

Natürlich fragst du dich, ob es sich dabei

tatsächlich um ein Überbleibsel aus alten

Zeiten oder vielleicht doch nur um einen

seltsam geformten Stein handelt. Doch

wie kannst du das herausfinden?

Dieser Haizahn wurde in

Österreich gefunden.

24

Was sind Fossilien?

Fossilien sind Reste von Pflanzen

oder Tieren, die vor sehr langer

Zeit existierten, sich jedoch nicht

zersetzt (aufgelöst) haben. Dies kann

geschehen, wenn zum Beispiel Tiere

entweder noch lebendig oder kurz

nach ihrem Tod von so viel Material

(z. B. Sand oder Schlamm) begraben

(„eingebettet“) wurden, sodass sie

keinem Sauerstoff mehr ausgesetzt

waren. Wurden sie dann von

weiteren Schlammschichten

überlagert, entstand

ein enormer

Druck, durch den

sie versteinerten,

also zu Stein wurden.

Durch Gebirgsbildung gerieten

sie dann irgendwann wieder an die

Oberfläche.

Mit diesen Werkzeugen

versuchen Forscherinnen und

Forscher vorsichtig, die Fossilien

auszugraben.

Am häufigsten findet man heute

versteinerte Ammoniten. Diese so

genannten Kopffüßer lebten im

Meer und starben etwa zur gleichen

Zeit aus wie die Dinosaurier.

Von ihnen gab es über 30.000

verschiedene Arten. Doch es gibt

auch fossile Pflanzen, wie Moose

oder Farne, die über Millionen von

Jahren erhalten geblieben sind.

Durch diese Fossilien kann man sehr

viel darüber erfahren, wie das Leben

auf der Erde früher ausgesehen hat

und wie sich Tier- und Pflanzenarten

im Laufe der Zeit

entwickelt

haben.

Ammoniten lebten im Meer und

starben etwa zur gleichen Zeit aus

wie die Dinosaurier.


Wie werde ich zum

Fossiliensammler?

Du selbst kannst zum

Fossiliensammler werden, wenn du

auf deinen Wanderungen aufmerksam

durch die Natur gehst. Solltest du dabei

etwas Interessantes finden, kannst

du es fotografieren und dieses Foto

einer Expertin oder einem Experten

zeigen. Inzwischen gibt es im Internet

sehr nützliche Programme, wie den

„Fossilfinder“, über die du deine Bilder

direkt an die Fachleute senden

kannst. Diese können sich dein

Bild dann genau ansehen und dir

innerhalb von wenigen Tagen

mitteilen, ob es sich bei deinem

Fund womöglich um ein

echtes Fossil handelt.

Wenn du bei deinen Spaziergängen

in der Natur aufmerksam bist, kannst

auch du Fossilien finden.

Fossilien

„Die bedeutsamsten Funde sind oft die, die am

unauffälligsten aussehen. Deswegen darf uns

jeder seine Fotos zusenden und wir beurteilen sie

dann. Manche Entdeckungen sind geschichtlich

nicht bedeutsam, aber eben einfach sehr schön

anzusehen. Und auch diese sind es wert,

begutachtet zu werden“, so Alexander Lukeneder

von der Geologisch-Paläontologische Abteilung

des Naturhistorischen Museums Wien. Und sollte

es sich bei deinem Fund tatsächlich um ein Fossil

handeln, musst du nicht befürchten, dass du dein

Fundstück abgeben musst. Natürlich darfst du es

behalten! Den Forscherinnen und Forschern aber

gibt es wichtige Hinweise darüber, wo sie weitere

Ausgrabungen machen sollten, um etwas über die

Geschichte unserer Erde zu erfahren.

Scannen!

Hier geht es zur Fossilfinder-Webseite:

Arbeitsblatt

Seite 55

Für Fossilien muss man

manchmal waghalsige

Klettertouren unternehmen

– aber nur gut gesichert!

Herzlichen Dank an Priv.-Doz. Mag.

Dr. Alexander Lukeneder, Geologisch-

Paläontologische Abteilung des

Naturhistorischen Museums Wien, für die

Zusammenarbeit zu diesem Beitrag!

Unter dem folgenden Link kannst du die Fossilfinder-

Webseite auf dem Notebook oder Handy öffnen:

https://www.citizen-science.at/projekte/

fossilfinder. Dort kannst du dir mit einer

E-Mail-Adresse ein Benutzerkonto anlegen –

frage deine Eltern, ob sie es dir erlauben und

dir dabei helfen. Sobald du registriert bist,

kannst du deine Beobachtungen festhalten.

Fotos: freepik, pixabay, flaticon, Alexander Lukeneder, Petra Lukeneder

25


Gesundheit

Wusstest

du, dass ...

… in der Weihnachtszeit

für die Festbeleuchtung

bis zu 5 % mehr Strom

verbraucht wird?

Damit könnte man 10.000

Haushalte (also beispielsweise

die ganze Stadt Zwettl/NÖ) ein

Jahr lang mit Strom versorgen.

… ein durchschnittlicher Christbaum

etwa 200.000 Nadeln hat?

Bis zum Jahreswechsel ist davon

mehr als die Hälfte abgefallen.

… der beliebte Weihnachtshit

„Last Christmas“ eigentlich

ein Osterlied war?

Die britische Popgruppe Wham!

hat für dieses Weihnachtlied

einfach ihren Song „Last Easter“

(Letzte Ostern) umgeschrieben.

… jede/r 2. Österreicher/in

Weihnachtskekse bäckt?

Und dafür rund

3 Stunden verwendet.

Oh, du „SÜSSE“

Die duftenden Kekse, der gebackene frische

weiche Lebkuchen, das Stückchen Schoko aus dem

Adventkalender … Süßes gehört zur Weihnachtszeit!

Täglich eine kleine Handvoll Weihnachtskekse dürft ihr

euch auch gerne schmecken lassen. Ihr solltet aber

nicht zu viel davon essen, denn die meisten Kekse und

Süßigkeiten enthalten sehr viel Fett und Zucker.

Wir zeigen euch hier gesündere Alternativen

(Ersatzmöglichkeiten), die super gut schmecken.

Nüsse sind sehr gesund!

Sie enthalten wertvolle Fettsäuren, leicht verdauliche

Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe. Sie schützen Herz

und Hirn und verbessern unsere Konzentration und

Merkfähigkeit. Nüsse sind aber auch recht fett, daher wird

empfohlen, täglich nicht mehr als etwa eine kleine Handvoll zu

genießen.

Trockenobst ist reich an Mineralstoffen!

Bei getrocknetem Obst verhält es sich ähnlich. Es ist ebenfalls

gesünder als klassische Süßigkeiten, aber man sollte keine

Unmengen essen. Durchs Trocknen verlieren die Früchte

Wasser und werden kleiner, haben aber noch immer alle

Inhaltsstoffe – auch den Zucker. Zum Vergleich könnt ihr 10

Stück Weintrauben in eine Hand legen und 10 Rosinen in die

andere. Was für ein riesiger Unterschied in der Größe! Aber

beides hat gleich viel Zucker. Daher schmeckt Trockenobst so

wunderbar süß, aber ihr solltet davon nicht mehr als eine halbe

Handvoll täglich essen.

34

… 500 Tonnen Karpfen

auf unseren

Festtagstischen

landen?

Kekse und Müsliriegel einfach selber backen!

Gekaufte Müsliriegel enthalten meist eine sehr große

Menge an Zucker und sind dann nicht gesünder als andere

Süßigkeiten. Damit ihr in der Adventzeit ohne schlechtes

Gewissen naschen könnt, haben wir hier für euch drei

Rezepte mit vielen wertvollen Zutaten, die ihr zu Hause einmal

ausprobieren könnt.

Fotos: freepik


Weihnachtszeit

Haferflocken-Kekse

Zutaten:

• 2 reife Bananen

• 100 g Feinblatt-

Haferflocken

Backofen auf 175 °C

vorheizen. Bananen schälen

und in einer Schüssel mit

einer Gabel zerdrücken. Die

Haferflocken dazugeben

und alles gut verrühren. Mit

den Händen Kekse formen

und auf ein mit Backpapier

belegtes Backblech setzen.

Ca. 20 Minuten lang backen.

Müsliriegel

Zutaten für 12 Riegel:

• 30 g Rapsöl • 30 g Butter • 75 g Rosinen

• 150 g Haferflocken • 40 g Dinkelvollkornmehl

• 30 g Walnüsse • 20 g Kürbiskerne

• 250 g Banane oder Apfelmus • 60 ml Milch • eine Prise Salz

Backofen auf 175 °C vorheizen. Bananen schälen und mit

einer Gabel zerdrücken. Rosinen grob hacken und Butter

schmelzen. Dann alle Zutaten gut verrühren und ½ bis 1 cm

dick auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen.

Ca. 25 Minuten backen, in 12 Stücke schneiden, vorsichtig

umdrehen und kurz nachbacken.

Energiebällchen

Zutaten für 12 Bällchen:

• 13 Datteln • 6 EL Haferflocken

• 3 EL gemahlene Nüsse • evtl. 2 EL Kokosflocken

Datteln für ein paar Stunden in Wasser

einweichen. Mit ein wenig Wasser fein mixen/

pürieren, mit den restlichen Zutaten vermengen

und daraus Bällchen formen.

Tipp: Energiebällchen können mit getrockneten

Beeren, Kokosflocken, Backkakao, Zimt oder

Ähnlichem verfeinert werden.

35


Hello

Von Beverley Pötzl

time

Christmas

Song: Santa‘s Coming

sung to: „Frere Jacques“

San - ta’s co - ming, San - ta’s co - ming. Sleigh bells ring, sleigh bells ring.

It is Christmas E - ve, it is Christmas E - ve. Ding, Ding, Dong! Ding, Ding, Dong!

36


candle

bauble

star

Santa and his elves

Here is a great big Christmas tree,

Trimmed with lights and balls!

Here are Santa‘s little elves,

They run when Santa calls.

This is Santa‘s workshop,

Filled with gifts and toys.

The elves and Santa fill the sleigh,

For all good girls and boys.

Christmas

Scannen!

Christmas tree

elf

trumpet

present / gift

elf

car

ball

Teddy bear

sleigh

Santa / Father Christmas

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ab EUR 1,80

Heft 03 • Dezember 2021

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Ke r n b e i ß e r

König unter den Finken

Haselnüsse

Beliebt bei Mensch und Tier

Hat Ihnen dieser kurze Blick in

unser 64-Seiten umfassendes

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Magazin

gefallen, dann würden wir uns freuen,

wenn Sie es für Ihre Schülerinnen

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Heft 01 • Oktober 2021

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Admiral

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Tausende Tomaten

Unglaubliche Vielfalt

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