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WOLL Magazin 2022.1 Frühling I Brilon, Marsberg, Willingen und Diemelsee

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WOLL Magazin 2022.1 Frühling I Brilon, Marsberg, Willingen und Diemelsee

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Frühling 2022

19

Sauerland

Worte, Orte, Land und Leute.

Ausgabe für

Brilon, Marsberg,

Willingen und

Diemelsee

FRIEDEN

FÜR DIE

UKRAINE

Mit Esel „Rambo“ durch Brilon-Messinghausen

Marsbergs starke Ju-Jutsu-Meister

Naturschutz-Familie aus Gudenhagen-Petersborn

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Frühnebel bei Eversberg. Foto: Matthias Dröge

Liebe Leserinnen und Leser,

endlich ist er da: der Frühling, zumindest der meteorologische. Dem Kalender

nach dauert es noch ein paar Tage. Doch egal, wie das Wetter auch wird, unser

Magazin können Sie zu jeder Zeit genießen.

In dieser Ausgabe geht es ziemlich tierisch zu. Es beginnt mit dem Murmeltier,

das endlich aus dem Schlaf erwacht ist. Ende Dezember wurden schon einige

Lämmer geboren, die noch die meiste Zeit im Stall verbringen mussten, aber auch

in der Osterzeit werden auf der Hardt bei Ense noch einige geboren. Dagegen hat

„Rambo“ schon einige Jahre auf dem Buckel. Eigentlich stammt der Esel aus dem

Streichelzoo des Josefsheims in Bigge, erfreut in den letzten Jahren vor allem die

Kinder, mit denen er und seine drei Kollegen kleine Wanderungen unternehmen.

Das äußerst breitgefächerte Thema Design bildet den Schwerpunkt unserer

Frühlingsausgabe. Dabei geht es vor allem um Produktdesign, das man innerhalb

des Studiengangs Produktdesign und Projektmanagement ganz in der Nähe,

in Soest studieren kann. Aber auch eine Mescheder Modedesignerin, Julia

Chowanietz, stellen wir Ihnen vor. „Made im Sauerland“ wird eben immer

stärker.

Paul Senske

Chefredakteur

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Paul Senske

Kontakt:

Tel. 02904 / 711 80-00

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WOLL Frühling 2022 - 3


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4 - WOLL Frühling 2022


72

48

10

03 Vorwort

05 Inhalt

06 Von wegen sturer Esel

09 Osterfeuer

10 Millionäre zieht es an das Haus am See

12 Die Polarrallye

14 Kremers BEYOND

16 Aus den Karnevalshochburgen

18 Schachverein Neheim

21 Josefsheim Bigge

23 Sauerländer Pausenbutze

25 Das WortReich ist gewachsen

Spezial: Design aus dem Sauerland

26 Produktdesign aus dem Sauerland

30 Modedesignerin Julia Chowanietz

32 Designforum Neheim

34 Glasdesign aus Marsberg

35 Winterschlaf

36 Firmenportrait: FHS Holzdesign

39 Der Buiterling

40 Zu Gast bei: Bestwigs Bürgermeister

44 Drei Generationen Naturschützer

46 50 Jahre Franz Trippe Straßenbau

48 Gisela will´s wissen: Unkraut essen?

50 Firmenportrait: AutoTechnik Schulte

52 Lehrerseminar Rüthen

55 Der Wolländer

56 Krankenhaus Maria Hilf Brilon

58 Die Wallburg in Linnepe

62 Die Remblinghauser Küsterin

64 Jäger und Naturschützer Uwe Paschedag

66 Hasse chehört

67 Hier gibt´s WOLL

68 Robert geht wandern...

72 150 Osterlämmer

74 Meister im Ju-Jutsu

77 Luftsprünge in den Frühling

78 Berger Szenen

80 Elternratgeber Ausbildung + Karriere

82 Impressum

WOLL Frühling 2022 - 5


Ein gegenseitiges Geben und Nehmen

VON WEGEN

STURER ESEL!

Sonja Nürnberger

S. Droste

Der sorgsame Umgang mit Tieren ist etwas,

das den Charakter eines Menschen prägt.

Viele haben jedoch gar nicht mehr die Möglichkeit,

diese Erfahrungen zu machen. Das weiß

auch Simone Kaulmann aus Brilon, die daher Kindern

mit und ohne Handicap die Gelegenheit gibt,

Zeit mit ihrem kleinen Zoo zu verbringen – allen voran

mit Rambo.

„Schwarz, lange Ohren, lange Beinchen – und ich hab

mich direkt verliebt“, erinnert sich Simone Kaulmann an

ihre erste Begegnung mit Rambo. 27 Jahre ist das her.

Da kam Simone morgens in den Streichelzoo des Josefsheims

in Bigge, wo sie inzwischen seit drei Jahrzehnten

als Sozialarbeiterin tätig ist, und die Eselstute hatte unbemerkt

ein Fohlen bekommen. „Ich hatte noch keinen

Ort, an dem ich Rambo unterstellen konnte, aber ich

schwor ihm die Treue und seitdem ist er an meiner Seite

– ich habe es keinen Tag bereut.“

Unterstützung für Rambo

Nach einigen Stationen in der Umgebung fand Rambo

schließlich sein Zuhause in Brilon-Messinghausen. Das

Grundstück gehörte zwar schon lange Simones Familie,

wurde aber bis dahin von einem Bauern bewirtschaftet.

Ein kleiner Stall wurde gebaut, Zäune gezogen und

Rambo konnte einziehen. Suleika, eine Dülmener-Norweger-Mix-Stute

kam hinzu und war von nun an seine

beste Freundin. Inzwischen leben auf dem kleinen Fleckchen

in Brilon noch jede Menge andere Tiere: Hühner,

Katzen, eine Ziege und Tino. Der Esel ist seit zwei Jahren

dabei und noch in der Ausbildung. Er soll Rambo bei

seiner Arbeit unterstützen, der ja nun auch nicht mehr

der Allerjüngste ist. „Rambo findet das immer noch

ziemlich unnötig und hat mir das ein wenig übelgenommen“,

stellt Simone fest.

Mit den Eselwanderungen hat sie eigentlich nur angefangen,

weil ihre Kinder und auch die ihrer Freunde ir-

6 - WOLL Frühling 2022


gendwann erwachsen wurden. „Esel brauchen aber Beschäftigung,

das ist wie mit kleinen Kindern: Bekommen

sie keine, werden sie anstrengend.“ Besuch hatten ihre

Tiere eh regelmäßig: von Bekannten, Verwandten und

Freunden – Groß wie Klein. Wieso also nicht gemeinsam

kleine Wanderungen unternehmen? „Gerade während

der pandemiebedingten Lockdowns waren das Stunden,

die wichtig für die Kinder waren. Ein Mädchen konnte

schlecht schlafen, aber wenn sie abends noch einmal kurz

mit Rambo schmuste, war alles gut.“

Berührungen mit

positiver Wirkung

An schönen Tagen im Jahr besuchen die Kinder vom Josefsheim

und vom Kindernest in Olsberg Simones Tiere.

Die Berührungen mit den Tieren und deren Ausstrahlung

haben eine enorm positive Wirkung auf Kinder

mit Beeinträchtigungen. Rambo und auch die Hunde

scheinen die Besonderheit jedes einzelnen Kindes zu

spüren und gehen dementsprechend mit ihnen um. Gerade

Rambo hat da wohl einen siebten Sinn – er hört

zu, nimmt Körperkontakt auf und lässt sich streicheln.

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WOLL Frühling 2022 - 7


Wenn mal ein Kind auf ihm sitzt, das Angst hat, geht

er erst los, wenn es sich entspannt und Vertrauen gefasst

hat. Tino hingegen ist weitaus hibbeliger und sucht sich

deswegen auch die wilderen Kinder aus: Erst wenn die

ruhiger werden, wird auch Tino ruhiger. „Die Tiere werten

nicht, sie hören nur zu. Sie geben die Aufmerksamkeit,

die Liebe und Zuwendung, die viele Menschen oft

gar nicht mehr erfahren. Sie haben eine Menge Einfühlungsvermögen,

das vielen Menschen heute abhandengekommen

ist“, erklärt Simone. „Die Begegnungen zwischen

Mensch und Tier tun beiden Seiten gut.“ ■

„Esel und kleine Kinder

brauchen Beschäftigung.

Bekommen sie keine, werden sie

anstrengend.“ (Simone Kaulmann)

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OSTERFEUER

Monika Loerchner

Auf dem Weg zum Osterfeuer treffen wir im Dorf noch auf einen

Bekannten, der emsig in seinem Portemonnaie kramt. „Suchst

du etwas?“, frage ich. „Nee, ich tue so, als würde ich mein Geld

zählen.“ Augenzwinkern. „Das lockt die Ladys an!“

Es geht steil bergauf. Oben angekommen findet der Sauerländer alles, was es

braucht: Den Bierwagen, die Bratwurst, das Feuer. Und natürlich Bekannte,

mit denen man fachmännisch die aufgeschichtete Konstruktion ausgedienter

Weihnachtsbäume beäugen kann. Alles wird diskutiert und analysiert: Der

Wind, das Wetter, die Feuchtigkeit des Holzes. Wer jetzt auch bei der Feuerwehr

ist und wann das Osterfeuer, da Hanglage, wohl umkippt.

Wir platzieren uns in sicherem Abstand zu dem Brennstapel und geben den

Kindern letzte Anweisungen. Es dauert nicht lange, da flitzen sie mit anderen,

colakoffeingetränkten Altersgenossen umher.

Dann endlich brennt das Feuer! Wir versuchen, dem Qualm auszuweichen

und dabei die Kinder halbwegs im Auge zu behalten.

Beim Ruf der Natur treffe ich auf unseren Bekannten, der sich anschickt, auf

alkoholwackeligen Beinen ein Stück den Abhang hinunterzugehen. „Muss

pinkeln“, verkündet er wacker. Auf dem Rückweg riechen wir alle wie die

Räucherstäbchen. Die Kinder haben rote Wangen und klappern abseits des

wärmenden Feuers mit den Zähnen. Unser Bekannter begrüßt uns am Fuße

des Berges. Ohne Lady, dafür mit einigen Blessuren. „Mich hat einer geschubst!“,

verkündet er voller Empörung. Dann geht er wieder hinauf. Das

Feuer brennt schließlich noch. ■

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WOLL Frühling 2022 - 9

Make fire. Save nature.


Einkommensmillionäre zieht es an das...

Paul Senske

Philipp Nolte

Auch im Jahre 2017 landeten beim Ranking der NRW-Einkommensmillionäre

erneut zwei Städte aus dem Sauerland unter den ersten

zwölf: Sundern erreichte Platz 11 (2016: Platz 4) und Möhnesee

Platz 10 (2016: Platz 6). Was zieht die Millionäre ausgerechnet dorthin?

Bei gleicher „Millionärsdichte“ von

8,6 (pro 10.000 Einwohner) zählt

die Stadt Sundern 24 Einkommensmillionäre,

die Gemeinde Möhnesee

„nur“ zehn. Die Einwohnerzahl der

Möhnesee-Gemeinde liegt mit knapp

12.000 Einwohner unter der Hälfte

der Sorpe-Stadt mit fast 28.000.

Gründe, weshalb sich Millionäre

von diesen beiden Orten angezogen

fühlen, sind neben der wirtschaftlichen

Prosperität deren reizvolle Lage.

Überhaupt sind es meist „See-Orte“,

die von Reichen bevorzugt werden.

Da ist einmal die Stadt Arnsberg,

die ebenfalls in der Nähe des Möhnesees

liegt und 33 Millionäre zählt,

und Meschede am Hennesee mit acht

Millionären. Auch sind die Grundstückpreise

im Sauerland verhältnismäßig

moderat, wenn man sie z. B.

mit denen Hamburgs vergleicht, wohin

es – deutschlandweit - die meisten

Einkommensmillionäre verschlägt,

zumindest was die schon erwähnte

„Millionärsdichte“ angeht.

Werfen wir einmal einen Blick auf

Dortmund: Hier ist die Zahl der

Einkommensmillionäre seit 2016 gestiegen

- immerhin um zwei. Ob das

wohl am Phoenix-See liegt? Laut Statistik

liegt hier die Zahl der Millionäre

jetzt bei 133 (von 586.600 Einwohnern)

und die Dichte bei 2,3. Damit

10 - WOLL Frühling 2022


Alle Reichen, die ihren Wohnsitz nicht ins Ausland verlegt haben

– weil auch unsere Heimat sehr schön ist – müssen derzeit

ab einem Einkommen von 274.613 Euro den sog. Reichensteuersatz

zahlen. Und der liegt derzeit immerhin bei 45 %.

WIR

DIGITALISIEREN

ARBEITSWELTEN

landet Dortmund auf Platz 206

von 375. Im Sauerland hat nur die

Stadt Schmallenberg mit 1,6 eine

geringere Dichte.

NRW-weit ist es die Stadt Meerbusch

(Kreis Mettmann), die die

meisten Reichen anzieht. Hier sind

16,6 von 10.000 Einwohnern Einkommensmillionäre,

gefolgt von Attendorn

(Kreis Olpe) – am Biggesee

-, wo statistisch gesehen 10,3 Einwohner

den „Reichensteuersatz“*

zahlen müssen.

Angesichts dieses hohen Prozentsatzes

können Sie beim Blick auf

Ihre nächste Gehaltsabrechnung

also ganz ruhig bleiben und daran

denken, dass Sie a) wahrscheinlich

einen viel geringeren Steuersatz zahlen

müssen und b) der nächste Blick

auf einen See auch für Sie nicht weit

ist. ■

Hier gibt´s

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Katja Fredebeul und Michael Wiese

Katja Fredebeul und Michael Wiese unterwegs

für einen guten Zweck

Mit „Hannelore“ bis zum Polarkreis

Christel Zidi

Privat

Am Fredebeul aus Rüthen-Meiste und

19. Juni 2022 macht sich ein junges

Sauerländer Paar auf den Weg: Katja

Michael Wiese aus Ostwig. In 16 Tagen wollen sie Länder

und Landschaften rund um die Ostsee erkunden,

auf der „nördlichsten Rallye des Erdballs“.

WOLL: Was hat Sie dazu inspiriert?

Michael Wiese: Der Baltic Sea Circle bietet für uns die perfekte

Kombination aus Abenteuer und gutem Zweck. Wir

sind gerne unterwegs und lieben es neue Länder und Landschaften

zu erkunden. Die Rallye bietet dafür die perfekte

Möglichkeit.

WOLL: Und auch der gute Zweck kommt nicht zu

kurz…

Katja Fredebeul: Ja, denn wir möchten die Aufmerksamkeit

rund um diese besondere Reise nutzen und für das

Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe Spenden sammeln.

Das Kinder- und Jugendhospiz ist ein zweites Zuhause auf

Zeit für unheilbar kranke Kinder und Jugendliche und ihre

Familien. Wir haben uns diese Organisation ausgesucht, da

uns deren Arbeit sehr am Herzen liegt. Sowohl wir als auch

das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar freuen uns über

jede Unterstützung, denn wirklich jeder Beitrag hilft! Die

Spenden sammeln wir dazu über Betterplace. Das Spenden

ist hier sicher und unkompliziert und jeder Euro kommt so

auch sicher beim Kinderhospiz an.

7.500 Kilometer – zehn Länder in 16 Tagen. Dass Sie

dabei nicht über Autobahnen fahren kann man ja noch

nachvollziehen, denn auf dieser Weise können Sie viel

mehr von der Landschaft sehen. Aber warum kein GPS?

Ist das die besondere Herausforderung?

Michael Wiese: Ja, auf jeden Fall ist das eine besondere

Herausforderung und ein Abenteuer. Denn wir lassen uns

durch die guten alten Hilfsmittel wie Karte und Kompass

bis zum Polarkreis und um die einzigartige Ostsee leiten.

Besondere Begegnungen und Ecken der Natur sind hier

vorprogrammiert und im Sinne des Abenteuers ausdrücklich

erwünscht.

Katja Fredebeul: Hierbei sieht man, dass es bei dieser

Rallye nicht um Geschwindigkeit geht, sondern vielmehr

steht der Spaß und das Erkunden der Länder im Vordergrund.

Lustige Aufgaben, die durch das Roadbook vom

12 - WOLL Frühling 2022


Veranstalter vorgegeben werden, runden das Abenteuer

ab. Ganz im Sinne: Der Weg ist das Ziel.

Hier gilt es noch zu erwähnen, dass man uns vor- und

während der Reise auf Instagram unter kmh_ontour folgen

kann, damit auch jeder an unserm Abenteuer teilhaben

kann.

Katja und Michael mit Hannelore. Im ersten Moment

könnte man meinen, dass Hannelore Ihr Kind wäre.

Hannelore ist aber der schicke BMW-Oldie, mit dem

sie die Tour starten. Ist Hannelore trotzdem so etwas

wie ein Kind für Sie?

Katja Fredebeul: Hannelore heißt Hannelore, weil ihre

Erstbesitzerin, die den BMW bis vor einigen Jahren gefahren

hatte, Hannelore hieß. Dass Erstbesitzer so lange Ihr

Auto fahren, ist ja doch eher selten. Daher war klar, dass

sie diesen Namen bekommt. Wie ein Kind ist sie nicht für

uns. Vielmehr ist sie unsere treue Begleiterin und dann

doch schon ein wenig wie ein Familienmitglied. Daher

wird sie natürlich auch nach der Rallye nicht verkauft,

sondern hoffentlich noch einige Jahre mit uns durchs

Sauerland fahren. ■

Kinderhospiz

Balthasar

(Foto: Kathrin Menke)

Wer die Aktion von Katja Fredebeul und Michael

Wiese und damit das Kinder hospiz

Balthasar unterstützen will, kann das

bis zum 04.07.22 über folgende Seite:

betterplace.org

Informationen über das Kinderhospiz Balthasar

finden Sie hier: www. kinderhospiz-balthasar.de

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Charlotte und Alexandra Kremer sind stolze

Besitzerinnen des Hauses am Brückenplatz Nr. 8

Familie Kremer haucht Klassizistischem

Bau neues Leben ein

Gemütlich und stylish eingerichtet:

die Sitzecke im Beyond

Gisela Wilms

Julian Brandt

EIN SCHMUCKSTÜCK

AM BRÜCKENPLATZ

In

Arnsberg gibt es, wie

vielerorts in unserer

Urlaubsregion, Hotels

und gastronomische Betriebe, die als

Startpunkt für Entdeckungstouren

durch das schöne Sauerland dienen.

Vor einem Jahr hat die Szene

eine Bereicherung erfahren, die innovativ

und einzigartig in unserer

Gegend ist. Der Name des Bistros ist

Programm. „Beyond“ heißt übersetzt

„Darüber hinaus“ und so denken

auch die Mitglieder der Familie

Kremer, die seit 2020 die Besitzer

des Hauses am Brückenplatz Nr. 8

in Alt-Arnsberg sind. Hier ist alles

anders, als man bisher in der Regierungsstadt

gesehen hat. Meinolf,

Alexandra und Charlotte Kremer

schauen über den Tellerrand hinaus.

Im stylish eingerichteten Beyond werden

vegetarische und vegane Gerichte

serviert. Die Speisen werden frisch zubereitet,

die Karte tagesaktuell angepasst.

Schon das Aussehen der Bagels,

Bowls, Suppen oder Kuchen lassen

einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Die Getränkeauswahl ist

umfangreich und bietet sowohl dem

Tee- als auch dem Kaffeekenner eine

beachtliche Auswahl. Die Palette der

Softdrinks, die teilweise selbst hergestellt

werden, kann sich sehen lassen.

Die 22-jährige Charlotte Kremer erzählt,

wie die Idee für das Bistro entstanden

ist. „Als meine Eltern sich

entschieden haben, dieses geschichtsträchtige

Haus zu kaufen, stand eine

Verwendung fest. Das Ladenlokal, ehemalig

„Weiffen-Damenmode“, sollte in

altem Charme und modernem Konzept

wiederbelebt werden. Während meines

Studiums der Wirtschaftspsychologie

habe ich mich für die Markenbildung

eines Start-Ups im gastronomischen

Umfeld interessiert.

Was lag also näher, als das Projekt „Beyond“

zum Thema meiner Bachelor-

Arbeit zu machen? So konnte ich meine

theoretischen Erkenntnisse gleich in

der Praxis überprüfen. Je tiefer ich in

die Materie einstieg, desto mehr reifte

in mir der Gedanke, am Brückenplatz

etwas Neuartiges im Bereich Cafe´ entstehen

zu lassen.“

Nachhaltigkeit wird groß

geschrieben

Das Prinzip der Nachhaltigkeit spielte

bei der Entwicklung eine wichtige

Rolle. Alles wird in Mehrwegbehältern

angerichtet, vom Kaffee bis zur Bowl.

Über ein App-basiertes System wird sichergestellt,

dass Becher und Schüsseln

wieder zurückgebracht werden. Eine

Win-Win-Situation: Der Kunde leiht,

ohne Pfand zu zahlen, hochwertige Behälter

aus, aus denen er sein Essen genießen

kann, der Gastronom vermeidet

hohe Kosten für Einweg geschirr.

Zudem gehört das Beyond dem Verbund

„To good to go“ an. Mit Hilfe

einer weiteren App wird angezeigt, dass

14 - WOLL Frühling 2022


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Im Bistro Beyond steckt viel

Liebe zum Detail

Öffnungszeiten

Mo + Do + Fr 9 – 17 Uhr

Sa + So 10 – 14 Uhr

Feiertags geschlossen

In der oberen Etage befindet sich

ein "Escape-Room"

Essen übrig geblieben ist und für kleines

Geld abgegeben wird. „Durch den

gezielten Einkauf und wirtschaftliches

Arbeiten in der Küche fällt allerdings

wenig zum Abgeben an“, berichtet die

junge Unternehmerin. Ein zusätzlicher

Geschäftszweig ist die Vermietung der

Räume für Feierlichkeiten. Zudem

finden Workshops der unterschiedlichsten

Art statt. „Heilfasten unter

ärztlicher Leitung“ oder die „Kräuterwerkstatt

von Anke Schneidewind“

steht beispielsweise auf dem Programm

des Bistros „Beyond“. Dessen Beiname

Hier ist mit bis zu sechs Personen Platz zum

Wohlfühlen: die Ferienwohnungen "Freiräume"

„Eventgastronomie“ ist passend, spiegelt

er doch den Ideenreichtum von

Charlotte Kremer und ihrer Familie

wider.

Großzügige und exklusive

Ferienwohnungen

Aber nicht nur das Cafe´ ist besonders,

die Ferienwohnungen „Freiräume“ in

den oberen Etagen sind es gleichfalls.

Aufwendig renoviert und sehr geräumig,

bieten sie für zwei bis sechs Personen

viel Platz zum Wohlfühlen. Hier

wird die Handschrift von Alexandra

Heiland-Kremer mit ihrer Liebe zum

Detail sichtbar. Die gelernte Reise- und

Verkehrskauffrau führt die Buchungen

durch und berät Gäste bezüglich der

Freizeitgestaltung. Falls gewünscht,

reserviert sie Plätze in Restaurants, so

dass für den Gast nur noch eines zu tun

ist: Ankommen und Genießen.

Während in den unteren Räumen der

Fokus auf Wohlbefinden liegt, herrscht

unterm Dach Spannung pur. Dort

befindet sich ein „Escape-Room“ für

Abenteurer. Dieser hebt sich, wie alles

andere im Haus, von dem Bekannten

ab. Mehr wird an dieser Stelle aber

selbstverständlich nicht verraten.

Seit dem Kauf vor zwei Jahren hat sich

viel in dem denkmalgeschützten Gebäude

getan. „Wir freuen uns, diesem

historischen Bauwerk wieder Leben

eingehaucht zu haben. Es stand jahrelang

leer und hat nun nach dem Erbauer

Hohoff, der es 1821 hat errichten

lassen, Bürgermeister Seissenschmidt

und Familie Brisken mit uns neue Besitzer“,

erklärt Alexandra Heiland-Kremer

und in ihrer Stimme schwingt ein

wenig Stolz. ■

WOLL Frühling 2022 - 15


Aus den Hochburgen des Sauerländer Karnevals

„WER EINEN AFFEN HAT,

DARF IHN NICHT LAUSEN“

Christel Zidi

Georg Giannakis

W

enn Manfred Gödde eine der alten Karnevalszeitungen

in die Hand nimmt, muss er jedes Mal

schmunzeln, manchmal auch laut loslachen: „Es geht

darin um Erlebtes, Erlaubtes und Erheiterndes.“ Allein die Karnevalsordnungen

sind lesenswert: „Wer einen Affen hat, darf

ihn nicht lausen“, steht dort. Mit viel Fantasie wurden auch die

jährlich wechselnden Zeitungsnamen gewählt, die teils schon

auf den Inhalt hindeuten: „Du ahnst es nicht“, „Die Imme“,

„Die bunte Laterne“, „Dachlukenkieker“, „Dickköppe“ oder

„Knuilptangel“ (Kneifzange). Vor genau 100 Jahren gab es

die „Warsteiner Luidoeren“ (Warsteiner Hühneraugen)

mit dem Untertitel: „Wem sie stechen, der schneide sie.“

Unzählige Orden hängen in seinem Zuhause von der

Wand („Ich verwahr sie alle.“). Manfred Gödde war immer

schon ein leidenschaftlicher Karnevalist. Nicht nur

als Besucher der zahlreichen Veranstaltungen, 25 Jahre

lang hat er mit dem „Club Leichtsinn“ auch selbst an den

Zügen gebaut und erinnert sich gern an diese Zeit:

„Morgens in der Kneipe haben sich die Männer

überlegt, was für ein Wagen oder Handwagen

für den Zug am Nachmittag gebaut

werden soll. Bei diesen Stammtischen

hatten sie immer die tollsten Ideen.“

An den gelungenen Wagen mit

dem Motto ‘Ferdi auf dem Weg

zum Himmel’ mit dem geschminkten

Ferdi Severin erinnert

sich sicherlich noch

so mancher Warsteiner.

„Jeder Karnevalsverein bei

uns im Stadtgebiet hat

etwas Besonderes“, erzählt

Manfred Gödde.

Besonders sind auch die

16 - WOLL Frühling 2022

Manfred Gödde

bei der Karnevalslektüre

Clu

Ih

Ab sof

bereise


„Warstein, Belecke und das Möhnetal

gehören zu den Hochburgen des Sauerländer

Schlachtrufe

der Karnevalisten.

Wer sich über das dreifache „Ulk

Helau“ des über 125 Jahre alten Warsteiner Vereins wundert,

muss wissen, dass der Karnevalsverein früher Warsteiner

Ulk hieß. Das Maskottchen Niederbergheims ist

der Hase, deshalb ruft man hier bei den Kappensitzungen

auch „Has´ hüpf“. Und in Hirschberg lässt man das

Wappentier, den Drachen hochleben: „Drache siup“, also

„ Drache sauf“.

Karnevals.“ (Manfred Gödde)

In Niederbergheim ist sogar der Karnevalsvorstand mit

Frauen besetzt.“

Karneval hat für den ehemaligen Warsteiner Bürgermeister

nicht nur mit Feiern zu tun, auch wenn die letzten beiden

Jahre für ihn wie für alle Karnevalisten, hart waren.

„Die Karnevalsgesellschaften leisten auch eine besondere

Arbeit für die Kinder und Jugendlichen, für den Tanzsport.

Es geht dabei auch um Wertevermittlung, auch

solcher wie Disziplin, Ordnung und Pünktlichkeit.“ ■

Manfred Gödde ist auf jede Karnevalssitzung gern gegangen,

aber „der urigste Karneval war immer in Niederbergheim,

mit die kleinste Gesellschaft im Stadtgebiet,

aber mit reger Beteiligung aller Einwohner des Dorfes. Es

gab da den Straßenkarneval, die Dönekes aus den Vereinen.

Einfach total originelle und zum Teil spektakuläre

Auftritte“, schwärmt er. Und dann fügt er noch hinzu:

„Einen großen Anteil daran haben besonders die Frauen.

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WOLL Frühling 2022 - 17


Neheimer Schachverein Ruhrspringer

UNENTSCHIEDEN GEGEN

DEN GROSSMEISTER

Julius Kolossa

Tom Linke

Für den siebenjährigen Lorik ist Schach das ideale Strategiespiel.

16

schwarze und 16 weiße

Schachfiguren stehen

sich zu Beginn einer jeden

Partie auf einem Schachbrett

gegenüber. Das Spiel beginnt mit

einem Händeschütteln der Spieler

(während der Corona-Pandemie abgelöst

durch ein freundliches Lächeln)

und mit dem Wunsch: „Gute Partie“

an jeder Seite. Nach dem internationalem

Schach-Reglement beginnt der

Spieler mit den weißen Figuren. Nach

dem ersten Zug gilt es zu taktieren. Es

entwickelt sich eine interessante Dynamik

während der gesamten Schachpartie,

die endet, wenn der feindliche

König vom verlierenden Spieler auf

das Schachbrett gelegt wird. Bis zu

diesem Sieg können durchaus sechs

Stunden vergehen…

„Ruhe ist oberstes Gebot“, sagt Marten

Mischlack. Der Jugendtrainer des

Schachvereins Ruhrspringer gibt uns

eine kleine Lektion seines Lieblingssports.

„Man darf keine schlecht aussehende

Partie verlorengeben.“ Seit sechs

Jahren ist er einer der „Ruhrspringer“,

bei denen wir an einem Trainingsabend

im Franz-Stock-Zentrum im Neheimer

„Rusch“ zu Gast sind. Im Gespräch

stellt sich dann heraus, dass vor uns jemand

sitzt, der dem Deutschen Meister

und Großmeister 2019, Niclas Huschenbeth,

bei einem vor zwei Jahren stattfindenden

Simultan-Turnier Paroli geboten

hat. „Ja, ich habe Remis gegen ihn

gespielt“, sagt Mischlack bescheiden.

Doch unsere weiteren Gesprächspartner

an diesem Abend, der „Ruhrspringer“-Vorsitzende

Dietmar Werthmann

und Spielleiter Michael Scheffer relativieren

dies. „Wenn ein Großmeister

gegen 31 Spieler gleichzeitig spielt,

dann spielt er normalerweise zu Null“,

sagt Werthmann dazu. Und Scheffer:

„Ihm saßen immerhin nur Hobby-Spieler

gegenüber.“ Mischlack aber brachte

den Meister dazu, die mit ihm gespielte

Partie unentschieden ausgehen zu lassen.

Werthmann: „Das war ein großes

Ereignis, als wir vor drei Jahren anlässlich

des 100-jährigen des Schachvereins

Neheim dieses Turnier ausrichteten und

den besten Schachspieler Deutschlands

bei uns im Saal hatten.“

Schachspieler sind auch beim

Feiern eine tolle Gemeinschaft

Die Schachspieler sind aber nicht nur

18 - WOLL Frühling 2022


Wir

sind

für

Sie da!

Bikes & E-Bikes

Bei den sechs Personen hinter Marten Mischlack am Schachbrett handelt es sich um Klaus Chmielewski

(Neuzugang, noch nicht Vereinsmitglied), Michael Scheffer (Spielleiter), Dietmar Müller (Vereinsmitglied),

Sandor Matzke (Getränkewart und die „gute Seele“ des Vereins), Dietmar Werthmann

(1. Vorsitzender) und Ulrich Schumacher (2. Vorsitzender).

gut am Brett, sondern auch eine tolle

Gemeinschaft. Die bei den Trainingsabenden

gelebte Atmosphäre wird von

dem Trio gelobt. „Hier spielen Anwälte,

Arbeiter, Schüler, Kinder, Angestellte,

Juristen, Ärzte, und Ingenieure

gegeneinander“, stellt Werthmann

die Gemeinschaft dar. Und auch der

Schach-Nachwuchs freut sich, immer

wieder freitags neue Züge kennen zu

lernen. Jon, mit fünf Jahren der Jüngste:

„Man muss viel überlegen, und das

ist toll“. Sein Bruder Lorik, sieben

Jahre alt: „Ich kann mich selbst verbessern.“

Lara, zwölf, hat mit Schach

ein neues Hobby - neben Fußball -

gefunden: „Eine sehr gute Ablenkung,

denn man muss mehr denken.“

Alle werden von Marten Mischlack

und weiteren erfahrenen Spielern

durch kindgerechtes Training gefördert

für dieses Brettspiel, bei dem es

um vorausschauendes Denken geht.

Scheffer: „Man hofft, mit der Eröffnung

stabil in die Partie zu gehen,

und diese mit Strategie und Taktik zu

bestreiten.“

Ein Hochleistungssport, der bis ins

hohe Alter fit hält

Schach ist ein Hochleistungssport

und das bis ins hohe Alter. Erich

Weyrauch ist mit 88 Jahren der älteste

und zugleich seit 2020 Bezirksmeister

im Schachbezirk Hochsauerland

mit 306 Mitgliedern in

elf Vereinen. „Unser Sport verbindet

Generationen“, fasst Werthmann zusammen,

was die Faszination für

ihn ausmacht. Mischlack: „Es ist ein

Einzelsport, der mit Mannschaftstaktik

bei Mannschaftsturnieren einhergeht.

Und Scheffer: „Hier wenden

kleine Fehler eine ganze Partie.“ ■

Große Roller Auswahl

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20 - WOLL Frühling 2022

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Ausbildungsstart:

Arbeiten für Menschen mit

Unterstützungsbedarf

Josefsheim bietet vielfältige

Ausbildungschancen

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Bei der Wahl des angestrebten Ausbildungsberufes sind für viele junge Menschen Themen wie soziales Engagement,

Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit wichtig. Eine gute berufliche Perspektive und den passenden Karrierestart

bietet das Josefsheim derzeit an seinen Standorten in Olsberg-Bigge, Sundern und Lipperode.

Gleich vier Ausbildungsberufe bietet

das traditionsreiche Unternehmen, das

zur bundesweit agierenden JG- Gruppe

gehört. Klassisch ausgebildet wird in den

Berufen Heilerziehungspfleger:in, Erzieher:in,

Sozialassistent:in und Duales

Studium Soziale Arbeit. Zudem bieten

individuell beginnende Praktika oder

die Mitarbeit während eines freiwilligen

Sozialen Jahres und im Bundesfreiwilligendienst

Einblicke in die alltäglichen

Aufgaben verschiedener Berufe aus dem

Sozial- und Gesundheitswesen.

Ausbildungskoordinatorin Andrea Asshauer

kennt die Vorteile der Ausbildung

im Josefsheim: „Bei uns hat der junge

Mensch die Möglichkeit, die berufliche

Teilhabe von Menschen mit Behinderung

mitzugestalten und in einem motivierten

Team ein kollegiales Miteinander

zu erleben. Letztlich ist sicher auch die

Aussicht auf die spätere Übernahme in

ein unbefristetes Arbeitsverhältnis sowie

die damit verbundenen umfassenden

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

ein großer Pluspunkt.“ Welche Fähigkeiten

und Kenntnisse sollte ein junger

Mensch für eine dieser Ausbildungen

mitbringen? „Ein freundliches Auftreten

und gute Umgangsformen sind auch für

uns selbstverständlich, hinzu kommt vor

allem Offenheit und Freude am Umgang

mit Menschen, PC-Grundkenntnisse

sind für die Ausbildung ebenso

wichtig wie die entsprechende Lernbereitschaft

und Motivation“, erklärt die

Ausbildungsbildungskoordinatorin weiter.

Das Josefsheim als moderner Dienstleister

der Eingliederungshilfe richtet sich

mit seinem Angebot bewusst auch an

Junge Menschen, die bereits eine andere,

unbefriedigende Ausbildung begonnen

haben oder die zunächst Berufserfahrung

im Rahmen eines Nebenjobs während

des Abiturs oder des Studiums suchen. ■

JH-Studentin Leona erzählt

hier im Video über ihr duales

Studium und die Arbeit in der

KiTa Sonnenschein.

JETZT INFORMIEREN

Andrea Asshauer, Josefsheim-Ausbildungskoordinatorin

ist Ansprechpartnerin

für interessierte Schüler, Studenten,

Eltern oder Lehrer.

phone 02962 800-2080

envelope a.asshauer@josefsheim-bigge.de

josefsheim-bigge.de

WOLL Frühling 2022 - 21


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„Eine Pausenbutze sollte in

keinem Garten fehlen“

(Manuel Müller,

Tischlermeister)

Christel Zidi

sabrinity

Ein Muss für ECHTE Sauerländer

Gärten und Biergärten

ZÜNFTIG IN DER

PAUSE(N-BUTZE)

Schon lange haben wir uns dem Ende von Schneematsch

und Kälte entgegengesehnt. Die Tage werden

- endlich - wieder länger und wir können uns auf

den Frühling freuen.

Frühling – das heißt draußen sein. Die ersten warmen Sonnenstrahlen

genießen. Dazu können Sie einen langen Spaziergang

durch die Sauerländer Natur machen. Oder Sie verbinden

beides: frische Luft und Gemütlichkeit. Das geht am

besten, wenn man eine Pausenbutze sein Eigen nennt. An sonnigen,

aber noch frischen Tagen, nimmt man einfach eine Decke

und eine Tasse heißen Tee mit. An warmen Tagen darf´s

vielleicht auch mal ein frisches Bier sein. Ganz nach Wunsch

und Geschmack.

Die Pausen-Butze aus dem Sauerland passt in jeden noch so

kleinen Garten. Aber auch Biergärten gibt sie ein ganz besonderes

Flair. Gemütlicher geht es eigentlich kaum. Die Sauerländer

Pausenbutze – das sind kleine Auszeiten, aber auch gesellige

Stunden in uriger Atmosphäre.

„Die Pausenbutzen sollten in ECHTEN Sauerländer Gärten

und Biergärten nicht mehr fehlen“, davon ist Manuel

Müller aus Brilon-Radlinghausen überzeugt. Der Tischlermeister

hatte irgendwann die Idee für einen „Sauerländer

Strandkorb“. Strand und Korb – beide Begriffe passten natürlich

nicht so ganz. Also benannte er sein Werk nach dem

Äußeren (Butze – kleine Bude) und nach der Verwendung:

Pausenbutze. Und das hat er sich sogar als Marke schützen

lassen. Manuel Müller verwendet ausschließlich hochwertige

Materialien. Die Pausenbutze besteht überwiegend aus 22mm

Fichten-Massivholz, nordische Fichte. Das Dach fertigt der

Tischlermeister aus Sibirischer Lärche. Während das Grundteil

komplett in einem Stück geliefert wird, besteht das Dach

aus zwei Teilen, die ganz einfach mit zwei mal vier Schrauben

befestigt werden. “Wir verwenden das gleiche Material wie

für Holzfassaden – das hält quasi ewig dicht”, erzählt Müller

begeistert. Alle Kanten sind abgerundet, auch das spricht für

die hochwertige Verarbeitung. Rustikal-gemütlich wird die

Pausenbutze durch zwei Sprossenfenster, Blumenkästen und

Sitzpolster mit Bezügen aus hochwertigem Outdoorstoff.

Wer seine Pausenbutze ganz individuell ausstatten möchte,

bestellt Gardinen, Anstecktisch oder Fußstützen. Natürlich

kann man die Pausenbutze in Holz-Natur belassen, sie gegen

Verwitterung ölen oder auch anstreichen lassen. Zum Beispiel

22 - WOLL Frühling 2022


Manuel Müller

Tischlermeister

Am Ruhberg 26

59929 Brilon

www.pausenbutze.de

in der Trendfarbe Grau. Auch die Gardinen gibt

es in mehreren Varianten: im modischen Anthrazit,

kariert in rot-weiß oder grün-weiß. Auf Wunsch

aber auch noch in vielen anderen Farben und Mustern.

Ganz ausgefallen war diese Ausstattung: „Eine Kundin

wollte ihren Mann zum 50. Geburtstag mit einer Pausenbutze

überraschen“, berichtet uns Manuel Müller. „Deshalb

ließ sie die Butze in Rot-Weiß streichen, die Gardinen in

den gleichen Farbtönen. Ihr Mann ist erklärter FCK-

Fan“, erzählt uns Manuel Müller.

SCHNELL BESTELLEN, BEVOR

DIE HOLZPREISE STEIGEN

In der Pausenbutze kann man jederzeit ganz schnell

Entspannung finden. Wie der Name schon sagt: in

den Pausen, nach Feierabend. Mal kurz, mal länger.

Meistens länger, denn uriger als in der Pausenbutze

kann eine Auszeit kaum sein. ■

WOLL Frühling 2022 - 23


Zufriedenheitsabfrage 2019 bei Kunden Freier Werkstätten.

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Das WortReich

ist gewachsen

Schwierigkeiten hin, Schwierigkeiten

her – wir schauen

nach vorn. Für uns bedeutet

das, dass wir Ihnen trotz der derzeit

schwierigen Lage ein umfangreiches

Angebot bieten möchten. So

wie Sie, liebe Arnsberger, Mescheder

und Schmallenberger, es schon

immer von uns gewöhnt sind.

Seit letztem Jahr zählen auch die

Leser aus dem Raum Winterberg zu

unserem Kundenkreis. Dort haben

wir Anfang Dezember eine neue

WortReich-Filiale eröffnet. Vielleicht

fragen Sie sich jetzt, wie das in dieser

Zeit möglich ist? Nun, gerade in

dieser Zeit ist der Wunsch nach Büchern

besonders groß - die Möglichkeit,

Bücher vor Ort zu kaufen, aber

nicht immer gegeben. Und so kamen

vor allem in den letzten beiden Jahren

wiederholt Kunden aus dem Wintersportort

auf uns zu, die darauf aufmerksam

machten, dass in ihrem Ort

eine Buchhandlung fehle und ob eine

WortReich-Filiale nicht ins Konzept

passe. Da wir die Vorschläge und

Wünsche unserer Kunden stets sehr

ernst nehmen, haben wir uns darüber

viele Gedanken gemacht.

Und wir sind das Projekt angegangen:

Nach der Analyse von

Zahlen der IHK, einer kleinen,

eigenen Marktanalyse einschließlich

Passantenbefragung und Rückfragen

bei der Wirtschaftsförderung in Winterberg

sind wir dann zu dem Schluss

gekommen: Es passt!

Natürlich sind die Bedingungen aufgrund

der Pandemie erschwert und

ein gewisses Verlust-Risiko muss einkalkuliert

werden. Trotzdem: Auch

unseren Kunden im Raum Winterberg

möchten wir das bieten, was unsere

Kunden in Arnsberg, Meschede

und Schmallenberg schon seit längerer

Zeit genießen können: ein eigenes

WortReich.

Und noch von einer weiteren

Neuigkeit können wir Ihnen berichten:

Unsere Homepage ist neugestaltet

worden, damit sie für Sie noch

übersichtlicher und noch attraktiver

ist. Werfen Sie einfach mal einen

Blick hinein:

www.wortreich-sauerland.de

Unter Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen

freuen wir uns

darauf, Sie bald in einem unserer

WortReiche begrüßen zu können. ■

Meschede - Arnsberg - Schmallenberg - Winterberg

www.wortreich-sauerland.de

WOLL Frühling 2022 - 25


Visionen aus der Hand des Produkt-Designers

FUNKTIONAL,

FORMSCHÖN UND

PERFEKT DURCHDACHT

Christel Zidi

Akademie Ruhr

Ist Ihnen auch schon mal aufgefallen,

dass es kaum noch

Friseure gibt? Heute spricht

man vielerorts vom „Haardesigner“.

Auch geht man nicht mehr zur

Maniküre, sondern zum Nageldesign.

Klingt gleich viel kreativer

und künstlerischer. Wenn sich

diese - und einige andere Berufssparten

- mit eben diesem Begriff

titulieren, haben sie gar nicht mal

unrecht. Schließlich ist mit Design

die Form- und Farbgestaltung eines

Objektes gemeint.

Wobei: Sind unsere Haare und Nägel

eigentlich Objekte, solange sie

noch an uns Menschen, also an

Subjekten, haften? Egal, auch wenn

der Begriff Design oft inflationär

gebraucht wird, wird es das Design

selbst wohl nie. Besonders dann

nicht, wenn es um die Bereiche

Industrie- und Produktdesign geht,

auf die wir unser Augenmerk richten

wollen. Das gesamte Aufgabengebiet

des Industrie- bzw. Produktdesigns

zu beschreiben, ist an dieser

Stelle kaum möglich. Zu vielfältig

ist die Produktpalette, zu unterschiedlich

sind die Produkte.

Fast jedes Teil, das wir in

die Hand nehmen, wurde

von Designern entwickelt.

Produk tdesigner müssen

“Daniel Düsentrieb und Picasso

in einer Person sein”,

wie es auf der Homepage

der Akademie Ruhr zu

lesen ist, also sehr gute

Zeichner mit hohem,

technischem Verständnis.

Da es bei der Produktentwicklung

noch viele Dinge mehr zu

berücksichtigen gibt, ist Industrie-/

Pro duktdesign vor allem Projektbzw.

Teamarbeit.

Die feinen Unterschiede

Produktdesign, Industriedesign…

Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Beide designen Produkte, die sich

von anderen unterscheiden und mit

der Philosophie des Auftraggebers

bzw. des Unternehmens

übereinstimmen sollen.

Ein Produkt-Designer gibt einem

dreidimensionalen Objekt seine

Form, unter Berücksichtigung der

Funktion und der Ästhetik. Er

macht einen Gegenstand also schöner

und dessen Handhabung leichter.

Macht das ein Industriedesigner

nicht ebenfalls? Schon, allerdings

muss dieser schon die spätere

Serienfertigung im Blick haben.

26 - WOLL Frühling 2022


Unterschiedlichste Komponenten

können in das Design mit einfließen.

Ein Stadtplaner, im weiteren Sinne

ebenfalls ein Designer, muss z. B. beachten,

welche Konsequenzen der Bau

eines neuen Wohngebietes hat, infrastrukturell,

politisch, städtebaulich.

Grafikdesigner müssen darauf achten,

dass die Botschaft eines entworfenen

Plakates nicht fehlinterpretiert

werden kann, Produktdesigner, dass

auch das schönste Objekt noch immer

funktional ist und entsprechend

genutzt wird, nicht für andere Zwecke

z. B. ein Stuhl als Zeitschriftenablage.

Die Entscheidung über das

Material beeinflusst sowohl den späteren

Preis als auch die Themen Umweltschutz

und Nachhaltigkeit.

Gerade noch Vision, jetzt

S e rie npr odukt

„Produktvision“ – als solche

bezeichnen Designer das ideale Produkt

aus Sicht des Kunden. Wie

schon im Namen enthalten, geht

es immer um ein anspruchsvolles

Ziel, eine Vision. Sowohl aus Kundensicht

als auch für die

Designer. Manchmal

geht es dabei

um die Lösung von Problemen,

manchmal einfach um einen

speziellen Kundenwunsch. Vom

Konzept bis zum Industrieobjekt

sind die unterschiedlichsten

Menschen am Werk (-stück):

Neben den Designern auch Techniker

und Marketing-Fachleute.

Nahe Zukunft

Industrie- und Produktdesigner

beschäftigten sich mit weit mehr

als nur mit der schönen Form und

der Funktionalität eines Gegenstandes.

Trainiert auf das Erkennen

von Problemen und die Schaffung

von Lösungen haben sie auch

die nahe Zukunft im Blick. Bei der

Schaffung von innovativen Produkten

berücksichtigen sie schon

lange Bereiche wie Nachhaltigkeit

und Umwelt. Dabei kann es

um Verpackungsmüll gehen, um

lange Transportwege oder durch

Verschwendung, die durch Mengenungenauigkeit

entsteht.

Natürlich geht es auch um das

Thema KI (Künstliche Intelligenz),

um Roboter, sowohl im

privaten als auch industriellen Bereich.

Auch wenn dieser Bereich

noch mit vielen Ressentiments verbunden

ist, geht die Entwicklung

weiter. Saugroboter, Mähroboter

sind schon längst selbstverständlich

geworden - und entstammen

ebenfalls der Kreativität von

Designern.

Autos

für besondere Anlässe

zu vermieten!

Diese entscheiden – gemeinsam

mit ihrem Team bzw. dem Auftraggeber

– z. B. über die Frage,

ob der Gartenroboter

auf vier Rollen unterwegs

ist oder in

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WOLL Frühling 2022 - 27


lebewesenartiger Form, also mit Beinen.

Wohl nicht allein eine Frage der

Ästhetik.

Mit und

ohne roten Punkt

Ein kleiner, roter Punkt wird Unternehmen

immer wichtiger. Diesen

Punkt kann man sich allerdings nicht

einfach ins Logo setzen, sondern

er wird mit dem Red-Dot-Award

verliehen, dem Preis für eine besondere

Leistung in Sachen Designqualität.

Nicht wenige Sauerländer

Unternehmen haben daran teilgenommen

und gewonnen. Die Gebühren,

die mit einer Teilnahme einhergehen,

sind allerdings nicht ohne.

Deshalb wird auch nicht jeder Produkt-

oder Industriedesigner daran

teilnehmen können. Selbst bei hervorragenden

Arbeiten nicht.

Kunstvoll, aber keine Kunst

Manches Designstück wirkt eher wie

ein Kunstobjekt denn wie ein Serienprodukt.

Deshalb sind entsprechende

Designpreise sicherlich auch verdient.

Andererseits muss ganz klar zur

Kunst unterschieden werden. Denn

Design ist funktional, zweckorientiert

und unterscheidet sich allein dadurch

ganz klar von der Kunst.

Die schöne Form

„Form folgt Funktion“ heißt es denn

auch - meistens. Es gibt aber auch

den Ansatz, Design nicht ausschließlich

vom funktionalen Ansatz her zu

sehen, sondern zusätzlich als Verschönerung.

Welcher Ansatz verwendet

wird, ist zum Teil mit dem jeweiligen

Zeitgeist verbunden, denn den meisten

Endverbrauchern ist eine schöne

Gestaltung längst genauso wichtig

wie die Funktionalität. Auftraggeber

achten verstärkt auf

Markenidentität und das

Corporate Design, um sich von der

Konkurrenz abzuheben. Das gelingt

über eine schöne Gestaltung oft

noch einfacher und schneller als über

Funktionalität.

Kreative Sauerländer Designer

Im Sauerland haben wir viele

Beispiele für gelungenes

Produkt- und Industriedesign.

Hier nur ein paar Beispiele: In Neheim

verzichtet eine Firma auf die

Plastikverpackung der Toilettenpapierrollen

und benutzt stattdessen

einen (recycelten) Karton,

der gleichzeitig als Aufbewahrung

dient. Aus Sundern kommt ein

Milchaufschäumer, der auch für die

28 - WOLL Frühling 2022


EXCELLENCE IN GRINDING

Zubereitung von Trinkschokolade, Shakes oder Glühwein

genutzt werden kann. Aus Bestwig formschöne

Luftdesinfizierer und aus Olsberg Waschbecken aus

Holz. Last but not least gibt es auch einige Modedesigner,

die bei uns zuhause sind.

Mit allen Sinnen

Gute Designer wissen, dass Reize nachhaltig auf

Menschen wirken. Beim Kauf achtet man – mehr oder

weniger bewusst – auch darauf, wie ein Gegenstand

riecht, wie er sich anfühlt. Aus Brilon kommen z. B.

Lac kplatten, die aussehen, als wären sie aus echtem

Holz – und sich auch so anfühlen.

Die THELEICO Schleiftechnik GmbH & Co. KG ist ein seit über

140 Jahren weltweit agierendes, traditionsreiches Familienunternehmen,

das in vielen Industriezweigen im Bereich der

Präzisions-Schleiftechnik erfolgreich tätig ist. Der Erfolg und

das Wachstum unseres Unternehmens in den vergangenen

Jahren hat ein starkes Team zusammengeschweißt.

Werden Sie Teil unseres Teams!

Wir bieten Ihnen einen sicheren Arbeitsplatz, mit einer

intensiven und umfassenden Einarbeitung. Erfahren Sie mehr

unter www.theleico.com.

Die Designer unserer Sauerländer Brauereien berücksichtigen

auch unseren Hörsinn: Das Zischen beim

Öffnen eines Erfrischungsgetränkes, der Plopp von

Flaschen mit Bügelschluss. Diese Geräusche verbinden

die Kunden dann, dank guter Designarbeit, mit Entspannung,

Frische - und Feierabend im Sauerland. ■

THELEICO Schleiftechnik GmbH & Co. KG

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2022 - 29


Julia Chowanietz und ihr Label pure

FASHI

MADE IN MESCHEDE

Sonja Nürnberger

Privat

W

er an Mode und das Sauerland denkt, dem kommt

erst einmal Falke mit seinen weltbekannten

Strümpfen und Socken in den Sinn.

Danach muss man erst einmal überlegen. Dass

es aber natürlich auch im Sauerland modebegeisterte

und modebegabte Menschen gibt,

steht außer Frage. Eine davon ist Julia Maria

Chowanietz. Die 28­ Jährige kreiert in

Meschede Schmuck und Kleidung: schlicht

und wunderschön – wie das Sauerland.

N

Julia Chowanietz

„Ich mag sehr gerne schlichten Schmuck, habe

aber wenig gefunden, der zu mir passte. Und

so fing eigentlich alles damit an, dass ich mir

selbst Schmuck entwarf“, erinnert sich Julia.

„Meine Freundinnen und meine Familie wollten

daraufhin, dass

ich auch für sie

Schmuckstücke

kreiere und

dann kam das

Ganze ins

Rollen.“ Die

Leidenschaft

für Mode und

Design war jedoch

schon länger

da. Nach dem Abitur

in Meschede studierte Julia

Wirtschaft an der FH Südwestfalen.

Im Zuge dessen absolvierte

sie ein Praktikum im Headoffice von

Tommy Hilfiger und Calvin Klein. „Damals

habe ich die Modewelt schätzen und lieben gelernt.

Es war beeindruckend, für einige Zeit ein

Teil dieses großen Weltkonzerns zu sein. Das

30 - WOLL Frühling 2022


hat mich geprägt und ich wusste direkt, dass ich in dieser

Branche gerne Fuß fassen möchte.“ Nach Abschluss des

Studiums arbeitete sie zunächst im Einzelhandel als Managerin

eines Stores in Bielefeld. Als dann das heruM in Meschede

eröffnete, kam sie zurück ins Sauerland. Parallel begann

sie eine Weiterbildung im Bereich Modedesign an der

Deutschen POP in Bochum. Das war auch der Zeitpunkt,

in dem aus ihren kleinen Schmuck-Spielereien ein Label

wurde: pure. „Pure bedeutet einfach. Denn mein Ziel ist

es, sehr geradlinige und schlichte Pieces zu gestalten, die

trotz ihrer Schlichtheit auffallen und gleichzeitig auch eine

Geschichte erzählen.“ Inzwischen entwirft sie nicht mehr

nur Schmuck, sondern hat auch eine erste kleine Kollektion

genäht.

Es ist ein Prozess...

Inspirieren lässt Julia sich natürlich durch Social Media,

Fashion Shows oder generell durch die Beschäftigung mit

Trends, was sie jobbedingt ohnehin jeden Tag tut. „Ich setze

mich nicht einfach hin und zeichne drauf los. Die Ideen

kommen meistens in den seltsamsten Momenten, beim

Autofahren zum Beispiel. Dann sammle ich meine Einfälle,

zeichne, überlege ein Farbkonzept und erstelle ein Moodboard.

Es ist ein Prozess, bis schließlich ein Teil fertig ist

– sei es Schmuck oder Kleidung.“ Inzwischen arbeitet Julia

in Oelde bei Simplicity als Creative Stylistin. Für Julia fühlt

es sich nicht an wie Arbeit, denn für sie ist es reine Leidenschaft.

Wo es mit ihrem eigenen Label hingeht, weiß sie

noch nicht. „Das lasse ich einfach auf mich zukommen und

mich überraschen. Im Moment biete ich meine Designs nur

online an, vielleicht werde ich irgendwann mal ein kleines

Atelier eröffnen.“ Und da sieht Julia im Sauerland durchaus

eine Chance: „Wenn man in der Modebranche arbeiten

möchte, ist die Auswahl im Sauerland natürlich begrenzt.

Geht es aber um eine Selbstständigkeit kann man mit einem

guten Konzept und einem Alleinstellungsmerkmal sicher

etwas Tolles auf die Beine stellen, weil es hier – anders

als in der Großstadt – eben nicht an jeder Ecke ein Modeatelier

oder einen Concept Store gibt.“

Julia möchte in ihrer Heimat bleiben. Auch wenn sie die

Zeit in Düsseldorf sehr genossen hat, kam für sie nie in

Frage, in einer Großstadt zu leben. „Aufgewachsen bin

ich auf dem Dörnberg, inzwischen lebe ich mit meinem

Freund in Meschede. Tritt man hier im Sauerland vor die

Tür, steht man direkt in der Natur. Und das genieße ich

sehr.“ ■

Gradlinig und schön: Mode aus dem Sauerland

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WOLL Frühling 2022 - 31


Das „Designforum Sauerland“ steckt voller Ideen

„ES SOLL LICHT INS DUNKEL

VON DESIGN GEBRACHT WERDEN“

Julius Kolossa

Philipp Nolte

Das Interieur in der Schobbostraße

Das Haus an der Schobbostraße 10 in Neheim

ist ein Haus voller Industriegeschichte. In

diesem über 100 Jahre alten Gebäude produzierte

einst die Firma Riecks Lampenschirme. Seit dem

vergangenen Jahr gibt es in den inzwischen modernisierten

und technisch auf den neuesten Stand gebrachten

Innenräumen eine Plattform für designorientierte

Berufsgruppen, die unter dem Namen „Designforum

Sauerland“ hier tätig sind.

„Design ist die Gestaltung des Lebensalltags.“

(Hartmut Schröger)

„Design ist die Gestaltung des Lebensalltags“, bringt Hartmut

Schröger die Branche auf den Punkt. Und jegliches

Produkt dafür gilt es ständig neu zu erforschen. „Denn es

geht darum, den Alltag zu erleichtern – damit definieren

wir die Zukunft.“

Wie das praktisch möglich ist, ergänzt Torsten Ahlers,

der Vorsitzende des 2005 gegründeten Vereins: „Unsere

14 Mitglieder bringen hervorragende Qualitäten und viel

Potential mit, wenn es darum geht, Lösungen in Fragen

rund um Gestaltung und Design oder ein Produkt zu entwickeln.“

„Es soll Licht ins Dunkel von Design gebracht

werden“, sagt Hartmut Schröger. „Denn bis ein Produkt

auf den Markt kommt, vergeht viel Zeit. Unmengen an

Konzeptpapier wird entsorgt, bis endlich das allen Anforderungen

gerecht werdende Konzept vorliegt. Dem Verein

stehen in der Schobbostraße Büros, ein Besprechungsraum

und ein größerer Versammlungsraum zur Verfügung. „Wir

waren vorher im KunstWerk an der Möhnestraße“, erklärt

Torsten Ahlers, „und sind 2021 in neuen Räumen mit Veranstaltungen

neu gestartet.“

Genug Ideen und Nachwuchsförderung

Ideen hat der Vorstand schon genug: Vorträge von und

für designorientierte Berufe, in denen sich die Berufsgruppen

näherkommen und auch von Experten außerhalb

des Sauerlandes inspiriert werden können, werden bald

wieder angeboten. Aber auch Foto- oder Kunstkurse für

junge Leute sind für das laufende Jahr bereits fest geplant.

„Die konsequente Förderung des gestalterischen Nachwuchses

ist uns extrem wichtig.“

Insgesamt stehen der informelle Austausch und die gegenseitige

Inspiration der Forumsmitglieder untereinander

im Vordergrund. Hierfür stehen Ahlers und seine Vorstandskollegen

Hartmut Schröger, 2. Vorsitzender, und

32 - WOLL Frühling 2022


Anja Cronenberg, Kassenwartin, mit allen Mitgliedern

im ständigen Kontakt. Alle drei sind vom Fach: Marketingfachmann

und Gestalter Ahlers ist seit 2010 dabei,

Farbdesigner und Produktoptimierer Schröger seit 2012

und Industriedesignerin Cronenberg seit 2006. Jeder

im Forum weiß, worauf es in den jeweiligen Berufen,

aber auch in dem „Designforum Sauerland“ ankommt.

Denn: „Wir sind ein Netzwerk für Forschung, Information

und Austausch“, betont Schröger. „Die grundsätzlichen

Kernaussagen unserer Mission haben wir als sogenannte

„zehn Orientations“ auf der Homepage zusammengefasst.“

All dies unterstützt die Mitglieder bei der Projektierung

und Umsetzung ihrer Aufträge. Und deren Leistungsspektrum

ist groß, wie Cronenberg erläutert: „Bei uns sind

Fotografen, und Designer für Kommunikation, Industrie,

Produkte und auch Farbe sowie freischaffende Künstler.“

Gestalterische Fragen werden hier besprochen und Lösungen

entwickelt. „Wir wissen, welche Ansprechpartner es

gibt und machen unsere Netzwerke zugänglich.“

Torsten Ahlers und Hartmut Schröger (v.l.)

Mitgliedschaft als Qualitätsmerkmal

Das „Designforum Sauerland“ sieht auch bei seinen Mitgliederzahlen

noch Luft nach oben. Der Vorsitzende: „Wir

freuen uns über neue Mitstreiter für gute Gestaltung, der

Bereich Architektur ist bis jetzt leider nicht ausgefüllt.“

Dass sich die Vereinszugehörigkeit auszahle, kann er begründen:

„Die Mitgliedschaft stellt mittlerweile ein Qualitätsmerkmal

dar und wir sind geschätzte Ansprechpartner

für Kunden aus ganz Europa.“ Dabei sei der gegenseitige

Austausch entscheidend. „Unser Netzwerk zahlt sich jeden

Tag aufs Neue aus.“ ■

Blick in die besonderen Räumlichkeiten des Hauses:

Julius Kolossa (li.) im Gespräch mit Anja Cronenberg,

Hartmut Schröger und Torsten Ahlers (v.r.)

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Gutes Design - Konsequent

bis ins letzte Detail

„SCHÖNES

WIRFT MAN

NICHT WEG“

W

er über Design im Sauerland spricht,

kommt an der Firma Ritzenhoff nicht

vorbei. Vielleicht ist es auch ein wenig

Heimatstolz, dass so schöne Gläser im Sauerland

gefertigt werden. Wer sich die neue Kollektion

des Markenherstellers ansieht, die nach fast zwei

Jahren intensiver Vorarbeit entstanden ist, versteht,

was Produkt-Design bedeutet und dass in

Marsberg-Westheim alle Bedingungen guten Designs

erfüllt werden.

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Es fällt schwer, einen Text zu formulieren, der nicht

zu euphorisch klingt, aber mit den neuen Kollektionen,

die so fantasievolle Namen wie Sternschliff,

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Letztlich erfüllen die Gläser auch den „Tatbestand“

der Nachhaltigkeit, denn, wie Kerstin Hülsmann,

Branding Managerin der Firma Ritzenhoff mitteilt,

„werden Ritzenhoff-Gläser nur entsorgt, wenn sie

kaputt sind, denn Schönes wirft man nicht weg.“ ■

(cz) Foto: Ritzenhoff

®

Öffnungszeiten

34 - WOLL Montag Frühling - Freitag: 2022 09:00 bis 18.00 Uhr

Samstag: 09:00 bis 14:00 Uhr


Und wieder grüßt das Murmeltier

Abrupt beendet die Frühlingswärme

den Winterschlaf

vieler Tiere, wie

auch den des Murmeltiers. Mit verschlafenen

Augen wagen die Winterschläfer

einen Blick über die

Berge und Täler des Sauerlands.

Endlich kein Schnee mehr. Endlich

Frühling!

Hormone in ihrem Körper sorgen

dafür, dass die Fettverbrennung angekurbelt

und sich der Körper auf 15

Grad erwähnt. Anschließend werden

die Muskeln aktiviert. Durch Zittern

bringen sich die Tiere dann auf

ihre Normaltemperatur zurück. Auch

wenn der Homo sapiens nach aktuellen

wissenschaftlichen Erkenntnissen

nie zu den Winterschläfern gehört

hat, findet sich doch eine interessante

Parallele. Und zwar der Wunsch,

sich in der düsteren Jahreszeit in die

eigene “Höhle” zurückzuziehen. Im

März ist aber der Frühling wieder da.

Sobald die ersten Frühlingssonnenstrahlen

auf der Nase kitzeln, wird die

Kuscheldecke zur Seite gelegt. Jetzt ist

wieder die Zeit für Bewegung da und

für den Aufenthalt an der frischen

Luft. Diese Begeisterung ist aber nicht

bei allen Menschen zu finden. Untersuchungen

haben ergeben, dass ca. 50

Prozent der Deutschen unter der sogenannten

Frühjahrsmüdigkeit leiden.

Statt hochmotiviert und gut gelaunt,

leiden sie unter Konzentrationsschwäche

und Kreislaufbeschwerden. Diagnose:

klassische Frühjahrsmüdigkeit.

Die steigenden Temperaturen und die

höhere Lichtintensivität beeinflussen

den natürlichen Umstellungsprozess

Helmut Gaida

des Organismus. Mit ausreichend

Schlaf, viel Bewegung im Freien, frischem

Obst und Gemüse lässt sich die

Frühjahrsmüdigkeit überwinden. Allein

schon ein Blick in unsere schöne

Natur wirkt dabei inspirierend - und

wir fühlen uns wie das Murmeltier

nach dem Winterschlaf. ■

März

Mittwoch, 02.03. * 19.00 Uhr

GESCHICHTE DER WLE

Abfahrt Bahnhof Warstein

Günter Krause, Deutsche Gesellschaft

für Eisenbahngeschichte

Donnerstag, 24.03. * 19.00 Uhr

DER ISLAM – OPFER ABEND-

LÄNDISCHER ARROGANZ?

Religionsfreiheit, Toleranz,

Werte der Aufklärung

Vortrag und Diskussion

Klemens Ludwig, Tübingen

April

Mittwoch 06.04. * 19.00 Uhr

KRÄUTER: WÜRZ-, HEIL-, UNKRAUT

Multimediavortrag

Klaus-Peter Lange, Warstein-Suttrop

Samstag, 30.04. * 15.00 Uhr

WARSTEINER ORTSTEILE: WARSTEIN

Treff: Glockenspiel am Rathaus

Dietmar Lange, Ortsvorsteher Warstein

Weitere Veranstaltungen

im 1. Halbjahr 2022 unter

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Ausst ellungen

27.02. bis 18.04.2022

MEINE LEIDENSCHAFT

„KUNST“!?

Elke Ibing, Warstein

08.05. bis 04.07.2022

POESIE DER NATUR

Fotografie-Ausstellung

Matthias Krispien, Soest

WOLL Frühling 2022 - 35

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DER SPIELGERÄTEHERSTELLER FHS

AUS ARNSBERG LIEFERT WELTWEIT

Produktionsstätten in Niedereimer und Oeventrop

In

Arnsberg leben rund 6.000 Kinder im Alter

zwischen 0 und 6 Jahren. Den Jüngsten unserer

Gesellschaft stehen ungefähr 100 Spielplätze

zur Verfügung. Man kann davon ausgehen, dass jeder

in seinem Leben schon einmal auf einem dieser Plätze

gewesen ist. Sei es als Kind, als Eltern, Großeltern oder

andere Begleitperson. Viele werden sich wahrscheinlich

gerne an die Zeit erinnern, in der er oder sie die Rutsche

heruntergerutscht ist, auf der Schaukel probiert hat, wie

hoch es hinausgehen kann, oder im Sandkasten Kuchen

geformt hat. Wie toll müsste es sein, einen Großteil seines

Lebens auf einem Spielplatz zu verbringen.

Das ist keineswegs ein utopischer Gedanke, denn in Arnsberg

arbeiten die Angestellten der Freizeit-, Holz- und Spielgeräte

GmbH (FHS) in einer solchen Umgebung. 1984 mit 3

Leuten und einer überschaubaren Produktpalette gestartet,

sind es heute 90 Personen, die in Hallen und Räumen beschäftigt

sind, die einem Spielplatz schon sehr ähneln. Bunt

lackierte Baumstämme stehen neben dem Salamander aus

Holz, auf dem später die Kinder wippen. Klettertürme und

Holzhäuser sind kurz vor der Fertigstellung. Rohre für die

Wasserspiele stapeln sich neben denen für lange Rutschen

und warten auf die Auslieferung.

In aller Welt geschätzte Wertarbeit

Auf Spielgeräte der Firma FHS trifft man weltweit. Im Londoner

Hyde-Park sowie in ganz Europa, in Israel, in Australien,

Neuseeland oder Südkorea— in vielen Ländern dieser

Erde werden die Produkte aus Arnsberg geschätzt. Wer nicht

so weit reisen möchte, kann sich ein Bild der Werke von

36 - WOLL Frühling 2022


Alle Bauteile werden in

Arnsberg-Niedereimer und in

Arnsberg-Oeventrop hergestellt.

Gisela Wilms

Privat

Neben den Standardspielgeräten

bauen die Mitarbeiter vor allem

Sonderanfertigungen wie dieses Flugzeug.

FHS in vielen deutschen Städten und auf zahlreichen Bundes-

und Landesgartenschauen machen. Auch in Arnsberg

beispielsweise auf dem Wasserspielplatz an der Promenade,

in Wennigloh oder auf dem Areal des NASS. Auf fast jedem

Spielplatz in unserer Stadt stehen die Geräte. Das Insektenhotel,

eines der größten in Deutschland, das im Naturerlebnisraum

zu bestaunen ist, stammt ebenfalls aus Niedereimer.

Worin liegt der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad von

FHS begründet? Zunächst einmal in der Wertarbeit. Alle

Bauteile werden in Arnsberg-Niedereimer und in Arnsberg-

Oeventrop hergestellt. Das witterungsbeständige Holz der

Robinie wird in Niedereimer verwendet, die Stahlteile fertigt

der Betrieb in der eigenen Schlosserei in Oeventrop. Handwerkliches

Können in Kombination mit hochmodernen Maschinen

(Schweißroboter, CNC-Bearbeitungszentren) lassen

Bauwerke entstehen, die eine lange Lebensdauer haben und

allen Sicherheitsstandards genügen, wie die TÜV-Siegel belegen.

Hinzu kommt der Rundumservice. Von der Idee bis

zur Anordnung und Aufstellung der Geräte muss sich der

Kunde um nichts kümmern, alle anfallenden Aufgaben werden

von FHS erledigt.

Sondermodelle sind das Spezialgebiet von FHS

Bevor jedoch der Produktionsprozess startet, braucht es

Ideen, wie die Aufträge, die meist von Kommunen kommen,

umgesetzt werden können. Hier liegt eine weitere Stärke des

Unternehmens. Neben den Standardspielgeräten bauen die

Mitarbeiter vor allem Sonderanfertigungen. „Wir wollen

was mit Schiffen!“, „Bei uns soll eine Welt der Kelten entstehen!“,

„Wir möchten einen Spielplatz, der zu der Nähe

WOLL Frühling 2022 - 37


des Flughafens passt!“, lauten die Vorgaben. „Es macht großen

Spaß, die Herausforderungen anzunehmen und sich zu

überlegen, wie unsere Standardmodelle so variiert werden

können, dass am Ende zum Beispiel der gewünschte Kletterballon

in München zum Einsatz kommt oder der Eisenbahnspielplatz

in Betrieb genommen wird“, erläutert einer der leitenden

Angestellten, Sebastian Schulte. Für die Realisation

der Wünsche stehen bei FHS gut ausgebildete Mitarbeiter

bereit. Das Spektrum der Berufe innerhalb des Familienunternehmens

ist breit gefächert. Schreiner, Grafikdesigner,

Konstruktionsmechaniker, Ingenieure - alle machen sich darüber

Gedanken, wie die Motorik, die Phantasie oder auch

die Kraft der Kinder gefördert werden können.

Kreativität und Spaß an der Arbeit

„Was gibt es Schöneres, als Kinderspielplätze zu bauen?“

fragt Sebastian Schulte. „Man malt sich während der Herstellung

schon die leuchtenden Augen aus, die man übrigens

auch in einigen Fällen bei unseren Angestellten beobachten

kann. Ist ein Teil fertig, lässt es sich manch einer nicht nehmen,

es auszuprobieren. So saß zum Beispiel neulich jemand

in unserem Holzflugzeug und hatte daran sichtlich Freude.“

Doch nicht nur das Endprodukt trägt zur Zufriedenheit der

Beschäftigten bei, es ist der gesamte Arbeitsvorgang. „Durch

die Vielfältigkeit der Aufträge fallen jeden Tag andere Aufgaben

an. Bei uns steht niemand stundenlang an einer Maschine

und macht dieselben Handgriffe. Monotone Abläufe

sind in unserem Unternehmen selten. Kreativität und Spaß

an der Arbeit stehen bei uns im Vordergrund. Zum Schluss

ist jeder stolz, wenn er den Raketenturm, das Mondfahrzeug

oder die Wasserräder betrachten kann, an deren Entstehen

er beteiligt war.“

Ob Spielplätze für die Kleinen unter drei Jahren oder die

etwas Älteren, ob Geräte für Koordinationsübungen für Senioren

oder spezielle Ausführungen für Personen mit Handicap

- wenn es um Spielen im öffentlichen Bereich geht, ist

die Firma FHS der kompetente Ansprechpartner. ■

FHS HOLZTECHNIK Freizeit-,

Holz- und Spielgeräte GmbH

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59823 Arnsberg-Niedereimer

02931 / 9620-0

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Kletterballon in München

38 - WOLL Frühling 2022

Für die Realisation der Wünsche stehen bei

FHS gut ausgebildete Mitarbeiter bereit.


Der Buiterling

Sauerland Design

Sabina Butz

Anke Kemper

ein Bayer ins Sauerland…“

Könnte der erste Satz in einem der

„Kommt

berühmten Witze über Zugereiste

lauten. Hier im Sauerland halten sich Buiterling-

Witze allerdings im Rahmen. Sie kommen nicht übermäßig

oft vor. Allerdings gibt es auch nicht viele bayerische Buiterlinge

im HSK, freiwillig schon mal eher gar nicht, aber berufsbedingt

oder, wer es romantischer mag, der Liebe wegen,

dürften es schon einige sein. Für die bayerischen Buiterlinge

ist die Umgewöhnung einfach: Sie müssen nur die Krachlederne

gegen die Schützenuniform eintauschen. Bei den

Frauen gibt es ein Modeproblem: Nichts, gar nichts kann das

Dirndl ersetzen. Das Trachtendesign sucht ja auch nicht nur

im Sauerland seinesgleichen.

Vielleicht gibt es ja ein Sauerland Design, das den enttäuschten

weiblichen Buiterlingen Trost bieten könnte? In

der Tat stehen uns hier die Textilindustrie, die Architektur,

die Kunst und das Kunsthandwerk sowie eine ausgeprägte

Unternehmenskultur mit vielen Design Beispielen zur Verfügung.

Auch hier brauchen wir Design für alle Gegenstände,

aber auch geographische Gegebenheiten, also Gärten, Landschaftsanlagen

etc. und abstrakte Begriffe wie ganze Unternehmen.

Beim Sauerländer

Alltagsdesign, das immerhin mit

699 Google-Treffern in 0,45 Sekunden aufwarten kann, gibt

es allerdings doch einige Fragen bezüglich des tatsächlichen

Regionalbezugs: Eine „Outdoor Tasse“ mit dem Aufdruck

Sauerland wäre doch eher als Souvenir zu bezeichnen. Ein

Andenken an einen schönen Urlaub, das man dann gern

dem alten Garten-Küchenbecher vorzieht. Dasselbe gilt für

einen Stift- und Zettelkasten, der immer wieder gern als

Verlegenheitsgeschenk dient, ob mit oder ohne Sauerlandaufdruck,

spielt da eher keine Rolle. Auch der DorfDesign

Hoodie fällt in diese Kategorie, selbst wenn er in der Prä-

Senioren-Generation gewiss gut ankommt. Ein typisches

Sauerland Design ist das alles eher nicht, weil man es genauso

gut an jedem anderen Ort Deutschlands findet. Noch

weniger Sauerland Design geht dabei auch noch: Wenn ein

Hofladen im Sauerland, der sich ja auf regionales Design

beruft, ein Toilettenpapier „Happy Sailor“ mit nautischen

Motiven anpreist, dann will sich mir der Sauerlandbezug

nicht so recht erschließen. Wäre es vielleicht besser, dasselbe

Papier mit WOLL, WOLL, WOLL zu bedrucken? Ob das

allerdings einen Dirndl-Verzicht kompensieren kann, bleibt

fraglich. ■

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4. Juni 2022 | 14 bis 22 Uhr

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WOLL Frühling 2022 - 39


… ergibt neunzehn. Neunzehn

Jahre im Bürgermeisteramt.

Dieses „Versprechen“ erfüllt sich

2025. Dann wird Ralf Péus in

den wohnverdienten Ruhestand

gehen. Doch bis dahin hat er noch

so einiges zu erledigen und einen

vollen Terminkalender. Auch für die

Zeit danach hat er schon Pläne.

Ralf Péus ist in der Gemeinde Bestwig fest

verwurzelt. Der Sohn eines Polizisten wurde

1961 in Velmede geboren - zuhause. Er ging in Velmede

in den Kindergarten, später in die Grundschule.

Nach der Schule wollte er in den Bereich Grafik gehen. Als

es in der Oberstufe keinen Kunstunterricht mehr gab, rückte

das Thema Grafik/Kunst aus seinem Blickfeld. Jura interessierte

ihn ebenfalls. Sein Onkel hatte eine Kanzlei in Meschede,

die heute von seinen Cousinen weitergeführt wird. Also dachte

sich der junge Ralf: Versuch das doch auch.

Ralf Péus - Dienstältester

Bürgermeister des

Hochsauerlandkreises

NEUN PLUS

ZWEI MAL

FÜNF…

Christel Zidi

Tom Linke

Fest verwurzelt

Gedacht, getan. So kam Ralf Péus zur Juristerei. Er studierte,

machte das erste Staatsexamen, dann das zweite. In Bielefeld

und Münster. An den Wochenenden kehrte er den Großstädten

allerdings den Rücken zu: „Auch während des Studiums

war ich jede Woche zuhause. Der Kontakt war immer da.“

Der politische Weg

Das Interesse an Politik erwachte in den 1980er-Jahren, verstärkt

durch den damaligen Regierungswechsel. Später dann

der Eintritt in die CDU, speziell die Arbeit in der Jungen Union.

Einer seiner Weggenossen war der spätere Europa-Abgeordnete

Peter Liese. Wegen des arbeitsintensiven Studiums zog

er sich eine Zeit lang von der Lokalpolitik zurück. Nach dem

Studium ließ er sich als Rechtsanwalt in Bestwig nieder. Und

schon bald war er wieder im lokalpolitischen Geschehen: „1994

standen die Kommunalwahlen an und ich wurde gefragt, ob

ich Interesse hätte.“ Das hatte er. Er kandidierte und ist seitdem

durchgehend im Rat.

Die Vorgänger

Seine ersten fünf Jahre im Rat waren fünf Jahre Opposition:

„Damals war es politisch noch etwas schwieriger: keine klaren

40 - WOLL Frühling 2022


Mehrheitsverhältnisse, ein paar Abtrünnige aus der CDU,

die sich auf die Seite der SPD geschlagen haben. Durch diese

bekam die SPD 1995 die Mehrheit und ihr Kandidat,

Hans-Georg Meyer, wurde Bürgermeister. Zu dieser Zeit

war schon bekannt, dass 1999 die Doppelspitze abgeschafft

werden sollte, d. h. es sollte nur noch einen hauptamtlichen

Bürgermeister geben: „Wir haben damals darauf hingearbeitet,

dass wir einen guten Kandidaten kriegen und wieder angreifen

- und möglicherweise die Mehrheit holen. Ist dann

auch gelungen.“ Péus war es, der Christoph Sommer für das

Amt gewinnen konnte.

Für Sommer wurde das zum Erdrutschsieg. Damit hatte zu

dieser Zeit niemand gerechnet – vor allem nicht die SPD

und der damalige Bürgermeister. Doch es war klar, dass

Sommer noch andere Ambitionen hatte, später ging er als

Bürgermeister nach Lippstadt.

Es muss weitergehen…

Durch den Weggang Sommers – während einer laufenden

Amtsperiode – war die Ratlosigkeit zunächst groß. Wer sollte

die Nachfolge übernehmen? „Da ich damals Fraktionsvorsitzender

war, wurde ich auch als Erster gefragt.“ Schließlich

war er für dieses Amt prädestiniert: Er kannte das Geschäft

aus der Ratstätigkeit, hatte vorher eng mit Christoph Sommer

zusammengearbeitet. Trotzdem war es eine schwierige

Entscheidung. „Ich war damals seit 13 Jahren Rechtsanwalt

in Bestwig. Diese Arbeit hatte mir auch Spaß gemacht. Und

ich hatte durchaus die Aussicht, in absehbarer Zeit das Notariat

zu bekommen. Es war nicht leicht, die Kanzlei, die ich

mir aufgebaut hatte, aufzugeben.“ Letztlich entschied er sich

für die Kandidatur.

Die Wahlen

Der Amtsantritt

Für den Familienvater war die Umstellung von der Kanzlei

ins Rathaus mit keinem wesentlichen zeitlichen Mehraufwand

verbunden. „Als Rechtsanwalt hatte ich auch nicht

den ganz normalen Arbeitstag, war auch nicht um 16 Uhr

zuhause. Da hat man abends auch oft Termine. Hinzu kam

die Ratstätigkeit.“ Seine Kinder fanden es am Anfang toll,

dass der Vater Bürgermeister wurde. Damals waren die

drei Jungs von 7 bis 14 Jahre alt. Heute sind sie „aus dem

Gröbsten raus“, sagt Péus und lacht. Sein ältester Sohn ist

Wirtschaftsgeograph in Hannover, der zweite arbeitet als

Steuerberater in einer großen Wirtschaftsprüfungs- und

Steuerberatungsgesellschaft in Bielefeld und der jüngste

Sohn studiert in Düsseldorf Jura, befindet sich momentan

im ersten Staatsexamen. „Ob sie mal irgendwann ins Sauerland

zurückkommen, ist völlig offen.“

Die tägliche Arbeit

Für Bürgermeister Péus liegt der Hauptfokus in der Verwaltung:

„Dass da der Laden läuft – davon hängt alles ab.“ In

diesem „Laden“ arbeiten insgesamt 80 Mitarbeiter, 50 davon

in der Kernverwaltung. „Wir sind eine relativ kleine Verwaltung.

Da kennt normalerweise jeder jeden. Das ist unsere

Stärke, man kennt sich untereinander und weiß wie die anderen

ticken. Und das muss auch gepflegt werden.“ Nahezu

jeder seiner Mitarbeiter hat sein eigenes Büro – vorteilhaft

auch in der Pandemie. Einige Räume des Rathauses sind untervermietet:

Hochsauerlandwasser, Hochsauerlandenergie

haben Räume dort, auch das Leader-Regionalmanagement,

das Jugendamt und die Polizei. Zum „ganz normalen“ Arbeitsalltag

als Verwaltungschef der Gemeinde Bestwig kommen

„on top“ die Abend- und

Wochenendtermine,

„In meinem ersten Wahlkampf 2005 kam bei einer Podiumsdiskussion

die Frage auf (ein kleiner Seitenhieb auf

Christoph Sommer): ‘Und? Wie lange denken Sie hier in

Bestwig zu bleiben?’ Da habe ich spontan gesagt: 19 Jahre.

Den verblüfften Fragestellern habe ich dann vorgerechnet:

9 Jahre diese Wahlzeit, zwei Mal Wiederwahl (2014 und

2020) , 2 x 5 Jahre – das sind 19 Jahre. Und dann gehe ich

in Rente“. „Ich bin momentan also dabei, mein Wahlversprechen

zu erfüllen“, sagt Péus und schmunzelt. „Die

Leute wollen dann auch mal andere Gesichter sehen.“

WOLL Frühling 2022 - 41


„Dass da der Laden läuft –

davon hängt alles ab.“

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Der Feierabend

Bei so vielen Terminen ist die Freizeit

natürlich eingeschränkt. Umso mehr

kann Péus dann den Feierabend „in

aller Ruhe“ zuhause genießen. Er liest

sehr gern und sehr viel. Fachliteratur

zwangsläufig, aber auch Bücher mit

historischem Hintergrund. Fußball

interessiert ihn „natürlich“ auch.

„Ich habe bis zur Jugend auch aktiv

gespielt.“ Heute übt er das Hobby

eher passiv aus - auf dem gemütlichen

Sofa in seinem Haus in Ostwig.

In letzter Zeit hat er auch die Natur

für sich entdeckt. „Früher war ich nie

der große Spaziergänger, aber gerade

jetzt in der Coronazeit habe ich festgestellt,

wie viele schöne Ecken wir

im Gemeindegebiet haben.“

Eine gut gewachsene Gemeinde

Andreasberg, Heringhausen, Nuttlar,

Ostwig, Ramsbeck, Velmede – sechs

Ortschaften, die seit der kommunalen

Neuordnung 1975 zur Gemeinde

Bestwig zusammengefasst wurden.

Ist das geglückt? Dazu Bürgermeister

Péus: „Auf jeden Fall. Die Gemeinde

Bestwig wird jetzt als übergeordnetes

Gebilde anerkannt, aber es gibt weiter

die einzelnen Dorfgemeinschaften

und die sind in jedem Ort anders.“

Bürgermeister Péus ist Mitglied in allen

Schützenbruderschaften der Gemeinde.

Auch in den größeren Sportvereinen

und in allen Vereinen, die

auf Gemeindeebene unterwegs sind.

Vereinsleben, Dorfgemeinschaft hat

für ihn einen hohen Stellenwert. Als

ein Beispiel nennt er die Ehrenamtskneipe

„Kumm rin“, die in Ostwig

breite Zustimmung gefunden hat:

„Ich weiß nicht, ob man das in einem

anderen Ort auch so hinbekommen

hätte.‘“ Er hat selbst schon als Wirt

hinter in der Theke gestanden – gemeinsam

mit dem Landrat. An diesen

vergnügten Abend erinnert er

sich gern: „Gefühlt war jeder Ostwiger

da, weil sie alle gucken wollten,

ob die beiden auch was Produktives

leisten.“

Die Zeit danach

Auf die Zeit als „Bürgermeister i. R.“

hat er sich innerlich schon vorbereitet:

„Von einen Tag auf den anderen

kann man ja nicht Rentner sein. Ich

werde definitiv etwas machen. Wahrscheinlich

werde ich das ein oder andere

ehrenamtlich übernehmen.“

Schon während seiner Zeit als Anwalt

war er nebenberuflich am Berufskolleg

Bergkloster Bestwig tätig

und hat dort Recht und Verwaltung

unterrichtet: „Ich könnte mir vorstellen,

dass ich da stundenweise in die

Ausbildung von Verwaltungsfachangestellten

gehe, Berufsschule, Fachhochschule

für öffentliche Verwaltung,

was auch immer.“ Und dann

noch eine Anspielung auf seinen ersten

Berufswunsch: „Vielleicht male

ich mal irgendwann Bilder…“ Aber

bis dahin sind es ja noch einige Jahre,

in denen es viel zu tun gibt: „Denn

schließlich will ich meiner Nachfolgerin

oder meinem Nachfolger eine

gut aufgestellte Gemeinde und eine

intakte Verwaltung übergeben“. ■


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WOLL Frühling 2022 - 43


Drei Generationen mit Achtung

und Respekt vor der Natur

„ES IST WICHTIG,

VORBILD ZU SEIN“

Manfred Eigner

S. Droste

Bernhard, Christoph und Noah Mause vor

dem Kyrilltor, dem Eingang in ihr zweites Zuhause.

immer hat mich die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren begeistert“, hebt Bernhard Mause

aus Gudenhagen-Petersborn gleich hervor: „Ich bin ihr bereits seit meiner Kindheit immer mit Achtung

und Respekt begegnet.“ Diesen Weg hat der heute 77-Jährige nicht nur beibehalten, sondern

„Schon

auch an seinen Sohn Christoph und dieser auch schon weiter an seinen Sohn Noah vererbt. Viele Jahre hat Bernhard

Mause in seinem erlernten Beruf als Bäcker und Konditor den Lebensunterhalt für sich und seine Familie

verdient, bis ihn eine Mehlstauballergie zum Umsatteln zwang.

Vielleicht war es Fügung, denn beim städtischen Bauhof in der Landschaftspflege bekam er nicht nur einen neuen

Beruf, sondern fand hier auch seine Berufung. „Es ist von Bedeutung, dass die Umwelt geachtet und gepflegt wird“,

unterstreicht das der Naturfreund Bernhard Mause, „Und sei es, heruntergefallene Äste zu beseitigen, Wege mit ihrem

Bewuchs zu pflegen oder aber auch nur einfach achtlos weggeworfenen Müll aufzuheben und zu beseitigen.“ Dieses

Engagement ging weit über sein berufliches Wirken hinaus.

44 - WOLL Frühling 2022


Vielseitig aktiv

Im Briloner Ortsteil Gudenhagen-Petersborn ist man stolz

auf Ortsheimatpfleger „Mausen Bernhard“, wie er liebevoll

im Ort genannt wird. Auch ein Wanderweg trägt bereits seinen

Namen. Nicht nur die Natur, auch das Dorfgeschehen

ist dem rüstigen Senior immer wichtig gewesen. Vom Hallenwart

des Gemeinschaftshauses, dem Engagement als Gründungsmitglied

im Bürgerwaldverein, Baum- und Heckenpflanzaktionen,

aber auch die Mitwirkung in Gremien wie

Ortsbeirat, Dorfchronik oder Erstellung des Ortswappen,

um nur einige zu nennen. „Es ist einfach wichtig Vorbild zu

sein,“ so Bernhard Mause: „Das habe ich insbesondere meiner

Familie vorgelebt.“

Die nächsten Generationen

Dass diese Einstellung auf fruchtbaren Boden gefallen ist,

beweisen die nächsten beiden Generationen: Christoph und

Noah. „Ich wurde da quasi reingeboren,“ erklärt Christoph

Mause, 43: „Durch die Landwirtschaft, den Beruf und das

Ehrenamt meines Vaters. Ich war schon von Kindheit an bei

seinen Aktivitäten dabei. Der Bürgerwaldverein liegt uns

allen dreien sehr

am Herzen. Privat

planen wir

gerade eine neue

Aktion. Mit unserem

‚Trekkingplatz

Himmelsnah´ wollen

wir unseren Gästen und

Trekkingfreunden naturnahe

Übernachtungen anbieten.“

Der Briloner Bürgerwald liegt den

drei Generationen sehr am Herzen.

Da ist auch der jüngste im Bunde, Noah, mit Feuer und

Flamme dabei. „Man bekommt die Liebe zu so einem Hobby,

indem man an naturnahen Veranstaltungen teilnimmt

und dabei Gleichgesinnte trifft“, begeistert sich der Dreizehnjährige:

„Ich weiß, dass es auch Jugendliche gibt, die sich

nicht so sehr für die Natur interessieren, aber die, die ebenfalls

dahinterstehen, finden es super und unterstützen mich.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man etwas Gutes tut.“ Dazu

passt dann auch der persönliche Leitsatz der dreifachen Naturfreundegeneration:

„Die Natur gibt uns so viel und dafür

sollten wir dankbar sein und diese schützen.“ ■

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Öffnungszeiten: Mo. geschlossen, Di-Fr. 9.30 Uhr- 13.00 Uhr und 14.30 Uhr-18.00 Uhr, Sa. 09.30 Uhr-13.00 Uhr


Anzeige Advertorial

Risikobereitschaft und 50 Jahre Wachstum

Die Franz Trippe GmbH aus Kückelheim

Hermann-J. Hoffe

Klaus-Peter Kappest

Zwei Mann, eine Planierraupe, Risikobereitschaft und viel

Gründergeist – das waren die Anfänge des auf Wachstumskurs

liegenden Familienunternehmens Franz Trippe GmbH

mit seinen Wurzeln in Kückelheim, das heute unter anderem

für komplexe und große Bauprojekte verantwortlich zeichnet

und in diesem Jahr sein 50-jähriges Betriebsjubiläum feiert.

Gründungsvater Franz Trippe, mittlerweile mit 79 Jahren

der „Senior“ des heutigen Unternehmens, gelernter

Schlosser mit Meistertitel und Straßenbauer-Meister,

und sein damaliger

Partner Theo Brüning machten am

1. März 1972 mit einem ersten Projekt,

der Rodung zum Ausbau eines

Skihanges unterhalb der Schmallenberger

Höhe, die ersten Spatenstiche

für ein Bauunternehmen, das

heute ganze Autobahnabschnitte

oder Tunnelbauarbeiten mitrealisiert.

Trippe und Brüning trafen den

Nerv der Zeit, in der Tiefbau- und

Wegebauarbeiten gefragt waren,

und konnten das Unternehmen durch ihren gewagten

Schritt kontinuierlich ausbauen, Mitarbeiter einstellen,

neue Maschinen und einen ersten Betriebshof in Schmallenberg

ankaufen. Schon nach den ersten drei Jahren arbeiteten

fünf Mitarbeiter für sie und das Unternehmen fiel

Franz Trippe sen.

im Schmallenberger Sauerland durch seine Zuverlässigkeit

und unkomplizierte Arbeitsweise auf. Die Bodenständigkeit

der Sauerländer kam und kommt bei ihren Kunden

gut an – und vergrößerte nach und nach den Wirkungskreis

des Unternehmens.

In den achtziger Jahren änderte sich der Schwerpunkt der

Firma auf den Straßenbau und vor allem auf die Errichtung

neuer Lärmschutzwälle hin. Schon 1980

zog das Unternehmen einen ersten Millionenauftrag

bei Meinerzhagen an Land,

auch wenn die Entfernung zum Heimatort

der Firma eine große Herausforderung

für alle Beteiligten wurde.

Dennoch packte die „Trippe-Truppe“

das Projekt an und lieferte zur

vollsten Zufriedenheit der Auftraggeber.

Denn der Zusammenhalt im

Team und zwischen Führungsetage

und Mitarbeitern ist bei der Franz

Trippe GmbH bis heute eines der

Erfolgsgeheimnisse, das nicht nur

bei morgendlichen Treffen und Besprechungen auf dem

Betriebshof gelebt wird, sondern auch bei Feiern und

Schützenfesten im Kollegenkreis. Heute arbeiten rund

100 Mitarbeiter in der Franz Trippe GmbH und im angeschlossenen

Fuhrunternehmen.

40 46 -- WOLL Frühjahr Frühling 2022


1989 entschieden sich die Gründer

Brüning und Trippe, getrennte Wege

zu gehen, und die bis heute erfolgreiche

Franz Trippe GmbH samt einprägsamem

Logo entstand. Zehn Jahre später

wechselte die Franz Trippe GmbH

ihren Standort zu einem größeren, moderneren

und neu gebauten Betriebshof

ganz in der Nähe des alten.

www.franz-trippe.de

Einer der größten Meilensteine, an

Zukunftssorgen plagen das Unternehmen

nicht. Die Franz Trippe GmbH ist ständig dabei,

die sich Franz Trippe senior und sein Sohn Stefan (53),

der schon als Kind gerne mit zu den Baustellen Franz fuhr Trippe und durch GmbH konstante Ausbildungsbemühungen ihren Mitarbeiterstamm

zu festigen und wachsen zu lassen, auch wenn

2002 ins Unternehmen eingestiegen ist, erinnern, ist die

komplexe und spannende Arbeit am Wellersbergtunnel

Im Brauke 8c der Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft angekommen

bei Siegen, die das Unternehmen organisatorisch forderte, ist und natürlich aufmerksam beobachtet werden muss.

57392 Schmallenberg

aber auch neue Impulse in seiner Arbeit setzen konnte. In Doch Wachstum um jeden Preis, mit dem Verlust der Perspektive

9 77 6-0auf den Zusammenhalt im Unternehmen, ist für

die Phase der ersten gemeinsamen Projekte von Fon Vater (0 29 und 72)

Sohn fällt die Beteiligung am Autobahngroßprojekt Fax (0 29 zum 72) 9 die 77 Trippes 6-66 kein Thema. Bis heute kann die Franz Trippe

Lückenschluss der A4 zwischen Wenden und Kreuztal. GmbH ihren Ruf als zuverlässiger Partner, attraktiver Arbeitgeber

und engagierter Ausbildungsbetrieb halten und

info@franz-trippe.de

Stefan Trippe wird vermutlich nicht die letzte www.franz-trippe.de

Generation blickt zufrieden und mit Optimismus auf die nächsten

der Familie im Unternehmen sein, denn sein jüngster Sohn 50 Jahre ihrer Unternehmensentwicklung weit über das

(22), nach dem Großvater Franz benannt, unternimmt bereits

in der Meisterschule die Schritte, um in Zukunft die

Schmallenberger Sauerland hinaus.

Geschicke der Firma verantwortungsbewusst für Unternehmen

und Mitarbeiter leiten zu können.

Dass nicht nur das Unternehmen, sondern vor allem auch

die Familie Trippe stark im Schmallenberger Sauerland

verwurzelt ist, hat Familienforscher Gerhard herausgefunden

und einen ersten Trippe 1798 mit Namen Peter ausgemacht.

Der Familienname geht auf den mittelalterlichen

Beruf des Trippenmachers zurück, der eine Art „Stöckelschuh“

aus Holz zum Unterschnallen fertigte, um die wertvollen

Lederschuhe vor Matsch und Feuchtigkeit zu schützen

– also liegt offenbar schon im Namen das Bestreben,

Menschen beim möglichst komfortablen Zurücklegen von

Wegstrecken zu unterstützen und handwerklich tätig zu

sein – mit Holzsandalen oder eben mit perfekt gearbeiteten

Straßen.

Heute realisiert das Unternehmen Projekte im Straßen-,

Tief- und Landschaftsbau, beim Baustoffrecycling und

dem Erschließen privater oder gewerblicher Grundstücke.

Immer dabei sind modernste Technik, von Vermessungstechniken

über 3D-Technologien oder bis zu fernsteuerbaren

Baggern, und vor allem die gut

ausgebildete und motivierte „Trippe-

Truppe“, der sich alle drei Generationen

der Familie Trippe verpflichtet fühlen,

denn ohne ihre Mitarbeiter wäre die

50-jährige Unternehmensgeschichte,

bei allen Tiefen, die es durchaus nicht

nur im Tiefbau gegeben hat, unterm

Strich nicht so erfolgreich verlaufen.

Franz und Stefan Trippe

WOLL Frühling 2022 - 47

WOLL Frühjahr 2022 - 41


Gisela will´s wissen:

UNKRAUT ESSEN

STATT AUSRUPFEN???

Gisela Wilms

Sandra Peetz

N

icht nur die Gärten, auch deren Besitzer

wachen nun langsam aus dem Winterschlaf

auf. Monate genüsslichen Nichtstuns liegen

hinter ihnen. Hier mal ein bisschen Laub wegharken,

dort ein paar Äste entsorgen, die der stürmische Wind

vom Baum geweht hat. Das war´s dann schon. Mit dem

Frühling kommen wieder mehr Aufgaben auf die Hobbygärtner

zu, denn nicht nur die erwünschten Blumen

strecken ihre Köpfchen aus der Erde, sondern auch das

ungeliebte Unkraut.

Unsere Redakteurin Gisela Wilms, selbst Gartenbesitzerin,

wollte wissen, was man gegen all die Pflanzen tun kann,

die sich ungefragt in den Beeten breitmachen und fragte

die Arnsbergerin Anke Schneidewind. Deren Antwort

lautete: „Essen“. Wie „essen“? Man soll also das Grünzeug

essen, statt es auszurupfen??? „Ja“, erläutert die Fachfrau,

„denn vieles von dem, was wir als Unkraut bezeichnen, ist

nicht nur gesund, sondern äußerst schmackhaft.“

Von der Gärtnerin zur Kräuterexpertin

Anke Schneidewind ist gelernte Gärtnerin und hat diesen

Beruf über zehn Jahre ausgeübt. Sie war schon immer ein

„Nasenmensch“, wie sie sich selbst bezeichnet. Rupfte sie

etwas aus, roch sie daran und hatte bald ihre Zweifel, ob

der Komposthaufen der richtige Platz für die Entsorgung

war. Von der älteren Generation wusste sie, dass vieles von

dem, was vor der Haustür wuchs, durchaus zum Essen

geeignet war. Nur ist dieses Wissen im Laufe der Jahre

verlorengegangen. Anke Schneidewind machte sich daran,

es wieder zu entdecken. Sie wälzte Literatur, durchforstete

das Internet und nahm an Wildkräuterführungen teil. Sie

sammelte Pflanzen im Mühlbachtal, stöberte am Bahnhof

in Alt-Arnsberg auf brach liegendem Gelände und hielt

draußen überall (außer in Naturschutzgebieten) die Augen

offen. Zu Hause wurde das Gesammelte frisch verarbeitet

oder getrocknet. In ihrer Küche stehen auf Regalen und

in Schränken Töpfchen mit geriebenen Gewürzen, Gläser

48 - WOLL Frühling 2022


Anke Schneidewind

schnippelt sie klein, platzen die Brennstacheln und können

keinen Schaden mehr anrichten. Die Samen röste ich fettfrei

in einer Pfanne und mische sie anschließend ins Müsli.

Übrigens ist die Brennnessel Heilpflanze des Jahres 2022

und kann durchaus als Superfood bezeichnet werden“.

„Statt teure Chia-Samen zu importieren, sollten wir lieber

auf das zurückgreifen, was wir hier finden“, sagt die

Kräuterexpertin. Scharbockkraut, Nachtkerze, indisches

Springkraut werden mit Frischkäse zu einem leckeren

Aufstrich gemischt, Spitzwegerich als Anti-Juckmittel bei

Mückenstichen eingesetzt. Aus den Blüten des Bärlauchs

macht sie falsche Kapern, Senf gewinnt sie aus Kreuzblütlern

wie der Knoblauchsrauke. Darüber hinaus bastelt

sie Duftsäckchen, stellt Wildkräuterlimonaden her und

Cremes für die Hautpflege. Es scheint keine Begrenzung

für die Verwendung der Pflanzen und Kräuter zu geben,

auch nicht für die Ideen von Anke Schneidewind. In diesem

Jahr schließt die Arnsbergerin, die die „Kräuterwerkstatt

Anke Schneidewind“ gegründet hat, ihre Ausbildung

zur Naturpädagogin ab. Woher nimmt sie die Kraft und

Energie für all diese Aktivitäten? „Aus der Natur“, ist ihre

knappe, dennoch überzeugende Antwort ■

Frischkäse und Wildkräutersamen auf Paprika

mit Gänseblümchen-Deko

mit Eingelegtem und Schachteln mit Samen. Im Garten

sind Beete, in denen Wildkräuter wachsen, also das, was

unsereins ausrupft.

Heimisches Superfood

Fragt man sie, wofür sie das alles verwendet, sprudelt es

nur so aus ihr heraus: „Giersch eignet sich hervorragend als

Petersilienersatz, mit Zwiebel angedünstet, ist er eine tolle

Alternative zu Spinat. Allerdings sollte man nur die jungen

Pflanzen verarbeiten, aber das gilt für fast alle Kräuter. Hat

man Giersch abgeschnitten, wächst er schnell wieder nach.“

Stimmt, denkt sich die Redakteurin und schaut dabei nicht

ganz so glücklich aus wie die Expertin. „Von Brennnesseln

verwende ich die frischen Blätter, um sie kleingeschnitten

in Dips zu rühren.“ Na, da wird sich der Gaumen aber

freuen, wenn er mit den schmerzenden Härchen in Berührung

kommt. „Nein“ erwidert Anke Schneidewind und

lacht, „bearbeitet man die Blätter mit dem Nudelholz oder

Rezept Knusperstangen

500 g Dinkel, fein gemahlen

1 Würfel Hefe

1 TL Salz

250 ml Mineralwasser

120 g Butter

Samen von Brennnesseln, Nacht kerzen, indischem

Springkraut und Knoblauchsrauke

Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig

kneten, 1 Stunde im Kühlschrank gehen lassen, ca.

30 g zu Stangen formen und bei 170° backen. Wenn

sie eine schöne Farbe haben, Ofen ausschalten und

sie dort trocknen lassen.

Köstlichkeiten unter der Verwendung

von Wildkräutern

WOLL Frühling 2022 - 49


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Reifen, Felgen, Wohnmobile und mehr:

DIE RICHTIGE WAHL DER

AUTOWERKSTATT IM SAUERLAND

Christel Zidi

Privat

Endlich ist die Zeit wieder da… für erste Ausflüge

in der Frühlingssonne, für ein Picknick

am See, für einen wohlverdienten Kurzurlaub.

Und damit. auch Zeit für den nächsten Radwechsel.

Reifenmarken – Qual der Wahl?

“Reifen sind mittlerweile richtige High-Tech Produkte –

es gibt große Unterschiede in Qualität und Anwendung”,

verrät uns Dirk Schulte, KFZ-Meister und Inhaber von

Autotechnik Schulte in Meschede-Enste. “Daher ist eine

kompetente Beratung das A und O. Ich empfehle immer

Reifen von Markenherstellern wie zum Beispiel Pirelli.

Deren Qualität gibt jedem Autofahrer die Sicherheit, in

brenzligen Situationen den Bremsweg um die entscheidenden

Zentimeter zu verkürzen und Unfälle so zu verhindern”,

so Schulte weiter. Aber auch Markenreifen wie

Toyo oder Falken sind eine gute Wahl, je nach Fahrzeug

und Anwendung.

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Wer beim Reifenwechsel im Frühjahr sein Fahrzeug deutlich

aufwerten möchte, sollte unbedingt auch über einen

neuen Satz Felgen nachdenken. “Die Felge macht bei jedem

Fahrzeug den entscheidenden Unterschied aus. Ob klassisch

in Alu-silber, in teil- bzw. ganzschwarz oder mit farbigen

Akzenten: Eine hochwertige Leichtmetallfelge verleiht

jedem Auto den perfekten Style”, ist Schulte überzeugt.

Und weil wir hier im Sauerland leben und arbeiten, empfiehlt

der KFZ-Fachmann selbstverständlich Felgen der

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Daher sind wir auch mit Leib und Seele Borbet-Fachhändler

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50 - WOLL Frühling 2022

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Dirk Schulte empfiehlt Felgen von Borbet und Reifen von Pirelli

WOLL Frühling 2022 - 51


Seminarteilnehmer auf der

Außentreppe des Alten Rathauses

Rüthen – einst bedeutende Stätte der

Schulreformer und Lehrerausbildung

WEIT ÜBER 1.500

VOLKS SCHULLEHRER…

Christel Zidi

...lernten im Rüthener Lehrerseminar ihren Beruf.

Gegründet wurde dies 1795 von Pfarrer Friedrich

Adolf Sauer. Noch ein weiterer Geistlicher engagierte

sich in Rüthen für eine Erneuerung des Schulsystems

im Herzogtum Westfalen: Melchior Ludolf Herold. Er

setzte sich erfolgreich für die Verbreitung der Industrieschulen

im Sauerland ein.

Da saßen sie nun vor dem großen Kamin des alten Hoinkhauser

Pfarrhauses. Eigentlich hätte man es auch „das

neue Pfarrhaus“ nennen können, denn Pfarrer Herold hatte

so viel Zeit und Arbeit in die Renovierung gesteckt, dass

es nun regelrecht erstrahlte. Heute war sein neuer Freund

zu Besuch gekommen: Friedrich Adolf Sauer. Aus Menden-Barge

stammte er und war mit gerade mal 25 Jahren

in Rüthen als Pfarrer eingesetzt worden. Trotz des Altersunterschiedes

von 13 Jahren hatten sich die beiden Männer

viel zu erzählen. Und sie hatten beide das gleiche Ziel:

die Erneuerung und Verbesserung des Schulsystems.

Das Konzept der Industrieschulen

Herold hatte da schon einiges erreicht: 1786 hatte

die sogenannte Industrieschule im Sauerland Einzug

52 - WOLL Frühling 2022


gehalten. Vor allem Kinder

der Unterschicht erhielten

neben der Schulbildung auch

Unterricht in praktischen,

einkömmlichen Arbeiten und Handfertigkeiten. Dem

Grundsatz „Der Armut zuvorzukommen ist verdienstlicher,

als sie durch Almosen zu lindern“, stimmte auch

sein Freund Sauer zu. Die Jungen erlernten gärtnerischhandwerkliche

Betätigungen, den Mädchen

wurde das Kochen und Handarbeiten

beigebracht. Nach diesem Konzept

gab es 1814, also vier

Jahre nach Melchiors Tod,

insgesamt 231 Schulen.

Das Konzept der Industrieschulen

setzte

sich letztlich aber

nicht durch. In

der Praxis sah es

vielerorts so aus,

dass in diesen

„Schul-Anstalten“

die Handarbeit

gegenüber der

Allgemeinbildung

dominierte und die

Schulen als Förderer

von Kinderarbeit in Verruf

gerieten.

Eine Schule für Lehrer

Friedrich Adolph Sauer war mit dem Auftrag

des Kurfürsten Maximilian Franz nach Rüthen geschickt

worden, eine Lehrerbildungsanstalt einzurichten. Eigentlich

hätte die erste „Normalschule“ (=Lehrerausbildung

nach festen Normen und Regeln) in Arnsberg stehen sollen.

Aber in der Hauptstadt des Herzogtums gab es nicht

das geeignete Gebäude. Das ließ sich aber in Rüthen finden.

Vorteilhaft war auch, dass Sauer sein Auskommen als

Pfarrer hatte und deshalb auf das Lehrergehalt verzichten

konnte. 1795 gründete er im Gebäude des ehemaligen Ursulinenklosters

(heute Volksbank) die erste Normalschule

im Sauerland, ohne einen Schulfonds.

Bis dahin erhielten die Sauerländer Junglehrer ihr Wissen

meist durch ihre Vorgänger. Manchmal war das der

Allein im letzten Rüthener Lehrerseminar

(1876 bis 1926) wurden insgesamt 1.462 Volksschullehrer ausgebildet

Das ehemalige Pfarrhaus

(jetzt KLJB-Haus)

Schneider des Ortes, ein anderes Mal der Dorfmusikant,

oft ein Beruf „im Nebenerwerb“. Lernen bedeutete bis dato

lediglich stupides Auswendig-Lernen, vielfach unter Anwendung

des Rohrstocks. Sauer hat einen anderen Ansatz:

„In seiner Methode setzte er auf den natürlichen Wissensdrang,

der jedem Menschen angeboren ist.

Im mechanischen Lernen unverstandener

Dinge sah er dagegen den

verhängnisvollsten Fehler“,

fasste das einmal Ulrich

Grun, der in Brilon geborene

und in Rüthen

tätige Lehrer, Heimatforscher

und

Historiker (†2017)

zusammen.

Bezeichnend für

Sauer war, dass

er schon damals

die Prügelstrafe als

Erziehungsmittel

energisch ablehnte.

Nach dreizehn Jahren

in Rüthen wurde

Sauer 1803 nach Arnsberg

versetzt. Und mit ihm auch

die Lehrerbildungsanstalt, die im

gleichen Jahr im Haus der ehemaligen

Jesuitenmission Einzug hielt. Ab 1828 gab es in

Arnsberg auch Normalunterricht für Lehrerinnen. Sauer

wurde in Arnsberg Regierungs- und Konsistorialrat, war

also zuständig für das Schul- und Religionswesen und

Präses des Gymnasiums Laurentianum.

Rüthen erneut Ort der Lehrerausbildung

Als in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Westfalen

erneut ein Mangel an Lehrkräften herrschte, wurde

1876 – nach einigen Umwegen und in Erinnerung an die

frühe Geschichte der Lehrerausbildung in Rüthen – beschlossen,

ein königlich-preußisches Lehrerseminar (für

männliche katholische Kandidaten) hier einzurichten.

Dafür wurde seitens der Stadt das obere Stockwerk des

WOLL Frühling 2022 - 53


Rathauses zur Verfügung gestellt. Die Ausbildung dauerte

drei Jahre. Ab 1894 wurde gegenüber dem Rathaus eine

sogen. Präparandie (= Vorbereitungsschule) gebaut, in der

die etwa 15-jährigen Seminarkandidaten ebenfalls über

drei Jahre hinweg zunächst als Vorstufe eine entsprechende

„höhere“ Schulausbildung durch die Seminarlehrer

genossen.

Neben der theoretischen Ausbildung im Seminar unterrichteten

dann die späteren Lehramtsanwärter auch bereits

in einer gesondert errichteten „Übungsschule“.

1915 siedelte das Seminar in einen funktionsgerechten

Neubau über und nahm den Namen „Kaiser-Wilhelm-

Lehrerseminar“ an. Als zu Beginn des 20. Jahrhundert das

Abitur zur Aufnahmevoraussetzung für die Ausbildung

der Volksschullehrer gemacht wurde, führte dies bald

darauf zum Abbau der zahlreichen Lehrerseminare.

So schloss 1926 auch das Rüthener Seminar, das

durch die private Unterbringung der Lehramtskandidaten

nicht zuletzt einen wirtschaftlichen Faktor in der

Bergstadt dargestellt hatte. Heute bildet das alte Seminargebäude

den Zentralbau im Gebäudekomplex des

Friedrich- Spee-Gymnasiums in Rüthen, das die alte

Tradition fortschrittlicher Schul- und Lehrerausbildung

in Rüthen mit großem Erfolg fortsetzt. ■

Fotoquelle Gebäude: Touristik-und Stadtmarketing Rüthen

Quelle: Stadtarchiv Rüthen

Seit 1996 befindet sich im denkmalgeschützten Gebäude der sogen.

Präparandie, des ehem. Lehrerseminars, das Stadtarchiv

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54 - WOLL Frühling 2022

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GRILLMEISTER

DER WOLLänder

Raus aus den Puschen und rein in den Frühling

Sonja Nürnberger

Mitte März. Was

ist denn das?

Dieses gleichmäßige

Tropfen da draußen? Und das

da? Das grellweiße Licht, das sich durch die Schlitze

der Rollläden zwängt? – Unfassbar. Wir hatten beinahe vergessen,

dass es sie noch gibt: Die Sonne! Langsam tauen ihre

Strahlen den unleidigen Schnee weg, verdrängen die Kälte

und die Dunkelheit der letzten Monate, von denen wir

schon dachten, dass sie niemals mehr vorbeigehen wollen.

Aber jetzt! Endlich! Sonnenbrille aufgesetzt, Sandalen an,

neue WhatsApp-Gruppe eröffnet: ANGRILLEN! Würstchen-Emoji,

Steak-Emoji, dreimal Bier-Emoji.

Ein paar Stunden später ist alles organisiert: Der Grill steht

und läuft bereits auf Hochtouren, es riecht nach Röstaromen

und Sommer. Die ersten Gäste sind eingetroffen und

lagern die Bierkästen fachgerecht in den letzten Schneebergen.

Nicht dass das Bier warm wird bei diesen Temperaturen!

Die Würstchen und Steaks stapeln sich auf den Tischen.

„Gibt’s auch was für Vegetarier“, hört man eine dünne Stimme

von irgendwo. Es wird still. „Wie bitte?“ – „Habt ihr das

auch gehört?“ – Allgemeines Schulterzucken. – „Schon ok,

ich kann einfach Baguette essen“, sagt die dünne Stimme

nun noch dünner. Keiner nimmt sie wahr. „Wann stellen

wir den Pool wieder auf?“ – „Ich denke, noch ein oder zwei

Wochen, dann ist es warm genug.“

Ja, so sind sie, die Sauerländer: Froh um jeden Sonnenstrahl,

um jedes bisschen Wärme – und um jeden Grund zu feiern

– auch wenn der Blick auf das Thermometer für jeden

Nicht-Sauerländer noch alles andere als Frühlingsgefühle

weckt. Na, dann mal: Prost, woll! ■

Die

Nr. 1

in Warstein

WOLL Frühling 2022 - 55


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Krankenhaus Maria Hilf Brilon

AUSZUBILDENDE MIT

ÜBERZEUGENDER BOTSCHAFT

Christel Zidi

sabrinity

Die Ausbildungsbotschafter Leonie Schlesiger (20), Marielen Grossmann (17), Yagmur Yilmaz (20) , Ahmad Saidi (21) (v.l.)

F

ür seine moderne und zukunftsorientierte Ausrichtung

ist das Krankenhaus Maria Hilf in Brilon schon

längst bekannt. Hier legt man großen Wert auf Weiterbildung

und Förderung, eingeschlossen eine Ausbildung

mit Perspektive und persönlicher Weiterentwicklung. Seit

Kurzem sind vier Auszubildende des Krankenhauses als

„Ausbildungsbotschafter“ im Einsatz. Bestens auf den Einsatz

an Schulen vorbereitet, haben wir die Vier – Ahmad

Saidi, Leonie Schlesiger, Marielen Großmann und Yagmur

Yilmaz - einmal zu dieser besonderen Position befragt:

Welche Aufgaben habt Ihr als Ausbildungsbotschafter?

Yagmur: Als Ausbildungsbotschafter haben wir die Aufgabe,

unsere Ausbildung zur Pflegefachmann/-frau, Schülerinnen

und Schülern vorzustellen.

Marielen: Wir beantworten alle offenen Fragen und sprechen

aus unserer Sicht über die Ausbildung.

Ahmad: Dabei präsentieren wir unsere Werdegänge, den Beruf

und unser Unternehmen. Wir wollen den SchülerInnen auch

ein bisschen Sicherheit und Orientierung bei der Berufsauswahl

vermitteln.

Ist es ein Vorteil, wenn man selbst noch Azubi ist?

Yagmur: Absolut. Auch ich habe mich damals mit Auszubildenden

über die Ausbildung unterhalten und offene Fragen geklärt.

Fragen können offener und mutiger gestellt werden. In

den meisten Fällen denkt und spricht man aus derselben Sicht.

Leonie: Weil man sich eher selbst noch in die Lage der Schüler

versetzen kann. Und da wir alle fast im gleichen Alter sind,

harmoniert das auch.

Wenn man andere Menschen begeistern möchte, muss man

selbst davon überzeugt sein. Was begeistert Euch an den

Pflegeberufen?

Leonie: Der Beruf ist vielseitig und abwechslungsreich. Und es

ist ein Beruf, der immer gebraucht wird.

Yagmur: Neben der Arbeit an sich, begeistern mich am meisten

die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Davon gibt es jede

Menge. Neue Dinge zu lernen und sie dann zu beherrschen ist

etwas Tolles. Lebenslanges Lernen ist wichtig, nicht stehenzubleiben.

Ahmad: Und dann auch das gute Gefühl, wenn man Menschen

hilft, die nicht mehr oder kaum allein klarkommen.

Auch die vielseitigen Tätigkeiten, die durch den Umgang mit

anderen Menschen große Freude bereiten.

Marielen: Natürlich muss man selbst davon überzeugt sein

und dies wirklich mit Leidenschaft machen, um auch authen-

56 - WOLL Frühling 2022


Ahmad Saidi bei einer Patientin

Yagmur Yilmaz beim Einsortieren der Medikamente

Praktische Anleitung durch die hauptamtliche

Praxisanleitung Christiane Mester

tisch zu wirken. Mich begeistert jeden Tag wieder die Dankbarkeit

der Patienten, die man zurück bekommt. Außerdem

ist es besonders spannend, in viele Arbeitsfelder einmal reinzuschauen,

um festzustellen, wo eigene Stärken oder auch

Schwächen liegen.

Wie habt Ihr selbst zu dieser Ausbildung gefunden?

Marielen: Viele meiner Familienmitglieder arbeiten in der

Pflege. Daher hatte ich einen ganz guten Einblick in das

Berufsfeld. Für mich war klar, dass dies auf jeden Fall das

Richtige für mich ist.

Ahmad: Meinen Weg zu dieser Ausbildung habe ich durch

viele Kontakte zu Pflegekräften aus verschiedenen Krankenhäusern,

Pflegeeinrichtungen und verschiedenen Fachgebieten

gefunden. Dabei habe ich immer viele Pflegeartikel gelesen

und nachgeschaut, welche mir die Sicherheit geben und

meine Entscheidung unterstützt haben.

Leonie: Bei mir war es der Berufsberater.

Yagmur: Für mich war das schon von Anfang an klar. Ich

stand mit sechs Jahren beim Karneval auf der Bühne und

habe gesagt, dass ich Krankenschwester werden möchte. Es

begeisterte mich schon immer Menschen weiterzuhelfen. Im

Jahr 2018 habe ich ein Jahrespraktikum im Krankenhaus gemacht,

mich dort mit vielen Fachbereichen vertraut gemacht.

Und danach habe mich für die Ausbildung entschieden

Leonie: Mir gefällt die Vielseitigkeit des Krankenhauses und

die familiäre Atmosphäre.

Ahmad: Ja, die Atmosphäre und die netten Teams sind besonders.

Die verschiedenen Bereiche und die Zusammenarbeit mit

unterschiedlichen Berufsgruppen. Auch die Digitalisierung der

Arbeit und der Einsatz neuer Technologien, die neue Vielfalt in

die Arbeit bringen.

Zum Schluss erklärt Yagmur, stellvertretend für alle vier Ausbildungsbotschafter:

„Wir freuen uns auf neue Auszubildende,

die sich vielleicht auch durch unsere Leidenschaft für den Pflegeberuf

entscheiden.“ ■

Bildungszentrum für Gesundheitsberufe

am Städt. Krankenhaus Maria-Hilf Brilon gGmbH

Was gefällt Euch im Krankenhaus Maria Hilf

besonders gut?

Yagmur: Das Krankenhaus Maria Hilf ist vielfältig und

bietet viele verschiedene Fachbereiche an einem Standort

an. Außerdem haben das Krankenhaus und das Bildungszentrum

eine gute mediale Ausstattung.

Schulleitung:

Petra Vorderwisch

Am Schönschede 1

59929 Brilon

02961 780 1440

petra.vorderwisch@kh-brilon.de


Der Güllene Ring in Sundern-Linnepe

WO EINST DIE OTTONEN

HERRSCHTEN…

Christel Zidi

S. Droste

Geheimnisse kann man dem „Güllenen Ring“ in

Sundern Linnepe nur sehr schwer entlocken.

Müßig ist die Arbeit der lizenzierten Sondengänger

und Heimatforscher auf der Suche nach kleinen

Puzzleteilen, anhand derer sie etwas über die Geschichte

der Wallburg erfahren. Gold werden sie hier wohl

nicht finden, aber vielleicht das ein oder andere Teilchen,

das bei der archäologischen Arbeit weiterhilft.

Wanderer können an der Wallburg aber leicht etwas

anderes Wertvolles entdecken: die herrliche Aussicht

von einem der schönsten Plätze des Sauerlandes.

Wolfgang Poguntke aus Lennestadt und Ingo Krull aus Allendorf

sind Heimatforscher und lizenzierte Sondengänger.

Letzteres im Auftrag des Landschaftsverbandes (LWL), für

den sie schon so manche Burg abgesucht haben. Allerdings

betonen beide, dass sie „keine Schatzsucher sind, sondern

Heimatforscher unter Beauftragung des Landes.“ Dr. Manuel

Zeiler von der Außenstelle des LWL in Olpe hatte den

beiden dankenswerterweise die Genehmigung erteilt, auch

in Linnepe auf Spurensuche zu gehen. Ohne Genehmigung

ist die Suche mit dem Sondengerät nicht nur illegal, sondern

kann auch lebensgefährlich sein. Nicht nur einmal

haben die beiden scharfe Munition entdeckt und dafür den

Kampfmittelräumdienst kommen lassen. Vor allem aber ist

ihre Arbeit sehr müßig: „Manchmal bücken wir uns tausend

Mal, um dann einen Kronkorken aufzuheben“, so

Wolfgang Poguntke.

58 - WOLL Frühling 2022


Wolfgang Poguntke, Ingo Krull, Reinhard Kaiser (v.l.)

Jedes Puzzleteil ist wichtig

Aber auch aus einem anderen Grund bitten die Forscher,

davon Abstand zu nehmen, dort auf Schatzsuche zu

gehen. Die archäologischen Fundstücke, die sie ausmachen,

werden genauestens nach verschiedenen Kriterien,

wie etwa die genaue Fundstelle, wie tief die Funde gelegen

haben etc. dokumentiert, fotografiert oder abgezeichnet.

Fehlende Puzzleteile, um bei diesem Vergleich zu bleiben,

lassen nicht das gesamte geschichtliche Bild erkennen.

Daran sollte jeder denken, der solche Teile dann der Geschichtsforschung

entzieht, um sie in seiner Vitrine auszustellen.

Der Allendorfer Ingo Krull kennt die Gegend

rund um die Wallburg schon aus seiner Kindheit. Hier

war er als Junge oft mit seinem Mountainbike unterwegs.

Auch Jahrzehnte später ist der Ort nach wie vor anziehend

für ihn. Im Februar 2022 war er gemeinsam mit

Wolfgang Poguntke und Linnepes Ortsheimatpfleger

Reinhard Kaiser auf der Suche nach archäologischen Beweisen,

auf der Suche nach der frühen Heimatgeschichte.

Mit seiner Sonde war er nicht zum ersten Mal vor Ort:

„Bis 2020 wurde im Umfeld der Wallburg leider nur ein

kleiner Fund gemacht, der in Zusammenhang mit der

Wallburg gebracht werden konnte. Die genaue Datierung

steht noch aus.“ Gefunden wurden z. B. ein Messer, eine

Zange und ein Axtkopf aus dem Mittelalter. Die Auswertung

ist noch nicht ganz abgeschlossen. Geht es jetzt

weiter? Werden vielleicht auch mal größere Ausgrabungen

erfolgen? „Das steht noch in den Sternen“, entgegnet

Krull und sucht geduldig weiter.

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Die Vergangenheit der Wallburg

Die romantische Vorstellung, dass im Mittelalter ein dem

Volk zugetaner Adliger auf der Burg residierte oder dass es

sich um eine Fliehburg handelte, entspricht wohl nicht den

tatsächlichen Gegebenheiten, erfahren wir von Heimatforscher

Poguntke: „Diese Wallburgen lagen immer in der

Nähe von Fernwegen, im Abstand einer Tagesreise. Denn,

so hieß es damals: ‚Wer die Wege kontrolliert, kontrolliert

das Volk’“. Und das haben die Ottonen, die die Burg in

Linnepe in der Zeit um 1000 n. Chr. herum bauen ließen,

wohl auch getan. Karl der Große war es, der die Sachsen –

gegen ihren Willen - christianisieren wollte, ließ zum Ende

seiner Zeit viele Burgen, auch in der näheren Umgebung

bauen.

Die Zukunft des Güllenen Rings

Auch wenn die Vergangenheit des Güllener Rings nach so

langer Zeit nur in kleinen Bruchstücken erforscht werden

kann, sehen die Forscher doch eine Zukunft für diesen besonderen

Ort.

„Nach Kyrill und durch den Borkenkäfer mussten viele

Bäume weichen. Nun ist die alte Wallburg gut zu sehen. An

manchen Stellen kann man das Mauerwerk noch erkennen

und bekommt eine Vorstellung von der Höhe der Wälle.“

Das ist vor allem auch den Eigentümern zu verdanken, die

darauf achteten, dass bei der Räumung der Bäume nichts an

der Wallburg beschädigt wurde.

Von hier blickt man ins „Alte Testament“

Aber nicht nur der Blick auf, sondern auch der Blick von der

Wallburg ist großartig. Von hier aus kann man, wie einst

die Ottonen, auf den alten Fernweg blicken, bis nach Meschede

und hin zum Lörmecketurm.

„In ungefähr zehn Jahren wird es aber mit der schönen Aussicht

vorbei sein“, weiß Ortsheimatpfleger Reinhard Kaiser.

„Die Aufforstung soll mit verschiedenen Baumarten erfolgen.

Dabei soll die Wallkrone aber nicht bepflanzt werden,

so dass man den Wall auch weiterhin begehen kann. Darauf

verständigten sich die Besitzer Bernhard Heuer und Josef

Kaiser.“

Übrigens ist das Begehen der Wälle ausdrücklich erwünscht,

da so der Bewuchs verhindert wird. Es ist geplant,

einige Punkte an den Wanderwegen aufzubauen, die an der

Wallburg vorbeiführen, auch eine Infotafel über die Funde

und ein kleiner Bericht über die Burg. Wer also auf der Suche

nach schönen Ausblicken ist, wird hier auf jeden Fall

fündig. ■

Der Name Güllener Ring stammt vermutlich von „Gülte“

oder „Gilte“ ab, was so viel wie zinspflichtig bedeutet. Man

nimmt an, dass von den umliegenden zinspflichtigen Höfen

Naturalabgaben in die Burganlage geliefert wurden.

60 - WOLL Frühling 2022


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WOLL Frühling 2022 - 61


Küsterin Irmgard Kappel aus Remblinghausen

GELUNGENE

KERZENWECHSEL

Nicola Collas

S. Droste

W

enn am Sonntagmorgen um Viertel vor elf

die Glocken läuten, sind viele Remblinghauser

auf dem Weg zur Kirche. Irmgard Kappel

ist dann bereits schon über eine Stunde dort und trifft

Vorbereitungen für die Messe. Die 83-Jährige ist Küsterin

der St. Jakobus-Gemeinde und das seit mittlerweile

24 Jahren.

Ihren offiziellen Arbeitsvertrag unterschrieb sie Anfang

1998. Anschließend absolvierte sie einen Küster-/innen-

Kurs in Paderborn sowie

ein Praktikum in

der Sankt-

Walburga-Gemeinde in Meschede.

Ihre ersten Einsätze als Küsterin in Remblinghausen fanden

aber schon früher statt: “Ich bin 1997 ins kalte Wasser

geworfen worden. Damals lagen beide Küsterinnen im

Krankenhaus und ich wurde vom Pfarrgemeinderat gefragt,

ob ich einspringen könnte”, erzählt Irmgard Kappel.

Sie sagte zu und wurde vom damaligen, mittlerweile verstorbenen

Pastor Walter Adam in die Materie eingeführt.

“Wir trafen uns in der Sakristei und Herr Adam zeigte

mir, was ich in welchem Schrank finde, was ich vor einem

Gottesdienst bereitlegen, welche Kerzen ich anzünden

muss usw… Ich bekam einen Schlüssel und habe mich

nach und nach in die Aufgaben reingefuchst.”

Warten auf den günstigen Moment

Irmgard Kappel in der Jakobuskirche

Zum ersten Mal war sie im Oktober 1997 bei einer

Beerdigung als Küsterin verantwortlich. Und ausgerechnet

da passierte eine Panne: Am Hochaltar

ging eine Kerze aus und Irmgard Kappel wusste

nicht, wie sie diese Kerze nachfüllen sollte, damit

sie wieder brennt. Damals war sie noch

völlig aufgeregt, aber mittlerweile geht sie

mit solchen Situationen gelassen um. “Es

ist ja nur menschlich, auch mal etwas zu

vergessen”, sagt sie. “Dann warte ich auf

einen günstigen Moment - wenn es am

wenigsten auffällt. Das ist meist beim

Singen. Ich gehe dann in die Sakristei

und hole das, was nicht an seinem Platz

ist.” In der Regel denkt Irmgard Kappel

aber an alles. Sonntags schließt sie gegen

halb zehn die Kirchentür auf, als Erstes

62 - WOLL Frühling 2022


In der Osterzeit ist das

Priestergewand weiß

guckt sie beim Andachtsbild des

„Schmerzensmann“ im hinteren Teil

der Jakobuskirche nach dem Rechten.

In der Sakristei schaltet sie per Knopfdruck

alle Lichter und das Mikrofon

an, legt das passende Messgewand für

den Geistlichen raus, zündet Kerzen

an und stellt die liturgischen Gefäße

und Bücher bereit.

„Je nachdem welche Feste im Kirchenjahr

anstehen, spielen unterschiedliche

Farben eine Rolle“, erklärt sie.

An Ostern z. B. findet sich die Farbe

Weiß auf den Priestergewändern, auf

Stolen, Deckchen, Decken, Tüchern

und auch die Kordeln der Messdiener

sind weiß. „Ich muss immer wieder

schmunzeln, wenn vor dem Gottesdienst

die Tür aufgeht und die Messdiener

fragen: Frau Kappel, welche

Farbe hat die Kordel heute?“

Kerzenwechsel

Irmgard Kappel ist die gute Seele

der Gemeinde und wenn es mal vorkommt,

dass Messdiener/-innen rausgehen

müssen, weil es ihnen nicht gut

geht, dann schaut die Küsterin direkt

nach, was los ist. „Ich habe in der Sakristei

immer etwas zu trinken und

Traubenzucker für den Fall, dass der

Blutdruck im Keller ist.“ Irmgard Kappel

erinnert sich an eine Geschichte,

als es einem Messdiener so schlecht

wurde, dass er umfiel und die Osterkerze

samt Ständer umriss. Die Kerze

lag in zig Teilen auf dem Boden. „Wir

hatten damals noch Frühmesse und

Hochamt. Im Hochamt sollte ein

Kind getauft werden, da brauchten

wir die Osterkerze unbedingt und ich

stand da mit meinen Resten. Ich habe

dann Alpha und Omega und die

Jahreszahl

abgemacht

und an eine alte

Osterkerze gesteckt, die wir noch

hinter dem Hochaltar hatten. Keiner

hat etwas davon gemerkt“, erzählt

die Küsterin mit einem Lächeln. Für

Irmgard Kappel ist der Küsterinnen-

Job interessant, weil „man nie auslernt

und fit bleibt.“ „Es liegt nicht in

meiner Hand, wie lange ich die Tätigkeit

noch ausüben kann. Aber ich

hoffe doch, dass es noch sehr lange

sein wird.“ ■

Die Osterkerze, die in der Osternacht feierlich entzündet wird, steht für die

Auferstehung. Außerhalb der Osterzeit sollte sie normalerweise nicht brennen,

um ihre Aussagekraft nicht zu mindern. Eine Ausnahme ist u a. die Taufe. Die

Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet.

Dauerkerzen haben im Inneren einen transparenten Kunststoffbehälter, der

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WOLL Frühling 2022 - 63


Monika Loerchner

Georg Giannakis

Uwe Paschedag

aus Warstein-Allagen

JÄGER,

HEGER UND

VOR ALLEM

NATURSCHÜTZER

schleicht nachts über Wiesen und Felder,

pirscht sich im Licht des Mondes an seine

Er Beute heran. Er sucht Schutz in den Schatten,

bewegt sich gegen den Wind und läuft auf leisen

Sohlen, denn vor allem Wildschweine haben sehr gute

Ohren: Uwe Paschedag ist Jäger und Mit-Pächter des

Warsteiner Jagdreviers, das sich parallel zur Bundesstraße

Richtung Kahlenberg erstreckt. Auch die Stadt

selbst ist Teil des 600 Hektar großen Reviers. Gut, dass

die Jagd in besiedelten Gebieten ruht!

„Wir sind für das gesamte Revier verantwortlich

und alle Lebewesen darin.“

Uwe Paschedag ist Obmann für Öffentlichkeitsarbeit des

Warsteiner Hegerings. Ein solcher Ring ist die kleinste

Vereinigung innerhalb einer Kreisjägerschaft. Und einen

Deutschen Jagdverband auf Bundesebene gibt es auch

noch. Die Bezeichnung „Hegering“ rührt von dem Wort

„Hege“ wie in „etwas hegen und pflegen“ her. Der 56jährige

stellt klar: „Wir sind ja nicht nur im Wald und schießen

Tiere tot, sondern kümmern uns auch um die Reviere!“

Tatsächlich sind Jäger geprüfte und zertifizierte Naturschützer

und auch vielfach in Sachen Waldschule unterwegs,

um Kindern Wissen und Wertschätzung für den

Lebensraum zu vermitteln.

Ein Jagdrevier, viele Eigentümer, viele Interessen

Ein gepachtetes Jagdrevier erstreckt sich über viele Flächen,

deren jeweilige Eigentümer spezielle Interessen haben.

Ein Bauer möchte seine Feldfrüchte vor Wildschweinen

sicher wissen. Waldbesitzer fürchten einen zu hohen

Verbiss durch die Tiere. Vor allem zarte, junge Triebe

sind für Rehe wahre Delika tessen, so

dass ein zu hoher Wildbestand einen

Wald in ernsthafte Schwierig keiten

bringt.

Durch ihre hohe Reproduktionsrate

– weibliche Wildschweine können

noch im Jahr ihrer Geburt selbst

Frischlinge zur Welt bringen – muss

vor allem der Schwarzwildbestand

unter Kontrolle gehalten werden.

Auch Rehe können wirtschaftliche

Schäden anrichten und

„Besser, ich schieße ein Reh und mache

ein hochwertiges Lebensmittel daraus, als

dass es mir vors Auto läuft!“

(Uwe Paschedag)

64 - WOLL Frühling 2022


mir das Tier natürlich leid. Aber als Fleischesser, der ich

nun einmal bin, muss ich mir dessen bewusst sein, dass,

wenn ich Fleisch verzehren möchte, dafür ein Tier sterben

muss. Das Tier, das ich töte, hat ein Leben in Freiheit in

seiner natürlichen Lebensumgebung gelebt, sich natürlich

ernährt, bewegt und fortgepflanzt. Es ist bis zum Schluss

auf seine Art glücklich gewesen und stirbt einen schnellen

Tod in seinem natürlichen Lebensumfeld.“

Immer wieder entdeckt Uwe Paschedag Bissstellen von

Rehen an den jungen Bäumen.

somit Existenzen bedrohen und auch den Straßenverkehr

gefährden. Um all das unter Kontrolle zu halten, werden

in Zusammenarbeit mit Landwirten, Förstern und Jägern

Abschusspläne erstellt. „Besser, ich schieße ein Reh und

mache ein hochwertiges Lebensmittel daraus, als dass es

mir vors Auto läuft!“

Hochwertiges Fleisch

Ist das Tier erlegt, folgt die „rote Arbeit“: das Tier wird

„zerwirkt“, also ausgenommen und für den Verzehr vorbereitet.

„Jäger sind vielfach sehr gute Köche“, erzählt der

Familienvater, der aus vielen Teilen Gulasch herstellt. Stücke,

die dafür zu klein sind, werden zu Salami oder Pfefferbeißern

verarbeitet. Am liebsten aber sind ihm Bratwürste

für den Grill. „Wild ist extrem hochwertiges Fleisch, es ist

mager und reich an Omega-3-Fettsäuren“, weiß der Allagener.

Moralische Bedenken, Wild zu schießen, hat er

nicht. „In dem Moment, in dem ich ein Tier erlege, tut

Den Wald beschützen

Besonders kritisch beäugen die Jäger derzeit die Flächen

mit Neuanpflanzungen. Im Wald können sie durch entsprechend

angelegte Wildäcker und Äsungsflächen das

Wild dorthin lenken, wo es keinen Schaden anrichten

kann. In Gebieten mit Neuanpflanzungen hingegen müssen

einige Wildarten scharf bejagt werden; nur so hat

der Wald eine Chance, wieder zu wachsen. Doch auch

rücksichtslose Menschen machen den Naturschützern zu

schaffen. „Vor allem Motocrossfahrer richten in Neuanpflanzungen

viel Schaden an.“

Uwe Paschedag kam übrigens erst 1996 ins Möhnetal, lebte

zuvor in Schwerte, “im Dortmunder Großstadt-Speckgürtel“.

Dann zog er aus beruflichen Gründen nach Allagen,

trat dort in den Schießsportverein ein und wurde

prompt mit dem Jagdfieber infiziert. Jagd ist für den Industriekaufmann

und Kommunikationswirt mehr als ein

Hobby, es ist eine Passion. „Das ist mein Ausgleich zum

Bürojob. Das ist Freiheit, aber auch Verantwortung. Die

Jagd als Gemeinschaftserlebnis, aber auch einfach dieses

in der Natur sein – dabei kann ich nach einem anstrengenden

Tag runterkommen.“ ■

WOLL Frühling 2022 - 65


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66 - WOLL Frühling 2022

Mediengestalter*in

Hasse chehört…?

Anke Kemper

Fällt dir wat auf, Fine?“

„Da steht nen neuet Stehrümmeken aufm

„Und?

Esstisch.“

„Dat is kein Stehrümmeken, dat is ne neue Vase. Hat der Friedel für mich

designed.“

„Sach nur. Wat hat er da denn zusammenjeschweißt?“

„Dat is allet jesammeltes Material vom Schrottwichteln der letzten zehn Jahre.

Toll, woll?“

„Abba Lisbeth, wo is denn dat Loch?“

„Wat denn fürn Loch?“

„Na, da muss doch irjendwo de Blume reinjesteckt werden chönnen. Ich sehe

kein Loch.“

„Wieso dat denn?“

„Ja, iset nun ne Vase odda iset keine Vase?“

„Mensch Fine, klar is dat ne Vase. Dat is ein Designerstück und keine jewöhnliche

Vase.“

„Ja, abba et mut doch funktionieren.“

„Quatsch. Et mut schön aussehen und dat tut es. Is wat janz Besonderes.“

„Naja. Und überhaupt: Ma anjenommen, da wäre ein Loch. In dat Metallding

kannste ja kein Wasser für de Blume reinschütten. Dat rostet ja sofort. Und

durch de Schweißnähte dröppelt et.“

„Dat hat der Friedel auch jut durchdacht, wie ein richtiger Desinger. Deswejen

is da auch kein Loch. Damit ich nich in Versuchung komme, da Wasser reinzuschütten.“

„Also, ich bleibe dabei: auch wennet ein Designerstück sein soll, funktionieren

musset schon.“

„Ne, da biste abba aufm Holzweg, Fine. Dat siehste doch bei de janzen Klamotten,

die designed werden. Sehen auch nur schön aus.“

„Und funktionieren, sonst könnteste die ja nich anziehen. Stell dir mal nen Pullover

ohne Loch vor für den Kopf und für de Arme.“

„Mhm.“

„Jenau.

„Chut, haste Recht. Abba trotzdem: schön aussehen tut et, woll?“ ■


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Robert geht wandern…

VON GROSSER

ARTENVIELFALT,

WUNDERSCHÖNEN

AUSSICHTEN UND

EINEM MAHNMAL

Robert Hinkel

Kurzes Teilstück

Aussicht bei Höingen

68 - WOLL Frühling 2022


Welche Strecke steht dieses Mal auf dem

Programm?

Robert Hinkel: Rund um die Möhne unterhalb

des Möhnesees, aber über die umgebenden Berge.

Start und Ziel der 11-km-Rundwanderung ist der Parkplatz

Himmelpforten (findet google). Es geht durch das

nette Städtchen Niederense, am Sportplatz vorbei rauf

nach Höingen. Der Anstieg verläuft zwischen einem kleinen

Wald auf der linken und einer Weide mit Bach auf der

rechten Seite. Wir verlassen Höingen aber schnell wieder

und gehen raus ins offene Feld. In diesem aussichtsreichen

Gelände einschließlich Bank zum Pausieren bleiben wir

die nächsten gut 2 km. Im Frühling blühen dort Kräuter

am Wegesrand, auf den Wiesen der Löwenzahn und

auf den Felder ist Raps gesät worden. Ab dem Ortsrand

von Neheim-Moosfelde nehmen die Waldanteile wieder

zu. Da sind auch weiß blühende Schlehen und Kirschbäume

bei. Hinter Neheim geht’s richtig in den Wald, mit

Laubbäumen, die ihr erstes Grün zeigen. Auf dem letzten

Kilometer säumen nochmal Büsche und Felder den Weg.

Für wen eignet sich die Wanderung?

Wie schwer ist sie?

Das ist im Verhältnis zu den Wanderungen, die ich bisher

im WOLL-Magazin vorgestellt habe, die kürzeste und

flachste. Schwierigkeitsgrad 2 von 7. Man sollte sie aber

nicht unterschätzen. Die 100 Höhenmeter von Niederense

rauf nach Höingen und die 140 Höhenmeter hinter

Moosfelde erfordern schon ein bisschen Kondition.

Welche Besonderheiten bietet die Strecke?

Am Parkplatz Himmelpforten steht ein Mahnmal für die

Toten, die bei der Bombardierung des Möhnesees im 2.

Weltkrieg in den Fluten ertrunken sind. Auch das Kloster

Himmelpforten, das einst hier stand, wurde zerstört. Das

1246 gegründete Kloster war eine Zisterzienserinnenabtei.

Es bestand bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Das Tal unterhalb von Höingen (mit der Aussicht) hat

eine spezielle Form, die in klaren Nächten kältere Temperaturen

ermöglicht als in vielen anderen Tälern des Sauerlands.

Aber bei unserer Wanderung im April können wir

von wesentlich milderen Temperaturen ausgehen.

Ein Teil des Waldstücks hinter Neheim wurde durch einen

Sturm vor Jahren gefällt. Seitdem findet sich dort eine

ganz besondere Pflanzenvielfalt, die wir dann zusammen

entdecken können. ■

Großes Foto: Moosfelde

Da geht´s lang

Mahnmal am Parkplatz Himmelpforten

WOLL Frühling 2022 - 69


Wer diese Strecke mit Robert am

23. April 2022 ab 11 Uhr wandern

möchte, melde sich per E-Mail an:

hennewandern@gmail.com

Weitere Infos auch auf Instagram:

@wandern_im_sauerland

Blick in die Richtung Neheim

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WOLL Frühling 2022 - 71


95…. 105… 150

OSTERLÄMMER

Schäfchenzählen auf der Hardt

Christel Zidi

Marc Niemeyer

In

den Ställen der Schäferei Brinkmann herrschte im Februar Hochbetrieb. Schon aus einiger Entfernung

hörte man das laute Blöken. Rund 150 kleine „Schwarzköpfe*“ wurden in den letzten Wochen

in Ense geboren. „Die letzte Lammung“, berichtet Schäfermeister Ernst Georg Brinkmann, war in der

Weihnachtszeit. Auch da waren es zirka 150 Lämmer.“ Auf dem Hof der Schäferei Brinkmann, die bereits seit

1936 und in dritter Generation als reines Familienunternehmen geführt wird, haben es die kleinen Schafe gut.

In den Stall wird die Herde nur gebracht, wenn draußen Schnee liegt. Sonst ist sie das ganze Jahr über draußen.

Nur noch sehr kleine Kinder, gelegentlich aber auch Erwachsene glauben noch an den Osterhasen. Nun ja, bei Erwachsenen

ist die Frage danach meist im übertragenen Sinne zu verstehen. Von altersher ist es aber ein anderes Tier, das das

Osterfest symbolisiert: das Lamm. Das Lamm bzw. das Schaf gilt als Symbol des Lebens, denn es gab den Menschen

jahrtausendelang nicht nur Nahrung, sondern auch Kleidung. Auch gilt es in den drei monotheistischen Religionen als

Opfertier. Im Christentum wird Jesus selbst als „das Lamm Gottes“ bezeichnet, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“.

72 - WOLL Frühling 2022


In welcher Form

das Lamm zu

Ostern ins Haus

kommt ist unterschiedlich:

Entweder

ganz aus Schokolade,

als Kuchen aus

einer speziellen Lamm-

Backform und auch der

Lammbraten am Ostersonntag

ist noch vielfach Tradition.

Schafe sind äußerst bemerkenswerte Tiere. Wussten Sie

z. B., dass die meisten Lämmer mit den Vorderfüßen

voran geboren werden? Dann werden sie von der Aue, also

dem Mutterschaf erstmal sorgfältig abgeleckt. Dieser Erstkontakt

ist wichtig, damit die Aue ihr Kind am Geruch

wiedererkennt. Lämmer können meist schon eine halbe

Stunde nach der Geburt stehen. In den ersten Stunden

nach der Geburt gibt die Aue die sogenannte Biestmilch.

Biestrig ist diese allerdings überhaupt nicht, im Gegenteil:

sie enthält lebensnotwendige Abwehrstoffe. Der

Name kommt aus dem Althochdeutschen und ist verwandt

mit dem alten Verb bies(t)en = (‚melken‘).

Natürlich ist es im Stall beengter als draußen auf der Wiese.

Trotzdem gehen die Schafe mit ihrer sprichwörtlichen

Geduld, auch friedlich durch diese Zeit. Kämpfe untereinander

sind äußerst selten, denn Schafe lassen sich einfach

nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Wenn sie doch einmal

nervös sind, hat das eher mit ihrer Wetterfühligkeit zu

tun; heraufziehende Gewitter z. B. spüren sie schon lange

im Voraus. Aber jetzt im März können sich die kleinen

Wollknäuel erstmal auf die warmen Strahlen der Märzsonne

freuen. ■

* Schwarzköpfe sind eine im 19. Jahrhundert entstandene Züchtung aus einheimischen

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Die Kampfsportler Franziska Sparschu

und Timon Tripke aus Marsberg

SELBSTBEWUSST

DURCHS JUNGE LEBEN

Scarlett, Franziska und Seimen Sparschu mit Timon Tripke (v.l.)

Andreas Melliwa

sabrinity

W

enn Franziska Sparschu (18) und Timon

Tripke (19) mal so durch die Marsberger

Innenstadt schlendern, dann fallen sie unter

all den anderen Jugendlichen nicht sonderlich auf. Sie

sind schlank und sportlich unterwegs, wie viele in ihrem

Alter auch. Allerdings, wenn sie ihre Sportkleidung, den

„Gie“ anlegen, dann sieht das schon anders aus. Der Ju-

Jutsu-Kampfanzug, ähnlich dem Judoanzug, flößt gehörig

Respekt ein. Mit Recht, denn sowohl Franziska wie

auch Timon sind buchstäblich Meister ihres Fachs.

Durch die coronabedingte Zwangspause liegen die letzten

Erfolge der beiden Ur-Marsberger schon etwas zurück.

Franziska Sparschu vom TV Marsberg ist vor zwei Jahren

Hessenmeisterin in der Klasse U16 geworden und aktuell

Teil des Dt. Ju-Jutsu-Bundeskaders U18. Timon Tripke

ist sogar Deutscher Meister in den Klassen U 18 und

U 21 geworden, von dreimal Hessischer Meister und zweimal

Westdeutscher Meister ganz zu schweigen. Auch er ist

bereits für die Deutsche Ju-Jutsu-Nationalmannschaft auf

die Matte gegangen.

Eine Ju-Jutsu verrückte Familie und eine

kampfeslustige Freundin

Franziska Sparschu und Timon Tripke - zwei ähnliche

Karrieren also, mit allerdings sehr unterschiedlichem Werdegang.

Franziska begann bereits mit 8 Jahren auf der Matte

zu kämpfen. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester

Scarlett hat sie die ersten Griffe von ihrem Vater gelernt,

im eigens eingerichteten Übungsraum im Keller. „Nur unsere

Mutter hat mit dem aktiven Ju-Jutsu nichts am Hut“,

74 - WOLL Frühling 2022


lacht Franziska, „ansonsten ist das wöchentliche Training

beim TV Marsberg auch heute noch eher ein Familientreffen.“

Stimmt: neben Vater und zwei Töchtern ist auch

ein Cousin mit dabei. Timon Tripke ist erst mit 14 Jahren

durch eine Freundin zum Ju-Jutsu gekommen. Zuvor war

er begeisterter Fußballer, hat dann zunächst beides weitergemacht

und ist mit den Erfolgen auf der Kampfmatte

dann ganz umgestiegen. „Anfangs hat mir die Mannschaft

schon gefehlt, aber andererseits bin ich auf der Matte nur

von mir selbst abhängig. Man hat alles selbst in der Hand,

das fasziniert mich an Ju-Jutsu noch heute!“

Selbstvertrauen und Respekt wachsen

Ju-Jutsu heißt übersetzt „die sanfte Kunst“ und ist eine Mischung

aus Jiu Jitsu, Judo, Karate und Aikido. „Aus allen

Disziplinen wurden die optimalen Techniken und Griffe

zur Selbstverteidigung zusammengeführt zu Ju-Jutsu“, erklärt

Timon Tripke, „deshalb wird die Sportart auch bei

der Polizei, Bundeswehr und Sicherheitsdiensten gelehrt.“

Auch Franziska Sparschu ist wichtig zu sagen: „Ju-Jutsu ist

nichts für Schläger, sondern man lernt, sich der Situation

angemessen zu verteidigen. Nicht umsonst wird Ju-Jutsu

auch Mattenschach genannt.“ Das Wissen, sich selbst

verteidigen zu können, hat bei beiden das Selbstvertrauen

wachsen lassen. „Ich bin weiter umsichtig, aber ich gehe

auch abends ohne Angst allein raus“, sagt Franziska Sparschu,

„das ist ein gutes Gefühl, auch für meine Eltern.“

Und auch Timon Tripke hat gemerkt, dass ihm gegenüber

„nicht mehr so schnell wie früher ein blöder Spruch“

kommt.

Kindertraining und Berufsausbildung

Die Wettkämpfe der beiden Kampfsportler sind zur Zeit

weniger geworden, regelmäßiges Training läuft aber weiter.

Timon steckt mitten in der Ausbildung zur gehobenen

Beamtenlaufbahn, Franziska hat einen Ausbildungsplatz

zur Finanzwirtin sicher. Trotzdem trainiert sie mehrere

Ju-Jutsu-Kindergruppen beim TV Marsberg. Beide wollen

aber später wieder für Wettkämpfe auf die Matte.

Franziska Sparschu: „Ju-Jutsu ist gut für den Kopf und den

Körper. In jedem Alter. Der älteste Einsteiger bei uns war

68 Jahre alt. Und es hat bestens funktioniert!“ ■

Franziska und Timon beim Training

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Heimat-Helden

Caritasverband Meschede freut sich über Partner für soziales Engagement

Engagement vor Ort zeigen und soziale Angebote

in der Region unterstützen – mit einer Spende

oder Sponsoring können heimische Unternehmen,

Handwerksbetriebe und Selbstständige

zum „Heimat-Helden“ des Caritasverbandes

Meschede e.V. werden. „Jede

Kooperation hilft und fördert unsere Angebote

für die Eltern, Kinder, Senioren,

und Menschen mit Behinderung, die hier

leben“, erklärt Stefanie Badelt vom Caritasverband

Meschede. Denn für soziale Dienstleistungen

reiche die staatliche Förderung nicht immer

aus oder erschwere besondere Vorhaben. „Deshalb suchen wir Helden der

Heimat – vor allem größere Projekte können mit solchen Kooperationspartnern

realisiert werden“, betont Badelt. Auf der Wunschliste steht zum

Beispiel eine spezielle Fortbildung für die Caritas-Beratungsstelle zur Prävention

von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Auch die Tafel

als eins der größten ehrenamtlichen Sozialprojekte in Meschede wird zum

größten Teil durch Spenden finanziert und kann nur durch finanzielle Unterstützung

dauerhaft bestehen. Für den Transport der Lebensmittel muss

dringend ein neues Fahrzeug angeschafft werden. Mit Kooperationen können

solche Projekte und Angebote verlässlich geplant und umgesetzt werden.

„Das fördert auch die Attraktivität des heimischen Raums für Familien“,

sagt Badelt.

Genauere Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten

von Spende bis Sponsoring, die Projekte und die

aktuellen Heimat-Helden des Caritasverbandes Meschede gibt‘s

auf der Homepage unter www.caritas-heimathelden.de oder

bei Stefanie Badelt, 0291/9021181 oder s.badelt@caritasmeschede.de.

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76 - WOLL Frühling 2022


EIN LUFTSPRUNG

IN DEN FRÜHLING.

Christel Zidi

sabrinity

Um

so anmutig und elegant in die Luft zu

springen wie hier Lena Massimo,

bedarf es schon eines langjährigen

Trainings. Die ehemalige Tänzerin des Moldawischen

Nationalballetts arbeitet heute als Ballettlehrerin.

Schon vielen Kindern, auch aus dem Raum

Warstein, hat sie die ersten Tanzschritte beigebracht.

Luftsprünge, ohne Ballettausbildung, sind

bei kleinen Kindern noch recht häufig.

Die Kleinen zeigen damit ihre Freude,

manchmal auch ihre Ungeduld an.

Erwachsene sind meist zu beherrscht,

um die die Luft

zu springen. Dafür

muss es schon

ein unerwarteter

Geldregen sein

oder das Siegestor

des Lieblingsvereins. Wenn sie davon sprechen, dass sie „in

die Luft gehen könnten“, herrscht oft „dicke Luft“. Apro-

pos Luft. Allein die Freude über

die gute Luftqualität im Sauerland,

könnte schon für einen kleinen Luftsprung

reichen. Denn bei uns ist sie ganz besonders

gut. Das können wir mit jedem Atemzug

spüren. ■

WOLL Frühling 2022 - 77


Kultur mal anders – „Berger Szenen“

WAS FÜR

EIN THEATER!

Britta Melgert S. Droste

S

tellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem vollen

Reisebus. Die Fahrt führt in den Mescheder

Ortsteil Berge. Vor der Luziakirche hält der Bus

an und alle steigen aus. Doch wer hätte vermutet, dass

Sie jetzt gleich Ihr blaues Wunder erleben werden?

Unter Ihren Mitreisenden befinden sich nämlich einige

Schauspieler, die Ihnen nun ein Outdoor-Bühnen-

Spektakel der besonderen Art bieten.

Ein Straßentheater wie dieses hat es wohl in Meschede nie

zuvor gegeben“, erzählt uns die Freienohlerin Anke Kemper,

die als Projektleiterin fungiert und Regie führt. Zusammen

mit Justine Z. Bauer hat sie auch die Texte für die

Aufführung geschrieben. Das Projekt ist ein Teil der Reihe

„Kultur mit Ausblick“ der Kommunen Meschede und

Bestwig. Es wird im Rahmen des Programms „Regionale

Kulturpolitik“ vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft

des Landes NRW gefördert und darüber hinaus von

der Volksbank Sauerland finanziell unterstützt.

Skurrile Reisegruppe mit kleinen Macken

Kemper ist überzeugt: „Das wird ein Event, das man so

im Sauerland noch nicht kannte. Unter dem Titel ‚Berger

Szenen‘ kann der Zuschauer eine skurrile Reisegruppe bei

ihrer Besichtigungstour erleben, zum Beispiel in Berge an

der Luziakirche und im Jüpkenpark sowie an der an der

Visbecker Steinkuhle.

Dann passiert etwas. Irgendetwas innerhalb der Gruppe,

das langsam nach außen gelangt. Leise zunächst. Aber

der aufmerksame Zuschauer wird hellhörig: Es werden

Gerüchte gestreut. Auf ähnliche Weise, wie das auch im

wirklichen Leben oft passiert. Konflikte, die durch dieses

Streuen von Gerüchten ausgelöst werden, spiegeln die

kleinen und größeren Macken unserer heutigen Gesellschaft

wider. Von engagierten Schauspielern, die unterschiedliche

Charaktere gekonnt und auf humorvolle Weise

verkörpern... Zuviel möchten wir an dieser Stelle nicht

verraten, aber es ist auf jeden Fall ein Event, bei dem der

Zuschauer nicht weghören und nicht wegsehen kann.

Die reine Spielzeit wird ca. 60 Minuten betragen. Hinzu

kommt natürlich der jeweilige Bustransport zwischen

den einzelnen Spielstätten bis hin zur finalen Location,

die wir aus dramaturgischen Gründen noch nicht verraten

möchten.“

Allererster Auftritt für ein Drittel der Truppe

Und so proben die Akteure bereits seit August letzten Jahres.

„Unsere Gruppe setzt sich aus Frauen und Männern

aus dem hiesigen Raum zusammen. Zum Teil handelt es

sich um erfahrene Schauspieler, beispielsweise Mitglieder

der Arnsberger Impulsianer oder der Theatergruppe

Holterdipolter“, verrät Kemper. „Aber ungefähr ein Drittel

unseres Ensembles besteht aus Anfängern, die hier die

78 - WOLL Frühling 2022


Chance wahrnehmen, ihr schauspielerisches Talent auszuloten

und weiterzuentwickeln. Diese hochspannende Mischung

entpuppte sich als Glücksfall für alle Beteiligten.

Quasi wöchentlich haben wir im Berger Pfarrheim mit

großer Begeisterung geübt, ausprobiert, korrigiert und uns

als Team perfektioniert.“

„Das wird ein Event, das man

so im Sauerland noch nicht kannte.“

(Anke Kemper)

Startklar für die Aufführung

Schauspielunterricht von Yehuda Almagor

Der Erfolg kommt nicht vom Textbüffeln allein. „Selbst

für die Erfahrenen unter uns war es wertvoll, an zusätzlich

auf dem Plan stehenden Workshops teilzunehmen“, resümiert

Kemper. „Wir erhielten Schauspielunterricht von

Yehuda Almagor, bekannt aus dem Teatron-Theater Arnsberg.

Aus Platzgründen fand dieses in der Alten Synagoge

in Meschede statt.“ Wir von WOLL durften an einem

dieser Workshops teilnehmen und dabei beobachten, wie

Almagor seine Schüler darin trainierte, mit dem ganzen

Gesicht, sogar mit dem ganzen Körper zu sprechen, dabei

ihre Natürlichkeit zu bewahren, Energie bewusst einzusetzen,

Dynamik zu halten und - ganz wichtig – den ganzen

Raum mit ihrer Präsenz zu füllen. Mit jeder Wiederholung

klappte die Umsetzung ein bisschen besser.

Inzwischen sitzt der Text, und alle Akteure kennen das

Timing und ihre Einsätze im Schlaf. Die Outfits hängen

fein säuberlich bereit und selbst an Frisuren und Make-up

wurde intensiv getüftelt. Das Lampenfieber steigt. Jetzt

noch die Generalprobe – dann steht für die spielfreudige

Theatergruppe der Aufführung am 26. März 2022 hoffentlich

nichts mehr im Wege. „Wenn alle Vorschriften

in Bezug auf Corona beachtet werden, sollte uns draußen

hoffentlich nichts ausbremsen“, erklärt Kemper. „Und auf

Glück mit dem Wetter müssen wir einfach hoffen. Fest

steht jedenfalls, dass unsere ‚Berger Szenen‘ sowohl für uns

Schauspieler als auch für die Zuschauer ein großer Spaß

werden sollen.“ ■

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ür die meisten Kids sind die Eltern die wichtigsten Partner bei der Entscheidung über den zukünftigen

Karriereweg – oft noch vor den Lehrkräften oder Medien. Allerdings kann die Wirkung verstärkt werden,

wenn die Ansprache über mehrere Medienkanäle genutzt wird, sowohl analog als auch digital.

Möglichkeiten und Grenzen der Elterneinbindung sind

schon seit längerem Gegenstand der erziehungswissenschaftlichen

und sozial-pädagogischen Forschung, wenn es

um den Prozess der Berufsorientierung und Berufsfindung

geht. Aber wie wird dieses Potenzial eingeschätzt? „In allen

Lebenswelten – mit Ausnahme der prekären Lebenswelt

– sprechen die meisten Jugendlichen mit ihren Eltern,

Geschwistern und/oder Verwandten über das Thema „Berufsorientierung“,

ist im Sinus-Jugendstudie 2020 zu lesen.

„Die Initiative kommt dabei weniger von den Jugendlichen

selbst; gemeinhin wird das Thema von den Familienangehörigen

angestoßen.“

80 - WOLL Frühling 2022

Bei den Eltern ist die berufliche oder akademische Ausbildung

meist länger als 20, 25, oft noch mehr Jahre her. So ist

es nicht weiter verwunderlich, dass viele von ihnen nicht mit

Berufen und Berufsbildern heutiger Zeit vertraut sind. Man

kann sogar sagen, dass in diesem Bereich ein massives Defizit

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Tach zusammen.

Der Frühling winkt, das Unheil droht. Zumindest mal

wieder in unserer Nachbarschaft. Der schon des Öfteren

hier zitierte technikaffine Nachbar, der mit Aufsitzmäher,

Freischneider, Laubbläser und Schneefräse für lautstarke

Unterhaltung sorgt, hat einen furchtbaren Winter hinter

sich. Seine geliebte Schneefräse ist nicht zum Einsatz gekommen.

In Ermangelung einer dauerhaft geschlossenen Schneedecke

hat er aber festgestellt, dass die Gehwegplatten

einer dringenden Reinigung bedürfen. Sofort stand sein

Entschluss fest: „Ein Hochdruckreiniger muss her!“ Mein

Futtergeber, für alle, die es an dieser Stelle noch nicht wissen:

Mein Futtergeber nennt sich `mein Besitzer´ und ich

lasse ihn in seinem Glauben, hat nach Erhalt der nachbarschaftlichen

Neuigkeit nur die Augen verdreht und ein

„Der Himmel steh uns bei“ gemurmelt. Der himmlische

Beistand ist dann, wie nicht anders zu erwarten, bitter

nötig geworden.

Der Wasserschlauch ausgerollt, die Stromversorgung hergestellt,

mit Ohrenschützern gegen den Lärm des nagelneuen

Hochdruckreinigers und mit Schutzbrille gegen den

weit umherspritzenden Schmutz geschützt, legte der, wie

er sich selbst bezeichnet, „Kärcherking“ mit seiner Reinigungsaktion

los. Erst nur die Gehwegplatten, dann die

Kantensteine, die Sauberkeitsschicht und - weil in Mitleidenschaft

gezogen - auch noch Sockel und Wand des

Eigenheims.

Was er aber in seinem Elan nicht in Bedacht hatte, oder es

vielleicht der so stark verschmutzten Schutzbrille geschuldet

war, waren die tags zuvor von seiner besseren Hälfte

akribisch gereinigten Fenster, samt Rahmen und Fensterbänke

sowie, weitaus schlimmer, die gerade auf der

Terrasse zum Lüften in der Frühlingssonne aufgereihten

Kissen, Oberbetten und Matratzen.

„Kollateralschaden“, resümierte mein Futtergeber in seiner

typisch Sauerländer Art. „Eine Katastrophe“, bewertete

dagegen die Frau meines Futtergebers, die ich, wie schon

oft erwähnte, sehr schätze: “Seine Frau wird einen Anfall

bekommen.“ Der technikaffine Nachbar hat übrigens erstaunlich

schnell sein Equipment verschwinden lassen und

ward nicht mehr gesehen. Ob ihm der Himmel geholfen

hat, als er zur Beichte angetreten ist, bleibt erst mal ungewiss.

Auch wo er die nächsten Nächte schlafend verbracht

hat, allein oder gemeinsam? Noch ist es ein gut gehütetes

Geheimnis. Aber die Frau meines Futtergebers ist sich

sicher: „Unsere Nachbarin wird berichten“.

Ach ja – Man möge es mir verzeihen, wenn ich mal wieder

jemandem durch meine veröffentlichte Sichtweise zu nahe

getreten bin, weil er sich hier wiedergefunden hat. Aber

schließlich bin ich ja nur ein Sauerländer Esel. ■


DAS EINZIG WAHRE

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